Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/In-vitro-Fertilisation#/media/File:ICSI.jpg
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/In-vitro-Fertilisation#/media/File:ICSI.jpg

Es ist mal wieder so weit, die nächste Gruppe schnipselt mit CRISPR an embryonaler DNA herum. Eine kurze Zusammenfassung der Situation, danach gibt es meine mit Spannung erwartete Meinung dazu.

Eine Gruppe am Francis Crick Institute in London wird demnächst menschliche Embryonen genetisch verändern. Die junge Stammzellforscherin Kathy Niakan ist die erste Wissenschaftlerin, die dazu eine Lizenz einer nationalen Regulationsbehörde erhalten hat. Sie wird eine Technologie namens CRISPR verwenden, die ich hier bereits beschrieben habe. Die Forscherin möchte allerdings keine gentechnisch veränderten Menschen großziehen. Das ist gesetzlich verboten und wäre derzeit viel zu riskant. Stattdessen wird sie Grundlagenforschung in einem Zellstadium betreiben, in dem der Embryo aus 1-250 Zellen besteht, was maximal einer Woche nach der Befruchtung entspricht. In diesem Stadium ist der Embryo noch weit davon entfernt, ein Gehirn zu entwickeln. Die Gruppe arbeitet an der Frage, wie sich embryonale Stammzellen entwickeln, und zu Körperzellen spezialisieren. Läuft bei diesem Prozess etwas schief, kann das zu Fehlgeburten und Entwicklungsstörungen führen. Niakans Forschung könnte dazu beitragen zu verstehen, warum manche Frauen ihr Kind verlieren.
In der Maus wissen wir bereits viel über das Schicksal dieser Stammzellen, ob es sich beim Menschen ähnlich verhält, kann man oft nur abschätzen. Die Gruppe hofft mit ihrer Forschung mehr über diesen Prozess zu lernen, damit künstliche Befruchtungen in Zukunft besser gelingen.

Niakan ist nicht die erste, die sich mit CRISPR an menschliche Embryos wagt. Bereits im April 2014 hat eine Chinesische Gruppe an der DNA menschlicher Embryonalzellen herumgeschnipselt. CRISPR ist in China kaum reguliert, es musste deshalb keine so strenge behördliche Genehmigung eingeholt werden wie in London. Aus ethischen Überlegungen verwendeten die Chinesischen Forscher Eizellen, die mit zwei Samenzellen zugleich befruchtet wurden. Sie können sie sich ein kleine wenig entwickeln, aber keinen vollständigen Menschen formen. Die Forscher wollten ein defektes Gen, das eine Blutkrankheit hervorruft, durch ein intaktes ersetzen. Mit mäßigem Erfolg, nur ein Bruchteil der Embryos konnte die beschädigte Kopie durch die reparierte Sequenz ersetzen. Außerdem wurden auch andere Gene unbeabsichtigt angegriffen und die gewünschte Veränderung trat nicht in allen Zellen des Embryos auf. Fairerweise sollte man erwähnen, dass man CRISPR inzwischen verbessern konnte und die Technologie mittlerweile 1000x präziser einsetzen kann, als es das Chinesische Team tat.

In London ist es seit Jahrzehnten erlaubt, zu Forschungszwecken an Embryonalzellen zu arbeiten. Man verwendet dabei „überschüssige“ Embryonen, die bei künstlichen Befruchtungen übrig geblieben sind. Es werden immer mehr Eizellen befruchtet, als man der Frau einsetzt. Die restlichen Embryonalzellen können entweder eingefroren, weggeschmissen, oder für die Forschung verwendet werden. Aber nur solange sich die Embryos nicht weiter entwickeln als 14 Tage. In London forscht man also schon lange an den überschüssigen Embryos, sofern die Eltern das genehmigen.

Was ist jetzt neu?

Eigentlich nicht viel, außer dass man aktivere Tests machen kann, wenn man mittels CRISPR Gene ausschaltet oder aktiviert. Die Gruppe wird die Embryonen niemandem einpflanzen um “Designer-Babies” herstellen. Das ist verboten, daran wird auch dieser Versuch nichts ändern. Stattdessen möchten die Forscher entwicklungsbiologisches Grundlagenwissen gewinnen.

