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Was tun, wenn die nette Erzieherin im Kindergarten von den magischen Heilkräften der Edelsteine erzählt? Der Brief einer betroffenen Mutter.

Für Kinder ist die Welt etwas Magisches, und das ist auch gut so. Der Osterhase bringt Schokolade, und auf dem Apfelbaum wachsen Äpfel. Dass das eine erfunden, das andere wissenschaftlich erklärbar ist, müssen sie erst lernen – und das gelingt meistens recht problemlos.

Aber wie reagiert man, wenn das Kind von seiner geliebten Erzieherin mit esoterischen Theorien konfrontiert wird, die man vom Kind lieber ferngehalten hätte? Was macht man, wenn das Kind beim Frühstück begeistert von den magischen Heilkristallen erzählt, die im Kindergarten verwendet werden? Was soll man tun, wenn das Kind in einen Autoritäten-Konflikt gerät und zu heulen beginnt, weil ihm die Eltern eine andere Weltsicht erklären als die, die es aus dem Kindergarten kennt?

Ganz falsch wäre es wohl, das Kind gegen die Erzieherin aufzuwiegeln. Die Sache einfach hinzunehmen, ist aber auch nicht die beste Lösung. Wie man mit solchen Situationen umgehen kann, zeigt dieser Brief einer Mutter an die KiTa, den ich für sehr klug halte. Ich bedanke mich dafür, dass ich ihn hier (anonymisiert) wiedergeben darf und freue mich auf die Diskussion: Wie hättet ihr reagiert?

_________________

Liebes Erzieherteam, lieber Elternbeirat,

wir möchten Ihnen zuerst einmal für ihre tolle und engagierte Arbeit im letzten Jahr und für die schöne und aufwändige einstündige Präsentation über die Erziehungsarbeit in KiTa und Kindergarten bedanken. Wir haben sicher alle gemerkt, dass sehr viel Arbeit darin investiert wurde. Noch gestern hat mein Mann sich sehr darüber gefreut, dass im Kummerkasten noch nie ein negatives Anliegen zu finden war.

Eine Sache bereitet uns dann aber doch etwas „Kummer“. Gestern abend hat xxx xxx in der kleinen Runde kurz von ihrem Projekt mit Edelsteinen berichtet, weil die Kinder sie angesprochen haben, warum sie „Edelsteine in ihrem Wasser“ hätte. Mein Mann hat sich dann kurz Gedanken darüber gemacht und es dann wieder verworfen. Bis heute morgen, als unser Kind mit dem Ernst, der Kindern – glücklicherweise! – zu eigen ist, über „heilende Edelsteine“ gesprochen hat. Er hat von sich aus sehr ernst und detailgenau über Amethyste und Bernsteine gesprochen – Bernsteine (ich erklärte ihm, dass das Baumharze sind, die mit Edelsteinen nichts zu tun haben) könnten heilen, sich als „Sonnensteine“ mit Sonnenlicht aufladen – ein Mädchen habe auch eine Kette, „damit die Zähne besser wachsen“ usw usw.

Wenn man persönlich glaubt, dass einem Edelsteinwasser gut tut oder es gar „heilt“, ist das völlig in Ordnung – nur sollten Dinge, die nicht objektiv verallgemeinerbar sind, weil sie schlichtweg jeder Wissensgrundlage entbehren und im Bereich der Esoterik anzusiedeln sind, Kindern so nicht „beigebracht“ oder vermittelt werden: Kinder können zwischen Glaubens- und Wissensinhalten noch nicht unterscheiden – das ist auch sehr gut so! Mit dem gleichen Ernst, mit dem sie Wissen aufnehmen, nehmen sie aber auch Dinge auf, die im Bereich der Privaterfahrung und des Privatglaubens bleiben sollten. Ginge unser Sohn auf einen kirchlichen Kindergarten, müssten wir damit rechnen, dass Glaubensinhalte vermittelt werden – das wäre uns klar und es wäre auch in Ordnung, weil es eben klar Dinge des Glaubens und der Institution Kirche sind, die wir zutiefst respektieren (mit unserem Sohn bete ich abends zum Beispiel auch, weil es eine wunderbare Form des inneren „Ablegens“ von allem ist, was einen so tagsüber beschäftigt hat – auch wenn wir nicht in die Kirche gehen).

Gerade im Kleinkind- und Kindbereich (das geht ja mit der Geburt schon los) werden aber heute viele Dinge vermittelt, die jenseits allem Faktischen anzusiedeln sind, Einfallstore für Dinge wiederum, die wir für sehr problematisch halten – alle sind ja „irgendwie“ gegen Donald Trump, aber zu seiner Truppe gehören neben Esoterikern, Impfgegnern, Kreationisten und Fundamentalisten, die ohne rot zu werden vom „Postfaktischen“ sprechen und Wissenschaftler, die sich noch um echtes, verallgemeinerbares Wissen bemühen, als „Spaßbremsen“ diffamieren – in der Türkei werden sie nicht ohne Grund weggesperrt, weil Manipulationen der Menge so viel leichter vorgenommen werden können.

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Kommentare (144)

  1. #1 Catherina
    Schottland
    September 14, 2017

    Die Antwort der Kita würde mich interessieren.

    Ansonsten finde ich nicht, dass man seinem Kleinkind eine Bernsteinkette ruhig umhängen sollte – das ist ein Strangulierungsrisiko, genau wie Kordeln an Kaputzen.

  2. #2 Mann der betroffenen Mutter
    September 14, 2017

    Hallo Catherina,

    absolut richtig, das ist auch ein echtes Argument, das nicht zu tun! Wir tun es auf keinen Fall :)

    Die Antwort der Kita interessiert uns auch – werde berichten.

  3. #3 Frank Breuer
    September 14, 2017

    Was ich nicht so ganz verstehe… es wird (zu Recht!) kritisiert, dass in der Kita Dinge vermittelt werden, “die nicht objektiv verallgemeinerbar sind, weil sie schlichtweg jeder Wissensgrundlage entbehren und im Bereich der Esoterik anzusiedeln sind”.
    Auf der anderen Seite wird geschrieben, dass mit dem Kind abends im Bett gebetet wird.
    Also einerseits der Glaube an irgendwelche Heilkräfte von Edelsteinen, andererseits der Glaube an Gebete.
    Wo ist der Unterschied?
    Wer nicht möchte, dass seinem Kind Unsinn über Edelsteine vermittelt wird, sollte ihm auch andere Esoterik wie Gebete und den Glauben an Götter nicht vermitteln. Das eine ist nicht besser als das andere.

  4. #4 Mann der betroffenen Mutter
    September 14, 2017

    Hallo Frank,

    wir verstehen darunter die Differenzierung zwischen nicht falsifizierbarem Glauben und Pseudowissenschaft, wie die Heilsteine es sind. Das Beten ist im Brief auch eindeutig erklärt als Möglichkeit, Dinge innerlich “abzulegen”. Ich bin selbst Atheist und wir alle keine Kirchgänger.

  5. #5 Lechner Robert
    September 14, 2017

    Versteh jetzt den Unterschied zwischen Heilkristallen, Elfen und Gott nicht. Irgendwann wird man aufgeklärt und dann weiß man dass es für alle drei keine “Wissenschaftlichen belege” gibt.

    Dass man katholische Inhalte nur in katholischen Kindergärten vermittel bekommt ist ja auch nicht wahr (zumindest nicht am Land)

  6. #6 Mann der betroffenen Mutter
    September 14, 2017

    Hallo Robert,

    Alle drei sind nicht wissenschaftlich belegt, richtig. Gott ist aber auch nicht wissenschaftlich widerlegbar, die Elfen sind für ein Kind nachvollziehbar Märchenfiguren. Heilkristalle jedoch sind ganz klar naturwissenschaftlich widerlegt und damit als Pseudowissenschaft identifiziert.

    Esoteriker und auch Pseudomediziner glauben, ihre Dinge mit wissenschaftlichem Anspruch und mit Anekdoten wahrhaft belegen zu können und bringen ihrerseits “wissenschaftliche” Studien, die das zeigen sollen. Diese Behauptungen schlagen aber aus methodischen und logischen Gründen fehl. Die Naturwissenschaft kann sie sauber widerlegen.

    Genau das ist der Unterschied.

  7. #7 tbee
    September 14, 2017

    Hallo
    wo ist der Anhang (Links zu wiki) und sind die Quellen? Hab ich was übersehen
    Danke & Grüße
    tbee

  8. #8 Mann der betroffenen Mutter
    September 14, 2017

    Hallo tbee,

    das ist unser Brief im Original. Der Kindergarten erhielt ausgedruckte Exemplare der Psiram-Artikel “Heilsteintherapie” und “Edelsteinwasser” 😉

  9. #9 Simon
    Planet Erde
    September 14, 2017

    Interessante Angelegenheit. Im Moment kann ich nicht sagen, wie ich darauf reagieren würde. Die Frage ist auch immer, wie das Gegenüber auf den Hinweis darauf, dass seine Edelsteine nicht wissenschaftlich belegbar sind, reagiert. Ich persönlich habe da keine guten Erfahrungen gemacht. Entweder wurde ich als Besserwisser abgestempelt oder der Gegenpart wurde mir gegenüber aggressiv. Zur Einsicht bringen konnte ich bis dato noch niemanden. Das wird, sollte ich selbst mal Nachwuchs haben, mit an Esoterik glaubende ErzieherInnen bestimmt schwierig. Ich denke, dass es davon genug gibt, denn vor allem den Kindern will man da auf sanfte Art und Weise Gutes tun.

    Jedenfalls interessiert auch mich die Antwort des Kindergartens. Bin schon auf ein Update gespannt.

  10. #10 L. D.
    September 14, 2017

    Interessant über was wir uns mittlerweile den Kopf zerbrechen.
    Den Anfang des Textes fand ich gut. Besonders den Teil in dem steht, dass man seinem Kind alles in Ruhe erklärt hat…Danach – naja. Ich persönlich, finde es nicht nur wichtig mit seinen Kindern über das Erlebte aus dem Kindergartenalltag zu sprechen sondern auch essentiell. Wir können nicht erwarten dass der Kindergarten die erzieherische Aufgabe der Eltern übernimmt. Wie sollen diese Damen (während Kaffeklatsch und Bastelstunde ) und der Aufgabe 20 Kinder zu betreuen dem gerecht werden. Auch ist ed Quatsch dass dort das Wissen über Fakten oder Nicht-Fakten vermittelt wird.
    Was genau soll der Kindergarten denn auf diesen Brief antworten? “Ja. Natürlich”… “wir werden unser Personal abweisen sowas in Zukumft zu unterlassen” *lol* Das ist ja als würde man erwarten dass der Pfarrer seinen Glauben ablegt.
    Ich sehe da die Eltern in der vorrangigen Pflicht. Man sollte mit seinen Kindern darüber sprechen und die Menschen weiter ihren Glauben “glauben” lassen. Ich bin da wesentlich toleranter. Soll sie doch daran glauben und das erzählen. Ist wie Grimms Märchen – die gibt es auch nicht. Unsere Kinder sind schlau genug später (oder auch früher) den Unterschied zu erkennen. Die Erzieherin aus der Kita wegen Edelsteinen jetzt mit einen ewig langen Brief “erziehen” zu wollen halte ich für nicht Zielführend.

  11. #11 Ludmila
    Deutschland
    September 14, 2017

    Das Glaube kann viel bewirken. Placebo hat auch kaum Wirkstoffe und trotzdem gibt es genug wissenschaftliche Studien, die nachweisen, dass es wirksam ist, wenn der Mensch daran glaubt. Und wenn dass Kind daran glaubt, dass Kristalle das gewöhnliches Wasser in Heilwasser verwandeln, kann es zu nichts Schlimmes führen oder dem Kind schaden, solange das Wasser sauber ist. Auf jeden Fall nicht mehr als Glauben an Weihwasser. Vielleicht hat die Wissenschaft noch nicht Wirkung der Kristalle entschlüsseln können. Wir wissen bei weitem noch nicht alles über die faszinierende Welt die uns umgibt. Und das Kraft des Glaubens ist noch kaum erforscht. Probieren Sie einfach aus, vielleicht wird ihr Kind die nächste Erkältung schneller überstehen, wenn er Medikamente mit Kristallwasser trinkt.

  12. #12 Statistiker
    September 14, 2017

    Aha…..

    Gebetet wird, also Gläubige an Nichtswissenschaftliches.
    Trump und Erdogan werden pauschal beleidigt. Kann man halten, von den beiden, was ,an will, aber diese hier anzuführen, ist dumm.
    Nein, dieser Brief ist dumm, er hofiert die Kirche, diskriminiert Andersgläubige und ist nur an der Kante wissenschaftlich, hauotsache, die Wissenschaft ist gegen Muslime. Dieser Brief ist schwer AfD-lastig.

    Von Wissenschaft keine Spur, man glaube gefälligst an “unseren” Gott…..

  13. #13 Stephanie
    Hamburg
    September 14, 2017

    @Mann der betroffenen Mutter

    … wir verstehen darunter die Differenzierung zwischen nicht falsifizierbarem Glauben und Pseudowissenschaft …

    Der Glaube an Gott ist genauso Aberglaube wie all der andere Kram. Wenn es immer ein Gott der “Lücken” und “abgelegenen Bergdörfer ist” kann man getrost darauf verzichten.
    Sie können gerne erklären warum es ein Unterschied macht, an unsichtbare Einhörner die um die Sonne kreisen oder an einen Gott zu glauben. Um die Antwort vorwegzunehmen: Es macht keinen Unterschied. Beides ist gleichermaßen unbelegt ist. Wobei aber der Gottglaube als der “bessere” Glaube und als legitim dargestellt wird und die Einhörner direkt als Aberglaube abgewertet werden. Man könnte aber auch einfach mal seinem Verstand über den Weg trauen und beidem skeptisch begegnen. Wozu Gottes Sonderstellung? Einhörner sind viel hübscher und nicht so egozentrisch.

  14. #14 Mann der betroffenen Mutter
    September 14, 2017

    @Statistiker

    Selten so einen blöden Kommentar gelesen. Da
    fällt mir jetzt nicht mal was dazu ein. AfD-lastig? Wir, die diese AfDeppen entschieden ablehnen?

