Die PCF, die Parti Communiste Francais, hat ihre besten Zeiten sehr sehr lange hinter sich gelassen. Sie lagen noch in den 70ern unter dem mittlerweile legendären Betonkopf Georges Marchais (hier ein Klassiker des frz. Fernsehens, in dem Marchais einen Journalisten zusammenfaltet wie in Deutschland noch nie einer zusammen gefaltet wurde: Taisez-vous Elkkabach ) bei 20% und liegen mittlerweile unter 2%. Ihre härtesten Konkurrenten um die Wählergunst sind agressivere und vor allem jüngere Gruppierungen, die in den klassischen Hochburgen der PCF in den Banlieus der französischen Grossstädte wildern. Trotzdem bekommen sie immerhin noch zwei Dinge wirklich gut hin. Sie geben nachwievor eine grosse und durchaus ausserhalb der “Gemeinde” gelesene Tageszeitung heraus: L’Humanité. Und sie organisieren seit einer gefühlten Ewigkeit jedes Jahr die Fête de l’Humanité. In einem Park im Norden Paris (La Courneuve) wird für kleines Eintrittsgeld ein Zeltfest mit Konzerten, Diskussionen und Grillfleisch gefeiert.

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Bild 1
: Monsieur Hoffmann, wann kommt denn endlisch die Katastropheee?


Nun wollen auch die alten Kommunisten ein wenig Öko werden und sorgen sich um die Luftqualität und so Zeug, was doch eigentlich der Bourgeoisie vorbehalten war. So wurde ich von der “Humanité” eingeladen auf der legendären “Fête de l’huma”, ein paar Worte zur Wissenschaft zu sagen. Bevor ich dran war, gab es noch eine Diskussion mit ein paar Stars der linken Szene und das Zelt war gut besucht. Am Ende schleppten sich einige 70 Jährige ans Mikrofon, um etwas zu fragen. Statt sowas Langweiliges zu tun wie Fragenstellen, hielt jeder eine kurze Rede und rief zur Revolution und Solidarität auf. Das hatte, so gestrig und wackelig es daher kam, doch etwas Rührendes und Wahrhaftiges, gerade in Zeiten, in denen grosszügig ganze Bevölkerungsteile aufgrund genetischer Zweitklassigkeit zur Emigration “überredet” werden sollen.

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Bild 2: Liebe Genossen, ein Bayesian approach zur Abschätzung der Klimasensitivität Lambda ergab, dass die Revolution erst in 20 Jahren losgehen kann.

Anyhow, direkt nach einer flammenden Rede eines 80 jährigen, der durchblicken liess, dass er jederzeit notfalls zum bewaffneten Kampf bereit sei, stackste ich also bermudahosig auf die Bühne. NIEMALS sollte man vor mehr als zehn Personen in kurzen Hosen auftreten. Zumindest nicht, wenn man irgendwie ernstgenommen werden möchte. Die Internationale blieb aber am Ball und lauschte meinen Ausführungen zu Klimasensitivität und radiativen Forcing. Kein Wunder. Wer sich die Marx und Engels Gesamtausgabe reingepfiffen hat, lässt sich doch nicht von ein paar unverständlichen Ausdrücken von einem Bermudahosenträger aus der Fassung bringen.

Was waren die Fragen der Humanité Journalistin?

Woher wissen wir, dass der Mensch das Klima ändert?
Antwort: Oberflächentemperaturen, Satellitenbeobachtungen, Verständnis der Physik der Treibhaugase und Paleo.

Was halt ich von den Argumenten der Klimaskeptiker (d.h. in Frankreich immer Claude Allegre)?
Antwort: Nichts.

Gab es eine Verschwörung zur Diskreditierung der Klimawissenschaften vor Kopenhagen?
Antwort: Blödsinn.

Wie kommt man auf die 2°C Zielsetzung?
Antwort: Pi mal Daumen und per politischen Kompromiss (Unruhe kam auf).

Was sind die Konsequenzen der Klimaänderung in der dritten Welt? Antwort: a) Weiss ich nicht. b) Ist ziemlich unsicher c) Könnten regional auch mal positiv sein.

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Bild 3: Mein Vortrag war recht gut besucht. Kurz danach haben sich die Massen aber schnell verflüchtigt. Es bestand recht wenig Interesse noch The Prodigy zu hören. Die Zuhörer waren emotional schon völlig leer gepumpt von meinen “fetten” Ausführungen. Yoooo.

