Man findet auch gewisse Überraschungen. Zum Beispiel wie im Blogpost von Gabriel Michael erwähnt, sieht man ungewöhnliche Paarungen wie zum Beispiel Chile und Singapur. Es wäre interessant ein bisschen tiefer zu graben. Handelt es sich um eine taktische Paarung von ähnlich starken Playern? Teilen sie trotz sehr unterschiedlicher geografischer Lage ähnliche Interessen (normalerweise geht man davon aus, dass Geografie ein wichtiger Faktor ist)?

Interessant finde ich auch, dass Kanada die Liste mit Einzelvorschlägen anführt. Im Blogpost wird erwähnt, dass Kanada relativ spät zu den Verhandlungen dazugestossen ist und dies ein Artefakt davon sein könnte (ich würde dann aber auch mehr Koalitionsvorschläge erwarten aber das ist nicht zwingend). Oder vielleicht kann Kanada es sich eher als die “ganz grossen” leisten,  Dinge im Alleingang durchzudrücken? Vielleicht erklären sich diese Muster primär durch das sehr spezifische Thema des Kapitels (wo ich relativ wenig weiss zu den Positionen der verschiedenen Ländern auf der Liste, mit Ausnahme der USA).

Mich würden nun eure Spekulationen wie die Grafiken zu interpretieren sind, interessieren. Gedanken dazu?

1 Leider wird das ganze etwas sehr reisserisch präsentiert. Der Vertrag wird als grösstes Handelsabkommen überhaupt bezeichnet (ich habe da starke Zweifel, dass das stimmt), ich finde die Geheimhaltung wird völlig überbetont während etwas unter den Tisch fällt, dass es sich um nur ein Kapitel handelt und es wird eine direkte Verbindung mit den Verhandlungen zum Transatlantischen Freihandelsabkommen gezogen, die so nicht existiert. Dies bestätigt in meinen Augen, dass Wikileaks nicht immer so genau weiss, was sie eigentlich veröffentlichen und wie dies einzuordnen ist.

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Kommentare (6)

  1. #1 Joseph Kuhn
    November 21, 2013
  2. […] TPP-Verhandlungen: Von Länderpaarungen eingebrachte Vorschläge, Grafik: Gabriel J. Michael, CC BY-SA. Ländercodes hier (via) […]

  3. […] TTP Scienceblogs.de: Die Rückkehr von Wikileaks – Ein transpazifisches Leck: Auf Scienceblogs.de schreibt der Politologe Ali Arbia über das erfolgreiche Comeback von Wikileaks, dass den (angeblich) aktuellen Verhandlungstext des Kapitels zu "Geistigem Eigentum" vom sogenannten Transpazifischen Partnerschaftsabkommen veröffentlichte. Ein lesenswerter Beitrag, wie so ein Entwurf eines internationales Abkommens gelesen werden kann und wie er entsteht. […]

  4. […] Die Rückkehr von Wikileaks: Ein transpazifisches Leck Freihandelsabkommen ausserhalb der Welthandelsorganisation sind im Trend. Das war vor fünf Jahren so und das hat sich bis heute nicht geändert. Die meisten Verhandlungen erscheinen selten auf dem öffentlichen News-Radar. Im Moment gibt es jedoch zwei grosse Projekte, die Schlagzeilen generieren und Opposition mobilisieren: Verhandlungen zu einem transatlantischen Abkommen zwischen der EU und den USA (hier schon verbloggt) und das sogenannte Transpazifische Partnerschaftsabkommen über das schon seit 2010 verhandelt wird. Wikileaks hat nun vor ein paar Tagen jenen, die zu Handelsthemen arbeiten, ein wunderschönes Geschenk gemacht. Es veröffentlichte den (angeblich) aktuellen Verhandlungstext des Kapitels zu Geistigem Eigentum.1 Verhandlungstexte sind typischerweise durchsetzt mit eckigen Klammern (als bracketed text bezeichnet) die angeben, welche Textstellen von welchen Verhandlungspartnern vorgeschlagen wurden respektive von wem sie abgelehnt werden. Ein Geschenk, weil solche Verhandlungen oft von Geheimhaltung geprägt sind. Es gibt oft gute Gründe für diese, aber wie immer, wird sie von den Regierungen auch missbraucht. Wie auch immer man dazu stehen mag, diese Geheimhaltung erschwert die Forschung zum Thema. Die genauen Positionen, die Verhandlungsstrategien und -dynamik können immer erst nachträglich aus vereinzelten Puzzle-Teilen zusammengesetzt werden und bleiben darum oft sehr spekulativ. Quelle: ScienceBlogs […]

  5. My mother is overweight. However, she does not suffer any health problems because of it. She has been in several heated arguments with her doctor, because he simply cannot accept that her weight is not negatively affecting her health. Finally, he grudgingly said he couldn’t find anything wrong with her (in fact, her body shows the health of a much younger woman), but that he thinks she should still lose weight. She gave up, and went back to a non-dieting lifestyle, where she exercises and eats healthily. She has attempted to diet in the past, but it was always because she thought others thought she should, not because she felt there was something wrong with her body. She’s happy as she is. Heck, she has a better self-image than i do, and i’m naturally thin and take care of myself.|

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