sb-wettbewerb_kleinDieser Artikel ist Teil des ScienceBlogs Blog-Schreibwettbewerb 2018. Informationen zum Ablauf gibt es hier. Leserinnen und Leser können die Artikel bewerten und bei der Abstimmung einen Preis gewinnen – Details dazu gibt es hier. Eine Übersicht über alle am Bewerb teilnehmenden Artikel gibt es hier. Informationen zu den Autoren der Wettbewerbsartikel finden sich in den jeweiligen Texten.
——————————————————————————————————————
Für Dumme verkauft

von Curia248

Eine Chemikerin, die gerne Kuchen mag

Eine nicht ganz alltägliche Liebe

Peinlicher Party-Smalltalk mit fremden Menschen. Wer kennt ihn nicht, den gezwungen Versuch über Beruf und Wetter zu reden, um mit neuen Menschen in Kontakt zu kommen. “Und was machst du so?” “Ich bin Chemikerin.” Meine Gegenüber antwortet mir dann meist, dass er Chemie in der Schule ganz schnell abgewählt hat. Ja, Chemie gehört nicht unbedingt zum Lieblingsfach der meisten Schüler. Aber können wir diese Wissenschaft aus unserem Alltag verbannen? Oder kann sie uns sogar bei einem alltäglichen Einkauf helfen? Ihr könnt euch schon denken, meine Antwort fällt zugunsten der Chemie aus. Aber ich möchte euch einen kleinen Ausblick geben, warum wir alle von Chemie betroffen sind. Egal ob Science-Freak oder Chemie-Abwähler. Außerdem zeige ich euch, dass ein bisschen Chemieverständnis zwar zu spontanen Wutausbrüchen führen kann, aber durchaus auch Geld sparen kann. Hierbei beginnen wir beim Kuchen, streicheln kurz Schrödingers Katze und landen schließlich bei strahlenden Menschen auf flackernden Bildschirmen, die für Dumme verkaufen.

Eine Wissenschaft vom Waschmittel bis zum Kuchen

Meine geliebte Chemie hat es also nicht immer einfach. Die meisten Menschen begegnen ihr das erste Mal in der Schule, wenn ihnen das Atom vorgestellt wird. Atome sind die kleinsten Bausteine aus denen alle Dinge aufgebaut sind. Somit sind wir dauerhaft von Chemie umgeben, ja bestehen sogar selbst aus Chemie. Diese Wissenschaft erklärt uns sogar den Aufbau von Kuchen. Aber Kuchen ist nicht nur lecker, sondern auch chemisch interessant. Beim Kuchenbacken werden verschiedene Zutaten vermischt und erhitzt, sodass der Kuchen entsteht. Dieser unterscheidet sich dann in Geschmack und Eigenschaften deutlich von den verwendeten Zutaten, denn Eier, Butter und Mehl schmecken eher nicht. Für die Kuchen-Entstehung haben chemische Reaktionen stattgefunden, bei denen die Atome neu verknüpft wurden und dadurch eine neue Substanz, nämlich den Kuchen, gebildet haben. Die Umwandlung von Ausgangsstoffen in andere Stoffe mit neuen Eigenschaften ist ein grundlegendes Prinzip der Chemie. Solche chemischen Reaktionen finden häufig erst beim Erhitzen statt, auch das ist vom Kuchenbacken bekannt. Der Chemiker betrachtet nur eben nicht Butter, Eier und Mehl, sondern die Atome, aus denen die Zutaten aufgebaut sind.

