Professor Harald Lesch kennt vielleicht der eine oder andere aus seinen verschiedenen Video-Auftritten. Wer nicht, sollte zumindest einmal im alpha-Centauri-Archiv stöbern (würden auf den öffentlich-rechtlichen Sendern mehr Personen wie er und mehr Sendungen wie a-Centauri gebracht, würden sicher einige gern freiwillig die GEZ-Gebühr zahlen – aber das ist ein ganz anderes Thema).


In der Sendung “Abenteuer Forschung” zum Thema “Das perfekte Verbrechen” hat der gute Herr Lesch einen Kommentar geäußert, den ich den Lesern nicht vorenthalten will (da ich keinen Weg gefunden habe, das Video einzubetten, poste ich den direkten Link). Dem Kommentar ist eigentlich nicht mehr so viel hinzuzufügen, würde ich sagen.

Aber seht selbst: hier klicken!

Kommentare (47)

  1. #1 Dr. Webbaer
    September 4, 2011

    Schreiben Sie mal auf, dass Lesch gesagt hat. Es bleibt dann, als nackter Text, wenig Substanzielles übrig; nur ein Raunen und ein Anklagen unbestimmter ungenannter Institutionen. – Das war vermutlich das Dümmste, was Dr. Webbaer je von Lesch gehört hat – und das war gar nicht wenig.

  2. #2 Dr. Webbaer
    September 4, 2011

    Wenn es im Sinne von Lesch ein perfektes Finanzverbrechen gibt, dann sicherlich die EURO-“Rettung”, die Deutschlands Bürger hart treffen wird – und doch nichts rettet.

    Aber auch diese Maßnahmen sind demokratisch gewollt, dumm zwar, aber keineswegs verbrecherisch. Auch wenn man das Gefühl haben kann oder muss, dass sich einige Politiker nur ein paar Monate Zeit kaufen wollen – bis dann das Unvermeidliche eingestanden werden muss: EURO skaliert unzureichend, Mitgliedsländer zu heterogen, planwirtschaftliche Ansätze gescheitert.

    Die Kritik an internationalen Finanzinstitutionen und am internationalen Finanzhandel hat übrigens eine gute deutsche Tradition.

    MFG
    Dr. Webbaer

  3. #3 Micha
    September 5, 2011

    Schließe mich dem ersten Post von Dr. Webbaer an.

  4. #4 michael
    September 5, 2011

    Kann man das irgendwo nachlesen. Hab nämlich keine Audio Karte.

    Wenn WB sich so empört, muss der ja was ausgeprochen Gutes von sich gegeben haben.

  5. #5 KommentarAbo
    September 5, 2011

  6. #6 Christian Berger
    September 5, 2011

    Ach Verbrechen ist so ein enger Begriff.
    Im Prinzip geht es darum, dass die Weltwirtschaft darauf ausgelegt ist, dass sich wenige an der Allgemeinheit bereichern. Ja, das ist richtig. Das größere Problem dabei ist aber meiner Meinung nach das, dass dabei gigantische Resourcen vernichtet werden. Resourcen, die wir eigentlich für die Zukunft bräuchten.

    Naja, aber wenn man sich so die politischen Umfrageergebnisse und Kommentare in “bürgerlichen” Zeitschriften mal so ansieht, so hat man wirklich den Eindruck als ob es da draußen eine Menge Leute gibt, die gerade erst festgestellt haben, dass Kapitalismus als Ideologie keine Perfekte Welt ist.

    Naja, wenn Du mal wirklich was besonderes sehen willst, schau Dir mal “Alan Kay: Doing with Images Makes Symbols”, an. Zu beschaffen über archive.org

  7. #7 Christian
    September 5, 2011

    Natürlich hat Lesch recht. Auch wenn die Begründung ein wenig dünn ist. Das sind Hochkriminelle, die ganze Volkswirtschaften an die Wand fahren!

  8. #8 kumi
    September 5, 2011

    @ Christian:

    Wenn sich wenige aus Kosten der Allgemeinheit bereichern, ist es meines Erachtens nur eine zwangsläufige Folge, dass Ressourcen ohne Maß verschleudert werden. Insofern kann ich Leschs kleine Meinungsäußerung nur unterschreiben.

    Und wenn die Kunstfigur Webbär in ihrer eigenen substanzlosen BlaBla-Bleiwüste das doof findet, was Lesch sagt, kann es ja nur richtig sein 🙂

  9. #9 radicchio
    September 5, 2011

    Das größere Problem dabei ist aber meiner Meinung nach das, dass dabei gigantische Resourcen vernichtet werden.

    das stimmt so nicht, denn das, was vernichtet wird, wird ja zuvor durch spekulation etc. aus dem nichts geschaffen. geld vermehrt sich in der finanzwirtschaft “von allein” ohne den materiellen gegenwert zu vermehren. bei einem crash wird dieses buchgeld zwar “vernichtet”, aber dabei kommt keine einzige kaffeetasse zu bruch. für menschen, die ihr geld in anlagen haben, die der virtuellen vernichtung anheim fallen, ist das natürlich bitter. klar ist aber, dass es keinen wert ohne materiellen gegenwert gibt, da geld immer nur die entsprechung für real existente werte sein kann.

