Ich hab keine Ahnung mehr, was ich genau heute vor 10 Jahren gemacht habe. Mit Sicherheit aber habe ich nicht das gemacht, was ich in den letzten Jahren fast täglich gemacht habe: Einen Artikel für ein Blog geschrieben. Meinen ersten Blog-Artikel habe ich erst am 3. Februar 2008 geschrieben. Damals noch nicht für ScienceBlogs. Und als ich damals beschlossen hatte, mit dem Bloggen zu beginnen, hatte ich auch absolut nicht vor, das zu tun, was ich in die Überschrift zu diesem Jubiläumstext geschrieben habe. Es war nie mein Plan, durch das Bloggen “Karriere zu machen”. Eine “Karriere” zu machen war überhaupt nie mein Plan. Das klingt nach einem langweiligen Leben, für das man irgendwas mit Wirtschaft studieren und die ganze Zeit mit Anzug und Krawatte herumlaufen muss – und wer will das schon!

So ging es los, als es mit noch nicht mit den ScienceBlogs los ging!

So ging es los, als es mit noch nicht mit den ScienceBlogs los ging!

Aber heute, 10 Jahre später, kann ich sagen: ScienceBlogs hat mein Leben verändert. Das klingt dramatisch; nach irgendeiner tiefen, spontanen Einsicht die mich dazu gebracht hat, alles zu überdenken was ich bisher gedacht habe. Aber so war es natürlich nicht. Nichts von dem, was passiert ist, seit ich meinen ersten Blog-Artikel geschrieben habe, war geplant. Und trotzdem lebe ich heute ein Leben, das sich massiv von dem unterscheidet das ich vor 10 Jahren gelebt habe. Ich verdiene meinen Lebensunterhalt mit einer Arbeit, von der ich damals nicht mal wusste, dass sie existiert. Ich weiß nicht, was ich heute tun würde, wenn ich nicht zu bloggen begonnen hätte. Vermutlich eh auch irgendetwas, das mir Spaß macht. Aber mit Sicherheit nicht das, was ich heute tue!

Blogger in New York

Ich weiß nicht mehr, wann ich das erste Mal auf die ScienceBlogs aufmerksam geworden bin. Blogs an sich habe ich schon ziemlich lange gelesen. Sicher schon 2006, 2007 oder vielleicht sogar früher. Ich kannte die amerikanische Version der ScienceBlogs, diverse andere englischsprachige Blogger – und kaum etwas auf deutsch. Irgendwann habe ich dann die deutsche Version der ScienceBlogs entdeckt und dort in einem Artikel von einem Besuch diverser Bloggerinnen und Blogger bei der Seed-Zentrale in New York gelesen. Wer sich erinnert: Seed war ein Verlag aus New York, der damals die amerikanische Version der Science Blogs gegründet hatte. Und anscheinend wurde die erste Generation der deutschsprachigen Blogger in die New Yorker Zentrale eingeladen. Das muss irgendwann im November oder Dezember 2007 gewesen sein (ich hab probiert den alten Artikel irgendwo zu finden, bin allerdings gescheitert). Ich weiß allerdings noch genau, dass ich mir gedacht habe: “Cool! Jetzt gibt es auch deutschsprachige Wissenschaftsblogger!” Ich hab außerdem gesehen, dass die Astronomin Ludmila Carone ebenfalls ein Blog auf dieser neuen Plattform schreibt. Das fand ich interessant; Ludmila hatte ich früher schon auf astronomischen Konferenzen getroffen, aber nicht gewusst, dass sie auch als Bloggerin aktiv war bzw. sein wollte. Mein nächster Gedanke war: “Hey, das will ich auch machen!”. Ich war damals gerade in einer Phase, wo ich mir Gedanken über die Öffentlichkeitsarbeit machte und festgestellt habe, das es cool ist, anderen etwas über Wissenschaft zu erzählen. Aber ich hatte bis dahin “nur” die normalen Wege beschritten: Öffentliche Vorträge an der Sternwarte in Jena gehalten. Tage der offenen Tür organisiert, und so weiter. Aber Ludmilas Astronomieblog hat mich daran erinnert, dass es da ja auch noch andere, neuere (zumindest damals noch) Wege gibt, um Wissen unter die Menschen zu bringen.

So sah das alles im April 2008 aus (sagt zumindest archive.org - aber waren die ScienceBlogs damal nicht irgendwie gelb??)

So sah das alles im April 2008 aus (sagt zumindest archive.org – aber waren die ScienceBlogs damal nicht irgendwie gelb??)

Ich dachte mir also: Ich will bei den ScienceBlogs mitmachen. Nur musste ich dann feststellen: Da kann man nicht so einfach mitmachen. Da muss man eingeladen werden. Aber wie sollen die mich einladen, wenn die gar nicht wissen, dass es mich gibt und das ich Lust habe, über Astronomie zu bloggen. Nun, habe ich damals etwas naiv gedacht, dann schreib ich halt einfach mal was ins Internet. Dann werden die schon merken, dass es mich gibt und mich einladen, mitzumachen. Das habe ich dann, wie schon erwähnt, am 3. Februar 2008 getan – und überraschenderweise ist das dann genau so gekommen, wie ich mir das gedacht habe. Zwei Monate später bekam ich eine Einladung von den Science Blogs und am 16. April 2008 erschien hier mein erster Artikel (und gleich der zweite, nur ein paar Stunden später veröffentlicht, hatte schon den Weltuntergang zum Thema).

So hat das alles angefangen. Wie es dann weiterging, kam allerdings überraschend.

