Erinnert sich noch jemand an Claudia von Werlhof? Das ist die Professorin von der Universität Innsbruck, die vor einigen Monaten meinte, das Erdbeben in Haiti wäre durch einen “HAARP-Angriff” der USA entstanden. Als dann einige Leute anmerkten, dass das vielleicht doch ein wenig unsinng wäre, beharrte sie auf ihrer Meinung, erklärte die Kritik zu Angriffen auf die patriarchatskritische Ideologie und weil ihre Kritiker immer noch nicht still sein wollten fühlte sie gar schon den Faschismus nahen. Nun ja… Man sollte zwar eigentlich davon ausgehen können, dass Universitätsprofessorinnen sich an die Grundlagen der Wissenschaft halten (auch solche die Frauenforschung betreiben) – aber schwarze Schafe gibt es halt immer. Aber was treibt die Frau von Werlhof denn nun mittlerweile eigentlich so? Anscheinend ist sie gerade dabei, ihre eigene Sekte zu gründen…

Auf der Homepage des Forschungsinstitut für Patriarchatskritik und alternative Zivilisationen FIPAZ e.V. (das aber trotz des Namens nur ein Verein ist und keiner Uni angehört) kann man das Transkript einer Rede nachlesen, die Werlhof Ende Mai am Internationalen Goddess-Kongress „Politik und Spiritualität gehalten hat.

Dort legt Werlhof erstmal ordentlich vor:

Ich bin hier, um eine furchtbare Anklage zu erheben! Denn:Nicht nur das Leben auf der Erde ist inzwischen von seiner Auslöschung bedroht. Auch der Planet selber wird permanent angegriffen, und zwar in seinen Grundfesten! Es droht der ultimative Muttermord an der Erde selber – das denkbar, undenkbar, unvorstellbar größte Verbrechen aller Zeiten!

Und wo Werlhof im Interview mit dem Standard noch relativ zurückhaltend mit ihren Anschuldigen war, scheint sie nun keine Zweifel mehr zu haben:

“Es geht um neue Technologien, die in den letzten Jahrzehnten entstanden sind und in immer gefährlicherer Form angewendet werden – sei es im Experiment, sei es in zielgerichteten Aktionen – Technologien der Zerstörung des Planeten mit dem Planeten
selber! Der Planet Erde ist inzwischen selbst zu einer Massenvernichtungswaffe umfunktioniert worden, sozusagen zur „bösen Natur”, die er angeblich ohnehin immer war. Nun geschieht die Zerstörung der neuen Art über anscheinende Naturkatastrophen.”

Werlhof kommt dann auch nochmal kurz auf die damalige Kritik an ihren Aussagen zu sprechen – sie hat immer noch nicht verstanden, dass es hier um Naturwissenschaft ging und nicht darum, sie als “moderne Hexe” zu diffamieren (auch wenn Werlhof sich in dieser Rolle wohler fühlen mag; Märyter spielen ist ja immer recht nett).

Dann werden ausführlich die ganzen Verschwörungstheorien über HAARP und Co verbreitet – natürlich ohne sich dabei irgendwelche Gedanken über die Realität zu machen. Hier ein Beispiel:

“Die Installation in Alaska wird z. B. ein Magnetfeld haben – oder hat es bereits -, das 60.000 Mal größer ist als das der Erde selber. (…) Was dabei ein Magnetfeld im Erdinneren oder in der Atmosphäre bewirkt, das 60.000 Mal stärker ist als das der Erde selber, kann daher gar nicht eingeschätzt werden.”

Ne – wenn man einfach nur irgendwas nachplappert, was man wo gelesen hat, dann kann man sowas sicher nicht einschätzen. Wenn man nachrechnet, allerdings schon. Das Erdmagnetfeld in Deutschland hat z.B. eine Feldstärke von etwa 48 Mikrotesla. Das Sechzigtausendfache dieses Wertes sind 2,88 Tesla. Solche Werte sind nicht außergewöhnlich. Schon normale Kühlschrankmagnete haben Stärken im Milliteslabereich und Industriemagnete erreichen die 3 Tesla leicht. Was auch immer das böse HAARP in Alaska anstellt: die Unmengen an Magneten in der Industrie machen das schon lange überall sonst.

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Aber von solchen schnöden Rechungen lässt man sich die Feindbilder natürlich nicht mies machen:

“Ein amerikanisches Empire, das die Welt beherrscht, und die Vision von einem durch Gott verursachten Armageddon, falls es schief geht, lassen die selbst ernannten Spieler denken, ihr Spiel sei den Versuch wert. Sie nehmen jedes Risiko auf sich, und dann
verleugnen sie, dass es überhaupt ein Risiko gibt. Aber wie früher die Kriegsverbrecher auch,
werden sie immer behaupten, dass ihre Verbrechen keine sind, sondern Schritte in Richtung
des Erreichens ihrer als „vernünftig” erklärten Ziele.”

Ja, die irren amerikanischen Gottes-Wissenschaftler… alles Kriegsverbrecher! Mindestens! Und das zivile Wissenschaftler von HAARP rigoros ausgeschlossen werden wie Werlhof behauptet, ist wirklich ein Skandal! Wenns denn so wäre – aber so ists ja nicht (was man mit ein wenig Recherche leicht sehen könnte). Aber schuld ist ja eigentlich nicht das Militär, sondern das böse Patriarchat:

“Bei der Art, wie die Militärs ihre Forschungen betreiben und welche Grundideen sie dabei offenbar verfolgen, liest man Bertell, fällt als Erstes ihr patriarchaler Charakter auf. Man könnte sagen, es gehe ihnen darum, die Erde als ganzen Planeten wie eine Frau zu unterwerfen, in den Griff zu nehmen, zu vergewaltigen, männlicher Kontrolle zu unterstellen und darüber hinaus in etwas zu verwandeln, das keine wirkliche Eigenständigkeit oder Eigenmacht mehr hat. In der Kritischen Patriarchatstheorie nennen wir diesen Vorgang eine „Schöpfung aus Zerstörung”, die in diesem Falle dazu führen soll, dass die Erde als Planet und angebliches Chaos mitsamt seiner Ordnung zunächst „getötet”, alchemistisch gesprochen „mortifiziert” wird, um dann in einem „Großen Werk” umgeschöpft zu werden zu einem als angeblich höherwertig fantasierten maschinenartigen System, das beliebig manipuliert, eingesetzt und an- und abgeschaltet werden kann.”

Und dann driftet von Werlhof vollständig in die Esoterik ab:

“Man hat dabei vermutlich das rationale, also angeblich vernünftige Ziel, sie auch als Makrokosmos – genau wie in den „life Industries” als Mikrokosmos – umfassend, nämlich mit den Antennen der elektromagnetischen Wellen, von allen Seiten her zu erreichen, und zwar von außen und oben ebenso, wie von innen und unten. Dabei bedient man sich ihrer eigenen, nicht nur grob-, sondern auch feinstofflichen Kräfte, die nun als manipulierbare erscheinen: vergrößer- oder verkleinerbar, beliebig dirigierbar und überall rundherum einsetzbar, sogar gegen den Planeten selber.”

und

“Dabei wird die lebendige Verbindung der Erde mit dem Sonnensystem und dem Universum insgesamt ohnehin negiert. Das Dazwischen, der früher sogenannte und später geleugnete lebendige „Äther”, das „5.” Element, wird stattdessen durch Raketen, Satelliten und
Raumfahrt angegriffen.”

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Raumfahrt ist ein Angriff auf die lebendige Verbindung zwischen Erde und Sonnensystem?! Wenn das irgendwelche Spinner in Esoterikforen im Internet behaupten, dann kann man das ja ignorieren. Aber von Werlhof ist ordentliche Professorin einer österreichischen Universität!. Und sie gründet nun die “Planetaren Bewegung für Mutter Erde”:

“Wir erheben uns bereits! Wir, zusammen mit Tieren, Pflanzen, Landschaften und Elementen, wir, die Kinder unserer Mutter Erde, wir treten an zu ihrem Schutz, unserer aller Lebensgrundlage, für sie als schönstes, wunderbarstes, als stärkstes und mächtigstes aller Lebewesen: Wir werden sie feiern und sie zeigen in ihrer Schönheit und Verletzlichkeit, in ihrer Macht und Kränkung.”

Das mag zwar erstmal recht nett klingen. Öko und Naturschutz und so… Ist ja auch nichts schlechtes. Aber bei solchen Aussagen wirds mir dann doch ein wenig unheimlich:

“Wir erkennen ihre Würde vor jeder sogenannte Menschenwürde an, solange diese darin besteht, zur sogenannten „Naturbeherrschung” zu schreiten.”

Die “Würde der Erde” geht vor die Menschenwürde? Das ist schon etwas gruslig…Vor allem, wenn dann auch gleich noch zur Revolution gerufen wird:

“Wir also erheben uns! Weltweit, überall, global, planetar…Denn das Patriarchat ist nicht weg, sondern holt gerade zu seinem letzten vernichtenden Schlag aus! Da können wir nicht zu- oder wegschauen. Heute, wo der ganze Planet vom alchemistischen Höllenfeuer der Patriarchen bedroht ist, sehen wir nun auch den Zusammenhang mit allen anderen Bedrohungen und Krisen, den ökonomischen und sozialen, politischen und psychischen. Wir sehen, wie alle miteinander zusammenhängen, und dass es um ein einziges riesiges Vernichtungsprojekt geht: eine männlich- patriarchale Schöpfung aus Zerstörung, die uns als Fortschritt verkauft wird!”

Das “alchemistische Höllenfeuer der Patriarchen”… ernsthaft! Was soll denn so ein Unsinn? Ich gehöre absolut nicht zu diesen schenkelklopfenden Kritikern der Genderforschung die Feminismus et al für großen Unsinn halten. Aber man kann doch nicht alles Übel dieser Welt einfach aufs “Patriarchat” schieben! So einfach ist die Welt auch wieder nicht und eine Universitätsprofessorin sollte sich dessen eigentlich bewusst sein.

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Der geistige Unterbau, d.h. die ganzen Verschwörungstheorien um HAARP, Chemtrails etc stammen übrigens von Rosalie Bertell deren Buch “Planet Earth: The Newest Weapon of War“das Buch der Bewegung werden [muss]” wie Werlhof meint. Und das “Lied der Bewegung” wurde von Konstantin Wecker geschrieben. Ich weiß echt nicht mehr, was ich davon halten soll. Ganz am Anfang dachte ich ja noch, Frau von Werlhof hätte halt im Interview mit dem Standard einfach ein wenig Unsinn erzählt. Kommt ja vor, das passiert jedem Mal. Und wenn man kein Naturwissenschaftler ist, dann kann man sich ruhig auch mal täuschen wenns um so Sachen wie HAARP geht. Man hätte sich halt gewünscht, dass eine Uniprofessorin etwas vorsichtiger ist und ihre Behauptungen erstmal auf Plausibilität checkt, bevor sie den USA vorwirft, mal eben so 200000 Menschen umgebracht zu haben. Aber gut. Später hat sich dann aber gezeigt, dass von Werlhof an der Realität gar nicht interessiert ist. Das die ganzen Geschichten um HAARP, Chemtrails, etc Unsinn sind und teilweise gegen die Naturgesetze verstoßen hätte sie leicht rausgefunden, hätte sie sich informiert oder mit Experten gesprochen. Aber sie wollte sich lieber in der Rolle der vom faschistischen Patriarchat verfolgten Märtyrerin sehen – und mit der Gründung ihrer “planetaren Bewegung” scheint sie diese Rolle weiter zu verfolgen.

Was soll die Aufregung, wird sich manche fragen. Ja, eigentlich braucht man sich nicht aufregen. Gruppen dieser Art gibt es haufenweise und die wenigsten spielen irgendeine relevante Rolle außerhalb der esoterischen Szene. Aber diese hier wird von einer österreichischen Universitätsprofessorin angeführt. Und das ist nicht nur äußerst peinlich für die Universität Innsbruck – sondern auch bedenklich, was die Wirkung und Glaubwürdigkeit in der Öffentlichkeit angeht. Der wissenschaftliche Analphabetismus wird durch sowas sicher nicht kleiner…

Übrigens: Wer es durchhält, kann sich die Rede auch bei YouTube ansehen: Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5. Besonders schlimm – der letzte Teil:


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Kommentare (202)

  1. #1 Lichtecho
    15. August 2010

    Hmm, ich habe den Eindruck, Frau Werlhof steht im Kontakt mit Stargate Command SG-1 und will uns vor Apophis warnen, ohne SG-1 zu enttarnen. Unter dieser Voraussetzung ergibt das alles einen Sinn!

  2. #2 ZEITungsleser
    15. August 2010

    Nicht doch solche Artikel – und dann auch noch die Bilder. Ich pruste hier doch nur meinen Monitor zum Sonntag Abend voll … 😀

  3. #3 w.
    15. August 2010

    Für dich gilt: je größer die Insel der Unwissenheit, desto größer die Küste der Verzweiflung.

    Dieser Pseudo-Wissenschaftsblog ist weder fundiert noch relevant.

  4. #4 Andreas Kyriacou
    15. August 2010

    Irgendwie lustig, wenn sich (siehe Teil 5) Verschwörungstheoretiker und Esoteriker bekämpfen:

    Das ist ja auch eine religiöse Prophezeiung, dass es einen solchen Erde und Himmel geben wird und das Groteske ist, dass ja sehr viele Esoteriker davon längst reden, die bemerken, dass die Erde sich verändert und meinen, das sei freiwillig der Fall. (Gelächter) Die haben ja keine Ahnung, was da alles passiert. Da muss ja erst untersuchen, wie viel von dem was da passiert, für diese Veränderung zuständig ist, bevor man solche Fantasien entwirft. So – so weit Bertell*.

    *http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Rosalie_Bertell

  5. #5 Roland Giersig
    15. August 2010

    Wo hat Frau Werlhof ihre Sponsion abgelegt? Man sollte die betroffene Universität (aber auch die Uni Innsbruck) darauf hinweisen, dass sie durch ihre öffentlichen Aussagen die Würde ihrer Universität schädigt und somit ihr Sponsionsgelübde bricht. Hat das nicht normalerweise die Aberkennung des Titels zur Folge?

  6. #6 fatmike182
    15. August 2010

    ich poste zu dem jetzt nur ungerne eine ernst gemeinte Frage, aber:
    was tut v Werlhof nun exakt akademisch, wenn sie jedesmal schon beweist, dass sie von ihrem Gebiet offenbar auch keine Ahnung hat…
    Wenn ich in meinem Leben auf voller Linie so versage, dann mach ich das jedenfalls auch, was die Dame macht – klingt nach jeder Menge Spaß und spaßerzeugenden Mittelchen!

  7. #7 Florian Freistetter
    15. August 2010

    @w: “Für dich gilt: je größer die Insel der Unwissenheit, desto größer die Küste der Verzweiflung. Dieser Pseudo-Wissenschaftsblog ist weder fundiert noch relevant. “

    Wenn du deine “Kritik” noch etwas konkretisieren könntest, dann wäre sie vielleicht auch nicht so vollkommen sinnlos…

  8. #8 Bastian
    15. August 2010

    Ich habe meinen Anwalt schon kontaktiert. Das Verbreiten dieses Videos ist eindeutig Körperverletzung. Nach 1:20 musste ich abschlacht… äh… abschalten. Da hat sich mal jemand mit den radioaktiven Handystrahlen ziemlich das Hirn verbruzzelt. Da hilft nicht mal mehr rechtsdrehendes belebtes Harmonie-Mondwasser. Ich muss hier weg… Wuaaa

  9. #9 Schlotti
    15. August 2010

    Manchmal geht’s ganz schnell!

    Siehe Anakin Skywalker

    Heute Professorin, Morgen Teil der dunklen Seite der Macht.

    Ihren Verstand sie wiederfinden möge.

  10. #10 cydonia
    15. August 2010

    @Schlottijoda
    Deinen Optimismus möchte ich haben! Na gut, es war höflich gemeint, aber trotzdem..

  11. #11 Schlotti
    15. August 2010

    @cydonia:

    Nö, optimistisch bin ich da durchaus nicht.

  12. #12 cydonia
    15. August 2010

    Ich meinte Jodaschlotti, Dein alter Ego!

  13. #13 Jodaschlotti
    15. August 2010

    Nö, optimistisch ich nicht bin.

  14. #14 MartinS
    15. August 2010

    Was mich eigentlich erschüttert ist, dass die Frau immer noch ihren Status als Universitätsprofessorin hat!
    Jeder darf glauben was er will und sich als Heilsbringer anbieten, aber doch nicht mit der Reputation einer Universität im Rücken!
    Oder ist die Uni gar eine esoterische Teergrube? It das ein Trend dort?
    Ich finde es gerade nicht, aber war nicht auch von TCM-Vorlesungen für Kinder die Rede?

  15. #15 Florian Freistetter
    15. August 2010

    @MartinS: “Jeder darf glauben was er will und sich als Heilsbringer anbieten, aber doch nicht mit der Reputation einer Universität im Rücken! “

    Ist wahrscheinlich der karmische Ausgleich für den “großen” Anton Zeilinger 😉 Der war ja auch auf der Uni Innsbruck. Die TCM-Vorlesung für Kinder war bei der Kinderuni-Wien.

  16. #16 Name
    15. August 2010

    Das Video 5/5 wurde bereits entfernt. Offenbar hat Bastian einen schnellen Anwalt.

  17. #17 Plankton
    15. August 2010

    Das tut weh!

  18. #18 TheBug
    15. August 2010

    Die Frau hat schwer einen an der Waffel. Was auch immer die die ganzen Jahre an der Uni getrieben hat, mit Wissenschaft kann das nichts zu tun gehabt haben, wenn die schon immer so war.

    Trauriges Beispiel dafür was raus kommt wenn Bildung einseitig ist. Und eine traurige Verschwendung von Steuergeldern so jemanden als Professorin zu beschäftigen.

  19. #19 Xylophoneichel
    15. August 2010

    Mit ner einzelnen verwirrten Frau könnt ich ja noch leben, aber was mich echt schockiert ist der Applaus in dem Video.

  20. #20 fatmike182
    16. August 2010

    Ist der Uni Innsbruck die Literatur-Liste der vW peinlich?
    Auf der Uni-Seite geht der Link zu den Büchern/Aufsätzen nicht mehr. Nurmehr über wayback machine archive erreichbar — das zu lesen: ein seltsames Vergnügen!
    (btw: möchte mal ihren Sohn kennen lernen; was der für Schuldgefühle ob seiner Männlichkeit haben muss…

    @ Xylophoneichel
    bei diesen Vorträgen hat offenbar nur gezählt, wie viele Kinder man hat & ob man Titel hat

  21. #21 fatmike182
    16. August 2010

    @ Roland Giersig
    “wir” können aufatmen – studiert hat sie ausschließlich in Deutschland & Zentralamerika. Das Ö Bildungssystem erntet erst jetzt die Früchte

  22. #22 TheBug
    16. August 2010

    Der Wikipedia-Artikel zur Frau Professor hat einen Link zum Deutschen Naturschutzring, der geht auch nicht mehr, auf deren ganzer Site ist die Frau nicht mehr zu finden. Nur noch in einem Rundschreiben von 2005 taucht Frau Werlhof mit einigen wirren Bemerkungen zu “Subsistenzwirtschaft” auf.

  23. #23 MartinS
    16. August 2010

    Ich kenne den universitären ‘Kodex’ nicht, aber kann mir vielleicht irgend jemand erklären, warum man eine Frau vW nicht einfach ‘feuern’ kann?
    Sie hat ja nun wirklich keinerlei ‘belegbare’ Aussagen gemacht – und alleine das müsste doch für eine Entfernung aus dem ‘Wissenschaftbetrieb’ reichen.
    Mir ist es dabei egel, ob der Fall in Schland oder in Ösiland ‘vorfällt’!
    Meine Frage ist: Wer kontrolliert diese Entscheidungen (Kündigung oder nicht)? Wie weit ist das ein Politikum und wer ‘deckt’ sie?

  24. #24 Schlotti
    16. August 2010

    Boah!

    Ich habe in den vergangenen 4 Stunden mehrfach versucht, mir diese Videos reinzuziehen.

    Vergeblich.

    Auch ein Fläschchen Wein (Medoc, Chateau Grivière, 2006) hat nicht dazu geführt, eine Gemütsverfassung zu erlangen, die dieses unsäglich dummes Geschwätz auch nur ansatzweise erträglich macht.

    Ich kann jeden Leser (und natürlich auch jede Leserin) nur nachdrücklich warnen.

    Es ist nicht so, dass die Dame frei vorträgt und sich womöglich im Eifer des Gefächt’s ein bisschen echauffiert, sondern die Tante liest jedes Wort von einem Manuskript ab. Diese Frau Werlhof meint also tatsächlich, was sie sagt.

    Die Dame hat offensichtlich vollständig jede Bodenhaftung verloren.

    Die Netiquette verbietet bedauerlicherweise, deutliche Worte zu verwenden. Wenn sie nur Unsinn reden würde könnte man das einfach als Unsinn einer Person abtun, die halt als Kind ein bisschen zu heiß gebadet wurde.

    So wie man eben auch das Gelaber etwa eines Jo Conrad wahrnimmt. Oder eines Dieter Broers…

    Diese merkwürdige Person ist allerdings – im Gegensatz zu den vorstehend genannten Gestalten – echte Professorin. Sie hat also tatsächlich einen echten, hohen akademischen Grad.

    Das lässt mich schaudern!

    Sie muss doch wohl mal was vernünftiges gesagt haben, um Professorin geworden sein zu können!?

    Wie aber kann eine Professorin sich derart disqualifizieren?

    Ich verstehe das nicht.

    Selbst nach dem Genuss einer zweiten Flasche Wein könnte ich auch beim besten Willen nicht so dumme Aussagen machen, wie Frau Werlhof es in diesen Videos tut.

    Ehrlich Leute, sich die verlinkten Videos reinzupfeiffen tut weh. So ein verqueres Gesülze muss man sich erst mal ausdenken können.

    Unglaublich!

    Ich kann mich nur wiederholen, die einzig passenden Worte zu verwenden, verbietet die Netiquette.

    Was treibt diese Tante an? Weshalb erzählt die solch einen Unsinn? Ich weigere mich zu glauben, dass eine Person, die immerhin Professorin ist, plötzlich verrückt geworden ist. Das muss Gründe haben. So komplett durch den Wind zu sein bedeutet m.E., dass da wohl in ihrem Leben plötzlich irgendetwas ganz gewaltig schief gelaufen ist. Solch ein dummes Geseiere traue ich an und für sich einer Profesorin nicht zu. Da muss bedauerlicherweise etwas vorgefallen sein, was ihr den Verstand geraubt hat.

    Natürlich kenne die Gründe für diesen plötzlichen Verlust des Verstandes nicht. Ich stelle nur fest, dass dieser Verlust tatsächlich stattgefunden hat.

