GEOgate: eine Nachlese

Eigentlich hatte ich mich nur über GEO geärgert: Zuerst wegen der Titelgeschichte, die aufgrund des CAM-freundlichen bias ihrer Autorin zur unkritischen Jubelarie über die uralte “neue Heilkunst” wurde. Und dann wegen der pubertär-beleidigten Reaktion auf die Kritik, die der/die Moderator/in der GEO-Facebookseite dort äußerte. Eine bloße unbelegte Meinung sei die von GWUP-Seite vorgebrachte Kritik, so hieß es, die Fact-Checker-Unit hätte alles geprüft und man solle doch bitteschön Belege liefern. (Eine an die GWUP gerichtete ad-hominem Attacke von GEO wurde übrigens nachträglich aus dem thread entfernt. Man schämte sich offenbar dafür.)

Nun, die Lieferung der Belege übernahm ich gerne. Meine Kritikpunkte waren dabei keineswegs erschöpfend, sondern entstanden spontan während des Lesens des Artikels. Eine umfangreichere Recherche hätte vermutlich noch mehr Unstimmigkeiten zutage gebracht, aber für einen schnellen Facebook-Kommentar reichte es auch so. Erstaunlicherweise hüllte sich GEO plötzlich in Schweigen, was immer mehr verärgerte Kommentatoren zu Nachfragen veranlasste. Meine Kritik wurde durch weitere wichtige Punkte ergänzt – und GEO schwieg.

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Als die Reaktion des stellvertretenden Chefredakteurs dann doch noch kam, war sie, wie man so sagt, wischi-waschi. Die Kommentatoren waren jedenfalls nicht zufrieden. Und inzwischen häuften sich die durchwegs kritischen Blogbeiträge zur GEO-Affäre. Die ganze Epsiode zeigt recht gut, wie old media sich mit dem Web 2.0 offenbar immer noch schwer tun. Aber anstelle hier noch meinen eigenen Senf dazu zu geben, versuche ich einmal, für Interessierte eine chronologische Liste der aufgelaufenen Blogreaktionen zusammenzustellen. (Wird laufend aktualisiert!) Falls ich jemanden vergessen habe: Hinweis per Kommentar genügt!

[Nachtrag: Soeben stelle ich fest, dass Anatol Stefanowitsch im Sprachlog kürzlich ebenfalls eine Linkliste zusammengestellt hat. Auch gut, doppelt hält besser!]

[Nachtrag: Inzwischen hat sich die Autorin selbst zu Wort gemeldet, siehe Eintrag Nr. 18 unten.]