Rosienenkuchen für die Chemie.  (Schnäggli, Teekuchen, Miltenberg, Germany, CC BY-SA 3.0)

Rosienenkuchen für die Chemie.
(Schnäggli, Teekuchen, Miltenberg, Germany, CC BY-SA 3.0)

Aber was genau sind diese Bausteine, die Atome, eigentlich? Auch die Antwort zu dieser Frage beginnt mit dem Kuchen. Diesmal ist der Kuchen aber nur eine symbolische Vereinfachung eines einzelnen Atoms. In der Schule wird häufig als erstes das “Rosinenkuchenmodell” vorgestellt: Ein Atom besteht aus einem Teig, der positiv geladen ist. In diesem Teig befinden sich die Rosinen, sie haben eine negative Ladung und werden als Elektronen bezeichnet Dieses Modell zeigt also, dass Atome gar nicht die allerkleinsten Bausteine sind. Sie bestehen selber aus negativ geladenen Elektronen und einem positiv geladenen Anteil. Diese leckere Modellvorstellung entspricht jedoch nicht dem aktuellen Kenntnisstand der Realität. Es muss also als nächstes das Bohrsche Atommodell gepaukt werden. Hierbei gibt es einen Kern in der Mitte des Atoms, dieser enthält positive Teilchen, Protonen genannt und außerdem nicht geladene Teilchen. Sie sind neutral, also werden sie als Neutronen bezeichnet. Um diesen Atomkern kreisen die Elektronen auf bestimmten Bahnen. Diese Bahnen werden Schalen genannt und mit Buchstaben, beispielsweise K und L gekennzeichnet.

Das Atom, bestehend aus dem roten Atomkern und den blauen Elektronen in den entsprechenden Schalen.  (Cdang, Atome bohr couches electroniques KLM, CC BY-SA 30)

Das Atom, bestehend aus dem roten Atomkern und den blauen Elektronen in den entsprechenden Schalen.
(Cdang, Atome bohr couches electroniques KLM, CC BY-SA 30)

Doch auch hierbei wird der fleißige Schüler oder Student erfahren müssen, dass was er so eben noch mühsam gelernt hat eigentlich nicht die ganze Wahrheit ist. Das beschriebene Modell kann zwar in vielen Fällen gut angewendet werden, doch wer es genau wissen will, muss sich mit einem Fach namens Quantenmechanik abgegeben. Hierbei wird man mit langen Gleichungen und seltsamen, häufig walförmigen Orbitalen konfrontiert. Es fallen berühmte Namen wie Schrödinger und Heisenberg. Letzterer ist gut bekannt, schließlich hat man ihm beim Crystal Meth kochen zugesehen. Schrödingers Katze ist ebenfalls berühmt und sie besteht immerhin auch aus Atomen. Leider hat dies wenig mit der verworrenen Theorie der Quantenmechanik zu tun und viele Schüler geben spätestens beim Anblick von seitenlangen Rechnungen mit fremd aussehenden griechischen Buchstaben auf. Aber das ist ja auch in Ordnung, denn dafür gibt es uns Chemiker: Menschen, die ihre Nase hinter dicken Büchern verbergen, im Hochsommer in langen Laborkitteln vor ihren Reagenzgläsern schwitzen und ja, auch Drogen kochen können. Und der hochmotivierte Schüler, der diese seltsamen Dinge dann doch mal lieber schnell abgewählt hat, der kommt heute doch gut ohne Chemie aus.

Chemie ist nicht alles, aber alles ist Chemie

Ihr lasst euch natürlich nicht entmutigen. Denn auch mit dem Bohrschen Atommodell, frei von Katzen, können viele Grundlagen der Chemie verstanden und interessante Beobachtungen erklärt werden. Doch chemischen Begeisterung wird im Alltag leider selten beobachtet. Im Gegenteil, häufig wird “ohne Chemie” bevorzugt, vom Waschmittel bis zur Haartönung. Was hier besonders umweltfreundlich klingeln soll, ist insbesondere falsch. Denn wir wissen jetzt, alles besteht aus Atomen und somit ist alles Chemie. Weiterhin sind die Funktionen solcher Produkte nicht ohne chemische Reaktionen möglich Der Werbespruch “Ohne Chemie” meint nur, dass es sich um ein Naturprodukt handelt, also die Substanz wurde nicht in einem Labor oder einer großen chemischen Fabrik hergestellt. Doch der Name der Chemie wird noch weiter ausgenutzt. Häufig wird sie nämlich verwendet, um bestimmte Produkt als besonders fortschrittlich darzustellen. Chemische Fachbegriffe schmücken Verpackungen und flimmern über Bildschirme. Es wird eine vermeintlich wissenschaftliche Erklärung gegeben, die den Konsumenten dazu bewegt ein Produkt zu kaufen. Hierbei geht es natürlich nicht darum, dass der Käufer das Prinzip versteht, sondern er soll darauf vertrauen, dass die Funktion des Produkts durch aktuelle Wissenschaft verbessert wurde. Dies impliziert, dass es sich lohnt mehr Geld für dieses Produkt auszugeben.

