Ein wissenschaftlich-rationaler Blick auf die Welt hat viele Vorteile: Man darf seine Entscheidungen im Leben alleine treffen, ohne vorher den persönlichen Guru um Rat zu fragen, man muss nicht in Angst vor schädlichen Wasseradern leben und man darf essen, was einem schmeckt, ohne die Nahrung auf kosmische Schwingungsenergien abzustimmen. Einen wesentlichen Vorteil skeptischen Denkens übersieht man allerdings leicht: Rationalismus spart Geld – sogar ziemlich viel.

Wirksam oder bloß teuer?

Besonders deutlich wird das im Gesundheitsbereich: Ein einigermaßen naturwissenschaftlich gefestigtes Weltbild ist eine Menge Geld wert, wenn man zwischen sinnvollen Therapievorschlägen und überteuerten Eso-Heilversprechen unterscheiden muss. Wer sich vom persönlichen Wunderheiler mal ein paar Monate lang die Aura massieren lässt, bevor er bemerkt, dass an der vom Arzt empfohlenen Operation doch kein Weg vorbeiführt, der hat schnell mal tausende Euro verspielt. Wer im Wellness-Hotel die ganz gewöhnliche Massage bucht und auf die Quanten-Duft-Klangschalen-Therapie verzichtet, hat mehr davon und zahlt weniger.skeptisch001

Aber den rational-sinnvollen Grundsatz „zahle nicht für Dinge, die dir nichts bringen“ kann man auch auf ganz alltägliche Einkäufe anwenden. Würde ich im Blindtest wirklich den Unterschied zwischen dem billigeren und dem teureren Wein schmecken? Und wenn ja: ist dieser Unterschied im Geschmackserlebnis wirklich so groß, dass ich dafür sieben Euro Differenz zu zahlen bereit bin (die ich sonst höchst gewinnbringend in Schokolade investieren könnte)? Klingt die tolle Stereoanlage mit den Goldsteckern wirklich besser als die billigere – oder bilde ich mir den Unterschied in Wirklichkeit nur ein? Ist das teurere Handy tatsächlich nötig, oder bietet es bloß Zusatzfunktionen, die ich gar nicht verwenden werde?

Die Selbstbetrugs-Falle

Klar: Niemand wird sich die Mühe machen, ganze Supermarkt-Sortimente im Blindtest zu untersuchen um dann wissenschaftlich exakt einkaufen zu können. Aber wenn man ehrlich zu sich selbst ist, kann man schon ganz gut erkennen, in welchen Punkten das eigene Verhalten irrational wird.

Ich selbst tendiere dazu, für Nahrungsmittel viel Geld auszugeben. Aber würde ich beim Lasagne-Blindverkosten erkennen, ob die teurere Parmesansorte und die tollen frischen Bio-Tomaten verwendet wurden? Bei anderen Ausgaben tappe ich noch leichter in die Selbstbetrugs-Falle: Ich lese das Preisschild auf einem Klavier, und je teurer es ist umso überzeugter bin ich vom Klang der Bässe. Ich suche nach einer neuen Kaffeemaschine – sollte ich nicht doch die mit der tollen Aroma-Porentechnologie nehmen, auch wenn ich keine Ahnung habe, was das eigentlich bedeutet? Und von Kopfhörern habe ich überhaupt keine Ahnung – also greife ich sicherheitshalber nach einem etwas teureren Modell, man will ja Qualität kaufen. Dass ich aber nur den Preis als Indiz für die Qualität verwende, ohne über die Qualität in Wirklichkeit irgendetwas Verlässliches zu wissen, übersehe ich dabei leicht.skeptisch002

Dann lieber GWUP-Mitglied werden!

Das eigene Einkaufsverhalten mit skeptischem Blick zu verfolgen lehrt jedenfalls zwei Dinge. Erstens: Wir handeln oft weit nicht so rational, wie wir uns das selbst gern einreden. Zweitens: Wenn wir versuchen, das zu ändern, können wir eine Menge Geld sparen. Und dieses Geld kann man dann in andere tolle Dinge investieren: Etwa in schlaue Bücher oder in eine GWUP-Mitgliedschaft. Die kostet 90 Euro pro Jahr (für Studierende €40) – zwei Stunden kosmische Lichtmassage, sechs Liter belebtes Wasser oder ein paar Fläschchen Bachblütenessenz kosten mehr – sind aber gesellschaftlich bedeutend weniger nützlich.

 

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Kommentare (75)

  1. #1 BreitSide
    Februar 25, 2013

    xxx

  2. #2 Polygon
    Februar 25, 2013

    Wie es der Zufall will, wollte ich demnächst auch mal wieder eine Zeitschrift abonnieren. Danke für den Link!

  3. #3 znEp
    Februar 25, 2013

    Wobei Kopfhörer(bei mir jedenfalls) so ein Wegwerfprodukt sind, dass ich inzwischen schon ungefähr weiß, wann die Qualitäts/Preis-Grenze erreicht ist.

  4. #4 Nada
    Februar 25, 2013

    Und was soll das rational bringen, eine Mitgliedschaft in der GWUP? Was man sich kauft, ist das Etikett des Skeptikers, das man eher irrational trägt, oder nicht?

    MfG

  5. #5 Florian Aigner
    Februar 26, 2013

    @Nada: Naja, nicht ganz: Man unterstützt damit eine Organisation, die eine nicht unwesentliche gesellschaftliche Rolle spielt. Das kann die GWUP nur, wenn sie Mitgliedsbeiträge bekommt.

  6. #6 Jürgen Schönstein
    Februar 26, 2013

    …würde ich beim Lasagne-Blindverkosten erkennen, ob …

    Ich nehme an, ich bin nicht der Einzige, der den Satz gedanklich in eine andere Richtung weitergeritten hat … (‘tschuldigung, aber das lag mir auf der Zunge).

  7. #7 Ex-Esoteriker
    Februar 26, 2013

    Ja, leider kenne ich das als ehem. Esoteriker sehr gut, obwohl ich da “nur” pro Monat Geld für Karten und Bücher ausgegeben habe, aber niemals für irgendwelche Seminare.

    Auch zur Lehrzeit, hatte mich das DJing interessiert, im GLAUBE, dass nur ein besserer Turntable (Schallplattenspieler für DJs) oder allg. bessere Technik die gute Musik “macht”, dabei bin ich ja selber als Person der Entscheider, ob was gut gelingt oder nicht.

    Heute kein Interesse mehr da, aber die Technik steht immer noch da, hätte doch kleiner anfangen sollen, um herauszufinden, ob mir das liegt oder nicht.

    Bei der Fotografie bzw. beim Fahrrad aber bin ich sehr genügsam gewesen und wollte nur feststellen, ob mir diese Dinge liegen, also mir die “billigsten” Teile geholt und losgemacht (einfach losradeln – Kampf gegen Übergewicht 🙂 und dabi mit dem Rad in Ecken kommen, wo man schöne Stellen fürs fotografieren bekommt).

