Das katastrophale Erdbeben in Japan und dessen schlimme Folge dominieren momentan die Medien und auch das Internet. Dabei sind die Tatsachen schon schlimm und tragisch genug – was viele Leute aber nicht daran hindert, sich noch weitere Horrorszenarien auszudenken und pseudowissenschaftlichen Unsinn über den “Supermond“, HAARP o.Ä. in die Welt zu setzen. Eine dieser Tage oft gehörte Behauptung lautet: “Es gibt immer mehr schlimme Erdbeben! Wir steuern auf eine große Katastrophe zu!” Stimmt das?

Nun, man könnte zumindest diesen Eindruck gewinnen. Gerade erst im Februar gab es ein schweres Erdbeben in Neuseeland mit großem Schaden und vielen Toten und jetzt das gewaltige Beben in Japan mit all seinen katastrophalen Folgen. Ist das nicht doch irgendwie eine seltsame Häufung?

Um das zu beantworten muss man sich erstmal über ein paar Dinge im Klaren sein. Die Erde ist kein idyllisches Paradies das für uns Menschen gemacht wurde sondern ein geologisch aktiver Planet. Mit Plattentektonik, Vulkanismus und allem drum und dran (übrigens ist diese geologisch Aktivität eine wichtige Voraussetzung dafür, dass überhaupt Leben auf der Erde existieren kann). Und wenn sich die Kontinentalplatten bewegen – was sie ja ständig tun – dann kommt es eben auch zu Erdbeben. Die Erde bebt jeden Tag an vielen verschiedenen Orten. Meistens merkt man nichts davon weil die Beben schwach genug sind. Erst vor ein paar Tagen bebte beispielsweise die Erde in Bonn. Aber außer den empfindlichen Geräten der Geophysiker hat das niemand gemerkt. Wenn die breite Öffentlichkeit etwas von Erdbeben erfährt, dann nur von den schweren Beben.

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Die tektonischen Platten der Erde (in Japan stoßen gleich drei aufeinander) – Bild: USGS

Aber was ist ein “schweres Beben”? Das schwere Beben in Neuseeland das so viele Todesopfer gefordert hat und so großen Schaden anrichtete, hatte beispielsweise “nur” eine Stärke von 6.3. Aber es hat eben ein dicht besiedeltes Gebiet betroffen und dementsprechend verheerende Folgen gehabt. Letzte Woche fand ein Beben der Stärke 6.5 in Papua-Neuguinea statt das aber kaum Schäden anrichtete und dementsprechen wenig mediale Aufmerksamkeit fand. Was wir als “schweres Beben” wahrnehmen und was nicht ist also nicht nur rein eine Frage der Erdbebenstärke. Es kommt auch sehr stark darauf an, wo das Beben stattfindet. Der Großteil der Erde ist unbewohnt und viele Beben die dort stattfinden und die anderswo großen Schaden angerichtet hätten bemerken wir (wenn wir nicht zufällig Geophysiker sind) genausowenig wie die Minibeben (z.B. das oben erwähnte aus Bonn) die unsere Welt täglich erschüttern.

Will man also hier irgendwelche halbwegs brauchbaren und objektiven Antworten auf die Frage nach Erdbebenhäufigkeiten haben, dann darf man sich nicht auf den Eindruck verlassen den man durch die mediale Aufarbeitung von Erdbeben bekommt sondern muss sich auf vernünftige Statistiken beziehen. Solche findet man zum Beispiel beim US Geological Survey oder beim GFZ Potsdam (ich werde mich hier in diesem Artikel immer auf die Zahlen des USGS beziehen).

Erdbeben zeichnet man schon seit langer Zeit auf und macht man eine entsprechende Statistik, dann sieht man, dass sich beispielsweise jedes Jahr auf der Erde etwa 1,3 Millionen Beben mit Stärken zwischen 2 und 2.9 ereignen. Wie gesagt, davon kriegen wir normalerweise nichts mit, weil sie viel zu schwach sind um von uns ohne technische Hilfsmittel bemerkt zu werden. Beben mit einer Stärke zwischen 6 und 6.9 – also so wie das Beben in Neuseeland – finden statistisch gesehen etwa 134 Mal im Jahr statt. Und auch mit wirklich schweren Beben der Stärke 8 und größer – so wie das in Japan – ist statistisch einmal pro Jahr zu rechnen.