  1. 03.08., Psiram-Blog: Die neue “Heilkunst” bei GEO
  2. 03.08., GWUP-Blog: “Die neue Heilkunst”: GEO unterirdisch
  3. 23.08., Psiram-Blog: Der böse Doktor
  4. 23.08., GWUP-Blog: “Geo” fordert den Fehlernachweis
  5. 24.08., Enkapsis (SciLogs): “Schulmedizin” und Naturheilkunde in der GEO
  6. 24.08., Die Wahrheit: Medienmedley 24.8.11
  7. 25.08., GWUP-Blog: “Geo”: Demut 2.0
  8. 25.08., Rückspiegel: GEO Magazin auf dünnem Eis
  9. 26.08., Enkapsis (SciLogs): Wie eine andere Revolution in der Medizin aussehen könnte
  10. 26.08., Chemisches Allerlei (SciLogs): Was mich zum Bloggen treibt
  11. 26.08., ErklärFix (ScienceBlogs): GEO und wie es die Social Media versucht
  12. 27.08., Sprachlog (SciLogs): Homöopathische Sprachfallen und wie GEO sie nicht vermeidet
  13. 27.08., chefarztfraulicher:beobachter: #Homöopathie: Die neue Schwatzkunst bleibt die alte
  14. 27.08., Astrodicticum Simplex (ScienceBlogs): Deprimierend: GEO und die “Alternativmedizin”
  15. 28.08., Kritisch gedacht (ScienceBlogs): GEOgate: eine Nachlese
  16. 28.08., GWUP-Blog: “Geo” final: Die Blog-Reaktionen
  17. 28.08., Kopflast: GEOgate: eine Nachlese
  18. 29.08., Kritisch gedacht (ScienceBlogs): GEO: Antwort der Autorin
  19. 29.08., Sashs Blog: GEOgate
  20. 29.08., Psiram-Blog: GEO – Das Letzte.
  21. 29.08., GWUP-Blog: Und nochmal “Geo”. Und Fliege. Und Prof. Ernst
  22. 30.08., Plazeboalarm (ScienceBlogs): GEO: Warum eine Jahreszahl bei Studien so wichtig ist
  23. 30.08., DRadio Wissen: Geo in der Kritik
  24. 31.08., Topthema (ScienceBlogs): Publizistische Patzer
  25. 02.09., CAM Media.Watch: Kompliment: “Die neue Heilkunst” von Petra Thorbrietz, GEO-Magazin 08/11. Rezension aus der Sicht eines Forschers.
  26. 04.09., Kritisch gedacht (ScienceBlogs): GEO-Diskussion: nächste Runde
  27. 06.09., GWUP-Blog: “Neue Heilkunst”: Vorwärts in die Vergangenheit
  28. 10.09., H.Blog: Lesenswert: “Die neue Heilkunst” von Petra Thorbrietz (GEO Magazin 08/11) und das Individuum in der Medizin.
  29. 19.09., H.Blog: Gratis-Download: „Die neue Heilkunst” von Petra Thorbrietz (GEO Magazin 08/11)

Kommentare

  1. #1 Basilius
    28. August 2011

    Prima Aufstellung. Danke dafür.
    Leider habe ich jetzt wieder so furchtbar viel zu lesen. Das sind die Nachteile des verlinkten Webs im Gegensatz zu einem (Geo-)Magazin aus Papier: Nach der letzten Seite ist beim Papier Schluß. Im Web geht es solange weiter, bis man selber den Schluß macht.
    Das kann aber manchmal ganz schön schwer fallen.
    So little time, so much to know…

  2. #2 fatmike182
    28. August 2011

    Auf jeden Fall Gratulation vorab, dass du die Lawine erst richtig losgetreten hast! Dein fundierter Kommentar hat auf das peinliche Verhalten von GEO erst aufmerksam gemacht.
    Ich vermute leider, dass sich GEO gewissermaßen verschätzt. Die Leute, die auf FB diskutieren oder darüber bloggen sind nicht nur paar wenige Einzelkämpfer sondern in erster Linie Influencer (nein, nicht Influenza…), Multiplikatoren mit Reichweite & oft mit Reputation. GEO wäre also gut beraten, euch & die Thematik ernst zu nehmen & das tatsächlich zu korrigieren.
    Schade, dass es langsam wirklich keine guten Zeitschriften in dem Bereich für Nicht-Wissenschaftler mer gibt…

  3. #3 Basilius
    28. August 2011

    Ups!
    Abo vergessen. Ist wohl schon zu spät. Sorry und gute Nacht.

  4. #4 rolak
    28. August 2011

    Mist. Je*des*mal vergesse ich bei derartigem mit Anlauf ins Fettnäpfchen springen einen zitierfähigen Schnappschuß zu machen, immer noch lebe ich (im Denken) vor-www, á la ‘Wer schreibt der bleibt’. archive.org ist nichts für Jahrbücher, schon gar nichts für massive Selbstzensur nach kurzer Zeit.
    Hat vielleicht einer der nicht ganz so schusseligen Mitlesser diese mitlerweile wohl notwendige Aktion getätigt und daher eine schicke url in petto, die renitenten Schwachsinnslallern um die Ohren geschlagen werden kann?