Und genau hier beginnt ein schwieriger Teil meines Chemikerinnen-Alltags. Wie euch vielleicht bereits am Anfang aufgefallen ist, ich kenne auch das Leben außerhalb des Labors. Ja, ich gehe auf Partys und da schreit wohl nicht alles an meiner Ausstrahlung “Nerd auf unbekanntem Territorium”. Mir ist es auch erst einmal passiert, dass ich in der Mittagspause mit meiner Schutzbrille auf der Nase zum Essen spaziert bin. Aber in den meisten Lebenssituationen bin ich ein ganz normaler Mitmensch. Es kann allerdings auch anders kommen.

Ich sitze zuhause in meinem Lieblingssessel und schaue entspannt fern. Und dann plötzlich die Werbung beginnt, nett lächelnde Menschen möchten uns etwas verkaufen. Soweit, so gut, das ist der Sinn von Werbung. Aber die Wut packt mich, wenn wir dabei für dumm verkauft werden. Die Werbung berichtet uns von wissenschaftlich erwiesenen Vorteilen eines Produkts und aufgrund dieser wunderbaren neuen Erfindungen sollen wir bereit sein mehr Geld auszugeben. Beispiele hierfür gibt es viele, doch ich möchte euch hier meinen neusten Werbeaufreger präsentieren: Mizellen-Reinigungsprodukte. Hierbei soll es sich um ein “neues Produkt” handeln, welches herkömmliche Abschminktücher und Gesichtsreiniger ersetzt. Als ich heute in einer Drogerie war, musste ich wieder feststellen, dass mir auf einem Großteil der Produkte das Wort “Mizelle” entgegen sticht. Aber was ist diese “Mizelle“ und warum ist sie so toll?

Hier ist die berühmte Mizelle schematisch dargestellt. (selbstgemachtes Bild)

Hier ist die berühmte Mizelle schematisch dargestellt.
(selbstgemachtes Bild)

Abschminktücher benutze ich auch schon lange, schließlich ist es super praktisch das Tuch mit integriertem Make-Up Entferner abends schnell durchs Gesicht zu wischen und schon ist man ungeschminkt. Doch neben den “gewöhnlichen” Tüchern finden sich eben neuerdings die sogenannten Mizellenreinigunstücher. Sie versprechen eine gründliche und schonende Reinigung und hierfür ist der Konsument offensichtlich bereit mehr zu zahlen. Das Bild stellet eine dieser Mizellen da. Sie besteht aus vielen einzelnen Tensiden, die sich beispielweise zu einer großen Kugel zusammenlagern.

Lippenstift versus Abschminktuch (selbstgemachtes Bild)

Lippenstift versus Abschminktuch (selbstgemachtes Bild)

