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Ich bin ja eigentlich kein gro√üer Computerspieler. Sieht man von meiner Kindheit mit dem Commodore-64 ab, hab ich in den letzten ~10 Jahren nur Gothic mit Begeisterung und zu Ende gespielt (“Gothic 2” hab ich vor 6 Jahren angefangen und habs immer noch nicht durchgespielt ūüėČ ).

Ok, Gothic war zwar ein ziemlich cooles Spiel Рaber so richtig gelernt hat man dabei nichts. Es gibt zwar mittlerweile jede Menge Computerspiele mit wissenschaftlichen Hintergrund Рaber das was die europäische Raumfahrtagentur ESA nun vorstellt, hat mich wirklich beeindruckt.

In einer Studie mit dem Titel “Online Game Technology for Space Education and System Analysis” hat man untersucht, wie gut sich Online-Computerspiele √° la World of Warcraft f√ľr die Bed√ľrfnisse der ESA angepasst werden k√∂nnen.

Dabei soll man nicht nur Spa√ü am Spielen haben — die MMPORGs (“Massive Multiplayer Online Role-Playing Games“) sollen dabei vor allem in der √Ėffentlichkeitsarbeit und der Lehre an Universit√§ten und Schulen zum Einsatz kommen.

Die ESA hat nun ein Mock-Up veröffentlicht, das zeigt, wie so ein Spiel aussehen könnte:

Sehr cool! Da w√ľrd ich auf jeden Fall mitspielen. Aber wie gesagt – ich bin nicht wirklich ein Experte und Ma√üstab was Computerspiele angeht. Unter meinen Leserinnen und Lesern gibt es da sicher viele, die sich besser auskennen. Was haltet ihr von Spielen dieser Art? Macht das Sinn? Oder langweilt das die Kinder nur erst wieder, weil sie nicht rumballern k√∂nnen? Soll die ESA noch ein paar angreifende Aliens einbauen?

Kommentare (33)

  1. #1 Christian A.
    25. März 2010

    Puuuh, bitte keine ballernden Aliens, das wäre dem Thema glaubbich nicht angemessen.

    Obs Spa√ü macht oder nicht, kann ich nicht an dem Thema festmachen. Es gibt ja auch jede Menge Wirtschaftssimulationen, die sehr erfolgreich geworden sind. Hab ja auch mit Begeisterung Transport Tycoon gespielt damals ūüėČ

  2. #2 Flusskiesel
    25. März 2010

    Rumballern muss nicht unbedingt sein, aber es muss auf jeden Fall etwas passieren.
    Wenn ich diese Wissensfragen h√∂re (“Wie lange braucht …?”), dann k√∂nnte ich direkt Einschlafen.
    Die Grafik sieht in meinen Augen recht schmuck aus.
    Wichtig w√§re es, wenn die Charaktere z.B. etwas Bauen m√ľssen, z.B. ein oder mehrere Raumschiffe f√ľr eine Erkundungsmission. Oder irgendwelche Gegenden erforschen.
    Da kann man Erkundung und eine einfache Art “Wirtschaftssimulation” verbinden.
    Dabei kann man ja ruhig Wissen vermitteln – wenn ich per Funk oder Laser mit anderen korrespondieren will, kann das im Weltraum durchaus eine Weile dauern. :-)
    M.E. nach funktionieren solche Spiele nur, wenn der Spielspa√ü und nicht die Wissensvermittlung im Vordergrund stehen. Kinder und Jugendliche merken sehr schnell, wenn man ihnen “nur” etwas beibringen will und dann kann ja auch gleich Unterricht machen.