Erdbeben finden also immer statt und wenn wir Menschen Pech haben, dann trifft es ein dicht besiedeltes Gebiet und die Folgen werden katastrophal (viele Ballungsräume wie z.B. Tokyo oder Los Angeles liegen ja auch noch mitten in extrem erdbebengefährdeten Gebieten). Wie sieht es aber nun mit der Häufigkeit aus? Werden die schweren Beben mehr oder nicht? Die kurze Antwort: Nein! (Ich habe hier schonmal ein wenig dazu geschrieben).

Ich habe hier mal die Zahlen aus der USGS-Statistik der Jahre 2000 bis 2010 zusammengefasst (die Tabelle enthält nur Beben mit einer Stärke größer als 5 weil die kleineren Beben vom USGS seit einigen Jahren nicht mehr weltweit gemessen werden):

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Sieht das so aus, als würden die Beben immer mehr werden? Nicht wirklich, oder. Ich habe hier nochmal die Anzahl der Beben der Stärke 6 bis 6.9 (hierzu gehört auch das Beben in Neuseeland) grafisch zusammengefasst:

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Auch so sieht das nicht wirklich nach einem dramatischen Anstieg der Erdbebenhäufigkeit aus (Übrigens: es kann durchaus sein, dass man in solchen Statistiken bei schwächeren Beben einen leichten Anstieg der Häufigkeit sieht. Das liegt aber nicht daran, dass es immer mehr Beben gibt – sondern dass wir immer mehr davon messen können weil es eben auch immer bessere Meßgeräte gibt die an immer mehr Orten der Erde platziert werden). Eine entsprechende Grafk für Beben der Stärke 8 und größer wie in Japan spare ich mir mal – hier sind die Zahlen ja recht übersichtlich. So schlimm das Beben in Japan auch war, es ist – leider – auch normal für die Erde, in dieser Stärke zu beben. In der Liste der stärksten Beben, die man seit 1900 gemessen hat, landet das Beben von Japan auf Platz 5. Stärker als jetzt in Japan bebte die Erde beispielsweise beim “Kafreitagsbeben” 1964 in Alaska oder beim Erdbeben von Valdivia im Jahr 1960, dem stärksten je gemessenen Beben (9.5).

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Verwüstung in Anchorage, 1964 (Bild:USGS)

Wenn aber – auch starke – Erdbeben normal sind (zumindest normal im geophysikalischen Sinn; sicher nicht “normal” für die Betroffenen) und die Zahlen zeigen, dass sie nicht häufiger werden: warum haben dann so viele Menschen diesen Eindruck? Meine These: es liegt an der veränderten Art und Weise der Berichterstattung.

Wenn heute irgendwo auf der Welt eine Katastrophe (oder Revolution, ein Krieg, o.Ä.) stattfindet, dann können wir von der Sicherheit unserer Sofas oder Schreibtische aus trotzdem quasi live mitten dabei sein. Dutzende Fernsehsender berichten live vor Ort und teilweise rund um die Uhr. Das Internet, vor allem Dienste wie Facebook und Twitter, bringen ständig neue Infoschnipsel in Echtzeit; wir können uns bei YouTube Minuten nach dem Ereigniss die ersten Videos von Augenzeugen ansehen. Wir fühlen uns nicht mehr nur als passive Beobachter einer Katastrophe; wir fühlen uns selbst betroffen; wir können live mitverfolgen wie sich die Dinge entwickeln; wir bekommen jede Spekulation sofort über verschiedenste Nachrichtenkanäle übermittelt…

