Das Kernkraftwerk Saporischschja ist das Größe seiner Art in Europa und besteht aus sechs Blöcken mit einer installierten Gesamtleistung von etwa 6 Gigawatt, die zwischen 1985 und 1996 in Betrieb gingen. Es sind sämtlich Reaktoren Typ WWER-1000, also Druckwasserreaktoren sowjetischer bzw. russischer Bauart. Das ist schon mal ein ganz wichtiger Punkt, denn im Gegensatz zu den Druckröhrenreaktoren vom Typ RBMK-1000 in Tschernobyl reagieren WWER wie ihre westlichen Pendants deutlich ‘gutmütiger’ auf Störungen. Insbesondere ist keine nukleare Exkursion wie in Tschernobyl möglich. Außer den Reaktoren gibt es noch ein trockenes Brennelementelager und ein Abklingbecken für bestrahlte Brennelemente.

Allen Anschein nach ist die ukrainische Armee nach einer einige Wochen dauernden Phase der Vorbereitung jetzt zur Offensive angetreten. Der Kachowka-Staudamm, der den Unterlauf des Dnipro zu einem Stausee aufstaut, wurde zerstört und eine der schlimmsten wirtschaftlichen und möglicherweise die schlimmste ökologischen Katastrophe der jüngeren europäischen Geschichte ausgelöst. In beiden Zusammenhängen, der Offensive im Allgemeinen und der Zerstörung des Staudamms im Besonderen, wird gerade jetzt wieder über das Risiko gesprochen, das vom Kernkraftwerk Saporischschja ausgeht. Das Kraftwerk ist seit etwa Anfang März 2022 von russischen Truppen besetzt und wird möglicherweise Ziel ukrainischer Operationen werden. Dass die russische Armee es freiwillig preisgibt ist nicht wahrscheinlich. Die Kühlwasserversorgung wird durch Wasser aus dem Dnipro sichergestellt. Durch den Dammbruch ist sie möglicherweise gefährdet. Die Frage ist also: welche Gefahr geht von diesem Kernkraftwerk aus?

Zunächst zur Offensive. Zurzeit verdeckt der Nebel des Krieges die Ereignisse an den Fronten. Nicht mal auf den Telegram-Kanälen der bekannten russischen Mil-Blogger wie Rybar oder Grayzone finden sich viele Informationen. Die ukrainische Seite schafft es wieder, wie nach den Operationen um Charkiw und Kherson, eine weitgehende Nachrichtensperre durchzusetzen. Heute, am 07.06.2023, kann ich mir noch überhaupt kein Bild machen. Ob und in welchem Umfang das Kraftwerk Ziel ukrainischer Truppenbewegungen ist, ob und wie die russische Armee es verteidigen will ist beides schwierig abzuschätzen. Der Faktor Schadenseintritts-Wahrscheinlichkeit durch Kampfhandlungen ist Stand heute unmöglich zu bestimmen.

Das Schadensaußmaß, das von den Einrichtungen auf dem Kraftwerksgeländes ausgeht, hängt stark von ihrem Zustand am Ende der Kämpfe ab, aber noch stärker von der Wasserversorgung, die durch den Bruch des Kachowka-Damms für die unmittelbare Zukunft stark gefährdet erscheint. Die sechs Kernreaktoren sind seit September 2022 außer Betrieb. Das bedeutet aber nicht, dass sie nicht noch in einen gefährlichen Zustand kommen können. Ein Kernreaktor im Betrieb erzeugt thermische Energie durch Atomkernspaltung. Wenn ein Atomkern gespaltet wird, bleiben Spaltprodukte übrig, die wesentlich radioaktiver sind als der ursprüngliche Kernbrennstoff. Durch den Zerfall dieser Kerne entsteht die Nachzerfallswärme, die den Reaktor noch für lange Zeit so stark erwärmt, dass er aktiv gekühlt werden muss. In den ersten Minuten nach Ende der Kettenreaktion fällt die Nachzerfallswärme sehr stark ab. Nach 1 Stunde beträgt sie nur noch 1 % der ursprünglichen Reaktorleistung. Bei einem WWER mit 3.000 MW thermischer Leistung also 30 MW. Bis die Leistung auf 0,1 % abgefallen ist, vergeht schon mehr als ein Monat. Dann erzeugt der Reaktor immer noch 3 MW. Nach 9 Monaten ist die Nachzerfallswärme auf etwa 0,03 % der ursprünglichen Leistung gefallen. Für die WWER in Saporischschja beträgt sie stand heute als etwa noch 1 MW. Nächstes Jahr um diese Zeit werden es noch etwa 900 kW sein. Die Nachzerfallswärme ist zwar zum Großteil abgeklungen, sie sinkt aber jetzt nur noch sehr langsam. Ähnliches gilt für die Abklingbecken, in denen bestrahlte Kernbrennstoffe unter Wasser gelagert werden, bis sie soweit abgeklungen sind, dass man sie in Transport- oder Lagerbehälter umladen kann.