    Arme, arme Frau Werlhof!

    Ich empfinde hier in erster Linie Trauer.

    Da ist ein Mensch, der wohl mal klug war, jedoch jetzt offensichtlich den Verstand verloren hat.

    Einfach nur bedauerlich.

  25. #25 MartinS
    16. August 2010

    @Schlotti
    Isch ‘abe swar keine Schahtoh “‘au misch blau – Gran Kru Deklasseeh” konsümiert,
    aber ich denke ernsthaft, dass Fr vW irgendwann in der Lage war, genügend *Wissen* anzuhäufen, um damit beeindrucken zu können. Heißt: Sie hat viel, sehr viel auswendig gelernt – aber das ist eben kein Beweis für Denkfähigkeit.
    Nein, ich habe überhaupt kein Mitleid mit ihr!

    Ich habe im allerengsten Familienunmeld den Fall erlebt, dass ein unstudierter, beruflich erfolgreicher Mann, Aussicht auf eine Professur an einer dt. Uni hatte. Es gab nur noch zwei Kandidaten: Ihn und einen weiteren Bewerber. Jener Bewerber, ebenfalls ‘fachfremd’ bekam die Professur – und wie sich später herausstellte: er war der Neffe des Dekans!
    Warum ich das hier erzähle?

    Schlotti, die Frau konnte vielleicht noch nie *denken* – sie hatte vielleicht nur die richtigen ‘Connections’!

  26. #26 Stefan W.
    16. August 2010

    Hexe und Märtyrer passen m.M. nach aber nicht unter einen Hut.

    Ein Märtyrer wird getötet, wenn er seinem Glauben nicht abschwört, und macht trotz der Gelegenheit keinen Gebrauch davon. Die Hexen dagegen wurden so oder so getötet – um ein Geständnis zu erzwingen, oder weil ihr Kontakt zum Teufel bewiesen war – durch Geständnis beispielsweise.

    So dass die, die die Christen verfolgt haben, letztlich humaner dastehen als jene 1000 Jahre später, aber nicht 1000 Jahre zivilisierter.

    Jedenfalls bedeutet zu sagen, sie hielte sich für eine Märtyrerin, dass sie meint, sie sei schon tot.

  27. #27 Schlotti
    16. August 2010

    @Martin:

    Meine Sichtweise mag möglicherweise ein wenig optimistisch, blauäugig sein.

    Ich unterstelle Personen, die den Titel Professor tragen, zunächst mal eine gewisse Qualifikation. Es kann schon sein, dass es Leute gibt, die diesen Titel nicht verdient haben. Allerdings ist, davon gehe ich aus, es nicht selbstverständlich, Professor(in) zu werden.

    So wie ich mir eine akademische Karriere vorstelle hat ein Mensch, der ein Studium abgeschlossen hat, zunächst mal zu promovieren und in seinem Fach Verdienste zu erwerben. Dann besteht womöglich irgendwann mal die Möglichkeit, zu habilitieren. Dies kann dann zu einer Professur führen.
    Mir scheint, dass dies ein durchaus eher steiniger Weg ist. Wer also sich mit dem Titel Professor schmücken darf, hat zunächst meinen Respekt.

    Das der Titel Professor nicht davor schützt, Unsinn zu reden, respektive davor schützt, dass Unsinn – von einer Professorin vorgetragen – als Unsinn benannt wird (wie aktuell im Falle der Professorin Werlhof), hat damit nichts zu tun.

    Ich bleibe dabei, dass ich zunächst keinen Grund habe, anzunehmen, dass die Dame immer schon so dämlich war, wie es sich im Moment darstellt. Ich gehe wohlwollenderweise davon aus, dass Frau Werlhof nicht immer so blöd war, wie in den oben verlinkten Videos.

    Sicher ist in der Tat, dass sie im Moment Unsinn von sich gibt.

    Da sind wir, lieber Martin, durchaus einer Meinung.

    Ich habe vorstehend lediglich vermutet, dass diese Dame wohl mal weniger dumm gewesen sein muss, als sie es jetzt ist. Sonst wäre sie nicht Professorin geworden.

    Wenn also eine Person – trotz einem hohen Bildungeniveau – durchdreht, dann finde ich das bedauerlich.

    Perlen vor die Säue sozusagen.

    Bedauerlich halt.

  28. #28 Schlotti
    16. August 2010

    @Martin:

    Übrigens:

    Isch ‘abe swar keine Schahtoh “‘au misch blau – Gran Kru Deklasseeh” konsümiert,

    Kennst Du Aldi?

    Da kannst Du diesen leckeren Wein kaufen…

  29. #29 Daniel
    16. August 2010

    Hallo

    nur sicherheitshalber: Ich kannte auch mal eine Frauenrechtlerin, die war ECHT klug und man konnte vernünftig über dieses und andere Themen reden.
    Doch da hat jemand wohl einen schweren Fall von Männerverfolgungswahn …

  30. #30 Lämpchen
    16. August 2010

    Da muß man nicht nach Österreich um solche “Spinner” zu finden, die gibt`s auch um die Ecke. Aktuell fällt mir selbiger ein:

    http://www.berndsenf.de/MenuWetterarbeit.htm

    Aber es ist -nach meiner subjektiven Wahrnehmung- eine enorme Fluktation von ehemaligen “Wissenschaftlern” in Richtung Esoterik/Weltverschwörung festzustellen. Alle Lebensläufe haben -auch dies meine subjektive Wahrnehmung- eines gemeinsam: Es sind Menschen, die wohl mehr erreichen wollten als ihnen (geistig?) möglich war und die jetzt vor dem (eingebildeten?) Scheitern ihres Lebens stehen bzw. auf dieses zurückblicken. Vielleicht fehlt ihnen auch einfach nur die von Warhole gepriesene “15-Minuten-Berühmtheit”.
    Schuld an diesem Scheitern ist dann natürlich nicht die eigenen Unzulänglichkeit, sondern, ganz logisch, irgendwelche böse Mächte, fehlende Schwingungen, Unordnung der Erde or whatever.
    Sie müssen jetzt ganz einfach endlich einmal in ihrem Leben wenigstens ein bißchen Aufmerksamkeit erregen und ein klein wenig Zuspruch bekommen – und sei es nur von genauso durchgeknallten Menschen. 😀

    Eigentlich eine traurige Entwicklung, wobei ich nicht denke, daß es eine Erfindung des 20./21. Jahrhunderts oder des “Maya-Kalenders” ist. Es gab sicherlich schon zu allen Zeiten durchgeknallte oder (im Alter, eventuell auch aufgrund von Erkrankungen) “irre” Wissenschaftler. Allerdings gab es noch nicht das www, mit dem diese die Möglichkeit hatten diesen Schwachsinn auch noch zu verbreiten. Die saßen dann in ihrem Kämmerlein und schrieben ihre Phantasien nieder und keiner hat sie je zu sehen bekommen, da (vermutlich) mitleidige Bekannte/Verwandte für eine rasche Vernichtung gesorgt haben.
    Heute gibt es das www und man kann probemlos die krudesten Gedankengänge verbreiten und die eigene “Wahrheit” die aufgrund von Realitätsverlust zustandekommt an gutgläubige Menschen verkaufen denen oft die Möglichkeit und der Intellekt fehlt die Fehler in diesen Gedankengängen zu erkennen.

    Karl Kraus wußte schon: “Vervielfältigung ist insofern ein Fortschritt, als es die Verbreitung des Einfältigen ermöglicht.”.

  31. #31 Lichtecho
    16. August 2010

    Lichtecho gibt Lämpchen recht 😉 Ich denke auch, dass die Ursache für das Abdriften vieler Akademiker ab mittleren Alters in einer Kränkung zu suchen ist. Sie empfinden eine große Diskrepanz zwischen der eigenen fantasierten Größe und der Einschätzung durch ihre Umwelt. Wenn die Betroffenen merken, dass sie formal eigentlich alles erreicht haben und trotzdem nicht den großen Applaus des Publikums bekommen, drehen sie in der von Lämpchen beschriebenen Weise ab.

    Natürlich gibt es das auch unter Nichtakademikern. Allerdings führt das überzogene Selbstbild der Betroffenen wahrscheinlich meist dazu, dass sie eher ein Studium anstreben und wahrscheinlich sind Geisteswissenschaftler mit ihrem Geniekult und ihrer diffusen Methodik noch anfälliger für solche Persönlichkeiten.

  32. #32 Florian Freistetter
    16. August 2010

    @fatmike: Also hier http://www.uibk.ac.at/politikwissenschaft/pdf/werlhof_lita.doc und hier http://www.uibk.ac.at/politikwissenschaft/pdf/werlhof_litbue.doc kann man Werlhofs Bücher und Aufsätze noch einsehen…

    @Alle: Ich weiß, es fällt manchmal schwer und besonders bei solchen Aussagen wie denen von Frau Werlhof. Aber es wäre super, wenn ihr nicht allzu unhöflich werdet (bis jetzt ists noch im Rahmen) – und mir wäre es auch lieber wenn man von psychologischen Ferndiagnosen absieht. Wenn das Esoteriker mit mir machen und mir voranalysieren was in meinem Leben schief gelaufen ist das ich nun so ein böser dogmatischer Wissenschaftler geworden bin ;), dann finde ich das auch immer enorm nervig…

  33. #33 Wolfgang Flamme
    16. August 2010

    Da kann man mal sehen wo das hinführt, wenn alte Leute ihre Medikamente nicht nehmen.

  34. #34 Lichtecho
    16. August 2010

    @Florian: Ich habe den Namen der Dame bewusst nicht genannt, damit es nicht wie eine psychologische Ferndiagnose klingt. Allerdings frage ich mich, was soll man sonst kommentieren? Inhaltlich kann man die kruden Thesen ja nicht ernsthaft diskutieren. Ich denke (ich hoffe!) es herrscht schnell Übereinkunft, dass das von ihr Vorgetragene blödsinnig ist. Aber was dann? Dann können wir uns nur noch fragen 1.) Warum ist so jemand Professor und was kann/will die Uni tun? 2.) Warum gibt es Menschen, die solchen Vorträgen Beifall zollen? Und eben 3.) Wie tickt so ein Mensch?
    Es ist aber tatsächlich nicht nur höfflicher, sondern auch interessanter das Phänomen Werlhof losgelöst von ihrer Person zu betrachten.

  35. #35 Florian Freistetter
    16. August 2010

    @Lichtecho: Deine Spekulationen über die späten Verwirrungen von Professoren (interessantes Thema übrigens; da wüsst ich auch ein paar 😉 ) hab ich gar nicht gemeint – eher das was Schlotti weiter oben andeutete.

  36. #36 inga
    16. August 2010

    Verschwörungstheoretiker sind doch häufig gerade nicht dämlich. Es gehört schon ein bisschen Grips dazu, Widersprüche mit der realen Welt logisch so aufzulösen, dass die Verschwörungstheorie bestätigt wird. Es ist auch nicht verwunderlich, dass unter vielen, vielen Hochschulprofessoren auch mal welche dabei sind, die irgendwie abdriften. Eine gewisse Weltfremdheit ist ja geradezu sprichwörtlich bei Professoren 😉 (Als Azubi hatte ich mal einen Professor als Kunden, der trug zwei Brillen übereinander!).
    Aber das Bild vom “Vaterland” (USA), das die “Muttererde” niederzwingen, ja, “vergewaltigen” will… Heilig’s Blächle. Brrrrrrrr. Da muss man auch erstmal drauf kommen!

  37. #37 Bullet
    16. August 2010

    Aber daß sie offensichtlich eine gehörige Portion Eau de Crank geschluckt hat, darf ich sagen, ja?
    Meine Güte… ich dachte damals, daß sie nur eine von diesen lauten aber unterbelichteten Feministenfritten ist – die mag ich ja eh besonders. Aber DAS … na ja, vielleicht verdient sie ihrer Ansicht nach zuwenig Geld an der Uni und möchte einen kleinen Nebenerwerb starten.

  38. #38 Kuchlbacher Rudolf
    16. August 2010

    Obwohl in Wien die Uni besucht, schäme ich mich echt schon seit längerem fremd für diese Dame…
    Peinlich und grotesk…
    Meines Wissens nach hat sich die Unileitung in Innsbruck zwar schon einmal für ihre unqualifizierten Äußerungen entschuldigt – das einzig richtige wäre aber sicher diese Frau in die Wüste zu schicken!!

  39. #39 TheBug
    16. August 2010

    Ein Problem dabei die Dame los zu werden dürfte wohl ihr Ansehen in radikal-feministischen Kreisen sein: Das böse Patriarchat macht bekannte Feministin mundtot.

  40. #40 klauszwingenberger
    16. August 2010

    Einfach weiterschwafeln lassen. Vor dieser Erhebung ist mir wirklich nicht bange.

  41. #41 Bullet
    16. August 2010

    Wo bleibt eigentlich Roland Steixner? Ich hätte da ein paar Fragen an ihn.

  42. #42 jedi
    16. August 2010

    Seit wann sind denn auch Chemtrails Verschwörungsunsinn, wie es in dem Artikel heißt?! Deren Existenz wurde ja gerade bei einem eigens dafür abeghaltenen Symposium von renommierten Wissenschaftlern in Belgien bestätigt. Wenn alles gleich eine “Verschwörung” ist – naja.. ich glaube den Leuten hier auch nichts mehr

  43. #43 Gluecypher
    16. August 2010

    Tja, im Englischen gibt’s dafür einen schönen Ausdruck…….batshit crazy!

    Aber ein bisschen Fakten-Check hätte Frau Werlhof doch eher gut getan. Dieser ganze Quark mit der guuuuuuuden Mudda Erde, da haut’s mir jedes mal den Draht aus der Mütze. Wenn die gut is’, dann wäre ich lieber Waisenkind.
    Erstmal hat sie zugelassen, dass vor ca. 2,5 Mrd Jahren fast alle Anaerobier buchstäblich von den Cyanobakterien und anderen Photosynthesebetreibern aus dem Wasser geblasen wurden. Ausserdem gibt es gute Hinweise darauf, dass sich die guuuude Muddi zweimal in einen globalen Eispanzer gewickelt hat. Auch nicht eben förderlich für das Leben.
    Und dann hat sie zugelassen, dass in 5 Massenextinktionen im Kambrium, Ordovizium, Silur, Perm/Trias und Trias zwischen 50 und 90% ihrer Kiddies den Löffel abgegeben haben (Gut, für das K/T-Event kann’se nüscht, da ist so ein patriarchaler Komet in sie reingebumst).

    Wenn ich mir die Haarfarbe der Frau W. anschaue, dann tippe ich mal auf gerontologische, intrakraniale Travertinablagerungen. Aber dagegen sind eben auch nicht alle gefeit, siehe Herr Pauling und das Vitamin C gegen Krebs.

    @Bullet
    Nur Geduld, der is’ bestimmt schon im Anflug.

  44. #44 Gluecypher
    16. August 2010

    @jedi

    Belege für Behauptungen bringen Du hier musst.Sonst nicht geglaubt wird Dir. Ansonsten gilt für Dich wie auch Frau W.: Der Schwachsinn stark in Euch ist.

  45. #45 Florian Freistetter
    16. August 2010

    @jedi: “Seit wann sind denn auch Chemtrails Verschwörungsunsinn, wie es in dem Artikel heißt?! Deren Existenz wurde ja gerade bei einem eigens dafür abeghaltenen Symposium von renommierten Wissenschaftlern in Belgien bestätigt.”

    Welches Symposium denn? Mir wären keine “renommierten Wissenschaftler” bekannt, die Chemtrails bestätigen. Bzw. was verstehst du denn überhaupt darunter? Wenn du meinst, Regierungen würden im Geheimen Chemikalien versprühen um – ja, was eigentlich zu tun? Menschen umzubringen/manipulieren? Wetter beeinflussen? – dann IST das eine Verschwörungstheorie. Oder hast du etwa belastbare Belege für sowas?

  46. #46 RL
    16. August 2010

    Ich glaube wir haben es hier mit einer Verschwörung zu tun: Das Patriachat© hat Frau Werlhof in die Welt geschickt mit dem Auftrag den Feminismus als krankes Beiwerk eines schwachen Geistes zu diskreditieren.

  47. #47 cydonia
    16. August 2010

    Also, die Verschwörer möchte ich gerne kennenlernen! Die Planung war perfekt, und das Ziel wurde schnell und effektiv erreicht. Solche Leute kann man brauchen!

  48. #48 cydonia
    16. August 2010

    Also, die Verschwöris möchte ich gerne kennenlernen! Die Planung war perfekt, und das Ziel wurde schnell und effektiv erreicht. Solche Leute kann man brauchen!

  49. #49 Bullet
    16. August 2010

    Deren Existenz wurde ja gerade bei einem eigens dafür abeghaltenen Symposium von renommierten Wissenschaftlern in Belgien bestätigt.
    Und wieder: “renommierte Wissenschaftler”.
    War das jetzt wieder ein argument from authority? So vage formuliert, daß man wieder nix widerlegen kann?
    *seufz*

  50. #50 Bullet
    16. August 2010

    Nur Geduld, der is’ bestimmt schon im Anflug.
    Hallo Klebi. Welcome back. :)

  51. #51 Herbert Haas
    16. August 2010

    Ich hab Angst vor dieser Frau.

  52. #52 oloool
    16. August 2010

    Hallo,

    bringt das Ganze denn auch eine Erkenntnis?
    Ich meine, es ist doch offenbar, das sich diese Gesellschaft in immer kontrastreichere Extreme, wildeste Thesen, sture Panik und oberflächlichen Intellekt teilt. Das ist doch der eigentliche Kern! Der Aufhänger hier selbst ist doch nur aus dem Verein “Brot und Spiele”.

    Der “Ökofeminismus” bzw. Feminismus an sich hat doch nicht die Aufgabe, für eine Gleichberechtigung der sozialen Geschlechter zu wirken. Es geht letztlich auch nicht um die Gleichberechtigung der Frau in der ‘patriarchalischen Welt’.

    Auf allen Seiten spielen die Rattenfänger ihre Lieder.
    Es geht doch einfach nur um das Spalten;

    Divide & Impera.

    Anstatt sich auf den goldenen Mittelweg der Vernunft zu besinnen,
    heizen solche “Aufreger” das Rad nur an.
    Das bringt nichts!

    😉

  53. #53 Bullet
    16. August 2010

    “Mittelweg der Vernunft”… wie kann Vernunft ein “Mittelweg” sein?

  54. #54 Florian Freistetter
    16. August 2010

    @oloool: Sorry, ich hab nicht verstanden, was du sagen wolltest.

  55. #55 jedi
    16. August 2010

    @freistettner

    Das Symposium war in Ghent, das sollte man eigentlich schon wissen als Kritiker der Chemtrail-These.

    Ich weiß jetzt nicht, warum bei dir immer gleich alle Alarmglocken läuten und irgendwelche Horrorszenarien aufsteigen nach dem Motto es geht darum Menschen zu töten etc.
    Fakt ist, dass es nach Kopenhagen 2009 keine politische Lösung für den Klimawandel gibt, d.h. in Form von verb. co2-Reduktionen. Deshalb wird mittlerweile eine gewisse Art von sog. geo-engeneering als Möglichkeit der Gegensteuerung betrachtet, darunter auch das sog. chemtrailing. Das heißt nicht, dass man Menschen töten will, sondern man will die Folgen der Erderwärmung/Klinawandel dadurch “in den Griff” bekommen. Es sind allerdings erhebliche Kollateralschäden damit verbunden, so wie es aussieht. .. also alles nicht so einfach ..
    Und es wird vorwiegend von den Militärs unternommen, d.h. keine parlamentarische Kontrolle etc. d.h. auch aus demokratiepol. Sicht sehr bedenklich.

    Ich würde das aus dem Artikel rausnehmen mit den Chemtrails, sonst wirkt er lächerlich und auch nicht besser als die Gegenseite

  56. #56 Florian Freistetter
    16. August 2010

    @jedi: “Ich würde das aus dem Artikel rausnehmen mit den Chemtrails, sonst wirkt er lächerlich und auch nicht besser als die Gegenseite”

    Tja – da du mir immer noch nicht sagen konntest, welche “renommierten Wissenschaftler” denn nun die Chemtrails bestätigt haben und du anscheinend auch keine Belege dafür hast, das so etwas tatsächlich existiert, sehe ich keinen Grund, daran was zu ändern. Wenn du mehr zu dem Thema wissen willst, schau mal hier.

  57. #57 jedi
    16. August 2010

    naja, dann lass es drinnen, ist ja auch nicht mein Problem

    “Chemtrails widerspicht Naturgesetzen” ROFL

  58. #58 Florian Freistetter
    16. August 2010

    @jedi: “naja, dann lass es drinnen, ist ja auch nicht mein Problem
    “Chemtrails widerspicht Naturgesetzen” ROFL”

    Meine Güte… das hab ich ja auch nicht behauptet. Sondern das hier:

    Das die ganzen Geschichten um HAARP, Chemtrails, etc Unsinn sind und teilweise gegen die Naturgesetze verstoßen hätte sie leicht rausgefunden

    Natürlich widerspricht es keinen Naturgesetzen, irgendwelches Zeugs per Flugzeug zu versprühen. Aber es gibt dafür eben keinerlei ernsthafte Belege. Du kannst ja anscheinend selbst keine bringen – warum soll ich das dann ernst nehmen?

  59. #59 noch'n Flo
    16. August 2010

    Halleluja, Schwester!!!

    Einige Passagen ihres wirren Ergusses habe ich auch nach dem 10.Mal nicht verstanden – jetzt habe ich Kopfschmerzen. Ich werde irgendwie auch immer masochistischer.

    Aber mal im Ernst: egal, was für Drogen die Frau nimmt, ich will auch ein paar davon!

  60. #60 Bjoern
    16. August 2010

    @jedi: Das Symposium wurde von der “Belfort-Group” veranstaltet. Deren Webseite ist auf holländisch – aber von Google kann man sich’s ja übersetzen lassen. Ergebnis: da sind weit und breit keine “renommierten Wissenschaftler” zu sehen in dieser Gruppe (und bei der Beschreibung des Symposiums habe ich auch keine “renommierten Wissenschafler” gesehen). Das ganze ist schlicht und einfach eine Gruppe von Verschwörungstheoretikern – sieht man z. B. auch schön daran, dass sie laut ihrer Homepage anscheinend auch gegen Impfungen sind…

  61. #61 olsch
    16. August 2010

    Hab nach kurzer Recherche das hier gefunden.
    Keine bekannten Namen, keine Wissenschaftler. Eine weitere kurze Recherche zeigte, dass eine der Vortragenden auch Impfgegnerin ist.
    Schon komisch, dass bei den Verschwörungstheoretikern oft alles zusammen kommt. Zumindest hab ich noch von keinem gehört der nur einer komischen Theorie anhämgt, die anderen aber ablehnt.

