Hatte ich morgen geschrieben? Ach, wie schnell doch die Zeit vergeht …

Aber genug davon.

Auf welche moderne Medizin dürfen wir hoffen?

Zunächst noch einmal etwas Grundsätzliches zum Thema Leben und Forschung:

Trotz stark erweiterter Detailkenntnisse müssen wir zugeben, dass wir über eine beschreibende Erklärung für Lebensprozesse nicht hinausgekommen sind.

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Leben entsteht aus einer kausal bedingten Kette. Ist diese Kette unterbrochen, endet das Leben. Im Gegensatz zu den Berechnungen in der Physik gibt es eine deutliche Richtung. Omnis cellula e cellula (Virchow 1858), also jede Zelle entsteht aus einer Zelle.

Wer sich mit Lebensvorgängen beschäftigt, tut dementsprechend gut, nie einen gewissen Grundrespekt vor der Zelle zu verlieren, denn er kann sie nicht nachbauen.

Da Leben aus Leben entsteht und in guten, wie in schlechten Eigenschaften aufeinander angewiesen ist, ist es fast eine Binsenweisheit, dass andere Lebewesen mehr für Gesundungsprozesse tun können, als darauf zu vertrauen, dass sich Proteindesigner im Labor mal was Eigenständiges, Hilfreiches ausdenken (nicht nachbauen, sondern ausdenken!).

Neu ist daran im Prinzip Nichts. Jeder kennt die Geschichte der Antibiotika (ein Schimmelpilz) und auch das Aspirin ist nicht bei Bayer in der Fabrik entstanden, sondern entstammt ursprünglich dem Saft der Weidenrinde.

Aber Naturstoffe und ihre Heilwirkungen werden doch schon seit Jahren systematisch erforscht und trotzdem kommt dabei kaum was Neues raus.

Nicht so voreilig. Wir haben stellvertretend zwei „Medikamente” entdeckt, auf deren Zulassung wir uns freuen:

Einmal Trichuris suis, besser bekannt als der Schweinepeitschenwurm.

Und als Zweites Lucilia sericata, besser bekannt als grüne Schmeißfliege!

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Wir fassen zusammen: Zwei Toilettentiere sind die Zukunft der Medizin.

Warum?

Zunächst einmal der Schweinepeitschenwurm:

Verantwortlich für die systematische Erforschung dieses Parasiten ist Professor Andreas Raedler vom Asklepios Klinikum in Hamburg.

Seine Methode: Die an Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa leidenden Patienten schlucken einen Cocktail aus lebenden Schweinepeitschenwürmern.

Die Wurmeier gelangen über den Verdauungstrakt in die Nähe des Zwölffingerdarms, lagern sich dort ab und entwickeln sich zu minimal kleinen Würmern. Eine Gefahr für den Patienten? Nein, eine echte Überlebenschance haben die Tierchen nicht, da sie sich im falschen Wirt befinden (brauchen Schwein, kriegen Mensch). Folglich sterben sie nach 8-10 Tagen ab und werden mit dem Stuhl ausgeschieden.

Für den Menschen ist dabei von Vorteil, dass das körpereigene Zytokinsystem durch die Präsenz des Eindringlings stark angeregt wird und sich neu trainiert. Also lernt körpereigenes von körperfremden Gewebe zu unterscheiden.

Das Ganze basiert auf der sogenannten Schmutz-Hypothese, nach der zu viel Hygiene dem menschlichen Körper gar nicht gut tut und dazu führt, dass er sich selber angreift. Für die Zulassung als Medikament peilt Raeder übrigens das Jahr 2012 an.

Unser zweiter Organismus, die grüne Schmeißfliege ist hingegen unser Lieblingskandidat für die effizienteste Versorgung von Wunden (auch nach Operationen). Der Effekt ist schon länger bekannt, Ambroise Paré soll darauf im 16. Jahrhundert hingewiesen haben.

Systematisch erforscht den Effekt zur Zeit die Firma BioMonde.

Grundsätzlich geht es dabei um abgestorbene Gewebe, das entfernt werden muss, damit eine Wunde besser und schneller heilt. Naja und da ist die Natur der Medizin eben immer noch voraus.

Den Prozess kann man sich in etwa so vorstellen: Nachdem unter sterilen Bedingungen der Blinddarm entfernt wurde, streuen die Ärzte ein paar Fliegenlarven der Schmeißfliege in die Wunde (naja, es gibt auch Beutel, bzw. Mullbinden … aber egal).

Dann sondern die Fliegenlarven ein Sekret ab, dass aus dem toten Gewebe in der Wunde eine breiige Lösung herstellt und davon ernähren sich die Larven. Sie wachsen also und reinigen dabei die Wunde.

Tja und im Gegensatz zur modernen Medizin mit den individualiserten Medikamenten ist diese Art der Medizin kein Märchen, sondern real und erprobt.

Sie beinhaltet keine leeren Versprechungen und überraschenderweise kaum Nebenwirkungen. Sie kostet lediglich etwas Überwindung …

Kommentare (73)

  1. #1 Andrea N.D.
    Juni 8, 2009

    Jetzt habe ich es begriffen: Ihre Artikel sind tatsächlich ironisch gedacht. Amüsant.
    Falls nicht, würde ich mich freuen, Sie bei uns zu einer Blindarm-OP begrüßen zu dürfen. Nach unterschriebener Einverständniserklärung Ihrerseits würde ich mich freuen, Ihnen ein paar Fliegenlarven einzusetzen. Wer weiß, vielleicht gibt es ja noch andere positive Nebenwirkungen dieser Methode aus dem 16. Jahrhundert. Äh – was passiert eigentlich, wenn die Larven genug gewachsen sind? Darüber lässt sich auf der von Ihnen angegebene Seite trotz realer Erprobung (oder fand die im 16. Jahrhundert statt?) leider nichts finden. Und selbstverständlich ist die Natur der Medizin voraus. Wie könnte sonst je ein Mensch genesen? Wobei für derartige Aussagen nützlich wäre, den Begriff “Natur” einmal zu definieren.

  2. #2 JoergR
    Juni 8, 2009

    Also das Thema war auch bei WDR 5 vor einigen Wochen und ist eigentlich sehr interessant. Das allerdings als “Zukunft der Medizin” zu verkaufen und dazu einen …ähwienennichsjetzt… eigenwilligen Aufbaubeitrag zu erstellen bedarf einer …ähwienennichsjetzt… gewissen Kunst.
    Meine üblichen Hinweise von wegen “kein wissenschaftlicher Knochen im Körper” wiederhole ich nicht, das versteht sich ja langsam von selbst, hier wo die Natur der Medizin überlegen ist.

  3. #3 redi
    Juni 8, 2009

    Ach so ist das mit der Zukunft der Medizin.
    *sichmiteinembrettvordenkopfschlag*
    nee klar, ist viel besser als der molekularquatsch. den schafft man am besten ab.

  4. #4 S.S.T.
    Juni 8, 2009

    Fliegenmaden zur Wunheilung sind nun wirklich nichts neues:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Madentherapie

    Selbst die Frage zur Kostenübernahme durch die Krankenkasse ist geregelt.

  5. #5 Alexander
    Juni 8, 2009

    *gäähn*
    Also zwei Anwendungen, für die es gar keine personalisierte Medizin braucht, sollen als Beispiel herhalten, warum die personalisierte Medizin unwichtig ist? Wirklich?

  6. #6 Peter Artmann
    Juni 8, 2009

    Scheinbar hat es sich immer noch nicht herumgesprochen:

    ES GIBT KEINE PERSONALISIERTE MEDIZIN!

    Aber wer braucht schon ein Fahrrad, wenn er von einem WARP-Antrieb träumen kann?

  7. #7 redi
    Juni 8, 2009

    ES GIBT KEINE PERSONALISIERTE MEDIZIN!

    hm. Herceptin, Glivec, Gefitinib, erlotinib, Tests und Therapeutika für BRAFkinase-mutierte Tumore, Tests und Therapeutika auf p53-positive Tumore – teils zugelassen, teils in der Entwicklung. Das hat mich keine fünf Minuten gekostet. Aber warum mach ich mir überhaupt (Ihre) Arbeit?

