Zum Ende der Babypause der lang erwartete Oktober-Rekordticker. Wie steht es also um meine Wette, dass 2010 in mindestens einem der globalen Temperaturdatensätze das wärmste je gemessene Jahr wird? Nun, im HadCRU Datensatz ist definitive nichts mehr zu holen für mich. Der Oktober (Bild 1) blieb auf dem relativ niedrigem Niveau des La-Niña-geprägten Vormonats. Mittlerweile herrschen im tropischen Pazifik eindeutig Niña-Bedingungen (Bild 2) und die Forcasts gehen davon aus, dass das auch bis in das Früjahr 2011 so bleiben wird. Dass aber die Temperaturen eben nicht “abstürzen” wie noch 2007/2008 liegt hauptsächlich daran, dass indischer und atlantischer Ozean auf hohem Temperaturniveau bleiben.

Hier nochmal die kurze Erklärung zu den Temperatur-Grafiken:
Blau: Das jeweilige Rekordjahr des jeweiligen Datensatzes
Gelb: Mittel der Monate des laufenden Jahres (2010).
Rot: Wo der Rest des Jahres im Mittel landen muss, um den Rekord zu brechen.

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Bild 1: Global HadCRU


Bislang war ja zumindest die Nordhemisphäre des Jahres 2010 eindeutig auf Rekordkurs, aber auch das wird wohl sehr knapp werden (Bild 3). Die verbleibenden beiden Monate, November und Dezember, müssten auf im Mittel auf dem Niveau der roten Linie in Bild 3 liegen und das wird wohl knapp werden. Bei der Südhemisphäre ist die rote Linie gar aus der Skalierung der Graphik verschwunden.

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Bild 2: Die globalen Ozeantemperatur-Anomalien im Oktober/November 2010. Die Niña Bedingungen sind gut zu erkennen, indischer Ozean und Atlantik bleiben aber auf recht hohem Temperaturniveau.

Aber, Gott sei Dank, es gibt ja noch den GISS Datensatz, der mehr Gewicht auf die hohen Breiten und somit weniger auf die Tropen legt. Der Oktober war dort der zweit wärmste je gemessene Oktober und die rote Linie liegt in Bild 5 doch ein Stückchen unter dem Oktober Niveau. Daumen drücken, heisst es also.

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Bild 3: Nord-Hemisphäre HadCRU

Dieser Rekordticker ist, wie angekündigt mit einem CO2 Emissions-Update versehen. Nature veröffentlichte dazu jüngst eine Studie, an der auch mein Labor, das LSCE, beteiligt war.

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Bild 4: Süd-Hemisphäre HadCRU

Die Autoren haben die globalen Energie-Statistiken, einerseits die UN Daten und andererseits die einer von BP gesponsterten Studie benutzt, die entsprechenden verbrannten Mengen an Kohle, Gas und Öl in je unterschiedliche CO2 Flüsse umgerechnet und so der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise einen Carbon-Fussabdruck gegeben.

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Bild 5: Global GISS

In der Tat gingen im Hauptkrisenjahr 2009 die Emissionen mit ca. 8.4 GTC zum ersten Mal in den 2000er Jahren zurück (-1.3%). Dieser Rückgang ist allerdings deutlich weniger (ca. um einen Faktor 2) als zuvor prognostiziert wurde. Der Einfluss der Krise ist auch je nach Region sehr unterschiedlich verteilt: So ging es in Deutschland um 7% bei den Emissionen zurück und in Japan gar um fast 12%, während die Schwellenländer auch in der Krise weiter zulegten (China +8%, Indien +7%). China ist somit eindeutig der gröszte CO2 Emittent vor den USA geworden.

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Bild 6: Entwicklung der globalen anthropogenen CO2 Emissionen basierend auf zwei leicht unterschiedlichen Datensätzen (UN vs BP). Nach der Krise 2009 scheint es CO2-mäzsig bereits wieder aufwärts zu gehen.

Nach allem was wir wissen, verspricht aber das Jahr 2010 bereits dieses etwas maue Jahr 2009 voll zu kompensieren, und zwar mit einem CO2 Anstieg von +3% und somit einer Steigerungsrate, wie es sie zuletzt zu Beginn der 2000er gegeben hat. Der generelle Verlauf der CO2 Emissionen entspricht übrigens genau dem, was eine Abschätzung basierend auf Brutto National Produkt (BNP) + Innovationsfaktor bei der Energieproduktion so vermuten lassen.

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Bild 7: Land Use Change (insbesondere also Abholzung) fällt im letzten Jahrzehnt recht kontinuierlich ab und liegt jetzt noch bei ungefähr einer GTC zusätzlicher CO2 Emissionen (das Verhältnis von C zu CO2 ist st¨chiometrisch gerechnet natürlich wie 3:11).

Ein anderer interessanter Aspekt der Arbeit ist der Vergleich zwischen dem Einfluss von Abholzung und Bodennutzung (Land Use Change=LUC) auf die CO2 Flüsse. In den verschiedenen Arbeiten zum Thema wurde in den letzten Jahren der LUC Term eigentlich systematisch immer kleiner angesetzt. Aber auch innerhalb einer Abschätzung (siehe Bild 7) geht der Entwaldungsterm kontinuierlich zurück und liegt im Jahr 2010 mit etwas unter einer Gigatonne C deutlich unter dem Niveau der 90er.
Nun, kurz zusammengefasst. Der Planet Erde ist recht nahe einer neuen Rekordtemperatur für das Jahr 2010 und der CO2 Gehalt seiner Atmosphäre beträgt 387.2ppm.

Kommentare (44)

  1. #1 Gunnar Innerhofer
    November 27, 2010

    nicht mal kinder bringen georg zur vernunft.

    gott sei dank gibt es noch giss, na bravo. da freut sich ein modelierer, wenn interpolierte arktisdaten irgendwie gerade noch einen neuen rekord schaffen könnten. jeder besorgte mensch sollte sich doch freuen, wenn es nicht so schnell wärmer wird, wie es die agw fundis behaupten. immer das gleich, eine bande ideologen, man kann den neuling eigentlich schon heute bemitleiden, wegen der hardcore öko fundi co2 ist gift erziehung.

  2. #2 Jan
    November 27, 2010

    Gunnar,

    was bist du denn so frustriert, sach’ ma’? Nehmen wir doch mal spaßeshalber an, 2010 schafft es in keinem Ranking auf Rekordlevel, meinst du, der Georg würde es dir verheimlichen? Wieso schaffst du es eigentlich nicht, einfach mal bei der Sache zu bleiben? Und findest du ernsthaft, nur Sceptiefritzen dürften sich noch fortpflanzen? Stunning.

    jeder besorgte mensch sollte sich doch freuen, wenn es nicht so schnell wärmer wird, wie es die agw fundis behaupten.

    Stimmt.

    @Georg

    Die Sache mit dem LUC interessiert mich, hast du gerade ein paar griffige Links zur Hand? Ich hätte den Impakt aus dem Bauch raus im Verhältnis zu fossil fuel and cement höher geschätzt. Btw., schön das die reguläre Bloggerei wieder anfängt, Blogville wäre ohne Sarrazin vor Langeweile kaum zu ertragen gewesen. Aber Frankreich schafft sich ja offensichtlich nicht ab 🙂

  3. #3 Günther Vennecke
    November 27, 2010

    Ob nun 2010 tatsächlich einen neuen Rekord schafft, dürfte nicht von so immenser Bedeutung sein. Festzustellen bleibt aber, dass 2010 mit 1998 und 2005 unstrittig zu den drei wärmsten Jahren seit Beginn der Aufzeichnungen.

