Professor a.D. Horst Malberg war am meteorologischen Institut der Freien Universität Berlin tätig und betätigt sich in letzter Zeit zunehmend als Klimaskeptiker und professoraler Experte für die deutschen Klimaskeptiker. Ich konnte keine “offizielle” Webseite mit seinen Veröffentlichungen oder einen Verweis auf ihn auf der Webseite der Universität finden. “Google” ergibt eine lange Liste von Klimaskeptiker Seiten, die ihn zitieren und rühmen, aber leider keine Liste seiner Veröffentlichungen oder ehemaligen Arbeitsgebiete (aber siehe hier: ). Er selbst stellt sich so vor:
Horst Malberg, Univ. Prof. a.D. für Meteorologie und Klimatologie

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Graphik 1: NASA Sunspots seit 1700 mit verschiedenen Glättungen.

Seit er sich mit demThema Klimawandel beschäftigt, erscheinen die meisten seiner Texte in den “Beiträgen zu Berliner Wetterkarte” , einer unter anderem von ehemaligen und/oder (?) aktuellen Mitarbeitern des Meteorologischen Instituts herausgegeben Zeitschrift zum Thema Meteorologie. Der Zugang zu den “Beiträgen” ist kostenpflichtig und ich kann nichts weiter zur “Berliner Wetterkarte” sagen, aber das zentrale Thema sind wohl tägliche Wetterinformationen für Berlin und Deutschland. In einer Minimini-affaire musste das Meteorologische Institut der FUB klarstellen, dass Malbergs Thesen, die in den “Beiträgen” veröffentlicht wurden, keine Meinungen des Instituts darstellen, noch vom Institut begutachtet wurden, noch ansonsten besondere Beziehungen bestünden, die Malbergs Beiträge in den “Beiträgen” zu Beiträgen der Universität machten. Warum soll jetzt schnell klar werden.

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Graphik 2: Central England Temperatures (CET). Die Glättung ist die Gleiche wie in Graphik eins (mit f=0.1).

Jüngst hat Malberg also einen weiteren “persönlichen Beitrag” veröffentlicht, in dem er seine Sichtweise der Sonne/Klima Beziehung darstellt. Er benutzt eine Zeitserie der Sonnenflecken und die bekannte längste europäische und dann auch globale meteorologische Messreihe aus England (Central England Temperatures, CET), die sogar bis in die Mitte des 17ten Jahrhunderts zurückgeht (er benutzt ebenfalls andere lange europäische Zeitserien – die sog Baursche Reihe – aber mir ist nicht klar was er da genau gemacht hat und belasse es mal bei der CET). Stückweise, so argumentiert er, ist ihm die CET Serie ein idealer Ersatz der europäischen und schliesslich der globalen Temperaturen. Sicher hätte die Benutzung dieser Zeitserie insbesondere vor 1714, also vor Fahrenheits erstem Quecksilber-Thermometer, ein paar Bemerkungen verdient. Egal: basierend auf diesem Vergleich kommt er zu einer sehr starken Schlussfolgerung:

Vergleicht man die Kurvenverläufe von Abb.2 und Abb.3 (das sind die Graphiken 5 und 6 hier, Anm. GH) miteinander (am besten, indem man beide Abbildungen übereinander legt), so ist das grundsätzliche synchrone Verhalten zwischen Temperaturentwicklung und solarer Aktivität seit 1672 so eindeutig, dass eine rein zufällige Übereinstimmung ausgeschlossen werden kann. Temperatur und Sonnenaktivität weisen das gleiche sinusförmige Schwingungsverhalten auf.


Legen wir also mal aufeinander: Also, die Temperaturen der CET Zeitreihe und der Sonnenflecken sind a) synchron b) und ihr Vergleich ist so eindeutig, dass jeder Zweifel an einem nicht-zufälligen und somit ursächlichen Zusammenhang ausgeräumt ist. Na, da schauen wir doch mal nach.

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Graphik 3
: Normierte und geglättete NASA Sunspots und CET.

Graphik 1 zeigt die NASA Sunspot Reihe und drei verschiedene Glättungen durch die gemessene Zahl der Sonnenflecken. Die stärste Glättung scheint mit in etwa der Malbergs in Graphik 5 zu entsprechen. Das Gleiche habe ich anschliessend für die CET getan. Um die beiden resultierenden Zeitserien zusammenzulegen, die die erwähnte “eindeutige Synchronizität” belegen sollen, habe ich sie dann noch normiert und in Graphik 3 zusammengelegt. Ich war ja ehrlichgesagt nach der Malbergschen Ankündigung vom Ergebniss leicht entäuscht. “Eindeutig Synchron” sieht doch ein wenig anders aus. Schaut man genau hin mögen einzelne kleine Wiggel der CET Temperaturreihe durchaus zur Sonne passen, aber der Anstieg der Temperaturen im 20ten ist so dominierend, dass diese Wiggel kaum wahrzumehmen sind. Auch findet man nochmals bestätigt, dass die Sonne sicher ihren Anteil am Temperaturanstieg der ersten Hälfte des 20ten Jahrhunderts gehabt haben mag, aber auch da ist ein möglicher Zusammenhang sicher nicht einfach. Die verschiedenen Amplituden-Peaks der Sonnenflecken (i.e. der Sonnenaktivität) sind doch zusehr unterschiedlichen Peaks in der Temperatur assoziiert. Der Zusammenhang ist also zumindest stark nicht-linear.

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Graphik 4: Normierte und geglättete NASA Sunspots und CET bis 1960.

Betrachtet man Graphik 3, so stellt sich einem eher die Frage, wie denn überhaupt jemand die Idee gehabt haben kann, dass die Sonnenaktivität einen Einfluss auf die Temperaturen haben könnte. Das wird klar, wenn wir uns Graphik 4 anschaun. Anstatt die vollständigen Zeitserien zu betrachten, beschränken wir jetzt die Analyse mal auf das Zeitintervall bis ca zum Maximum der Sonnenaktivität in den 50er Jahren. Da dadurch die Normierung neu zu berechnen sind, bekommen die relativ kleinen Temperaturschwankungen in der CET vor den 1950er Jahren grössere Amplituden. Jetzt kann mann erkennen, dass die Sonne ein wichtiger Faktor sein kann (überflüssig zu sagen, dass eine Korrelation einen Zusammenhang möglich macht, ihn aber nicht belegt. Dazu braucht man eine physikalische Erklärung und die ist trotz der passablen Korrelation nicht trivial (siehe Foukal, Stott, etc.).

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Graphik 5: Anomalien der Sunspot-Zahl pro Sunspot Cycle nach Horst Malberg. (Herr Malberg hat sich hier zu Wort gemeldet und angemahnt, dass es sich um Anomalien handelt)

Zwei weitere kleine Punkte möchte ich noch behandeln. Erstens, wie zulässig ist es eigentlich die CET (Malberg nimmt wohl eine andere Europäische Temperatur-Reihe, das ändert aber nichts an der Schlussfolgerung hier) als “Globale Temperatur” zu nehmen? Malberg zeigt sich wieder erstaunlich mutig:

Dass Mitteleuropa das globale/ nordhemisphärische Klimaverhalten widerspiegelt, beweist die Korrelation der 10-jährigen Mitteltemperaturen Mitteleuropas mit den globalen Werten. Der Korrelationskoeffizient beträgt für den Zeitraum 1851-2000 +0,9.


Ich berechne eine Korrelation zwischen CET und CRU globaler Temperatur von ca 0.5 fur jährliche Variationen. Diese ist fast gänzlich der globalen Erwärmung der letzten 40 Jahre geschuldet, die natürlich global alle Temperatur-Serien stark miteinander verbindet und somit eine “globale Korrelation” aller Temperaturserien produziert. Ob das aber in der Vergangenheit, insbesondere in der Zeit im 18/19ten Jahrhundert, in der die solaren Schwankungen relativ klein waren, auch so war, ist eine offene Frage. Lokal (und dafür gibt es viele Beispiele) können Temperaturvariationen stark von Zirkulationsänderungen beeinflusst sein. Nicht jeder Rekord ist automatisch eine “globale Temperatur”. Im übrigen: Wäre es wahr, dass, wie Malberg für die Temperaturen behauptet, CET=Europa=Welt gälte, dann hätte man in der Tat einen sehr steilen Hockey-stick Anstieg der nunmehr globalen Temperatur (siehe Graphik 2).

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Graphik 6: Mitteleuropaeische Temperaturreihe pro Sunspot Cycle nach Horst Malberg. (Herr Malberg hat angemahnt, dass es sich um Mitteleuropa handele und nicht oder nicht nur um die Zentralenglandreihe. Welche Zeitreihen genau dabei verwandt wurden ist mir nach wie vor nicht klar)

Letzte Frage: Wie kommt eigentlich Malberg darauf, dass solare Aktivität und CET so sensationell synchron verlaufen, wenn ich doch nicht viel mehr als Graphik 3 (wenn man alle Daten berücksichtigt) und Graphik 4 (wenn man nur Daten bis 1960 nimmt) liefern kann?
Der Grund ist ganz einfach (siehe Graphik 5 und 6). Erstens, nur ein Detail: Er trägt die Sonnenflecken/Temperaturen pro Sonnenzyklus auf, d.h. Es gibt manchmal einen Wert der repräsentativ für 7 Jahre ist und manchmal einen der 12 Jahre darstellt. Danach legt er durch die Punkte, die unterschiedliche Zeitabschnitte mitteln, einen Fit. Sehr ungewöhnlich ist wohl das mindeste, was man dazu sagen kann. Zweitens, der Fit ist mir nicht nachvollziehbar. Meine Erklärung für den Moment ist, dass Malberg einen sinosoidalen Fit erzwingt, sonst wäre der Fit in Graphik 5 und 6 nicht so regelmässig. Ich habe einfach mal die gleichen Zeitabschnitte der Sonnenzyklen wie er auf die CET angewandt (siehe Graphik 7) und danach einen Glättung wie in Graphik 1 und 2 berechnet. Das Resultat ist sehr unterschiedlich von seinem. Die glatte Schwingung ist meines Erachtens erstens erzwungen durch einen sinusoidalen Fit und zweitens niemals in irgendeinem Sinne signifikant. Malberg behauptet auf gerade mal 330 Jahre Daten eine sauberen 200 Jahreszyklus gefunden zu haben. Das kann eigentlich nur ein heisser Wunsch, aber keine statistische Signifikanz sein. Wer sich für eine etwas fundiertere Analyse der Central England Temperaturen interessiert, möge hier bei David Karoly und Peter Stott nachlesen.

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Graphik 7: Central England Temperatures (CET) pro Sunspot Cycle

Die Liste handwerklichen Mängel, Verdrehungen und oberflächlichen Argumentationen Malbergs liesse sich beliebig fortsetzen. So sagt er:

Wie die Korrelationsrechnungen zwischen mittlerer Sonnenfleckenzahl je Zyklus und mitteleuropäischem bzw. globalem Temperaturverhalten seit 1860 zeigen, ergeben sich Korrelationskoeffizienten von +0,76, wenn die kurzperiodischen Antriebe nicht ausgefiltert werden bzw. von +0,85 bei Ausfilterung der kurzperiodischen Klimaantriebe. Das bedeutet: Rund 70% der langfristigen Erwärmung wie Abkühlung werden demnach durch den solaren Einfluss verursacht.


Ich habe bereits hier gezeigt ,wie falsch das ist. Ungefähr 7% der Variabilität der letzten 150 Jahre kann durch die Sonnenflecken erklärt werden (ein Resultat was z.B. in ungefährer Übereinstimmung mit Judith Lean ist). Wieso Malberg glaubt mit solchen Falschaussagen durchzukommen? Keine Ahnung. Die meisten seiner “Korrelationen” (zwischen Sonnenflecken und Temperaturen) und seiner “perfekten” Schwingungen, die ihm der Kern seiner “wissenschaftlichen Argumentation” sind, sind mit einfachsten Mitteln in 5 Minuten von jedermann zu überprüfen und fast eine Grössenordnung falsch.
Die eigentliche Frage müsste lauten, wieso erkennt niemand bei der “Berliner Wetterkarte” was dort in ihrem Heft geschrieben wird? Und wieso gibt es weiterhin einen Link des meteorologischen Instituts auf die “Beiträge zur Berliner Wetterkarte”, was einfach bei jedem, der auf diesem Wege den Artikel Malbergs findet, den Eindruck erzeugen muss, es handele sich um ein von der Universität begutachtetes Journal. Malberg kann schreiben was er will, aber dass das nichts mehr mit Wissenschaft, wie sie an der FUB gelehrt wird, zu tun hat, sollte doch irgendwie klar werden.

