Vor 50 Jahren (am 8. September 1961) gab es an deutschen Kiosken einen neuen Groschenroman zu kaufen: “Unternehmen Stardust” – Band 1 der Science-Fiction-Serie “Perry Rhodan”. Die Macher hofften darauf, 30-50 Bände durchhalten zu können, aber es kam anders.

Aus 50 Heften wurden 50 Jahre – die aktuelle Heftnummer ist 2614. Am nächsten Wochenende wird der 50. Geburtstag auch gebührend gefeiert; ich selbst bin aber nicht dabei (ich bin diesen Monat genug rumgereist und solche Veranstaltungen sind auch nicht so ganz mein Geschmack).

Heftromane? Echt jetzt? So wie in “Schlossroman” oder “Jerry Cotton” oder “Landser”? Ist das nicht der Bodensatz der Trivialliteratur? Und war Perry Rhodan nicht diese Serie mit dem bösen faschistisch-imperialistischen Weltbild, in der die Terraner die Galaxis erobern? So zumindest wurde es Ende der Sechziger Jahre von der Sendung Monitor verbreitet und setzte sich in den Köpfen fest (und auch mein Deutschlehrer fand es sehr verwerflich, dass ich so etwas las).

Kann man so etwas wirklich lesen?

Ja, kann man. Klar – stilistisch sind die Hefte meist keine Meisterwerke, einige sind auch – kann man nicht anders sagen – wirklich ziemlich banal und langweilig. Und oft ist die Handlung tatsächlich ziemlich action-lastig, und gerade in den ersten Jahren ging es schon heftig militärisch zur Sache (nicht umsonst hatte Autor K.-H. Scheer den Beinamen “Handgranaten-Herbert”). Aber zwei Dinge zeichnen die Serie aus und machen sie trotz allem lesenswert: Zum einen ist es die schiere Größe der Serie – anders als bei zum Beispiel Jerry Cotton (eine Serie, die es auch auf über 2500 Hefte bringt – genaues weiß ich nicht, weil ich’s nie gelesen habe) ist die Handlung fortlaufend und auf einander aufbauend. Man muss als Leser zwar nicht alle 2600 Hefte im Kopf haben (das wären auch mehr als 150000 Seiten…), um einen Roman zu verstehen, aber ein grober Überblick über vergangene Hefte hilft schon, wenn in den 2500er-Bänden plötzlich wieder die “Meister der Insel” aus der Andromeda-Galaxis wichtig werden (die zugehörigen Hefte waren Band 200-300). Rückblenden, Querverbindungen, Umdeutungen von Dingen, die früher passiert sind, machen sicher einen Teil des Reizes aus.

Und ansonsten enthält die Serie ein Feuerwerk an Ideen – nahezu alles, was in der Science Fiction als Idee irgendwo auftaucht, findet sich auch in Perry Rhodan. Die Borg aus Star Trek sind ein müder Abklatsch der Posbis (der positronisch-biologischen Roboter, die in würfelförmigen Fragmentraumern fliegen – wer googelt, kann feststellen, dass es im Netz reichlich Spekulationen gibt, ob die Idee geklaut wurde), Elemente aus “Matrix” finden sich im Simusense-Netzwerk wieder (aber natürlich auch in älteren SF-Romanen, wie z.B. “Welt am Draht”), es wimmelt von Paralleluniversen, Alternativrealitäten, Superintelligenzen, Kosmokraten, Chaotarchen, Dienern der Materie, Rittern der Tiefe, Zeitreisen und Zeitschleifen, seltsamen Außerirdischen aller Art (freundliche Mausbiber, bedrohliche Schreckwürmer, intelligente Pflanzen, planetengroße Mobys) und und und…

Und natürlich gibt es Technik – Technik die wirklich begeistert. Während die Enterprise Jahre für ein paar Tausend Lichtjahre braucht, verfügt man im Perryversum (zumindest zwischenzeitig, im Moment haben höhere Mächte die Technik etwas zurückgefahren) über Überlichtantriebe, mit denen man einen Überlichtfaktor von mehreren zehn Millionen erreichen konnte – nach Andromeda in ein paar Monaten, und auch in M 87 und vielen anderen Galaxien hat Perry sich schon herumgetreiben – bis hin zur großen Leere (die Leerräume zwischen den Galaxienhaufen).