Um einen Begriff davon zu bekommen, was das heißt: 1 MW thermische Leistung ist ein Haufen Kohle von der Größe einer Doppelgarage, der brennt und der sofort wieder anfängt zu brennen, wenn er nicht kontinuierlich gelöscht wird. 1 MW thermische Leistung wird nicht ausreichen, um den Reaktordruckbehälter zu zerstören, dafür geht zu viel Wärme über seine Oberfläche verloren, aber möglicherweise Einbauten und Brennelemente bis zum wirtschaftlichen Totalschaden beschädigen. Wenn wir den Reaktor kühlen wollen, zum Äußersten gehen und erlauben, dass sich das 20 °C warme Kühlwasser aus der Wärmesenke bis zum Siedepunkt, also um 80 K erwärmt, müssen wir einen Durchfluss von etwa 11 m³/h Wasser sicherstellen. Das ist nicht nichts, aber auch nicht gigantisch viel. Wenn wir auf Nummer sicher gehen und weniger als 80 K Temperaturerhöhung in Kauf nehmen wollen, muss der Durchfluss entsprechend steigen.

Um die sechs Reaktoren zu kühlen braucht man als absolutes Minimum einen Durchfluss von etwa 60 m³/h. Das ist nicht viel, wenn man es aus dem nahen See entnehmen kann. Auch die zehnfache Menge ist für eine Industrieanlage dieser Grö0e locker machbar. 60 m³/h sind aber schon ordentlich, wenn sie über Rohrleitungen heranführen muss. Umso mehr als diese Rohrleitung im Gefechtsfeld liegt. Die IAEA geht in einem gestern veröffentlichten Statement davon aus, dass aus dem Kachowka-Staudamm kein Wasser mehr entnommen werden kann, wenn der Pegel unter 12,7 m fällt. Das Szenario, dass die Reaktoren kurzfristig trockenfallen ist real und realistisch. Sie werden aller Wahrscheinlichkeit nach nicht katastrophal versagen, aber wahrscheinlich technisch und wirtschaftlich zerstört werden.

Viel problematischer sind aber die Abklingbecken, denn im Gegensatz zu dem bestrahlten Kernbrennstoff im Reaktordruckbehälter oder dem Trockenlager werden die Brennstäbe, die dort gelagert werden, nicht durch viele Zentimeter Stahl von der Außenwelt abgeschirmt. Die Gebäude, die sie umgeben, sind keine Containments. Sie sind nicht dafür ausgelegt, Radioaktivität, die aus den Becken großflächig austritt, zurückzuhalten. Wenn die Abklingbecken trockenfallen, kann es zur Zerstörung der Brennelemente und Freisetzung großer Mengen Radioaktivität in die Atmosphäre kommen. Mit möglicherweise katastrophalen Folgen. Die IAEA übertreibt nicht, wenn sie den Ernst der Lage beschwört. Die Lage ist ernst.

Allerdings wäre es falsch, von einer Katastrophe Tschernobyl’schen Ausmaßes zu sprechen. So schlimm würde es selbst im schlimmsten Fall nicht kommen. Das radioaktive Inventar ist viel kleiner, die spezifische Aktivität niedriger, in Tschernobyl wurden durch das Feuer im Reaktorkern Spaltprodukte hoch in die Atmosphäre getragen und weit verteilt. Die Gefahr, die von Saporischschja ausgeht, ist lokal begrenzt, wobei lokal einige zehn Kilometer heißen kann. Panik in Mitteleuropa ist nicht angebracht. Es sind die Menschen vor Ort, die vor einer existenzbedrohenden Situation stehen.

Kommentare (44)

  1. #1 hto
    Globales Gemeinschaftseigentum OHNE ...
    7. Juni 2023

    Um es dem besorgten Stil der Greta Thunberg hinzuzufügen: Die Panik sollte größer sein als die vor der möglichen Klimakatastrophe, denn wenn nicht endlich eine Kommunikation von/für wirklich-wahrhaftige Vernunft und zweifelsfrei-eindeutiges Verantwortungsbewusstsein anfängt, dann war diese Katastrophe nur eine kleine, im Gegensatz zu dem was noch schneller als die Klimakatastrophe kommen wird!!!

  2. #2 echt?
    7. Juni 2023

    Das Problem liegt darin, dass Putin die Menschen – Russen oder Ukrainer – völlig egal sind. Ob man die Ukraine überschwemmt, Menschen an der Front sinnlos verheizt oder die Krim austrocknet, ist ihm erkennbar völlig Wurscht. Insofern wäre ihm auch eine nukleare Katastrophe völlig Rille.

  3. #3 Alexander
    7. Juni 2023

    @Oliver Gabath: Danke für die Einschätzungen!

    Vielleicht in diesem Zusammenhang ebenfalls interessant:

    Kovalchuk considered flooding the river. The Ukrainians, he said, even conducted a test strike with a HIMARS launcher on one of the floodgates at the Nova Kakhovka dam, making three holes in the metal to see if the Dnieper’s water could be raised enough to stymie Russian crossings but not flood nearby villages.

    https://www.washingtonpost.com/world/2022/12/29/ukraine-offensive-kharkiv-kherson-donetsk/

  4. #4 irgendwer
    7. Juni 2023

    Zum Vergleich , das größte KKW in Frankreich liegt bei Cattenom mit etwa 5,4 Giga Watt Leistung im Jahr.
    Saporichschja hat etwa 6 Giga Watt Leistung pro Jahr.