PS Verwandte Daten:
Central England Temperatures
NASA Sunspots.

Kommentare (77)

  1. #1 Müller
    Februar 3, 2009

    @Hoffmann

    Ich frage mich, warum du Gegendarstellungen zu Beiträgen schreibst, die nicht Peer-Review veröffentlicht wurden?

    Wenn Herr Beck und Malberg „Lehrskizzen“ zeigen, sind diese nicht mit einem Peer-Review-Paper gleich zu setzten. Ich habe eher die Vermutung, dass solche Skizzen dazu eingesetzt werden, um die AGW-Front in Aufregung zu versetzten. Das scheint gelungen zu sein.

  2. #2 Georg Hoffmann
    Februar 3, 2009

    Ich frage mich, warum du Gegendarstellungen zu Beiträgen schreibst, die nicht Peer-Review veröffentlicht wurden?

    Um Scheinargumente konkret und nachvollziehbar aus dem Weg zu raeumen. Beck hat ja nun nichts zu verlieren, aber Malberg, als ehemaliger Universitaetsprofessor, mag von manchen tatsächlich ernst genommen werden. Hier steht dann, was er alles so falsch gemacht hat. Es waere auch schoen, wenn jemand von der “Berliner Wetterkarte” mal ueber eine interne Qualitaetskontrolle nachdaechte.

  3. #3 Müller
    Februar 3, 2009

    @Hoffmann

    Interessant finde ich auch den von dir gezeigten Temperaturverlauf aus Mittelengland.

    Ich habe mal einen Plot gemacht.

    http://klimakatastrophe.files.wordpress.com/2009/02/temperaturen-mittelengland.jpg

    Zwischen ca. 1700 und 1730 stieg die Jahresdurchschnittstemperatur um knapp 2°C an und das in der sog. Kleinen Eiszeit. Waren es damals auch die Treibhausgase?

    Zum Vergleich: In den letzten 30 Jahren stieg die Jahresdurchschnittstemperatur in etwa um 1°C an. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt heute nur knapp ½ Grad über dem Max. von 1730 (Kleine Eiszeit). Wie war das denn erst in der mittelalterlichen Warmzeit?

  4. #4 Eddy
    Februar 3, 2009

    @Georg

    Herr Malberg schreibt:

    “Vergleicht man die Kurvenverläufe von Abb.2 und Abb.3 miteinander (am besten, indem man beide Abbildungen
    übereinander legt), so ist das grundsätzliche synchrone Verhalten zwischen Temperaturentwicklung
    und solarer Aktivität seit 1672 so eindeutig, dass eine rein zufällige Übereinstimmung ausgeschlossen werden
    kann.”

    Das gilt übrigens auch für die mittelalterliche Warmperiode und dass das Abschmelzen der Gletscher damals analog zu dem heutigen Abschmelzen ablief.

    Wieso gehen Sie auf dieses Problem einfach nicht ein?

    Alle Minima der letzten 1000 Jahre stimmen mit den Sonnenfleckenminima überein. Wie kann man das anders erklären als durch einen Link Sonne-Klima.

    Und sogar, wenn das nur für Europa und Grönland gelten würde, müsste man immer noch einen Mechanismus finden der das erklären könnte.

    Wieso tun Sie das nicht für uns? Immerhin können sie ja anhand einer einfachen einmaligen Korrelation Co2 -> Erwärmung den Einfluss der Sonne nach 1960 ausschliessen. Wobei ich auch gern einmal den Einfluss zwischen 1940 und 1980 gesehen hätte.

    Ganz so einfach scheint der Beweis – Gegenbeweis also keinesfalls zu sein?!

    Wieso interpretieren Sie etwas in die Aussagen Herr Malbergs, was so nicht drin steht? Das erinnert mich irgendwie an etwas ;-)))

    Liebe Grüsse
    Eddy

  5. #5 Georg Hoffmann
    Februar 3, 2009

    Luterbacher spekuliert ueber die NAO. Der starke Erwaermungstrend im 17ten/18ten Jhd ist relativ robust und in erster Linie ein Winterphaenomen.

    The large-scale European warming during
    this time may have been caused by different
    processes. In a stratosphere-resolving general
    circulation model (22, 33), decadal-scale conti-
    nental winter temperatures before the industrial
    era appear to respond differently to solar and
    volcanic forcings. Although both enhanced irradiance
    and large eruptions lead to continental
    warming, solar changes affect continental
    scales much more strongly, through forcing of
    the NAO or Arctic Oscillation (AO) [i.e., enhanced
    (reduced) solar irradiance causes a shift
    toward the high (low) index NAO/AO state].
    Thus, solar forcing seems to dominate over
    volcanic eruptions, which induce a more homogeneous
    hemisphere-wide cooling at decadal
    time scales. Increased solar irradiance at the end
    of the 17th century and through the first half of
    the 18th century might have induced such a
    shift toward a high NAO/AO index, which
    agrees with independent proxy NAO reconstructions
    (28, 29). It is well known that the
    NAO exerts a dominant influence on wintertime
    temperature over much of Europe, though
    the strength of the relationship can change over
    time and region (34). We confirm this behavior
    for the pre-instrumental period (35). Furthermore,
    North Atlantic sea surface temperatures
    (36) and tropical variability (37) are both relevant
    for NAO dynamics and might also be
    important for explaining the European winter
    warming during the late 17th and early 18th
    centuries. However, missing ocean data for this
    period impede testing of this hypothesis. Solar
    irradiance estimates stayed at relatively high
    values until the turn of the 19th century, whereas
    NAO index reconstructions and European
    winter temperatures indicate lower values.
    Mechanisms responsible for such European
    winter cooling are still under debate.

  6. #6 Georg Hoffmann
    Februar 3, 2009

    Wieso gehen Sie auf dieses Problem einfach nicht ein?

    Weil Sie mich nicht bezahlen.

    Alle Minima der letzten 1000 Jahre stimmen mit den Sonnenfleckenminima überein. Wie kann man das anders erklären als durch einen Link Sonne-Klima.

    Ich schlage vor Sie kaufen sich eine Brille und schauen nochmal Figur 3 an.

    Immerhin können sie ja anhand einer einfachen einmaligen Korrelation Co2 -> Erwärmung den Einfluss der Sonne nach 1960 ausschliessen.

    Nein, das kann ich nicht. Besser Sie lesen das: nochmal (wenns denn was nuetzt).http://www.scienceblogs.de/primaklima/2009/01/die-sonne-und-wie-sie-das-klima-kontrolliert.php. Dadurch dass das CO2 Anstieg hat es die notwendige Bedingung zur Klimaerwaermung beizutragen erfuellt. Dadurch dass die Sonne es nicht tut, kann ihr Beitrag nur minimal sein.

    Wobei ich auch gern einmal den Einfluss zwischen 1940 und 1980 gesehen hätte.

    Alle Graphiken hier schliessen 1940-1980 ein. Sie koennen auch gerne selber sich die Daten anschauen. Die Links sehen Sie unten.

  7. #7 antiangst
    Februar 3, 2009

    Na ja, die Grafikexperten aller Couleur wären doch besser bei den Chartanalysten oder den Homöopathen aufgehoben. Warten wir doch noch mal dreißig Jahre ab, wenn bis dann die Temperatur nicht mindestens um nochmal 0,5K gestiegen ist, dürfte sich das Thema erledigt haben.

  8. #8 Ludmila
    Februar 3, 2009

    @Georg: Guter Beitrag schön erklärt.

    1. Frage: Ich hab vor einiger Zeit mal einen Fachaufsatzl gelesen, dass es noch nicht mal klar ist, ob die kleine Eiszeit bzw. die mittelalterliche Warmpeiode ein globales oder eher ein lokales auf Europa beschränktes Phänomen war. Weißt Du was mehr darüber?

    Denn wenn es eher ein lokales Phänomen war, dann kann die Sonne auch nicht daran Schuld gewesen sein.

  9. #9 Eddy
    Februar 3, 2009

    @Georg

    Sie verwechseln hier einige Dinge. Niemand behauptet, dass die Sonne der einzige Klimatreiber ist. Das ist das einzige was sie bisher widerlegt haben. Wir haben die Fakten, dass ALLE Gletscherrückgänge der Alpen mit hoher Sonnenaktivität korrelieren. Wir haben die Tatsache, dass alle Sonnenminima mit Temperaturminima korrelieren. Nur in Europa? Kaum vorstellbar!

    Was uns fehlt, ist der Mechanismus der diese Tatsachen erklären könnte.
    Beim Co2 haben wir eine Erwärmung von 1980 bis 1998. Von 1940 bis 1980 korreliert nix mit Co2 und ab 1998 siehts auch mau aus. Die Superkorrelation Co2 – Klima ist also nicht besonders beeindruckend.

    Wogegen die absolut unwiderlegliche Übereinstimmung von warmen und kalten Phasen mit der Sonnenaktivität über Jahrhunderte und Jahrtausende absolut bewiesen ist. Ich habe den Eindruck dass sie den Ausdruck Korrelation etwas missbräuchlich verwenden. Wenn etwas immer wieder unter denselben Bedingungen passiert darf man davon ausgehen, dass die Bedingungen nes hervorrufen. Wenn etwas einmal unter einer Bedingung passiert, dann kann das absolut purer Zufall sein!

    Ihre Ausführungen können weder meine Ausführungen noch die von Herr Malberg widerlegen.
    Die Winter sind übrigens in MItteleuropa niemals so warm gewesen, wie seit 1900 ungefähr. Die Sommer waren bis 2000 eher kühl im Vergleich zu den letzten 1000 Jahren. Leider hat mein Vater mein Buch zuhause und ich kann keine genauen Werte liefern.
    Luterbacher wird allein schon durch die Gletscherstände im Mittelalter widerlegt, was die Sommer nach 2000 betrifft. Aber sogar mehere Sommer um 1500 sollen so warm gewesen sein, wie heute, äh gestern 😉

    Ich kann ihre Kritik übrigens überhaupt nicht verstehen, wenn ich die aktuelle Entwicklung der Globaltemperatur anschaue.

    2008 ist global kälter und das korreliert schon wieder sehr stark mit dem Fleckenminimum, was kaum vergleichbar ist mit denen der kleinen Eiszeit. Hab ich jetzt instantan gesagt? Nein! Hab ich gesagt, dass ich es erklären kann? Nein!

    Wie war das übrigens mit anderen Vulkanausbrüchen im Holozän? Keine so extrem wie in der kleinen Eiszeit!
    http://de.wikipedia.org/wiki/Vulkanausbruch

    Ich kann da keine Korrelation entdecken? Es sind die Sonnenminima die korrelieren, nicht die Vulkanausbrüche!

    Liebe Grüsse
    Eddy

  10. #10 Wirringa
    Februar 3, 2009

    Kann es sein dass CET Central European Temperature und nicht Central England Temperature bedeutet? Falls nicht, frage ich mich warum nur Zentralengland von der Sonne beschienen wird.

  11. #11 Eddy
    Februar 3, 2009

    @Ludmila

    Sie schreiben:
    “1. Frage: Ich hab vor einiger Zeit mal einen Fachaufsatzl gelesen, dass es noch nicht mal klar ist, ob die kleine Eiszeit bzw. die mittelalterliche Warmpeiode ein globales oder eher ein lokales auf Europa beschränktes Phänomen war. Weißt Du was mehr darüber?

    Denn wenn es eher ein lokales Phänomen war, dann kann die Sonne auch nicht daran Schuld gewesen sein.”

