Astronom Neil deGrasse Tyson sagt mal wieder sehr richtige und sehr kluge Dinge. Diesmal geht es um Kindererziehung:

Genau! Das kann ich nur bestätigen und Neil zustimmen: der Drang die Welt zu erforschen steckt in jedem Kind. Man muss es nur irgendwie schaffen, sie nicht daran zu hindern und dafür sorgen, dass sie den Wunsch die Welt zu verstehen nicht irgendwann auf dem Weg zum Erwachsenwerden verlieren. Die meisten hören ja leider irgendwann auf, Fragen zu stellen. Und das ist schade. Denn der wissenschaftliche Analphabetismus wird immer größer – und das kann uns nichts Gutes bringen, wie Tyson im Video ja auch sagt:

“Wenn sie denken die Kosten für Bildung wären hoch, dann überlegen sie mal, wie hoch die Kosten der Ignoranz wären.”

Kommentare (30)

  1. #1 deze
    19. Mai 2011

    Wie wahr! Leider fallen aber Kinder immer mehr dem Förder-Wahn ihrer Eltern zum Opfer. Da bleibt nicht mehr wirklich viel Zeit übrig, die Welt auf die kindliche Art und Weise zu erforschen.

  2. #2 Chris
    19. Mai 2011

    “Was ist ein Forscher? Einer, der nie aufgehört hat, Kind zu sein”
    Danke für das Video…

  3. #3 Anke Bebber
    19. Mai 2011

    Oh wunderbar. Das trifft es auf den Punkt! Und “Förderwahn”, ja solche Beispiele kenne ich auch. Oftmals sehen es die Kinder aus ihrer Perspektive aber anders, die entdecken alles TROTZDEM kindlich.

  4. #4 Unwissend
    19. Mai 2011

    “Leider fallen aber Kinder immer mehr dem Förder-Wahn ihrer Eltern zum Opfer”

    Oh ja , und ein anderer Teil vegetiert vorm Fernseher und Spielekonsolen vor sich hin.

  5. #5 melli
    19. Mai 2011

    ich finds cool,mehr zu lernen
    hier hab ich ja schon viel gelernt,wer weiß vieleicht werd ich ja auch astronom :-))

  6. #6 Chris
    19. Mai 2011

    Vor allem ist das schöne dabei, das man gar nicht viel tun muss. Man muss sie “nur” lassen (innerhalb gewisser Grenzen) und bereit sein eine Menge Fragen zu beantworten.

  7. #7 Chris
    19. Mai 2011

    @Anke
    Jein, Förderwahn ist dann problematisch, wenn es unangebracht ist. Es kommt auf die Art und Weise an, WIE die MINT Fächer gefördert werden. Ob die Kinder nur angeleitet und unterstützt werden, oder ob ihnen irgendwelche Puff-Peng-Experimente vorgesetzt werden.

  8. #8 Chris
    19. Mai 2011

    @Chris2
    zu den Fragen: Viel anstrengender aber zugleich effektiver ist es, sie die Fragen selber beantworten zu lassen. “Was meinst Du denn? – Dann versuch es doch, herauszufinden”

  9. #9 Chris
    19. Mai 2011

    @Chris: Soweit das sinnvoll ist, stimme ich zu. Erstmal selber nachdenken und schauen, wie weit man kommt. Es bleiben dann aber trotzdem noch eine Menge Fragen übrig. Ich habe da zwei lebende Beispiele zu Hause 🙂

  10. #10 deze
    19. Mai 2011

    Mit Förderwahn meinete ich, wenn Eltern ihren Kindern etwas aufdrücken, von dem sie meinen, dass das später einmal sehr nützlich sein kann. Wenn auf die man auf die Interessen seines Kindes eingeht und das fördert, dann ist das ja auch in Ordnung, dass eine gewisse Konsequenz von seinem Kind in dieser Sache erwartet wird. Soweit so gut.
    Was ich meine, ist, das man nicht die komplette Zeit seines Kindes verplanen sollte mit Förderungen und doch auch dem Kind einfach mal seine Ruhe lassen soll, dass es die Welt für sich entdecken kann.

    Damit meine ich natürlich nich, das es dann vor der Glotze oder Spielkonsole vor sich hingammelt. Meine Güte, in meiner Kindheit hat das doch auch funktioniert!

  11. #11 Bullet
    19. Mai 2011

    @deze: gab es in deiner Kindheit Spielkonsolen?

  12. #12 deze
    19. Mai 2011

    Wenn auf die man (…)

    Sorry, einfach “auf die man” überlesen…..danke.

  13. #13 Chris
    19. Mai 2011

    Förderwahn gibt es ganz sicherlich und nachweisbar. Burn-Out bei Kindern, die von der Kita zum Geigenunterricht, dann weiter zum Ballett, Schwimmkurs und Sportverein kutschiert werden – bestimmt keine Seltenheit.

    MINT Fächer werden von vielen Initiativen meist bei Schülern gefördert, und immer mehr auch in der Kita. WENN es denn sinnvoll gemacht wird, halte ich das für gerechtfertigt.

  14. #14 deze
    19. Mai 2011

    @bullet
    Konsolen nicht. Aber es gab diese Dinger, wo man Tetris oder Pacman spielen konnte. Da war ich allerdings auch schon 13.
    UND es gab ne Glotze. Und meine Eltern haben mir einfach nur bedingt erlaubt fernzusehen. Wenn man sich als Eltern nicht mal die Zeit nehmen kann und sich für das was sein Kind tut zu interessieren, macht auch nicht besser in dem man die Zeit des Kindes nach gutdünken verplant. Ist zwar bildender als Glotze gucken, aber wirklich beschäftigt hat man sich mit seinem Kind nicht. Läuft beides darauf hinaus, das man sich mit seinem Kind nicht weiter beschäftigen muss.

