Hier schalte ich gerade das AKW Tihange aus
Hier schalte ich gerade das AKW Tihange aus

Die Städteregion Aachen liegt nur 60km vom belgischen Atomkraftwerk Tihange entfernt, welches immer mal wieder in den Schlagzeilen steht (vor allem der Lokalpresse), weil es dort Mikrorisse im Reaktordruckbehälter und andere sicherheitsrelevante Vorfälle gibt. Dies bringt vor allem die lokale Bevölkerung (und meine Mutter) dazu, 90km lange Menschenketten zu bilden, “Stoppt Tihange”-Schilder in die Fenster von Häusern und Geschäften zu hängen und entsprechende Sticker auf Autos zu kleben. Ich hatte darüber schon einmal berichtet, als es um die Befürchtung ging, dass Terroristen ein solches Kraftwerk kapern und in die Luft sprengen könnten. Dabei ist es mir damals vor allem darum gegangen, dass die Bedrohung durch Tihange ein sehr lokales Phänomen ist. In der Stadt Aachen und der Umgebung ist es in aller Munde, während schon in Köln die Leute nur noch interessiert aus der Entfernung zugucken und im Rest von Deutschland sich kaum noch jemand darum schert. Das ist mMn mal wieder ein gutes Beispiel für die allgemeine “wenn es mich persönlich nicht betrifft”-Mentalität von Menschen, als auch für meine Behauptung, dass mit dem vollzogenen Atomausstieg in Deutschland so viel Dampf aus dem Kessel gelassen wurde, dass dieses Thema bundesweit niemanden mehr hinter dem Ofen hervorholt.

Aber darüber soll es hier diesmal nicht gehen, sondern um die Verteilung von Jodtabletten, die in Aachen und Umgebung ab Anfang September angelaufen ist. Im Zuge der Tihange-Thematik ist es hier schon vor Monaten zu Hamsterkäufen von Jodtabletten gekommen und da die Bevölkerung genug Druck auf die (Lokal)Politik ausgeübt hat, war diese nun dazu gezwungen etwas zu unternehmen. Dieses Etwas besteht unter anderem darin, dass an die Bevölkerung Jodtabletten ausgegeben werden und da genug meiner Freunde in dem entsprechenden Berechtigungsgebiet wohnen, darf ich das ganze quasi live mitverfolgen.

Tabletten-Blister mit Beipackzettel und Katastrophen-Broschüre

Tabletten-Blister mit Beipackzettel und Katastrophen-Broschüre

Um für die Jodtabletten bezugsberechtigt zu sein, muss man sich online registrieren und bekommt dann, verbunden mit der jeweiligen Meldeadresse, entsprechend ein paar Tabletten zugeteilt, die man sich in teilnehmenden Apotheken abholen kann. Dies gilt nach Vorgabe der Strahlenschutzkommission nur für Personen unter 45, Stillende und Schwangere. Alle über 45 bekommen keine kostenlosen Jodtabletten vom Staat, sondern müssen sich ggf. selber welche im Internet kaufen, wobei sie dann meist das Problem haben, dass die Präparate zur Nahrungsmittelergänzung ca. um den Faktor 100 geringer dosiert sind (µg statt mg), als die “Jodtabletten gegen Atomkraftwerke” und eben oft die falschen gekauft werden.

Ich halte von der ganzen Aktion jetzt nicht sonderlich viel. Der eigentliche Nutzen von Jodtabletten ist halt eher gering, wie ich hier ja schon öfter mal geschrieben habe, aber darum geht es ja auch gar nicht. Es geht um die Illusion etwas ausrichten zu können und die Gewissheit alles Mögliche auch getan zu haben. Als solches ist die Aktion dann auch wieder sehr gut abgelaufen. Die Kosten werden signifikant, aber dennoch verkraftbar gewesen sein, ebenso der Aufwand. Die Tabletten, die eine Person bekommt, würden im Laden ca. 2€ kosten. Aber dabei liegt ein Faltblatt und die Apotheker bekommen auch noch mal die Gelegenheit mit den Bürgern zu sprechen und auf die korrekte Anwendung hinzuweisen.

Tihange_03

Keine Ente, keine Bananen, aber trotzdem gut gemacht.

Ich habe es mir nicht nehmen lassen, mit dem Bezugsschein einer befreundeten Familie einkaufen zu gehen, um mal zu sehen, was in der Apotheke so passiert. Mein vorbereiteter Spruch: “Ach gut, sowas kostenlos zu bekommen. Ich fahre ja bald nach Japan, da kann ich die gut gebrauchen” wurde auch prompt mit einem entsetzten Gesichtsausdruck der Apothekerin und einer ausführlichen Erklärung belohnt, wie die Dinger denn anzuwenden seien. Selbst meine gespielte Enttäuschung nach der Erklärung: “Ja dann bringen die Tablette ja kaum etwas, wenn das Kraftwerk in die Luft fliegt.” wurde mit einem fachkundigen “Ja, im Ernstfall müssen sie sich auf jeden Fall an die Vorgaben des Katastrophenschutzes halten.” belohnt. Irgendwie bin ich doch manchmal recht stolz auf unsere Systeme hier in Deutschland … manchmal *g*

Bei der anschließenden Frage nach den kuriosesten Vorfällen mit den Tabletten und dem sich dadurch entwickelnden Gespräch wurde mir berichtet, dass in der Apotheke wohl ganz ähnliche Fragen kommen wie in meinem Blog. Viele Menschen halten Radioaktivität für ansteckend und glauben, dass es dagegen Medikamente geben würde wie gegen eine Krankheit. Das finde ich immer wieder sehr wichtig zu wissen, denn ich lebe in einer Informationsblase und merke, dass ich oft an normalen Menschen vorbei rede. Also eine große Bitte an alle normalen Menschen, die dies hier lesen: Gebt mir von Zeit zu Zeit einen kleinen Hinweis oder Kommentar unter den Artikeln. Danke!

PS: In der Broschüre gibt es weder eine Ente noch eine Picknickdecke… irgendwie bin ich von der Professionalität schon etwas enttäuscht.

PPS: Gedanken zu einem “echten” Medikament gegen Strahlung habe ich mir mal hier gemacht.

PPPS: Das Titelbild ist natürlich etwas irreführend. Eigentlich schaltet man einen Reaktor selbstverständlich mit einer Axt ab.

Kommentare (75)

  1. #1 Gerrit
    2. Oktober 2017

    Das erinnert mich daran, dass nach Fukushima in China und Hongkong Kochsalz ausverkauft waren, weil irgendwer im Internet behauptet hat, dass Salz gegen Strahlung hilft (http://www.scmp.com/article/741250/rumours-trigger-panic-buying-salt-across-mainland-hk).

  2. #2 Tobias Cronert
    2. Oktober 2017

    Tja Angst ist immer ein guter Motivtor in blinden Aktionismus zu verfallen und Radioaktivität ist echt gut darin solche Ängste auszulösen, da man sie ja eben weder sehen, noch riechen, noch schmecken kann.

    In China war selbst (oder gerade) unter chinesischen Wissenschaftlern Fukushima ein echt großes Thema. Wesentlich mehr, als ich gedacht hatte.

  3. #3 tomtoo
    2. Oktober 2017

    Als in Fukushima die Töpfe geplatzt sind , hat mich hier in Mannheim eine Dame ganz aufgeregt angesprochen , ich solle mir dringenst soviel Trinkwasser wie möglich kaufen , da unser Wasser bald komplett verseucht werde. Wollte Sie dann beruhigen , war aber nutzlos.

