Am Ende der 1950er Jahre hat der britische Physiker und Romancier C.P. Snow seine Unterscheidung der zwei Kulturen eingeführt, die wir akademisch als Natur- und Geisteswissenschaft kennen und im Alltag als Wissenschaft und Kunst trennen. Das ist allgemein bekannt. Weniger bekannt ist Tatsache, daß die Entwickler der damals neuen Programmiersprache BASIC Snows Trennung ernst nahmen und verrringern wollten, eben mit BASIC, das die Dichter und Denker alleine deshalb interessieren sollte, weil es eine SPRACHE ist. Thomas E. Kurtz und John G. Kemeny, denen wir BASIC verdanken, fragten damals: “Wie können schwierige Entscheidungen über den Einsatz von Computern von Leuten getroffen werden, die so gut wie nichts von ihm verstehen?” Diese jetzt 50 Jahre alte Frage kann man heute genauso gut stellen. Tagtäglich äußern sich Leute öffentlich und laut über den Computer, die mehr oder weniger ignorant in Hinblick auf dieses Denkzeug sind.Unsere Kultur ist kein Stück vorangekommen. Vielleicht ist sie ja keine.

Kommentare (22)

  1. #1 KommentarAbo
    Mai 3, 2010

  2. #2 Wb
    Mai 3, 2010

    Irgendwann sind aus den Studien halt Wissenschaften geworden, wenige haben sich beschwert.

    Esoterik ist vermutlich nirgendwo so ausgeschlossen wie in der IT.

    MFG
    Wb

  3. #3 Lei Tung
    Mai 3, 2010

    1.) Es gibt keine zwei Kulturen. Es gibt aber eine westliche Kulturgeschichte, in deren Verlauf Herr Descartes aus bekannten Gründen begonnen hat, am Baum der Erkenntnis den naturwissenschaftlichen Ast anzusägen, den Herr Newton dann vorläufig endgültig abgeschnitten hat. Die doppelzüngige Schlange, die den Apfel hat fallen lassen, ist verantwortlich für die Vertreibung aus dem Paradies universellen Wissensgewinns.

    2.) Es gibt zwei Kulturen. Im näheren und ferneren Osten hat man sich nicht so sehr beschäftigt mit dem lasergenauen Ausleuchten winzigkleiner Wissensgebiete [Einschub: Im Westen wissen immer mehr Leute immer mehr über immer weniger, es naht der Tag, da weiß einer alles über nix *g*]. Im näheren und ferneren Osten hängt man eine meinetwegen diffuse Lampe an die Decke eines dunklen Raumes – man sieht zwar nicht so genau, aber man hat wenigstens eine Vorstellung davon, wohin man tappt.

    3.) Die Zusammenführung von Großem und Kleinem kann nicht gelingen, ohne Beides zu verstehen versucht zu haben (ich meine nicht Fritjof Capras “Tao der Physik”, nein, nein); ich meine, wir sollten versuchen, zu verstehen.

    Wenn Du verstehst, was ich meine.

    Und: Ja, doch. Unsere Kultur ist eine. Und sie ist auch vorangekommen.

  4. #4 miesepeter3
    Mai 4, 2010

    @Wb

    “Esoterik ist vermutlich nirgendwo so ausgeschlossen wie in der IT.”

    Hmm, die alten Allchemisten haben nicht nur irgendwelche Stoffe zusammengerührt, sondern mußten dabei auch viele Formelsprüche aufsagen. Dabei war sehr wichtig, das sie sich nicht irrten, den genauen Wortlaut und Betonung benutzten und die Reihenfolge beachteten.
    Ein Programmierer muß die richtigen Worte wählen, an und aus, in die richtige Reihenfolge bringen und dabei irren darf er sich auch nicht. Da sehe ich eine gewisse Ähnlichkeit in der Abfolge. Tja, und Nichteingeweihten bleibt die IT auch ein Buch mit sieben Siegeln.

  5. #5 miesepeter3
    Mai 4, 2010

    @Wb

    “Esoterik ist vermutlich nirgendwo so ausgeschlossen wie in der IT.”