  15. #15 deze
    19. Mai 2011

    @Chris
    Danke, genau so hatte ich es gemeint. 🙂

  16. #16 Chris
    19. Mai 2011

    @Chris: Oder Kinder, die gleich gar nicht in die Kita gehen, weil ihre Mutter sie zu Hause ja viel besser fördern und auf sie eingehen kann. Das sind dann Kinder, die mit vier Jahren auf dem eigenen Computer Vorschulprogramme lösen. Und passende Übungshefte zu Hause haben. Sozialkompetenz ist das komplett Fehlanzeige. Probleme unter Kindern selber lösen (wir waren da mit unseren zu Besuch)? Fehlanzeige. Kritik von deren Leuten bekommen? Fehlanzeige. Letzteres führte zu einem Tränenausbruch sondergleichen.
    Und das ist wohl kein Einzelfall, fürchte ich.

  17. #17 Unwissend
    19. Mai 2011

    “Und das ist wohl kein Einzelfall, fürchte ich.”

    Nein das gibt es öfters der Kindergarten oder der Umgang mit anderen Kindern ist verdammt wichtig um Soziale Strukturen auszubilden.
    Bei den zu Hause Kindern wird es dann schlimm sobald sie in die Schule kommen.

  18. #18 nihil jie
    19. Mai 2011

    Ich denke, dass der drang die Welt zu erforschen allen jungen Tieren angeboren ist…. Katzen wie Hunden, Krähen, Papageien so wie Delphinen oder Walen und natürlich auch allen Primaten und auch den Menschen selbst usw. Das zu verhindern gleicht dem Entzug des Erfahrungsschatzes der für weiteres Leben notwendig ist. Soll aber jetzt nicht heißen, dass man die kleinen wirklich alles machen lässt und ohne Aufsicht.

  19. #19 Chris
    19. Mai 2011

    Soll aber jetzt nicht heißen, dass man die kleinen wirklich alles machen lässt und ohne Aufsicht.
    Feigling 😉

  20. #20 nihil jie
    19. Mai 2011

    @Chris

    Nun ja… wenn man z.B. eine gute Haftpflicht Versicherung abgeschlossen hat, braucht man auch kein Feigling sein 😉

  21. #21 Blaubaer
    19. Mai 2011

    “Whats a scientist? Its someone who never stopped being a kid”.

    Herrlich 🙂

  22. #22 Blaubaer
    19. Mai 2011

    Der links sieht zwar herrlich esoterisch aus, aber was dort steht, mag auch ein Grund sein, dass Kinder heutzutage nicht mehr die Erfahrungen machen (dürfen/können) wie wir früher.
    http://www.geistigenahrung.org/ftopic66802.html

    … ich bin sogar vor 1960 geboren 🙂

  23. #23 Thomas J
    19. Mai 2011

    @Blaubaer

    Das Gedankengut, das hinter so Kommentaren steckt (ganz ironisch ists ja nicht gemeint) ist ziemlich… naja. Zum Kotzen?

  24. #24 Blaubaer
    19. Mai 2011

    ehm… was?
    Versteh nicht was du damit meinst.

  25. #25 Blaubaer
    19. Mai 2011

    Wenn das falsch angekommen ist, tut es mir leid und ich entschuldige mich dafür.
    Was ich zum Ausdruck bringen wollte war eigentlich dass heutzutage die Umstände viel weniger dazu geeignet sind, dass Kinder ihre eigenen Erfahrungen machen können, weil sie evtl. zu behütet aufwachsen,.
    Natürlich ist das im verlinkten Text teilweise erheblich übertrieben.
    Wie gesagt, wenn es nicht gut rüberkam, entschuldigt bitte.

  26. #26 Thomas J
    19. Mai 2011

    @Blaubaer

    Ich wüsste nicht, was für wertvolle Erfahrung aus Plastik im Mund und Schädelbasisbrüchen gezogen werden…
    Der Text suggeriert, dass Helme Blödsinn sind und ein bisschen “Dreck” noch niemandem geschadet haben.
    Dieses Gedankengut stinkt ganz erbärmlich, darum mein Kommentar.

  27. #27 Christian Berger
    19. Mai 2011

    Dazu gibts übrigens eine geniale Fernsehserie, die “Curiosity Show”. Das war eine Australische Fernsehserie die eben genau das motiviert hat. Es gab dort Segmente in denen man einfach einen Moderator hatte der über ein Thema erzählt hat. Dann gab es Rätsel, und natürlich auch Experimente zum Nachmachen.


    http://www.youtube.com/watch?v=TGYFBP3meQU

    Leider läuft die Serie nicht mehr und ist auch sonst ziemlich obskur. Sie lief aber in den 1990gern in Deutschland und Österreich.

  28. #28 TheBug
    19. Mai 2011

    Neil deGrasse Tyson for President!

    2016 kann Obama nicht noch mal antreten, dann wäre der richtige Zeitpunkt. Und wenn die Amis ihn nicht haben wollen kann er bei uns mindestens Bildungsminister werden :=)

  29. #29 Roger Braun
    19. Mai 2011

    Recht hat er, wie immer. Aber “ignorance” heißt auf Deutsch nicht Ignoranz sondern Unwissenheit.

  30. #30 Dietmar
    20. Mai 2011

    Ja, ich liebe diesen Pluto-Killer.