Und fertig. Danach bin ich mit meiner Ältesten übers Festival geschlendert. Wahrscheinlich war das das erste Mal, dass sie freiwillig zu einem Vortrag von mir mitgekommen ist. Schliesslich sind wir ja gratis reingekommen! Jede PCF Unterabteilung, also PCF Toulouse Süd, PCF Le Havre, PCF Paris 12 Arrendissement, usw. hat ein Zelt errichtet und bot jeweils Musik, Getränke und meist auch Gerichte aus der Region an. Aber wir sind ja bei der “Internationale” und deswegen gibt es die Kommunisten aus Bolivien (kleines Zelt und Maiskolben), die Kommunisten aus Venezuela (riesiges Zelt, Ochsen am Spiess, es lebe Chavez!), die Kommunisten (?) aus Irland (Sinn Fein, ich dachte immer, die würden gesucht und kommen dann alle in den Knast?), 20 verschiedene kommunistische Unabhängigkeitsorganisationen für Kurdistan (hassen sich vermutlich alle gegenseitig), und, tatatata, deutsche Kommunisten: Die Linke war da (siehe Fotos) und zwar aus ganz Deutschland! Thüringen, Sachsen, Brandenburg, alle eben. Sie hatten viel mitgebracht. Deutsche Schlager und deutsches Bier. Der Franzose war zuerst irritiert, die sensationelle Qualität und der sensationelle Preis einer kleinen Thüringischen Privatbrauerei haben dann aber gewisse Mängel bei der musikalischen Begleitung vergessen machen. Die Schlange ging bis zum Zelt der algerischen Kommunisten.

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Bild 4: Kommunisten aus ganz Deutschland (Thüringen, Sachsen und Brandenburg) brachten mir armen Exil-Deutschen hinreissende schöne Schlager aus den 70ern (?) und echtes Bier (in Frankreich leider nicht käuflich zu erwerben) mit.

Nun sind zwar alle Kommunisten, aber es sind auch französische Kommunisten. Kurz das Essen muss schon ok sein, bevor die Revolution durchgezogen wird. So gab es Austern und Meeresfrüchte, Champagner und einen Grand Cru aus dem Bordeaux. Es fehlten nur Zigarren und Kaviar um den Klassenfeind endgültig in die Knie zu zwingen.

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Bild 5: Die PCF aus Reims vertrieb Champagner. “Gegen die Immobilienblase und für die Bläschen der Solidarität im Champagner” propagiert die Banderole. Vielleicht klappt es ja doch noch mit dem Kommunismus?

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Bild 6: Sich Sarkozy widersetzen und Hoffnung erzeugen! Die PCF aus Rungis vertrieb Austern und erlesene Meeresfrüchte mit einem Pouilly Fumet Fumé zu fantastischen Preise. Rungis ist der grösster Lebensmittelmarkt Europas im Süden von Paris. Na, ob da mal nicht ein paar Austern vom LKW gefallen sind?

Kommentare (34)

  1. #1 JV
    September 12, 2010

    Wenn es noch eines deutlicheren Beweises brauchte, um für unsere Skeptiker zu beweisen, dass Klimaforschung und Sozialismus unter einer Decke stecken, hat Georg ihn soeben geliefert…. ;-)))

  2. #2 foster
    September 12, 2010

    Schöner Bericht. Aber Bier aus einer Privat(!)brauerei? Wenn das mal keinen Ärger mit Frau Wagenknecht gibt… 😀

  3. #3 rolak
    September 12, 2010

    hehe, ich liebe derartige Festivitäten mit Veteranenaufmarsch aus politischen Schlachten gegen das Establishment. Ohne jmd auf die Füße treten zu wollen (wär ja eine weit gestreute Zielgruppe) es hat was von einem Zoobesuch. Neben tatsächlich sinnvollen Aspekten…
    btw: Beim Titel mußte ich an das hier denken.

  4. #4 Sogenon
    September 12, 2010

    Hallo, ich wollte nur mal anmerken, dass das Titelbild des Beitrags (DisussionGrand.JPG) wie man es auf der Übersichtsseite von Scienceblogs sieht, deutlich zu groß geraten ist(1.800px × 1.200px laut Grafikinfo, jedenfalls muss man jetzt lange scrollen um die darunterliegenden Beiträge sehen zu können).

  5. #5 rolak
    September 12, 2010

    Ist wohl von Deinem lokalen setup ausgelöst, Sogenon: Hier wird das Bild schön in die vorgegebenen Grenzen gepresst.