    Geh denken. Dann lies bitte den Artikel nochmal durch.

  15. #15 Mann der betroffenen Mutter
    September 14, 2017

    Hallo Stephanie,

    Gott und Einhörner sehe ich gleichberechtigt.

    Nicht aber Heilsteine. Da ist es physikalisch/chemisch eindeutig widerlegt, dass da ein heilender Einfluss von ausgeht. Das ist der Unterschied, um den es hier geht.

    Nicht falsifizierter Glaube wird immer der “Gott der Lücken” sein, das liegt in seiner Natur.
    Bleibt ja jedem selbst überlassen, ob er an das glaubt. Das Streben nach wissenschaftlicher Erkenntnis stört so etwas ja nicht.

  16. #16 Mann der betroffenen Mutter
    September 15, 2017

    Hallo Ludmila

    Diese “Kraft des Glaubens” nennt man in der Medizin auch Placeboeffekt, und dieser istnauch bereits erforscht. Aber eben nicht mehr.

    Dieses Heilstein- und Edelsteinwassergedöns jedoch meldet aber für sich mehr als das an. Es kommt mit pseudowissenschaftlichen Behauptungen daher und zweckenfremdet meist Begriffe aus der Quantenphysik.

  17. #17 Stephanie
    Hamburg
    September 15, 2017

    @Mann der betroffenen Mutter
    Ja möge jeder glauben was er will. Aber: Der Einfluss der Kirchen und den zugehörigen Gläubigen ist bei weitem zu groß, als das ich diesen noch Respekt zollen will/soll/muss. Was nützt mein Respekt gegenüber diesen Gläubigen, wenn ich im Gegenzug im besten Falle Ignoranz erwarten kann, aber meist Abscheu und am liebsten aus Sicht der stark Gläubigen in der “Hölle” schmoren sollte.

    Außerdem bin ich skeptisch, wenn es heißt Glaube würde die wissenschaftliche Erkenntnissuche nicht stören. Glaube benebelt die Vernunft, weil nicht sein kann was nicht sein darf.

  18. #18 user unknown
    https://demystifikation.wordpress.com/2017/09/15/cc-72-unlogisch/
    September 15, 2017

    Ich finde es sehr richtig und wichtig sich gegen solchen Schwachsinn zur Wehr zu setzen.

    Gott ist aber auch nicht wissenschaftlich widerlegbar

    Alle populären Beschreibungen, wer und was dieser Gott oder Götter sind, sind selbstwidersprüchlich. (Allmächtig, allwissend + allgütig passt nicht zur real beobachtbaren Welt).
    Gott ist unsichtbar, ist überall, ist rätselhaft und von uns nicht zu verstehen – das Gottesbild ist inzwischen so beschaffen, dass es sich prinzipiell der Widerlegung zu entziehen versucht. Nicht, weil die Theologen so clever wären, sondern weil alle widerlebaren Gottesbilder widerlegt worden sind.

    Widerlegbar heißt hier aber auch überprüfbar. Übrig geblieben ist ein Gott der nicht in die physische Welt eingreift, ein Gott, der von einem nicht existenten Gott nicht zu unterscheiden ist. Außer dass man noch ein Bohei um ihn macht.
    Wenn man keine Definition hat, die überprüfbar ist, dann, und nur dann, ist er auch nicht widerlegbar.

    Man kann Kindern aber ja durchaus, wenn sie neugierig fragen, sagen, „mir hilft das“, „für mich ist das gut“ – dann kennzeichne ich diese Dinge schon sprachlich ganz klar als Privatsache.

    Nein. “Mir hilft das” und “Für mich ist das gut” sind auch Tatsachenbehauptungen. Die Erzieherin glaubt, dass es ihr hilft. Weil sie es aber glaubt stellt sie es als Tatsache dar. Würde es ihr wirklich helfen, dann wäre auch die allgemeine Aussage, dass Edel- und Halbedelsteine helfen nicht falsch, sondern nur, dass sie jedem und immer helfen.

    Das ist diplomatisches Gewäsch um den Leuten nicht zu nahe zu treten, was aber bitter nötig ist.

    Das ist auch nicht nicht widerlegbar. Wenn Edelsteine heilen würden, so müsste man das messen können (Placebokontrollierte Doppelblindstudie). Würde man da einen Effekt finden, dann könnte man behaupten, dass man es nicht erklären kann. Auf Kredit so zu tun, als würde es eine Wirkung geben, die widerlegt werden muss ist falsch, weil es überabzählbar viele Praktiken gibt, von denen man das mit gleichem Recht behaupten kann (aufs linke Bein stellen und “Hohoho” rufen, bei Vollmond gefundene, tote Fledermaus 3 Tage auf dem Kopf tragen, einen Angehörigen der Volksgruppe X totschlagen, …). Wer ungewöhnliches behauptet der ist den Beleg schuldig, nicht der, der es bezweifelt.

    Wenn man persönlich glaubt, dass einem Edelsteinwasser gut tut oder es gar „heilt“, ist das völlig in Ordnung

    Das ist überhaupt nicht in Ordnung, weil man Ressourcen in Unfug investiert und wahrscheinlich wirksame Maßnahme entsprechend vernachlässigt. Das wird zwar gerne bestritten, aber die Praxis zeigt immer wieder, dass es genau so abläuft. Die böse Pharmaindustrie und Gerätemedizin ist nur einen Lapislazuliwurf weit entfernt.
    Man kann nur nicht verhindern, dass Leute so einen Unfug glauben.

    Die Kinder erfahren, dass sie Steinchen ins Wasser werfen sollen und sich vor dem Essen die Hände waschen sollen (hoffentlich). Später sollen sie dann lernen, was davon richtig war?

  19. #19 Dominik
    Mainz
    September 15, 2017

    Ich kann an Ihrer Vorgehensweise, einen Brief an Leitung und Etlernbeirat zu senden lediglich ein Interesse erkennen, Ihr eigenes Weltbild mit dem akademischen Holzhammer kundzutun und alle Welt hieran zu beteiligen. Insoweit ist der Brief und das Veröffentlichen eine Inszenierung eines Problems welches Erwachsene in einem Gespräch klären…. Erziehung lebt von Auseinandersetzung und Reibungspunkten. Schön, das ihr Kind mal nicht Ihrer Auffassung war. Das ist doch eine Chance… und der betroffenen Erzieherin hätten Sie einfach von Angesicht zu Angesicht sagen können, was Ihnen nicht passt….

  20. #20 Spritkopf
    September 15, 2017

    @Dominik

    Ich kann an Ihrer Vorgehensweise, einen Brief an Leitung und Etlernbeirat zu senden lediglich ein Interesse erkennen, Ihr eigenes Weltbild mit dem akademischen Holzhammer kundzutun und alle Welt hieran zu beteiligen.

    Dieser Verachtung aller Wissenschaften, die aus Ihrem Kommentar spricht, bin ich schon häufiger begegnet. Sie sind nicht zufällig Heilpraktiker?

  21. #21 Onkel Michael
    https://onkelmichael.wordpress.com/
    September 15, 2017

    Ich finde es wichtig und richtig, dass hier mit einem Schreiben auf die Schwurbeleien reagiert wurde, alles andere wäre doch wieder unter den Tisch gefallen.
    Das Grundproblem ist einfach, dass Kindergärten schon immer auch ein Hort der Indoktrination waren. Die staatliche Indoktrination in totalitären Systemen lasse ich mal außen vor und erinnere mich an meine Kindergartenzeit, die Ende der 1970er Jahre in einem ev. Kindergarten stattgefunden hat. Ich bekomme heute noch Angstzustände, wenn ich daran denke. Die religiöse “Erziehung” lief glücklicherweise nur am Rande und beschränkte sich auf Bilderbücher mit Bibelgeschichten, aber die beiden Erzieherinnen gehörten zur damals angesagten Anti-Atomkraft-Bewegung und machten uns Kindern in ewig langen und düsteren Geschichten, in denen zum Schluss alle Menschen starben Angst vor der Zukunft. Die Auswirkungen kann man sich sicherlich vorstellen.
    Natürlich weiß ich, dass diese Erinnerungen nicht repräsentativ sind, doch kann ich mir gut vorstellen, dass solche Vorfälle auch anderswo passiert sind.
    Deswegen finde ich es richtig und wichtig, dass sich betroffene Eltern wie hier gegen die Vermittlung solcher Inhalte im Kindergarten zur Wehr setzen.

  22. #22 Joseph Kuhn
    Nicht mehr im Kindergarten
    September 15, 2017

    Ich finde, in dem Fall muss man nicht lange darüber diskutieren, was den Glauben an Gott vom Glauben an Heilsteine unterscheidet, sondern nur darüber, ob eine Kita Glaubensinhalte vermitteln darf, die nicht als “offizielle” Grundorientierung der Kita erkennbar waren. Zurecht wird ja im Brief darauf hingewiesen, dass man bei einer kirchlichen Kita weiß, auf was man sich einlässt, das wäre bei einer Waldorf-Einrichtung ähnlich, hier war das offensichtlich nicht klar und eine städtische Kita sollte weltanschaulich zudem auch möglichst neutral sein. Den Brief finde ich daher gut.

  23. #23 anderer Michael
    September 15, 2017

    Schwierige Gratwanderung. Nicht selten sind gerade die Erzieherinnen , die einen gewissen Hang zu Esoterik aufweisen, besonders in allen Bereichen der Frühpädagogik engagiert ( persönliche Beobachtung von mir, keine Belege , Anektodencharakter). Stößt eine solche Erzieherin auf partielle Ablehnung , ist der Weg für eine empfundene Kränkung nicht weit.
    Sofern die Erzieherin nicht übertreibt , rate ich zu Gelassenheit. Vieles ist für die Kleinen in dieser Zeit nicht fassbar und für Erwachsene magische Aspekte empfinden sie spielerisch als Hilfslinien. Später fangen sie dann an zu differenzieren.
    Was nicht geht, wenn damit ein esoterisches Weltbild vermittelt werden soll und Edelsteinen einen heilenden Charakter zuzusprechen ist inakzeptabel, das ist der Einstieg in Homöopathie und Schamanen und sonstiges.

    Trolle sind halt ärgerliche Begleiterscheinungen des Internets, unvermeidlich wie Akne in der Pubertät. Der gezeigte Ärger ist ihr Nährboden und ihre einzige Freude in ihrer ansonsten jämmerlichen bedauernswerten Existenz.

  24. #24 Spacedude
    Augsburg
    September 15, 2017

    Schöner Brief zu einem wichtigen Thema: Wie schützen wir unsere Kinder vor esoterischen Erzieherinnen? Das ist ein echtes Problem.

    Der Brief hätte allerdings etwas kürzer sein können.

    An die anderen Kommentatoren: Bitte nicht Märchen vom Osterhasen, religiöse Rituale und Pseudowissenschaft in einen Topf werfen. Das sind unterschiedliche Dinge, die man unterschiedlich bewerten muss.

  25. #25 RainerO
    September 15, 2017

    Meine erste Reaktion wäre: sofortiges persönliches Gespräch mit der Dame, aber sicher kein schmeichelweiches. Esoterik, vermittelt von einer Autoritätsperson, geht gar nicht. Ist sie uneinsichtig, würde ein ähnlicher, aber wesentlich kürzerer Brief an die Leitung folgen. Dieser Brief würde hauptsächlich darauf hinweisen, dass die Vermittlung von Esoterik nichts in einem Kindergarten verloren hat und die Erzieherin ihren privaten Glauben bei sich behalten soll.
    Ich hatte vor einigen Jahren einen ähnlichen Fall mit meiner damals 6-jährigen Tochter, als ihr die Reitlehrerin “Schlafperlen” mitgegeben hat. Mein unaufgeregter, aber entschiedener Hinweis, dass wir (die Eltern) uns die Verabreichung von Homöopathie entschieden verbitten, hat damals zum Glück gereicht. Meiner Tochter konnte ich auch davon überzeugen, dass diese kleinen Kügelchen nicht beim Einschlafen helfen, sondern nur Zucker, wie ein “Betthupferl”, seien.
    Ungleich schwerer stelle ich mir ein Korrigieren im beschriebenen Fall vor. Selbst wenn die Erzieherin angewiesen wird, den Humbug zu unterlassen, ist das ja jetzt schon in den Köpfen der Kinder und sie werden nachfragen. Die Erzieherin wird sicher nicht sagen, dass es Unsinn war, was sie da erzählt hat, sondern bestenfalls schweigen. Man kann dann nur darauf hoffen, dass durch das Nichtverfestigen dieser Aberglaube aus den Köpfen der Kinder wieder verschwindet.

  26. #26 Mike Hellmich
    Kleve
    September 15, 2017

    Wenn ich den Brief lese und die Kommentare, frage ich mich, wann geht es endlich mal um das Kind? Inwiefern es dem Kind schadet an so etwas zu glauben, ist mir noch nicht klar. Genauso wenig wie der Glaube an den Weihnachtsmann oder Osterhasen, der ja tolleriert wird. Es sind wohl eher die Eltern, die hier ein Problem haben.

    • #27 user unknown
      https://demystifikation.wordpress.com/2014/05/01/ei-am-stil/
      September 15, 2017

      Genauso wenig wie der Glaube an den Weihnachtsmann oder Osterhasen, der ja tolleriert wird.

      Hier hat Freud geholfen (Hervorhebung von mir). :)

  27. #28 Joseph Kuhn
    September 15, 2017

    @ Mike Hellmich:

    “Es sind wohl eher die Eltern, die hier ein Problem haben.”

    Und das zu Recht. Was ist daran falsch, dass man nicht will, dass das eigene Kind mit seltsamen Heilslehren indoktriniert wird?

  28. #29 tomtoo
    September 15, 2017

    Ich frage mich wo ist der Unterschied ? Feen die durch den Wald fliegen. Allmächtige , gütige Götter. Weihnachtsmänner die durch die Gegend fliegen. Glitzernde Edelsteine die H2O in einen Zaubertrank verwandeln ?

    Kann mir jemand den Unterschied erklären ?

