Alexander Mäder

Alexander Mäder ist seit Juli 2016 stv. Chefredakteur beim Monatsmagazin „Bild der Wissenschaft“ (www.wissenschaft.de). Zuvor hat er das Wissenschaftsressort der „Stuttgarter Zeitung“ geleitet. Er hat in den 90er-Jahren in Heidelberg Wissenschaftsphilosophie studiert, später in Bielefeld darin promoviert und anschließend bei der „Berliner Zeitung“ volontiert und als Redakteur gearbeitet. Er twittert als @methodenkritik.

Mein Buch "100 Seiten Astrophysik" ist gerade erschienen. (Foto: Reclam-Verlag)

Das Foto macht auf den ersten Blick nicht viel her, deshalb wollte es der Reclam-Verlag wohl auch nicht drucken. Aber ich zeige es hier, weil es in der Einleitung meines Büchleins „100 Seiten Astrophysik“ eine wichtige Rolle spielt: Es ist das einzige Bild von der Oberfläche des großen Saturnmonds Titan – entstanden, kurz nachdem die…

"Der Schlüssel zur Entwicklung ist Wissenschaft und Technologie", steht auf der Leinwand. (Foto: Mäder)

Zehn Jahre verschärfte Sanktionen haben der iranischen Wissenschaft zugesetzt, aber sie zugleich erfindungsreich und selbstbewusst gemacht. Die Forscher suchen nun den Kontakt zu westlichen Kollegen. Meine Eindrücke aus einer kurzen Reise nach Teheran.

Auch der Wissenschaftsjournalismus wird unter die Lupe genommen. (Foto: rzarek/iStock)

Diese Woche habe ich mit Kollegen über „Wissenschaftsjournalismus in Zeiten der Lügenpresse“ diskutiert. Das Fazit ist grundsätzlich hoffnungsvoll, aber es werden Ideen gesucht, um Dialog und Glaubwürdigkeit zu stärken.

Wie lange ist die Cola noch haltbar? Der intelligente Kühlschrank weiß es - und sagt es auch, wenn man sich durch das Menü klickt. (Foto: iStock/Chesky_W)

Das Smart Home kommt nicht voran. Es gibt zwar sinnvolle Ideen, aber nicht sehr viele. Es scheint, als könne die Branche Innovationen aus der Wissenschaft gebrauchen. Ein Besuch auf der Messe BAU in München.

Während des Klimagipfels in Marrakesch wurde an diesem Wochenende ein Rennen der Formel E ausgetragen. Die Batterie der Elektro-Rennwagen (hier eine Aufnahme aus dem Genfer Auto-Salon) hält ein halbes Rennen lang, so dass die Fahrer in einen frischen Wagen umsteigen müssen. (Foto: iStock/edaldridge)

Viele Menschen halten den Klimawandel für eine Bedrohung, unterstützen eine ökologisch ausgerichtete Politik und reduzieren sogar ihren persönlichen Beitrag zu den CO2-Emissionen. Aber in der Summe reichen die Anstrengungen nicht. Was empfehlen Sozialwissenschaftler, um die Motivation zu erhöhen?

So müsste es gehen, sagt das Umweltbundesamt: Die Energiewirtschaft fährt ihre Emissionen bis 2050 auf Null zurück. Die von mir beschriftete Darstellung stammt aus einer Sonderausgabe der "Zeitschrift für Umweltpolitik & Umweltrecht" vom Juni 2016.

Der Weltklimavertrag von Paris, der am 4. November in Kraft tritt, wird uns jahrzehntelang begleiten. Wird er den Klimaschutz voranbringen? Es ist höchste Zeit, einen Blick in den Vertragstext zu werfen. Ein multimediales Projekt soll das erleichtern.

So bringen Psychologen Menschen zum lächeln: Wer einen Stift zwischen den Zähnen hält, aktiviert die Lachmuskeln, und ahnt womöglich nichts davon. Hält man den Stift mit den Lippen, sind andere Muskeln aktiv. (Foto: Quentin Gronau)

Lächle – und du fühlst dich besser. Diese Theorie wird gerade in Zweifel gezogen, weil die Wiederholung eines klassischen Experiments scheiterte. Doch der Autor der Originalstudie sagt, er lerne nichts aus der Wiederholung. Einblick in einen Grundsatzstreit.

Lamm im Brotmantel - gegessen bei Vincent Klink im Restaurant Wielandshöhe in Stuttgart. Der Koch ist bekannt für seine regionale Küche und auch dafür, die Tiere möglichst ganz zu verwerten. Ein Pluspunkt der Sterneküche: Fleisch spielt dort nach mehreren Vorspeisen mit Gemüse und Fisch nur noch eine kleine Rolle. (Foto: Alexander Mäder)

Ein kleines Beispiel zeigt, wie schwierig Klimaschutz sein kann: In der Regierung streitet man sich gerade darüber, ob man Verbrauchern sagen sollte, wieviel CO2 bei der Fleischproduktion entsteht. Die Kunden könnten sich ja bedrängt fühlen.

Gemittelte Werte aus drei Umfragen der Initiative "Wissenschaft im Dialog" mit jeweils tausend Befragten. "Weiß nicht" antworteten nie mehr als drei Prozent. (Quelle: Wissenschaftsbarometer 2014 bis 2016, Grafik: Mäder)

Die Öffentlichkeit wird regelmäßig gefragt, was sie von der Forschung hält und erwartet. Eine Antwort überrascht mich dabei immer wieder: Es kommt mir vor, als wiesen die Menschen damit die Wissenschaft in ihre Schranken. Aber vielleicht verstehe ich die Leute auch falsch.

Fakten scheinen langweilig geworden zu sein, und Politiker wie Trump nutzen das aus. Dabei bietet das Netz so viele Möglichkeiten, sich gut zu informieren. Was haben die Leute bloß gegen diese Angebote? Fühlen sie sich dort etwa nicht ernst genommen?