ScienceBlogs-Leser Manfred Völkner beschäftigt eine Wahrnehmungsfrage:

Hallo, ich möchte gerne eine Frage beantwortet haben. Vor vielen Jahren entdeckte ich in einem Buch über Astronomie ein Foto eines viele Lichtjahre entfernten Objekts mit der folgenden Geschichte dazu:

Das besagte Objekt war in s/w und durch eine schräge, perspektivische Draufsicht scheibenförmig/oval,in 5 Cent-Göße abgebildet. Die Wissenschaftler dachten bei der Entdeckung zunächst an einen Nebel in dieser Ausdehnung,mussten sich aber dann korrigieren insofern, als daß der angenommene Außenrand des vermeintlichen Objekts nicht die statische Größe darstellt, sondern eine durch eine Explosion hervorgerufene Lichtfront,die sich durch die intergalaktische Materie ausbreitet.

Wie ist es möglich, daß man eine Lichtfront auf der Erde wahrnehmen kann, die sich doch erst in einem so geringem Maße auf der Aufnahme ausgedehnt hat?

Mit freundlichen Grüßen
Manfred Völkner

Kommentare (8)

  1. #1 Karl-Heinz
    12. Juni 2019

    Ich tippe mal, dass es sich um ein Supernovaüberrest (engl. supernova remnant, kurz SNR) handet.

  2. #2 Hawk
    12. Juni 2019

    Ich denke, die Frage bezog sich eher darauf, das das Objekt angeblich eine entfernte Lichtfront abbilden soll. Das ist widersinnig, da wir Licht ja erst dann wahrnehmen können, wenn es uns auch erreicht hat.
    Es kann sich dabei also nicht um eine Front aus Licht handeln sondern höchstens um eine Front aus leuchtendem Material.

    Gruß Hawk

  3. #3 Ingo
    12. Juni 2019

    Das direkte Licht vom Objekt ist am schnellsten hier auf der Erde angekommen.
    Das Licht was erst an einem Nebel reflektiert, kommt spaeter an, weil es einen “Umweg” nimmt.
    Das Lich was erst am aeusseren Rand des Nebels reflektiert wird kommt noch spaeter an.

    So sieht man wie sich das Licht im Laufe einiger Jahre scheinbar von der Lichtquelle wegbewegt.

  4. #4 rolak
    12. Juni 2019

    Es ist zwar bei Erinnerungen ia eine vermessene Forderung, doch hilfreich wäre es, wenn ‘Vor vielen Jahren’ präzisiert werden könnte, um die Chance zu erhöhen, das konkrete Objekt zu ermitteln. ‘in 5 Cent-Göße’ ist eh irrelevant (falls €cent nicht ein kontemporärer, einen unteren Zeitrand festlegender Vergleich ist), da sich dies beim Bildabdruck auf der nächsten Zeitungs/Buchseite im doppelten Format schon wieder geändert hätte…
    Ansonsten schließe ich mich bei einer Vorab-Interpretation des Fragetextes Hawk an.

  5. #5 2xhinschauen
    12. Juni 2019

    Vor ein paar Jahren (@rolak: ca 17) hat man ein Objekt namens V838 Monocerotis gefunden, bei dem man die Ausbreitung des Lichtechos über die Jahre immer wieder fotografiert hat: http://heritage.stsci.edu/2005/02/supplemental.html Wenn das der hier gefragte Effekt ist, dann ist er auf der Seite schön beschrieben. Gefunden habe ich das via “Astronomy Picture of the Day”…. jeden Tag eine Minute Urlaub im Weltraum 🙂

  6. #6 demolog
    12. Juni 2019

    Schönstein meint, das sei eine Wahrnehmungsfrage.

    Ist das so?
    Immerhin hat das Objekt wahrscheinlich niemand mit eigenen Augen gesehen, sondern nur als aufbereitetes Bild aus den üblichen Teleskopen.

  7. #7 Hawk
    13. Juni 2019

    OK. Eine Spiegelung bzw. ein Lichtecho (ich nehme jetzt mal an, das ist etwas ähnliches) tut den Trick natürlich auch.
    Nur direkt beobachten kann man eine entfernte Lichtfront eher nicht…

  8. #8 2xhinschauen
    13. Juni 2019

    @Hawk ne natürlich nicht. Wir sehen nur die Photonen, die auf unserer Netzhaut landen. Im Falle von V838 Mon fliegt das Licht erstmal eine Weile lang in die falsche Richtung, bevor irgendein allfälliger Staub es zu uns reflektiert. Anderes Licht fliegt noch länger falsch usw. Man darf nicht vergessen, dass bei diesen Beobachtungsdistanzen 1 Lj “nicht viel” ist und so eine kosmische Staubwolke im Verhältnis “sehr groß” sein kann. Das zieht sich, bis der Effekt komplett bei uns durch ist.