    Aber gerade da habe ich meine wahren Hobbys herausgefunden und später natürlich in bessere Technik investiert, aber nur, weil ich für mich selber auch rational gefragt habe: Was will ich damit machen? Was brauche ich WIRKLICH? usw.

  8. #8 Ex-Esoteriker
    Februar 26, 2013

    Noch ein Nachtrag:

    Zum Glück bin ich selber ein Skeptiker geworden.

    Gerade als Hobbiemechaniker (Fahrradtechnik) und als Fotograf ist man praktisch “gezwungen” als Skeptiker zu leben und zu Denken, sonst kann es wirklich teuer werden, also z.B. viel Geld beim Händler lassen, obwohl man selber Hand anlegen kann.

    Das geht schon los beim Fahrrad mit den Fragen: Wie kann ich ein Laufrad selber zentrieren? Was kostet eine neue Fahrradkette? Welche art von Kette benötige ich? usw.

    Also kurz: Welche Fahrradteile sind an meinem Bike kompatibel?

    Sobald nur ein “unpassendes” Teil da ist, hat man schnell mal mehrere Euro verpulvert, aber zum Glück kann man ja die Teile zurück bringen.

    Nur, wo ich mir unsicher bin (also zu wenig Erfahrungen und Informationen besitze, zum Beispiel Reparatur von hydr. Scheibenbremsen, Federgabelwartung usw.) gehe ich zum Händler und lasse es machen.

    Auch die Fotografie: Passt das neue Objektiv an meiner Kamera (Welche Größe und Welcher Anschluss?), sonst sind mal schnell mehrere Hunderte oder gar Tausende Euros verpulvert.

    Gerade in den “teuren” bzw. “technischen” Hobbies sind Informationen und evtl. Erfahrungen sehr wichtig, sonst geht es schief, da hilft kein Glauben. (Glaube, was die anderen Erzählen oder gehört haben, dass irgendein Fahrradteil passen könnte oder nicht z.B.)

  9. #9 Dr. Webbaer
    Februar 26, 2013

    Der Skeptizist frisst solange bei ALDI und LIDL bis es ihm nicht mehr schmeckt, korrekt!

  10. #10 Markus
    Februar 26, 2013

    Skeptiker bin ich nicht, Herr Aigner – ich glaube/traue einfach niemanden. Jeder reitet sein Steckenpferd, ob Homöopath, Skeptiker oder sonstwas.

    Hier ein Video (sehr kurz), das dies ganz gut zeigt;

  11. #11 Elisabeth Hewson
    Wien
    Februar 26, 2013

    Was dieses Video sehr gut zeigt ist, dass dieses Mädel sehr zu Recht eine Sechs in Chemie bekommen hat. Was sonst weiß ich nicht.
    Was mir sehr gut gefallen hat war: “Skeptiker bin ich nicht …” Das klingt sehr nach Monty Python. Brian ruft seinen Fans zu: “Ihr seid alle Individualisten!” Antwort aus der sonst schweigenden Menge: “Ich nicht!”

  12. #12 Basti
    Februar 26, 2013

    Bedenken sollte man, dass die Fertigmatschrelasagne den Preis x hat. Nur weil jemand für Biotomaten darin x+1 zu zahlen bereit ist, kriegst du deine Matsche für x-1. Der dumme mit den Goldsteckern und Markenstickereien macht es uns also möglich, günstiger weg zu kommen.

    Wäre da nur überall so und man würde duch Kirchengänger und Co. etwas sparen. Das Gegenteil ist ja leider der Fall, da bezahlt der Rest der Gesellschaft drauf für die Goldstecker einer Minderheit.

  13. #13 Agnes
    Februar 26, 2013

    Also was meinen Bio-Einkauf angeht, so bin ich mir sicher, dass die Freilandeier nicht gesünder oder schmackhafter sind als die aus dem Käfig. Ich bin mir auch sicher, dass die Tomaten aus Argentinien nicht schlechter oder ungesünder sind als die aus Österreich. Aber – und dafür kann man mich gerne auslachen, denn manchmal frage ich mich schon, ob es was hilft – mir ist wichtig, wie mit unseren natürlichen Ressourcen umgegangen wird. Und mir ist wichtig, dass Tier- und Pflanzenwelt, Wasser und Luft und Klima dieses Planeten sorgsam behandelt werden in Hinblick darauf, dass wir sie noch eine Zeit lang brauchen können und dass ich meinen Kindern mal eine Welt überlassen kann, die nicht ein riesiger Müllhaufen ist. Und ich bin eine “Gläubige” was die Marktmechanismen angeht. Ich bin der festen Überzeugung, dass meine tägliche Kaufentscheidung einen Unterschied für den Produzenten macht. Oder zumindest dass eine Menge Kaufentscheidungen den Unterschied machen für ihn, das Beispiel Shell immer im festen Blick. Und dafür geb ich dann gerne mal mehr Geld aus. Dafür spar ich mir die alljährliche Weihnachts-Reue-Spende.

  14. #14 Florian Aigner
    Februar 26, 2013

    @Agnes: Völlig richtig. Wichtiger Punkt – habe ich nur aus Platzgründen nicht erwähnt. Natürlich ist es NICHT irrational, mehr Geld auszugeben, weil ein Produkt umweltfreundlicher oder ressourcenschonender ist. Allerdings: Auch da braucht man einen skeptischen Blick. Ein teuer bezahltes Bio-Gütesiegel heißt nicht immer, dass es sich um ein umweltfreundliches Produkt handelt.

  15. #15 Dr. Webbaer
    Februar 26, 2013

    @Aigner

    Natürlich ist es NICHT irrational, mehr Geld auszugeben, weil ein Produkt umweltfreundlicher oder ressourcenschonender ist.

    Es kann an Irrationalität grenzen, wenn bspw. der Strom aus der Steckdose gemeint ist oder das Album eines Musikinterpreten oder die wissenschaftliche Theoretisierung eines guten oder schlechten Menschen.

    Insofern könnte der Skeptizist angehalten sein oder sich als angehalten betrachten dem Produkt selbst neben dem Leistungswert keinen Gesinnungswert zuzusprechen.
    Denn ansonsten könnte man, Sie ahnen es vielleicht, sich bei bestimmten Produkten kaum mehr vom Esoteriker absetzen.

    MFG
    Dr. W

  16. #16 Spoing
    Februar 26, 2013

    @Agnes. Daran ist ja auch nichts aus zu setzen. Das ist ja auch der Ursprüngliche Gedanke von Bio, fair Trade etc. Ich versuche auch immer bevorzugt Regional und Saisonal zu kaufen. Auch Eier aus Käfighaltung lege ich mir nicht zu, da der Einfluss, ähnlich bei den Wahlen, zwar minimal ist. Aber in der Masse trotzdem einen Wert entwickelt.