Vollzeitblogger

Zuerst habe ich das getan, was die meisten Bloggerinnen und Blogger hier bei den Science Blogs getan haben. Meine Arbeit als Wissenschaftler getan und in meiner Freizeit über Wissenschaft gebloggt. Ich hatte damals ja noch einen Job als Astronom an der Uni Heidelberg. Das Bloggen hat mir aber immer mehr und mehr Spaß gemacht. Anfangs hab ich alle zwei bis drei Tage einen neuen Artikel veröffentlicht. Aber schon 2009 sind daraus ein bis zwei Artikel pro Tag geworden. 2010 waren es oft noch mehr. Es hat halt einfach riesengroßen Spaß gemacht, all die vielen faszinierenden Geschichten über Wissenschaft zu erzählen, die ich immer schon erzählen wollte. Und überraschenderweise haben sich immer mehr Menschen gefunden, die diese Geschichten auch hören wollten. Die darüber diskutieren wollten. Mein Blog hat immer mehr Leserinnen und Leser gefunden. Und ich habe gemerkt, wie interessant es sein kann, Wissenschaft nicht nur zu betreiben, sondern auch zu vermitteln.

Mein Vertrag an der Uni Heidelberg lief mit dem Jahr 2010 aus. Ich hab damals das getan, was alle Wissenschaftler tun: Anträge geschrieben um Fördergeld zu bekommen um weiter an ner Uni forschen zu können. Und parallel weiter gebloggt. Mit meinen Anträgen ist dann das passiert, was mit der Mehrheit der Anträge passiert, die irgendwo eingereicht werden: Sie wurden abgelehnt. Da hatte ich mich aber innerlich sowieso schon von der Forschung verabschiedet gehabt. Ich habe das alles schon einmal sehr ausführlich beschrieben – die kurze Version lautet: Nach dem mein letzter Projektantrag im Oktober 2011 abgelehnt wurde, habe ich keinen neuen mehr geschrieben sondern mich selbstständig gemacht.

2010 hatte ich einen Hut und jede Menge Haare verloren. Aber immer noch ein Blog!

2010 hatte ich einen Hut und jede Menge Haare verloren. Aber immer noch ein Blog!

Als Blogger selbstständig werden klingt nach einer bescheuerten Idee. Auf jeden Fall dann, wenn man ein Wissenschaftsblogger ist. Das war mir damals auch klar. Man wird nicht reich, wenn man bloggt. In den meisten Fällen verdient man nicht einmal Geld! Bei den ScienceBlogs gab es zumindest ein kleines Honorar (damit keine falschen Vorstellungen aufkommen: Mit den branchenüblichen Tarifen für die Veröffentlichung von (Online)Texten hat das nichts zu tun; man kann es eher als Taschengeld interpretieren). Nicht genug, um den Lebensunterhalt damit zu bestreiten auf jeden Fall. Aber ich dachte mir – schon wieder ein wenig naiv – dass ich ja jetzt auch mehr bloggen kann als früher. Mehr bloggen heißt auch mehr Honorar. Und wenn ich Kram ins Internet schreiben kann, kann ich ihn ja vielleicht auch in ne Zeitung schreiben; die zahlen auch (und mehr) Geld. Zusammen würde das ja vielleicht zum Leben reichen.

Der Wert des Bloggens

Wie gesagt: Alles ein wenig naiv. Aber hier kommt jetzt der eigentlich wichtige Punkt. Es ist der Punkt, den ich auch immer wieder in den Vorlesungen zum Wissenschaftbloggen (die ich mittlerweile auch regelmäßig halte) erkläre: Beim Bloggen geht es nicht darum, Geld zu verdienen. Zumindest nicht dann, wenn man über Wissenschaft schreibt. Wer nur Geld verdienen will, soll den Kram mit Wirtschaft, Anzug und Krawatte machen! Aber wenn man den Leuten was über Wissenschaft erzählt, dann lernt man diese Leute auch kennen! Das ist das besondere an einem Blog! Als Journalist kriegt man vielleicht den einen oder anderen Leserbrief. Als Wissenschaftler im Zweifelsfall gar kein Feedback, wenn man nicht aktiv auf die Öffentlichkeit zugeht. Aber als Blogger habe ich jeden Tag einen Haufen Kommentare bekommen, sobald ich etwas veröffentlicht habe. Ich habe Emails mit Fragen bekommen. Ich habe in den jungen sozialen Netzwerken (von denen nicht mal alle bis heute überlebt haben) Kommentare gekriegt und Fragen beantwortet. Da waren alle möglichen Leute dabei. Nicht nur die Wissenschaftler (hauptsächlich Astronomen) die ich früher kennen gelernt habe. Sondern eben alle möglichen Leute. Zum Beispiel auch Journalisten, die mich zu irgendwelchen aktuellen astronomischen Themen interviewt haben. Radiomoderatoren. Künstler. Leute vom Fernsehen. Und so weiter. Durch das Bloggen habe ich Kontakt zu Leuten bekommen, die ich sonst nie kennen gelernt hätte.

2012 war viel los in meinem Blog...