    Hmm, die alten Allchemisten haben nicht nur irgendwelche Stoffe zusammengerührt, sondern mußten dabei auch viele Formelsprüche aufsagen. Dabei war sehr wichtig, das sie sich nicht irrten, den genauen Wortlaut und Betonung benutzten und die Reihenfolge beachteten.
    Ein Programmierer muß die richtigen Worte wählen, an und aus, in die richtige Reihenfolge bringen und dabei irren darf er sich auch nicht. Da sehe ich eine gewisse Ähnlichkeit in der Abfolge. Tja, und Nichteingeweihten bleibt die IT auch ein Buch mit sieben Siegeln.

  6. #6 Jörg Friedrich
    Mai 4, 2010

    Wieviel versteht der Leiter einer Rettungsleitstelle von einem Helikopter? Was weiß er über Strömungslehre, Materialwissenschaft? Kann er ihn fliegen? Hat er ein Sprechfunkzeugnis?

    Nein?

    Wie kann er dann über den Einsatz des Helikopters entscheiden?

  7. #7 Jörg Friedrich
    Mai 4, 2010

    Die Differenz zwischen den beiden Kulturen wird so lange bestehen bleiben wie Vertreter derjenigen Kultur, die hier als die “wissenschaftliche” bezeichnet wird, behaupten, dass BASIC eine Sprache ist.

  8. #8 michael
    Mai 4, 2010

    > Wie kann er dann über den Einsatz des Helikopters entscheiden?

    Weil alle diese aufgezählten Dinge irrelevant, belanglos und unerheblich (um mal meine Lieblingsphilosophin zu zitieren) für den Leiter einer Rettungsleitstelle sind.

    Und BASIC ist nun mal eine ProgrammierSprache und daher eine Sprache.

  9. #9 Jörg Friedrich
    Mai 5, 2010

    @Michael:

    wg. Helikopter: eben.

    wg. BASIC (und alle anderen Programmiersprachen)
    Weil etwas eine Sprache genannt wird, muss es noch keine Sprache sein. Ich denke, der oder die Erfinder des Wortes Programmiersprache haben sich keine großen Gedanken darüber gemacht, ob der Satz von Computer-Befehlen, den sie da entwickelt haben, wirklich eine Sprache ist, sie haben den Begriff in Analogie verwendet, und zwar wegen äußerer Ähnlichkeiten. Das ist auch völlig in Ordnung. Allerdings ist es einigermaßen merkwürdig dann von Künstlern oder Geisteswissenschaftlern zu verlangen, sie müssten sich dafür interessieren, nur weil die neue Erfindung den gleichen Namen trägt wie ein Gegenstand, mit dem sie sich sonst beschäftigen. Das ist irgendwie so als ob man von Astronauten verlangen würde, dass sie Spaß am Sylvester-Feuerwerk haben müssen, weil sie doch mit Raketen fliegen, und zu Sylvester fliegen doch auch Raketen.

  10. #10 michael
    Mai 6, 2010

    > wg. Helikopter: eben.

    Der Rettungsleiter trifft keine schwierigen Entscheidungen (wie Einsatz bei Unwetter u.s.w.) über den Einsatz eines Hubschraubers. Dies wird er dann denen überlassen, die was vom Fliegen bzw. von dem technischen Zustand des einzusetzenden Hubschraubers verstehen!

    Und genau das wurde im Blog angesprochen: … fragten damals: “Wie können schwierige Entscheidungen …. .

    > Ich denke, der oder die Erfinder des Wortes Programmiersprache haben sich keine großen Gedanken darüber gemacht, ob der Satz von Computer-Befehlen, den sie da entwickelt haben, wirklich eine Sprache ist

    Programmiersprachen sind Sprachen, in denen ich einem Computer sagen kann, wie er gewisse Aufgaben erledigen soll. Bei höheren Programmiersprachen kann man einem Programm nicht mehr ansehen, wie es auf einem Computer ausgeführt wird. Schauen Sie sich das Quicksort Programm in Haskell bei Wikipedia an, und versuchen Sie herauszufinden welche Computerbefehle dahinter stecken.

  11. #11 Wb
    Mai 6, 2010

    wg. BASIC … Ich denke, der oder die Erfinder des Wortes Programmiersprache haben sich keine großen Gedanken darüber gemacht, ob der Satz von Computer-Befehlen, den sie da entwickelt haben, wirklich eine Sprache ist

    Das glaubt der Wb nicht, da geschah schon alles bewusst.

