Ich habe diese wissenschaftliche « Besprechung » des Films Avatar von James Cameron auf der Webseite von Sylvestre Huet, Journalist bei der Liberation, gefunden. Wie sein Autor Thomas Heams, der sofort damit einverstanden war, dass ich seinen Text übersetze und hier zweit-veröffentliche, mag ich gut-gemachte Science Fiction sehr und bin da unter den Physikern nicht wirklich eine Ausnahme, um es mal zurückhaltend zu sagen (tatsächlich habe ich noch keine einzige Ausnahme getroffen). Science Fiction erzählen meist nicht so viel über die aktuelle Wissenschaft, sondern wie die meisten Menschen sich Wissenschaft, Wissenschaftler und natürlich die durch diese Wissenschaft geformte Zukunft vorstellen. Es ist meist eine Reise in populäre Irrtümer, die aber doch zeigen, wie sehr Wissenschaft mittlerweile unsere Phantasie befeuert. Der folgende Text hat mir ganz besonders gefallen, weil er genau diese Diskrepanz zwischen eigentlicher Wissenschaft und den allgemein verbreiteten Ideen, die wir über sie haben, aufdeckt.

Thomas Heams ist Maitre de Conférence zum Thema Genetik an der AgroParisTech und Mitherausgeber und Autor von « Les mondes Darwiniens, l’evolution de l’evolution ». (Leider bislang nur auf französisch erhältlich)

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Avatar wirft Fragen nach unserem Verständnis der Evolution und “unserer” Rolle im Universum auf.

Ist die Avatar Welt eigentlich glaubwürdig ? Die Frage könnte nutzlos oder am Thema vorbei gestellt erscheinen. Der neue Film James Camerons ist natürlich vor allem ein Werk der Phantasie. Aber wie alle Science Fiction Filme, die bestimmt sind ihrer Zeit ihren Stempel aufzudrücken, erlaubt « Avatar » auch einen Blick auf unsere Vorstellungskraft, die er gleichzeitig befeuert und von der er sich andererseits nährt. Es ist einfach spannend sich auf das Spiel einzulassen, in dem Universum, das Cameron vor uns ausbreitet, einige nette Intuitionen und vorgefertigte Ideen aufzuspühren, die uns vieles über unsere Beziehung zur Welt und über die Art und Weise, wie unsere Gesellschaft wissenschaftliche Theorien « verdaut », verraten.

Die erste Hypothese, auf der « Avatar » beruht, ist die, dass ein ausserirdisches Leben existiert, welches sehr dem unseren ähnelt. Er lädt geradezu zu einer angeregten Debatte über die Grenzen der Biologie und Kosmologie ein, die sich genau um die Frage des Ursprung des Lebens dreht : War das, was auf der Erde vor 3.8 Milliarden Jahren auf der Erde passierte, ein angesichts der verfügbaren Ingredienzien und Umstände ein unvermeidbarer Prozess oder eine fantastische Ausnahme? Um darauf eine Antwort zu finden sehen sich die Forscher extraterrestrischen Lebens, die Exobiologen, unsere nächsten Nachbarn, insbesondere den Mars, ganz genau an. Sie hoffen dort, vergebens bis zum heutigen Tage, biologische Aktivität oder zumindest deren fossilierte Spuren zu finden. Das alles gibt es nur zum Preis eine grundsätzlichen Frustration : Diese Spuren zu finden wäre sicher ein starker Beleg für die Hypothese des « unvermeidbaren Lebens », hingegen, sie dort nicht zu finden, würde uns unseren Zweifeln überlassen, da es keine echten anderen erforschbaren Kandidaten in unserer Nähe gäbe.

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Hat James Cameron eigentlich einen Blick in die Werke Stephen Goulds und Richard Dawkins geworfen? Wollen’s hoffen.

Cameron entscheidet diese Debatte auf spektakuläre Weise : Ausserhalb unseres Sonnensystems, schon bei der « nächsten Haltestelle » im Universum im nächstgelegenen Sonnensystem, dem vom Alpha Centauri (immerhin auch 4.4 Lichtjahre entfernt), befindet sich der üppige Mond Pandora. Damit plädiert Cameron sicher sehr deutlich zu Gunsten der Idee des Lebens als einer unvermeidbaren Konsequenz der galaktischen Evolution.

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Und Charles Darwin? Wäre er in “Avatar” sitzen geblieben oder schreiend rausgelaufen?

Aber die Nähe endet dort nicht: Was dem Evolutionsforscher sofort ins Auge springt, ist die bemerkenswerte Ähnlichkeit zwischen der terrestrischen und der Pandorischen Biosphäre, also einem Leben basierend auf einer Chlorophyl-Vegetation und Tieren, von denen einige sicher Säugetiere sind. Doch zumindest in der Theorie garantiert uns absolut nichts, dass extraterrestrisches Leben so aussähe. Nichtmals ein Leben auf zellularer Basis, kleinste fundamentale Grösze unseres « Lebens », von der Bakterie bis zur Sequoia sempervirens, und Beleg ihres gemeinsamen Ursprungs, muss es wirklich anderswo geben; es gibt nichtmals die Sicherheit, dass ein solches extraterrestrisches Leben auf DNA Basis stattfände, absolut notwendige These, um die DNA des Helden Jake Sully und die von Na’vi zu rekombinieren (Anm. GH : wir sprechen von intergalaktischen Sex). Auch da lassen die Entscheidungen Camerons denken, dass eben diese Formen und Strukturen unvermeidbar sind und sich perfekt überall, wo Leben auftaucht, reproduzieren. Implizite Konsequenz und gleichzeitig Kollateralschaden dieser Hypothese: Der Mechanismus der natürlichen Selektion, d.h. dass lokale und blinde Spiel des Zufalls und der Selektion, welches Charles Darwin vor 150 Jahre formulierte, und welches bis auf den heutigen Tag eine fantastisches Instrument darstellt, um die Fülle der Entwicklung alles Lebendigen zu erklären, bekäme einen harten Schlag versetzt. Denn wenn ähnliche Strukturen unabhängig auf weit entfernten Planten auftauchten, dann bedeutete das, dass wir dem Zufall eine viel zu grosse Rolle auf der Erde zugewiesen hätten.

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Statt mit 10.000 Chinesen und Amerikanern den EIfelturm raufzuwetzen, sei jedem beim nächsten Parisbesuch der Besuch der Grande Galerie de l’Evolution im Jardin des Plants empfohlen. Didaktisch einer der besten Austellungen zum Thema Evolution. Nur wie sähe ein solches Museum auf Pandora aus?

Man müsste dann dringendst andere Mechanismen betrachten, um solche gemeinsamen Tendenzen zu erklären, Tendenzen wie etwa den Übergang zum multi-zellularen Leben, die Unterscheidung zwischen Pflanzen und Tieren, ganz zu Schweigen von der Entwicklung einiger Formen des Lebendigen hin zu Kultur und Zivilisation. Selbst wenn nichts verböte, sich rationale Erklärung von all dem zumindest vorzustellen, so würde diese Perspektive doch die Türen hin zu all den Zweideutigkeiten weit aufstossen, von denen sich dank Darwin und seinen Nachfolgern die Biologen Stück für Stück und mit Erfolg entfernt haben, Zweideutigkeiten, die eben möchten, dass dunkle, vielleicht sogar göttliche Kräfte, in den Schlüsselmomenten der Evolution eingriffen, um ihr eine Richtung zu geben.

Macht das aus James Cameron einen Anti-Evolutionisten ? Nein, natürlich nicht. Die Idee eines gemeinsamen Ursprung der Arten isttiefgründig darin angelegt, dass die Gesamtheit aller groszen Tierarten (Vipperwolf, Hammeread, Thanator und anderen Hyppoferox) Sechsfüssler sind – wo doch ihre « Äquivalente » auf Erden Vierfüssler sind, eine scheues Eingeständnis an die Idee, dass interstellare biologische Evolutionen nicht dazu verdammt sind, sich zu ähneln.
Und diese allgemeine Sechsfüssigkeit auf Pandora erklärt sich genau in der klassischen Darwinistischen Perspektive der Abstammung : Die naheliegendste Erklärung besteht darin einen gemeinsamen Vorfahren all dieser Arten zu vermuten, der eben auch Sechsfüssler war und von dem ab sie alle abstammen. Die Na’vis, die anthropomorphen Helden des Films, scheinen im übrigen von einer sechsfüssigen auf Bäumen lebenden Affenart abzustammen, die wiederum anderen Tieren im Pandorischen Bestiarium ähneln, den Prolemuris. Wir stellen darüberhinaus einen ähnlichen Verlust bei den Banshees fest, eine Art Vogel und daher gänzlich unterschiedlich von den Na’vis : Auch das erklärt sich mit den Mitteln moderner Evolutionslehre, nämlich durch das Phänomen der Konvergenz, welches besagt, dass bisweilen ähnliche Charakteristiken bei weit von einander entfernten Tierarten auftauchen (oder verschwinden), was zu der Illusion einer evolutiven Verwandschaft führen kann.

Daher ist Cameron sicher Darwinist, nur eben nicht in einem modernen Sinne des Wortes. Auf die Spitze getrieben und aus dem Zusammenhang gerissen, kann diese Position hin zu allen möglichen Verdrehungen wie « Intelligent Design » führen, ein verkleidete Scheinwissenschaftlichkeit und in Wirklichkeit abgeleitet vom Kreationismus, eine Deklination der Wissenschaft « light », da sie so tut als ackzeptiere sie die Evolution und führt doch « intelligente » Kräfte ein, um die groszen Übergänge zu erklären. Aber führen wir dem Regisseur nicht einen falschen Prozess.

Cameron ist weit davon entfernt, der erste Science Fiction Autor zu sein, der fremde Ökosysteme voller befremdlicher Ähnlichkeiten geschaffen hat. Im übrigen nimmt er nur das Recht des Künstlers, uns eine Welt auszumalen, die uns nicht zu weit entfernt und auch nicht zu bekannt erscheint, um uns gleichzeitig die Faszination des Fremden und auch die Empathie, die uns die Nähe einflöszt, erleben zu lassen.
Selbst die bekanntesten Evolutionisten haben im Laufe lang herangereifter Arbeiten, die im 20ten Jahrhundert die Neodarwinistische Synthese vorangetrieben haben, ihre Schriften mit ähnlichen Überlegungen bestückt. Ohne in irgendeiner Weise auf das Übernatürliche Bezug zu nehmen, haben sie recht häufig der Idee einer allgemeinen Richtung in der Geschichte des Lebendigen einen Platz eingeräumt. Dieses « Schwächeln » findet sich etwa auch aus der Feder des grossen Genetikers und eines der Hauptdenker des Neo-Darwinismus, Théodosius Dobzhansky, wieder, der einerseits schloss, dass extraterrestrisches Leben in Nichs dem unsrigen ähneln würde, der aber auch der Idee das Wort redete, dass « die biologische Evolution eine Tendenz und allgemeine Ausrichtung habe ».

Es ist aber auch in diesem Jahr, in dem wir Charles Darwin feiern, einer der faszinierendsten Aspekte der Geschichte evolutionistischen Denkens, mit Geduld diesen Weg einzuschlagen, der entschlossen diese Vision einer « allgemeinen Tendenz » zurückweist. Die Fortschritte in der Molekular-Biologie, die Theorie der neutralen Evolution gemäsz Motoo Kimura und auch die der punktuellen Gleichgewichte gemäsz Stephen Jay Gould, all dies weist uns den Weg einer fundamentalen Änderung unseres Verständnissses. Sie zeigen uns unter anderem, dass keineswegs alle übertragenen genetischen Eigenschaften Resultat einer « reinen Anpassung » sind, und dass eine Geschichte des Lebens auch solche absolut unvorhersehbaren und zufälligen Phänomene wie etwa den Absturz eines Meteors berücksichtigen muss, der wohl jedwede Biosphäre aus dem Gleichgewicht brächte und bei der Gelegenheit auch jedem Determinismus ein Ende setzte. Die Säugetiere und somit später auch unsere Spezies hätten sich wahrscheinlich nicht entwickelt und sich mit solcher Effizienz verbreitet, wenn die Dinosaurier nicht aus solch rein zufälligen Gründen, die auf jeden Fall nichts mit dem zu tun haben, was sich in ihren Genen findet, praktisch vollständig verschwunden wären. Ach und übrigens, wenn die groben Tendenzen sich auf jedem bewohnbaren Planeten wiederfinden sollen, wo sind eigentlich die Dinosaurier auf Pandora geblieben ?

Kurz, James Cameron präsentiert uns eine schlecht abgespeckte Version der Evolutionstheorie, die aber wohl ungefähr dem ähnelt, was das breite Publikum dafür hält. Letzteres ackzeptiert wohl weitesgehend die Idee der « Evolution », aber sträubt sich häufig gegen ihre völlige Blindheit. Unter anderem ist es für viele immer noch ein Schock, dass die Spezies homo nicht mehr und nicht weniger das reine Produkt des Zufalls und der Selektion ist wie alle anderen Formen des Lebens. Und doch ist es so und es ist leider notwendig, noch recht häufig daran zu erinnern, dass der Homo Sapiens weder das Ziel, noch den Gipfel, auch nicht die Perfektion und genauso wenig das Ende der Evolution darstellt. « Avatar » nimmt uns auf eine lange Reise zu jenem Planeten Pandora, welcher nicht existiert und der doch gerade in unser Leben tritt. Er erzählt auch von uns angesichts unserer winzigen Stellung im Universum, von unseren « phansievollen » Konstruktionen, die wir uns so zusammensetzen, um es uns bequem zu machen. In diesem Sinne, regt dieser Film zu anderen Entdeckungsreisen an, nämlich zu uns selbst. Gute Reise.