  29. #30 tomtoo
    September 15, 2017

    Konsequent , alles Bullshit. Warum wird der eine geduldet und der andere nicht ?

  30. #31 tomtoo
    September 15, 2017

    @ Joseph
    Du liest ja hier mit. Das ist doch alles das gleiche um Bullshit hoffähig zu machen. Wo ist jetzt der riesen unterschied ? Der eine Bullshit ist gesellschaftlich anerkannt ? Der andere böser Voodoo Zauber ? Imho inkonsequent.

  31. #32 tomtoo
    September 15, 2017

    @Joseph
    Genau da ist ja mein Problem. Welcher Bullshit ist denn jetzt zu tollerieren ?
    Gibts da so ein Bullshitgericht. Das Bullshitgesetz spricht ? Osterhasen und Weihnachtsmänner sind gut. Feenstaub und Glitzerwasser ist böse ?

  32. #33 Statistiker
    September 15, 2017

    Tja, lieber “Mann der betroffenen Mutter,

    leider sind sie Eoteriker, sie glauben an einen Gleuben udn fordern von mir, etwas zu falsifiziren, wobei sie in der Pflicht wären, zu verifiieren.

    Machen sie mal.

    Beweisen sie ihren Gott.

    Geht nicht?

    Ihr Pech.

  33. #34 zimtspinne
    September 15, 2017

    @ tomtoo
    Der “Bullshit” wird aber nicht hoffähig gemacht, sondern ist bereits lange lange lange ewig lange als Aberglaube Bestandteil der menschlichen Kultur.
    Wo ziehst du da überhaupt eine Grenze? Den Glücksbringer vor einer OP oder schwierigen Prüfung verteufeln, weil ebenfalls Aberglaube?
    Kinder leben nun mal selten unter einer Käseglocke und kommen täglich mit allen möglichen potentiell schädlichen Einflüssen in Kontakt, und ich schätze da Zigaretten, Alkohol, Drogen wesentlich gefährlicher ein als Gendermarketing beim Spielzeug oder Prinzessin Lillifee in pinkrosa Glitzer.
    Man müsste auch das pädagogisch wertlose Pusten auf kleine Wunden, die schwere Heulattacken auslösen verbieten usw usf.

    Kinder, die aufgrund einer sinnvollen Erziehung ein gesundes Selbstwertgefühl entwickeln, sind auch weniger anfällig für Zeugs, das den gesunden Menschenverstand vernebelt. Das muss reichen. Kindern ihre Phantasiewelten madig zu machen, ist gewiss nicht förderlich für ihre Entwicklung.
    Wer als Erwachsener noch immer nicht zwischen Realität und Phantasie unterscheiden kann, hat eben dann halt einfach die Esoterikmacke. Schwer auszurotten ^^

  34. #35 tomtoo
    September 15, 2017

    @Zimtspinne
    So einfach ist das nicht. Dir Frage ist nicht wo ich die Grenze ziehe. Ich bin ja nicht relevant. Die Frage ist wo und warum Menschen zwischen Bullshit eine Grenze ziehen wollen. Kultur ? Da muss ich hüsteln. Warum soll der eine Bullshit anerkannt werden, der andere nicht ?

  35. #36 tomtoo
    September 15, 2017

    @Zimtspinne
    Das blasen auf eine Wunde hilft. Kühlen lindert Schmerz. Wen’s Mama macht doppelt. ; )

  36. #37 anderer Michael
    September 15, 2017

    Makaber
    Bei mir wird hier auf dem Bloge ine Werbung eingeblendet, “Haare und Asche zu Stein” .Genauer gesagt zu Saphir und Rubin, aus 100gr Asche eines Verstorbenen oder 10g Haare.
    Frage an die Naturwissenschaftlerinnen: Das ist unmöglich, oder? Werden die Leute auf den Arm genommen?

    Falls ja. Sehr weit ist der Weg von Kristallheilwasser zu Edelsteinen als Bestattungsform nicht. Ergo : So ganz sinnlos ist der Brief nicht.

    Stastiker !Altes Haus!Was hast du heute nur wieder geraucht! Mensch ,mach langsam , zuviel ist ungesund. :-)

  37. #38 anderer Michael
    September 15, 2017

    Das gibt es wirklich. Ich bin platt. Trotzdem , Esoterik hat im Kiga nichts zu suchen.

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Diamantbestattung

  38. #39 Joseph Kuhn
    September 15, 2017

    @ tomtoo:

    “Weihnachtsmänner sind gut”

    Da wäre ich nicht so sicher.

    “Genau da ist ja mein Problem.”

    Wo jetzt, hinten oder oben? Bei mir sind’s manchmal die Ohren.

    Jeder soll hinten oder oben gucken, oder vorne, oder wo er will. Aber niemand soll andere zwingen, hinten oder oben oder vorne zu gucken, sondern nur da, wo sie wollen.

    Bei Kindern ist es etwas komplizierter, aber das Elternrecht hat seinen Sinn, weil die Alternativen nicht besser wären. Das Elternrecht hat Grenzen, weil manchmal die Alternativen doch besser sind. Mehr kann ich dazu nicht sagen, ohne wieder von oben anzufangen.

  39. #40 tomtoo
    September 15, 2017

    @Joseph

    Ohren ?
    https://m.phys.org/news/2017-09-big-ears-crocodile-gambling-ig.html
    ; )

    Gar nicht so einfach oder ?

  40. #41 zimtspinne
    September 16, 2017

    @ tomtoo

    <>

    vermutlich, weil jeder seinen eigenen bullshit kultiviert und den für guten bullshit hält im Gegensatz zu schlechten bullshit, der abgelehnt wird.

    Die Dame macht das ja anschaulich vor: Sie macht der Kita Vorwürfe wegen der Kristalle, findet es aber total normal, ihr Kind zum Beten zu animieren und damit etwas in der Persönlichkeit des Kindes zu etablieren, das einen weitaus größeren Einfluss in seinem weiterem Leben ausüben wird als irgendwelche vorübergehenden Phasen mit Heilsteinen.

    Das ist so eine verlogene und heuchlerische typisch bürgerliche Doppelmoral, dass es sofort beim Leser Minusgefühle auslöst.
    Davon abgesehen, ist das ein schwüstig schwafeliges säuselndes Briefformat, das man so vielleicht dem Liebhaber als Bettlektüre zukommen lassen kann, aber nicht einer staatlichen Einrichtung, der man Missstände aufzeigen möchte.
    Klare Aussage, kurz und punktgenau und gerne noch mit ein paar Paragraphen und Rechtsgrundlagen garniert – so wird mit staatlichen Einrichtungen, Behörden, Ämtern kommuniziert 😀

  41. #42 Annar
    September 16, 2017

    Stelle mich auf die Seite von Kommentar 10 + 18.

    Finde, der Brief ist zu lang und es wird inkonsequent argumentiert. Gerade die zweite Hälfte wirkt besserwisserisch und selbstgefällig. Der Brief wird kaum Einsicht und Verständnis erzeugen und ist damit nutzlos.

    Ich freue mich auch nicht darauf, mich mit meinen zukünftigen Kindern in ihrer ‘magischen Phase’ durch diese Gesellschaft zu kämpfen. Aber wir leben doch schon in einem recht aufgeklärten Land, woanders dürfte das noch schwieriger sein. So einen Wind haben meine Eltern bei staatlichen Institutionen nur im Bezug auf die versuchte Vermittlung von Gottesglauben gemacht und das werde ich wohl so weiterführen.

    Alles andere esoterische war in meiner Kindheit einfach immer ‘Quatsch’ und auch wenn meine Eltern sich selten die Zeit genommen haben, mich da ausführlicher aufzuklären, so bin ich doch eine skeptische Erwachsene geworden.

  42. #43 zimtspinne
    September 16, 2017

    Man muss ja auch mal bedenken, mit welcher Menge an Filmen und Serien aus dem fantasy Bereich Kinder in Kontakt kommen und irgendwas davon meist auch faszinierend finden.
    Was ein Glück, dass nicht alle Eltern gleich Amok laufen und ein allgemeines Fernsehverbot erteilen, sondern das schon richtig einordnen – als vorübergehende ‘magische Phase’.

    Wer die Anfälligkeit für Esoterik hat, wird sie so oder so irgendwann ausleben, mit oder ohne Heilstein-Erzieherinnen.

    Ich kann mir sogar vorstellen, dass diese Erzieherinnen mit einer Menge Fragen von (einigen!) Kindern konfrontiert werden, ist ja nicht so, dass Kinder grundsätzlich alles schlucken und brav nachplappern. Da gibts schon einige, die alles kritisch hinterfragen und nachbohren und alle Details wissen möchten.
    Und das dann zu Hause weiter debattieren.

    Ich frage mich auch, für wie dumm Menschen eigentlich gehalten werden, dass sie spätestens im Erwachsenenalter nicht selbst merken, dass Bernsteine oder Rubine keine Wunderkräfte besitzen sondern sich gut an Ohrringen oder Ketten machen.
    Wer da resistent ist, ist wie gesagt ein geborener Esoteriker und ihm kann eh keiner helfen.

  43. #44 Joseph Kuhn
    Behördeninsasse
    September 16, 2017

    @ zimtspinne:

    “so wird mit staatlichen Einrichtungen, Behörden, Ämtern kommuniziert”

    Wie mit dem Finanzamt so auch mit der Kita?

    Also mit dem Hammer drauf! Das verbessert die Stimmung ungemein. Das Kind kann’s dann jeden Tag in der Kita ausbaden, oder man geht halt woanders hin, gibt ja Kitaplätze wie Sand am Meer.

    “gerne noch mit ein paar Paragraphen und Rechtsgrundlagen garniert”

    Am schönsten sind die Briefe, in denen erst die Behörde beleidigt wird, dann unverstandene Paragraphen kommen und schließlich ultimativ etwas gefordert wird. Wie gesagt, das verbessert die Stimmung ungemein.

  44. #45 tomtoo
    September 16, 2017

    @Zimtspinne
    Die Zimtspinne, gleich mal Party machen und zeigen wo der Hammer hängt. Eigenartig nur das bei der Bastelhilfe immer nur das Kind links und rechts nebenan dran ist ? ; )

  45. #46 De Babbler
    September 16, 2017

    Ä Froog hätt isch noch
    wie kriege die kleene Kinna so en Edelstoi in ihr Cola Flasch? Oder reicht es, wem ma mit dem Heilwasser die Füüß wasche dut?

  46. #47 zimtspinne
    September 16, 2017

    Aha! Der normalsterbliche Bürger wird regelmäßig in unverständlichem Beamtendütsch angewiehert, wiehert er aber mal zurück, gibts Schimpfe. Heiliger Bürokratius!

    tomtoo,
    lege dich mal mit einer Krankenkasse an oder sei ein Weilchen Betreuer für Person X, dann lernst du ganz schnell, wehrhaft zu sein.
    Das Finanzamt ist gar nicht der schlimmste Amtsschimmel, die sind ja meist verhandlungsbereit, wenn es nicht zu dolle getrieben wird (hab ich mir von Selbständigen sagen lassen).
    Trotzdem das schon bisschen ironisch gemeint war von mir, meine ich, sollte man mehr Klartext reden und in weniger Sätze fassen, was man erwartet.
    Kitas sind ja nichts anderes als Dienstleistungseinrichtungen zur Kinderbetreuung, für deren Leistungen auch im allgemeinen bezahlt wird und somit sollte auch ein Mitspracherecht bestehen, welche Mittel und Methoden zum Einsatz kommen.
    bzw es gibt ja sicherlich hierfür auch Richtlinien, auf die man sich jederzeit berufen kann und auch sollte.
    Es kann ja wohl nicht angehen, dass Eltern sich aus Angst vor “Erzieherrache” keine Kritik mehr trauen….. das wären ja mafiöse Strukturen da….. waldorfverdächtig.

  47. #48 zimtspinne
    September 16, 2017

    sektenhafte Strukturen meinte ich…

  48. #49 tomtoo
    September 16, 2017

    @Spacedude
    “”..An die anderen Kommentatoren: Bitte nicht Märchen vom Osterhasen, religiöse Rituale und Pseudowissenschaft in einen Topf werfen. Das sind unterschiedliche Dinge, die man unterschiedlich bewerten muss….”

    Das musst du mir aber jetzt erklären. Nutzen Religiöse nicht auch so Wunderwässerchen für ihre Rituale ? Nennt sich Weihwasser oder so..glaub ich.

  49. #50 Joseph Kuhn
    Staatskritischer Bürger
    September 16, 2017

    @ zimtspinne:

    “Aha! Der normalsterbliche Bürger wird regelmäßig in unverständlichem Beamtendütsch angewiehert, wiehert er aber mal zurück, gibts Schimpfe. Heiliger Bürokratius!”

    Schimpfe? Weil zurückgefragt wurde, ob draufhauen immer das richtige Rezept ist? Und ob es klug ist, den Staat wie ein monolithisches Gegenüber des Bürgers zu verstehen, Kita, Finanzamt, Krankenkasse: alles eine Mischpoke, bürgerfeindlich gesinnt, als ob in den öffentlichen Einrichtungen keine Bürger arbeiten würden, oder ganz andere als bei den Banken und den Autokonzernen?

    Ob Bürokatie-Mythen so viel intelligenter sind als der Glaube an Heilkristalle?

  50. #51 tomtoo
    September 16, 2017

    @Zimtspinne
    War ja nicht ganz ernsthaft.
    OT:
    Übrigen ich bin nich der Typ der mit dem Baseballschläger in’s Kinderzimmer rennt. Einer kleinen ihren neuen,rosa Ponyhof zertrümmert..Um dann mit eindringlicher Stimme zu sagen “Das musste leider sein,das ist nicht gut für deine Entwicklung“. ; )

  51. #52 tomtoo
    September 16, 2017

    @Zimtspinne
    Bezog sich auf #34 und so…
    Mit hoffähig meinte ich im Kopf des Kindes.