2012 war viel los in meinem Blog…

Hätte ich früher Lust gehabt, mal etwas für eine Zeitung zu schreiben, hätte ich nicht mal gewusst, an wen ich mich wenden hätte sollen. Ich habe keine Journalisten gekannt. Jetzt kannte ich jede Menge. Und noch besser: Sie kannten nicht nur mich, sie konnten auch all meine schon publizierten Blogartikel lesen. Und so sofort einschätzen, ob ich in der Lage bin, die Art von Dingen zu schreiben die sie geschrieben haben wollten. Wenn man ein vernünftiges Portfolio hat, ist es viel leichter, an entsprechende Jobs zu kommen Außerdem: Schreiben ist zu einem großen Teil auch Handwerk und das lernt man, so wie alles andere auch, in dem man es immer und immer wieder tun. Die Bloggerei ist eine gute Vorbereitung, wenn man irgendwann auch anderswo etwas anderes schreiben will.

Ich habe damals meine ersten bezahlten Artikel für Zeitschriften geschrieben. Immer noch zu wenig, um damit meinen Lebensunterhalt zu verdienen und eigentlich hatte ich auch keine große Lust, hauptberuflich Journalist zu werden. Dann kamen aber immer mehr neue und interessante Kontakte. Ich lernte Heinz Oberhummer kennen, den österreichischen Physiker der im Jahr 2007 das Wissenschaftskabarett der Science Busters gegründet hatte. Auch er hat ab und zu mein Blog gelesen und ich war ihm bei einigen Fragen zur Recherche behilflich. Ich lernte den Chef eines Verlags kennen, wir haben ein wenig geplaudert und das Resultat war die Publikation meines ersten Buchs Anfang 2012. Auch mit nem populärwissenschaftlichen Buch über Wissenschaft verdient man nicht genug, um den Lebensunterhalt zu bestreiten.

Aber ungefähr zu dem Zeitpunkt habe ich gemerkt, das ich zwar weder als Blogger noch als Journalist noch als Buchautor ausreichend Geld verdienen kann, um davon zu leben. Aber mit allem drei Jobs zusammen schon. Ein wenig Geld vom Blog, ein paar Honorare für Veröffentlichungen in Zeitschriften, ein bisschen was für den Verkauf der Bücher und dazu noch ein paar Honorare für populärwissenschaftliche Vorträge: Damit wird man zwar nicht reich – aber ich konnte davon leben!

Geschichten erzählen

Und seitdem ging es so weiter. Ich hab mehr Bücher veröffentlicht. Ich habe mehr Blogartikel geschrieben, mehr Artikel in Zeitschriften publiziert, mehr Vorträge gehalten. Und je mehr ich getan habe, desto mehr Angebote habe ich bekommen. Ich hab begonnen einen Podcast zu produzieren (Übrigens: Wissenschaftspodcasts in deutscher Sprache sind tatsächlich absolut ungeeignet, um damit den Lebensunterhalt zu bestreiten. Ich hab in den fünf Jahren seit dem ich das mache, noch keinen Weg gefunden, um damit auf vernünftige Weise Geld zu verdienen. Zum Glück muss ich das nicht und wollte das auch nie. Mein Sternengeschichten-Podcast macht mir unter anderem gerade deswegen so viel Spaß, weil es mein Hobby ist und nicht mein Job!) Und dann Podcasts mit anderen Leuten gemacht. Wieder hat sich gezeigt: Je mehr ich mache, desto mehr Möglichkeiten ergeben sich, neue Dinge zu machen!

2015 gabs wieder mal ein neues Layout...

2015 gabs wieder mal ein neues Layout…

Die letzte Variation der ganzen Geschichte kam im Mai 2015. Oben erwähnter Heinz Oberhummer und Martin Puntigam von den Science Busters wollten das Ensemble des Wissenschaftskabaretts erweitern. Wir hatten in den Jahren davor immer wieder Kontakt gehabt und so hatte ich das Glück, der erste sein zu dürfen, der dieses neue Konzept von “Science Busters & Friends” ausprobiert. Mittlerweile ist daraus fast ein Vollzeitjob geworden. Seit 2015 stehe ich mehr als 50 Mal pro Jahr mit den Science Busters auf der Bühne und wir sind mit unseren Shows sogar regelmäßig im Fernsehen.

Von “Hey ich will auch mal bloggen” im Jahr 2008 zu regelmäßigen Fernsehauftritten im Jahr 2018: Das ist eine “Karriere” mit der ich nicht im geringsten gerechnet habe. Das ist etwas, was man vermutlich niemals so planen hätte können. Es ist etwas, was passiert ist und es ist mir passiert, weil ich angefangen habe zu bloggen. Und dadurch erfahren habe, wie schön und faszinierend und befriedigend es ist, anderen Menschen Geschichten über die Wissenschaft erzählen können!

Bloggen lohnt sich

Ich weiß jetzt aber nicht genau, was ich mit dieser speziellen Geschichte anfangen soll, die ich gerade aufgeschrieben habe. Ich wollte davon erzählen, wie sich mein Leben in den letzten 10 Jahren verändert hat und welchen Einfluss die ScienceBlogs dabei gehabt haben. Das habe ich getan – aber man soll diese Geschichte nach Möglichkeit bitte nicht als Anleitung oder ähnliches lesen (Ha! Ihr ganzen SEO-Typen: Das habt ihr jetzt davon, wenn ihr nach so etwas absurden googelt wie “Wie man durch Bloggen Karriere macht” – ihr findet einen Artikel mit einer irreführenden Überschrift!)