  8. #8 MoritzT
    Juni 8, 2009

    Herr Artmann! Provozieren Sie Ihre Leserschar? Großes Tennis!

  9. #9 Peter Artmann
    Juni 8, 2009

    Wieso großes Tennis?

    Groß sind die Summen, die die klinische Forschung mit dem Stichwort “personalisierte Medizin” ergaunert hat.

    Bescheiden, klein und sehr überschaubar sind die Ergebnisse.

    Angesichts dieses Mini-Outputs an Tyrosinkinase-Inhibitoren – von einer personalisierten Medizin zu sprechen – ist … großes Theater.

  10. #10 Alice
    Juni 8, 2009

    Bescheiden klein. Was ist ihr Beitrag dazu, dass sich dies ändert? Woran forschen Sie? Mit welchem Threma beschäftigen Sie sich in der Doktorarbeit? Wo sind Ihre Veröffentlichungen? Journalismus ist das hier ja nicht, also muss das Talent woanders liegen, oder womit rechtfertigen Sie Ihre Überheblichchkeit?

  11. #11 MoritzT
    Juni 8, 2009

    Entschuldigen Sie, mir war bis gerade eben nicht klar, dass Ihre Beiträge keine Ironie sind. Nun, der Mensch denkt, so lang er irrt.

    Ich persönlich sehe den Stellenwert der Ergebnisse anders als Sie. Es stimmt, dass insbesondere bei den Bindegewebstumoren und bei den soliden Tumoren des Magen-Darm-Trakts die Personalisierung nicht so weit ist, wie man das gerne hätte. Dafür sind die Fortschritte beim Mamma-Karzinom wirklich ziemlich erstaunlich.
    Ich weiß nicht, mit welchen Forschungsthemen Sie sich beschäftigen, ich kann Ihnen aber versichern, dass tatsächlich noch einige völlig neue Therapieverfahren in der Entwicklung sind. An meiner Universität entsteht zur Zeit ein Zentrum für die adoptive T-Zell-Therapie. Das wäre dann ein wirklich personalisiertes Therapieverfahren.

    Es stimmt, dass die Fortschritte in der Behandlung menschlicher Erkrankungen eher mau sind – es würden sich aber alle zu Recht beschweren, wenn wir die Verfahren der experimentellen Mausmedizin ohne ausführliche Prüfung am Menschen anwenden würden. Tatsächlich ist es im Moment wahrscheinlich schon so, dass wir bei Mäusen mehr Erkrankungen heilen können als beim Menschen.

    Aber auch daran wird gearbeitet. Und eben weil die Medizin mit diesem Ziel Geld zu aquirieren vermag, kann die Forschung überhaupt weitergehen.

  12. #12 radicchio
    Juni 8, 2009

    »Wo sind Ihre Veröffentlichungen?«

    BILD der frau? bäckerblume?

  13. #13 Ludmila
    Juni 9, 2009

    Ich empfehle als Gegenmittel zu dem “Artikel” hier:

    http://www.sciencebasedmedicine.org/?p=518

    Personalisierte Krebsbehandlung ist vor allem eins – schwierig und teuer. Aber es gibt zwei Krebsarten, wo das mit der personalisierten Krebsbehandlung gar nicht mal so schwierig wäre.
    olorectal cancer (tumor marker: carcinoembryonic antigen, or CEA) or prostate cancer (tumor marker: prostate-specific antigen, or PSA). One can imagine an implantable pump that could measure the levels of these tumor markers and then, according to algorithms developed based on ecological and evolutionary principles, continuously adjust the dose of metronomic chemotherapy to keep a patient’s tumors in check.

    Das ist die Medizin der Zukunft.

  14. #14 Albert Wilfert
    Juni 9, 2009

    @ Ludmila

    Personalisierte Krebsbehandlung ist schwierig, weil sie hohe Anforderungen an den Therapeuten stellt, aber nicht teuer.
    Ein Beispiel davon ist hier zu finden:
    http://www.homeoint.org/books3/kentclin/cases00.htm#BM2

    Die verwendeten Mittel belaufen sich ca. auf 20€.

  15. #15 Horst
    Juni 9, 2009

    Ich dachte die aktuelle Studienlage belegt kaum Vorteile der Madentherapie. Gibt’s da schon wieder was neues, was ich verpasst habe?

  16. #16 Happy
    Juni 9, 2009

    “Entschuldigen Sie, mir war bis gerade eben nicht klar, dass Ihre Beiträge keine Ironie sind.”
    Die Hoffnung hatte ich auch noch.

    Herr Artmann, Sie berichten nach offenbar eher oberflächlicher Recherche (die BILD.de Redaktion hat sich dafür im Allgemeinen auch nicht sonderlich qualifiziert) über zwei Anwendungen von Insekten in der Wundversorgung bzw. Behandlung von Autoimmunerkrankungen. Das eine ist ein alter Hut (Fliegenlarven werden seit über zehn Jahren schon wieder speziell für diesen Zweck gezüchtet), das andere Ihrer Aussage nach noch nicht mal zugelassen. Nicht dass Sie mich falsch verstehen, ich finde beide Ansätze spannend und förderungswürdig. Aber dass für das Aufbringen von ein paar Insektenlarven in Wunden oder das Schlucken derselben im Vorwege nicht derselbe wissenschaftliche Aufwand betrieben werden muss wie zum Beispiel für therapeutische Anwendungen der Gen- oder Stammzelltherapie, sollte zumindest Ihnen als Biologen hinreichend einleuchten.
    Daraufhin Aussagen wie
    “[…]im Gegensatz zur modernen Medizin mit den individualiserten Medikamenten ist diese Art der Medizin kein Märchen[…]”
    und
    “Bescheiden, klein und sehr überschaubar sind die Ergebnisse.”
    zu machen, ist irreführend und, in Anbetracht Ihres naturwissenschaftlichen Hochschulabschlusses, auch schwer nachvollziehbar. Von dem unsachlichen, einseitigen und polemischen ersten Teil des Artikels ganz zu schweigen.
    Die enormen Fortschritte in der Therapie hämatopoetischer Erkrankungen durch TKI dann noch als “Mini-Output” herabzuwürdigen, vervollständigt dieses Bild.
    Ihnen sollte bekannt sein, dass insbesondere die biologische, und damit auch die biomedizinische Forschung, allein durch die Komplexität und die Unvorhersagbarkeit biologischer Systeme nicht so funktioniert wie Sie es hier einfordern.

  17. #17 erich egermann
    Juni 9, 2009

    Wilfert (09.Juni 09, 10:01 h ) Ihren Link habe ich gelesen, Sie wollen uns offensichtlich verar…. en, anders kann ich den Beitrag nicht verstehen.
    Die Homöopathie Lobby erinnert mich immer mehr an die fanatisierten Zeugen Jehovas, mit denen ich vor vielen Jahren aus Neugierde discutiert habe.

  18. #18 JoergR
    Juni 9, 2009

    Die Homöopathie Lobby erinnert mich immer mehr an die fanatisierten Zeugen Jehovas, mit denen ich vor vielen Jahren aus Neugierde discutiert habe.

    Stimmt, die bringen auch Leute um weil sie echte Medizin durch Glaubenswahn ersetzen…
    Homöopathie bei Krebs geben ist wenigstens fahrlässige Tötung…

  19. #19 Albert Wilfert
    Juni 9, 2009

    @ erich egermann

    Ich will gar niemand verarschen. Ich habe diese Berichte nicht geschrieben, sondern nur gefunden. ich weiss als Laie auch nicht recht was ich davon halten soll. Fest steht nur dass Kent ein berühmter Mann war und dieser Fall keine Ausnahme. Er hat tausenden von Menschen geholfen, dass ist Fakt. Und er war längere Zeit erfolgreicher Schulmediziner und ist zur Homöopathie gewechselt, weil ein Homöopath seine Frau in kurzer Zeit von einem von der Schulmedizin aufgegebenen Leiden befreite. Das sind Fakten Gentleman, und ich denke doch, dass sich Wissenschaftler mit Fakten befassen sollten und nicht nur mit theoretischen
    Spinnereien. Und in der Zwischenzeit die Patienten sterben lassen, weil sie seit
    vierhundert Jahren behaupten dass sie morgen die Lösung haben werden, wenn man ihnen noch ein wenig Geld gibt.