  4. #4 Oliver Gabath
    2. Oktober 2017

    Ich denke, Radioaktivität löst auch deswegen so große Ängste in der Bevölkerung aus, weil sie intuitiv nicht erfassbar und das Risiko nur mit viel erlerntem Wissen einigermaßen einschätzbar ist. Außerdem läuft sie uns, im Gegensatz z.B. zur Elektrizität mit ihren Risiken, nicht täglich über den Weg.

    Bei der Gelegenheit frage ich mich gerade auch, in wieweit ich in einer Blase lebe. Ich habe nicht den Eindruck, selbst nach schweren Unfällen, dass in unserer Region der chemischen Industrie so viel Misstrauen entgegen gesetzt wird, wie andernorts der Kernenergie. Aber das mag vielleicht täuschen.

  5. #5 Tobias Cronert
    2. Oktober 2017

    Dazu kommt dann noch die Tatsache, dass im Niedrigdosisbereich eine deutliche Kontroverse darüber herrscht, wie gefährlich Radioaktivität dennn nun wirklich ist (Stichwort LNT). Bei hohen Dosen weis man das sehr präzise, aber bei niedrigen Dosen gibt es da noch ein Menge Fragezeichen und eben auch Lobbygestützte Meinungen.

    Wenn man jetzt einen Experten fragt, wie gefährtlich genau 100 BDE an Radioaktivität über einen längeren Zeitraum sind, dann kann der nur mit der Schulter zucken und sagen: “Wahrscheinlich ungefährlich, aber genau wissen wir es nicht.” … und das regt natürlich nicht gerade dazu an viel Vertrauen aufzubauen.

  6. #6 tomtoo
    2. Oktober 2017

    @Oliver
    Ich kann dir ja mein Bauchgefühl dazu sagen. Bin ja sozusagen auch gefährdet. Man(ich) denkt halt, das ein Chemieunfall irgentwie örtlich und besonders auch zeitlich überschaubarer bleibt. In MA-Mitte ist die Polizei mal mit Atemschutz rumgelaufen. War auch irgentwie grüßelig, da ich meinen gerade nicht zur Hand hatte. ; )

  7. #7 Tobias Cronert
    2. Oktober 2017

    Naja, der Höhlenmensch in uns denkt ja nicht weiter als eine Generation voraus und auf dieser Zeitskala tun sich Radioaktivität und chemische Gefahrenstoffe ja sicherlich nichts, was die Gefährlichkeit angeht.

  8. #8 tomtoo
    2. Oktober 2017

    @Oliver
    Ich sag ja, mein persönliches Bauchgefühl. Eine Möglichkeit die Gefährdung objektiv zu beurteilen, habe ich ja nicht. Chemieunfälle gabs schon einige, leider auch sehr grußelige. Aber einer bei dem (wie Tschernobyl , Fukushima ) dauerhaft , sehr große Flächen umgesiedelt werden mussten, ist mir jetzt nicht bekannt.

  9. #9 ajki
    2. Oktober 2017

    Ich habe auch keine Ahnung, mit welchen Worten/Sätzen man irgendwie die Risiken/Gefährdungen bzw. deren Nichtvorhandensein bzw. die Relationalität zu sonstigen Exposition “richtig” oder “gut” oder “verständlich” für “viele” erklären/beschreiben könnte. Und das nach so vielen Jahrzehnten öffentlicher Ansprache und Unterrichtung…

    Beispiel: dieser Tage las ich in einem chat eine Bemerkung vom Typ “in Bayern sind ja immer noch alle Pilze verstrahlt” (die 1elf-Ausrufezeichen hinzudenken). Wahrscheinlich gab es also auf den üblichen clickbait-Plattformen mal wieder irgendeine “wir werden alle steherben wg. verseuchung”-Schreckensmeldung. Die wiederum bezog sich vermutlich wie üblich verdrehend/verfälschend/aufhypend auf die jährliche Veröffentlichugn des BfS:

    https://www.bfs.de/DE/themen/ion/umwelt/lebensmittel/pilze-wildbret/pilze-wildbret.html

    Alles richtig, was das BfS schreibt (nehme ich mal als Gewissheit an). Auch schön: das kleine Kästchen mit der Einordnung des Risikos. “Eigentlich” müßte damit alles “gut” gesagt/beschrieben sein.

    Andererseits: letztlich muß das Amt dann ja eben doch “warnen” – es bleibt ihnen ja nichts anderes übrig. Und dann setzt sich ja doch – selbst wenn “ungehyped” – irgendwie fest: überhöhte Strahlenwerte in bestimmten Bereichen wg. annodunnemals.

    Wie will man sowas begrifflich / beschreibend so in den Griff kriegen, dass nicht irgendwelche Leute hysterisch werden (wenn zur Hysterie schon der gefährliche Haarspitzenbruch ausreicht)?

  10. #10 Tobias Cronert
    2. Oktober 2017

    Ja deswegen rechne ich immer gerne mit Bananendosen

    Wenn ich sage, 200g Pilze aus obigem BFS Link haben so viel Radioaktivität, wie 80 Bananen kann man sich vielleicht besser etwas darunter vorstellen, als der Flug von Frankfurt nach GranCanaria

  11. #11 tomtoo
    2. Oktober 2017

    @Tobias
    80 Bananen = 200g Pilse ??

    80 Bananen esse ich nicht im Jahr. 200g Pilse sind eine Mahlzeit(schön Knödel dazu). Hilft mir so gesehen auch nur begrenzt.

  12. #12 zimtspinne
    2. Oktober 2017

    “” dass die Präparate zur Nahrungsmittelergänzung ca. um den Faktor 100 geringer dosiert sind (µg statt mg), als die “Jodtabletten gegen Atomkraftwerke” und eben oft die falschen gekauft werden.””

    Bei dieser Jod-Hochdosis-Prophylaxe würde ich mir Gedanken über die Nebenwirkungen und eventuelle Langzeitfolgen machen, wenn die Einnahme medizinisch nicht notwendig ist.
    Jodpräparate einfach auf eigene Faust einnehmen, ist ja gar nicht mal so unproblematisch… man bringt damit ein sensibles Gleichgewicht durcheinander und wenn ich es richtig in Erinnerung hab, kann Jod in hohen Dosierungen auch die Nieren schädigen bzw angegriffene Nieren unnütz belasten.
    Da würde ich lieber wegziehen von da….. 😉

  13. #13 Tobias Cronert
    2. Oktober 2017

    Ja daher kommt auch die Empfehlung: “keine Jodtabletten für Leute über 45”.
    Da wird davon ausgegangen, dass der Schaden durch die Jodtabletten höher ist, als der Nutzen. (+Verfügbarkeit)

    Ach ja stell dir mal vor, mann würde in Pils Radioaktivität finden… dann wäre Holland aber in Not.

  14. #14 tomtoo
    2. Oktober 2017

    @Zimtspinne

    Jo in 80Tagen um die Welt und gut ist. Jod131 hat eine Halbwertszeit von 8 Tagen * (@Tobias Konstante=10). Und schon ist die Sache erledigt. Gäbs da nicht evtl. andere Probleme.

  15. #15 zimtspinne
    2. Oktober 2017

    ah ok, ich dachte schon, die über 45 sind eh jenseits von gut und böse und können ruhig mit Jod weggedopt werden, Platz für Neues 😀
    Da bin ich jetzt aber beruhigt.