Wie war das wohl beim Beben 1960 in Chile? Auch das war ein dramatisches und tragisches Ereignis bei dem tausende Menschen starben und Millionen obdachlos wurden. Aber damals gab es keine Liveberichterstattung direkt aus der Region die weltweit empfangen wurde. Damals gab es keine dutzenden Kabelfernsehprorgramme die berichten – 1960 hatte man vielleicht noch nicht mal einen Fernsehapparat zuhause. Wenn man fern von Chile überhaupt etwas von dem Beben mitbekommen hatte, dann durch eine Nachrichtensendung der Öffentlich-Rechtlichen und durch Artikel in Zeitungen. Alles wesentlich unaufgeregter als die heutigen Medien. Man muss aber gar nicht so weit zurück gehen. Selbst vor 15 Jahren (oder auch nur 5) war die Situation eine ganz andere. Flächendeckenden Internetzugang und Computer in jedem Haushalt gibt es erst seit wenigen Jahren. Nachrichtenverbreitung via Twitter ist noch jünger – aber so wie alle neuen technischen Entwicklungen, gerade was Computer angeht, werden sie für uns so schnell zum Alltag das wir uns kaum noch an die Zeit erinnern, als es anders war. Heute nicht sofort und live im Internet und Fernsehen informiert zu werden wenn in Japan die Erde bebt oder ein Atomkraftwerk vor dem GAU steht ist für uns alle unvorstellbar – früher war das aber Alltag. Und genau diese Allgegenwärtigkeit der Information; das Unmittelbare und das “Mitten-Drin-Sein” ist meiner Meinung nach der Grund, dass wir einen viel stärkeren Bezug zu diesen Katastrophen aufbauen als es früher der Fall gewesen wäre. Auch die entlegensten Ereignisse “betreffen” uns und da auf der Erde immer etwas passiert (Naturkatastrophen, Revolution, Krieg, Flugzeugabstürze, Unfälle, etc) und wir dank Internet und Medien immer mitten drin stecken haben wir vielleicht aus das Gefühl, es würde alles immer schlimmer (und wenn dann auch noch gerade wieder mal die Weltuntergangshysterie grassiert ist das auch nicht hilfreich).

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Informationen gibts heute schnell und überall

Darum ist es auch nochmal extra wichtig, hier nicht nur rein auf sein Gefühl und den subjektiven Eindruck den man beim Konsum der Medien bekommen hat zu vertrauen. Man muss sich solchen Fragen objektiv nähern; wissenschaftlich. Denn nur dann ist sichergestellt, dass man auch tatsächlich alle Fakten berücksichtigt hat und nicht der selektiven Wahrnehmung auf den Leim gegangen ist. Was die Beben angeht zeigen die Zahlen klar: die Häufigkeit von Erdbeben wird nicht größer.


(Disclaimer: Ich bin Astronom und kein Geophysiker oder Statistiker. Mein Beitrag hier ist daher keine Expertenmeinung sondern fasst meine persönlichen Gedanken zu diesem Thema zusammen und beruht auf Fakten und Zahlen die auch jedem anderen zugänglich sind und Überlegungen die auch jeder/jede andere anstellen kann.)


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Kommentare (141)

  1. #1 Oliver Debus
    13. März 2011

    Also gefühlt könnte man sagen ja. Vor allem, da man immer mehr über Erdbeben hört. Aber, wie Du auch zeigst, ist diese Wahrnehmung darin begründet, dass man heute auch über Erdbeben aus Regionen der Welt hört, von denen man früher nichts hörte. Dsa machen die neuen Infromationtechiken möglich und sind wohl auch eine Folge der Weltraumfahrt.

  2. #2 Unwissend
    13. März 2011

    Super geschrieben
    Leider wird es wohl den Vtlern mit ihrer zusammengereimten Weltanschauung nur ein
    müdes Lächeln aufs Gesicht zaubern….

  3. #3 Bjoern
    13. März 2011

    In der Liste der stärksten Beben, die man seit 1900 gemessen hat, landet das Beben von Japan auf Platz 5.

    Ich bin ja sicher kein Weltuntergangs-Fanatiker (ich kommentiere hier wohl schon lang genug, dass das die meisten wissen dürften), aber ich find’s schon etwas auffällig, dass in dieser Liste der 15 stärksten Erdbeben seit 1900 immerhin fünf (in der Liste stehen nur vier, das neueste Beben in Japan ist noch nicht eingetragen) innerhalb der letzten sieben Jahre statt gefunden haben. (26.12.2004, 28.3.2005, 12.9.2007, 27.2.2010, 11.3.2011). Ist sicher noch im Rahmen statistischer Schwankungen erklärbar – aber auffällig ist es schon…

  4. #4 MJ
    13. März 2011

    Danke auch für den Disclaimer – das meine ich positiv: dafür darauf hinzuweisen, dass man als denkender Mensch auf der Basis von Fakten an Themen herngehen kann, für die man keine wie auch immer gartete Expertise hat und sich damit nicht zwingend auf sein Bauchgefühl oder das anderer verlassen muss. Und dafür, dies auch explizit in Form eines Blogeintrags darzustellen.

