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Ein Konzern wird zum Satan erklärt. Aber was sind die Fakten?

Monsanto ist der Feind. Das als Weltkonzern inkarnierte Böse, Satans Eintrag im Firmenbuch, ein Hybrid aus Darth Vader, Hannibal Lecter und Sauron. In ihrer Firmenzentrale steht ein Schrein mit Hitlers Schnurrbart, regelmäßig beträufelt mit dem frischen Blut flauschiger Katzenbabys, und selbst der hält es dort nur aus, weil er Angst vor den genmanipulierten Frankenstein-Superpflanzen hat, die ihn dort Tag und Nacht bewachen.

So ungefähr ist der Eindruck, der sich aufdrängt, wenn man die Internetberichterstattung über den Biotech-Konzern Monsanto und seine Übernahme durch Bayer mitverfolgt. Das „Monsanto-Tribunal“ soll im Oktober 2016 in Den Haag zusammenkommen und ein Urteil fällen – das klingt nach internationalem Gerichtshof, nach schwerer Schuld und strafrechtlicher Relevanz. Dass es sich in Wahrheit bloß um eine NGO mit frecher PR-Strategie handelt, wird gerne übersehen. Unter dem Hashtag #monsantoevil kann man schockierende Fakten über den Konzern nachlesen, basierend auf bunten handgeschriebenen Postern und ähnlich seriösen Quellen.

Es wird Zeit, tief durchzuatmen und zur Rationalität zurückzukehren: Monsanto ist nicht böse, Monsanto will uns nicht töten, und Monsanto ist auch kein edler Heiland, der aus purer Menschenliebe den Hunger auf der Welt beseitigen wird. Monsanto ist ein Biotechnologiekonzern und macht genau das, was ein Biotechnologiekonzern eben tut: Produkte entwickeln, verkaufen, Geld verdienen. Solche Produkte können positive oder auch negative Auswirkungen haben. Darüber kann man sachlich diskutieren, jede Aufregung ist unnötig.

Gerücht 1: Monsanto vergiftet uns mit Glyphosat

Über den Wirkstoff Glyphosat wird besonders emotional diskutiert. Er ist der wesentliche Bestandteil des Herbizids Roundup, das von Monsanto verkauft wird. Der Wirkmechanismus von Glyphosat ist genau bekannt: Es blockiert ein bestimmtes Enzym, das die Pflanzen zum Überleben brauchen. Wir Menschen haben dieses Enzym nicht, daher bringt Glyphosat das Unkraut um, lässt uns aber weitgehend in Ruhe. In den Frühstückskaffee sollte man sich Glyphosat natürlich trotzdem nicht mischen, das macht man schließlich mit anderen Unkrautvernichtungsmitteln auch nicht. Aber Studien zeigen, dass Glyphosat im Vergleich zu anderen Herbiziden (auch zu solchen, die in der Bio-Landwirtschaft verwendet werden) recht umweltschonend und ungefährlich ist. Seine Giftigkeit für Tier und Mensch ist gering, gefährlich wird es erst in einer Dosis, der realistischerweise niemand ausgesetzt sein wird. Außerdem breitet es sich im Boden nicht besonders gut aus, auch das ist ein Vorteil.

Durch Genmanipulation kann man Pflanzensorten herstellen, die resistent gegen Glyphosat bzw. Roundup sind – man nennt sie „Roundup Ready“. Das macht Monsanto, man verkauft also spezielle Gentech-Sorten und dazu ein Herbizid, das genau diese Sorten verschont, aber das Unkraut tötet.

Das ist grundsätzlich weder gut noch böse, sondern einfach eine moderne Form der Unkrautbekämpfung. Man kann sie mit anderen Methoden vergleichen, etwa mit dem ökologisch recht bedenklichen Kupfersulfat, das in der Biolandwirtschaft eingesetzt wird. Eines sollte man aber nicht machen – nämlich Herbizide insgesamt ablehnen. Wir werden niemals eine Landwirtschaft ohne Herbizide haben, das ist einfach nicht möglich. Wir müssen die Vor- und Nachteile, die jedes Herbizid eben hat, untersuchen und gegeneinander abwägen.

Einiges spricht für Glyphosat – anderes auch dagegen: Es gibt Hinweise darauf, dass es in vielen Fällen auf unkluge Weise eingesetzt wurde. Wenn man Glyphosat in großem Stil verwendet, passiert genau das, was auch bei jedem anderen Herbizid geschieht: Man erzeugt Resistenzen. Irgendwann kommt es bei dem Unkraut, das man vernichten möchte, zu zufälligen Mutationen, das Unkraut wird unempfindlich gegenüber Glyphosat und wächst auf den mit Roundup besprühten Feldern fröhlich weiter. Es gibt Statistiken, die besagen, dass in den USA aus diesem Grund der Herbizidverbrauch durch Glyphosat sogar gestiegen ist. Andere Studien über herbizid-resistente Baumwolle zeigen einen Rückgang des Herbizidverbrauchs.

Dieses uneinheitliche Bild ist für Monsanto etwas peinlich, weil man mit Glyphosat und den speziellen Glyphosat-resistenten Nutzpflanzen den Herbizidverbrauch eigentlich senken wollte. Glyphosat ist in gewissem Sinn ein Opfer seines eigenen Erfolgs geworden: Früher wurden unterschiedliche Herbizide verwendet, durch Pflügen wurde Unkraut in den Boden eingearbeitet. Nun setzt man oft ausschließlich auf Glyphosat – eben weil es so gut funktioniert, vergleichsweise ungiftig ist und gegen viele verschiedene Sorten von Unkraut wirkt. Dass man genau dadurch Resistenzen begünstigt, ist wenig überraschend. Die Lösung wird wohl eine ökologisch kluge Kombination unterschiedliche Unkrautvernichtungsmethoden sein – das propagiert mittlerweile auch Monsanto selbst.

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Kommentare (147)

  1. #1 Steffen
    Sankt Egidien
    September 16, 2016

    Beschäftigt in der Medizin!
    Es schließt sich ein wunderbarer Kreislauf Bayer AG stellt Produkte für Chemotherapie her verdient unermesslich!
    Bayer kauft Monsanto und läßt es sich richtig was Kosten!
    Fazit: Nahrung macht Menschen krank kranke Menschen brauchen Medizin !!!
    Gewinner ? Bayer! Glückwunsch!

  2. #2 Willi
    Wien
    September 16, 2016

    Kupfersulfat wird übrigens auch in der konventionellen Landwirtschaft verwendet. Der entsprechende Abschnitt im Artikel suggeriert, als sei dies nur bei biologischer Landwirtschaft der Fall. Laut AGES ist die Menge des Kupfers im Boden bei konventioneller und biologischer Landwirtschaft in etwa gleich groß. https://www.ages.at/themen/landwirtschaft/pflanzenschutzmittel/forschung/kupfer-im-pflanzenschutz/ergebnisse-des-kupferprojekts-verfuegbar/

    Meist werden bei konventioneller Landwirtschaft Biozide und synthetische Pestizide gleichzeitig verwendet…

  3. #3 manni66
    September 16, 2016

    @Steffen Nahrung macht Menschen krank? Ja, wenn man sich einseitig ernährt. Dann gibt’s z.B. Vitamin A Mangel. Dagegen hilft goldenen Reis. Ach nee, das ist ja Gentechnik – lieber sterben!

  4. #4 Tru
    September 17, 2016

    Du könntest auch gleich bei monsanto in der PR-abteilung arbeiten, wenn dir die negativen gerüchte über monsanto so sehr stören. Oder besser gesagt für den “Schutzengel” Bayer, du Schaf.

  5. #5 Barton Fink
    September 17, 2016

    @Tru:
    Hast du ein Argument oder bist du nur zum Plärren gekommen?

  6. #6 rolak
    September 17, 2016

    zum Plärren gekommen?

    Nicht so weit vorgreifen, Barton, Tru ist ja nicht einmal zum Schreiben-Lernen gekommen…

  7. #7 Dr. Webbaer
    September 17, 2016

    Liest sich sehr balanciert, dieser fette Artikel, vielen Dank für die Bereitstellung.

    Es gibt wohl traditionalistische, antikapitalistische und ökologistische Gegner der Genveränderung von Pflanzen.
    Eine große Menge derartiger Kritik kann schnell abgebügelt werden, nicht aber grundsätzliche, sittliche (‘Agent Orange’, an dieser Stelle sei nicht nur Monsanto, sondern auch Bayer gegrüßt) nicht, auch das Eigentumsrecht auf die Pflanze ist gemeint, dies ist per se problematisch, und philosophisch gehaltene nicht.

    Denn, im philosophischen Sinne, aber auch biologisch nachvollziehbar bis zustimmungsfähig, findet bei der Genveränderung etwas statt, dass umfänglich nicht verstanden wird (‘verstanden werden kann’ ginge auch), das auf das biologische Leben dieses Planeten höchsten Einfluss hat und potentiell gefährlich ist, weil es eben nicht zur Gänze verstanden werden kann.

    Insofern spielen hier Risk-Reward-Überlegungen eine besondere Rolle, die Regierungen sollten im Auftrag des Souveräns hier ein besonderes Auge drauf haben.
    Die Medien auch, der Schreiber dieser Zeilen konsumiert gerne auch WebLogs, insofern schließt sich der Kreis (dieses Feedbacks).

    MFG + schönes Wochenende noch,
    Dr. Webbaer

  8. #8 Thomas
    Wien
    September 17, 2016

    Danke für diesen wirklich interessanten und informativen Artikel.

  9. #9 Simon
    September 17, 2016

    Ich persönlich finde allein die Artikel Einleitung komplett unglaubwürdig und überzogen. Es ist weltweit bekannt das Monsanto ein eher mafiöses als seriöses Unternehmen ist. Genau so bekannt sind viele ihrer Methoden um ehrlichen Bauern ihre Felder wegzunehmen oder um ihnen ihr genverändertes Saatgut aufzuzwingen. Das nun ein riesiger Chemie Konzern wie Bayer Monsanto kauft ist für jeden halbwegs intelligenten Menschen ein eindeutiges Zeichen. Sie jedoch schreiben so als wenn sie die nun auftretenden Ängste lächerlich finden und als wenn alles ein riesigeschönes Missverständnis wäre.

    LG

  10. #10 zimtspinne
    September 17, 2016

    Monsanto ist eigentlich nur die logische Fortsetzung der Neolithische Revolution.
    Überlebensnachteilig für den einzelnen, aber gut geeignet für den Futtertrog von Menschenmassen, damit noch mehr Menschenmassen heranwachsen können.

  11. #11 Wolf
    Düsseldorf
    September 17, 2016

    Eigentlich ein netter Beitrag, nur wurde hier an entscheidender Stelle viel zu kurz gesprungen. Wenn hier (wie in Beispiel 2) behauptet wir, dass sich Monsanto nur an geltendes Recht halten würde, dann sollte spätestens hier mal beleuchtet werden, wer die Gesetzte in den USA gemacht hat. Schnell wird dabei klar, dass nicht die Gentechnik das Problem ist, sondern die fast schon mafiösen Verbindungen von Monsanto zu höchsten Regierungstellen. Das geht soweit, dass selbst die US-Regierung für Monsanto im Ausland interveniert (und dies nicht mit Samthandschuhen). Das ist das eigentliche Problem dieser Firma. Sie steht zum Teil außerhalb der Gesetzte. Schade, das dieser Punkt hier nicht mal gestreift wurde.

  12. #12 Dr. Webbaer
    September 17, 2016

    @ zimtspinne :

    Das Sesshaft-Werden des hier gemeinten Primaten ist Voraussetzung für die Politik (‘Polis’) und Zivilisation (“Bürgerwerdung”) [1], es ist ein soziales (vgl. mit Ihrem ‘Überlebensnachteilig für den einzelnen’) Fortkommen und es ist nicht zwingend erforderlich in die Gendatenhaltung spekulativ einzugreifen.
    Abär – Sichten unterscheiden sich, der eine meint so, der andere so, Nice1 da oben auch das mit den ‘ehrlichen Bauern’.

    MFG
    Dr. Webbaer

    [1]
    Sprache, zumindest: festgehaltene, war hier die ‘logische Fortsetzung’.
    Der dem o.g. Primaten nunmehr mögliche Zugriff oder Eingriff in die Gendatenhaltung ist nicht ‘logisch’, sondern vielleicht stringent und ‘Risk-Reward-Überlegungen’ folgend.
    Ihr Kommentatorenfreund hat sich insofern auch immer amüsiert, wenn Spock im falschen Moment ‘logisch’ gesagt hat.

  13. #13 Operation Ranch Hand
    Um Ulm drumrum
    September 17, 2016

    Entwickelt wurden die herbizidtoleranten Pflanzen in den Labors der Agrarkonzerne, die sich den Absatzmarkt für ihre chemischen Pflanzenschutzmittel sichern wollten. Hier wurde die Pflanze zum Gift gebracht.

    Das Motiv für die Entwicklung gentechnisch veränderter Nutzpflanzen ist die Möglichkeit ihrer Patentierung. So nutzen die Konzerne (in seltenen Fällen auch öffentliche Forschungsinstitute) die Option, ein Patent auf die von ihnen gentechnisch veränderten Pflanzen oder auch auf bestimmte Gene anzumelden. Während bei konventionellen Pflanzenzüchtungen über das Sortenschutzgesetz lediglich einzelne Sorten geschützt und vermarktet werden können, dürfen Gentechunternehmen über das Patentrecht gleich mehrere Pflanzenarten auf einmal für sich schützen: all jene, in die sie ein bestimmtes Gen eingebracht haben. Ist schon der Sortenschutz ein Angriff auf das uralte Recht von Bauern und Bäuerinnen, aus ihrer Ernte Saatgut zurückzubehalten, zu tauschen und selbst weiterzuentwickeln, so wird die Kontrolle über das Saatgut durch private Konzerne potenziert, wenn ein Patentrecht Patente auf lebende Organismen (Tiere, Pflanzen, Gene) erlaubt. Für den Fall, daß Patente auf Pflanzen in bestimmten Ländern nicht durchsetzbar sind, hat die Industrie bereits vorgesorgt. Mit der “Terminatortechnologie” wurden Pflanzen entwickelt, die nach der Ernte steril sind. Ihre Verwendung zur Wiederaussaat ist unmöglich, was einen jährlichen Neukauf des Saatgutes nötig macht. Bei der Entwicklung gentechnisch veränderter Pflanzen und der Möglichkeit, sie patentieren zu lassen, geht es also letztlich darum, wer die Grundlagen der menschlichen Ernährung kontrolliert.

    Überhaupt sind hier zwei Dreckstiefel zusammengekommen, die viele Leichen im Keller haben, Monsanto: Agent Orange in Vietnam; Einsatz von Round-up zur Besprühung von Dörfern und Wald in Südamerika, und Bayer: ebenfalls Vietnam; Bestellung 4300 Zwangsarbeiter (III. Reich) für Experimente, an die man sich bis zum Jahr 2000 partout nicht mehr erinnern konnte. Aber gegen Alzheimer hat Bayer ja kürzlich die medizinische Sensation ausgerufen.
    Empfinde Herr Aigners Beitrag als Kniefall vor Monsatan.

  14. #14 Alex
    September 17, 2016

    Hallo Florian,

    vielen Dank für diesen sehr informativen Artikel.
    Wirklich klasse, und bestätigt auch meine recherchen zu diesem Thema.

    Und klar, ein Konzern wie Monsanto ist kein Wohltäter aber auch kein Teufel.
    Wie 90% aller Großkonzerne eben.

  15. #15 Dr. Webbaer
    September 17, 2016

    Unternehmen der Wirtschaft handeln amoralisch (vs. unmoralisch), sollten sie moralisch erscheinen, liegt Marketing vor, sollten sie unmoralisch erscheinen, Unternehmung oder Vorhaben [1] anderer, die dbzgl. angeben.

    Unternehmen handeln per se amoralisch, dies könnte sich allgemein gemerkt werden.

    MFG + schönes Wochenende noch,
    Dr. Webbaer

    [1]
    NGOs und so, auch diese sind regelmäßig Wirtschaftsunternehmen, 501(c) – Organisationen, steuerbegünstigt, aber wirtschaftlich tätig, vgl. :
    -> https://en.wikipedia.org/wiki/501(c)_organization

    Kein Staat sollte Derartiges, aus liberaler Sicht, zulassen.