  62. #62 olsch
    16. August 2010

    @Bjoern
    Da war ich wohl zu langsam…

  63. #63 stoffel
    16. August 2010

    Wenn schon VT, dann aber richtig:

    14h40 –15h40 *Chemtrail: for security reasons this speaker will remain anonymous untill the 29th.
  64. #64 Bullet
    16. August 2010

    Oha, das ist ja lustig. Dieses Symposium heißt auch noch *trommelwirbel*
    International Symposium “The illegal spraying of harmful substances in the atmosphere by airplanes, also known as “chemtrails” – The Truth!®

    We’re screwed.

  65. #65 klauszwingenberger
    16. August 2010

    @ Gluecypher

    Volltreffer! Ich hätte an der Frau Professorin Stelle auch so meine Probleme, z.B. den Hinterbliebenen von Tsunami-Opfern etwas von der lieben Mutti Erde vorzufaseln.

    Die geisteswissenschatliche Fraktion hat anscheinend auch ihren Schopenhauer nicht mehr parat. Der wusste nämlich schon ganz genau, was Sache ist und hat das an dem lieblichen Anblick einer Blumenwiese mit Sumsebienchen drüber mal klargezogen: schaut man en detail hin, erkennt man, dass das vermeintliche Idyll ein Schlachtfeld ist, auf dem unter allem, was da kriecht und krabbelt, ständig millionenfach massakriert wird.

    Wenn man unbedingt etwas über eine Sinneshaltung der Erde sagen will, dann ist das, dass die Erde die Entstehung von Leben begünstigt. Individuelles Leben ist ihr herzlich gleichgültig.

  66. #66 Lämpchen
    16. August 2010

    @klauszwingenberger und Gluecypher

    Tststststs…wie können Sie von Frau nur verlangen einen Schopenhauer zu lesen? Oder gar dessen patriarchalischen Gedanken “parat” zu haben?
    Das geht ja wohl mal gar nicht. 😉
    Abgesehen davon die Schlachtfelder unter dem (weiblichen?) Idyll “Sumsebienchen und Blumenwiese” ist eben auch wieder nur männlichen Ursprungs. Also das ist schon mal gar kein Argument gegen Mutter Erde.
    Eben diese (männlichen) Männer und diese männliche Denke, die eben (Militär = männlich, Politik = männlich, Protagonisten von Verschwörungen gegen Mutter Erde = männlich) muß ja bekämpft werden.
    Ist doch klar, sobald das Patriarchat (in der letzten Konsequenz wohl die Männer an sich?) mal weg ist vom Fenster und alleine “Mutter Erde” wieder herrscht, dann gibt es auch keine Erdbeben, Tsunamis, Kriege oder sonstige bösen Dinge mehr. Das ist doch ganz logisch – oder etwa nicht?
    Frau (bzw. Mutter Erde) ist per se gut, Mann ist per se schlecht.

    Gut, man sollte eigentlich von jemanden der hier (angeblich) Forschung betrieben hat einen etwas größeren Horizont vermuten, man kann diesen aber -wie man sieht- eben nicht erwarten.

    Ich weiß nicht, warum entwickeln Frauen, die sich mit Frauenforschung/Emanzipation beschäftigen eigentlich einen so unbändigen Männerhaß? Oder wollen die Geschlechter irgendwann absolut “gleich” haben?

    Wenn es nicht auch heute noch wirklich schlimme Auswirkungen von Frauenfeindlichkeit (Zwangsehen, Verstümmelungen, Unterdrückung in einigen Ländern) gäbe, müßte man (auch als Frau) eigentlich dafür sein, diese (vermeintliche) Forschung mal abzustellen, in der Hoffnung, daß die Welt dann von solchen (späten?) Wahnideen der “Wissenschaftlerinnen” verschont bleibt.

  67. #67 Lämpchen
    16. August 2010

    Gerade entdeckt, ein neuer Skandal des bösen Matriarchats (hoffentlich kommt auch Frau Werlhof da schnell dahinter und “beglückt” uns mit neuen Informationen oder ihr Verein unternimmt etwas dagegen.
    😉

    http://www.karstenuwe.com/russische-nachrichtenagentur-usa-und-haarp-fur-durre-verantwortlich.html

    Da hilft keine Logik, da hilft nur Kopfschütteln.

  68. #68 Lämpchen
    16. August 2010

    Fehler: Muß natürlich “Patriarchat” heißen *Asche auf mein Haupt*. 😀

  69. #69 Gluecypher
    16. August 2010

    @Bullet

    Jo, ich hatte gerade einen Projekt-Job, der mich genötigt hat, jeden Tag mehr als 8 Stunden am Computer zu sitzen, deswegen hab’ ich mich auch länger nicht mehr gemeldet, sonst wäre mein Hirn explodiert. But I’m back with a vengance 😉

    @Klauszwingenberger

    Schopenhauer, bääääh. Wie kann man nur ^_^

    @Lämpchen

    Hmmmmm, wie erklärt dann Frau W., wieso auch Frauen freiwillig bei diversen Armeen Dienst tun?

    @all

    Natürlich war das auch kein Komet, sondern ein Asteroid. Peinlich, peinlich……..

    Auszug aus dem Veraanstaltungsprogramm:

    14h05 “Why are we here?” – Introduction by Sofia Xenidis

    14h10 “What in heaven is going on?”

    14:30 Why the heck does frozen Pizza taste like monkey-ass?

    @jedi
    Natürlich gibbet es vage Pläne, das Klima mittels Geo-Engineering zu verändern, aber bisher ist da noch alles Spekulatius. Und Versuche zur Eisendüngung von Algen zur CO2-Bindung sind auch prompt spektakulär in die Hose gegangen. Aber Hauptsache man kann über eine große, weltweite Verschwörung (TM) munkeln. Und über den Hintergrund der Chemtrails (TM) gibt es soviele Hypothesen wie es VT-ler gibt. Ausser gefakten Photos, ein paar schwiemeligen Dein-Röhre-Videos sowie “Augenzeugenberichten” von anonymen Piloten nichts gewesen. Gääääääähn.

  70. #70 Lämpchen
    16. August 2010

    Ich bin erst jetzt dazu gekommen, mir den Vortrag in Gänze anzuhören. Erst mal muß ich sagen furchtbar, bei Video 1 dachte ich ja noch, es liegt an der schlechten Tonqualität wie Frau Werlhof spricht – aber nein, die liest wirklich so schlecht intoniert ab – ohne Punkt und Komma und effektiv nicht in der Lage ihre eigenen Worte richtig abzulesen, manchmal hat man sogar den Eindruck sie versteht den Text, den sie vorliest selbst nicht. Ich stelle es mir persönlich als Hölle vor, bei der Frau eine Vorlesung anhören zu müssen.

    Gleichzeitig habe ich noch eine (zugegeben obernaive) Frage an Florian (die ich mir natürlich auch selbst beantworten könnte, ich will aber die Stellungnahme eines echten Fachmannes :D):

    In Video 2 spricht Frau Werlhof ab ca. 6.40 davon:
    “Auch die Laserstrahlentechnik der Konzentration auf eine einzige Wellenlänge und ihre rhythmische Aufschaukelung spielt eine immer größere Rolle denn man kann mit Lasertechnik ebenso intelligente Bomben, also Smart Bombs bauen wie Metall durchschneiden oder die Luftschichten um zum Mond zu fliegen.”

    Hööööööhh? Wir brauch erst noch eine Technik um die Luftschichten zu durchschneiden um zum Mond zu fliegen? Die ganzen Satelliten etc.pp. sind nur da oben, weil sie sich im Weltraum mit Lasertechnik die Luftschichten durchschneiden?

    Hab ich irgendetwas verpaßt?

  71. #71 S.S.T.
    16. August 2010

    @Lämpchen
    Noch ‘besser’ sind die Kommentare dort, via Link, und die dort behaupteten 3500 MW als Leistung von HAARP.

  72. #72 S.S.T.
    16. August 2010

    @Lämpchen· 16.08.10 · 19:27 Uhr

    Das menschliche Hirn ist ein ‘wundersames Ding’. Augenscheinlich kann es irgendwann sehr wundersame Wege gehen, die niemals ‘in die Wiege gelegt’ wurden. Meine Nachbarin, die offensichtlich bis zu einem sehr hohen Alter im Leben stand, hatte mich regelmäßig weit nach Mitternacht herausgeklingelt, weil jemand in ihrem Bett lag. jedenfalls bis ich nachts die Klingel abgestellt habe. Alter kann in der Tat eine große Last sein.

    Noch wundersamer ist es allerdings, dass es genug hinreichend intelligente Leute gibt, die diesen Wirrsinn bejubeln.

  73. #73 Gluecypher
    16. August 2010

    @Lämpchen

    Du hast Dir echt alle Videos ‘reingetan? Respekt, ich musste bei #5 schon nach 5 Minuten abstellen, der Brechreiz war echt zu stark.

    Was die Lasertechnik angeht (VORSICHT! Werlhoff’sche “Logik”): Laser = Star-Wars = Darth Vader = Bööööööseeeeeeee!!

    Dass die Gute ohne optische Verstärker und Lichtleiter (also Lasertechnik) ihren Senf nicht über’s Zwischennetz verbreiten könnte, macht ja nichts. Es geht doch nichts über ein gesundes Halb-Wissen. Oder Viertel- oder Achtel-Wissen, oder so. Und so wie ich die Frau W. einschätze, hat sie auch keinen CD-(DVD, Blu-Ray)Player und kauft nur in Läden ein, wo die Preise noch per Hand in die Kasse gehackt werden.

    Frei nach dem Motto: Ich hab’ was gegen Wissenschaft, denn die Wissenschaft hat festgestellt, dass wir ohne sie besser d’ran wären.

    Aber was’ mir jetzt so einfällt. Bei dem Vortrag (Video #5) war doch ein Mann anwesen (vorne Links am Fenster), wurde der danach gesteinigt? JEHOOOVAAAA!

  74. #74 olsch
    16. August 2010

    Also gegen die guten Laser ist sie auch?
    So langsam bekomme ich das Gefühl, dass die Frau wirklich keine Ahnung hat worüber sie redet.

  75. #75 Alexander
    16. August 2010

    vW ist nicht allein. Ihr Aufruf hat laut http://www.mondschwestern.de/news04.php 300 Erstunterzeichnerinnen. Alle Vorträge des Goddess-Kongresses inklusive des Skripts von vW sind unter http://www.gerda-weiler-stiftung.de/service.html zu finden.

  76. #76 rambaldi
    16. August 2010

    Moment mal, alle zurück auf Anfang.

    Die Frauen behaupten doch””Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine starke Frau”.

    Also nix mit bösen Patriarchen, die Mädels sind an allem Bösen schuld.

  77. #77 Alexander
    16. August 2010

    vW scheint im öko-feministischen-globalisierungkritischen Umfeld gut vernetzt zu sein, so durfte sie zB auf der attac Sommerakademie referieren.
    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33072/1.html
    Und in einem Buch des nicht ganz unbekannten Michel Chossouddovsky http://de.wikipedia.org/wiki/Chossudovsky sie auch schreiben. http://atlanticfreepress.com/reviews/13673-the-global-economic-crisis-the-great-depression-f-the-xxi-century-book-review-by-kellia-ramares.html
    Ich denke mal vW ist nur die Spitze des Eisbergs …

  78. #78 Christian Berger
    16. August 2010

    Also das mit dem “Die Erde als Waffe nutzen” ist nicht neu. Das hat die BBC schon am 28.06.2008 gezeigt. Damals wurde, laut diesem Bericht, die Erde von sogenannten “Daleks” entführt. Diese bauten sie in eine gigantische Maschine ein, welche das Universum zerstören sollten.

    Wie schon gesagt, das war in einem Bericht der BBC, und ich denke, dass die BBC seit dem peinlichen Vorfall mit dem Taxifahrer inzwischen alles nochmals überprüft.

  79. #79 olsch
    16. August 2010

    Aber selbst ein Bericht der BBC ändert nichts an der physikalischen Unmöglichkeit dieser “Erd-Waffe”.

  80. #80 Alexander
    16. August 2010

    @Christian: in welcher Folge von Dr. Who war das denn? Werd mal meinen Sohn fragen, der kennt sich da besser aus 😉

  81. #81 Lämpchen
    16. August 2010

    @Christian Berger
    Ihnen ist schon bekannt, wann, wo und in welchem Format “The Hithicker´s Guide to the Galaxy” erstmals erzählt und ausgestrahlt wurde? Dr. Who läßt grüßen. 😀

    @Gluecypher
    Frauen bei der Armee??? Freiwillig???
    Da kann es sich nur um eine neuerliche Verschwörung des Patriarchats handeln und eine Lüge handeln.
    Alternativ könnte es natürlich auch sein (so es wirklich Frauen in der Armee gibt :D), daß dies eine ziemlich subtile Methodes des Matriarchats ist die Armee zu unterwandern und somit auf (natürlich friedlichem und spirituellem Weg) Mutter Erde zu retten. Das Ziel ist es, das Militär abzuschaffen um für den Frieden auf Erden zu sorgen. :)

    Ja, ich bin manchmal wohl etwas masochistisch veranlagt und habe mir alle 5 Videos (ich wollte mir die Zeit vertreiben und ich gebe zu -das ist der Vorteil wenn man Frau und multitaskingfähig ist- ich hab es mehr im Hintergrund abspielen lassen, wobei mir schon so ein paar besonders “schlaue” Sätze aufgefallen sind) angehört.

    Ich meine (ich glaube in Video 1 oder 3) übrigens noch weitere Männerköpfe entdeckt zu haben, man kann natürlich nur hoffen, daß sie diesen Abend überlebt haben – andererseits, ein Mann der sich freiwillig so etwas antut und auch noch applaudiert muß irgendwie auch gewisse Probleme haben, gut, daß gilt natürlich für alle Wesen die auf solche Veranstaltungen gehen und das Geschwurbel auch noch Ernst nehmen.

    Ich hoffe mal, daß mir Florian das mit dem Weltall, den Laserstrahlen und dem “Luftschneiden” noch erklärt. ich bin nämlich zwischenzeitlich, nach den 5 Videos, ganz ehrlich ziemlich verwirrt und fange an an meinem Verstand (habe ich einen??) zu zweifeln. 😀

  82. #82 Lämpchen
    16. August 2010

    Hier ist die Originalrede zu finden, wie sie in den Youtube-Videos zu hören ist:

    http://emanzipationhumanum.de/downloads/PlanBMuE.pdf

    Beim Lesen mindestens so schlimm wie beim Anhören, wenn nicht noch schlimmer.

  83. #83 Schlotti
    16. August 2010

    Ich habe mir soeben das von Alexander freundlicherweise verlinkte Script der Rede von Frau Werlhof angetan.

    Ich möchte zunächst bemerken, dass die von Florian heute morgen angemahnte Höflichkeit dieser Dame gegenüber angesichts ihrer Ausführungen nicht so ganz einfach einzuhalten ist.

    Wie soll man auf Aussagen sachlich reagieren, die nicht Aussagen sind, sondern lediglich eine (sinnfreie) Aneinanderreihung von Wörtern?

    Frau Werlhof meint beispielsweise:

    Wissenschaftler haben inzwischen davor gewarnt, dass sich die HAARP-Energie mit
    natürlichen elektromagnetischen Wellenfrequenzen überschneiden oder verbinden kann mit
    Resultaten, die sehr disproportional zum ursprünglichen Input sein und dabei die Harmonie
    zwischen den Lebensformen auf der Erde und der sie unterstützenden planetaren Ordnung
    zerstören können.

    Was soll das sein, wenn nicht Unsinn?
    Welche Bedeutung hat dieser Satz, auf den man möglicherweise irgendetwas sachliches entgegnen wollte?

    Aber es wird noch besser:

    Bei der Art, wie die Militärs ihre Forschungen betreiben und welche Grundideen sie dabei offenbar verfolgen, liest man Bertell, fällt als Erstes ihr patriarchaler Charakter auf. Man könnte sagen, es gehe ihnen darum, die Erde als ganzen Planeten wie eine Frau zu unterwerfen, in den Griff zu nehmen, zu vergewaltigen, männlicher Kontrolle zu unterstellen und darüber hinaus in etwas zu verwandeln, das keine wirkliche Eigenständigkeit oder Eigenmacht mehr hat.

    Männern geht es also darum, die Erde zu unterwerfen. So wie Männer es auch mit Frauen machen.
    Aha.
    Männer unterwerfen Frauen, nehmen Frauen in den Griff, vergewaltigen sie und verwandeln Frauen in Wesen, die keine Eigenständigkeit mehr haben.

    (Wer beleidigt hier eigentlich wen?)

    Es stellt sich natürlich die Frage, wie die bösen Männer das machen.
    Frau Werlfhof liefert eine Antwort:

    Dabei bedient man sich ihrer [der Erde] eigenen, nicht nur grob-, sondern auch feinstofflichen Kräfte, die nun als manipulierbare erscheinen: vergrößer- oder verkleinerbar, beliebig dirigierbar und überall rundherum einsetzbar, sogar gegen den Planeten selber. Das wäre der neueste „Stein der Weisen“! Die Herren des Planeten haben nun eine Methode, mit ihm zu verfahren, wie es ihnen beliebt!

    Also ich weiss nicht…

    Ich bleibe dabei, dass die Dame nicht ganz richtig tickt.

  84. #84 Symax
    16. August 2010

    Ich glaube sie hat in der Grundschule nicht aufgepasst und weiß daher nicht, dass es so etwas erstaunliches gibt. Ein Tipp, es nennt sich gerne “Plattentektonik”.

  85. #85 Sebastian
    16. August 2010

    Florian Freistetter:

    Das Erdmagnetfeld in Deutschland hat z.B. eine Feldstärke von etwa 48 Mikrotesla. Das Sechzigtausendfache dieses Wertes sind 2,8 Tesla.

    Nein.

    0,000048 * 60000 = 2,88

    Solche Werte werden von normalen Dauermagneten (wie die am Kühlschrank z.B) und auf jeden Fall von Industriemagneten locker erreicht.

    Hoho, drei Tesla am Kühlschrank, ganz sicher nicht 😀 Haushaltsübliche Magneten bewegen sicher eher im Milltesla-Bereich, 2,88 T sind selbst mit Neodym-Magneten nicht zu schaffen.

  86. #86 Telaara
    17. August 2010

    @Sebastian: Auch wenn du recht hast (Kühlschrankmagnet = 0,05 T), scheint es mir, daß du einfach nur den Wikipedia-Artikel bis zur Stelle mit den Neodym-Magneten gelesen und dann abgebrochen hast. 2,88 T sind trotzdem lächerlich gering.

  87. #87 TheBug
    17. August 2010

    Halbwegs moderne MRTs benutzen Magnetfelder im Bereich von einigen Tesla. Das wäre am Kühlschrank unpraktisch, man findet dann das Besteck zwar leicht, kann es dann aber kaum vom Kühlschrankmagneten trennen.

    Was die Frau Professorin betrifft, so frage ich mich wie es denn in so einem Geist aussehen muss, damit solche jeglicher Logik und Vernunft Hohn spottenden Aussagen heraus kommen.

  88. #88 Lämpchen
    17. August 2010

    Wie es im Geist von Frau v. Werlhof aussieht kann man wunderschön hier nachlesen:

    http://www.arbeiterfotografie.com/medien/2010-02-13-claudia-von-werlhof.html

    Ein paar Zitate:
    “Jedenfalls ist es ja nach Hiroshima UND Nagasaki, nach „1, 2, vielen Vietnam“, Kriegen inzwischen in der ganzen Welt (400 Kriegsschauplätze zählt „Ärzte ohne Grenzen“), Guantánamo, Abu Graib, Waffengeschäften und Aufrüstung und und und doch wohl nicht „unmoralisch“ oder gar „abstoßend“ – wie mir Herr Hye perverser- und sich selbst entlarvenderweise vorwirft -, der Haiti-These nachzugehen, die ja gar nicht von mir stammen kann. Aber das muss sie auch nicht, um Anlass zum Aufhorchen zu sein. (Ich muss ja auch nicht Naturwissenschaftlerin oder Technikerin sein, um mit der Existenz von PCs und noch ein paar andere Maschinen klar zu kommen).Genau das ist Wissenschaft, Politikwissenschaft, wie ich sie verstehe: den Dingen nachzugehen, anstatt irgendetwas zu glauben, den Vogel Strauß zu spielen oder/und die wirkliche Politik zu vertuschen. Und dazu beizutragen möchte ich alle auffordern!

    Wie, wenn es stimmt, wenn Haiti tatsächlich nicht durch ein natürliches Beben zerstört worden wäre? Diesen furchtbaren Verdacht, der mir die Haare zu Berge stehen lässt, kann man doch nicht im Raume stehen lassen. Und wer kann ihn ausschließen? Wer weiß, was wirklich passiert ist? Dem muss doch nachgeforscht werden! Was würden die HaitianerInnen machen, wenn es wirklich so wäre und sie davon erfahren würden? Sie würden jedenfalls nicht als stumme Sklaven nach der Zerstörung die „Schöpfung“ eines neuen, wahrscheinlich neoliberalen und militarisierten Haiti mitmachen, sondern ihre alte Freiheitstradition wiederentdecken!

    Denn genau sie, die HaitianerInnen haben als erste, vor allen anderen, die – ihre eigene – Sklaverei schon 1804 abgeschafft. Sie haben die 1. antikoloniale Revolution der Moderne vollbracht.”

    “Deswegen habe ich die Haiti-These aufgegriffen: Eben weil ich will, dass die HaitianerInnen nachforschen, eben weil ich weiß, dass niemand dieses heiße Eisen anfassen würde, eben weil ich mich ihnen verbunden und mich dafür verantwortlich fühle, dass diese These nicht unter den Tisch fällt – ich habe nicht umsonst fast 5 Jahre in Mittelamerika und Venezuela, meiner „2. Heimat“, gelebt und wahrlich an den grass- roots in Stadt und Land geforscht, und ich kenne auch Haiti.

    Wie sollte ich diese Menschen da im Stich lassen, indem ich den Mund halte über etwas, das ich erfahren habe und das zumindest andere für möglich halten, über das ich schon seit Wochen recherchiere, und das für sie buchstäblich lebenswichtig sein könnte…?