Kommentare (89)

  1. #1 Schmetter-Ling
    Dezember 28, 2009

    Danke für die Übertragung eines fremdsprachlichen Beitrages. Auch so etwas halte ich für sehr wichtig für die Aufgabe, Wissenschaft zu kommunizieren.
    Dieser Text berührt eine ganze Reihe Themen: Ist etwas SF, wenn es in der Zukunft spielt, oder ist nicht doch nur “Fantasy mit Nieten und Bolzen außen dran” (Pratchett/Cohen/Stewart: Die Gelehrten)? Reichen bestimmte Schlagworte (“DNS”, “Lichtgeschwindigkeit” u. dgl.) aus, um SF zu erzählen? (Für LHC-Konspirologen offensichtlich ja; für mich aber nicht: innerhalb des Textuniversums sind solche Begriffe nichts anderes als moderne Ausgaben von “Abrakadabra”, Zaubersprüche, die mehr oder weniger alles vorstellbare möglich machen.)
    Ein Großteil der modernen ScienceFiction-Geschichten funktionieren genauso wie Fantasy-Stories: unbestimmt weit entfernt Zeiten (Sternzeit XYZ, 3. Zeitalter) und Orte (Delta-Quadrant, Mittelerde), fremde Lebewesen (Klingonen, Romulaner etc; Elben, Orks usw), die die selben – menschlichen – Konflikte austragen: Liebe, Sex und Tod.
    Natürlich tragen sie auch zum Wissenschaftsbild ihrer Konsumenten bei: Trekkies erwarten, daß irgendwann das Beamen möglich sein wird oder Warp-Geschwindigkeit. Aber auch Wissenschaftler werden von diesen Geschichten beeinflußt, wenn sie untersuchen, ob – nach unserem heutigen Kenntnisstand – das Beamen, so wie es uns erzählt wird, eigentlich generell möglich ist.

  2. #2 Eddy
    Dezember 28, 2009

    Hey Georg, DANKE!!!

    Sehr interessantes Thema! Sehr interessant sind die Ähnlichkeiten bei Säugetieren und Beuteltieren. Es wäre aber durchaus auch vorstellbar dass sich insektenähnliche Wesen anders entwickeln würden und vielleicht sechsbeinige säugetierähnliche Kreaturen entstehen würden. Eigentlich wäre der Mensch ja Kandidat für 4 Beine und 8 Arme, 2 Köpfe mit Quadcorehirn und jeweils 4 Augen. Die Evolution MUSS ja nicht schon vorbei sein.

    Es gab übrigens schon ein Buch das “Das Avatar” hiess. Und nachdem ich gegoogelt habe, sehe ich jetzt dass der Film darauf basiert: http://cgi.ebay.de/Das-Avatar—Poul-Anderson_W0QQitemZ120503405495QQcmdZViewItemQQimsxZ20091208?IMSfp=TL091208191004r31968

    Ich weiss noch, dass ich das Buch ein wenig schwerverdaulich fand und erst nach dem Begriff Avatar suchen musste. Ist schon sehr lange her.

    Bedeutungen:

    [1] grafischer Stellvertreter einer Person im Internet
    [2] die Verkörperungen eines Gottes auf der Erde
    [3] scherzhafte Bezeichnung des Systemverwalters bei UNIX-Systemen

    Damals glaube ich gelesen zu haben, dass es sich um die Rückentwicklung (Rückevolution) des Menschen handelt. Ich bin jetzt etwas überrascht diese Definition nicht zu finden.

    Nichtsdestotrotz, sehr interessanter Artikel!

    Was mich immer fasziniert hat, ist die Form der Dinosaurier im vergleich zu der der Säugetiere. Wäre ein Dinomensch möglich gewesen? Warum sehen Echsen nicht so aus wie Säugetiere? Ist die “Urmutter” so bestimmend für die Formenvielfalt?

    Es scheinen da noch andere Naturgesetze am Werk zu sein. Trotzdem fragt man sich warum wir (die Säugetiere) uns nicht mehr unterscheiden.

    Anscheinend ist uns ein grosses Hirn gewachsen, damit wir besser abkühlen konnten beim aufrechten Gehen. Klingt blöd, ist es vielleicht auch? Oder doch nicht?

    Die Intelligenz wäre dann nur ein Nebenprodukt.

    Vor allem beim Menschen fragt man sich was eine Mutation an positiver Entwicklung bringen könnte. Zu hohe Intelligenz ist nicht gerade ein Fortpflanzungskataysator. Ein grosses Gehirn auch nicht. Trisomie scheint auch nicht in die richtige Richtung zu führen. Bei 6 Milliarden Menschen müsste das “missing link” zum “Mensch von Übermorgen” doch täglich irgendwo zur Welt kommen?!

    Was also ist eine positive Mutation?

    MfG
    Eddy

  3. #3 Eddy
    Dezember 28, 2009

    Rebonjour,

    Hier ist noch eine interessante Filmkritik, in der auch das Thema der Rückentwicklung thematisiert ist, die ich früher aus dem Begriff “Avatar” herausgelesen habe.
    http://community.zeit.de/user/mvm1607/beitrag/2009/12/23/filmkritik-avatar-v-j-cameron
    Es ist aber irgendwie traurig, dass der Autor Poul Anderson nirgends erwähnt wird. Hat er etwa nichts mit dem Film zu tun?

    Zu Schmetter-Ling:

    Das Beamen ist wahrscheinlich nicht besonders reizvoll. Wer will schon am Zielort neu erschaffen werden? Was geschieht mit dem alten McCoy? Schon McCoy hat sich sehr gegen das Beamen gewehrt! 😉

    Meine Eltern waren nicht besonders begeistert von meiner Science-fiction-sucht und heute kann ich sie irgendwie verstehen …. Wäre ich doch bloss Physiker geworden! ;-)))

  4. #4 Krishna Gans
    Dezember 28, 2009

    @Eddy

    Bei 6 Milliarden Menschen müsste das “missing link” zum “Mensch von Übermorgen” doch täglich irgendwo zur Welt kommen?!

    Na, Du bist ja schon geboren und omnipräsent.
    ;.)

  5. #5 Eddy
    Dezember 28, 2009

    @Krishna

    Bin ich wirklich ein so komischer Kauz? ;-))

  6. #6 marco
    Dezember 28, 2009

    Schöner Artikel! Man kommt während des Films allerdings nicht dazu über solche Fragen nachzudenken weil man schon von der Bildgewaltigkeit (3D!) genug zu tun hat. Ich kann den Streifen jedem nur empfehlen.

  7. #7 Kleiner Onkel
    Dezember 28, 2009

    mond oder planet, da sollte sich der Autor schon entscheiden

  8. #8 Georg Hoffmann
    Dezember 28, 2009

    @Kleiner Onkel
    “mond oder planet, da sollte sich der Autor schon entscheiden”
    Hat er aber nicht und ich hab den Film noch nicht gesehen (kommt in dieser Woche), so dass ich nicht wusste, was Pandora wohl ist. Eher Planet schaetze ich mal und der Ausdruck “la luxuriante lune” im Original ist eher der schoenen dreifachen Alliteration als der praezisen Planetologie geschuldet.

  9. #9 Jan Müller
    Dezember 28, 2009

    @GH

    Habe das Teil auch noch nicht gesehen (bei uns sind die Kinos komplett voll), aber auf einigen Promobildern sieht man einen Gasriesen am Himmel von Pandorra.

    Halt’s kaum noch aus.

  10. #10 Kleiner Onkel
    Dezember 28, 2009

    ähm…und da muß noch nicht mal gespoilert werden..

    http://de.wikipedia.org/wiki/Pandora_%28Begriffskl%C3%A4rung%29

  11. #11 Schwarzmaler
    Dezember 29, 2009

    Der Film ist tiefreligiös, nur der Darwinismuskommentar geht weit am Ziel vorbei. Der sieht sein Ziel noch nicht einmal. Nein, es geht um die Gaia-Theorie, um den Sieg des Heidentums gegen den römischen Pragmatismus. So wie sich der Konflikt zwischen Kelten und Römern, zwischen Katholiken und germanischer Landbevölkerung, zwischen Indianern und Briten immer wieder abgespielt hat. Tradition gegen Moderne, Gewalt gegen Beharren, das Schicksal als gottgegeben hinnehmen oder die Welt sich untertan machen. Avatar begibt sich mit modernsten Mitteln auf den Pfad einer uralten Irrlehre. Es sei denn, wir wollen Milliarden Menschen ausrotten und den Rest der Willkür der Natur überlassen – samt Krankheiten, Naturkatastrophen, und Hungersnöten. Wir sollten dankbar sein, daß christliche Vorfahren die Drecksarbeit für uns erledigt haben und die Sachseneiche gefällt.

  12. #12 Georg Hoffmann
    Dezember 29, 2009

    @schwarzmaler
    Ich hab erst naechste Woche Gelegenheit den Film in dem Format zu sehen, in dem man ihn wohl sehen muss. Nur soviel, dieser Blogeintrag von Thomas Heams wollte nicht sagen, dass Evolution und die Bedingungen extraterrestrischen Lebens das Hauptthema des Films ist. Da werden Sie (nach dem was ich so gehoert habe) weit naeher dran liegen. Trotzdem wird einem en-passant eine Idee von Evolution praesentiert, und das bleibt sicher interessant.
    Zu Gaia. Der Begriff wird heute von einigen so aufgeladen, wie Sie es ja beschrieben haben. Doch der Fakt, dass wir hier sind und uns hier nach 3.8 Milliarden Jahren so gepflegt unterhalten, zeigt, dass die Erde ein sehr stures und sich ungewoehnlich gut, zu “verteidigen” weiss. Lovelock selbst hat das “Gaia” Konzept zu Beginn weit nuechterner genommen. Es ging ihn um eine SChlagwort fuer eine Reihe Phaneomene und Rueckkopllungen, wovon einige heute absoluter Standard in den Erdwissenschaften geworden sind: Kopplung zwischen Temperaturen, biologischer Aktivitaet im Ozean, DMS Emissionen, Wolkenbildung, Temperaturen oderKopplung zwischen Vulkanismus, CO2 Emissionen, Temperaturen, Niederschlag, Verwitterung von Silikaten, CO2 Absorption, Rueckgang von Temperaturen.
    Solche Phaenomene muss man nicht Gaia nennen, aber es ist eine interessante Perspektive.

  13. #13 Eddy
    Dezember 29, 2009

    @Schwarzmaler

    Hier steht schon ziemlich viel:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Avatar_%E2%80%93_Aufbruch_nach_Pandora

    Kennt jemand von euch noch den Smaragdwald?

    Gaia? Das ist m.E. der grösste Blödsinn der sich die letzten Jahre durch ein Sciencefictionbuch ausgebreitet hat. Mich wundert überhaupt nicht dass Georg darauf abfährt. Jetzt fehlt nur noch die Macht der Meme und ein knallbunter Cocktail aus Placeboeffekt und Greenpeace und schon haben wir die wissenschaftliche Version des intelligent design, Kreationimus, Flatearthionismus oder allgemein der nachhaltigen Esoterik.

    Selbstverständlich ist die Erde ein lebendiges Wesen. Was soll sie sonst sein! Und der Mars ist leider schon gestorben, Schluchz, bääähhhhh, er war wie ein Bruder für mich, Gaia die Allmächtige.

    Vielleicht war ja Jesus in Wahrheit gross und rund? 😉

    Und wer treibt diesen ganzen Wahnsinn bewusst an? Ja, das Kartell der Klimagutmenschen. Und ich Idiot dachte wir würden hier über einen Film reden, dessen Titel offenbar geklaut ist und dessen Handlung nicht origineller ist.

    Jetzt kann man bloss noch hoffen, dass die Bilder in Ordnung sind! ;-)))

    Und übrigens, Georg, Gaia will ins All hinaus, ihre leere Hülle zurücklassen und sich überall ausbreiten um das Universum zu einem guten Universum zu machen. Wussten sie das noch nicht? Sie sind bloss ein Werkzeug, eine Amöbe, die den grossen Aufbruch vorbereiten soll. DIESER Planet ist ausgelaugt, zu Ende, also machen wir es bitte kurz! ;-)))

    GAIA gib uns ein Zeichen! 😉

  14. #14 Georg Hoffmann
    Dezember 29, 2009

    @Eddy
    Ich “fahre ab”? Verstaendnisprobleme?
    “Das ist m.E. der grösste Blödsinn der sich die letzten Jahre durch ein Sciencefictionbuch ausgebreitet hat.”
    Keine Ahnung worauf Sie sich beziehen. Die These wurde popularisiert durch James Lovelock (http://fr.wikipedia.org/wiki/Hypoth%C3%A8se_Ga%C3%AFa) und viele seiner einzelnen Element sind absolut unumstriten (s.o.)
    http://de.wikipedia.org/wiki/Gaia-Hypothese
    Es bleibt die Frage, was man durch die Umhuellung dieser Einzelprozesse und Feedbacks durch soetwas wie Gaia gewinnt.