  6. #6 Georg Hoffmann
    September 12, 2010

    @Sogenon
    Danke, ich hab das Bild von der Uebersichtsseite runtergenommen.

  7. #7 Georg Hoffmann
    September 12, 2010

    @rolak
    Hmm, vielleicht hast du recht, es klingt ein wenig zu ironisch. Tasaechlich (jetzt nochmal ernsthaft) habe ich nicht nur einen netten Abend verbracht, sondern waren die Fragen ok und das Interesse gross. Eigentlich alles ganz normal, nur das Bier war billiger.

  8. #8 rolak
    September 12, 2010

    Zu ironisch^^ Wo habe ich denn das kodiert? Zu auf keinen Fall; angemessen, dem würde ich zustimmen. Wie gesagt, so positiv, produktiv oder was auch immer diese Art Treffen sein kann, die Vorkämpfer der <*>-Heerscharen haben schon etwas -äh- Besonderes.

  9. #9 energietechniker
    September 12, 2010

    das ding heisst pouilly fumé…
    Danke, korrigiert. Unentschuldbar.

  10. #10 Olli F.
    September 12, 2010

    Danke Georg – so einen Erfahrungsbericht liest man immer wieder gerne :-)

  11. #11 Klimaketzer
    September 12, 2010

    Die Hose ist echt unvorteilhaft. Mit so einem Flicken im Schritt (Foto2) hätte ich mich wirklich nicht auf die Bühne gewagt. Aber den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.

  12. #12 Wolfgang Flamme
    September 13, 2010

    “Wie kommt man auf die 2°C Zielsetzung?
    Antwort: Pi mal Daumen und per politischen Kompromiss (Unruhe kam auf).”

    Denial of Dativ :)

  13. #13 Georg Hoffmann
    September 13, 2010

    @Wolfgang
    Hahahahahaha. Super Witz.
    Per uebrigens mit Akkusativ oder Dativ.
    Denial of Humor?

  14. #14 radek
    September 13, 2010

    Wusste gar nicht, dass Herr Hoffmann so einen Eierkopf hat. Aber was sagt uns das über das Klima?

  15. #15 Georg Hoffmann
    September 13, 2010

    @radek
    Dass Eierkoepfe Kommunisten sind
    siehe auch: http://www.google.fr/search?q=eggheads+liberals&hl=fr&client=firefox-a&hs=kWm&rls=org.mozilla:fr:official&ei=7v-NTOvICdOb4AbeoPnUCg&start=10&sa=N

    Falls aber wider Erwarten Interesse an Klimaphysik herrscht, einfach einen der vielen
    Links unten anklicken.

  16. #16 Alex
    September 13, 2010

    Den Sinn Fein-Stellv. Vorsitzender Martin McGuinness ist nämlich stellv. Ministerpräsident Nordirlands…

  17. #17 Wolfgang Flamme
    September 16, 2010

    @Georg

    “Per uebrigens mit Akkusativ oder Dativ.”

    Oh, habe ich tatsächlich nicht gewußt, daß man da den Akkusativ ebenfalls verwenden darf.

  18. #18 Martin
    September 19, 2010

    Was wünschen sich Kommunisten und Käpfer gegen die Klimaerwärmung beide?
    Die internationale Solidarität!
    Es scheint so, dass zumindestens die chinesischen Kommunisten dafür nicht viel übrig haben.

  19. #19 Bernd Hartmann
    September 30, 2010

    Einfach nur unwürdig, hochmutig, unseriös und einfach billig. Nicht ernstzunehmen – Gott sei Dank.

  20. #20 Bernd Hartmann
    September 30, 2010

    P.S.: Aber offensichtlich ganz gut gelungene, wenn auch indirekte, Selbstdarstellung.

  21. #21 Loki45
    September 30, 2010

    Hallo Herr Hoffmann,
    ich finde es toll, wie Sie der kommunistischen Partei Frankreichs die “Klimasensivität” erklärt haben. Da mir dieser Begriff aber wenig sagt, wäre ich erfreut, auch wenn ich kein Kommunist bin, wenn Sie diesen Begriff kurz definieren würden. Ich weiß zwar, das Sensitivität die schnelle, direkte Reaktion auf Reize oder Einflüsse beschreibt, aber wie das beim Klima dem statistischen Mittelwert des Wetter funktioniert, würde mich schon interessieren.

