Mit dem Plagiatsfall zu Guttenberg (“der Druck durch die Familie”) scheint ja eine Art Damm gebrochen worden zu sein: Jorgo Chatzimarkakis (“falsche Zitierweisen”), Matthias Pröfrock (“höchst unangenehme Situation”) und Silvana Koch-Mehrin (“die Uni hat nicht genau genug geprüft”). Bei alldem brennt mir vor allem eine Frage unter den Nägeln…
Ein Aufschrei geht durch die wissenschaftliche Blogosphäre. Beginnend mit Anatol Stefanowitsch gestern und Florian Freistetter heute, zudem zahlreiche Vernetzungen in Facebook, twitter und anderen Netzen, scheint es zu einem Protest zu kommen, der mehr als gerechtfertigt ist: Eine deutsche Politikerin, die ihren mittlerweile aberkannten Doktortitel ausgenutzt hat, um Karriere zu machen, wird zum vollwertigen Mitglied…
Was passiert mit einer Politikerin, die ihre Doktorarbeit abschreibt? Einer Politikerin, der die Universität Heidelberg den Doktortitel entzogen hat, weil die Arbeit “in substantiellen Teilen aus Plagiaten besteht” und “kein Zweifel daran besteh[t], dass sich Frau Koch-Mehrin in ihrer Dissertation fremdes geistiges Eigentum angeeignet und als das eigene ausgegeben hat”? Sie wird befördert! Und zwar…
“minor or traditionally unpublishable results, non-traditional ideas and proof techniques, misunderstood genius, results based on questionable assumptions, and controversial papers and open letters.”
Diese Woche werde ich leider nicht zum Bloggen kommen, da ich mich leichtsinnigerweise freiwillig dazu gemeldet habe, die Texte für das letzte noch fehlende Studienheft unseres Optik-Fernlehrgangs zu “LaTeXifizieren”. Dieses schöne Gedicht zum Thema Lichtsmog wollte ich euch dann aber doch nicht vorenthalten:
Naturwissenschaftler verstehen sich gut darin, komplizierte Systeme vereinfacht darzustellen. Das ist auch gut und richtig so, denn auf diese Art und Weise decken sie Zusammenhänge auf, die bei der Betrachtung einzelner Faktoren vielleicht nie aufgefallen wären. Im Hinblick auf das Klima unseres Planeten gibt es (unter anderem) die Theorie der Kipppunkte oder die Tipping Elements…
Im Januar hatte ich im Rahmen der Rezension zu “The Plot Against America” vollmundig angekündigt, dieses Jahr mehr Buchrezensionen verfassen zu wollen – ein Vorhaben, das leider (wieder mal) an Zeitnot gescheitert ist. Heute hole ich aber mit “Sturz der Titanen” zumindest die Rezension des Romans nach, der mich in diesem Jahr bislang mit weitem…