    (find ich aber trotzdem ganz blöd; nur weil man jünger noch mehr wegstecken und kompensieren kann, heißt das ja nicht, dass das Zeug nicht schon bereits Schäden anrichtet, die halt erst später sichtbar werden…..typische Kurzfrist-Denke, Hauptsache, die Menschlein können wieder ruhig schlafen).

  16. #16 tomtoo
    2. Oktober 2017

    @Zimtspinne
    “”””die über 45 sind eh jenseits von gut und böse und können ruhig mit Jod weggedopt werden, Platz für Neues “”””

    Turnt ja nicht das Zeugs, könnens auch gleich behalten. ; )

  17. #17 Tobias Cronert
    2. Oktober 2017

    Naja bei so Katastrophenschutzgeschichten spielt ja auch ein Volkswirtschatlicher Hintergrund immer eine gewisse Rolle.

    … ähnlich, wie im medizinischen Bereich. Einem 80jährigen kann ich bei derStrahlentherapie ruhig eine hohe Dosis verpassen. Wenn der in 30 Jahren dadurch irgendwo Krebst bekommt ist das auch egal.

  18. #18 gedankenknick
    2. Oktober 2017

    @Gerrit hats ja schon gesagt… und Wiki meint, Jodsalz enthält circa 15 bis 25 mg Iodat pro Kilogramm Salz.

    Also einfach nach dem GAU pro Tag 6,5kg jodiertes Speisezahl essen schütz vor einigen unangenehmen Folgeerkrankungen. (Und diese Aussage ist wissenschaftlich belegt!)

    Ach ja, µg statt mg wäre dann um den Faktor 1.000 zu gering. 😉 Den Unterschied verstehen aber oft genug auch verschreibende Ärzte nicht, weil sie die “AltGr”-Taste in Kombination mit der “M”-Taste noch nie ausprobiert haben… Das gilt – Achtung! Ironie! – insbesondere für Schilddrüsen(hormon)Tabletten. Wenn man aber von 200µg zu 65mg reiner Tabletteninhalt rechnet, wäre man bei einem Falsch-Faktor von 325 – die Wahrheit liegt also mal wieder weiter Richtung Mitte – die Chinesen habens mit ihrem Reich gewußt… Wenn man aber die Dosierung der 200µg-Schilddrüsen-Tabletten (und zwar 1 pro Woche) gegenüber der 65mg-Abschirmungstablette (2 Tabletten pro Tag) berücksichtigt, liegt der Falsch-Faktor bei 4550 bei Berücksichtigung von einer Woche und Ignoranz der Tatsache, dass man die Abschirm-Tabletten gar nicht so lange am Stück nehmen soll. Alles nicht so einfach! 😉

  19. #19 schorsch@schorsch.de
    2. Oktober 2017

    @tomtoo:

    Bhopal, Seveso… Dauerhaft kontaminierte Großflächen gibt’s auch in der Chemie mehr als genug. Nur macht da keiner so’n Bohei drum – sind’s doch nur arme Menschen oder Inder, die da abkratzen.

    Kümmert keinen Grünen…

  20. #20 gedankenknick
    2. Oktober 2017

    @TobiasCronert Ach ja stell dir mal vor, mann würde in Pils Radioaktivität finden… dann wäre Holland aber in Not.
    Sehe ich jetzt nicht so. DIe Niederlande mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 68l/Kopf&Jahr kommen gerade mal auf den 17. erropäischen Rang.

    Tschechien mit 143l/Kopf&Jahr hätte da viel größere Not – und Deutschland – mit 106l immerhin Platz 2 – wäre auch viel blöder dran als die Oranjen… Und dabei habe ich noch nicht mal die Bayerm mit ihrem Hefeweizen rausgerechnet. *duck&cover*

    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/29727/umfrage/pro-kopf-verbrauch-an-bier-in-europa/

  21. #21 Gerrit
    2. Oktober 2017

    @gedankenknick

    Jodsalz enthält circa 15 bis 25 mg Iodat pro Kilogramm Salz.

    Hab’ vergessen zu erwähnen das Speisesalz in Hongkong meistens kein zusätzliches Jod enthält.

  22. #22 tomtoo
    2. Oktober 2017

    6,5 Kg NaCl pro Tag hilft gegen jedes Leiden! Musste auch nicht lange durchziehen. ; )

  23. #23 tomtoo
    2. Oktober 2017

    @schorsch@schorsch.de
    Seveso war ja auch so ein worst-case Kriesenmanagment(wie Fukushima). Da kann man nur hoffen, das gelernt wurde. Das gleiche in MA, na danke.

  24. #24 gedankenknick
    2. Oktober 2017

    @tomtoo:
    Man spricht auch von der sogenannten “Pökel-Therapie”…

    @Gerrit:
    Wenn sich das in China rumspricht, wie gut mitteleuropäisches Kochsalz ist, erleben wir hier bald eine Exportwelle wie bei Milchpulver…

  25. #25 tomtoo
    2. Oktober 2017

    @Gedankenknick
    Pökel ? Dat is Chemisch falsch !! Ich bin empört ! ; )

  26. #26 tomtoo
    2. Oktober 2017

    @Tobias
    Also nochmal 80 Bananen übers Jahr gegen lecker Pilzgulasch an einem Tag. Das wird gleich gerechnet ?

  27. #27 zimtspinne
    2. Oktober 2017

    @ Tobias C.
    Naja, bei der Radiotherapie werden die Langzeitfolgen immer hintenan gestellt, auch bei 20jährigen. Sogar kurzfristige und mittelfristige Schäden wie zerstörtes Gewebe und damit auch schon mal gravierende Komplikationen und Lebensqualitäteinbuße (nicht mehr gescheit essen zu können zB) werden da bei jungen Leuten in Kauf genommen. Hauptsache (über)leben.

    @ gedankenknick
    diese neurotische Jodierung vieler Lebensmittel (Fertigprodukte) ist doch schon ins Kreuzfeuer geraten, oder? Interessiert mich nicht so sehr, da ich eh hauptsächlich frisch zubereite, gibt aber ja viele Menschen, die sich täglich convenience reinschaufeln und noch ordentlich (jodiertes) Speisesalz drüberhauen.
    Das kann nicht zielführend sein, da kein Mensch solch einen Jodbedarf hat.
    Man käme ja mit nicht verarbeiteten Lebensmittel auch nie auf solche Mengen, selbst wenn man täglich Fisch und Meeresfrüchte futtern würde.
    Es ist einfach eine Sauerei, der Bevölkerung zu irgendwelchen Ergänzungsstoffen “überzuhelfen”, indem man einfach die Lebensmittel großflächig damit anreichert. Dabei werden die vielen Einzelfälle, für die das wenig nützlich bis schädlich ist nicht berücksichtigt, können sie ja gar nicht.