  22. #22 Georg Hoffmann
    Oktober 1, 2010

    @Loki45
    Klimasensitivitaet ist das Verhältnis eines Strahlungsungleichgewichts der Erde (in W/m2) am Oberrand der Atmosphäre und der darauffolgenden Gleichgewichtstemperaturänderung.
    Sie wird angegeben in K/W/m2.
    Siehe etwa auch hier:
    http://en.wikipedia.org/wiki/Climate_sensitivity
    Ist aber nicht der eigentlich Punkt hier.

  23. #23 Ebel
    Oktober 1, 2010

    @ Georg Hoffmann· 01.10.10 · 06:58 Uhr

    Sie [die Klimasensitivität] wird angegeben in K/W/m2

    Man muß aber auch sagen, daß es noch eine zweite Angabe gibt, z.B. die Temperaturänderung bei Verdopplung der CO2-Konzentration.

    MfG

  24. #24 Loki45
    Oktober 3, 2010

    >Die Klimasensitivität ist eine Größe, die die globale Erwärmung der Erdatmosphäre durch die Wirkung von Treibhausgasen ins Verhältnis zu einer Strahlungseinheit setzt. Man kann sie in °C/(Watt/m²) angeben. Geläufiger ist jedoch die Angabe der Klimaerwärmung bei Verdoppelung der CO2-Konzentration.[1] Das heißt, dass die Durchschnittstemperatur der Erde um diesen Betrag ansteigt, wenn sich die CO2-Konzentration von den vorindustriellen 280 ppm auf dann 560 ppm erhöht. Die genaue Kenntnis der Klimasensitivität ist für die künftige Entwicklung des Klimas von elementarer Bedeutung, da mit ihrer Hilfe die aus einer bestimmten Treibhausgaskonzentration resultierende Erwärmung errechnet werden kann.< (Wikipedia) Hallo Herr Hoffmann, die Definition nach Wikipedia ist mir völlig unverständlich. Stimmen Sie mir zu, dass man unter Sensitivität primär eine schnelle, direkte Reaktion auf Reize oder Einflüsse versteht. Mir ist jedoch unklar wie das Klima als statistischer Mittelwert (über mindestens 30 Jahre) schnell und direkt auf äußere Einfüsse reagieren kann? Klima reagiert doch eigentlich sehr träge, wie kann da die Klimasensitivität eine Größe sein, die die globale Erwärmung der Erdatmosphäre ins Verhältnis zu einer Strahlungseinheit setzt. Die Einstrahlung wird doch jahreszeitlich durch den Stand der Sonne bestimmt oder irre ich mich da? Ich verstehe auch nicht, wie die Kenntnis der Klimasensitivität für die künftige Entwicklung des Klimas von elementarer Bedeutung ist? Klima ist doch nach Edward Lorenz, so wie das Wetter, nicht vorausbestimm- oder berechenbar.

  25. #25 Georg Hoffmann
    Oktober 4, 2010

    @loki45
    “Stimmen Sie mir zu, dass man unter Sensitivität primär eine schnelle, direkte Reaktion auf Reize oder Einflüsse versteht. ”

    Nein, stimme nicht zu.

    “Mir ist jedoch unklar wie das Klima als statistischer Mittelwert (über mindestens 30 Jahre) schnell und direkt auf äußere Einfüsse reagieren kann? ”

    http://en.wikipedia.org/wiki/Mount_Pinatubo
    und insbesondere
    http://www.sciencemag.org/cgi/content/abstract/296/5568/727

    “wie kann da die Klimasensitivität eine Größe sein, die die globale Erwärmung der Erdatmosphäre ins Verhältnis zu einer Strahlungseinheit setzt. ”

    per definition.

    “Die Einstrahlung wird doch jahreszeitlich durch den Stand der Sonne bestimmt oder irre ich mich da?”
    Die Einstrahlung schon, wenn auch nicht ausschliesslich, nur eben nicht die Strahlungsbilanz, von der hier immer die Rede ist.

    “Klima ist doch nach Edward Lorenz, so wie das Wetter, nicht vorausbestimm- oder berechenbar.”
    Hat Lorenz nie gesagt und ist auch falsch.
    http://www.realclimate.org/index.php/archives/2008/04/butterflies-tornadoes-and-climate-modelling/

  26. #26 Krishna Gans
    Oktober 4, 2010

    @GHoffmann
    Ich denke mal, dieser Artikel hier könnte Dich auch interessieren, zumal Du ihn ja sicher auch gut verstehst:

    Il existe une autre voie par laquelle les nuages peuvent être affectés: l’atmosphère est en effet pénétrée par un courant électrique vertical de quelques nano-Ampère par mètre carré (Le mètre (Le mètre (symbole m, du grec metron, mesure) est l’unité de base de longueur du Système international. Il est défini…) carré (Un carré est un polygone régulier à quatre côtés : c’est un quadrilatère qui est à la fois un rectangle (il a…) (symbole m²) est l’unité d’aire du système international.), qui fluctue au gré des courants ionosphériques et donc de l’activité solaire. Ces courants verticaux chargent électriquement les nuages et, là encore, modifient leur état micro-physique. Les deux mécanismes peuvent d’ailleurs co-exister. Ce qui les caractérise, c’est que les variations induites par celles de l’activité solaire se mesurent en dizaines de pour cent et non en partie par millier. C’est là que se niche l’importante amplification (On parle d’amplificateur de force pour tout une palette de systèmes qui amplifient les efforts : mécanique,…) du phénomène.
    Ainsi, la Terre (et plus précisément le manteau terrestre) dont la rotation est accélérée ou freinée au gré des fluctuations des rayons cosmiques sous l’influence de l’activité solaire par l’intermédiaire des vents zonaux, fournit un magnifique dispositif d’intégration des variations du moment angulaire de l’atmosphère et de la circulation des vents zonaux qu’il est difficile de mesurer directement.

    Tageslänge unter dem Einfluß kosmischer Strahlen und der Sonne

  27. #27 Georg Hoffmann
    Oktober 4, 2010

    @Gans
    Ja ist lange bekannt hier. Stellen sich einige Fragen

    1) Zusammenhaenge zwischen Tageslaenge und Solaraktivitaet sind seit den 60ern (!) bekannt. Diejenigen, die das zuerst gefunden haben sind bereits in Pension.
    Wahrscheinlichste Mechanismen haben mit der Stratosphaere zu tun, mit Wolken wohl eher nicht.

    2) Soll das auch nur in einer wilden Fantasie mit dem Thema Klimawandel zu tun haben?
    0.15 ms Schwankungen der Tageslaenge?

  28. #28 Krishna Gans
    Oktober 4, 2010

    @GHoffmann
    …richtig, und weil das so lange schon alles so genau bekannt ist, ist diese Studie auch unlängst erschienen.
    Und natürlich hatte hatte man in den 60 schon die Daten von 1962-2009 analysiert, ist schon klar.
    Und mit dem Klima hat es selbstverständlich überhaupt nichts zu tun, wie kann man nur darauf kommen:

    La variation semi-annuelle de la longueur du jour est donc reliée à un trait fondamental du climat: la distribution en latitude et le transport de l’énergie et de la quantité de mouvement dans l’atmosphère. On pense souvent que les variations solaires sont trop faibles pour pouvoir influencer le climat dans la troposphère: elles sont de l’ordre de 1 pour 1000 pour l’irradiance totale (c’est à dire sommée sur toutes les longueurs d’onde). Mais en fait, l’activité solaire peut modifier l’équilibre de la troposphère de manière indirecte.

  29. #29 Georg Hoffmann
    Oktober 4, 2010

    @Gans
    Wenn du wenigstens eine Sache gelernt haben solltest, dann die, dass ich solche Sachen nicht wie irgend eine Klimaskeptikerspinner mir einfallen lasse.
    Le Moel und Courtillot hatten den Zusammenhang zwischen Sunspots und lod gerade veroeffentlicht, da wurde den beiden Academie Mitgliedern bereits unter die Nase gerieben, dass dieser Zusammenhang seit 60 (!) bekannt ist. Autor ist der ebenfalls Academicien Andre Danjon.
    “La communication de Vincent Courtillot est étrangement muette ou parcellaire sur la bibliographie du sujet qu’il prétend traiter. Elle le conduit à des revendications pour le moins absurdes, comme celle d’avoir “découvert” une relation entre la durée du jour et le cycle de 11 ans de l’activité solaire… une découverte déjà réalisée par l’astronome et académicien des sciences André Danjon et publiée dans plusieurs notes de l’Académie des science entre 1958 et 1962. En 1990, une note de l’Académie des sciences revenait sur cette découverte. ”
    http://sciences.blogs.liberation.fr/home/2010/09/scoop-le-match-bard-versus-courtillot-%C3%A0-lacad%C3%A9mie-des-sciences.html

    Macht 60 Jahre danach. Nicht nur, dass die Autoren die Literatur nicht zitierten, sie haben an mehreren Stellen auch klar gesagt, dass sie den entsprechenden Mechanismus “entdeckt” haetten, dh sie kannten ihn auch nicht.