  16. #16 zimtspinne
    September 17, 2016

    @ Webbaer
    Nun gut, wir sind ja einigermaßen heile wieder herausgekommen, aus dem großen Rückschritt, den die Sesshaftwerdung mit sich brachte. Immerhin haben wir auch längst wieder die Körpergröße mesolithischer Jäger- und Sammlergesellschaften erreicht, die zwischenzeitlich mal drastisch abgesunken war, wir bzw unsere Vorfahren haben erfolgreich Pest, Syphilis, Typhus und das böse Mutterkorn aus dem Roggen überlebt, jedoch sieht das für die Monsanto-Opfer äh Nutznießer des tollen Reises schon wieder alles nicht so pompös aus.

    Reis als Mono-Ernährung, auch wenn dieser gentechnisch aufgepäppelt wird, ist einfach nicht der Bringer.
    Bäh, ich kann Reis ja persönlich gar nicht leiden, das geschmacklose Pappzeuch, höchstens mal in einer Paella akzeptabel. oo

    Die Kriegskomponente um Monsanto herum ist auch daher so fein eine schicksalhafte Konsequenz (ist das besser als logisch?) als dass das ganze Ungemach des Ackerbaus & Viehzucht ja ursprünglich (vermutlich) auf kriegerische Auseinandersetzungen und Ressourcenkämpfe zurückzuführen ist. In Folge nahm die Populationsdichte zu. Leider nicht der Gesundheitszustand der “Probanden”.
    Es gibt auch die These, rituelle Rauschzustände waren Motor der Sesshaftwerdung, aber ich bleibe sekptisch in dieser Sache.
    Das ist dann wieder Futter für Verschwörungstheorien. Monsanto schleust Drogen ins Getreide^^

  17. #17 Karl Mistelberger
    September 17, 2016

    > #10 zimtspinne, September 17, 2016
    > Monsanto ist eigentlich nur die logische Fortsetzung der Neolithische Revolution. Überlebensnachteilig für den einzelnen, aber gut geeignet für den Futtertrog von Menschenmassen, damit noch mehr Menschenmassen heranwachsen können.

    Schon die Bolschewiki haben wirksame
    Gegenmaßnahmen
    demonstriert.

  18. #18 peter weismann
    September 17, 2016

    “Ganz so übel kann die moderne Landwirtschaft also nicht sein.”

    Das ist nun ein wenig dürftig im Vergleich zum sonstigen Artikel.
    Landwirtschaft ist grundsätzlich ein Leben vernichtendes Handwerk. Schon die Steinzeit-Menschen mit rein mechanischen Bearbeitungsmethoden hatten ja zum Ziel, der angebauten Nutzpflanze einen Überlebensvorteil gegenüber natürlichen Konkurrenten zu verschaffen. An dieser Zielsetzung hat sich seither nichts geändert, sie ist der Grundsatz beim Anbau von Lebensmitteln im Unterschied zum Sammeln von natürlich gewachsenen.
    Nur durch sorgfältigen Umgang mit der Ressource Lebensraum (sprich Boden) und einer bunt strukturierten Landschaft in der Ackerflächen mit Hecken, Wiesen (Streuobst), Wasserläufen mit Tümpeln und Feuchtgebieten sowie Wäldern in allen Altersstrukturen sich abwechseln, können wir eine hohe Bio-Diversität erhalten, die unser eigenes Überleben sichert. Nur eine nachhaltige Landwirtschaft kann Menschen auf Dauer ernähren.
    Die moderne Landwirtschaft ist eine Wachstums-Landwirtschaft, die für Nahrungsmittelbörsen produziert. Masse geht vor Klasse und eine ausgebeutete Ressource wird durch Kauf oder Pacht neuer Landfläche ausgeglichen (von Deutschland aus gesehen häufig im Osten). Dass dieses System nicht endlos fortgeführt werden kann, versteht sich von selbst. Ob die ausgelaugten Flächen sich regenerieren können, hängt von vielen Faktoren ab, um die wir uns heute kaum kümmern. Studien in Frankreich zeigten weitreichende Schäden bei über 70% des untersuchten Ackerbodens. In dieser Situation müssen wir viel, was eine Pflanze zum Leben braucht, künstlich von außen zuführen, in Form kleiner bunter Kügelchen.
    Nein, die moderne Landwirtschaft ist keineswegs gut und sie bewegt sich in eine falsche Richtung!
    Das Ergebnis, zahlreiche Manchen satt zu bekommen, kann nicht wegdiskutiert werden und Alternativen scheinen nicht in direkter Reichweite, nicht kostenlos verfügbar.
    Es leuchtet ein, dass die Situation umso schlimmer wird, desto mehr Menschen ernährt werden müssen. Sie wird nochmals schlimmer, wenn diese Menschen viel Fleisch essen wollen. 60% der Agrarproduktion wird für die Fleischmast aufgewendet!
    Nein, Monsanto und die mit dem Namen verbundenen Technologien zur Landwirtschaft stellen einen fatalen Irrweg dar, nicht so sehr, weil Gentechnik oder Spritzmittel grundsätzlich falsch, furchtbar oder gefährlich sind. Sondern, weil der Weg der Landwirtschaft im Zusammenhang mit einer immer anspruchsvolleren Menschheit ins Verderben führt und weder Bayer noch Monsanto oder Nestle nach Auswegen suchen, sondern aus der Situation maximal Kapital schlagen wollen.

    Was für alle immer zu gelten scheint und wobei nie überlegt wird, dass wir Geld nicht essen können und dass es uns doch nicht wirklich glücklich macht, wenn Goldman-Sachs noch ein paar Milliarden mehr erwirtschaften.

  19. #19 zimtspinne
    September 17, 2016

    Ich verstehe eine Sache an der zielgerichteten Gentechnik (crispr) auch ohehin nicht bezüglich Resistenzzüchtung.
    Mit erhöhter Resistenz einer Kulturpflanze gegenüber Fraßfeinden entsteht doch immer auch ein enormer Selektionsdruck auf die zahlenmäßig überlegenen und genetisch hochanpassungsfähigen Parasiten.
    Man züchtet und optimiert diese quasi mit einer gewissen Zeitverzögerung immer mit und macht sie aggressiver und stärker.
    Das erinnert mich an Chemotherapeutika. Die kämpft ja auch genau mit diesem Prblem…
    Je invasiver und zielgerichteter eine Therapie wird, umso früher ist mit Resistenzbildung und schlimmer noch mit Metastasierung zu rechnen, da etliche dieser hochwirksamen Medikamente Krebszellen bzw bestimmte Tumorstammzelltypen offenbar “mobiler machen” (betrifft zB Tyrokinasehemmer).
    Ein sanfter Trend geht daher sogar schon in bestimmten Fällen weg von Hochdosis hin zu milderen Chemotherapien, die Krebszellen nicht völlig eliminieren sondern nur in gewissen kontrollierbaren Grenzen halten sollen.
    Genau das macht der Optimierungswahn der Großkonzerne jedoch nicht… dort wird voll drauf gehauen und tot optimiert.
    Der Einsatz von Nützlingen (und ggfl dort auch Züchtung mittels Gentechnik/crispr) ist hingegen die sanfte minimalinvasive Methode… aber bringt ja keine Gewinnmaximierung.

  20. #20 Ich
    Graz
    September 17, 2016

    “Es wird nie eine Landwirtschaft ohne herbizide geben”
    Was für ein Unsinn und der Beweis, dass der Autor keine ahnung von Landwirtschaft hat. Man suche nach “gabe brown” oder “ray archuleta”. Us-Bauern, die genauestens erklären, wie man ohne gentechnik und chemie HÖHERE erträge erwirtschaftet und das auch vorleben. Man muss halt zwischenfrüchte pflanzen, anstatt dem unkraut beim wachsen zuzusehen.
    Grundsätzlich: es kommt auf den gesunden Boden an, nicht auf Chemie und gentechnik. Ps: der anteil an gentechnik am acker geht wieder zurück. Warum wohl?

  21. #21 achimo
    berlin
    September 17, 2016

    wie wärs denn mal mit mehr als 3 euro fuffzich für einen anständigen illustrator auszugeben?

  22. #22 Florian Aigner
    September 17, 2016

    @Ich: Ganz unnötige Attacke: Gabe Brown und Ray Archuleta behaupten, keine “synthetischen Pestizide und Herbizide” zu verwenden – das glaube ich durchaus, was man auch immer unter “synthetisch” verstehen mag. Dass sie überhaupt keine Herbizide verwenden, kann ich mir nicht vorstellen. Es gibt eine lange Liste von Herbiziden und Pestiziden, die als natürlich gelten und im Biolandbau eingesetzt werden – wie im Text auch kurz angesprochen.

    @achimo: ernsthaft?

  23. #23 rolak
    September 17, 2016

    mehr als 3 euro fuffzich

    Das würde den Etat schon auf über das Dreifache überdehnen, achimo. Mehr als bisher darf auch auf keinen Fall sein, da sonst die Finanzierung durch den weiter oben schon mehrfach erwähnten imperialistisch-militärisch-industriellen Komplex zu offensichtlich wird.

  24. #24 Thebasile
    September 17, 2016

    #3
    “Nahrung macht Menschen krank? Ja, wenn man sich einseitig ernährt. Dann gibt’s z.B. Vitamin A Mangel. Dagegen hilft goldenen Reis. Ach nee, das ist ja Gentechnik – lieber sterben!”

    …lieber sterben lassen
    wäre noch treffender formuliert, denn die, die den Goldenen Reis verbieten oder verteufeln, sterben ja nicht selber. Die können sich Vitamin A in jeder Form und Menge leisten.

  25. #25 Chemiker
    September 17, 2016

    Es ging also nicht um den Kampf gegen eine gentechnologische Verunreinigung (so wird das manchmal dargestellt), sondern um das gezielte Vermehren von Monsanto-Pflanzen ohne Lizenzgebühren bezahlen zu müssen. Schmeiser hat Gesetze gebrochen, das wurde auch vom Gericht so gesehen.

    Das ist schon eine sehr zynische Form, das zu be­schreiben — speziell, wenn man bedenkt, daß Monsanto die Gene ja auch nicht alle selbst ge­schrieben hat, sondern sich Pflanzen (auch von traditionelll e­rzüch­teten Kulti­varen) aus der ganzen Welt zusammen­geklaut und dann weiter­entwickelt hat.

    Klar, die Gesetze erlauben das — auch dank Monsantos Lobby-Arbeit und maß­geschnei­der­ter Gesetz­gebung. Natür­lich gibt es das auch in vielen anderen Bereichen (VW in Nieder­sachsen, Mickey Mouse in den USA), aber mögen muß man es nicht.

  26. #26 zimtspinne
    September 17, 2016

    Seit wann verursacht eine Mangelernährung eigentlich nur einen Vit A Mangel?
    Was für ein Schwachsinn….

  27. #27 DasKleineTeilchen
    terra
    September 17, 2016

    schön unaufgeregt, der artikel. klar und sachlich. danke für.

  28. #28 DasKleineTeilchen
    terra
    September 17, 2016

    @wolf@11

    “Das geht soweit, dass selbst die US-Regierung für Monsanto im Ausland interveniert (und dies nicht mit Samthandschuhen).”

    stimmt. das ist aber nicht per se ein monsanto-problem, sondern ganz allgemein, daß mit global agierenden konzernen einhergeht. und betrifft nicht nur US-konzerne (da wirds vielleicht nur am deutlichsten). lobbyismus halt.

  29. #29 Umweltschützer
    September 17, 2016

    Und der Landfresser “Bio”landwirtschaft interessiert die aufgeregten Hühner da draußen überhaupt nicht … Wieviel hunderttausend Quadratkilometer Wald- und Naturfläche müßten vernichtet werden, wenn man global auf “Bio”landwirtschaft umsteigen würde?

    Landwirtschaftlich nutzbarer Boden ist weltweit knapp, und diese Träumer brauchen die doppelte oder dreifache Fläche, um denselben Ertrag zu erwirtschaften … Einfach nur irrsinnig, die Debatte.

  30. #30 Dipl.-ing.agr
    Freiburg
    September 17, 2016

    Mit Verlaub Herr Aigner, aber das von ICH war eine sehr nötige Attacke, der ich mich vollumfänglich anschliesse. Schauen Sie mal in Annex 2 (Planzenschutzmittel) der EU-Bio-Verordnung, dort ist kein einziges zugelassenes Herbizid (!) für den Bio-Anbau aufgeführt. Herbizide sind die Gruppe Pflanzenschutzmittel, auf die am allereinfachsten – auch im konventionellen Landbau – verzichtet werden kann, da die Unkrautregulierung problemlos durch mechanische Verfahren bestritten werden kann. Kupfersulfat ist ein Fungizid.

  31. #31 DasKleineTeilchen
    terra
    September 17, 2016

    @operationRanchHand@13

    “Das Motiv für die Entwicklung gentechnisch veränderter Nutzpflanzen ist die Möglichkeit ihrer Patentierung”

    nö. das geldverdienen. der rest deines postes lässt btw allzudeutlich werden, daß du den artikel nicht mal gelesen hast.

    @zimtspinne@16

    “Reis als Mono-Ernährung, auch wenn dieser gentechnisch aufgepäppelt wird, ist einfach nicht der Bringer.”

    natürlich nicht; aber wenn einem bevölkerungsteil eben quasi *nur* reis zur verfügung steht (mal den ganzen moralischen rattenschwanz wie armut, profitgier, globalisierung und sonstiges beiseitegelassen ), dann kann es doch wenigstens ne höherwertige wie goldenRice sein. oder sollen diese menschen für ihre armut nochmal extra bestraft werden? wir reden hier schliesslich nicht von einer reinen PR-massnahme des konzerns, sondern von einer *echten* möglichkeit, diesen menschen wenigstens in dieser hinsicht tatsächlich zu helfen und ihr gesundheitsniveau deutlich zu erhöhen.

  32. #32 herbert
    September 17, 2016

    sicherlich wird gentechnik insgesamt zu sehr dämonisiert. aber bei monsanto ist es nicht die produktpalette – sondern die zutiefst unmenschliche und unethische firmenpolitik, womit man monsanto zu recht als “satan” gelten lassen darf!

  33. #33 DasKleineTeilchen
    terra
    September 17, 2016

    “die zutiefst unmenschliche und unethische firmenpolitik”

    die da aktuell wäre? unethisch sind nämlich fast alle grosskonzerne auf die eine oder andere art (und die mineralöl-konzerne ganz vorne dabei). you know, its called capitalism.

  34. #34 Dirk
    September 17, 2016

    Sie behaupten, dass Statistiken belegen, es gäbe keinen Zusammenhang zwischen der Selbstmordrate indischer Bauern und Monsanto. Entschuldigen Sie, aber das ist so kompletter Blödsinn. Kein Wissenschaftler oder Statistiker, der auch nur ansatzweise seriös arbeitet, erstellt Statistiken, die keine Zusammenhänge belegen. Das Ziel ist, ganz im Gegenteil, mit Hilfe von Statistiken Zusammenhänge herauszufinden. Ich weiß, das gelingt nur selten, aber die Fehlschläge sind kein Beweis dafür, dass kein Zusammenhang existiert.

  35. #35 Dr. Webbaer
    September 17, 2016

    @ Dirk :

    Es gibt so lange keinen Zusammenhang bis ein Zusammenhang festgestellt wird.
    Statistik kann auch darin bestehen Zusammenhänge nicht festzustellen, weil’s nicht geklappt hat mit der Hypothese beispielsweise.
    Richtig bleibt, dass alles, was denkbar ist, möglich sein kann, vgl. mit Ihrem ‘Fehlschläge sind kein Beweis dafür, dass kein Zusammenhang existiert’.