Wenn ihr die Serie nicht kennt, liegt natürlich die Frage nahe, wie das alles in das Menschenleben eines Perry Rhodan (der ja immerhin der Hauptheld ist und zwar nicht in jedem Heft, aber doch relativ häufig auftauscht) hineinpassen soll. Die Antwort ist einfach – relativ früh in der Serie lösen Perry et al. das sogenannte “galaktische Rätsel” und werden dafür damit belohnt, zum favorisierten Hilfsvolk einer Superintelligenz befördert zu werden. (Dass das nicht immer so toll ist, wie es klingt, stellt sich erst viel später heraus.) Dafür erhalten einige auserwählte Terraner die Unsterblichkeit – allerdings (sonst wäre es arg langweilig) nur die relative Unsterblichkeit: Sie altern nicht, können aber durch Waffen und ähnliches genauso ins Jenseits befördert werden wie jeder andere. Und so ist der gute alte Perry inzwischen etwas mehr als 3000 Jahre alt; genügend Zeit, um reichlich Abenteuer zu erleben. (Und einer seiner Gefährten, der gerade den Millionen-Jahre-Tunnel durchschritten hat, hat noch ein paar Jahre mehr auf dem Buckel.)

Also: Wenn ihr Literatur mit Anspruch sucht, seid ihr bei Perry sicher an der falschen Adresse. Wenn ihr aber gute und entspannende Unterhaltung sucht (ich lese die Hefte gern im Bus zur Arbeit – unter den leicht mitleidig-verwunderten Blicken mitfahrender SchülerInnen), die mit vielen interessanten Ideen aus dem Reich der Science-Fiction gewürzt ist, dann lohnt es sich sicher, mal bei Perry reinzulesen (und nein, ich bekomme keine Werbegelder).

Und jetzt bin ich doch neugierig: Wieviele Perry-LeserInnen (oder ehemalige) gibt es denn hier auf den Scienceblogs? Meldet euch doch kurz in den Kommentaren.

Kommentare (58)

  1. #1 Bjoern
    28. September 2011

    Und jetzt bin ich doch neugierig: Wieviele Perry-LeserInnen (oder ehemalige) gibt es denn hier auf den Scienceblogs? Meldet euch doch kurz in den Kommentaren.

    Hier!

    Habe ca. 15 Jahre lang gelesen, irgendwo im “Sternenozean von Jamondi” ausgestiegen, weil sich für meinen Geschmack irgendwie doch alles immer wieder wiederholt hat (ach, die Erde ist mal wieder besetzt? Und ES ist mal wieder kurz vor dem Abkratzen? Gibt’s sonst noch was neues?), und weil’s mir auf die Nerven ging, dass viel der Spannung dadurch aufgebaut wurde, dass die Helden von den “oberen Instanzen” aus fadenscheinigen Gründen nicht genügend mit Informationen versorgt wurden. Und weil Perry&Co. immer treudoof zu ES gehalten haben, obwohl dessen Umgang mit ihnen öfters mal alles andere als moralisch war.

    Trotzdem denke ich immer wieder gerne nostalgisch daran zurück – vielleicht steige ich ja doch irgendwann wieder ein…

    Kurz mal nachschauen – mein letzter Roman war 2257, glaube ich.

  2. #2 rolak
    28. September 2011

    Noch’n Hier!. Allerdings liegt die aktive Phase weit in der Vergangenheit – die ersten ~800 habe ich paketweise von einem Klassenkameraden geliehen und durchgeackert.
    Sammeln tu ich sie immer noch, allerdings nur als pdf. Lesen? Nö, da gibt es eine Menge Interessanteres…

  3. #3 Rudi P aus S
    28. September 2011

    Auch “hier” 🙂

    hatte vor einer kleinen Ewigkeit die Hefte verschlungen, habe sogar noch 2 Hefte
    1. Auflage “Unternehmen Stardust” und im Keller liegen noch ungelesen ca. 400
    Hefte mit Nummer oberhalb der 2000. Und ab und zu hole ich mir ein paar Ausgaben
    um zu “kuggen wie es den alten Helden geht”. 🙂 Aber, wie Rolak schon schrieb,
    es gibt weit Interessanteres aus der realen Welt (Astrophysik u.a.) zu lesen!

    lg, Rudi

  4. #4 Dagda
    28. September 2011

    Hier!
    Ich hab mir die Sammelbände aus der Bibliothek ausgeliehen

  5. #5 rolak
    28. September 2011

    Hi Rudi P aus S, ich habe mich absichtlich nicht auf ‘aus der realen Welt’ festgelegt 😉 Mir sind halt (wenn ich PR mal zu diesem Subgenre schlagen darf) Space-Operas mit einem absehbar endlichen Rahmen lieber.
    Nichts gegen diese alten Teile, habe just neulich wieder einige Utopia SF und Zauberkreis ausgegraben und erstanden, die aufs Lesen warten…

    Was oben ganz vergessen ward: Den Glückwünschen zum Jubiläum dieses Monumentalwerkes kann ich mich nur anschließen.