  10. #10 Dr. Webbaer
    September 7, 2011

    Auch wenn der Schreibär dieser Zeilen jetzt eigentlich nicht die Zeit hat den Dreck abzutippen [1], aber der Originalton Lesch ist einfach zu köstlich:

    Warum werden denn viele VERBRECHEN begangen? Warum? (Fingerreiben) Na hier! (Fingerreiben, Gesichtsausdruckswechsel) Ja, wegen Geld. Kohle, Penunze, Kies. So. Und dann, also manches Verbrechen wird begangen, damit ein anderer das Geld bekommt oder der Täter das Geld bekommt, was diese Person, die dann da, umgebracht worden ist, hatte. Oder: Ne?

    Man könnte ja auch leichter an Geld kommen. Man muss doch nicht jemanden umbringen, sondern man könnte auch an Geld kommen indem man ganz andere (Fingergestik für die Anführungszeichen) VERBRECHEN begeht.

    Unter uns gesagt: Ich halte große Teile, …, der internationalen Finanzwelt, …, für VERBRECHERISCH. Was da passiert, halte ich für ein VERBRECHEN. Das ist nicht nur ein Verstoß gegen die guten Sitten, sondern das ist ein Verstoß gegen alles, was uns -zumindest in diesem Teil der Welt- hoch und heilig ist. – Das einige wenige sich auf Kosten der Allgemeinheit bereichern und zwar soweit bereichern, dass sie gar nicht mehr wissen wohin mit dem ganzen Geld, das halte ich für ein KAPITALVERBRECHEN.

    Nun können Sie mal nachgoogeln, was KAPITALVERBRECHEN im Deutschen so alles bedeutet, in diesem Fall ist es wirklich ein VERBRECHEN mit Kapital und für Kapital wegen Kapital. Das halte ich -nach Augenschein zumindest für mich- für das perfekte VERBRECHEN.

    Was daaa in den letzten Jahrzehnten passiert ist das ist Perfektion – und zwar in Reinkultur. Strukturen, die sich aufgebaut haben, die nichts anderes machen als nur Geld zu vermehren. Und dieses Geld sucht dann wieder Anlagen sich zu vermehren. Inzwischen werden Billionen in einem virtuellen Markt gehandelt, den keiner mehr beherrscht, da handeln Computern mit Computern, da wird Geld aus dem Nichts heraus erzeugt -obwohl man immer weiß: Von Nichts kommt nichts, also ganz so kann das nicht funktionieren- das ist möglicherweise die Realisierung des perfekten VERBRECHENS.

    Vielleicht könnte das auch noch im Übrigen auch ein Anlass sein für Außerirdische mal eben hier vorbeizukommen. Die kommen vielleicht nur dann, wenn auf einem Planeten eine bestimmte Menge von Menschen das Verfahren entdeckt hat, nämlich die Allgemeinheit maximal zu bescheißen. Das ist vielleicht das perfekte VERBRECHEN. (Lächeln) (Quelle)

    Da blieb keine Frage mehr offen, da kam alles raus, dümmer und pauschaler ging’s eigentlich nicht mehr (mal von den doitsch-sozialistischen Zeiten abgesehen :).

    Jaa, die freie Rede…

    MFG
    Dr. Webbaer (u.a. auch einige Jahre im Bereich der Finanzdienstleistung präsent gewesen)

    [1] Fehler (falls vorhanden 🙂 bitte nachsehen, das war ne Schnellabtippe…

  11. #11 michael
    September 7, 2011

    @wb

    danke, herr schreibbär.

    >u.a. auch einige Jahre im Bereich der Finanzdienstleistung
    präsent gewesen

    hat man sich gedacht.

  12. #12 Dr. Webbaer
    September 7, 2011

    @michael
    Gehen Sie mal davon aus, dass ein vergleichbarer Kommentar dieser Güteklasse, aber einem anderen Thema gewidmet, bspw. der Homosexualität oder dem Islam oder dem deutschtypischen Ökologismus oder dem anderen alten Gewerbe, bei dieser Wortwahl (“Kapitalverbrechen”, “Umbringen” und immer wieder “Verbrechen” – dazu die völlige Argumentationsfreiheit), eine Strafanzeige mit womöglich anschließender Verurteilung wegen Schmähkritik oder Volksverhetzung nach sich gezogen hätte.

    Jetzt ist natürlich völlig klar geworden, dass Lesch keine Ahnung hat von wirtschaftlichen Zusammenhängen und man kann’s ihm auch nicht wirklich übel nehmen, wenn er Finanzdienstleistung und Finanzdienstleister (von denen gibt es eine ganze Menge, und die sind auch Menschen (oder Bären) und fast durchgehend auch international tätig, also zumindest auf die Internationalität der Produkte bezogen 🙂 kriminalisiert, denn bei dieser Ahnungslosigkeit ist Straffreiheit sicherlich angemessen.

    Dennoch enttäuschend, auch und gerade die Leschsche Argumentationstechnik (“Argumentationstechnik”), die ganz ohne Argumente und Spezifika auskam.

    Aber ganz schön hinter-fozzybearmäßig vom geschätzten Inhaltemeister diese unglaubliche Minusleistung so dezent im Blogpost einzuführen, gell?

