zoon politikon Leserinnen und Leser sind schon gewarnt. Ich werde hier regelmässig auch über helvetisches berichten. Am 30 November sind wir wieder einmal zu den Urnen gerufen. Also muss ich wieder einmal meines Amtes als Schweizer Botschafter bei Scienceblogs walten und einen weiteren Teil der Serie “Über all das stimme ich ab” veröffentlichen.

Das Internet weiß es: Obama wird Präsident. Eine Analyse der Suchbegriffe bei Google hat ergeben, dass Barack Obama vor der morgigen Wahl weit vor John McCain liegt. Das alleine ist noch keine Überraschung. Interessant ist der Vergleich mit den Zahlen von Bush und Kerry 2004. Da war es genau umgekehrt.

Als die parteiinternen Primärwahlen in den USA noch voll in Gange waren und sich Hillary Clinton und Obama um die Kandidatur stritten, hatte die New York Times (die damals noch Clinton unterstützte) einen witzigen Artikel veröffentlicht. In Anlehnung an die Werbung von Apple stellte die Zeitung fest: Obama ist ein Mac und Clinton ein PC.

In der britischen Times habe ich heute einen Artikel gefunden der über einen Versuch berichtet, Obama mit der Hilfe eines Professor in Oxford und den Mitteln der Wissenschaft mit Bill Ayers in Verbindung zu bringen.

Jeder kennt das: Man denkt tagelang über ein Problem nach. Tag und Nacht. Und am Ende gibt es eine ganz einfache, fast banale, Lösung. Und man fragt sich, warum man nicht gleich darauf gekommen ist.

Der bekannte Literaturwissenschaftler Albrecht Koschorke (“Die heilige Familie und ihre Folgen“, “Die Inszenierung einer Perversion“, “Der fiktive Staat“) hat einen Aufruf gegen die Angleichung der Semesterzeiten initiiert.

Zwei Portale im Internet zu den Themen Gentechnik und Stammzellen. zellux.net und wie-weit-wollen-wir-gen sind fast komplementär aufgebaut und beide haben Stärken und Schwächen: zellux.net ist statisch, informativ und wenig übersichtlich. wie-weit-wollen-wir-gen.de ist dynamisch, fachlich unterbesetzt und wenig frequentiert. Wie kann Wissenschaft thematisch fokusiert am besten kommuniziert werden?

President Bush said, “If God had wanted us to have better weapons of math instruction, he would have given us more fingers and toes.”

In den letzten Tagen wurde in verschiedenen Medien darauf hingewiesen, dass Umfragen keine Wahlergebnisse sind (ein Beispiel dazu liefert die SZ). McCain selber sagte, dass er Umfragen nicht traue und zuversichtlich sei, das Rennen noch gewinnen zu können. Obwohl Umfragen in der Vergangenheit sehr wohl oft falsch lagen (und falsch liegen werden) sieht es trotzdem…

Das bekannteste Werk des Zoologen und begnadeten Zeichners Ernst Haeckel (1834-1919) sind die Bände “Kunstformen der Natur”. Die Komplettausgabe inclusive einhundert Farbtafeln mit detaillierten Abbildung von zum Teil erstmalig beschriebenen Arten ist frei und in hoher Auflösung im Internet zugänglich.