  28. #28 gedankenknick
    2. Oktober 2017

    @tomtoo Dat is Chemisch falsch !! Ich bin empört !
    Wir dürfen nicht vergessen, dass wir hier auf aufem radioaktiven Blog sind. Deshalb habe ich das angelehnt an die Entsorgung niederradioaktiver Abfälle in der Asse – man sprach da ja auch vom “einpökeln”… http://www.zeit.de/2009/38/DOS-Asse/seite-3 Naja, und im realen Pökelsalz ist statt Kaliumjodid halt Kaliumnitrat, aber aufgrund der ChemVerbVerordnung darf ich Dir das nicht mehr verkaufen! 😛

  29. #29 tomtoo
    2. Oktober 2017

    @Gedankenknick
    Wie kein Kaliumnitrat mehr beim Apotheker deiner Wahl ? Aber Schwefel und Holzkohle gibts noch oder ? ; )

  30. #30 tomtoo
    2. Oktober 2017

    Achso bin ja über 50, aber spätestens wenn’s beim Getränkehändler meiner Wahl kein Bier (bzgl. Selbstgefährdung und Fremdgefährdung) mehr gibt, denke ich ans Auswandern.

  31. #31 tomtoo
    2. Oktober 2017

    Sry OT, rausgeflutscht.

  32. #32 gedankenknick
    2. Oktober 2017

    @tomtoo:
    http://www.pharmazeutische-zeitung.de/uploads/media/Abgabe_von_Grundstoffen-0812.pdf
    Holzkohle gibts im Baumarkt & an der Tanke; Schwefel krazt Du Dir kiloweise vom YellowStone… 😉 (Aber nicht verwechseln mit YellowCake – das gibt sonst Mecker mit dem Zoll!)

    Aber auch wer auf spontan-extrem exotherme Reaktionen steht, würde sich heutzutage wohl lieber via Baumarkt und Tanke eindecken. Da gibs alles Nötige, viel unauffälliger und dazu viel preiswerter als an der Apo-Theke. Und da stellt auch keiner blöde Fragen zu Chemikalien… https://knicksfussnoten.wordpress.com/2013/03/07/explosions-moto/

  33. #33 tomtoo
    2. Oktober 2017

    @gedanckenknick

    Danke ! Das war jetzt ein Schmunzler. Ich sach nur “Nitrobutan” !!

  34. #34 gedankenknick
    2. Oktober 2017

    @Zimtspinne diese neurotische Jodierung vieler Lebensmittel (Fertigprodukte) ist doch schon ins Kreuzfeuer geraten, oder?:
    Naja, neurotisch würde ich das nun auch nicht nennen. Wenn Du am Tag 6g jodiertes Speisesalz zu Dir nimmst, kommst Du auf 150µg Kaliumjodid. Die WHO empfiehlt für Deutschland 200µg Jod pro Tag, da kommst Du, selbst wenn Du sehr salzig ist, nicht wirklich weit drüber…

  35. #35 zimtspinne
    2. Oktober 2017

    Jod ist aber auch in anderen Nahrungsquellen vorhanden, nicht nur in Salz.
    Das Speisesalz ärgert mich dabei noch gar nicht, da das ja fett und sichtbar als jodiert gekennzeichnet ist. Aber all das “versteckte” Salz in vielen Fertigprodukten musst du ja auch noch dazu rechnen und viele Menschen essen solchen Kram ja auch zuhauf…

    Wie kam der Mensch eigentlich vor der Jodproblematisierung auf seine tägliche Menge?
    ich habe irgendwie den Verdacht, der Jodmangel ist etwas ähnliches wie der “Sonnenvitaminmangel” – hat eher wirtschaftliche Gründe als reale.

  36. #36 tomtoo
    2. Oktober 2017

    @Zimtspinne
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Struma

    Eine garnicht so ungewöhnlich Erkrankung , vor garnicht langer Zeit, in dieser unserer Region.

  37. #37 zimtspinne
    2. Oktober 2017

    Wäre wirklich Jodmangel die Ursache gewesen, wären doch breite Teile der Bevölkerung betroffen gewesen! Fast alle!
    Das sieht mir eher nach einer gentisch bedingten Ursache aus, irgendein Syndrom.
    Ansonsten müsste mir mal jemand plausibel machen, weshalb und wann genau es in unserer Region zu einem Jodmangel kam, der ja wohl davor über Jahrtausende nicht vorhanden war!?
    Sonst würde ich nämlich behaupten, ist der Mensch in unserer Region und sein Stoffwechsel an Jodmangel gewöhnt und angepasst, sonst hätte es einen evolutionären Prozess gegeben und Menschen, die mit wenig Jod krank werden, früh sterben usw wären einfach aussortiert worden.
    Also das glaube ich erst, wenn das mal jemand richtig schlüssig und stimmig erläutert, auf Basis eines größeren Zeitraumes.
    sorry, da bin ich leider mäkelig 😉

  38. #38 gedankenknick
    2. Oktober 2017

    @Zimtspinne:
    Wir kommen jetzt ganz schön weit OT, aaaabbbeeer…

    Wiki sagt: Die Mangelsituation führte noch Ende der 1990er Jahre in Deutschland zu 100.000 Schilddrüsen-Operationen jährlich. Problem ist auch, dass “früher” [TM] – also noch weit vor Kaisers Zeiten – geistig behinderte Kinder per Definition darwinistisch ausgesiebt wurden, und dass die Menschen sowieso nicht so alt wurden im Schnitt. Wenn ich mit 35-40 sterbe, ist die Schilddrüsenfehlfunktion im Zweifelsfall einfach noch nicht so gravierend…

    Zum Vit-D3-Mangel: Viele Menschen kommen – ich sehe es an mir selber – bei weitem nicht mehr genug raus an Frischluft und Sonne. Und UV schlägt nicht durch die Fensterscheibe. Selbst wenn man von den einschlägigen Studien 50% als Fehler rausstreicht, bleibt da bei genug Personen ein mittels Blutspiegel nachweisbarer Vit.-D3-Mangel. Mal von so Erkrankungen wie Depressionen abgesehen, wo eine D3-Beteiligung diskutiert wird, ist es für den “gesunden Mustermenschen” halb so schlimm, wenn man aber schon mit Knochenschwund zu kämpfen hat (und dummer Weise haben das hormonbedingt Frauen nach Einsetzen der Menopause nun mal schlimmer als Männer, auch wenn eine Frau Alice S. das sicher nicht wahr haben will), ist D3-Mangel halt so richtig blöd. Irgendwann wirds dann mit Risedronsäure ausgeglichen, da die Kasse aber keine Calciumzufuhr bezahlt, war das dann auch ein Satz mit X. Und so gehts halt auch pharmazeutisch den Bach runter… 😉

  39. #39 tomtoo
    2. Oktober 2017

    @Zimtspinne
    Naja, dort wo viel Fisch, Meeresfrüchte, Algen usw. gegessen wurden, gab es ja sowas nicht.
    Aber gerade hier im Innland, gab es sowas schon. Denke mal Erkrankung und Zusammenhang ist hinreichend erforscht. Das jeder Organismuss auch ein wenig anders reagiert ist ja ganz normal.

  40. #40 tomtoo
    2. Oktober 2017

    @gedankenknick

    Wieso? Jod ist doch voll Thema.