    Natürlich werden sich die Klimaleugner wieder mit Händen und Füßen dagegen wehren, diese Realitäten anzuerkennen. Man muss sich ernsthaft die Frage stellen, wie lange sie diese Art von Realitätsverweigerung noch durchhalten können, denn die Faktenlage weist von Mal zu Mal deutlicher in Richtung der Globalen Erwärmung.

  4. #4 JTG
    November 27, 2010

    Die Frage ist auch, welchen Datensatz man zu welchem Zeitpunkt vom Server zieht. Wenn man z.B. einen GISS- Datensatz von heute zieht und ihn mit einem Datensatz von 2009 vergleicht, sind die Werte 2010 insesondere für ältere Messreihen komplett anders. Dieser ständige Fluss der Datenänderungen sind m.E. keine stabile Grundlage zur Modellvalidierung.

  5. #5 Beobachter
    November 27, 2010

    @JTG
    > Wenn man z.B. einen GISS- Datensatz von heute zieht und ihn mit einem Datensatz
    > von 2009 vergleicht, sind die Werte 2010 insesondere für ältere Messreihen
    > komplett anders.
    Komplett anders? Die Änderungen sind meist minimal, wohl dokumentiert und außerdem sinnvoll. Oder soll man deiner Meinung nach bessere oder umfangreichere Daten auch für ältere Zeiträume lieber ignorieren und nicht verwenden? Und am Gesamtbild hat bis jetzt keines der Updates was geändert. “Komplett anders” ist also maßlos übertrieben.

  6. #6 Tomtom
    November 28, 2010

    @GH:
    Bild 2 hat eine Bildunterschrift “Bild 3”.

  7. #7 Rudi
    November 28, 2010

    @JTG

    Wenn man z.B. einen GISS- Datensatz von heute zieht und ihn mit einem Datensatz von 2009 vergleicht, sind die Werte 2010 insesondere für ältere Messreihen komplett anders.

    Diese leichten Instabilitäten in den Messreihen machen GISS so beliebt.

    Wenn man so ne Kurve in der Mitte etwas nach unten durchbiegt dann zeigt die am langen Ende viel steiler nach oben.

    @Hoffmann
    HadCRU SH hat die so gefürchtete Schulter-Kopf-Schulter Formation erreicht. Nach alter Börensweisheit (0 815) wird es mit diesem Index mittelfristig abwärts gehen.
    Ist das schon in den Klima-Szenarien berücksichtigt worden?

  8. #8 JTG
    November 28, 2010

    >Diese leichten Instabilitäten in den Messreihen machen GISS so beliebt.
    >Wenn man so ne Kurve in der Mitte etwas nach unten durchbiegt dann zeigt die am >langen Ende viel steiler nach oben.

    Häh ?? Das verstehe ich nicht. Wenn ich gestern um z.B. 19:00 Uhr am Thermometer -4,8°C abgelesen und aufgeschrieben habe, dann sind die so notiert. Dann hab ich nicht -5,0°C aufgeschrieben oder -4,6°C, sondern -4,8°C.

    Ich verstehe nicht, warum sich Werte der Vergangenheit ändern. Zukünftige Werte wegen Modelländerungen ok, aber Werte aus der Vergangenheit ?

  9. #9 Rudi
    November 28, 2010

    @JTG
    >Ich verstehe nicht
    Ich auch nicht. Am besten jemand fragen der sich auskennt.
    Schau mal bei WUWT vor ca. 1 bis 2 Jahren nach.

    Ich finde, der Chart von GISS passt gut zur Weihnachtszeit.
    Doch frag ich mich, wie die Natur bei der großen Wärmeträgheit der Ozean die schmalen Kerzen nach oben hin kriegt? In berechneten Szenarien hab ich die bisher nie gesehen.

  10. #10 Georg Hoffmann
    November 28, 2010

    Sind ja wieder alle da. Frohen Advent auch.

    @Jan
    Das Paper gibt folgende Links an:

    http://www.fao.org/forestry/fra/fra2010/en/ fuer die Zahlen und diese Paper:

    9. Houghton, R. A. Glob. Change Biol. 9, 500–509 (2003).
    10. Regalado, A. Science 329, 1270–1271 (2010).
    11. Hansen, M. C. et al. Env. Res. Lett. 4, 034001 (2009).

    Reicht das erstmal?

    @JTG

    Eine ganze Reihe von Faktoren koennen den GISS Monats oder Jahresmittelwert im “Nachhinein” noch aendern.

    1) GISS startet mit einem Satz von ein paar tausend Stationen 3 Wochen nach Ablauf des entsprechenden Monats und berechnet daraus Gitterpunktswerte und globale Mittel. Es kommen aber noch Monate spaeter Daten herein.

    2) Bugs aller Art. Feuchte statt Temperatur in die Tabelle eingelesen, Minimumstemperatur statt Maximumstemperatur etc etc. Die ueberwaeltigende Mehrzahl der Stationen wir nicht zu Klimazwecken betrieben, nichtmals von Meteorologen unterhalten. Da geht immer mal was schief.

    3) Neue Algorithmen. Das GISS Program wird imme weiter verbessert oder versucht zu erbessern. Der aktuelle COde kann hier eingesehen werden:
    http://clearclimatecode.org/

    @Rudi

    “In berechneten Szenarien hab ich die bisher nie gesehen.”
    Meine erster Reflex war: “Die hat der sich doch nie angesehen”. Mein zweiter, weiserer und guetiger Approach ist die zuckersuesse Frage: Welchen Simulationsverlauf denn zB?

  11. #11 JTG
    November 28, 2010

    @JTG

    >Eine ganze Reihe von Faktoren koennen den GISS Monats oder Jahresmittelwert im
    >”Nachhinein” noch aendern.

    >1) GISS startet mit einem Satz von ein paar tausend Stationen 3 Wochen nach Ablauf
    >des entsprechenden Monats und berechnet daraus Gitterpunktswerte und globale >Mittel. Es kommen aber noch Monate spaeter Daten herein.

    >2) Bugs aller Art. Feuchte statt Temperatur in die Tabelle eingelesen,
    >Minimumstemperatur statt Maximumstemperatur etc etc. Die ueberwaeltigende
    >Mehrzahl der Stationen wir nicht zu Klimazwecken betrieben, nichtmals von
    >Meteorologen unterhalten. Da geht immer mal was schief.

    Gut, das ist nachvollziehbar, wer misst, misst Mist, das kann passieren. Aber wie stellt man das bei Messwerten fest, die z.B. 1980 gemessen wurde ? Oder gar 1880 ?

    Die sollten sich eigentlich doch nur dann ändern, wenn man verwendete Messwerte nachträglich entfernt ? Aber gerade sehr alte Durchschnittswerte ändern sich sehr stark.

    >3) Neue Algorithmen. Das GISS Program wird imme weiter verbessert oder versucht
    >zu erbessern. Der aktuelle COde kann hier eingesehen werden:

    Danke für den link. Ob ich ihn verstehe, weiss ich nicht. Könnten die “Korrekturen” dazu führen, dass gerade alte Daten sich stärker ändern als neue ? Interessant, dass z.B. zwischen 1980 und 2010 die Temperaturen letztes Jahr durchweg höher angesetzt waren als heute, nicht viel, aber immerhin im mehr-%- Bereich.