    MFG
    Dr. Webbaer

  13. #13 Marcus Frenkel
    September 7, 2011

    @Dr. Webbaer
    Ich glaube, Sie haben den Sinn von Lesch’s Kommentar nicht ganz verstanden. Sie prangern hier ständig an, dass er seine Argumente nicht begründet hat – was auch gar nicht Ziel war. Es war eben ein Kommentar, eine Meinung (am Ende einer Sendung wohlgemerkt). Und Sie müssen schon gestatten, dass Menschen auch andere Meinungen haben als Sie.

    Ich weiß nicht, ob Sie hier einfach nur provozieren möchten oder wirklich derart viel von den Industrieunternehmen halten, aber Ihre Argumentation ist nicht weniger begründungsfrei als die von Lesch, welche Sie anprangern. Wenn Sie schon der Meinung sind, dass Lesch Unrecht hat (was in Ordnung ist) und mit einer derartigen Wortwahl dagegen feuern (was nicht in Ordnung ist), dann müssen Sie bitte Ihre radikale Meinung auch begründen.

    Also: warum hat Lesch nicht recht? Warum ist das, was im aktuellen Finanzsystem abläuft, nicht hart an der Grenze dessen, was Anstand und gute Sitte gebieten?

  14. #14 Dr. Webbaer
    September 7, 2011

    Worin hat Lesch denn recht, sagt er ja nicht, er stellt nur zehnfach Verbrechen fest. – Ein wenig substanzieller muss es schon sein. Hat er was gegen die Globalisierung der Finanztransakltionen, weshalb, was nagt ihn genau?

    So müssen Sie schon Verständnis haben, dass Dr. W nicht argumentatorisch beitragen kann zu dieser Wutrede – dezent formuliert.
    Sie dürfen auch substanziell werden.

    MFG
    Dr. Webbaer (“Anstand und gute Sitte” zuerst in der Argumentationsführung erkennend, Demagogie ebenfalls erkennend)

  15. #15 Dr. Webbaer
    September 7, 2011

    Geld kann übrigens wie behauptet nicht einfach so vermehrt werden, weil die Referenz zum Notendokument immer da ist. Also sr, aber so geht’s wirklich nicht…

  16. #16 Marcus Frenkel
    September 7, 2011

    Sie haben doch seine Rede selber abgetippt – da hätten Sie doch sehen müssen, was er anprangert. Aber bitte, ich zitiere es (aus Ihrem eigenen Beitrag):

    Das einige wenige sich auf Kosten der Allgemeinheit bereichern und zwar soweit bereichern, dass sie gar nicht mehr wissen wohin mit dem ganzen Geld, das halte ich für ein KAPITALVERBRECHEN.

    Was daaa in den letzten Jahrzehnten passiert ist das ist Perfektion – und zwar in Reinkultur. Strukturen, die sich aufgebaut haben, die nichts anderes machen als nur Geld zu vermehren. Und dieses Geld sucht dann wieder Anlagen sich zu vermehren. Inzwischen werden Billionen in einem virtuellen Markt gehandelt, den keiner mehr beherrscht, da handeln Computern mit Computern, da wird Geld aus dem Nichts heraus erzeugt -obwohl man immer weiß: Von Nichts kommt nichts, also ganz so kann das nicht funktionieren

    Die kommen vielleicht nur dann, wenn auf einem Planeten eine bestimmte Menge von Menschen das Verfahren entdeckt hat, nämlich die Allgemeinheit maximal zu bescheißen.

    Da ist mehr Substanz drin als in Ihren Äußerungen.

  17. #17 Marcus Frenkel
    September 7, 2011

    Und sicher kann Geld einfach so vermehrt werden, zumindest in dem Sinne, wie Lesch das meint. Jeder, der ein Sparkonto bei einer Bank hat und dort Zinsen kassiert, vermehrt sein Geld – einfach so. Ohne etwas dafür zu tun.

  18. #18 Dr. Webbaer
    September 7, 2011

    Jeder, der ein Sparkonto bei einer Bank hat und dort Zinsen kassiert, vermehrt sein Geld – einfach so.

    Dr. W hat jetzt nicht viel Zeit, aber das ist nicht richtig. Ein anderer zahlt für die Geldgabe: der Debitor.

    Wenn Sie Substanz im Leschschen Vortrag erkennen, OK, no prob, Dr. W erkennt darin nur Vorurteile und Abwertungen. – Schreiben Sie doch wenigstens, was Sie nagt. Leerverkäufe, staatliche multilaterale Eingriffe, die Unüberschaubarkeit für den Laien, die Derivate, der Computerhandel (Dr. W war mal in der dbzgl. Entwicklung drin), sr, aber soo geht das gar nicht, Kollego.

    MFG
    Dr. Webbaer (bald wieder verfügbar, wird sicherlich noch reinschauen in die Schriftsätze 🙂

  19. #19 Marcus Frenkel
    September 7, 2011

    Ich warte nach wie vor auf Ihre Begründung, was denn nun genau an der Lesch’schen Aussage falsch ist und vor allem warum. Wenn Sie das darlegen können, bin ich gerne bereit, mich mit Ihrem Standpunkt zu beschäftigen. Wenn Sie begründen können, dass das aktuelle Finanzsystem vollkommen fair ist, dass niemand ausgenutzt wird, dass es vollkommen in Ordnung ist, wenn sich einige wenige bereichern und viele andere immer ärmer werden, können wir gern weiterdiskutieren. Bis dahin werde ich allerdings auf dem Standpunkt bleiben, dass Lesch Recht hat und Teile des Finanzsystems schlicht und einfach verbrecherisch sind und dazu ausgenutzt werden, dass einige wenige auf Kosten der Allgemeinheit ein Leben in Luxus und Geldreichtum führen.