Das was mir passiert ist, ist mir passiert. Aber wenn man einmal damit anfängt, Leuten Geschichten zu erzählen und die Leute diese Geschichten auch hören wollen, dann passiert auf jeden Fall etwas. Das könnt ihr in all den Artikel lesen, die die anderen aus der Blogger- und Leserschaft geschrieben haben. Auf die eine oder andere Weise profitieren alle. Durch das Bloggen lernt man, seine eigenen Gedanken und Ideen zu sortieren. Man lernt, diese Gedanken und Ideen zu kommunizieren und zwar so, dass die anderen sie auch verstehen. Und macht man es nicht richtig, dann sind die Blogkommentatoren jederzeit und sofort bereit, einen darauf hinzuweisen und zu korrigieren! Man lernt Leute kennen. Und man findet Möglichkeiten – die man nutzen kann.

Die Kritik und die Zukunft

ScienceBlogs haben mir diese Möglichkeiten gegeben und dafür bin ich dankbar. Und bevor es jetzt hier zu schnulzig wird, gibt es noch ein wenig Kritik. Nicht dramatisch viel Kritik; wenn die ScienceBlogs so schlimm wären, dann wäre ich ja nicht 10 Jahren lang hier geblieben. Aber im Laufe dieser 10 Jahre habe ich mich schon immer wieder mal geärgert. Es war vor allem absurd, wie die ScienceBlogs durch die Gegend weitergereicht wurden. Anfangs war im Burda-Verlag alles noch sehr euphorisch. Ich erinnere mich sogar an die Einladung zu einem Treffen beim Verlag in München. Es gab Geschenke (die Klappsonnenuhr hab ich sogar noch irgendwo), ne Einladung zum Essen, eine Führung durchs Museum, und so weiter. Aber schon wenig später wollte Burda uns nicht mehr und wir sind zu Glam Media gekommen. Dann zu National Geographic, dann zurück zu den Seed Media in den USA. Das war teilweise wirklich nervig. Mal wurden wir pünktlich bezahlt; mal war es ein regelrechter Kampf, das Honorar irgendwann und nach langer Zeit eintreiben zu können. Technische Probleme und Bugs häuften sich und niemand war interessiert oder zuständig da irgendwas zu tun. Das alles hat sich zum Glück geändert, seit der Konradin-Verlag für die ScienceBlogs zuständig ist. Das Backstage-Chaos ist vorbei – aber ich würde mir trotzdem ein wenig mehr Engagement wünschen.

Seit 2016 sieht dann alles so aus wie heute...

Seit 2016 sieht dann alles so aus wie heute…

Denn das ist es, was mich die ganze Zeit wundert: Egal wem die ScienceBlogs während der letzten 10 Jahre “gehört” haben: Niemand war stolz darauf! Dabei ist es doch großartig, so eine einmalige Plattform zu betreiben wie sie die ScienceBlogs sind! Eine Möglichkeit bereit zu stellen, mit der so viele Leute so viel über Wissenschaft erfahren können: Das ist etwas, das (leider) nicht selbstverständlich ist und etwas, auf das man nicht nur stolz sein kann sondern verdammt noch mal auch öffentlich stolz sein sollte! Aber – und das ist zumindest mein Eindruck als simpler Blogger der nix mit der Verwaltung im Hintergrund zu tun hat – irgendwie scheint das niemand zu sein. Die Male, wo ich als Blogger von den Verlagsleuten (wer auch immer da gerade an der Reihe war) kontaktiert wurde und das Gefühl hatte, dass sich da jemand tatsächlich für das interessiert, was wir hier treiben, kann ich an einer Hand abzählen.

Und das finde ich schade. Das 10jährige Jubiläum (und 10 Jahre sind im Internet verdammt lang! Als die ScienceBlogs gestartet wurden, gab es zum Beispiel noch StudiVZ – aber Twitter oder Facebook hat hierzulande so gut wie niemand benutzt) kann vielleicht Anlass sein, um noch einmal deutlich zu vermitteln, was hier für tolle Dinge passieren. Die vielen engagierten Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftler und anderen Leute die bereitwillig ihre Faszination für die Wissenschaft teilen. Die ebenso vielen ebenso engagierten Leserinnen und Leser, die Fragen stellen, Feedback geben und miteinander und mit den Bloggern über Wissenschaft diskutieren. Kurz: Diese wunderbare Welt in der so viele verschiedene Menschen ihre Begeisterung für das Universum (und alles was es enthält) teilen! Das ist etwas, das man nicht ignorieren sollte, wenn man dafür verantwortlich ist.

Ich hab keine Ahnung, wie die ganze Sache weitergeht. Vor 10 Jahren hätte ich nicht sagen können, wie mein Leben heute aussieht und ebenso wenig kann ich heute sagen, wie mein Leben in weiteren 10 Jahren ablaufen wird. Und niemand kann vermutlich prognostizieren, wie das Internet in 10 Jahren funktionieren wird. Vielleicht sind Blogs dann schon so veraltet wie ICQ und der Netscape Navigator (googelt das doch bitte selber!). Vielleicht gibt es die ScienceBlogs aber auch noch im Jahr 2028 – in welcher Form auch immer.

Was es aber auf jeden Fall geben wird, sind Menschen, die Geschichten über die Wissenschaft erzählen. Und sofern mir in den nächsten 10 Jahren kein Meteorit auf den Kopf fällt, dann bin ich mit dabei!

Kommentare (21)

  1. #1 Joseph Kuhn
    11. Januar 2018

    Deines Blogs wegen hätte ich damals fast nicht angefangen: Ich dachte mir, wenn das der Maßstab ist, vergiss es, da kannst Du nicht mithalten. Man hat mir dann gut zugeredet. Aber als Leser freue ich mich natürlich, dass Du so viel schreibst.