    Das heisst doch, dass man weniger den absoluten Werten pro Jahr Gewichtung schenken sollte, als vielmehr dem langjährigen Trend, der dann “Ausreisser” “geradebügelt”.

  12. #12 Georg Hoffmann
    November 28, 2010

    @JTG
    “Aber wie stellt man das bei Messwerten fest, die z.B. 1980 gemessen wurde ? Oder gar 1880 ?”
    Durch Vergleich mir Stationen der Umgebung. Gab es etwa in einer Station einen starken Sprung, den die anderen Stationen nicht zeigen , war eben etwas bei derjenigen Station falsch gelaufen (thermometer versetzt, anderes Ableseprotokoll zb 7:00 statt 6:00 etc).
    Temperaturen sind ueber viele Kilometer sehr gut korreliert und jede Variationen muss sich auch in den Umgebungsstationen finden.
    Es werden bei all diesen Datensaetzen immer nur die Abweichungen betrachtet. Die Absoluttemperatur der Erde ist mehr als ±0.5 ungewiss.
    Hier findet zB gerade eine groessere Korrektur der alten Daten dar. Es geht um den Unterschied von Bojen und Schiffmessungen.
    http://www.reportingclimatescience.com/news-stories/article/met-office-to-revise-global-warming-data-upwards.html

  13. #13 axel
    November 28, 2010

    Oh weh, Georg, ich habe auch schon überlegt, ob ich die Korrekturen wegen Schiffs- und Bojenmessungen ansprechen soll, habe es aber lieber unterlassen.
    Da ich genau weiß, was wir bald lesen dürfen z.B. bei WUWT, wäre mir fast lieber, man würde auf diese Korrekturen verzichten, auch wenn die Daten dann qualitativ schlechter sind. Das sind die paar Hundertstel Grad nicht wert.

  14. #14 JTG
    November 29, 2010

    >Es werden bei all diesen Datensaetzen immer nur die Abweichungen betrachtet. Die
    >Absoluttemperatur der Erde ist mehr als ±0.5 ungewiss.

    Ich probiers noch einmal, weil dauernd die posts verschwinden:

    Abweichungen kann man aber doch nur von etwas “Absoluten” betrachten. Wenn dieses “Absolute” mit einer Unschärfe von +/- 0,5K behaftet ist, liegen wir also momentan zwischen 0,2-1,2K neben dem “Absoluten”.

    Wie soll man bei solchen Unschärfen den menschlichen Einfluss herausfiltern und wieso werden die “anomalies” dann mit einer Genauigkeit in Hundertsteln angegeben ? Da hätte man uns in der Schule schon auf die Finger geklopft…

  15. #15 Georg Hoffmann
    November 29, 2010

    @JTG
    “Da hätte man uns in der Schule
    schon auf die Finger geklopft…”

    Das waere aber sehr ungerecht gewesen. Die meisten Groeszen in der Physik kann mann absolut nur recht ungenau und relativ (also als Differenz/Trend oder Abweichung) sehr genau angeben.
    Extrembeispiel waere etwa der Mössbauereffekt mit einer unglaublichen relativen Genauigkeit der Energiedifferenzen, waehrend der absolute Energiezusand der emittierenden Kerne im Vergleich dazu voellig unbekannt ist.
    Nehmen wir mal die Mitteltemperatur von Mönchengladbach. Ein Thermometer in der Stadt, im Stadion, auf dem Weizenfeld, Richtung Rhein, Richtung Krefeld, im Wald etc gibt um Grade (!) unterschiedliche Temperaturen. Die Absoluttemperatur von Moenchengladbach ist also nur unter ungeheurem Aufwand festzustellen.
    Die relativen Temperaturaenderungen an all diesen unterschiedlichen Orten sind aber fast identisch und können mit sehr hoeher Genauigkeit festgestellt werden. Die Absoluttemperatur spielt dabei keine Rolle.

  16. #16 Beobachter
    November 29, 2010

    @JTG
    > Häh ?? Das verstehe ich nicht. Wenn ich gestern um z.B. 19:00 Uhr
    > am Thermometer -4,8°C abgelesen und aufgeschrieben habe, dann
    > sind die so notiert. Dann hab ich nicht -5,0°C aufgeschrieben oder
    > -4,6°C, sondern -4,8°C.
    Und wenn sich jetzt aber rausstellt dass das Thermometer deiner Station nicht richtig geeicht war, willst du dann lieber die alten falschen Werte beibehalten? Oder wenn um deine Station herum im Laufe der Zeit viel gebaut wurde und die Temperaturen sich durch den “Urban Heat Island” Effekt daher mit der Zeit erhöht haben, willst du dann keine Korrekturen vornehmen? Oder wenn sich die Beobachtungszeit von z.B. 6:00 auf 08:00 verschoben hat, willst du dann einfach beide Werte ohne Anpassung kombinieren, obwohl sie nicht vergleichbar wären?

    Aus diesen und noch mehr Gründen müssen die Raw Daten daher homogenisiert und korrigiert werden. Hier steht z.B. was man da bei den USHCN Daten so alles macht:
    http://www.ncdc.noaa.gov/oa/climate/research/ushcn/ushcn.html#QUAL

    Diese Anpassungen sind aber trotzdem vergleichsweise gering und v.a. ändern sie nichts an dem generellen Bild der Lage. Hier siehst du z.B. die Raw-Daten vom USHCN mit denen von GISS verglichen. Die Abweichungen der Raw-Daten sind meist weniger als 0,1°C und v.a. entsteht kein anderes Bild, sondern der generelle Verlauf der Temperatur ist in den Raw-Daten praktisch genauso wie in den angepassten GISS-Daten.
    http://rankexploits.com/musings/wp-content/uploads/2010/03/Picture-971.png

  17. #17 Beobachter
    November 29, 2010

    @JTG:
    > Abweichungen kann man aber doch nur von etwas “Absoluten” betrachten.
    > Wenn dieses “Absolute” mit einer Unschärfe von +/- 0,5K behaftet ist, liegen
    > wir also momentan zwischen 0,2-1,2K neben dem “Absoluten”.
    Nö, so ist das nicht. Wenn du z.B. eine Station in deinem Garten hast und deine Jahresdurchschnitts-Temperatur hat sich in den letzten 50 Jahren um 0,4°C erhöht, dann weißt du, dass es bei dir um 0,4°C wärmer wurde, vollkommen unabhängig davon, ob die absolute Globaltemperatur der Erde bekannt ist oder nicht. Machst du das mit allen anderen Stationen auf der Erde ebenfalls (das ist das was GISS macht) dann kriegst du eine ziemlich exakte Abweichung raus, auch wenn die Globaltemperatur der Erde mit einem viel größeren Fehler behaftet ist.

  18. #18 Loki45
    November 29, 2010

    Alles wahnsinnig interessant, noch interessanter ist aber, was Meister Latif zu Protokoll gibt: “Der Klimawandel ist seit zehn Jahren gestoppt und verharrt auf hohem Niveau!”

    Na ja, was echauffiert mich das, in Schottland gab es wieder mal Schnne und zwar so viel, wie seit siebzehn Jahren nicht.

    Aber wat nun: “Rin in die Kartoffeln oder raus aus die Kartoffeln?”

  19. #19 Rudi
    November 29, 2010

    Was Aktuelles
    In Cancun versuchen z.Z. einige Kluge eine Neuauflage von

    Stupid German Money
    aufzulegen.