  20. #20 KLaus
    September 7, 2011

    Lesch hat recht, obwohl er kein VWler ist. Aber die generelle Aussage stimmt so!
    Nur mal so. Hätte es 2008 nicht die Erklärung von Steinbrück und Merkel gegeben, wären viele sogenannte Systemrelevante Banken den Deister runter gegangen. Feierabend! Die Bankster hatten (haben) das ihnen anvertraute Geld verzockt. Punkt Ende! Das ist kriminell’!
    Das Verbrechen besteht darin das die Bankster trotz besseren Wissens dabei die Volkswirtschaften vernichten! Es geht hier nicht um Burkina Faso, Namibia oder dem Kongo. Die wurden schon längs ausgesaugt.
    Es geht diesmal ganz einfach um unseren – Sorry- “Arsch”.
    Das der EURO ein Verbrechen an den Deutschen war, steht auf einen ganz anderen Blatt. Das war damals eine schlimme politische Fehlentscheidung. Allerdings vom Souverän so abgenickt. Ich darf höflich an die Bundestagswahl, hier insbesondere 1998 erinnern. Der EURO musste nicht sein!
    In erster Linie e haben wir den, diesem Dilettanten Gesocks , Kohl, Waigel usw. und natürlich unserer seltenen Naivität zu verdanken das wir nun in der derzeitigen Situation sind.
    Der EURO fliegt uns in Bälde um die Hörmuscheln-

  21. #21 dein_föhn
    September 7, 2011

    Hmm… Lesch kann doch sonst so gut zusammenhänge erklären, aber diesmal hab ich es nicht ganz verstanden. Da der “Dr. W” gar nicht so unrecht, viel Substanz hatte der Kommentar nicht. Wer bereichert sich denn an Wem? Wer sind denn jetzt die Bösen?

    Dass sich mein Geld auf der Bank “einfach so” vermehrt, halte ich (als Laie) auch für nicht zutreffend. Ich leihe der Bank mein verdientes Geld, damit sie damit Arbeiten kann und verlange dafür eine Gebühr, die mir die Bank dafür dann auch zahlt. Aus dem Nichts entsteht das Geld jedenfalls in diesem Fall nicht.

    Das passiert lediglich bei den Zentralbanken: da sehe ich übrigens auch ein, das als Verbrechen zu bezeichnen. Zusätzliches Geld auf den Markt zu werfen entwertet das schon vorhandene, der ‘Wert’ wandert da tatsächlich von der Allgemeinheit zu einigen wenigen (den Empfängern der Zentralbank-Kredite), ähnlich (wenn nicht gleich) einem Diebstahl.
    Aber irgendwie befürchte ich, dass Lesch gerade das nicht meinte…

  22. #22 dein_föhn
    September 7, 2011

    Hmm… Lesch kann doch sonst so gut zusammenhänge erklären, aber diesmal hab ich es nicht ganz verstanden. Da der “Dr. W” gar nicht so unrecht, viel Substanz hatte der Kommentar nicht. Wer bereichert sich denn an Wem? Wer sind denn jetzt die Bösen?

    Dass sich mein Geld auf der Bank “einfach so” vermehrt, halte ich (als Laie) auch für nicht zutreffend. Ich leihe der Bank mein verdientes Geld, damit sie damit Arbeiten kann und verlange dafür eine Gebühr, die mir die Bank dafür dann auch zahlt. Aus dem Nichts entsteht das Geld jedenfalls in diesem Fall nicht.

    Das passiert lediglich bei den Zentralbanken: da sehe ich übrigens auch ein, das als Verbrechen zu bezeichnen. Zusätzliches Geld auf den Markt zu werfen entwertet das schon vorhandene, der ‘Wert’ wandert da tatsächlich von der Allgemeinheit zu einigen wenigen (den Empfängern der Zentralbank-Kredite), ähnlich (wenn nicht gleich) einem Diebstahl.
    Aber irgendwie befürchte ich, dass Lesch gerade das nicht meinte…

  23. #23 Dr. Webbaer
    September 8, 2011

    @Frenkel

    Ich warte nach wie vor auf Ihre Begründung, was denn nun genau an der Lesch’schen Aussage falsch ist und vor allem warum.

    Lesch sagt, dass große Teile des internationalen Finanzsystems verbrecherisch sind, bleibt aber ohne Argumentation. Da auch Sie auf Nachfrage nicht ergänzen wollen oder können, bucht Dr. W den Fall endgültig ab. Und zwar als reine Demagogie.

    Sie werden sicherlich verstehen, dass man eine Nichtaussage nicht im üblichen Sinne erörtern kann.

    MFG
    Dr. Webbaer (mit: “dem [Lesch-]Kommentar ist eigentlich nicht mehr so viel hinzuzufügen” wäre dann auch der Konsens zwischen Inhaltemeister und diesem Kommentator gefunden)

  24. #24 Dr. Webbaer
    September 8, 2011

    Hierzu noch kurz:

    Das passiert lediglich bei den Zentralbanken: da sehe ich übrigens auch ein, das als Verbrechen zu bezeichnen.