  52. #53 De Babbler alias Robert
    September 16, 2017

    Zimt und Zucker,
    Kitas sind nur Dienstleistungseinrichtungen,
    die angestellten Kindergärtnerinnen sind in erster Linie Menschen , die unterbezahlt sind und die oft mit 20 Kindern ! umgehen müssen, weil eine andere Kollegin ausgefallen ist und keine Aushilfe bereit steht.
    Also eine Kindergärtnerin hat in erster Linie menschliche Qualitäten und sollte kein Studium in Naturwissenschaften gemacht haben, das schadet dem kindlichen Gemüt.
    Bleibe friedlich, die Welt ist so schön!

  53. #54 zimtspinne
    September 16, 2017

    tomtoo,
    hääh, wo habe ich das verlangt??

    Allerdings, wenn man mal bisschen in das Thema kommunale Kinderbetreuung einsteigt, stößt man auf so Bedenkliches, dass ich gerade mein “hääh” überdenke….
    die Lebenswirklichkeit sind immer mehr 1-Euro-Jobber im Erziehungswesen, was man schon fast Unwesen nennen könnte. Meist sind das auch noch Zwangsjobs unter Androhung von Sanktionen.
    Zweitens scheint es vielfach so zu sein, dass etliche Erzieherinnen ihre persönlichen Lebensvorstellungen und Glaubensrichtungen einbringen, sei das nun ganztägig Buddhamusik zur Entspannung oder hochdosierte Vitamindrinks oder laktosefreie/vegane Ernährung (für alle!) oder Bachblütenbehandlungen.
    Fehlen nur noch die Tarotkarten und Handlesen – früh übt sich, wer ein Terminator werden will.

    Menschliche Qualitäten allein reichen eben nicht!
    Ich würde mir ernsthaft überlegen, meine Kinder in solche Kitas zu geben, dann lieber eine Tagesmutter, die mehrere Kinder betreut natürlich.

  54. #55 tomtoo
    September 16, 2017

    @Zimspinne
    Verlangt ?? Ich hatte nur die Befürchtung , dass du so ein Kopfbild von mir hast. : )

  55. #56 zimtspinne
    September 16, 2017

    nee, habe eher ein anekdotisches Kopfbild… habe im Freundeskreis eine Erzieherin (aus Leidenschaft), die bereits zweimal gewechselt hat, weil sie es nicht mehr aushielt mit motivationsarmen Kollegen, die nur das nötigste taten und dazu noch dauernd krank waren.
    Von Esoterik hatte sie allerdings bisher noch nichts berichtet…. es ging immer eher um die Einstellung zur Arbeit, Kindern und auch Eltern/Kollegen.
    Ich weiß auch nicht, ob man einfach eine unrealistische Erwartungshaltung hat an solche Berufe und der Mensch die dauerhaft und über Jahre hinweg gar nicht erfüllen KANN. Unter den gegebenen Bedingungen.

  56. #57 Lercherl
    September 16, 2017

    @De Babbler alias Robert

    Also eine Kindergärtnerin hat in erster Linie menschliche Qualitäten und sollte kein Studium in Naturwissenschaften gemacht haben, das schadet dem kindlichen Gemüt.

    Das ist eine sehr steile Behauptung, für die ich gerne irgendwelche Belege sehen würde.

  57. #58 tomtoo
    September 16, 2017

    @Lecherl

    Das war doch ganz offensichtliche Ironie oder ?

  58. #59 zimtspinne
    September 16, 2017

    ach je, ich hatte tomtoo mit unserem multiplen Robert verwechselt….. tut mir leid!! Das hätte nicht passieren dürfen.

    Ich bin mir nicht sicher, was bei Robert Ironie ist und was nicht und was etwas ganz anderes, uns unverständliches *harhar

  59. #60 zimtspinne
    September 16, 2017

    @ Joseph Kuhn
    Mit dem Autohändler ist es tatsächlich ein anderes Auskommen, da man mit ihm etwas auf Augenhöhe aushandeln kann und bei Unzufriedenheit einfach zum nächsten Autohändler geht.
    Bei der Krankenkasse ist das nicht so leicht möglich, beim Finanzamt oder Einwohnermeldeamt gar überhaupt nicht.
    Diese Abneigung gegen die Zunft, die das weiter oben beschlossene Regelwerk umsetzt, war sicher schon immer vorhanden, quasi auch als Blitzableiter.
    Autos sind außerdem für die meisten Leute positiv besetzte Gefährte(n), mit denen man sich das Leben schöner gestalten kann…. ganz im Gegensatz zu Ämtern, die den Bürger viel zu oft an seine Pflichen erinnern, vor denen er sich lieber drücken würde.
    Hinzu kommen dann noch zusätzliche Ärgernisse-
    Wenn die KK das bisherige gut verträgliche Medikament plötzlich nicht mehr zahlt und der krankenversicherungseinzahlende Bürger auf eine zweite Wahl (für ihn!) ausweichen muss, mit mehr Nebenwirkungen, schlechterer Verträglichkeit oder gar Wirksamkeit, dann ist das auch ein Grund, dieser Einrichtung eher negativ gegenüber zu stehen. Das ist doch wohl menschlich verständlich.
    Bei den Ämtern und sogar der Krankenkasse gibt es richtig hilfsbereite zugewandte Typen, die sich sogar mal zusätzlich Arbeit machen um zu helfen… aber auch das krasse Gegenteil. Und die behält man eher im Gedächtnis.

  60. #61 zimtspinne
    September 16, 2017

    … und außerdem würde ich jedem Bürger empfehlen, sich eine gewisse Behördensouveränität anzueignen. Es kann auch nicht schaden, grundsätzlich alle seine Grundrechte zu kennen oder zu wissen, wo man sie flugs abrufen kann.

  61. #62 De Babbler
    September 16, 2017

    Lercherl,
    machen wir hier ein wissenschaftliches Kolloquium? Das ist mehr ein Erfahrungsaustausch. Und meine Erfahrung ist, dass eine Kindergärtnerin sehr selten Physik/Chemie studiert hat.
    Irgendwelche Belege gibt es da auch nicht. Ich kann doch die Kindergärtnerin nicht fragen, ob sie ein kindliches Gemüt hat.
    Ich findke es trotzdem gut, dass du meine Behauptungen steil findest. So soll es sein. Du musst deinen Gesprächspartner überraschen.
    “Isch hab halt nur in de Monidor gebabbelt.”
    tomtoo,
    die Wirklichkeit ist selbst ein bischen ironisch (steile Behauptung). Was da unsere Zimtspinne von sich gibt, ist zwar logisch und konsequent, aber unsere Mitmenschen sind es nicht.
    Am besten, wenn man die Mitarbeiter von städt./staatl. Institutionen nicht als Amtspersonen sieht, sondern mit ihnen menschlich redet.
    Florian Aigner,
    die Kindergärtnerin wollte nur nicht, dass die Kinder ihre schönen Kristalle kaputt machen. Dazu muss man sie in das Reich der Magie versetzen.
    Dass die Kinder dabei Schaden nehmen, dass kann nur jemand behaupten, der keine eigenen Kinder hat. (steile Behauptung)

  62. #63 tomtoo
    September 16, 2017

    @Zimtspinne
    “”…ich hatte tomtoo mit unserem multiplen Robert verwechselt….””

    Mach mal langsam mit den Gartenkräutern. “Bio” steht auch auf lecker Fliegenpilzsuppe.

    ; )

  63. #64 Robert
    September 16, 2017

    Zimtspinne,
    ….Ich bin mir nicht sicher, was bei Robert Ironie ist und was nicht und was etwas ganz anderes, uns unverständliches *harhar

    Du legst den Finger auf die Wunde. Wir zwei stammen von verschiedenen Sonnensystemen, ich meine damit den Sternenstaub, aus dem wir geschaffen sind.

    Und, das hast du scharfsinnig erkannt, ich bemühe mich, meine Aussagen vieldeutig zu lassen. etwas zum Denken sozusagen.

    Aber jetzt zur Sache, was den Umgang mit Behörden angeht. Auch beim Finanzamt, so meine Erfahrung, kannst du mit deinem Sachbearbeiter sachlich diskutieren, wenn die Rechtslage nicht eindeutig ist.
    Bis jetzt habe ich immer meine Interessen durchsetzen können.
    Bei den Kindergärtnerinnen, mit denen muss man sprechen. Und wenn du da beharrlich bleibst, dann geben sie auch nach.

  64. #65 tomtoo
    September 16, 2017

    @Robert
    Mei,Mei
    “””Also eine Kindergärtnerin hat in erster Linie menschliche Qualitäten und sollte kein Studium in Naturwissenschaften gemacht haben, das schadet dem kindlichen Gemüt..”””

    Mit dem Denken vor dem Schreiben , klappts wohl trotz aller guten Vorsätze immer noch nicht.

    Was willst machen ?

  65. #66 zimtspinne
    September 16, 2017

    ein Fliegenpilzsüppchen anreichen!

  66. #67 Robert
    September 16, 2017

    tomtoo,
    doi Ansprüch sin zu hoch.
    Geb disch mit derr Wirklischkeit zufriedde.
    Entwedder du hoscht ä Kinnergärtnerin odder du nimmst unser Zimtspinn.

  67. #68 Robert
    September 16, 2017

    Zimtspinn,
    isch hatt schon mal eine “Pilzvergiftung”. Das wünsche ich niemandem. Da gehst du nicht nur körperlich am Krückstock, sondern du merkst bei vollem Bewusstsein, wie dein Gehirn dir nicht mehr gehorcht.
    tomtoos Ironie toppt da sogar die Meinige.

  68. #69 tomtoo
    September 16, 2017

    @Robert

    “”..sollte kein Studium….”” und ein MINT Studium ist keine Voraussetzung. Sind schon zwei Paar Holzschuhe oder ?

    @Zimtspinne ; )

  69. #70 Robert
    September 16, 2017

    tomtoo,
    etwas mehr Humor bitte!
    “sollte kein Studium” ist keine Lebensweisheit, sondern eine Redensart, die zugegebenermaßen nicht genderneutral ist.
    Langer Rede kurzer Sinn, eine gebildete und gut ausgebildete Kindergärtnerin wäre ideal.
    Jetzt zufrieden?

  70. #71 zimtspinne
    September 16, 2017

    Das unterstellt ja auch grad allen Müttern mit naturwissenschaftlicher Ausbildung eine gewisse Unfähigkeit in Erziehungsfragen!

  71. #72 tomtoo
    September 16, 2017

    “sollte kein Studium” ? Redensart ? Wo ? In Monnem net !

  72. #73 Robert
    September 16, 2017

    zimtspinne,
    …..Unfähigkeit,
    so würde ich das nicht formulieren. Ein logisch geschulter Mensch urteilt viel konsequenter als ein ungeschulter.
    Und wenn man dann die Konsequenz als Härte oder gefühlsmäßige Kälte wahrnimmt, dann stimmt der Eindruck.
    Darüber will ich jetzt nicht werten. Wenn beide Erziehungsstile mit Liebe einhergehen, dann haben beide eine Berechtigung.
    Wichtig bleibt, dass die Liebe zum Kind das wichtigste Kriterium ist.

  73. #74 zimtspinne
    September 16, 2017

    … in Monnnemm lebt auch eine Sonderspezies… kennst du zufällig Hemsbach, tomtoo?

  74. #75 Robert
    September 16, 2017

    tomtoo,
    o.k. Monnem ist ein besonderes Pflaster. Die Monnemer sind offenherzig, gesprächig , lebensklug und man sagt ja nicht zu Unrecht:”Es gibt nur ein Europa, und des is Monnem!” Isch glaab, die Redensart kummt aus Stuttgart, wo isch seid ein paar Johr leb.

  75. #76 tomtoo
    September 16, 2017

    @Zintspinne
    Klar. Warum ?

  76. #77 tomtoo
    September 16, 2017

    @Robert #73

    Was ist eigentlich deine Aussage? Logisch denkende Menschen sind irgentwie gefühlskalt, aber wenn sie sich viel mühe geben, dürfen sie auch mit Kindern reden ?

  77. #78 Robert
    September 16, 2017

    tomtoo,
    ….Aussage,
    logisch denkende Menschen können gefühlskalt wirken, wenn sie Recht behalten wollen .
    Die dürfen nicht nur mit Kindern reden, sondern sie sollen sogar.

  78. #79 Berlin
    Berlin
    September 17, 2017

    Was soll man zu dazu sagen:
    Die atheistischsten Atheisten kommen aus den Jesuitenschulen.
    Also laß sie ruhig über Kristalle reden.

  79. #80 De Babbler
    September 17, 2017

    Berlin,
    wenn du in diesem Zusammenhang schon einen Zusammenhang mit Religion siehst, dann sollte nicht unerwähnt bleiben, dass der höchste der Engel, Luzifer,von Gott abgefallen war und jetzt als Sinnbild für das” Falsche” steht. Das ist vergleichbar mit deinen Jesuiten.
    Jetzt wird auch der letzte merken, dass ich hier das Thema überstrapaziere. Und genau das hat die Mutter mit ihrem Brief an die Kita gemacht. Und sie hat” in einem Aufwasch” gleich die Esoterik mit abqualifiziert, als ob ihre Lebensauffassung die einzig wahre sei.

    Müssen wir jetzt den Aberglauben auch als Grundrecht schützen lassen?

  80. #81 tomtoo
    September 17, 2017

    @DB
    Wie immer. Auf meinen Märchen , beruht meine Argumentation.
    Und tschüß.

  81. #82 Mann der betroffenen Mutter
    September 17, 2017

    ich finde es lustig, dass man Kommentatoren in diesem Blog noch erklären muss, wie man Glaube und Pseudowissen differenziert.

  82. #83 Robert
    September 17, 2017

    Mann d.b.M.,

    Für Gleichgültige gibt es keinen Unterschied zwischen Aberglauben, Esotherik und religiös begründetem Glauben.
    Deswegen ist die Toleranz so wichtig. Jeder Mensch hat sein eigenes Schicksal , sein eigenes Leben und hat ein Anrecht auf sein eigenes Weltbild.