Man kann diskutieren ob es prinzipiell ethisch vertretbar ist, an embryonalen Zellen zu forschen. Dann muss man konsequenterweise aber auch die Frage stellen, ob es wirklich besser ist, die überschüssigen Embryonalzellen stattdessen in den Müll zu schmeißen. Wenn man embryonale Stammzellforschung grundsätzlich befürwortet, sollte es in meinen Augen auch in Ordnung gehen, die modernsten Methoden des Erkenntnisgewinns anzuwenden, um das meiste Wissen, für Menschen mit Kinderwunsch zu generieren.
Oder wie seht ihr das?

Kommentare (15)

  1. #1 Alisier
    1. Februar 2016

    Ich bin der Meinung, dass es Menschen möglich sein sollte, ihre Fixierung auf eigene Gene zu überwinden.
    Denn der enorme Aufwand, trotz größter Schwierigkeiten auf Teufel komm raus ein Kind mit den ach so wertvollen eigenen Genen zu erzeugen steht in keiner vernünftigen Relation zum Resultat. Von der psychischen Belastung der vielleicht werdenden Eltern ganz zu schweigen.
    Was ist so furchtbar schlimm daran, eine Adoption in Erwägung zu ziehen?
    Ansonsten halte ich das Forschen für völlig ok. Aber eben nicht, um einen merkwürdigen “Kind mit Teil des eigenen Genoms”-Wunsch zu erfüllen.

  2. #2 Turtle
    1. Februar 2016

    Adoption ist halt auch nicht so einfach. Es gibt gar nicht so viele Kinder, die man adoptieren kann. Mit Pflegekindern sieht das anders aus, aber das ist eben auch eine andere Situation (ich kenne beides aus dem Familienkreis).
    Die Belastung ein Kind zu wollen, aber keins kriegen zu können, ist enorm. Und niemand unterzieht sich künstlichen Befruchtungsmethoden leichtfertig. Wenn also Forschung dazu beiträgt, diese Methoden zu verbessern, ist das imho sinnvoll.

    Was die konkrete Forschung an Embryonen angeht: Unter den genannten Bedingungen (Alter der Embryonen, keine Einpflanzung) finde ich das sinnvoll. Am Tiermodell kommt man halt nicht bis zum Ende. Und es gibt genug fiese Krankheiten, die sich ursächlich nur mit Gentherapien behandeln lassen. Wenn diese Forschung dabei hilft, sowas irgendwann zu ermöglichen, bin ich dafür.

  3. #3 Alisier
    1. Februar 2016

    Die Belastung, jahrelang ohne Erfolg auf künstliche Befruchtubg zu setzen ist auch enorm. Ich kenne 3 Paare deren Beziehung daran zerbrochen ist.
    Was spricht dagegen, das zugegeben komplizierte Adoptionsrecht den Gegebenheiten besser anzupassen, anstatt weiter Millionen in künstliche Befruchtung zu stecken?

  4. #4 Ludger
    1. Februar 2016

    Alisier #3
    “Was spricht dagegen, das zugegeben komplizierte Adoptionsrecht den Gegebenheiten besser anzupassen, anstatt weiter Millionen in künstliche Befruchtung zu stecken?”