    Sie vergessen die Korrelation Eiszeitminima und Fleckenminima, mittelalterliche, römische und holozäne Warmperiode mit Fleckenmaxima, bzw, TSI-maxima.

    Kein einziges anderes Klimaphänomen hat mehr zeitliche Korrelationen als die Sonnenaktivität im Holozän. Aber nicht nur, dass es sich von den Alpen bis nach Grönland erstreckt, es ist weltweit messbar.

    Aber allein schon die Korrelation in den Alpen ist wissenschaftlich so zwingend, dass ein Zusammenhang keinesfalls einfach abgestritten werden kann.

    Die heutige gloable Erwärmung ist übrigens auch nicht in der Antarktis messbar, also kaum global?! Oder?

    Sie reden hier dauernd an der Diskussion vorbei. Erklären Sie mir wieso die Gletscher der Alpen und alle anderen Stalaktitenmessreihen von Mangini mit der Sonnenaktivität korrelieren? Dann können wir weiterkommen. Blenden Sie diese Erkenntnisse aus, handeln sie unwissenschaftlich.

    In der Hinsicht hat Herr Malberg recht, habe ich recht und das ist die zwingende Schlussfolgerung :

    Wenn die Temperatur 1940 mit der Sonne zu tun hat und es beim Sonnenmaximum 1960 kälter war, wieso soll es, wenn die sehr hohe Sonnenaktivität von 1940 bis 2004 anhält, es nicht noch deutlich wärmer werden als 1940? Wohlverstanden 1998 wars schon vorbeì!

    Warum zeigt Georg uns nicht andere Graphiken, die die totale Sonneneinstrahlung zeigen?

    http://www.ncdc.noaa.gov/paleo/pubs/solanki2004/fig3a.jpg

    Liebe Grüsse
    Eddy

  12. #12 Chlorobium
    Februar 3, 2009

    Eddy:

    Die von ihnen verlinkte Grafik zeigt aber keine “totale Sonneneinstrahlung”. Sie zeigt auch nur die Anzahl der Sonnenflecken über die Zeit.

    Sie sollten wirklich endlich einmal ihre Argumente auf die Reihe bekommen. Ist ja schon traurig sowas.

    Chlorobium (der Farbe wegen)

  13. #13 Eddy
    Februar 3, 2009

    @Chlorbium

    Hier die genaue Erläuterung zur Graphik:

    “Aus C14-Daten rekonstruierte Sonnenfleckenzahlen (10-Jahres-Mittelwerte) fuer die vergangenen 11.400 Jahre (blaue Kurve) und die direkt beobachtete Sonnenfleckenzahlen seit 1610 (rote Kurve). Die verlaesslichen C14-Daten enden 1900, so dass der starke Anstieg der Sonnenaktivitaet im 20. Jahrhundert dort nicht in Erscheinung tritt. Die Rekonstruktion zeigt deutlich, dass ein vergleichbarer Zeitraum “”hoher Sonnenaktivitaet mehr als 8000 Jahre zurueckliegt. ”

    Hier die TSI http://www.leif.org/research/TSI-LEIF.pdf

    Würde mich freuen, wenn wir hier über Argumente reden können und nicht über diese absolut unkonstruktiven Einwände.

    Fakt ist, dass die Rekonstruktionen, wie Georg sie zeigt, umstritten sind. Fakt ist, dass von den Georgs bis Ludmilas niemand auch nur im Ansatz auf die fundamentalen Diskussionspunkte eingeht.

    Bloss weil ich mich eventuell in einer Graphik irre, werden die seit Wochen mittlerweile gekannten Punkte nicht angesprochen. Bloss weil ich Georg nicht bezahle?

    Ludmila hat bisher nicht einmal zugegeben, dass ich hochaufgelöste TSI-daten verlinkte. Es ist doch zumindest erstaunlich, dass niemand auf die relevanten Punkte eingeht und eine Nebelkerze zündet um das Gesagte zu “vernichten”.

    Komisch, dass ausser ihnen, Georg, Jörg und Ludmila niemand versteht auf was ihr überhaupt hinaus wollt.

    Schein- und Ablenkungsargumente konnten bisher noch niemanden überzeugen. Ich weiss wirklich nicht, was das alles mit dem Thema zu tun haben soll, ausser dass andere Rekonstruktionen für 1700 – 1800 weit weniger Sonnenflecken aufzeigen als die von Georg. Mehr wollte ich nicht aufzeigen.

    Wieso hat man hier immer den Eindruck mit einer Mauer zu reden?

    Danke für ihr Verständnis
    Eddy

  14. #14 Chlorobium
    Februar 3, 2009

    Eddy:

    Ein kleines Zitat von der gleichen Seite, von der Sie zitiert haben:

    “Da auch die Helligkeit der Sonne leicht mit der Sonnenaktivität schwankt, ergibt sich aus der neuen Rekonstruktion auch, dass die Sonne heute etwas heller scheint als in den 8.000 Jahren davor. Ob dieser Effekt einen wesentlichen Beitrag zur globalen Erwärmung des Erdklimas im vergangenen Jahrhundert geleistet haben könnte, ist eine offene Frage. Die Forscher um Sami K. Solanki weisen jedoch darauf hin, dass die Sonnenaktivität seit etwa 1980 auf ungefähr konstantem Niveau verharrt – abgesehen von Schwankungen mit dem 11-jährigen Aktivitätszyklus der Sonne -, während die Temperatur auf der Erde in diesem Zeitraum einen starken Anstieg erfahren hat. Allerdings zeigt der ähnliche Verlauf von Erdtemperatur und Sonnenaktivität während der letzten Jahrhunderte (mit Ausnahme der letzten 20 Jahre), dass der Zusammenhang zwischen Sonnenaktivität und Erdklima weiterer Erforschung bedarf.”

    Chlorobium (der Farbe wegen)

  15. #15 Ludmila
    Februar 3, 2009

    @Chlorobium: Tatsächlich ist das mit den “rekonstruierten” Sonnenflecken so eine Sache.

    Korregiere mich Georg, wenn ich was Falsches erzähle.

    Die Sache mit den rekonstruierten Sonnenflecken ist ein Proxy für einen Proxy, der was zur Sonnenaktivität aussagt, der was mit dem Klima machen soll, man weiß aber nicht genau was.

    Beobachtungen zu den Sonnenflecken gibt es ja noch nicht so lange. Der Zyklus Null beginnt im Jahr 1749. D.h. wirklich verlässliche Analysen kann man erst ab diesem Zeitpunkt machen.

    Außerdem kommt noch ein weiterer Punkt dazu. Sonnenflecken sind ein Proxy, d.h. ein indirekter Messwert. Denn die Flecken machen ja nichts auf der Erde. Das sind nur die sichtbaren Effekte einer aktiven Sonne und die sind korreliert mit weniger kosmischer Strahlung, dafür mehr Sonnenwind und geomagnetische Stürme und korreliert mit einem leichten Anstieg in der Sonneneinstrahlung, die aber nicht so berauschend ist.

    Was davon auf das Klima wirken soll, weiß man noch gar nicht richtig.

    So und zu diesem Proxy Sonnenflecken hat man jetzt einen Proxy hier auf der Erde gesucht in Form von Isotopen, weil Fluktuation in der Kosmischer Strahlung mit der Häufigkeit radiaktiver Isotope in der Atmosphäre korreliert.

    Aber CO2 in Eiskernen sind dagegen angeblich total zweifelhaft 😉

  16. #16 Ludmila
    Februar 3, 2009

    @Chlorobium: Nur zur Klarstellung. Das heißt nicht, dass die Arbeit schlecht ist. Es heißt nur, dass da sehr viele Unwägbarkeiten sind, die noch geklärt werden müssen.

  17. #17 Chlorobium
    Februar 3, 2009

    @Ludmila:

    Danke, war mir aber fast alles schon bekannt ;). Mir geht es im Moment nur um Eddys Rosinenpickerei und seiner Gleichsetzung von Sonnenaktivität und Sonneneinstrahlung, die so bei Solanki gar nicht behauptet wird.

    Chlorobium (der Farbe wegen)

  18. #18 Ludmila
    Februar 3, 2009

    @Chlorobium: Ach so, aber vielleicht lesen ja hier noch andere mit. Es soll ja Leute geben, die lesen Scienceblogs-Kommentare, um was Neues zu lernen und nicht um sich zu fetzen 😉

  19. #19 Müller
    Februar 3, 2009

    @Ludmila

    “Ich hab vor einiger Zeit mal einen Fachaufsatzl gelesen, dass es noch nicht mal klar ist, ob die kleine Eiszeit bzw. die mittelalterliche Warmpeiode ein globales oder eher ein lokales auf Europa beschränktes Phänomen war. Weißt Du was mehr darüber?”

    http://www.sciencedirect.com/science?_ob=ArticleURL&_udi=B6WPN-47G345R-3&_user=10&_rdoc=1&_fmt=&_orig=search&_sort=d&view=c&_acct=C000050221&_version=1&_urlVersion=0&_userid=10&md5=897221ed8757eec051b4ca7ced2955cf

    http://klimakatastrophe.files.wordpress.com/2008/09/mwp-antarctica.jpg?w=505&h=563

  20. #20 Müller
    Februar 3, 2009

    @Ludmila

    “Beobachtungen zu den Sonnenflecken gibt es ja noch nicht so lange. Der Zyklus Null beginnt im Jahr 1749. D.h. wirklich verlässliche Analysen kann man erst ab diesem Zeitpunkt machen.”

    Mal abgesehen von den 10Be und 14C Messungen als Proxy der Sonnenaktivität bzw. kosm. Strahlung.

    http://klimakatastrophe.files.wordpress.com/2008/09/mwp-proxys-messungen.jpg

  21. #21 Eddy
    Februar 4, 2009

    @Chlorbium und alle

    Wenn Sie dauernd um den Brei herum reden und, wie Georg und Ludmila, entweder alles abstreiten, oder die wirklich brisanten Themen “elegant” übergehen, kommen wir in der Diskussion nicht weiter.

    Ich habe alle nötigen Graphiken verlinkt, TSI, wie auch Solanki und das VON ANFANG AN! (siehe Hansendiskussion) Und zwar um mir diese ewig unsinnigen und unkonstruktiven Vorwürfe nicht mit anhören zu müssen.

    Georg widerlegt nicht Malberg und Malberg widerlegt nicht den Einfluss des Co2. Gegen Malberg spricht eventuell der Temperaturanstieg nach 1980 bis 1998 und gegen Co2 spricht der Temperaturückgang von 1940 bis 1980 und der von 1998 bis heute.

    Fakt ist, dass Sonnenfleckenminima und Kaltzeiten des Holozän zeitlich fast genau übereinstimmen so wie auch mittelalterliche und römische Warmperiode und Sonnenmaxima.

    Die Gletscher können nicht lügen und sie können nicht durch Baumringaten widerlegt werden!

    Wenn die Sonne an den Rückgängen der Gletscher schuld war, dann ist es kaum vorstellbar, dass dieser Einfluss nur in Europa stattfand. Mangini zeigt, dass diese Perioden weltweit stattfanden. Also sind eher einige Temperaturrekonstruktionen zu überdenken, als dass wir jetzt die Gletscherforschung in Frage stellen müssten.

    So lange über diese Punkte hier nicht diskutiert wird, läuft Georgs Kritik komplett ins Leere.

    Ich kann übrigens ihre komische DIskussionskultur hier kaum verstehen. Warum rden wir nicht über die einzelnen Punkte. Wieso fragt Georg Malberg nicht wo der die Temperaturdaten her hat? Ich finde das alles ziemlich gespenstisch, wie in einem schlechten Traum. Wieso wird Malberg nicht mit einbezogen?

    Liebe Grüsse
    Eddy

  22. #22 Georg Hoffmann
    Februar 4, 2009

    @Eddy

    Alle Minima der letzten 1000 Jahre stimmen mit den Sonnenfleckenminima überein. Wie kann man das anders erklären als durch einen Link Sonne-Klima.