  41. #41 Gilles Quinet
    2. Oktober 2017

    Ach ja die gute alte Atomkraft.
    Komisch nur dass die Leute in Aachen Angst kriegen vor einem funktionierendes AKW in Belgien und sich nebenbei Jahrzehntelang keine Gedanken über das zwischen Köln und Aachen gelegene AVR Jülich gemacht haben (inklusive Leukämiecluster).
    Komischerweise ist in der Gegend von Jülich (und auch vom AKW Tihange) die Aktivität an Gammastrahlung sogar noch leicht unter dem bundesdeutschen Mittel (Grenzregionen eingeschlossen) und zwar so um die 90-100 Nanosievert/Stunde)
    In manchen Gegenden der Eifel und Luxemburgs (Ösling) kriegt man locker die doppelte Dosis ab und trotzdem häufen sich nicht die Krebsfälle.
    Ausnahmen gibt es wohl bei hoher Belastung an Radon in Häusern und auch hier wieder….was passiert mit dem Radon? Richtig, man atmet es ein.
    Schmunzeln muss ich auch immer über den BFS. Nun gut mit Sievert wenn auch im Nanobereich lassen sich die Leute immer gern erschrecken.
    Lustig auch der Vergleich zwischen einem inkorporierten Betastrahler und kosmischer Gammastrahlung.
    Wobei ein Flug bis nach Grand Canaria wohl kaum über 100 Tage dauert und Krebs unter Flugpersonal ja auch nicht so häufig ist.
    Bei den Leuten die längere Zeit die Isotope von Tritium und Cäsium aufnehmen häufen sich komischerweise die Krebsraten. (oder eben das Radium einatmen)
    Aber wie allgemein üblich hat das eine mit dem anderen natürlich wieder nichts zu tun, zumindest dann nicht wenn es unbequem wird.
    Die Aufnahme von Iod bei einem Gau ist jedoch sinnvoll zumindest wenn man auf absehbare Zeit die Rate der Schilddrüsentumore senken möchte.
    Auch wird das radioaktive Iod-Isotop vermehrt gerade bei Unfällen in AKW freigesetzt und wiederum inkorporiert.

  42. #42 zimtspinne
    2. Oktober 2017

    Nach dieserLogik wäre der Stoffwechsel in Bezug auf die Schilddrüse ja generell eine Fehlkonstruktion.

    Die erst in neuester Zeit durch eine Zwangsjodierung des Speisesalzes aufgehoben wurde.

    Deiner D3-Logik kann ich da schon eher folgen, allerdings waren die Winter hier auch schon immer lang und sonnenarm bzw lichtarm. Hätte das zu gravierenden Schäden oder Lebensverkürzung geführt, hätten halt diejenigen überlebt, die mit niedrigeren Spiegeln auskommen oder bessere Speicherkapazitäten haben über den Winter usw.

    Außerdem scheint es für den Mangel noch andere Ursachen zu geben. Meine Mutter erhielt im August ihre Ergebnisse mit einem katastrophal niedrigen Wert – und das am Ende des Sommers und dazu kommt, dass sie gezielt darauf achtet und auch recht viel Außenaktivitäten hat, Gartenarbeit, Wandern, Radfahren, plus, sie liebt Wärme und Sonne und geiert auf jeden Sonnenstrahl.
    Warum also das zweite Mal in Folge schlechte Werte?
    Ich tippe auf anderen Schauplatz, der diesen niedrigen Spiegel verursacht.
    Sogar möglich, er wird absichtlich herunter reguliert, protektive Reaktion. Darüber weiß man noch viel zu wenig, siehe Raucher und ihre beta carotin Spiegel.
    Auch so eine falsche Empfehlung aus Erkenntnismangel!

  43. #43 Lercherl
    2. Oktober 2017

    @zimtspinne

    Wäre wirklich Jodmangel die Ursache gewesen, wären doch breite Teile der Bevölkerung betroffen gewesen! Fast alle!

    Waren sie auch in manchen Gegenden, verbreitet etwa im Alpenland. David Hume lässt sich 1748 über die Steirer aus: https://archive.org/stream/lifeandcorrespon00burtuoft#page/262/mode/2up/

  44. #44 Oliver Gabath
    2. Oktober 2017

    @ #8 (tomtoo)

    Unfälle in den chemischen und kerntechnischen Industrien sind auch schwierig zu vergleichen, weil es unterschiedliche Schadenspotentiale und unterschiedliche Risiken gibt.

    Risiko überhaupt halbwegs objektiv zu beschreiben ist auch schwer. Beim ersten SB-Schreibwettbewerb hatte ich dazu einen Beitrag geschrieben und irgendwann in der Zukunft schreibe ich sicher noch eine kleine Serie darüber in meinem Blog.

    Seit ich in der Anlagenplanung arbeite, habe ich dort sehr stringente, durchdachte Methoden kennen gelernt, wie man mit Risiken umgeht, von denen ich in der Schule oder an der FH/Uni nicht mal Ansätze gehört hatte. Und das kann nicht daran liegen, dass es Geheimwissen meines Arbeitgebers ist – zu dem Thema wurden dicke Bücher geschrieben, werden große Symposien abgehalten. Und doch kam bis vor einer paar Jahren und kommt beim sogenannten Mann auf der Straße bis heute praktisch nichts davon an (Mich erstaunt jedes Mal, in was für einer Blase ich lebe). Ich denke, dass da tatsächlich viel im Argen liegt, weiss aber aus dem Stehgreif auch nicht, wie man das Problem lösen kann.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man Menschen, die vor etwas Angst haben, zunächst mal dort abholen muss. Empathie ist wichtig. Und was auf keinen Fall hilft, sind paternalistische Überheblichkeit – “Die wissen es halt nicht besser” – oder abwiegelnde Phrasen – Wir wissen schon, was wir tun. Auch wenn beides auf der Sachebene stimmen mag, macht man so ohnehin nervöse Leute nur noch nervöser.

    Ganz nebenbei weils grade passt: Ich gehöre auch zu den regelmäßigen Iod-Konsumenten. Seit nunmehr 21 Jahren ist eine kleine Tabellte L-Thyroxin 100/100 mein täglicher Begleiter. Aber das hat mit nucularen Unfällen eher weniger zu tun.

  45. #45 tomtoo
    2. Oktober 2017

    @Oliver

    Ist ja auch alles nicht so einfach. Ich sagte ja mein Bauchgefühl. Ehrlich gesagt habe ich zur Zeit mehr Bammel das mich ein Pokemon Go Spieler, der sein Fahrzeug zur Beschleunigung des Erreichen des Highscores nutzt wegsemmelt, als vor einem Chemieunfall in der Gegend. Aber Bauchgefühl halt. ; )

  46. #46 Tobias Cronert
    2. Oktober 2017

    @Gilles Quinet: Na ich will mal schwer hoffen, dass die Gamma Dosis in Jülich recht niedrig ist. Wenn die Reaktormenschen uns Festkörperphysikern in die Messungen reinfuschen, dann gibts Ärger … wir sind die mit dem Nobelpreis, nicht die 😉
    Aber das hat meine Mutter vor 20 Jahren auch nicht davon abgehalten gegen meinen jetzigen Arbeitgeber zu demonstrieren *g*

    @Oliver Gabath: In der akuten Gesundheitsgefährdung kann man chemische und radioaktive Gefahrstoffe schon recht gut vergleichen. Bei den Schadenspotentialen …. also da wüsste ich noch nicht mal, wo ich anfangen sollte das zu quantifizieren. Mit meinen jetzigen Kentnisstand würde ich das eher für schwarze Magie halten.