    Das stimmt nicht, zwar richtig erkannt mit den Zentralbanken, aber das hat nüscht Verbrecherisches, zudem: das hat Lesch erkennbar auch nicht gemeint.

    Lesch postuliert “irgendwie” (genau war das wg. Inkonsistenz nicht zu verstehen) eine Geldvermehrung, die auf internationaler Ebene stattfinden soll mit verbrecherischen Teilhabern und komplexen ausgefeilten Strukturen. Und dann wird in diesen Strukturen wohl Geld vermehrt und der ehrliche Bürger, der an diesen “verbrecherischen” Veranstaltungen nicht teilnimmt, hat dann zu leiden, weil seine Kaufkraft sinkt.

    Das ist natürlich absolut irre, aber einige Menschen (und Bären) denken wohl so. – Hier hat sich Lesch wohl nicht beraten lassen und seinen Gefühlen freien Lauf gelassen.

    Lesch war Dr. W von etlichen BR-Rundfunkbeiträgen (produziert um 2000) bekannt und wurde bis zu dieser Wutrede als Leistungsträger gebucht, lol – wobei seine seinerzeitigen philosophischen Anwandlungen beim BR gelegentlich schon hellhörig werden ließen, fürwahr!

    MFG
    Dr. Webbaer

  25. #25 Schmidts Katze
    September 8, 2011

    Ein weites Feld, dieses Raubrittertum.

    Angefangen bei den theoretischen Grundlagen von Hayek und Friedman; über die Chicago-Boys in Chile ’73; Reagan, Thatcher; Blair, Schröder; bis zu den heutigen Akteuren:
    Ackermann, Maschmeyer, Sinn, Henkel, Steinbrück, Asmussen, Riester, Rürup, Hartz, die INSM, Bertelsmann, und die restliche Besetzungscouch von Anne Will und Konsorten.

    Ist hier aber eher OffTopic, lest lieber den Spiegelfechter, den Öffinger Freidenker oder die Nachdenkseiten.

    http://www.spiegelfechter.com/wordpress/
    http://oeffingerfreidenker.blogspot.com/
    http://www.nachdenkseiten.de/

  26. #26 Dr. Webbaer
    September 8, 2011

    @S-Katze
    Sozialistische Kritik an der Marktwirtschaft mit oder ohne Attribut hat wenigstens noch ein wenig Substanz, Lesch dagegen kritisiert erkennbar aus der protestantischen Position des “Herz-Jesu-Sozialismus”, also gefühlsbetont und unideologisch. (Manche meinen allerdings, dass nationaler wie internationaler Sozialismus ihre Chancen gehabt haben.)

  27. #27 Schmidts Katze
    September 8, 2011

    @ Braunbär:
    Solange du nicht mal deutsch schreiben kannst, habe ich kein Interesse an einer Diskussion mit dir.

  28. #28 KLaus
    September 8, 2011

    Die ganze Krise einschließlich EURO wurde von den Braunbär Leuten (Panzerknackerbande) initiiert. Nicht von der Linken!

  29. #29 Dr. Webbaer
    September 8, 2011

    @KLaus
    Sie meinen womöglich die Gelddruckerei, die ist transparent aus dem Ruder gelaufen im Sinne der Notenbanken, bspw. hier skizziert:
    http://en.wikipedia.org/wiki/Money_supply#United_States

    Dazu käme dann noch der amer. Subprime-Markt, der staatlich gesponsert war und in den unverständlicherweise viele internationale Banken (in D gerne auch: Landesbanken) einstiegen, obwohl die Bonitäten eben subprime waren.

    Ist ein weites Feld, von einem geheimgehaltenen Maßnahmenkatalog kann aber nicht die Rede sein, “Subprime” war eine sozialstaatliche Maßnahme (“Community Reinvestment Act”, auf Carter und Clinton zurückzuführen).

    Lesch jedenfalls trägt i.p. Anaylse gar nichts zur Sache bei.

    Die Fehlentwicklungen, die noch andauern, sind staatlicherseits angestoßen. – Das werden aber wohl nur die wenigsten verstehen, das Video und einige Aussagen sind “Mickey Mouse”. Sie haben natürlich Recht, wenn Sie den EURO als den letztlich für D wirkenden “Bringer” erkennen, im Negativen. Aber die Zusammenhänge sind komplex; es ist nicht so, dass da irgendwelche Banker Verschwörungen angezettelt haben, das ist schon alles mandatsträgergewollt gewesen und ist es auch heute noch, merkelisiert und auch von der Opposition auf das Beste mitgetragen. Hier gibt’s ja lustigerweise keine richtige Opposition mehr in Doitschland. Weil’s “alternativlos” ist oder zumindest sein soll, wie der Hosenanzug beteuert.