    Wie in Fig.3 gut zu erkennen ist, ist das selbst auf den 300 Jahren nur sehr sehr ungefaehr richtig. Die Minima laufen mal vor, mal nach, die Amplituden (zwischen Sonnenaktivitaet und Temperatur) stimmen ueberhaupt nicht. Nichtdestotrotz bleibt sicher ein Teil der Variabilitaet fuer die Sonne ueber. Wie ich schon mehrmals sagte, gehen die meisten Klimatologen von ca 30-50% der Variabilitaet vor der 2ten Haelfte des 20ten Jhd aus. Fig3 zeigt nochmals eindeutig, dass der Beitrag der Sonne nach 1950 minimal ist. Das duerfen Sie natuerlich ignorieren. Und richtig, Ceterum censeo Mangini, Gletscher, Mittelalter.

  23. #23 Georg Hoffmann
    Februar 4, 2009

    @Ludmila

    Ich hab vor einiger Zeit mal einen Fachaufsatzl gelesen, dass es noch nicht mal klar ist, ob die kleine Eiszeit bzw. die mittelalterliche Warmpeiode ein globales oder eher ein lokales auf Europa beschränktes Phänomen war. Weißt Du was mehr darüber?

    Das ist eine komplizierte Frage, zu der man viel sagen koennte. Einige Posts dazu sind in Vorbereitung. Nur mal soviel:
    1) Die LIA haben wir zB in Suedamerika gefundenn, aber selbst dort (zwischen Ecuador und Bolivien) liegen 100 Jahre Unterschied zwischen den Maxima der Gletscherausdehnung. Die Frage nach dem exakten zeitlichen Verlauf ist wichtig, da sie an die vorstellbaren Mechanismen gebunden ist. Nehmen wir an es war wirklich global und gleichzeitig, spricht das fuer einen globalen Faktor (Sonne, Vulkane). War es nur um den Nordatlantik herum kaelter, waehrend z.B. die suedliche Sudhemisphaere eher waermer war, dann spricht das fuer den Ozean, der ja (vereinfacht gesagt) Waerme von der Suedhemisphaere Richtung Norden pumpt. Verlangsamt sich dieser Transport ist es kaelter im Norden und waermer im Sueden. Zwischen beiden Scenarien besteht noch keine abschliessende Klarheit.
    2) Das gleiche gilt fur die MWP, nur noch schlimmer. Der AR4 schlussfolgert, dass es ein kleines bisschen MWP global geben koennte. Die meisten Skeptiker Beispiele sind uebrigens in sich widerspruechlich. Es handelt sich dann um Zeitserien die ein warmes 12tes aber ein kaltes 10tes Jhd zeigen oder umgekehrt. Will man diese Phase aber quantifizieren, muessen sie auf die Dekade genau uebereinstimmen.
    Aber wie gesagt, ich werde dazu noch mehr schreiben.

  24. #24 Georg Hoffmann
    Februar 4, 2009

    @antiangst

    Warten wir doch noch mal dreißig Jahre ab, wenn bis dann die Temperatur nicht mindestens um nochmal 0,5K gestiegen ist, dürfte sich das Thema erledigt haben.

    Dass ich da nicht dran gedacht habe. Das wird die beste Strategie sein.

  25. #25 Georg Hoffmann
    Februar 4, 2009

    Kann es sein dass CET Central European Temperature und nicht Central England Temperature bedeutet? Falls nicht, frage ich mich warum nur Zentralengland von der Sonne beschienen wird.

    Ziel war es hier einfach mal moeglichst genau nachzuvollziehen, was Malberg behauptet. CET ist sicher England und sicher sehr gut korreliert mit West-Europa. Allerdings deutlich weniger mit der Nordhemisphaere oder der ganzen Welt. Ich werde also die Uebung hier nochmal mit anderen Temperaturserien durchturnen.

  26. #26 Ludmila
    Februar 4, 2009

    @Georg: Egal, was Du sagst. In deren Augen wirst Du immer Unrecht haben. Da kannst Du noch so sehr mit Daten und Belegen und Erklärungen kommen.

    Zur Not drehen die Dir halt das Wort im Munde um oder/und schmeissen mit ad hominem um sich. Denn die gehen immer und kann jeder bringen.

    Ich geh schon mal aus der Schusslinie, denn gleich kommen sicherlich die nächsten angeflogen 😉

  27. #27 Georg Hoffmann
    Februar 4, 2009

    Wieso fragt Georg Malberg nicht wo der die Temperaturdaten her hat?

    Malberg schreibt zu der verwandten Temperaturserie:

    Um den Zusammenhang zwischen solarer Aktivität und dem Klima durch Fakten zu belegen, ist in Abb.3 die
    Temperaturentwicklung Mitteleuropas für den Zeitraum 1672–1999 dargestellt, und zwar in Form der mittleren
    Temperaturabweichung je Sonnenfleckenzyklus vom 300 jährigen Mittelwert (1701-2000). Dabei wurden
    die Temperaturwerte vor 1701 aus den Temperaturbeobachtungen der Zentralenglandreihe, der ältesten Klimareihe,
    auf die Mitteleuropareihe reduziert (mittlere Differenz: -0,53°C).

    Ich weiss nicht, ob ich da alleine bin. Aber genau verstehe ich nicht welche Zeitserie er genommen hat. Ich werde die Analyse oben noch mit der Baurschen Reihe (mehrere homogenisierte alte europaeische Datensaetze: Utrecht, Bern, Berlin etc) durchfuehren, so oder so, seine Aussage:

    Wie die Korrelationsrechnungen zwischen mittlerer Sonnenfleckenzahl je Zyklus und mitteleuropäischem
    bzw. globalem Temperaturverhalten seit 1860 zeigen, ergeben sich Korrelationskoeffizienten von +0,76, wenn
    die kurzperiodischen Antriebe nicht ausgefiltert werden bzw. von +0,85 bei Ausfilterung der kurzperiodischen
    9
    Klimaantriebe. Das bedeutet: Rund 70% der langfristigen Erwärmung wie Abkühlung werden demnach durch
    den solaren Einfluss verursacht.

    stimmt mit keinem existierenden Datensatz egal von wo und egal mit welchem Proxy der Sonnenaktivitaet. Das ist glatt erfunden.

  28. #28 Eddy
    Februar 4, 2009

    Hallo,

    Das Hauptproblem liegt für mich von 1940 bis 1970. Da ist die Sonne umgekehrt korreliert mit der Temperatur.

    Obschon nach der kältesten Periode der kleinen Eiszeit um 1700 rum, die Temperatur schon nach wenigen Jahrzehnten wieder ähnlich anstieg wie 1940, so ist es nach 1940 eher umgekehrt. Obschon die Sonnenaktivität weiter ansteigt wird es kälter.

    Daran konnten weder die Sonne noch das Co2 etwas ändern:

    “Die Vereisung reichte im Winter und Frühjahr so
    weit südwärts, dass die Dänemarkstraße eisbedeckt war. Man könnte sagen: Die Eisbären hätten zwischen
    Grönland und Island hin und her wandern können.” (Malberg)

    Wie stark könnte hier die kleine Eiszeit eventuell nachgewirkt haben (siehe Gletscherstände)?

    M.E. gibt es starke Klimamechanismen, die komplett unverstanden sind. Irgendwie hat die Sonne etwas mit den Schwankungen zu tun, allein ihre Variabilität kann es aber keinesfalls erklären. Anderseit ist die kleine Eiszeit, die mit den diversen Fleckenminima zusammenfällt für mich ein Beweis, dass der Einfluss grösser ist als vom IPCC angenommen.

    Ich glaube auch kaum, dass ein solches Klimaphänomen sich auf Europa und Grönland beschränken konnte.

    Die heutige Zeit wird jedenfalls für spätere Generationen sehr interessant sein, so dass viele sich wünschen werden heute gelebt zu haben, weil eins der letzten grossen Mysterien der Menschheit gelüftet werden wird. ***Durch was wird unser Klima bestimmt?***

    Wir sollten uns doch alle freuen das miterleben und sogar mitdiskutieren zu dürfen!!! :-)

    Liebe Grüsse
    Eddy

  29. #29 Georg Hoffmann
    Februar 4, 2009

    @Eddy
    Ich wuerde Ihnen wirklich mal empfehlen sich irgendein Gratis Plot Programm runterzuladen und sich einmal die Daten selber anzuschauen, statt nur ueber “gefuehlte Trends” zu reden. Die Minima stimmen nicht, die Amplituden stimmen nicht. Selbst der geglaettete Rekord aus Graphik 3 wuerden hoechstens 10% erklaerte Variabilitaet (der Temperatur durch Sonnenaktivitaet) ergeben. Sie erfinden sich einfach ihre Welt.

  30. #30 Eddy
    Februar 5, 2009

    @Georg
    Ich verteidige nicht die Arbeit von Herr Malberg im Detail.

    Ich verteidige bloss meine eigenen Aussagen, die ich auf ihrem Blog schon seit Wochen mache, und zwar dass die grossen Minima der kleinen Eiszeit, so wie die grossen Warmperioden (römische, mittelalterliche und moderne) mit der Sonnenaktivität korrelieren.

    Der einzige Diskussionspunkt ist, ob diese Klimaphänomene global waren oder nicht. Vieles deutet darauf hin, dass sie global waren, so wie auch Ludmilas Überlegung, dass, wenn sie durch die Sonne hervorgerufen wurden, dieser Einfluss global gewesen sein muss.

    Bei Herr Malbergs Graphiken stört vor allem 1950 bis 1970, wo das Klima sich dem Sonneneinfluss widersetzt und 1980 bis 1998, wo es wärmer wird ohne dass die Sonnenaktivität anstieg.

    Wir reden hier aber von sehr kurzfristigen Klimaschwankungen, die zwar, wenn man dem IPCC glauben möchte “Langzeittrends” sind. Wenn man jedoch die ganzen Klimaschwankungen der letzten 100.000 Jahre anschaut, dann gibt es durchaus immer wieder verzögerte Reaktionen auf die Einflüsse der Erdbahnparameter und der Sonnenaktivität.

    Deshalb auch meine Vermutung, dass wir das Klimasystem noch überhaupt nicht verstehen, vor allem für solche kurzfristigen Schwankungen.
    Wenn man sich die Seite über die kleine Eiszeit ansieht,
    http://de.wikipedia.org/wiki/Kleine_Eiszeit
    liest man dass “Die abgeschlossenen Studien (zum Beispiel KIHZ) bzw. bereits veröffentlichten Zwischenergebnisse laufender Studien belegen aus verschiedenen Klimaarchiven die Kleine Eiszeit auf allen Kontinenten bis hin zu den beiden Polkappen.”

    Wie ich schon schrieb, beweist auch dieser Blogbeitrag über Malberg nicht, dass die Sonne diese Klimaschwankungen nicht hervorgerufen hätte.

    Liebe Grüsse
    Eddy

  31. #31 Eddy
    Februar 5, 2009

    @Georg
    Könnten Sie bitte einmal den neuen Beitrag bei Klimanews zur Sonneneintrahlung kommentieren. Das scheint sehr interessant zu sein, wenn wir über diese Themen diskutieren. Ihre Meinung wäre mir bei dem Thema sehr wichtig, so wie mir die von herr Müller auf diesem Blog wichtig ist.

    Danke schon einmal im Voraus
    Eddy

  32. #32 Windhauch
    Februar 19, 2009

    Fakt ist doch, dass bei Prof. Malberg wissenschaftlich unsauber gearbeitet wurde. So etwas ist nicht hinnehmbar, da die Berliner Wetterkarte als angesehenes Medium in Fachkreisen sehr geschätzt wird. Warum werden die Ergebnisse nicht einem Review-Verfahren in einer fachwissenschaftlichen Zeitschrift unterzogen, halten sie dem Review-Prozess nicht stand. Leider werden derartig verfügbare Informationen dann in der Öffentlichkeit zitiert, welches dem Diskussions- und Verständnisprozess nicht gut tut.

  33. #33 Georg Hoffmann
    Februar 20, 2009

    So etwas ist nicht hinnehmbar, da die Berliner Wetterkarte als angesehenes Medium in Fachkreisen sehr geschätzt wird

    Ich meine auch, dass das ein Problem ist. Ein zumindest erste Ordnungs Review prozess waere nicht schlecht fuer die Wetterkarte.