    Bei einer Risikoabschätzung für Cattenom wurde errechnet, dass die verwendeten Brennstäbe bei einem Gau ganz Mitteleuropa kontaminieren können.
    Für Saporichschja sind die Größenordnungen ähnlich.

  5. #5 knorke
    7. Juni 2023

    Ich habe gestern aufgeschnappt, dass 5 der 6 Reaktoren schon länger runtergefahren sind und daher entweder gar nicht mehr oder weniger gekühlt werden müssen. Ist das so?

  6. #6 PDP10
    7. Juni 2023

    Ich glaube in dem Satz:

    Nach 9 Monaten ist die Nachzerfallswärme auf etwa 0,3 % der ursprünglichen Leistung gefallen.

    … fehlt eine Null nach dem Komma?

  7. #8 rolak
    8. Juni 2023

    IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi wurde zum Thema kurz von CNN interviewt.

  8. #9 hto
    Holographische Konfusion
    9. Juni 2023

    “Technik bestimmt unser Leben.”

    Das ist nicht richtig, denn gleichermaßen unverarbeitete/gepflegte BEWUSSTSEINSSCHWÄCHE bestimmt unser Leben, die Technik verstärkt diese nur.

  9. #10 Staphylococcus rex
    9. Juni 2023

    Eine wichtige Fragestellung aus meiner Sicht wäre die nach der Ursache des Dammbruchs des Kachowka-Staudamms. Ein ukrainischer Angriff ist theoretisch möglich, aber angesichts der vorhersehbaren Kollateralschäden unwahrscheinlich. Wesentlich wahrscheinlicher sind ein Bruch eines durch vorhergehende Kampfhandlungen strukturell geschwächten und schlecht gewarteten Dammes oder eine russische Sprengung.

    Eine russische Sprengung wäre plausibel im Rahmen einer Taktik der verbrannten Erde, welche bei einer ukrainischen Offensive durchaus vorstellbar wäre. Das hätte Konsequenzen auch für das AKW, wer einmal diesen Schritt gegangen ist, würde auch bei einem AKW nicht haltmachen.

    Satellitenbilder des unmittelbaren Dammbruchs sind mir nicht bekannt. Russische Wartungsprotokolle des Dammes dürften auch nicht verfügbar sein. Wie empfindlich seismische Daten sind und welche räumliche Trennschärfe sie haben, kann ich nicht sagen. Wir werden also noch einige Zeit mit Spekulationen leben müssen.

  10. #11 Robert
    9. Juni 2023

    Leider sprechen in den Medien sehr viele Menschen mit, die überhaupt keine Fachexpertise besitzen. Von allen Einschätzungen echter Fachleute ist zu hören, dass solche Strukturen in massiver Betonbauweise von außen kaum zerstört werden können. Der Staudamm sollte sogar einem Atomschlag standhalten.

    • #12 Oliver Gabath
      9. Juni 2023

      Die Aussage wurde meines Wissens vom Chef von Ukrhydroenergo, der Betreiberfirma, gemacht. Er hat schon ein Motiv dafür, den Damm als besonders stabil darzustellen. Davon abgesehen würde mich interessieren, was von was für einem Atomschlag er spricht. Airburst in idealer Höhe für maximale Zerstörung in der Fläche? Dann kann ich mir das Vorstellen. Laydown, für zerstörung von harten Zielen? Eher nicht.

  11. #13 ajki
    9. Juni 2023

    Aktuell (Stand 8.6.2023) heißt es unter Berufung auf die IAEA, dass eine Kühlung durch das Stausee-Wasser derzeit gewährleistet sei. Ebenfalls hat die IAEA wohl verlautbart, dass selbst bei einem Pegelstand von unter 11 Metern eine ausreichende Kühlung weiterhin möglich bleibt.

    (s. z.B.: https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-ukraine-freitag-270.html#AKW [tagesschau.de])

  12. #14 Staphylococcus rex
    9. Juni 2023

    Kleines Update: Mittlerweile ist das Ereignis bei Wikipedia angekommen
    https://de.wikipedia.org/wiki/Kachowkaer_Stausee
    https://de.wikipedia.org/wiki/Zerstörung_des_Kachowka-Staudamms
    Unstrittig dürfte eine nächtliche Explosion am Wasserkraftwerk sein. Ob dies die primäre Absicht war oder ob es sich um eine mißglückte Entlastungssprengung handelt, weil als Folge des Krieges mehrere Notüberläufe defekt waren und der Damm durch Überfüllung strukturell geschwächt war, müssen die entscheiden, die mehr von der Statik derartiger Bauwerke verstehen.