  3. #3 Philipp
    25. März 2010

    Ich persönlich halte von solchen Spielen nicht viel. Das hängt vor allem von meiner Motivation zur Nutzung von Videospielen ab. Wenn ich spiele, will ich Dinge wie Entspannung, Anspannung, Herausforderung, Unterhaltung. Lernen und Wissen sammeln ist da etwas völlig anderes. Wenn ich das will, nehm ich mir ein Buch oder ein Journal vor.
    Wenn mir jetzt die Kombination von beidem vorgesetzt wird, muss ich zwangsl√§ufig mit Qualit√§tsabstrichen in einer der beiden Dimensionen rechnen. Wenn die Unterhaltung zu kurz kommt, fehlt die Motivation zu “spielen”, da es dann prim√§r ums Lernen geht. Ein gutes Beispiel daf√ľr ist imo die im Video gezeigte Spielmechanik: beantworte ein paar Fragen, hol Gegenstand A von Ort B, fahr ein Rennen mit extrem langsamen Robotern. Das holt keinen Gamer hinter seiner Konsole hervor, weil es wesentlich bessere Spiele (Quizspiele, RPGs, Rennspiele…) gibt, die diese Aufgaben bieten. Und jeder, dem es prim√§r ums Lernen geht, ist wohl mit einem Buch oder einer gut gemachten Doku besser beraten, weil man sich da die nervige Rumrennerei in der Spielwelt spart.
    Und wenn das Lernen zu kurz kommt, dann werden die “Gamer” die Lernsequenzen wenn m√∂glich √ľberspringen (machen viele, u. a. ich, ja schon mit Cutscenes in normalen Spielen) oder ignorieren und die “Learner” werden wieder unterfordert.
    Fazit: ich glaube nicht, dass sich Lernen und Computerspielen sinnvoll miteinander verbinden lassen. Eine Zielgruppe, die noch keine Erfahrung mit Computerspielen hat, kann man damit vielleicht erreichen. Aber die wird man gerade “in der Jugend” kaum noch finden.

  4. #4 derari
    25. März 2010

    Simple Wissensfragen sind auf jeden Fall zu platt. Und wenn es Multiplayer ist, muss es auch einen Weg gegeneinander zu Spielen, sonst macht das einfach keinen Spaß. Ganz entscheident ist die Altergruppe. Ich finde 10-14 Jährige können auch noch was ohne Ballern spielen.

    Fazit: ich glaube nicht, dass sich Lernen und Computerspielen sinnvoll miteinander verbinden lassen. Eine Zielgruppe, die noch keine Erfahrung mit Computerspielen hat, kann man damit vielleicht erreichen. Aber die wird man gerade “in der Jugend” kaum noch finden.

    Vor 10 Jahren gab es das coole Spiel “Physikus”, das hat imho ein sehr gutes Verh√§ltnis zwischen Spielen und Lernen gehabt. Click-and-Point Adventure, pPhysikalische R√§tsel und eine dynamische Enzyklop√§die die die Hintergr√ľnde erkl√§rt.

  5. #5 Arthur G.
    25. März 2010

    Ach, das ist etwas f√ľr mich. ūüėÄ
    Ich studiere Game Development. ūüėČ

    Also das rumgeballere muss wirklich nicht sein, zumindest nicht in MMORPGs.
    MMORPGs bauen auf sehr viel mehr Sachen auf als stupides Geschlachte und Gegrinde.
    Ein ausgefallenes Crafting-System und Handels-System k√∂nnte schon zum Erfolg f√ľhren, genau so sollte aber darauf geachtet werden das eine Vielfalt an Rassen dabei w√§re.
    Die Erforschung der Galaxie wäre ebenfalls ein wichtiger Aspekt, da Erkundung ebenfalls sehr wichtig ist im MMO-Genre.

    Die ESA könnte damit wirklich Punkten, wenn man es gut umsetzt.

    So long

  6. #6 Ronny
    25. März 2010

    Es gibt IMO 3 Komponenten die so ein MMPORG ausmachen:
    1) Gemeinsame Taktiken erarbeiten in einer Gruppe
    2) Sammelwut ausleben
    3) Gegner besiegen

    Punkt 1 und 2 k√∂nnte ich mir durchaus vorstellen, dass man das auch in einem ESA Lernspiel befriedigen kann. Punkt 3 k√∂nnte man ja abstrakt machen indem man die Aliens durch nat√ľrliche Bedrohungen ersetzt wie z.B: Meteoriten oder Strahlung.

    Es gibt auch RPGs die ohne Gewalt auskommen wie z.B: Second Life.

    Ich spiel sowas nicht, denn 12 Euro pro Monat f√ľr nichts und ohne Mitspracherecht ist in meinen Augen Abzocke. Da hoste ich lieber ein b√∂ses Ballerspiel.

    Aber wenns online gratis ist kann ich mir schon vorstellen, dass es Sinn macht und wenns von der ESA kommt stellt sich auch die Frage, ob es √ľberhaupt gewinnbringend sein muss.

    Sinnvoll wärs auch noch es den Spielern zu ermöglichen das Spiel selbst verändern zu können. Da enstehen dann oft sehr effektive Communities die quasi gratis UND mit 100% Motivation arbeiten (der Traum jeden Firmenchefs).