  47. #47 Gilles Quinet
    2. Oktober 2017

    Ihr bedenkt alle nicht, dass es auch “früher” durchaus Mangelerscheinungen gegeben hat.
    Nur 1. hat sich keiner drum geschert, resp. hat keiner nachgemessen und 2. sind die Leute in der Regel nicht so alt geworden, dass die Mängel gravierende Folgen zeigen konnten.
    Wenn man sich die Mühe machen würde, könnte man selbst bei den Neandertaler wohl Symptome einer Mangelerscheinung an den Überresten erkennen.
    Einige Genvarianten die der gemeine Mitteleuropäer so von seinen Vorfahren aus Zeiten geerbt hat in den Mangelernährung an der Tagesordnung war, beschert im heute so lästige Krankheiten wie Diabetes oder Adipositas…

    • #48 Tobias Cronert
      2. Oktober 2017

      Erste Welt Probleme?

  48. #49 Mars
    2. Oktober 2017

    …. chemie

    1 tablette Contergan hat genügt – 10 mg !!!
    2500 geschädigte leben noch in der BRD

  49. #50 gedankenknick
    2. Oktober 2017

    @Mars: Chenie! …Gift!
    Ja, Contergan ist kein Ruhmesblatt der pharmazeutischen Industrie. Und trotzdem wird genau DIESE Nebenwirkung vonThalidomit heutzutage als Arzneimittel gegen bestimmte Krebsarten eingesetzt, weil sie das Einwachsen von neuen Blutgefäßen in Tumore verhindert. Aber was die Natur macht ist keine “Chemie”?! Ein Knollenblätterpilz enthält genug Gift (Amanitine), um mehrere Menschen zu töten. Eine passend verdorbene Fleischkonserve enthält genug Botulismustoxine, um ein ganzes Dorf auszulöschen. Ach ja, die meisten Botox-Toten sind immer noch tot. Und nun?

    @Zimtspinne:
    Das Problem ist, dass über Dinge, über die keine Erkenntnisse vorliegen, selten Aufzeichnungen geführt werden. Oder gab es Krebserkrankungen erst, nachdem diese zum ersten Mal beschrieben wurden? Pest und Cholera waren einfach akut tötlicher als Jodmangel – und Lepra war offensichtlich “auffälliger” in der Dauerwirkung als ein Struma. 😉 Auch lassen sich heute Metastasen einiger (weniger) Krebsarten – übrigens gerade aufgrund und mit der Nuklearmedizin – in Bereichen von Zellklumpen aus 3 Zellen nachweisen. Dann heißt es als Totesursache: Krebs. Früher hieß es als Todesursache: gestorben an Organversagen. Oder bloß: gestorben.

    Kleines Beispiel aus der Scheibenwelt: In der Ankh-Morporg-Stadtwache gilt es als “natürliche Todesursache”, wenn man mit abgetrennten Knien verblutet auf der Straße gefunden wird, nachdem man einen Zwerg als “Rasenschmuck” bezeichnet hat. 😉

  50. #51 gedankenknick
    2. Oktober 2017

    @Oliver Gabat #44 …L-Thyroxin 100/100 mein täglicher Begleiter. Aber das hat mit nucularen Unfällen eher weniger zu tun.
    Könnte aber sein. Meine Verwandschaft hatte eine vergrößerte Schilddrüse. Die wurde mittels radioaktiven Jod – naja – sozusagen “verkleinert”. Das hat ZU gut funktioniert, seit dem muss man das L-Thyroxin von außen zuführen. Man könnte also sagen, dass die Tablette wegen “nukularen Auswirkungen” genommen werden muss… 😉 Die Alternative wäre entweder eine Schilddrüsenüberfunktion – was noch blöder wäre. Oder aber eine (technische) OP gewesen, die sicher nicht besser im Ergebnis gewesen wäre…

    Viel schlimmer finde ich, dass die deutschen gesetzlichen Krankenkassen die Festbeträge für L-Thyroxin immer weiter absenken. Knapp 15€ für 3 Monate Behandlung – meine Güte, wie billig muss es denn noch werden?

  51. #52 Huppsss.......
    2. Oktober 2017

    Aber dasWasser von Kölle ist doch jod…….. ist Jod jetzt schlecht?

  52. #53 tomtoo
    2. Oktober 2017

    @Huppss…
    Mit Wasser kenn ich mich nicht aus. Hab aber gehört die Düsseldorfer behaupten das Bier ist nicht so jod.

  53. #54 Tobias Cronert
    3. Oktober 2017

    Sejelfluchzeusch

  54. #55 zimtspinne
    3. Oktober 2017

    @ gedankenknick

    Zu deinem ersten Teil stimme ich zu, nur geht es darum hier nicht.

    Ich möchte wissen:
    Wo genau sind Jodmangelgebiete in Deutschland, doch wohl nicht flächendeckend überall? Gibt es dazu genauere Studien?

    Im Süden sind die Böden scheinbar jodärmer (überall im Süden oder konzentriert nur an einigen Punkten, zB Alpen?), im Süden wurde vor 150, 200 Jahren sicher auch tendenziell weniger Fisch gegessen als im Norden.
    Das trifft aber heute nicht mehr zu.
    Heute sind alle von der Jodierung betroffen, da sogar dem Tierfutter routinemäßig Jod zugesetzt wird.
    Das kann kein Mensch kontrollieren und es gibt auch keine Kennzeichnungspflicht.

    Das ist ein Problem für ca 10% der Menschen, die jodsensibel reagieren, Jodallergie, Schilddrüsenüberfunktion haben oder auch eine Unterfunktion. Sie alle sollten auf den Jodgehalt ihrer Lebensmittel achten (aus verschiedenen Gründen), wie aber tun, wenn das Zeug nicht mal korrekt gekennzeichnet wird bzw indirekt über Tierfutter gar nicht nachvollzogen werden kann?

    Hinzu kommt folgendes Problem:
    Durch die Adaptation an den chronischen Jodmangel in den entsprechenden Regionen kann es bei einem plötzlichen Überangebot zu Problemen kommen.
    Ähnlich der Laktoseintoleranz der Asiaten, die wiederum an höhere Jodzufuhr durch ihren traditionellen Algenverzehr bestens angepasst sind.

    Du lässt komplett außer acht, dass der Mensch sich ständig an seine Umwelt und Nahrungsquellen anpasst!
    Und damit auch ständig ein Selektionsprozess stattfindet.

    Hier nachzulesen, das Problem der Überversorgung:
    http://www.bfr.bund.de/de/presseinformation/2001/13/bgvv_warnt_vor_gesundheitlichen_risiken_durch_jodreiche_algenprodukte-915.html

    im übrigen fahren viele Länder die Zwangsmedikation ähem Jodierung schon längst wieder zurück. Nur die deutschsprachigen Länder halten dran fest…..

    In den USA fängt nun gerade massiv eine D3-Zwangsmedikation über die Nahrung statt. Ich bin begeistert^^
    … und wundere mich, dass ihr solche Dinge einfach so locker hinnehmt.

  55. #56 tomtoo
    3. Oktober 2017

    @Zimtspinne
    Hier die Aussagen der ……
    https://www.verbraucherzentrale.de/jod

    Und bei deinem Link geht es ja um eine Überjodierung durch Algen und Jodhaltige Nahrungsergänzung.

    Wer frisst den so ein Zeugs freiwillig ??? ; )

  56. #57 tomtoo
    3. Oktober 2017

    Auf jeden Fall haben wir jetzt gelernt. Sollte so ein Topf in der Nähe platzen, ganz viel Sushi essen.