  34. #34 PPollux
    Juli 30, 2009

    Nun Herr Malberg ist auch Mitglied von EIKE. Einem Insitut, dass etwas eigenwillig wissenschaftliche Veröffentlichungen “interpretiert”.

    So heißt es dort momentan in einem offenen Brief:

    Bei den allermeisten Stationen stellten wir keine Anzeichen für eine globale Erwärmung der Atmosphäre fest. Ausnahmen sind Bergstationen in den Alpen.

    ist im Kontext zu verstehen und falsch aus dem englischen Originaldokument übersetzt. Grundlage war die Untersuchung, ob man mit Stationen in der Nähe von urbanen Zentren Klimaveränderungen messen kann.

    Die Autoren kamen zum Ergebnis, dass dies nicht möglich ist, da die Einflüsse der urbanen Zentren die Messergebnisse verfälschen und daher lediglich die Stationen in den Bergen verläßliche Daten bieten.

    Mit dieser Aussage zu suggerieren, dass auch Schellnhuber selbst nicht von einem meßbaren Klimawandel ausgeht (für diese Feststellung sind zudem Daten von Wetterstationen auch nur ein Beleg unter vielen anderen) ist unredlich.

    Etwas mehr Sorgfalt sollte schon sein, auch bei Verschwörungstheoretikern.

  35. #35 Krishna Gans
    Juli 30, 2009

    @PPollux

    The fact that we found it difficult to discern warming trends at many stations that are not located in rapidly developing urban areas may indicate that the actual increase in global temperature caused by anthropogenic perturbation is less pronounced than estimated in the last IPCC (Intergovernmental Panel for ClimateChange) report.

    Das ist der Schlußsatz aus diesem Paper, wenn mich nicht alles täuscht.

  36. #36 Krishna Gans
    Juli 30, 2009

    @PPollux
    Nachtrag und Ergänzung:
    http://www.eike-klima-energie.eu/news-anzeige/das-pik-die-wahrheit-und-die-globaltemperatur-reaktionen-auf-den-offenen-brief-von-eike-an-kanzlerin-merkel/

    Interessant ist auch, daß, je mehr die Anzahl der Stationen zurückgeht, die Temperatur zu steigen beginnt, wie man hier nachlesen kann.
    uoguelph.ca/~rmckitri/research/nvst.html

    Der Artikel ist dazu auch recht aufschlußreich !
    uoguelph.ca/~rmckitri/research/intellicast.essay.pdf

  37. #37 Prof.Dr.Horst Malberg
    November 8, 2009

    Replik zum Beitrag von G. Hoffmann
    1. Die Berliner Wetterkarte wird in Kooperation mit dem Deutschen Wetterdienst seit über 50 Jahren herausgegeben und ist im In- und Ausland in Fachkreisen hochgeschätzt. Ihre
    „Beiträge“ dienen der Förderung der meteorologischen Wissenschaft und werden von mindestens zwei Professoren (A.D.) intern begutachtet.
    2. Wie die Sprache ist auch die Qualität des Blog-Beitrags von G. Hoffmann unterstes
    wissenschaftliches Niveau. Herr Hoffmann hat meinen Artikel überhaupt nicht verstanden So bringt er zwei Abbildungen von mir, die er völlig falsch untertitelt. (Meine Titel stehen
    jeweils im Kopf der Abbildungen). Wie man erkennt, sind in Graphik 5 nicht die
    Sonnenfleckenzahlen dargestellt, sondern deren Anomalien je Sonnenfleckenzyklus. Bei
    Graphik 6 sind gleich zwei Fakten falsch wiedergegeben. Zum einen handelt es sich auch hier um Anomaliewerte und zum anderen sind nicht die „Central England Temperatures“ (CET) dargestellt, sondern die Temperaturverhältnisse von „Mitteleuropa“, also eines anderen
    Klimabereichs. Derart fundamentale Fehler habe ich bei keinem Studierenden in 34 Jahren als Hochschullehrer für Meteorologie und Klimatologie erlebt.
    3. Wer sich für meine Untersuchungen interessiert, der findet sie kostenlos im Internet, wenn er unter http://www.berliner-wetterkarte.de auf der Startseite den Schriftzug „Freie Beilagen“ anklickt. Prof. Dr. Horst Malberg

  38. #38 Georg Hoffmann
    November 8, 2009

    @Malberg
    Nu ja, wie Sie selbst sagen, stehen ihre Titel ueber den Grafiken.
    Mir war schon klar, dass sie wohl eine andere Zeitserie genommen haben. Oben koennen Sie lesen:

    Erstens, wie zulässig ist es eigentlich die CET (Malberg nimmt wohl eine andere Europäische Temperatur-Reihe, das ändert aber nichts an der Schlussfolgerung hier) als “Globale Temperatur” zu nehmen?

    Welche Zeitserien genau Sie genommen haben, kann Ich zumindest ihrem Text nicht entnehmen: Zitat Malberg:

    Dabei wurden
    die Temperaturwerte vor 1701 aus den Temperaturbeobachtungen der Zentralenglandreihe, der ältesten Klimareihe, auf die Mitteleuropareihe reduziert (mittlere Differenz: -0,53°C).

    Beide Punkte sind natuerlich voellig nebensaechlich (Ich habe Sie trotzdem korrigiert) fuer die Fragen die Ich hier behandelt habe.

    1) Kann man Europa als Proxy fuer die globale Mitteltemperatur nehmen. Sie geben eine Korrelation von 0.9 an, die CET liegt gerade bei der Haelfte ( mit der CRU Globaltemperatur und diese Haelfte ist hauptsaechlich vom Langzeittrend bestimmt). Koennen Sie mir dafuer mal die Referenzen der verwandten Zeitserien geben.

    2) Viel schlimmer finde ich die anderen Techniken und Methoden, die Sie so verwenden:
    – Daten ueber Sonnenzyklen unterschiedlicher Laenge zu Punkten kondensieren und dann wieder kontinuierliche Fits durchlegen.
    -200 Jahreszyklen in 330 Jahres Daten finden
    -schlicht erfundene Korrelationen zwischen Sonnenflecken und Temperaturen. Wie das meiste, was Sie schreiben, sind diese schwer nachzuvollziehen, aber diese hohen Korrelationen kommen wahrscheinlich schlicht daher, dass Sie erst mitteln (oder filtern) und dann korrelieren. Und das sollte man nicht tun, wie man ja irgendwann im ersten Semester lernt.

    Die Liste laesst sich beliebig fortsetzen und einige weitere ihrer methodischen Fehler stehen ja auch im Artikel aufgefuehrt.

    Derart fundamentale Fehler habe ich bei keinem Studierenden in 34 Jahren als Hochschullehrer für Meteorologie und Klimatologie erlebt.

    Dann hatten Sie sicherlich sehr viel Glueck. Ich hatte uebrigens auch Glueck und hatte keinen Professor wie Sie. Glueck ist eben immer auch wichtig im Leben.

  39. #39 Gerhard Kramm
    November 8, 2009

    @Hoffmann,

    ich finde es immer interessant, wenn selbsternannte Experten wie Sie, anderen die Qualifikation absprechen.

    Mfg

    Gerhard Kramm

  40. #40 Gerhard Kramm
    November 8, 2009

    @Hoffmann,

    Professor Dr. Malberg hat wirklich sehr viel Glueck gehabt. Er musste nicht einen Studenten wie Sie betreuen.

    Oben heisst es: “Anschliessend hat er am Max-Planck Institut Hamburg mit globalen Zirkulationsmodellen (“Klimamodellen”) gearbeitet und sich im Rahmen seiner Doktorarbeit mit der Modellierung von isotopischen Spurenstoffen beschäftigt.”

    Das hoert sich fuer mich so an: Er hat sich zwar bemueht, aber zu mehr als einem “support scientist” reicht es nicht.

    P.S.: Sie sollten wenigsten vermerken, wo Sie sich promoviert haben. Das MPI fuer Meteorologie besitzt nicht das Promotionsrecht.

    MfG

    Gerhard Kramm

  41. #41 Thilo Kuessner
    November 8, 2009

    @ Gerhard Kramm :

    Rhetorische Frage: Wo haben Sie promoviert?

  42. #42 Georg Hoffmann
    November 9, 2009

    @Thilo
    Ich habe deinen Link auf Gerhard Kramms Wikipedia-Eintrag repariert. Der ist wirklich mit viel Detailkenntnis und Liebe zu seiner Person geschrieben worden. Autopoetisch schoen geradezu.

  43. #43 just me
    November 9, 2009

    @Prof Malberg
    abgesehen von den Statistikgedöns habe ich ein paar Fragen oder auch Hinweise, die mir als Laie aufgefallen sind. Vielleicht anworten sie ja darauf. Sehen sie es nicht als persönlichen Angriff, sondern als einen Versuch konstruktiv zu sein.

    1. sie begucken den Zusammenhang zwischen Sonne und Temperatur, machen aber Schlußfolgerungen über den Einfluß von CO2. Wie soll das gehen? Das ist doch unlogisch. Wenn ich mir dann mal den IPCC-Bericht ansehe, die gucken sich alle Faktoren an und versuchen den jeweiligen Einfluß zu sehen. Und zwar nicht nur durch Korrelationen, sondern in dem man versucht die physikalischen Grundlagen dafür zu verstehen und damit den Einfluß zu berechnen. Das sehe ich in ihrer Arbeit so gar nichts.

    2. sie sagen, CO2 braucht die Welt zum leben. Tatsächlich, das braucht die Welt. Einerseits für die Pflanzen und andererseits wäre es zu kalt. Aber NIEMAND hat jemals gesagt, man müsse alles CO2 aus der Atmosphäre verbannen. Das ist einfach ein Strohmann von ihnen. Die Erde braucht keine weltweite Co2-Düngung, da CO2 nicht der limitierende Faktor ist. (Liebig, kennen sie doch oder?) Aber der Klimawandel durch den hohen CO2-Anteil könnte ein wenig Probleme bereiten. Wo also genau haben sie gefunden, dass man CO2 völlig aus der Atmophäre verbannen sollte?

    3. sie sagen, das Paper von Carter et al (2009) zeigt einen großen Einfluß des SOI auf die Temperatur. Haben sie das Papier skeptisch oder überhaupt gelesen? Carter et al benutzen einen Bandpass, um alle Schwingungen (inkl langfristigen Erwärmungstrend) ausserhalb der SOI-Variationen aus der Temperaturreihe zu entfernen. Jo, und dann kriegt eben sowas raus. Siehe: http://tamino.wordpress.com/2009/07/24/old-news/ oder http://moregrumbinescience.blogspot.com/2009/07/how-not-to-analyze-climate-data.html. Den Einfluß von ENSO usw. haben andere schon viel besser gezeigt. Hier sind zum Beispiel ein paar Links zu Papieren: http://www.realclimate.org/index.php/archives/2008/07/global-trends-and-enso/. Haben sie also das Papier von Carter et al gelesen und warum ist das ihnen nicht aufgefallen?

    4. das Modell, das angeblich einen höheren Sonneneinfluß zeigt, wurde hier auch schon von Georg diskutiert oder?. Das zeigt keinen Gegensatz zur Erwärmung durch Treibhausgase, aber eine mögliche größere Variation durch den Sonnenzyklus. Hm, die haben versucht, physikalische Ursachen zu finden, Modelle anzupassen usw. usf. Im Gegensatz zu ihnen.

    Naja, und ihre Statistiken finde ich auch nicht überzeugend.

  44. #44 Gerhard Kramm
    November 16, 2009

    @Thilo Kuestner

    ich habe mich an der Humboldt-Universitaet, Fachbereich Physik, in Meteorologie promoviert.

    Meine Frage richtete sich allerdings an Georg Hoffmann. Bisher hat er sie nicht beantwortet.

    MfG

  45. #45 Gerhard Kramm
    November 16, 2009

    @just me

    Sie schreiben:

    “Aber der Klimawandel durch den hohen CO2-Anteil könnte ein wenig Probleme bereiten.”

    Haben Sie einen wissenschaftlich nachvollziehbaren Beleg dafuer, dass die CO2-Tempertur-Hypothese wahr ist?