    Da jetzt schon mehrfach das Scienceblogger-Treffen vor 10 Jahren in München angesprochen wurde: Vielleicht sollte man so was mal wiederholen, zur Reflexion über die Entwicklung von Wissenschaftsblogs in Deutschland? Damit Du etwas besser einschätzen kannst, ob Du schon einen Beitrag für den Jubiliäumsblog 2028 vorbereiten kannst 😉

  2. #2 RPGNo1
    11. Januar 2018

    @Florian
    Auch wenn ich nicht zu den regelmäßigen Nutznießern und Kommentatoren deines Blogs gehöre, so wünsche ich Dir weiterhin viel Spaß und Erfolg beim Bloggen und freue mich auf weitere Artikel.

  3. #3 Mars
    11. Januar 2018

    @ Florian,

    ja, erst mal alles gute für den erfolg und vielen neuen themen in deinem kopf.

    “”Als Journalist kriegt man vielleicht den einen oder anderen Leserbrief. Als Wissenschaftler im Zweifelsfall gar kein Feedback””

    … das dürfte sich hier ja mittlerweile geändert haben.
    ich als leser finde es toll und ergiebig auch die kommentare und fragen von anderen sofort zu sehen, mit darüber nachzudenken, evt sogar mal zu kommentieren.
    und ich weiss, von einem anderen blogger in meinem umfeld, dass gerade dies viel an freude und antrieb darstellt, weil man sofort eine reaktion bekommt – im guten wie im ‘voll daneben’.

    und wenn keiner von den verlagen dieses potenzial erkennt ist das natürlich schade, aber deine leser sind stolz auf das was du – und natürlich die anderen – bei ScienceBlog an die leserschaft weiterreicht.
    denn Wissen kann man nie genug scheffeln (das ist anders als das leidige thema: ‘was verdien ich damit’) denn das hällt den kopf bis ins hohe alter wach und rege, also ein beitrag zur gesundheit und des wohlfühlens ….
    ach, jetzt schmachten wir doch noch ein bisschen …..

    ein grosses DANKE (auch wenn’s dein beruf(ung) ist)

  4. #4 Alderamin
    11. Januar 2018

    @Florian

    Auch von mir ein großes DANKESCHÖN für diesen schönen Blog, in dem ich so viel gelernt habe und mit dem ich so viel Zeit verbringen durfte. Auch die WRINT-Folgen höre ich mittlerweile alle (habe sie alle nachgeholt), Holger und Du ergänzt Euch perfekt im Frage- und Antwortspiel.

    aber man soll diese Geschichte nach Möglichkeit bitte nicht als Anleitung oder ähnliches lesen […]
    Das was mir passiert ist, ist mir passiert.

    Und das ist ganz alleine DEIN Verdienst, weil Du Dich voll reinkniest und keine Herausforderung gescheut hast, weil Du unglaublich kreative Ideen hast (merkt man schon an den Rästeln, auf diese Hinweis-Ideen muss man erst mal kommen) und Dir 10 Jahre lang im Schnitt jeden Tag ein neuer Blogartikel eingefallen ist, die Du in einem unglaublichen Stakkato bei konstant hoher Qualität raushaust – mir gingen wahrscheinlich nach 10 Artikeln die Ideen aus, was würg’ ich mir einen ab, mir einmal im Jahr was für den Blogschreibwettbewerb aus den Fingern zu saugen und das dann binnen 2 Wochen niederzuschreiben. Wer meint, er könne das eben mal nachmachen, sollte sich fragen, ob er sich ernsthaft zutraut, da mitzuhalten. Hier bloggen ja durchaus auch andere sehr schlaue Leute, aber keine(‌r) hat annähernd in der Form Karriere gemacht wie Du.

    Großes Lob und ich hoffe, Du bleibst uns noch lange erhalten, wobei ich befürchte, dass Dein Blog, weil es nicht viel abwirft, irgendwann mal hinten runter fällt, auch wenn es Dir Spaß macht, aber man hat halt nur so-und-soviel Zeit und will irgendwann auch mal was neues machen. Bin sicher, Du kriegst irgendwann mal ‘ne eigene TV-Sendung im ORF oder bei der ARD, die sicher viel Vorbereitungszeit fressen würde. Es würde ziemlich leer hier ohne Dich werden. Eben wie bei Pro7 ohne Raab 😉

    Denn das ist es, was mich die ganze Zeit wundert: Egal wem die ScienceBlogs während der letzten 10 Jahre “gehört” haben: Niemand war stolz darauf! […] Die Male, wo ich als Blogger von den Verlagsleuten (wer auch immer da gerade an der Reihe war) kontaktiert wurde und das Gefühl hatte, dass sich da jemand tatsächlich für das interessiert, was wir hier treiben, kann ich an einer Hand abzählen.

    Vermutlich sehen die Verlage, bei denen die Scienceblogs bisher gelaufen sind (vielleicht Konradin am wenigsten) den Content hier schlicht, einfach und emotionslos als Möglichkeit, Werbung an eine bestimmte Zielgruppe zu verkaufen (haut nicht immer hin, wenn in einem Artikel über den Unsinn der Astrologie erzählt wird und oben im Header für Horoskope geworben wird). Die Qualität der angezeigten Werbung (auf dem iPad kann ich sie nicht vermeiden) ist dabei relativ bescheiden, so dass vermutlich für die Verlage nicht viel rausspringt. Vielleicht wurde die Plattform deswegen weitergereicht wie die sprichwörtliche heiße Kartoffel. Anscheinend ist die Leserschaft, was Jürgen ja gestern schon angemerkt hat, verhältnismäßig klein und die Plattform deshalb für Werbetreibende nicht so interessant. Was sehr schade ist, denn wo, außer hier und bei Scilogs, hat man schon die Möglichkeit, etwas aus erster Hand über Wissenschaft zu lernen und auch Fragen stellen zu können?