  15. #15 ff
    Dezember 29, 2009

    @Eddy
    Konzeptionell ist gegen die Gaia-Hypothese wenig einzuwenden, dachte lange, dass die von mir ist, aber da gab es wohl schon zuvor einen Hr.Lovelock. :-)
    Mir scheint Dawkins hier bemühtermassen und quasi losgelöst im Artikel aufzutauchen, aber der gehört wohl zum All Inclusive-Paket hier.
    Ansonsten eine bemerkenswerte Rezension; der Film selbst ist mir wegen diesen Kunstfiguren aber leider wenig sympathisch, da lob ich mir doch den Terminator aus demselben Haus.

  16. #16 Eddy
    Dezember 29, 2009

    @Georg

    Für mich war Gaia immer ein SF-buch, ob es von Lovelock stammt oder nicht. Es muss auch so in den 70iger oder 80iger erschienen sein?

    Diese Gaiahypothese ist schön als Gedankenspiel, mehr aber nicht. Das ist ja noch schlimmer als alle Theorien der zielgerichteten Evolution.

    Da das Leben seit Millionen Jahren existiert, muss es gewisse Eigenschaften haben, die es ihm ermöglichten bis heute zu überleben. Nicht mehr und nicht weniger.

    Die Gaia-hypothese ist m.E. einfach nur ärgerlicher Schwachsinn in einer ganzheitlichen Nachhaltigkeitsära, die bloss leere Worthülsen produziert. Wären wir die Ameisen oder Amöben Gaias, dann hätte sie eine sehr schlechte Wahl getroffen.

    Der Ausdruck stammt aus der Mythologie und könnte aus jeder Mythologie eines jeden Volkes dieser Erde stammen. Daraus jetzt etwas besonders Originelles konstruieren zu wollen, halte ich persönlich für ganz besonders esoterisch.

    Chief “GibtsgarNicht” sagte doch auch schon: “Ist der letzte Baum gerodet … usw …”

    Der Begriff Gaia fasst für mich alles zusammen, was ich an oekologischem Schwachsinn die letzten 40 Jahre über mich ergehen lassen musste. Ich bin aus MEINEM SF-traum aufgewacht und irgendwie erwachsen geworden. Die Oekospinner leben immer noch darin. Sollen sie doch Verantwortung übernehmen und etwas für “Gaia” tun, anstatt z.B. Klimakartelle und neue Religionen zu bilden.

    MfG
    Eddy

  17. #17 Georg Hoffmann
    Dezember 29, 2009

    @Eddy
    Mein Gott, was sind Sie nur ein Schwaetzer. Es gab nie ein Science Fiction Buch von Lovelock. Der ist Atmosphaerenchemiker und hat eine Reihe Artikel zum Thema “Feedbacks zwischen Biosphaere und Klima/Physik” geschrieben, nicht “ein Buch”.
    Und was Sie abstoesst oder nicht und worueber sie die immer gleiche ideologische Sauce, die ihnen das Hirn verschmiert, giessen, interessiert mich ehrlich gesagt auch nicht so doll.

  18. #18 ff
    Dezember 29, 2009

    Die Gaia-Hypothese erklärt u.a. bestimmte Stabilisierungen auf der Erde indem ein selbstregulierender Prozess angenommen wird. Auf Grund bestimmter Wechselwirkungen kommt es z.B. nicht zu schnellen starken Temperaturschwankungen, die der Lebenswelt nicht sonderlich gut bekommen dürften, da Wanderbewegungen und evolutionäre Anpassungen ihre Zeit benötigen.

    So weit, so gut, kritisch wird es aber, wenn behauptet wird, dass das unterstellte Gleichgewicht durch Einwirkung des Menschen so zu sagen jederzeit kippen könnte, der Mensch also nicht Teil des Systems ist oder ein grundsätzlich störendes Element. Hier wird es dann religiös, vermutlich war Eddy diesbezüglich nicht gut aufgelegt, in welchem Zusammenhang die Gaia-Hypothese politisch genutzt wird, muss wohl nicht näher erläutert werden, vgl. auch: http://weltenwetter.wordpress.com/2009/09/14/gaia/.

  19. #19 Eddy
    Dezember 29, 2009

    @Georg
    Und sie sind ein Dummkopf, der den ensetzlichsten esoterischen Schwachsinn glaubt, das Klimakartell bewusst unterstützt, und die Leute belügt!

    “Auch die Veröffentlichung seines ersten Buches „Gaia: A New Look at Life on Earth“ im Jahr 1979 brachte kein positives Echo.”

    Ich hatte das Buch zuhause und dachte immer es ist SF! Wahrscheinlich habe ich es nicht einmal gelesen, sie Dummschwätzer!

  20. #20 Eddy
    Dezember 29, 2009

    @ff

    Die Gaiahypothese besagt, dass sich die Erde selbst reguliert, was kompletter SCHWACHSINN ist. Der menschliche Körper reguliert sich selbst. Die Erde wird durch physikalische Gesetze in einem Gleichgewicht gehalten.

    Als Gedankenspiel ok, als Wissenschaft Esoterik!

  21. #21 ff
    Dezember 29, 2009

    Die Erde wird durch physikalische Gesetze in einem Gleichgewicht gehalten.

    Was einer Steuerung/Regelung entspricht.
    Hängen Sie sich am Subjekt Erde auf?!
    A propos Aufhängen, Sie wissen schon…

  22. #22 Integrant
    Dezember 29, 2009

    Hatte das Vergnügen, den Film bereits zwei Mal zu sehen. MIr scheint, dass die zentrale Botschaft von Avatar tatsächlich um ein “Gaia”-Konzept (im Film heißt die planetarische Pandora-Gottheit “Eywa”) kreist. Auch die Gaia-Idee hat seinen Ursprung in der griechischen Muttergottheit “Gaia” (lat: “Demeter”). Das Gaia-Konzept (oder Hypothese) postuliert im Übrigen keine irgendwie geartete “göttliche Entität”, sondern stellt der antropozentrischen Weltsichtsicht unserer Zeit eine planetarische gegenüber. Denn Evolution hin oder her, ohne einen Planeten, dessen natürliche Ressourcen (Wasser, Luft, Nahrung etc.) die spezifischen Bedürfnisse der Spezies Mensch befriedigt, hat diese Spezies keine Überlebenschance. Die Öko-Botschaft von Avatar ist denn auch, dass die materialistische/kapitalistische Ausbeutung der Natur die Lebensgrundlagen zerstört. Was die Padora-Humanoiden Na’vi betrifft, so haben sie ein Bewusstsein (eine Kultur) entwickelt, das/die auf der Erkenntnis beruht, dass alles mit einander verbunden ist, wobei sie den “Vorteil” haben biologisch so ausgestattet zu sein, dass sie diese Verbindung zu allem problemlos herstellen können ;-). Der terrestrische Mensch (um den SF-Jargon zu bemühen) verfügt über keine spezielles Organ, um die Verbindung zu spüren und ist daher auf seine Philosophien, Gefühlswelten und Wissenschaften (Quantenphysik z-B-) angewiesen, um zu erkennen, dass er Teil eines empfindlichen (holografischen, holonischen?) Systems, dessen Teile instrinsisch miteinander verbunden sind. Und da happerts noch (so Camerons Message): Wir (wenn ich das mal so sagen darf) leben in einem antropozentrischen, von Trennungsmustern bestimmten Weltbild (schlagen uns gegenseitig die Köpfe ein, beuten uns gegenseitig und die natürlichen Ressourcen aus, und verhalten uns ganz allgemein nach dem Prinzip: nach uns die Sintflut – wieso Klimaerwärmung? Gestern habe ich doch noch Schnee geschaufelt!) – die Na’vi hingegen (die idealisierten Wilden/Hopi etc.) haben eine Weltsicht, die vom Respekt für die Natur und von Spiritualität (= Einbindung in eine “höhere”/ umfassendere Matrix) durchdrungen ist.

  23. #23 Krishna Gans
    Dezember 29, 2009

    @Eddy

    Der menschliche Körper reguliert sich selbst. Die Erde wird durch physikalische Gesetze in einem Gleichgewicht gehalten.

    Und was ist beim menschlichen Körper “selbst” ?
    Da hat die Physik nichts drin zu suchen ?
    Die Chemie, nichts ?
    Na, wenn bei Dir der große “Regulator ” aktiv ist, gute Nacht, Eddy.

  24. #24 Eddy
    Dezember 29, 2009

    @ff

    Nein es geht nicht darum, dass es die Erde ist. Wie kann man nur auf so einen abstrusen Gedanken kommen?

    Auch beim Menschen gibt es sich selbst regulierende Zustände. Die lebenswichtigen Funktionen werden aber von übergeordneten Regulationsmechanismen übernommen. So ernährt sich der Mensch z.B. nicht automatisch, sondern er wird zum Handeln regelrecht getrieben. Der Blutdruck wird reguliert, der Augeninnendruck, die Herzfrequenz, die Atmungsfrequenz usw… usf… Nichts überlebt hier ohne direkten Einfluss eines Regulationsmechnismus. Und wer denkt, dass Gaia sich bewusst reguliert, der hat nicht einmal den Hauch einer Ahnung was Darwin damals entdeckt hat. Das Leben passt sich immer wieder an. Es ist eine sehr erfolgreiche Software, oder ein sehr erfolgreiches Prinzip, aber die äusseren Umstände bestimmen das Leben; nicht das Leben bestimmt die äusseren Umstände. Wieso hat Gaia’s Bruder Mars es nicht geschafft? War wohl zu doof?!

    Kennen sie Biosphäre 2? Das ist doch wohl der ultimative Beweis dafür, dass es das Gaia-prinzip nicht gibt. http://www.kindernetz.de/infonetz/gewusst/biosphaere/-/id=16024/nid=16024/did=71960/1xz4uzv/index.html

    MfG
    Eddy

  25. #25 Eddy
    Dezember 29, 2009

    @Krishna

    Die Regulationsmechanismen beim Mensch erhalten das Leben. Sie bestimmen auch zum Teil mein Leben, z.B. ob ich Essen will oder nicht, die Fortpflanzung usw…

    Wo auf der Erde gibt es den Regulationsmechanismus der den Sauerstoffgehalt konstant hält? Ist es nicht der Mond der die Erdumlaufbahn stabilisiert? Gaia tut das wohl indem sie den Mond fernsteuert?

    Tut mir leid, selten habe ich einen ähnlichen Schwachsinn gelesen.

    Steigt der Sauerstoffgehalt überleben die Wesen die mehr Sauerstoff vertragen. Das hat Darwin mit “survival of the fittest” gemeint. “What Darwin meant was “better adapted for immediate, local environment” by differential preservation of organisms that are better adapted to live in changing environments. The concept is not tautological as it contains an independent criterion of fitness.” (Wikipedia)

    Die Photos der Apollomissionen tragen weitaus mehr zur Bewusstmachung der Verletzlichkeit der Erde bei als dieser Gaia-schwachsinn.

    Ich habe nichts gegen Metaphern oder Fantasy- und SF-romantik, aber wenn die Leute Science und Fiction nicht mehr unterscheiden können, wird mir regelrecht schlecht davon.

    MfG
    Eddy

  26. #26 Eddy
    Dezember 29, 2009

    @Integrant

    Jean-Jacques ROUSSEAU hat doch schon vom edlen Wilden fabuliert, so wie die Weisheit der Cree, die besagt dass “wenn der letzte Baum gerodet der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann“ reine Fantasy ist.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Weissagung_der_Cree

    Es gibt den edlen Wilden nicht. Er ist genauso grausam und selbstsüchtig wie wir.

    So wie wir damals den Smog nicht mehr ertragen konnten, werden wir auch merken, dass wir den Rückzug der Natur nicht ertragen können. Wir müssen handeln, aber nicht so wie es uns einige von religiösem Fanatismus beseelten Profilneurotiker vorschreiben wollen.

    MfG
    Eddy

  27. #27 chlorobium
    Dezember 29, 2009

    Eddy, ist genau ist eigentlich Ihr Problem?

  28. #28 ff
    Dezember 29, 2009

    Wieso hat Gaia’s Bruder Mars es nicht geschafft? War wohl zu doof?!

    Das könnte man so sehen, auch wenn manche vielleicht das Adjektiv fertil vorziehen würden.
    Sie stören sich doch am Subjekt, gell?
    Oder ziehen eine die Doof-/Schlauheit des Sonnensystems vor? 😉

    Am Rande, wie müssen wir denn handeln, was ist Ihr Problem?

    Beste Grüße!
    ff

  29. #29 Jan Müller
    Dezember 29, 2009

    @Eddy

    “Wieso hat Gaia’s Bruder Mars es nicht geschafft? War wohl zu doof?! ”

    Wieso hat der es denn nicht geschafft?

  30. #30 Jan Müller
    Dezember 29, 2009

    @Eddy nochmal

    “Es gibt den edlen Wilden nicht. Er ist genauso grausam und selbstsüchtig wie wir.”

    Wo liegt das Problem? Und die Neuigkeit?