    Insgesamt sehr lustig Ihre Nachricht,
    MFG
    Dr. Webbaer

  36. #36 DasKleineTeilchen
    terra
    September 17, 2016

    @dirk:

    bär hat zu deinem durchaus absurden statistikfehlschluss eigentlich schon alles gesagt, deswegen werde ich mich auf weiterführendes beschränken, wo denn überhaupt dieser mythos der erhöhten selbstmordrate unter GM-baumwolle-bauern in indien herkommt:

    https://blog.psiram.com/2014/04/vandana-shiva-bauern-selbstmorde-in-indien/

  37. #37 Groucho
    September 17, 2016

    @ Dirk, #34:
    Statistik kann sehr wohl etwas aussagen, z.B. wenn es keinerlei Kongruez zwischen den behaupteten Zusammenhängen geht:
    https://blog.psiram.com/2014/04/vandana-shiva-bauern-selbstmorde-in-indien/

  38. #38 Groucho
    September 17, 2016

    (Das war jetzt ein witziger Zufall, DasKleineTeilchen kam mir zuvor, mein Kommentar kann gerne gelöscht werden)

  39. #39 Tru
    September 17, 2016

    was is barton, fühlst dich etwa angesprochen als schaf?
    und rolak, hast du nicht ein paar hausaufgaben zu kontrollieren anstatt deine zeit damit zu vergeuden irgendwelche kommentare von anderen zu bashen?
    bin gespannt ob du überhaupt ne eigene meinung hast zu diesem thema, du OBER-SCHAF!!!

  40. #40 DasKleineTeilchen
    terra
    September 17, 2016

    ach @grochou, heyho! der groucho bei allmystery? greez 😉

  41. #41 DasKleineTeilchen
    terra
    September 17, 2016

    komm @tru, warum so bescheiden mit deinem nick? wir wissen doch eh, wofür die kurzform stehen soll.

    und wie sieht deine “meinung”, abgesehen von substanzlosen angriffen so aus? ich mein, in deinem ersten post schreibst du von “gerüchten” um monsanto, nicht von fakten, und du weisst ja, wie das so mit gerüchten ist, ne?

  42. #42 Groucho
    September 17, 2016

    @DasKleineTeilchen, #40
    Ne, bin nur der von Psiram :) (Sorry für OT)

    Und mit Tru ist wohl endlich ein Truther an Bord hier? Diese Leute, die ihr eigenes Selbstbild nur durch eine gefühlte Überlegenheit gegenüber anderen errichten können, ohne selber irgendeine Kompetenz zu haben?

  43. #43 Gru
    September 17, 2016

    @DasKleineTeilchen
    ich habe nichts über gerüchte zuerst geschrieben…
    ja allerdings ist es ja interessant, wenn manche Fakten in Gerüchte und Legenden umgewandelt werden, ohne auch nur zu wissen das dieser Konzern ein Monopol in der Agrarwirtschaft und Landwirtschaft erstellt hat und natürlich viele klein- und mittelbauern auf der Welt ,,ausbeutet”. Mir gefällt dieser Artikel nicht, denn er rechtfertigt eigentlich nur die Art und Weise, wie Großkonzerne ihre Interessen durchsetzen dürfen, sei es wenn sie über ,,Leichen gehen”. Außerdem brauchen wir uns nicht wegen Nahrungsknappheit so sorgen, denn die globale Verteilung der Nahrung ist eigentlich das Problem und wir, euro-zentristische Staaten und auch westliche scheinen das nicht zu kapieren zu wollen

  44. #44 rolak
    September 17, 2016

    ohne selber irgendeine Kompetenz zu haben?

    Völliger Quatsch, Groucho, solche Menschen gibt es doch gar nicht.

    ZB der Tru tut doch nur so, ist immerhin derart schlau, in solch brillianter Art&Weise sehr unauffällig diese gewisse Sorte Kommentare zu karikieren. Um anzuprangern, daß die pöhse Pharmafia ganze Horden von ComputerKnechten unterhält, die eben solche Kommentare netzweit und polyglott lancieren, um ihre per Definition ehrenhaften Gegner lächerlich zu machen.

  45. […] Von Florian Aigner | Na Klar! […]

  46. #46 DasKleineTeilchen
    terra
    September 17, 2016

    “ich habe nichts über gerüchte zuerst geschrieben”

    ja, in gewisser weise stimmt das;

    “Du könntest auch gleich bei monsanto in der PR-abteilung arbeiten, wenn dir die negativen gerüchte über monsanto so sehr stören”

    aber irgendwie kannst du dich trotzdem nicht entscheiden

    “ja allerdings ist es ja interessant, wenn manche Fakten in Gerüchte und Legenden umgewandelt werden”

    welche fakten wären das zb? die monopolbildung? ist bekannt und bestreitet hier -schätze ich- keiner. die jetzt btw durch die übernahme von bayer noch verschärft wird. agent orange? same. selbstmorde unter bauern in indien? ist widerlegt.

    “Mir gefällt dieser Artikel nicht, denn er rechtfertigt eigentlich nur die Art und Weise, wie Großkonzerne ihre Interessen durchsetzen dürfen”

    tut er das? du scheinst dir nur die stellen im artikel rauszupicken, die deiner wahrnehmung entsprechen. kennt wahrscheinlich jeder von sich selber

    “Außerdem brauchen wir uns nicht wegen Nahrungsknappheit so sorgen, denn die globale Verteilung der Nahrung ist eigentlich das Problem und wir, euro-zentristische Staaten und auch westliche scheinen das nicht zu kapieren zu wollen”

    its called capitalism, you know? der sorgt in gewisser weise auch dafür, daß 30-50% der nahrungsmittel im “westen” aufm müll landen. kann monsanto jetzt erstmal nix für.

  47. #47 Gru
    September 17, 2016

    @DasKleineTeilchen
    oh mann… du hast mich ja richtig herausgefordert meine Meinung hier reinzuschreiben, um sie dann zu wiederlegen und ich dachte mir schon dass, wie rolak es schon vorher erwähnt hatte, das computerknechte wie du wahscheinlich einer bist, die Firmenethik verteidigen, aber auch noch so ungeniert mit dem satz: ,,its called capitalism, you know”.

  48. #48 DasKleineTeilchen
    September 17, 2016

    ich hab garnichts “widerlegt”, ich stelle zur diskussion.

    und firmenethik “verteidigen”?

    “die da aktuell wäre? unethisch sind nämlich fast alle grosskonzerne auf die eine oder andere art (und die mineralöl-konzerne ganz vorne dabei). you know, its called capitalism.”

    war mein sarkasmus so schwer zu verstehen? das *system* ist inherent defekt und auf lange sicht zum scheitern verurteilt, da menschenfeindlich. deutlich genug?

  49. #49 LasurCyan
    September 17, 2016

    Das eigentliche Problem, dass eine Firma resistentes Saatgut plus Herbizit vertickt und das ganze mit Abo, kommt mir in der Kritik zu kurz. Mit dem vielbeschworenen Wettbewerb ‘freier Markt’ hat das nichts zu tun.

    das *system* ist inherent defekt und auf lange sicht zum scheitern verurteilt, da menschenfeindlich.

    Ok, DKT, das ist natürlich das ‘eigentliche’, wo Kritik anzusetzen hätte.

  50. #50 Fru
    September 17, 2016

    wenn du so sehr gegen kapitalismus bist, warum hast du dann so ein riesen problem wenn ich mich über Monsanto auslasse???
    eine kritische haltung hat nichts mit menschenfeindlichkeit zu tun, das sollte dir eigentlich bewusst sein, aber anscheinend habe ich bei dir und ,,deinen leuten” einen nerv getroffen…
    und nochmal, das Großkonzerne ihre interessen notwendigerweise mit Macht und auch Gewalt durchsetzen ist keine erfindung von mir und DAS kann dir auch jeder bestätigen.
    wenn du schon so kritisch nur gegenüber den Mineralölkonzernen bist, solltest du mal in der Nahrungs- und Pharmaindustrie mal recherchieren, was da vor sich geht.

  51. #51 DasKleineTeilchen
    terra
    September 17, 2016

    “wenn du so sehr gegen kapitalismus bist, warum hast du dann so ein riesen problem wenn ich mich über Monsanto auslasse?”

    weil deine “kritik” auf polemik, gerüchten, angriff ohne substanzielles und halbwahrheiten basiert; ein häufiges problem der oft ebenfalls von ideologie getriebenen kritiker. nur weil die eine seite in der vergangenheit auf propaganda und FUD gesetzt hat, muss man nicht den gleichen bullshit wie diese machen und halbwahrheiten zum besten geben, die im zweifelsfalle auch noch sehr leicht zu widerlegen sind. gewonnen hat so keiner, im gegenteil, so diskreditiert man sich nachhaltig selbst. greenpeace muss diese erfahrung zb auch seit einiger zeit machen. gelernt haben sie bis jetzt noch nichts draus. apokalyptisches geschwafel bringt uns nicht weiter.

    und wie kommst du jetzt drauf, ich würde kritik als “menschenfeindlich” sehen?!? sieh mal zu, das dir deine trigger nicht weiter in die parade fahren und du sachen aus kommentaren rausliest, die da definitiv nicht stehen.

  52. #52 zimtspinne
    September 17, 2016

    weshalb verschwinden hier Beiträge beim Absenden?

  53. #53 DasKleineTeilchen
    terra
    September 17, 2016

    @zimtspinne

    kommt ab&an vor; manchmal n link, der vom filter gefressen wird, manchmal n verbindungsabruch, den man nicht mitbekommt. oder sonstwas.

    wenn *tatsächlich* mal was gelöscht wird (was sehr, sehr selten hier vorkommt), wird das idr auch kommuniziert.

  54. #54 Dirk
    September 17, 2016

    Leider wird die Drogenproblematik nicht angesprochen: es ist schon verdächtig das häufig Monsanto-Fetischisten ähnlich wie unter LSD- ö.ä. Einfluss ‘argumentieren’
    Forist Fru der in seinem Rausch halluziniert das große Firmen notwendigerweise Macht und auch Gewalt einsetzen müssten und das diese Vorstellung natürlich auch von ‘jedem’ bestätigt werden könnte.
    Klar, wenn er nüchtern wäre dürfte ihm auffallen das dieser ‘jeder’ sein eigenes Echo ist und Gewaltanwendung doch eher selten ist.
    Sobald der Forist konkrete(!) Aussagen treffen müsste, würde der Rausch verfliegen.
    Die Droge lebt und stirbt mit dem Diffusen.

  55. #55 anderer Michael
    September 17, 2016

    Herr Aigner
    Klare Frage :Interessenkonflikt Ihrerseits?

    Die Beantwortung einer solchen Frage ist in der Medizin Standard?

  56. #56 Michel
    September 17, 2016

    Jeder Bericht über Gentechnik ist mit dramatisierender Musik unterlegt. Das Börsenfernsehen präsentiert uns Moderatoren mit Untergangsmimik, wenn es um Bayer-Monsanto geht. Foristen, die panisch links auf pseudowissenschaftliche youtube videos posten. Leute, ich bin jetzt auch VTler. Wir erleben den Höhepunkt einer nachhaltigen Gehirnwäsche durch die Massenmedien und Naturwissenschaftsverweigerer.

  57. #57 HF(de)
    September 17, 2016

    Forist Fru hat auch Schwierigkeiten mit seinem Nick.

    Tru #4
    Tru #39
    Gru #43
    Gru #47
    Fru #50

    Hmm.

  58. #58 anderer Michael
    September 17, 2016

    Rolak #44
    Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als wir beide uns vorstellen können. Und was du so sarkastisch beschreibst, ist so unwahrscheinlich nicht, siehe die Ereignisse um gentechnisch veränderte Euter bei Milchkühen.
    Ansonsten Leute ,ich bin stockkonservativ und erzreaktionär, aber Konzernen bin ich gegenüber immer skeptisch. Gibt es eigentlich noch die progressiven Linken meiner Jugend oder gibt es nur noch régressive Linke?

  59. #59 tomtoo
    September 17, 2016

    Also ich bin nicht religiös aber ich empfand den Inhalt dieser Arbeit sehr Informativ. Weil halt eben auch nicht technische Dinge zur Ansprache kommen,
    http://www.google.de/url?q=https://www.uni-bayreuth.de/de/campusleben/forum-kirche-universitaet/rueckblick/gruene-gentechnik/GenEthik.pdf&sa=U&ved=0ahUKEwjAldv8p5fPAhUCLhoKHUjbCx44ChAWCB4wAw&usg=AFQjCNHbKg5VYR-vweaqTmQHPZm5AVxUIQ
    Ich glaube nicht dass es vernünftig ist die jeweils andere Seite zu verteufeln. Und die eigene als einzig glückseelig machende anzusehen.Da sind halt schon gefahren und ich mein jetzt nicht das dritte Auge. Wirtschaft und Ethik laufen halt nicht unbedingt parallel.

  60. #60 tomtoo
    September 17, 2016

    uhps. entschuldigung mann schau sich doch die jüngsten ereignisse in der kfzherstellerbranche an. Oder Tetramethylbei von damals. Kein Unfälle gezielte vertuschungen. Und da fällt noch vieles, vieles mehr ein. Urheberechte auf Gensequenzen die sich auf dem Acker vermehren sind halt nicht ohne. Und da muss ich k8ein Vampierjäger oder Hexenverbrenner sein.

  61. #61 DasKleineTeilchen
    terra
    September 17, 2016

    HF(de)

    nuja, “T”, “F” & “”G” bilden nen cluster auf der tastatur; zusammen mit dirks these @54 macht das schon sinn.

  62. #62 tomtoo
    September 17, 2016

    @DaskleineTeilchen
    Ich hab ja mit mir selbst schon gewettet das noch’n ‘F’ kommt. Aber vieleicht hat die Müdigkeit gesiegt. 😉

  63. #63 Cem
    Leipzig
    September 18, 2016

    Mit Verweis auf die vielgeklickte Doku “Mit Gift und Genen” muss ich sagen: Es fällt mir schwer, Monsanto nicht als “böse” einzustufen.

  64. #64 Dr. Webbaer
    September 18, 2016

    @ Cem :

    Es fällt mir schwer, Monsanto nicht als “böse” einzustufen.

    Aufklärerische Gesellschaftssysteme erlauben freies individuelles Handeln, auch wirtschaftliches und in Gruppen geübtes; Wirtschaftsunternehmen sind in diesem Sinne nicht ‘böse’, sondern nutzen Gelegenheiten, sind opportunistisch bis amoralisch (vs. unmoralisch).

    Was in Betracht gezogen werden könnte – sollte Monsanto im übertragenden Sinne böse sein, oder vielleicht besser dem allgemeinen Wirtschaftsbetrieb schädlich -, wäre dem Unternehmen das Handwerk zu legen, durch Zerschlagung, auch Monopole oder Quasi-Monopole meinend.
    Derartige Zerschlagung wäre auf nationaler Ebene umzusetzen, am besten dort, wo sich der Stammsitz befindet.

    Derartige Maßnahme hat es bereits gegeben und muss nicht schlecht sein, das Instrument bleibt natürlich mit äußerster Vorsicht anzulegen.

    MFG
    Dr. Webbaer

  65. #65 Dr. Webbaer
    September 18, 2016

    @ zimtspinne :

    Eijeijei hierzu:

    (…) als dass das ganze Ungemach des Ackerbaus & Viehzucht ja ursprünglich (vermutlich) auf kriegerische Auseinandersetzungen und Ressourcenkämpfe zurückzuführen ist (…)

    Die Sesshaft-Werdung des hier gemeinten Primaten ging Hand in Hand mit dem Ackerbau und der Viehzucht.
    Es entstanden, nachdem die Ernährungslage der Population weitgehend gesichert war, Jagden und Raubzüge waren nicht mehr erforderlich, Städte und Stände, auch Herrschaftsfragen konnten in diesem Zusammenhang vglw. gut bearbeitet werden (statt sich die Köpfe innerhalb einer Population gegenseitig einzuschlagen, beispielsweise).

    Diese Städte und Stände meinten dann die Polis, die große Stadt, und es entstanden so auch die “Städterei” (“Politik”), der Bürger und in den dessen Zusammenhang die Bürgerwerdung (“Zivilisation”).
    Die Schrift war dann eine Folge, die zivlisatorischen Vorsprung rechtfertigen konnte und gar Städte übergreifendes Gemeinwesen, die Nation sozusagen, die sich durch gemeinsame Kultur, oft durch gemeinsame oder näherungsweise gleiche Sprache auszeichnete.

    ‘Ackerbau & Viehzucht’ sind insofern die Gegenthese zu ‘kriegerischen Auseinandersetzungen und Ressourcenkämpfen’, stattdessen die sinnhafte Nutzung von Ressourcen und die Meidung nun auf einer höheren Ebene sinnlosen Krieges.