    Liegt’s an einem generellen Desinteresse der Menschen an Wissenschaft? Oder ist die Plattform einfach noch nicht bekannt genug? Wäre vielleicht hilfreich, wenn populäre Zeitungen wie SpOn, Zeit oder andere Medien öfters mal einen Link auf die Scienceblogs setzen. Wer als Leser dort kommentiert, könnte das ja schon einmal tun…

    Nochmals Danke und bleib’ uns bitte noch ein Weilchen treu!

  5. #5 cohen
    11. Januar 2018

    WOW!

    Das war ne Zeitreise und ich kann mich noch gut an die Anfänge erinnern. Du bist aber auch ein absolutes Ausnahmetalent und kannst echt stolz darauf sein, was Du erreicht hast. Es sind Können und jede Menge Fleiß, nicht Glück, die Dich soweit gebracht haben.

    Respekt!

  6. #6 Pixelschubserin
    11. Januar 2018

    Ich kann natürlich nur für mich persönlich sprechen – aber jetzt, wo ich Scienceblogs.de ein wenig besser kennengelernt habe, bin ich schon ein bisschen stolz drauf, es zu unserem Portfolio zählen zu können. Ich bin nämlich Kommunikationsdesignerin bei der Konradin Mediengruppe. Wir haben sehr viele Fachmedien, und je nach Abteilung wir wissen zwar um alle, haben aber nicht immer mit allem zu tun/den Überblick, was alles wo gerade im Detail passiert. Aber da ich mich um das 10 Jahre Jubiläumslogo gekümmert habe, kam ich in Kontakt und schaute mir die Blogs mal genauer an. Und ich (auch ganz persönlich großer Fan von allem was nerdig oder ein wenig individueller ist, mit vielen Freunden in Wissenschaftsbereichen) finde es eine klasse Sache und bin froh, dass sowohl Scienceblogs als auch ich bei Konradin gelandet sind. :)

  7. #7 tomtoo
    11. Januar 2018

    @Pixelschubserin
    Das Logo finde ich sehr gelungen. Also die Mischung zwischen so ein bischen feierlich und dennoch klar und sachlich.

  8. #8 tomtoo
    11. Januar 2018

    Neben den tollen Artikel von @Florian sind für mich der Schreibwettbewerb und die Rätsel so die absoluten Sahnehäubchen. Hat schon sowas wie Suchtfaktor. : )

  9. #9 René
    11. Januar 2018

    Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum. Ich kenne zwar noch den Netscape Navigator und auch noch ICQ und StudiVZ, aber leider habe ich deinen Blog erst sehr spät kennenlernen dürfen. Ich glaube ich habe bei Google mal was über Astronomie gesucht (wahrscheinlich Schwarze Löcher… Im zweifelsfall sind es immer schwarze Löcher :D) und du musst mich direkt mit deinem für mich ersten Blogbeitrag überzeugt haben, denn mittlerweile besuche ich Astrodicticum Simplex nahezu täglich. Meinen Vater konnte ich ebenfalls schon mit dem Astrodicticum Simplex-Fieber anstecken.
    Von daher ein riesengroßes DANKESCHÖN, dass du hier AUF DEUTSCH bloggst und mir/uns so wunderbare lesenswerte und interessante Artikel präsentierst. Was ich schon alles durch deinen Blog gelernt habe. Also nochmals Dankeschön. Mach weiter so. Ich denke mit dieser Qualität wirst du auch noch Facebook zeitlich überdauern.

  10. #10 roel
    http://scienceblogs.de/10jahrescienceblogs/author/roel/
    11. Januar 2018

    @Florian Freistetter “Und anscheinend wurde die erste Generation der deutschsprachigen Blogger in die New Yorker Zentrale eingeladen. Das muss irgendwann im November oder Dezember 2007 gewesen sein (ich hab probiert den alten Artikel irgendwo zu finden, bin allerdings gescheitert).”

    Vielleicht meinst du das hier:
    http://scienceblogs.de/neurons/2007/10/05/burda-bei-seed/

  11. #11 Formeleinhorn
    11. Januar 2018

    “Und sofern mir in den nächsten 10 Jahren kein Meteorit auf den Kopf fällt, dann bin ich mit dabei!”

    In diesem Zusammenhang empfehle ich dringend die Lektüre des Romans “Das unerhörte Leben des Alex Woods” :)

  12. #12 stone1
    11. Januar 2018

    @Florian
    Das Astrodicticum Simplex war für mich einer der ersten deutschsprachige Blogs, die ich kennenlernte, davor kannte ich eigentlich nur ein paar englische. Ich war vom ersten Tag an auf eine angenehme Weise in eine Art Bann gezogen, denn hier ging es um das Universum und damit um viele Themen, die mich seit meiner Jugend interessieren. Und zwar in Form von fundierten, gut zu lesenden Artikeln und teils langen Kommentarabschnitten darunter, in denen oft interessante und auch amüsante Vertiefungen der Themen, manchmal auch sehr seltsame Abschweifungen stattfanden. Nach und nach entdeckte ich auch die anderen Blogs, Astronomie, (Astro)physik, Kosmologie und Raumfahrt blieben aber meine Hauptinteressensgebiete.

