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P.S.:
Hallo Ihr’s! Ja, es gibt mich noch. Es war halt die letzten Monate doch arg stressig. Mein Projekt trägt jetzt so langsam richtig gute Früchte. Mein erstes Paper zu dem Thema ist dann auch letztes Jahr im Oktober erschienen \o/ Und ein weiteres Erst-Autoren-Paper ist gerade in der Review, das andere wird bald eingereicht und ein anderes Paper, mit mir als Co-Autorin ist auch gerade in der Mache.

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Kommentare (10)

  1. #1 MartinB
    Juni 30, 2015

    “Hallo Ihr’s! Ja, es gibt mich noch.”
    Super, schön das zu hören (und hier wieder was zu lesen)

  2. #2 Alderamin
    Juli 1, 2015

    @Ludmila

    Ja, es gibt mich noch.

    Wat? Wer bist Du denn? 😆

    Mein erstes Paper zu dem Thema

    … passt wie die Faust auf’s Auge auf das Thema, dass ich mit Grant bei Florian kurz andiskutiert habe. Wie siehst Du das, wäre ein synchron rotierender, erdgroßer Mond eines in der habitablen Zone befindlichen Gasriesen zwingend inhabitabel (mal abegesehen von der Strahlung in einem jupiterähnlichen Magnetfeld)? Wieviel Temperaturausgleich wäre mit einer Atmosphäre machbar bei 7, 14 oder 28 Tagen Umlauf-/Rotationszeit?

  3. #3 Ludmila Carone
    Juli 1, 2015

    Hach Alderamin,
    danke 🙂

    1) In meinem Paper hatte ich ja 10 Tage und 32 Tage. Und in beiden Fällen ist es prinzipiell möglich Wasser zu haben. Allerdings wird meine Nachtseite nicht sooo kalt wie andere Modelle das nahe legen. Andererseits, könnte ein Ozean da als Wärmespeicher das Absinken der Temperatur auf der Nachtseite verhindern. Oder aber ne kleine Exzentrizität der Umlaufbahn führt zu Gezeitenreibung und Hitzeentwicklung – wie eine Art Fussbodenheizung.

    Also prinzipiell ist so eine Atmosphäre eine super Klimaanlage.

    2)Solange ein Körper in der habitablen Zone ist, spricht synchrone Rotation nicht zwingend gegen Wasser auf dem Planeten. Im Gegenteil, die habitable Zone kann recht weit nach innen ausgedehnt werden, gerade weil sie synchronisiert sind. Wenn Wasser verdampft und sich Wolken bilden dann vor allem auf der Tagseite und Wolken könnten da ganz gut die Sonneneinstrahlung abblocken, so dass man die dann durchaus ein bisschen mehr Sonne abkriegen können.

    Stabilizing Cloud Feedback Dramatically Expands the Habitable Zone of Tidally Locked Planets
    http://adsabs.harvard.edu/abs/2013ApJ…771L..45Y

    Und wenn man den Wassergehalt ganz runterschraubt, kriegt man den Planeten sogar noch näher dran. http://www.americaspace.com/wp-content/uploads/2015/05/F2.large_.jpg

    Sara Seager&Andras Zsom haben da in den letzten Jahren was veröffentlicht. Mit geringem Wasserhaushalt verhindert man einen runaway feedback greenhouse effect (im Grunde die Generierung einer Exo-Venus). Zuviel Wasserdampf in der Atmosphäre ist irgendwann einfach zuviel des Guten und schraubt die Temperaturen in einen inhabitablen Bereich hoch.

  4. #4 Alderamin
    Juli 1, 2015

    @Ludmila

    Super, danke für die schnelle Antwort, auf die ich nebenan mal einen Link hierher setze. 🙂

  5. #5 Niels
    Juli 1, 2015

    @Ludmila
    Toll, dass du noch dabei bist.