    “Wir müssen handeln,…”

    Oha, ist das jetzt ein Aufruf zum Kollektivismus? Wie dem auch sei, wenn dieser Zeitpunkt gekommen ist (?), gibt es garantiert ‘ne Menge Gegröhle. Es wird heißen: Fanatismus, Umweltreligion, Profilneurose, überhaupt nix bewiesen, Die Erde hat sich schon immer gewandelt, bla bla bla. Was willst du denen dann sagen?

  31. #31 markus
    Dezember 30, 2009

    @eddy

    im unterschied zu unserer westlichen kultur verehren die urvölker die erde und all ihre geschöpfe. diese menschen nehmen sich das von mutter erde was sie zum überleben benötigen, das kann man von uns ja nicht gerade behaupten oder?
    sie machen sich auch nichts aus geld. wenn sie sagen das diese menschen genauso sind wie wir, dann leben sie anscheinend auf einem anderen planeten.
    wir angeblich zivilisierten menschen sollten sich lieber mal ein beispiel an diesen völkern nehmen. aber nein das geht ja gar nicht denn in den augen von so vielen menschen sind das ja primitive menschen die keine ahnung vom leben haben.

    deswegen müssen sie ja auch “kultiviert” werden und wenn das nicht geht dann werden sie halt ermordet. schon traurig wenn man sich als mensche über einen anderen stellt finden sie nicht?

    und der begriff gaia wird von diesen völkern verwendet, denn sie sind der meinung das jeder baum, jedes tier, jeder stein usw. göttlich ist. und gaia die mutter aller lebewesen auf erden ist. was an diesem gedanken schlimm sein soll entzieht sich mir leider. ich finde es schön wenn es noch menschen gibt die unseren planeten lieben und schätzen und nicht auf deren ausbeutung aus ist.

    lg markus

  32. #32 Engywuck
    Dezember 30, 2009

    von welchen Urvölkern redest du?

    von Römern, die ganz Italien abgeholzt haben, wodurch wir nun “mediterranes Klima” dort haben?
    von griechen, die bewusst in Kriegen möglichst viele Umweltschäden anrichteten?
    von Arabern, die bei der Eroberung Palästinas die dortigen Waldbestände abholzten?
    von Indianern, die ganze Tiergattungen ausrotteten?
    von Maori, die Vogelarten ausrotteten (neben dem moa z.B. auch den Haastadler, größter Greifvogel der Erde) und kurz davor waren, sich die Lebensgrundlage zu zerstören bis irgendwer schlaues das bemerkte und in “religiöse” Verbote verwandelte?
    von den Bewohnern der Osterinsel, die sich die Lebensgrundlage komplett selbst zerstörten?

    wenn indigene Völker “im Einklang mit der Natur leben” hat das m.E. einen von drei Gründen:
    – eurozentrismus — wir wollen glauben, dass sie besser als wir seien und sehen deshalb nur das was dazu passt
    – die Gruppe hatte sich beinahe selbst ausgerottet und grad noch die Kurve gekriegt, was zu entsprechenden religiösen Verboten und Geboten führte
    – damit zusammenhängend: das Land gibt gerade so viel her, dass man überleben, nicht aber dass man mehr als überleben kann (um viele Bäume zu fällen benötige ich genug Nahrung, um die Arbeit durchzustehen)

    Die Maori haben übrigens die ersten Musketen die auf die insel kamen dazu genutzt,sich gegenseitig auszurotten. Viele afrikanische Sklaven wurden den Europäern von Afrikanern verkauft. Etc.

  33. #33 markus
    Dezember 30, 2009

    ja ich spreche z.b. von den mouri oder den süd oder nordamerikanischen ureinwohner die durch unsere westliche gesellschaft versklavt und getötet wurden und all das stand unter dem motto wir müssen sie zivilisieren.

    wusste gar nicht das die moari tiere ausgerottet haben, woher hast du die info wenn ich fragen darf???

  34. #34 Engywuck
    Dezember 30, 2009

    altbekanntes wissen, aber z.B. für dich als erste Anlaufstelle Wikipedia:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Moa
    “zeigte die Palynologie, dass Neuseeland vor der Ankunft der Māori mit Ausnahme der subalpinen Zonen vollständig bewaldet war, die Grasländer also keineswegs eine natürliche Landschaft waren. ”
    “Inzwischen lässt sich die Geschichte der Ausrottung recht gut rekonstruieren. Am Ende des 13. Jahrhunderts erreichten polynesische Einwanderer das zuvor wahrscheinlich menschenleere Neuseeland und begannen mit der Auflichtung der geschlossenen Wälder. Frühe polynesische Siedlungsplätze enthalten große Mengen von Moaknochen. Mit Ausnahme von Pachyornis australis hat man von jeder Moa-Art Überreste in Verbindung mit Menschen gefunden. Die Moas hatten abgesehen vom Haastadler keine natürlichen Feinde. […]Schon die polynesischen Hinterlassenschaften aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts weisen keine Moaknochen mehr auf. ”
    (Maori gehören zu den polynesischen Volksgruppen und sind Nachfahren dieser Siedler)

    http://de.wikipedia.org/wiki/Haastadler
    “Dem Harpagornis wurde nachgesagt, er sei ein Menschenfresser. Im Gegensatz zu den Moas wurde er wie viele andere Greifvögel möglicherweise zielgerichtet ausgerottet, das schnelle Verschwinden seiner Hauptbeute, der Moas und anderer großer flugunfähiger Vögel, dürfte sein Aussterben noch beschleunigt haben. Es existiert eine Reihe von fossilen Funden, darunter drei vollständige Skelette und von Siedlern bearbeitete Knochen. Es wird angenommen, dass er zusammen mit den Moaarten im 15. Jahrhundert ausstarb, jedoch halten sich angebliche Sichtungen über große Adler bis ins 19. Jahrhundert. ”

    http://de.wikipedia.org/wiki/Osterinsel
    ” * Nachdem der Boden bis zum Ende des 13. Jahrhunderts oberflächenschonend bearbeitet wurde, ist spätestens ab 1300 n. Chr. eine radikale Entwaldung mit zunehmender Bodenerosion nachgewiesen. Dies führte zur Aufgabe von Siedlungen.
    […]
    * Nach 1425 ist ein höchst intensivierter Landbau unter Nutzung innovativer Möglichkeiten (mit Mauern geschützte Kleinstanbauflächen, Steinmulch) feststellbar, der aber mit dem Zusammenbruch der Stammesgesellschaft in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts wieder aufgegeben wird.
    * Ab etwa 1500 bis zum Eintreffen der Europäer kommt es zu vermehrten Überfällen und Stammeskriegen unter Anwendung neuartiger Waffen (mata’a = mit scharfen Obsidianspitzen versehene Kurzspeere). Wahrscheinlich breitet sich auch Kannibalismus aus. Die Kriegerkaste gewinnt an Einfluss.
    * Wie aus archäo-biologischen Untersuchungen von Abfallhaufen der Siedlungen erkennbar ist, nimmt die Zahl und Artenvielfalt der Seevögel nach 1650 n. Chr. als Nahrungsquelle rapide ab.
    * Ab Mitte des 17. Jahrhunderts kommt der Bau monumentaler Bildwerke zum Erliegen.
    * Ab dem Ende des 17., spätestens in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts werden die Kultplattformen durch die Insulaner selbst systematisch zerstört und die Statuen umgeworfen. Es kommt zu einem völligen Verfall der tradierten, auf der Ahnenverehrung fußenden Kultur.

    Es ist heftig umstritten, wo die Wurzeln für diesen Kulturverfall zu suchen sind, die Mehrzahl der Forscher geht jedoch heute davon aus, dass die Probleme von den Insulanern selbst verursacht wurden. Derzeit sehr populär ist die von Jared Diamond publizierte These des Raubbaus an den natürlichen Ressourcen, der zur Störung des ökologischen Gleichgewichtes auf der isolierten Insel geführt hat.”
    “Ihren heutigen Namen erhielt die Osterinsel von dem Holländer Jakob Roggeveen, der im Auftrag der Westindischen Handelskompanie am Ostersonntag, dem 5. April 1722 mit drei Schiffen dort landete. Er nannte sie Paasch-Eyland (Osterinsel), nach dem Tag der Entdeckung.” (zuvor keine Landung, die nächste Landung ist 1770 nachgewiesen – der Kulturzerfall setzte also *vor* Ankunft der Europäer ein)

    nicht zu vergessen: http://de.wikipedia.org/wiki/Naturvolk#Naturv.C3.B6lker
    “Der romantisierende Begriff Naturvolk wird im Deutschen oft synonym mit „Indigene Völker“ verwandt. Dieser Begriff kennt keine englische Entsprechung und ist als Teil des spezifischen Indianerbildes im deutschen Sprachraum nur ebendort bedeutend.

    Während indigen eine politische Kategorie ist, bezieht sich „Naturvolk“ auf das romantische Ideal des Edlen Wilden, der in vollkommener Harmonie mit der Natur lebe. (-> siehe Naturzustand nach Rousseau) Dabei wird übersehen, dass auch „naturverbundene“ menschliche Gemeinschaften stets „Kultur“ hervorbringen. So sind beispielsweise die tropischen Regenwälder und die Tundren des russischen Nordens Kulturlandschaften, die durch indigene Völker geprägt wurden und werden. Das Umweltbewusstsein und die soziale Harmonie „natürlicher“ und früher Gesellschaftsformen werden durch kulturanthropologische Studien in Frage gestellt.”

  35. #35 Engywuck
    Dezember 30, 2009

    mein voriger Kommentar enthielt anscheinend zu viele Links – muss also noch freigeschaltet werden. Dann bekommst Antwort :)

  36. #36 Jan Müller
    Dezember 30, 2009

    @Markus

    So als populärwissenschaftlichen Einstieg würde ich Jared Diamond empfehlen (v.a. “Arm und Reich”, aber gern auch “Kollaps”), etwas redundant, aber ansonsten gut zu lesen. Die “zu zivilisierenden Völker” ihrerseits haben sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten kaum anders verhalten als “westl. Zivilisationen”. Da wird auch im einzelnen auf das ausgerottete Großwild eingegangen, inklusive Neuseeland/Australien, aber nicht nur da.
    Gruß, Jan.

    @Engywuck

    Ja, die Musketenkriege sind ein schönes Beispiel, oder man beachte die Verbreitung von Schußwaffen im frühneuzeitlichen Japan. Als hätten sie die ganze Zeit drauf gewartet.

  37. #37 Stefan P
    Dezember 30, 2009

    Von den straußenähnlichen Moas gab es nach derzeitigem Stand der Wissenschaft 10 Arten, deren größte bis über 3,50 m groß werden konnte; dies sind vermutlich die größten gefederten Tiere, die je gelebt haben. Alle Arten hatten einen eher kleinen Kopf und kräftige Beine. Vor der Ankunft des Menschen hatten Moas nur einen natürlichen Feind: Den Haast-
    @ markus

    …tja, die ‘guten’ Wilden sind nicht immer gut:

    Adler, der eine Spannweite von bis zu drei Metern gehabt haben soll. Lange Zeit wurden Kiwis als ihre engsten Verwandten angesehen, doch legen neuere DNA-Analysen nahe, dass sie eher mit Emus und Kasuaren verwandt waren. Aus diesen Analysen kann sich auch ergeben, dass die Anzahl der Moa-Arten größer war als bisher angenommen.

    Moas lebten früher auf beiden Inseln – Gelegenheit, sie zu sehen, haben wir jedoch leider nicht mehr: Sie wurden vermutlich schon im 15. Jahrhundert *durch intensive Bejagung ausgerottet. Sie wurden wurden wegen ihres Fleisches, der Federn und der Knochen gejagt, aber auch ihre Eier waren bei den Maori als Nahrungsmittel begehrt…

    * da gab es dort noch keine ‘konservativen’, von der Öllobby bezahlten Energieverschwenderfreaks

  38. #38 Stefan P
    Dezember 30, 2009

    ups, alles etwas durcheinander:

    @ markus

    …tja, die ‘guten’ Wilden sind nicht immer gut:

    “……Von den straußenähnlichen Moas gab es nach derzeitigem Stand der Wissenschaft 10 Arten, deren größte bis über 3,50 m groß werden konnte; dies sind vermutlich die größten gefederten Tiere, die je gelebt haben. Alle Arten hatten einen eher kleinen Kopf und kräftige Beine. Vor der Ankunft des Menschen hatten Moas nur einen natürlichen Feind: Den Haast-Adler, der eine Spannweite von bis zu drei Metern gehabt haben soll. Lange Zeit wurden Kiwis als ihre engsten Verwandten angesehen, doch legen neuere DNA-Analysen nahe, dass sie eher mit Emus und Kasuaren verwandt waren. Aus diesen Analysen kann sich auch ergeben, dass die Anzahl der Moa-Arten größer war als bisher angenommen.