    Angriffe auf Staumauern sind nicht ganz neu, im 2 Weltkrieg gab es Versuche mit Rollbomben und Tallboy-Bomben Staudämme anzugreifen, nach meiner Kenntnis mit eher durchwachsenen Ergebnissen. Eine verirrte Artilleriegranate dürfte dafür nicht ausreichen. Der Sprengstoff muss also entweder sehr gut platziert gewesen sein oder es muss eine große Menge davon verwendet werden.

  13. #15 hto
    9. Juni 2023

    @S. rex

    Das ist keine archäologisch-kriminalogische Expedition, es geht um die Risikobewertung und eine mögliche Lösung.

  14. #16 Staphylococcus rex
    9. Juni 2023

    @hto, es geht um das AKW, und für die Risikobewertung ist es relevant, ob Putin bereits jetzt die Taktik der verbrannten Erde anwendet. Ich bin also sehr wohl beim Thema.

  15. #17 hto
    9. Juni 2023

    @S. rex: “… ob Putin bereits jetzt die Taktik der verbrannten Erde anwendet.”

    Meine Güte, “im Krieg und in der Liebe ist alles erlaubt”, besonders wenn die Symptomatik des “freiheitlichen” Wettbewerbs um die Deutungshoheit des gleichermaßen imperialistisch-faschistischen Erbensystems eingehalten wird!?

  16. #18 Staphylococcus rex
    9. Juni 2023

    Mit Verlaub, auf hto-spezifische Wortschöpfungen werde ich nicht weiter eingehen.

    Nur so viel, die Anwendung der Taktik der verbrannten Erde durch eine Besatzungsmacht ist eine eigenständige Kategorie von Kriegsverbrechen. Die Zerstörung eines Staudamms oder evtl. zukünftig eines AKW sind Großereignisse, die auch in den Ländern wahrgenommen werden, die Putin bisher wohlwollend gegenüberstehen. Die Duldung oder Unterstützung derartiger Kriegsverbrechen ist ist auch für Länder wie China oder Indien mit gewissen Risiken verbunden.

  17. #19 Alexander
    9. Juni 2023

    @Staphylococcus rex:

    “Taktik der verbrannten Erde”, “Taktik der verbrannten Erde”, “Taktik der verbrannten Erde”

    Ist jetzt bald mal gut? Das liest sich, als ob Plapperlenchen sich ganz doll freut, einen neuen Begriff gelernt zu haben!

  18. #20 Staphylococcus rex
    9. Juni 2023

    @Alexander, ohne die Einwürfe von hto wären meine letzten Kommentare hier überflüssig. Im Übrigen war die Einleitung von Oliver Gabath interessant und soweit abschließend, dass die Risiken für das AKW technisch alle beherrschbar sind, solange ein minimaler politischer Wille zur Problemlösung vorhanden ist. Insofern kann ich mich aus der Diskussion hier ausklinken.

    • #21 Oliver Gabath
      9. Juni 2023

      Das trifft es ziemlich gut. Solange alles so bleibt wie es ist, sind Störfälle beherrschbar. Falls nicht, kann es Lokal wirklich schlimm werden. Für Westeuropa besteht keine Gefahr.

  19. #22 Alexander
    9. Juni 2023

    @Staphylococcus rex: Russland hatte überhaupt kein Motiv, den Staudamm zu zerstören! Genauso wenig, wie es ein Motiv hat, einen Kernkraftwerkskomplex, den es fast seit Anfang der Militäroperation kontrolliert, zu beschießen. Oder mit Artillerie in Wohngebiete in Donezk-Stadt zu feuern. Oder eine Ammoniak-Pipeline zu sprengen, wie in zeitlicher Nähe zur Zerstörung des Staumdamms geschehen.

    Einfach erschreckend, was jahrelange Propaganda bewirken kann!

    • #23 Oliver Gabath
      9. Juni 2023

      Russland fliegt seit anderthalb Jahren regelmäßige Angriffe mit Marschflugkörpern und Drohnen auf Odessa und Kiev, die praktisch nur zivile Ziele treffen. Genauso wie es mittlerweile mehrere Videos von Explosionen in den Überschwemmungsgebieten um Kherson gibt, die keine angeschwemmten Minen sein können (Einschläge in Dächer z.B.). Dass Russland keine besondere Rücksicht auf die DPR/LNR-Gebiete nimmt und die Kampfeinheiten von dort in den Häuserkämpfen von Luhansk und zu Beginn Bachmut praktisch aufgerieben hat (und das trotz der offiziellen Linie, dass der Schutz dieser Gebiete einer der Gründe für das Engagement dort ist) ist auch kein Geheimwissen. Oder, dass in der meistgesehenen politischen Sendung (Sonntagabend mit Solowjow) im russischen Fernsehen schon seit absehbar war, dass der geplante Blumenkrieg in der Wirklichkeit doch nicht so blumig wird, quasi jeden Tag mit Kernwaffen gedrohnt wird. In letzter Zeit, nach den Aktionen in Belgorod, auch auf russichem Staatsgebiet.