  6. #6 Gunnar
    28. September 2011

    Ich habe, zumindest früher, gerne Perry Rhodan gelesen (die silbernen Bücher, nicht alle Hefte, also nur die Zusammanfassung) und fand sie ziemlich spannend. Was die Posbis und die Borg angeht, sind die Parallelen schon frappierend. Mir persönlich wären aber Posbis lieber als Borg….
    Jedenfalls auch von meiner Seite einen herzlichen Glückwunsch an Perry, und meine alten Lieblingshelden Icho Tolot und natürlich Gucky!

  7. #7 echt?
    28. September 2011

    Ey,

    ein hier von einem begeisterten Jerry Cotton-Leser – ich habe mir zum letzten Geburtstag sogar ein Abbo geleistet! Ein toller Schund, allein welche Namen man sich für den tausendsten italienischen Mafia-Bösen ausdenkt. Ein guter Studienfreund hat Perry R. gelesen, aber nach auftauchen des Mausbibers augegeben.

    Man muss sich dafür nicht schämen, die Hefte liegen bei mir im Büro offen rum.

    Grüße von echt?

  8. #8 Bjoern
    28. September 2011

    Ich hab als Teenager die Silberbände verschlungen und werde, wenn wieder etwas Zeit ist, meine Erinnerungen mit den Audiobüchern wieder auffrischen und wieder einsteigen. 🙂

  9. #9 echt?
    28. September 2011

    PS:

    Das Altersproblem haben auch andere Helden. Jerry Cotton gibt es in der alten Auflage, da raucht und trinkt er und in der neuen Auflage, da hat er Internet, ist nüchtern und Nichtraucher – echte? Persönlichkeitsspaltung. Die drei ??? gibt es auch in verschiedenen Jahrgängen.

  10. #10 Basilius
    28. September 2011

    Hier!

    Ich war in der glücklichen Lage praktisch alle PR-Hefte von 1 bis 2000-irgendwas im Haushalt zu haben, da mein Oheim die sammelte (ich glaube, er liest auch heute noch). Damals war für mich aber dann beim Aphilie-Zyklus Schluß. Irgendwie war nach 700 + X Heften die Begeisterung erloschen. Aber schön spannend war es auf jeden Fall.

    Kennt hier eigentlich noch jemand Ren Dhark? Die Serie fand ich auch nicht übel und da bin ich tatsächlich bis zum “Schluß” durchgekommen (was aber nicht so schwer war bei 98 Heften. Die neu geschriebene Fortsetzung kenne ich nicht).

    @Bullet
    Wo bleibst Du?

    @echt?

    Ein guter Studienfreund hat Perry R. gelesen, aber nach auftauchen des Mausbibers augegeben.

    Dann hat er den Perry aber nicht besonders lange ausgehalten. Die ersten Mausbiber tauchten schon in Band 17 auf.
    Und immer daran denken:
    Ein Mausbiber ist eine Maus.
    Er sieht nur wie ein Biber aus.

  11. #11 buur
    28. September 2011

    Alle ein zwei Jahre bekomme ich ein Rappel und hol mir einen Zyklus als Silberband. Macht immer wieder Spass die zu lesen, aber nach einem Zyklus brauch ich dann wieder mal ne Pause.

    Happy birthday

  12. #12 Theres
    28. September 2011

    Hier! Ich kam früher bis ca. 600, immer geliehen, weil meine Eltern gegen solche “Literatur” waren. Später las ich einen Teil von einem Freund, vor allem die silbernen Bücher. Es ließ aber nach …
    Die mysteriösen Kriterien unseres Spamfilters versteht vermutlich niemand – hier hat er auch zugeschlagen…

  13. #13 Theres
    28. September 2011

    Hier! Ich kam früher bis ca. 600, immer geliehen, weil meine Eltern gegen solche “Literatur” waren. Später las ich einen Teil von einem Freund, vor allem die silbernen Bücher. Es ließ aber nach …

  14. #14 michael
    28. September 2011

    Hier! Hauptsächlich im Schulunterricht und als Hausaufgaben ersatz.

  15. #15 Basilius
    28. September 2011

    @Theres
    Was Du hast auch PR gelesen?
    Und dann wohl auch noch so richtig. Nicht bloß bis zu den Mausbibern.
    Ich bin fassungslos.
    0.0