    MFG
    Dr. Webbaer

  30. #30 Klaus
    September 8, 2011

    @Webbär
    dies ist nicht das richtige Blog um so etwas zu diskutieren. Aber deshalb hat Herr Lesch mit seiner Diagnose nicht minder recht. Seine Begründungen sind in dieser Sendung auf den “Otto Normal Verbraucher” vereinfacht dargestellt.
    Geld ist nichts weiter als ein Versprechen. Dieses Versprechen wird von einigen Teilnehmern laufend gebrochen ohne Einverständnis der anderen. Das funktioniert nicht.
    Wer sich darüber hinaus schlau machen möchte, sollte bei den Wirtschaftlern rein schauen!
    In dem Video erklärt Prof. Hankel schon einiges für den Laien. Prof. Hamer hat schon vor langer langer Zeit auf den Wahnsinn der USA – Geldschöpfung aufmerksam gemacht. Da wurden in der Tat Renditen von 1000 % und mehr an spezielle “Investoren” diskontiert ausgezahlt. (Stichwort Medium Term Notes) sogenannte MTNs.
    Aber das führt einfach zu weit.
    Mit diesem “Geld” haben die nicht nur ihre Erdölexporte bezahlt, sondern sind auch über die Märkte gegangen und haben z.B.: Unternehmen in Europa und anderswo gekauft. Nur in Russland und China funktionierte und funktioniert das nicht! Usw. usw. usw…..

  31. #31 Dr. Webbaer
    September 8, 2011

    @Klaus
    Für das sich abzeichnende Abrauchen der Währungssysteme gibt es drei Ursachen:
    1.) “Subprime”, also der staatliche Eingriff in das Kreditgeschäft durch Übernahme des Ausfallrisikos bei Subprime-Krediten. So wird Geschäft generiert, das auf natürlichem Wege nicht zustande gekommen wäre. “Subprime” hat man dann über hohe Vertragswerte und lange Dauer zu einer beträchtlichen Schadenssumme hochgefahren. “Subprime” ist aber nur ein Joker, staatliche Eingriffe dieser Art, die Politikern die Wiederwahl sichern sollen, finden regelmäßig statt. Aktuelles “Subprime”: 400 Mrd. für Jobprogramm in den Staaten wg. angestrebter Wiederwahl Obama’s: http://www.foxnews.com/politics/2011/09/08/obamas-goal-getting-jobs-putting-gop-on-spot/
    2.) Überschuldung. Die Staaten überschulden sich, damit Politiker wiedergewählt werden können. Ähnlich gelagertes Problem wie oben.
    3.) EURO-System: Eine Fehlplanung, weil Länder mit gemeinsamen Währungen ähnliche wirtschaftliche Entwicklung genießen müssen. G bspw. verhunzt sein Fortkommen und müsste eigentlich die Drachme abwerten oder der Währungsmarkt würde das selbst erledigen. Dann wären alle zufrieden, auch in G, so aber ist ein Wohlstandsabbau, den jeder Grieche sehen und zählen könnte, in G nicht durchsetzbar. – Auch hier wieder: Problem wird in die Zukunft verschoben, eskaliert und so maximiert, weil Politiker (wie Merkel) auf Wiederwahl setzen. Den Knall in spätestens 3 Jahren interessiert die schlichtweg nicht. Und warum auch? Die Wähler goutieren das ja noch und eine ernstzunehmende parlamentarische Opposition gibt es dbzgl. nicht in D.

    Die Finanzindustrie mit ihren oft esoterischen Produkten könnte gar nicht derart schaden, u.a. auch deswegen weil der Kauf dieser Produkte nicht pflichtig ist. 🙂

  32. #32 WolfgangK
    September 8, 2011

    Erst jetzt komme ich dazu, hier zu lesen. Lesch´s Kommentar zum perfekten Verbrechen kannte ich derweil schon und wundere mich über so manche Reaktion hier; ich fand seine Aussagen treffend gut und letztendlich völlig korrekt.

    Und da in einem webbaerschen Kommentar (die Prozentzahl sinkt und sinkt…) sich nicht nur über Lesch´s Aussagen, sondern auch über die Euro-Rettung echauffiert wird: ich bin nicht nur der Ansicht, dass man den in Not geratenen Euro-Ländern helfen muss, ich bin auch noch dafür, dass man ihnen das Geld schenkt, so wie es die USA mit den Deutschen nach ihrem selbstverschuldeten Stunde-Null-Zusammenbruch gemacht haben (siehe Marshallplan). Nur deshalb können wir uns heute am Computer vollgefressen mit dicken Bäuchen zurücklehnen und über die EU-Länder meckern, die an ihrer Krise “ja schliessllich selbst schuld sind”. Man kann das Verschenken von Hilfen damit finanzieren, indem man manchen Bären das Fell über die Ohren zieht… (Sorry für OT, Marcus, aber das musste jetzt sein… 🙂 )

  33. #33 Dr. Webbaer
    September 8, 2011

    @WolfgangK
    Wenn Schenken helfen würde, why not, das Problem ist aber tiefgehender, denn es werden durch diese Hilfe untaugliche Strukturen bestätigt, die dann irgendwann das GESAMTSYSTEM zum Kippen bringen.

    MFG
    Dr. Webbaer (kein Doitscher btw, eher Hilfeempfänger, :), zudem: unbefangen)

  34. #34 WolfgangK
    September 8, 2011

    @webbaer

    es werden durch diese Hilfe untaugliche Strukturen bestätigt

    Ich werde es mir merken. Den nächsten Bären, der auf der Strasse zusammenbricht, lasse ich liegen. Schliesslich würde ich durch Hilfe auch nur eine untaugliche Struktur bestätigen (ist ja schliesslich selbst schuld, wenn er zusammenbricht und dann da so rum liegt…).