    MFG
    Dr. Webbaer

  66. #67 Markus
    Bern
    September 18, 2016

    Das Monster, dass in den letzten Jahrzehnten geschaffen wurde ist philosophisch-politischer Art: Monsanto (und andere Grosskonzerne) seien rein ökonomische Gebilde und müssten sich deshalb nicht an moralische Vorgaben halten, sondern nur an Gesetzliche. Für das Andere sei die Politik zuständig. Wenn sich jetzt die Grosskonzerne mit fast unbegrenzten finanziellen Mitteln in die Politik einmischen und Gesetze mit entwerfen, wird der eingangs erläuterte Grundsatz zur Makulatur. Grosskonzerne haben sich dadurch der gesellschaftlichen Kontrolle entzogen und sind gefährlich. Der Autor mag inhaltlich recht haben, die eigentliche Problematik scheint ihm zu entgehen.

  67. #68 Dr. Webbaer
    September 18, 2016

    Diese Ergänzung, durch ein Sternchen zum Artikel nachträglich eingefügt, klingt so übel nicht:

    Aber der Adressat des Unmutes über diese Probleme darf nicht Monsanto sein, sondern die Politik.

    ‘Die eigentliche Problematik’ entgeht dem Autor nicht, wie einige finden.

    MFG
    Dr. Webbaer

  68. #69 anderer Michael
    September 18, 2016

    Naja, so ganz ist das nicht die Antwort, die ich erwartet habe (klingt etwas fordernd, ist aber nicht so gemeint). Ich gehe mal davon aus, dass Sie mit dem Verweis /Link andeuten möchten, das keine InteressenKonflikte vorliegen. Derweiterten scheint Sie die Frage genervt zu haben, denn egal wie Sie sich äußern oder zu welchem Thema ,Ihnen wird scheinbar immer unterstellt, Sie wären käuflich.
    Den Ärger verstehe ich.
    Nur ,der Bericht ist gegenüber Monsanto nicht unbedingt negativ. Selbst wenn es Ihrerseits einen Interessenkonflikt gäbe, heißt das noch lange nicht,dass Ihre Ausagen verkehrt sind. Selbst eine orginale Monsantoverlautbarung kann zu 100% richtig sein.
    Ich finde bei einem solchen umstrittenen Thema ist die Darlegung von Interessenkonflikten unumgänglich.

    Gehört nicht unbedingt zum Thema: Hillary Clinton hat enge Verbindungen zu Monsanto (angeblich), Donald Trump esse gerne ” Bio”, und habe Monsanto mit einem Witzchen angegangen, “… zuviel Monsanto verderbe das Gehirn. ..”,oder so ähnlich.
    Die Welt ist manchmal komisch!

  69. #70 Dr. Webbaer
    September 18, 2016

    @ anderer Michael :

    Es ist eine Sache wissenschaftliche Arbeit vorzulegen, die standesgemäß sozusagen Disclaimer bedarf, und eine andere WebLog-Einträge zu verfassen, die wissenschaftsnah sind.

    MFG + schönen Tag des Herrn noch,
    Dr. Webbaer

  70. #71 anderer Michael
    September 18, 2016

    Hinzu kommt, Monsanto investiert viel in Lobbyismus. Europa ist für Monsanto schwierig, zuviele Einzelstaaten. Unbequeme Bauern, wie z.B. die Deutschen, die grüne Gentechnik ablehnen und auch der pfluglosen Einsaat(eine Methode für die Monsanto Produkte besonders geeignet sind )nicht viel abgewinnen möchten.
    Da wäre ein Wissenschaftsredakteur als Meinungsbildner schon willkommen.

  71. #72 zimtspinne
    September 18, 2016

    Das sehe ich ein wenig anders, werter Webbaer!

    Das neue kostbare Gut, stets verfügbare Nahrungsquellen und Vorratshaltung, wurden gut bewacht und mit Zähnen & Klauen verteidigt.
    Eigener Besitz bringt eine ganz andere Motivationslage und Verteidigungsbereitschaft hervor als irgendwelche wildwachsenen Gräser oder umherziehenden Wildherden.
    Da begann das Übel erst so richtig, deren heutigen Auswüchse wir in Superkonzernen wie Monsanto bewundern können. Irgendwann einmal wird es auch intergalaktische Ausläufer geben, meine ich!

  72. #73 Cem
    September 18, 2016

    @ Dr. Webbaer

    “Aufklärerische Gesellschaftssysteme erlauben freies individuelles Handeln, auch wirtschaftliches und in Gruppen geübtes; Wirtschaftsunternehmen sind in diesem Sinne nicht ‘böse’, sondern nutzen Gelegenheiten, sind opportunistisch bis amoralisch (vs. unmoralisch).”

    Freilich, freilich.

    Man kann das Rad sogar weiter drehen: Unter bestimmten Bedingungen wäre es sogar irrational, wenn Unternehmen nicht (!) so handeln würden, wie es Monsanto teilweise tut und getan hat. Beispielsweise, wenn es keine bindenden Branchenverträge o.ä. gibt – lässt sich mittels Spieltheorie sogar ganz nett veranschaulichen.

    Doch, und hier bin ich persönlich stark durch Kommunitaristen wie Michael Sandel beeinflusst: Ich habe – für mich persönlich – beschlossen, Marktlogiken nicht einfach zu akzeptieren, sondern ganz bewusst die (provokanten) Fragen nach der Moral, der Gerechtigkeit und dem Gemeinwohl zu stellen.

    Ich würde also negieren, dass es Kennzeichen aufklärerischer Gesellschaftssysteme ist, “freies individuelles Handeln, auch wirtschaftliches und in Gruppen geübtes” zu erlauben, wenn die Frage nach der Moral nicht gestellt wird.

    Nur das Beste,
    Cem

  73. #74 Dr. Webbaer
    September 18, 2016

    @ Cem :

    Die ‘Frage der Moral’ stellt sich auf gesellschaftlicher Ebene, eben politisch, Herr Aigner darf hier womöglich gefolgt werden, fortlaufend.
    Sollte Monsanto, in diesem Fall Bayer, anhaltend amoralisch-unmoralisch handeln, der Schreiber dieser Zeilen ist sich hier keineswegs sicher, übt zusammen mit Inhaltegeber und werten Mitkommentatoren noch ein wenig, vielen Dank an dieser Stelle, wird ran gemusst.

    MFG
    Dr. Webbaer

  74. #75 zimtspinne
    September 18, 2016

    Werden dem süßen Konzernchen dann Prostestkarten geschrieben oder mit einer Vergiftungsreihe auf jedem einzelnen Monsanto-Feld gedroht?

    Das ‘Ranmüssen’ find ich ja niedlich….

  75. #76 Dr. Webbaer
    September 18, 2016

    Es gibt wohl so etwas:
    -> Bundeskartellamt
    -> Europäische Wettbewerbsbehöde
    -> United States Department of Justice Antitrust Division (Webverweis ausgespart, denn Kommentare mit mehr als zwei Webverweisen gehen oft in die Moderation (die manchmal unbearbeitet bleibt >:-> ))
    -> Federal Trade Commission (Webverweis ausgespart, denn Kommentare mit mehr als zwei Webverweisen gehen oft in die Moderation (die manchmal unbearbeitet bleibt >:-> ))

    MFG
    Dr. Webbaer (der im Abgang noch einmal die Sparsamkeit betont, mit der derartige Institutionen ran dürfen bis ‘ran müssen’)

  76. #77 Dirk
    September 18, 2016

    @Cem:
    Wie beurteilen Sie dann einen Konzern der nicht wie Monsato 20 sondern 200 Milliarden Umsatz im Jahr macht, dessen Produkte jährlich tausende Todesopfer fordert und der sich nicht zu schade war bewusst über die Schadstoffemissionen seiner Produkte zu täuschen?

    Wie beurteilen Sie Hardcore-Filmproduzenten die in ihren Öko-Pornos wie “Mit Gift und Genen” nicht mal vor gefälschten Todesursachen zurückschrecken nur um ihre Zuschauer und damit auch ihrer Selbstgeltung zu befriedigen?

    Sehen Sie ähnliche Filme wie “der ewige Jude” o.ä. auch als Doku an, nur weil deren Plot in der Struktur einer Doku gemacht wurde?

  77. #78 Dr. Webbaer
    September 18, 2016

    Zum Vergleich aus einer bekannten bundesdeutschen Zeitung webverwiesen:
    -> http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/kommentar-monsanto-ist-nicht-boese-14440469.html

  78. #79 wereatheist
    links-grün-versifft-gegend
    September 18, 2016

    Schlechte Kapitalismuskritik ist struktreller Antisemitismus

  79. #80 anderer Michael
    September 19, 2016

    Da bin ich anderer Meinung. Schlechte Kapitalismuskritik ist schlechte Kritik am Kapitalismus. Antisemitismus ist eine andere Baustelle. Es gibt oder gab aber durchaus antisemitische Kapitalismuskritik. Ignaz Bubis beklagte mal vollkommen zu recht, dass er zu seiner Frankfurter Zeit als jüdischer Spekulant von der linken Szene (zu der auch Josef Martin Fischer gehörte 1)beschimpft wurde,keiner sei auf die Idee gekommen, seine Kollegen als katholische Spekulanten zu beschimpfen. Ob dies Dummheit oder ein inhaltliches strukturelles Problem ist, darüber gibt es Unmengen von Literatur.

    Jetzt bin ich mal ganz ehrlich. Den großen Durchblick habe ich mit Sicherheit nicht. Auf meinem persönlichen Radar ist Monsanto “böse” ebenso wie die grüne Gentechnik, nicht aufgrund eigener intensiver Recherche und Kenntnis der Gegebenheiten, sondern der Übernahme der gängigen Meinung meiner Umgebung. Ich bin überrascht, wie sehr die grüne Gentechnik und Monsanto im SB verteidigt wird. Das hat für mich die Konsequenz, dass ich mich inhaltlich mehr mit diesem Thema beschäftigen werde. Allerdings in den Punkten , wo ich mich bereits mit Gentechnik beschäftigt habe, BT-Mais und der goldene Reis, hat mich die Gentechnik nicht überzeugt.

    1 Besser bekannte als Joschka

  80. #81 Dr. Webbaer
    September 19, 2016

    Vor allem ist ‘Kapitalismuskritik’ kollektivistische (vs. liberale, liberal hier das Antonym zu kollektivistisch, der “Endgegner” der Kollektivisten ist bekanntlich der Liberale >:-> ) Kritik an aufklärerischen Gesellschaftssystemen; wer ‘Kapitalismuskritik’ betreibt, muss Marx sozusagen vorab geschluckt haben.

    Aus liberaler Sicht gibt es keinen ‘Kapitalismus’.

    Ansonsten klingt das da weiter oben so blöde nicht, denn Kollektivisten (den Islam rechnet der Schreiber dieser Zeilen als theozentrischen Kollektivismus hinzu, er ist so politologisch gut beschreibbar, er ist dies als Religion nicht, er ist sozusagen herrschaftssystem-vollständig) haben regelmäßig ein Problem mit Juden.
    Wer die bekannten Suchmaschinen des Internets bedient, kommt auch schnell zu dem Schluss, dass weiter oben kein “Gedankenblitz” vorlag, sondern umfangreiche politische Theoretisierung.

    Bei Monsanto / Bayer muss u.a. die Monopolproblematik und das Geschäftsgebaren weiter beobachtet werden.
    Sicherlich ein spannendes Thema, hier lernt Ihr Kommentatorenfreund, werter anderer Michael, auch noch hinzu.
    BTW, Cem hat oben, wie einige finden, nett ergänzt.

    MFG
    Dr. Webbaer

  81. #82 Hobbes
    September 19, 2016

    Guter Artikel.
    Bei dem Argument “wir sind auch früher ohne Gentechnik” ausgekommen frage ich immer gerne: “sind wir das wirklich? Zum einen würde ich das Radioaktive bestrahlen des Saatgutes durchaus auch als Gentechnik bewerten, zum anderen hieß auskommen bisher, raubbau an der Natur und trotzdem millionen Menschen die hungern.

    Ich sehe die Übernahme Monsantos allerdings auch recht kritisch. Einfach weil der Preis zu hoch ist. Die wirtschaftlichen Kenndaten rechtfertigen die Übernahme nicht. Es muss also an dem enormen Fusionsdruck in der Branche liegen. So etwas ist selten gut. (Ich kenne mich dort allerdings auch nicht aus.)

  82. #83 Dr. Webbaer
    September 19, 2016

    Bayer hat Monsanto bei einer Marktkapitalisierung von zurzeit ca. 45 Mrd. USD zu einem Preis von ca. 66 Mrd. USD übernommen.
    Bayer ist selbst zurzeit mit ca. 75 Mrd. USD marktkapitalisiert.

    Bayer befindet sich nach eigenen Angaben zu 100% in Streubesitz, was ein Indiz dafür ist, dass Stakeholder bei Bayer womöglich “kleine Karten” haben und das Management, der Vorstand insbesondere, leitend ist.

    Dass von sogenannten Synergie-Effekten und so geredet wird, der Schreiber dieser Zeilen geht davon aus, hat dies noch nicht geprüft [1], liegt auf der Hand, Zusammenschlüsse dieser Art müssen nicht direkt wirtschaftlich sinnvoll sein, sie könnten auch von sogenannten strategischen Ansätzen überlagert sein, insbesondere, wenn das Management weitgehend autark ist.
    Wie es bei Bayer sein könnte, das Management erwartet hier idR auch Zuwächse i.p. Vergütung, in einem nunmehr noch größeren Unternehmen.

    MFG
    Dr. Webbaer

    [1]
    Die Prüfung jetzt in der Fußnote nachgeholt:
    -> https://www.google.com/webhp?sourceid=chrome-instant&ion=1&espv=2&ie=UTF-8#q=bayer%20monsanto%20synergies

  83. #84 James Levy Lacross
    zürich
    September 19, 2016

    @Florian Aigner
    Ah ja. Genau.
    Und dass Monsanto überhaupt nichts mit dem ominösen Durchlaufen des “Monsanto Protection Act” durch den Senat zu tun hat ist natürlich auch ein Hirngespinst. Haben Sie überhaupt eine Ahnung, was dieser Act besagt und letztlich bedeutet? Und trotzdem wollen Sie hier im “Namen der Wissenschaft” behaupten, Monsanto tut nur das, was im Namen des Fortschrittes eben gemacht wird?

    Junge, Junge….. Mir fallen da jede Menge Attribute ein, die sehr wenig schmeichelhaft sind.

  84. #85 zimtspinne
    September 19, 2016

    Ich habe gerade überlegt, ob man sich ein paar Monsanto-Aktien kaufen sollte. Als Anleger wird man auch auf die Hauptversammlungen eingeladen (naja, nicht von allen, BB Biotech zB macht das und auch Morphosys) und kann dort ja auch durchaus aktiv mitwirken. Was dann natürlich einen argen innerlichen Interessenkonflikt zwischen moralischer Instanz und Geschäftssinn ergeben könnte.

  85. #86 Joseph Kuhn
    September 19, 2016

    @ Webbär:

    “wer ‘Kapitalismuskritik’ betreibt, muss Marx sozusagen vorab geschluckt haben”

    Ob Papst Papst Leo XIII damit richtig charakterisiert ist?

    “Aus liberaler Sicht gibt es keinen ‘Kapitalismus’.”

    Das nennt man dann vermutlich Realitätsverweigerung. An dieser Blindheit leiden Leute, die ihre ideologische Prägung für liberal halten, aber nicht Liberale. Sie sollten mehr Dahrendorf und weniger Hayek lesen.

    @ zimtspinne:

    “Als Anleger wird man auch auf die Hauptversammlungen eingeladen”

    Wenn man Pech hat, aber nur zu Würstchen und Kartoffelsalat. Als Anregung: http://www.kritischeaktionaere.de/

  86. #87 Dirk
    September 19, 2016

    @ James Levy Lacross:
    Naa Können SIE den Unterschied zur Rechtslage in DE beschreiben ?
    führt bei uns die Anfechtung einer Sortenzulassung dazu das die Bauern das eingesäte Gut vernichten müssen?
    Welche Droge haben Sie genommen um in Jahrzehnte altem DE-Recht eine Monsanto-Verschwörung zu entdecken ?

  87. #88 DasKleineTeilchen
    terra
    September 19, 2016

    der thread entwickelt sich, sehr anregend das alles. danke den beteiligten.

  88. #89 Dr. Webbaer
    September 20, 2016

    @ Herr Dr. Kuhn :

    Aus liberaler Sicht gibt es keinen ‘Kapitalismus’. [Dr. Webbaer]

    Das nennt man dann vermutlich Realitätsverweigerung. An dieser Blindheit leiden Leute, die ihre ideologische Prägung für liberal halten, aber nicht Liberale. Sie sollten mehr Dahrendorf und weniger Hayek lesen.