  7. #7 casismart
    25. März 2010

    Also an der Uni w√ľrde ich das nur zu gerne spielen! :)

  8. #8 tcb
    25. März 2010

    Die Idee dahinter ist sicher nicht neu. Spielerisches Lernen ist ja schon länger ein Thema. Das Ganze in ein MMORPG zu packen ist eine interessante Idee. Jedoch wie schon einige Vorredner angemerkt haben, wird dieses Konzept wohl keinen Erfolg haben, wenn die Vermittlung von Wissen im Vordergrund steht Рdas wäre einfach zu dröge.

    Was man auf den ersten Blick in diesem Mockup gesehen hat, war ganz nett und gleichzeitig noch viel zu steril f√ľr meinen Geschmack. Ich denke mal der esa ist daran gelegen das Ganze recht realit√§tsnah zu halten. Aber wer m√∂chte denn wirklich in einer Umgebung spielen (und beim spielen lernen) wenn fast alles nur in Graut√∂nen gehalten ist?

    Vielleicht sollte man hier etwas weiter gehen und doch ein wenig futuristischer werden. Terraforming w√§re evtl. eine M√∂glichkeit dem tristen grau in grau entgegen zu wirken. Auch die M√∂glichkeit Raumschiffe und Fahrzeuge zu entwickeln / herzustellen halte ich f√ľr eine sehr gute Idee. Ein MMO lebt ja unter anderem auch von einer Vielzahl an Berufen, die die Spieler erlernen k√∂nnen. Wer m√∂chte denn nicht mal ein kleines Raumfahrzeug designen oder sich beim Terraforming ausleben (Flora und Fauna beeinflussen / gestalten). Bei all den M√∂glichkeiten sollte es doch irgendwo einen geeigneten Weg geben unterschwellig (und ich denke das ist wichtig) Wissen zu vermitteln.

  9. #9 Arnd
    25. März 2010

    Ich find’s komisch dass bei diesem Mockup gar nicht auff√§llt dass die Gravitation auf Europa weniger als ein siebtel der Erdgravitation ist. Grade dass f√§nde ich ein sehr spannendes Detail, das man auf jeden Fall umsetzen sollte.

  10. #10 Ronny
    25. März 2010

    @tcb
    Du hast recht, man m√ľsste auf jeden Fall das zu lernende gut verstecken und ein bi√üchen science fiction basierend auf heutigem Kenntnisstand sollte auch m√∂glich sein.

    Ich stelle mir das so vor: Es gibt einige Klassen wie z.B: Forscher, Techniker und Astronaut. Der Forscher muss z.B: zuerst einen Antrieb konstruieren. Im Zuge dieser T√§tigkeit muss er erst mal Wissen sammeln. HIer kann man schon viel unterbringen jetzt auf physikalischer Ebene. Der Techniker muss parallel dazu die Raumschiffe bauen (da k√∂nnte man Festk√∂rperphysik, Chemie usw. einbringen) und der Astronaut fliegt dann wobei Kursberechnungen (Mathematik, Astronomie) teilweise per Hand gemacht werden m√ľssen. Der Forscher k√∂nnte dann neue Rohstoffquellen finden usw.

    Im Zuge dieser Aktivit√§ten k√∂nnte man viel Wissenswertes √ľber die Wissenschaften unterbringen ohne dass man Gefahr l√§uft dass die User dies als Lernprogramm sehen.

    Lässt man SciFi ein bißchen zu könnte man auf Artefakte von Aliens stoßen und Überlichtantriebe basierend auf der Brantheorie bauen.

    Als Computergegner w√ľrden sich Politiker und Esoteriker eignen die einen dauernd mit stupiden Gesetzen und Androhung von Verklagen die H√∂lle hei√ü machen. Oder mal den neuen Fusionsantrieb verbieten wollen, weil er dem Universum zuviel Wasserstoff entzieht.

  11. #11 Adromir
    25. März 2010

    Je nachdem, wie hoch der Freiheitsgrad des ganzen und damit die Abwechslung ist, desto mehr kann ich mir vorstellen, daß es echt spass machen könnte.

    Zum Beispiel verschiedene “Karrieren”, mit denen man grundlegend andere Aufgaben erledigen muss, die dann durch spassige Minigames aufgelockert werden (und vielleicht auch noch lehrsam sind. Sowas wie, ein “Chemiker” muss eine neue Verbindung herstellen, und muss dazu Quizartig ein paar Fragen √ľber Chemie beantworten. Ein Ingenieur muss zum Herstellen des ben√∂tigten Teil ein kleines Geschicklichkeitsspiel bew√§ltigen.).

    Wenn es aber in ein “Laufe nach [Location] und hole dir [Insert Item here] um es [Questgiver] zu bringen” abstumpft, dann nicht.