    Aus ähnlichen Gründen ist übrigens die multiple Inkarnierung von xref-Listen wie hier im Artikel in keiner Weise unnötig, nur redundant – und letzteres ist etwas Sinnvolles, trotz des allgemein negativen Geschmäckles (ist redundant, kann weg).

  5. #5 Basilius
    28. August 2011

    @rolak
    Abgesehen davon, daß ich leider auch keinen Screenshot liefern kann…
    Du bist ja zu noch absurderen Zeiten unterwegs als ich!
    Kaffeeüberdosis?
    ^_^

  6. #6 fatmike182
    28. August 2011

    @ rolak
    Ich empfehle das plug-in EgoArchive, das macht im Hintergrund von jeder Seite (außer wenn anders eingestellt & außer https) einen Screenshot & speichert den Volltext, also muss man nichtmehr an Screenshotten oder Bookmarken denken. (Ja, wird auf den Amazon Servern v denen gespeichert, aber man kann d Plugin konfigurieren & ausschalten)

  7. #7 rolak
    28. August 2011

    Nee, bin gestern wegen Völlerei gegen Neune beim Lesen weggedämmert & 7h Schlaf reichen mir im Normalfall.

  8. #8 rolak
    28. August 2011

    Huch, auf einmal so viel Verkehr hier^^ Danke fatmike182, doch das scheint mir mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Auch wenn mir vieles dokumentierwürdig erscheint, relativ zum Gesamtbesuchten ist es nur ein verschwindend kleiner Teil. Und dafür eine Schleimspur zu hinterlassen? Ach nee, und zusätzlich: Schließt man ein paar sites aus, kommt das nächste merk-würdige nach Murphy prompt auf diesen ;-)

    WebCite ist ok, funktional und ziemlich anonym — nur mit dem Drandenken hapert es halt ein wenig ;-)

  9. #9 Ulrich Berger
    28. August 2011

    Ich steh auf der Leitung: Screenshot wovon genau ist gefragt?

  10. #10 fatmike182
    28. August 2011

    @ Ulrich
    dem rolak geht es glaub ich um den originalen Diskussionsverlauf, also die nachträglich entfernten Postings. Fragst du so unschuldig, weil du die eh mitgeloggt hast? ;-)

  11. #11 rolak
    28. August 2011

    rischtisch, mercí, nur daß bei einem echten screenshot jedermensch sofort “Photoshop!” schreit, deswegen ‘zitierfähig’.
    Die gelöschten Texte der GEO-Redaktion waren derart pampig hingerotzt, daß ich schon ein Momentchen mit offenem Mund dasaß. Machen die vielleicht dieselbe Entwicklung durch wie der Stern damals, schöne Bilderstrecken und sonst nichts mehr?

  12. #12 Ulrich Berger
    28. August 2011

    @ fatmike:
    Ah so. Nein, nix mitgeloggt…

  13. #13 Sven Türpe
    28. August 2011

    *Gähn,* viel Lärm um nichts, die Redaktion hat sich in jeder Hinsicht vernünftig verhalten. GEO ist ein buntes Magazin, Zielgruppe: Mainstream. Mit einem solchen Produkt wird man nicht die spezifischen Bedürfnisse einer Nische bedienen. Sondern man wird ein Buffet anrichten, das in der Summe fast jedem etwas bietet.

    Unvernünftig, weil unrealistisch ist die Forderung, der Anbieter möge einzelne Speisen aus dem Buffet entfernen. Diese Forderung kommt einerseits ohne reales Drohpotenzial daher. Der Verlag kann weder etwas gewinnen noch einen Verlust vermeiden, wenn er ihr nachgibt. Die Forderung zu erfüllen, wäre andererseits wegen der damit verbundenen Ausrichtung auf einer enger begrenzte Zielgruppe langfristig mit Verlusten verbunden, weil damit Heftverkäufe und Werbeeinnahmen zurückgingen. .