  20. #20 Albert Wilfert
    Juni 9, 2009

    @ JörgR

    Ich glaube mit Ihnen zu reden hat wenig Sinn, sie sind bar jedes Wissens über diese Dinge und plappern halt ihr Schulwissen nach.

  21. #21 Jane
    Juni 9, 2009

    Ich möchte mich den Fragen nach Herrn Artmanns Promotionsthema und eventuellen Publikationen in Fachzeitschriften anschließen.

    Der Link “Doktorarbeit” geht ja nun leider ins Leere.

  22. #22 erich egermann
    Juni 9, 2009

    WILFERT: Habe ich in Wikipädingsbums richtig gelesen ?
    James T.Kent 1849 – 1916 ! Wissen Sie , was sich in den letzten hundert Jahren in der Medizin getan hat !!??? Der Mann hat vor über hundert Jahren Fallberichte gesammelt, subjektive eindrücke, das hält heute keiner fachlichen Überprüfung stand !, In den letzten 100 – 150 Jahren hat die Medizin dank der modernen
    Wissenschaft phänomenale Fortschritte gemacht, sei es in der Chirurgie,
    MalignomBehandlung, Früherkennung, Cardialer Diagnostik und Therapien, etc.. etc… , Und welchen Anteil an all diesen Fortschritten hat die Homöopathie ??
    – Null , Nihil, Nothing , Nix, Nada , Rien de rien, — Die Lösungen gibt es längst, und es wird nach wie vor an weiteren gearbeitet.

  23. #23 Querdenker
    Juni 10, 2009

    Zitat Jörg Rings:
    “Homöopathie bei Krebs geben ist wenigstens fahrlässige Tötung…”

    In welchem Strafgesetzbuch steht denn sowas?

  24. #24 Ulrich
    Juni 10, 2009

    @ Albert Wilfert:

    Sie sollten das Argument “berühmter Mann hat gesagt…” aus Ihrem Diskurswortschatz streichen, zumindest auf den ScienceBlogs. Das wirkt nämlich so lächerlich.

  25. #25 Albert Wilfert
    Juni 10, 2009

    @ erich egermann

    Dann wundert mich eigentlich warum die Menschen an Krebs sterben wie die Fliegen und fast schon jeder Dritte in dauernder ärztlicher Behandlung ist wenn er ein wenig älter ist. Wie kommt das? Wenn die Medizin derartige Fortschritte macht.

  26. #26 Albert Wilfert
    Juni 10, 2009

    @ erich egermann

    Kent hat nicht Fallberichte gesammelt sondern von seinen Behandlungen berichtet. das ist ein feiner Unterschied. Klar ist das soweit subjektiv als er Subjekte behandelt hat und nicht Objekte wie die heutige Medizin. Da wird Krebs nach höchstem wissenschaftlichen Standard behandelt nur leider lässt sich der Krebs davon kaum beindrucken. Das Beispiel auf dieser Seite soll auch kein Wunder dokumentieren sondern nur eine Möglichkeit. Weil Tatsache ist es das die wissenschaftlichen Ärzte nicht fertigbringen sondern die Krankheit maximal für ein paar Jahre hinauszögern in aller Regel. Statt unbefangen hinzuschauen wird sofort etwas gefaselt von “verantwortungslos” und “unüberprüft” und was weiss ich alles. Anstatt nüchtern hinzuschauen und nachzudenken.

  27. #27 Christian W
    Juni 10, 2009

    Dann wundert mich eigentlich warum die Menschen an Krebs sterben wie die Fliegen und fast schon jeder Dritte in dauernder ärztlicher Behandlung ist wenn er ein wenig älter ist.

    Könnte daran liegen, dass “älter” heute nicht mehr 35+ bedeutet, sondern 70+. Ich weiß ja nicht, wie man das die Zauberer sehen, aber in der Medizin (also da, wo Menschenleben verlängert werden) gilt, dass man öfter krank wird, wenn man länger lebt. Ist natürlich wahnsinnig praktisch für alle, die an der Medizin herummäkeln: Die Medizin ermöglicht ein Überleben der allermeisten Erkrankungen durch wirksame Behandlungen, aber nur indem die Menschen behandelt behandelt werden. Und das so lange, bis eine Erkrankung erfolgt, die noch nicht geheilt werden kann. Diesem Vorwurf kann die Medizin nur entgehen, indem sie entweder alles heilt oder keinen Menschen behandelt, so dass so gut wie keiner älter als 30 wird und damit gar nicht erst behandelt werden kann, “wenn er älter ist”.

    Aber wissen Sie was? Ich kann dieselbe Logik auch:
    Wenn ein Mensch älter als 30 wird, dann war das die Medizin. Erkrankt er an danach an Krebs und stirbt, ohne dass er durch Zauberei geheilt wurde, ist die Homöopathie schuld. Bitte entkräften.

  28. #28 erich egermann
    Juni 11, 2009

    WILFERT: Sie leben vermutlich im Wolkenkuckucksheim, In der Zeit von Herrn Kent sind die Menschen, sofern sie alt genug wurden, um ihr Carcinom zu erleben, daran wie die Fliegen gestorben. Nur aufgrund der neuen (Chemo-)Therapien hat sich die Chance Krebs zu überleben , derartig vergrößert, –>> Vor Jahrzehnten waren z.B. Leukämien bei Kindern ein sicheres Todesurteil innert wochen, heute
    gibt es ÜberlebensRaten von 80% – – Die Tatsache, daß statistisch immer noch 20% der betroffenen Kindern sterben, ist bitter, aber bei “homöopathischer” Therapie der akuten Leukämien wären es immer noch 100%.

  29. #29 Albert Wilfert
    Juni 11, 2009

    @ erich egermann

    Hahnemann ist 89 geworden (aktiv bis zum Tod), Böennighausen 79 (detto), Kent 70 (detto) , Hering 80 (detto), Burnett 61 (detto), J.H. Clarke 78 (detto), Adolf Voegeli 97 (hat mit 90 noch Seminare gehalten und mit 93 sein letztes Buch veröffentlicht), Vithoulkas ist 76 und immer noch aktiv. So schlecht kann Homöopathie doch offensichtlich nicht sein.
    Von fast allen kenne ich Fallstudien, wo sie 60 jährige und noch viel Ältere behandeln.
    Wohe haben sie ihre jungen Toten? Wahrscheinlich waren das Anhänger der Schulmedizin. Das würde es erklären.

  30. #30 radicchio
    Juni 11, 2009

    der olle heesters ist sogar schon 105

  31. #31 Happy
    Juni 11, 2009

    Herr Wilfert, so ignorant können Sie doch gar nicht sein, dass Sie die positive Entwicklung der durchschnittlichen Lebenserwartung vor allem in den letzten, ich sage mal ganz grob, einhundert Jahren nicht der Entwicklung der modernen Medizin und der Umsetzung ihrer Erkenntnisse z. B. in der Hygiene anerkennen.
    Es ist typisch für Ihre Argumentation, wieder Fallbeispiele anzubringen, die bestenfalls interessant sind, leider aber rein gar nichts beweisen. Ganz bestimmt sind ein paar alte Griechen auch schon achtzig Jahre alt und älter geworden, aber diese aufzuzählen würde ebenfalls nicht zur Diskussion beitragen.
    Und der Homöopathie kann diese Entwicklung nun wirklich kaum zu verdanken sein, die hat sich im fraglichen Zeitraum (bzw. seit Ihrer “Erfindung”) ja nicht nennenswert weiter entwickelt.

  32. #32 S.S.T.
    Juni 11, 2009

    Herr Wilfert, machen Sie sich doch mal kundig über die Entwicklung der Lebenserwartung. Wiki reicht fürs erste.

    Methusalem ist übrigens viel älter geworden, da gab es keine HP. Erst als HP erfunden wurde, starben die Leute viel eher.