    Zu einem Selbstbetrug wird das ganze erst wenn man sich einredet glückliche Hühner würden gesündere Eier legen.
    Schwierig wird das ganze zum Beispiel beim Schweinefleisch, wo das Argument der besseren Qualität zwar schlüssig ist, aber schlicht weg falsch. Hier denken viele nämlich es würden bei der konventionellen Zucht Unmengen Medikamente eingesetzt werden, aber das stimmt einfach nicht (Das ist in Teilen bei der Hähnchenmast der Fall da es hier zu schnelleren Wachstum führt).
    Hier hilft kritisches Denken nicht weiter sondern nur konkrete Informationen.

  17. #17 Buck Rogers
    Februar 26, 2013

    @Markus
    echt tolles Video.
    “Hatten sie auch immer eine 6 in Chemie? vielleicht auch in Physik? Sind sie auch sonst nicht der Hellste? Vertrauen sie auf Homöopathie! Es gibt sogar eine Krankenkasse, die genauso blöd ist, wie sie und ihnen den Blödsinn bezahlt!“
    köstlich…

  18. #18 Florian Aigner
    Februar 26, 2013

    @Jürgen: Tja … kann mir jemand sagen, wo ich billige Pferdelasagne zu kaufen bekomme? Die rationale Verhaltensweise wäre schließlich, sie mal zu probieren und dann zu entscheiden, ob der Aufpreis für Rind sinnvoll ist.

  19. #19 doris
    Wien
    Februar 26, 2013

    Was Wein und Musik betrifft, habe ich herausgefunden, dass das Billige besser bzw. gut genug für mich ist. Mir schmeckt der günstige Rotwein-Cuvee vom Hofer bzw. der Schankwein im Lokal nun mal besser als das elaborierte Zeugsti, und ich bin relativ unmusikalisch, so dass sich teure Geräte für mich nicht rentieren. Andererseits, Badezusätze zum Diskontpreis verursachen mir oft Hautjucken, ich glaube zwar nicht an die Gefühlsversprechen, die z. B. Tetesept und Kneipp auf ihre Fläschchen schreiben, aber diese teureren Produkte fühlen sich angenehm an, riechen (für meine Nase) exzellent, also leist ich mir das. Das Argument Umweltschutz und weiterführend soziale Gerechtigkeit nehm ich ernst, aber wie tun? Seit ich gehört hab, dass teure Markenkleidung genauso in Sweatshops produziert wird wie Billigfetzchen, meine ich nicht mehr, dass ein teures Gwand Lohngerechtigkeit und akzeptable Arbeitsbedingungen bedeutet. Es wär schön, nur mehr Fairtrade-Kaffee und -Orangensaft kaufen zu können, aber das ist für mich eine Kostenfrage, und wenn ich für einen nicht sehr finanzkräftigen Verein die Vorräte auffüllen muss, ist es eben keine Frage mehr, da muss ich das günstigste Produkt, das durchschnittlich gut schmeckt, nehmen.

  20. #20 Abraham Qualifa
    Februar 26, 2013

    Klasse Artikel! Danke

  21. #21 Krista Federspiel
    Februar 26, 2013

    Sich vor Kaufentscheidungen zu informieren (z. B. Bei Konsument oder Stiftung Warentest oder Ökotest) und zu überlegen, “brauche ich das wirklich?” kann Zeit, Geld und Ärger sparen. Um ein paar Käufe nach Lust und High-Gefühl kommen wir ind er Konsumwelt ohnedies kaum herum…

  22. #22 Thomas
    Wien
    Februar 26, 2013

    don`t like

  23. #23 Agnes
    Februar 26, 2013

    @Florian: In Bezug auf Biosiegel bin ich mir dann auch nicht zu schade, mal nachzuschauen, welche Richtlinien sie eigentlich als eingehalten zertifizieren. Glücklicherweise sind wir in Österreich was Nachhaltigkeit in der Produktion von Lebensmitteln angeht noch eher auf einer Insel der Seeligen daheim, aber auch da kann man mit zunehmendem Einfluss von außen (EU, ohne generell EU-kritisch klingen zu wollen) nicht mehr so leicht vertrauen. Hirn einschalten ist also ohnehin angesagt.

  24. #24 Stefan
    Februar 26, 2013

    Derartiges Verhalten ist nicht unbedingt irrational, sondern eher rationale Entscheidung unter Unsicherheit.

  25. #25 Anwalts_Liebling
    Februar 26, 2013

    also ich gehöre zu den Leuten, die bei einem Handelsunternehmen arbeiten und daher kenne ich die Gepflogenheiten 🙂
    Siegel und Qualität… Phrasen… alles um den Kunden zu locken. Da werden die absurdesten Ideen geboren, um den Kunden in den Laden zu locken. Preis ist dabei ganz vorne. Billig geht immer… mach buntes Zeug drumrum – noch mehr… und – welcher Kunde kuckt schon auf den Inhalt? Da kannst du sogar Pferd draufdrucken – juckt doch keinen. Bei Spannen um die 1% bei Food reicht es aus, wenn du Zeug aus China verhökerst bei Spannen von 40 bis 70%… trotz Fracht usw… und im übrigen – viele grosse Konzerne lassen bei denselben Firmen produzieren…. daher kaufe ich nur nach Zettel, der vorher akribisch berechnet wird…

    • #26 BreitSide
      Februar 26, 2013

      Der Gott Merkur war nicht umsonst der Gott der Händler und Diebe.

      Dass der Handel uns laufend besch…, das ist doch nicht wirklich neu.

      Zum Glück werden wenigstens ab und zu Kontrollen durchgeführt, um die ganz schwarzen Schafe rauszufiltern.

      Aber ich kaufe allemal lieber bei einem Label, das fairen Handel anzeigt und bei dem es sicher auch einmal Ungereimtheiten gibt als bei den üblichen Abzockern und Leuteschindern, bei denen ich von vorneherein weiß, dass sie lügen, betrügen und ausbeuten.

  26. #27 Max
    Februar 26, 2013

    @Agnes: Ein Biosiegel ist letztendlich ein Marketinginstrument und ein Vehikel zur Marktsegmentierung nach psychografischen Kriterien und nach Lifestyle-Kriterien. Anders ausgedrückt: Wer rational ist oder aufs Geld schauen muss kauft die “normale” Milch für 60 ct den Liter, wer gerne auch zu den Gutmenschen oder angesagten In-People (Livestyle) gehören möchte der sich was besseres gönnen kann, der wird auch bedient, und bekommt die Bio-Bergbauern-Milch für 90ct. Im Labor wird man zwischen den beiden Milchsorten keine Unterschied feststellen, zumindest keinen, der den 50% höheren Preis rechtfertigt.

    Es ist einfach naiv, zu glauben, man könne mit seinem Verbraucherverhalten die Welt verbessern. Tatsächlich ist man nur einer raffinierten Marketing-Masche aufgesessen.

    Wenn ich schon den Begriff Bio höre! Ich gebe ja zu, dass der jede Menge “good vibrations” ausstrahlt. Aber wenn neben einer Bio-Tomate eine “normale” Tomate liegt, ist dann vielleicht letztere in einer Fabrik im Spritzgussverfahren hergestellt worden?