    Nach neusten Erkenntnissen des PIK sollen die Winter aufgrund des Klimawandels hier in Germany kälter werden. Anstatt Vorbeugemaßnahmen für die Landsleute vorzuschlagen machen sich die Klugen daran das bitter Ersparte der kleinen Leute an möglich Profiteure des Klimawandels zu verteilen. G.Hoffman das wäre doch mal ein Thema.

  20. #20 JTG
    November 29, 2010

    Ich probiers nochmal, Kommentare posten scheint hier recht schwer:

    @Georg Hoffmann UND Beobachter :
    Bitte nicht böse sein, ich pick mir den Kommentar von Georg H. raus, Eure Kommentare sind ja doch ähnlich denk ich.

    Also : Den Stock hab ich in der Schule nimmer abbekommen, so schlimm wär das also nicht.

    Es gibt auch viele “Konstanten” der Physik, die absolut als recht genau beziffert werden. Die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum, das Elektronenvolt, das Plancksche Wirkungsquantum etc. Eine Spannung kann ich dagegen nur relativ messen, ebenso die Relativgeschwindigkeit von Sternen zueinander. Aus der Relativbewegung der Erde zur Sonne, zusammen mit den Messungen aus dem Michaelson-Morley- Experiment (genial !) gründete Einstein seine Relativitätstheorien und daraus eine absolute Grösse der Lichtgeschwindigkeit ohne die Relativbewegung des Sonnensystems zu kennen. Aus heutiger Sicht etwas gewagt, aber anerkannt.

    >Extrembeispiel waere etwa der Mössbauereffekt mit einer unglaublichen relativen
    >Genauigkeit der Energiedifferenzen, waehrend der absolute Energiezusand der
    >emittierenden Kerne im Vergleich dazu voellig unbekannt ist.

    Elektronegativität, ähnliches Beispiel, da hat man eine Basis “vereinbart”, um mit den Differenzen arbeiten zu können.

    >Nehmen wir mal die Mitteltemperatur von Mönchengladbach. Ein Thermometer in
    >der Stadt, im Stadion, auf dem Weizenfeld, Richtung Rhein, Richtung Krefeld, im
    >Wald etc gibt um Grade (!) unterschiedliche Temperaturen. Die Absoluttemperatur >von Moenchengladbach ist also nur unter ungeheurem Aufwand festzustellen.
    >Die relativen Temperaturaenderungen an all diesen unterschiedlichen Orten sind
    >aber fast identisch und können mit sehr hoeher Genauigkeit festgestellt werden.
    >Die Absoluttemperatur spielt dabei keine Rolle.

    Wenn man die Einflussfaktoren dazu kennt ist das vollkommen i.O. Messgeräte gehören dauernd geeicht.

    @Beobachter im speziellen: Ich wehre mich nicht gegen Korrekturen von Messungen. Wenn ich als Spätaufsteher Temperaturen messe, gehören meine Ergebnisse gegenüber Frühaufstehern natürlich korrigiert, GANZ KLAR ! Wenn mein Spannungsmesser falsche Werte liefert, muss ich diese korrigieren oder sogar schweren Herzens einen neuen kaufen.

    ABER -wieder @all : Weiss man das von Daten vom vorletzten Jahrhundert noch wirklich sooo genau ? Ich denke nicht.

    Auch EGAL, in der ganzen Klimadebatte geht’s doch um den Knacker “was ist noch normal, was ist menschgemacht ?”. Um zu wissen, was “normal” ist, muss man leider den Absolutwert kennen, das geht gar nicht anders. Um mich im Winter in der Bude wohl zu fühlen möchte ich 20°C, 22°C EGAL wie hoch, ich brauche eine Bezugsgröße, um zu wissen, ob ich zu Unrecht frier oder zu Recht. Die Erdtemperatur legt die NASA mit 14°C gemäß Vereinbarung fest. Den Trend von 1880 bis heute kennt man, sagen wir mal relativ genau -Einzelheiten mal ausgelassen, ob alle rechnerischen Korrekturen richtig sind-, da war’s meinetwegen 0,2K unter “normal”, heute ca. 0,7K darüber.

    Auf den meisten wikis zum Thema “Klimawandel” liest man +15°C als “normale” Durchschnittstemperatur des Planeten Erde. Da sind wir doch immer noch 0,3K davon entfernt ?

    Wie soll ich meinem Nachbarn den anthropogenen Klimawandel erklären, wenn es mir selber nicht gelingt, hieb- und stichfestes zu recherchieren ? Die sagen doch alle “na das ist nur ein Hoch der Natur und ich kann ihnen nicht widersprechen”

  21. #21 Beobachter
    November 30, 2010

    @JTG
    > Auf den meisten wikis zum Thema “Klimawandel” liest man +15°C als “normale”
    > Durchschnittstemperatur des Planeten Erde. Da sind wir doch immer noch 0,3K davon
    > entfernt ?
    Es gibt keine “normale” Durchschnittstemperatur. Das zeigt ja schon die letzte Eiszeit. Aber es gibt eine Durchschnittstemperatur auf die unsere ganze Infrastruktur, unsere Landwirtschaft und viel mehr ausgerichtet ist. Und je komplexer unsere Welt und Wirtschaft ist, desto teurer wird die Adaption auf Klimaänderungen. Und dass sich das Klima ändert, dass kann man vollkommen unabhängig von der genauen absoluten Durchschnittstemperatur sagen und sehen.

  22. #22 Georg Hoffmann
    November 30, 2010

    @JTG
    Ich weiss leider nicht, was das Problem sein soll. Wie vom Beobachter bereits erwaehnt, es gibt keine apriori Richttemperatur der Erde. Weder im physikalischen Sinne (etw : “die Erde muesste 15°C warm sein, wenn alle Energie in Waerme umgesetzt wird”) noch in einem normativen Sinne (etwa: “Die Erde sollte 15° warm sein, damit unsere Landwirtschaft gut funktiniert”).
    Aus den oben ja mehrfach angegebenen Gruenden kann man Trends und Abweichungen von Klimatologien sehr gut bestimmen und Absoluttemperaturen eben nicht. So ist es nunmal.
    Im Zusammenhang mit “Warnungen vor einem Klimawandel” (das scheint ja aub und zu bei Ihnen durch) ist ebenso nur die T-Aenderung und deren Geschwindigkeit von Interesse.
    Es trifft sich also sehr gut, dass man die Absoluttemperatur der Erde nur sehr schlecht bestimmen kann. Sie ist naemlich auch ziemlich bedeutungslos.

  23. #23 facepalm
    November 30, 2010

    Oh weh, Georg, ich habe auch schon überlegt, ob ich die Korrekturen wegen Schiffs- und Bojenmessungen ansprechen soll, habe es aber lieber unterlassen.
    Da ich genau weiß, was wir bald lesen dürfen z.B. bei WUWT, wäre mir fast lieber, man würde auf diese Korrekturen verzichten, auch wenn die Daten dann qualitativ schlechter sind. Das sind die paar Hundertstel Grad nicht wert.

    Mögliche Varianten dazu von WUWT, immer unter dem Titel:
    “The very last FINAL final nail in the coffin of the agw-scam”

    Es wird nicht korrigiert: “AGW-Scammers refuse to correct obvious bias”

    Es wird korrigert, aber nicht berichtet: “AGW-Scammers hide corrections”

    Korrigiert, nach oben: “AGW-Scammers manipulate data”

    Korrigiert, nach unten: “AGW-Scammers manipulation reveald – data corrected”

    Also bitte WUWT nicht beachten und lieber die Daten verbessern.