    Es war mal ein Versuch wert, Webbaer, aber es war völlig sinnlos. Null Prozent sind einfach nicht zu toppen…

  35. #35 Dr. Webbaer
    September 8, 2011

    @WolfgangK
    Haben Sie das Konzept verstanden?: Soziale Strukturen sind von einem Abgleich der Teilnehmerinteressen abhängig, was “altruistische” Hilfe im Einzelfall nicht ausschließt, wird aber diese Hilfe andauernd, also systemisch, verliert die Struktur im Wettbewerb ihre Daseinsberechtigung.

    Wirtschaftlich hat man versucht “mit Plan” ein höheres Interesse als das der Strukturteilnehmer durchzusetzen, dass dann vom “neuen Menschen” (oder “Bären”) möglichst durchgehend befolgt wird. – Das geht schon irgendwie, solange es eben keine wirtschaftlichen Konkurrenzsysteme gibt. Denn sonst brüllen bspw. bald welche “Wir sind das Volk!” – btw, die Borgs sind die folgerichtige Umsetzung altruistischer Konzeption.

    MFG
    Dr. Webbaer (der – Sorry! – ein wenig vom Thema abkam, es aber erfrischend findet die Ahnungslosigkeit selbst bewährter Kräfte (hier dürfen sich viele Leser angesprochen fühlen, auch Sie lieber WolfgangK 🙂 im Wirtschaftlichen feststellen zu dürfen)

  36. #36 michael
    September 8, 2011

    @WB
    >denn es werden durch diese Hilfe untaugliche Strukturen bestätigt, die dann irgendwann das GESAMTSYSTEM zum Kippen bringen.

    Es gibt KIPP-Punkte ? Sieh an.

    Bzgl G.: Griechenland hätte natürlich die Möglichkeit einer Staatsinsolvenz gehabt, nicht ?

    > durch diese Hilfe untaugliche Strukturen bestätigt

    ich nehm mal an, der Bär denkt hier an die Strukturreformen, die es auch in D gab, wie ‘Kein Subventionieren des Kohlebergbaus’ stattdessen Entwicklung und Ansiedlung anderer Industriebetriebe. Wobei sich ja auch hier die Politiker gerne über den Tisch ziehen lassen, und es oft genug der Lobbyismus der Industrie ist, der notwendige Änderungen verhindert.

  37. #37 Dr. Webbaer
    September 8, 2011

    @michael
    Es gibt “Kipppunkte”, die man ex post (vs. ex ante) feststellen und so Geschichte schreiben kann. Ex ante ist es in komplexen Systemen hoch spekulativ Bedingungen zu formulieren unter denen das betrachtete System scheitern oder “kippen” wird.

    Politiker ziehen zusammen mit weiteren Stakeholdern die Allgemeinheit gerne mal über den Tisch, um von einer Gruppe mit Partikularinteressen unterstützt zu werden. Loge! – Darum auch das obige Geschwätz vom Interessenabgleich, der solchen Vorhaben Einhalt gebieten muss, einfach weil sie sich nicht lohnen oder lohnen dürfen. Wir haben also ein systemisches Problem (das aber gelöst werden wird, man fragt sich aber zurzeit wirklich wie :).

    G ist insolvent, wir haben hier nur einen ga-anz besonderen Insolvenzprozess, in dem der Eindruck aufrechterhalten wird G sei nur vorübergehend illiquid.

    Letztlich ist man hier beim Menschenbild. Das antike-mittelalterliche Menschenbild wurde von der Aufklärung abgelöst, die -salopp formuliert- einen organisierten Mob unterstützt, der -bei Interessenabgleich, man hat nicht ohne Grund hoch komplexe gesellschaftliche Systeme- wesentlich mehr Werte schafft, Stichwort Schwarmintelligenz, als die früher an “Gott&Kaiser” gebundene Menge.

    Auch heute gibt’s natürlich noch viele mit dem alten Menschenbild, wobei “Gott” und “Kaiser” natürlich oft substituiert werden.

  38. #38 michael
    September 8, 2011

    > G ist insolvent, wir haben hier nur einen ga-anz besonderen Insolvenzprozess, in dem der Eindruck aufrechterhalten wird G sei nur vorübergehend illiquid.

    Bis die Griechen ihr ‘Tafelsilber’ zur Bewältigung ihrer Schulden veräußert haben, tipp ich mal.

    > einen organisierten Mob unterstützt, der -bei Interessenabgleich, man hat nicht ohne Grund hoch komplexe gesellschaftliche Systeme- wesentlich mehr Werte schafft

    und eben im jetzigen Fall auch schon mal Probleme macht. Denn unsere Regierungshansels entscheiden ja nicht im stillen Kämmerlein (taten übrigens auch die alten Alleinherrscher nicht), sondern sind auch von Beratern,Einflüsteren, Informanten, Lobbyisten,.. umgeben, die ihre eigenen Interessen verfolgen.

  39. #39 peter
    September 9, 2011

    Na sowas. Bisher hatte ich Lesch immer für den größten Lügner/Dummkopf gehalten. Und nun sagt er plötzlich einmal etwas Wahres. Unglaublich.