  6. #6 gunterkrause
    Juli 1, 2015

    Ich hatte den gültigen Jahresbezug 1998 zum ihm nachfolgender Grafik gar nicht für voll genommen. Auch wenn es gefühlt halt so ist, beruhen unsere kartierten Erkenntnisse über Spaniens Verwüstung tatsächlich aus diesem Jahr?
    Dann wurde es wirklich höchste Zeit für den Start von SMAP!
    Inwiefern die Antenne wohl einen Einfluss auf die Kartierungs-Häufigkeit hat? Da ist sicher mehr die Satellitenbahn entscheidend. Doch das wäre alles schon ein Thema für sich, denn durch die Abbildung bin ich nicht einmal auf die Idee gekommen, das es sich wohl um einen aufgespannten Parabolschirm handelt? Und mit dessen Rotation wird eine Abtastung der unter der Bahn liegenden Fläche gemanagt? Da muss man sich wohl schon etwas ausführlicher mit befassen. Der Artikel ist also eine sicher interessante Anregung dazu.

    Was mir bei einem schnellen Blick auf die Grafik noch auffiel, speziell in Asien und Afrika liegen die meisten roten Flecke wohl in Krisen- bis Kriegsgebieten.

  7. #7 Ludmila Carone
    Juli 1, 2015

    @gunterkrause beruhen unsere kartierten Erkenntnisse über Spaniens Verwüstung tatsächlich aus diesem Jahr

    Production data heißt nicht Daten-Erstellungszeitrum.Wenn ich allerdings die Zahl der Dürren dazu nehme aus dem Zeitraum 1974 und 2004 dann passt das schon mit Datenaufbahme Ende der 90er. (gefunden hier: http://climatica.org.uk/desertification-land-degradation-changing-climate)

    Inwiefern die Antenne wohl einen Einfluss auf die Kartierungs-Häufigkeit hat? Da ist sicher mehr die Satellitenbahn entscheidend.

    Ja aber, was nutzt Ihnen ein schneller Orbit, wenn ihre Antenne beim Überfliegen nicht ein entsprechend großes Areal abtasten kann? Mal als Analogie: Stellen Sie sich vor, sie würden mit einem Düsenjaeger um die Erde zu sausen und sollen mit einer normalen Digital-Kamera eine globale lückenlose Fotokarte erstellen. Geht nicht, alleine schon weil das Sichtfeld einer 08/15-Kamera viel zu klein ist.. Also braucht man natürlich beides – Orbit und entsprechend große Satellitenschüssel zum Auffangen.

    durch die Abbildung bin ich nicht einmal auf die Idee gekommen, das es sich wohl um einen aufgespannten Parabolschirm handelt
    Hmm ja, die Info hab ich in der Bildbeschriftung zum Satelliten versteckt. Es ist tatsächlich eine riesige, rotierende Satellitenschüssel. Ich wollte das Wort Parabolantenne nicht benutzen, weil Satellitenschüssel eingängiger ist. Ich will es denn Leuten nicht zu schwer machen.

    Und mit dessen Rotation wird eine Abtastung der unter der Bahn liegenden Fläche gemanagt?
    Ja, das zweite und dritte eingebundene Video zeigen etwas mehr dazu. Auch wenn man nicht Englisch versteht, denke ich, dass die Bilder sehr aussagekräftig sind. Es gibt auch ein Missions-Handbuch auf der SMAP-Seite: http://smap.jpl.nasa.gov/

    Und auf der Seite gibt es auch mehr Videos. Viel Spaß beim Stöbern!

  8. #8 Lutz Donnerhacke
    Juli 1, 2015

    Die Karte ist ja echt lustig. Die politischen Grenzziehungen sind – ähm – älter. Die DDR lebt dort ebenso noch, wie Jugoslawien und die Tschechoslowakei. Die Sovietunion ist dagegen schon im Zerfall.

  9. #9 Alderamin
    Juli 2, 2015

    @Lutz Donnerhacke

    Interessant auch der gelbe Streifen, der sich da in den Osten Deutschlands hinein zieht, hätte ich nicht gedacht.

    Dass Südspanien droht, zur Wüste zu werden, habe ich allerdings schon vor etlicher Zeit gehört, sicherlich vor dem Jahr 2000, vielleicht noch früher. Sieht man ja auch, wenn man dorthin fährt. Aus meiner Kindheit in den 1970ern sind mir noch die ausgetrockneten Flussbetten in Erinnerung, die kannte ich vorher nicht.

  10. #10 Ludmila Carone
    Juli 3, 2015

    @Alderamin Ja Brandenburg, die preußische Sanddose halt. Hat mich aber auch überrascht, als ich vor ein paar Jahren nen Vortrag hörte, wie trocken es da werden kann. Und das wird echt nicht besser mit der Klimaerwärmung.