    Aus wirtschaftlicher Sicht ist es daher vernünftig, solche Artikel ins Blatt zu nehmen und sich nicht mit den Schreihälsen aufzuhalten, die damit nicht einverstanden sind. Die gibt es bei jedem Thema und meist sind sie selbst es, die sich am wichtigsten nehmen. Sich mit Trollen abzugeben kostet nur Zeit und Nerven. Kaum etwas ist unbedeutender als ein paar Dutzend Schreihälse, die vergeblich davon träumen, ihre Leserbriefe zum GEOgate aufblasen zu können. Zum endgültigsten Mal: “GEOgate” ist ein Wunschtraum.

  14. #14 Sven Türpe
    28. August 2011

    *Gähn,* viel Lärm um nichts, die Redaktion hat sich in jeder Hinsicht vernünftig verhalten. GEO ist ein buntes Magazin, Zielgruppe: Mainstream. Mit einem solchen Produkt wird man nicht die spezifischen Bedürfnisse einer Nische bedienen. Sondern man wird ein Buffet anrichten, das in der Summe fast jedem etwas bietet.

    Unvernünftig, weil unrealistisch ist die Forderung, der Anbieter möge einzelne Speisen aus dem Buffet entfernen. Diese Forderung kommt einerseits ohne reales Drohpotenzial daher. Der Verlag kann weder etwas gewinnen noch einen Verlust vermeiden, wenn er ihr nachgibt. Die Forderung zu erfüllen, wäre andererseits wegen der damit verbundenen Ausrichtung auf einer enger begrenzte Zielgruppe langfristig mit Verlusten verbunden, weil damit Heftverkäufe und Werbeeinnahmen zurückgingen. .

    Aus wirtschaftlicher Sicht ist es daher vernünftig, solche Artikel ins Blatt zu nehmen und sich nicht mit den Schreihälsen aufzuhalten, die damit nicht einverstanden sind. Die gibt es bei jedem Thema und meist sind sie selbst es, die sich am wichtigsten nehmen. Sich mit Trollen abzugeben kostet nur Zeit und Nerven. Kaum etwas ist unbedeutender als ein paar Dutzend Schreihälse, die vergeblich davon träumen, ihre Leserbriefe zum GEOgate aufblasen zu können. Zum endgültigsten Mal: “GEOgate” ist ein Wunschtraum.

  15. #15 Statistiker
    28. August 2011

    Sven T, wie man ihn kennt, einfach dumm….

    ansonsten, wie ich schon bei Florian schrieb: Meine Verwandschaft/Bekanntschaft hab ich immunisiert, da kommt so etwas nicbt mehr an, denen hab ich beigepuhlt, mal Fragen zu stellen anstattt diesen Schrott einfach zu glauben….

    Weiterkämpfen!!!! Die Wiossenschaft gewinnt!!!!

    PS: Neulich war auf einem Treffen eine Rudolf-Steiner-Jüngerin. Wir haben Sie einfach ignoriert und nur dumme Witze über diesen Idioten gemacht, bis die selber merkte, dass sie daneben ist… und den Schwachsinn, den dieser A ***** erzählt, akzeptiert hat…. selten, aber mal wieder ein Opfer gerettet…

  16. #16 pirx
    28. August 2011

    @Sven Türpe:

    Unvernünftig, weil unrealistisch ist die Forderung, der Anbieter möge einzelne Speisen aus dem Buffet entfernen.

    Nicht alles, was hinkt ist, ein Vergleich.

    Niemand, wirklich niemand stört sich daran, dass Geo über Homöopathie schreibt. Die Kritik ist, dass sie eine Homöopathieaktivistin, von der bekannt ist, dass sie wesentliche Tatsachen ignoriert oder nichtmal kennt, ohne vernünftige redaktionelle Qualitätssicherung über dieses Thema schreiben lassen.