  16. #16 Adent
    28. September 2011

    Ähem Räusper, HIERRRRRRR!
    Habe tatsächlich im zarten Alter von 11 Jahren angefangen PR zu lesen weil ich ein Heft auf einer Bank gefunden hatte. Das führte dann dazu, daß ich mit einem damaligen Kumpel in Büchertauschstuben und auf Wochenmärkten die ganzen Bände von 1-700 zusammensammelte und las. Dann bis 1300 dabeigeblieben, 12 Jahre Pause gemacht und wer glaubts, weil ich in der Bahn Heft 1917 fand wieder angefangen.
    Alle dazwischenliegenden über ebay besorgt und bis 2550 weitergelesen. Jetzt vor einem Jahr wurde es wieder weniger interessant.
    Zwischendurch hatte ich mal alle Hefte in 1ter Auflage zusammen, habe dann alle bis auf 1-100 wieder wegen mehrere Umzüge wieder verkloppt.
    Meine Schätze, Nr. 1 in fast mint Zustand sowie Nr. 2 und 13 mit Originalsignatur von Clark Darlton (hat mir mal ein Freund besorgt der ihn persönlich kannte).
    Um es kurz zu sagen PR hat mein Leben verändert und ich denke es ist ein Grund, warum ich in der Wissenschaft gelandet bin. Hier die reale Welt dort die herrlichen Phantasien.
    Manche Leute leben leider eher in der Phantasie (ESOs und VTler) weil sie die reale Welt nicht aushalten), ich sag da nur PR lesen hilft zumindest ;-).
    Bei mir war es übrigens umgekehrt, ich habe die Hefte gelesen und mein Oheim fing dann auch an ;-).

  17. #17 Theres
    29. September 2011

    @Basilius
    Ist das was Besonderes? Okay, ich war damals die einzige in der Klasse. So alt bin ich nicht, dass ich Band 1 selbst hätte kaufen können, aber die füllten langweiligen Unterricht so schön und ich liebte den Mausbiber! Ich muss aber zugeben, dass ich fast alles vergessen habe – und ich war lesesüchtig. Die letzten mir fehlenden Bände der ersten tausend gingen leider, leider in einer Kellerüberschwemmung unter. Originale! Das tat weh …

  18. #18 Basilius
    29. September 2011

    @Theres
    Nee, ist schon OK. Freut mich ja vielmehr zu lesen. Und den Hauslieber…äh Mausbiber fand ich auch immer knuffig.

    Hier eine Maus
    dort ein Biber.
    Zusammen wär’s mir lieber
    (und größer).
    Ein Mausbiber!

    =^|^=

  19. #19 Theres
    29. September 2011

    … Ach, die silbernen Bände las ich länger als die Heftchen, bis zum Abi jedenfalls. Zu Studienzeiten waren Lem, Asimov und andere wichtiger. Diese Bücher konnte ich in den Semesterferien auch mit zu meinen Eltern nehmen ^_~

  20. #20 michael
    29. September 2011

    Am besten war natürlich:

    Perry zum Mathematiker: “Passen Sie aus, dass Sie sich nicht verlaufen!” Mathematiker: “Kann mir nicht passieren. Ich bin Topologe”.

    Am Zweitbesten die Stelle, wo Lordadmiral Atlan sein Schätzchen umbringt , ich glaub mit einem Speerwurf.

  21. #21 perk
    29. September 2011

    Während die Enterprise Jahre für ein paar Tausend Lichtjahre braucht, verfügt man im Perryversum (zumindest zwischenzeitig, im Moment haben höhere Mächte die Technik etwas zurückgefahren) über Überlichtantriebe, mit denen man einen Überlichtfaktor von mehreren zehn Millionen erreichen konnte – nach Andromeda in ein paar Monaten, und auch in M 87 und vielen anderen Galaxien hat Perry sich schon herumgetreiben

    da ist die enterprise vermutlich nicht das perfekte beispiel, da die es immerhin mit eigenem antrieb bis nach M33 geschafft hat: http://en.memory-alpha.org/wiki/Triangulum_Galaxy und auch in wenigen minuten durch unsere halbe galaxis..

  22. #22 andreas
    29. September 2011

    … und noch einer.
    ich habe irgendwo kurz vor band 500 angefangen. die bände mit a Hainu vs. Rorvic fand ich damals (wann war das eigentlich?) sehr amüsant.

  23. #23 koi
    29. September 2011

    Auch ich hab Perry gelesen, erste Auflage bis ca. 1100, und damals 5. Auflage von Anfang an.
    Irgendwann ist es dann eingeschlafen, aber ich kann mich noch an die wöchentliche Dosis SF errinnern.
    Der SF als meinem Liebsten Genre bin ich aber treu geblieben.

  24. #24 MartinB
    29. September 2011

    Cool, so viele Perry-Leser.

    @perk
    Naja, wenn der Reisende eingreift, gehen natürlich ein paar Dinge, der steht ja knapp unter Superintelligenz.

    @theres
    Jaja, Eltern und Lehrer – die habe es mir auch eine zeitlang verleidet (besonders mein linkslastiger und durch besagte Monitorsendung fehlinformierter Deutschlehrer). Aber irgendwann hat’s mich dann wieder erwischt.