    „Moralisch“ besteht die Möglichkeit, dass die Haiti-These stimmt, technisch angeblich auch (das HAARP in Alaska und seine Möglichkeiten, wie z.B. auch der Wettermanipulation, sind seit langer Zeit bekannt, z.B. auch dem EU-Parlament (vgl. http://www.europaparl.europa.eu), und politisch – geopolitisch, ”

    “Mittlerweile habe ich aus aller Welt sehr viele Informationen über die Experimente im HAARP bekommen, insbesondere auch von der Biologin, Chemikerin und Umweltexpertin Dr. Rosalie Bertell, die 1986 den alternativen Nobelpreis für ihre Arbeit erhalten hat. Sie hat das Buch: „Planet Erde. Die Letzte Kriegswaffe“ (Planet Earth. The Latest Weapon of War“) geschrieben, in dem sie die Ergebnisse ihrer lebenslangen Untersuchungen über die Geschichte von HAARP öffentlich macht. In diesem Buch legt sie dar, dass künstliche Erdbeben ein Teil von neuen Technologien nicht-nuklearer planetarer Massenvernichtung und gefährlicher Manipulationen des Planeten selbst sind, wie sie die Militärs und ihre Wissenschaftler seit Jahrzehnten entwickeln. (Es gibt inzwischen noch weit mehr Veröffentlichungen zu HAARP).

    Merkwürdig – wieso schlagen denn nicht mehr Naturwissenschaftler selber Alarm deswegen?

    Es geht uns doch alle an. Und wieso müssen da erst die Alarmglocken bei einer Person schrillen, die zunächst von Berufs wegen gerade keine Ahnung davon haben kann? Das disqualifiziert ja nicht mich, sondern die Naturwissenschaftler!”

    Tja, nicht sie hat sich disqualifiziert, sondern die Naturwissenschaftler die noch immer nicht kapiert haben, wie gefährlich HAARP ist und was das so alles kann.

    In der Folge (und auch schon zu Anfang) lamentiert Frau v. Werlhof ellenlang darüber, daß sie angegriffen wurde, weil sie “die USA angeklagt habe”. Ihr scheint nicht klar zu sein, daß ihr nicht vorgeworfen wird/wurde etwas gegen die USA (als größte Verschwörungs-; Patriarchats-; und Machtnation :D) gesagt zu haben, sondern allein auf ihrem absoluten Unverständnis der naturwissenschaftlichen Gegebenheiten und Gesetze.

    Allerdings, glaubt man den von ihr dort veröffentlichten Zustimmungsschreiben, gibt es ja noch andere Institute und Wissenschaftler, die sie bezüglich HAARP, ELF-Wellen etc.pp. unterstützen. Bedenklich finde ich dann doch die Stellungnahme des Rektors der Universtität Innsbruck, Univ.-Prof. Dr. Karlheinz Töchterle:

    “Als einen Beleg für diese Möglichkeit der negativen Zerstörung verwendete Kollegin Werlhof dabei das HAARP-Projekt, das, in den USA entwickelt, es unter anderem ermöglichen solle, Klima zu beeinflussen und auch künstliche Erdbeben zu erzeugen.

    An diesem Satz, der dann immer wieder nur verkürzt wiedergegeben wurde, entzündete sich die oben erwähnte Diskussion, da nun behauptet wurde, Frau Kollegin Werlhof hätte den USA vorgeworfen, das verheerende Erdbeben in Haiti künstlich evoziert zu haben, um daraus politischen und wirtschaftlichen Nutzen zu ziehen. Dies entspricht jedoch nicht der Wahrheit, denn Frau Werlhof hatte lediglich ausgeführt, dass es Technologien gibt, die in der Lage sein könnten, die Natur entsprechend zu beeinflussen.

    Es gibt dazu durchaus eine internationale (wissenschaftliche) Diskussion, sowohl über das Projekt HAARP als auch andere entsprechende Projekte und deren mögliche Auswirkungen.”

    Tja, da wundert einen jetzt wirklich nichts mehr.

  89. #89 Florian Freistetter
    17. August 2010

    @Sebastian: Ja, da hab ich ne 8 vergessen. Aber an meinem Argument ändert das nichts.

    “Hoho, drei Tesla am Kühlschrank, ganz sicher nicht 😀 Haushaltsübliche Magneten bewegen sicher eher im Milltesla-Bereich, 2,88 T sind selbst mit Neodym-Magneten nicht zu schaffen.”

    Und ich hab auch nicht behauptet, dass ein Kühlschrankmagnet 3 Tesla hat. Aber vielleicht etwas mißverständlich formuliert. Ich wollte sagen, dass Werte in der Größenordnung von einem Tesla nichts dramatisches sind sondern von normalen Magneten, die in Industrie und Technik existieren erreicht werden und das auch Haushaltsmagnete nicht wirklich weit davon entfernt sind bzw. man sich problemlos Magnete mit solchen Stärken kaufen kann. Ich werd das im Text mal besser formulieren.

    @Lämpchen: Keine Ahnung was dieser Unsinn mit den Laserstrahlen soll…

    Weiß eigentlich jemand, ob sich die Uni Innsbruck auch nochmal zu der Sache geäußert hat (via Twitter jedenfalls nicht).

  90. #90 JV
    17. August 2010

    Das einzige was ich zu der Frau sagen kann: “Es tut so verdammt weeeeehhhh!”

  91. #91 klauszwingenberger
    17. August 2010

    Unter http://de.wikipedia.org/wiki/Magnetresonanztomographie findet man Daten über die in der MRT gebräuchlichen Feldstärken. Über die im Tierversuch erreichten 21 Tesla habe ich mal gegrinst.

  92. #92 JV
    17. August 2010

    “Größere, nicht abnehmbare Piercings aus magnetischen Materialien” als Kontraindikation – habe ich schon bei meinem Hiwi-Job nicht verstanden. Die sind doch gewissermaßen abnehmbar….. ;-))

  93. #93 Blaubart
    17. August 2010

    Ich kämpfe mich gerade durch den vW Text, der ja wirklich kaum auszuhalten ist, aber an einer Stelle finde ich es wirklich besonders absurd. So ist die Gute auf Seite 5 doch tatsächlich der Meinung, dass ohne HAARP (oder vergleichbares) keine Raumfahrt möglich ist. Die Erde sei in eine “Seifenblase” eingehüllt und (das erklärt auch die Geschichte mit dem Laser) um diese Blase verlasse zu können, muss man diese Blase erst mal aufschneiden.
    Wobei ich das nicht mal wirklich schlüssig finde, denn selbst wenn man so etwas glaubt müsste einem doch, gerade als Frau, die parallele zur Geburt geradezu Neonschild gleich ins Auge springen und daher “gut” sein. Aber gut, Konsistenz

  94. #94 Lämpchen
    17. August 2010

    @Florian

    Öööhhhmmm….unter dem Link den ich heute morgen gepostet (arbeiterphotographie) habe, hat Frau v.W. auch das Schreiben ihres Rektors Univ.-Prof. Dr. Karlheinz Töchterle veröffentlicht (man muß nur ziemlich weit nach unten scrollen). Außerdem noch weitere Bestätigungsschreiben (zum großen Teil von den üblichen Verdächtigen der VT unterschrieben).

    Ich poste jetzt mal den ganzen Text, nicht nur Auszüge wie oben, falls es zuviel oder zu lang ist – einfach editieren und rauslöschen:

    “Am 14.4.2010 meldet sich der Rektor der Universität Innsbruck, Prof. Karlheinz Töchterle, mit einem Schreiben an Verantwortliche innerhalb der Universität und an die Chefredakteurin des ‘Standard’ zu Wort und stellt sich hinter Claudia von Werlhof:

    Universität Innsbruck
    Der Rektor

    Herrn Dekan
    Univ.-Prof. Dr. Fritz Plasser

    Herrn Institutsleiter
    Univ.-Prof. Dr. Ferdinand Karlhofer

    Frau Institutsleiterin
    Univ.-Prof. Dr. Brigitte Mazohl

    Frau Chefredakteurin
    Dr. Alexandra Föderl-Schmid

    14. April 2010

    Sehr geehrte…,

    in den vergangenen Wochen und Monaten hat ein Interview der Innsbrucker Politikwissenschaftlerin Claudia von Werlhof in der Tageszeitung „Der Standard“ am 13. Februar 2010 zu heftigen Diskussionen in verschiedenen (Internet-)Medien geführt. Frau Kollegin Werlhof hat sich in diesem Interview mit dem Phänomen des „Kapitalismus“ auseinander gesetzt und dabei die Zerstörung als wesentliche Triebfeder dieses Systems identifiziert. Dieser Erklärungsansatz baut dabei nicht zuletzt auf den Thesen des österreichischen Ökonomen und Theoretikers Joseph Schumpeter auf, der die „schöpferische Zerstörung“ als das Wesen des Kapitalismus postuliert hatte und sie als letztlich positive Kraft verstand, die, vereinfacht gesagt, dazu führt, Rahmenbedingungen zu hinterfragen, überkommene Vorstellungen beiseite zu schieben und daraus Neues zu entwickeln.

    Anders als Schumpeter betonte Kollegin Werlhof jedoch, ebenfalls vereinfacht gesagt, dass diese „Zerstörung“ letztlich kontraproduktiv sei und dazu führe, die Rahmenbedingungen permanent zu verschärfen. Als einen Beleg für diese Möglichkeit der negativen Zerstörung verwendete Kollegin Werlhof dabei das HAARP-Projekt, das, in den USA entwickelt, es unter anderem ermöglichen solle, Klima zu beeinflussen und auch künstliche Erdbeben zu erzeugen.

    An diesem Satz, der dann immer wieder nur verkürzt wiedergegeben wurde, entzündete sich die oben erwähnte Diskussion, da nun behauptet wurde, Frau Kollegin Werlhof hätte den USA vorgeworfen, das verheerende Erdbeben in Haiti künstlich evoziert zu haben, um daraus politischen und wirtschaftlichen Nutzen zu ziehen. Dies entspricht jedoch nicht der Wahrheit, denn Frau Werlhof hatte lediglich ausgeführt, dass es Technologien gibt, die in der Lage sein könnten, die Natur entsprechend zu beeinflussen.

    Es gibt dazu durchaus eine internationale (wissenschaftliche) Diskussion, sowohl über das Projekt HAARP als auch andere entsprechende Projekte und deren mögliche Auswirkungen.

    Ich komme nun aber zu dem für mich als Wissenschaftler und Rektor der Universität Innsbruck wesentlichen Punkt: Man kann über die Äußerungen und Einschätzungen von Kollegin Werlhof geteilter Meinung sein. Letztlich ist es aber so, dass in Österreich wie in demokratischen Gesellschaften weltweit Meinungsfreiheit und die Freiheit von Wissenschaft und Forschung eine wesentliche Voraussetzung unseres Zusammenlebens sind. Dies ist sowohl im Staatsgrundgesetz (Art. 17 StGG) als auch im Universitätsgesetz 2002 (§2 Abs.1, UG 2002) eindeutig garantiert.

    Dass die provokanten Thesen von Frau Werlhof nicht unwidersprochen bleiben konnten, war klar und wahrscheinlich auch gewünscht. So entsteht eine Diskussion, die angesichts der gesellschaftlichen Entwicklung durchaus sinnvoll sein könnte. Gerade die Frage, in wieweit der Kapitalismus die Zerstörung braucht, um Neues entstehen zu lassen, und wie weit das gehen soll und darf bzw. dies positiv oder negativ ist, ist doch sehr spannend. In diesem Zusammenhang wird es bessere und schlechtere Argumente sowie realistischere und unrealistischere Szenarien geben. Das zu beurteilen liegt letztlich doch auch immer im Auge der Betrachterin und des Betrachters. Und hier sind wir dann wieder bei der Meinungsfreiheit.

    Völlig indiskutabel in diesem Zusammenhang ist für mich jedoch, wenn Frau Kollegin Werlhof direkt oder indirekt als krank oder verrückt bezeichnet und daraus abgeleitet sogar ihre Entlassung gefordert wird. Hier werden und wurden eindeutig Grenzen überschritten und das ist für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einer freien Gesellschaft nicht tolerierbar. Frau Prof. Werlhof hat ihren Denkansatz in eine wichtige Diskussion eingebracht, das ist ihr Recht und das schadet der Universität Innsbruck nicht. Sie hat eine Diskussion entfacht, der sie sich nun auch stellen muss. Sie muss das jedoch nur in einem gesellschaftlich vertretbaren Rahmen von Argument und Gegenargument tun. Diffamierungen und persönliche Angriffe haben hier nichts verloren.

    Mit freundlichen Grüßen
    o. Univ.-Prof. Dr. Karlheinz Töchterle
    R e k t o r

    Ende des Schreibens/Zitats.

    Bei Frau von W. sehe ich mich übrigens in der Vermutung, daß sie die Texte die so vorliest gar nicht erfaßt bzw. versteht, bestätigt nach Ansicht des Schriftverkehr.

    Die scheint aber auch auf die anderen Protagonisten zuzutreffen. Besonders nett ist aber, daß Frau von W. anscheinend nicht einmal auffällt, daß einige der von ihr veröffentlichten Unterstützertexte in keiner Weise HAARP und den Schwachsinn dieser Argumentation unterstützen, sondern NUR ihre bisherige Tätigkeit für die feministische Ökobewegung hervorstellen – sich also ziemlich vorsichtig ausdrücken (ich nehme an, sie wissen warum, vor allem ihre Doktorantinnen 😀 ).

  95. #95 Blaubart
    17. August 2010

    Ich kämpfe mich gerade durch den vW Text, der ja wirklich kaum auszuhalten ist, aber an einer Stelle finde ich es wirklich besonders absurd. So ist die Gute auf Seite 5 doch tatsächlich der Meinung, dass ohne HAARP (oder vergleichbares) keine Raumfahrt möglich ist. Die Erde sei in eine “Seifenblase” eingehüllt und (das erklärt auch die Geschichte mit dem Laser) um diese Blase verlasse zu können, muss man diese Blase erst mal aufschneiden.
    Wobei ich das nicht mal wirklich schlüssig finde, denn selbst wenn man so etwas glaubt müsste einem doch, gerade als Frau, die parallele zur Geburt geradezu Neonschild gleich ins Auge springen und daher “gut” sein. Aber gut, Konsistenz bei der Theorie zu erwarten geht wohl zu weit.
    Erschreckend finde ich zudem, dass sie als “Wissenschaftlerin” einer Autorin blind glaubt und sich nicht mal die Mühe macht, in ein kritisches Buch zu sehen. Anders ist der Unsinn von wegen “wir wissen nichts über die obere Atmosphäre, aber wenn einer da forscht dann kann es nur böse/schädlich sein” nicht zu erklähren.

  96. #96 TheBug
    17. August 2010

    Die Briefe im Anhang dieses unsäglichen Ergusses sind ja oberpeinlich. Es handelt sich nicht um eine Diffamierungskampagne gegen die Frau Professorin, sie hat sich selber abgrundtief lächerlich gemacht und kann es einfach nicht unterlassen weiterhin geistigen Dünnpfiff von sich zu geben. Je mehr man davon liest, desto schwerer wird es da nicht im Schimpfwortlexikon zu blättern…

  97. #97 MartinS
    17. August 2010

    @Lämpchen
    Vielleicht meint sie Laserantriebe?
    http://www.dlr.de/tp/desktopdefault.aspx/tabid-2803/4273_read-6407/
    Worauf ich aber immer noch keine Antwort erhalten habe, ist die Frage, warum es offenbar so scher ist, Frau vW aus der Uni zu werfen. Hängt es damit zusammen, dass sie Ihre Meinungen privat publiziert (nicht namens der Uni), oder ist das ‘Freiheit der Lehre’, oder hat Sie soviel Rückendeckung durch den Rektor (offenbar ein überzeugter ‘Umweltschützer’)?

  98. #99 Lämpchen
    17. August 2010

    Sorry, das hatte ich wohl in den falschen Hals bekommen – ich bin -das gebe ich zu- im moment überhaupt zunehmend verwirrt ob der “Realitäten” und neuen “Erkenntnisse” die da so plötzlich auf mich einstürzen und -auch hier bin ich voll geständig- ich habe Deinen Blog nicht auf alte Artikel durchsucht.

    Wenn ich heute nachmittag Zeit habe, versuche ich mich mal auf die Suche zu begeben (in der Hoffnung, unterwegs den Verstand nicht gänzlich zu verlieren 😀 ), man könnte natürlich auch mal Herrn Töchterle anschreiben und nachfragen. *grübel*

  99. #100 Blaubart
    17. August 2010

    Sorry für den Doppelpost, da hat der Post von @Lämpchen wohl ein wenig das System durcheinander gewürfelt *g*

  100. #101 MartinS
    17. August 2010

    Ziehe hiermit meine Frage von 17.08.10 · 09:58 Uhr zurück!
    Ich bezweifele nur, dass der Herr Rektor seiner Uni einen guten Dienst erweist, indem er solche Stellungnahmen veröffentlicht.

  101. #102 Gluecypher
    17. August 2010

    Wie, wenn es stimmt, wenn Haiti tatsächlich nicht durch ein natürliches Beben zerstört worden wäre? Diesen furchtbaren Verdacht, der mir die Haare zu Berge stehen lässt, kann man doch nicht im Raume stehen lassen. Und wer kann ihn ausschließen? Wer weiß, was wirklich passiert ist? Dem muss doch nachgeforscht werden! Was würden die HaitianerInnen machen, wenn es wirklich so wäre und sie davon erfahren würden? Sie würden jedenfalls nicht als stumme Sklaven nach der Zerstörung die „Schöpfung“ eines neuen, wahrscheinlich neoliberalen und militarisierten Haiti mitmachen, sondern ihre alte Freiheitstradition wiederentdecken!
    Eben weil ich will, dass die HaitianerInnen nachforschen, eben weil ich weiß, dass niemand dieses heiße Eisen anfassen würde, eben weil ich mich ihnen verbunden und mich dafür verantwortlich fühle, dass diese These nicht unter den Tisch fällt – ich habe nicht umsonst fast 5 Jahre in Mittelamerika und Venezuela, meiner „2. Heimat“, gelebt und wahrlich an den grass- roots in Stadt und Land geforscht, und ich kenne auch Haiti

    Wie, wenn es stimmt, dass mir morgen 3 Affen aus dem Ar*** fliegen? Diesen furchtbaren Verdacht, der mir die Fußnägel hochklappt, kann man doch nicht im Raum stehen lassen!

    Also es könnte sein, dass das Erdbeben in Haiti künstlich erzeugt worden ist und deswegen muss man auch sofort rumschreien, dass es künstlich erzeugt worden ist. Man könnte aber auch mal ein bisschen bei Anne Jefferson und Chris Rowan nachschauen, da wird alles sehr schön erläutert. Ein Textbuch der Geologie wie zum Beispiel “Entwicklungsgeschichte der Erde” oder “Earth, An Introduction to Physical Geology” (hier besonders Kapitel 10&11), wäre auch durchaus hilfreich gewesen. Ist das wirklich zu viel verlangt, oder macht die das nur für den Effekt? USA = prinzipiell böse? Hey, die haben genug Dreck am Stecken, aber auch hier gilt: Vom Menschen gemachte Gesetze sagen: “Du sollst nicht….” oder “Du darfst nicht….” Naturgesetze sagen: “Du kannst nicht…” Gut, ist von Lesch geklaut, ändert aber nichts daran, dass es stimmt. Und da kann sich Frau W. auf den Kopp stellen und mit dem Arsch Amseln fangen, wahrer wird ihr Senf dadurch auch nicht.

    Da fällt mir ein, wieso hat es auf Haiti schon vor HAARP Erdbebenn gegeben? Wie erklärt sie das denn?
    Ach soooooo, man muss erst warten, bis sich auf natürlichem Weg genügend Stress durch die Plattentektonik aufgebaut hat, und dann dem Erdbeben nur noch einen kleinen Schubs geben, damit es ausgelöst wird. Verdammt untauglich für eine Waffe. Da kann sich ein Krieg ja ziemlich laaaaange hinziehen. Ich stelle mir das mal Bildlich vor……

    General: Oberst Rambo, HAARPen Sie den Irak!
    Oberst Rambo: Sorry Herr General, der nächstmögliche Zeitpunkt für die Auslösung des Superbebens in Ghom ist der 29.11.2034!
    General: Schei**e, dann muss doch wohl die B2-Staffel ran!

    Anyway…das was die Frau W. da absondert ist einfach haltloser Mist (vor allem, wenn es um NaWi und Technik geht). Kann man wohl unter der Kategorie: “Auch eine Meinung” einordnen.

  102. #103 Lämpchen
    17. August 2010

    So, ich hab nochmal was gefunden. 😀 Zum einen das von Jedi angesprochene “Chemtrail Symposium”. Hier ist -wenn ich das richtig überflogen habe- eine Zusammenfassung zu finden mit weiterführenden Links und wohl auch Quellen:

    http://radyananda.wordpress.com/2010/07/28/case-orange-60-years-of-geoengineering-goes-into-hyperdrive-as-%E2%80%98plan-b%E2%80%99/

    Hier ist noch eine Seite von Frau v.W. auf der sie auch immer wieder Links zur Universität Innsbruck hat (bei den jeweiligen Themen) – eine Menge Geschwurbel ist auch dabei. Letztendlich liest man irgendwann nur noch “Mutter – Patriarchat – Matriarchat – Mutter – Mutter – Patriarchat – Matriarchat ….”. Wenn das das Ergebnis ihrer 21-jährigen Forschungsarbeit ist, dann bin ich der Meinung, das war wirklich rausgeschmissenes Geld des Steuerzahlers (sorry).

    http://fipaz.org/index.php

    (Ich sehe gerade, der Link von oben ist da auch zu finden. 😉 )

    Eine Stellungnahme von Herrn Töchterle nach der “Ausrufung der “Planetaren Bewegung für Mutter Erde”” am 29.05.10 kann ich nirgends finden. Hier bliebe wohl nur, Herrn Töchterle anzuschreiben und ihn um Stellungnahme zu bitten.

    Vorlesungen sind zumindest geplant:
    http://orawww.uibk.ac.at/public_prod/owa/lfuonline_lv.details?sem_id_in=10W&lvnr_id_in=402606

  103. #104 Lämpchen
    17. August 2010

    Nachtrag:

    Am 12.10.10 ist in München eine weitere Veranstaltung der “Planetaren Bewegung für Mutter Erde” geplant:

    http://www.kofra.de/htm/Programm/Programm.pdf

  104. #105 BK
    18. August 2010

    Kann man bitte aufhören, die Blödsinnigkeiten einer Frau von Werlhof zum Anlass zu nehmen, auf den Geisteswissenschaften herumzuhacken, wie das hier teilweise getan wird? Ich fühle mich geringfügig beleidigt, mal ganz davon abgesehen dass den Geisteswissenschaften weder ein “Geniekult” noch eine “diffuse Methodik” immanent sind.

  105. #106 Florian Freistetter
    18. August 2010

    @BK: “Kann man bitte aufhören, die Blödsinnigkeiten einer Frau von Werlhof zum Anlass zu nehmen, auf den Geisteswissenschaften herumzuhacken, wie das hier teilweise getan wird? “

    Also ich habe das in meinem Artikel jedenfalls nicht getan. Ansonsten denke ich, dass die ganze Sache viel einfacher wäre, wenn die Geisteswissenschaften nicht GeistesWISSENSCHAFTen heissen würde (wie es ja im englischen meistens der Fall ist). Denn natürlich kommt es zu Konflikten, wenn man Philosophie, Tibetologie, Frauenforschung und was es da noch alles gibt mit der strengen naturwissenschaftlichen Methodik beurteilt. Was nicht abwertend gemeint ist – Geisteswissenschaft sind nicht schlechter oder besser als Naturwissenschaften. Nur anders – und sehr oft eben keine Wissenschaft im eigentlich Sinn.