    War ja mehr ein Merkspruch oder eine Idealtypisierung.
    Dass manche, die sich liberal nennen oder liberal sind, hier darf unterschieden werden, “Sozialliberale” müssen z.B. nicht (primär oder ursprünglich) liberal gewesen sein, es gibt sie ja dankenswerterweise kaum mehr, war aber seinerzeit ein großes bundesdeutsches Thema das mit dem Sozialliberalismus / Linksliberalismus, den Kapitalismus-Begriff verwenden, ist eine Tatsache.

    Manche angebliche Liberale verwenden diesen Begriff denn auch defensiv, fühlen sich sozusagen am unglaublichen Erfolg aufklärerischer Gesellschaftssysteme mitschuldig, und manche angeblich Liberale nehmen den marxistisch-kollektivistischen Kapitalismus-Begriff an, um den Kapitalismus positiv zu besetzen, gar aggressiv zu bewerben, sind sozusagen turboliberal oder marktradikal, also womöglich Ihre pers. politischen Gegner.

    Angemessen ist es aus liberaler Sicht diesen Begriff zu meiden, aufklärerische Gesellschaftssysteme stellen halt auch die Möglichkeit zu individuellem oder im Verbund geübten freien wirtschaftlichen Handeln bereit.
    Mehr ist nicht los.
    Eine wie auch immer gemeinte ‘Realitätsverweigerung’ oder eine ‘Blindheit’ liegen nicht vor, wenn so wie oben vorgestellt gesellschaftlich theoretisiert wird.

    MFG
    Dr. Webbaer (gerne auch ohne deutsche Umlaute)

  89. #90 Dr. Webbaer
    September 20, 2016

    @ zimtspinne :

    Als Anleger wird man auch auf die Hauptversammlungen eingeladen (naja, nicht von allen, BB Biotech zB macht das und auch Morphosys) und kann dort ja auch durchaus aktiv mitwirken.

    Haben Sie schon mal miterlebt, wie Privatanleger, die Redeerlaubnis erhalten, auf diesen Versammlungen abgefrühstückt werden?
    Oder wie Außensicht [1] auf die Unternehmung dort heruntergeleiert wird?

    MFG
    Dr. Webbaer

    [1]
    Es gibt in Wirtschaftsunternehmen oft einen nie endenden Kampf zwischen Anteilseignern und Management, Vorstand und so.
    Das Management stellt für die Zwecke der Außendarstellung bei derartigen Veranstaltungen Sichten vor, die idR formal korrekt sind, auch das Bilanzrecht betreffend, zudem gibt es Innensichten, das Personal adressierend, teilweise dann auch vom CEO bereitgestellte für das (Spitzen-)Management, auch die anderen Vorstände meinend, und dann gibt es noch die Sicht, “wie es wirklich ist”, sofern diese bereit steht, manchmal steht diese nicht bereit, die dann idR nur CEO und wichtige Anteilseigner kennen.

  90. #91 Christian
    September 20, 2016

    Mich wundert es nicht, dass hier viele den Eindruck haben, dass der Artikel „gekauft“ wurde. Allein die ersten Zeilen des Artikels, zieht jegliche Kritik an dem Konzern ins lächerliche, ist er doch, wie viele schon angemerkt haben, für viele Leid und Elend verantwortlich.

    Am meisten stören mich die Argumente, die durch ein wenig Recherche und tiefergehende Gedanken als dumm entlarvt werden können, wie z.B. dass man nur mit der optimierten Landwirtschaft alle ernähren könnte. Zum einen interessant, dass gerade erst eine Meldung raus ist, dass 82kg pro Kopf pro Jahr in Deutschland entsorgt werden. Zum anderen dass sich selbst die Agragindustrie auf die Schulter klopft, dass Sie wohl 20% der Fläche also !!!2,4 Mio. ha!!! in erneuerbare Energien investiert >. https://www.deepfield-robotics.com/de/BoniRob.html

    Also bitte BITTE, genauso wie du den anderen vorwirfst einseitig auf Monsanto zu schimpfen, lass doch das andere Extrem auch sein! Vor allem auf so einer Plattform, wie den Scienceblogs >.<

  91. #92 Christian
    September 20, 2016

    Komische Kommentarfunktion, die Hälfte meines Textes ist verloren gegangen…

    Mich wundert es nicht, dass hier viele den Eindruck haben, dass der Artikel „gekauft“ wurde. Allein die ersten Zeilen des Artikels, zieht jegliche Kritik an dem Konzern ins lächerliche, ist er doch, wie viele schon angemerkt haben, für viele Leid und Elend verantwortlich.

    Am meisten stören mich die Argumente, die durch ein wenig Recherche und tiefergehende Gedanken als dumm entlarvt werden können wie z.B. dass man nur mit der optimierten Landwirtschaft alle ernähren könnte. Zum einen interessant, dass gerade erst eine Meldung raus ist, dass 82kg pro Kopf pro Jahr in Deutschland entsorgt werden. Zum anderen dass sich selbst die Agragindustrie auf die Schulter klopft, dass Sie wohl 20% der Fläche also !!!2,4 Mio. ha!!! in erneuerbare Energien investiert

    http://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Landwirte-sind-wichtige-Investorengruppe-bei-Erneuerbaren-Energien-1310288.html?ModPagespeed=noscript

    Ebenso bzgl Glyphosat. Es haben sich dazu schon sehr viele zu Wort gemeldet und auf die Kombination der vielen Herbizide als hauptsächliches Problem aufmerksam gemacht. Das hier nur Glyphosat als hauptsächliches Problem aufgelistet wird, ist wohl der gleiche Grund wie bei TTIP nur das Chlorhünchen als Hauptargument in den Medien rumging.
    Und bzgl alternativen zu Herbiziden https://www.deepfield-robotics.com/de/BoniRob.html

    Also bitte BITTE, genauso wie du den anderen vorwirfst einseitig auf Monsanto zu schimpfen, lass doch das andere Extrem auch sein! Vor allem auf so einer Plattform, wie den Scienceblogs

  92. #93 Ursula
    September 20, 2016

    @ Christian

    Allein die ersten Zeilen des Artikels, zieht jegliche Kritik an dem Konzern ins lächerliche, ist er doch, wie viele schon angemerkt haben, für viele Leid und Elend verantwortlich.

    Würdest du bitte konkreter werden, für welches Leid und Elend ist der Konzern verantwortlich. Bitte Fakten, Zahlen, Quellen…
    Danke!

  93. #94 Hobbes
    September 20, 2016

    @Christian #91:
    Zu einer nachhaltigen Welt gehören auch regenerative Energien. Wir können nicht einfach 100% aller Flächen zu Äcker machen. die 20% die für die EEs benutzt werden sind zudem keine Flächen auf denen Nahrung für den Menschen angebaut werden kann. So einen Boden zu benutzen währe verschwendung. Darauf wird (Futter)Mais angebaut.

    @Ursula:
    Man sollte Monsanto natürlich auch nicht rein waschen. Die stehen, was Leid angeht, durchaus auf einer Stufe mit BP. Die nutzen ihre Marktmacht sehr geschickt und betreiben massiven Lobbyismus. Dennoch ist es immer wieder erstaunlich, wie wenige konkrete Argumente es seitens der Kritiker gibt.

  94. #95 Ursula
    September 20, 2016

    @ Hobbes
    +1
    Mir geht es auch in keinster Weise um darum, Konzerne wie Monsanto nicht zu kritisieren. Nur wenn, dann mit Fakten und Belegen und nicht mit erlogen Geschichten.
    Der massivst betriebene Lobbyismus macht mir auch Sorgen, nicht nur der von Konzernen, sondern auch der von z.B. Greenpeace

  95. #96 Ursula
    September 20, 2016

    Ich finde es unterste Schublade, dem Blogbetreiber direkt oder indirekt vorzuwerfen einen Bezahl-Beitrag geschrieben zu haben, weil dessen Inhalt mit der eigenen Weltanschauung nicht übereinstimmt. Wenn die Argumente ausgehen…

  96. #97 rolak
    September 20, 2016

    wie wenige konkrete Argumente

    Dabei gäbe es ja reichlich, Hobbes, wie zB die Nummer mit der PCB-Entsorgung im Snow Creek, jahrzehntelang, wider besseres Wissen. Doch was auch immer als Argument gegen die Art und Weise angeführt werden kann, in der Monsanto seine Geschäfte abwickelt — es es vor allem nicht das, als das es (fast immer) präsentiert wird: ein valides Argument gegen die Gentechnik im Allgemeinen.

    Um eine Analogie anzuführen: Es gibt valide Argumente gegen die aktuelle Ausprägung des Individualverkehrs – aber daß VW Zulassungsstellen und seine Kunden bei den Dieseln betuppte, ist keines.

  97. #98 anderer Michael
    September 20, 2016

    Ursula und Christian
    Deswegen habe ich Herrn Aigner die Frage nach Interessenskonflikten gestellt.
    In der Medizin ist das Standard .Ein Wissenschaftler untersucht die Wirksamkeit eines Medikamentes. Er gibt an,dass er Forschungsgelder und Unterstützung zu Fortbildungen von der Herstellerfirma erhalte habe. Daran ist zunächst nichts schlimmes.Kommt er zu einem negativem Ergebnis, ist die Sache klar. Ist das Ergebnis positiv, muss die Arbeit wirklich bis ins Detail korrekt sein (sollte sie sowieso sein). Kommt er lediglich mit irgendwelchen nachträglichen Analysen von Untergruppen, als Beispiel
    – eine Senkung des morgendlichen diastolischen Blutdrucks so gerade noch irgendwie signifikant bei adipösen Männern mit Diabetes mellitus und Niereninsuffizienz im Alter von 50-65Jahre- dann ist klar, wie der Hase gelaufen ist. Üblicherweise taugt soetwas dann nur noch als Verlagsveröffentlichung , dick versehen mit dem Zusatz gesponsert von XY. Das ist kein Verdienst der deutschen Medizin. Sie hinkte der internationalen Entwicklung hinterher. Jetzt bin ich vorsichtig, weil ich es nicht weiß und weil ich nicht arrogant sein möchte. Üblicherweise lernt die Medizin von den Naturwissenschaften. Vielleicht könnte es nun ausnahmsweise andersherum sein.
    Dann gibt es den Bereich der versteckten Einflussnahme. Schreibt jemand etwas positives bei einem umstrittenen Thema, so heißt das noch lange nicht, das es verkehrt ist oder der Autor im Verborgenen im Dienste eines Dritten steht.Nur die Leute werden immer skeptischer und misstrauischer nach den Erfahrungen der letzten Jahre.
    Herr Aigner wird für Skepsis Verständnis haben, er ist schließlich selber Skeptiker

  98. #99 Micha
    Berlin
    September 21, 2016

    Interessanter Artikel! Zwei Dinge möchte ich jedoch anmerken: Bei gentechnisch veränderten Organismen weiß man zwar welches Gen verändert wurde. Das impliziert jedoch nicht welche Wirkung dies hat bzw weitere Mutationen daraus haben können. Zweitens: Du sagst die Politik sei verantwortlich. Das ist vollkommen richtig. Dabei ignorierst du jedoch dass Monsanto enormen Einfluss auf die Gesetzgebung ausübt (Stichwort Lobbyismus). Die Gefahr bei Monsanto ist meiner Meinung dass es seine Marktmacht wieder jeder Moral ausnutzt nur des Profit willens. Die Forschungsausgaben sind sicherlich längst eingespielt.

  99. […] von Monsanto als Hort alles Bösen hat Florian Aigner drüben bei “Na klar!” schon viel Lesenswertes geschrieben, das an dieser Stelle gar nicht wiederholt werden soll. Kurz hinweisen möchte ich aber auf die […]

  100. #101 Groucho
    September 22, 2016

    @Micha, #98:
    [ZIT] Bei gentechnisch veränderten Organismen weiß man zwar welches Gen verändert wurde. Das impliziert jedoch nicht welche Wirkung dies hat bzw weitere Mutationen daraus haben können.[/ZIT]

    Und die Natur erst. Da wird wild vor sich hin mutiert, und die Zulassungsstelle scheint auf Alpha Centauri zu sein.

    Eine Erdbeere würde z.B. keinerlei Zulassung bekommen, würde sie heute neu “erfunden”. Viel zu viele Allergene drin. Und was wir Menschen so mit radioaktiv getriggeren Mutationszüchtungen angestellt haben, kann man heute alles im Bioladen erwerben, ohne, dass das irgendwen je interessiert hätte, was da mit einer zufälligen Genmutation angerichtet wird.

    Das alles ist natürlich kein Beleg, dass man mit Gentechnik nicht auch Unfug anrichten kann. Nur sollte man die Kirche mal im Dorf lassen. Nie wussten wir genauer, was wir tun, nie wurden solche Züchtungen genauer geprüft, und anscheinend steigt aber im selben Maße die irrationale Angst davor.

    Vielleicht sollte man Filme wie “Angriff der Killertomaten” auf den Index setzen.

  101. #102 Heiner
    http://www.hobby-garten-blog.de
    September 22, 2016

    Ich bin ja froh, dass Du bei den Ausführungen zu Schmeisers Verfehlungen wenigstens impliziet einräumst, dass Monsanto die Pollen seiner GVO-Pflanzen großzügig (und oft gegen den ausdrücklichen Wunsch deren Besitzer) auf die Pflanzen der Nachbargrundstücke verteilt.
    Nehmen wir mal eine Analogie: Würde das ein Pferdebesitzer mit den Samen seiner Hengste machen, dann würde er (auch in den USA) empfindlich bestraft.

  102. #103 rolak
    September 22, 2016

    dass Monsanto die Pollen seiner GVO-Pflanzen großzügig (..) auf die Pflanzen der Nachbargrundstücke verteilt

    Das ist völlig unerwartet eine steile Steigerung des bisherigen Schwachsinns. Kudos!

  103. #104 Heiner
    http://www.hobby-garten-blog.de
    September 23, 2016

    Ähm, was jetzt?
    Bezweifelst Du, dass Mais ein Windbestäuber ist? Oder dass seine Pollen kilometerweit in der Gegend herum fliegen? Dagegen könnte ich dann kaum sinnvoll argumentieren 😉

  104. #105 znep82
    September 23, 2016

    @ Heiner
    Was denn jetzt, verteilt Monsanto die Pollen in der Nachbarschaft oder macht das dieser Mais von ganz alleine?

  105. #106 rolak
    September 23, 2016

    Was denn ..etc pp

    Thx 4 translation, znep82.

    kaum sinnvoll argumentieren

    Ja, haben wir schon gelesen, Heiner, deswegen #103.

  106. #107 zimtspinne
    September 23, 2016

    @ Groucho

    “”…kann man heute alles im Bioladen erwerben, ohne, dass das irgendwen je interessiert hätte, was da mit einer zufälligen Genmutation angerichtet wird.””

    Na, ich ärgere mich regelmäßig über die züchterischen Aufdosierungsbemühungen des Zuckergehalts in eh schon sehr süßen Früchten…. gibt neuerdings von Ananas über Weintrauben bis Granatapfel alles in der ‘extra sweet’ Variante. Im Frühjahr blätterte ich in einem Gartenkatalog und sah eine Neuzüchtung von Beeren mit dieser Extrasüße…. da war ich dann doch baff. Und mochte nicht mehr an Zufall und mein selektive Wahrnehmung glauben (als Zucker-Minimalist).
    Andersherum wird Radieschen und Rettichen die Schärfe “abgewöhnt”… schmeckt aus dem Garten völlig anders, das Zeug, insbesondere die Rettiche.

    Find ich total dämlich, einerlei, ob das nun via Genschere oder radioaktiv erreicht wird/wurde.
    Dieser Einheitsapfelbrei im Supermarkt, sogar in umfangreicheren Gemüseläden, macht nicht glücklich, wer viele Apfelsorten aus der “Urzeit” kennt und noch regelmäßig verschnabuliert und sammelt und pflückt oder pflücken lässt.

    Die Zuchtziele der Massenvermehrer finde ich kritikwürdig.

