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Wie hier schon angekündigt, eine andere, etwas angestaubte Empfehlung aus meinem Regal (mittlerweile nur noch als TB erhältlich). Auch wenn dieses Buch alt ist, stellt es zum einen vielleicht den Anfang der ganzen Biotech-Thriller dar und zeigte andererseits damals schon Gefahren auf, die heute (teilweise) Wirklichkeit geworden sind.

Preston hat, so seine eigenen Anmerkungen, extrem viel Recherche-Material von Hot Zone auf dem Tisch liegen gehabt, dass zu schade zum Ignorieren war. (Man könnte auch sagen, er hat einfach die reinen Fakten als Abstract in Hot Zone schon vorweg verwurstet).
Aber schon fast zu viele, weil zu langatmige Fakten tauchen in Cobra immer noch auf. Viele Passagen berichten von den alten Biowaffenproduktionen der alten Sowjets, den Laboren im Irak (vor dem ersten Irakkrieg) & Co., hat eigentlich wenig mit der Story zu tun und klingen zu sehr nach Doku-Kanal, wenn auch beängstigend.

Diesmal ist es ein klassischer (?) Biotech-SciFi-Thriller: Ein Böser “baut” sich seinen eigenen Virus zusammen und terrorisiert damit Amerika.


kleiner Spoiler:

Das Gute, was mich an diesem Buch echt begeistert hat, waren die fundierten Kenntnisse. Zum Glück lassen sich Viren (noch) nicht so einfach zusammenbauen wie Lego, aber das prinzipielle Vorgehen war durchaus bis zu einem gewissen Punkt realistisch.

Anmerkung: Jahre später haben Forscher in Australien einen Pockenvirus aus einzelnen, im Internet bestellten DNA Sequenzen zusammengebaut. Als ich diese Meldung damals las, kam mir das Buch hier wieder schlagartig ins Bewußtsein

Auch die potenziellen Gefahren, mögliche Anschlagsorte etc., die in der Story auftauchen, machten Jahre später leider reale Schlagzeilen.
Bis auf kleinere Ausnahmen wird in Cobra alles wissenschaftlich korrekt dargestellt. Vielleicht gerade deswegen schmeckt der Thriller nicht so sehr nach SciFi wie manch andere.
Leider flacht das Ende dann in das obligatorische “Amerikas Helden schaffen alles und sofort” – Ritual ab.

Dennoch: Absolut empfehlenswert!

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