  106. #107 wolfgang
    18. August 2010

    also das mit den Chemtrails muss ich richtigstellen.
    Die herumreisende Impfgegnerin Anita Petek-Dimmer hat das wissenschaftlich klar herausgearbeitet und in ihrer (nein leider nicht peer reviewed- aber impact hats trotzdem weils so viele Impfgegner gibt) Zeitschrift AEGIS-Impuls auch publiziert

    also das mit den Chemtrails geht so:

    Anita Petek-Dimmer

    Der wahre Grund für die Vogelgrippe dürfte ganz wo anders zu suchen und zu finden sein. Die Ursache für das Geflügelsterben sind keine Vogelgrippeviren, sondern mit grosser Wahrscheinlichkeit niederintensive radioaktive Strahlen. Forschungen und Messergebnisse in der Radiumsforschung zeigen in diese Richtung. Verursacht werden diese Strahlen durch das ständige Abregnen der meist am Äquator atomar erzeugten Wolkenformationen, sowie zusätzlich durch das gezielte flächendeckende Absinken ionisierender Strahlung aus den Chemtrails. … Im Fall der Vogelgrippe werden die Tiere durch die radioaktiven Strahlen, bzw. zusätzlich in den Geflügelfarmen nach dem Schlüpfen reihenweise mit hochradioaktiven alpha- und gammastrahlenbelasteten Impfstoffen sinnlos in den Sondermüll geimpft. Werden die Tiere später als Futter verarbeitet, verursachen sie wiederum Strahlenkrankheiten. …. Im Gegensatz hierzu tritt die Vogelgrippe unter freilebenden Vögeln auf. Die radioaktive Strahlenwirkung aus den Chemtrails, die mit Plutonium angereichert ist, breitet ihre ionisierende Strahlung auf Wälder, Auen, Fluren, Seen, Flüsse und Wiesen aus. Diese radioaktive Strahlung löst nicht nur Tierzellen, sondern auch Pflanzenzellen auf. In Russland sind inzwischen nicht nur die Wälder, sondern auch die landwirtschaftlich genutzten Böden verseucht. Dort wo der Niederschlag am stärksten ist, sind alle Böden und Ernten niederintensiv radioaktiv belastet. Die Bodenbakterien werden durch Kontamination abgetötet und lösen sich zum Teil auf. Diese Bakterien werden benötigt, um die Regulation der Wasserhaltung im Boden zu gewährleisten. Als Folge dieser Bestrahlung entsteht eine Versandung, Wüstenbildung und Bodenverkrustung. — Mit grosser Wahrscheinlichkeit ist dies mit ein Grund, bzw. eine der Ursachen der Vogelgrippe. Derart geschwächte und belastete Tiere reagieren mit einem Zusammenbruch des Immunsystems und verenden dann. Um aber von diesen Tatsachen abzulenken, die in Umweltkreisen längstens bekannt sind, wird Angst und Panik vor einer Krankheit verbreitet. Auch die WHO hat sich bereits, wie im Falle von SARS, eingemischt und katalogisiert und zählt Infizierte und Tote. Diese neue Krankheit hat zumindest im Westen die Wirtschaft angekurbelt, indem neue Stellen zur Beobachtung des Virus geschaffen wurden, Hoffmann-La Roche seine Produktivität steigert und Sanofi-Pasteur fleissig neuen Impfstoff produziert.

    Quelle: AEGIS IMPULS 23/2005 Abgerufen: 18.07.06

    Die beiden Damen sollten mal gemeinsam einen “think tank” bilden.

  107. #108 BK
    18. August 2010

    @ Florian: Dir hab ich auch keinen Vorwurf gemacht.
    Wenn man den engen Wissenschaftsbegriff anwendet, in dem Sinne, dass eine Disziplin nur dann als Wissenschaft gelten kann, wenn sie strukturell theoriefähig ist (vgl. Wissenschaftstheorie) gibt es ganz sicher einige Geistes”wissenschaften” die das nicht erfüllen. Ihnen deshalb fehlende Aussagekraft oder Unspezifigkeit vorzuwerfen ist aber falsch (nein, auch das hast du nirgendwo gesagt^^)

  108. #109 klauszwingenberger
    18. August 2010

    @ wolfgang:

    “Gammastrahlenbelastete Impfstoffe”??? Sind die so heiß?

  109. #110 cydonia
    18. August 2010

    Ou Mann, Wolfgang! Nicht sowas posten, wenn ich gerade versuche zu denken!
    Und BK, ich sehe bei den scienceblogs tatsächlich eine Menge Verachtung aufblitzen, wenn es um Geisteswissenschaften geht. Da wird mir zuweilen viel zu wenig differenziert.
    Das gilt aber normalerweise nicht für die “Chefs” der jeweiligen blogs.

  110. #111 Christian Berger
    18. August 2010

    Zu den “Kupfernadeln” im Weltraum habe ich eine Quelle gefunden.

    http://blog.modernmechanix.com/2007/04/29/orbiting-needles-to-aid-communication/

    Man hat anscheinend wirklich einen Test gemacht, jedoch mit Zinnnadeln, damit die sich von selber auflösen.

    Naja, das war so eine “Blöde Idee”.

  111. #112 wolfgang
    18. August 2010

    “Gammastrahlenbelastete Impfstoffe”??? Sind die so heiß?

    also wenn man sich den Herstellungsprozess mancher Impfstoffe anschaut, dann wird das (Schweine)trypsin mit dem man zB Verozellen in den Überstand bringt bestrahlt, damit keine Schweineviren in den Impfstoff kommen.

    Aber auch viele Medizinprodukte wie auch Spritzen, Nadeln praktisch alles was steril sein muss. mit wenigen Ausnahmen- wird bestrahlt.

    Was aber natürlich nicht bedeutet, dass die Impfstoffe selber strahlen.

    Aber Petek-Dimmer strahlt natürlich auch- vor Bl…. nein das schreib ich jetzt nicht.

  112. #113 Florian Freistetter
    18. August 2010

    @BK: “Ihnen deshalb fehlende Aussagekraft oder Unspezifigkeit vorzuwerfen ist aber falsch (nein, auch das hast du nirgendwo gesagt^^)”
    Naja – kommt drauf an, um welche Disziplin es sich handelt. Irgendwas sagen natürlich alle Disziplinen aus. Aber die Naturwissenschaft macht allgemein verbindliche bzw. allgemeingültige Aussagen. In der Philosophie ist das z.B. nicht so. Da sagt der Philosoph halt einfach, was er denkt das vernünftig ist. Aber diese Aussagen sind für niemanden bindend und auch prinzipiell für niemanden gültig. Sowas hat für mich nichts mit Wissenschaft zu tun. Hier ein aktuelles Beispiel von nebean. Sowas kann man interessant finden; man kann drüber diskutieren – aber im Gegensatz zur Naturwissenschaft gibt es nichts, was solche Texte prinzipiell vom Geplauder beim abendlichen Bier unterscheidet. Und drum sollte sowas mMn auch besser nicht “Wissenschaft” heissen – sonst gibts eben immer genau die Diskussionen wie hier.

  113. #114 Blaubart
    18. August 2010

    @Christian

    In der gleichen Ausgabe gibt es diesen spannenden Artikel über Speicherplatz, aus dem kann man wenigstens noch was lernen:
    http://blog.modernmechanix.com/mags/qf/c/ScienceAndMechanics/1-1961/lrg_drum.jpg

    Ich finde es wirklich interessant mit welcher Ausdauer eine “Veröffentlichung” in einem Käseblatt von vor über 40 Jahren als neue Information dargestellt wird.
    Auf der anderen Seite, so macht das mit dem Laser für die Raumfahrt wieder mehr Sinn, man muss eben erst mal die Nadeln im Weg wegbrennen, bevor der Satellit da durch kann *LOL*

  114. #115 cydonia
    18. August 2010

    @Florian
    Dann wird es vielleicht langsam Zeit, dass Du Dich etwas intensiver mit dem Bereich Philosophie beschäftigst.
    Es gibt immerhin noch so etwas wie Logik, und die ist mathematisch fundiert. Und auch in einem meiner Leib und Magen-Bereiche stützt man sich auf empirische Daten, ehe Aussagen gemacht werden.
    Für Aussagen wie die Deine, dass sich Philosophie nicht von Geplauder beim abendlichen Bier unterscheidet habe ich wenig Verständnis, sehe mich aber natürlich auch gezwungen zuzugeben, dass es Gelaber gibt, das als Philosophie bezeichnet wird.
    Der ganze Ethikbereich kommt ohne Naturwissenschaften nicht aus, aber ohne Philosophie eben auch nicht. Philosophie, die sich nicht auf Naturwissenschaften stützt, ist aus meiner Sicht auch nicht viel wert, aber das heißt nicht, dass die Philosophie keine Existenzberechtigung hat. Darüber sollte man sich mal ernsthaft fetzen.

  115. #116 SingSing
    18. August 2010

    Was ist “VT”?

    Eine Kritik an dem Gelalle der werten Frau Professorin ist ungefähr so schwierig, wie eine Tontaube aus 10 mm Entfernung abzuknallen.

  116. #117 SingSing
    18. August 2010

    O.K., bin von selbst drauf gekommen (Verschwörungs-Theorie).

  117. #118 Florian Freistetter
    18. August 2010

    @cydonia: “Für Aussagen wie die Deine, dass sich Philosophie nicht von Geplauder beim abendlichen Bier unterscheidet habe ich wenig Verständnis,”

    Das war nicht abwertend gemeint und genaugenommen hab ich das auch nicht gesagt, sondern nur, dass es keinen prinzipiellen Unterschied zwischen Plauderei und Philosophie gibt. Was ich meinte, war folgendes: Wenn die Physik z.B. herausfindet, dass die Masse eines Elektrons genau so und so groß ist; dass sich zwei Körper mit genau dieser Kraft anziehen; dass ein Flugzeug genau aus diesem Grund fliegt – usw., dann IST das so. Da kann man nicht sagen – ne; mir persönlich gefällt das nicht, ich fände es viel schöner, wenn das Elektron diese Masse hätte und nicht die, die die Physiker publiziert haben. In der Philosophie geht das schon – da kann jeder sagen und meinen was er möchte und mangels Empirie (und wenn es empirische Philosophie gibt, dann wüsste ich nicht, wie die sich von echter Naturwissenschaft unterscheiden sollte) gibt es keine Möglichkeit, herauszufinden, wer recht hat und wer nicht.

    “aber das heißt nicht, dass die Philosophie keine Existenzberechtigung hat.”

    Hab ich auch nicht gesagt. Philosophie fällt für mich in die gleiche Kategorie wie Kunst. Sie kann inspirieren, kann einen bewegen, beeindrucken, abstoßen und für einen persönlich enorm wichtig sein. Aber sie liefert eben keine verlässlichen Erkenntnisse über die Welt – und ist daher keine Wissenschaft.

  118. #119 EvS
    18. August 2010

    Meine Güte, die Frau muß in ihrer Jugend ja richtig gefeiert und nichts ausgelassen haben. Damals, als das LSD noch rein wie Quellwasser aus dem Schwarzwald war.

  119. #120 SingSing
    18. August 2010

    Arme Philosophen, erst durften sie nur der Theologie als Mägde hinterherwischen, jetzt sind sie zu Plaudertaschen und Alleinunterhaltern degradiert. Wo wohl die Mathematik in dieses Schema passt?

    Derweil ist die Physik im Begriff, ihren Anspruch als objektive Wissenschaft aufzugeben. An ihren äußeren Rändern, da wo Neuland gewonnen wird (oder auch nicht), häufen sich die Papers, denen von bedeutenden Physikern eine Verletzung oder Unkenntnis elementarer Logik oder der Naturgesetze vorgeworfen wird (a href=”http://arxiv.org/PS_cache/astro-ph/pdf/0703/0703751v1.pdf”>Ellis 2008.

  120. #121 SingSing
    18. August 2010

    Grr, verdammtes HTML. Vorschlag an den Webmaster: Eingabemaske mit Code-Buttons aufpeppen!

  121. #122 BK
    18. August 2010

    Philosophie ist kein Geplauder. Und egal um welche Geisteswissenschaft es geht, es ist kein Geplauder. Vielleicht sollte man sich mal etwas mehr mit Geisteswissenschaften beschäftigen bevor man so etwas schreibt. In KEINER Geisteswissenschaft hat man die Freiheit, plakativ zu behaupten, nee das gefällt mir nicht, ich seh das anders.
    1. Auch in den Geisteswissenschaften gibt es peer-reviewte Fachzeitschriften
    2. Auch in den Geisteswissenschaften gibt es fundierte Methodiken, die allgemeinen Standards der wissenschaftlichen Forschung genügen.
    3. Das gilt erst recht für die sog. “Laberfächer”
    Für die Geschichtswissenschaft (die auch nicht im oben genannten Sinne theoriefähig ist) gilt für JEDE Hypothese das Gesetz der sog. intersubjektiven Nachprüfbarkeit. Das heißt: Jede Hypothese muss im Rahmen der verfügbaren Quellen und Belege beweisbar sein. Für die Quelleninterpretation gelten wissenschaftlich festgelegte Standards, die unbedingt einzuhalten sind. Ähnliche Vorgehensweisen gelten für (ich nenne jetzt nur die Fächer in die ich unmittelbaren Einblick habe, für die anderen dürften ähnliche Vorgehensweisen gelten) Germanistik und alle anderen Sprachwissenschaften, Soziologie, Archäologie und ihre Nebenwissenschaften.
    Was das mit Plauderei zu tun hat erschließt sich mir nicht.

  122. #123 SingSing
    18. August 2010

    Und was den empirischen Charakter der Physik angeht, ist vielleicht schon jetzt ein Zustand erreicht, wo neue Erkenntnisse nur noch in verbleibenden Nischen und Lücken, nahe an der anwendungsorientierten Forschung, empirisch überprüfbar sind.

    Dagegen steht auf der Suche nach dem, “was die Welt im innersten zusammenhält”, die Stringtheorie als ernstzunehmender Kandidat offenbar allein auf weiter Flur, leider aber ist eine empirische Falsifizierung derzeit nicht möglich und wird es vielleicht niemals sein.

    Physik wird demnach sich aufteilen in konservatorische Verwaltung und Lehre des immensen, empirisch abgesicherten Bestands an Erkenntnissen, und einem Fortschreiten auf immer wackligerem Grund, ohne Absicherung durch Empirie, das einer immer kleiner werdenden Anzahl von Denkern vorbehalten bleibt, die den sprunghaft steigenden intellektuellen Anforderungen noch gewachsen sind.

  123. #124 SingSing
    18. August 2010

    Anstatt sich dieser Krise der Physik zu stellen, kann man natürlich den pauperes spiritu Watschn austeilen, der Nachschub geht niemals aus.

  124. #125 TheBug
    19. August 2010

    @florian: Du tust der Philosophie unrecht, letztlich ist sie die Grundlage für alle Naturwissenschaften, die ohne Erkenntnistheorie nicht über den Stand der Alchemie hinaus kämen.

    Zutreffend ist aber durchaus, dass es Leute gibt, die sich Philosophen nennen und auch eine entsprechende Ausbildung und ggf. Titel haben, die aber nicht viel mehr als Geschichtenerzähler sind. So wie die Naturwissenschaften die Philosophie als Grundlage brauchen, so braucht die Philosophie die Erkenntnisse der Naturwissenschaften, Mathematik und anderer Gebiete, damit der Philosoph sich sinnvolle Gedanken machen kann.

    Ich habe kürzlich einen interessanten Vortrag von einem Philosophieprofessor über Bildung gehört, sehr bezeichnend war sein Fazit bei dem er feststellte, dass einseitige Ausbildung keine eigentliche Bildung sei.

    @SingSIng: Ich denke der Physik geht es besser als Du darstellst. Anscheinend nähern wir uns einem großen Schritt in der Erkenntnis über die Natur des Universums an, möglicherweise vergleichbar mit der Ära Einstein/Heisenberg etc. Auch damals kamen eine Unmenge von scheinbar haarsträubenden Theorien auf, von denen sich interessanterweise die auf den ersten Blick abwegigsten als am tragfähigsten herausstellten.

  125. #126 TheBug
    19. August 2010

    @wolfgang: AHRG! An dem Text macht ja ausschließlich die Rechtschreibung Sinn.

    Wenn die beiden Damen aufeinander treffen möchte ich definitiv auf einem anderen Kontinent sein, anderer Raum ist unzureichend.

    Hoffentlich gibt es bei Schwachsinn nicht einen Kollabierungseffekt, der zu einer Art Black-Hole für den Verstand führt.

  126. #127 SingSing
    19. August 2010

    @The Bug “Anscheinend nähern wir uns einem großen Schritt in der Erkenntnis über die Natur des Universums an”:

    Interessant, woraus ersteht dieser Anschein?

    Welche “scheinbar haarsträubende Theorien” aus der “Ära Einstein/Heisenberg”, und davon wiederum die Teilmenge “auf den ersten Blick abwegigsten”, haben sich als “am tragfähigsten” herausgestellt? (Die Meinungen von Nicht-Fachleuten zählen nicht.)

    Meinen Sie, dass Max Planck die Spezielle Relativitätstheorie als haarsträubend oder abwegig verworfen hat, als sie publiziert wurde? Oder hat er nicht vielmehr Einstein und die SRT von Anfang an anerkannt und gefördert?

  127. #128 Florian Freistetter
    19. August 2010

    @BK, SingSing: Ich sags nochmal: ich will die Geisteswissenschaft NICHT schlecht machen oder diskreditieren. Ich behaupte nur, dass es zwischen Natur- und Geisteswissenschaft einen so fundamentalen Unterschied gibt, dass es eigentlich nicht korrekt ist, beide mit dem Wort “Wissenschaft” zu bezeichnen. Und ich rede nicht von “Sprachwissenschaften, Soziologie, Archäologie”… Archäologie und Soziologie sind sicher keine Geisteswissenschaften. Mir geht es doch nur um eines: Naturwissenschaft kann objektive, empirische und abgesicherte Erkenntnisse über die Realität liefern. Geisteswissenschaft nicht. Ist es echt so wichtig, dass diese ganzen Disziplinen auch “Wissenschaft” heissen müssen? Im englischen kommt man mit “Humanities” ja auch gut zurecht…

    @SingSing: “Dagegen steht auf der Suche nach dem, “was die Welt im innersten zusammenhält”, die Stringtheorie als ernstzunehmender Kandidat offenbar allein auf weiter Flur, leider aber ist eine empirische Falsifizierung derzeit nicht möglich und wird es vielleicht niemals sein.”

    Wird oft behauptet, stimmt aber nicht ganz: http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2010/05/experimentelle-kosmologie-strings-und-zusatzdimensionen-auf-dem-prufstand.php

    Übrigens: Formatierungsbuttons gibt hier: http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2010/03/ein-firefox-addon-fur-scienceblogs.php

    @The Bug: “Du tust der Philosophie unrecht, letztlich ist sie die Grundlage für alle Naturwissenschaften, die ohne Erkenntnistheorie nicht über den Stand der Alchemie hinaus kämen.”

    Ich weiß nicht, wie oft ich es noch wiederholen soll: Ich habe NIE behauptet, Philosophie wäre schlecht, schlimm, unwichtig oder sonstwie weniger wert als Naturwissenschaft. Alles was ich sage ist, dass ich Philosophie nicht als Wissenschaft bezeichnen würde. Macht da doch nicht so nen Aufstand deswegen!

  128. #129 SingSing
    19. August 2010

    Lieber Herr Dr. Freistetter,

    danke für den Tip mit dem Greasemonkey-Scienceblogs-Skript. Habs installiert, und es funktioniert anscheinend, jedoch ohne HTML-Formatierungsbuttons, da der “Toggle mark it up”-Link nicht erscheint (mein Firefox ist auf dem neuesten Stand).

    Darf ich noch einmal nachfragen, wo Sie die Mathematik in Ihr Schema einordnen. Es gibt zwar Mathematiker, die ihre Disziplin als empirische Wissenschaft bezeichnen (Gregory Chaitin), diese sind aber wohl nicht repräsentativ. Die Platoniker, sind sie Geisteswissenschaftler?

    Mathematik, eine Disziplin sui generis? Wo gehört die Statistik hin? Ein Naturwissenschaftler schrieb neulich “… there is a reason why there are separate math and statistics departments in most major universities- statistics is NOT a branch of mathematics! … Personally, I prefer to think of stats as quantitative philosophy of science; like any other branch of philosophy, it is subjective and constantly evolving.”

  129. #130 Florian Freistetter
    19. August 2010

    @SingSing: “Darf ich noch einmal nachfragen, wo Sie die Mathematik in Ihr Schema einordnen.”

    Ich hab kein Schema. Ich sage nur, dass man Philosophie et al. Nicht “Wissenschaft” nennen sollte. Mathematik (und Statistik ist ein Teilgebiet davon) ist eine “Formal- bzw. Hilfswissenschaft” hat man mir in der Schule mal beigebracht (Angewandte Mathematik kann dabei aber durchaus auch empirisch sein).

  130. #131 SingSing
    19. August 2010

    Habs installiert, und es funktioniert anscheinend, jedoch ohne HTML-Formatierungsbuttons, da der “Toggle mark it up”-Link nicht erscheint (mein Firefox ist auf dem neuesten Stand).

    Ha!! Kaum speicherte ich meinen letzten Kommentar ab, da erschien das “Mark it up”.

  131. #132 BK
    19. August 2010

    @ Florian
    Archäologie soll keine Geisteswissenschaft sein? Äh…..nein?
    Soziologie gehört eng gesehen natürlich zu den Sozialwissenschaften, my bad. Damit gehört sie aber trotzdem in den Bereich der Kultur-und Geisteswissenschaften.
    Natürlich besteht ein fundamentaler Unterschied zwischen Natur-und Geisteswissenschaften (Tip: man lese die moderne Hermeneutik von Wilhelm Dilthey), das heißt aber nicht, dass das eine nun Wissenschaft ist und das andere nicht.
    Zum Thema Philosophie: Ich glaube viele hier haben einen falschen Eindruck von dem was Philosophie ist. Tip: Bertrand Russell: Die Philosophie des Abendlandes.

  132. #133 Florian Freistetter
    19. August 2010

    @BK: “Archäologie soll keine Geisteswissenschaft sein? Äh…..nein?”

    Hmm – wenn Leute in der Erde buddeln; mit Dendrochronologie, C-14 und anderem Zeugs arbeiten etc – dann hätte ich das nicht als Geisteswissenschaft bezeichnet; aber mir ists auch egal.