    Ich sehe nicht den geringsten Zusammenhang zum Klima. 0.15 ms Variationen der Tageslaenge hat als solches keinen Effekt auf irgendetwas (mal abgesehen, davon, dass die um Groeszenordnungen wichtigere Tageslaenge Variationen die mit ENSO zusammenhaengen anscheinend keinen EInfluss haben?). Der gesamte “Interpretationsteil” des Le Moel Papers beruht auf absolut nichts. Alles frei assoziiertes Geschwalle. Keine Quantifikation nichts.
    Es gibt mehrere Arbeiten, die sich mit den dynamischen Zusammenhaengen von atmosphaerischer Zirkulation und Tageslaenge beschaeftigen. EIne Erklaerung stratosphaere > troposphaerische Wellen > lod ist deutlich wahrscheinlicher als diese Newage Geschwafel.
    And finally, selbst wenn all das wahr waere: No Trend, No contribution. Die im Artikel gezeigten Kurven sind auf der laengren Zeitskale genau wie die Sunspots eben voellig flach.

  30. #30 Krishna Gans
    Oktober 4, 2010

    @GHoffman
    Na, geht doch auch anders, abgesehen vom Ton..

  31. #31 Loki45
    Oktober 5, 2010

    Hallo Herr Hoffmann,
    ich muss schon sagen, Ihre Antwort hat mich doch sehr überrascht. Obwohl ich weder Physiker noch Meteorologe bin, habe ich mich in den letzten 15 Jahren recht intensiv mit meteorologischen Fragen beschäftigt und kann Ihnen in einigen Punkten nicht folgen.
    1. Sie schreiben, dass Sie mir also NICHT zustimmen , dass man unter “Sensitivität” eine schnelle, direkte Reaktion auf Reize oder Einflüsse versteht. Nanu, wie kommen Sie zu dieser Annahme? Ich fand im Wörterbuch zu sen|si|tiv [Adj. ] leicht reizbar, überempfindlich [http://www.gfz-potsdam.de/bib/pub/schule/neg_kiw_0209.pdf

  32. #32 Georg Hoffmann
    Oktober 5, 2010

    @Loki45
    Grundsaetzlich macht das DIskutieren nur Sinn, wenn Sie die entsprechenden Texte lesen und den Links folgen.

    “Sie schreiben, dass Sie mir also NICHT zustimmen , dass man unter “Sensitivität” eine schnelle, direkte Reaktion auf Reize oder Einflüsse versteht. Nanu, wie kommen Sie zu dieser Annahme? Ich fand im Wörterbuch zu sen|si|tiv [Adj. ] leicht reizbar, überempfindlich [ ”

    Sie schreiben es ja selber. Die Zeit spielt weder in der umgangssprachlichen Version noch in der wissenschaftlichen Version eine Rolle. “Schnell” ist eben relativ und je nach System verschieden.
    Klimasensitivitaet enthaelt eine lange Liste von Prozessen, die eine initiale Störung des Strahlungsgleichgewichts (also zB veraenderte Sonnenaktivitaet, GHGs, Vulkanaerosole) vergroessern oder verkleinern koennen. In der gaengigen Version beschraenkt man sich auf die Prozesse, die nach einigen Dekaden eingeschwungen sind. Also zB Wasserdampf, Wolken, Schneeverteilung, Meereisverteilung, Albedoaenderung der Vegetation). Ausgeschlossen sind Prozesse die noch viel laenger dauern wuerden (Eisschilde, Zirkulation des tiesen Ozeans).

    “aber sie wirken nicht langfristig, um die Klimazonen und das Klima zu verändern!”
    Natuerlich tun sie das. Sie aendern auch nicht das lokale Wetter, sondern die Strahlungsbilanz des Planeten. Die Pinatuboerruption hat die globale Temperatur um riesige 0.2Grad fuer 2-3 Jahre geaendert. Sie erlaubt daher eine Reihe der obigen Prozesse (Wasserdampf, Wolken) in ihrer Groeszenordnung abzuschaetzen (Links oben lesen, insbsondere das Soden Paper).

    “Zu Lorenz habe ich übrigens folgendes gefunden:”

    Sie brauchen erstmal nichts neues finden, sondern nur den oben angegeben Link lesen.Der erklaert alles sehr schoen. Wetter ist chaotisch, der Attraktor (Klima) ist aber stark eingeschraenkt (zb durch Energieerhaltung).

  33. #33 Jeric Bas
    Dezember 1, 2015

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  34. #34 Adwokat Toruń
    Januar 3, 2016