Das Erdbeben in Japan hat uns ja dramatisch vor Augen geführt, was im schlimmsten Fall passieren kann, wenn Menschen erdbebengefährdete Gebiete dicht besiedeln. Denn genau auf das kommt es ja aus menschlicher Sicht an: ein Beben mitten in der Wüste wo niemand wohnt geht relativ folgenlos an uns vorbei. Aber wenn es mitten in einem Ballungsraum stattfindet so wie in Japan oder in Neuseeland, dann reichen auch schon kleinere Beben aus, um großen Schaden anzurichten. Und wir Menschen haben uns in genau solchen Gegenden angesiedelt… Ob das nun Japan ist, Kalifornien oder Mittelamerika – überall wohnen Menschen dort, wo immer wieder starke Beben stattfinden. Diese Situation hat nun Benjamin Henning von der Uni Sheffield visualisiert. Seine Karte zeigt nicht nur die Stellen, an denen in der Vergangenheit starke Erdbeben stattgefunden haben sondern berücksichtigt auch die Bevölkerungsdichte.

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Die Größe der Kontinente und Länder wurde hier entsprechend der Bevölkerungszahl verzerrt: deswegen sind auch z.B. Indien und Japanso gewaltig groß. Im Gegensatz zu Indien leuchtet Japan aber tiefrot: hier wohnen nicht nur viele Menschen; auch die Bebengefahr ist sehr hoch (Details zu den Karten vom Autor selbst gibt es ).

Eine Grafik, die nachdenklich stimmt…


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Kommentare (19)

  1. #1 ulf_der_freak
    17. März 2011

    Ob das daran liegt, daß Gebirge durch die Tektonik aufgeworfen werden und daher oft an solchen Stellen liegen, wo es gelegentlich rappelt? Am Fuß von Bergen läß sich ja recht gut siedeln, und viele Inseln wurden so aus dem Ozean gedrückt. Was sagen die Experten?

  2. #2 Anke
    17. März 2011

    Ich sage, dass Erdbeben an tektonisch aktiven Zonen stattfinden. Dort gibt es nun aber auch sehr fruchtbare Böden und wertvolle Bodenschätze, die eine hohe Bevölkerungsdichte begründen.

  3. #3 geldi
    17. März 2011

    @ Anke
    Vulkanböden sind fruchtbar das stimmt.
    Aber nenneswerte Bodenschätze gibts es in Japen nicht.
    Und bald auch nicht mehr so viele Menschen, das liegt aber nicht an den Erdbeben sondern an der Altersstruktur der Bevölkerung.

  4. #4 Anke
    17. März 2011

    @geldi Bei Florians Artikel ging es nicht im Speziellen um Japan. Erdbeben treten auch an Riftzonen oder an anderen Störungszonen gehäuft auf, die durchaus durch Aufschmelzen, Abkühlung und Anreicherung somit nutzbare Lagerstätten darstellen.

  5. #5 geldi
    17. März 2011

    @Anke
    Ich hab mich wohl davon ablenken lassen, das Japen auf der Karte gross und rot ist.

  6. #6 Ashtar Sheran
    17. März 2011

    Hey,

    zu diesem Thema möchte ich noch etwas Angst beisteuern:
    http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/313179.html

    vg

  7. #7 Wolfgang Flamme
    17. März 2011

    Das Japanische Erdbebenkomitee errechnete bereits 2009, dass das Tokai-Beben mit einer Wahrscheinlichkeit von 87 Prozent innerhalb der nächsten 30 Jahre eintreten wird.

    Das hätte ich jetzt nicht gedacht, daß man so genau weiß, wie wenig man genau weiß.

  8. #8 Unwissend
    17. März 2011

    und das große san andreas beben ist auch längst überfällig

  9. #9 Michael
    18. März 2011

    Hmm…was meint ihr hierzu?

    http://www.theintelligence.de/index.php/wissenschaft/umwelt/2347-geologe-rechnet-mit-beben-in-kalifornienam-kommenden-wochenende.html

    Stimmt das mit 1989 wo er das vorraus gesagt hat, weiß das jemand?

  10. #10 Unwissend
    18. März 2011

    Kann sein das ding ist überfällig

  11. #11 Skydaddy
    18. März 2011

    Das hängt wohl auch damit zusammen, dass Erdbeben in einer Region wohl so selten sind, dass sie bei der Siedlung keine große Rolle spielen dürften. Wenn die Siedler kommen, wird es ja aller Wahrscheinlichkeit nach erst einmal keine Beben geben. Wenn sich die Leute dann erst einmal dort angesiedelt haben, inklusive Infrastruktur usw., und dann bebt es, dann fällt die Entscheidung natürlich schwer, von dort wieder weg zu ziehen.