  33. #33 sil
    Juni 11, 2009

    Gloria Thomas wurde 9 Monate alt:
    http://hpd.de/node/7168

  34. #34 S.S.T.
    Juni 11, 2009

    Ja, Homöopathie TÖTET, auch wenn es ein gewisser Herr A.W. im wahrsten Sinne des Wortes ums Verrecken nicht wahr haben will. Dabei müsste doch so ein Fallbeispiel ganz nach seinem Gusto sein: Denn nach seiner Logik beweist EIN Fall ALLES.

  35. #35 Albert Wilfert
    Juni 11, 2009

    @ Happy

    Wie man weiss hat der Erfolg viele Väter, falsche und richtige, und in diesem Fall ist es meiner Ansicht nach hauptsächlich die gesicherte materielle Versorgung der Bevölkerung und die Entwicklung der Hygenie, der diese Enwicklung zu verdanken ist.
    Und wenn ich die Medizin kritisiere, meine ich diese Pharmakologische Polyphragmasie, die erst seit ca. 40 Jahren betrieben wird, und nicht die technische Entwicklung der Chirurgie z.B., die sehr wohl hilfreich sein kann in manchen Fällen, die die Ersteren verpfuscht haben.

  36. #36 Albert Wilfert
    Juni 11, 2009

    @ S.S.T.

    Dieser Fall, so traurig er ist ist die Ausnahme, die nur die Regel bestätigt.
    Niemand weiss, ob sie richtig behandelt wurde, homöopathisch behandelt allein, ist noch kein Kriterium für richtige Behandlung.
    Und dass man einen Ausschlag allein nicht isoliert sehen darf, weil er das ist was sein Name bezeichnet, nämlich eine “Ausschlagen” einer Störung an die Oberfläche, wissen auch die Schulmediziner. Auf diesem Niveau lässt sich gar nichts beweisen.

  37. #37 S.S.T.
    Juni 11, 2009

    @ Albert Wilfert

    Ach ja, jetzt kommen wir plötzlich zu den ‘Ausnahmen’. Jetzt haben plötzlich Fallbeispiele keine generelle Aussagekraft mehr. Natürlich ist das keine Ausnahme, wie auf http://www.whatstheharm.net belegt. Wenn Jemand zeitgleich mit der Einnahme eines HP gesund wird, war das das HP. Ist er zeitgleich verreckt, wars alles, aber nur nicht die HP. Mit dieser Logik kann ich Ihnen alles beweisen.

    Und kommen Sie nicht mit Kombi-Behandlungen. Es gibt genügend HP, die alles mit HP behandeln. Ich meine damit nicht die Ärzte, die bei den von ihnen diag. sog. Befindlichkeitsstörungen ein paar Glaublis verschreiben, sondern die, die wie in dem geschilderten Fall regelrecht über Leichen gehen. Das www ist voll davon.

    Ist http://www.engon.de/c4/index.html Ihre Vorstellung von HP? Hat dieser HP Ahnung von der Materie? Versteht er mehr oder weniger davon als Sie?

    Nebenan haben Sie die 2,5 Mrd. die in die Erforschung von HP et al. gesteckt wurden klein gemacht. WAS bitte schön, braucht es denn um jemals die Wirksamkeit von HP nachzuweisen?

  38. #38 Happy
    Juni 11, 2009

    Herr Wilfert, da haben Sie ausnahmsweise in einem Satz recht. Sicher ist die Verlängerung der Lebenserwartung im vergangenen Jahrhundert auch durch Verbesserungen in anderen Bereichen entstanden und nicht nur durch Entwicklungen im Bereich der Medizin. Ich würde diese trotzdem als ausschlaggebend betrachten (das moderne Hygieneverständnis ist daraus entwickelt worden), aber auf diesem Detail müssen wir jetzt nicht weiter herumreiten.
    Davon abgesehen weichen Sie aus. In dem von mir beantworteten Kommentar behaupten Sie noch, die “Schulmedizin” habe die Lebenserwartung vermutlich verkürzt, sei also insgesamt eher schädlich anstatt der Gesundheit förderlich, und nun wollen Sie nur die angebliche “Pharmakologische Polyphragmasie” gemeint haben (ein schweres Wort kennen Sie da aber). Das ist intellektuell unredlich. Vielleicht versuchen Sie mal, über Ihre Kommentare einen Moment nachzudenken und posten dafür auf ScienceBlogs weniger als hundert Kommentare am Tag. Davon hätten dann alle etwas.

  39. #39 Albert Wilfert
    Juni 15, 2009

    @ Happy

    Da freue ich mich aber jetzt ganz besonders. Normalerweise werde ich verbannt.
    Ok, Spass beiseite, was ich meine ist, dass die heutige Medizin sich die Verlängerung der Lebenserwartung meiner Meinung nach zu Unrecht als Verdienst anrechnet.
    Wobei ich unter heutiger Medizin hauptsächlich diese Pharmakologische Polyphragmasie verstehe, die es erst seit ca. 35 – 40 Jahren in diesem Ausmass gibt.
    Die Menschen, die heute alt werden, haben 1 oder 2 Kriege erlebt und recht harte Zeiten in denen kräftig ausgesiebt wurde. Die, die mit dieser heutigen Medizin aufgewachsen sind, d.h. von Jugend auf behandelt sind heute maximal 45-50 Jahre alt. Und es wird bei Denen noch zu beweisen sein ob dieser Trend anhält. Als ich jung war (60er Jahre), gab es diese Art von Medizin noch nicht, bzw. sie begann sich erst durchzusetzen. Und ich spreche da schon aus leidvoller Erfahrung, was verstorbene Bekannte und Familienmitglieder angeht.
    Mit der Häufigkeit der Kommentare haben sie sicher recht. Aber Ich mache das zwischen der Arbeit und versuche ganz spontan was hinzuschreiben. Ich habe keine Reputation zu verlieren. Das Wichtigste ist mir die Diskussion anzuregen, und wenns auf meine Kosten ist.

  40. #40 Adromir
    Juni 16, 2009

    Und die, die komplett ohne Schulmedizin gelebt haben, sind schon alle tot.. Und meist mit einem Durchschnittsalter, daß weit unter der heutigen Lebenserwartungen liegt.

    @A.W.: Woran soll es ihrer Meinung denn gelegen haben, wenn nicht an verbesserten medizinischen Diagnose- und Therapieverfahren, aus dem (durch medizinische Forschung gewonnen Erkentnissen) verbesserte Hygiene, Nahrungsmittelkontrollen und noch vieles mehr, was man kausal auf die Schulmedizinische Entwicklung zurückführen kann?

  41. #41 S.S.T.
    Juni 16, 2009

    @ Albert Wilfert

    Die Menschen, die heute alt werden, haben 1 oder 2 Kriege erlebt und recht harte Zeiten in denen kräftig ausgesiebt wurde.

    Sich eine Kugel, Bombe oder Granate einzufangen würde ich nicht als eine Art Auslese im darwinistischen Sinne bezeichnen. Da hatte mehr der Zufall seine Hand im Spiel, als irgend ein Fitsein. (Die Zahlen belegen ihre Behauptung eh nicht.) Desweiteren sind während der Kriegszeiten wesentlich mehr Leute an Krankheiten gestorben, als durch direkte Kampfeinwirkungen. Dieses Verhältnis hat sich meines Wissens erst im II. Weltkrieg umgekehrt, als u.a. die med. Versorgung erheblich verbessert wurde.

  42. #42 Albert Wilfert
    Juni 16, 2009

    @ Adromir

    Ich kann mich noch genau an dieses Interview mit Ernst Jünger erinnern, den man gefragt hat, wie man so alt wird (über 100).
    Seine Antwort war: Dinge tun, die einem Spass machen, nichts übertreiben, und vor allem, um die Ärzte einen grossen Bogen machen. Da er kein Linker oder Revolutinär
    war, hat mich diese Antwort schon ein wenig erstaunt.
    Meine ca. 20 jährige Beschäftigung mit der Sache kommt bis jetzt, zu einem ganz ähnlichen Ergebnis. Aber sie glauben halt was Anderes und das ist ihr gutes Recht. Was mich eigentlich aufregt ist nur die Zwangsabgabe für dieses Medizinsystem. In Österreich darf man sich das Medizinsystem nicht aussuchen, was ich für selbstverständlich halten würde.
    Das heisst man kann es sich schon aussuchen, nur bezahlen muss man die Schulmediziner. Und wenn sie eine wirkliche Behandlung wollen (Homöopathie/Akkupunktur) muss man das extra bezahlen. Was für viele Leute nur schwer möglich ist.