    Moas lebten früher auf beiden Inseln – Gelegenheit, sie zu sehen, haben wir jedoch leider nicht mehr: Sie wurden vermutlich schon im 15. Jahrhundert *durch intensive Bejagung ausgerottet. Sie wurden wurden wegen ihres Fleisches, der Federn und der Knochen gejagt, aber auch ihre Eier waren bei den Maori als Nahrungsmittel begehrt……”

    * da gab es dort noch keine ‘konservativen’, von der Öllobby bezahlten Energieverschwenderfreaks

    http://www.aotearoa-nz.info/country/fauna/fauna/flightless_birds.html

  39. #39 AndyR
    Dezember 31, 2009

    Eine weitere Kritik bzw Rezension findet sich bei Paraphaenomenalia:

    http://www.paraphaenomenalia.org/2775/filmrezension-james-camaron-avatar-usa-2009/

  40. #40 AndyR
    Dezember 31, 2009

    Sorry: dieser Link ist noch hilftreicher und trifft besser. Er verlinkt zur Kritik von Ingo Juknat am dem Film:

    Der mit dem Baum tanzt

    http://www.westropolis.de/ingo.juknat/stories/58869/

  41. #41 Eddy
    Januar 2, 2010

    Hallo Jan und Co.,

    Gut gerutscht? Nein? Kommt erst noch! 😉

    Was ist mein Problem?

    Ich halte es für regelrecht gefährlich, wenn die Esoterik im wissenschaftlichen Gewand daherkommt. Umso bedenklicher finde ich es, wenn diese “Wissenschaftler” Schlüsselpositionen einnehmen, wenn sie Einfluss auf die Wissenschaft nehmen usw… Wir reden doch hier seit Wochen über das IPCC und wie es beeinflusst wurde von einigen wenigen Wissenschaftlern?!

    Und darum geht es mir auch bei der Gaia-religion. Wenn eine Metapher anhand von einigen mathematischen Gleichungen zur Realität erhoben wird, läuft es mir kalt den Rücken hinunter. Was ist die Gaia-theorie denn anderes? Das Leben auf der Erde reguliert den Co2-gehalt der Luft, den O2-gehalt? Ein scheinbares Gleichgewicht wird von den Lebwesen (bzw. Gaia) “bewusst” reguliert?

    Bei Darwin geht es um Anpassung, um die beste Fähigkeit sich anzupassen, bzw. das Glück eine bestimmte Veränderung am besten zu verkraften. Wo hätte Gaia sich denn anpassen können. Wieviele Versuche und Irrtümer gab es?

    Ein Vorschüler erkennt doch, dass hier ein Denkfehler vorliegt. Die Lebewesen auf der Erde haben sich angepasst und sie tun es immer noch. Früher überlebten andere Lebewesen als heute und es gibt sogar solche die in der Hölle üerleben würden.

    Bei Gaia handelt es sich um eine endlose Kette von glücklichen Zufällen, bzw. dem anthropischen Prinzip.

    Bei Darwin, bzw. dem Leben an sich, handelt es sich nur zu Anfang um einen glücklichen Zufall. Der Rest heisst “survival of the fittest”, wobei ein rein zufälliger Zellhaufen keine Überlebenschancen hat, sondern nur wohlorganisierte Zellstrukturen und komplexe Lebewesen, die von einem inneren Relulationssystem gesteuert werden.

    Die Wilden sind übrigens genauso wie wir. Es gibt keinen einzigen Hinweis darauf, dass irgend eine Form des Menschen andere Verhaltensformen aufweist wie wir. Sogar Affen verhalten sich wie Menschen, wenn man ihnen zuviel Bananen schenkt. Reflexartig erklettert das Alphamännchen den Haufen und verteidigt seine Beute bis aufs Blut.

    Die Lösung wären also kleinste Menschengemeinschaften in einer intakten Natur….

    MfG
    Eddy

  42. #42 Jan Müller
    Januar 3, 2010

    @Eddy

    Doch, bin bestens in neue Jahr gekommen. Ich hoffe, du auch.

    “Ich halte es für regelrecht gefährlich, wenn die Esoterik im wissenschaftlichen Gewand daherkommt. Umso bedenklicher finde ich es, wenn diese “Wissenschaftler” Schlüsselpositionen einnehmen, wenn sie Einfluss auf die Wissenschaft nehmen usw… Wir reden doch hier seit Wochen über das IPCC und wie es beeinflusst wurde von einigen wenigen Wissenschaftlern?!”

    Wenn wir über CC reden: Nein, wir reden von mehreren 10 tausend der kompetentesten Köpfe der Welt, die, aus den verschiedensten fachbereichen kommend, in überragender Übereinstimmung dieselben Befunde liefern, was aber einigen nicht passt, die sich zudem noch einer eindeutigen politischen Provinienz zuordnen lassen.

    “Und darum geht es mir auch bei der Gaia-religion.”

    Ich fand die Frage, warum es Mars nicht geschafft hat, in diesem Zusammenhang seltsam. Ich habe keine Affinität zur Gaia-Theorie, kenne mich damit auch nicht aus.

    “Bei Gaia handelt es sich um eine endlose Kette von glücklichen Zufällen, bzw. dem anthropischen Prinzip.”

    In der Theorie spricht ganz ohne “gaia” vom Zustandekommen von Gleichgewichtszuständen in Ökosystemen. Die sind nicht unendlich, waren auch nicht schon immer da, schon klar. Das glücklich Zufälle wichtig waren, ist auch geschenkt.

    “Bei Darwin, bzw. dem Leben an sich, handelt es sich nur zu Anfang um einen glücklichen Zufall. Der Rest heisst “survival of the fittest”, wobei ein rein zufälliger Zellhaufen keine Überlebenschancen hat, sondern nur wohlorganisierte Zellstrukturen und komplexe Lebewesen, die von einem inneren Relulationssystem gesteuert werden.”

    Wobei das “fittest” immer wieder gerne missverständlich übersetzt wird; Darwin meinte damit den “bestangepassten”, nicht den “stärksten”.

    “Die Wilden sind übrigens genauso wie wir. Es gibt keinen einzigen Hinweis darauf, dass irgend eine Form des Menschen andere Verhaltensformen aufweist wie wir. Sogar Affen verhalten sich wie Menschen, wenn man ihnen zuviel Bananen schenkt. Reflexartig erklettert das Alphamännchen den Haufen und verteidigt seine Beute bis aufs Blut.”

    Ich nehme mir mal die Freiheit, zwischen Primaten und Homo sapiens den ein oder anderen Unterschied zu sehen, habe gerade “Mein Leben als Pavian” gelesen (ehrlich gesagt war’s ein Hörbuch :-)). Zu den “edlen Wilden” habe ich mich oben doch geäußert. Du scheinst die Vorstellung zu haben, Pro-AGW-ler seinen alles verkappte Sozialromantiker. Das käme auf mich nicht hin.

    Grüße, Jan.

  43. #43 Krishna Gans
    Januar 3, 2010

    @Jan Müller
    KEnnst Du das Ziell des IPCC, die Aufgabe ?
    Nein, wohl nicht, weil Du dann diesen

    Wenn wir über CC reden: Nein, wir reden von mehreren 10 tausend der kompetentesten Köpfe der Welt, die, aus den verschiedensten fachbereichen kommend, in überragender Übereinstimmung dieselben Befunde liefern, was aber einigen nicht passt, die sich zudem noch einer eindeutigen politischen Provinienz zuordnen lassen.

    Blödsinn nicht geschrieben hättest.
    IPCC Mandat
    Da sitzen keine 10 Tausende und viele politische Beamte.

  44. #44 Eddy
    Januar 3, 2010

    @Jan Müller

    Viele AGW-ler sind Sozialromantiker. Und beim IPCC gibt es nur sehr wenige, die bestimmen, was die Öffentlichkeit aufsaugt. Und ist der Bericht trotz alledem nicht katastrophistisch genug wir er sogar kritisiert, wie beim Meeresspiegelanstieg.

    Bleiben also noch sehr viele Wissenschaftler die denken, dass die globale Erwärmung ein Problem darstellt. Die Frage sei hier erlaubt, wieso diese Leute das denken. Weil sie auch an die 10.000 Wissenschaftler glauben? Oder weil sie denken, dass so oder so etwas getan werden muss?
    Wir haben doch heute eine ähnliche Situation wie damals beim BSE-flop. Die Daten widersprechen allmählich der Theorie. Was gestern noch “schneller” “schlimmer” “dramatischer” hiess, muss allmählich abgeschwächt werden. Naja, es geht halt vielleicht doch nicht so schnell voran….. deshalb wird es aber länger anhalten … usw….

    Das haben wir bei jeder Oekopanik bisher mitmachen müssen. Und nachher ist die Wissenschaft eh egal?! Die Angsttrompeter haben immer recht?!

    Und den Mars habe ich ins Spiel gebracht, weil Gaia ja die Erde ist und der Bruder “Mars” es nicht geschafft hat die Biosphäre zu stabilisieren. Wieso hat er das nicht geschafft. Und was hat Gaia besser gemacht?

    Wer solch fantastischen Theorien entwirft oder verteidigt müsste das doch “mit links” beantworten können.

    Finden SIE es nicht lustig, dass ICH hier die Wissenschaft gegen die Esoterik verteidigen muss, obschon ich ein böser Wissenschaftsleugner bin? Einer der böse böse Fragen stellt….

    MfG
    Eddy

  45. #45 Jan Müller
    Januar 3, 2010

    @Krishie

    Also erstmal, mach dich mal schlau in Bezug auf die Rolle der politischen Beamten. Die haben nämlich nicht das Mandat, das kommunistische Weltregime zu installieren, sondern folgen im Gegensatz zu deiner Vorstellung vielmehr deiner Agenda. Was die sience angeht, höre die Worte deines mutmaßlichen Lieblingsfeindbildes: http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/klimalounge/medien-check/2009-03-06/klimakonsens-97-prozent.

    Dafür hätte es auch andere Quellen gegeben, aber auf dem Blog kennst du dich ja aus, oder?

  46. #46 Ja Müller
    Januar 3, 2010

    @Eddy,

    “Viele AGW-ler sind Sozialromantiker. Und beim IPCC gibt es nur sehr wenige, die bestimmen, was die Öffentlichkeit aufsaugt. Und ist der Bericht trotz alledem nicht katastrophistisch genug wir er sogar kritisiert, wie beim Meeresspiegelanstieg.”

    Für mich hat das Thema gar nichts romantisches, Eddy. Und die Tatsache, das es Leute gibt, die den IPCC für untertrieben halten (und sich auch nicht durchsetzen), ist von dir noch nie kritisiert worden. Wenn du meine Meinung hören willst: Das Thema wird vor allem von Rechtsliberalen am kochen gehalten, Frau Palin ist ja neuerdings auch dagegen. Und eure Motivation ist keineswegs akademischer Natur, ihr setzt das komplett mit Politik gleich: Was nicht darf, kann auch nicht sein. Das ist auch der Grund, warum es euch völlig wurscht ist, wie Kritik formuliert wird, hauptsache ans Bein pinkeln. Aber wie ich schon sagte: Sorge dich nicht: Bisher hat deine Fraktion doch recht bekommen; Ich kann keine Reduktion nirgends sehen.

    “Bleiben also noch sehr viele Wissenschaftler die denken, dass die globale Erwärmung ein Problem darstellt. Die Frage sei hier erlaubt, wieso diese Leute das denken. Weil sie auch an die 10.000 Wissenschaftler glauben? Oder weil sie denken, dass so oder so etwas getan werden muss?”

    Eddy, verstehst du absichtlich nicht? Es geht nicht darum, ob etwas getan werden muss, dazu soll sich jeder Bürger seine eigene Meinung bilden, so läuft das. Es geht darum, das fast die gesamte Gruppe der mutmaßlich kompetenten Menschen ein Bild von Klimavorgängen hat, erworben durch den wissenschaftl. Umgang mit der Materie, so läuft das in wissenbasierten Gesellschaften. Mit Glauben hat das nichts zu tun, sondern schlicht mit dem objektiv erreichbaren Stand des Wissens zum Thema. Es ist erstaunlich, das niemand bei euch begreift, wie irre das eigentlich ist. Was nehmt ihr euch denn als nächstes vor: Krebsgate?

    “Wir haben doch heute eine ähnliche Situation wie damals beim BSE-flop. Die Daten widersprechen allmählich der Theorie.”

    Nein, die Daten wiedersprechen nicht der Theorie, auch beim wiederholten male nicht. http://tamino.wordpress.com/2009/12/07/riddle-me-this/, hast du aber sicher schon mal ignoriert, oder. War hier auch schon Thema. Eddy, ich würde ungern als Info-Verklappungsstation enden. Ich bin auf deine Einwände sachlich eingegegangen, sofern es sachliches gab. Wieso nicht mal umgekehrt?

    “Und den Mars habe ich ins Spiel gebracht, weil Gaia ja die Erde ist und der Bruder “Mars” es nicht geschafft hat die Biosphäre zu stabilisieren. Wieso hat er das nicht geschafft. Und was hat Gaia besser gemacht?”

    Weiß ich nicht, vermutlich eine habitablere Zone oder sowas. Ich verstehe nur nicht, wieso der Mars unzufrieden sein sollte. Du merkst nichtmal, das deine Argumentation der der Gaiafreunde ähnelt. Aber wenn du sagst, Erde hat es geschafft: Von der eingehenden Sonnenstrahlung werden nur ca. 0,05% photosynthetisch verwertet. Hätte es Erde deine Meinung nach eher geschafft, wenn wir, sagen wir mal, 2% erreicht hätten? Überleg dir nur die üppige Vegetation. Fakt ist; Mars hat eine Atmosphäre, die Gleichgewichte ausgebildet hat, wie auch die Erde. Und zumindest bei der Erde wissen wir mit Bestimmtheit, das da lauter Lebensformen dranhängen.