    “das heißt aber nicht, dass das eine nun Wissenschaft ist und das andere nicht.”

    Ich bin aber trotzdem dieser Meinung (und sage sicherheitshalber wieder dazu dass ich damit die GeWis NICHT abwerten will – das unterstellt man mir ja sonst wieder gleich). Und wie stehts denn eigentlich im englischen Sprachraum? Warum heisst das dort “humanties” und nicht “science”. Aber mir ists ja eigentlich auch wurscht. Wenn die GeWis unbedingt “Wissenschaft” machen müssen, dann sollen sie. Aber es führt halt zu Verwirrungen wenn zwei so unterschiedliche Sachen wie NaWi und GeWi mit dem gleichen Wort bezeichnet werden…

  133. #134 SingSing
    19. August 2010

    Florian Freistetter·
    19.08.10 · 08:14 Uhr

    Wird oft behauptet, stimmt aber nicht ganz: http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2010/05/experimentelle-kosmologie-strings-und-zusatzdimensionen-auf-dem-prufstand.php

    Ja die nicht ganz so winzig kleinen Extradimensionen… Wenn der LHC oder ein anderer Collider tatsächlich versickernde Energie entdecken würde, für deren Verbleib nur Extradimensionen in Frage kämen, wäre das schon ein Ding: nicht nur Wissenschaftler, auch interessierte Laien wie ich würden vor Aufregung im Quadrat springen.
    Wenn man sich aber auf den Blogs der Stringtheoretiker umhört, setzen sie selber die Chancen einer solchen Entdeckung ziemlich gering an.

    Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen. Die Natur ist so, wie sie ist, sie schuldet uns nicht Gesetze, die sich allesamt empirisch erhärten lassen. Wie es im Maßstab der Planck-Länge ausschaut oder sogar noch darunter, werden wir nie im Experiment beobachten können.

    Erstaunlicherweise entstammen die meisten gegen die Stringtheorie gerichteten Ressentiments und Kritiken nicht dem ungebildeten Publikum, sie kommen aus den Reihen der Physiker. Meine persönliche Vermutung ist, dass sich das folgendermaßen erklären lässt: die empirische Überprüfbarkeit (wenn nicht gleich, dann absehbar bald) jeder neuen theoretischen Erkenntnis war Naturwissenschaftlern seit Francis Bacon in Fleisch und Blut übergegangen. Es geht ihnen gegen den Strich, diese zentrale Komponente ihres Berufsethos über Bord zu werfen.

    Stringtheorie ist kein Glasperlenspiel im luftleeren Raum, sie verbindet Quantenfeldtheorie und Allgemeine Relativitätstheorie, somit ist sie an der Wirklichkeit bzw. den zwei besten Beschreibungen derselben, die wir haben, angedockt. Aber in Zukunft wird sie ihre neuen Erkenntnisse nur noch dahingehend
    überprüfen können, dass ihre interne Widerspruchsfreiheit und die Konsistenz mit allem bereits bekannten physikalischen Wissen gewahrt bleiben.

    Das macht die Stringtheorie für Forscher nicht leichter, sondern schwieriger als experimentell überprüfbare Zweige. Eine theoretische Vorhersage, die im Experiment bestätigt wird, bedarf nicht mehr der Abklärung der Verträglichkeit mit einer Unzahl von physikalischen Gesetzen: sie hat sich ja bereits bestätigt (vorbehaltlich einer späteren Revision). Die Stringtheorie wird dies, vielleicht in alle Ewigkeit, für jeden einzelnen ihrer Schritte mühsam leisten müsssen.

    Und welcher Physiker kann von sich sagen, auch nur den Großteil all dieser Gesetze verstanden und präsent zu haben?

    Uns Laien kann das egal sein, für uns ist schon der Wissensstand des späten 19. Jahrhunderts kaum oder gar nicht zu schaffen, geschweige denn alles, was seitdem gekommen ist. Wir können uns aber als Kollegen innerhalb der Spezies homo sapiens sapiens daran erfreuen, zu welchen Spitzenleistungen einige Vertreter fähig sind, und hoffen, dass durch eine Art geistiger Osmose etwas von ihrem Intellekt auf uns abfärbt.

  134. #135 Florian Freistetter
    19. August 2010

    @singsing: Zu diesem Thema hab ich hier mal was geschrieben: http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/06/die-zukunft-der-physik-macht-stringtheorie-die-physik-kaputt.php

    Und die Stringtheorie ist eben nicht einfach prinzipiell nicht überprüfbar; es sind einfach nur technische Gründe, die uns an einer vernünftigen Überprüfung hindert. Und das wird sich sicher irgendwann ändern und dann wissen wir Bescheid 😉

  135. #136 cydonia
    19. August 2010

    Hm, Florian, Du hast zwar den Smiley gesetzt, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich die Eso-Argumentationsschiene wirklich von Dir lesen möchte, ob mit oder ohne Smiley;-)
    Dass dein Biertischgesprächsvergleich, ob prinzipiell oder nicht, das Blut eines jeden Vollblutphilosophen in Wallung bringen musste, hast Du Dir auch denken können, oder?
    Wenn nicht, dann wäre das der richtige Zeitpunkt sich mit der kommunikativen Ethik des Herrn Habermas auseinanderzusetzen. Als Einstieg in seine Denkwelt empfehle ich seine Aufsatzsammlung aus dem Jahre 1995: “Zwischen Naturalismus und Religion”. Sehr präzise, und immer eine Zeitinvestition wert.
    Die Mitkommentatoren haben schon auf Einiges hingewiesen, mir bleibt noch zu bemerken, dass mir aufgrund Deines posts ein Aha-Erlebnis der seltenen und besonderen Art beschert wurde, und das ist schon was.
    Und ich bestehe bestimmt nicht darauf Philosophie jetzt unbedingt als Wissenschaft bezeichnet zu sehen. Aber die Gefahr, dass abfällige Bemerkungen zunehmen, und noch weniger Menschen es als nötig erachten, sich beispielsweise mit den Grundlagen unseres Denkens und Einschätzens der Wirklichkeit zu beschäftigen, ist groß, wenn präzise und wirklichkeitsnahe Philosophie zu den Künsten gezählt wird.

  136. #137 Florian Freistetter
    19. August 2010

    @cydonia: Ok – dann nehme ich das zurück und behaupte nicht mehr, dass es keinen prinzipiellen Unterschied zwischen Philosophie und Geplauder gibt. Aber ich möchte trotzdem gerne meine Meinung behalten dürfen, dass es sich bei Philosophie nicht um eine Wissenschaft handelt. (Und das heisst nicht, dass ich die Philosophie abwerte! Ok?)

  137. #138 BK
    19. August 2010

    “Hmm – wenn Leute in der Erde buddeln; mit Dendrochronologie, C-14 und anderem Zeugs arbeiten etc – dann hätte ich das nicht als Geisteswissenschaft bezeichnet; aber mir ists auch egal.”

    Äh…..sowas tun andere Geisteswissenschaften übrigens auch: Die Germanistik benutzt C-14 um Datierungen von Werken zu verifizieren, die Forschungsgegenstand der Älteren deutschen Philologie sind (Teilbereich der Germanistik). Ähnlich die Geschichtswissenschaft, die Papyrologie, die Anglistik etc. pp.
    Ich glaub einfach du hast da ein paar falsche Vorstellungen bzgl. der Geisteswissenschaften.

  138. #139 cydonia
    19. August 2010

    @Florian
    Lass es mich so ausdrücken: ich denke, dass Philosophie z.B., wenn sie präzise ist und der Philosoph naturwissenschaftlich fit ist, einen wesentlichen Beitrag dazu leisten kann, dass Menschen begreifen wie wichtig die Naturwissenschaften für ein adäquates Weltverständnis sind.
    Und das wäre nur eine Funktion einer wissenschaftsorientierten Philosophie. Ich sehe Philosophie als eine wesentliche Disziplin bei einer aus meiner Sicht nötigen zweiten, respektive dritten Aufklärung.
    Deine Meinung ist Deine Meinung, und solange Du sie argumentativ für Dich sauber begründen kannst, wäre es sicher nicht sinnvoll, sie zu ändern.

  139. #140 RL
    19. August 2010

    @ cydonia: Die Habermas’sche Aufsatzsammlung, stammt die noch vor oder schon nach dem Zeitpunkt, an dem er und Ratzinger beschlossen haben, best friends forever zu werden?

  140. #141 SingSing
    19. August 2010

    Florian Freistetter·
    19.08.10 · 11:30 Uhr

    @singsing: Zu diesem Thema hab ich hier mal was geschrieben: http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/06/die-zukunft-der-physik-macht-stringtheorie-die-physik-kaputt.php

    Was? Ich sehe nur die Rezension eines Buches von Lee Smolin, die passt aber nicht zu dem, was Sie unten schreiben.

    Und die Stringtheorie ist eben nicht einfach prinzipiell nicht überprüfbar; es sind einfach nur technische Gründe, die uns an einer vernünftigen Überprüfung hindert. Und das wird sich sicher irgendwann ändern und dann wissen wir Bescheid 😉

    Prinzipiell nicht überprüfbar hatte ich nicht geschrieben. Wir werden aber niemals in der Lage sein, die Welt im Maßstab von 10^-35 m zu untersuchen. Zwar “nur” aus technischen Gründen, aber diese sind prinzipieller Natur: die dafür erforderlichen Energien haben wahrhaft kosmische Ausmaße.

    Trotzdem überzeugen mich die Stringtheoretiker — von eruptierenden Vulkanen wie Lubos Motl bis hin zu eiskühlen Lakonikern wie Jacques Distler — dass ihr Feld sehr fruchtbar ist und noch viele Ernten bevorstehen.

  141. #142 cydonia
    19. August 2010

    @RL
    Ich würde das “best friends forever” doch entscheidend abschwächen wollen. Aber es wird, denke ich, gerade bei dieser Aufsatzsammlung sichtbar, wie sich eine gewisse Altersmilde einschleicht, und meine Finger dann doch recht häufig unbewusst auf dem Tisch trommelten, weil mir ein Argument alles Andere als schlüssig vorkam.
    Er bleibt, trotz einer zeitweise auffälligen Zahnlosigkeit gegenüber den real existierenden Christentümern, ein unabhängiger Denker.
    Und wenn Du das Interview gelesen hast: Beide tun sich einfach nicht weh: Von Freundschaft kann aber keine Rede sein. Denktechnisch liegen Welten zwischen den Beiden, welche Unterschiede ich sonst noch sehe, und was ich von Ratzinger halte, dazu schweige ich lieber….

  142. #143 MartinB
    19. August 2010

    @SingSing
    Es gibt durchaus Möglichkeiten, Phänomene auf der Planck-Skala zu untersuchen, siehe meinen Artikel zur DSR oder Jörg’s Artikel zu den Gammastrahlenblitzen. In Smolins Buch steht noch etwas mehr.

    @TheBug
    “Du tust der Philosophie unrecht, letztlich ist sie die Grundlage für alle Naturwissenschaften, die ohne Erkenntnistheorie nicht über den Stand der Alchemie hinaus kämen.”
    Dafür würde ich gern einen Beleg haben. Meiner Ansicht nach pflegen die meisten Naturwissenchaftler die Philosophen zu ignorieren oder zu belächeln, und bisher ist die Naturwissenschaft trotzdem ganz gut vorwärts gekommen. Welchen fundamentalen Beitrag leistet die Erkenntnistheorie zur Physik?

  143. #144 cydonia
    19. August 2010

    Martin, es soll Naturwissenschaftler geben, die der Philosophie sehr nahe stehen, respektive selber Philosophen sind. Glaubst Du, die belächeln sich permanent selber?

  144. #145 MartinB
    19. August 2010

    @cydonia
    nein, die meinte ich ja auch nicht, war schon etwas böse überspitztund nicht 100% ernst – aber den Großteil der Naturwissenschaftler lässt die Philosophie meiner Erfahrung nach kalt …

    Aber ich wüsste wirklich gern, wie man das oft gehörte Argument “Die Philosophie liefert die Grundlage für die Naturwissenschaft” glaubwürdig belegt.

  145. #146 rod
    19. August 2010

    köstlich, you made my day Florian!

    Nunja, machen wir uns nichts vor. Solche Leute wirds in Zukunft noch häufiger geben.

  146. #147 Moss
    19. August 2010

    @MartinB:
    Das dürfte damit zusammenhängen, dass sich einerseits die Mathematik (Geisteswissenschaft!) als philosophische Disziplin entwickelt hat und andererseits die Grundlage aller modernen Naturwissenschaft darstellt.

    Ich tendiere ja dazu, Mathematik für die Grundlage jeden Wissens zu halten …

  147. #148 Moss
    19. August 2010

    @cydonia:
    Es gibt ja auch Naturwissenschaftler, die Philosophie und Theologie für Wissenschaften halten oder allen Ernstes an Gott glauben; man denke nur an das Geschwurbel, das der ansonsten hochrenommierte Harald Lesch zusammen dem Philosophen Wilhelm Vossenkuhl und dem Jesuiten-Theologen Thomas Schwartz verbreitet(e). Trotzdem hat der Mann auch schon reichlich ernsthaft geforscht und echtes Wissen vermittelt, und obwohl er öffentlich Goethes esoterische Wissenschaftsversuche verklärt, weiß er offensichtlich, wovon er redet, wenn er über harte Wissenschaftsthemen spricht.

    Ein bisserl Romantik steckt doch in jedem von uns … 😉

  148. #149 TheBug
    19. August 2010

    @MartinB: Schau doch mal nach was Erkenntnistheorie ist und sag mir dann noch mal, dass ein Naturwissenschaftler ohne sie auskommen kann, ohne zum Alchemisten oder Schamanen zu werden.

    @SingSing: Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts gab es eine Inflation von Varianten des Ethermodelles und andere Erklärungsversuche. Einstein und vor ihm Lorentz und andere Physiker haben dem Theorien entgegen gestellt, die am Anfang von der Mehrheit der Physiker als Unsinn abgetan wurden. Heisenberg und Planck haben dann die Quantenphysik begründet, die Effekte beschreibt, die der täglichen, subjektiven Erfahrung noch mehr widersprechen als die Relativität. Einsteins erste Reaktion auf die Quantentheorie war: “Der Alte würfelt nicht” (oft falsch zitiert und als Beleg für eine angebliche tiefe Religiösität Einsteins zweckentfremdet). Später hat er dann gesagt das sei seine größte Fehleinschätzung gewesen.

    Momentan haben wir wieder eine Inflation von Theorien die teilweise wild spekulativ erscheinen und wir haben eine zunehmende Häufung von Messwerten, die zeigen, dass unsere bisherigen akzeptierten Theorien nicht ausreichen. Deshalb gehe ich davon aus, dass wir in den nächsten Jahren vor spannenden Entdeckungen stehen und möglicherweise die eine oder andere liebgewonnene Theorie erkenntnistheoriekonform entsorgen müssen.

    @Moss: Hier ist ein besonders schillerndes Exemplar der Gattung fundamentalistisch christlicher Naturwissenschaftler:
    http://creation.com/dr-john-hartnett-cv
    Der gute Mann ist eine der führenden Kapazitäten im Bereich der hochpräzisen Atomuhren und der Speziellen Relativitätstheorie. Trotzdem verbringt er seine Freizeit damit Papers zu schreiben mit denen er versucht zu belegen, dass die Genesis in der Bibel korrekt und die Erde erst 6000 Jahre alt ist.

    Ich frage mich da dann immer wie es in so einem Kopf aussehen muss?

  149. #150 SingSing
    19. August 2010

    Lieber Käfer, Sie schrieben:

    TheBug·
    19.08.10 · 17:15 Uhr

    @SingSing: Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts gab es eine Inflation von Varianten des Ethermodelles und andere Erklärungsversuche. Einstein und vor ihm Lorentz und andere Physiker haben dem Theorien entgegen gestellt, die am Anfang von der Mehrheit der Physiker als Unsinn abgetan wurden.

    Ich hatte sie um einen Beleg für diese Behauptung gebeten. Die Spezielle Relativitätstheorie erfährt zwar bis zum heutigen Tag viel Gegenwind, hauptsächlich aber von Hobby-“Gelehrten”. Michelson war damals nicht bereit, die SRT zu akzeptieren, aber wer noch außer ihm?

    Heisenberg und Planck haben dann die Quantenphysik begründet

    Gemeinhin gilt das Jahr 1900, als Planck seine bahnbrechenden Arbeiten veröffentlichte, als Anfangsjahr der Quantenpysik. Die SRT wurde erst 5 Jahre später veröffentlicht. Planck war eine Generation älter als Einstein und sein vielleicht größter Förderer, Heisenberg wiederum eine Generation jünger als Einstein.

    Einsteins erste Reaktion auf die Quantentheorie war: “Der Alte würfelt nicht” (oft falsch zitiert und als Beleg für eine angebliche tiefe Religiösität Einsteins zweckentfremdet). Später hat er dann gesagt das sei seine größte Fehleinschätzung gewesen.

    Dieser von Einstein überlieferte Kommentar zur Quantenmechanik ist nicht zu verwechseln mit seiner zwischenzeitlichen (und später widerrufenen) Einführung einer “kosmologischen Konstante”, die er damals in der Tat als seinen “größten Fehler bezeichnete”.

    Momentan haben wir wieder eine Inflation von Theorien die teilweise wild spekulativ erscheinen und wir haben eine zunehmende Häufung von Messwerten, die zeigen, dass unsere bisherigen akzeptierten Theorien nicht ausreichen. Deshalb gehe ich davon aus, dass wir in den nächsten Jahren vor spannenden Entdeckungen stehen und möglicherweise die eine oder andere liebgewonnene Theorie erkenntnistheoriekonform entsorgen müssen.

    Sie haben also so ein Gefühl, die heutige Situation weise Parallelen zur Situation vor 100 Jahren auf, können dies aber nicht belegen. Okay.

  150. #151 SingSing
    19. August 2010

    MartinB ·
    19.08.10 · 13:26 Uhr

    @SingSing
    Es gibt durchaus Möglichkeiten, Phänomene auf der Planck-Skala zu untersuchen, siehe meinen Artikel zur DSR oder Jörg’s Artikel zu den Gammastrahlenblitzen. In Smolins Buch steht noch etwas mehr.

    In IHrem Artikel werden Phänomene auf der Planck-Skala erörtert, das ist aber alles Papier und Bleistift und hat nichts mit einer experimentellen Befragung der Natur auf diesem Größenmaßstab zu tun. Im übrigen hat sich in ihren Artikel ein kleiner Fehler eingeschlichen, Gammastrahlenblitze werden in zwei Gruppen eingeteilt: bis 2 Sekunden Dauer und darüber hinaus, es ist also nicht ganz richtig zu schreiben, sie seien generell Tausendstel Sekunden lang.

  151. #152 Winiwyne
    19. August 2010

    Lieber Florian,

    mit großem Vergnügen lese ich Dein Blog, aber eben sind mir die Augen aus dem Kopf gefallen, und jetzt grad mache ich mir ernsthafte Sorgen:

    Dass Dein Einsteigen auf die Geisteswissenschaften (GW) im Text herb und herausfordernd ist, muss Dir klar gewesen sein. Aber wie Du in der weiteren Diskussion mit den (berechtigten) Kritik der Kommentatoren umgehst erinnert mich, tja woran eigentlich? OMG: an das Gebaren gewisser Kommentatoren aus der Eso-Ecke… ich kann gar nicht glauben was ich eben hier gelesen habe:

    Nochmal kurz rekapituliert (srry für meine steinzeitliche Zitiertechnik):

    Florian F. 10:31:
    “Ansonsten denke ich, dass die ganze Sache viel einfacher wäre, wenn die Geisteswissenschaften nicht GeistesWISSENSCHAFTen heissen würde (wie es ja im englischen meistens der Fall ist). Denn natürlich kommt es zu Konflikten, wenn man Philosophie, Tibetologie, Frauenforschung und was es da noch alles gibt mit der strengen naturwissenschaftlichen Methodik beurteilt. Was nicht abwertend gemeint ist – Geisteswissenschaft sind nicht schlechter oder besser als Naturwissenschaften. Nur anders – und sehr oft eben keine Wissenschaft im eigentlich Sinn.”
    – Na, die Geisteswissenschaft, in der ich beheimatet bin hast Du nicht genannt, aber wer weiß: jahrelang rede ich mir den Mund fusselig, Studenten wissenschaftliches Arbeiten bei zu bringen – alles umsonst, weil wir sind ja Deiner Meinung nach gar keine Wissenschaft sind? Und: Doch. Was Du schreibst IST abwertend: GW = Tibetologie… super.

    Im Folgenden wurde von anderen schon einiges angebracht (BK, Cydonia)…
    Und offenbar hat Cydonia recht: Du weißt nicht sehr viel über die theoretischen Grundlagen der Philosophie – von anderen GW ganz zu schweigen (und ich meine nicht Tibetologie). Aber anstatt Dich zu informieren – was Du schon unendlich vielen Esos empfohlen hast – hälst Du es argumentativ genauso wie diese:
    Florian F. 17:45 “Philosophie fällt für mich(!!!) in die gleiche Kategorie wie Kunst.”
    Und es kommt noch härter:
    Florian F. 8:14 “Ich behaupte nur, dass es zwischen Natur- und Geisteswissenschaft einen so fundamentalen Unterschied gibt, dass es eigentlich nicht korrekt ist, beide mit dem Wort “Wissenschaft” zu bezeichnen. Und ich rede nicht von “Sprachwissenschaften, Soziologie, Archäologie”… Archäologie und Soziologie sind sicher keine Geisteswissenschaften. Mir geht es doch nur um eines: Naturwissenschaft kann objektive, empirische und abgesicherte Erkenntnisse über die Realität liefern. Geisteswissenschaft nicht.”
    Aha. DU behauptest das also. Also, einem Eso würdest Du dieses “Argument” aber dermaßen um die Ohren hauen! Archäologie und SoWi keine GW? Klar. Und eigentlich hoffe ich sehr, dass ich mit meiner Arbeit “abgesicherte Erkenntnisse über die Realität” liefere…
    Aber es kommt noch besser:
    “Ich habe NIE behauptet, Philosophie wäre schlecht, schlimm, unwichtig oder sonstwie weniger wert als Naturwissenschaft. Alles was ich sage ist, dass ich Philosophie nicht als Wissenschaft bezeichnen würde. Macht da doch nicht so nen Aufstand deswegen!”
    Doch Florian, darum MÜSSEN wir einen Aufstand machen: Egal ob Du sie als Wissenschaft oder Karpfenteich bezeichnen magst, sie IST es! Ich verweise ungern auf die große Pedia, mit Vornamen Wiki, der dortige Artikel zu “Philosphie” benutzt das Wort “Wissenschaft” u.ä. 8 (!)mal allein in der Einleitung.