    Nach einiger Zeit des stillen Mitlesens in teils langen Nächten wagte ich eines Tages auch mal zu kommentieren, ich kann mich nicht mehr erinnern was und zu welchem Thema, aber es war angenehm festzustellen, dass meist ein gepflegter Umgangston üblich war und man auf Fragen fundierte Antworten erhielt.

    Zwischenzeitlich war den Kommentaren aus Zeitmangel größtenteils fern geblieben, die meisten Artikel zu lesen ist sich zum Glück ausgegangen, und seit dem letzten Rätsel finde ich auch wieder mehr Zeit und Freude daran, hin und wieder einen Kommentar zu schreiben.

    Ich hoffe auch, dass Du uns noch lange als Blogger erhalten bleibst, bleibt eigentlich nur noch eins zu klären: nämlich ob wir vielleicht weitschichtig verwandt sind, denn jedes mal wenn ich ein Foto von dir sehe muss ich mich vergewissern, dass da kein Spiegel vor mir ist, so ähnlich sehen wir uns. Liegt vielleicht auch größtenteils an Haaransatz, Brille und Bart, dennoch, die Ähnlichkeit im Aussehen finde ich immer wieder etwas irritierend. ; )

  13. #13 Dampier
    12. Januar 2018

    Also ich muss sagen, dass Astrodicticum Simplex auch mein Leben ein Stück weit verändert hat. Blogs & Foren sind ja unheimliche Zeitfresser, wenn man erstmal anfängt, sich auf die Community einzulassen. Deshalb habe ich immer nur in sehr wenigen Foren gleichzeitig kommentiert, dort aber mit Hingabe.

    Zu Scienceblogs kam ich zu einem Zeitpunkt, wo ich mit meinen damaligen Communities anfing, unzufrieden zu werden. Zu wirr, zu destruktiv, schreckliche Bildungsmiseren, zuviel getrolle – hat ne Zeitlang Spaß gemacht, es wurde aber langsam Zeit für was neues. Ich war den Zynismus und die ewige Ironie leid, ich sehnte mich geradezu nach etwas Normalität, Respekt und Höflichkeit im Umgang und so Sachen (werde halt auch älter).

    Ganz früher stand ich ja auch auf Däniken, UFO-Stories, später dann auf Verschwörungstheorien, Underground aller Art etc. aber irgendwann hatte ich das alles satt, je mehr ich merkte, dass das nur eine große aufgeblasene (Horror-)Clownerie ist, die mich geistig nicht mehr zufriedenstellte.

    Auf Astrodicticum fand ich das wohltuende Gegenteil: respektvollen Umgangston, glasklare Wissenschaft im Dienste der Aufklärung anstatt schräger Stories um ihrer Schrägheit willen. Endlich normale Leute! Und es erinnerte mich an einen meiner Helden von ganz früher: Hoimar von Dithfurt! Da kam so ein leichtes Deja-Vu hoch, das mir signalisierte, dass ich hier richtig bin.

    Da fiel es mir nicht mehr schwer, meine bisherigen Zeitfresser fallenzulassen und gegen einen neuen einzutauschen: Scienceblogs.
    Dann fand ich noch Meertext & Klausis Krypto-Kolumne (Klaus Schmeh hatte ich schon lange vorher gern gelesen) und jetzt ist diese Plattform & die Community aus meinem Alltag nicht mehr wegzudenken. Die Menge und Tiefe der inspirierenden Momente ist einfach unglaublich, da schlägt die Realität wirklich alles, was man selbst so an Fantasie aufbieten kann. (Bzw. erstere ist ein perfekter Booster für zweiteres!)

    Was aber buchstäblich mein Leben verändert hat, ist der Schreibwettbewerb. Ich habe ein fast vergessenes Talent wiedergefunden und weiterentwickelt & das Feedback hier in der Community – das kann man gar nicht überschätzen, was das bei mir bewirkt hat. Ich habe letztes Jahr aus mehreren Gründen nicht teilgenommen, ich hinterfrage gerade mein Leben, stelle mich selbst vor einige grundlegende Entscheidungen – unter anderem mit dem Ziel, mehr schreiben zu können. Mal sehen was draus wird, erste Schritte sind getan …

    Alles Gute zum Jubiläum, Scienceblogs!
    Danke @Florian für Anregung und Inspiration!

  14. #14 Dorollin
    12. Januar 2018

    Ich möchte mich auch für das Engangement beim Bloggen bedanken, ich lese zwar nicht alles, aber schaue doch sehr gerne regelmäßig bei dir und den Scienceblogs im Allgemeinen rein!

    Ich wurde auf Astrodicticum Simplex in der Zeit aufmerksam, in der es gerade viel um den Weltuntergang ging. Da ich kurz zuvor mein erstes Kind bekommen hatte, wurde ich da gerade mit ganz viel Esoterik-Quatsch konfrontiert (Impfgegner, Homöopathie etc) und die Scienceblogs waren ein sehr angenehmes Gegengewicht dazu.

    Ich wünsche euch allen auch nur das Beste zum Jubiläum und hoffe, dass die Scienceblogs uns allen noch lange erhalten bleiben!

  15. #15 noch'n Flo
    Schoggiland
    12. Januar 2018

    Jau, da werden Erinnerungen wach. Ich lese zwar erst seit August 2010 mit, aber das alte Blogfoto kannte ich auch noch.