  57. #58 tomtoo
    3. Oktober 2017

    @Zimtspinne
    Oder den nächste Bioladen plündern. So ein Kilo Kombu tuts auch.

    https://www.test.de/Jod-in-Gemuesealgen-Schock-aus-dem-Meer-1051651-2051651/

  58. #59 zimtspinne
    3. Oktober 2017

    Na, ob die Verbraucherzentrale nun 1. obejektiv ist und 2. auf dem neuesten Stand?
    Die empfehlen viel, wenn der Tag lang ist.

    Ich empfinde es einfach als absolut übergriffig, unserer Nahrung blindwütig ohne Sinn und Verstand nach dem Gießkannenprinzip irgendwelche Mikronährstoffe zuzufügen, ohne diverse individuelle Vorerkrankungen, genetischen Varinten, Lebensort, Ernährungsweise usw zu berücksichtigen.

    Ich verbitte mir solcherlei Einmischung und Fremdbestimmung.

    Wer glaubt, seinen Jodhaushalt aufpimpen zu müssen, weil er sich unausgewogen oder mangelhaft ernährt, der kann ja gerne Algen im Aquarium züchten oder auch teuer in Kapselform kaufen….
    meinetwegen kann es auch weiterhin die deutlich sichtbar gekennzeichneten jodierten Speisesalze geben…. ansonsten möchte ich nicht, dass der Staat da irgendwo was zusetzt, ohne den individuellen Bedarf zu beachten. Der nun mal ganz unterschiedlich ist.

    Ich schätze auch mal, Jodquelle ist nicht gleich Jodquelle. Gesünder wird es allemal sein, sich abwechslungsreich mit jodhaltigen Nahrungsmitteln zu ernähren; so wie auch künstliche Vitaminpräparate niemals Obst und Gemüse in seinem Spektrum an Inhaltsstoffen ersetzen kann.

  59. #60 tomtoo
    3. Oktober 2017

    @Zimtspinne
    Was hat das mit dem Staat zu tun ?
    Steht doch jedem frei sich das Salz seiner Wahl zu kaufen. Doof ist halt an der Pizze zu fragen “War das Salz im Teig jodiert oder nicht “? Da könnte ich fast wetten, bekommste ein klares “Häää“? zurück. ; )

  60. #61 tomtoo
    3. Oktober 2017

    @Zimmtspinne
    Ernährungsesoterisch ist natürlich auf nicht jodiertes Salz zu achten, um sich dann lecker Kombuflocken in die Misosuppe zu streuen.
    ; )

  61. #62 zimtspinne
    3. Oktober 2017

    tomtoo, das ist jetzt nicht dein Ernst?

    Ich hatte doch lang und breit erläutert, dass ich mit dem auch-für-Doofies deutlich gekenntzeichneten Speisesalz keine Probleme habe.
    Es wird aber über das Salz hinaus unserer Nahrung Jod zugesetzt, auch indirekt über Tierfutter. Außerdem kommen in fast jedes industriell hergestellte Produkt Zucker und Salz, wobei natürlich wiederum meist jodiertes Salz zum Einsatz kommt.
    Das kannst du weder kontrollieren, nachvollziehen noch beeinflussen, wenn du Brot isst (was auch unter stark verarbeitetes Produkt fällt, solange nicht selbst gebacken oden von ganz wenigen speziellen Bäckern, die noch nicht mit Fertigmischungen arbeiten).

    Du bist doch sonst immer so sozial – sind dir die Menschen schnuppe, die auf Jod allergisch reagieren oder die eine Schilddrüsenstörung haben?

    Mittlerweile wird wie gesagt diese streuobstmäßige Jodierung der Nahrung in vielen Ländern bereits stark zurückgefahren, weil es laut Studien wohl mehr negative als positive Auswirkungen gab.
    Das sagt mir auch einfach der gesunde Menschenverstand, dass solch ein diffuses Gewurstel mit Spurenelementen, die im Übermaß mal schnell ein sensibles Gleichgewicht im Stoffwechsel durcheinanderbringen können, nicht wirklich zum Wohle der Menschen sein kann.

  62. #63 tomtoo
    3. Oktober 2017

    @Zimtspinne
    Ich kenne mich mit einer Jodalergie absolut nicht aus.
    https://allergiefreie-allergiker.de/allergien/jodallergie/

    Hab nur kurz gelesen, dass das Problem wohl nicht Jodiertes Speisesalz ist. Auch die Anzahl der Jodalergiker scheint sehr gering. Jetzt ist es doch eine Abwägung pro und contra Jodierung. Und wie bei allen Abwägungen muss man da immer wiede neu abwägen. Was sind die Folgen ? Zimtspinne ich kann das nicht beurteilen. Würden Jodmangelerkrankungen wieder zunehmen ? Was sind den die negativen Auswirkungen von Jodiertem Speisesalz ? Das hat mit Sozial oder nicht, garnichts zu tun. Diese Abwägung könnte ich nur mir dem Bauch tun , weil mir sowohl das Wissen als auch die Informationen fehlen.

  63. #64 Gerrit
    3. Oktober 2017

    @Zimtspinne:

    …sind dir die Menschen schnuppe, die auf Jod allergisch reagieren oder die eine Schilddrüsenstörung haben?

    Hier hast du noch im Zusammenhang mit Jodmangel folgendes geschrieben:

    Du lässt komplett außer acht, dass der Mensch sich ständig an seine Umwelt und Nahrungsquellen anpasst!
    Und damit auch ständig ein Selektionsprozess stattfindet.

    Ist das nicht etwas zynisch?

  64. #65 zimtspinne
    3. Oktober 2017

    @ tomtoo

    Überall mal “Eso” drauf zu pappen, was man nicht versteht, ist auch keine Lösung 😉

    Die Bioverfügbarkeit von Jod kann je nach Quelle natürlich unterschiedlich sein. So ist das in D übliche Kaliumjodat (wissenschaftlich heißt das Kaliumiodat) ungünstiger als Kaliumjodit (Kaliumiodit).
    Außerdem korreliert der Jodgehalt in jodreichen natürlichen Quellen wie Seefisch/Meeresfrüchte mit dem Selengehalt – diese Kombi scheint die Aufnahme zu optimieren, wie das übrigens oft bei Mikronährstoffen der Fall ist. Dieses Zusammenspiel ist Ergebnis eines langen evolutionären Prozesses und kann nicht eben mal im Labor bzw generell bei der Jodsubstitution (sonstige Substitution/Vitamine etc) imitiert werden. Dafür weiß man viel zu wenig über solche Zusammenhänge.

    Es ist schon absurd, dass D jodtechnisch über einen Kamm geschoren wird, ohne das Nordsüdgefälle zu beachten, oder Trinkwasserunterschiede (und vieles mehr).

    @ Gerrit
    Verstehe dein Problem (Frage? HInweis?) nicht.
    Vorgänge in der Natur betrachte ich erstmal wertfrei und neutral, was ja überhaupt nichts mit der Eigenverantwortung unserer Spezies zu tun hat, die im Gegensatz zur “Natur” über ein Bewusstsein und kognitive Fähigkeiten verfügt.
    Oder was sonst wolltest du mir damit sagen? Falls ich dich missverstanden habe, kannst du ja nachbessern in deiner Anfrage 😉

  65. #66 zimtspinne
    3. Oktober 2017

    @ Tobias Cronert
    sorry, dass wir jetzt hier wirklich arg ins off gedriftet sind, das hat sich so verselbständigt 😉
    Immerhin sind wir ja noch beim Jod…..