      Der Dammbruch macht ukrainische Operationen im Raum Kherson auf absehbare Zeit unmöglich, denn es wird Monate dauern, bis der Boden wieder befahrbar ist. Der gesamte Unterlauf des Dnipro ist jetzt nicht nur für amphibische Operationen (für die die Ukraine sowieso keine Kapazitäten hätte) als auch für Kommandounternehmen und Störaktionen (die es in der Vergangenheit durchaus gab) verloren. Das macht eine Menge Soldaten und Gerät frei. Was Russland dabei verliert ist der letzte Rest Landwirtschaft auf der Krim. Dass sich die russische Führung um die ukrainischen Gebiete südliches des Dnipro wirklich schert, kann ich mir bei der bisher gezeigten Brutalität nicht vorstellen. Die Ammoniak-Pipeline, die wichtig für die ukrainische Düngemittelversorgung ist zu beschießen wiederum, würde in die zahlreichen Versuche passen, das Getreide-Abkommen in irgendeiner Form zu torpedieren. Seit Beginn des Krieges war die Pipeline sowieso inaktiv, wirklich verloren geht also erst mal nichts. Und die Rückstände, die jetzt austreten, kontaminieren nicht das russisch besetzte Gebiet. Wieder ein Stück Land, das die Ukraine jetzt nicht für Operationen nutzen kann. Russland ist weder ohne Motiv noch erfahrungsgemäß mit den notwendigen Skrupeln ausgestattet.

      Aber darum geht’s hier eigentlich gar nicht, sondern darum, was schlimmstenfalls im Kernkraftwerk Saporischschja passieren kann.

  20. #24 hto
    9. Juni 2023

    O. G.: “… was schlimmstenfalls im Kernkraftwerk Saporischschja passieren kann.”

    Ob Russland oder die Ukraine, der direkte Beschuss könnte der nächste schäbige Versuch sein, den wir im Westen mit den Waffenlieferungen, bzw. mit dem KOLONIALISMUS im heuchlerisch-verlogenen Rahmen der GLOBALISIERUNG der “Dienstleistungsgesellschaft” (im Tittytainment) erst richtig befeuert haben.

    Es ist also so, daß das Risiko für die finale Eskalation mit Sicherheit wächst, wenn wir uns weiter auf die herkömmlichen Methoden der wettbewerbsbedingten “Kommunikation” beschränken/verlassen, dann wird es bald absolut keine Möglichkeiten mehr geben, über das Internet wirklich-wahrhaftigen Einfluss für wirklich-wahrhaftige Werte wie zweifelsfrei-eindeutige Vernunft zu bewirken.

  21. #25 Alexander
    9. Juni 2023

    @Oliver Gabath:

    Russland fliegt seit anderthalb Jahren regelmäßige Angriffe mit Marschflugkörpern und Drohnen auf Odessa und Kiev, die praktisch nur zivile Ziele treffen.

    Nach meinen Informationen werden nur militärische Ziele angegriffen. Da muss es aber extrem viele Aufnahmen von toten Zivilisten geben, die mir bisher entgangen sind!

    Genauso wie es mittlerweile mehrere Videos von Explosionen in den Überschwemmungsgebieten um Kherson gibt

    Überschwemmt wurden aber in erster Linie tiefergelegene Gebiete, die zufälligerweise bereits vor der Zerstörung des Staudamms von russischen Streitkräften besetzt waren? Beschießen sich die Russen also wieder selber?

    Seit Beginn des Krieges war die Pipeline sowieso inaktiv,

    Ob es sich um Erdgas-Pipelines durch die Nordsee, um einen Staudamm oder um eine Ammoniak-Pipeline handelt, “der Russe” sprengt grundsätzlich sein eigens Zeugs, obwohl er auch einfach Regler auf- oder zudrehen könnte. Einfach so. Weil er eben doof und sehr, sehr böse ist. Verstehe!

    Verzeihung, aber wenn der Blog-Artikel nicht einen viel besseren Eindruck auf mich gemacht hätte, dann hätte ich hier überhaupt nichts geschrieben!

    • #26 Oliver Gabath
      9. Juni 2023

      Nach meinen Informationen werden nur militärische Ziele angegriffen. Da muss es aber extrem viele Aufnahmen von toten Zivilisten geben, die mir bisher entgangen sind!

      Ich will hier nichts verlinken, aber schauen Sie mal regelmäßiger in die Twitter-Kanäle von NOELreports oder Tendar. Da werden sie fündig. Oder besser, gehen Sie dort ca. 1 Jahr zurück, denn mittlerweile holt die Flugabwehr zum Glück das Meiste vom Himmel. Oder lesen Sie den quellenreichen Wikipedia-Artikel.

      Überschwemmt wurden aber in erster Linie tiefergelegene Gebiete, die zufälligerweise bereits vor der Zerstörung des Staudamms von russischen Streitkräften besetzt waren? Beschießen sich die Russen also wieder selber?

      Dass die Gebiete besetzt sind, heißt nicht, dass dort viele russische Soldaten stationiert waren – die sind an den Fronten. Und nach mit gebrochenem Damm bedeutend freier einsetzbar. Leidtragende sind die Zivilisten dort.

