Wer jemals Zweifel hatte, ob Nobelpreisträger überhaupt Interessen jenseits der Wissenschaft pflegen können, wer jemals glaubte, für Wissenschaftler sei die Welt eine rein rationale Angelegenheit, wurde am heutigen Vormittag eines Besseren belehrt. Richard R. Ernst, Nobelpreisträger des Jahres 1991, nutzte die Lindauer Bühne zu einem Plädoyer für einen Blick jenseits des wissenschaftlichen Tellerrandes. Richard R.…
Irgendwie ist die Welt komplex, und Journalisten haben die Aufgabe übernommen, die sie selbst Reduktion von Komplexität nennen. Das klingt verdienstvoll, wird aber mehr und mehr missverstanden. So bringt ein Nachrichtenmagazin den Deutschen erst bei, dass sie Angst haben müssen (vor der Komplexität), dann macht es sich lustig darüber, dass wir Angst haben. Weiter vertritt…
Heute Morgen ging es endlich los. Den Anfang machte der alleinige Preisträger von 2007: Gerhard Ertl. Mit Ihm haben die Organisatoren meiner Meinung nach eine gute Wahl zur Eröffnung der Vortragsreihe getroffen, steht er doch in der Tradition einer Reihe von Nobelpreisträgern: Wilhelm Ostwald (1909), Fritz Haber (1918) und Carl Bosch (1931).
As welchem Jahr – und vom welchem Autor – stammt der folgende Text? (Antwort im erweiterten Text). “Wir haben auch optische Werkstätten, wo wir Versuche mit sämtlichen Strahlen und Lichtarten sowie mit allen Farben anstellen. Aus durchsichtigen und farblosen Körpern erzeugen wir die einzelnen Farben, nicht nur in Form eines Regenbogens schillernd, wie es in…
Eine Forschungsfrage von birgie und hier eine Expertenantwort von ScienceBlogger Dr. Joerg Rings: Sie wird gegrillt. Erstmal ist es egal, ob wir eine Ente haben oder einen Schwimmer. Wenn der Blitz einschlägt, ist es vorbei. Der Unterschied kann sein, dass der Schwimmer weiter aus dem Wasser herausguckt, und dem Blitz – im Vergleich zum umliegenden…
Für die Darwin-Jahr-Seite der Giordano-Bruno-Stiftung hat Andreas Müller eine hochinteressante Zusammenfassung eines aktuell tobenden Streites um die Appeasement-Haltung des Großteils der Wissenschaftler und Wissenschaftsorganisationen gegenüber der Religion in den USA. Ich muss sagen, ich habe mich bislang auch noch wenig damit befasst, allenfalls bei PZ mitgelesen.
Schon komisch: Obwohl der Siegeszug des Mobilfunks auf der Einigung auf ein europäisches Netz basiert, heißt unser tragbares Telefon doch in fast jedem Land anders. Ob nun als Natel in der Schweiz oder cep telefonu auf Türkisch – eine einheitliche Bezeichnung für dieses Gerät gibt es nicht. Und sein Name bedeutet auch nicht überall dasselbe:
Weder das Elektron in einer physikalischen Theorie noch der „homo oeconomicus” in der Wirtschaftswissenschaft muss unbedingt als Ding angesehen werden, das so, wie es die Theorie beschreibt, in der Wirklichkeit auch vorhanden ist. Beim Elektron sind es die Vielzahl der Modelle, die sich gegenseitig zum Teil sogar ausschließen, die eine allzu realistische Interpretation der Theorie…
Anatomische Studien sind nichts für zarte Gemüter. Wobei: manche Exponate sind doch durchaus ästhetisch. Solche Schädelmodelle mit abnehmbaren Knochen unterstützen das Verständnis für die Struktur des Schädels. Zukünftige Mediziner benutzen dieses Modell für Anatomiestudien am Institut für Anatomie, der First Faculty of Medicine, Charles University in Prague.
In der Inselhalle zur Eröffnung
Ask an informed layman what he or she thinks is the greatest science-based industrial discovery or invention of all time and the person will likely name the computer, the transistor, the telephone, the incandescent light or perhaps even the blast furnace. But key as all these inventions were to humanity’s progress, there is perhaps one…
Ist das ernst gemeint? Unter https://heiligerhaider.wordpress.com/ hat sich eine “Gebetsliga” gegründet, mit dem Ziel, den verstorbenen österreichischen Rechtspopulisten Jörg Haider selig bzw. heilig sprechen zu lassen: “Herzlich Willkommen auf der neuen Seite der Gebetsliga für die Selig- und Heiligsprechung von LH Dr. Jörg Haider. Wir bitten und beten für die Selig- und in der Folge…
Lindau ist ein beschauliches Örtchen wie es scheint. An den Häusern wachsen Rosen und der Himmel ist strahlend blau mit flauschigen Kumuluswolken. Das Kopfsteinpflaster erweist sich als schwierig mit meinen schicken Schuhen, aber auch das lässt sich in Erwartung der Eröffnungszeremonie meistern. Nach einigen Schwierigkeiten sitze, bzw. stehe, ich dann aber mit meinen Co-Bloggern und…
Jetzt bin ich extra rechtzeitig in Fribourg aufgebrochen und habe dann doch den Anfang hier in Lindau verpasst. Vielleicht ist der Weg über Göteborg doch nicht der direkteste… Am Bahnhof angekommen, dachte ich mir, ich wähle den Fußweg zum Hotel um ein wenig Atmosphäre zu schnuppern – ausserdem hatte ich den Bus verpasst. Das war…