    “Finden SIE es nicht lustig, dass ICH hier die Wissenschaft gegen die Esoterik verteidigen muss, obschon ich ein böser Wissenschaftsleugner bin? Einer der böse böse Fragen stellt….”

    Eddy, ich nehme mittlerweile an, du weißt schon gar nicht mehr, gegen was du eigentlich sturmläufst. Für dich fällt die Entscheidung, was denn nun Esoterik ist und was nicht, in einem ergebnisgeschlossenen Raum. Du musstest auch gar nix verteidigen, es war schon weiter oben deutlich, das du mit Gaia nur einen Strohmann aufbaust, Georg hat sich doch geäußert (ff auch). Eine Frage ist nicht böse, weil es eine Frage ist, sie könnte auch etwas gaaanz anderes sein. Errätst du, was ich meine?

    MfG, Jan.

    P.S.: Ich komme zu dem Schluss, das ich auch nicht besser weiß als die anderen, wie mit chronischen Leugnern zu verfahren ist, sei’s drum. Aber es offensichtlich, das ich mit meinen Einwürfen nicht zur Qualitätssteigerung des Blogs beitrage. Insofern lass uns das einfach mal gut sein, wir haben ja beide besseres zu tun. Ich sollte mehr passiv genießen.

  47. #47 Krishna Gans
    Januar 3, 2010

    @Jan Müller
    Eine vernünftige Anrede, bitte sehr, ok, sonst geht erstmal garnichts.
    Ja, den Thread kenn ich noch, Wissenschaft per Meinungsumfrage, nimm noch die Wette von Rahmstorf dazu und der Boden der Seriosität ist total verlassen.

    Also erstmal, mach dich mal schlau in Bezug auf die Rolle der politischen Beamten.

    Was meinst denn Du, wer am Ende die Zusammenfassungen schreibt ?
    Und wievele Deiner xyz-tausenden Wissenschaftler beim IPCC tatsächlich sitzen und arbeiten.

  48. #48 Ja Müller
    Januar 3, 2010

    @ Herr Krishna Gans

    “Und wievele Deiner xyz-tausenden Wissenschaftler beim IPCC tatsächlich sitzen und arbeiten.”

    Und jetzt lies nochmal nach, wieviele meiner xyz-tausenden Wissenschaftler dem IPCC zustimmen. Und wieviele Paper veröffentlichen, die beim IPCC reviewt werden. Immer total radikal, weil die politischen Beamten da ganz scharf drauf sind. Sachma, weißt du eigentlich noch, worüber du hier redest?

    Und dann erst dein Gejammer wegen der Umfrage: Das geht ja nu gar nicht, schon klar, ist bestimmt irgendwie unseriös. Soll ich dir mal was sagen? Deine Meinung wäre eine andere, wenn das Ergebnis anders ausgefallen wäre. Ist es aber nicht, und es geht völlig OK, nachzufragen, nur ihr Denierfritzen macht selbst das noch zum Skandalon.

    Im Übrigen hat Kai dich dankenswerterweise doch darauf hingewiesen, das du den Boden der Seriösität noch gar nicht betreten hast: http://www.scienceblogs.de/primaklima/2009/12/das-warme-mittelalterliche-optimum-teil-ii-die-meinung-eines-historikers.php#comment78625

    Und was machst du, um mir die ganze Perfidität des IPCC zu demonstrieren? Du verlinkst mir die PRINCIPLES GOVERNING IPCC WORK. Jaha, das weiß man gleich, was abgeht.

    Ein Trauerspiel. Krishie, ich verliere die Lust. Ich glaube auch nicht, das ihr Typen überhaupt noch für rationale Argumente zugänglich seit.

  49. #49 Krishna Gans
    Januar 3, 2010

    @Jan Müller
    Wer mit dem “Argument” Denier und Leugner, die Herkunft ist ja bekannt, um sich wirft, ist sowieso fern jeder Diskussionsgrundlage und, ich wiederhole mich, ein agent provocateur.
    Wegen Umfragen kammere ich nicht, ich amüsiere mich darüber, wie heute “Wissenschaft” betrieben wird.
    Wer sonst keine Argumente hat, der ruft “nach dem großen Bruder”, plärrt “Konsens”, einem Begriff aus der Politik und nicht aus der Wissenschaft.
    Offensichtlich hat Du meinen Link zum IPCC Dokument nicht gelesen, um die Passage, die ich meine:

    2. The role of the IPCC is to assess on a comprehensive, objective, open and transparent basis the scientific, technical and socio-economic information relevant to understanding the scientific basis of risk of human-induced climate change, its potential impacts and options for adaptation and mitigation.

    Nicht mehr, nicht weniger, diesbezügliche wissenschaftliche Literatur wird ausgewertet.

  50. #50 lotma
    Januar 3, 2010

    @Krishna Gans

    und ergänzend sei die Anleitung dazu, wie “Wissenschaft” auszuwerten ist,
    durch die Schrift “The Rules of the Game” vom CRU hier genannt.

  51. #51 Krishna Gans
    Januar 3, 2010

    @Lotma
    Stimmt, hatte ich vergessen.
    Ich habe das Ding auf der Platte, könnte so mal eben keinen Link dazu einstellen ;.)
    Sollte mit google aber auch gehen.

  52. #52 Krishna Gans
    Januar 3, 2010

    @Lotma
    Ich hab’s doch noch gefunden ;.)
    Rules of the Game

  53. #53 lotma
    Januar 3, 2010

    @ Krishna Gans

    Du gibst Dir so viel Mühe und schaltest gar noch den Link
    für Herrn Jan Müller. Er darf doch ruhig mal suchen, so dass er
    auch mal andere Meinungen und Standpunkte kennenlernt.
    Allein climategate ist ein füllendes Programm.

  54. #54 Krishna Gans
    Januar 3, 2010

    @Lotma
    der sucht doch nicht, wer mit seinem Vokabular “argumentiert” ist resistent und uninteressiert. Er hat doch seine Meinung, eingefahren wie Spurrillen in der Autobahn nach 10 Jahren auf der A3 bei FFm, oder rauf nach Kassel.
    Aber wie das eben so ist, die Schleudergefahr bei Regen ist arg groß, Aquaplaning.
    Der kommt auch noch dahin, hoffe ich
    😉

  55. #55 Krishna Gans
    Januar 4, 2010

    @Jan Müller
    McLean solltest du Dir mal antun,
    insbesondere links, unter “General”, was da so über das IPCC steht.
    Ist teilweise recht erhellend:
    http://mclean.ch/climate/global_warming.htm

  56. #56 islandguy
    Januar 4, 2010

    Cameron ist ein 100%iger, andere dürfen in Hollywood erst gar nicht so viel Geld in die Hand nehmen. “Avatar” stellt inhaltlich eine Art “Pocahontas meets Gaia”-Mischung dar, deren zentrale Aussage ist, daß der technisch/wissenschaftlich geprägte Mensch eine Lebensform ohne Augenmaß und Werte ist.

    Im weitesten Sinne gehört der Film in die lange Reihe der Spiritualitätpropaganda, mit einer klaren Spitze gegen die Existenz des Menschen. Auf diese Weise unterstützt er diejenigen Bestrebungen in der Welt, die mit allen Mitteln versuchen die Zahl der Menschen auf der Erde zu reduzieren.
    Als Wissenschaftler oder Techniker kann man diesen Film inhaltlich nicht feiern, denn er richtet sich präzise gegen Wissenschaft und Technik.

    Hinzu kommt, daß wenn denn schon mal mit großen Aufwand und sogar in 3D extraterristrisches Leben gezeigt wird, dieser Film nur als absolut phantasielos bezeichnet werden kann. Ein Paar Beine mehr… wow, beeindruckend. Eine teure, vergebene Gelegenheit – Schade.

  57. #57 Eddy
    Januar 4, 2010

    @Jan Müller

    Nur damit wir uns nicht missverstehen:

    Ein Strohmann?? Ich werde als “Schwätzer” beschimpft weil ich von einem Buch rede, das ich zuhause liegen hatte und Lovelocks Gaia-Theorie enthielt.

    Das passiert mir regelmässig HIER und zwar tut das ein Klimawissenschaftler der Georg Hoffmann heisst. Und ICH baue jetzt einen Strohmann? Mehr “on-topic” hätte ich gar nicht sein können. Meine Aussagen entsprechen der Wahrheit und sind wissenschaftlich.

    Aber ICH bin der Böse?!

    SO argumentieren SIE!

    Dasselbe unten im MWP-Thread. Schon sehr früh erklären SIE die Diskussion um die MWP wäre schon geklärt. Aber ICH bin off-topic?? Bloss weil ich der Meinung bin, dass die Diskussion noch nicht geklärt ist?

    Und bloss weil sie mir Tamino dahinschmeissen bin ich jetzt der Böse der ihre Fragen nicht beantwortet?

    Ein wissenschafstliche Aussage ist die, dass wir nicht wissen wie sich die Temperatur in den nächsten 20 Jahren entwickeln wird und dass die aktuelle Stagnation kein Beweis dafür ist, dass die Erwärmung nicht voranschreiten wird.

    Dass es keine Stagnation gäbe ist absolut unwissenschaftlich. Und der Rettungsfallschirm, dass eine Stagnation über die nächsten 20 Jahre auch nichts bedeuten würde ist genauso unwissenschaftlich.

    Warum werfen SIE MIR das vor?

    MfG
    Eddy

  58. #58 Krishna Gans
    Januar 4, 2010

    @Eddy
    Du mußt Dich doch vor diesem Lümmel, äh, Müller nicht dauernd rechtfertigen.
    Hast Du es noch immernicht geschnallt ?
    Der provoziert nur und laufend, laß ihn.
    Sowas von Scheuklappen wie der vor den Augen hat kann man den zu den Blinden zählen.

  59. #59 Doctor Who
    Januar 5, 2010

    @An alle

    Mäßigt euren Tonfall, bitte.

    Um zum Thema zurückzukommen. Ich habe den Film auch noch nicht gesehen. Und ob es nun GAIA gibt oder nicht, spielt doch keine Rolle. Es ist schließlich das Universum in dem wir leben, das jegliches Leben (auch das auf anderen Planeten, Monden, Asteroiden, oder sonstwo), welches sich sekündlich verändert (es sterben Sterne, Schwarze Löcher werden größer, Wellen von Gamma-Strahlung ziehen durchs All, Unsere Sonne wird sterben) welches den Lauf der Dinge beeinflusst. Ihr sollte euch mal im “Orion Arms Universe Projekt” einklinken. (Ist zwar auf Englisch, aber interessant), da wird auf reiner wissenschaftlicher Basis ein Universum erstellt das von dem Punkt ausgeht das es mehrere Zivilisationen, unterschiedliche Ökosysteme und Zeitalter gibt. Das ist auf jedenfall interessanter und nachdenklicher als das was so “Experten” wie Jan Müller, Islandguy oder Eddy hier abgeben.

    Wie sooft von einigen hier gesagt Lovelock hatte eine “Hypothese” aufgestellt, nicht mehr und nicht weniger. Und zum Thema Zufall: “ES GIBT KEINE ZUFÄLLE”. Oder um es mit Albert Einstein zu sagen: “Gott würfelt nicht”. (Nein ich bein kein Kreationist, kein Jünger des “Intelligent Designs”).

    Und wenn es hier nicht Thema ist. Fakt ist der Klimawandel existiert. Allerdings ob er von Menschen gemacht ist, oder natürlich, ist immmer noch nicht nachhaltig geklärt. Und allen Klimaleugner und Klimahysterikern sei gesagt, spätestens in ca 1 Mrd Jahre (dann wenn die Erde mehr Ähnlichkeit mit ihrem Schwesterplaneten Venus hat) hat sich die Frage so oder so erübrigt.

    Und wenn ich die infame, teilweise kindische Art und Weise miterlebe, wie bei manchen Threads eine Diskussion geführt wird, weiß ich schon warum Doctor Who immer wieder verschwindet.

  60. #60 Doctor Who
    Januar 5, 2010

    Nachtrag:

    Oder besser: By the Way !

    (Ich weiß hat nichts mit dem Thema zu tun)
    Kann mir jemand von euch den Begriff “Sophontology” erklären ?. Wenn ihr so nett seit !.

  61. #61 Doctor Who
    Januar 5, 2010

    Nachtrag 2:

    >>>>> “Ihr sollte euch mal im “Orion Arms Universe Projekt” einklinken. (Ist zwar auf Englisch, aber interessant), da wird auf reiner wissenschaftlicher Basis ein Universum erstellt das von dem Punkt ausgeht das es mehrere Zivilisationen, unterschiedliche Ökosysteme und Zeitalter gibt. Das ist auf jedenfall interessanter und nachdenklicher als das was so “Experten” wie Jan Müller, Islandguy oder Eddy hier abgeben.”