    Und dieser Post hat vielleicht auch ein bisschen den Nebeneffekt, dass von Lehrern/Eltern genervte LeserInnen drauf zeigen können und sagen: “So was lesen aber auch Wissenschaftler” 🙂

  25. #25 Adent
    29. September 2011

    @MartinB
    Ich durfte dann damals in der 7ten Klasse ein Referat über Perry Rhodan halten, zum Glück war unser Deutschlehrer in der Klasse ziemlich weltoffen.
    War übrigens auch in Hamburg ;-).
    Ich erinnere mich noch, daß ich mir damals ausgerechnet hatte wie hoch mal wohl über eine Millarde Hefte (irgendwann in den 80ern erreicht) stapeln könnte oder wie groß die Strecke ist, wenn man sie aneinanderlegt. War schon gewaltig. Nichtsdestotrotz möchte ich hier festhalten, daß ich nicht daran glaube, daß die Arkoniden auf der dunklen Seite des Mondes notgelandet sind ;-).

  26. #26 Basilius
    29. September 2011

    @Adent

    Nichtsdestotrotz möchte ich hier festhalten, daß ich nicht daran glaube, daß die Arkoniden auf der dunklen Seite des Mondes notgelandet sind 😉

    Naja, das Dumme dabei ist halt, daß die US-Amerikaner mit ihrer ersten Saturn V einfach drei Jahre zu früh auf dem Mond waren, um die notgelandeteden Arkoniden zu treffen, falls sie denn dagewesen wären…
    (OK, Apollo 15 hätte da dann schon wieder eher reingepasst, aber…egal)
    ^_^

    Unser Spamfilter hat zugeschlagen, sorry.

  27. #27 handwerklich
    29. September 2011

    *Hand heb* Hier ist noch einer!

    Und gleich vorneweg ein Geständniss, Ja, ich war (und bin es immer noch) Hin und Weg ob der teilweise gigantischen und sehr spannend beschriebenen Massen-Raumschlachten…dem Startreck-Entwöhnten SiFi-Fan sind diese ein Greuel, zumindest in meinem Freundeskreis.
    Dabei gibt es doch nichts Ehrfurchtserregenderes als ein Pulk Ultraschlachtschiffe die in voller Fahrt eine Salve Transformkanonen in die feindliche Flotte hageln lassen *schüttel* .

    Ja, die Borgs/Posbis…das war damals schon ziemlich dreist von den ST-Machern.
    Umso amüsanter sind die sporadischen real-world Begegnungen, 2002 konnte ich in einem BnB-Gästebuch in Killarney einen Icho Tolot ausmachen, der Gedanke daran zaubert mir heute noch ein Grinsen ins Gesicht. 😉

    Seid ihr wahres Leben?

  28. #28 Adent
    29. September 2011

    @handwerklich
    Nein, ich bin ein Matten-Willy, das geht doch oder?

  29. #29 Frank Quednau
    29. September 2011

    Na, dann verewige ich mich doch auch mal hier…als aktiver Erstauflagenleser 🙂 Angefangen 1680 (nicht das Jahr, das Heft) und bis heute weiter gelesen – allerdings werde ich nächstes Jahr auf die eBook-Variante umsteigen, alle Jahre wieder stellt sich die Frage wohin mit den Heften – das wird dann vorbei sein.

    Die Qualität ist tatsächlich wechselnd, wobei man feststellen muss, dass immer wieder ein Kleinod auftaucht, der unter die Haut geht oder (wegen den richtigen Gründen) aufregt.

    Was die Borg und die Posbis angeht: Parallelen sind durchaus vorhanden, aber aus meiner Sicht sind die Borg die noch faszinierendere Spezies und in Star Trek leider völlig falsch dargestellt.

    Die wahren Borg sind sich der “Unterblichkeit” Ihrer Rasse bewusst – dadurch greifen sie bei der Assimilation neuer Rassen zu viel subtileren Methoden – schließlich darf die Assimilation auch mal ein paar Jahre / Jahrhunderte dauern. Dadurch werden viele Rassen aus freien Stücken ins Kollektiv wechseln, die Möglichkeiten sind ja auch sehr attraktiv. Die Drohnen wären mit Sicherheit nicht so plump und schwerfällig wie in der Serie (das wäre schließlich ein Rückschritt von den Fähigkeiten der biologischen Komponente) und mit Sicherheit würden Assimilationen auch im Bereich Ästhetik und Ethik die Spezies voranbringen. Kurzum – die Borg ist eine der wenigen Lebensformen, die im Weltraum überleben könnte 🙂

  30. #30 Wolf
    29. September 2011

    “[…]ich lese die Hefte gern im Bus zur Arbeit – unter den leicht mitleidig-verwunderten Blicken mitfahrender SchülerInnen[…]”

    ACH er ist das 😉

  31. #31 MartinB
    29. September 2011

    @Wolf
    Siehst du mich immer morgens im Bus???