  5. #5 Jürgen Schönstein
    13. März 2011

    @Bjoern
    Hat wohl eher mit der Qualität der Messungen zu tun. Wie schwer es ist, die Stärke eines Bebens subjektiv zu erkennen, hat Florian ja schon beschrieben. Und das Beben von Japan – genauer gesagt: die nachträgliche Korrektur seiner Stärke auf 9.0 – belegt diese Problematik ja noch einmal deutlich. Für ältere Beben sind die Werte sowieso nur geschätzt.

  6. #6 Nils
    13. März 2011

    Ich schließe mich MJ an. Der Disclaimer ist etwas, das viel häufiger erwähnt werden sollte. Es ist wirklich nicht schwer und auch nicht unbedingt zeitaufwändig, heutzutage über das Internet an ein breites Spektrum an Informationen zu gelangen, so dass man sich eine Meinung bilden kann, die nicht auf übertriebenen Zeitungsüberschriften beruht. Und sowas ist jedem mit einem (internetfähigen) Computer zugängig.

  7. #7 s.s.t.
    13. März 2011

    Die Frage sollte lauten:
    Gibt es immer mehr Erdbeeren?
    Duck und weg.

    P.S. Mein Herz ist bei Japan. ggf. auch in der 4. oder 5. Dimension (so etwas funktioniert auch bei Anti-Esos)!

  8. #8 Jürgen Schönstein
    13. März 2011

    Wie schwer es ist, die Stärke eines Bebens subjektiv zu erkennen, hat Florian ja schon beschrieben.

    So’n Quatsch – objektiv sollte da stehen …

  9. #9 Mike Müller
    13. März 2011

    Ich finde es eigentlich nicht schön das sich alle Medien darauf stürzen. Bei den Menschen werden unnötig Ängste geschürt. Gerade wir in Europa brauchen uns wirklich keine Sorgen machen. Man kann und soll darüber berichten aber nicht so endlos………
    liegt sehr wahrscheinlich an der heutigen Zeit.

  10. #10 Blaubart
    13. März 2011

    Danke für den Beitrag Florian!
    Wird zwar wohl wieder nur von Menschen gelesen die sowieso eher die Ruhe bewahren und denken, aber wenn auch nur ein zweifelnder das liest und sich davon überzeugen lässt ist es das sicher wert.

  11. #11 Florian W.
    13. März 2011

    Selbst wenn es mehr Beben geben würde, was könnte man denn *dagegen* tun?

  12. #12 jitpleecheep
    13. März 2011

    @Blaubart:

    Wird zwar wohl wieder nur von Menschen gelesen die sowieso eher die Ruhe bewahren und denken, aber wenn auch nur ein zweifelnder das liest und sich davon überzeugen lässt ist es das sicher wert.

    Ja naja, auch ich (und ich halte mich für aufgeklärt) habe vorgestern kurz gedacht “Haiti, Christchurch, jetzt Japan, mann mann mann”. Das war dann schon ein bewusster Denkvorgang der mir kurz später gesagt hat: “Nein, Berichterstattungsbias, da ist nix”.
    Also insofern finde ich so konstante Reminder doch auch eher sinnvoll, getreu dem Motto “man kann’s nicht oft genug sagen”.