    “Und wenn ich die infame, teilweise kindische Art und Weise miterlebe, wie bei manchen Threads eine Diskussion geführt wird, weiß ich schon warum Doctor Who immer wieder verschwindet.” <<<<< Nur damit es keine Mißverständnisse gibt, hierin versteckt sich eine Menge Ironie

  62. #62 Eddy
    Januar 5, 2010

    Die KATASTROPHE

    Was wäre wenn:

    a) der Meeresspiegel jedes Jahr um 5 cm ansteigen würde

    b) die Stürme jedes Jahr um 1% zunehmen würden

    Zu a) Eine katastrophal unvorhersehbare Flutwelle von 5cm pro Jahr würde auf die Menschheit zurollen. Einziges Problem: Die Menschen müssten näher zusammenrücken. Mussten sie das die letzten 1000 Jahre noch nie machen? Oder tun sie das dauernd?

    Zu b) 1% mehr an Stürmen würde vielleicht 1% mehr an Sturmschäden anrichten. Vielleicht gäbe es sogar 1% mehr an Opfern, was aber eher unwahrscheinlich ist, da der Mensch sich anpassen kann.

    Keine von diesen Hypothesen wird auch nur annähernd angenommen. Ganz im Gegenteil redet man von einem Meeresspiegelanstieg von maximal 50 cm pro Jahrhundert. Das wären 5 cm pro Jahrzehnt. Echt gruselig?!

    Die Stürme sollen bis zu 7% zunehmen können, wenn ich mich recht entsinne. Bisher gibt es aber keine Anzeichen dafür.

    Was also übrig bleibt sind rein fiktive Tote durch Naturkatastrophen und neue Seuchen und halt der dramtisch bedrohliche Meeresspiegelanstieg. Deshalb auch mein Hinweis auf das Wirtschaftswunder Deutschlands und die Besiedelung Amerikas. Wer solche Hinweise nicht einmal versteht …

    Es bleiben also am Ende der Rechnung ein fiktiver wirtschaftlicher Schaden und fiktive Opfer.

    Gibt es zwischen Himmel und Erde (um im esoterischen Jargon zu verbleiben) keine anderen negativen Einflüsse auf die Wirtschaft und die Gesundheit? Allein der fallout rafft schon Hundertausende jedes jahr dahin. Der Feinstaub tut ein übriges. Nimmt man noch die Radonopfer, die verstrahlten Langstreckenflügler und die knusprigen Sonnenanbeter hinzu, bleibt am Ende nicht mehr viel von der Menschheit übrig.

    Und jetzt habe ich nicht einmal die hinzugezählt, die beim Bau des grössten Gebäudes der Erde in Dubai bei 45 Grad im Schatten alle dahingerafft worden sind.

    Man sieht also wie bedrohlich ein solches Szenario auf den nüchternen Laien wirkt!

    Und lieber Georg, sie hassen mich nicht weil ich ein Schwätzer und Forentroll bin, sondern weil ich die Wahrheit sage und/oder versuche herauszufinden und ihr Kataströphchen Schritt für Schritt entlarve und zeige wer hier der Homöopath und Kaffesatzleser ist.

    MfG
    Eddy

  63. #63 Edd
    Januar 5, 2010

    @Doctor Who

    Sie schreiben:
    “Und zum Thema Zufall: “ES GIBT KEINE ZUFÄLLE”. Oder um es mit Albert Einstein zu sagen: “Gott würfelt nicht”. (Nein ich bein kein Kreationist, kein Jünger des “Intelligent Designs”).”

    Man kann es auch aus einem andere Blickwinkel betrachten. Schon beim Urknall stand fest, dass auf der Erde Leben entstehen würde und dass ein gewisser “Eddy” am 5.1.2010 nach J.C. (einem unbedeutenden kurzlebigen Götzen) morgens um 7.35 Uhr etwas in einem Blog im Internet schreiben würde.

    Was ändert das an der Diskussion? Gaia könnte ein eigenständiges Wesen sein oder eben nicht. Die Klimakatastrophe könnte uns bevorstehen oder eben nicht. Ob es jetzt ein sehr sehr sehr grosser Zufall ist, dass wir hier sind, in diesem Univerum auf dieser Erde oder ob es Bestimmung ist, ändert nichts an allen anderen Gesichtspunkten.

    Wo würde man denn die Lebensform die über sich selbst nachdenken kann anderswo erwarten als in dem einzig möglichen Universum auf dem einzig möglichen Planeten, der überhaupt Leben hervorbringen kann? Was für ein Zufall … 😉

    Warum lebe ich jetzt und nicht 1700 zur kleinen Eiszeit, als die Welt noch in Ordnung war? Was für ein ungeheurer Zufall, dass gerade ich JETZT lebe?! ;-)))

    Ob Gaia wohl weiss, dass mir gerade ein Brotkrümel heruntergefallen ist? ;-)))

    MfG
    Eddy

  64. #64 Doctor Who
    Januar 5, 2010

    @Eddy
    “Oh, ich habe gerade ihren Brotkrümel gefunden und es freut mich das sie heute leben”

    Nein Ernsthaft. Ich hatte nirgendwo etwas von einem “Buch der Vorsehung”, oder dem großen Plan oder sonstwas in der Richtung gesagt und gemeint. Meine Sicht der Dinge geht in Richtung Einstein-Rosen-Podolski Paradoxon und der “Chaostheorie”. (Sie wissen schon, die Sache mit dem Schmetterling in China und dem Unwetter …). Und ja irgendwie glaube ich schon daran das alles im “System” Universum miteinander vernetzt ist. (Jetzt dürfen sie lachen). So lege ich an einer Stelle im Netz (nein ich nehme bewußt nicht den Begriff “Matrix”) den Schalter um, hat das Auswirkungen auf andere Objekte im Universum. Beispiel: Im Wald wird ein Baum gefällt, beim Umfallen reißt er Äste mit, Rinde fällt auf den Boden, eine Lichtung entsteht.

  65. #65 Eddy
    Januar 5, 2010

    @Dr Who

    Dass alles vernetzt ist im Universum ist heute glaube ich unumstritten. Das bedeutet aber nicht wirklich dass ein Schmetterling in China ein Hurrikan in den USA auslösen könnte. Das besagt nicht einmal die “Chaostheorie”. Es könnte sein dass der Flügelschlag eines Schmetterlings ein Phänomen auslöst, das andere Prozesse beinflussen kann, die am Ende einer grossen Kette von Ereignissen am Zustandekommen eines Hurrikans beteiligt sind. Allein der Flügelschlag kann den Hurrikan nicht auslösen, nicht einmal das erste Ereignis in der Kette, sondern die Begebenheiten müssen sich zu einem Bereitschaftspotential zugespitzt haben, das dann vom Schmetterling ausgelöst werden kann. So wie bei einem Sandhaufen wo ein letztes Körnlein Sand einen Kollaps des Haufens hervorrufen kann. Wäre es nicht dieses Korn, dann wäre es das nächste.

    Theoretisch könnte es sein, dass das Ereignis ohne den Flügelschlag des Schmetterlings überhaupt nicht stattfindet, oder sich in eine andere Richtung entwickelt. Das ist aber reine Theorie und wird wohl in dem berühmten “Rauschen” untergehen?

    Sorry für die dilettantische unwissenschaftliche Sprache.

    Ansonsten müsste es in etwa stimmen…. 😉

    MfG
    Eddy

  66. #66 Georg Hoffmann
    Januar 5, 2010

    So, ich habe den Film gestern in Sevilla gesehen. Super. Fantastische Animationen, das 3D Zeug funktioniert auch super, die Handlung ist ein bisschen Pocahontas. Wie bei allen Science Fiction laesst man der Technik und Naturwissenschaft die Fluegel wachsen, sozial aber stehen wir in ein paar 100 Jahren immer noch irgendwo zwischen Neanderthaler und Karl dem Grossen. Nun sagt sicher absolut keiner vom Film Team, sie haetten, was Erzaehlformen etc. einen Tarkovskij, einen Godard oder einen Fellini geschaffen. Trotzdem habe ich den Eindruck, was das Kaugummi-Massenkino angeht, welches ich auch gerne konsumiere, die Zukunft dieser Art von KIno gesehen zu haben. MIr ist zumindest immer noch schwindelig.

  67. #67 just me
    Januar 5, 2010

    in unserer Provinzstadt gibt es kein 3D… alles verdammt 2-dimensional. Aus Frust habe ich mir Flatland gekauft und gelesen und lese nun ein Buch über die Vierte Dimension. Oh ja, wir überspringen hier die verdammte Dritte Dimension.

    Ich werde mir Avatar aber auch noch angucken :).

  68. #68 Ja Müller
    Januar 5, 2010

    Bei uns in der Stadt geht noch immer kaum was ohne Vorbestellung, zu volle Kinos mag ich nicht so. So habe ich ihn zwar noch nicht gesehen, kann aber schon mal wg. Teil 2 spekulieren. Dann können sie das Setting zweitverwerten :-). Vielleicht “the na’vi strike back”.

  69. #69 Eddy
    Januar 5, 2010

    @Georg
    Toll! Aber was wollen sie hiermit sagen: “sozial aber stehen wir in ein paar 100 Jahren immer noch irgendwo zwischen Neanderthaler und Karl dem Grossen.”?

    Ein Arbeitskollege brauchte fast eine Stunde bis er die Bilder richtig 3dimensional sah. Später hatte er Kopfschmerzen.

    Was wohl Darwin davon gehalten hätte? ;-))

  70. #70 Eddy
    Januar 6, 2010

    Ich schauen nur voll konckret korreckte Hardckorebunnies in Haus.

  71. #71 Volker
    Januar 8, 2010

    Ich war vom 3D-Erlebnis ziemlich in den Sessel gedrückt. Echt beeindruckend.

    Fand die Pandora-Fauna aber auch etwa arg vertraut. Ist aber wohl in SF – wie hier schon gesagt – gängig. Zwei Gedanken:

    1. Glaube dass die Mehrzahl der Kinobesucher tatsächlich auf anderen Planeten Humanoide erwartet. Dass die dann auch noch, wie in Avatar, mit uns genetisch vermischbar wären, ist wohl ungefähr so wahrscheinlich, wie dass man auf dem nächstbesten Planeten landet und beobachtet, dass Zweibeiner mit einer kugelrund vernähten und mit Luft aufgepumpten Tierhaut ein Spiel spielen, bei dem 11 gegen 11 Wesen antreten. Je eins bewacht ein Netz, das zwischen zwei in den roten Boden gerammten Pfosten hängt, in das die Gegneraliens die Kugel befördern wollen. Abseitsregel, Eckball und rot-gelbe Ampelkarte gibt es auch. Nein, falsch purpur-ultraviolett ist die Ampelkarte – die haben nämlich einen Farbrezeptortypen mehr als wir im Auge …

    2. Zur Interspezies-Kommunikation der Pandora-Wesen. Dass die alle eine Stecker haben, mit dem sie sich gegenseitig beieinander omnikompatibel anschließen können, quasi wie mit USB-Stecker, fand ich eine witzige Idee. Wobei das ganze im Film glaub ich mit Baumwurzel -zu-Baumwurzel-Kommunikation losging, so ähnlich wie eine Mykrorrhiza (irdische Baum-Pilze-Symbiose).

  72. #72 Doctor Who
    Januar 9, 2010

    @Volker
    Glaube dass die Mehrzahl der Kinobesucher tatsächlich auf anderen Planeten Humanoide erwartet. Dass die dann auch noch, wie in Avatar, mit uns genetisch vermischbar wären, ist wohl ungefähr so wahrscheinlich, wie dass man auf dem nächstbesten Planeten landet und beobachtet, dass Zweibeiner mit einer kugelrund vernähten und mit Luft aufgepumpten Tierhaut ein Spiel spielen, bei dem 11 gegen 11 Wesen antreten. Je eins bewacht ein Netz, das zwischen zwei in den roten Boden gerammten Pfosten hängt, in das die Gegneraliens die Kugel befördern wollen. Abseitsregel, Eckball und rot-gelbe Ampelkarte gibt es auch. Nein, falsch purpur-ultraviolett ist die Ampelkarte – die haben nämlich einen Farbrezeptortypen mehr als wir im Auge …

    “Hhmm Hhmmm” – immer diese Humanchauvinisten 😉

  73. #73 Benjamin Blümchen
    Januar 9, 2010

    Hallo zusammen!
    Ich wünsche euch allen ein kaltes 2010! Ha ha!

    Hier ein paar Cartoons zum Ablachen:

    http://www.climatechangefraud.com/humor/5967-2009s-hysterical-cartoons-about-climate-hysteria

  74. #74 Jan Müller
    Januar 10, 2010

    Ich komme gerade aus dem Kino. Ich nenne mich ab jetzt Cameronist, was für’n geiles Teil.

  75. #75 Engywuck
    Januar 11, 2010

    jetzt treiben sich schon in solchen Threads Klimawandel-Pseudoskeptiker rum *seufz*
    @B.Blümchen: schon mal was davon gehört, dass es im Winter hierzulande *üblich* ist, Anfang Januar Schnee zu haben und unter 0 Grad zu haben? Ich kann mich aus den letzten Jahren an einige Jahre erinnern, in denen man an Dreikönig Schlittenfahren konnte. Wenn man das zu Mariä Himmelfahrt kann reden wir weiter, einverstanden?