  83. #84 RainerO
    September 17, 2017

    @ Mann der betroffenen Mutter
    Tja, wenn das nur so einfach wäre. Wo zieht man die Grenze? Wenn 2,3 Milliarden Menschen (Christen) daran glauben, ist es Glaube? Oder wenn diese seit über 2000 Jahre daran glauben, oder noch länger? Und wenn es nur einige Zehntausend (Heilstein-Anhänger, meine Schätzung) seit ein paar Dutzend Jahren sind, nicht mehr? Wo ist der Unterschied zwischen Rosenkranz, Halskette mit Kreuz und Rosenquarz im Wasserkrug?
    Pseudowissen ist eine Behauptung ohne Beleg. Ist die ebenfalls nicht belegbare Behauptung, dass es eine allwissende, allmächtige, allgütige (you name it) höhere Entität gibt, dann Glauben oder Pseudowissen?
    Warum ist das Beharren auf die Heilkraft von wirkstofffreien Zuckerkügelchen Pseudowissen und kein Glaube? Alles, was man nicht belegen kann, muss man letztendlich glauben. Ich wüsste jedenfalls nicht, wo und ob man diese Grenze überhaupt ziehen kann.

  84. #85 RainerO
    September 17, 2017

    @ Robert

    Jeder Mensch hat […] ein Anrecht auf sein eigenes Weltbild.

    Durchaus, aber es gibt kein Anrecht, das eigene Weltbild jemand anderem überstülpen zu dürfen.

  85. #86 tomtoo
    September 17, 2017

    @M.d.b.M
    Wie denn. Ich muss nur den “Allmächtigen” an die Pseudowissenschaft anheften.

    Z.B Nur wer ganz fest an die Heilwirkung des Glitzerwassers glaubt, dem Hilft es auch.

    Also bevor man mich auslacht, sollte man mir doch erst einmal die unterschiede zeigen. So was hilft dem Diskussionklima ungemein.

  86. #87 Statistiker
    September 17, 2017

    @ Babler:

    “Müssen wir jetzt den Aberglauben auch als Grundrecht schützen lassen?”

    Ist es . Nennt sich negative Grundrechtsfreiheit. Nur weil Sieglauben, bestehr für Andere keine Pflicht, Ihren Irrglauben nachzukommen.

  87. #88 anderer Michael
    September 17, 2017

    Ich finde es unfair. Die Debatte geht doch um Kristallheilwasser und nicht darum , ob Religion und Esoterik auf einer Stufe stehen. Der Meinung kann man sein, kein Problem.
    Aber bitte denkt euch mal jeden Bezug auf Beten oder Religion im Brief weg.Was nun ? Ist das Anliegen nun berechtigt? Zumindestens anfangs war das Kommentariat dieser Auffassung! Jetzt so ein Rumhacken, weil eine Mutter abends mal eine Gebet spricht. Solche Rituale helfen dem Kind zur Ruhe zu kommen und einzuschlafen. Welche Rituale man nimmt ,bleibt doch jedem selber überlassen.
    Wie nennt man das : Strohmann , roter Hering, Eristik, regressiv links.
    Kann man sich nicht einigen: das Anliegen ist berechtigt und wer glaubt, dass es nötig sei, kann aus eigenem Verständnis noch darauf hinweisen, dass er ein Missverhältnis zwischen dem Anliegen der Eltern und dem Religionsverständnis sehe.
    Die Eltern werden als intolerante Deppen verkauft und die Esoterikerinnen hauen sich begeistert auf die Schenkel.

  88. #89 tomtoo
    September 17, 2017

    @aM
    Nö. Das sehe ich so nicht. Hier wurde ein Brief in die Öffentlichkeit gestellt. Mit einem imho berechtigten Anliegen , aber mit einer für mich sehr schwer nachvollziehbaren Art und Weise.
    Um Diskussion wurde gebeten. Also ?

    Der Brief mit dem Wortlaut.
    Sehr geehrte..blabla
    Wir würden uns wünschen das meine/unsere Kinder Wissenschaftlich orientiert…blabla.
    Für die heilende Wirksamkeit von Glitzerwasser…blabla gibt es weder wissenschaftliche Effidenz noch nachgewiesener Korelation….blabla.

    Gut ist. Mich hat ja nur das mit dem glauben überhaupt zu einem Kommentar angeregt. Also mein Glaube ist OK aber ihrer…..

  89. #90 Statistiker
    September 17, 2017

    Oh, ich bewundere Sie, Mann der betroffenen Mutter

    Sie finden es lustig, dass man Kommentatoren in diesem Blog noch erklären muss, wie man Glaube und Pseudowissen differenziert.

    Nun ja, glauben sie es, sie wissen es nicht. sie halten Glaube für Wissen und meinen, sich über andere belustigen zu müssen ohne selbst die Wahrheit zu kennen, dafür haben sie halt keinen Intellekt. Nunja, sie haben Dunning-Kruger im Endstadium, das tut mir leid, nicht für sie, nur für ihre Mitmenschen…..

  90. #91 zimtspinne
    September 17, 2017

    @ aM

    Das sehe ich völlig anders!!

    Erstens wird nicht nur das Beten zum Runterkommen von der Mutter erwähnt, sondern sie weist auch gesondert darauf hin, welch hohen Respekt sie der Institution Kirche zollt – da muss der normale kritisch denkende Mensch schon ganz schön schlucken.
    Das sagt niemand, der keinen Bezug zu Religion hat, sondern nur mal rituell abends mit dem Kind betet, so wie andere gemeinsam eine Geschichte lesen oder einen Kakao zum Einschlafen reichen.

    Beten ist niemals wertfrei und einfach nur irgendein beliebiges Familienritual. Da hängt ein ganzer Rattenschwanz an Abhängigkeiten und Erwartungen daran.
    Auch wenn das Kind in diesem Moment das abendliche Gebet noch locker als Ritual sieht, irgendwann wird es den Bezug zu Religion und Gott und Glaube herstellen und in eine Gefühlszwickmühle geraten.
    Kirchlich heiraten oder nicht, Kirchensteuer zahlen oder nicht, an Gott glauben oder nicht, sich als gläubig betrachten oder nicht.

    Das ist eben überhaupt nicht vergleichbar mit einem rituell gebrauchten Einhorn-Kuscheltier oder sogar einem hübschen Zauber-Kristall.

    Mit der Beterei sollten Eltern gefälligst warten, bis ein Kind selbst entscheiden kann, so etwa mit 13, 14.

    Mir fiel auch auf, welche Rivalität zwischen Kirche/Christentum und Esoterik besteht, als ich ein wenig zu diesem Thema Kindergarten und Esoterik recherchierte.
    Da sind Christen, die ihre Kinder vollumgänglich in diesem Glauben erziehen (konditionieren) und gleichzeitig jedes Fitzelchen von Esoterik verdammen und verteufeln. Das ist lustig, wenn christlich motivierte “Traumreisen” im Kiga gelobt werden und esoterisch angehauchte “Traumreisen” wiederum das Böse unter der Sonne sind. Wäre es für die Kinder nicht so blöde, könnte man sich drüber kringeln.

  91. #92 Robert
    September 17, 2017

    Rainer O, Statistiker
    …….Glauben,
    Religiöser Glaube ist nicht das Ergebnis logischen Denkens oder eine Willensentscheidung.
    Du glaubst an Gott, weil du ihm begegnet bist, ich meine gefühlsmäßig begegnet ,indem ein Gebet wahr geworden ist, indem du von Gott festgehalten wirst, indem sich dein Gesichtskkreis erweitert hat, indem du ein anderer Mensch geworden bist.

    Wer so über Gott denkt und fühlt , der bleibt tolerant gegenüber den Andersdenkenden, weil sie gar nicht die Möglichkeit gehabt haben an Gott zu glauben.
    Und die gläubigen Christen wollen den anderen Menschen diese Erfahrung auch nicht aufzwingen, weil das gar nicht funktioniert.
    Die Zeiten der Zwangsbekehrung sind vorbei. Die findet nur individuell bei Einzelmenschen statt. “Wer Gott zu nahe kommt, wird von ihm gefangen”.
    Das ist eine Erfahrung, die ich selbst gemacht habe.

    Eine Gleichsetzung mit Esoterik ist deshalb sehr oberflächlich. An Gott zu glauben und an die Heilkraft von Edelsteinen ist deshalb möglich aber auch unmöglich, je nach dem was für ein Mensch du bist.

  92. #93 Robert
    September 17, 2017

    Zimtspinne,
    …..Beten als Ritual,
    viele Menschen kommen über dieses Stadium nicht hinaus. Zum Glück nicht hinaus, weil Gott sie auch ohne explizite Zustimmung trägt.
    Aber ein Gebet kann mehr. Wenn du schon mal in Lebensgefahr war und meintest, jetzt weiß ich nicht weiter, und dein Wunsch nach Hilfe sich erfüllt und diese Wirkung Jahrzehnte noch wahr bleibt, dann änderst Du deine Meinung.
    Dass Eltern ihre Kinder konditionieren, das kannst du nicht dem religiösen Glauben anlasten. Wenn der Glaube an Gott nicht vorhanden wäre, dann würden die gleichen Eltern sie für den Kommunismus, Faschismus oder einfach nur auf die reine Wissenschaftsgläubigkeit einschwören.

  93. #94 tomtoo
    September 17, 2017

    @Robert
    “”.An Gott zu glauben und an die Heilkraft von Edelsteinen ist deshalb möglich aber auch unmöglich, je nach dem was für ein Mensch du bist.””

    Dat is ja ma auch wieder echte Quantenphysik die du da ablieferst. Da is ja die Katz vom Schrödinger ein echt zahmer Hund gegen.

  94. #95 Robert
    September 17, 2017

    tomtoo,
    endlich wieder ein klarer Gedanke von dir, dem ich voll zustimme.
    Kannst du dir vorstellen auf verschiedenen Ebenen zu denken?
    Je nach dem welche Wichtigkeit die Gedanken haben?
    Die Heilkristalle gehören da zur unteren (unwichtigeren) Ebene.
    Anders formuliert, dein Leben hängt nicht an den Kristallen.

  95. #96 RainerO
    September 17, 2017

    Wer so über Gott denkt und fühlt , der bleibt tolerant gegenüber den Andersdenkenden, weil sie gar nicht die Möglichkeit gehabt haben an Gott zu glauben.

    Damit unterstellst du mir, dass ich als Atheist nicht tolerant bin. Und gleichzeitig bin ich in deinen Augen minderwertig, weil ich noch nicht die Möglichkeit hatte, an Gott zu glauben. Sorry, aber das ist Bullshit.
    Ich bin streng katholisch erzogen worden, war 10 Jahre lang Ministrant, meine Mutter war sehr intensiv in der Diözese tätig. Ich habe das ganze Brimborium also jahrzehntelang mitgemacht, war katholisch und hatte genug Gelegenheit, an Gott zu glauben. Zum Atheisten bin ich geworden, weil ich angefangen habe, nachzudenken, nicht weil ich noch keine Gelegenheit gehabt hätte, von einer höheren Entität erleuchtet zu werden.
    Vielleicht solltest du die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass es mangels Angebot gar keinen Gott gibt, den man anbeten könnte. Es ist einigermaßen arrogant davon auszugehen, dass Nichtgläubige einfach noch nicht so weit sind*). Ist aber typisch für euch, also nimm es nicht zu persönlich.
    *) das gipfelt im Regelfall im Dialog:
    Atheist: “Ich glaube an keinen Gott!”
    Gläubiger: “Aber er glaubt an dich!”

  96. #97 Robert
    September 17, 2017

    Nachtrag tomtoo;
    der Glaube an Gott gehört einer höheren Kategorie(Ebene) an.
    Deswegen können beide Vorstellungen gleichzeitig nebeneinander bestehen, genau wie Glauben und Aberglauben oft nebeneinander bestehen. So ist es ja auch in der Wirklichkeit.

  97. #98 Robert
    September 17, 2017

    RainerO,
    jetzt werde nicht zickig. Umkehrschlüsse gibt es bei mir nicht. Alle Menschen haben die gleichen Rechte und sind gleichwertig, ohne Ausnahme. Dass du nicht tolerant wärst, auf diesen Gedanken wäre ich nie gekommen. Du bist sehr offen mit deiner Meinung und das schätze ich.

  98. #99 tomtoo
    September 17, 2017

    @Robert
    Ich will den Fred nicht zumüllen. Und lass dich mal in deinen Gedanken verwaschen , bis zur nächsten Interaktion so stehen.

  99. #100 RainerO
    September 17, 2017

    Oh Mann, jetzt habe ich mich tatsächlich in diese leidige Diskussion über Gott mit Robert eingelassen. Schwerer Fehler! Daher nur ein Schlussgedanke von mir.
    @ Robert
    Kannst du dir vorstellen, wie viele Menschen in einer lebensbedrohenden Situation gebetet haben, es nichts genutzt hat und sie starben? Haben die dann nur schlecht gebetet, oder den falschen Gott angerufen? Waren sie also selber Schuld? Nö, die Überlebenden hatten einfach nur Glück. Die anderen hatten einfach Pech. Jetzt davon auszugehen, dass das Gebet ursächlich für das Überleben war, ist ein kapitaler “post hoc ergo propter hoc”-Fehlschluss (Die Toten tun sich relativ schwer noch davon zu berichten, wie intensiv sie gebetet haben). Ist aber auch typisch für euch.

  100. #101 Robert
    September 17, 2017

    Rainer O,
    …..Gebete,
    vielleicht kannst du dich mit dem Gedanken anfreunden, dass Gebete keine Zaubersprüche sind mit der Garantie, dass sie so in Erfüllung gehen, wie du es willst.
    Im Gebet heißt es,” Dein Wille geschehe” und gemeint ist damit der Wille Gottes.
    Und so geschieht es auch. Gott hebelt durch die Gebete nicht seine eigenen Naturgesetze aus. Alles geschieht rein logisch nach naturwissenschaftlichen Gesetzmäßigkeiten.

  101. #102 tomtoo
    September 17, 2017

    @Robert
    “…nach Naturwissenschaftlichen Gestzmässigkeiten…”
    Wo issen der Glaube in der Formel ? Ist da noch ein X bei Newton ? Ein Y bei Einstein das Ungläubige nicht sehen ?

    Aber genug, du hast eh die göttliche Gabe dir in einem Satz zweimal zu widersprechen, ohne es als Widerspruch zu sehen.Sozusagen in den Zaubertrank gefallen.