    Es ist für die psychische Verarbeitung offenbar ungleich leichter, eine Schwangerschaft bis zur 12. Schwangerschaftswoche abzubrechen als das Kind auszutragen und dann direkt nach der Geburt zur Adoption frei zu geben. Eine Vereinfachung des Adoptionsrechtes würde das Problem nicht lösen. Der unerfüllte Kinderwunsch kann einen erheblichen Krankheitswert annehmen. Eine Adoption wird immer als nicht gleichwertige Notlösung angesehen. Bei der assistierten Befruchtung ( IVF-ET und ICSI) hat man eine Baby-take-home-Rate von ca. 40% pro Paar. Das ist zwar für 60% der Paare eine herbe Enttäuschung aber doch immerhin für 40% der Paare eine erfolgreiche Behandlung.
    Zum Thema: die ethische Wertung der Forschung hängt mit der Frage zusammen, für welchen Zeitpunkt die Entstehung eines Menschen angenommen wird, der den Schutz des Grundgesetzes genießt. Die Dikussion hatten wir schon im Zusammenhang mit der Präimplantationsdiagnostik (PID). Da denkt offenbar die Mehrheit der Bundestagsabgeordneten scholastisch. Meine Ausführungen kann man hier: http://scienceblogs.de/bloodnacid/2011/11/11/eine-zygote-ist-keine-person/#comment-3215 nachlesen. Solange die Mehrheit der Bundestagsabgeordneten der Meinung ist, dass der Bauplan eines Menschen schon ein Mensch sei, wird in Deutschland eine solche Forschung sicher nicht stattfinden.
    Das vorangestellte Foto ist ein Foto der ICSI und hat mit den Forschungen in London wenig zu tun. Dort werden abgelöste Zellen von bei der Reproduktionsmedizin “übriggebliebenen” Morulastadien weiterverwendet, die durch IVF oder auch durch ICSI erzeugt wurden. Benutzt man bei CRISPR dieselben Punktionstechniken wie bei ICSI?

    • #5 Martin Moder
      1. Februar 2016

      Hey Ludger!

      Prinzipiell sollte es für die CRISPR Behandlung keinen Unterschied machen, ob die Eizelle via IVF oder ICSI befruchtet wurden. CRISPR selbst kann als DNA-Konstrukt auf verschiedene Arten in Zellen gebracht werden, beispielsweise mithilfe von Viren, oder mittels Transfektion.

  5. #6 Thomas Friedrich
    2. Februar 2016

    Ich bin ein großer Befürworter der liberalen (!) Eugenik. Wenn man bedenkt, wie sehr die Lebensqualität eines Menschen von seiner Genetik abhängt, dann erscheint mir genetische Verbesserung des Menschen als ein humanes, emanzipatorisches Projekt.

    Und auch wenn jetzt noch niemand (außer einigen Philosophen wie Julian Savulescu) in diese Richtung denkt, hoffe ich, dass CRISPR den Weg in eine Zukunft bahnen wird, in der jeder ein Leben mit guten Eigenschaften führen kann.

  6. #7 hampel
    2. Februar 2016

    @
    Alisier

    Denkst du wirklich, dass es den Paaren hauptsächlich um “ihre Gene” geht?

    Schließlich gibt es ja auch sowas wie Leihmutterschaften (traditional surrogacy) bei der die soziale Mutter kein Erbgut beisteuert.
    Dabei wären da auch noch Paare, die trotz Adoption immer noch den Wunsch hegen “was eigenes” zu haben.

    Versteh mich nicht falsch, ich stimme dir zu, es sollte möglich sein für Menschen diese Wünsche zu überwinden, aber ich war auch nie in so einer Situation.
    Vllt sind unsere menschlichen Gene wirklich schuldig für so ein irrationales Verhalten, aber es gibt wohl wirklich Menschen die gehen an ihrem “Versagen” kaputt. .. also warum es ihnen nicht vereinfachen?
    Davon ab, über Stammzellen können wir eh nicht genug wissen. Finde es sehr gut und interessant, dass es jetzt ein Thema in den News ist!

  7. #8 Alisier
    2. Februar 2016

    @ Ludger
    Ich dachte eher an Kinder, die schon da sind, die man in die Familie aufnehmen könnte. Diese gibt es nämlich, sonst bräuchten wir z.B. keine SOS-Kinderdörfer.
    Und klar ist es eine Erfolgsgeschichte. Dennoch beschleicht mich ein merkwürdiges Gefühl wenn ich mir ansehe, was Menschen so auf sich nehmen.
    Und ein großes Geschäft ist es eben auch.
    Aber ich wollte Martin Moders Thema nicht sprengen. Deswegen nur noch kurz @ Thomas Friedrich
    Du weißt als, was “gute Eigenschaften” sind? Ich bin mir da nämlich gar nicht so sicher.