    Oder um aus dem hinkenden Etwas mal einen Vergleich zu machen: Dass auf einem Buffet auch Gerichte stehen, die einem nicht schmecken, muss man akzeptieren. Aber dass sie aus qualitativ akzeptablen Zutaten fachmännisch zubereitet wurden, darf man schon erwarten.

  17. #17 E. Berndt
    28. August 2011

    Man muss sich schon einmal die Zeit nehmen und die Beipacktexte homöopathischer Arzneimittel durchlesen.
    Die Formalität dieser Texte lässt nichts zu wünschen übrig!
    Hier zwei zufällig gefundene Paradebeispiele:

    http://www.phoenix-lab.de/pdfs/k-112-I-V.pdf
    http://www.phoenix-lab.de/pdfs/juv-110-k.pdf

  18. #18 E. Berndt
    28. August 2011

    Man muss sich schon einmal die Zeit nehmen und die Beipacktexte homöopathischer Arzneimittel durchlesen.
    Die Formalität dieser Texte lässt nichts zu wünschen übrig!
    Hier zwei zufällig gefundene Paradebeispiele:

    http://www.phoenix-lab.de/pdfs/k-112-I-V.pdf
    http://www.phoenix-lab.de/pdfs/juv-110-k.pdf

  19. #19 Bullet
    29. August 2011

    @E. Berndt:

    …ist ein registriertes homöopathisches Arzneimittel, daher ohne Angabe eines therapeutischen Anwendungsgebietes.

    WTF?? Warum gibt es dann mehr als “DAS HOMÖOPATHISCHE ALL-IN-ONE-MEDIKAMENT”?

    …darf nicht eingenommen werden, wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen einen der Bestandteile [...] sind

    Wasser? Zucker? “Drin” ist doch sowieso nix mehr, sagen die HPioten.

    Da keine ausreichend dokumentierten Erfahrungen zur Anwendung von K-112 I-V in der Schwangerschaft und Stillzeit vorliegen,

    Nach … äh … 200 Jahren? *g*

    Es ist tatsächlich lustig, was da alles auf dem Beipackzettel steht. Mein Arnica C30-Zettel von der letzten 20^23-Aktion war ähnlich lustig.

  20. #20 noch'n Flo
    29. August 2011

    @ Bullet:

    Du weisst Doch – bei HP geht es in erster Linie um “information”. Das Homöopathikum darf also nicht eingenommen werden, wenn man gegen Information allergisch ist. Betrifft also so ziemlich alle Esos. Also die gesamte Zielgruppe der HP.

  21. #21 Barton Fink
    29. August 2011

    Autsch,
    was macht dann bloß ein esoterischer Datenbankadminisitrator mit Informationsallergie? ;-)

  22. #22 haarigerTroll
    29. August 2011

    Die Autorin hat sich übrigens mittlerweile zu Wort gemeldet und selbst Stellung bezogen. Ob eine weitere Diskussion aber den Aufwand wert ist bezweifle ich angesichts folgender Aussage etwas:
    “Ich halte sehr viel von „wissenschaftsbasiertem Handeln in der Medizin“. Ebenso viel halte ich von journalistischer Sorgfaltspflicht. Dies kann aber nicht bedeuten, wie es mitunter gefordert wird, im Wissenschaftsjournalismus nur evidenzbasierte Inhalte wiederzugeben. Die Aufgabe der Wissenschaft ist es, Fragen zu stellen. Das gilt auch für den Journalismus: Es ist nicht unsere Aufgabe, lediglich Antworten zu zitieren.”