  76. #76 Benjamin Blümchen
    Januar 11, 2010

    @Engyfuck:

    – Ich bin kein Pseudoskeptiker, ich bin ein “real Hardcore-Sceptic”
    – Richtig, Schnee im Winter ist üblich. Aber ich hab ja nie von einer dramatischen Erwärmung gesprochen, das ward IHR. Eine kleine Rückschau:

    http://www.readers-edition.de/2010/01/11/zweitgroesste-dezember-schneebedeckung-der-klimageschichte/

    Das kam nicht nur für die Bevölkerung, sondern auch für einige Klimaforscher überraschend. Der Klimaforscher Mojib Latif verkündete noch im Jahr 2000:

    “Winter mit starkem Frost und viel Schnee wie noch vor zwanzig Jahren wird es in unseren Breiten nicht mehr geben”

  77. #77 Jan Müller
    Januar 12, 2010

    Der Film scheint nicht nur evolutionäre Themen zu behandeln, sondern bestimmte Prozesse kognitiver Art, die wohl als das vorläufige Ergebnis unserer Evolution angesehen werden können, auf die Spitze zu treiben. Mir ging es in der Tat so, das mich Pandora völlig aufgesaugt hat, für eben etwa 160 min., ich stehe ja so schon auf Wald.

    Nun habe ich folgendes gefunden: http://www.avatar-forums.com/showthread.php?t=43

    Es ist schon irre. Selbsthilfegruppen mit Depressiven, die sich nach Pandore sehnen. Ich nehme mal an, das dies der 3D-Technik geschuldet ist, die ja nicht “echter” wirkt als die Realität, sondern eben viel intensiver (ging zumindest mir so, meine Frau will ihn auch nur in 2D gucken, da sie sowas für drogenähnlich hält).

    Was den Film als solchen angeht: Der-sich-den-Wolf-tanzt-im-Weltraum. Der 2. Teil dürfte wohl schon in Planung sein. Ich hatte bezüglich der Lebensformen (insbesondere die Flora) das Gefühl, das es so auf pandemische interstellare Entwicklung hinauslaufen würde, das würde auch die außerordentliche zeitliche Überschneidung der Entwicklungen beider Planeten irgendwie erklären können, von den Genetik mal ganz ab.

    Was die “Unvermeidbarkeit von Leben” angeht, habe ich früher mal was von M. Eigen gelesen, bezüglich des Hyperzyklus, also dem missing Link zwischen der chemischen/biologischen Evolution. Sollten solche Prozesse tatsächlich stattfinden, könnte ja möglicherweise eine gewisse “Zielgerichtetheit” daraus folgern (im Hinblick auf die Gene z.B.), so wie man sich Leben ja auch gern auf Kohlenstoffbasis oder in Abhängigkeit von Wasser vorstellt. Viele zellulare Prozesse sind ja eigentlich fast allen hiesigen Lebensformen gemein. Das könnte natürlich damit begründet sein, das andere Konzepte eben verdrängt wurden, aber eben auch damit, das bestimmte basale Entwicklungsschritte weniger kompliziert sind, als es erscheint, und ergo diese Konzepte in ihrer Auswahl oder Wahrscheinlichkeit begrenzt sind. Ein anderes Konzept könnte ja vielleicht die Art der Informationserhaltung sein, wie sie bei Schätzings “Schwarm” zelebriert wird (ich fand seine Schreibe fürchterlich, aber das Konzept ehrlich genial).

  78. #78 Alice
    Januar 22, 2010

    Avatar ist Realität für viele indigene Völker: die Dongria Kondh in Indien welche ihr Land gegen britisches Unternehmen Vedanta verteidigen müssen (http://www.survivalinternational.org/films/mine); die Buschleute in Botswana welchen der Zugang zu Wasser auf ihrem angestammten Land von der Regierung verwehrt wird (http://www.survival-international.de/stammesvolker/buschleute); und die Jarawa auf den Andamanen in Indien, welche auf dem letzten Stück Urwald der Inseln leben (http://www.survival-international.de/nachrichten/4666) um nur einige Beispiele zu nennen.

    So wie bei den Na’vi wird gegen sie diskriminiert, weil sie als primitiv angesehen werden und einen anderen Lebensstil führen. Sie sehen den nachhaltigen Umgang mit der Natur als lebensnotwendig, weil sie im Einklang mit ihrer Umwelt leben und davon abhängig sind. Leider wird dieses von vielen Regierungen und Unternehmen nicht respektiert.

    Mal sehen ob Avatar dazu beiträgt, einige dieser Vorurteile zu stoppen und indigenen Völkern zu ermöglichen, so zu leben wie sie es sich wünschen.

  79. #79 Thorsten
    Januar 27, 2010

    Habe mir gestern Avatar in 3D angeschaut, nachdem ich es vorher schon mal auszugsweise auf dem Labtop gesehen hatte. Ich habe noch nie einen so bildgewaltigen beeindruckenden Film gesehen! Die Handlung selbst ist jedoch gewöhnlich und ist in abgewandelter Form schon in vielen Filmen zu sehen gewesen (z.B. erinnert mich sehr an “Der mit dem Wolf tanzt”). Aber allein die Vorstellung einer solchen Parallelwelt etliche Lichtjahre entfernt ist schon faszinierend, auch wenn diese wohl kaum so aussehen wird wie auf Pandora. Ich will ja nicht spitzfindig sein, aber wie ist es physikalisch zu erklären, dass die schwebenden Berge von Pandora von der Schwerkraft losgelöst zu sein scheinen, während alles um sie herum der Schwerkraft ausgesetzt ist (einschließlich der Wasserfälle von den Bergen herunter…). Vielleicht sind die Berge hohl und mit Helium gefüllt… darüber sollte man mal nachdenken… wie so über viele andere Ungereimtheiten in dem Film. Aber das ist wohl der Unterschied zwischen physikalischen Gesetzen und der Fiktion eines Filmemachers… Das tolle an dem Film ist weniger die Handlung selbst als vielmehr die Bilder, die einen wirklich “erschlagen”…

  80. #80 Thorsten
    Januar 27, 2010

    @ Benjamin Blümchen

    Das kam nicht nur für die Bevölkerung, sondern auch für einige Klimaforscher überraschend. Der Klimaforscher Mojib Latif verkündete noch im Jahr 2000:

    “Winter mit starkem Frost und viel Schnee wie noch vor zwanzig Jahren wird es in unseren Breiten nicht mehr geben”

    Sie sollten auch den Kontext benennen, in dem Mojib Latif das gesagt hat, nämlich für den Fall einer Klimaerwärmung über 2 °C. Er hat zeitgleich immer gesagt, dass AGW nicht bedeutet, dass es bei uns keine kalten Winter mehr gibt. Diese würden nur immer seltener.

  81. #81 shadaik
    Januar 30, 2010

    “Ach und übrigens, wenn die groben Tendenzen sich auf jedem bewohnbaren Planeten wiederfinden sollen, wo sind eigentlich die Dinosaurier auf Pandora geblieben ?”
    Das ist ein ziemlich exotisches Verständnis von einer “groben” Tendenz.

    Eine grobe Tendenz wäre eher sowas: “Die Evolution neigt dazu, alle verfügbaren ökologischen Nischen und Lebensräume auszufüllen.”
    Etwas weniger grob, aber auch noch okay wäre schon “Multizelluläre Lebewesen neigen dazu, zunehmend intelligente Formen auszubilden.”
    Definitiv nicht grob ist “Die Evolution führt zu bipeden, intelligenten Säugetieren.”

  82. #82 vindexniger
    Januar 30, 2010

    Cameron wollte eine Geschichte erzählen und das hat er auch gemacht, er hat sich sein eigenes Universum geschaffen und dort die Regeln bestimmt. Die Kritik mag aus wissenschaftlicher Sicht richtig sein, aber sie ist sinnlos. Der Angriff auf Avatar ist auch nicht schlauer und edler, als wenn Evangelikale gegen Harry Potter hetzen. Auch Science-Fiction, gerade wenn sie ins Märchenhafte geht. Die Kunst ist frei und auch nicht an die Regeln der Wissenschaft gebunden.

    Die Aussage “Und Charles Darwin? Wäre er in “Avatar” sitzen geblieben oder schreiend rausgelaufen?” ist auch kindisch und dumm und auch nicht besser als “Würde Jesus Dungeon and Dragons spielen oder seine verbrennen.”.

  83. #83 Protostomia
    Januar 30, 2010

    Ein spannender Artikel – und auch die Kommentare sind super!

    Ich möchte aber nur noch anfügen: Egal wie erfunden oder konstruiert eine Sache (oder eben dieser Film) ist: Wenn sie gut und konsistent design und “zu Ende gedacht” wurde, überzeugt sie und macht Spass beim betrachten.

    Ich nahm Avatar als reine SF-Geschichte. Als angehender Biologe kenne ich die Fragestellungen bezüglich des Lebens im Universum. Jener Autor, welche meine Vorstellung des Universums am besten auf den Punkt brachte, war Douglas Adams. Er sagte in seinem “Hitchhiker’s Guide to the Galaxy”, im Universum gäbe es mathematisch betrachtet gar kein Leben, da es “unendlich” gross ist und die Zahl der bewohnten Planeten – egal wie viele es denn sind – somit sowieso gleich Null ist. Was James Cameron macht, ist also legitim: Da wir das Universum nie ganz erforschen werden können, können wir uns auch alles vorstellen, was “da draussen” passiert. Die Wahrscheinlichkeit eines solchen imaginären Szenarios ist theoretisch immer gleich gross, nämlich Null 😉

    Grüsse Protostomia

  84. #84 Jan Müller
    Februar 8, 2010

    Ich habe kürzlich Gelegenheit gehabt, in ein Buch zum Film reinzuschauen, das war schon cool. Der Film ist so übervoll mit Details, das man die meisten Dinge gar nicht bewusst wahrnehmen kann, eine Auswahl an Lebensformen als Foto zu betrachten steigert nochmal den Effekt der biologischen Vielschichtigkeit. Ich muss allerdings zugeben, das ich auch der Typ für Treckie- oder Starwars-Bildbände bin, vielleicht liegt es auch nur daran.

  85. #85 Tinkerpete
    Februar 23, 2010

    Von Eddy: ‘Bei Darwin, bzw. dem Leben an sich, handelt es sich nur zu Anfang um einen glücklichen Zufall. Der Rest heisst “survival of the fittest”, wobei ein rein zufälliger Zellhaufen keine Überlebenschancen hat, sondern nur wohlorganisierte Zellstrukturen und komplexe Lebewesen, die von einem inneren Relulationssystem gesteuert werden.’

    Vor einigen jahren habe ich das (Stichwort: Genetische Algorithmen) mal programmiert und dabei festgestellt, dass die besten Ergebnisse bei einem möglichst perfekten Zufall entstehen. Ich denke darum, dass der perfekte Zufall für die Weiterentwicklung das entscheidende Element ist. Damals dachte ich daran, mir ein Patent auf einen noch zu entwickelnden Hardwarezufall (einen Chip) geben zu lassen. Aber hatte das nicht schon der C-64 in seinem Sound-Chip? 😉

  86. #86 Tinkerpete
    Februar 23, 2010

    Von Volker: ‘Glaube dass die Mehrzahl der Kinobesucher tatsächlich auf anderen Planeten Humanoide erwartet. Dass die dann auch noch, wie in Avatar, mit uns genetisch vermischbar wären, ist wohl ungefähr so wahrscheinlich, wie dass man auf dem nächstbesten Planeten landet und beobachtet, dass Zweibeiner mit einer kugelrund vernähten und mit Luft aufgepumpten Tierhaut ein Spiel spielen, bei dem 11 gegen 11 Wesen antreten’

    Ist dass nicht immer eine Frage der Technik? Reden wir nicht von genetischem Code? Der Code kann decodiert und entschlüsselt und in einem anderen System neu codiert werden. Irgendwann wird es schon entsprechende Nano-Modellierer geben. 😉

  87. #87 halbmond
    April 24, 2010

    Hallo,
    wenn ich den Text und die Kommentare dazu lese, frage ich mich, ob man diesen Film (den ich gerade in 3D gesehen habe) überhaupt mit etwas so Läppischem wie der Evolutionstheorie “angehen” kann.
    Mit “läppisch” meine ich nur, damit ich hier nicht missverstanden werde, dass man gegen eine fremde Welt, sei sie erfunden oder nicht, mit evolutionären Argumenten angehen kann.
    Auf dieser unserer Welt sind wir, die wir über andere Welten nachdenken, schon ziemlich unwahrscheinlich. Mit Evolution lässt sich jede beliebige Welt “erklären” (oder auch nicht). Auch unsere eigene. Avatar ist eine Utopie. DAS finde ich wichtig. Und was eine Utopie ist, hat man in den letzten, sagen wir 30 Jahren, schon fast vergessen. Eine Utopie lässt sich mit den diversen Evolutionstheorien nur sehr bedingt beschreiben.
    I see you
    halbmond

  88. #88 halbmond
    April 24, 2010

    … dass man gegen eine fremde Welt … mit evolutionären Argumenten NICHT angehen kann …
    … muss es natürlich heißen.

  89. #89 KatrinaSalas
    Dezember 26, 2011

    Some time before, I needed to buy a good house for my corporation but I did not have enough cash and could not buy something. Thank goodness my colleague adviced to get the loan at trustworthy bank. Therefore, I acted so and was satisfied with my college loan.