    Ein grund eben, warum ich mich nie f√ľr MMORPGs begeistern konnte und das, obwohl ich eigentlich Rollenspieler und Gamer der ersten Stunde bin. Weil einfach der Spass wirklich etwas neues zu entdecken, Intellektuell gefordert zu sein, sich sehr schnell ersch√∂pfte und in reinen Klickorgien endete..

  12. #12 tcb
    25. März 2010

    Bevor wir hier alle weiterphantasieren w√§re es sehr interessant etwas √ľber die Zielgruppe zu erfahren.
    Denn die Aufgaben, R√§tsel und Quests und selbst die ganze Terminologie werden bei einer Zielgruppe von Kindern und Jugendlichen wohl ganz anders gestaltet werden m√ľssen als bei Erwachsenen.
    Um das Spiel f√ľr ein breites Publikum wirklich attraktiv zu gestalten, sollten die Probleme und deren L√∂sungen nicht all zu komplex ausfallen. Man kann schlie√ülich nicht erwarten, dass der 14-j√§hrige Realsch√ľler ein mathematisches Problem genau so leicht l√∂st wie der 24-j√§hrige Physik- oder Mathematikstudent.

  13. #13 nihil jie
    25. März 2010

    mir ist ein wenig peinlich das hier zu zu geben, aber ich zocke auch mal gerne… und vor allem auch weltraumgames… zb. im moment X3-Terran Conflict :) naja… man w√ľrde denken, dass man mit 43 in jeder hinsicht erwachsen ist aber dem ist nicht so… wenn es um computergames geht werde ich auch mal gerne wieder zum kind *lach

  14. #14 nihil jie
    25. März 2010

    noch mal ein tipp…. es gibts auch ein game das sich Arcanum schimpft. es ist von dem selben leuten die die ersten Fallout games programmierten. Arcanum ist ein adventure rollen game. da k√§mpft magie gegen technologie… man kann sich aber aussuchen zu welchen dingen man mehr tendiert… magie oder technologie. an anfang kann man beides benutzen… im laufe des spiels tendiert man dann zu einer seite. das h√§ngt ganz davon ab ob man technologie benutzt oder magie. dementsprechend kommen neue begleiter charaktere oder sie verlassen einen dann. ein sehr cooles game… aber schon ein wenig alt. wem einen nicht ganz so perfekte grafik st√∂rt wird an diesem game viel spass haben… ūüėČ es lohnt sich auf jeden fall.

    Arcanum: Von Dampfmaschinen und Magie

  15. #15 Flusskiesel
    25. März 2010

    @Adromir:
    So verschieden sind die Geschm√§cker – bei mir t√∂ten Quizfragen sofort jeglichen Spielspa√ü … ich denke eher so etwas wie, dass gewissen Zusammenh√§nge durch das Gameplay erfahrbar werden – wie z.B. die unterschiedliche Gravitation. Oder wenn ich mit einem Raumschiff durch das Sonnensystem fliege, kann ich eben nicht in Echtzeit telefonieren.
    So ein Spiel sollte m.E. nach eher die _Anwendung_ gewisser Naturgesetze (innerhalb der Spielwelt) nahe bringen, anstatt irgendwelcher Fakten.

    Ich könnte mir höchstens vorstellen, dass es Spaß machen könnte, die Antwort auf die Faktenfragen selbst irgendwie herauszufinden.

    @nihil jie
    Dir ist es peinlich, dass Du spielst?
    Hey – Du bist ein Mensch!

  16. #16 Bullet
    25. März 2010

    P√ľh … ich zocke auch noch die Quake- und Unreal-Tournament-Reihe, obwohl ich √ľber 35 bin. Und ich war nicht der √§lteste im -leider an WoW eingegangenen- Clan.

  17. #17 nihil jie
    25. März 2010

    @Flusskiesel
    @Bullet

    naja… mir ist das in wirklichkeit nicht unbedingt peinlich… das war nur ein rhetorisch taktischer zug *lach

  18. #18 ZielWasserVermeider
    25. März 2010

    Wie jetzt?? oO

    Also die Singleplayerversion einer ernsthaften und lehrreichen Version eines Forschungskomplexes gibts schon lange…. Black Mesa hies die Einrichtung so weit ich mich erinnere.

    @nihil jie

    Ich 44, X3-TC und ab und zu WoW-Spieler ;)…. Warum? Weils Spass macht.
    Ich werd noch in 100 Jahren spielen(wenn ich so alt werde:)

    @Florian Freistetter

    Ich halte die Idee f√ľr gut.
    Ich hoffe allerdings auch, daß die Interaktionsmöglichkeiten in so einer Simulation etwas
    breiter angelegt sind, wie es bei WoW der Fall ist.