    • #28 BreitSide
      Februar 26, 2013

      Max, Dich treibt allein das schlechte Gewissen.

      Sonst würdest Du nicht mit Kampfbegriffen wie “Gutmensch” ankommen. Wobei ich das in diesem Zusammenhang als Kompliment betrachte.

      Du argumentierst ganz folgerichtig nach der vollegoistischen Sichtweise. Das belegen Deine Beispiele.

      Du kaufst kalt lächelnd die Milch, die noch billiger als Wasser angeboten wird, und kümmerst Dich einen Sch…, ob der Bauer davon leben kann.
      Oder woher die Futtermittel für die Kuh kommen.
      Oder wie die Kühe behandelt werden.
      Weil Du das ja nicht schmeckst. Angeblich.

      Es ist einfach naiv, zu glauben, man könne ja doch nichts tun.

      Warum haben denn Bio-Lebensmittel einen so großen Erfolg? Garantiert nicht wegen Leuten wie Dir, die sich als Trittbrettfahrer elegant raushalten. Das ist genau wie mit Denen, die von Gewerkschaften nichts halten, aber die Gehaltserhöhungen gerne mitnehmen.

      Es ist natürlich naiv, zu glauben, dass ich allein mit meinem Verhalten die Welt ändern kann. Aber wenn ich nichts tue, ich als reicher Deutscher, wer soll es denn dann tun?

      Nicht umsonst heißt die hier passende Sprichwort: Global denken, lokal handeln.

      Und vom Kantschen Imperativ hast Du sicher auch noch nichts gehört?

  27. #29 Mike
    Februar 27, 2013

    Ich bin leider skeptisch, ob es sich lohnt, orgnisierter Skeptiker zu werden.

    • #30 BreitSide
      Februar 27, 2013

      Ich hoffe ja mal, das hast Du rein aus Freude am Wortspiel so geschrieben.

  28. #31 Mike
    Februar 27, 2013

    Ich bin skeptisch, ob es sich lohnt, organisierter Skeptiker zu werden.

  29. #32 Markus
    Februar 27, 2013

    @Buck Rogers

    Sind Sie wirklich so dumm, dass Sie nicht verstehen was ich schrieb und warum ich das Video verlinkte?

  30. #34 Buck Rogers
    Februar 27, 2013

    @Markus
    ja. Bitte hilf mir!

  31. #35 Wissenslücke
    Tatooine
    Februar 27, 2013

    Den Artikel von Florian finde ich grundsätzlich gut.
    Beim Rotwein (billig vs. hochpreisig) bin ich allerdings ein bisschen zusammen gezuckt.
    Das wirft sofort dieses grundsätzlich so emotional aufgeladene Thema Handel, Nahrungsmittelherstellung usw. auf.
    Ob eine halbwegs umweltverträgliche, sozialverträgliche (und auch Nutztier-gerechte) Versorgung aller Menschen auf diesem Planeten möglich sein könnte – keine Ahnung.
    Man wünscht es sich, aber man lernt heute ja eigentlich überall, dass man belogen und betrogen wird.
    Wenn Leute – aus welchen Gründen auch immer – bereit sind, für ein vernünftig hergestelltes Produkt auch vernünftiges Geld auszugeben, ist das erstmal eine gute Sache, finde ich.
    Aber es befreit niemanden davon, sich trotz Siegel, Zertifikaten usw. mit der Materie zu befassen.
    Aber es gibt auch Grenzen der Nachvollziehbarkeit, da muss man einfach “glauben” oder sich eben klar machen, dass es immer Betrug und Korruption gibt.
    Wer sich von Biosiegeln einlullen lässt und denkt “alles in Butter”, wird ebenso ein Trittbrettfahrer wie die/derjenige mit der “nützt doch eh alles nix”-Haltung.

    Solange Bauern und unzählige andere Hersteller von Produkten des “alltäglichen Bedarfs” nicht ordentlich von ihren Erzeugnissen leben können, ist das der eigentliche Skandal und zwingt sicher auch viele zu unlauteren Methoden.

    Sicher gibt es Leute, die immer und grundsätzlich auf den Preis achten, dagegen kann man nix machen, Rationalität hin oder her.
    Es fällt mir sehr, sehr schwer, beim Thema Nahrungsmittelherstellung, Tierprodukte usw. streng rational und emotionsfrei zu entscheiden.
    Mich hat es im Laufe der Zeit fast vollständig zum Vegetarier werden lassen, da ich nicht so gut im Ausblenden bin und ich recht schnell begriffen habe, dass ein wirtschaftliches Arbeiten eben auch im Bio-Sektor nicht ohne Kollateralschäden geht, und gehen fast immer zu Lasten der Tiere.
    Das gefällt mir nicht.
    Das ist aber nicht rational, oder 😉 ???

    Ich weiss, dass ich nicht die Welt rette, wenn ich auf das massenhaft produzierte Billigfleisch verzichte.
    Ich weiss auch, dass ich an anderer Stelle immer wieder neuen Schaden anrichte, auch indirekt.
    Einfluss nehmen kann ich natürlich nur in meinem direkten Umfeld, wo ich die Herkunft der Dinge halbwegs nachvollziehen kann. Und selbst das kostet Zeit und Mühe, da haben viele einfach keinen Bock drauf.

    Als Goldschmiedin habe ich es mit sehr unschönen Dingen zu tun, wenn ich es nur wissen will.
    Kunden fragen immer öfter nach “fair trade Gold” (oder Silber) – und ich habe auch ein paar Leute gefunden, die sich damit in Sachen Geologie und Handel befassen.
    Nicht einfach, kaum durchschaubar, aber trotzdem:
    Schon gibt es Siegel und Zertifikate…und die Leute (=Kunden) sind glücklich.
    Ich habe es wieder sein gelassen, da ich z.B. nicht die von den Anbietern benötigten Mindest-Abnahme-Mengen einkaufen kann – ohne so etwas brauchen die aber gar keinen Handel beginnen, das ist mir auch klar.
    Einkaufs- Kooperationen könnten da helfen, aber das ist alles noch sehr vage und wenig etabliert.
    Trotzdem – es passiert was in diesem Bereich, und das finde ich gut.
    Skeptizismus ist dennoch angesagt, denn das ist alles noch viel zu unausgegoren, aber es zeigt sehr gut die sehr enge Verquickung von Emotionalität, Irrationalität, Werbestrategien und Geld = Handel.

    Um auf den Artikel zurück zu kommen:
    Der skeptische Grundgedanke, egal ob organisiert oder nicht, ist sehr hilfreich, wenn man versucht, sich umfassend zu informieren und möglichst vernünftig oder “rational” zu handeln.
    Es gibt allerdings Nebenwirkungen wie Desillusionierung und Realitätsschock – das verkraftet nicht jeder 😉

    • #36 BreitSide
      Februar 27, 2013

      Zitat:”Wer sich von Biosiegeln einlullen lässt und denkt “alles in Butter”, wird ebenso ein Trittbrettfahrer wie die/derjenige mit der “nützt doch eh alles nix”-Haltung.”