      Ob es sich um Erdgas-Pipelines durch die Nordsee, um einen Staudamm oder um eine Ammoniak-Pipeline handelt, “der Russe” sprengt grundsätzlich sein eigens Zeugs, obwohl er auch einfach Regler auf- oder zudrehen könnte.

      Hatte Russland doch jeweils schon. Über die Ammoniak-Pipeline lief nichts mehr, die wieder-Inbetriebnahme in den nächsten Jahren ist fraglich, die Schäden werden, sobald man erst mal dran kann schnell behebbar sein und akut stört es die ukrainischen Operationen. Oder warum sollte die Ukraine den eigenen Aufmarschraum kontaminieren?

      Einfach so. Weil er eben doof und sehr, sehr böse ist. Verstehe!

      Besonders klug hat Russland bisher wirklich nicht agiert. Angefangen bei der völligen Fehleinschätzung des ukrainischen Willens. Aber davon abgesehen sind die Kriegsverbrechen in Bucha und Isjum dokumentiert und auch der berüchtigte Amnesty-International-Bericht von Mitte 2022 stellt fest, dass vereinzelte ukrainische Verbrechen systematischen russischen gegenüberstehen. Diese ganze Situation gäbe es nicht, hätte Russland die Ukraine nicht angegriffen.

  22. #27 Staphylococcus rex
    9. Juni 2023

    @ Alexander, da Sie hier offensichtlich großen Wert auf sprachliche Feinheiten legen (das akribische Zählen aller Verwendungen des Begriffs “Taktik der verbrannten Erde”) die Gegenfrage an Sie: Ist es Zufall, dass in Ihren Beiträgen der Begriff “Krieg” nicht auftaucht? Ein reichliches Jahr russischen Angriffskrieg als “Militäroperation” zu bezeichnen ist auch ein politisches Statement.

  23. #28 Joseph Kuhn
    9. Juni 2023

    “Alexander” verteidigt Ulrich Kutschera ebenso wie Wladimir Russland. Irgendwann in den letzten Jahren ist er geistig falsch abgebogen.

    Hier das vorläufige Ende meiner Diskussion mit ihm: https://scienceblogs.de/gesundheits-check/2023/02/11/manifest-fuer-frieden-oder-manifest-der-hilflosigkeit/#comment-124959

  24. #29 Joseph Kuhn
    9. Juni 2023

    … “wie Wladimirs Russland”, Genitiv, keine Umbennenung des Oben-ohne-Herrenreiters.

  25. #30 Karl Mistelberger
    mistelberger.net
    10. Juni 2023

    > #14 Staphylococcus rex, 9. Juni 2023

    Warum denn immer um den Brei herum reden?

    > Unstrittig dürfte eine nächtliche Explosion am Wasserkraftwerk sein. Ob dies die primäre Absicht war oder ob es sich um eine missglückte Entlastungssprengung handelt, weil als Folge des Krieges mehrere Notüberläufe defekt waren und der Damm durch Überfüllung strukturell geschwächt war, müssen die entscheiden, die mehr von der Statik derartiger Bauwerke verstehen.

    Viel näher liegt es Vladolf Putler beim Wort zu nehmen. Anlässlich des Überfalls auf die Ukraine erklärte er, dass Widerstand gegen die “Militärische Spezialoperation” mit einer Brutalität niedergeschlagen werde wie sie die Welt bisher noch nicht gesehen habe. Die Verminung und Sprengung aller Dämme am Dnipro ist seit einem Jahr ein in Russland viel diskutiertes Thema.

    > Angriffe auf Staumauern sind nicht ganz neu, im 2 Weltkrieg gab es Versuche mit Rollbomben und Tallboy-Bomben Staudämme anzugreifen, nach meiner Kenntnis mit eher durchwachsenen Ergebnissen. Eine verirrte Artilleriegranate dürfte dafür nicht ausreichen. Der Sprengstoff muss also entweder sehr gut platziert gewesen sein oder es muss eine große Menge davon verwendet werden.

    Der Dnipro Damm, der den Fluss zum Saporischschja-Stausee aufstaut wurde im zweiten Weltkrieg gesprengt:

    “Die Russen haben jetzt mit der Zerstörung des großen Staudamms von Dnjepropetrowsk bewiesen, dass sie wirklich vor Hitler die Erde verbrannt haben wollen, selbst wenn dies die Zerstörung ihrer wertvollsten Besitztümer bedeutet … Dnjeprostrowsk war für das sowjetische Volk ein Objekt der Verehrung. Seine Zerstörung zeugt von einem Widerstandswillen, der alles übertrifft, was wir uns vorstellen konnten. Ich weiß, was dieser Damm für die Bolschewiki bedeutete … Er war das größte, spektakulärste und populärste aller immensen Projekte des ersten Fünfjahresplans … Als der Dnjepr-Damm gebaut wurde, war er der größte der Welt, und so nahm er in der Vorstellung und Zuneigung des sowjetischen Volkes einen Platz ein, der für uns nur schwer zu begreifen ist … Stalins Befehl, ihn zu zerstören, bedeutete für die Russen gefühlsmäßig mehr, als es für uns bedeuten würde, wenn Roosevelt die Zerstörung des Panamakanals anordnete.