Das Tensid, welches rechts zu sehen ist, besitzt zwei verschiedene Teile. Einmal den blauen, runden Kopf und den grünen, geschlängelten Schwanz. Was erstmal niedlich klingt, ist sehr wichtig für die Eigenschaften der Tenside. Der Kopf ist nämlich gerne in Kontakt mit Wasser, er wird wasserliebend genannt. Der Schwanz hingegen ist wasserhassend, er möchte also möglichst keinen Kontakt mit dem Wasser haben. Wenn jetzt eine große Menge dieser Tenside in Wasser kommt, möchte der wasserhassende Schwanz den Kontakt zum Wasser minimieren. Daher formen die Tenside beispielsweise eine Kugel, bei der alle wasserliebenden Köpfe nach außen im Kontakt zum Wasser stehen und die Schwänze innerhalb der Kugel liegen, sodass sie keinen Kontakt zum Wasser haben. Diese Kugel wird dann Mizelle genannt. Immer wenn die Konzentration an Tensiden im Wasser hoch genug ist, bilden sich Mizellen. Tenside sind Seifen. Sie sind in Spülmitteln, Shampoos und vielen anderen Reinigungsprodukten zu finden, eben überall wo Seife im Spiel ist. Auch wenn die Werbung uns dies verschweigt, bildet also nahezu jedes Reinigungsprodukt Mizellen. Wir wissen jetzt also, Mizellen sind in sehr vielen Produkten enthalten und sind keineswegs eine neue Erfindung. Aber wofür werden sie denn in all diesen Waschmitteln gebraucht? Der Schwanz hasst zwar das Wasser, allerdings ist er fettliebend. Schmutzteile wie beispielsweise Fette werden im Inneren der Mizelle eingekapselt. Dadurch werden diese Schmutzpartikel daran gehindert an einer Oberfläche zu haften oder sich zu größeren Schmutzteilchen zu verbinden. Somit können die Schmutzpartikel in den Mizellen von der zu reinigenden Fläche entfernt werden. Und hierfür “benutzen” wir Mizellen täglich, beim Waschen, Spülen oder eben beim Make-Up Entfernen. Die Anwendung dieser Tenside wird schon seit mehreren Jahrtausenden genutzt, auch wenn die genaue Bildung der verschiedenen Mizellen heute noch ein Thema der aktuellen Forschung ist.

Doch um sicher zu gehen, werfen wir noch einen Blick auf die von mir verwendeten “normalen Reinigungstücher”: Auf der Verpackung findet sich eine Liste von Inhaltsstoffen mit langen chemischen Namen unter denen sich die wenigsten Menschen etwas vorstellen können. Neben Wasser und Konservierungsmitteln gibt es beispielsweise folgende Substanzen: Laurylglucosid, Natriumstearoyllactylat, Glycerinstearat und Stearylalkohol. Wenn ihr die Namen überhaupt richtig durchgelesen habt, seid ihr wahrscheinlich selber schon Chemieliebhaber. Aber das wichtige ist, hinter diesem Buchstabenwirrwarr verstecken sich Substanzen, die aus einem wasserliebenden und einem fettliebenden Teil bestehen, es sind also Tenside. Und wir wissen jetzt, diese Tenside bilden Mizellen. Klar ist also, auch diese Reinigungstücher, die nicht damit angeworben werden, müssen Mizellen enthalten. Natürlich ist die Bezeichung “Mizellenreingung” nicht falsch, doch sie kennzeichnet auch nichts Neues. Das Ziel ist nur, dass der Konsument das Produkt aufgrund des wissenschaftlichen Namens eher kaufen wird, ohne zu wissen, was sich dahinter verbirgt. Und dieses Ausnutzen der Wissenschaft und des Unwissens macht mich wütend. Deshalb möchte ich an euch appellieren, egal ob Wissenschaftler oder Künstler, Science-Freak oder Chemie-Abwähler: Seid kritisch. Gebt der Chemie eine Chance, sie ist auch in eurem Alltag präsent. Interessiert euch für Naturwissenschaft in eurem Umfeld und diskutiert darüber. Und vor allen Dingen, lasst euch nicht für dumm verkaufen.

Passende Literatur findet ihr zum Beispiel hier:

P. Atkins, J. de Paula, Physical Chemistry, 10th Edition, Oxford University Press, 2014.
J. Clayden, N. Greeves, S. Warren, Organic Chemistry, 2nd Edition, Oxford University Press,2012.

Anmerkung: Aus Gründen der Übersichtlichkeit nutze ich das generische Maskulinum. Natürlich sind aber mit jeder dieser Formulierungen alle Geschlechter angesprochen.

Kommentare (28)

  1. #1 Heidemarie
    17. Oktober 2018

    Super, danke, ich hoffe jetzt lassen sich ein paar weniger für dumm verkaufen.

