Grenzen wurden in der europäischen Geschichte seit jeher gezogen, wobei mit ihrer Funktion der territorialen Abgrenzung zu einem anderen Raum eine damit vollzogene kulturelle Bestimmung einhergeht. Die Grenze als solche ist demnach tief im europäischen Bewusstsein und in der Geistesgeschichte verwurzelt. Insbesondere im Kontakt mit anderen, fremden Kulturen und als Mechanismus der Unterwerfung führte die…
Viel ist schon diskutiert worden über die Bologna-Reform. Beinahe jeder – ob Student, Hochschullehrer oder interessierter Bürger – hat sich mit der Hochschulreform auseinandergesetzt. Doch wie steht es wirklich mit den Zielen der Bologna-Reform? Konnten sie bis zum Ende der ersten Dekade des 21. Jahrhunderts erreicht werden? Und wer steht eigentlich dahinter? Diesen und vielen…
Ein Sektionsbericht von Daniel Rübel Stefan-Ludwig Hoffmann begrüßte den vollen Raum 1.205 am ersten Programmtag des Historikertags zu der Sektion “Genealogie der Menschenrechte”. Gleich zu Beginn informierte er die Anwesenden, dass einer der Referenten, Herr Kopeček, krankheitsbedingt nicht anreisen konnte. Die vier ursprünglich geplanten Vorträge sollten sich in zwei Blöcke aufteilen: Die von Samuel Moyn…
Historische Urteilskompetenz im Rahmen von Bildungsstandards – Möglichkeiten und Grenzen?
Unter diesem schwer greifbaren Titel fand am Donnerstag, 30.09.2010, im gut gefüllten Audimax des Grimmzentrums ein hochinteressanter Vortrag zur aktuellen Debatte um den Geschichtsunterricht in Deutschland unter der Leitung von Jörg Ziegenhagen statt. Von Bernhard Schell Zu Beginn dieser Sektion erläuterte Professor Peter Schulz-Hageleit einige zentrale Begriffe, wie z.B. Domäne, Grenzüberschreitung, Kompetenz und Urteil, die…
Bereits am ersten Tag des Deutschen Historikertags war die Sektion „Die Donau – Umweltgeschichte und Grenzüberschreitung” gut besucht. Von Julia Naßutt Der interdisziplinäre Forschungsbereich Umweltgeschichte beschäftigte sich dabei mit dem zweitlängsten Fluss Europas, der mit einer Länge von mehr als 2.800 Kilometern einen wichtigen Schauplatz menschlichen Handelns während der Frühneuzeit in Europa darstellte. Der Fluss…
Die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt Mainz wird im Jahr 2012 Gastgeber von Europas größtem geisteswissenschaftlichen Fachkongress.
Professor Peter Heine, Lehrbeauftragter an der Gastgeberuniversität des 48. Historikertags, eröffnete die Sektion „Boundaries and crossing boundaries in Islamic culinary culture” mit seinem Vortrag „Migration und kulinarischer Wandel”. Von Christina Thenuwara Kulinarische Besonderheiten sind gemeinschaftsprägend und grenzziehend zugleich. Einleitend ging er auf er auf klassische Stigmata ein, die der kulinarischen Grenzziehungen zwischen Nationen, aber auch…
Im Schülervortrag „Römische Militärschiffe am Nassen Limes” von Christoph Schäfer, Professor an der Universität Trier, wurden die Nutzungsbereiche, Aufgaben und Eigenschaften, vor allem aber die verschiedenen Arten und Herstellungswege römischer Militärschiffe behandelt. Von Thomas Geier Als Nassen Limes bezeichnet man die als Erweiterung zum Limes genutzten Bereiche von Donau und Rhein. Je weiter sich das…
“Ohne Grenzen ist keine Erkenntnis möglich.” – Auf den ersten Blick eine seltsame Feststellung, sind Grenzen doch im Alltag eher Hindernisse, die das Vorwärtskommen erschweren. Dennoch sind wir als Menschen auf Grenzziehungen angewiesen. Spätestens seit Descartes’ berühmtem Ausspruch ist das Subjekt in den Mittelpunkt seiner eigenen Welt gerückt. Von Daniel Rübel Damit verbunden ist eine…
Dass der von vielen als trocken empfundene Forschungsbereich Wirtschaftsgeschichte immer mehr in den Blickwinkel des historisch interessierten Fachpublikums rückt, ist einer der Eindrücke, die sich am ersten Vormittag des 48. Deutschen Historikertages sammeln ließen: Schnell nämlich war der Seminarraum überfüllt, in dem fünf Wissenschaftler ihre Beobachtungen und Thesen zur Entstehung und Entwicklung des modernen Unternehmens…