    MfG

  46. #46 Georg Hoffmann
    November 16, 2009

    @Gerhard Kramm

    Meine Frage richtete sich allerdings an Georg Hoffmann. Bisher hat er sie nicht beantwortet.

    Hmmm, ich koennte mir selbst natuerlich auch eine so schoene Wikipedia Seite schreiben, aber in Deutschland sind ja die Relevanzkriterien leider sehr repressiv.
    http://en.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Kramm
    Ein Vorbild fuer den gaenzlich uneitlen Umgang mit der eigenen Person. Chapeau.

  47. #47 just me
    November 16, 2009

    @Gerhard Kramm
    ich bin ja nur ein Laie und habe mir Gedanken um das Malberg-Papier gemacht. Ich könnte noch mehr Fragen stellen, z.B. wie Prof Malberg daraufkommt, dass die sogenannte “Erholung” (für Oktober gilt das wohl nicht mehr ;)) der Eisfläche in den letzten 2 Jahren mit dem Sonnenminimum zu tun haben könnte und ein deutlicher Beweis für seine These wäre. Einerseits sagte Prof Malberg: man muss längere Zeiträume beachten (hat er wohl nicht vollständig unrecht damit), aber andererseits zeigt er einen “Beweis”, der 2 Jahre Daten umfasst. Finden Sie das gut? Wie gesagt, ich bin nur ein Laie, aber das ist so unlogisch.

    PS: G&T-Zeugs interessiert mich nicht, sorry. Dann lieber Diskussionen über Klimasensivität, oder mögliche regionale Auswirkungen oder wie man CO2-Einsparen kann, obwohl es Wachstum in allen Bereichen gibt und man den Lebensstandard halten will.

  48. #48 Gerhard Kramm
    November 16, 2009

    @Mueller,

    das Merkmal “peer-reviewed” ist fuer diejenigen gedacht, die eine wissenschaftliche Arbeit nicht nachvollziehen koennen. Mit “peer-reviewed” wird suggeriert, dass der Leser eines Artikels darauf vertrauen darf, dass der Inhalt von “peers” ueberprueft wurde. Diese ganze Diskussion um “peer-reviewed” hatten wir ja schon, als die Arbeit von Gerlich & Tscheuchner im Jahre 2007 auf dem arXiv der Cornell-University auftauchte. Und als sie dann “peer-reviewed” war, da laberte der Betreiber dieses Blogs von einem Skandal.

    In seinem Buchartikel “Is climate predictable” aus dem Jahre 2002 schrieb Klaus Hasselmann:

    “The meteorologist Edward Lorenz (1975), one of the founders of chaos theory, distinguished between two kinds of prediction. Predictions of first kind concern the time-dependent evolution of a system as a function of the initial conditions with fixed boundary conditions. Predictions of the second kind concern the response of a system to changes in the boundary conditions, with fixed initial conditions. Weather forecasting is clearly a prediction problem of the first kind, while the prediction of the climate change due to human influences is normally regarded as a problem of the second kind.”

    Er fuehrt dann weiter aus:

    “By definition, weather and climate prediction are mutually exclusive. As a chaotic system, the atmosphere is unstable with respect to small perturbations of the initial conditions. This sets a natural limit to the predictability of detailed weather properties. Theoretically, the prediction limit is of the order of 20 days (Lorenz, 1967). … Climate, in contrast, is defined in terms of the statistics of weather. The data ensemble used to form the statistics is required, in modern definition of climate (cf. GARP, 1975), to cover a period at least as the theoretical limit of weather prediction. Climate prediction is therefore concerned with slow changes in the statistical properties of weather on time scales of 20 days and longer. In other words, climate prediction begins where weather prediction ends.”

    Weder der GARP-Report von 1975 noch der Artikel von Lorenz sind “peer-reviewed”. Das bedeutet, dass sich ein bekannter Klimamodellierer in einer Grundaussage zur Klimaprojektion auf eine nicht begutachtete Arbeit stuetzt.

  49. #49 Gerhard Kramm
    November 16, 2009

    @just me

    Sie schrieben:

    “G&T-Zeugs interessiert mich nicht, sorry. Dann lieber Diskussionen über Klimasensivität, oder mögliche regionale Auswirkungen oder wie man CO2-Einsparen kann, obwohl es Wachstum in allen Bereichen gibt und man den Lebensstandard halten will.”

    Erstens, ich habe Gerlich und Tscheuschner (2009) nicht angesprochen.

    Zweitens, wenn Sie der Meinung sind, dass in dieser Arbeit was falsch ist, dann zeigen Sie es doch auf.

    Drittens, die sog. “climate feedback equation” ist vom physikalischen Standpunkt aus betrachtet, inadaequat. Der reziproke Wert des “feedback”-Parameters ist ja der sog. “sensitivity”-Parameter. Folgt man der Darstellung in dem Kap. 2 des 4. Berichtes der Working Group I zum IPCC-Report, dann wird die Erhoehung der Oberflaechentemperatur mit Hilfe des “sensitivity”-Parameters sowie des “global net anthropogenic radiative forcing” von etwa 1.6 W/m^2 (bezogen auf 1750-2005) bestimmt. Wie kann eine physikalisch inadaequate Gleichung wie die “climate feedback equation” irgend etwas Vernuenftiges liefern?

    Viertens, ich betrachte Energievergeudung als ein Zeichen von Dummheit. Also trachte ich danach, nicht an der Vergeudung von Energie teilzunehmen. Meine Teilnahme an Konferenzen z.B. beschraenkt sich auf ein Minimum. Ich halte Telefon- und Videokonverenzen fuer erheblich sinnvoller. Aber es sind ja gerade diejenigen, die das CO2 verteufeln, die staendig in der Welt herumreisen.

    MfG

  50. #50 Gerhard Kramm
    November 16, 2009

    @Georg Hoffmann,

    statt meine Wikipedia-Seite zu kommentieren, sollten Sie besser meine Frage beantworten, naemlich wo Sie sich promoviert haben.

    Ich brauche die Wikipedia-Seite nicht; denn ich habe meine eigene Webseite (http://www.gi.alaska.edu/~kramm/). Ich bin zu dieser Wikipedia-Seite gekommen, weil ich einer der 400 Wissenschaftler war, die sich gegen den vom IPCC suggerierten “consensus” gewehrt haben (http://epw.senate.gov/public/index.cfm?FuseAction=Minority.Blogs&ContentRecord_id=f80a6386-802a-23ad-40c8-3c63dc2d02cb). Mittlerweile sind auf dieser Liste ueber 700 Wissenschaftler aufgelistet.

    Natuerlich achte ich darauf, dass nichts Falsches ueber mich darin berichtet wird. Die darin enthaltenen Daten finden Sie entweder auf meiner Webseite bzw. in “Who’s Who in America”.

    MfG

  51. #51 Georg Hoffmann
    November 16, 2009

    @Kramm
    “Zweitens, wenn Sie der Meinung sind, dass in dieser Arbeit was falsch ist, dann zeigen Sie es doch auf. ”
    Aeh. Schluck.
    G@T unterteilt sich frei nach Woody Allen in zwei Teile: Der Teil der falsch ist und der Teil, der nichtmals falsch ist.

    Zum Rest, ich wuerde mich wirklich gerne mit Ihnen streiten, aber Sie schreiben so krudes Zeug, ich weiss nichtmals, wo anfangen. Also lass ich’s lieber. Aber schoener Wikipedia EIntrag echt. Kann man gar nicht genug erwaehnen:
    http://en.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Kramm
    Bei “Gerhard Kramm wikipedia” taucht in google dieser Blog schon an zweiter Stelle auf.

  52. #52 Gerhard Kramm
    November 16, 2009

    @Georg Hoffmann,

    Ihr Problem ist, dass alles nicht sein kann, was nicht sein darf. Dass die “climate feedback equation” physikalisch inadaequat ist, laesst sich zeigen. Bevor Sie antworten, sollten Sie sich mit der Arbeit von Schneider und Mass beschaeftigen, die 1975 in Science erschien. Wie von Manabe und Stouffer (2007) zitiert, hat die “climate feedback equation sehr viel mit dieser Arbeit von Schneider und Mass zu tun.

    Zu Ihrer Information: Schneider und Mass haben ebenfalls die die Solarkonstante an Hand der Zahl der Sonnenflecken berechnet, wozu eine empirische Formel diente, die von Kondratyev und Mitarbeiter hergeleitet wurde. Darin tritt uebrigens ein Schwellwert auf, d.h., ab einer bestimmten Zahl der Sonnenflecken nimmt die Solarkonstante nicht mehr zu.

    Es ist uebrigens genuesslich zu lesen, was Rasool und Schneider (1971) in einem Science-Artikel schrieben:

    “It is found that even an increase by a factor of 8 in the amount of CO2, which is highly unlikely in the next several thousand years, will produce an increase in the surface temperature of less than 2 K.”

    Damals war Schneider noch auf seinem “global cooling”-Trip.

    Hoeren Sie endlich auf, sich mit Hilfe Ihres ScienceBlog als “superior arbiter” in Sachen Klimaforschung aufzuspielen. Sie sind, wenn ueberhaupt, nur “support scientist”.

  53. #54 just me
    November 16, 2009

    @Gerhard Kramm
    ich find’s auch blöd, wenn man Energie verschwendet. Aber sie als Physiker wissen doch, dass das gar nicht geht 😉 (hihi, wollte mal “Skeptiker” spielen, sorry, just kidding) Da haben sie aber recht. Ich bin da aber ganz gut.

    zu ihrer Verschwörungstheorie: Freie Beilagen: http://wkserv.met.fu-berlin.de/Beilagen/Beilagen.htm Da finden sie: http://wkserv.met.fu-berlin.de/Beilagen/2007/dersolareEinfluss.pdf

    Finden sie ihrer Verschwörungstheorie nicht ein wenig dumm?

  54. #55 Georg Hoffmann
    November 16, 2009

    @Kramm

    Diese Webseite ist sicherlich fuer einige Leser interessant:

    Ich hatte darauf oben im Beutrag ebenfalls verlinkt. “Einen Maulkorb verpassen” heisst, jemanden zum Schweigen bringen. Alles was die FU wollte, ist aber, dass Prof.Malberg nicht mehr den EIndruck erweckt, er verfasse irgendetwas im Namen/unterstuetzt von/unter Mithilfe von der FU. Mehr als legitim, denke ich mal.

  55. #56 Gerhard Kramm
    November 16, 2009

    @Georg Hoffmann, 16.11.09, 22:35 Uhr

    wenn die Herren Cubasch und Ulbrich nichts besseres zu tun haben, als dem ehemaligen Direktor des Instituts, Horst Malberg, so zu begegnen, dann kann ich nur noch darueber den Kopf schuetteln. Von Ulbrich habe ich nichts anderes erwartet, aber Cubasch haette doch etwas mehr Groesse zeigen sollen.

  56. #57 Georg Hoffmann
    November 16, 2009

    @Kramm
    Ich weiss gar nicht, was es da zu diskutieren gibt. Wenn ich jetzt anfinge Paper zu veroeffentlichen und drunterschriebe: “Danke fuer die Unterstuetzung und Hilfe meines alten Kumpel Kramm”, dann waeren Sie ja auch nicht begeistert. Was Herr Malberg schreibt ist seine Privatmeinung und das sollte auch so deutlich gekennzeichnet sein.

  57. #58 Gerhard Kramm
    November 16, 2009

    @just me,

    streng genommen, ist das richtig. Vielleicht sollte ich besser von sinnloser Transformation von Exergie in Anergie sprechen.

    MfG

  58. #59 Gerhard Kramm
    November 16, 2009

    @Georg Hoffmann,

    dazu wird es sicherlich nie kommen. Sie als Kumpel zu haben, ist fuer mich unvorstellbar.

    Mittlerweile habe ich herausgefunden, dass Sie sich mit

    “Stabile Wasserisotope im allgemeinen Zirkulationsmodell ECHAM”

    im Fachbereich Geowissenschaften der Universitaet Hamburg promoviert haben. Was Ihren Betreuer angeht, kann ich nur raten: Martin Heimann?