  2. #2 schlappohr
    17. Oktober 2018

    Ausgezeichneter Artikel, gut motiviert und ich habe echt was dazugelernt. Die Nummer mit den Mizellen erinnert mich an den Scherz eines Kollegen, der eine Sprudelflasche mit der Aufschrift “Vorsicht, Dihydrogenmonoxid >99%” in den Kühlschrank unsrerer Abteilungsküche stellte. Irgendjemand hatte daraufhin den Sicherheitsdienst alarmiert, der wiederum per Rundmail darüber informierte, dass im Kühlschrank keine Chemikalien aufbewahrt werden dürfen und die Flasche sofort zu entfernen sei.

    Ich habe zwar auch Chemie abgewählt, aber zu meiner Verteidigung muss ich sagen, das wir uns von einem naturwissenschaftlichen Fach trennen mussten und die Physik näher an meinen Interessengebieten lag. Trotzdem fand ich Chemie immer sehr interessant, besonders die Mehlstaubexplosionen, die unser Chemielehrer in der 7. Klasse als Einstiegsmotivation vorführte. Keine Ahnung, ob so etwas heute noch gemacht wird. Das Wissen, dass ich mir über die Chemie bewahrt habe, ist jedenfalls immer wieder hilfreich.

  3. #3 Captain E.
    17. Oktober 2018

    Die Gefährlichkeit von “Dihydrogenmonoxid” habe ich mal einer Dame im Rahmen einer dienstlichen Veranstaltung untergejubelt. Mein ebenfalls anwesender Kollege, seines Zeichens promovierter Chemiker, kam gar nicht mehr aus dem Kichern heraus. :-)

  4. #4 Mars
    17. Oktober 2018

    chemie – lieblingsfach, guter lehrer, LK, gute note

    damit nicht wirklich neues für mich, dennoch gut geschrieben, mitnehmen, alles gut

  5. #5 Tobi
    17. Oktober 2018

    Auch von mir ein Dankeschön, gut geschrieben und man kann deine Frustration herauslesen. 😉

    Besonders spannend finde ich ja den Widerspruch zwischen Produkten, die “Ohne Chemie” bewerben und denen, die explizit mit mit chemischen Inhalten (wie den Mizellen) werben. Ich glaube, dass das sogar die gleichen Leute anspricht und frage mich immer, wie das in ihrem Kopf zusammen passt.

  6. #6 Mathematiker
    17. Oktober 2018

    In Dihydrogenmonoxid findet man auch Hydroxylsäure……

    SÄURE!!!!!! SÄURE!!!!! Macht ja alles kaputt….. Sofort verieten, dieses Gesocks……

  7. #7 Captain E.
    17. Oktober 2018

    Und für VTler: Unser Trinkwasser enthält extreme hohe Konzentrationen an Dihydrogenmonoxid, und unsere Regierungen schweigen es bewusst tot ! 😉

    Wir werden alle verarscht !!

    Wacht auf, ihr Schafe !!!

    Wir werden alle sterben !!!!

    Usw. :-) ;_)

  8. #8 schlappohr
    17. Oktober 2018

    “Hydroxylsäure”

    OMG, das Zeug tötet hunderte jedes Jahr. Wenn das in den Nahrungskreislauf gerät, sind wir erledigt !!!111einself

  9. #9 Claire
    17. Oktober 2018

    Der Anfang ist fast eins zu eins von einem Vortrag den Mai Thi Nguyen-Kim vor ca. 8 Monaten auf Youtube gemacht hatt, auch der rest erinnert mich ziemlich Stark an Die letzten Videos die sie gemacht hatt (auf youtube unter mailab).
    Also entweder ist Curia248 Mai´s geheime internet Persona oder Curia248 hatt sich stark insperieren lassen ?!? just saying…

  10. #10 Mathematiker
    17. Oktober 2018

    An Hydroxylsäure sterben jährlich tausende Menschen….. Ob fest, flüssig oder gasförmig……

    In Verbindung mit Dihydrogenmonoxid ist das tödlich,kann an kaum überleben……

    In allen Leichen hat man bisher Dihydrogenmonoxid und auch Hydroxylsäure gefunden……. und Merkel tut nichts dagegen……Da merkelt man, wie recht die afd hat, wenn nicts gegen die Hydroxylsäure getan wid……tötö….. Benjamin, mein kleiner Elefant…..

