Ok – wir haben es bis jetzt nur bis zum Mond geschafft und in absehbarer Zeit stehen Reisen durch die Galaxis nicht auf dem Programm. Aber wenn es mal soweit ist, dann haben wir zumindest schon eine schöne Karte für die zukünftige intergalaktische Schnellbahn…

Samuel Arbesman von der Harvard Medical School ist ein Fan von Carl Sagans Buch “Contact” (unbedingt lesenswert) und von U-Bahn-Plänen. Angeregt durch die Beschreibung des galaktischen “Zentralbahnhofs” in Contact hat Arbesman nun diese Karte gezeichnet:

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Schöne Grafik! Die Idee von Harry Beck aus dem Jahr 1933, der das erste Mal einen Netzplan auf diese Art und Weise zeichnete sieht auch bei unserer Milchstrasse gut aus! Ausgehend von der großen Zentralstation im galaktischen Zentrum kann man sich die passenden Linie aussuchen – je nach dem in welchen Spiralarm man möchte. Die Station “Andromeda Customs” scheint sogar auf eine intergalaktische Expressverbindung hinzudeuten 😉

Und wer weiß: vielleicht gibt es solche Karten irgendwann einmal wirklich überall zu kaufen für all die interstellaren Touristen die von Planet zu Planet reisen.

Kommentare (9)

  1. #1 Philipp
    5. Februar 2010

    Karl? Laut verlinktem Artikel heißt der Mann doch Harry.

    Egal, der Plan ist ganz nett.

  2. #2 Florian Freistetter
    5. Februar 2010

    @Philipp: Danke! K.A. was ich da wieder durcheinander gebracht habe 😉

  3. #4 schlappohr
    5. Februar 2010

    Wenn Sol unsere Heimatstation ist, liegt dann z.B. Omicron Centauri wirklich gegenüber vom galaktischen Zentrum? Ich dachte, da können wir wegen der Staubwolken garnicht hinschauen. Bzw. wie verzerrt ist diese Darstellung? Solche Netzpläne sollen zwar nur die Topologie wiedergeben, aber soweit ich weiß, entspricht die Lage der Stationen zumindest grob der Realität.

  4. #5 klauszwingenberger
    5. Februar 2010

    Die Grafik kann sich wohl nur, wie es oben hieß, auf die Lage der Spiralarme beziehen. Die Lage der “Stationen”, darunter auch “Sol” ist völlig unrealistisch. Von unserem Sonnensystem aus schaue ich z.B. mitnichten durch Adlernebel, Norma und Carina hindurch zum Cygnus. M 13 und der Crab-Nebel liegen auch nicht annähernd auf einer Sichtlinie. Beide haben zwar mittlere nördliche Deklinationen, liegen aber in Rektaszension fast 12 Stunden auseinander.

  5. #6 tcb
    5. Februar 2010

    Die Verbindungen sind generell nicht sehr gut durchdacht. Möchte ich beispielsweise vom Zentrum nach New Outer Junction müsste ich den langen Weg über Centaurus, Carina und Norma wählen und ab Norma noch eine recht große Strecke bis nach New Outer Junction zurücklegen.
    Da fehlt einfach eine Verbindung von Outer Junction nach New Outer Junction oder mir wegen auch von Omicron² Centauri nach New Outer Junction. Von Andromeda Customs reden wir mal erst gar nicht ^^
    Na ja – am besten wohl gleich Fahrrad fahren, dann ist man auch nicht von den Fahrplänen abhängig.

  6. #7 Florian Freistetter
    5. Februar 2010

    Ok, ich seh schon… selbst wenn galaktische U-Bahn Fahrten Normalität sind, werden die Leute immer noch was zu meckern finden 😉

  7. #8 Jörg
    5. Februar 2010

    Hätten die ihr Netz nicht von ein paar Schleimpilzen optimieren lassen können?

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,673295,00.html

  8. #9 Philipp
    5. Februar 2010

    @ Florian:
    Da hat vielleicht Carl Sagan interferiert. 😉