    Die Flutwelle tötete 20.000 bis über 100.000 ahnungslose Zivilisten sowie Offiziere der Roten Armee, die den Fluss überquerten. Der Damm wurde 1943 von sich zurückziehenden deutschen Truppen teilweise wieder gesprengt, obwohl eine andere Quelle besagt, dass der deutsche Versuch von den Sowjets vereitelt wurde. Letztendlich wurde der Damm stark beschädigt und die Kraftwerkshalle fast zerstört. Beide wurden zwischen 1944 und 1949 wiederaufgebaut.”

    https://en.wikipedia.org/wiki/Dnieper_Hydroelectric_Station

    Nichts Neues im Osten.

  26. #31 hto
    10. Juni 2023

    O. G.: “Diese ganze Situation gäbe es nicht, hätte Russland die Ukraine nicht angegriffen.”

    Wegen der offensichtlichen …, formuliere ich die Frage mal um: Welches Risiko für das “Zusammenleben” der “Weltgemeinschaft”, geht vom Kolonialismus der “Globalisierung der Dienstleistungsgesellschaft” aus?

    Ich erinnere an den Film “2022, die Überleben wollen” (Soylent Green), wo die Ignoranz dem Klimawandel gegenüber auch eine große Rolle spielt, ausserdem an KI, die, wie die Industrialisierung durch die Dampfmaschine, bisher nur dem wettbewerbsbedingten Wohl und nicht dem Gemeinwohl ausgerichtet spekuliert.

  27. #32 hto
    Kommunikationsmüll
    10. Juni 2023

    Joseph Kuhn: “Irgendwann in den letzten Jahren ist er geistig falsch abgebogen.”

    In der KONFUSION des geistigen Stillstandes seit Mensch erstem und bisher einzigen geistigen Evolutionssprung, kann besonders der “Einzelne” NICHT geistig irgendwas! 😉

    Mensch bedeutet IMMER ALLE, deshalb ist die repräsentative Masse (zeitgeistlich-systemrational-gebildete Suppenkaspermentalität) IMMER mitverantwortlich für die menschenfeindliche Symptomatik dieser daraus resultierenden Welt- und “WERTEORDNUNG”.

    Das Verdrehen der Wahrheit, welche die Säkularisierung und die menschenUNwürdige Deutungshoheit überhaupt erst möglich gemacht hat, ist eine Tradition der wettbewerbsbedingten Dumm- und Verkommenheit, denn die brutalen Geschichten/Metaphern der Bibel sind nur Spiegelbilder die IMMERNOCH in gleichermaßen unverarbeiteter/gepflegter Bewusstseinsschwäche wirken – Möglichkeiten in/von geistig-heilendem Selbst- und Massenbewusstsein nur, wenn Mensch das wettbewerbsbedingt-konfusionierte “Individualbewusstsein” aufgibt, das wäre dann mal ein “Abbiegen” entsprechend der wirklich-wahrhaftigen Vernunftbegabung!

  28. #33 echt?
    10. Juni 2023

    Wer einen Krieg beginnt, ist für seine Folgen verantwortlich. Wer das nicht sehen will, ist ein Spinner oder Troll oder dumm – freie Auswahl möglich.

    PS: “des gleichermaßen imperialistisch-faschistischen Erbensystems”. Können wir nicht zusammen legen, damit hto irgendetwas erbt und hier nicht mehr frustriert rumlaicht? Sorry für diese harten Worte zum Wochenende.

  29. #34 irgendwer
    10. Juni 2023

    Welches Risko ?
    “eine Gefahr bestehe für Mitteleuropa nicht”,
    Man muss nicht von einem Gau ausgehen, es reicht das Potential der Brennstäbe, die dort gelagert sind.
    Ein Brennelement enthält 500 Kg Uran und hat etwa 200 Brennelemente = 100 Tonnen Uran. Bei der Größe des KKW Saporichschija wären das etwa 400 Tonnen Uran.
    Wenn die in falsche Hände kommen, dann ist die Aussage “keine Gefahr” nicht mehr zutreffend.

  30. #35 hto
    Holographische Konfusion
    10. Juni 2023

    Irgendwer: “Welches Risko ?”

    Das Risiko besteht in der LOGISCHEN Eskalation der wettbewerbsbedingten Symptomatik, wenn der Wettbewerb um die Deutungshoheit weiterhin die Kommunikation bestimmt!!!

  31. #36 irgendwer
    10. Juni 2023

    hto
    richtig, jede Handlung beginnt im Kopf.
    Das ist die Reihenfolge: Denken, Reden, Handeln.

    Wenn man über Gefahr spricht, dann muss man auch diese Reihenfolge einhalten.
    Wie denkt Putin, wie redet Putin, was macht Putin.

    Und vorallem , was meint Oliver dazu ?