  11. #11 Mathematiker
    17. Oktober 2018

    PS: Der Kuchen sieht so lecker aus…… krieg ich ein Stück? *bettel*

  12. #12 Karl-Heinz
    17. Oktober 2018

    @Curia248

    Cooler Beitrag 😉

  13. #13 Aginor
    17. Oktober 2018

    Netter Artikel, danke!

    Bei Heisenberg und Meth kochen hattest Du mich allerdings kurz. Ich so: Häh? Wusste ich noch gar nicht!?
    Aber dann fiel der Zehner. Nicht Werner Heisenberg sondern dieser Walter aus dem Fernsehen hat Meth gekocht.

    Gruß
    Aginor

  14. #14 Bullet
    17. Oktober 2018

    Und ich dachte, ich erfahr was neues. Ich kannte nämlich die Bezeichnung “Mizelle” nicht. Dann sah ich die Grafik, dachte: “ah, Tensid und Kolloidelement… ach das ist eine Mizelle? Mehr nicht?”
    Ja, in der Werbung wird natürlich rücksichtslos solcher Mist verbreitet – aber das sind wir ja von den Esoterikschwurblern gewöhnt, nech?
    Also: doch ‘n neues Wort gelernt.

  15. #15 rolak
    17. Oktober 2018

    Eine Chemikerin, die gerne Kuchen mag

    Ein intro, das unbedingt einen Bonuspunkt erzwingt :•)

    Schrödingers Katze .. besteht immerhin auch aus Atomen

    Selbstverständlich nicht: es war ein Gedankenexperiment. Und ebenso selbstverständlich ist dies kein abwertender Fehler in dem flotten, unterhaltsamen und angenehm schnurrigen Text. (bezog sich nicht auf Schrödingers Katze, sondern)

  16. #16 Curia248
    17. Oktober 2018

    Vielen lieben Dank euch allen für die netten Kommentare!
    Außerdem freue ich mich, dass der Text zu einer Diskussion über Dihydrogenmonoxid angeregt hat. Es gibt sicher viele Alltagsbeispiele dieser Art.

    @Mathematiker Ich esse sogar in diesem Moment Kuchen :) Aber vlt würde ich ja als Dankeschön für ein Vote auch einen Kuchen für Leser backen 😉

    @Aginor Ja mit “diesem Walter” und natürlich “Kannst du Meth kochen?” werde ich auch sehr häufig konfrontiert.

    @rolak Danke für ein neu gelerntes Wort und freut mich, dass die Schnurri auch schnurrig bei dir ankam.

  17. #17 Curia248
    17. Oktober 2018

    @Claire Ja, Mailab kenne ich auch und ich finde ihre Videos auch sehr empfehlenswert :)
    Du hast Recht, sie hatte auch schonmal Beiträge zum Thema Mizellen. Es gibt eben ein paar dieser “klassischen Chemieaufreger-Themen”, über die wahrscheinlich jeder Chemiker stolpert. Ich rege mich eben auch regelmäßig mit Chemiker-Freunden über die Mizellentücher auf, wenn wir zusammen in einer Drogerie sind.
    Natürlich muss ich dir zustimmen, ein paar Sachen sind ähnlich zu dem Video von Mailab, da eben die chemische Perspektive und die Theorie der Mizelle übereinstimmen. Ich bin allerdings auch der Meinung, dass solche Themen garnicht oft genug verbreitet werden können und möglichst viele Diskussionen hierzu entstehen sollten. Ich hoffe, dass du trotzdem auch die anderen Aspekte aus dem Beitrag mitnehmen konntest und es freut mich sehr, dass du dich für diese Themen interessierst.

  18. #18 Karl-Heinz
    17. Oktober 2018

    @Claire

    Ohh … Danke für den Hinweis.
    Mizellenwasser wissenschaftlich geprüft
    Die Mai Thi Nguyen-Kim erklärt wirklich gut. :-)
    Aliens auf Siliziumbasis?