    Ich meine, man sollte bei so einem Spiel bzw, Simulation auch Fallstricke einbauen..
    – Wann wurde zuletzt die Sauerstoffversorgung des Raumanzugs gewartet.
    – Warum es keine gute Idee ist Innen- und Aussent√ľr einer Luftschleuse gleichzeitig zu √∂ffnen.
    – Warum man Opas Schusswaffensammlung nicht an der Aussenwand des Habitats testen sollte.
    РWarum es keine gute Idee ist auf Deimos vor Freude nach oben(fast hätte ich gesagt in die Luft) zu springen, wenn man gerade gelandet und ausgestiegen ist.
    – Wo ist mein Dosimeter?
    – Da√ü es sinnlos ist, zum Rauchen vor die T√ľr zu gehen
    – Die Reise zum Saturn sich nicht wegen der g√ľnstigen Angebote im Bereich Unterhaltungselektronik lohnt
    – Man die Schweiz auf Europa nicht findet und so sein Geld sichern kann
    – etc.

    Gruß
    Oli

  19. #19 Vizioon
    25. März 2010

    Basiert auf Project Entropia, wenn ich das richtig herausgeh√∂rt habe. Na, ich habe PE ungef√§hr ein Jahr selbst aktiv gespielt. Das nur nebenbei. Das Problem was sich dabei stellt ist: wie bindet man Lerninhalte in ein Spiel ein? Belohnen der Schlauen? Bestrafen der Dummen? Und wieviel soll das ausmachen, damit auch ein entsprechend gro√ües Publikum motiviert wird zu spielen? Denn: ohne Geld l√§uft kein Server. Und PE finanziert sich √ľber payable Content bzw. Items.

  20. #20 Rat
    25. März 2010

    @nihil jie:
    Warum ist dir das peinlich? Ich bin 48 und spiele auch gerne. Zuletzt Assassins Creed, und momentan Risen (quasi Gothic 4), au√üerdem einmal im Monat eine Rennsimulation (GPL) √ľbers Internet.
    Warum auch nicht? Sollte ich etwa keinen Spa√ü haben d√ľrfen, nur weil ich nicht mehr 20 bin?

  21. #21 st.mika
    25. März 2010

    Hier muss ich an ein Medienp√§dagogik-Seminar denken, dass ich vor einigen Semestern besucht habe. Das Thema der Veranstaltung war “Game based learning” – grob erl√§utert: Ob, und wenn ja wie, k√∂nnen Computerspiele Lernprozesse f√∂rdern oder ansto√üen. Bei den herk√∂mmlichen, reinen Lernprogrammen war die recht einhellige Erkenntnis des Plenums, dass der Gro√üteil dieser Spiele Schrott ist ūüėČ Gerade weil sie keine wirklichen Spiele sind, sondern einfach Programme mit netter Grafik und ein paar Animationen, die Wissen abfragen (von einigen Ausnahmen abgesehen, langsam kommen die Entwickler auf den Trichter). Also auch nicht viel anders als w√ľrde ich ein Buch zur Hand nehmen (wenn es denn Bilder hat ūüėČ )

    Ich hielt damals ein Referat √ľber m√∂gliche Lernpotenziale herk√∂mmlicher, also “echter” Videospiele. Die Recherche hierzu fiel gelinde gesagt mager aus, die Forschung steckt da offenbar noch in den Kinderschuhen. Ein paar brauchbare Daten waren trotzdem zu finden. Viel unterhaltsamer war jedoch folgendes Video, dass ich damals auch in meinen Vortrag eingebaut habe und das sich um das “beil√§ufige Lernen” dreht:

  22. #22 Bullet
    26. März 2010

    hehe … “oh, come on… we CAN’T talk about sex every time…”
    aber sowas hab ich mir auch h√§ufig gedacht. Ich fands auch immer haarstr√§ubend, warum in die Star Trek-Serien nicht viel mehr Astrophysik eingebaut wurde – es g√§be soooo viel davon. Aber das sind nur Filme. Spiele sind nochmal eine Potenz mehr f√§hig zu sowas. Immerhin gibts ja jetzt wenigstens vern√ľnftige Physik-Engines as seen in Half-Life II und so.

  23. #23 Ronny
    26. März 2010

    Es w√ľrde ja schon reichen bei g√§ngigen Spielen wie z.B: Mass Effect mal ein bi√üchen Wissenschaft einzubauen.