  43. #43 S.S.T.
    Juni 16, 2009

    Seine Antwort war: Dinge tun, die einem Spass machen, nichts übertreiben, und vor allem, um die Ärzte einen grossen Bogen machen.

    Erinnert an Degenhardts “Notar Bolamus”.

    Grundsätzlich hätte ich nichts dagegen, dass man sich entweder Alternativ oder EBM versichern könnte (oder für beides), allerdings sprechen ein paar Punkte dagegen.

  44. #44 rolak
    Juni 16, 2009

    Findet es außer mir eigentlich noch jemand derart amüsant, in welchen Texten die falsche Schreibweise Polyphragmasie netzweit so vorkommt? Statt der richtigen =»Polypragmasie? :)

  45. #45 erich egermann
    Juni 16, 2009

    ROAK: Ja, über die PolyPHRAgmasie hab ich auch schon geschmunzelt

    WILFERT: Akupunktur und Homöopathie sind “wirkliche” Behandlungen ???? –
    Leben Sie hinterm Mond ?? Ja , mit welcher “unwirklichen” Behandlung hat man die ÜberlebensChancen von Leukämiekranken Kindern von fast Null % auf bis 80% hochgeschraubt ? Mit Handauflegen ?? oder Glaubuli ??
    Mit welcher “unwirklichen” Anti-Biotika-Behandlung hat man Streptokokken und andre Infektionen so in den Griff bekommen, daß es heute praktisch Keine Patienten mehr mit Herzfehlern nach “rheumatischem” ( Streptokokkeninducierten ) Herzklappeninfektionen mehr gibt. ???
    Mit welchen “unwirklichen” ( CORTISON- !! hältigen ) modernen InhalationsTherapien hat man die Anzahl der Akuten AsthamBronchiale Anfälle zum Verschwinden gebracht ???? Mit VodooZauber ?? oder Chakrenmandalas ???
    – Abgesehen davon müssen Sie im Ösiland nicht die ärztliche Behandlung bezahlen,
    sondern Ihre Sozialversicherungsbeiträge. – Es sei denn, sie gehen lieber zum PrivatArzt, weil Sie sich ein besseres “Service” ?? erwarten.
    – Aber vielleicht gehort zu den “wirklichen” Behandlungen auch die einfache Regel,
    -> ” Nur was ordentlich was kostet , ist auch was wert”,
    Daher ist auch die seriöse “schulmedizinische” Behandlung beim KrankenKassenVertragsArzt offensichtlich nix wert.

  46. #46 Albert Wilfert
    Juni 17, 2009

    Ja entschuldige, da ist ein “h” zuviel, es muss Polypragmasie heissen, was gemeint ist,
    hat man aber mitgekriegt.
    Wenn sie z.B. einen Aussschlag mit Cortison unterdrücken, laufen sie Gefahr damit andere Krankheiten, wie z.B. AsthmaBronchiale zu verursachen. Oder eine Fehlgeburt, oder ein Herzleiden. Für das es dann natürlich wieder Medikamente gibt. Die dann allerdings vielleicht den Magen in Mitleidenschaft ziehen. Wenn sie das 20 Jahre gemacht haben, sind sie wirklich ernsthaft krank.
    Das wissen auch die besseren Schulmediziner und das ist gemeint. Sie bekämpfen eine Krankheit symptomatisch und ziehen sich dadurch eine Andere zu. Und so geht es bei den Meisten der Schulmedizinischen Therapien. Die Symptome werden schnell gemildert, das dicke Ende kommt nach. Die Homöopathie versucht zu heilen, d.h. den Ausgangspunkt vor der Krankheit wiederherzustellen. Und das ist weit schwieriger und erfordert mehr vom Arzt und auch mehr vom Patienten.
    Was die Sozialversicherungen betrifft, hätte ich gerne ein offenes System, in dem man die Medizin seiner Wähl auswählt. Da Homöopathie sehr billig ist, würde das sogar eine Ersparniss bringen. Das jetztige System verleitet zu Missbrauch wie kein anderes, und zwar von allen Seiten. Ein Wiener Primar hat mir einmal gesagt, es ginge beim Arztbesuch fast nur ums Krankschreiben.

  47. #47 Gluecypher
    Juni 17, 2009

    @Wilfert

    Das Wort “Riskoabwägung” fehlt offfensichtlich in Ihrem Sprachschatz (es gibt auch noch andere Defizite bei Ihnen, aber das sollte jeder Mensch mit mehr als 10 funktionierenden Hirnzellen sehr schnell erkennen).
    Aber das nur am Rande.

    Und was die Aufteilung in guuuuute und soooooo billige HP-Versorgung und fiese und meeeeegateuere EBM angeht: da bin ich voll dabei!

    Sie zahlen niedrige Beiträge und bekommen dafür dann in Notfällen einen Tranzendentalen Rettungshubschrauber mit Notfalltropfen nach Bach (könnte aber ein bisschen unangenehm werden, wenn die Anamnese ‘ne Stunde dauert und der Hinterwandinfarkt nicht gleich auf Exceremntum Canis D1500 anspricht), angetrieben von guten Wünsche und positiven Gedanken der Piloten in Wallegewändern. Standardmässig bekommen Sie einen Privattermin bei der Handauflegerin. Bei akuter Sepsis wird mit Orgon-Energie das Immunsystem gestärkt und für leichtere Fälle gibt es Bandwürmer, Blutegel und Schmeissfliegen.
    Allerdings muss dann so Blödsinn wie Intensivmedizin aus eigener Tasche bezahlt werden.

    Ich zahl´ mehr in die Kasse ein, lasse mich weiterhin mit Insulin vergiften, nehme bei Strep-Infektionen Erythromicin und bekomme den “Schulmedizinischen” Krankenwagen, wenns schnell gehen muss. Dafür werde ich dann in 40 bis 50 Jahren an den kumulierten Nebenwirkungen der diabolischen, allopathischen, von der Pharmafia gepushten Gifte abnippeln. Nehme ich gerne in Kauf.
    Blödsinn wie HP zahle ich dann dafür auch aus eigener Tasche.

    Vorschlag angenommen.

  48. #48 Albert Wilfert
    Juni 17, 2009

    @ Gluecypher

    Wenn sie sich vergiften wollen steht es ihnen frei. Aber bitte nicht um mein Geld.
    Und ein Hubschrauber ist keine Behandlung, dass sollten sogar sie wissen.
    Ein Rettungsdienst ist unabhängig von der folgenden Behandlung. Den braucht jeder manchmal nach einem Unfall.
    Mein Vorschlag wäre es, Alles was direkt mit der Behandlungsart zusammenhängt, frei wählbar zu machen. Da müssten sich schon ein paar gescheite Leute zusammensetzten und dieses System konstruieren. Wahrscheinlich läuft es auf Versicherungspflicht statt Pflichtversicherung hinaus. Mit kleinen Modifikationen.

  49. #49 Gluecypher
    Juni 18, 2009

    @Wilfert

    Mooooment mal……..wenn schon, denn schon. Sich mal eben dann aus dem Topf der anderen bedienen, wenn es einem in den Kram passt mag Ihnen zwar gefallen, aber das ist dann bei den HP-Beiträgen nicht d’rin. Also, bei akuten Zwischenfällen im Bereich Innere Medizin möchten Sie jetzt auf einmal doch wieder den pöhsen Schulmediziner? Und der kommt eben bei den unangenhmen Sachen manchmal mit dem Heli. Wenn’s nämlich schnell gehen muss.
    Aber bei Ihnen wird der Myokardinfarkt dann eben mit Glaubuli behandelt, akutes Nierenversagen mit Akupunktur und Asthma Bronciale-Anfälle mit Chiropraktischen Ansätzen. Denn es geht ja nicht an, dass ein HP-Fanatiker so widerliche Dinge wie Throbolytika einflössen lässt. Bachblüten tun’s doch auch.