  12. #12 F.J.
    18. März 2011

    Eigentlich ist die Art der Katastrophe schon völlig egal. Das Ding ist ja halt, dass es sich in Risikozonen immer sehr sehr gut leben lässt. Hier wo ich hause, ist die Gefahr von Erdbeben nicht gegeben. Hier ist wieder die Gefahr grösser, dass mal die Nordsee durch eine nette Sturmflut an die Tür klopft. Dafür sind hier die Böden sehr ertragreich für die Landwirtschaft. So lang nix passiert, ist es also ein stressfreieres Leben. Da nur alle paar Jubeljahre (eher mit hunderten Jahren Abstand) mal was passiert, ändert es nicht viel an der Bevölkerung. Wenn meine Generation mal eine Sturmflut erlebt, dann haben locker 5 bis 10 Generationen ihre Ruhe.

    So ähnlich muss es wohl auch mit den Erdbeben sein. Ich mein, wo sich Erdschichten auftürmen, ist es auch einfacher zu Leben. Man kommt an Bodenschätze leichter ran. Vulkanismus verändert ja auch stark die Gegebenheiten. Der Boden wird fruchtbarer, Rohstoffe kommen an die Oberfläche, die anderswo mühselig oder gar nicht förderbar sind.

    Letzten Endes ist eben das sichere Land, auf dem wir leben können nicht immer dort, wo es interessant und lebensfreundlicher wäre. Warum leben so viele Leute an Flüssen, die regelmässig für Stress sorgen? Früher ging Erleichterung ja immer mit einem Risiko einher. Windkraftnutzung für alte Mühlen benötigte Wind. Wo Wind ist, kommen Stürme oft vor. Wasserkraft benötigt Wasser. Wo Wasser ist, verschiebt sich auch mal zeitweise die Uferkante und überflutet Landschaften.

    Und sehen wir uns doch mal die Bevölkerungsexplosion an. Katastrophen passieren zu jeder Zeit. Aber der Menschheit tut´s eigentlich keinen Schaden. Es werden immer mehr Menschen. So tragisch es nun in Japan zur Sache geht, in ein paar Jahren hat sich das längst wieder eingependelt. Tragisch für die Statistik, bzw. Menschheit ist da nichts. Erst unter Betrachtung der Einzelschicksale und Emotionen wird´s “unangenehm”.

  13. #13 Kyllyeti
    18. März 2011

    @ F.J.

    Wenn meine Generation mal eine Sturmflut erlebt, dann haben locker 5 bis 10 Generationen ihre Ruhe.

    Das ist ein Trugschluß.

    Zwei “Jahrhunderteignisse” können auch mal in kurzem Abstand aufeinander folgen.
    Oder es kann tausend Jahre Ruhe zwischen ihnen herrschen.

    Erst auf lange Sicht mittelt sich das dann aus auf hundertjährige Abstände.

  14. #14 georg
    18. März 2011

    ah super, die türkei ist teilweise auch tiefrot.

    in diesem sinne verlinke ich gerne diesen artikel der süddeutschen: http://www.sueddeutsche.de/politik/nach-der-atomkatastrophe-in-japan-radioaktiver-tee-schmeckt-leckerer-1.1073335-2

    wie kann man nur so kaltblütig sein?

  15. #15 F.J.
    18. März 2011

    @Kylleti: Klar kann ich das Pech haben und Morgen nasse Füsse bekommen. Doch man beobachtet ja schon lang die Nordsee und wertet das eben aus. Gewisse Tendenzen lassen sich schon vorher erkennen. Natürlich gibt es Ausreisser, wie es 1962 der Fall war. Doch es haben sich auch bauliche Massnahmen in den letzten 100-200 Jahren geändert. Hier wo ich wohne, gab es das Land in der Form vor 150 Jahren noch nicht. Das wurde erst durch viele Mühen der Natur abgerungen – was sich die Nordsee jederzeit wieder holen kann.

  16. #16 Michael
    19. März 2011

    Michael, deine “Witze” sind nicht lustig. Lass das. Hier ist auch kein Chatroom. Für sowas such dir bitte eine andere Stelle im Internet.

  17. #17 Michael
    19. März 2011

    La, la, la, la, la, la, la, la, la, la ^^

    Wenn du hier unbedingt den Dummkopf und Clown spielen willst, dann mach nur. Ich hab keine Lust jetzt hier das ganze Wochenende zu sitzen und deinen Scheiß zu löschen. Aber vielleicht schicke ich dir ein paar Leute vorbei, die Freunde und Angehörige in Japan haben. Die werden dir dann detailliert und ausführlich erzählen, was sie von deinen “Witzen” halten, bei denen du die Katastrophe dort mit dem Rücktritt von Viva-Moderatoren u.ä. vergleichst. Vollidiot!

  18. #18 ...
    7. April 2011

    http://www.welt.de/vermischtes/article13104378/Tsunami-Warnung-nach-schwerem-Erdbeben-in-Japan.html schon wieder erdbeben in japan,das ist doch nicht normal 2 mal in vier wochen .die armen menschen.

  19. #19 Florian Freistetter
    7. April 2011

    @… Doch das ist leider “normal”. Die tektonischen Spannungen entladen sich nicht immer alle auf einmal. Das passiert uU Stückweise und dann krachts öfter hintereinander.