  32. #37 wereatheist
    10. Juni 2023

    Der Beitrag von Uran zur Radioaktivität von ver(/ stärker ange)brauchtem Nuklearbrennstoff ist weniger als ein Millionstel, wenn ich mich nicht übelst verrechnet habe.
    Das ‘Potential’ ist schon seit über einem Jahr in falschen Händen.
    Weder diese noch die richtigen Hände werden das Zeug dort weg transportieren, dazu bräuchte es Castoren(-Äquivalente) und davon gibt es nicht sehr viele. Unter Kriegsbedingungen ist das sowieso Irrsinn.
    Man kann nur auf den “minimalen politischen Willen”, eine Kontamination des Umlands zu vermeiden, hoffen

  33. #38 Oliver Gabath
    10. Juni 2023

    Aus dem Tagesschau Liveblog von heute

    Shutdown des letzten Reaktors im AKW Saporischschja

    Die ukrainische Atomenergiebehörde hat angesichts der Überschwemmungen durch den Bruch des nahe gelenen Kachowka-Damms den letzten noch in Betrieb gewesenen Reaktor im Atomkraftwerk Saporischschja abgeschaltet. Für die fünf anderen Reaktoren in der von Russland besetzten Atomanlage war bereits ein sogenannter kalter Shutdown vorgenommen worden.

    Die Behörde Enerhoatom teilte mit, für Saporischschja bestehe wegen des Damm-Vorfalls “keine direkte Gefahr”. Mit dem Wasser im zum Damm gehörenden Staubecken war das Atomkraftwerk gekühlt worden. Die Entscheidung zum Shutdown sei auch wegen Beschusses in der Gegend der Atomanlage ergriffen worden, teilte Enerhoatom mit.

    Ich vermute, dass da was in der Übersetzung hängen blieb und die ukrainische Atombehörde eigentlich sagen wollte, dass der letzte Reaktor jetzt definitonsgemäß im Cold Shutdown ist, d.h. die Nachzerfallswärme ist so weit abgeklungen, dass die Zerstörung des Kachowka-Staudamms auch für diesen Reaktor keine unmittelbare Gefahr mehr darstellt.

    Mir war ehrlicherweise gar nicht bewusst, dass da noch ein Reaktor im Hot Shutdown war.

  34. #39 Uli Schoppe
    11. Juni 2023

    echt?
    10. Juni 2023

    Wer einen Krieg beginnt, ist für seine Folgen verantwortlich.

    Kein Widerspruch. Solange Du das konsequent durchziehen willst. Und das Interventionsverbot konsequent für alle gilt. Auch für schon mal verurteilte Völkerrechtsverletzer; Nicaragua gegen United States of America…

  35. #40 echt?
    12. Juni 2023

    Latürlich!

  36. #41 naja
    12. Juni 2023

    @ hto
    “Das Risiko besteht in der LOGISCHEN Eskalation der wettbewerbsbedingten Symptomatik, wenn der Wettbewerb um die Deutungshoheit weiterhin die Kommunikation bestimmt!!!”

    Anders geht es nicht. Es gibt mittlerweile ca 8 Milliarden Menschen und mit sozialen Medien die Möglichkeit, seine Gedanken global mitzuteilen. Es wird nicht möglich sein, den Wettbewerb um Deutungshoheit zu beenden, nicht mal einzudämmen, nicht mal Erdogan, Putin oder Xi schaffen das. Zum Glück.
    Auch Sie (und ich) befinden sich auf scienceblogs zB in einem Wettkampf um Deutungshoheit, der die Kommunikation bestimmt. Damit eskalieren auch Sie hier und sind mitverantwortlich für die logische Eskalation der (imperialistisch faschistischen?) wettbewerbsbedingten Symptomatik. Das ist die wirklich wahrhaftige äh Realität!!!!

  37. #42 hto
    12. Juni 2023

    @naja: “Damit eskalieren auch Sie hier und sind mitverantwortlich für die logische Eskalation der (imperialistisch faschistischen?) wettbewerbsbedingten Symptomatik.”

    Ich eskaliere/nötige hier höchstens die ignorante Arroganz zu stumpf- wie blödsinnigen Überschussreaktionen, die Sündenbockfunktion für den imperialistischen Faschismus und seine wettbewerbsbedingte Symptomatik passt nicht annähernd.

  38. #43 Alexander
    13. Juni 2023

    Zu #3:

    https://www.moonofalabama.org/2023/06/kakhovadam.html

    Kann gut sein. Muss aber nicht. Jedenfalls keine schlechte Arbeit!

    • #44 Oliver Gabath
      13. Juni 2023

      Viel Geraune, viel “hätte” und “könnte” und Verweise auf Pläne, die nicht umgesetzt wurden, obwohl sie damals zumindest Sinn gemacht hätten, als Russland noch 25.000 Soldaten zwischen den ukrainischen Linien und den überschwemmten Gebieten bei Kherson stationiert hatte.

      Währenddessen zieht Russland Truppen aus der Region Kherson ab und verlegt sie in den Osten. Was man erwarten würde, wenn man angegriffen wird und der Aufmarschraum des Gegners durch Hochwasser und dessen Folgen verlegt ist.