  40. #40 peter
    September 9, 2011

    Ach so, über unsere verbrecherische “Regierung” gibt es hier eine ganz interessante Radiosendung von gestern. Die ersten 20 Minuten ist nur Musik, dann geht es los. Daraus kann jeder leicht erkennen, weshalb man immer nur noch vom Wirtschaftsstandord Deutschland spricht. In Deutschland gibt es seit 2006 keine gültigen Gesetze mehr. Zivilprozeßordnung, Strafprozessordnung sind rückwirkend ungültig und die BRD gibt es seit 1990 sowieso nicht mehr, ebenso wie auch unsere “Verfassung” in Form des rund 150 mal geänderten Grundgesetzes auch keine Rechtsgültigkeit mehr hat.

    Der Deutsche ist vollkommen rechtlos, wie selbst ein Verfassungsrichter bescheinigt hat. Richter sind Richter sind ohne jegliche Legitimation, weshalb von ihnen auch keine Urteile unterschrieben werden. Sie würden für ihre Willkürurteile privat haften, wenn die Urteile von ihnen unterschrieben wären.

    Es gibt praktisch keine Stelle in der “BRD”, an welche man sich wenden könnte. Unsere hochgeliebten Kanzler von Adenauer bis Kohl und darüber hinaus habe die Angebote der Russen ausgeschlagen, die Ostgebiete innerhalb eines Friedensvertrags wieder zugesprochen zu bekommen unter der einzigen Bedingung, daß Deutschland wie die Schweiz neutral bleibt.

    Deutschland wird bewußt ausgeraubt und verscherbelt. Der Scheinstaat hat volles Zugriffsrecht auf die Privatkonten. Und noch viel mehr davon, 2 Stunden purer Spaß:

    http://wakenews.net/uws_2011_09_08_13_45_55.mp3

    Bei Florian wurde ich natürlich gesperrt, sodaß meine ausführliche Antwort zu der geschichtlichen Frage leider nicht mehr durchkam.

  41. #41 Marcus Frenkel
    September 9, 2011

    [Letzte Antwort von {peter} gelöscht, da ganz und gar nicht zum Thema gehörig. Bitte beim Beitragsthema bleiben. Danke.]

  42. #42 Dr. Webbaer
    September 10, 2011

    michael

    und eben im jetzigen Fall auch schon mal Probleme macht (…)

    Das macht die Sache interessant. Zurzeit ist die Offene Gesellschaft in einige Ländern von den Problemen 1.) Kindermangel/ungünstig antiselektive als kompensierend gedachte Immigration 2.) Staatsüberschuldung 3.) untaugliches EURO-System, hmm, herausgefordert. – Das ist, so weit Dr. W das erkennt, die erste ernsthafte Krisensituation für eine Offene Gesellschaft. Gesellschaften dieser Bauart sind noch nie kaputt gegangen. [1] [2]

    MFG
    Dr. Webbaer

    [1] Venezuela, Südafrika und die Türkei hat Dr. W natürlich nie als Offene Gesellschaften verstanden, auch wenn es positive Ansätze gibt oder gab.
    [2] auch vor diesem Hintergrund ist die Lesch’sche “Analyse” einfach nur erschreckend flach

  43. #44 Dr. Webbaer
    September 10, 2011

    Poullain ist ja als Sparkassenmensch nicht gerade “Weltökonom”, aber er hat mit dem Knall sicher recht; nur sind es nicht die Banken die aus sich heraus knallen, viele sind natürlich schon nicht mehr geschäftsfähig -an den üblichen Standards gemessen-, sondern die Politik knallt bald oder lässt es knallen. *höhö*

    MFG
    Dr. Webbaer (der beim Handelsblatt immer zu einer gewissen Distanz rät)

  44. #45 Klaus
    September 10, 2011

    Die Verbrecher sind die Bankster, Verbrecher wie sie Lesch betitelt. Die willfährigen Helfer kommen aus der Politik. Das ist soweit richtig!
    Nur am Rande: Unter der Rigide von Poullain war die WEST LB ne richtig gute Bank.
    Getrost , getrost ich kenne die Zusammenhänge hier sehr genau aus persönlichem Erleben!
    Ergo: Lesch hats auf den Punkt gebracht. Wie viele andere derzeit!

  45. #46 Dr. Webbaer
    September 10, 2011

    Lesch hat an 06.10.2010 einen erzählt. Aus protestantischer Sicht. Er hätte sich auch analytisch betätigen können als Philosoph – sogar wirtschaftlich.

    Aus dem Bauch heraus war’s womöglich OK, auch wenn Dr. W hier bspw. Franz Beckenbauer vorgezogen hätte. Der war immer “trockener”. Aber ganz bemerkenswert, dass die Lesch`sche Rede anscheinend recht gut ankam.

    MFG
    Dr. Webbaer

  46. #47 Klaus
    September 10, 2011

    Übrigens:
    Fast sämtliche Wirtschaftsmagazine analysieren ähnlich wie das Handelsblatt!
    z.B.:
    http://www.manager-magazin.de/finanzen/artikel/0,2828,785409,00.html

    Die meisten Meinungen dazu sind nachvollziehbar.