Seit gestern macht eine Story die Runde, in der es um den “Nachweis” von Leben auf dem Saturnmond Enceladus geht. Grundlage ist die Facharbeit “Bayesian analysis of Enceladus’s plume data to assess methanogenesis”, die gestern erschienen ist. Die Sache ist spannend; es handelt sich aber um eine statistische Analyse und nicht um einen direkten Nachweis…

Die Idee der “Panspermie” ist über 100 Jahre alt. Vereinfacht ausgedrückt besagt sie, dass das Leben aus dem Weltall auf die Erde gekommen ist. Es ist irgendwo anders im Universum entstanden, durch den Weltraum gereist und vor ein paar Milliarden Jahren auf unserem Planeten gelandet. Und damit sind KEINE intelligenten Aliens gemeint, die mit Raumschiffen…

Bild: NASA/JPL

Außerirdisches Leben. Dieses Thema beschäftigt uns Menschen schon seit Jahrtausenden. Zu Recht – denn wer wll nicht wissen, ob wir das einzige in diesem Universum sind, das lebt? Historisch und auch aktuell-popkulturell denken wir bei “Außerirdischen” natürlich immer sofort an irgendwelche Typen in Raumschiffen. Oder exotische Alien-Städte auf fernen Planeten. Aber eher nicht an Chlorogloeopsis…

Es war klar, dass sich die Medien auf diese Pressemitteilung stürzen werden. In Großbritannien findet gerade das National Astronomy Meeting statt und wie üblich bei solchen Konferenzen wurden auch jede Menge Pressemitteilungen veröffentlicht. Darunter sehr interessante Sachen über Kosmologie jenseits des Standardmodells, Beobachtung von Planetenentstehung oder supermassereiche schwarze Löcher. Aber eine dieser Meldungen scheint deutlich…

Ich bin unterwegs in den Norden um dort heute und morgen Vorträge in Bremen und Hamburg zu halten. Und nehme diese Reise als Anlass, um wieder einmal über die Verbindung zwischen Astronomie und lokalen kulinarischen Spezialitäten nachzudenken (siehe dazu auch meine Artikel über Leberkäse aus Linz, Zwiebelkuchen aus der Rhön und Knochenwurst aus dem Sauerland)!…