  102. #103 RainerO
    September 17, 2017

    Alles geschieht rein logisch nach naturwissenschaftlichen Gesetzmäßigkeiten.

    Und wozu brauche ich dann deinen Gott? Stopp, stopp… – nicht verraten! Ich hab’s gleich. Ah ja: Gott hat die Naturgesetze geschaffen. Und dann? Wozu beten und auf einer Intervention hoffen, wenn ohnehin nicht eingegriffen wird, weil das Ergebnis die Naturgesetze festlegen?
    Das war’s jetzt aber meinerseits mit der Beschäftigung mit dem unlogischen Gesäusel.

  103. […] Na klar! (scienceblogs.de): Heilkristalle im Kindergarten […]

  104. #105 Pedant
    September 17, 2017

    @Mann der betroffenen Mutter #82

    „ich finde es lustig, dass man Kommentatoren in diesem Blog noch erklären muss, wie man Glaube und Pseudowissen differenziert.“
    Nö, lustig finde ich das nicht, eher ärgerlich. Oder peinlich, weil ja mehrmals, auch von Dir der Unterschied erklärt wurde. Viele kapieren aber den Unterschied nicht. Sie finden es schwachsinnig (oder schädlich oder dumm oder gefährlich) an Gott zu glauben und genauso ist ihre Stellung gegenüber Heilsteinen. Sie erkennen nicht, dass „Heilkristalle wirken nicht“ Wissen ist, während „Gott gibt es nicht“ genauso nur ein Glaube ist, wie „Gott gibt es“ ein Glaube ist.
    Und schon gar nicht sind viele hier in der Lage, die Gleichheit von Gott und dem rosa Einhorn in der Wissen-/Glauben- Differenzierung zu realisieren. Mir wäre es aber ehrlich gesagt sympatischer, wenn Deine Frau mit Eurem Kind abends zum rosa Einhorn beten würde. Das hätte für den Kleinen die gleiche beruhigende Wirkung und würde mit dem Älterwerden genauso schmerzlos obsolet wie der Glaube an den Osterhasen

  105. #106 tomtoo
    September 17, 2017

    @Pedant
    Oi,Oi dat trieft aber…

  106. #107 Pedant
    September 17, 2017

    Lieber Pedant, Du überforderst mich intellektuell.
    Was trieft? Von mir aus auch: Wat trieft?

  107. #108 Pedant
    September 17, 2017

    Korrektur (leicht errötend)
    Lieber tomtoo,
    Du überforderst mich intellektuell.
    Was trieft? Von mir aus auch: Wat trieft?

  108. #109 tomtoo
    September 17, 2017

    @Pedant
    Na der #105. Ich sehe da so einen “hauch” von Ironie drinn. Kann mich natürlich täuschen.

  109. #110 user unknown
    https://demystifikation.wordpress.com/2017/08/31/trennung-von-kirche-und-staat/
    September 17, 2017

    Solche Rituale helfen dem Kind zur Ruhe zu kommen und einzuschlafen. Welche Rituale man nimmt ,bleibt doch jedem selber überlassen.

    Eine unbelegte Behauptung. Was ohne Evidenz behauptet wird, kann auch ohne Evidenz verworfen werden.

    Schon die Beobachtung, ob das Gebet beruhigt, ist einem Bias ausgesetzt, einem Wunschdenken. Dann ist das untersuchte Objekt, hier das Kind, in der Lage die Absicht zu erraten und das gewünschte Ergebnis/Verhalten zu zeigen. Drittens gab es keine Kontrolle mit Ritualen, die sich nicht auf Religion stützen (etwa Halbedelsteine).

    @Robert:

    Aber ein Gebet kann mehr. Wenn du schon mal in Lebensgefahr war und meintest, jetzt weiß ich nicht weiter, und dein Wunsch nach Hilfe sich erfüllt und diese Wirkung Jahrzehnte noch wahr bleibt, dann änderst Du deine Meinung.

    Ein Wunsch nach Hilfe ist noch kein Gebet, aber vielleicht bist Du einer Erkenntnis auf der Spur.

    Die Frage ist, ob Du Dir einbildest, dass ein Wunsch nach Hilfe die Ursache der eingetretenen Hilfe ist. Wusste der Helfer von Deinem Gebet? In Not wird sich wohl jeder Hilfe wünschen, aber nicht jeder als Gebet formulieren. Eine Rettung kann man als Gottes Hilfe interpretieren oder versuchen zu analysieren, was sich überprüfbar darüber sagen lässt. Viele Menschen werden aus Empathie gerettet – eine Hilfsaktion wurde unternommen – viele werden zufällig gerettet, also ohne Plan bekommt jemand mit, dass da wer Hilfe braucht, und hilft auch wieder aus Empathie.

    Beim Menschen ist die Empathie wohl stärker ausgeprägt als bei den meisten anderen Tieren, aber sie ist nicht menschenexklusiv. Jedenfalls ist die große Freude über Rettung ein vielleicht überwältigendes Gefühl, aber kein Beweis für einen Gott. Nicht mals ein schwaches Indiz für eine Gottesexistenz. Das müsste ein sehr ungerechter Arschlochgott sein.

    Die lächerlichen Versuche der Rationalisierung, wieso dieser mal hilft, mal nicht sind doch wesentlich unappetitlicher als jeder Atheismus.

    Kannst du dir vorstellen auf verschiedenen Ebenen zu denken?
    Je nach dem welche Wichtigkeit die Gedanken haben?
    Die Heilkristalle gehören da zur unteren (unwichtigeren) Ebene.
    Anders formuliert, dein Leben hängt nicht an den Kristallen.

    Verstehe ich nicht. Kristalle in den Wasserkrug zu tun ist doch wie ein Gebet, eine symbolische Beziehung zu einem Gott, der Versuch die Realität mit der Kraft des Wunsches zu beeinflussen.

    In der Konsequenz sollen Kristalle genau das: Heilsam sein, eventuell doch auf Leben und Tod.

    Wo ist der Unterschied dazu, am Marienaltar ein Lichtlein zu entzünden, sich Weihwasser auf die Stirn zu zeichnen, Reliquien anzutatschen?

    Wenn Erziehungswissenschaften evidenzbasiert wären, dann gäbe es auch keine so großen Unterschiede zu den Naturwissenschaften.

    Vor einiger Zeit hörte ich, dass viele Schulen jetzt Schreiben anders unterrichten – die Schüler sollen so schreiben wie sie meinen, und später erst lernen richtig zu schreiben. Das wäre eine bessere Lernmethode. Ich ging davon aus, dass das eine gründlich geprüfte These ist, die sich bestätigt hat. Später erfuhr ich, dass das eigentlich gar nicht geprüft wurde. Da schauderts mich.

    Andererseits muss man wissen, dass viele Erzieher- und (Sozial-)Pädagogikjobs von den Kirchen vergeben werden und die Berufsaussichten ohne Parteibuch, pardon, Gebetbuch deutlich schlechter sind. D.h. da findet schon eine Selbstselektion statt. Wer mit 18 noch an Gott glaubt, gerät da in was rein, und wenn er sich mit 24 abwendet und den Glauben verliert oder radikal wechselt, sitzt in der Falle, wegen des diskriminatorischen Sonderrechts für Kirchen (incl. Diakonie, Caritas).

    Eine Pädagogik, die Fakten und Evidenz als Kriterien erster Wichtigkeit begreifen würde geräte notwendig mit der Realität wie sie sich heute darstellt in Konflikt. Vor das Recht und die Freiheit hat der Gott der Nationalhymnen in Deutschland die Einigkeit gestellt, nach der Inbrunst beim Mitsingen meist auch spürbar abfällt.

  110. #111 Struppi
    September 18, 2017

    Genau wie der Osterhase oder Weihnachtsmann Unsinn ist und leider auch oft von aufgeklärten Eltern nicht durch etwas weltliches ersetzt wird, sind (Pseudo-)Heilsversprechen für manche Menschen ein Ansatz mit der Welt zurecht zu kommen. Das kann man verurteilen oder sich lustig drüber machen, dadurch ändert sich nichts, außer das wir im Umgang miteinander mehr Probleme haben.

    Ich halte den Glauben an “Heilkristalle” auch für dumm, muss es aber nicht jedem erzählen.

    Und das ist viel schlimmer: der Respekt vor anderen Menschen ist heutzutage gestört. Das zeigt sich für mich darin so einen Vorgang öffentlich zu machen, genau wie die Reaktionen darauf.

  111. #112 Bernd Kammermeier
    Deidesheim
    September 18, 2017

    Hallo,

    ich habe den Brief und einige der Kommentare gelesen. Ein interessantes wie schwieriges Thema. Wir haben unsere Kinder selbstverständlich nicht taufen lassen, da sie selbst entscheiden sollten, ob sie zahlendes Mitglied in einem Glaubenskonzern werden wollten. Osterhasen und Weihnachtsmann sahen wir immer als lustiges Spiel, nach dem Motto: “Was denken sich die Eltern dieses Jahr wieder aus, um uns Kinder an der Nase herumzuführen?” Da wurde detektivisch nach Resten von Geschenkpapier gesucht etc. Sehr lustig!

    Natürlich würde ich Kindern nie weismachen, dass es Irrationales real gibt, aber wir haben es als Spiel benutzt. Ich selbst bin Autor und Künstler, der Fantasie als wertvolles Gut schätzt, aber wir haben das immer scharf getrennt. SF-Filme zeigen auch keine Wirklichkeit, machen aber Spaß.

    Statt “gebetet” habe ich meinen Kindern Geschichten erzählt, die sie gut einschlafen ließen. Erfundene Geschichten, das war immer eindeutig, weil sie selbst das Thema bestimmen konnten. Wenn man von Anfang an sauber zwischen wirklicher und erfundener Welt differenziert, muss man die falschen Bahnen im Hirn später nicht mühsam korrigieren.

    Gleiches mit der Sprache: Wir haben nie “Kleinkind-Sprache” gesprochen, sondern normales Deutsch. Andernfalls wäre das spätere Erlernen von Hochdeutsch eine neue Fremdsprache gewesen, während das “Kleinkind-Deutsch” keinen Nutzen mehr hat.

    Ich habe also mein Kinder von Anfang an ernstgenommen und in ihrer Entwicklung unterstützt. Das Resultat: Sie haben Fragen gestellt und ich durfte antworten – immer sachlich, manchmal mit augenzwinkernden Fantasieelementen angereichert.

    Warum hätte ich meinen Kindern offensichtlichen Unsinn aus der Frühzeit der Zivilisation vermitteln sollen, um ihn später als Unsinn zu widerlegen? Religion und andere Esoterik haben den Menschen nichts gebracht, außer haufenweise Gewissennöte – von Elend und Tod ganz zu schweigen.

    Viel entscheidender ist jedoch, dass uns die Überzeugung von der realen Existenz der Transzendenz im realen Lebens nicht hilft. Deshalb sollten wir alles tun, um Kinder davon fernzuhalten. Nur so können nach und nach die negativen Einflüsse der Esoterik verschwinden. Nachfolgende Generationen werden es uns danken.

  112. #113 Robert
    September 18, 2017

    tomtoo #102,
    …….fehlender Glaube,
    in der Evolution gibt es den Glauben nicht. Die Evolution und alle biologischen Vorgänge sind materiell.
    Allerdings, und das musst auch du einsehen, kannst du durch Denken Einfluss nehmen auf den Organismus.
    Wenn du dich freust, werden Endorphine ausgeschüttet, oder umgekehrt. Zwischen geistigen Vorgängen und dem Ausschütten von Hormonen gibt es eine Verbindung.
    Also was bemängelst du?
    Ich wollte nur klar machen, dass der Ablauf einer Krankheit nicht durch Zaubersprüche beinflusst werden kann. Wenn jemand herzkrank ist, dann stirbt er daran, ob er nun betet oder nicht.

  113. #114 Robert
    September 18, 2017

    Rainer O,
    ……wozu brauche ich einen Gott,
    das ist materielle Kosten-Nutzen Rechnung.
    Du kannst Dir die Welt nicht aussuchen und das was dir missfällt, weglassen, das nennt man in der Psychologie Verdrängung.

    Menschliche Probleme sind ja nicht nur materieller Art. Du kannst noch so reich und gesund sein, wenn du unglücklich bist. Sogar lebensüberdrüssig bis zum Selbstmord.

    Der Glaube an Gott gibt dem Leben einen Sinn, wenn du ihn vorher noch nicht hattest. Das ist sehr vernünftig und bekommst kostenlos ethische Maxime mitgeliefert.

    Und diese Maxime sind mehr wert als alles Geld auf dieser Welt.

  114. #115 Robert
    September 18, 2017

    user unknown,
    du präsentierst dich als der große Durchblicker und willst mir erklären, was ein Gebet ist?

    Ich habe in meinen 70 Jahren vielleicht 4x gebetet. Das ist etwas anderes, als ein fertiges Gebet aufsagen.
    Wenn du aus vollem Herzen und ohne Zweifel zu gott sprichst, dann bekommst du von ihm eine Anwort, und zwar sofort. Du weißt (falsch, du weißt es nicht) aber du zweifelst nicht an Gott. Also du zweifelst nicht daran, dass sich dein Wunsch erfüllt. Und so ist es auch geschehen. Warum sollte ich jetzt mein Denken in Zweifel ziehen?
    Damit du deine wissenschaftlichen Maßstäbe anlegen kannst, mit blindversuch und statistik?
    Deinen Vergleich mit den Kristallen im Wasser und einem Gebet übersehe ich jetzt einmal.

    • #116 user unknown
      https://demystifikation.wordpress.com/2017/09/18/man-sieht-sich/
      September 18, 2017

      Der Glaube an Gott gibt dem Leben einen Sinn, wenn du ihn vorher noch nicht hattest.

      Eine Behauptung ohne Evidenz.
      Wahrscheinlich auch nur als zirkuläres Bla gedacht – der Glaube an Gott selbst ist der Sinn, und wem der Glaube keinen Sinn gibt, der glaubt nicht richtig, und wer ohne Glauben Sinn findet, der glaubt insgeheim oder implizit an das Göttliche.
      Ohne Erklärung, was dieser Gott sein soll – wieso nur einer? – und was den Glauben ausmacht kann man das als Geschwafel abbuchen.