    Ahnlich auch Dein Post 12:11: “Aber ich möchte trotzdem gerne meine Meinung behalten dürfen, dass es sich bei Philosophie nicht um eine Wissenschaft handelt. (Und das heisst nicht, dass ich die Philosophie abwerte! Ok?))” – Was heißt hier DEINE MEINUNG? Seit wann lässt Du Meinungen statt Fakten gelten?

    Mir fehlen die Worte – ich muss Dich mal kurz selbst zitieren:
    Florian F. bei der 2012 Rezension 26.04.10 · 18:38 Uhr: “Ja – Wissenschaft ist halt kein Wunschkonzert. Die Natur schert sich nicht darum, was dir gefällt oder was du persönlich gerne so hättest. Die Realität ist so wie sie ist. Und die wissenschaftliche Methode ist die einzige die geeignet ist, mehr über diese Realität herauszufinden. Wenn du meinst, es wäre cooler, sich einfach irgendwas auszudenken was man dann auch nicht belegen muss – dann mach ruhig. Das machen jede Menge Religionen und Esoteriker ja auch so. Aber behaupte dann bitte nicht, dass das irgendwas mit Wissenschaft zu tun hat.”

    Genau.
    Es ist eben NICHT Deine persönliche, frei wählbare Meinung, ob Philosophie und Archäologie und Geschichte und Kunstgeschichte und Religionswissenschaften (nicht Theologie) und Literaturwissenschaften genau das sind, nämlich Wissenschaften! Die mit Hilfe einer theoretisch fundierten Methodik reproduzierbare, falsifizierbare Aussagen über die Realität erlauben! Und oft sogar Theorien aufzustellen, die Voraussagen ermöglichen bzw. an diesen messbar sind!
    Und auch wenn es weh tut, wenn die historischen Wissenschaften Techniken wie c14-Methode oder Dendrochonologie benutzen, dann wird die Physik in dem Moment zur Hilfswissenschaft.

    Deine persönlichen Abneigungen, die bestimmt auf Erfahrungen beruhen, die ich mir gut genug vorstellen kann, unbenommen – aber bitte trenn’ das von der Definition einer Fachdisziplin als Wissenschaft als solche!
    Eine grauselige Gestalt wie Frau Werlhof ist nicht der Prototyp aller Geisteswissenschaftler!

    …Ein schrecklicher Gedanke: Wenn DU Dich in derartige unsachlichen Schlammschlachten reinziehen lässt, OMG…

    Es grüßt
    trotz dieses – recht ausführlichen – Frustausbruches jetzt noch mehr wortlos
    Winiwyne

  152. #153 Florian Freistetter
    20. August 2010

    Ach verdammt. Ich hab gewusst, dass ich mich nicht auf so eine Diskussion einlassen hätte sollen und normalerweise mach ich das auch nicht; genau weil man dann immer falsch verstanden wird (ok, diesmal hab ich mich auch manchmal falsch ausgedrückt). Ich habe NICHTS gegen GeWi. Ich halte sie nicht für schlecht, nicht für dumm, nicht für sinnlos. Das möchte ich ein für alle mal klar stellen – denn es wird mir irgendwie ständig unterstellt (“Tibetologie” hab ich übrigens deswegen als Beispiel genommen weil man es an der Uni Wien studieren kann und ich es selbst mal studieren wollte).

    Mir geht es nur um folgendes:

    Es gibt einen prinzipiellen Unterschied zwischen NaWi und GeWi. (Ich hoffe, darauf können wir uns einigen, sonst macht das alles hier eh keinen Sinn). Die Grenzen sind natürlich nicht scharf und ich habe oben zu sehr verallgemeinert, als ich pauschal von “Geisteswissenschaften” gesprochen habe – was ich meinte, bezog sich vor allem auf die Philosophie. Ich bringe nochmal ein Beispiel: wenn z.B. ein Literaturwissenschaftler anhand von Satz- und Wortanalyse eine objektive, nachvollziehbare und reproduzierbare Aussage über einen Text trifft, dann ist das selbstverständlich Wissenschaft in dem Sinne, in dem das Wort auch in der NaWi verwendet wird. Wenn ein Literatur- oder Kunstwissenschaftler aber einen Text interpretiert und Behauptungen darüber aufstellt, was der Autor damit bezweckt haben mag, dann gibt es da i.A. keine Möglichkeit herauszufinden, ob das richtig ist (gehen wir mal davon aus, das der Autor schon tot ist). D.h. hier ist es nicht möglich objektive Erkenntnisse zu gewinnen und demnach würde ich das nicht als Wissenschaft bezeichnen. Genauso ist es, wenn ein Philosoph erzählt wie er sich die Welt vorstellt. Natürlich kann man sich auch in der Philosophie und Literaturwissenschaft nicht einfach irgendwas ausdenken – wenn ein Literaturwissenschaftler meinte, Goethes Faust würde die Unterdrückung der Arbeiterklasse thematisieren, dann ist das sicherlich Unsinn. Aber das ist eben nicht immer eindeutig und es gibt keine eindeutige Möglichkeit die Intention von Goethe zweifelsfrei nachzuvollziehen. Wie gesagt – die Grenzen sind fliessend und meine Verallgemeinerung von oben war nicht korrekt; ich hätte nicht Geisteswissenschaft schreiben sollen wo ich Philosophie meinte (obwohl es natürlich auch einzelne Aspekte der GeWis gibt wo das zutrifft).

    Ich habe also etwas schlampig argumentiert – aber deswegen muss man mich nicht gleich zum Esoteriker machen. Ich habe auch – ich wiederhole es lieber nochmal – nichts gegen Geisteswissenschaft. Ich finde (die meisten) GeWis interessant und die Geisteswissenschaftler machen interessante und wichtige Arbeit. Ich persönlich denke einfach nur, dass die prinzipiellen Unterschiede zwischen NaWi und GeWi groß genug sind, um es zu rechtfertigen, dass nicht beide Disziplinen mit dem gleichen Wort bezeichnet werden sondern würde Bezeichnungen wie im englischen Sprachraum (“humanities” / “science”) für angebrachter halten. Da aber jedesmal, wenn ich diese Auffassung äußere genau das passiert was jetzt hier passiert ist stellt diese Meinung wohl eine ziemliche Minderheit dar und ihr könnt mich getrost ignoriern 😉

    Ich hab jetzt zu dem Thema wirklich alles gesagt, was ich sagen kann. Ich habe kein Problem mit Geisteswissenschaften. Wirklich nicht. Es muss sich niemand angegriffen fühlen, wenn ich – so wie in meinem Ausgangskommentar – sage, dass manche GeWis vielleicht nicht Wissenschaft genannt werden sollten. Nicht als Wissenschaft bezeichnet zu werden ist keine Beleidigung. “That which we call a rose
    By any other name would smell as sweet.”

  153. #154 MartinB
    20. August 2010

    @TheBug
    “Schau doch mal nach was Erkenntnistheorie ist und sag mir dann noch mal, dass ein Naturwissenschaftler ohne sie auskommen kann, ohne zum Alchemisten oder Schamanen zu werden.”
    Habe ich nachgeschaut – sag Du mir mal, wo ich sie als Naturwissenschaftler zwingend brauche, ich sehe es nicht wirklich.

  154. #155 MartinB
    20. August 2010

    @SingSing
    “In IHrem Artikel werden Phänomene auf der Planck-Skala erörtert, das ist aber alles Papier und Bleistift und hat nichts mit einer experimentellen Befragung der Natur auf diesem Größenmaßstab zu tun.”
    Die Theorie ist Bleistift und Papier, die Gamma-Experimente sind real und finden statt und testen auf der Planck-Skala, siehe den Artikel auf Diax’s Rake, der das sehr schön erklärt.
    Damit ist die Aussage “Wir werden aber niemals in der Lage sein, die Welt im Maßstab von 10^-35 m zu untersuchen.” bereits widerlegt.

  155. #156 Jörg Friedrich
    20. August 2010

    Es gibt viele Kriterien, nach denen man die Wissenschaften von anderen Tätigkeiten abgrenzen kann und nach den meisten wird man Philosophie nicht zu den Wissenschaften zählen können. Florian Freistetter hat da völlig Recht. Empirische Überprüfbarkeit ist ein solches Kriterium. Natürlich gibt es Arbeiten von Philosophen, die man an der Erfahrung prüfen kann, z.B. in der Wissenschaftstheorie, aber man muss dann fragen, ob diese Arbeiten nicht eher soziologische, historische oder sprachwissenschaftliche sind oder ob eben speziell diese Art von Wissenschaftstheorie eine spezielle wissenschaftliche Disziplin ist. Aber auch die Ergebnisse der Wissenschaftstheoretiker sind – nach Maßstäben der Wissenschaft – selten durch die Wissenschaftler-Gemeinschaft empirisch überprüfbar.

    Das hat zum Einen mit der speziellen Art der Fragestellung zu tun, die oft eben mehrere Antworten zulässt, da immer weitere strittige Grundannahmen einfließen. Der weitere Grund ist gleichzeitig ein weiteres Kriterium, wie Wissenschaft sich von anderen geistigen Tätigkeiten des Menschen unterscheidet: Die Existenz von unstrittigen, lehrbaren Methoden. Auch diese gibt es in der Philosophie nicht.

  156. #157 Jörg Friedrich
    20. August 2010

    @MartinB: Ob Sie eine Erkenntnistheorie als Naturwissenschaftler zwingend brauchen ist eigentlich eine merkwürdige Frage. Sie haben eine, Sie haben ja einen Begriff von Erkenntnis, von Wahrheit, von Hypothese, von akzeptabler Erklärung usw. Dieses System von Grundbegriffen ist Ihre Erkenntnistheorie.

    Die Frage ist, ob Sie notwendigerweise über diese Begriffe nachdenken müssen, oder ob Sie sie einfach wie erworben einsetzen können, wenn Sie wissenschaftlich arbeiten. Ich denke nicht, dass Sie gezwungen sind, Ihre Erkenntnistheorie selbst zum Gegenstand Ihres Nachdenkens zu machen, wenn Sie erfolgreich Wissenschaft betreiben wollen. Eher dürfte das Gegenteil richtig sein.

  157. #158 cydonia
    20. August 2010

    Ich habe Florian verstanden, ich stimme Herrn Friedrich größtenteils zu, hoffe aber auch verstanden worden zu sein.
    Die Gefahr, dass flapsige Bemerkungen zu Philosophie zum Anlass genommen werden, mal eben die eigenen Vorurteile noch mal gassi zu führen, ist mir einfach zu groß.
    Ich würde mir wünschen, dass die Philosophie auch von Naturwissenschaftlern neu entdeckt wird, weil sie auch eine wunderbare Denkschule darstellt, und Fragen aufwirft, die auch Wissenschaftler dazu verführen können, neue, interessante und fruchtbare Wege einzuschlagen.
    Mir stieß aber vor allem die unsaubere Argumentation auf, denn das ist etwas was ich nirgendwo akzeptieren möchte. So, Thema für mich beendet

  158. #159 Eddy
    21. August 2010

    Einige Wissenschaftler haben offenbar Probleme damit ihre Selbstherrlichkeit in den Griff zu bekommen :

    “Kerngebiete der Philosophie sind die Logik (als die Wissenschaft des folgerichtigen Denkens),…”(Wikipedia)

    Ein gewisser Jörg faselt etwas über Beweisformen. Ich wusste sogleich um welchen Jörg es sich da handeln musste, denn er hatte wioeder einmal flagrant unrecht.

    Beweislehre :

    “Der Zeugenbeweis ist eines der wichtigsten Beweismittel BGHSt 32, 115 (127)”

    Wehe der Laie macht solche Falschaussagen, bzw. zieht solche Fehlschlüsse.

    Der Wissenschaftler entschuldigt sich so:

    “Ach verdammt. Ich hab gewusst, dass ich mich nicht auf so eine Diskussion einlassen hätte sollen und normalerweise mach ich das auch nicht;”

    Ja das Glatteis des gesunden Menschenverstands, des logischen Denkens und der Intelligenz. Auf solch unsicheres Terrain will man sich nicht begeben. Da widerlegt man lieber eine offenbar “verwirrte” Professorin für Frauenforschung an der Uni Innsbruck.

    Dass mittlerweile fast die ganze “Frauenforschung” radikalfeministische Züge aufweist verbucht man dann wieder flugs unter dem Titel “Verschwörungstheorie”.

    Ist es für euch Wissenschaftler solcher Blogs nicht möglich euch zuerst einmal in eine Materie hineinzulesen bevor ihr solche absoluten Aussagen macht über Philosophie, Beweisformen, Feminismuskritik usw….

    Wie einfach ist es einen plumpen Fehler, einen Glauben an etwas oder einen Geistesgestörten zu widerlegen. Bei intelligenten und gebildeten Mitmenschen wird es schon etwas schwieriger ihnen ein X für ein U vorzumachen, wenn es um deren Fachgebiete oder um banales Allgemeinwissen geht.

    Das Problem ist, dass ihr euch für extrem intelligent und überlegen haltet, aber immer wieder flapsige und peinliche Logik- und Denkfehler begeht. Wieso soll man sich nachher bei seinem Ggegenüber entschuldigen, wenn der doch bloss ein Laie ist?

    Ich halte Teile der Philosophie und vor allem die manchmal haarsträubenden Beweisführungen für ziemlichen Humbug, habe mich aber damit auseinandergesetzt.

    Und Wissenschaftler glauben dass ein Gerät für die Untersuchung der oberen Atmosphäre Erdbeben auslöst und andere, dass die Erkenntnistheorie eigentlich Wurscht ist. Wobei Zweites Erstes wohl begünstigt.

  159. #160 Florian Freistetter
    21. August 2010

    @Eddy: “Und Wissenschaftler glauben dass ein Gerät für die Untersuchung der oberen Atmosphäre Erdbeben auslösen”

    Ja, das müssen sie auch glauben. Denn man kann belegen, das dem nicht so ist – also bleibt nur der Glaube.

  160. #161 S.S.T.
    21. August 2010

    @Eddy
    Geht es nicht noch ein wenig wirrer? Dann wäre es zumindest Satire.

    @all: Merke: Niemals Kommentare zwischen 0:00 und 5:00 Uhr schreiben.

  161. #162 Theoretiker
    22. August 2010

    Eines muss man dieser Frau lassen: sie argumentiert genial. Jeder der jetzt etwas, egal wie sachlich, gegen ihre Theorie vorbringt, ist schlichtweg Teil des Patriachats und ein potentieller Frauenvergewaltiger.
    Clever.

  162. #163 deepsouth
    24. August 2010

    Florian….
    Selbst ein Physiker kommt an der Philosophie nicht vorbei.
    Jedenfalls dann nicht, wenn er sich dem Urknall mehr als 10-hoch-minus-43 Sekunden (Planck-Zeit) möchte.
    (möchtest du mal…? ;-))
    Ausgehend von folgender Aussage:
    Wir leben in einem kausalem Universum – alles möchte in den Zustand höchst-möglicher Unordnung übergehen – wird aber von den vier Naturkräften daran gehindert und bildet Strukturen. Somit sind Ursachen und Wirkungen grundsätzlich voneinander getrennt. Zuerst Ursache, danach Wirkung.
    Um Ursache und Wirkung voneinander trennen zu können, MUSS etwas dazwischen liegen, nämlich Zeit. Einen kürzeren Zeitabschnitt als die Planck-Zeit gibt es aber nicht (Ursache u. Wirkung würden sich überlagern und unser Universum wäre nicht kausal, sondern akausal bzw. chaotisch, ohne Strukturen, ohne diesen Blog hier).
    So weit, so gut.
    Ab 10-hoch-minus-43 Sekunden lässt sich das Universum physikalisch gut beschreiben.
    Aber was war davor? (Nicht vor dem Urknall, sondern innerhalb der allerersten Planck-Zeit?)
    Quasi der allererste “Schritt”, noch bevor Naturkräfte enstehen konnten, noch bevor sich das Prinzip der Kausalität herausformen konnte.
    ??
    Gib’s zu – hier geht es nur philosophisch weiter 😉
    (oder religiös)
    Aber davon ausgehend, daß wir beide einen Designer des Universums ausschließen,
    würde mich deine Meinung brennend interessieren.
    Ich wette ‘ne Flasche Rotkäppchen-Sekt, daß du für diesen (zugegeben: sehr kurzen) Abschnitt des Universums NICHT an der Philosophie vorbeikommst.

    Grüße aus Bayern
    deepsouth

  163. #164 naria
    24. August 2010

    Sowie ich es verstanden habe, will er die Philosophie da auch gar nicht heraus halten, sondern sagen: Wenn es hier zur Philosophie wird (auch wenn die Beschreibung des Universums zum Gegenstand wird), so ist das keine Naturwissenschaft mehr.

    Ich finde das ganze gezanke um eine Wortdefinition (die sich mit der Zeit durchaus ändern kann und wird) und eben über Meinungen von Personen(gruppen) gebildet wird (was das Thema durchaus von der Esoterik unterscheidet), etwas lächerlich.
    Ob ich es nun Geisteswissenschaften, humanities oder Superwissenschaft nenne und dafür Naturwissenschaft in Blubbatritis umbenenne, spielt doch keine übergeordnete rolle für die Wissenschaftsdisziplinen an sich, sondern dient lediglich sprachlicher klarer Trennung und wenn Herr Freistetter es eben so sieht, das hier eine klarere Trennung nötig wäre, dann darf er das tun (und damit womöglich irgendwann erfolgreich sein)
    Wer sich durch eine Abtrennung oder durch die Nennung von Tibetologie beleidigt fühlt, übertreibt meiner Meinung nach ebenso. Ein nettes Argument wäre eines gewesen, das Herr Freistetter selbst gebracht hat: Die Trennung ist nicht scharf, sondern sehr undeutlich. Man kann nun anbringen, das aufgrund dieser Tatsache diese Trennung nicht praktikabel möglich ist.
    Andererseits kann man aber auch der Meinung sein, das nur, weil etwas nach der so genannten “wissenschaftlichen Methode” arbeitet, noch keine Wissenschaft sein muss, schon gar nicht, wenn nur ein (kleiner) Teil der Disziplin danach arbeitet. Ebenso wie nicht alles was einen Motor enthält, zwingend ein Auto sein muss.

  164. #165 deepsouth
    24. August 2010

    Ich denke, da haben wir zwei (Du und ich, nicht Florian) aneinander vorbeigeredet.
    Florian schätzt z.B. Pr. Harald Lesch. Lesch wiederum ist befreundet mit einem Philosophen (ich hab den Namen nicht parat)… die zwei haben gemeinsam TV-Produktionen gemacht (vorzugsweise mit Brotzeit und Wein in München-Schwabing) …auch die wird Florian kennen, denke ich.
    Die Beiden haben es in vielen Gesprächen auf den Punkt (Punkt? Nein, “Nenner” wäre besser) gebracht…. Physik u. Philosophie sind untrennbar.
    Bevor ich mich jetzt hier in etwas hineinsteigere, warte ich erstmal ab, ob und wenn ja, was, Florian zu dem ersten Moment nach dem Urknall zu sagen hat – darum ging es ja.

    lieber Gruß
    deepsouth

  165. #166 Florian Freistetter
    24. August 2010

    @deepsouth: “Gib’s zu – hier geht es nur philosophisch weiter 😉 (oder religiös)”

    Ne – da wird genauso physikalisch dran geforscht, wie sonst auch wo. Siehe z.B. hier: http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2010/05/der-stoff-aus-dem-der-kosmos-ist-die-komplette-rezension.php

    Und die Religion kann schonmal gar nichts erklären…

  166. #167 Bjoern
    24. August 2010

    @deepsouth:

    Erstens einmal ist es gar nicht so sicher, ob das Universum wirklich einen Anfang hatte, ob man also wirklich sinnvoll von “der ersten Planck-Zeit” reden kann. Es gibt genügend Theorien, wie z. B. Steinhardts “ekpyrotisches Universum”, in der es keinen Anfang gab, sondern nur ständige Wiederholungen von beschleunigter und abgebremster Ausdehnung.

    Zweitens gibt es im Universum auch Dinge, die ohne (unmittelbare) Ursache ablaufen, die einfach so passieren (z. B. radioaktiver Zerfall) – also fällt die Argumentation mit Ursache-Wirkung auch in sich zusammen.

    Drittens ist es mir völlig unklar, inwiefern die Philosophie helfen könnte, zu klären, was in der ersten Planck-Zeit geschah (selbst wenn du irgendwie die ersten beiden Einwände entkräften könntest); erläutere das bitte mal näher.

  167. #168 TheBug
    24. August 2010

    Also schon der große Philosoph Douglas Adams hat festgestellt, dass das Universum nicht einfach entstanden ist, sondern vom Großen Grünen Akelanfall ausgeniest wurde und es sich, sobald man seine Funktionsweise erkannt hat, in etwas noch viel Komplizierteres verwandelt, wobei unklar ist, ob das nicht bereits geschehen ist.

  168. #169 Tomtom
    24. August 2010

    Ganz offensichtlich hat niemand das Video ganz zu Ende gesehen. Dort nimmt Hape Kerkeling nämlich seine graue Perücke ab und verlässt das Rednerpult!

    Tomtom

  169. #170 BK
    25. August 2010

    @ TheBug:
    “In the beginning there was nothing, which exploded” 😉

  170. #171 Ger77
    1. September 2010

    Ich bin zwar auch ein Laie, aber ich hab mir mal die Selbstbeschreibung von Frau Werlhof angeschaut. http://emanzipationhumanum.de/deutsch/vonwerlhof.html
    Darin gibt es folgendes interessante Statement:
    ….
    “Dazu mein Beitrag. Seit bereits geraumer Zeit entwickelt sich in mir im Austausch mit Kollegen und Kolleginnen in vielen Teilen der Welt eine neue, eine neuartige, weil umfassende und zusammenhängende Erklärung für das, was geschieht. Gemeinsam entwickeln wir einen neuen Theorie-Praxis-Ansatz, das neue Konzept einer Gesamtwissenschaft und -Politik, eine neue „Metatheorie” samt ihrer praktischen Konsequenzen.
    Diesen neuen Ansatz nennen wir „Kritische Patriarchatstheorie”, sein Programm die Entwicklung einer „Patriarchatskritischen Geschichtswissenschaft” und einer „Matriarchalen Naturwissenschaft” im Theoretischen wie Praktischen. ”

    In meinen Augen klingt das genau nach dem was sich bei Frau Werlhof jetzt abgespielt hat. Sie hat endlich eine Erklährung für die Übel dieser Welt gefunden und natürlich “damit SIE auf den Plan gerufen”, die diese neue Erkenntnis verhindern wollen. “SIE wollen alle”, besonders Frau Werlhof vernichten und damit die Bekanntwerdung dieser “entsetztlichen Wahrheit” verhindern. Darin sind alle involviert, die etwas gegen diese Ansichten unternehmen oder diese kritisieren.
    HIier noch ein Link eines Protagonisten dieser Lehre: http://www.raison.at/index.php/gesellschaft/18-die-kritische-patriarchatstheorie-eine-meta-erzaehlung-fuer-das-21-jahrhundert

    Vielleicht sollte sich die anderen WissenschafterInnenr der Universität Insbruck oder auch aus anderen Fakultäten einmal diese “Kritische Patriarchstheorie” genauer unter die Lupe nehmen, ob sich hier nicht unter dem Deckmantel der Wissenschaft eine Verschwörungstheorie ausbreitet. Die Anzeichen scheinen jedenfalls gegeben, da “eine neuartige, weil umfassende und zusammenhängende Erklärung für das, was geschieht” gefunden wurde und naturwissenschaflich begründete Kritik als Versuch gewertet wird die Träger dieser neuen “Wissenschaft” mundtot zu machen.