  12. #12 Jörg Friedrich
    Mai 6, 2010

    @michael: Wenn man das, was wir mittels BASIC oder Java tun, tatsächlich als “mit einem Computer sprechen” bezeichnen wollen (interessanterweise antwortet der Computer nicht in der “Sprache”, in der wir mit ihm sprechen) dann bleibt ja immer noch die Frage, warum Künstler oder Gesiteswissenschaftler daran Interesse haben sollen, nur weil sie sich auch mit Sprache (allerdings als Kommunikationsmittel zwischen Menschen, bei denen der andere in der gleichen Sprache antwortet) beschäftigen.

  13. #13 rosarotebrille
    Mai 6, 2010

    Als Selbstständiger hatte ich einmal einen Auftrag bekommen, wo eine größere chem. Versuchsanlage mit dem Rechner gesteuert werden sollte. Der Auftraggeber hatte die Vorstellung, ich solle eine Art fixes Formular entwickeln, in welchem er seine Wünsche eintragen konnte (Fahrweise der Anlage).

    Von Programmierung hatte er keine Ahnung. Ich entwickelte einen Entwurf des “Formblatts” und stellte es ihm vor. Wie erwartet wollte er noch einige Zusaätze berücksichtigt haben. Da ich wußte, daß der Geschmack erst beim Essen kommen wird, verwarf ich sein fixe Formularvorstellung vollständig und entwickelte einen freien Interpreter.

    Er bekam zunächst nur einen leeren Bildschirm zu sehen mit der Aufforderung, die gewünschte Versuchsfahrweise genau mit eigenen Worten und Werten im Klartext zu beschreiben. Im Prinzip war damit der Versuch genau beschrieben und bereits dokumentiert.

    Das Interpreterprogramm untersuchte nun den Freihandtext auf versuchsrelevante Fakten und erstellte daraus das eigentliche Fahrprogramm und zwar so, daß bei “Selbstverständlichkeiten” einfach aus dem Zusammenhang logisch ergänzt wurde.

    Dann errechnete es die geplante Versuchsfahrweise und zeigte erst einmal alle interessierenden Werte des geplanten Versuchs als Graphik über die Zeit auf. Das war dann gleichzeitig die Kontrolle, ob der Versuch ausreichend genau wunschentsprechend definiert war. Natürlich war die vollständige dynamische Simulation der Anlage Bestandteil des Programms.

    Danach, wenn alles seine Richtigkeit hatte, konnte das Steuerprogramm der realen Versuchsanlage gestartet werden und alle Messdaten wurden erfasst, natürlich ebenfalls mit simultaner Zustandsgraphik.

    Eine einmal geschriebene Versuchsbeschreibung konnte für den nächsten Veruch direkt als Vorlage dienen, sodaß nur die gewünschten Werte geändert oder auch Ergänzungen durchgeführt werden konnten.

    Für den Anwender war dies eine sehr faule und doch hochflexible Lösung.

    Später kam noch ein Auswerteprogramm hinzu, welches ebenfalls alle möglichen Plots samt beliebiegen Umrechnungen/Verrechnungen/Regressionen/Integration usw. zuließ. Alles natürlich mit vollautomatischen sinnvollen Skalierungen, so wie man es “von Hand” gemacht hätte. Auch dieses Programm gehorchte auf das geschriebene freie Wort.

    Der Anwender konnte alles ellenlang ausführlich beschreiben oder auch sehr kurz.

    Mit gesprochener Sprache wäre das sicher auch machbar gewesen, wenn die damalige Technik das zugelassen hätte (1990). Aber mit 12 MHz hätte der Rechner wohl mit dem Buchstabieren sich verschluckt.

    Anhand dieses Beispiels wird man durchaus erkennen können, daß eine Computersprache tatsächlich eine Sprache ist. Wenn der gerade geschriebene Text Teil der Versuchsdefinition gewesen wäre, wäre er übrigens als nicht versuchsrelevant erkannt worden.

  14. #14 michael
    Mai 6, 2010

    @Joerg Friedrich
    > (interessanterweise antwortet der Computer nicht in der “Sprache”, in der wir mit ihm sprechen)

    Stimmt zum Beispiel nicht, wenn Sie einen Lisp- oder Scheme-interpreter benutzen.