  107. #108 adent
    September 24, 2016

    @Zimtspinne
    Apfelsorten aus der Urzeit, soso, wie alt bist du? Ich kann das nicht mehr hören, das früher alles besser schmeckte/war. Das ist deine Meinung und das wars, ich wette mit dir, mein Sohn könnte das gleiche in 30 Jahren sagen, “früher schmeckten die Äpfel aber besser” (sic). Dazu meine Standardfrage, wann genau war dieses früher und wann hat es aufgehört? Denk mal darüber nach, so wie du argumentierst (ich gebe zu und einige andere hier noch viel schlimmer), müsste die Welt ja morgen, spätestens übermorgen völlig im A…. sein, komisch das wir trotz all diesem “modernen” Mist immer älter werden und immer länger gesund bleiben, seltsamer Widerspruch.
    Ach übrigens, ich finde nicht, dass die Äpfel früher besser schmeckten (und ich kenne einige/viele alte Apfelsorten) aber das ist meine persönliche Meinung.

  108. #109 anderer Michael
    September 24, 2016

    Mais ist ein Fremdbestäuber und wie alle Gräser ein Windbestäuber. Er hat den schwersten Pollen aller Getreidearten. Früher nahm man an , dass er nicht weit fliegen kann. Inzwischen weiß man, dass es unter bestimmten Bedingungen schon kilometerweite Verbringungen geben kann. Einkreuzungen sind trotzdem selten, weil Maispollen nur einen Tag befruchtungsfähig sei. Sie kommen aber nachweislich vor.
    Der Sinn eines gentechnisch veränderten Maises ist mir immer noch vollkommen unklar,speziell des Bt- Maises.
    Hat jemand eine nachvollziehbare Erklärung?

    Zum Raps: Mir ist aufgefallen,dass sich Raps selber leicht verbreitet. Ich habe ihn z.B. auf einer Brache inmitten von Leipzig oder in einer sauerländischen Kleinstadt gesehen. Die Begründung eines Bauern war: Raps ist eine Ölsaat, die sehr überlebensfähig sei.
    Für mich heißt das: 2 Rapsfelder nebeneinander, eines konventionell, das andere Genraps. In Europa hat man Fruchtwechsel , in den USA wesentlich seltener. Nach einigen Jahren findet man Raps der einen Sorte jeweils in dem anderen Feld, ohne Fruchtwechsel schneller. Wenn in einem Bezirk Genraps angebaut wird, wird in den konventionellen Rapsernte sehr bald Genraps nachzuweisen sein, und dass wohl nicht unter 0,9%. Wenn die Lieferbedingungen auf gentechnikfreien Raps abgestellt sind, sollen sich Landwirte gezwungen sehen, auf Genraps umzusteigen.
    Monsanto soll angeblich in solchen Fällen (Vermischung Genraps und konventioneller Raps in der Ernte )Landwirte auf Zahlung von Lizenzgebühren verklagt haben, mit dem Ziel diese zur Umstellung zu zwingen. Weiß jemand, ob daran was wahres ist?

  109. #110 anderer Michael
    September 24, 2016

    Adent
    So einfach ist das nicht. Unsere aktuellen Kultursorten im Obst gelten als genetisch verarmt. Die alten Kultursorten gelten als wichtige Genreserven, nicht nur beim Obst, und werden mit hohen finanziellen Aufwand weltweit erforscht und archiviert . In Gattersleben gibt es dazu ein Institut mit 500 Mitarbeitern.
    Gerade bei Kartoffeln, dem Mais und dem so verpönten alten Apfel finden sich immer wieder Überraschungen.

  110. #111 zimtspinne
    September 25, 2016

    @ Morgen, Adent

    … dass wir “trotz dieses ganzen Mistes immer älter werden bzw länger überleben, ist gar kein Widerspruch. Das wird erreicht durch eine immer leistungsfähigere Medizin plus unser gutes (jawohl! im Vergleich zum Rest der Welt) Gesundheitssystem, das sogar den schwerstabhängigen Alkoholiker unter der Brücke noch erreicht (der wird evtl. regelmäßig dank fürsorglicher Mitmenschen mit RTW noteingeliefert und überlebt schlechte Phasen als Drehtürenpatient von Entzugs- und Suchtkliniken).

    Dass wir immer gesünder lange überleben, kann ich gar nicht bejahen.
    Wenn ich mir die Verbreitung von immer früher diagnostizierten sogenannten “Wohlstandgesellschafts- oder Zivilisationserkrankungen” anschaue. Bluthochdruck, Diabetes II, Karies, Schilddrüsenerkrankungen, degenerative Herz- Kreislauferkrankungen, Allergien und Nahrungsunverträglichkeiten, diverse degenerative Gelenkserkrankung und Wirbelsäulenproblematiken beobachte ich häufig bereits bei unter 30jährigen, und Mitte 30 sind viele schon mittendrin, gehen lieber zur Physiotherapie (falls überhaupt, meist wird es ausgesessen) statt selbst aktiv zu werden und eine Lebensstiländerung anzustreben.
    Adipositas ist übrigens auch ein Krankheitsbild und an diesem leidet eine so große Zahl, dass man das schlecht noch ignorieren kann.
    Und hier sind wir auch wieder bei unserer heutigen Ernährungsform, an der Großkonzerne und Monopolisten wie Monsanto regen Anteil haben…. zu über 70 % wird die Ernährung der Weltbevölkerung von drei Kulturpflanzen bestimmt: Reis, Weizen, Mais.
    Wenn das keine Einseitigkeit ist…..

    Gartenäpfel haben den gravierenden Nachteil, dass sie mehr Verzehraufwand benötigen, was dazu führt, dass sogar Menschen mit ertragreichen Apfelbäumen im Garten die “bequemen Äpfel” im Supermarkt kaufen. Muss man nicht schrubben, auf tierisches Innenleben kontrollieren und dann auch noch mit diesem wäh, ekelhaft ungewohnten Verhältnis von Süße-Säure vorlieb nehmen.
    Äpfel aus einem konventionellen Intensiv-Anbausystem sind halt gefälliger, glatt geschliffen, ohne Ecken und Kanten. So wie der mainstream das überall und immer möchte, egal ob bei Bluckbustern im TV, Berieselungsmusik im Radio oder Äpfeln auf dem Teller. Hauptsache bequem.
    So konnte convenience food den Stellenwert erreichen, den es heute bei einem Großteil der Bevölkerung einnimmt.
    Unsere Gesellschaft wird sich weiter aufspalten und das ist eigentlich auch die moderne Evolution.
    Ein Teil, eine Minderheit, lebt gesundheitsbewusst und deckt zumindest einen Teil des Bedarfes durch hochwertige Nährstoffquellen (Einkauf bei regionalen Bauern, Wochenmärkte, Wild von Jägern, Angeln, eigener Nutzgarten/teilweise Selbstversorgung), der andere Teil bleibt beim denaturierten Industriemampf.
    In ungefähr 50 Jahren werden wir sehen, wer die bessere Lebensqualität bei welcher Lebensspanne hat 😉

  111. #112 zimtspinne
    September 25, 2016

    ups, haben sich einige Tippos eingeschlichen: Blockbuster sollte das natürlich heißen.

    Ach ja, und beim Discounter-Apfel habe ich natürlich das wichtigesten Kriterien vergessen: Die Makellosigkeit und Haltbarkeit.
    Habe schon Äpfel in einer Ecke vergessen und nach zwei wilden Monaten sahen die immer noch ansprechend aus. Auch wenn dieses hohe Qualitätsmerkmal natürlich noch nicht umfassend erreicht wurde…. manche Sorten verfallen auch sehr schnell, dort muss noch nachgebessert werden.

  112. #113 adent
    September 25, 2016

    @andere Michael
    Danke für die Nachhilfe, in Gatersleben habe ich selber 5 Jahre gearbeitet und weiß als Molekularbiologe der Pflanzen ganz gut, dass Zuchtsorten genetisch verarmen. Hier ging es aber um den Geschmack und der wird a) sehr aufwändig getestet, damit er dem Konsumenten gefällt (ob das Zimtspinne dann gefällt ist wieder eine andere Sache). Die genetische Verarmung ist eher entscheidend, wenn es um Resistenzen gegen Pathogen geht.

  113. #114 adent
    September 25, 2016

    @Zimtspinne
    Und wann begann/endete nun dieses “Früher war alles besser”? In diesem Fall zumindest die Ernährung, ich will hier ja keinen Strohmann aufstellen.

  114. #115 adent
    September 25, 2016

    @Zimtspinne
    Und was meinst du, wie wird man in 50 Jahren das “Früher war alles besser” definieren, auf die 2010er? 2020er?

  115. #116 rolak
    September 25, 2016

    die 2010er? 2020er?

    Selbstverständlich Januar bis März 2004, adent.

  116. #117 anderer Michael
    September 25, 2016

    Adent
    Die Welt ist klein und ein Dorf. Da habe ich dich auf deinen ehemaligen Arbeitsplatz hingewiesen.
    Nur Resistenz gegen Pathogènes habe ich nicht ganz verstanden. Gemeint ist damit wohl, möchte man z.B. einer aktuellen Kultursorte eine Schorfresistenz hinzufügen, so kann man aus der Genreserve eine solche Unterart einkreuzen. Gleiches auch wenn man Kälte-, Frost- , Dürre- oder sonstige Unempfindlichkeit benötigt. Usw. usw.

  117. #118 adent
    September 25, 2016

    @anderer Michael
    Genau so. Nur das das Kreuzen beim Apfel etwa ein Jahrzehnt dauert.

  118. #119 adent
    September 25, 2016

    @rolak
    Hmmm, warte mal, da hatte ich im März eine OP in Karlsruhe (musste über Ostern drinbleiben :-(), nee, da war definitiv nicht alles besser, insofern Widerspruch, entschiedener :-)

  119. #120 zimtspinne
    September 25, 2016

    adent,
    es geht ja gar nicht um “früher war alles besser”.
    Vielmehr gehts um die Möglichkeiten, die man HEUTE ausschöpfen könnte, wenn man wollte.
    Wo früher (ich meine vor ca 100, 200 Jahren, vor und am Anfang der industriellen Revolution) das Tagewerk voller unvermeidlicher Mühsal war, viele Krankheiten nicht beherrschbar waren oder gar einen frühzeitigen Tod bedeuteten (usw), herrschen heute unendliche Faulheit, Trägheit, Bequemlichkeit, ab und an mal durchbrochen von Spaßhaben in der Spaßgesellschaft.
    Aber bitte nix anstrengendes, unkomfortables wie etwa täglich mit Rad zur Schule/Arbeit etc oder Äpfel selbst sammeln und einen zuckerreduzierten Apfelkuchen eigenhändig daraus backen (gut, dort guckt auch schon wieder der Weizen ums Eck, ist einfach überall, das Zeug, aber eine Sünde hier und da sei jedem ja erlaubt und vergönnt).

    Im Gegensatz zur allgemeinen Trägheit und Bequemlichkeit gibt es dann natürlich wieder die anderen Extreme – hardcore Rohköstler und Veganer sowie Gesundheitsfetischisten. Sicher noch mehr, was mir gerade nicht einfällt. Ach so, ja, Selbstversorger, die es gnadenlos übertreiben, so etwas hab ich auch schon getroffen.

  120. #121 zimtspinne
    September 25, 2016

    Hab deinen davorigen Kommentar erst jetzt gesehen, sorry.

    Einen exakten Zeitpunkt für eine gravierende, und sich sehr wahrscheinlich auch gravierend auf unsere Gesundheit auswirkende Ernährungsveränderung gibt es nicht. Das war und ist ein schleichender Prozess.

    Es gibt aber gewisse einschneidende Ereignisse, wie etwa mal in den 70er Jahren in den USA irgend eine massive Subventionierung, die dazu führte, dass die Kulturpflanze, aus der dieser subventionierte Stoff gewonnen wurde, vermehrt angebaut, weitergezüchtet und nahezu jedem Nahrungsmittel (als billiger Füll- und nützlicher Geschmacksträger) zugefügt wurde.

    Wegfallende körperliche Tätigkeiten sind ein weiterer Eckpunkt, dazu diverse Haushaltsgeräte, die nahezu jede körperliche Anstrengung ins Aus befördern – gibt ja mittlerweile sogar elektrische Pfeffermühlen.

  121. #122 rolak
    September 25, 2016

    Widerspruch, entschiedener

    Du willst doch jetzt wohl nicht mit Humorvollem Anekdotischem argumentieren, adent? So etwas gilt selbstverständlich im gefühlten Mittel. Und Du weißt ja: Der Zweck heiligt die Mittel.

    Ansonsten ein reannuelles Alles Gute für die Zeit und danach!

  122. #123 Roberta
    Internet
    September 25, 2016

    Da sie sich so viel Mühe gegeben haben, für uns die Fakten zusammenzutragen, will ich dies gerne erwidern und habe mir auch mal die Mühe gemacht, ihre Behauptungen zu prüfen:

    1) Sie behaupten, dass das Monsanto Tribunal bei dem im Oktober hunderte Experten aus der ganzen Welt zusammenkommen, um ihre Beweise gegen Monsanto und dessen kriminellen Geschäftspraktiken, die u.a. in der Doku: Monsanto – Mit Gift und Genen, dokumentiert sind, zusammentragen, um den Chemiekonzern öffentlich und völkerrechtlich zur Verantwortung zu ziehen, für die Krankheiten und tödlichen Folgen ihrer Pestizide nur ein PR Gag ist? 


    Na dann schauen sie sich mal die internationalen Tribunale, wie in Jugoslawien, Ruanda, Kambodscha… an und welche Erfolge sie bei völkerrechtlichen Straftaten bereits erzielt haben, z.B. hier bei der Human Rights Plattform:

    
http://www.humanrights.ch/de/internationale-menschenrechte/strafgerichte/

    
Denn auch die Informationen aus den bekannten Panama Leaks wurden ja “nur“ von einem Journalisten-Kollektiv der Süddeutschen Zeitung zusammengetragen, und haben dennoch die Staatsanwaltschaft tätig werden lassen.

    Denn wenn die Indizien belegen, dass ein Verbrechen vorliegen könnte, MUSS die Staatsanwaltschaft eingreifen und dann wird aus einem Recherchekollektiv oder Tribunal schnell ein strafrechtliches Verfahren. 
Und auch das können sie im Internet nachlesen, bei Wikipedia z.B. unter Staatsanwaltschaft „Ermittlungspflicht bei hinreichendem Tatverdacht“:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Staatsanwaltschaft_(Deutschland)#Ermittlungspflicht_bei_hinreichendem_Tatverdacht


    2) Wenn sie behaupten, dass Monsanto uns nicht töten will, dann sollten sie sich mal die Geschichte von Monsanto anschauen:

    

a) Monsanto hat 600 Mio. Dollar Strafe bezahlt, weil sie schon in den 30er Jahren Studien gefälscht haben, die belegen, dass die von ihnen hergestellten PCBs krebserregend sind. Und als die Fälschungen in den 80er herauskamen, wurde diese PCBs verboten und Monsanto musste Entschädigung zahlen. Einfach mal nach „wikipedia – Monsanto mit Gift und Genen“ suchen:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Monsanto,_mit_Gift_und_Genen

    oder direkt bei „Wikipedia Monsanto juristische Auseinandersetzungen“ nachschauen:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Monsanto#Juristische_Auseinandersetzungen


    b) Monsanto und BAYER haben auch gewusst, dass ihr mit Dioxin verseuchtes Pestizid Agent Orange, das angeblich nur Blätter absterben lässt, in Milliarden Litern über Soldaten, Mütter und Kinder in Vietnam versprüht wird.