    @Frank
    Die Borg-Idee ist nicht schlecht.

    Über ebooks hab ich auch nachgedacht, aber die Hefte sind schön leicht, knüll- und stopfbar und erschrecken auch keine Stewardessen (“all electronic devices…”).

  32. #32 Arnd
    29. September 2011

    Für alle Altleser und Interessierte von PR gibt es jetzt übrigens einen Neuanfang: Perry Rhodan NEO. Dieses Projekt basiert auf der Fragestellung: “Was wäre wenn wir PR heutzutage noch einmal ganz neu schreiben würden?”. Morgen kommt die erste Ausgabe heraus, der Name ist auch angelehnt an die alte Nummer 1: “Sternenstaub”. Auf der PR-Website kann man mehr darüber lesen.

    http://www.perry-rhodan.net/aktuell/logbuecher/2011080401.html

    Es gibt auch schon eine kostenlose Leseprobe in diversen eBook-Shops (kindle z.B.). Ich persönlich fand die Probe sehr interessant und ich werde mir zumindest die ersten paar Romane sicher holen. Perry Rhodan startet dort nicht im Jahr 1971 zum Mond sondern im Jahr 2036.

  33. #33 Elvin
    29. September 2011

    Ich stell mich, PR war mein einstieg ins ScyFy Segment und zum Teil auch in die wissenschaft – schliesslich hab ich mich als Kind schon gewundert warum es in PR klappt-hier aber nicht.

  34. #34 Bullet
    29. September 2011

    Ich war mir nicht ganz sicher, ob ich a) mich hier überhaupt melden muß und b) ich habs grad erst gewsehen. *schäm*
    Aber netterweise hat ja Basi Vertretung gemacht:

    @Bullet
    Wo bleibst Du?

    Dankeschön. 🙂
    @Arnd: Perry Rhodan NEO klingt interessant. Ich werd das verfolgen.

  35. #35 Matthias
    30. September 2011

    Ich sage nur: 2 Jahre, 6 Bücher (Silberbände), ca. 100 Hefte!

  36. #36 MartinB
    30. September 2011

    @Matthias
    Wir haben alle klein angefangen 😉

  37. #37 Lichtecho
    30. September 2011

    3000 Jahre alt? Wieviele Lichtjahre Barthaare hat der arme Kerl sich wohl inzwischen abrasiert. Wenn man nicht altern kann, wachsen dann trotzdem Haare und Fingernägel? Ich habe noch nie PR gelesen, werde aber trotzdem da hingehen http://www.weltcon2011.de/ Erstens habe ich es nicht weit und zweitens ist das Programm um PR drumherum interessant genug.

  38. #38 Adent
    30. September 2011

    @Lichtecho
    Wer gibt sich denn mit solchen Kleinigkeiten wie Barthaaren ab, willst du hier etwa um des Kaisers Bart diskutieren? ;-).
    Ich beneide dich, wäre auch gern zu dem Con gegangen, ist mir aber zu weit und die Zeit….. Viel Spaß!

    @Arnd
    Perry Rhodan NEO, schon gebongt, ich werde heute mal zum Kiosk gehen ….

    @Matthias
    Bei dem Tempo kommst du nie hinterher ;-).

  39. #39 cydonia
    30. September 2011

    Ich habs versucht…..mehrmals, ehrlich!………ich kann das nicht lesen……ging mir bei Karl May genauso, und dabei hat mein Opa May und Rhodan gesammelt, und mich sogar motiviert. Wahrscheinlich fehlt mir da irgendein Sinn…(Schäm)

  40. #40 MartinB
    30. September 2011

    @Lichtecho
    Man verwendet natürlich eine Bartentfernungscreme, das ist ja auch zivilisierter.
    Ja, Haare und Nägel wachsen ganz normal, lediglich die Alterung ist aufgehoben (wenn man heute Perry erfinden würde, würde man vermutlich etwas über Telomere und DNA-Reparatur etc. lesen).

    @cydonia
    Tja, nicht jedem ist es gegeben, die höheren Weihen zu empfangen 😉

    Mir Karl May hab ich mich zuerst auch schwergetan – besonders mit der Logik, dass man kleine Schergen ohne zögern niederschießt, aber die Oberschurken immer unbedingt vor Gericht bringen will (nur damit sie noch 10 mal entkommen können). Und das christliche Geseier ist auch etwas nervig. Irgendwann hab ich dann doch mal einen Anfall bekommen und in ein paar Monaten so 10 oder 15 Bücher gelesen.