    > …Frage, warum Künstler oder Geisteswissenschaftler daran Interesse haben sollen …

    Diese Frage zwar im Artikel nicht gestellt, aber niemand muss sich für Computer und Computerprogrammierung interessieren.

  15. #15 Wb
    Mai 6, 2010

    Wenn eine Sprache eine Zuordnungsmenge von Sachen und Sachverhalten der Realität und einem Code ist, dann ist eine Computersprache eine Sprache für den, dem diese Bedingung aureicht.
    OK, man will nicht mit dem Computer reden, sondern mit Computersprachennutzern.

  16. #16 michael
    Mai 7, 2010

    @WB

    Wenn im Artikel geklagt worden wäre “Wie kann man sich über Programmierspachen äußern, wenn man so gut wie nichts davon versteht?” , dann könnte ich das jetzt nachvollziehen.

    Schade, dass das Kommentarsystem vor dem Akzeptieren eines Kommentares nicht ersteinmal ein paar Verständnissfragen stellt.

  17. #17 Wb
    Mai 8, 2010

    Ja, gut, da wurde dann wohl nicht explizit, also implizit (ein gutes Wort an dieser Stelle) Schulungs- oder Erklärungsbedarf angemeldet…

    Sprache

    Humankommunikation kann auf verschiedene Weise erfolgen, üblicherweise tendiert das Individuum zum Gebrauch der Sprache (die Gestik gibt es noch). Diese kann eigentlich beliebig übertragen werden, üblich aber bspw. die akustische Übertragung oder die visuelle Übertragung (Schrift, Lippenablesen), aber grundsätzlich geht bspw. auch Morsen oder das Tast- oder Schmerzsystem ansprechende Übertragung.

    Sprache, nach Terry Pratchett erfunden worden als die Affen von den Bäumen stiegen und der eine Affe dem anderen mitteilen wollte, dass er ihn nicht gut findet, dient der Übertragung von Information, in etwa geht das so:

    1.)Kommunikationsteilnehmer A beschließt einen Teil seines mathematischen Modells der Realität zu übertragen
    2.)Kodiert dieses in Sprache
    3.)Sendet.
    4.)Kommunikationsteilnehmer B empfängt.
    5.)Abstrahiert den Inhalt in ein mathematisches Modell.

    Computersprache

    Einerseits haben Computersprachen die Funktion die Effizienz bei der Programmentwicklung zu erhöhen, anderseits dienen sie auf eine vergleichbaren Art mit der Humansprache der Kommunikation zwischen SW-Entwicklern.

    1.)Computersprachennutzer A kodiert eine Aufgabe in ein mathematisches Modell
    2.)Übersetzt diese in eine Computersprache.
    3.)Schreibt (lässt interpretieren, kompilieren, ausführen etc.- diesen Aspekt will der Webbaer hier nur ganz am Rande behandeln)
    4.)Computersprachennutzer B liest den Programmode.
    5.)Abstrahiert diesen in ein mathematisches Modell.

    Kultur

    Kultur ist ein sehr schwammiger Begriff, Kultur ist gegeben, wenn öffentlich bemerkte Bearbeitung erfolgt, bspw. ein (wichtiger 🙂 Acker massiert wird oder ein Joseph Beuys von der Öffentlichkeit bemerkt eine Fettecke irgendwo aufstellt oder eine Lena oder Nicole ein Liedchen trällert und es Zuhörer gibt. Auch ein Günter Grass macht Kultur, irgendwie, dazu noch ein wenig Politik natürlich. Kultur lässt sich nicht einmal von den Wissenschaften klar abgrenzen.

    Es kann bspw. keinen Kampf der Kulturen geben, stattdessen sind hier die Begriffe „Politik“ (Städterei, als die Menschen städtisch wurden entstanden bestimmte nun erforderliche Strukturen, auch im Kommunikativen) und „Zivilisation“ (Bürgertum) zu nennen, wenn man etwas Handfestes will, sooo…

    …zusammenfassend

    Jetzt wurde also im Blogartikel ein wenig philosophiert und eine Frage gestellt, zudem eine „Vielleicht-Feststellung“ getroffen.