      Das ist sehr vernünftig und bekommst kostenlos ethische Maxime mitgeliefert.

      Tja, während 90% der anderen Theologen gerade in der Unvernunft des Glaubens sein Alleinstellungsmerkmal sehen. Credo quia absurdo, oder so ähnlich. Luther: Die Vernunft ist die Hure Satans.

      Ich habe in meinen 70 Jahren vielleicht 4x gebetet. Das ist etwas anderes, als ein fertiges Gebet aufsagen.

      Tja, das unterscheidet Dich dann von über 90% der sonstigen Gottglauber. Was es sonst zeigt liegt im Dunkeln.

      Wenn du aus vollem Herzen und ohne Zweifel zu gott sprichst, dann bekommst du von ihm eine Anwort, und zwar sofort.

      Klingt nach Autosuggestion und auch wieder nach zirkulärer Argumentation. Wer keine Antwort bekommt hatte Zweifel oder kein volles Herz. Fragt sich auch, woher diese Zweifelsfreiheit kommen soll. Soll man das anstreben? Wozu?

      Du weißt (falsch, du weißt es nicht) aber du zweifelst nicht an Gott. Also du zweifelst nicht daran, dass sich dein Wunsch erfüllt. Und so ist es auch geschehen. Warum sollte ich jetzt mein Denken in Zweifel ziehen?

      Denken würde ich das nicht nennen, sondern Meinen. Wenn Du so glücklich bist, bleib so. Erwarte nur nicht, dass andere Deine Aussagen nachvollziehen können.

      Ich vermute, Du bist kein Angehöriger einer Religionsgemeinschaft, die erwarten ja doch Kirchbesuche und da soll man ja beten. Welcher Art ist denn Dein Gott? Ein unsichtbarer Nebel? Ist er ewig? Interagiert er mit der physischen Welt? Ein Welterschaffer? Ein Superrichter, der am Ende über Himmel und Hölle entscheidet? Woher weißt Du, dass er außerhalb Deines Kopfes existiert?

  115. #117 Bernd Kammermeier
    September 18, 2017

    @ Robert:
    “Der Glaube an Gott gibt dem Leben einen Sinn, wenn du ihn vorher noch nicht hattest. Das ist sehr vernünftig und bekommst kostenlos ethische Maxime mitgeliefert.”

    Das Leben an sich ist sinnlos und das tut nicht weh. Im Gegenteil: Man kann sich einen eigenen Sinn suchen, der zu einem passt. Der Glaube an einen “Gott” ist also unvernünftig, weil man durch den Glaube zwangsläufig in die Theodizee-Problematik schlittert. Gerade wegen der Unethik des überlieferten Gottesbildes lehne ich den “offenbarten Gott” ab. Grenzenlose Rache ist kein guter Maßstab für ein friedliches Leben.

    Ich weiß, dass sich noch immer viele Menschen in einen Gottesglauben flüchten, doch dies ist nur noch reine Privatsache und nicht mehr verallgemeinerbar, wie es Religionen teilweise bis heute sehen. “Gott” existiert also nicht überall…

  116. #118 Robert
    September 18, 2017

    Bernd Kammermeier,
    ….das Leben ist sinnlos,
    das ist nur eine Meinung und keine Grundlage für eine Philosophie, wie du sie aufstelltst.
    ….der offenbarte Gott,
    Gott offenbart sich in seiner Schöpfung, der welt, den Menschen aber nicht sich selbst.
    Es gibt nur einen Hinweis im Alten testament, da stellt sich Gott selbst vor mit den Worten.”Ich bin der da ist”.

    Alles andere sind Vorstellungen der Mensch über Gott. Und so kommen denn auch die Widersprüche in der Theodizee, denen aber die Grundlage fehlt.

    Aus der Unethik eines überlieferten Gottesbildes auf Gott zu schließen ist also nicht wissenschaftlich.
    An dieser Stelle musst du dir die Frage stellen, ob du pragmatisch über Religion denkst oder grundsätzlich.

  117. #119 Bernd Kammermeier
    September 18, 2017

    @Robert:

    “Aus der Unethik eines überlieferten Gottesbildes auf Gott zu schließen ist also nicht wissenschaftlich.”

    “Gott” ist selbst nach Darstellungen heutiger Theologen wissenschaftlich nicht greifbar. Daher ist nichts an “Gott” mit unseren Sinnen (natürlichen oder technischen) erfahrbar. Das einzige, was wir haben, ist die Überlieferung der unzähligen Gottesbilder, die sich sogar in der Darstellung des angeblich einzigen “Gottes” widersprechen.

    Woher sollten also andere Gottesbilder stammen, als die aus den sogenannten “heiligen” Schriften. Nur sie sind Grundlage der Theologie, die heute die undankbare Aufgabe hat, den grausamen “Gott” des AT und den widersprüchlichen des NT so hinzubiegen, dass er halbwegs mit moderner Lebensführung kompatibel erscheint.

    “An dieser Stelle musst du dir die Frage stellen, ob du pragmatisch über Religion denkst oder grundsätzlich.”

    Beides. Da ich jedem Menschen seinen Privatglaube lassen will (wobei mir völlig egal, an was der/diejenige glaubt), da die Gedanken frei sind, will ich niemandem seinen Privatglaube ausreden. Das gelingt auch gar nicht.

    Nur Kinder sollte man davor schützten, bzw. ihnen das kritisches Rüstzeug mit ins Leben geben, mit dem sie das Irrationale der Unterhaltung und das Rationale der Wirklichkeit zuordnen können.

    Grundsätzlich bin ich natürlich der Meinung, dass die Welt ein deutlich friedlicherer Ort ohne Ideologien (zu denen die Religionen gehören) wäre. Man blicke nur einmal kurz in die Weltgeschichte zurück und überlege, wie die Welt heute aussähe, wenn es keinen ausgrenzenden Monotheismus, keine Monarchie, keinen Faschismus, keinen Kommunismus (in der real existierenden und wohl einzig möglichen Form) und auch sonst keine dualistischen und diktatorisch durchgesetzten Gesellschaftsformen gegeben hätte.

    Wäre der Menschheit nicht unendlich viel Leid erspart geblieben? Dies leugnen heute selbst tiefgläubige Menschen nicht mehr, aber sie weigern sich aus Angst vor der Hölle deswegen ihren Aberglaube aufzugeben.

    Daher: Schützt die Kinder von irrationalen Rattenfängern, lehrt sie faktisch und nicht postfaktisch zu denken. Einen 30-jährigen Krieg oder Kreuzzüge im Zeitalter der Atomwaffen überlebt kaum jemand!

  118. #120 Robert
    September 18, 2017

    Bernd K,
    …..Analyse
    Gott ist nicht greifbar. Meine Anwort mit “nicht wissenschaftlich” war natürlich ein Kategorienfehler, ich habe ihn dennoch gemacht , weil ich zeigen wollte, dass die Vorstellungen über gott, die ja real existieren und dem transzendenten gott nicht zusammenpassen. Wer also diese beiden vorstellungen vermischt, der produziert die Widersprüche, denen auch die Kirche selbst noch unterliegt.

    Eine Welt ohne Irrationalität wirst du nicht finden. In England haben die Fahrstühle keinen Knopf mit 13,
    Die Leute wünschen Dir Gesundheit, ist das nicht irrational?
    Eine Welt ohne Ideologien ist auch nicht denkbar. Es gab in der 5000jährigen Geschichte der Menschen noch keine Kultur, die entweder eine Religion oder eine andersgeartete Zielsetzung vorweisen konnte.
    Um jetzt zu einem Ende zu kommen, die existierende Kirche ist die beste aller denkbaren Möglichkeiten (frei nach Leibnitz)

  119. #121 tomtoo
    September 18, 2017

    *hüstel*
    Frei nach deiner Überzeugung.

    @Robert

  120. #122 user unknown
    https://demystifikation.wordpress.com/2017/09/18/man-sieht-sich/
    September 18, 2017

    Die Leute wünschen Dir Gesundheit, ist das nicht irrational?

    Was ist daran irrational?

  121. #123 user unknown
    https://demystifikation.wordpress.com/2017/09/18/man-sieht-sich/
    September 18, 2017

    @Robert:

    Das ist sehr vernünftig und bekommst kostenlos ethische Maxime mitgeliefert.

    Welche ethische Maxime ist das, die ich mitgeliefert bekomme? Worin besteht ihr Wert?

  122. #124 Robert
    September 18, 2017

    tomtoo,
    immer nach meiner Überzeugung. Was wäre deine Alternative? Nachplappern, andere denken lassen, den Mund halten?
    Du sagst doch auch was du denkst. Vielleicht etwas kürzer als ich.
    Schlimm ist, dass die selbsternannten Naturwissenschaftler jede Gelegenheit nutzen um gegen Religion Stimmung zu machen.
    Das bleibt nicht unwidersprochen.
    Mir wäre es lieber, sachlich über Kristalle diskutieren zu können. Neben den chemischen Eigenschaften sind auch katalytische zu bedenken.
    Über die Änderungen bei der Frequenz des Lichtes wurde nicht gesprochen , über die Polarisation des Lichtes auch nicht. Dessen Eigenschaften auf die menschliche Psyche ist bekannt.
    Stattdessen wird mal pauschal alles in den Esotherikhimmel geschossen und gleichzeitig die Religion mit abqualifiziert.
    Du solltes mal deinen Standpunkt überdenken, ob du nicht auch nur Klischees hinterherläufst.

  123. #125 Robert
    September 18, 2017

    user unknown,
    der Grundgedanke des Materialismus ist doch, dass es nichts außer der Materie gibt und das alles was geschieht naturwissenschaftlich erklärbar sein muss.
    Warum sollst du gesund bleiben, wenn dir jemand Gesundheit wünscht?
    Das geht doch in Richtung Geistheiler.
    Ethische Maxime sind einfach gesprochen gute Ratschläge, die sich bewährt haben.
    Der Verzicht auf Rache, ist so ein Ratschlag, der Rat niemandem zu schaden, der Rat deinem Nachbarn nicht die Frau auszuspannen, oder deine alten Eltern nicht ins Altenheim abzuschieben, oder nicht zu lügen usw. usw. Nichts anderes findest du in der Bibel .
    Da geht es sogar um Eigentumsfragen, .
    Der Wert besteht darin, dass eine Gemeinschaft ohne solche Ratschläge nicht auskommt. Der Wert besteht darin, dass jeder von diesen werten profitiert, weil er ein reines Gewissen behält. Von Schuldgefühlen und von einem Gewissen hast du aber schon gehört?

  124. #126 anderer Michael
    September 18, 2017

    Zimtspinne
    Stimmt ,steht da : tiefer Respekt vor der Kirche.
    Ist Esoterik das gleiche wie Religion? (Ernsthafte Frage, vielleicht teilweise vom Grundprinzip gesehen ist dem so ) Oder ist Esoterik die Ersatzreligion?
    Wenn ja, haben Religiöse überhaupt die Glaubwürdigkeit Esoterik, Homöopathie usw. zu kritisieren?

  125. #127 user unknown
    https://demystifikation.wordpress.com/2017/09/18/man-sieht-sich/
    September 18, 2017

    der Grundgedanke des Materialismus ist doch, dass es nichts außer der Materie gibt und das alles was geschieht naturwissenschaftlich erklärbar sein muss.
    Warum sollst du gesund bleiben, wenn dir jemand Gesundheit wünscht?
    Das geht doch in Richtung Geistheiler.

    Tja, wenn ich glaube, dass durch meinen Wunsch der andere gesund wird, dann geht es Richtung Geistheilerei, ähnlich den Fürbitten in der Kirche.

    Was Grundgedanken des Materialismus betrifft, so bin ich nicht deren Verteidiger. Es gibt ja auch Schall, Energie, Magnetismus, Elektromagnetismus – messbare, reproduzierbare, unabhängig verifiizierbare Phänomene. Das wird wohl kaum ein lebender Materialist bestreiten.

    Ethische Maxime sind einfach gesprochen gute Ratschläge, die sich bewährt haben.
    Der Verzicht auf Rache, ist so ein Ratschlag, der Rat niemandem zu schaden, der Rat deinem Nachbarn nicht die Frau auszuspannen, oder deine alten Eltern nicht ins Altenheim abzuschieben, oder nicht zu lügen usw. usw. Nichts anderes findest du in der Bibel .
    Da geht es sogar um Eigentumsfragen, .
    Der Wert besteht darin, dass eine Gemeinschaft ohne solche Ratschläge nicht auskommt. Der Wert besteht darin, dass jeder von diesen werten profitiert, weil er ein reines Gewissen behält. Von Schuldgefühlen und von einem Gewissen hast du aber schon gehört?

    Abgesehen davon, dass das nicht Ratschläge, sondern Gebote sind: Soweit sie dem Zusammenleben einer Gesellschaft dienen sind sie also vernünftig begründet. Eines Gottes bedürfen sie nicht. Im Gegenteil – wenn sich Gott vor der Idee des friedlichen Zusammenlebens rechtfertigen muss, dann ist dieses ein höherer Wert als Gott selbst und Gott damit aus dem Spiel.

    Und in der Tat hat sich seit biblischen Zeiten das Wissen über das gute Zusammenleben von Menschen weiterentwickelt. Man kann beispielsweise zum Schluss kommen, dass manche Beziehung so gründlich zerrüttet ist, dass sich die Eheleute besser scheiden lassen und ihr Glück getrennt voneinander versuchen können.

    Im Gegensatz zu biblischen Geboten haben wir solche, die sich mit unterlassener Hilfeleistung beschäftigen. Wir haben einen Rechtsstaat mit Rechtsanwälten, dem Recht auf Gehör vor Gericht, Unschuldsvermutung, Verbot der Mehrfachbestrafung und vieles mehr. Göttlicher Rat ist ein Märchengruß aus einer Welt, die es nicht mehr gibt für Fischern, Hirten und Händlern, die im Vergleich zu heutigen nahezu nichts wussten.

    Allein eine Liste mit Gesetzeswerken, die heute gelten, ist länger als die 10 Gebote von denen der eine Teil nicht mehr gilt (Du sollst keine anderen Götter haben) und der andere Teil auf anderen Kontinenten, unabhängig vom Christentum, auch schon immer gegolten hat (Du sollst nicht morden).