    2,6 Millionen US Soldaten erkrankten, hunderttausende Vietnamesen starben und weitere hunderttausend vietnamesische Kinder kommen seit 1960er – und auch noch 50 Jahre später – mit schwersten Missbildungen zur Welt. 
Nachzusehen in der ARD Weltspiegel Reportage „Vietnam: Die jungen Opfer von Agent Orange“

    
http://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/sendung/ndr/vietnam-106.html

    Oder hier in der Welt „Kannten die USA die Risiken von Glyposat“:

    https://beta.welt.de/geschichte/article151739512/Kannten-die-USA-die-Risiken-von-Agent-Orange.html

    
Und auch hier hatte Monsanto in seinen Studien vertuscht, wie gefährlich das Pestizid für die Menschen ist, und dann einen Fond in Höhe von 180 Mio. Dollar für das US Militär eingerichtet, um die Kranken und Hinterbliebenen US Amerikaner zu entschädigen. Nachzulesen hier im Spiegel: „ Der Tod aus Ingelheim“

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13487619.html


    Nur die Millionen vietnamesischen Opfer bekamen vor einem US Gericht kein Recht, denn das von Monsanto und BAYER produzierte Agent Orange war ja angeblich kein verbotener chemischer Kampfstoff sondern nur ein ‘Entlaubungsmittel‘.

    
c) Und auch beim Rinderhormon Posiliac hatte Monsanto in seinen Studien die Gefährlichkeit des Rinder Wachstumshormons vertuscht, wie geleakte Monsanto Studien bewiesen haben und der Umweltmediziner Samuel Epstein veröffentlicht hatte:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Samuel_Epstein_(Mediziner)

    d) Monsanto musste ebenfalls Bußgelder in Höhe von 1,2 Mio Dollar bezahlen, weil sie 5 Jahre lang indonesische Regierungsbeamte bestochen haben, damit dort Monsanto’s gentechnisch veränderte Baumwolle Bollgard zugelassen wird.

    e) Und aktuell wird Monsanto ebenfalls von der US Anwaltskanzlei Levin Papanto verklagt:

    https://www.levinlaw.com/monsanto-roundup-lawsuit-cancer-link

    Warum jetzt schon wieder? Weil der US Wissenschaftler Anthony Samsel beim US Senat als erster eine Verfügung erwirken konnte, die dazu führte, dass Monsanto einige geheime Glyphosatstudien aus den 70er / 80er Jahren offenlegen musste, die ebenfalls belegen, wie Monsanto die Krebsgefahr von Glyphosat vertuscht hat, um eine Zulassung zu erhalten. Hier auf Deutsch im Focus nachzulesen.

    http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/krebs/vorbeugung/geheime-studien-aufgetaucht-us-forscher-erzwingen-herausgabe-geheimer-studien_id_5140118.html

    4) Da haben sie recht, denn „Glyphosat ist genau bekannt“ und diese über 750 wissenschaftlichen Publikationen unabhängiger Wissenschaftler belegen die Gefährlichkeit von Glyphosat für Mensch, Tier und Ökosystem. Hier eine Linkliste zu Original Studien und Publikationen für die Experten unter uns:


    http://www.gmofreeusa.org/research/glyphosate/glyphosate-studies/

    5) Und wenn sie behaupten, dass das synthetische Totalherbizid Glyphosat umweltschonender sei als die natürlichen Pestizide in der Bio Landwirtschaft nach Naturland oder Demeter Standard sollten sie dafür auch wissenschaftliche Belege anführen!

    Denn sie wissen schon, dass Monsanto seine falschen Werbeaussagen wie „Glyphosat ist biologisch abbaubar, …“ oder „Glyphosat weniger giftig als ein Salz…“ schon seit 1996 nicht mehr kommunizieren darf, da sie in den USA erfolgreich von einem Gericht verklagt wurden und seit dem zahlreiche weitere ihrer unbewiesenen und falschen Werbeverprechungen nicht mehr tätigen dürfen:

    http://big.assets.huffingtonpost.com/fraud.pdf

    6) Und wer behauptet, dass eine Landwirtschaft niemals ohne synthetische Pestizide auskommen wird, sollte sich mal die über 20.000 erfolgreichen Bio Landwirte in Deutschland anschauen, die sehr wohl mit innovativen Methoden effizient und erfolgreich gesunde Lebensmittel anbauen, wie z.B. der Öko Bauer Martin Schulz zeigt:


    https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/lueneburg_heide_unterelbe/Es-geht-auch-ohne-Pflug-statt-Glyphosat,glyphosat216.html


    Oder sich mal vom Bio Bauer Felix Prinz zu Löwenstein in der Frankfurter Rundschau erklären lassen wie das geht:

    
http://www.fr-online.de/rhein-main/felix-prinz-zu-loewenstein–um-gut-zu-essen–muss-man-nicht-mehr-ausgeben-,1472796,34489160.html

    7) Studien in den USA und Südamerika belegen auch, dass sich in den letzten 10 Jahren die Kosten pro Hektar Anbaufläche vervierfacht haben und die Pestizidmenge erhöht wurde, um die glyphosatresistenten Superunkräuter – die bereits über 243.000 Quadratkilometern Ackerfläche sprießen, wieder loszuwerden – entweder mit mehr RoundUp, einem Pestizidcocktail oder manuell:


    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-129339509.html

    8) Und wer natürliche Lebensmittel wie Weizen, Mais, Soja, Tomaten mit Softwarelizenzen vergleicht, und so Patente auf Lebensmittel, wie Tomate (Syngenta), Paprika (Syngenta), Melonen (Monsanto) Brokkoli (Seminis, Tochter Konzern von Monsanto), Schweine (Monsanto, aber gescheitert aufgrund einer Klage von Greenpeace), Rinder, Muttermilch (Nestlé) … legitimiert, sollte schon mal fleißig Aktien der Chemiekonzerne kaufen und die anderen – Verbraucher und Landwirte – lesen hier was uns blüht.

    http://no-patents-on-seeds.org/de/information/patente

    http://www.bund.net/themen_und_projekte/gentechnik/risiken/wirtschaft/baeuerliche_abhaengigkeit/

    Denn Monsanto, Bayer und Co machen mit Patenten Milliarden und auch mit den passenden Medikamenten gegen Krebs, Autoimmunkrankheiten, Diabetes, Nieren- und Leberschäden, die diese gentechnisch veränderten und mit Glyphosat gespritzten Lebensmittel nachweislich fördern, wie das Umweltinstitut hier die Studienlage auf Deutsch zusammengefasst hat.

    http://www.umweltinstitut.org/images/gen/aktionen/Roundup/Studien-Glyphosat.pdf

    9) Und wer sich für Schäden durch Pestizidabdrift von Glyphosat und die wirtschaftlichen und gesundheitlichen Folgen interessiert, kann gerne diese Studie dazu lesen, denn die Folgen sind für Mensch und Umwelt sind gesundheitlich und wirtschaftlich gefährlich:


    http://www.pan-germany.org/download/pestizid_abdrift_leben_im_giftnebel.pdf

    10) Und wer behauptet, dass die Selbstmordrate in Indien nichts mit Monsanto zu tun hat, kann hier nachlesen, wie Monsanto mit falschen Versprechungen, Knebelverträgen und seinem Geschäftsmodel, “Gentechnik gibt es nur mit RoundUp im Paket”, Kleinbauern in den Ruin getrieben werden, wie jeder in dieser ARD Reportage von 2013 nachschauen:

    http://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/sendung/swr/2013/indien-bauern-baumwolle-100.html

    oder in diesem SPIEGEL Artikel von 2006 nachlesen kann:

    „Dieses Problem sollte das genveränderte Baumwoll-Saatgut namens “Bacillus-thuringiensis-Cotton” lösen. Doch die Pflanzenkeime, die der Saatgut-Multi Mahayco-Monsanto Biotech vor vier Jahren eingeführt hat, sind dreimal so teuer wie konventionelle Samen. Heute gelten sie als Flop für die Bauern: “Alle Ankündigungen von Monsanto waren irreführend.“

    
http://www.spiegel.de/wirtschaft/selbstmord-serie-tausend-indische-bauern-gehen-in-den-tod-a-446922.html

    11) Und wer als Wissenschaftsjournalist behauptet, dass keine gesundheitliche Schäden durch gentechnisch veränderte Lebensmittel bekannt sind, kennt anscheinend die Fachliteratur nicht. 

Allein der Fall des britischen Prof. Arpad Pusztai, der in einer 6 Mio. DM Studie bewiesen hatte, dass Monsanto’s Genkartoffel in einer Langzeitstudie (+ 90 Tage) Krebs bei Mäusen auslöst bestätigt alle Kritiker. Denn nachdem er seine Erkenntnis veröffentlicht hatte, wurde er 2 Tage später durch den politischen Druck des britischen Prime Ministers und Gentechnik Befürworters Tony Blair entlassen und Wochen später musste er nach 35 Jahren Forschung auch seine wissenschaftlichen Gremienarbeit niederlegen, obwohl 23 Wissenschaftler seine Studienergebnisse belegen konnten:


    http://www.zeit.de/1999/09/199909.genkartoffel_.xml/komplettansicht


    Und wenn man über GVO schreibt, sollte man auch diese paar hundert Studien kennen, die alle belegen, dass gentechnisch veränderte Lebensmittel für Mensch, Tier und Umwelt schädlich sind.


    http://www.gmofreeusa.org/research/gmo-science-research/gmo-science-research-0501-1000/

    12) Und wer behauptet, dass man mit Gentechnik prima Allergien bekämpfen könnte, macht den Bock zum Gärtner, denn die Chemiekonzerne, wie Syngenta, Du Pont, Dow Chemical, BASF, BAYER und Co, die mit Pestiziden und Gentechnik Milliarden Umsätze machen, machen auch mit Medikamenten gegen Allergien und anderen anderen Autoimmunkankheiten Milliarden Umsätze.

    Denn gesunde natürliche Lebensmittel haben keine milliardenschwere Lobby, denn damit können Chemiekonzerne kein Geld verdienen, denn ihr Geschäftsmodel beruht auf kranken Menschen.

    13) Und wer Monsanto Gegner als landwirtschaftliche Romantiker bezeichnet, sollte auch mal die Weltagrarbericht Studie von 2016 zur Zukunft der Landwirtschaft lesen, die wissenschaftlich belegt, dass nur dezentrale, kleine ökologische Landwirtschaftsbetriebe langfristig den Hunger bekämpfen, das Bauernsterben stoppen, die überlebenswichtige Biodiversität erhalten, gesünder für Mensch und Umwelt sind und den Klimawandel nachhaltig und natürlich stoppen können:


    http://www.weltagrarbericht.de/themen-des-weltagrarberichts/ueber-den-weltagrarbericht/ueber-den-weltagrarbericht-volltext.html

    14) Und sie haben natürlich recht, dass es nicht die Aufgabe eines Biotech-Konzerns sich die Regeln für die Landwirtschaft von morgen zu überlegen. Und es ist auch richtig, dass Konzerne zivil- und strafrechtlich bestraft werden müssen, siehe VW oder Deutsche Bank in den USA, sobald ihre kriminellen Praktiken, von Bestechungen, Denunziantentum (Monsanto hat eine eigene Abteilung dafür, kritische Wissenschaftler zu diffamieren, ), Fälschung von Studien aufgedeckt werden, damit sie in Zukunft verhindert werden.

    Ein guter Anfang ist es, Politiker, Konzernchefs und Technokraten zu hinterfragen und ihre Behauptungen zu überprüfen, denn jeder Einzelne hat heutzutage dank des Internets die Möglichkeiten und Pflicht dazu.

    Danke

  123. #124 Erich Grantzau
    Seelze
    September 26, 2016

    Sortenschutz – das Patent auf eine Pflanzensorte – gilt für alle Pflanzensorten, unabhängig davon mit welcher Methode die Züchtung erfolgte.
    Es ist keineswegs ein Alleinstellungsmerkmal für Pflanzensorten, die durch gentechnische Züchtungsmethoden hergestellt wurden.

  124. #125 zimtspinne
    September 26, 2016

    Ich habe ein mulmiges Gefühl, wenn solch aggressive Kraken wie Monsanto sich der Welthungerprobleme annehmen….
    Ich stehe ansonsten der Gentechnik seit jeher offen gegenüber, natürilch durchaus kritisch, aber insgesamt bewerte ich sie als große Chance für viele Felder. Nur nicht gerade für Reisfelder…. und Rapsfelder… in den Patschehänden eines marktmächtigen Konzerns. Das “rein zufälllige” Infiltrieren umliegender Territorien (via herumfliegender Agrarprodukte) ist doch echt ein Zeichen…. oder Vorzeichen, was sich da noch anbahnen könnte.

  125. #126 Roberta
    Berlin
    September 28, 2016

    SORRY für meinen Doppelpost. Bitte wieder löschen, denn meinen ersten Post hatte ich übersehen. SORRY.

  126. #127 Ursula
    September 28, 2016

    @zimtspinne

    Ich habe ein mulmiges Gefühl, wenn solch aggressive Kraken wie Monsanto sich der Welthungerprobleme annehmen….

    Tun sie das, sich des Welthungers annehmen?
    Die Gentechnik werden wir wohl brauchen.
    Wenn wir nicht wollen, dass das in der Hand einiger großer Konzerne liegt, sollten wir in Europa die Forschung auf diesem Feld intensivieren und fördern, und innovative Unternehmen unterstützen, statt – wie es derzeit der Fall ist – die Gentechnik verteufeln, und diese Sichtweise in “guter” missionarischer europäischer Tradtion in andere Länder zu importieren. Stichwort: “golden rice”.

  127. #128 Florian Aigner
    September 28, 2016

    @Roberta: Ich habe nichts gelöscht, der Kommentar ist im Spamfilter hängengeblieben – das passiert bei langen Kommentaren mit vielen Links oft. Man sollte nicht immer gleich Boshaftigkeiten vermuten.

  128. #129 Dirk
    September 29, 2016

    Roberta zeigt ja recht Eindrucksvoll wohin übermäßiger Pornokonsum führen kann: so viel Text und bemerkt nicht das inhaltlich praktisch jeder Punkt bereits behandelt wurde.
    Neu ist höchstens die wirre Vorstellung das Pornos wie “mit Gift und Genen” zu Maßnahmen einer REALEN Staatsanwaltschaft führen (sollte zumindest so sein)

    @Roberta: versuch Dich mal ein klein wenig zu konzentrieren (wenn nötig evtl. Arzt vorher nach Ritalin o.ä. fragen) anstatt unverstanden eine Unmenge von konsumierten Schnippseln wiederzukäuen. mal einen KONKRETEN Punkt zu Ende recherchieren.
    Dann passieren auch nicht Aussagen wie “glyphosat[!]RESISTENen Superunkräuter – [] wieder loszuwerden – entweder mit mehr RoundUp [Wirkstoff: GLYPHOSAT !!!], ”
    die Dich als kompletten Vollidioten erscheinen lassen.

  129. #130 LasurCyan
    September 29, 2016

    die Dich als kompletten Vollidioten erscheinen lassen.

    Auch wenn ich Dir in der Sache nahezu recht gebe, Dirk, ist das ja wohl nicht die Art der sachlichen Kritik, die hier gern gelesen wird. Zumindest ‘Vollidioten’ hättest Du gendern können.

  130. #131 Roberta
    September 29, 2016

    @Dirk

    Nur zu ihrer Information, denn wir sind hier ja im Bildungsbereich des WWW:

    Wenn eine bestimmte Dosis von RoundUp nicht mehr hilft, die Unkräuter abzutöten, dann versucht de Landwirt zunächst , die Unkräuter mit einer höheren Dosis von Glyphosat zu entfernen, denn Resistenzen entwickeln sich langsam und über Generationen.

    Und wenn die Erhöhung des Dosis eines glyphosathaltigen Herbizids auch nicht mehr wirkt, um die Unkräuter zu entfernen, werden Pestizid-Cocktails eingesetzt, um die Wirkung nochmals zu erhöhen.

    Und wenn das nicht mehr hilft, werden die Super Unkräuter manuell entfernt.

    Diese Prozesse haben dazu geführt, dass sich die Anbaukosten der Farmer in den USA in den letzten 10 Jahren pro 1 Hektar Anbaufläche vervierfacht haben.

    All das können sie gerne hier im Spiegel:
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-129339509.html
    oder hier in der Welt: https://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article124153696/In-den-USA-breiten-sich-Super-Unkraeuter-aus.html
    mit den jeweiligen wissenschaftlichen Quellen nachlesen.

    Wenn sie darüber hinaus fachliches zu dieser Diskussion beitragen können, statt Menschen zu beleidigen, wäre das für mich und einige andere Leser bestimmt informativer, denn wir sind ja hier nicht in einer RTL Vormittags-Talkshow.

    Danke.

  131. #132 Roberta
    September 29, 2016

    @LasurCyan

    Da sie ihrem Vor-Kommentator „in der Sache nahezu“ recht gegeben haben, dieser aber seine Anschuldigen leider nicht wirklich sachlich begründet hat, würde ich mich freuen, wenn sie mich kurz aufklären, was an meinen Aussagen fehlerhaft ist, denn dann haben hier alle etwas davon.