      Falsch. Wenn ich auf das Biosiegel schaue, lasse ich mich nicht einlullen, sondern verlasse mich auf die Kontrollen. Was soll ich denn sonst machen?

      Hast Du denn jedes Mal ein Testset mit, wenn Du tankst? Oder lässt Du Dich einlullen durch das Versprechen der Mineralölfirmen?

      Oder lässt Du Dich einlullen vom Versprechen der Stadtwerke, immer einwandfreies Wasser zu liefern? Nein? Machst Du also jedes Mal eine Probe?

      Nein, wenn ich weiß, was ein Testsiegel bedeutet, dann nehme ich das Produkt, ohne jedes Mal irgend was zu testen. Das hat nichts, überhaupt nichts mit einlullen zu tun.

      Mit solchen Sprüchen stärkst Du nur der “Alles egal”-Fraktion den Rücken.

      Natürlich gibt es bessere Produkte als die, die das Biosiegel haben. Aber die Biosiegelprodukte sind allemal besser für Umwelt und Menschheit als die nicht-Siegel-Produkte. Auch – und erst recht – wenn es Schwindel gibt. Du glaubst doch nicht, dass es bei den nicht-Siegel-Produkten weniger Schwindel gibt?

  32. #37 Florian Aigner
    Februar 27, 2013

    @Wissenslücke:
    So will ich meinen Artikel nicht verstanden wissen – natürlich ist es sinnvoll, mehr Geld auszugeben, wenn man dadurch ein Produkt erhält, das umwelt- oder tierfreundlicher ist oder auf sozial verträglichere Weise hergestellt wurde. Das sind alles echte, tatsächliche Unterschiede, die einen Aufpreis natürlich rechtfertigen.

    Klar kaufe ich beispielsweise auch Freilandhaltungs-Eier. Nicht weil ich einen Unterschied zu anderen Eiern schmecken würde, aber weil die paar Cent mehr es eindeutig wert sind, ein bisschen Tierleid zu verhindern. Mit Irrationalität hat das nichts zu tun – ganz im Gegenteil.

  33. #38 Wissenslücke
    Februar 27, 2013

    @Florian:
    Es ging ja auch gar nicht um den ganzen Artikel – nur um die Sache mit dem “günstigen vs. teuren Rotwein” 😉
    Mir ist auch klar, dass z.B. die Geschmacks,- oder messbare Qualitätsunterschiede oft nichts mit Marken oder Billig zu tun haben.
    Ich kaufe auch ab und zu günstigen Wein im Supermarkt, bin jedes Mal wieder überrascht, was man mit ein paar gut gemixten Aromastoffen erreichen kann 😉
    Man muss eben wissen, dass man es nicht mit “ehrlichen” oder “natürlichen” Produkten zu tun hat. Und auch teure Weine werden versetzt und gepanscht, da gibt es glaube ich keine Sicherheit, nirgends.
    Prost 😉

    Ich bezog mich mit meinem restlichen Geschreibsel dann auch mehr auf ein paar Kommentare hier, die sinngemäss meinten, dass man eh nix machen könne und die Menschen, die Bio hinter her laufen, nur “Lifestyle”-Öko`s sind oder sich verarschen lassen.
    Das gibt`s sicher, klar.

    In Sachen “Fair-trade-Gold” wollte ich noch ergänzen, dass es sich oft recht schnell klärt, wer es damit wirklich ernst meint:
    Fast jeder legt heute sein EiFöhn oder anderes smartes Fon auf den Tresen. Das gehört wohl so.
    Wenn ich dann frage – (wo man doch nicht möchte, dass für die Eheringe Kinder in Minen schuften oder Flüsse von Cyaniden verseucht werden) – ob man sich auch Gedanken darüber macht, woher die Gold (Kupfer…) Anteile im schicken Trendphone kommen…tja, dann wird manchmal verlegen gelacht oder gesagt “ja, das kann man ja nicht anders machen, da hat man ja keinen Einfluss drauf”
    Aha. Aber ich als kleine Einzelkämpferin habe Einfluss auf die Erzindustrie?

    Skeptisches Denken hat mir in diesem Zusammenhang insofern geholfen, als dass ich mich immer mehr zu dem Thema einlese.
    Und zum Recycling zu animieren.
    Das spart auch Geld…;-)

    Kürzlich lernte ich übrigens (von einem Kleinbauern auf dem Wochenmarkt), dass Hühner eigentlich Waldbewohner sind und Büsche und Bäume brauchen, um sich verstecken zu können.
    Und dass sie normalerweise höchstens 50 Tiere pro Herde verkraften, darüber gibt es Hack-Kämpfe.
    Freilandhaltung, wie sie heute üblich ist, ist angeblich purer Stress für die Tiere…besser natürlich als die unsäglichen Stapeleien in den Käfigen, aber auch nicht gut.
    Da geht`s schon wieder los.
    Wer hat recht?
    Was ist richtig?
    Was ist wirtschaftlich?
    Was ist ethisch vertretbar?

    Das ist heute unheimlich schwer geworden, finde ich.
    Aus der Flut gegensätzlicher Informationen die rauszufiltern, die irgendwie Sinn zu ergeben scheinen.

  34. #39 Agnes
    Februar 27, 2013

    Es gibt freilebende Hühner? Dachte das sind reine Zuchten aus bereits domestizierten Vögeln? Finde solche Behauptungen zu “natürlichem” Verhalten bei Haustieren immer schwierig. Für einen Wolf ist es auch der Horror in einem Haus leben zu müssen und kein zig Kilometer großes Revier zu haben, ein Hund kommt damit sehr gut klar.

    @Max: Mir ist klar, dass sich die Produkteigenschaften kaum unterscheiden. Das habe ich aber auch schon gesagt, dass das nicht der Punkt ist, warum ich Bio kaufe. Nur ein Schwachsinniger kauft Bio, weil es “gesünder” ist. Und mir ist auch klar, dass nicht überall wo Bio drauf steh, Bio auch drin ist. Dafür gibt es aber auch die Siegel, die gewisse Kriterien prüfen und bestätigen und einige davon werden sehr streng kontrolliert. Beschäftigen muss man sich halt damit, was einem mit welchem Siegel versprochen wird. Deswegen (echtes) Bio als Blödsinn darzustellen ist völlig unhaltbar.
    Und wenn ich davon ausgehe, dass mich jeder da draußen nur bescheißen will, ist natürlich alles schwierig. Aber wenn du einen besseren Vorschlag hast, wie ich dieser Welt mit meinem Dasein möglichst wenig Schaden zufüge, ohne mich selbst von ihr zu beseitigen, nur her damit!
    Solche vorlauten Herausrufe nach dem Motto Lifestyle-Bio-Käufer sind unangebracht und sollen nur deine eigene Trägheit vertuschen, Verantwortung für deine Umwelt und die Zukunft dieser Welt zu übernehmen und danach zu handeln.