  8. #9 fherb
    3. Februar 2016

    Also, um auf die ursprüngliche Frage an die Leser zurückzukommen: Ich halte diese Forschung für legitim. Absolut unterstützenswert. In der Wissenschaft, die uns Menschen voran bringen kann, geht es darum, Wissen zu “erschaffen”. Dass jedes Wissen auch misbraucht werden kann ist eine Frage der Organisation unserer Gesellschaft und nicht der Forschung: Mit Sprengstoff konnte man sehr gut Materialien für den Straßenbau und Wohnungsbau in handliche Stücke teilen. Dass unsere Gesellschaft damit nicht nur Lebensraum für unsere Vorfahren geschaffen hat, sondern sie so oft als möglich auch wieder zerbombt hat, ist ein gesellschaftliches Problem.

  9. #10 Friedrich Nietzsche
    3. Februar 2016

    @Thomas Friedrich

    Auf Kosten jener, die (bzw. deren Eltern) sich gegen die genetische Verbesserung des eigenen Organismus ausgesprochen haben. Denn genauso wie es dann jedem freistünde, das Genom seiner Kinder vorteilhaft zu verändern, stünde es jedem Entscheider aus der Wirtschaft frei, “minderwertige” Menschen mit unverändertem Genom nicht oder zu deutlich schlechteren Konditionen zu beschäftigen.

    Was erlaubt wird, wird gemacht (teilweise noch deutlich mehr). Sieht man schon bei den Krankenversicherungen, die im Windschatten des Quantified-Self-Hypes jenen bessere Tarife versprechen, die sich gut ernähren/Sport treiben und das der Versicherung beweisen. Das ist so lange ein Vorteil, solange diese Nutzergruppe eine Minderheit stellen. Ab dem Moment, wo man es durchsetzen kann, werden jene, die keine Gesundheitsdaten an die Versicherung übermitteln wollen, aber deutlich schlechter gestellt werden.

    @ Topic: Die Forschung ist ok, so lange Embryonen nicht speziell dazu gezüchtet werden. Für die Versorgung unfreiwillig kinderloser Paare mit Kindern sollte aber die Adoption Vorrang haben.

  10. #11 Thomas Friedrich
    5. Februar 2016

    @Alisier: Ich glaube, es gibt einen großen Konsens darüber, welche Eigenschaften zu einem glücklichen Leben beitragen. Zum Beispiel gibt es viele Menschen, die gerne intelligenter wären, aber keinen, der gerne dümmer wäre. Viele Menschen leiden an ihrer Hässlichkeit, aber niemand bedauert ernsthaft seine Schönheit. Die meisten Menschen mit einer schweren Krankheit wären lieber gesund. Umgekehrt kann ich mir nicht vorstellen, dass jemand seinen Eltern vorwerfen würde, ihm die Chance auf ein Leben mit Chorea Huntington geraubt zu haben.

    @Friedrich Nietzsche: Menschen mit schlechten Genen werden heute schon in der Wirtschaft diskriminiert. Ein Mensch mit einem IQ von 85 ist genauso benachteiligt wie ein Mensch, der in einer niedrigen Kaste geboren wurde. Ich finde es daher absurd, die Ablehnung der Gentechnik ausgerechnet mit der Erhaltung von Chancengleichheit zu begründen. Ich sehe in der genetischen Verbesserung des Menschen wie gesagt eher die Chance, dass irgendwann jeder ein glückliches Leben mit prächtigen Eigenschaften führen kann, und die brutale Selektion, die jeden Bereich unserer Gesellschaft bestimmt (Schule, Wirtschaft, sexuelle Beziehungen…) aufhören wird.