    Alle Versuche Gott rational zu begründen ordnen ihn der Rationalität unter und machen ihn zweitrangig. Die Flucht nach vorne in die Irrationalität machen ihn aber beliebig und eröffnen das weite Feld von Menschenopfern zu Wunderglauben, Frömmigkeitsexzessen und Glaubenskriegen. Ich sehe da keinen Ausweg, aber da ich nicht mehr im Versuch glauben zu müssen gefangen bin kann ich das Problem denen überlassen, die es haben.

  126. #128 Mann der betroffenen Mutter
    September 19, 2017

    UPDATE und LÖSUNG:

    Warum wir lange nichts gehört haben, hatte einen einfachen Grund: Die Leitung des Kindergartens war in Urlaub, ist erst heute zurückgekommen und hat mich umgehend zu einem Gespräch eingeladen.

    Conclusio: Alles gut! Ziel erreicht. Esokram hat nichts in unserem Kindergarten verloren.

    Es gab natürlich auch Gespräche der Leitung mit der Erzieherin und auch untereinander, sie fand den Brief selbst auch sehr gut und es war Konsens, dass hier ganz klar Pseudowissen fälschlicherweise als “Wissen” deklariert und falsch dargestellt wurde. Der “Vortrag” hatte anscheinend auch nur 10 Minuten gedauert, aber da sieht man mal, was manche Kinder im Vorschulalter alles aufnehmen und behalten – und in jenem Fall in den Topf “Wissen” ablegen wollen.

    Es gab noch eine kurze Diskussion, warum wir die Sache hier anonymisiert und abgekoppelt in einem Blog zur Diskussion stellen, aber das konnte ich auch klären. Wir mussten einfach mal andere Meinungen einholen, um uns selbst in Relation zu positionieren. Eure Reaktionen gaben uns recht und halfen uns sehr.

    Alles in allem ein großes Lob an die Kindergartenleitung und an die höchst professionelle Haltung, die Sache anzunehmen, richtig zu verstehen und hier einen Riegel vorzuschieben. Die Erzieherinnen sind auch weiterhin freundlich zu uns und dem Kind – ich denke, die haben auch viel gelernt. Vielen Dank an dieser Stelle auch an meine Frau, die komplexe philosophische Themen und Wissenschaft einfach wunderbar nahebringen und erklären kann.

  127. #129 Robert
    September 19, 2017

    user unknown #116
    …….evidenz
    mir scheint , unsere unterschiedlichen Ansichten sind eher sprachlicher Natur.
    Für einen Tauben hat Musik keine Evidenz. Für einen Farbenblinden hat die Farbe keine Evidenz. Für einen Gläubigen hat Gott Evidenz, für einen Atheisten hat er keine Evidenz.
    So kommen wir also nicht weiter.
    Jetzt geht es um den Sinn. Mir scheint, deine Vorstellung was “Sinn” meint, ist eine andere wie meine Vorstellung.
    Du legst Dir ein Puzzle von einem abstrakten Gemälde. . Der letzte Stein fehlt. Warum suchst du jetzt den fehlenden Stein?
    Weil du ein Perfektionist bist?
    Weil du erst nach dem letzten Stein sicher sein kannst, dass das Puzzle stimmt. So ähnlich wie bei einem Sudoku?
    Du kannst keinen Grund dafür angeben, du bist erst zufrieden, wenn das Puzzle vollständig ist.
    So etwa sehe ich den Sinn.
    Er ist der letzte Stein, der alle anderen Steine” in Wahrheit” versetzt. Erst wenen du alles verstanden hast und einen Zusammenhang der einzelnen Dinge siehst, dann bist du zufrieden.
    Dieser Sinn ist bei jedem Mensch anders. Der eine ist erst zufrieden, wenn sich seine Lebensplanung erfüllt, die Frau ist zufrieden, wenn sie den Mann ihres Lebens gefunden hat, das Kind ist zufrieden, wenn sein Häschen wieder gesund geworden ist.
    Usw. usw.
    Daran ist nichts unlogisches, nichts unvernünftiges.

    Jetzt mache ich einen Quantensprung.
    Du hast viel Lebenserfahrung und meinst alles verstanden zu haben. Aber dich beschleicht das Gefühl, dass es da noch mehr gibt. ……..

  128. #130 WolfgangM
    September 19, 2017

    Die Unart, Halbedelsteine in Wasser zu legen, um daraus “besseres Wasser” zu machen, ist ja nicht nur Unsinn, sondern auch hygienisch bedenklich.
    Da sind recht bald eine Menge Bakterien drinnen- auch humanpathogene- also ein echt “belebtes” Wasser – nur nicht nach Grander und Co, sondern echt biologisch belebt.

  129. #131 tomtoo
    September 19, 2017

    @Robert
    “”Für einen Tauben hat Musik keine Evidenz. Für einen Farbenblinden hat die Farbe keine Evidenz. Für einen Gläubigen hat Gott Evidenz, für einen Atheisten hat er keine Evidenz.”””

    Das klingt immer sooo schön, und ist so ein Quatsch.
    Ein Tauber kann Musik fühlen. Ein Farbenblinder kann Farben sehen. Nur nicht alle so gut unterscheiden. Aber für einen “guten allmächtigen Gott” gibt es tatsächlich keine Evidenz, zudem ist er in sich vollkommen unlogisch.

  130. #132 user unknown
    https://demystifikation.wordpress.com/2017/09/19/die-waage-umsetzen/
    September 19, 2017

    Nun ja.
    Zu Evidenz gibt es widersprüchliche Definitionen.

    Die eine sagt, es sei die unmittelbare Einsicht, die andere, eine unumstößliche Einsicht.

    Der moderne Mensch weiß, dass das, was er unmittelbar wahrnimmt, (es ist kalt, es ist groß, es ist rot, es ist ein gefährlicher, feindseeliger Ausländer) gerade falsch sein kann.

    Nach einer kalten Dusche wirkt es draußen wärmer, als zuvor. Optische Täuschungen sind bekannt. Farbenblindheit, Xenophobie, … – wir können der unmittelbaren Wahrnehmung gerade nicht trauen.

    Deswegen brauchen wir Evidenz zur Evidenzkritik. Wir schauen auf das Thermometer, eine neue Fehlerquelle, freilich, und lesen ab, wie warm ist es denn wirklich.

    Mit dem Lineal prüfen wir, welche Figur im Bild wirklich größer ist. Mit der Pipette in GIMP kann ich prüfen, ob ein Pixel rot oder grün ist. #ff0000 oder #00ff00 verwechsle ich da nicht.

    Wieso sollte jemand, der die Frage nach dem Sinn wichtig findet, seinen unmittelbaren Gefühlen bratzfett Wahrheitsgehalt in so einer sensiblen Frage einräumen?

    > Aber dich beschleicht das Gefühl, dass es da noch mehr gibt.

    Wo ist der Mensch denn gut darin, die Frage ob es noch mehr gibt aus dem Gefühl heraus zu beantworten?

    Er geht in den Wald, nach Pilzen, und tatsächlich, hier im Moos steht einer. Da werden doch noch mehr sein!

    Mal sind dann auch mehr da, mal nicht. Logisch – da, wo die Bedingungen für den ersten Pilz gut waren sind sie in der Umgebung für weitere ebenso gut. Und Götter sind wie Pilze, überall schießen sie aus dem Boden. Wo schon 7 sind, da ist der 8te nicht weit!

    Ah, Moment, den ersten zu verifizieren ist schon das Problem?

    Für einen Gläubigen hat Gott Evidenz

    Die Ansprüche der an mich herangetragenen Götter waren zu weitreichend, als dass ich mich da auf Evidenzgefühle verlassen würde. Nachdem ich das Problem gründlich durchdacht habe ist mir evident, dass es nicht nur keinen Gott gibt, sondern auch, dass es keinen geben kann.

    Gefühle erklärt die Psychologie viel besser.

  131. #133 Bernd Kammermeier
    September 19, 2017

    @Mann der betroffenen Mutter #128

    Geht doch! Glückwunsch zu der friedlichen Lösung. Eine kleine Anregung: Vielleicht kann man ja im Kindergarten einen Vortrag anregen, in dem Kindern der Unterschied zwischen schönen Fantasien und der Wirklichkeit auf spielerische Weise gezeigt wird.

    Im Kindergartenalter legen Kinder generell ihr teleologisches Denken ab, d.h. die Vorstellung, alles um sie herum sei dazu da, sie zu ärgern oder zu erfreuen. Das legt sich in der Regel von selbst, doch übrig bleibt oft – als negative Begleiterscheinung – die Lüge. Nur wer klar sortieren kann, was schöne Fiktion und was Realität ist (die manchmal nicht so schön ist), wird immun(er) gegen Lügen und wird es selbst nicht fahrlässig tun.

    @ Robert #129

    “Für einen Tauben hat Musik keine Evidenz. Für einen Farbenblinden hat die Farbe keine Evidenz. Für einen Gläubigen hat Gott Evidenz, für einen Atheisten hat er keine Evidenz.”

    Das ist einer der üblichen albernen Textbausteine Gläubiger. mit dem sie vorgaukeln, “Gott” sei nur für “vollständige” Menschen erkennbar, während Atheisten eine Art von “Krüppel” seien.
    Dem möchte ich – sofern das überhaupt nötig ist – erwidern, dass uns ein (fast) Tauber eines der beeindruckendsten Musikwerke hinterlassen hat: Beethovens 9. Symphonie und ein bekannter Maler, Cefischer, war farbenblind und zudem an beiden Armen amputiert. Er hat wundervolle farbige Bilder mit dem Mund gemalt.

    Also sollte es Atheisten möglich sein, “Gott” zu erkennen – falls er existiert -, denn körperliche Beeinträchtigungen sind oft überwindbar. Ich hatte als junger Menschen an diesen “Gott” geglaubt, bis ich – durch Zuwachs an Wissen und Einsichtsfähigkeit – erkannte, dass er nicht existiert. Beethoven und Cefischer brachten ihre wachsende Erfahrung und Ehrgeiz zu fantastischen Werken, mich zum Atheismus.

    Ich vermute also, dass eher Gläubigen etwas fehlt, wenn sie noch immer an den “Gott” ihrer Kindertage glauben…

  132. #134 tomtoo
    September 19, 2017

    @Mann der betroffenen Mutter #128

    Schön das es geklappt hat.

  133. #135 Robert
    September 19, 2017

    tomtoo #131
    da stehst du mit deiner Meinung im Widerspruch zu mindestens 1/2 Milliarde Menschen auf der Erde. Wenn ich Evidenz jetzt mal mit “Gewissheit” assoziiere, dann frage ich mich, woher die Selbstmordattentäter ihren Mut nehmen.

    user unknown,
    ….Nachdem ich das Problem gründlich durchdacht habe ist mir evident, dass es nicht nur keinen Gott gibt, sondern auch, dass es keinen geben kann.

    Das ist logisch. Aber Gefühle sind oft nicht logisch. Und da ich die Evidenz zu den Gefühlen zähle, und meinem Gefühl mehr vertraue als meiner Logik, kommen wir zu unterschiedlichen Meinungen.

  134. #136 tomtoo
    September 19, 2017

    @Robert
    Jetzt halt ich mich mal sehr Frei nach Einstein.

    Und wenn es 8 Milliarden Gläubige sind. Mir würde es ja schon ausreichen, wenn mir nur ein einziger, einen Beweis für einen “gütigen allmächtigen Gott” erbringen würde. Und ich wäre auch dabei.

  135. #137 tomtoo
    September 19, 2017

    @Robert
    “”””Und da ich die Evidenz zu den Gefühlen zähle…””
    Da ist doch schon alles geschwätzt. Wie wir aus MA so sagen.

  136. #138 Robert
    September 19, 2017

    tomtoo,
    …..Beweise
    die muss ich dir schuldig bleiben. Jedenfalls im sprachlich logischen Sinne.
    Wie wäre es denn, wenn du mal aus dem Fenster siehst, dir ein Fliegenauge anschaust, deine eigene Vergänglichkeit bedenkst, bekommst du da keine Zweifel, dass du es dir zu einfach machst.

  137. #139 tomtoo
    September 19, 2017

    @Robert
    Nicht im geringsten. Gott hat es so gemacht oder so gewollt, ist für mich die einfachste,bequemste intellektuelle Abkürzung die man einschlagen kann.

  138. #140 Robert
    September 19, 2017

    tomtoo,
    …..Abkürzung,
    das ist mal ein genialer Gedanke, der auch noch evolutionsadäquat ist. Respekt !

    Ich bin jetzt mal freizeitadäquat. Wir werden in den nächsten 3 Wochen anderen Aufgaben nachgehen. Darunter sind auch Mailand und die Zentralschweiz.

    Bis dahin alles Gute und Gesundheit.

  139. #141 Pedant
    September 19, 2017

    #140 Robert
    “Wir werden in den nächsten 3 Wochen anderen Aufgaben nachgehen.”

    Statt hier auf den Scienceblogs den Laienprediger zu geben?

    Lieber Gott, lass drei Wochen ewig dauern!

  140. #142 anderer Michael
    September 19, 2017

    Schön, dass es im KIGA nicht zu einem Zerwürfnis gekommen ist.
    Und ich denke, ihr werdet den “Sieg” nicht als Triumph empfinden und der Erzieherin weiterhin mit Respekt entgegentreten.
    Und wir können uns ungestört abseits des Themas weiter fröhlich zanken.
    Wenn man so will, Erfolg auf allen Seiten.

  141. #143 tomtoo
    September 19, 2017

    @Robert
    Tja, leider führt die gedachte Abkürzung auf einen Unendlichen Kreisverkehr. ; )

  142. #144 Bernd Kammermeier
    September 19, 2017

    @ Pedant #141

    “Lieber Gott, lass drei Wochen ewig dauern!”

    Das schafft er locker. Die letzten Tage bis zum Reich Gottes, die Jesus noch zu Lebzeiten seiner Zuhörer ankündigte, dauern ja nun auch schon deutlich über 700.000 Tage. Da bin ich also optimistisch…