    • #40 BreitSide
      Februar 27, 2013

      Das kann ich nur unterschreiben:-)

  35. #41 Wissenslücke
    Februar 27, 2013

    @Agnes: Wie gesagt, es ist die Aussage eines Bauern gewesen. I h weiss nicht wie “fundiert” das ist – es sollte nur verdeutlichen, dass es (mir gehts jedenfalls so) immer wieder neue Aussagen oder Behauptungen gibt, die einen auf Trab halten können.
    Ich denke allerdings, die Sache mit dem Bescheissen ist allgegenwärtig, in jeder Branche.
    Solange Werbung so sein darf wie aktuell, darf ja sogar ganz legal geschwindelt werden.

    Was meinst Du mit ” besonders strenge Kontrollen” bei einigen Biosiegeln?

  36. #42 Hannes Bongard
    Februar 27, 2013

    Das magische James-Randi-Skeptizismus-Armband für nur 90 Euro!

  37. #43 Wissenslücke
    Februar 27, 2013

    @Breitseite:
    Ich zitiere mich mal selbst:
    ” Aber es befreit niemanden davon, sich trotz Siegel, Zertifikaten usw. mit der Materie zu befassen.”
    Natürlich gibt es Grenzen der Eigenrecherche.
    Ohne ein gewisses Grunvertrauen geht es ja nicht, nirgends.
    Dennoch: Wer glaubt, dass er beim Discounter-Bio der Umwelt was besonders gutes tut, der ist m. Mng. nach durchaus etwas ei

    • #44 BreitSide
      Februar 27, 2013

      Jaja, is schon klar.

      Ich informiere mich eben, was hinter einem Siegel steckt. Und sobald ich das weiß, suche ich danach. Oder eben nicht.

      Bei Fisch schaue ich zB auf das MSC-Siegel. Und lese natürlich mit Interesse, wenn Jemand das Siegel für schlecht befindet. Und bilde mir dann mein Urteil, dass ich zB zZ kein besseres Siegel kenne.

      Das ist bei “bio” genauso. Es zeigt kein Optimum, aber ein gewisses Niveau, das eben nicht alltäglich ist.

      Einwand: Es gibt Besseres. Klar, es gibt für Alles was Besseres. Wenn ich also feststelle, dass “Naturland” besser ist als “bio”, kaufe ich eben “Naturland”.

      Einwand: Beschiss. Klar, es gibt Betrüger. Aber über kurz oder lang (zB in Niedersachsen erst nach der Wahl) kommt der Beschiss raus. Und was hab ich verloren? Ein paar Euro, die nicht in eine mir genehme Wirtschaftsweise gesteckt wurden.

      Was hat das bitte mit “Einlullen” zu tun?

  38. #45 Wissenslücke
    Februar 27, 2013

    etwas eingelullt von Feelgood-Werbung, wollte ich sagen.
    Mein Fon wollte nicht!

    • #46 BreitSide
      Februar 27, 2013

      Welche Feelgood-Werbung?

  39. #47 Wissenslücke
    Februar 27, 2013

    @Breitseite:
    Nachtrag, aber dann soll es auch mal gut sein 😉 :

    Klar sind auch andere Branchen oder der konventionelle Anbau nicht “sicher” und es passieren Pannen, das habe ich doch nicht in Frage gestellt.

    Florian hat ja die Selbsttäuschung angesprochen.
    Und zwar im Konsumverhalten allgemein.
    In diesen Zusammenhang kam dann auch Bio in die Diskussion.
    Und auch hier kann man der Selbsttäuschung aufsitzen, wenn man sich einfach auf Siegel und Kontrollen verlässt, die – wie man gerade sehr schön erleben durfte – eben nicht durchgängig so funktionieren wie gewünscht.

    Klar ist es gut, dass es den Bio-Gedanken gibt und man sollte immer versuchen, das zu unterstützen, das machen wir selbst ja auch – aber eben auch nicht blind nach Siegel und Werbeversprechen.
    Mein Mann arbeitet in der Lebensmittelbranche und hat u.a. mit diesem ganzen Zulassungs,- und Zertifizierungs-Kram zu tun.
    Das kann dann schon ernüchternd sein – auf jeden Fall im Bereich Discounter oder Supermarkt-Bio, was ja teilweise nur noch marginal teurer ist als die konventionellen Waren.

    Es geht ja auch um Skeptizismus – und der sollte m. Mng. nach eben auch nicht vor irgendwelchen Biozertifikaten halt machen.
    Das heisst ja nicht im Umkehrschluss, dass Bio grundsätzlich Unsinn ist!

    Ich möchte keinesfalls die Position “ist doch eh alles Betrug” unterstützen – auch wenn ich, dazu stehe ich auch, oft sehr skeptisch bin, was die Versprechen der Werbung (und derer bedient sich nun mal die Bio-Branche genauso wie alle anderen auch) angeht.

    Der Mineralölindustrie traue ich nun so ziemlich alles zu.
    Was ich da dauernd durch den Tankschlauch pumpe, hat allerdings in 10 Jahren noch nicht mein Auto zerstört, daher sehe ich bisher noch keine Veranlassung, das näher zu untersuchen 😉

    So long…

    • #48 BreitSide
      Februar 27, 2013

      Zu Deinem Mineralöl-Argument: Das war doch gar nicht die Frage.

      Die Frage war, ob Du Dir tatsächlich den Produktionsprozess Deines Sprits anschaust oder Dich durch die Versicherungen der Hersteller einlullen lässt, es sei doch Alles in Ordnung.

      Wäre Dein Freund in der Mineralölbranche, würdest Du das wahrscheinlich anders sehen und wirklich nachfragen.

      Ich frage mich übrigens, wie Du die Lebensmittel, die Du kaufst, wirklich kontrollierst. Woher hast Du Deine Gewissheit, wenn Du dem nicht traust, was auf der Packung steht? Kaufst Du Alles auf dem Wochenmarkt?

  40. #49 BreitSide
    Februar 27, 2013

    @Wissenslücke (sorry, Mann, nicht Freund):

    Zu “Versprechen der Werbung der Bio-Hersteller”:

    Was meinst Du damit?

    Das Versprechen, die Bio-Bedingungen einzuhalten?

    Das Versprechen, super duper toll zu schmecken?

    Ersteres “glaube” ich. Bis mir Einer das Gegenteil nachweist. Zweiteres ist relativ irrelevant.

    • #50 Wissenslücke
      Februar 28, 2013

      @Breitseite:

      Du schreibst:
      “Ich informiere mich eben, was hinter einem Siegel steckt. Und sobald ich das weiß, suche ich danach. Oder eben nicht.

      *mache ich genauso*

      Bei Fisch schaue ich zB auf das MSC-Siegel. Und lese natürlich mit Interesse, wenn Jemand das Siegel für schlecht befindet. Und bilde mir dann mein Urteil, dass ich zB zZ kein besseres Siegel kenne.