  41. #41 togibu
    4. Oktober 2011

    Als der genannte Oheim des Herrn Basilius habe ich tatsächlich fast bis Band 1900 gelesen, dann wars mir doch zu viel Thoregon, womit ich nichts mehr anfangen konnte. In den 80iger Jahren aber war ich absoluter Fan, und kaufte zum Teil 4 – 5 Auflagen parallel, dazu noch die Parallelserie Atlan.
    Heute noch verfolge ich den Handlungsfortschritt in der Perrypedia, auch wenn ich kein Heft mehr lese. Die Handlungskonzeption finde ich auch heute noch durchaus faszinierend, aber die handwerkliche Ausführung der einzelnen Hefte muss ich im distanzierten Rückblick als (zu) häufig miserabel bezeichnen.
    Ren Dhark wirderum war deutlich vom Chefautoren Kurt Brand geprägt: Absolut atemberaubendes Erzähltempo, jede Menge Sense of Wonder… Die heutigen Buchausgaben sind daher imo absolut zum vergessen.
    Und: Kann sich noch jemand an Rex Corda erinnern? Durchaus eine Alternative zu PR, finde ich. Und die Serie ist angenehm kurz (nur 38 Hefte).

  42. #42 MartinB
    4. Oktober 2011

    Kurt Brand fand ich ja immer einen der schlechtesten Autoren – aber über Geschmack kann man ja streiten, Thoregon fand ich als Großzyklus ziemlich gut (auch wenn einzelne Abschnitte nicht so toll waren).

    Und die Schreibqualität hat sich mit einigen der neueren Autoren deutlich gesteigert.

  43. #43 Alderamin
    5. November 2011

    Ein PR-Autor der ersten Stunde, H.G. Francis ist gestorben.

    Ein trauriger Anlass, aber bemerkenswert, dass sogar im Spiegel über Perry Rhodan geschrieben wird. Unser Englischlehrer hatte dereinst PR erwähnt, als er uns den Begriff “Trivialliteratur” erklärte. Einerseits irgendwie nicht falsch, andererseits könnte man dann auch Pink Floyd als Trivialmusik bezeichnen, wenn man auf der anderen Seite Bach und Beethoven mit Goethe und Schiller gleichsetzt.

  44. #44 MartinB
    5. November 2011

    @Alderamin
    Traurig – “der ersten Stunde” ist aber doch übertrieben, oder?

  45. #45 Alderamin
    5. November 2011

    Na gut, dann der zweiten. Immerhin war er seit 1971 dabei. Ich kannte den Namen noch aus meiner PR-Zeit ca. 1977. Es gab da aber auch H. G. Ewers, vielleicht hab ich die beiden verwechselt.

  46. #46 MartinB
    5. November 2011

    @Alderamin
    HG FRancis ab band 518.
    Auch Ewers war nicht ganz von Anfang an dabei (seit 198).
    Echte “Erste Stunde” sind wohl nur Darlton, Scheer, Shols und Mahr.

  47. #47 rolak
    17. November 2011

    In einem halben Jahr findet hier übrigens wieder der ColoniaCon statt. Bezug zum Thema? Na, wie wäre es denn mit einem Photo des Gastes mit der weitesten Anreise beim letzten Mal? Und jetzt im Chor: “He’s a real a-li-en” 😉

  48. #48 MartinB
    18. November 2011

    @rolak
    Das Kostüm ist cool, hatte ich schon mal im PR-Journal gesehen, dort allerdings nur in schwarz-weiß.

  49. #49 rolak
    18. November 2011

    20 Bilder später in der Serie¹ gibt der Darstelle auch noch das Schloßgespenst, indem er seinen Kopf rausträgt 🙂

    Höchst merkwürdigerweise kannte ich die Veranstaltung bis vor kurzem gar nicht, obwohl ich netto (und brutto erst recht) deutlich länger als ein paar Wochen hier wohne. Der Trampelpfad zur Erleuchtung:
    Mein local dealer um die Ecke, bei dem ich die für mich interessanten Neuerscheinungen der SciFi, aber auch sonstige Bücher bestellte, ging wg familiärer Probleme ‘in Rente’, der danach nächste Buchladen wird von einem strammen Anthroposophen ideologiegerecht geführt; wenn ich da aufgrund eines Beratungsgesprächs etwas Zeit totschlagen möchte, muß ich die Augen schließen, da bei Erkennen der ausgestellten Titel aber sofort Pickel sprießen. Der andere Buchladen ist deutlich weiter weg, sonst nur Große. Nu ja, aufgrund von *räusper* Tauschgeschäften in der twilight zone hatte ich in dieser Phase einen Haufen Gutscheine für amazon gesammelt und beschloß die aufzuzehren. Vor kurzem, 2einhalb Jahre oder ~1200€ später war diese Variante mangels verbliebener Masse durch.
    Eines Tages auf der Heimfahrt von der Arbeit stieg ich (selbstverständlich nach einem Blick in die rückwärtige Zukunft) derartig drastisch in die Eisen, daß meine mitfahrende Kollegin leicht konsterniert ein “Wat war dat denn?” intonierte². Nu, Auslöser war ein Laden “SciFi + Comics”, dessen Inhaber mittlerweile mein local dealer ist und der, um den Bogen zu beenden, beim CCon ausstellt.