  24. #24 JTG
    November 30, 2010

    >Ich weiss leider nicht, was das Problem sein soll. Wie vom Beobachter bereits
    >erwaehnt, es gibt keine apriori Richttemperatur der Erde. Weder im physikalischen
    >Sinne (etw : “die Erde muesste 15°C warm sein, wenn alle Energie in Waerme
    >umgesetzt wird”) noch in einem normativen Sinne (etwa: “Die Erde sollte 15° warm
    >sein, damit unsere Landwirtschaft gut funktiniert”).

    Ich habe überhaupt kein Problem damit. Ich versuch’s mal zu erklären : Die meisten Diskussionen rund um den Klimawandel beginnen meist mit dem Thema “Treibhauseffekt”. Dieser wird recht anschaulich in den wikis dargestellt. -18°C “nackerte” Erde, +15°C mit Treibhauseffekt, also 33K auf dem Konto Treibhauseffekt. “mittlere Temperaturen” von Planeten findet man auch in den meisten astronomischen Büchern oder i-net-links.

    Die Wirklichkeit IST anders, ganz klar, ich bin auch kein Freund von diesen “mittlere Temperatur”- Angaben, diese ist sehr unpräzise.

    Da bereits beginnen erste Debatten, weil manche ich sag mal “Klimawandel- Gegner” bereits den Treibhauseffekt nicht als Fakt anerkennen.

    Andere Debatten entbrennen, weil man verlinkt bekommt, dass ja “normal” +15°C ist, wir aber diese +15°C noch gar nicht erreicht haben. Wir sind also noch im “normalen Temperaturschwankungsbereich”. Der Mensch hätte also deswegen noch gar keinen Einfluss.

    Selbst die NASA nimmt eine “Basis”, um die Anomalien darzustellen, dort sind es +14°C, weshalb auch immer.

    Unsere Kanzlerin möchte eine Begrenzung von 2K oberhalb der vorindustriellen Zeit soweit ich informiert bin. Aber bei welcher Zeit ? Der um 1880, der um 1800, um 1700 oder gar gegenüber dem Maunderminimum ? oder gegenüber dem mittelalterlichen Optimum ? Da bräuchte es doch eine konkrete Bezugsgröße oder irre ich ?

    >Aus den oben ja mehrfach angegebenen Gruenden kann man Trends und
    >Abweichungen von Klimatologien sehr gut bestimmen und Absoluttemperaturen
    >eben nicht. So ist es nunmal.

    Eigenartig, Thermometer messen doch aber T und nicht deltaT. Aus (Summe T*delta_A)/Gesamt_A, sollte doch eine absolute momentane Mitteltemperatur bestimmbar sein ? Das delta_T ist doch nichts weiter als ein Rechenschritt weiter aus der Messung ?

    >Im Zusammenhang mit “Warnungen vor einem Klimawandel” (das scheint ja aub und
    >zu bei Ihnen durch) ist ebenso nur die T-Aenderung und deren Geschwindigkeit von >Interesse.

    Mensch und Natur muss sich dem anpassen können, ein ganz klares MUSS.

    >Es trifft sich also sehr gut, dass man die Absoluttemperatur der Erde nur sehr
    >schlecht bestimmen kann. Sie ist naemlich auch ziemlich bedeutungslos.

    Das finde ich überhaupt nicht. Im Gegenteil, um der Klimawandeldebatte den Wind aus den Segeln nehmen zu können, ist es m.E. unerlässlich zu sagen “Schaut’s her, das ist normal und das ist menschgemacht”. Aus Trends, Temperaturschwankungsgeschwindigkeiten läßt sich nichts menschgemachtes ableiten und darum geht es doch aber letztendlich oder nicht ? Ähnliche schnelle Schwankungen gab’s früher vor ca. 10000 Jahren schon mal, wenn man den Eiskernauswertungen von ich glaub EPICA hiess das, folgt. 4 Grad in ca. 1000 Jahren waren das.

    Interessant finde ich übrigens den Trend der Geschwindigkeit der Temperaturänderung in den NASA- Daten. Das ist fast eine Sinuskurve mit einer Wellenlänge von ca. 70-80 Jahren und die Amplitude scheint erreicht zu sein.

  25. #25 Georg Hoffmann
    November 30, 2010

    @JTG
    “Die Wirklichkeit IST anders, ganz klar, ich bin auch kein Freund von diesen “mittlere Temperatur”- Angaben, diese ist sehr unpräzise.”

    Eben auf ca ±0.5°C wie ich oben schon angab. Damit ist der Treibhauseffekt 33°C±0.5°C. Ich wuesste nicht was das irgendwie aendern sollte, zumal natuerlich in dieser bekannten Rechnung mit Stefan-Bolzmann natuerlich noch andere Unsicherheiten sind.
    Unsicherheiten aendern aber nichts am Prinzip und in diesem Fall auch nicht an der Groeszenordnung des Effekts.

    “Aus (Summe T*delta_A)/Gesamt_A, sollte doch eine absolute momentane Mitteltemperatur bestimmbar sein ? Das delta_T ist doch nichts weiter als ein Rechenschritt weiter aus der Messung ?”

    1) die raeumliche Heterogenitaet (oben erklaert).

    EIne Gitterbox im HadCRU hat zB eine Groesze von 100*100km. Darin koennen sich bspw 50 oder 1 Stationen befinden (Global gab es bis zu 7000 Wetterstationen). Jede hat sehr unterschiedliche Absolutwerte (Orographie, Gewaesser, Staedte), die mehrere Grad voneinander abweichen koennen (die Box mit Muenchen koennte die Zugspitze drin haben). Der Mittelwert sagt also nicht viel aus. Temperaturanomalien sind aber auf 100erte von km sehr gut korreliert (typische Laenge atmosphaerischer Eddys, ie Tiefs und Hochs). Darum berechnet man von jeder Station erst die Anomalien zu einer Klimatologie dieser Station (also zb der jeweilige Mittelwert 1960-1990) dann berechnet man das Mittel der ANomalien und dann das regionale oder globale Mittel.

    Details hier http://www.cru.uea.ac.uk/cru/data/temperature/HadCRUT3_accepted.pdf

    “Mensch und Natur muss sich dem anpassen können, ein ganz klares MUSS.”

    Eigenartiger Satz. Die Naturgeschichte ist voll von Beispielen, in denen die Anpassung im Austreben bestand. No big deal fuer die Erde sicherlich, ich faends trotzdem nicht so lustig.

    “Aus Trends, Temperaturschwankungsgeschwindigkeiten läßt sich nichts menschgemachtes ableiten und darum geht es doch aber letztendlich oder nicht ? ”
    Genau, das ist die Frage der Attribution. Kapitel 9 des IPCC erklaert auf ueber 100 Seiten wie man das mit den ANomalien macht und warum die Absoluttemperatur fuer diese sog Attribution nicht wichtig ist.

    “10000 Jahren schon mal, wenn man den Eiskernauswertungen von ich glaub EPICA hiess das, folgt. 4 Grad in ca. 1000 Jahren waren das.”

    1) War das das Ende der letzten Eiszeit und fuehrte zu einem Meeresspiegelanstieg von 110 Metern.

    2) Ist das ein einzelner Ort.