      *mache ich genauso*

      Das ist bei “bio” genauso. Es zeigt kein Optimum, aber ein gewisses Niveau, das eben nicht alltäglich ist.

      Einwand: Es gibt Besseres. Klar, es gibt für Alles was Besseres. Wenn ich also feststelle, dass “Naturland” besser ist als “bio”, kaufe ich eben “Naturland”.

      Einwand: Beschiss. Klar, es gibt Betrüger. Aber über kurz oder lang (zB in Niedersachsen erst nach der Wahl) kommt der Beschiss raus. Und was hab ich verloren? Ein paar Euro, die nicht in eine mir genehme Wirtschaftsweise gesteckt wurden.

      Was hat das bitte mit “Einlullen” zu tun?”

      Ich sehe das so:
      Einlullen heisst (meiner unbedeutenden Meinung nach):
      Sich sicher und “reinen Gewissens” fühlen wenn man die Discounter-Bio-Eier für 3 Cent mehr kauft, ohne sich zu wundern, wo die alle herkommen und warum die immer noch so billig sind.
      Und dann ist das Geschrei auf einmal gross, weil die Bio-Eier keine sind.
      Nur ein Beispiel.

      *Aber das heisst eben nicht, dass alles schlecht ist und sinnlos, eine grundsätzlich gute Idee zu unterstützen.*
      Scheinbar kommt das bei Dir aber anders an, keine Ahnung warum.

      Ich habe jetzt schon mehrfach betont, dass es natürlich Grenzen gibt, was die Eigenrecherche angeht und dass man ein Grundvertrauen haben muss.
      Überliest Du das?
      Natürlich kann ich (und will auch gar nicht) alles testen, wie sollte mir das möglich sein?
      Nein, ich kaufe nicht (nur) auf dem Wochenmarkt.
      Ich bin eine ganz durchschnittliche Konsumentin, die mal hier, mal dort kauft und versucht, gerade bei Tier-Produkten etwas genauer hinzuschauen und nach guten Qellen zu suchen.
      Und ich denke eben – das ist das Misstrauen, was viele haben – dass bei den Preisen, die man heute (in vielen Discountern) für “glückliche” Tierprodukte oder Bio-Gemüse zahlt, die nur marginal über den konventionellen liegen, etwas nicht stimme kann.
      Das kann ich nicht belegen, aber es ein irrationales Bauchgefühl.

      Ich wünsche noch einen schönen Tag!

      • #51 BreitSide
        Februar 28, 2013

        Zitat:”Einlullen heisst (meiner unbedeutenden Meinung nach):
        Sich sicher und “reinen Gewissens” fühlen wenn man die Discounter-Bio-Eier für 3 Cent mehr kauft, ohne sich zu wundern, wo die alle herkommen und warum die immer noch so billig sind.
        Und dann ist das Geschrei auf einmal gross, weil die Bio-Eier keine sind.
        Nur ein Beispiel.”

        Klar nur ein Beispiel. Aber ab wann fängst Du an, Dich zu wundern? Ab 3 ct teurer? Ab 5 ct? Ab 10 ct?

        Hat nicht neulich Jemand gemeckert, dass ein hoher Preis höhere Qualität nur suggeriere?

        Woher will ich wissen, ob 3 ct nicht wirklich ausreichen, weil der Biobauer eben gut wirtschaftet?

        Trotz aller Aufregung war es ja auch diesmal nur ein kleiner Teil der Eier, die betroffen waren. Und wer hat das rausgefunden? Nicht ich und wahrscheinlich auch nicht Du, sondern gewissenhafte Kontrolleure. Ok, vielleicht angestiftet durch besorgte Bürger, denen etwas zu billig vorkam:-)

      • #52 BreitSide
        Februar 28, 2013

        Dir natürlich auch einen schönen Tag!

  41. #53 Max
    Februar 28, 2013

    @BreitSide

    wie denn, der Geschmack ist relativ irrelevant? Das sehe ich aber anders. Wenn ich wählen soll zwischen blassrosa Tomaten mit Bio-Papperl oder solchen, die von der Farbgebung her versprechen, reif zu sein, dann nehme ich letztere.

    Ich möchte hier einmal den Begriff Bio problematisieren. Von der ursprünglichen Bedeutung des Wortes taugt er nicht zur Unterscheidung zwischen (z.B.) einem Bio-Ei und eine konventionellen Hühnerei. Beide werden von lebendigen also biologische “Kohlenstoff-Einheiten” produziert gelegt und sind so gesehen Bio.

    Mir ist klar, dass der Begriff Bio in der Lebensmittelindustrie und der Landwirtschaft einen Bedeutungswandel erfahren hat. Dieser positiv belegte Begriff wurde und wird verwendet um ein Luxussegment zu etablieren, wobei der Luxus nicht im Produkt selbst liegt (Produktqualität ist ja nach Deiner Meinung relativ irrelevant) sondern in dem guten Gewissen, dass man sich erkauft. Das Biosiegel ist dann quasi so eine Art Ablassbrief.

    Es sollte aber auch klar sein, dass mit Okkupation des Begriffs Bio für eben dieses Luxussegment konventionell erzeugte Lebensmittel abgewertet werden. Zusätzlich wird dem Verbraucher eingeredet, nur teuer sei gut.

    Übrigens: Vom Kantschen Imperativ hab ich schon mal gehört. Ich denke nur, wenn es bloß noch “Bio” gäbe, würden weite Teile der Menschheit verhungern. Die Menschheit hat die längste Zeit ihrer Geschichte “Bio-Bedingungen” eingehalten. Hungersnöte waren an der Tagesordnung. Das ist heute eigentlich auch noch so aber weit weg: 870 Millionen Menschen leiden weltweit an Hunger, etwa jeder achte. In so fern haben wir bei uns ein ziemliche Luxusproblem. Wir können es uns leisten, Lasagne wegzuschmeißen, die nicht richtig kontrolliert wurde.

    • #54 BreitSide
      Februar 28, 2013

      Zitat:”Wenn ich wählen soll zwischen blassrosa Tomaten mit Bio-Papperl oder solchen, die von der Farbgebung her versprechen, reif zu sein, dann nehme ich letztere.”

      Autsch! Der ging tief. Du fällst also voll auf Lebensmittelfarben und manipulierte Beleuchtung rein.

      Wortklauberei mit dem Wort “Bio” – geschenkt.

      Zitat “Luxussegment”: Wie bitte? Das meinst Du doch nicht wirklich ernst? Im europäischen Ausland (außer vielleicht Polen…) sind die “normal”-Lebensmittel teurer als Deine angeblichen “Luxus”-Produkte. Das ist Jammern auf höchstem Niveau.

      Zitat:”Produktqualität ist ja nach Deiner Meinung relativ irrelevant” Willst Du mich vergackeiern? Solche – mit Verlaub – äußerst dämlichen Unterstellungen helfen hier nicht weiter.