    ¹sorry, aber die site ist derartig panne strukturiert, wie eine pulldown-menu-Schachtelung, innerhalb derer auch noch mehrere gleichzeitig auf- und zuklappen^^. Hast Du einen direkten link, geht das menu verloren und andersherum. Der Pfad von der base-url ist “Frühere Cons/ColoniaCon 2010 – Fotos/Samstag/[74]” bzw “~[94]”.
    Vielleicht kann ich mich ja nach etwas Üben zum Überholen anbiedern 😉
    ² ulkigerweise rezitierte ich synchron dieselbe Floskel, allerdings aufgrund des während des Vorbeifahrens im Augenwinkel Aufgeflackerten und eher überrascht als fragend. Einer dieser merkwürdigen Momente der Synchronizität und des sich Angrinsens…

  50. #50 rolak
    18. November 2011

    und fuffzich. Themengerecht 🙂

  51. #51 Wolfgang Graßmann
    1. Februar 2012

    Schön,
    daß Sie sich geoutet haben.
    ich habe die Heftchen auch während meines Physikstudiums geschmöckert,
    dann fielen sie in Ungnade, aber vor 20 Jahren habe ich mit den Hardcoverbänden wieder einen Einstieg gemacht.
    Alte Liebe rostet nicht!

  52. #52 MartinB
    2. Februar 2012

    @Wolfgang
    Ja, ich stehe inzwischen dazu – auch wenn’s morgens im Bus mitleidige Schülerblicke (der arme Mann liest Schundhefte…) gibt 😉

  53. #53 Wolf-Dieter
    http://wolf-dieter-busch.de/html/Links/Aus_meiner_Heimatgalaxis/Perry_Rhodan.htm
    21. September 2012

    Perry-Leser gesucht? Hier! (In meiner Schulzeit, heute bin ich erwachsen.)

  54. #54 Stephan Goldammer
    https://plus.google.com/106110585362718948544/posts
    11. Juli 2013

    *sich meld* Bin auch begeisterter Perry Rhodan Leser gewesen.

    Ich habe zu meiner Schulzeit die Bücher bei einem Freund ausgeliehen, er kaufte sich damals alle paar Wochen ein Buch (Silberbände). Das muss so ca. von 1994 bis 1998 gewesen sein. Er wohnte in der Stadt und Ich etwas außerhalb im ländlichen Raum (ok… im Wald), und ich wollte immer sofort wissen was drin steht, hab dann also schon auf dem Nachhauseweg auf dem Fahrrad mit dem Lesen angefangen. Freihändig, mit Blick ins Buch, das ging schon 😀

  55. #55 Klauswerner
    18. Juli 2014

    Ich habe das in meiner Jugend so bis Band 800-900 begeistert gelesen. Dazu die Taschenbücher und Atlan.
    Aus Platzgründen ist dann mal bei einem Umzug alles in den Müll gewandert.
    Parallel hatte ich immer die Silberbände, Band 1 mit Autogrammen einiger Autoren, und denen bin ich bis heute treu geblieben.
    Zumal die Silberbände für mich die einzige Chance waren, mal alle Bände im richtigen Zusammenhang zu lesen.
    Als ich begann, weiß nicht mehr genau wo, muss so um 1972 gewesen sein, habe ich mein Taschengeld wöchentlich auf alle damals vorhandenen Auflagen aufgeteilt, also Woche 1 Band 632, Woche 2 Band 324, Woche 3 Band 125.
    Im Laufe der Jahre habe ich dann alle Lücken mittels Flohmarkt-Besuchen gefüllt.

  56. #56 Klauswerner
    18. Juli 2014

    Hat nicht Jesco von Puttkamer exklusiv in Perry Rhodan von der NASA berichtet? Das war klasse.

  57. #57 MartinB
    18. Juli 2014

    “Hat nicht Jesco von Puttkamer exklusiv in Perry Rhodan von der NASA berichtet?”
    Ja, das war im PR-Magazin.

  58. #58 Klauswerner
    18. Juli 2014

    Ich glaube ich habe sogar noch irgendwo ein Rißzeichnungsbuch rumliegen 🙂