    Fast wäre ich durch Florian ja selber SBlogger geworden, die Vorbereitungen liefen schon auf Hochtouren. Aber dann kam die eigene Praxis, dann das zweite Kind – und irgendwann war einfach die Zeit nicht mehr da. Immerhin durfte ich bei verschiedenen Blogs zwischendurch mal Gastautor sein.

    Vielen Dank, liebe ScienceBlogger, für die tolle Arbeit in den 10 Jahren. ich kann mich Florian nur anschliessen: Ihr habt wirklich etwas Grossartiges aufgebaut, etwas, worauf Ihr alle stolz sein könnt!

  16. #16 JW
    12. Januar 2018

    Wo wir schon bei den “Erweckungserlebnissen” sind, ich habe gezielt nach scienceblogs gesucht. In “den Medien” kommt Wissenschaft sehr wenig vor und wenn dann oft nur als verkürzte/verfälschte Nachricht. Aber Wissenschaft ist spannend und wenn man aus der Forschung in die “freie Wirtschaft” gewechselt ist (dir Gründe sind noch einmal ein ganz anderes Thema) wollte ich auch ohne Zugang zu Fachzeitschiften und viel weniger Zeit zum Lesen dieser, trotzdem noch etwas aus der neuesten und auch älterer Forschung mitbekommen. Ich meine, ich hatte mal irgendwo was über Wissenschaftsblogs gelesen und habe dann die Suchmaschinen meines Vertrauen gezielt befragt. Und heraus kamen schienceblogs und scilogs. Gerade die scienceblogs lese ich seitdem, ca seit 2010, regelmäßig. Zwar fehlt mir etwas die Biologie, aber das Universum ist auch cool.
    Danke!

  17. #17 Tina_HH
    12. Januar 2018

    Na, dann schließe ich mich mal nahtlos an: Ein RIESENGROßES DANKE an Florian! (Ganz ausnahmsweise zur Feier des Tages in den ansonsten verpönten Großbuchstaben 😉 )
    Jemand (war es tomtoo?) hatte kürzlich mal geschrieben, wenn es Florian nicht gäbe, müsste man ihn erfinden und besser kann man es meiner Meinung nach nicht auf den Punkt bringen.
    Ich hatte Astrodicticum Simplex irgendwann 2010 entdeckt (wie das passierte, weiß ich nicht mehr) und ab da regelmäßig gelesen. Ich hatte sofort den Eindruck, am richtigen Ort in den Weiten des Internets gelandet zu sein und etwas sehr Wertvolles gefunden zu haben. Da gab es nicht nur sehr tolle Artikel zu sehr spannenden Themen, sondern obendrein auch noch eine tolle Community von Kommentatoren!
    Hoimar von Ditfurth war übrigens auch einer der “Erklär-Helden” meiner Jugend und dieser Blog hat mich auch irgendwie an ihn erinnert.

    2011 habe ich dann den ersten Kommentar geschrieben. Ich glaube mich zu erinnern, dass ich mich auch da als erstes für die tollen Artikel bedankt habe – das hat also eine gewisse Tradition…

    Seitdem sind eine ganze Menge Kommentare hinzugekommen und wer hier regelmäßig mitliest, wird wissen, wie sehr ich insbesondere das Adventskalender- und das Sommerrätsel liebe. Ich hoffe, dass Florian niemals seinen Spaß daran verlieren und er immer genug Zeit dafür finden wird, sie zu veranstalten!

    Ich könnte jetzt noch so Vieles mehr schreiben, aber vielleicht reicht es schon, wenn ich sage, dass dieser Blog auch mein Leben verändert hat, denn ein größeres Kompliment kann man im Grunde kaum machen. Und bevor es jetzt peinlich wird, höre ich an dieser Stelle mit dem Loben lieber auf… 😉 .

  18. #18 Florian Freistetter
    12. Januar 2018

    Vielen Dank an alle für die netten Worte!
    Wie ich schon sagte: Solange mir es möglich ist, werde ich mit Sicherheit weiter bloggen. Mal mehr, mal weniger – aber auf jeden Fall bloggen.

  19. #19 Fluffi
    12. Januar 2018

    Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum und vielen Dank für alle deine Beiträge. Mach weiter so. Ich wünsche dir auch weiterhin viel und vor allem bezahlte Arbeit.

  20. #20 2xhinschauen
    14. Januar 2018

    Schon alles gesagt, aber noch nicht von allen. Auch von mir danke fürs schnelle Aufarbeiten aktueller Meldungen, die geduldige Befassung mit Todesplanetenquatsch & Co und für die Grundlagenerklärungen. Und für die Herausforderung (Schreibwettbewerb), mal wieder was zu schreiben und mich der Kritik auszusetzen.

  21. #21 PDP10
    15. Januar 2018

    Danke für die biographischen Einblicke.
    “Sowas kommt von Sowas” hätte meine Tante gesagt … und man weiß nie was (die sagte allerdings auch immer “Wat mutt dat mutt!”).

    Ich lese jetzt hier seit ca. 7 Jahren mit (und kommentiere gelegentlich auch) und während dieser Jahre hatte ich Zeiten in denen ich erhebliche Probleme hatte und andere Zeiten in denen es mir wirklich gut ging.

    Neben einigen wenigen guten Freunden waren andere Konstanten in diesen Zeiten einige wenige Medien, die mich mit der Welt auf positive Art verbunden haben (und ich meine jetzt nicht jene ‘sozialen Medien’) – sozusagen meine Füße auf dem runden Ding gehalten haben auf dem wir alle durchs All fliegen …

    Eins davon war Scienceblogs und insbesondere Astrodicticum Simplex.

    ‘Nuff said.