    3) Ist es falsch. Das Ende der letzten EIszeit dauerte ca 10.000 Jahre (nicht 1000) und machte in der OstAntarktis (also dort wo EPICA liegt) ca 6-7°C aus.

    Das mit der Sinuskurve ist natuerlich auch Unsinn. Um so etwas sagen zu koennen, braeuchte man ein paar hundert Jahre an T-Daten und die Paleo-Rekonstruktionen zeigen ebenfall keine dominierende Periodizitaet von 70 Jahren oder was auch immer.

  26. #26 Rudi
    Dezember 1, 2010

    @JTG
    Climate Model Bias Correction und die Deutsche
    Anpassungsstrategie

    das könnt sie doch interessieren

    http://www.bgt-hannover.de/hoffmann/PaperMudelsee_with_affiliation.pdf

  27. #27 JTG
    Dezember 1, 2010

    @Georg Hoffmann
    >Eben auf ca ±0.5°C wie ich oben schon angab. Damit ist der Treibhauseffekt
    >33°C±0.5°C. Ich wuesste nicht was das irgendwie aendern sollte, zumal natuerlich in
    >dieser bekannten Rechnung mit Stefan-Bolzmann natuerlich noch andere
    >Unsicherheiten sind.
    >Unsicherheiten aendern aber nichts am Prinzip und in diesem Fall auch nicht an der
    >Groeszenordnung des Effekts.

    Es ist aber bedeutsam in der Debatte “Klimawandel menschgemacht oder nicht” und in dieser Debatte geht es um zehntel Grad. Die Debatte wird auch nicht enden, solange da nichts Genaueres verfügbar sein wird. Der Rest ist Glaube oder Überzeugung oder Beides.

    “Aus (Summe T*delta_A)/Gesamt_A, sollte doch eine absolute momentane Mitteltemperatur bestimmbar sein ? Das delta_T ist doch nichts weiter als ein Rechenschritt weiter aus der Messung ?”

    >1) die raeumliche Heterogenitaet (oben erklaert).

    >Temperaturanomalien sind aber auf 100erte von km sehr gut korreliert (typische >Laenge atmosphaerischer Eddys, ie Tiefs und Hochs). Darum berechnet man von >jeder Station erst die Anomalien zu einer Klimatologie dieser Station (also zb der >jeweilige Mittelwert 1960-1990) dann berechnet man das Mittel der ANomalien und >dann das regionale oder globale Mittel.

    Also gibt es doch ein globales Mittel und die Unterschiede der jeweiligen Wetterverhältnisse zwischen Zugspitze und München werden rechnerisch begradigt ? Also wenn auf der Zugspitze Föhn ist und in München der gar nicht so stark ankommt, welcher Wert wird dann korrigiert ? Der auf der Zugspitze oder der in München ?

    >”Mensch und Natur muss sich dem anpassen können, ein ganz klares MUSS.”

    >Eigenartiger Satz. Die Naturgeschichte ist voll von Beispielen, in denen die >Anpassung im Austreben bestand. No big deal fuer die Erde sicherlich, ich faends >trotzdem nicht so lustig.

    Das Leben ist eins der härtesten, dafür kann ich nichts. Wir hatten bereits 2x in den letzten Jahrmillionen 95%- Fast- Totalschäden. Die Natur und das Leben derappelt sich schon wieder, ob’s der Mensch auch kann liegt in seinen Händen, diese Aufgabe obliegt vor allem verantwortungsvollen Vätern und Müttern.

    >Genau, das ist die Frage der Attribution. Kapitel 9 des IPCC erklaert auf ueber 100 >Seiten wie man das mit den ANomalien macht und warum die Absoluttemperatur fuer >diese sog Attribution nicht wichtig ist.

    Das sind genau über 99 Seiten zuviel. Dem einfacheren Menschen erschliesst sich sowas nicht und selbst mir akademisch Ausgebildeten nicht => Die Botschaft kommt nicht an => es kommen Zweifel => Debatte entbrennt => keiner tut was. Diese Gefahr sehe ich dabei.

    >”10000 Jahren schon mal, wenn man den Eiskernauswertungen von ich glaub EPICA >hiess das, folgt. 4 Grad in ca. 1000 Jahren waren das.”

    >1) War das das Ende der letzten Eiszeit und fuehrte zu einem Meeresspiegelanstieg >von 110 Metern.

    >2) Ist das ein einzelner Ort.

    Herausgepickt aus der Öffentlichkeit zugänglichen Daten.

    >3) Ist es falsch. Das Ende der letzten EIszeit dauerte ca 10.000 Jahre (nicht 1000) und >machte in der OstAntarktis (also dort wo EPICA liegt) ca 6-7°C aus.

    Dann sind die der Öffentlichkeit zugänglichen Daten auch noch falsch, umso schlimmer.

    >Das mit der Sinuskurve ist natuerlich auch Unsinn. Um so etwas sagen zu koennen, >braeuchte man ein paar hundert Jahre an T-Daten und die Paleo-Rekonstruktionen >zeigen ebenfall keine dominierende Periodizitaet von 70 Jahren oder was auch >immer.

    Was Unsinn ist oder nicht, werden wir in den nächsten 2-5 Jahren sehen, in denen wir aber nicht untätig bzgl. Natur und Umweltschutz bleiben sollten.

    Wie schaut’s aus, ne private Wette um nen Kasten Bier o.ä. , dass bei GISTEMP die nächsten 2 Jahre keine Jahresdurchschnittswerte präsentiert werden, die die Werte der letzten 10 Jahre um 0,05K oder so überschreiten 🙂 ? Datenfreeze heute 2010 vorausgesetzt ?

  28. #28 Beobachter
    Dezember 2, 2010

    @JTG
    > Es ist aber bedeutsam in der Debatte “Klimawandel menschgemacht oder nicht”
    > und in dieser Debatte geht es um zehntel Grad.
    Die exakte Kenntnis der globalen Mitteltemperatur ist für die Frage ob der Klimawandel menschgemacht ist, absolut irrelevant. Angenommen du wüsstest dass die globale Mitteltemperatur exakt 14,85°C ist und das vorindustrielle Niveau bei 14,02°C lag. Und weiter? Das sagt doch überhaupt nichts darüber aus, ob diese Änderung menschengemacht ist oder nicht. Die Frage nach den Ursachen ist doch eine komplett andere und wird deshalb auch komplett anders beantwortet.

    Und um nochmal zu der Mitteltemperatur zurück zu kommen:
    Angenommen du hast in München 3 Wetterstationen. Zwei in der Stadt und eine am Flughafen draußen. Die liefern dir momentan die Jahresmittel-Werte: 7,8°C, 9,2°C und 9,7°C. Was ist die Mitteltemperatur von ganz München? Das kann man damit nicht genau sagen, weil für einen exakten Wert müsste man tausende Stationen übers Stadtgebiet verstreuen, weil Vegetation, Kaltluftschneisen, Gewässer, Bebauung usw die Temperatur an jedem Ort etwas anders machen. Also kann man nur eine Näherung angeben, indem man die Gebiete dazwischen interpoliert und die so erhaltene Mitteltemperatur für München ist dann vielleicht nur auf +/- 0,5°C genau.
    Aber wenn nun alle drei Stationen über 20 Jahre hinweg eine Erhöhung der Jahresmittel-Temperatur um 0,5°C zeigen, dann weißt du trotzdem dass es um 0,5°C wärmer geworden ist. Vollkommen unabhängig ob du die Mitteltemperatur des ganzen Stadtgebietes auf 0,1°C oder nur 0,5°C genau angeben kannst.