  19. #19 hto
    18. Oktober 2018

    Wow, Chemie ist die Lösung des Problems des Konsum- und Profitautismus, des “freiheitlichen” Wettbewerbs und sein “gesundes” Konkurrenzdenken, des Kreislaufes des geistigen Stillstandes seit der “Vertreibung aus dem Paradies”, wow :)

  20. #20 user unknown
    https://demystifikation.wordpress.com/2016/08/15/physikreform/
    18. Oktober 2018

    Eine große Enttäuschung in der Chemie war für mich, dass man in der Periodentabelle kein Marzipanium findet.
    Die Biologie war auch nicht besser: Kein afrikanischer Marzipanbrotbaum beschrieben, von dem man die Früchte bei guter Pflege ernten kann.
    Auch der mozartkugelfreie Musikunterricht war ein ganz trauriges Kapitel.

    In Geographie habe ich wenigstens gelernt Lübeck zu finden.

  21. #21 tomtoo
    18. Oktober 2018

    @hto
    Oh, heiliger so weise mir den Weg aus dem Dilemma! Keine Natronlauge mehr auf meinem Brötchen? Kein NaCl auf meinem Ei? Rein spirituelles Essen? Und abends nicht ein mal ein wenig C2H6O in meinem Hopfensaft. Oh, Herr ihre chemielose Welt erscheint mir reichlich geschmaksarm und langweilg.

  22. #22 Karl-Heinz
    19. Oktober 2018

    @tomtoo

    Ja ja, die echten Brezeln brauchen Natronlauge. 😉

  23. #23 Captain E.
    19. Oktober 2018

    Dann aber auch bitte chemisch korrekt “NaOH” ! 😉

    Übrigens, hier der Kalenderspruch des Tages (leicht verfremdet): “Natriumchlorid (NaCl) schätzt man erst, wenn es fehlt.”

  24. #24 Karl-Heinz
    19. Oktober 2018

    @Captain E.

    Dann aber auch bitte chemisch korrekt “NaOH”

    Ha, wie was?
    Natronlauge ist die Bezeichnung für alkalische Lösungen von Natriumhydroxid (NaOH) in Wasser. 😉

  25. #25 tomtoo
    20. Oktober 2018

    @K-H
    Hauptsach de Laugeweck is lecker! Is jo eh ä echtie Chemiebomb, kummt jo anoch des NaCl Zeigs owwedruff. Un die Butter? Fettseire un so ä Zeigs. Awwer lecker, so zum Ei. Iwwerhaupt Ei, was so ä Ding alles drinhod on Chemie? Des glabst jo garned, DNS un sowas. Ah wieder so ä Säure. Hammerhard wie die Chemiker des hiebringe des es trotzdem so gut schmeckt?

  26. #26 Mathematiker
    22. Oktober 2018

    Momentemal, momentemal……..

    erscht mache mer Hydroxylsäure für de Teiig,dann kippe mer Lauge, also dieses NaOH druff und dass soll schmecke?

    Dann no nit Buttasäure und anner Grünkram? Im Levve net!!!!!

    Do lever ne Brotwurscht mit ordentlich Bratzreaktion av 67 Grad vonner Temparatur her mit Maillard oder wie auch imma….. lecka is…

    Also: Immer de Maillard beachte und nie ne Brätzel alloine mampfe…..

    Unne Kuche schaut so lecka…….. kummst zu uns inne Nordä?

  27. #27 René
    23. Oktober 2018

    Witzig ich dachte kurz vor dem Abschnitt mit den Mizellen direkt an Mizellen und die irreführende Werbung. Das kommt daher, weil ich auch ein Video darüber gesehen habe. Da wurde dann auch noch näher auf die Inhaltsstoffe eingegangen und ihre unterschiedlichen Wirkungen auf Haut und Schmutz. Sehr empfehlenswert:

  28. #28 Phil
    23. Oktober 2018

    Chemie ist die Physik der Atomhülle. Oder?