    Und dann müssen Sie auch meine Medikamente nicht bezahlen. Und ich Ihre nicht. Jeder kriegt das was er möchte und Zusatzleistungen muss man eben selbst bezahlen.

  50. #50 Albert Wilfert
    Juni 18, 2009

    @ Gluecypher

    Das Gesundheitssystem gehört nicht ihnen.
    Es gehört denen, die es bezahlen. Ein Helikopter ist keine medizinische Massnahme, sondern ein Transportmittel. Bei manchen akuten Fällen muss man Massnahmen ergreifen, die auch jetzt üblich sind. Homöopathie ist ein Heilsystem, das nur in Ausnahmefällen in ganz kurzer Zeit zum Erfolg führt, obwohl ich das auch erlebt habe. Es geht darum eine sinnvolle Kombination zu finden, nicht aber beide Behandlungsarten gleichzeitig anzuwenden. Das bringt Nichts.

  51. #51 S.S.T.
    Juni 18, 2009

    Homöopathie ist ein Heilsystem, das nur in Ausnahmefällen in ganz kurzer Zeit zum Erfolg führt, obwohl ich das auch erlebt habe.

    Der erste Schritt zur Besserung. Es wurde hier und anderswo niemals bestritten, dass die Einnahme eines HP zeitnah zu einer Besserung führen kann. Was bestritten wurde ist, dass diese Besserung auf irgendwelchen spez. Eigenschaften des HP beruht und dass dieser beobachtete Effekt über Effekte eines bel. Placebos hinaus gehen.

    Ich könnte mir theor. vorstellen, dass eine Symbiose so aussehen könnte: Ein Arzt(!) verabreicht bei einer diag. Befindlichkeitsstörung (die durchaus störend sein kann) ein HP. Bei einer diag. ernsthaften Erkrankung wird das EBM-Program gefahren. Damit könnte man evtl. gerade noch so leben.

  52. #52 rolak
    Juni 18, 2009

    @S.S.T.: Ich befürchte, das ‘Ausnahmefälle’ bezog sich ausschließlich auf ‘in ganz kurzer Zeit’.

    Außerdem ist nach Hahnemann die Allöopathie unnötig, die H. die ewinzig wahre Medizin – also nichts mit integrativ oder so. Anderherum: Fährt der Doc zweigleisig, ists auf jeden Fall keine echte H.

  53. #53 erich egermann
    Juni 19, 2009

    WILFERT : Ein “Ausschlag” ist ein Symptom einer Erkrankung, da wird nix “unterdrückt” , da muß man nach der Ursache(Grunderkrankung) suchen, soweit möglich, ist oft schwer, Cortison ist ein gutes entzündungshemmendes Mittel, das ist manchmal schlicht notwendig ! Wie man mit Cortison auf Ausschläge ein Asthma Bronchiale verursachen kann ( in “URSÄCHLICHER” Weise) – oder ein “Herzleiden” oder .. ?? haben Sie vermutlich aus dem Kaffeesud gelesen.
    ( Kopfschüttel ) . Und dann behaupten Sie allen Ernstes wieder das Uralt-Märchen “Schulmedizin bekämpft nur die Symptome” , nur die Homöopathie würde
    die Restitutio anstreben ?? Dabei wird doch gerade in der Homöopathie immer nur von Symptomen und Symptomen ausgegangen. ( irgendwo hab ich den Eindruck , Sie wollen uns wirklich nur auf die Schaufel nehmen )

  54. #54 Albert Wilfert
    Juni 19, 2009

    @ erich egermann

    Ich kenne einen sehr bekannten Gynäkologien in Wien, 100% Schulmediziner, der auf meine Frage, ob die Behandlung eines Ausschlags mit Cortison eine Fehlgeburt auslösen kann, schlicht und einfach ja gesagt hat.
    Der Man hat 40 Jahre Erfahrung.

  55. #55 radicchio
    Juni 19, 2009

    wen sie so alles kennen, wilfert … stoff für 250 jahre posten in den science blogs.

  56. #56 Albert Wilfert
    Juni 19, 2009

    @ radicchio

    Was kann ich dafür dass sie so wenig kennen.

  57. #57 erich egermann
    Juni 19, 2009

    WILFERT: Welcher Ausschlag ?? Grunderkrankung ?? Ausdehnung ?? Fläche ??
    Dosis ?? Konzentration in der Trägersubstanz ??? — —
    aber auch übermäßige Zufuhr von DihydrogenOxyd kann zu schweren Elektrolytverlusten und Intoxicationen führen

  58. #58 GeMa
    Juni 19, 2009

    @Erich Egermann
    Wilfert meint körpereigene ausgeschüttete Streßhormone, Cortisal z.B. 😉 Wer so gar keine Ahnung hat, kann das schon mal verwechseln. Cortisal (u.a.) wurden bei Fehlgeburten in erhöhten Anteilen bei den Frauen gefunden. Insoweit sind Medizinalrat Wilferts Beiträge oder Artmanns Artikel eher geeignet, Fehlgeburten auszulösen, als cortisonhaltige Mittel bei Hautausschlag.

    Im Übrigen werden bei drohender Frügeburt gezielt Cortisone verabreicht, u.a. für die Lungenreife.

  59. #59 Gluecypher
    Juni 19, 2009

    @Wilfert

    Bei manchen akuten Fällen muss man Massnahmen ergreifen, die auch jetzt üblich sind

    Ach nee, da gibt es doch widersprüchliche Aussagen von “guten” HPs. Tollwut kann man nämlich auch mittels HP und Fußwaschungen behandeln.

    Sagt zum Beispiel Frau Petek-Dümm….Äääääh -Dimmer http://blog.esowatch.com/index.php?itemid=251

    Na sowas. Also wenn mir ein Arzt bei Rabies-Verdacht Zuckerkügelchen verabreichen wöllte, dann hätte der eine Beschwerde bei der Ärztekammer am Hals. Und das schneller als er “Brot” sagen kann.

    Wie gut, dass es eben immer noch den dppelten Boden “Chulmedizin” gibt. Und wenn die einem dann dummerweise doch den Arsch rettet, dann war’s die “Vorbehandlung” mit Glaubuli, die eben erst nach der “Erstverschlimmerung” zeitverzögert eingesetzt hat.

    Das Gesundheitssystem gehört nicht ihnen.
    Es gehört denen, die es bezahlen.

    Also ich habe gerade mal meine letzte Gehaltsabrechnung durchgesehen. Da steht €300 Arbeitnehmeranteil Krankenversicherungsbeitrag. Was sagt uns das?

  60. #60 Albert Wilfert
    Juni 19, 2009

    @ GeMa

    Verstehen sie nicht das Problem. Man ist medizinischer Laie und geht zum Arzt.
    Und vertraut im anfangs. Der Herr Doktor wird schon wissen, was das Richtige ist.
    Er hat es gelernt, er hat es studiert. Man hat seine Intuition aber kaum Fachwissen.
    Keine wirklich gefährlichen Krankheiten. Man wird gesund und weiss nicht recht, ob von seinen Mittel oder einfach durch seine natürliche Heilkraft.
    Dann gibts eine Impfung, man kriegt einen Knoten im Nacken. Zeitlich passt es zusammen. Der Doktor sagt, das kann nicht von der Impfung sein. Man wird misstrauisch. Der nächste Doktor will eine Gewebsprobe entnehmen. Man fängt an sich ein wenig einzulesen. Kommt drauf dass es in den medizinischen Wissenschaften völlig divergierende Meinungen gibt. Ich könnte einen halben Roman darüber schreiben. Das Problem ist, dass hier Fehler ziemlich böse Auswirkungen haben können. Sie können einen zum Krüppel machen.
    Es ist eine schwierige Branche. Die Leute werden auch dann bezahlt, wenn sie den grössten Blödsinn machen. Operation gelungen, Patient tot. Das kennt jeder.
    Es wird eine Grube ausgehoben, der Fehler wird eingegraben, die Rechnung wird gestellt. Ich muss in meiner Arbeit meine Fehler reparieren. Und werde nicht bezahlt dafür, was ein gutes Regulativ ist. Man strengt sich an.