  29. #29 JTG
    Dezember 2, 2010

    @Beobachter:
    >Die exakte Kenntnis der globalen Mitteltemperatur ist für die Frage ob der Klimawandel
    >menschgemacht ist, absolut irrelevant. Angenommen du wüsstest dass die globale
    >Mitteltemperatur exakt 14,85°C ist und das vorindustrielle Niveau bei 14,02°C lag. Und >weiter? Das sagt doch überhaupt nichts darüber aus, ob diese Änderung
    >menschengemacht ist oder nicht.

    Oh doch. wenn man die Historie betrachtet und feststellt, dass z.B. +/- 0,5K “normal” sind, dann könnte man behaupten, dass alles, was höher ist als 14,52°C eben nicht “normal” sind und daher “menschgemacht”. Dann wären aber endlich mal Daten und Fakten auf dem Tisch und ich gewinne den Eindruck, dass das gar nicht das Ziel ist.

    Was hat man denn im Umkehrschluss von einer Aussage eines delta-T / delta-t ? Oder nur eines delta-T ? Nichts, ausser der Aussage, dass sich was geändert hat. Nice to have, aber keine Aussage, ob man da handeln muss.

    Es beantwortet auch nicht die Frage, worauf z.B. Frau Merkel mit ihren “2K oberhalb vorindustriellen Niveau” hinauswill. Tja, das finde ich aber für Wirtschaft, Gemeinleben, CO2- Steuern etc. “kriegsentscheidend”. Wo ist die Basis für diese 2K- Angabe ?

    Diese Angaben sind doch Bestandteil von Dingen, die uns die nächsten 50 Jahre beschäftigen werden und sicher Billionen wenn nicht irgendwann Billiarden Kosten aufwerfen und jede Menge Zeit beanspruchen und das heute schon.

    Ganz abgesehen davon, die Auswirkungen, ob und wenn ja wann gigantische Völkerwanderungen, menschliches Elend etc. zu erwarten sind, wenn wir nichts dagegen tun.

    Wir wissen ja noch nicht mal, OB wir was dagegen tun können, solange wir nur delta-T’s verwalten.

    Ich lese als Antwort von Georg Hoffmann auf meinen EPICA- Hinweis, dass das eine örtlich begrenzte Angabe ist, die laut den veröffentlichten Daten auch noch falsch ist.

    Wozu soll dann aber eine kilometerlange Bohrung im unzugänglichen Eis gut sein, wenn sie praktisch keine Aussage enthält ? Weil man Forschungsgelder dafür locker gemacht hat ? Hätte man dafür nicht besser das Geld für ne Geothermie- Anlage ausgeben können ?

    Ich frag mich halt nur des öfteren, was da so manchmal ausgegeben wird für Infos, die relativ wenig Benefit erbringen. Warum nicht gleich ein paar WKA mehr, da weiss man besser, was man davon hat ?

  30. #30 Georg Hoffmann
    Dezember 3, 2010

    @JTG
    “dann könnte man behaupten, dass alles, was höher ist als 14,52°C eben nicht “normal” sind und daher “menschgemacht”.”

    Wie Ihnen schon mehrmals und vergeblich gesagt: Niemand sagt das, niemand argumentiert so. Es wird durch wiederholen nicht interessanter, konsistenter und logischer. Sie wollen ihren Strohmann, fein, aber muss man damit immer andere belasten?

    “Ich lese als Antwort von Georg Hoffmann auf meinen EPICA- Hinweis, dass das eine örtlich begrenzte Angabe ist, die laut den veröffentlichten Daten auch noch falsch ist.”

    Noe, ich habe gesagt, dass Sie die Daten falsch gelesen haben, von den Papern mal ganz zu schweigen. Einfach mal EPICA und Holocene googlen, dann bekommen Sie den Isotopenrekord mit der Temperaturkalibrierung, die an unserem Labor gemessen wurde. Wenn Sie das haben, vergleichen Sie das nochmal mit ihrer Aussage.

  31. #31 Rudi
    Dezember 3, 2010

    G. Hoffmann ich hab eine Frage
    Kennen sie eine Arbeit, die Klimamodelle anhand der Phasenlage des Temperaturjahresganges verifiziert? Möglichst auf verschiedenen Höhenniveaus.
    Knutti hat ein Paper veröffentlich in dem er eine 3.x grad Klimasensitivität an den Amplituden der Jahresgänge (JJA – DJF)””nachweist””. Ich halte das für unbrauchbar.
    Die Amplitude lässt sich durch viele Einflußgrößen manipulieren.

  32. #32 Krishna Gans
    Dezember 4, 2010

    Sihet nicht nach einem Rekordjahr aus, oder ?

  33. #33 Günther Vennecke
    Dezember 4, 2010

    Ist schon lustig, was für einen Affentanz die Klimaleugner unter Führung von M. Krüger auf Readers Edition aufführen, um aus einem kleinen wetterbedingten Kälteeinbruch gleich wieder eine Riesenattacke gegen die klar nachweisbare globale Erwärmung zu führen. Die Verzweiflung muss bei denen schon recht groß sein.

    Kann man sogar verstehen, denn es muss schon ziemlich frustrierend sein, wenn man sich zu allen Fakten quer legt und dann auch noch von den Medien niedergemacht wird ob des Unsinns, den die einschlägig Verbündeten verbreiten. Gestern lief im WDR ein ganz interessanter Beitrag zu der “Klimakonferenz”, die die eike-Bande jetzt in Berlin veranstaltet. Gleich zwei Mal wurde im Zusammenhang mit der Briefkastenfirma eike und dem ähnlich gestrickten cfact der Begriff “obskur” benutzt, durchaus zu recht!

    Gans bleibt seiner alten “Methode” treu, in Grafiken etwas hinein zu lesen, was gar nicht vorhanden ist.

    Nimmt man nämlich das ungewöhnlich starke El Nino-Ereignis von 1998 aus der Betrachtung heraus, dann wird 2010 sehr wohl als ein Rekordjahr in die Geschichte eingehen:

    http://www.drroyspencer.com/wp-content/uploads/UAH_LT_1979_thru_Nov_10.gif

    Es ist doch immer wieder erstaunlich, mit welcher Chuzpe die Klimaleugner versuchen, sich die Fakten hinzubiegen!

  34. #34 Rudi
    Dezember 4, 2010

    @ Krishna Gans, kein Rekordjahr, oder ? UAH
    Um einen neuen Rekord der globalen Temperatur zu erreichen muss der UAH- Dezemberwert über 0.426 Grad liegen. (0.426 wäre Gleichstand)
    Hmm, wetten würd ich da nicht.

  35. #35 Krishna Gans
    Dezember 4, 2010

    Dummerweise übersieht dieses Vennecke. daß auch 2010 ein El Niño Jahr war, aber als Alarmist der üblen Sorte kämpft man um jedes Zehntel, und wenn’s nur um der Polemik Willen ist.

  36. #36 Günther Vennecke
    Dezember 4, 2010

    Ach Gans,

    “Dummerweise übersieht dieses Vennecke. daß auch 2010 ein El Niño Jahr war, …

    Wenn hier jemand etwas “übersehen” hat, dann dürften Sie das sein. Ich gehe aber mal davon aus, dass Sie nur wieder versuchen, sich die Fakten so hinzubiegen, wie es Ihnen in den Kram passt.