    Es w√ľrde mich auch interessieren, ob das jetzt Zufall ist oder der Grund, dass viele rational denkende Menschen hier √§lter als 40 sind und noch immer gerne spielen.

    Scheinbar kann man nach 40 Jahren auf diesem Planeten leichter Fantasie von Realität trennen und im realen Leben mit beiden Beinen am Boden stehen und am PC in die Fantasie eintauchen.

    Spielen macht Spass und √ľbers Internet findet man viele Freunde. Ich war schon in England, Frankreich, Deutschland und Norwegen nur um mich mit anderen Spielern zu treffen. Witzigerweise ist die Anzahl der schr√§gen Typen und Idioten irgendwie √ľberall gleich :) Ist scheinbar eine Naturkonstante die so bei 10% liegt.

    @Zielwasservermeider
    Black Mesa ? Hie√ü das nicht Majestic 12 ? ūüėÄ

    PS: Mich ‘trifft’ man derzeit eher bei BFBC2.

  24. #24 Johannes9126
    26. März 2010

    Gothic 2 (incl. Addon “Die Nacht des Raben”) ist eines meiner absoluten Lieblingsspiele. F√ľr noch mehr Spielspa√ü und Wiederspielbarkeit (man kann sogar einen fertigen Charakter zur√ľck an den Anfang des Spiels cheaten) empfiehlt sich die Modifikation “X in one” mit noch mehr Fraktionen und Quests. Habe es aber schon Monate nicht mehr gespielt.

    Wenn es um Weltraumspiele geht, kann ich auch Sword of the Stars empfehlen, allerdings nur mit allen 3 Addons, sonst ist es etwas flach. Ist allerdings etwas kampflastig, macht s√ľchtig und die englische Sprachausgabe ist… speziell.

  25. #25 Ronny
    26. März 2010

    @Bullet
    Allein was in modernen Spielen an Physik ‘drinsteckt’ ist gigantisch. Wenn Dosen physikalisch korrekt √ľber den Boden rollen, Kurven drehen, runterfallen, Wahnsinn.

    W√ľrde man diese kreative Energie mal in ein Lernspiel stecken k√§me sicher was interessantes raus. Fragt sich nur wer das kaufen w√ľrde. Wenn man sich so die Statistiken ansieht haben die d√ľmmsten k√ľrzesten Ballerspiele (z.B. MW2) die gr√∂√üten Verkaufszahlen. L√§sst nicht gerade hoffen :(

  26. #26 Difool
    26. März 2010

    Ich bin 44 und spiele auch regelmässig MMORPG. Ich denke um einen Lerneffekt in einem solchen Spiel zu erzielen sind zwei Dinge notwendig:

    1) Die Spieler m√ľssen ein echtes Interesse am Spiel haben, es muss sie fesseln, so dass sie freiwillig daf√ľr Zeit und Energie einsetzen, sich mit ihrer Rolle oder T√§tigkeit im Spiel in gewisser weise “identifizieren”.
    Da liegt die Latte schon mal recht hoch denn es gibt sehr viele kommerzielle Spiele auf dem Markt. Kostenloser Zugang lockt nur am Anfang stark, fehlt die Motivation wechslen viele weiter.
    Man kann solch eine Spannung auch ohne Ballern erzielen, es m√ľssen aber individuelle und langfristige, √ľbergoerdnete Ziele geben, pers√∂nliche Erfolge, eine Entwicklung des Spielers im Spiel muss m√∂glich sein.

    2) Das was die Spieler lernen sollen muss Relevanz f√ľr das aktive Spielen selber haben. Ein Quiz ist sofort ein Motivations-Killer erster Klasse f√ľr ein auf individuelles Agieren angelegtes Spiel (und das ist die Haupteigenschaft vom MMORPG). Lernen muss erfolgen, indem z.B. bestimmte Informationen vom Spieler ben√∂tigt und angewendet werden m√ľssen um Erfolge zu erzielen. Es ist dabei dann egal ob sich diese Informationen in einer Datenbank befinden und vom Spieler gesucht werden k√∂nnen oder sp√§ter von erfahrenen Spielern and Neulinge einfach weitergegeben werden (“F√ľr den Kommunikationslaser muss du Frequenz xyz einstellen”, “Wir brauchen $Anzahl Solarmodule mit $Wert Leistung um $Name Ger√§t neu einzurichte”). Wichtig ist, dass der Spieler ohne die Info nicht agieren kann. Durch das erfolgreiche Handeln hat er sie sich dann quasi impliziert angeeignet.