  66. #67 Gerrit
    3. Oktober 2017

    @zimtspinne

    Verstehe dein Problem (Frage? HInweis?) nicht

    Was ich zynisch finde ist, dass du schreibst das Probleme durch Jodmangel sich durch Selektion, also natürliche Auslese, lösen. Ich verstehe dich hier so, dass Menschen zu viel Jod benötigen halt krank werden oder sterben müssen. Selektion heisst nicht, dass sich einzelne Menschen anpassen, sondern das sich die Gruppe anpasst indem die Unangepassten aussterben. Und das fände ich unsozial.

    Einige Post später nennst du tomtoo dann unsozial, weil ihm angeblich die Menschen schnuppe sind, die nur wenig Jod vertragen und deswegen krank werden.

    Am Ende habe ich das Gefühl, dass du es okay findest, dass Menschen mit Jodmangel krank werden, weil es natürlich ist und eigentlich auch kein Problem, damit Menschen die nur wenig Jod vertragen gesund bleiben. Das finde ich dann ziemlich unsozial. Das war mein Hinweis.

  67. #68 Laie
    4. Oktober 2017

    Was die Apothekerin wohl antwortet, wenn man wissen wollte ab wie vielen Jodtabletten sich man bei einem atomaren Ernstfall das Wegfahren ersparen kann? :)

    Aber wo gehen dann all die Belgier hin? Das wäre ein Verkehrschaos! Hoffentlich bleibt Tihange dicht, bzw. bauen die Belgier rechtzeitig Alternativen dazu, um ihren Strombedarf zu decken.

    Die Jodtabletten könnte man sonst ja gut gegen
    Kropfbildung einsetzen, falls man nicht so sehr auf Salz steht?

    https://de.wikipedia.org/wiki/Struma
    Täglich 2 Brösel einer Tablette ins Müsli?

    @gedankenknick
    Man bräuchte halt 1 Tablette, wo alles drinnen ist, was einem sonst so fehlt, Magnesium, Jod, Kalium Calcium, … Spurenelemente und Vitamine ABCDE…, das wäre aber der Ruin der Apotheken!

  68. #69 gedankenknick
    4. Oktober 2017

    @Laie:
    Sowas gibt es mehr oder weniger, und in allen Preislagen. Allerdings ist das eben NICHT der Weisheit letzter Schluss, da man fettlösliche Vitamine wie A und E eben schlecht in eine Tablette pressen kann. Da einige Nährstoffe bei Überdosierung eben sehr unangenehm werden (Vitamin A z.B.). Da Menschen eben unterschiedlich sind. Etc etc.

    Übrigens dass Apotheken so einen Riesenschmott mit Nahrungsergänzung machen, halte ich für ein Gerücht. Da sind ganz andere dicke im Geschäft. Wenn ich alleine sehe, was die Leute im Fitness-Studio für irgendwelche Eiweiß-Ergänzung ausgeben, und was die bei mir für Preise haben (würden), wenn es nicht Marke “XY Kraft-und-Mucki-Futter” sein muss, falle ich regelmäßig vom Glauben ab. Aber so sind die Menschen nun mal…

    Zur (sinnvollen) Dosierung von Katastrophen-Jod-Tabletten zur normalen Jodsubstitution spendiere ich Dir einen Tablettenteiler, wenn Du mir vormachst, wie Du damit eine 65mg-Tablette in exakt 650 gleiche Teile zerlegst, bei einer zugelassenen Masseabweichung von -+5%. Das sprengt übrigens auch die Grenzen meiner Feinwaage… 😀

  69. #70 Tobias Cronert
    4. Oktober 2017

    @ Tobias Cronert
    sorry, dass wir jetzt hier wirklich arg ins off gedriftet sind, das hat sich so verselbständigt
    Immerhin sind wir ja noch beim Jod…..

    Ja so schlimm OT ist es ja nicht. Gerne weitermachen. Ich beschwere mich schon, wenn es mMn zu arg in die falsche Richtung geht.

  70. #71 Laie
    4. Oktober 2017

    @gedankenknick
    Vollkommen richtig. Das Rezept lässt sich verbessern, ein Homöopath schüttelt das dann auf 1:650 runter, mittels Potenzierung – die freiwerdende Bereiche könnte man mit Fett auffüllen. …. Zur Not kommt man an einer vernünftigen Ernährung wohl nicht vorbei?

    Die einen setzen einseitig auf Müsli, die anderen auf Eiweiss – das kennt man vom Fussball, man muss nur Fan sein.

    Nun im Ernst, den Ernstfall abzuschätzen ist wohl auch für Tihange sehr schwer, da er erst im Ernstfall – d.h. nachher meist in Form Faktor Mensch zu Tage tritt. Für Europa wäre das dann eine schöne Herausforderung, oder besser Vorsicht als Nachsicht, oder den Anweisungen des Katastrophenschutzes vertrauen? :)

  71. #72 gedankenknick
    4. Oktober 2017

    @Laie:
    Die Preisfrage ist doch: Wie willst Du Dich selbst auf einen GAU eines europäischen Kraftwerks (welches auch immer, mal von Stendal und Greifswald abgesehen) vorbereiten? Mir würden da einfallen:
    -selber Jodtabletten kaufen
    -Essens- und Wasservorräte für mindestens 6 Monate anlegen
    -15 Armbrüste und 200 passende Pfeile zur Selbstverteidigung unterm Sofa verstecken.
    -eigenen Atombunker im Garten verbuddeln. (Oder unter dem Keller, solange das der Vermieter das nicht mitbekommt.)
    -auswandern nach Australien. (Ach nee, da liegt das Uran ja auch einfach so auf dem Erdboden rum…)

    Irgendwie alles mehr weniger als mehrr praktikabel – oder? Bleibt m.E. irgendwie also doch hauptsächlich “auf den Katastrophenschutz vertrauen” übrig.

    Und ob es nun Tihange ist oder Fessenheim oder Cofrentes – die Chancen, in D davon so richtig dran teilzuhaben sind ziemlich gut. Hat man sogar bei Tschenobyl gesehen, und da lag D noch nicht mal in der Hauptwindrichtung…

  72. #73 Laie
    4. Oktober 2017

    @gedankenknick
    Der japanische Katastrophenschutz bzw. Staat soll angeblich manche Japaner gezwungen haben, in Gebiete, die höher als Tschernobyl kontaminiert sind, zurückzukehren. Woran sich wohl der deutsche Katastrophenschutz orientieren würde?

    Im Falle eines Falles muss man Glück haben und hoffen, dass der Wind, das klingt zynisch, andere trifft. Doch die Hauptwindrichtung nach Süd-Osten ist für Deutschland bei Tihange ungünstig. Wie schwer es ist, nach Ausfall des Kühlsystems die Ruinen zu beseitigen zeigen die technisch hochbegabten Japaner. Anfangs noch mit der Feuerwehr und mit oben reinregnen lassen ging es auch nicht.

    Wäre in Europa so ein Fall eine völkerverbindende Aufgabe, weil dann wieder alle zusammen wachsen, weil sie eine gemeinsame Aufgabe hätten?

  73. #74 gedankenknick
    5. Oktober 2017

    @Laie Wäre in Europa so ein Fall eine völkerverbindende Aufgabe, weil dann wieder alle zusammen wachsen, weil sie eine gemeinsame Aufgabe hätten?
    Kinofilm “Watchman” schauen… 😉

  74. #75 Laie
    12. Oktober 2017

    @gedankenknick
    Werde ich mal ansehen, wenn mal Zeit dafür ist.