    Immerhin habe ich geschrieben – und was auch den Tatsachen entspricht – dass 1998 ein “ungewöhnlich starker” El-Nino war. 2010 scheint – es ist ja noch nicht ganz vorbei – denn auch nur äußerst knapp den Temperaturrekord von bisherigen 1998 zu verfehlen. Aber selbst wenn 2010 “nur” als das 2.-wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichungen in die Geschichte eingeht, ist das immer noch eine schallende Ohrfeige für Klimaleugner wie Sie und Krüger, die glauben machen wollen, dass es gar keine globale Eräwrmung gibt.

    Mit Ihrer “Logik” sind Sie also wieder einmal voll gegen die Wand gefahren. Langsam muss das doch sogar Ihrem Betonkopf weh tun!

  37. #37 axel
    Dezember 4, 2010

    @ vennecke, gans

    Ich finde diesen Hype um Rekordjahr oder nicht ziemlich unwichtig.

    Aber wenn es dir so wichtig ist, Gänschen, dann beachte die Wettbedingung. Und bei GISS wird es ein Rekordjahr sein, ich lehne mich mal etwas aus dem Fenster.

    Ich begrüße aber ausdrücklich, dass du jetzt schon Graphiken verlinkst, die einen ganz klaren positven Trend widerspiegeln. Gans genau, Krishy: Das ist das wichtige, darum geht’s. Du machst Fortschritte.

  38. #38 Günther Vennecke
    Dezember 4, 2010

    @axel,

    “Ich finde diesen Hype um Rekordjahr oder nicht ziemlich unwichtig.”

    Dem kann ich durchaus zustimmen.

    Wichtig war mir, vor allem auch herauszustellen, wie naiv Gans immer wieder zu irgendwelchen Grafiken verlinkt, die so ziemlich genau das Gegenteil von dem zeigen, was er damit belegen will. Ist ja nicht das erste Mal.

    Insofern nehme ich an, dass ihre Bemerkung zu den “Fortschritten”, die er angeblich gemacht hätte, ironisch gemeint ist. Ich habe inzwischen die Hoffung aufgegeben, dass Typen wie er sich in irgendeiner Weise zum besseren hin ändern können. Die wollen halt ihrer eingfleischten Ideologie frönen und sind deshalb absolut informationsresistent, bzw. verlogen wie der Krüger drüben bei RE.

  39. #39 axel
    Dezember 4, 2010

    @ vennecke

    Ach ja, unser Gänschen. Ich hätte ja gedacht, er treibt sich gerade in Berlin herum, um seinem Schwiegervater und anderen Größen auf der EIKE-Klimaskeptikerkonferenz den Rücken zu stärken. Aber das war ihm vielleicht doch zu doof und langweilig, ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass eines Tages die Vernunft obsiegen wird 😉

    Noch ein Gedanke:

    Jeder Skeptiker müsste doch angesichts Wikigate gehofft haben, dass jetzt die internationale Verschwörung zum Klimawandel auffliegt. Müsste ihnen doch langsam zu denken geben, dass nach “climategate” und wikileak davon nichts zu finden ist.

    PS:
    Vermeiden Sie bitte die Benennung M.Krüger. Im ersten Moment dachte ich an Mike Krüger und war etwas überrascht. Bin wohl nicht der einzige, dem Michael Krüger nichts sagt. Im Grunde können wir uns doch entspannt zurücklehnen. Der Rauch um climategate hat sich verzogen (Ergebnis: Viel Rauch ohne Feuer), die Medien berichten wieder vernünftig und die Skeptiker stehen in der öffentlichen Meinung nun schlechter da denn je.
    Die wissenschaftlichen Fakten liegen auf dem Tisch, die Verfälscher sind entlarvt. Spannend ist doch eigentlich nur noch, was die Politik daraus macht.

  40. #40 Günther Vennecke
    Dezember 4, 2010

    @axel,

    “Bin wohl nicht der einzige, dem Michael Krüger nichts sagt.”

    Sorry, ich wollte hier weiß Gott keine Reklame für diesen schrägen Vogel machen. Es lohnt sich auch nicht, sich näher mit ihm zu befassen, das ist ein unerträglicher Schwätzer. Ich werde ihn also nicht weiter erwähnen. Er gehört allerdings zu den Typen, denen der Gans aus der Hand frisst, bzw. die Stiefel leckt und sei der Unsinn noch so groß, den er verbreitet.

  41. #41 Krishna Gans
    Dezember 4, 2010

    2 Schwätzer demonstrieren die Suche nach einem höheren Level um irgendwann doch mal ‘nen IQ 90 zu erreichen – vergebene Liebesmüh, wie man sieht.

  42. #42 JTG
    Dezember 6, 2010

    @JTG
    >”dann könnte man behaupten, dass alles, was höher ist als 14,52°C eben nicht >”normal” sind und daher “menschgemacht”.”

    >Wie Ihnen schon mehrmals und vergeblich gesagt: Niemand sagt das, niemand
    >argumentiert so. Es wird durch wiederholen nicht interessanter, konsistenter und
    logischer. Sie wollen ihren Strohmann, fein, aber muss man damit immer andere >belasten?

    Nein, aber dieser Hilferuf besagt nichts anderes, als dass man nichts Besseres zu bieten hat. So wird man die Debatte “Klimawandel menschgemacht ja oder nein” niemals los.

    “Ich lese als Antwort von Georg Hoffmann auf meinen EPICA- Hinweis, dass das eine örtlich begrenzte Angabe ist, die laut den veröffentlichten Daten auch noch falsch ist.”

    >Noe, ich habe gesagt, dass Sie die Daten falsch gelesen haben, von den Papern mal
    >ganz zu schweigen. Einfach mal EPICA und Holocene googlen, dann bekommen Sie
    >den Isotopenrekord mit der Temperaturkalibrierung, die an unserem Labor gemessen
    >wurde. Wenn Sie das haben, vergleichen Sie das nochmal mit ihrer Aussage.

    Auch daran gibt es nichts zu deuteln. Es gibt dabei delta-T/delta-t die sich mit heutigen Temperaturschwankungen vergleichen lassen, so what ? Abgesehen von dem Hinweis, dass es sich um ein örtliches Ereignis handeln soll. Wenn das so ist, wozu die Bohrung ? Was haben wir dann davon ? Nice to have ? Forschung für keinen Benefit ?

  43. #43 axel
    Dezember 11, 2010

    Update:

    GISS gibt für den Monat November +0,73 an.
    Das war’s wohl, Georg kann den Champagner schon mal kalt stellen.

    (Sorry, diesen kleinen zynischen Hieb konnte ich mir nicht verkneifen 😉

  44. #44 JTG
    Dezember 13, 2010

    Ich denke nicht, dass man Champagner kalt stellen könnte, wenn noch nicht mal klar ist, wofür die Eisbohrkernforschung gut sein soll, wenn sie nur örtliche Einflüsse erforscht.

    Die fehlende Antwort darauf erscheint mir wie ein Schuss ins eigene Knie.

    Hier in Mitteleuropa erleben wir derzeit einen ganz normalen Winter. Schön und gut, der ist lokal eben Mitteleuropa, aber wo sind denn nun die großen Veränderungen, die global messbar sind und das unabhängig von möglichen Messfehlern ?

    Wo ist tatsächlich der Benefit für Eiskernbohrungen ?