      Wie Du vielleicht gelesen – und möglicherweise verstanden – hast, besteht fast kein Unterschied in der Qualität zwischen guten konventionellen Produkten und Bioprodukten. Wäre ja auch schlimm, wenn die Konventionellen so schlecht wären. Das mag Dir nicht gefallen, ist aber so.

      Und lass es bitte, mit Kampfbegriffen wie “Ablass” verantwortungsvolle Entscheidungen zu diffamieren.

      Zitat:”Zusätzlich wird dem Verbraucher eingeredet, nur teuer sei gut.”

      Wie verquert kann man denken. Du meinst also, Produkte, die mit weniger billiger Chemie und weniger Umweltschaden, also aufwendiger produziert werden, ausgerechnet billiger sein sollen?

      Zitat:”Ich denke nur, wenn es bloß noch “Bio” gäbe, würden weite Teile der Menschheit verhungern.”

      Damit bist Du der Propaganda der Lebensmittelgroßindustrie famos auf den Leim gegangen.

      Denk mal nach:
      1) Bei uns wird ca. die Hälfte der Lebensmittel weggeworfen.
      2) Ein Fleischesser braucht ca. 10-mal so viel Anbaufläche für seinen Hunger wie ein Vegetarier.

      Wir haben jede Menge Nahrungsmittel für die gesamte Weltbevölkrerung. Das Problem ist “nur” die Verteilung.

      Zitat:”Wir können es uns leisten, Lasagne wegzuschmeißen, die nicht richtig kontrolliert wurde.”

      Hier kann ich Dir nur 100% Recht geben.

  42. #55 Agnes
    Februar 28, 2013

    @Wissenslücke:
    mit “besonders streng” meine ich, während manche Gütesiegel nur zertifizieren, dass ein Produkt in einem Land mit gewissen Anbau/Haltungsregelungen hergestellt wurde, zertifizieren dir andere, dass das Ei von freilaufenden Hühnern stammt, die mit bei der richtigen Mondphase geerntetem Korn gefüttert wurden und 3 mal die Woche gestreichelt werden. Die Kriterien sind sehr sehr unterschiedlich und einige Siegel sagen fast gar nichts aus. Je nach dem, was man kaufen muss, muss man sich entscheiden, welche man akzeptiert und welche nicht.

  43. #56 Dr. Webbaer
    Februar 28, 2013

    @Wissenslücke

    Es geht ja auch um Skeptizismus – und der sollte m. Mng. nach eben auch nicht vor irgendwelchen Biozertifikaten halt machen.
    Das heisst ja nicht im Umkehrschluss, dass Bio grundsätzlich Unsinn ist!

    Sehr schön formuliert, die Grenzen zwischen dem Skeptizismus und dem Pseudo-Skeptizismus sind leider rein praktisch fließend.

    Vielleicht können Sie noch dem Schreiber dieser Zeilen erklären, wie Sei es schaffen auf einzelne Kommentare zu antworten (was sich u.a. am nach rechts verrückten Text wie an der Adressierung festmachen lässt), der Schreiber dieser Zeilen würde nämlich auch gerne gelegentlich “das Sequenzielle” von WordPress durchbrechend punktgenau antworten wollen.

    Danke schon mal im Voraus!
    MFG
    Dr. W

  44. #57 Wissenslücke
    Tatooine
    Februar 28, 2013

    @ Dr. W:

    Ich weiss leider überhaupt nicht wie das mit dem direkten Antworten geht…daher ja dann auch diverse Sternchen, Pünktchen, “ich zitiere” – Ankündigungen 😉
    Habe da durchaus auch Nachhilfe-Bedarf!
    Tatsächlich gibt es aber – je nachdem in welchem Browser oder mit welchem Gerät ich tippe, manchmal eine direkte Antwort-Funktion, mit der man dann auch zitieren kann.
    Tja, das ist alles was ich dazu beisteuern kann…nicht sehr ergiebig, fürchte ich!

  45. #58 Wissenslücke
    März 1, 2013

    @Breitseite:
    Kein durchschnittlich informierter Bürger kann heute die Verflechtungen der Marktwirtschaft wirklich voll durchschauen.
    Dass Preiskämpfe eben auch in der Bio-Branche an der Tagesordnung sind, ist wohl auch kein Geheimnis.
    Deutschland gibt insgesamt viel weniger Geld für Lebensmittel aus als andere Länder.
    Die Ansprüche an Lebensmittelsicherheit, Qualität usw. stehen jedoch in krassem Gegensatz zu dem, was wir bereit sind, dafür auszugeben.
    Insofern sind eben, um beim Beispiel Eier zu bleiben, nicht 3 oder 5 oder 10 Cent mehr oder weniger entscheidend sondern die Frage, wie wir mit den Tieren umgehen, die wir für unseren Konsum züchten.

    Ab wann jede/r einzelne anfängt sich über etwas zu wundern, ist wohl sehr verschieden.
    Es ist schon ein Fortschritt, wenn mehr Leute anfangen, ihr Konsumverhalten zu hinterfragen.

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  48. #61 Severin D.
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    Allerdings kommt es nicht nicht immer auf die rationale Entscheidung an, es kommt gerade auch beim Konsum auf einen gewissen “Lustgewinn” oder “Befriedigunsfaktor” an.

    Braucht ein Hobbyradler, der nicht an Rennen teilnimmt ein sündteures Carbonrad? Nein!
    Braucht eine Hobbybauchtänzerin, die nie Auftritt, einen Fummel für ein paar hundert Euro? Nein!
    Braut ein Go-Spieler ein Set Muschelsteine für 800€? Nein, er spielt deshlab auch nicht besser als mit Galssteinen für 40€.
    Allerdings: Wer ein Hobby betreibt, das ihm etwas bedeutet, wird dafür vielleicht auch gerne etwas mehr Geld ausgeben. Und so freut sich der Hobbyradler an seinem Carbonrad, die Bauchtänzerin an ihrem Kleid und der Gospieler an seinen Muschelsteinen. Einfach weil ein bisschenLuxus auch Spass macht.
    Ich persönlich habe mir auch ein smarphone gekauft, von dem ich wusste, dass ich die meiten Fetures sowieso nicht brauche, aber ich fand es einfach cool so ein Spielzeug zu haben. Und ich habe das Geld dafür gerne ausgegeben.

  49. #62 Martin p
    Dezember 2, 2013

    “Skeptiker” zu sein bedeutet ja nicht, immer rational zu sein. X Euro für einen Blödsinn ausgegeben? Warum nicht, wenn es mir Spaß macht.

    Das schlimme ist ja, dass sich Esoteriker für rational halten. Die glauben ja dass “Glaubuli” wissenschaftlich nachweisbare Wirkungen haben, die sind ja überzeugt dass Quantenheilung ECHTE Quantenphysik ist. Die kaufen Granderwasser nicht aus Jux und Tollerei sondern sind sicher dass sie einen echten Gegenwert für ihr Geld bekommen.

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