  11. #12 JW
    5. Februar 2016

    @thomas Friedrich: Gene sind längst nicht alles, auch nicht bei der Intelligenz. Da passiert noch viel im Mutterleib und bei der Erziehung. Selbst beim Klonen jeglichen menschlichen Nachwuchses wäre die Intelligenz unterschiedlich. Da kommen wir aus der Selektion am Arbeitsplatz und in der Gesellschaft nicht raus. Ausserdem braucht man unter unterschiedlichen Bedingungen unterschiedliche Eigenschaften. Willst Du der Menschheit in Ihrer Gesamtheit die Anpassungsfähigkeit nehmen?
    Ausserdem setzt das einen Zwang zur Optimierung auch im späteren Verhalten mit Komplettüberwachung der Lebensgewohnheiten voraus. Das erschreckt mich eher.
    Huntington ist natürlich ein nachvollziehbares Argument, aber ist die leichte Anlage zur Fettleibigkeit ein Grund zur genetischen Optimierung oder eher zum Umzug in die Arktis?

  12. #13 Alisier
    5. Februar 2016

    @ Thomas Friedrich
    Mit der Intelligenz ist es so, dass sie extrem gut verteilt ist, weil nun wirklich fast alle denken, dass sie genug davon haben. Und dass du auch noch glaubst Schönheit wäre objektiv bewertbar hatte ich mir fast schon gedacht. Und nur weil du dir etwas nicht vorstellen kannst, heißt das noch lange nicht, dass es das nicht gibt.
    Tu mir einen Gefallen: werde bitte nicht Gentechniker.

  13. #14 Thomas Friedrich
    6. Februar 2016

    @JW: Gene sind nicht alles, aber für viele Eigenschaften die wichtigste Determinante. Und natürlich sollen die Menschen nicht vollkommen gleich werden. Auch Hochbegabte können sich auf tausend Arten unterscheiden. Eine Welt, in der jeder Mensch gesund und hochbegabt zur Welt käme, wäre keine Welt der Klone.

    Außerdem rede ich nicht von einem Zwang. Daher kann ich das Argument mit der Überwachung nicht nachvollziehen.

    @Alisier: Ich bezweifle, dass jeder sich für intelligent genug hält. Stell dir vor, es gäbe eine Pille, die den IQ um 30 Punkte steigert. Glaubst du, die wäre ein Ladenhüter? Schon heute betreiben viele Menschen “Gehirndoping”, obwohl diese Mittel im Vergleich zu den Möglichkeiten der Gentechnik nur wenig ausrichten.

    Und Schönheit ist tatsächlich weitgehend objektiv. Unser Schönheitsempfinden folgt einer intersubjektiven Gesetzmäßigkeit, die über Kultur- und Epochengrenzen hinweg weitgehend konstant bleibt. Natürlich müssen wir nicht alle wie Supermodels aussehen, aber wirkliche Hässlichkeit, die mit einer massiven Einschränkung der Lebensqualität verbunden ist, sollte man vermeiden.

  14. #15 Dr. Webbaer
    13. Februar 2016

    Man kann diskutieren ob es prinzipiell ethisch vertretbar ist, an embryonalen Zellen zu forschen. Dann muss man konsequenterweise aber auch die Frage stellen, ob es wirklich besser ist, die überschüssigen Embryonalzellen stattdessen in den Müll zu schmeißen. Wenn man embryonale Stammzellforschung grundsätzlich befürwortet, sollte es in meinen Augen auch in Ordnung gehen, die modernsten Methoden des Erkenntnisgewinns anzuwenden, um das meiste Wissen, für Menschen mit Kinderwunsch zu generieren.
    Oder wie seht ihr das?

    “It depends.”

    Risk-Reward-Überlegungen müssten hier eine Rolle spielen, nicht etwa simple Ideologie der Art “Dies darf nicht getan werden!”, wenn, wie es ansonsten ‘überschüssige[] Embryonalzellen stattdessen in den Müll zu schmeißen’ gilt.

    Was ‘Menschen mit Kinderwunsch’ betrifft, müsste insofern nachgewiesen werden, dass gewusst, was getan wird.

    Der Schreiber dieser Zeilen sieht “wegen Komplexität”, was die Gendatenhaltung betrifft, hier nur ganz grob die Möglichkeit dafür.

    MFG
    Dr. Webbaer