  27. #27 Sven T√ľrpe
    26. März 2010

    Ronny,

    Es gibt auch RPGs die ohne Gewalt auskommen wie z.B: Second Life.

    Second Life ist gar kein Spiel, sondern ein Spielzeug. Ein Spielzeug unterscheidet sich vom Spiel dadurch, dass es gewisserma√üen passiver auftritt: ein Spielzeug ist einfach da und l√§sst sich alles gefallen. Was mit dem Spielzeug geschieht, h√§ngt vom Spieler ab. Dagegen erzeugt ein Spiel Konflikte und Herausforderungen f√ľr den Spieler und bestimmt damit selbst zum Teil das Geschehen. Ein Fu√üball ist ein Spielzeug, das ist etwas ganz anderes als ein Fu√üballspiel.

    Zum Lernen eignen sich Spielzeuge vermutlich besser als Spiele, denn beim Spielzeug kann sich der Spieler aufs Wesentliche konzentrieren und wird nicht von den im Spiel unvermeidlichen Regeln und Schwierigkeiten abgelenkt oder gar eingeschränkt. Ein Fußballspieler wird vor allem lernen, wie man Bälle ins gegnerische Tor befördert und wie man den Gegner daran hindert, dasselbe zu tun. Darin steckt sicher auch eine Portion Mechanik. Wenn es aber darum geht, Mechanik zu lernen, nimmt man sich besser ein paar unterschiedliche Bälle und spielt damit in verschiedenen Umgebungen. Wer mit seinem Fussball auf die Bowlingbahn geht und dort zum Vergleich gegen eine Bowlingkugel tritt, lernt auf einen Schlag mehr Physik als ein Fußballprofi in zehn Länderspielen.

    Was der Fu√üballprofi besser beherrschen wird, sind die Regeln des Spiels, die expliziten wie auch die ungeschriebenen. Dies ist mithin auch das wahrscheinlichste Ergebnis w√∂rtlich genommener Lernspiele: dass die Spieler, wenn sie nicht vorher lustlos davonlaufen, die Regeln und Feinheiten des Spieles lernen und nicht das, was sich wohlmeinende Lernspielentwickler so als Lernziel vorgestellt haben. Beides in Einklang zu bringen und das Spiel au√üerdem noch interessant zu machen — wozu man unter anderem die Herausforderung f√ľr den Spieler sorgsam zwischen Frust und Langeweile austarieren muss — halte ich f√ľr eine extrem schwierige Aufgabe. Gute Spiele zu bauen ist ja schon ohne Lehranspruch nicht einfach.

  28. #28 Sven T√ľrpe
    27. März 2010

    (2. Versuch wg. hirntotem Spamfilter)

    Das ESA-Video repr√§sentiert bestenfalls blau√§ugiges Wunschdenken, vielleicht aber auch einen modernen Cargo-Kult. Die Idee, alles m√∂gliche mit einigen oberfl√§chlichen Merkmalen von Computerspielen auszustatten, ist nicht neu. Das hatte schon fr√ľher zum Teil groteske Ausw√ľchse, etwa eine virtuelle Bibliothek in 3D [1], in der man zwar herumlaufen, aber nicht vern√ľnftig recherchieren oder lesen konnte. Dennis Chao hat diese Pseudoforschung in seinem Paper Doom as an interface for process management [2] trefflich persifliert (aber meines Wissens nie √∂ffentlich zugegeben, dass es Satire war).

    Typisch f√ľr solches Treiben ist, dass man die √§u√üeren Merkmale bekannter Computerspiele repliziert — im Video oben beispielsweise menschen√§hnliche Figuren, die in einer 3D-Welt herumlaufen –, die weniger offensichtlichen Apekte hingegen ignoriert. In den Kommentaren hier steht ja schon einiges dazu; ein bl√∂des Quiz zum Beispiel ist auch mit animierten 3D-Figuren noch ein bl√∂des Quiz und nicht auf einmal ein tolles Lernspiel.