    MfG

  59. #60 Gerhard Kramm
    November 17, 2009

    @just me,

    bitte sagen Sie mir, wo ich von Verschwoerungstheorie gesprochen habe. Wenn Sie meinen Hinweis auf die Webseite meinen, dann haben Sie mich falsch verstanden.

    Vor einigen Tagen habe ich im hiesigen Atmospheric Science Informal Seminar einen Vortrag, “On the Meaning of Feedback Parameter, Transient Climate Response, and
    the Greenhouse Effect”, gehalten. Dabei wurde ich von Beginn an von einem der Zuhoerer (ebenfalls bei UAF beschaeftigt, aber fachfremd) mit staendigen Fragen gestoert, obwohl ich zunaechst nur darueber berichtete, was z.B. in den Arbeiten von Manabe und Stouffer (2007), Schwartz (2007), Hansen et al. (1984), Schneider und Mass (1975), Budyko (1969) sowie Manabe und Wetherald (1967) zu finden ist. Das Ziel dieses Zuhoerers war es, den Eindruck zu erwecken, ich wuerde diese Arbeiten falsch zitieren. Als ich ihn aufforderte, Ross und Reiter zu nennen, schwieg er. Als er dann nach einer weiteren Wortmeldung vom Leiter des Seminars darauf hingewiesen wurde, er moege mit seinen Fragen bis zum Ende meines Vortrags warten, stoerte er sich gar nicht daran. Der Seminarleiter unterbrach ihn sofort und wiederholte seine Bitte zu warten. Daraufhin verliess dieser Zuhoerer demonstrativ den Seminarraum. Es war bereits sein zweiter Versuch, denn bei meinem Vortrag im Physics Journal Club des hiesigen Departments of Physics, den ich im vergangenen Februar zu dieser Thematik hielt, versuchte er es auf diese Weise, wurde aber sofort gestoppt, ebenfalls mit dem Hinweis, mit Fragen bis zum Ende des Vortrags zu warten.

    Normalerweise habe ich auch nichts dagegen, wenn kurze Zwischenfragen gestellt werden, die der Klarstellung dienen, insbesondere, wenn “graduate students” an Seminaren teilnehmen. Aber so etwas, was hier am 4. November geschah, hatte ich zuvor noch nie bei einem Vortrag erlebt. Das zeigt, wie duennhaeutig die Verfechter der CO2-Temperatur-Hypothese geworden sind.

    Das ist keine Verschwoerungstheorie, das ist die Realitaet.

    MfG

  60. #61 Georg Hoffmann
    November 17, 2009

    @Kramm
    Das ist natuerlich schlimm mit diesen Fragen, aber haben Sie nicht irgendjemanden, dem Sie ihr Leid in einer etwas privateren Atmosphaere klagen koennen. Hier gehts um Klimaphysik im Allgemeinen und ,wenn’s moeglich ist, um die Rechnungen vom Herrn Malberg. Oder ist das wieder duennhautig pingelig, wenn ich es ganz nett faende, mal was zum Thema zu posten?

  61. #62 Gerhard Kramm
    November 17, 2009

    @Georg Hoffmann,

    seit wann interessieren Sie sich fuer Physik des Klimas? Das Thema Ihrer Dissertation habe ich ja schon genannt. Aus dem gleichen Jahr, in dem Sie sich promoviert haben, stammt eine Arbeit von Cubasch et al. (1995). Der Abstract liest sich folgendermassen:

    “Three 30 year long simulations have been performed with a T42 atmosphere model, in which the sea-surface temperature (SST) and sea-ice distribution have been taken from a transient climate change experiment with a T21 global coupled ocean-atmosphere model. In this so-called time-slice experiment, the SST values (and the greenhouse gas concentration) were taken at present time CO2 level, at the time of CO2 doubling and tripling.
    The annual cycle of temperature and precipitation has been studied over the IPCC regions and has been compared with observations. Additionally the combination of temperature and precipitation change has been analysed. Further parameters investigated include the difference between daily minimum and maximum temperature, the rainfall intensity and the length of droughts.
    While the regional simulation of the annual cycle of the near surface temperature is quite realistic with deviations rarely exceeding 3 K, the precipitation is reproduced to a much smaller degree of accuracy.
    The changes in temperature at the time of CO2 doubling amount to only 30-40 % of those at the 3 * CO2 level and show hardly any seasonal variation, contrary to the 3 * CO2 experiment. The comparatively small response to the CO2 doubling can be attributed to the cold-start of the simulation, from which the SST has been extracted. The strong change in the seasonality cannot be explained by internal fluctuations and cold start alone, but has to be caused by feedback mechanisms. Due to the delay in warming caused by the transient experiment, from which the SST has been derived, the 3 * CO2 experiment can be compared to the CO2 doubling studies performed with mixed-layer models.
    The precipitation change does not display a clear signal. However, an increase of the rain intensity and of longer dry periods is simulated in many regions of the globe.
    The changes in these parameters as well as the combination of temperature- and precipitation change and the changes in the daily temperature fange give valuable hints, in which regions observational studies should be intensified and under which aspects the observational data should be evaluated.”

    Wie relevant war denn Ihre Arbeit vor dem Hintergrund des von Cubasch et al. geschilderten Sachverhalts?

    Was die Arbeit von Horst Malberg angeht, so haben Sie offenbar meinen Hinweis auf die Arbeit von Schneider und Mass (1975) verschlafen.

    Es ging nicht um Fragen zu beantworten, es ging darum, meinen Vortrag zu stoeren. Ich habe keine Probleme mit Fragen, auch nicht waehrend eines Vortrags. Das koennen Ihnen viele Leute bestaetigen.

    Natuerlich kann ich mir vorstellen, dass Sie Angst um Ihren Job haben; denn wenn die Seifenblase der CO2-Temperatur-Hypothese platzt, dann wird sich wohl niemand mehr fuer Ihre Ergebnisse interessieren. Also schlagen Sie wie wild drauf los, wenn jemand zeigt, wie schwach die Beweislage ist. Ihre Reaktion auf den Artikel von Gerlich und Tscheuschner (2009) spricht Baende.

    MfG

  62. #63 Georg Hoffmann
    November 17, 2009

    @Kramm

    Aus dem gleichen Jahr, in dem Sie sich promoviert haben, stammt eine Arbeit von Cubasch et al. (1995). Der Abstract liest sich folgendermassen:

    Im gleichen Jahr wurde Borussia Dortmund nach 32 Jahren auch wieder Deutscher Meister. Aber auch da bin ich nicht beteiligt (echt nicht). Ich sag’s gleich vorneweg, ich war auch damals nicht an anderen Paper nicht beteiligt, auf denen nicht mein Name steht.

    “Was die Arbeit von Horst Malberg angeht, so haben Sie offenbar meinen Hinweis auf die Arbeit von Schneider und Mass (1975) verschlafen.”
    Nicht unbedingt. Aber das faellt halt unter das krude Zeug, was ich nicht verstehe. Ich kenn das Paper nicht und alles, was nicht online ist, wuerde ich mir nur dann besorgen, wenn ich ein grosses Interesse daran habe.
    Aber egal was in diesem Meilenstein der Kimaforschung auch drinstehen mag, Herr Malberg diskutiert weder die Klimasensitivitaet noch zitiert er Schneider und Mass noch spreche ich in meinem Beitrag hier ein einziges Mal davon und ehrlichgesagt wuerde es mich schon sehr wundern, wenn man Malbergs Beitrag nur dann angemessen verstehen koennte, wenn man ein Paper von 1975 zur Klimasensitivitaet gelesen hat.

    Aber wahrscheinlich wollten Sie halt das nur auch mal einwerfen, genau wie das Paper von irgendjemand anderen der zufaelligerweise etwas im gleichen Jahr wie ich veroeffentlicht hat oder ihre Erfahrungen mit einem unangenehmen Fragesteller. Alles ist irgendwie ein grosses Ganzes. Ommmm.

  63. #64 Gerhard Kramm
    November 17, 2009

    @Georg Hoffmann,

    Sie schreiben:

    “Ich kenn das Paper nicht und alles, was nicht online ist, wuerde ich mir nur dann besorgen, wenn ich ein grosses Interesse daran habe.”

    Damit zeigen Sie das Problem der heutigen “Klimaforscher” auf. Leute wie Sie sind mit der einschlaegigen Fachliteratur kaum vertraut. Sie kennen allenfalls das, was online verfuegbar ist (Schneider und Mass ist online verfuegbar), und wenn ihnen gezeigt wird, wie unterbelichtet sie in der Klimaforschung sind, dann keilen sie aus. Das einzige, was die heutigen “Klimaforscher” auszeichnet, ist forsches Auftreten.

    Ob der BVB in 1995 Deutscher Meister wurde oder nicht, ist voellig nebensaechlich, wobei ich nichts gegen Fussball gesagt haben moechte. Mit dem Hinweis auf die Arbeit von Cubasch et al. aus dem Jahr, wollte ich nur aufzeigen, wie wenig relevant Simulationen der Zirkulation zu dem Zeitpunkt waren. Das Kyoto-Protokoll wurde allerdings trotz dieser offenkundigen Unzulaenglichkeiten zwei Jahre spaeter beschlossen.

    MfG

  64. #65 just me
    November 17, 2009

    @Gerhard Kramm

    mal ehrlich: stellen sie sich mal ein Papier vor, indem von einem alten Film geschwafelt wird, in dem behauptet wird, praktisch alle Forscher des genannten Gebiet sind Betrüger. Und das Papier nimmt diesen Film als Beweis(Anlass) um auch zu sagen, die gesamte Forschungsrichtung ist Betrug. Würden sie so ein Papier als Reviewer unverändert durchlassen oder würden sie zumindestens sagen, lasst den Scheiß, konzentriert euch auf die Inhalte? Und was würden sie zu einem Reviewer sagen, der nicht mal das sagt? Wie gesagt: mal ehrlich.

  65. #66 Gerhard Kramm
    November 18, 2009

    @just me,

    so, wie Sie sich Wissenschaft vorstellen, funktioniert das nicht. Die Klimaforschung ist durch eine Vielzahl von “Erkenntnissen” nachhaltig beschaedigt worden. Dazu zaehlen u.a.:

    (1) Die Revelle-Suess-Gleichung aus dem Jahre 1957 (“the opening shot in the global warming debate”).

    (2) Die planetarische Strahlungsbilanzgleichung, die in einem Moellerschen Artikel von 1964 zu finden ist (ob sie da zum ersten Mal erwaehnt wird, ist mir z.Z. nicht bekannt, aber Moeller zitiert keine andere Quelle).

    (3) Die “climate feedback equation”, die auf einer Arbeit von Schneider und Mass (1975) beruht. Diese Gleichung dient auch dazu, das sog. “global net anthropogenic radiative forcing” in eine Erhoehung der globalen Oberflaechentemperatur auszudruecken.

    (4) Das sog. “Global Warming Potential” (GWP), eine Groesse, die man bereits in ganz fruehen IPCC-Reports findet. Es existiert kein physikalisches Gesetz, in dem ein GWP auftritt. Das ist eine Unsinnsgroesse, die nur dazu dient, Politik zu machen.

    (5) Die alternative Massenbilanzgleichung fuer Spurengase wie CO_2.

    All diese Gleichungen sind etweder inadaequat (z.B. Revelle-Suess-Gleichung) oder wie der Rest der Gleichungen physikalisch unhaltbar, was mittlerweile nachgewiesen ist.

    Solche Gleichungen sind in der Wissenschaft fehl am Platz. Wenn dieses erkannt ist, dann sind sie zu verwerfen, was bedeutet, dass die Klimaforschung sich neu formieren muss. Diese Gleichungen koennen vor allem nicht dazu verwendet werden, die CO_2-Temperatur-Hypothese zu stuetzen.