  23. #23 E. Berndt
    29. August 2011

    @haariger Troll

    in der Zeitschrift Perfusion, Herausgeber Edzard Ernst habe ich eine Analyse über Anthroposophie gelesen. Nie wieder habe ich eine derart kompakte, präzise bis in die letzten Details ausgefeilte Analyse gelesen. Eine vollständige Darstellung der Anthroposophie quasi ein durchgehendes Glaubensbekenntnis von Steiner und auf der anderen Seite legte er die begründeten Einwände und die inneren Widersprüche dar.
    Das ist Information. Aber die Geo-Journalistin vermeint halt, dass das Zusammenkopieren von Zeitgeist tiefschürfende Information ist.

  24. #24 noch'n Flo
    29. August 2011

    @ haariger Troll:

    Die Aufgabe der Wissenschaft ist es, Fragen zu stellen. Das gilt auch für den Journalismus: Es ist nicht unsere Aufgabe, lediglich Antworten zu zitieren.

    Also das übliche Blabla derer, die sich für besonders kritisch halten: “Ich stelle doch nur Fragen.”

  25. #25 kumi
    29. August 2011

    @ E. Berndt:

    Kann man die Analyse irgendwo sehen/beziehen? Vielleicht auch in Deutsch? Würde mich schwer interessieren.

  26. #26 ESOWATCH
    29. August 2011

    Wir haben auch nochmal nachgelegt:

    http://blog.esowatch.com/?p=3971

    mfg ESOWATCH

  27. #27 Mentha Trecenta
    30. August 2011

    @Sven Türpe Was für ein zynisches und kurzbeiniges Argument. “Weil X mit Y Profit macht, ist es sinnlos und lächerlich, etwas dagegen zu tun.”

  28. #28 Bullet
    30. August 2011

    Es verhält sich in der Tat so, daß der Output von Sven Türpe nicht einmal als (bereits benutztes) Klopapier taugt.

  29. #29 HaDI
    30. August 2011

    Die Aufgabe der Wissenschaft ist es, Fragen zu stellen. Das gilt auch für den Journalismus: Es ist nicht unsere Aufgabe, lediglich Antworten zu zitieren.”

    Fragen stellen ist eine grundlegende Aufgabe des Journalismus. Aber wenns geht sollte diese Frage an jemanden gerichtet sein, der sie beantworten kann und diese Antwort publiziert werden.

  30. #30 Ponder
    1. Dezember 2011

    @ E. Berndt
    >>…Man muss sich schon einmal die Zeit nehmen und die Beipacktexte homöopathischer Arzneimittel durchlesen…>>

    Unbedingt auf diese Beipackzettel gehört die Einschätzung von Harald Walach (sic!) über den Wirkmechanismus von Homöopathica:

    “Homöopathie ist meiner Meinung nach einfach sehr systematisierte Magie.”
    http://www.informationen-zur-homoeopathie.de/?p=502

    Und er fährt fort:

    “Deshalb wird man auch wahrscheinlich auf Dauer keine kausalen Signale in homöopathischen Arzneien finden. Das ist auch das Problem einer experimentellen Homöopathieforschung, die genau von dieser Voraussetzung ausgeht….”

  31. #31 E. Berndt
    1. Dezember 2011

    @Ponder
    Ich habe mir den Blog angesehen – grauenhaft objektiv!
    Interessant aber nicht neu, wie argumentiert wird.
    Ihr Wallachzitat gibt die Richtung vor. Weil “wissenschaftlich” nichts zu finden ist, kann es auch nicht wissenschaftlich überprüft werden. Und in Folge ist es logisch, dass Homöopathie mit wissenschaftlichen Methoden eben nicht bewiesen werde kann.

  32. #32 E. Berndt
    1. Dezember 2011

    @Ponder
    Ich habe mir den Blog angesehen – grauenhaft objektiv!
    Interessant aber nicht neu, wie argumentiert wird.
    Ihr Wallachzitat gibt die Richtung vor. Weil “wissenschaftlich” nichts zu finden ist, kann es auch nicht wissenschaftlich überprüft werden. Und in Folge ist es logisch, dass Homöopathie mit wissenschaftlichen Methoden eben nicht bewiesen werde kann.