    Wer auch nur eine ungef√§hre Vorstellung davon hat, was exploratives Lernen ist (und die hat jeder, der selbst√§ndig Radfahren, Kochen oder V√∂geln gelernt hat), m√ľsste die Text-Bild-Schere im Video eigentlich ohne Schwierigkeiten erkennen. W√§hrend die Sprecherin etwa vom explorativen Lernen tr√§umt, sieht man im ganzen Video immer nur Figuren herumlaufen, aber keinen Gegenstand, der sich erkunden lie√üe. Wer wirklich exploratives Lernen unterst√ľtzen wollte, der m√ľsste seinen Sch√ľlern entweder den Gegenstand des Lernens selbst oder eine sehr gute Simulation desselben in die Hand dr√ľcken, und keine 3D-Welt, die ausschlie√ülich aus Ablenkungen besteht. Ein simuliertes Sonnensystem zum Beispiel w√§re eine coole Sache, wenn man darin an allen denkbaren Parametern schrauben k√∂nnte: die Sonne gegen einen anderen Stern austauschen, die Zusammensetzung der Venus-Atmosph√§re ver√§ndern, Monde aus ihren Bahnen schie√üen oder in fr√ľhen Entstehungsphasen an ein paar Parametern schrauben. Das w√§re lehrreich.

    Wie so oft ist der bodenst√§ndige und brauchbare Ansatz aber nicht sexy genug f√ľr selbstbewusste Wichtigtuer, weshalb immer wieder Videos wie das hier erscheinen. Unterdessen tut man anderswo ohne gro√ües Tamtam das Richtige. Auf meinem Gebiet, in der der IT-SIcherheit, gibt es die Lernspiele l√§ngst. Es sind Programme mit sorgf√§ltig simulierten Sicherheitsproblemen (OWASP WebGoat, die Hacme-Reihe von Foundstone und noch einige andere) f√ľrs Selbststudium und Capture-the-Flag-Wettbewerbe [3] zum gemeinsamen Lernen und Kr√§ftemessen. Damit kann man tats√§chlich einen Lerneffekt erzielen, weil der Abstand zur Realit√§t klein ist.

    Die Wichtigtuern unter den Computerspiel-Lehrern entlarvt man ganz leicht mit dem Schreibmaschinentest: wie w√ľrden sie das Tippen im Zehnfingersystem lehren? Eine 3D-Schreibmaschine mit 3D-Figuren davor ist sehr offensichtlich die falsche Antwort, und um die richtige Antwort geben zu k√∂nnen, muss man verstehen, wie Menschen lernen.

    [1] http://www.ipd.uka.de/~unicats/demo.html
    [2] http://citeseerx.ist.psu.edu/viewdoc/summary?doi=10.1.1.21.765
    [3] http://ictf.cs.ucsb.edu/

  29. #29 Rollenspiele
    3. April 2010

    Diese Rollenspiele oder auch MMORPG genannt erfreuen sich immer gr√∂√üerer Beliebtheit. In meiner Stadt verbringen 90 % der m√§nnlichen Jugendlichen ihre Zeit schon lieber mit solchen online Rollenspielen, anstatt die Zeit sinnvoll zu nutzen und Kontakte zu kn√ľpfen. Meiner Meinung nach leiden die sozialen Skills und die Gesellschaftsf√§higkeit stark unter solchen spielen. Nat√ľrlich ist es verlockend von der grauen Wirklichkeit zu fliehen und sich in eine Fantasy Welt zu st√ľrtzen.

  30. #30 Kritiker
    10. September 2010

    Solche Kritik gab es zu allen Zeiten. Vor 100 Jahren waren die b√∂sen Einfl√ľsse halt keine Computerspiele, sondern Murmeln, Kartenspiele und Hula-Hupp-Reifen!

  31. #31 Basilius
    11. September 2010

    @Rollenspiele
    Falls Sie das ernst gemeint haben:

    In meiner Stadt verbringen 90 % der m√§nnlichen Jugendlichen ihre Zeit schon lieber mit solchen online Rollenspielen, anstatt die Zeit sinnvoll zu nutzen und Kontakte zu kn√ľpfen.

    Woher wissen Sie das? In die Wohnung eingedrungen, Ausweis verlangt, Alter √ľberpr√ľft, in den Rechner gekuckt und aufgeschrieben?

    Oder vielleicht doch nur kreativ ausgedacht?
    Veilleicht hat ihre “Stadt” ja auch nur 5 Jugendliche, von denen Sie mit drei weiteren eben diese Sachen spielen. Die 90% waren dann halt ein Rundungsfehler?

    W√ľrd’ mich echt interessieren.

  32. #32 Bullet
    11. September 2010

    @Basilius:
    nein, das war kein ernsthafter Beitrag. Lediglich Werbespam. Passiert hier leider öfter. Man erkennt das am blau dargestellen Usernamen.

  33. #33 Andre
    15. April 2011

    Hey der Blaue Username zeigt nur das man im Kommentar Formular alle felder ausgef√ľllt hat!!