    Nun kommem noch die sog. “climate projections” ins Spiel. Ueber die Genauigkeit, mit der die unteren Randbedingungen in atmosphaerischen Modellen berechnet werden koennen, haben Herr Dr. habil Dlugi und ich bereits etwas zu Papier gebracht. Wir zitieren darin auch die US National Science Foundation wie folgt:

    “It is not surprising to us that the National Science Foundation (NSF) recently announced solicitation 09-568, Climate Process and Modeling Teams (CPT), where the key aim of the CPT concept is to speed development of global coupled climate models and reduce uncertainties in climate models by bringing together theoreticians, field observationalists, process modelers and the large modeling centers to concentrate on the scientific problems facing climate models today.”

    Dieser NSF-Aufruf sagt genug ueber den gegenwaertigen Stand der Klimamodellierung aus.

    Diejenigen, die wie Schellnhuber behaupten, man muesse die atmosphaerische Konzentration der sog. “greenhouse gases” auf 450 ppmV begrenzen, weil sonst eine Erhoehung der global gemittelten bodennahen Lufttemperatur von mehr als zwei Kelvin zu erwarten sei, wissen entweder nicht wovon sie reden oder sagen einfach die Unwahrheit ueber die Genauigkeit von Klimaprojektionen.

    Am 26. Januar 2009 veroeffentlichte AP Science Writer Randolph Schmid einen Artikel mit dem Titel “Report: Some climate damage already irreversible”. Darin schreibt er u.a.

    “People have imagined that if we stopped emitting carbon dioxide the climate would go back to normal in 100 years, 200 years; that’s not true,” climate researcher Susan Solomon said in a teleconference.

    Dieser Sachverhalt wird auch von einem IPCC-Report widergespiegelt, indem Emissionszenarien diskutiert werden. Selbst wenn die anthropogene CO_2-Emission bis Ende des 21. Jahrhunderts auf die Werte von vor 1990 rediziert wird, so wird die atmospherische Konzentration sich einem sog. Gleichgewichtswert von etwa 550 ppmV naehern.

    Die atmosphaerische CO_2-Konzentration nimmt nur dann ab, wenn die totale (natuerlich plus anthropogen) Emission niedriger ist als die totale von Vegetation und Ozeanen bewirkte Aufnahme von CO_2. Sollten die Ergebnisse der Eisprobenanalysen aus der Antarktis korrekt sein (woran erhebliche Zweifel bestehen), dann hat die Co_2-Konzentration seit Beginn des 18. Jahrhunderts zugenommen, was bedeutet, dass die totale Emission von CO_2 immer hoeher war als dessen totale Aufnahme. Wenn das so ist, wie weit soll denn die anthropogene Emission reduziert werden, um ein Ueberschreiten von 450 ppmV zu verhindern? Wer das moechte, der hat was anderes vor, was vielleicht am besten mit THE GREAT TRANSFORMATION beschrieben wird (siehe http://www.greattransformation.eu/ ). Dort heisst es:

    “The impact of global climate change is not limited to specific areas of our lives. With its social, cultural, economic and psychological implications, climate change represents a shift towards a new era, which concerns all levels of the global community: markets and mindsets, global cooperations and democracy.”

    Ich frage mich manchmal, ob man mit diesen Veranstaltungen eine oekologisch motivierte Diktatur weltweit vorbereiten will, die von einer selbsternannten “naturwissenschaftlichen” Elite getragen wird. Man koennte das wohl nur noch Oekofaschismus nennen. Wie wuerde man gegen die Gegner dieses Unsinns vorgehen?

    Mein Hinweis auf “THE GREAT TRANSFORMATION”, von Schellnhuber und seinem PIK mitgetragen, hat nichts mit einer von mir propagierten Verschwoerungstheorie zu tun. “THE GREAT TRANSFORMATION” ist die Realitaet. Einer der Redner bei dieser Veranstaltung war Sigmar Gabriel, damals Bundesumweltminister.

    MfG

  66. #67 just me
    November 19, 2009

    @Kramm

    hab mal in die Aussschreibung des NSF geguckt. Haben sie sich beworben? Wenn nein, warum nicht? diese Ausschreibung zeigt vorallem, dass “Klimamodelle”, ich denke mal, damit meint man die GCM mit allen Drum und Dran, eine gute Grundlage für weitere Forschungen bilden, aber bestimmte Prozesse besser repräsentiert werden müssen. Ich finde, das ist kein schlechter Stand, sondern ein toller Stand. Diese Modelle sind ein tolles Hilfsmittel. Sie interpretieren das anders, warum auch immer.

    Sie zweifeln Eisbohrkernanalysen an. Klassiker. Warum? Beziehen sie sich auf Beck oder Jaworowski oder auf wissenschaftliche Erkenntnisse? Vielleicht sollten sie mal Georg fragen, der hat im Gegensatz zu ihnen Ahnung von diesem Thema.

    Planetarische Strahlungsbilanz. Hm, ich als Laie kenne da nur die zusammenfassenden Arbeiten von Trenberth et al (die berühmten Bilder), meinen sie das? Aber ist doch die Zusammenfassung von etlichen Forschungsarbeiten: Messungen, Modellergebnisse usw. Wenn sie nur die oberste Schicht angreifen, hat das nicht viel Sinn IMHO. Das gilt auch für die Gleichung für den Einfluss des CO2 auf die Temperatur und Feedback. In meinem Verständnis sind diese Gleichungen Zusammenfassungen/Annährungen. Wenn sie die genauen Werte haben wollen müssen sie die Strahlungstransfergleichungen für jede Wellenlänge ausrechnen. Aber ich bin mir unsicher in diesem Punkt

    Revelle/Suess/Solomon
    sie argumentieren also, CO2 bleibt länger in der Atmosphäre als gedacht. Interessant für einen “Skeptiker”. Um so eher müssen wir versuchen, die Emissionen zurückzufahren… aber, aber, das ist leicht gesagt. Da gebe ich ihnen Recht, das ist eine heftige technologische, gesellschaftliche und politische Aufgabe. Ich habe da nicht viel Hoffnung, im Moment. Also muss auch viel Geld für “Adaption” ausgegeben werden.

    Rest:
    so, nun wie stelle ich mir Wissenschaft vor: man stellt Fragen, wenn man was nicht versteht, man diskutiert, hitzig aber konstruktiv, man schreibt nichts über Betrug, Ökofaschismus, persönliche Angriffe auf einzelne Personen und anderen dreckigen Unterstellungen bspw. Vielleicht bin ich ja naiv.

  67. #68 Gerhard Kramm
    November 19, 2009

    @just me,

    lesen Sie bitte die Arbeiten von Neftel et al. (1982, 1985) und Friedli et al. (1986). Sie spielen im Kap. 2 des 4. Berichts der WGI zum IPCC-Report 2007 eine wesentliche Rolle. Diese Arbeiten erfuellen nicht die Anforderungen, die man an wissenschaftliche Publikationen stellen muss. Als Reviewer haette ich diese Arbeiten sicherlich nicht zur Publikation empfohlen. Aber Nature und Science haben ihre eigenen Reviewsysteme. Was die wert sind, weiss man ja sicherlich seit dem Skandal um Hendrik Schoen. Von dem Mannschen Hockeystick will ich gar nicht reden.

    Nein, warum soll ich bei der Klimamodellierung mitmachen, wenn ich selbst Belege dafuer erbracht habe, die zeigen, dass die geophysikalischen Prozessen anhaftende Ungenauigkeit es nicht zulaesst, Klimaprokjektionen mit akzeptabler Genauigkeit zu erzielen.

    Hier ein Beispiel: An Hand der Messungen von Feldexperimenten wurden Energiebilanzen aufgestellt, wobei Imbalanzen auftraten, die zwischen 30 W/m^2 und 200 W/m^2 rangierten. Diese Werte sind um bis zu 2 Groessenordnungen hoeher als das mittlere anthropogene radiative Forcing.

    Die sog. “climate feedback equation” ist genauso unsinnig wie die planetarische Strahlungsbilanz, wovon Schneider und Mass (1975) zudem ausgingen. Wunschdenken hat nichts mit Physik zu tun.

    Sie schreiben:

    “Revelle/Suess/Solomon
    sie argumentieren also, CO2 bleibt länger in der Atmosphäre als gedacht. Interessant für einen “Skeptiker”. Um so eher müssen wir versuchen, die Emissionen zurückzufahren… aber, aber, das ist leicht gesagt. Da gebe ich ihnen Recht, das ist eine heftige technologische, gesellschaftliche und politische Aufgabe. Ich habe da nicht viel Hoffnung, im Moment. Also muss auch viel Geld für “Adaption” ausgegeben werden.”

    Ob CO_2 kuerzer oder laenger in der Atmosphaere bleibt, ist vor dem Hintergrund, dass es keinen wissenschaftlichen Beleg fuer die CO_2-Temperatur-Hypothese gibt, belanglos. Was ich mit dem Hinweis auf die Revelle-Suess-Gleichung belegen wollte, ist, dass seit etwa 50 Jahren die gesamte Klimaforschung durch inadaequate Gleichungen belastet ist.

    MfG

  68. #69 adenosine
    November 20, 2009

    @Kramm
    wie schätzen Sie denn persönlich die Klimasensitivität des CO2 ein? Halten Sie die Hypothese des IPCC von ca. 2…5k für widerlegt? nur für unklar/unsicher? oder sehen Sie Belege für einen anderen Wert?

  69. #70 Hermann
    April 26, 2010

    @Hoffmann: Weshalb meint man CO2 könnte einen Einfluss auf die Erdtemperatur haben? ( Treibhauseffekt ) CO2 ist mit 44g/mol viel zu schwer um sich in oberen Atmosphäreschichten anzureichern.

    Hermann

  70. #71 Georg Hoffmann
    April 27, 2010

    @hermann
    Durch die Brownsche Molekularbewegung gibt es eine perfekte Vermischung aller inerten Gase bis praktisch zur Mesosphaere. Hier ein paar Messungen
    http://primaklima.blogg.de/eintrag.php?id=14

  71. #72 Ebel
    April 27, 2010

    @Georg Hoffmann· 27.04.10 · 01:37 Uhr
    Die Diffusion (Brownsche Molekularbewegung) erklärt die Verteilung des CO2 nur teilweise. Durch das hohe Molgewicht (44) gegenüber der duchschnittlichen Luft (29) würde zwar das CO2 auch überall vorhanden sein, aber das Mischungsverhältnis würde nach oben abnehmen. Die Skalenhöhen sind eben unterschiedlich. Aber wir haben in der Troposphäre eine starke Vertikalzirkulation, die dafür sorgt, daß sich keine Diffusionsschichtung ausbilden kann.

    @Hermann· 26.04.10 · 22:49 Uhr
    Der Einfluß des CO2 auf die Temperatur der Erdoberfläche läßt sich am Leichtesten mit dem Spektralverlauf der Erdabstrahlung (messen Satelliten) und beim paar Physikkenntnissen erkennen.

    MfG

  72. #73 Irothetuito
    Liberia
    November 5, 2012

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  73. #74 Bibliograph
    Berlin
    Juni 21, 2013

    Eine Liste der Publikationen Malbergs findet man natürlich in der Universitätsbibliographie der Freien Universität Berlin: http://www.ub.fu-berlin.de/unibibliographie

  74. #75 moncler outlet
    http://outletmoncler.rosenmarkovski.com/
    Dezember 22, 2013

    And I reached between the bars and scratched him between the ears. He rattled his quills and grunted with happiness. Porcuswine can’t reach this spot and just love to be scratched.

  75. #76 Martin Müller
    Januar 26, 2014

    Und was sagen Sie heute, nachdem wir Daten haben die belegen, daß in den letzten Jahren überhaupt keine globale Erwärmung mehr stattgefunden hat?
    Hat Malberg etwa doch Recht?

  76. #77 Günther Vennecke
    Januar 27, 2014

    @Martin Müller,

    “nachdem wir Daten haben die belegen, daß in den letzten Jahren überhaupt keine globale Erwärmung mehr stattgefunden hat?”

    Dürfte interessant sein zu erfahren, was das denn für Daten sein sollen?

    Die von den weltweit führenden Klima-Forschungsinstituten sind es jedenfalls nicht:

    http://www.scilogs.de/klimalounge/globale-temperatur-2013/

    Aber mit ein bisschen Fantasie biegt sich ein Klima-“Skeptiker” immer noch jede Wirklichkeit zurecht, gelle?