    Das mit dem Ausschlag und Fehlgeburt ist einer Bekannten von mir passiert. wenn man Sprache gerne mag und ernst nimmt, würde man alleine an dem Wort “Ausschlag” erkennen, das es etwas bezeichnen will, was aus dem Inneren “herausschlägt” Und nicht wieder zurückgedrängt werden sollte. So sehen es die Homöopathen und es leuchtet mir ein.

    In der homöopathische Literatur kommen solche Fallheschichten über Folgeerkrankungen nach unterdrückten Hautausschlägen öfters vor. Mit genauen Symptomatiken und Verlauf der Behandlung. Da verschwindet die Folgekrankheit und der Ausschlag kommt zurück. Das sagt doch schon Einiges.

  61. #61 Adromir
    Juni 20, 2009

    Keine wirklich gefährlichen Krankheiten. Man wird gesund und weiss nicht recht, ob von seinen Mittel oder einfach durch seine natürliche Heilkraft.

    Und wieso stellen sie dies bei Homöopathika nicht in Frage? Ach ja, es wirkt ja und da kann und darf es keinen Zweifel dran geben.

    Dann gibts eine Impfung, man kriegt einen Knoten im Nacken. Zeitlich passt es zusammen.

    Und das ist der logische Fehlschluss den viele machen, und den sie einfach nichht begreifen (wollen). Das zeitlich nahhe Auftreten zweier Ereignisse bedeutet noch lange nicht, daß sich diese beiden bedingen. Sie können morgen früh (21.6.2009) sich um 5:13 in den Garten stellen und Nackt auf einem Bein hüpfen. Sie werden feststellen, daß kurz darauf die Sonne aufgehhen wird. Damit ist aber nicht bewiesen, daß sie die Sonne aufgehen lassen können, wenn sie nackt durch ihren Garten hüpfen!

    Ich möchte ihnen mal eine Geschichte erzählen: Es war einmal ein Handwerker, der sein Geld mit dem Verlegen von Fliesen verdiente. Dies tat er sorgfältig und gewissenhaft. Plötzlich erschienen immer wieder Gestalten, die erzählten “Fliesen sind gefährlich! Sie sind hart und wenn sie nass werden, dann rutscht man auf ihnen aus. Ausserdem sind in dem Fliesenmörtel Giftstoffe enthalten, die einen Krank machen und damit wir das nicht wissen und trotzdem Fliesen kaufen und verlegen, steht da eine riesen Fliesenmafia dahinter, der natürlich die Konzerne und alle Fliesenverleger und Verkäufer angehören. Und die Regierung ist auch geschmiert, sonst würde sie die entsprechenden Beweise nicht auchh unterdrücken. Deswegen kauft nur unsere Alternativen Fliesen, die bestehen nur natürlichen Sachen (z.B. in Kacheln gepressten Pferdemist) und werden durchh einen Quantenspineffekt auf der Wand befestigt. Wir haben zwar keine Beweise, für das was wir behaupten, aber wir können euch ganz viele tolle Geschichten erzählen, von Menschen, die genau das sagen, was in unserem Sinne ist”.

    Denken sie mal drüber nach..

  62. #62 GeMa
    Juni 20, 2009

    @Wilfert 19.06.09 · 20:12 Uhr
    Du spinnst hier allen lediglich die Hucke voll. Deine Märchen, um auf Dr. Egermann nicht antworten zu müssen und um Deine 0-Ahnung zu überspielen, hilft da nicht weiter.

    @Adromir
    Nett beschrieben ;-). Eine Branche mit sooo vielen schwarzen Schafen. Man hört sogar von Pfusch … 😉

  63. #63 S.S.T.
    Juni 21, 2009

    @ Adomir

    Das Gute an Wilfert ist, dass er bereitwillig immer genügend Aufhänger liefert, um zu zeigen, dass HP ‘Pferdemist’ D 0 ist.

    @ GeMa

    HP und Pfusch, so etwas könnten nur höchst böswillige, oder noch schlimmer kritische, Geister (igittigitt) jemals und in diesem Leben auch nur ansatzweise annähernd in Verbindung bringen (pfui!).

  64. #64 Albert Wilfert
    Juni 23, 2009

    @ adromir

    Lesen sie genau, was ich geschrieben habe. Ich habe nicht behauptet, dass das
    ursächlich war. Ich habe nur festgestellt, dass es eine zeitliche Übereinstimmung gab.In der Folge musste ich erfahren,dass sich niemand auskannte und mir jeder was Anderes erzählte. Es gab einen Arzt, der von dieser Impfung stark abriet, einen Anderen, der meinte das es könne einen Zusammenhang geben. Von Wissenschaft und Präzision weit und breit keine Spur.
    Das brachte mich dazu mich selber mit der Sache zu beschäftigen. Und da macht man recht erstaunliche Entdeckungen. Es gibt bei vielen Ärzten einen erstaunlichen Unterschied zwischen dem, was sie ihnen erzählen und dem, was sie wirklich denken.

  65. #65 Albert Wilfert
    Juni 23, 2009

    @ GeMa

    Ich kann mich mit Herrn Egermann auf keine Fachdiskussion einlassen. Sein Kopf ist sicher randvoll mit Schulmedizinischem Wissen. Er ist jederzeit fähig, damit jeden zu erschlagen. Nur hilft dass der Sache nicht weiter.

  66. #66 erich egermann
    Juni 26, 2009

    A.Wilfert:
    1. ich erschlage Keinen mit “schulmedizinischem Wissen”, aber es ist in meinem Job doch sehr nützlich . Und, auch wenn Sie es nicht glauben, es hilft wesentlich weiter als esoterischer Aberglaube. –
    2. – Abgesehen davon gehört auch das Wissen um menschliches Verhalten , subjektive WahrnehmungsStörungen, Aberglauben,
    SelbstTäuschungen , etc.. zu den interessantesten Dingen, mit dem ich erst im Laufe meines Berufslebens hart konfrontiert wurde. -> ->
    Die Frage ist nicht, ob man den Anekdoten eines vor ! hundert ! ! Jahren tätigen Homöopathen aus den USA derartigen Wert beimessen soll., die Frage ist vielmehr , aus welchem Grund liebe Mitmenschen wie Sie, Herr Wilfert , diese Gschichterln als Argument für einen 200 Jahre alten Aberglauben anführen. Die Frage ist vielmehr die, welches Bedürfnis an irrationalen GlaubensInhalten im haarlosen Schimpansen drinsteckt, das durch die katholische Kirche nicht mehr ausreichend befriedigt wird. Welche Sicherheit ?? gibt das ritualisierte Verabreichen von Globuli-Kügelchen angst betonten patienten ??? Warum fallen gerade Lehrer, oder andre Leute , die sich für “Intellektuelle” halten besonders gern auf den Schmarrn rein. Was hindert Sie , Herr Wilfert daran, sich wirklich mit den Überlebenschancen von Krebs bei Kindern auseinander zusetzen, – eine Anfrage Ihrerseits an das SanktAnnaKinderspital in Wien würde genügen,
    3. – Nochmal zurück zu den Uralt-Anekdoten von Herrn Kent: Wenn ich will, kann ich der geehrten Leserschaft eine ebensolche AneinanderReihung meiner eigenen Großtaten als SuperArzt präsentieren. -> Mach ich aber nicht, da ich ein Mindestmaß an Selbstkritik besitze und immer versuche darüber nachzudenken, warum der Patient jetzt wirklich gesund ( oder nicht gesund ) wurde. Bei all den Wundergschichterln über die AlterNaiv Medizin gibt es dieses Mindestmaß an Selbstreflexion leider nicht.
    4. Möchte ich Sie nochmal auf den Kommentar von GEMA vom 20.06.09 , 17:59 h verweisen.