    Danke

  132. #133 rolak
    September 29, 2016

    ihrem Vor-Kommentator „in der Sache nahezu“ recht gegeben haben

    Selbstverständlich nicht, Roberta, sondern dem Zitierten. Deswegen wurde es ja vorher zitiert.

    nicht wirklich sachlich begründet hat

    Aber sicher doch.

    Fällt Dir sicherlich beides auch auf, wenn Du das mit dem verstehenden Lesen noch etwas geübt hast.

  133. #134 Dirk
    September 30, 2016

    @Roberta:
    Auweia, ich hatte ursprünglich ‘erscheinen’ im Sinne von ‘scheinbar’ gemeint, da ich davon ausgegangen bin dass Du einfach nur beim copy & paste überfordert warst den Text auch noch zu lesen.
    Wenn Du nun aber noch nicht mal den sachlichen Hinweis verstehst … hmm.
    Also gaaaanz langsam:
    – was heißt glyphosatresistenz?
    + die Pflanze wird durch Glyphosat nicht beeinträchtigt
    – was ist der Wirkstoff in RoundUp?
    + Glyphosat
    – wenn Du nun ein ‘Superunkraut’ hast das glyphosatresistent ist, was passiert wenn Du es mit RoundUp behandelst?
    + nichts
    – was passiert wenn Du es – wie in Deinem kopieten Text vorgeschlagen – mit MEHR RoundUp behandelst?
    + ebenso nichts
    merkst Du was?
    Kleiner Fun-Fact: in der EU versuchen Unkraut-Lobbyisten künstlich alle Unkräuter per Verordnung zu Deinen Superunkräutern zu machen.

    Dein gesamter zusammen kopierter Text besteht fast nur aus fehlerhaften Aussagen, teils nicht ganz so trivial zu sehen, aber auch die Frage warum eine reale(!) Staatsanwaltschaft Hinweise aus Pornos ernst nehmen sollte konntest Du auch nicht verstehen.

    Ich hoffe Deine Textverständnis-schwierigkeiten haben auch dafür gesorgt das Du Gerücht 3 nicht verstanden hast.
    Ansonsten müsste man Dich schon fragen was für ein Mensch Du bist, wenn Du Dir Video, die reale Selbsttötungen zur Triebbefriedigung nutzen, reinziehst.
    Versuch mal Deine Lehrer zu überzeugen in einem der nächsten Projekte die ‘Dokus’ “mit Gift und Genen” und “der ewige Jude” zu vergleichen (mir ist bewusst das letzterer gegen Menschen hetzt und damit sicher verachtenswerter, aber Methoden, Stilmittel,… sind so sehr anschaulich)

    Und bitte: anstatt nach weiteren ‘fachlichen Fehlern’ aus Deiner Kopierwüste zu fragen, versuch EINEN Punkt heraus zu arbeiten der KEIN Fehler ist.

    Warum gehst Du Deiner – selbst auferlegten – Pflicht “Behauptungen zu überprüfen” nicht nach, obwohl “jeder Einzelne … heutzutage dank des Internets die Möglichkeiten … dazu” hätte?

  134. #135 Anja
    September 30, 2016

    Gut verständlicher Artikel, danke dafür! Für mein Verständnis erscheint er mir auch gut durchdacht und gut argumentiert. Wie Aigner beschreibt – Monsanto ist ein Wirtschaftsunternehmen, was in seinem Rahmen der Möglichkeiten agiert. Ich sehe das Problem eher darin, dass wir Lebensmittel als Waren ansehen (und nicht mehr als Mittel zum Leben…). Und die Landwirtschaft (sowohl konventionell als auch die ökologische) die Bodengesundheit weniger auf dem Schirm hat (Bedeutung von Kompost, Mikroorganismen, Nematoden, Regenwürmer, Brix Wert,…). Vielleicht kann man die Unterhaltungen in Zukunft mehr in diese Richtung führen?

    Veränderungen fangen ja bekanntlichermaßen bei jedem einzeln an (in diesem Fall z.B. die Einstellung gegenüber Lebensmitteln und Tieren/Mikroorganismen – nämlich denen im Boden) und genau in dem Maße wie jeder möchte.

    Falls jemand Lust darauf hat und sehr an Mikrobiologie interessiert ist, kann sich gerne bei mir melden. Es geht um die Unterstützung eines landwirtschaftlichen Projektes, was für die Umwelt und den Menschen bessere Lebensmittel produzieren kann – auch im größeren Maßstab. Freue mich auf eine Nachricht!

    Mehr Infos hier:
    http://earthfort.com/product-cat/education/
    https://www.ted.com/talks/allan_savory_how_to_green_the_world_s_deserts_and_reverse_climate_change?language=de

  135. #136 Adent
    September 30, 2016

    @Roberta
    In den verlinkten Quellen finden sich unter anderem zahlreiche Artikel von Seralini und Co (und anderen bekannten BIGGreen Publizisten), die längst diskreditiert sind. Nicht umsonst wurde sein neuester Artikel wieder zurückgezogen, ganz einfach deshalb, weil er die Daten so frei behandelt und auswählt, dass man schon fast von arglistiger Täuschung sprechen könnte (das tue ich hier aber nicht, damit es nicht rechtlich beklagbar wird).

  136. #137 Dirk
    September 30, 2016

    @Anja: warum sieht Deine Gruppe gekaufte bzw. käufliche Lebensmittel (Ware) “nicht mehr als Mittel zum Leben” an?
    und wenn Du ein Problem darin siehst, warum macht Ihr nicht einen Selbsterfahrungskurs: z.B. blind einen gekauften Apfel mit einen anderweitig organisierten vergleichen?
    Ansonsten viel Erfolg mit Eurer Firma und das Ihr nicht mit Eurem Produkt bei religiösen Fanatikern aneckt und dann ein Earthfort-Tribunal veranstaltet wird.

    @all: ab wann muss eigentlich ein Roberta-Tribunal einberufen werden, wenn Roberta ganz offensichtlich die selbst gesetzten Pflichten missachtet?

    … und mein offensichtliches Gender-Problem (wie in #130 aufgedeckt) bitte ich mit meiner Geburt im letzten Jahrtausend zu entschuldigen. Nachschulung wollte eigentlich erst im Folgenden machen, bin jetzt aber am überlegen … ehrlich

  137. […] Florian Aigner hat Mut bewiesen und einen hervorragenden Artikel über Monsanto, beziehungsweise die Gerüchte über und die Vorwürfe gegen den Konzern geschrieben. Faktengetrieben und vor allem sehr emotionslos. Auch wenn ich nicht in allen Punkten der gleichen Meinung bin (vor allem was die soziale Verantwortung von Konzernen betrifft), so denke ich doch auch, dass ein Großteil der Vorwürfe eigentlich an den Gesetzgeber gehen muss, der letztlich den legalen Rahmen vorgibt. […]

  138. #139 Thorsten
    Lüneburg
    September 30, 2016

    @Roberta:
    Zitat:”„Dieses Problem sollte das genveränderte Baumwoll-Saatgut namens “Bacillus-thuringiensis-Cotton” lösen. Doch die Pflanzenkeime, die der Saatgut-Multi Mahayco-Monsanto Biotech vor vier Jahren eingeführt hat, sind dreimal so teuer wie konventionelle Samen. Heute gelten sie als Flop für die Bauern: “Alle Ankündigungen von Monsanto waren irreführend.“
    Zitat Ende.

    Warum beträgt der Anteil an der Baumwolle über 90% aus Bt-Baumwolle?
    Wenn es ein Flop gewesen wäre, dann würden heute nicht alle namhaften Züchter Indiens Bt-Baumwolltraits zu ihren Sorten anbieten.

    Die Merheit der angebotenen Sorten stammen nicht von Mahyco/Monsanto.
    http://wwwkisangangacom.weebly.com/cotton-varieties.html

    In Südafrika und Argentinien wird zu 100% Bt-Baumwolle angebaut. In Pakistan, USA und und und beträgt der Anteil über 90% der Anbaufläche.
    Ein Flop sieht für mich anders aus.

    Vielleicht mal etwas besser recherchieren und nicht einfach irgendwelche Geschichten nachplappern, die hier in Deutschland so verbreitet werden.

    Zum Thema Superweeds will ich gar keine weiteren Ausführungen machen.
    http://weedcontrolfreaks.com/2013/05/superweed/

    Und ja, Unkraut kann auch mechanisch beseitigt werden. Die Probleme der mechanischen Unkrautregulierung haben zu Zerstörung von Millionen Hektar Ackerland geführt, in der USA hat der Staat 100 Millionen Dollar investiert, um von dieser Bodenzerstörung weg zu kommen.
    Und der Prinz zu Löwenstein kann seine Kulturen Hacken und Striegeln, am Ende wird dort kein Bodenbrüter mehr auf dem Feld sein und er hat sehr hohe Mengen an Diesel verbrannt… Was an dem ganzen Feinstaub und den Stickoxiden, die zusätzlich in die Umwelt gepustet werden, ökologisch oder gesundheitsfördernd sein soll, das wird Felix und den GreenNGOs ihr Geheimnis bleiben, denn dazu äußern die sich nicht.

  139. #140 Roberta
    Oktober 1, 2016

    @Dirk
    Am schlimmsten sind leider immer noch die beratungsresistenten Mitmenschen, aber ich bin ja geduldig und erkläre es gerne nochmal:

    Glyphosat wird gegen Unkräuter gespritzt.

    Und diese Unkräuter sterben in den ersten Jahren durch die Anwendung einer bestimmten Dosis X von RoundUp oder eines anderen glyphosathaltigen Herbizids ab.

    Über die Jahre hilft Dosis X aber nicht mehr so effektiv, und der Landwirt muss die Dosis auf XX erhöhen, damit das Unkraut überhaupt noch abstirbt, was dazu führt, dass der Einsatz von Glyphosat über die Jahre dramatisch steigt, wie in diesem Artikel erklärt wird:


    https://ehjournal.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12940-016-0117-0

    Das heißt, einige oder ein Unkraut, wie z.B. die Conyza Bonariensis, entwickelt über Genmutationen über Monate und Jahre – und nicht von heute auf morgen wie sie vermuten – eine Resistenz gegen Glyphosat und vererbt seine Resistenz weiter, so dass sich die mutierten Unkräuter vermehren und stärker werden.

    Und wenn dann auch die Glyphosat Dosis XXX nicht mehr effektiv diese Unkräuter abtötet, wechseln die US Farmer zu Herbizid Cocktails, gegen die die Unkräuter noch nicht resistent sind, um diese sogenannten Superweeds wieder loszuwerden, wie sie hier nachlesen können:

    http://www.wsj.com/articles/SB10001424052702303847804579481641717350038

    Und wenn das auch nicht mehr hilft, müssen die Farmer diese bis zu 2m hohen ungewollten Unkräuter wieder manuell entfernen.


    Wie das aussieht, können sie sich in diesem ABC News Report anschauen:

    
https://www.youtube.com/watch?v=B-cka5s4AqE

    Und weil ich bereits in meinem 1. Kommentar Artikel als Quelle angegeben habe, in denen es um US Farmer geht, die mit Superweeds, also auf Deutsch: Super-Unkräuter, zu kämpfen haben, die gegen Glyphosat resistent geworden sind, sprechen sie von EU Unkraut Lobbyisten?

    Und wie ist das dann mit den Studien der US Universitäten, z.B. in Kalifornien, die ebenfalls vor den Superweeds warnen:

    http://www.ucsusa.org/sites/default/files/legacy/assets/documents/food_and_agriculture/rise-of-superweeds.pdf

    oder die Harvard Universität: http://sitn.hms.harvard.edu/flash/2015/roundup-ready-crops/

    oder mit den US Fernsehsender, die davon berichten:

    
http://www.nbcnews.com/business/economy/superweeds-sprout-farmland-controversy-over-gmos-n214996 ?

    Gehören die auch zu den konspirativen EU Unkraut Lobbyisten, die die Superunkräuter künstlich erfunden haben?

    Und wenn sie die Doku: Monsanto – mit Gift und Genen nicht gucken wollen, können sie auch gerne die belegten Originalquellen dazu lesen.

    Kleiner Tipp: Sich die lange Liste der Straftaten und Verurteilungen von Monsanto anzuschauen, ist schon mal ein guter Anfang.

    Ansonsten mache ich es meinen Lesern gerne einfach indem ich deutsche Quellen zitiere, die allgemein verständlich sind, um meine Argumente zu belegen. Ansonsten geht es auch mit Originalquellen.

    Und da sie anscheinend außer heißer Luft und Beleidigungen keine Fakten liefern können, die meine obigen Argumente widerlegen, spare ich mir weitere sachliche Argumente gegen den Rest ihres kryptischen Kommentars. 


    Danke für ihr Verständnis.

  140. #141 Dirk
    Oktober 2, 2016

    @Roberta:
    warum gehst Du englische Texte nicht vorher mit jemand durch der die Sprache einigermaßen beherrscht ?
    Dein Claim ist dort nicht zu finden.
    Die Theorie das eine ursprünglich zu schwache Anwendung zu Resistenzen führt ist dabei durchaus vorstellbar, nur Deine wirre Behauptung lässt sich mit ein wenig Nachdenken falsifizieren:
    wenn “mehr RoundUp” glyphosat-resistente Unkräuter bekämpfen würde … wie würde “mehr RoundUp” auf glyphosat-resistente NUTZPFLANZEN wirken ? Naa?
    Ich wünsche Dir das Du nicht an einen Arzt geräts der ähnlich drauf ist Du, einfach mehr von einem Antibiotikum obwohl die Dich krankmachenden Bakterien gegen diese resistent sind.

    Von Videos kannst Du ja offensichtlich nicht lassen, aber versuch mal außer [zensiert] zu verstehen in wie weit das Video anders aussehen würde, wenn die Pflanze nicht von sich aus resistent gegen die Herbizide geworden wäre, sonder der Herbizid Einsatz verboten wäre.
    EXAKT GLEICH.
    Für den Landwirt macht es NULL Unterschied ob eine Pflanze nicht bekämpft werden kann weil sie gegen ein Mittel resistent geworden ist oder ob das Mittel durch Lobbyisten verboten wurde.
    Versuch doch zumindest ein Minimum an Verstand zu bemühen, auch wenn das in Deiner Szene verpönt ist.

    Du behauptest DIFFUS eine “lange Liste der Straftaten und Verurteilungen von Monsanto”.
    Warum schaffst Du es nicht EINEN KONKRETEN Punkt zu benennen ?
    Es gab/gibt sicher etliche – zumal aus heutiger Perspektive – grenzwertige Aktionen, wie den Umgang mit Altlasten, das meiste dürfte aber dem entsprechen was andere Firmen und Menschen(!) in der jeweiligen Zeit auch gemacht haben.
    Ich fürchte das Du auch nicht genau weißt was eine Straftat ist und das praktisch alle ‘Verurteilungen’ zivilrechtlicher Natur waren.

    Auch wenn Du Dich (noch) nicht wirklich mit Deinen Behauptungen auseinandergesetzt hast, ist zumindest ein Wille zu erkennen.

    Ich bin also für eine Verschiebung der Roberta-Tribunals

  141. #142 adent
    Oktober 3, 2016

    @Dirk
    Robertas Meinung steht fest, bitte verwirre sie nicht mit Tatsachen :-)

  142. […] Beitrag mit dem Titel “Der Monsanto-Wahn” ist im Science-Blog Na klar und danach auch bei Novo Argumente […]

  143. #144 Maria
    Januar 9, 2017

    Maria, Biotechnologin

    Danke für diesen rationalen und Fakten orientierten Beitrag. Es ist Journalismus wie dieser und der Einsatz jedes Einzelnen von uns, der vom Fach ist, der langsam aber stetig die Wahrnehmung und die Meinung zu der grünen Biotechnologie verändern wird von Hetze zur Befürwortung. So war er schon oft in der Menschheitsgeschichte.

  144. #145 Christian
    Mai 30, 2017

    Weil es so gut passt und ich mich an den Artikel erinnerte -> Gaby Weber hat eine Doku über Monsanto veröffentlicht.

  145. #146 Dirk
    Mai 30, 2017

    @Christian: Du bemerkst in Deinem Alter vermutlich nicht den Unterschied zwischen einer Dokumentation (Dein Kürzel ‘Doku’ deutet auf eine derartige Assoziation hin) und einem Porno der mit Fakes, genau zu den Punkten aus dem Artikel, die Zuschauer befriedigt

  146. #147 Christian
    Juni 1, 2017

    @Dirk *facepalm*