    Was soll der Webbaer da jetzt noch anmerken? – Am besten nüscht, er überlässt also gerne dem kompetenten Leser die eigene Meinungsbildung (ist ja ohnehin besser sowas, gell) und verabschiedet sich für heute,

    Mit freundlichen Grüßen
    Wb

  18. #18 michael
    Mai 11, 2010

    @wb

    Sprache ….. in etwa geht das so:
    1.)Kommunikationsteilnehmer A beschließt einen Teil seines mathematischen Modells der Realität zu übertragen
    2.)Kodiert dieses in Sprache
    3.)Sendet.
    4.)Kommunikationsteilnehmer B empfängt.
    5.)Abstrahiert den Inhalt in ein mathematisches Modell.

    Hmm , hier hat der Webbaer zwar nur den Teilaspekt menschlicher Sprache beschrieben, der einer Programmiersprache insbesondere einer Domänenspezifische Sprache am nächsten kommt (weswegen da auch kaum ein Unterschied zur Beschreibung der Computersprachen ist) , aber das ist ok.

  19. #19 Wb
    Mai 11, 2010

    Yo, es ist oft überraschend, was zusammenkommt, wenn man kleine Texte zu verstehen sucht.

    Wichtig ist aber auf jeden Fall beim humansprachlichen Austausch das Verstehen des Textes in eine bestimmte Richtung, konkreter: wie er gemeint sein könnte, nicht zu vernachlässigen. Hier besteht bspw. ein wichtiger Unterschied zu Programmiersprachen.

    Die menschliche Sprache ist, auch wenn man den Wörtern auf der Spur ist, ohnehin nicht leicht; richtig lustig wird es aber, wenn “Linguisten” einem erklären wollen, wie dieses oder jene Wort im Moment, also bestimmten Entwicklungen und Moden geschuldet, zu verstehen sein soll.

    Der Webbaer vermutet, dass sich EPF auch ein wenig über die mangelnde Präzision der Sprache amüsiert, hö hö, das aber nun nebenbei.

    MFG
    Wb

  20. #20 michael
    Mai 13, 2010

    > Der Webbaer vermutet, dass sich EPF auch ein wenig über die mangelnde Präzision der Sprache amüsiert, hö hö, das aber nun nebenbei.

    Natürliche Sprache hat keine abstrakte von Menschen unabhängige Interpretation und damit auch keine Präzision.

    Wenn man etwas niederschreibt, überprüft man im allgemeinen durch Zurücklesen, ob das geschriebene in etwa das besagt, was man schreiben wollte. Jeder Leser bildet sich aber seine eigene Interpretation des Textes. Und die stimmt nicht immer mit der des Authors überein.

    Ein Gespräch hat den Vorteil, dass man durch Rück- und Kontrollfragen zu einem ‘gemeinsamen’ Verständnis kommen kann.

  21. #21 El Webbaer
    Mai 13, 2010

    @michael
    Aber man kann schon an die Wurzel gehen, Politk heisst bspw. Städterei und entstand nachdem die Menschen sesshaft(er 🙂 wurden, Zivilisation ist das dadurch entsandene Bürgertum und Kultur ist die öffentlichkeitswirksame Beschäftigung mit einer Sache. – “Wirtschaft” (ein schlechtes Wort, ein Unwort so zu sagen) fällt hier gerade noch ein, aber immerhin verständlich.

    Soweit noch OK, aber es gibt dann Gegenbeispiele wie z.B. das Vorurteil (ehemals ein natürliches Zwischenurteil, jetzt nunja, LOL, es gibt sogar Vorurteilsforschung, Wahnsinn, gell?), oder Negerkuss oder das nette Wort sozial, das oder die sich so weit von ihrer ursprünglichen Bedeutung entfernt haben, dass man immer fragen möchte, ob man noch darf und wie genau, höhö.

    Feuilleton ist wie viele Französisierungen auch mit Vorsicht zu betrachten, vermutlich bekommt der Webbaer, sollte es doch in die Hölle gehen, neben Musik von Bob Dylan und gay porn auch noch ziemlich viel SZ-Feuilleton zum Konsum. – Da doch lieber EPF oder Lesch.

    MFG
    Wb

  22. #22 madalu
    Mai 13, 2010

    ” … BASIC” sollte “… die Dichter und Denker alleine deshalb interessieren…” “… weil es eine SPRACHE ist”.

    Und? Sollen sie jetzt Gedichte in Basic schreiben? Oder Romane? Nein? Lieber doch nicht? Würden Sie gar nicht verstehen?

    Oh Gott – was für eine Kultur!