  67. #67 Albert Wilfert
    Juni 26, 2009

    @ erich egermann

    1.) Ich würde niemals zweifeln, dass viele Schulmediziner randvoll mit Wissen gefüllt sind. Nur halte ich z.B. Standpunkt, dass man Krebs durch Bestrahlung und Chemotherapie heilen kann, für schlichten Unsinn. Was sich bei ALLEN, die ich kannte, bestätigt hat. Ein Schweizer Krebsspezialist hat mir das einmal bestätigt, indem er sagte, die Schulmedizin tappe bei Krebs völlig im Dunklen und die angebotenen Therapien sind nichts als Versuche, den Krebs auf materieller Ebene Einhalt zu gebieten, weil man halt nichts Besseres weiss. So viel zu Aberglaube. Ich halte die homöopathische Sicht, dass der Krebs eine vitale Grösse darstellt, für den besseren Ansatz. Die Erfolge der Homöopathen bei Krebs halten sich jedoch in engen Grenzen, was Kent und Andere ohne Umschweife zugeben.

    2.) Dass man mit der heutigen Polypragmasie Menschen zu besserer Gesundheit verhelfen kann, ist für mich der Aberglaube schlechtin. Nur halt für den Arzt ein sehr einträglicher. die Menschen sind jedoch so krank wie selten zuvor. Ich kenne kaum einen wirklich Gesunden.

    3.) Das sind doch keine Anedokten, das sind einfach Fallberichte. Kent hat tausende von Menschen behandelt. Und berichtet davon, damit andere vielleicht davon lernen können. Dass man am Ende einer Therapie jedoch nie genau weiss, was die Heilung bewirkt hat, gilt für alle Arten von Medizin. Die Homöopathen sind sich dessen eher bewusst als die Schulmediziner. Das Konzept der Homöopathie besteht darin die natürlichen Heilkräfte anzufachen und wie es Paracelsus gesagt hat, dem inneren Arzt zur Seite zu stehen. Und was “uralt” betrifft. Der menschliche Organismus ändert sich nicht so schnell wie die Damenmode.
    In der Schulmedizin haben sie oft die verhängnissvolle Situation dass die “state of art ” Behandlung vor 25 Jahren dem Kunstfehler von heute entspricht. Und das ist für den Patienten fatal. Eine ganze Reihe von Medikamenten, die zurückgezogen werden mussten, beweisen das. Nicht zu reden von Lobotomie oder Elektroschock bei psychischen Erkrankungen, die einen an ganz andere Zeiten denken lassen.
    Einer meiner ersten Begegnungen mit der Schulmedizin war unser Nachbar, Chirurg und Primarius am örtlichen Krankenhaus. Ein hochangesehener Mann. Er galt als Spezialist für Blindarmentfernung (?) und entnahm Jedem den er erwischen konnte den Blinddarm. Als an Krebs erkrankte, verzichtete er auf eine Chemotherapie und suchte eine Wunderheilerin auf. Ich fragte mich damals, ob er das tat, weil oder obwohl er die schulmedizinischen Vorgehen kannte. Das war eine meiner ersten Begegnungen mit einer “medizinischen Grösse”

    4.) Sie wissen sicher sehr viel mehr als ich, das Problem ist nur dass sie die Seite die sie vertreten für mich nicht vertrauenswürdig ist. Und das bitte ich sie, nicht persönlich zu nehmen. Sie müssen an das glauben was sie tun, sonst wäre es für sie unerträglich. Und wahrscheinlich sind sie sogar ein guter Arzt.

  68. #68 Gluecypher
    Juni 27, 2009

    @Wilfert

    Ein Schweizer Krebsspezialist hat mir das einmal bestätigt, indem er sagte, die Schulmedizin tappe bei Krebs völlig im Dunklen und die angebotenen Therapien sind nichts als Versuche, den Krebs auf materieller Ebene Einhalt zu gebieten, weil man halt nichts Besseres weiss.

    Bitte mal den Namen des “Krebsspezialisten” mitteilen. Dann werde ich den mal höchstpersönlich per email befragen. Also entweder der Spezialist ist Ihrer Phantasie entsprungen oder er hat die letzten 25 Jahre unter einem Stein ohne Zugang zu Fachzeitschriften gelebt. Einfach mal bei google: überlebensrate leukämie 1970 in das Suchfeld tippen und das mit heutigen Zahlen vergleichen.
    Aber diese Daten sind ja eh alle Wertlos, weil die Leute nicht alle geheilt werden, also ist die EBM insgesamt nichts wert. Oder die sind gefälscht. Oder die erkennen SIe aus anderen Gründen, die nur Sie kennen nicht an. Und ich bin auch gespannt, welche Ausrede Sie wieder finden, mir den Namen des “Krebsspezialisten” nicht nennen zu müssen.

    Nur halt für den Arzt ein sehr einträglicher. die Menschen sind jedoch so krank wie selten zuvor. Ich kenne kaum einen wirklich Gesunden.

    Und wieso behandeln Sie die nicht mit HP? Liegt doch nahe. Ach nee, die sind auch alle so doooof wie die plöten, pöhsen Wissenchaftler.

    In der Schulmedizin haben sie oft die verhängnissvolle Situation dass die “state of art ” Behandlung vor 25 Jahren dem Kunstfehler von heute entspricht. Und das ist für den Patienten fatal.

    Falsch. Fatal ist die Krankheit, nicht die Behandlung. Und die entwickelt sich eben weiter. Im Gegensatz zu dem dogmatischen Unsinn eines Wanderpredigenden Quacksalbers von vor 200 Jahren. Anyway.

  69. #69 Albert Wilfert
    Juni 29, 2009

    @ Gluecypher

    Der Name tut nicht viel zur Sache, Jedenfalls hat er sich Jahrzehnte mit dieser Krankheit beschäftigt auf internationalem Niveau. Man kann mir glauben oder nicht.

    Ich glaube nicht, dass sich die Krankheiten wirklich von selbst alle 10 Jahre verändern wie die Damenmode. Die eigentlichen Krankheiten haben sich zum Grossteil ziemlich sicher schon Jahrhunderte nicht geändert.

  70. #70 rolak
    Juni 29, 2009

    Das ist natürlich ein probates Mittel z.B. gegen neue Virenstämme – einfach nicht dran glauben. Geradezu revolutionär^^
    Ach nee, doch nicht, für die H. gibt es ja sowieso keine Viren, nur Miasmen…

  71. #71 Gluecypher
    Juni 30, 2009

    @Wilfert

    Man kann mir glauben oder nicht.

    Oder nicht.

    Und wieso tut der Name nichts zur Sache? Da Sie ja immer mit solchen Anekdötchen glänzen, tut der sehr wohl was zur Sache. Ich kenne einen toooootal bekannten Professor Dr. Dr., der meint das genaue Gegenteil. So. Und jetzt?

    Und was das Bonbon hier betrifft:

    …..Ein hochangesehener Mann. Er galt als Spezialist für Blindarmentfernung (?) und entnahm Jedem den er erwischen konnte den Blinddarm. Als an Krebs erkrankte, verzichtete er auf eine Chemotherapie und suchte eine Wunderheilerin auf.

    Ich nehme mal an, der wurde innerhalb von 7 Sekunden durch Handauflegen geheilt. Oder? Und hat seine Irrwege bereut und verschenkt jetzt an Jeden Glaubuli.
    Muss man nur fest genug daran glauben. Ehrlich. Echt jetzt. Aber wirklich.

  72. #72 Albert Wilfert
    Juli 2, 2009

    @ Gluecypher

    Nein, er ist am Krebs gestorben. Aber eigenartig finde ich das schon .
    Dass der Herr Wissenschaftsmediziner wenn er selbst betroffen ist, mit einem Schlag völig andere Wege geht.
    Ich würde sagen er war einfach ein geldgieriger Betrüger wie so viele von Ihnen.
    Für mich mit 15 Jahren war das sozusagen die erste Erfahrung mit der wissenschaftlichen Medizin.

  73. #73 Gluecypher
    Juli 3, 2009

    @Wilfert

    Nein, er ist am Krebs gestorben. Aber eigenartig finde ich das schon .

    Echt jetzt? Wirklich? Wie kann das denn sein. HP hilft doch viiiiiiel besser als pöhse, pöhse Chulmedizin und heilt auch Krebs. Haben Sie behauptet. Jetzt etwa doch nicht?

    Und Eigenartig finden nur Sie das.