    Soll man solche Tendenzen wirklich einfach im akademischen Umfeld unter dem Schutzmantel, von Wissenschaft und Forschung weiterschwelen lassen?

  171. #172 TheBug
    1. September 2010

    Ich denke mal eine direkte Auseinandersetzung mit dieser Dame hat so wenig Aussicht auf Erfolg wie jeder andere Versuch mit VTlern und tiefreligiösen Leuten (wozu ich die Esoteriker auch zähle) vernünftig zu reden. Nimmt man in solchen Gesprächen die wissenschaftlich korrekte Position ein, dass wenig bis gar nichts beweisbar ist, aber halt gewisse Dinge offensichtlich falsch sind und wir für sehr viele Dinge ziemlich gute Erklärungen haben, dann wird das sofort dazu umgedreht, dass die Wissenschaft also keine gesicherten Erkenntnisse hat, eigentlich alles möglich ist und Elefanten doch fliegen können.

    Mit solchen Leuten sollte man am besten so umgehen wie die Comedyshow in dem Video über den LHC, die dem Komiker mit seiner 50% Wahrscheinlichkeit für schwarze Löcher einfach Raum gegeben haben sich selbst lächerlich zu machen. Wer es dann immer noch nicht schnallt ist selber schuld.

  172. #173 Ger77
    1. September 2010

    Aber ist das Problem nicht das diese Dame ihre krausen Theorien mit der akademischen Reputation als O.Univ.-Prof. Dr. Von Werlhof Claudia in der Vorlesung “SE Staats-, Demokratie und Machttheorien” an abhängige StudentInnen verbreiten kann?

    Das Ganze ist soweit ich sehe, in der Studienrichtung “MA Europäische Politik und Gesellschaft” ein Pflichtfach.
    http://orawww.uibk.ac.at/public_prod/owa/lfuonline_lv.details?sem_id_in=10W&lvnr_id_in=402606
    Damit kann sich dem der das studiert, auch niemand entziehen. Sollten an echter Wissenschaft Interessierte nicht dagegen Protest einlegen? Oder hälts du das für sinnlos? Wann kommt dann die erste Vorlesung “Astrologische Menschkunde im Beruf” im Rahmen von Psychologischen Studienrichtungen? Oder die “Hömäopatischen Wirkungskreise und Behandlungmethoden bei okologischen Erkankungen” in medizinischen Studien?
    In diesem Fall der “Kritischen Patriachtstheorie” halte ich es sogar für wesentlich gefährlicher, da offenbar eine Verschwörungstheorie an AkademikerInnen weiterverbreitet wird.

  173. #174 alchemy
    1. September 2010

    60, 000 x Earth size?
    ?????

  174. #175 Ger77
    2. September 2010

    Jetzt habe ich noch ein weiteres Dokument von Frau Werlhof gelesen und langsam kommt mir der Gedanke, das die Frau nicht zufällig auf das Buch von Dr Rosalie Bertell gestossen ist. Die Proffesorin Werlhof und ihre KollegInnen arbeiten offenbar schon seit geraumer Zeit an diesem Wahngebäude. (Ich darf es doch so nennen, da diese von einer Ursprungsidee ausgehen, die sie als fest annehmen, diese aber nicht in Frage stellen und an der aber jegliche Kritik unerwünscht ist und Gegenargumente negieren)
    http://www.uibk.ac.at/forschung/weltordnung/werlhof_patriarchat.pdf

    Und je mehr ich mich in die Werke dieser “WissenschafterInnen” einlese umso mehr frage ich mich: “Ist es wirklich möglich das dieses Gedankengut frei an unseren Universitäten zirkuliert?”. Sätze wie “Ein Blick in die Etymologie, in die Archäologie, – welcher Archäologe kann schon erklären, was es bedeutet, daß die Sphinx ca.14.000 Jahre alt ist?!” bleiben unwiedersprochen in Abhandlungen dieser Wissenschafterin. ( Die Sphinx ist 14.000 Jahre alt? Stimmt das etwa? Wer hat diese dann gebaut? Wiki sagt was anderes, aber Wiki ist auch fehlerhaft. )

    Das Ärgste ist aber, das die Dame nicht alleine daran werkelt. Da gibt es dutzende MItstreiterInnen. Sind Universitäten machtlos gegen solche Pseudowissenschaft und Verschwörungstheorien unter dem Deckmantel des Feminismus? Diese Lehren sind ja nicht nur in Innsbruck daheim, auch die Uni Wien und andere Städten und ich befürchte auch Deutschlands Unis beherbergen MatriachatsforscherInnen. Ich staune immer mehr, je mehr ich zu dem Thema von diesen ForscherInnen lese. Und Kritik aus der übrigen Wissenschaftsriege wie den Archäologinnen Brigitte Röder oder Brigitte Kunz wird sofort als Hilfestellung für das Partriachat ausgelegt. Zu einem echten Diskurs kommt es offenbar nicht, da kritsche Betrachtungen von Thesen sofort mit dem Hinweis dies sein nur eine Diskrimierung der neuen Wissenschaft abgeschmettert werden. Wie soll da in diesem Gebiet wissenschaftliche Arbeit geleistet werden, wenn man ständig auf der Hut vor dem bösen Feind Patriachat ist und stichhaltige Gegenargumente nur dessen böswillge Propaganda sein kann?

    Was genau geht hier an unseren Unis vor? Offenbar ist der Fall von Frau Werlhof an der Uni Innsbruck nicht ein bedauerlicher Einzelfall, sondern die Spitze eines Eisberges. Zumindest erweckt es nach den bisherigen EInblicken so denn Eindruck.

  175. #176 Avatar
    2. September 2010

    Okay. Ich hab mir den ersten Teil jetzt mal so auf meinem Schleppi neben der Arbeit in der Nachtschicht reingezogen… zumindest wollte ich das, aber ein Schutzmechanismus schien mich vor einem drohenden Schlaganfall bewahren zu wollen, bei dem ich mir mein Gehirn aus den Ohren geschlagen hätte.

    Wie kann man nur so schnell dem geistigen Verfall anheim fallen?

    Und vor allem. Wie hätte sich die Rede angehört, wenn es nicht Mutter, sondern Vater Erde heißen würde?

  176. #177 TheBug
    2. September 2010

    Aua! Habe auch gerade versucht den Text zu lesen und eine ähnliche Reaktion gehabt. Nach einigen Absätzen hat mein Bullshit-Detektor den Notabbruch eingeleitet, da eine Rate von deutlich >1BpS (Bullshit per Sentence) konstant auftrat und somit Gefahr für die Hirnzellen bestand.

    Ganz klar, dass diese Frau sich überall von Feinden umgeben sieht. Wer solchen Stuss labert wird natürlich permanent angegriffen. Stellt sich wirklich die Frage wie viele solcher Spinner an Unis lehren dürfen und wie viele Bekloppte den Quatsch unterstützen.

    Für eine Uni dürfte es nicht ganz leicht sein derart entglittene Personen wie Frau von Werlhoff los zu werden. Jede Kritik an ihr ist ja ein Angriff des Patriarchats auf den Freminismus.

    Ich finde grundsätzlich die Haltung “Ihr dürft mich nicht kritisieren weil ich bin xy” nicht akzeptabel, Leute die sich auf so eine Position zurück ziehen haben sich schon disqualifiziert.

    Was die Sphinx betrifft hat die Dame wohl diesen Bullshit hier gelesen:
    http://dialspace.dial.pipex.com/town/parade/henryr/quest/sphinx/

    Dagegen kommt dann dieser Artikel ohne Esoterik aus:
    http://www.ianlawton.com/as3.htm

  177. #178 Ger77
    2. September 2010

    Ja ich glaube da habt ihr vollkommen recht. DIese Leute wieder aus dem regulären akademischen Betrieb zu bekommen ist sehr schwer. Denn die Formel das Kritik nur eine Erscheinungsform eines Gegenschlags des feindlichen Patriachast gegen die Frauenbefreiung ist, geht immer auf. Damit kann jeder Kritker mundtot gemacht werden und wie man sieht finden sich dadurch auch sofort viele Unterstützer. Und damit kann sich diese Gruppe ungehindert ausbreiten und nach und nach immer mehr Symbathisanten anziehen, die auch der Meinung sind die Menschheit muß nur vom Patriachat gereinigt werden (unter Umständen mit Gewalt?), dann ist alles gut, Bin ich auch ein Anhänger des Patriachats weil ich diesen Stuß kritisiere?

    Soweit ich das bis jetzt durchschaue, ist hier bei der sogenannten “Kritischen Patriachatsforschung” eine ähnliche Todschlagargumentation wie in der untergeganngen Ideologie des Sowetkommunismus am Werk.
    Ich arbeite mich gerade langsam von Frau Werlhof beginnend zu anderen Autoren dieser Bewegung durch. Was auffällt ist das Freund-Feind Schema das sich durchzieht. Patriachat wird nicht als Konstrukt sondern als echte feindliche Bedrohung gesehen. ( Wie wenn es etwas wäre das von außen kommt).

    Ein weiteres Dokument aus dieser Domäne. Von dieser Platz aus werde ich mich dann versuchen weiter zu tasten.
    emanzipationhumanum.de/downloads/40JahreKPT.pdf

    Die Theorie ist zusammengefasst etwa diese:
    Es gibt einen Feind, der versucht die gesellschaftliche Veränderung zu verhindern, gegen den man sich mit allen Mitteln zur Wehr setzten muß. Gelingt der gesellschaftliche Umbau dann ist zukünftig nur noch Friede, Wohlstand und Gleichberechtigkeit in der Gesellschaft. Jede Kritik an den Thesen ist feindliche Propaganda die verhindern soll das sich diese gesellschaftliche Verändernung vollzieht. Die angegriffen Personen sind die Speerspitzen dieser Bewegung und benötigen daher unbedingte loyale Unterstützung. Die derzeitige Wissenschaft ist vom Feind besetzt und muß daher aus diesen Fesseln befreit werden. Daher muß die neue Wissenschaft auf dem Boden der zur gesellschaftlichen Umwälzung basieren, wo sie das nicht tut ist sie offenbar ein Werk des Feindes.

    Hab ich ein Déjà-vu? Oder bildet sich hier tatsächliche eine neue Variante der “Weltrevulution” “Völker hört die Signale” “Nach dem Sieg das Paradies”? Zumindest kilngt alles so ähnlich. (Zugegeben ich bin ein gerne dramatisierender Mensch , aber beruhigend ist das alles nicht)

  178. #179 Slammer
    2. September 2010

    @Ger77:

    Hab ich ein Déjà-vu? Oder bildet sich hier tatsächliche eine neue Variante der “Weltrevulution” “Völker hört die Signale” “Nach dem Sieg das Paradies”? Zumindest kilngt alles so ähnlich.

    Wenn’s Dich beruhigt – Du bist nicht der Einzige, dem es so geht. Die gleiche “Argumentations”linie durfte ich mir bis vor reichlich 20 Jahren öfters anhören, als mir lieb war. Und Leute wie der KPÖ-Steixner reiten die gleiche Schiene heute noch: so lange Ideologie unter die Realität quirlen, bis das Resultat zur eigenen Überzeugung passt und der Realitätsbezug nur noch in homöopathischen Dosen enthalten ist. Da würde mich auch nicht wundern, wenn irgendwann jemand zur Weltrevolution gegen die Gravitation aufruft…
    Ich finde es nur immer wieder faszinierend, daß diese Leute auf der einen Seite Brandreden halten, von denen jeder Baptistenprediger noch was lernen könnte – dann aber keinerlei Hemmungen haben, sämtliche Errungenschaften des jeweils verteufelten Subjekts (System/Wissenschaft/Medizin/…) für ihre Belange zu nutzen.

  179. #180 Bullet
    2. September 2010

    O herrlich. Ich hätte so ziemlich dasselbe wie Slammer geschrieben.
    Thx 4 abkürzing. :)

  180. #181 Ger77
    2. September 2010

    Es beruhigt mich ein wenig. Aber so richtig nicht. Es freut mich das ich nicht der einzige bin, aber mich beunruhigt das sie so eine pseudowissenschaftliche Richtung ungehindert im akademischen Bereich und damit auch in der Gesellschaft ausbreiten kann.
    Müssen wir dann demnächst unsere Distanz zum Patriachat auf irgendeinem Amt erklären? Gibt es dann Prozesse wegen patriachaler Verschwörung gegen die Gesellschaft. Schauprozesse? Werden Menschen dann wegen Mordversuch an Mutter Erde verurteilt? Spione des Patriarchats hingerichtet? Meinungen wegen Nähe zu patriarchalem Gedankengut verboten? (Ich dramatisiere eben gerne 😉

    Natürlich ist das nicht wirklich ernst gemeint, aber ich vermisse wirklich eine ernsthafe Gegenreaktion auf diese Umtriebe. Ach ja, das wäre dann ja der langerwartete Gegenschlag des Patriarchats und würde damit die These ja wieder bestätigen. Also einfach gewären lassen, wird schon nichts passieren?

  181. #182 Ger77
    2. September 2010

    das sie so = das sich so

  182. #183 Avatar
    3. September 2010

    Die “Gegenreaktion” auf solche Untriebe ist geruhsame Ignoranz. Jede Kritik an der Sache (ob gut oder schlecht) ist im Prinzip eine Reklame dafür. Das sieht man in Österreich bei dem stupiden Baba-Moschee Spiel der steirischen Freiheitlichen recht deutlich. Das einzige was dagegen zu tun ist, ist bei den Fakten zu bleiben. Falschaussagen bei Bedarf richtig zu stellen aber sich sonst nicht wirklich darum zu kümmern. Wie bei der Hundeerziehung verweist das dann das jeweilige Subjekt von selbst in seine Schranken. Zu viel aufmerksamkeit und es wird leicht übermütig.

  183. #184 TheBug
    3. September 2010

    Oder um es mit Erich Kästner zu sagen:
    Was immer auch geschieht:
    Nie sollt Ihr so tief sinken,
    von dem Kakao, durch den man Euch zieht,
    auch noch zu trinken!

    Das ist mit VTlern so ähnlich wie mit Kreationisten, schenkt man ihnen zu viel Aufmerksamkeit, dann erweckt man bei einfachen Gemütern nur den Eindruck es gäbe doch Ansätze von Validität an dem Schwachsinn. Ein einfaches, kurzes, möglichst humorvolles Abwinken sollte ausreichen.

  184. #185 Ger77
    3. September 2010

    Danke für den Ratschlag. Ist nicht ganz so einfach umzusetzen, aber er macht Sinn. Immer vorausgesetzt die Menschheit ist tatsächlich schon so reif, solche Bewegungen wo sie auftauchen, einfach gesellschaftlich auszusondern. Aber es könnte so sein, denn ich erinnere mich an den Fall Schirinovsky in Russland, ein ganz geschickter Demagoge bei dem man schon befürchtete er könnte zu einer Art Diktator von Russland werden, der aber zu Fall kam, weil seine Schwachsinnigkeiten im Internet publik wurden und er damit der Lächerlichkeit preisgegeben wurde . Hier scheint ähnliches in einem anderen Kontext passiert zu sein oder zu passieren.

    Ja, das ist beruhigend.

  185. #186 klauszwingenberger
    3. September 2010

    Ja, das denke ich auch. Irgendwann erreichen solche Prediger den Punkt, an dem sie einfach zu schrill werden, und diesen Punkt hat Frau v.W. spätestens mit diesem Auftrtt erreicht. Danach geht so etwas in das Stadium des Sektenwesens über. Schließlich ist das Blamagerisiko für den größeren Teil der anfänglichen Gefolgschaft dann doch zu groß. Wer will sich mit solchen Vorgängen gemein machen?

    Von Herrn Steixner ist beispielsweise schon lange nichts mehr zu hören. Auf die gute Mutti Erde findet sich so schnell kein dialektischer Reim.

  186. #187 wolfgang
    9. September 2010
  187. #188 Aventin
    10. September 2010

    Ich würde aber niemals, und auch nicht deswegen
    die “Frauenforschung” kritisch sehen!
    “Frauenforschung” ist SICHER wichtig und gut §

  188. #189 Blaubaer
    11. September 2010

    ja da stimme ich zu.
    Frauenforschung ist essentiell.

  189. #190 Blaubaer
    11. September 2010

    … oder essenziell?
    Ich habs nicht so mit der neuen Rechtschreibung…

  190. #191 Christian (P-chan)
    20. September 2010

    Ich glaube ich habe gerade den Begriff Fremdschämen verstanden.

    Ich erhebe mich gleich auch mit den Elementen die mir von Mutter Erde gegeben (Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff, Verunreinigungen) und gehe nachdem ich den 5. Teil gesehen habe auf Klo und kotze mich erstmal aus … unglaublich.

  191. #192 ajk
    23. September 2010

    Völlig normal. Ist eine Feministin. Was glaubt ihr was für Verrückte Leute da herumlaufen. Ob es beim Gender Mainstreaming ist oder bei der “Matriarchatsforschung”. Total verschwurbelte wild gewordene Verrückte.

    Beschäftigt euch mal damit, es wundert mich überhaupt nicht.

    /ajk

  192. #193 rolak
    30. Oktober 2010

    Frau Werlhof verliert allerdings den eigentlichen Kampf nicht aus den Augen: Im Interview bei dem für unerschütterliche Sachlichkeit bekannten wwwTVSender nexworld geht es wieder um das die arme Mutter Erde vergewaltigende patriarchalische Militär.

    Und bitte – nur der Text ist gemeint, dies soll definitiv keine Werbung für den Verein sein; ihr könnt es auch in WebCite betrachten

  193. #194 wildgeworden
    25. Mai 2011

    unfassbar…
    wenn alles so ein Blödsinn ist was Prof. Claudia von Werlhof schreibt, warum wird ihr eigentlich soviel Aufmerksamkeit geschenkt?

    Warum befassen sich so viele damit ihre Person zu defamieren, anstatt sich über ihre These ernsthaft Gedanken zu machen, ob es möglich ist, solche Waffen herzustellen?

    Und die Tatsache, dass dies nicht in der breiten Öffentlichkeit diskutiert wird, könnte auch eine Bestärkung ihrer Theorie sein.

    Also ich habe das Interview auch gelesen und ich kann nur lesen, dass sie schreibt, dass es durchaus möglich ist….

    Wer lebt jetzt eigentlich in seiner eigenen kleinen begrenzten Welt?

  194. #195 Thomas J
    25. Mai 2011

    @wildgeworden

    “Wer lebt jetzt eigentlich in seiner eigenen kleinen begrenzten Welt?”

    Der, der die vielen blau unterlegten Links im Artikel nicht anklickt?

  195. #196 Blaubart
    25. Mai 2011

    Warum befassen sich so viele damit ihre Person zu defamieren, anstatt sich über ihre These ernsthaft Gedanken zu machen, ob es möglich ist, solche Waffen herzustellen?

    Hat Florian getan, viele andere in den Kommentaren auch. Nur ist man eben zu dem Schluss gekommen, dass es eben NICHT möglich ist.

  196. #197 Kallewirsch
    25. Mai 2011

    Also ich habe das Interview auch gelesen und ich kann nur lesen, dass sie schreibt, dass es durchaus möglich ist….

    Wenn man die letzten 300 Jahre Naturwissenschaften ignoriert und mit dem naturwissenschaftlichen Verständnis von Alchemisten (du weißt schon, die mit dem Stein der Weisen) an die Sache herangeht, dann ist das vielleicht denkbar, dass es möglich wäre.

    Wenn Grete Müller, Hausfrau in Niederdinkelbach so etwas von sich gibt, dann ist mir das relativ egal. Aber diese Frau hier ist ordentliche Professorin an einer österreichischen Universität! An so jemanden stelle zumindest ich ganz andere Anforderungen was wissenschaftliches Arbeiten anbelangt, als ich es von Grete Müller einforderen würde.

  197. #198 Florian Freistetter
    25. Mai 2011

    @wildgeworden: “wenn alles so ein Blödsinn ist was Prof. Claudia von Werlhof schreibt, warum wird ihr eigentlich soviel Aufmerksamkeit geschenkt?”

    Weil sie eine ordentliche Professorin an einer österreichischen Universität ist. Und in dieser Funktion esoterischen Unsinn und Verschwörungstheorien verbreitet.

    “anstatt sich über ihre These ernsthaft Gedanken zu machen, ob es möglich ist, solche Waffen herzustellen? “

    http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2010/08/haarp-erdbebenwaffe-gedankenkontrolle-oder-ganz-normale-wissenschaft.php

  198. #199 kasyno
    23. Februar 2013

    Some truly interesting details you have written.Helped me a lot, just what I was looking for : D.

  199. #200 Wildfang
    Düsseldorf
    28. April 2013

    Da ich mich demnächst mit jemandem auseinandersetzten muss, der voll auf die Aussagen dieser Frau abfährt, bitte ich um argumentative Unterstützung, um mich gut durch ein womöglich enorm abstruses Gespäch schlagen zu können.
    Gibt es jemanden hier, der mich neben der Beratung zur wissenschaftllichen Faktenlage auch bei der psychologische Herangehensweise an ein solches Gespräch beraten kann? Freue mich auf Ihre Unterstützung.

  200. #201 Wildfang
    28. April 2013

    ..übrigens ist Frau von Werlhof jetzt emeritiert und hat sich Michael Vogt und Konsorten – siehe Aufbruch Schwarz Rot Gold angeschlossen.. soweit ich richtig informiert bin…

  201. #202 para
    28. April 2013

    Fakten gegen den Haarp-Unsinn findest du reichlich im Einagnsthread.
    Generell müsstest du dich vorbereiten wie man gegen Verschwörungstheorien argumentiert (Plausibilitätschecks).
    Wesenttich komplizierter wird eine Auseinandersetzung auf kulturwissenschaftlicher/philosophischer Ebene, wenn es um Ökofeminsmus, Tiefenökologie und der Gaia-Hypothese geht, Das sind schon deutlich härtere Brocken die man zumindest vorher mal gehört haben sollte.