    @FF: Wo du grad Bonn sagst: kurz vorher gab’s in der Eifel auch mal wieder ein spürbares Beben: http://www.rhein-zeitung.de/startseite_artikel,-Erdbeben-bei-Koblenz-war-im-weiten-Umland-zu-spueren-_arid,204305.html

  13. #13 Christian Berger
    13. März 2011

    Hier ist ein zeitgenössischer Bericht über das letzte so richtig schwere Beben in Japan 1924

    http://blog.modernmechanix.com/2011/03/11/native-tells-of-great-quake/

  14. #14 Stephan
    13. März 2011

    Hallo Florian,

    ich habe gelesen, daß sich durch das Erdbeben in Japan der Tag um 1,6 mikro Sekunden verkürzt hat.
    Ich verstehe auf Anhieb nicht sofort, warum das so ist.
    Es wird behauptet, daß sich die Erdachse “verschoben” hat und sich dadurch die Erdrotation “verlangsamt” hat (ist das der Pirouetteneffekt?). Aber müsste sich bei langsamerer Erddrehung der Tag nicht “verlängern”?

    siehe z.B. hier: http://www.thiemwelt.de/12-03-2011/erdbeben-in-japan-verkurzt-erdentag/

    kannst du das kurz erläutern oder ist das komplizierter? Denke ich hier falsch?

    Viele Grüße
    Stephan

  15. #15 Florian Freistetter
    13. März 2011

    @Stephan: “ich habe gelesen, daß sich durch das Erdbeben in Japan der Tag um 1,6 mikro Sekunden verkürzt hat. Ich verstehe auf Anhieb nicht sofort, warum das so ist.”

    Die Rotationsgeschwindigkeit hängt auch davon ab, wie sich die Masse der Erde verteilt. Also auch stark von den Vorgängen im Erdinneren. Und bei einem Erdbeben wird da alles nochmal extra durchgeschüttelt. Sowas zu berechnen ist aber knifflig und ich würde erstmal ein paar Wochen warten und dann nochmal schauen was die Geophysiker bestimmt haben. Dann haben sie genug Zeit gehabt alle Daten in Ruhe zu analysieren. Momentan kommen da alle möglichen Zahlen…

  16. #16 Stephan
    13. März 2011

    Ach, eine Sache fällt mir noch ein, vielleicht kannst du da auch noch deine Meinung dazu sagen, bzw. etwas recherchieren, falls du Zeit hast.

    Die Menschen, die jetzt einen auf Panik machen, denen kann ich auch nicht zustimmen. Die Japaner haben sicherlich mehr Grund für Panik, als wir hier im ca. 9000 km entfernten Deutschland.

    Meine Frage ist wahrscheinlich nicht so einfach zu beantworten, aber ich stelle Sie trotzdem einmal:

    Gibt es irgendwelche Beweise oder wenigstens gute Indizien etc. dafür, daß die Katastrophe von Tschernobyl 1986 irgendwelche greifbaren Schäden in Deutschland hinterlassen hat? Also hat sich z.B. die Krebsrate statistisch erhöht, mit dem Nachweis, daß Tschernobyl die Ursache dafür war?

    Hat sich wirklich messbar die Radioaktivität im Boden, in Pilzen etc. signifikant und gesundheitsschädlich erhöht. Oder nur kurzfristig und nur sehr leicht erhöht und war nach ein paar Regenschauern oder ein paar Wochen praktisch wieder “harmlos”?

    Gibt es für oder gegen den Beleg und die Richtigkeit dieser Fragen und Hypothesen irgendwelche guten Statistiken oder Studien?

    Tschernobyl ist ca. 1500 km von Deutschland entfernt. Japan ist 6mal so weit weg, mit viel Wasser oder hohen Gebirgen.
    Könnte man daher nicht die These wagen, daß die direkten (negativen) Auswirkungen auf Deutschland, höchstwahrscheinlich sehr gering bzw. praktisch nicht vorhanden sein werden?

    Ist man nicht viel höherer (kosmischer) Strahlung bei jedem Flug ausgesetzt?

    Diese Frage ist natürlich völlig unabhängig von der nun folgenden wochenlangen Diskussion, ob man nicht weltweit komplett auf Kernkraftwerke verzichten sollte etc…

    Was meinst du, Florian, oder alle anderen hier?

    Viele Grüße
    Stephan

  17. #17 Stephan
    13. März 2011

    Danke für die schnelle Antwort.

    Also habe ich das prinzipiell schon richtig verstanden. Es geht ganz grob gesagt, anschaulich sozusagen, um den Pirouetteneffekt, also wieviel Masse sich weiter vom Rotationszentrum entfernt oder angenähert hat. Richtig?

    Aber damit ist meine Frage immer noch nicht ganz beantwortet. Wenn man nun einmal hypothetisch davon ausgeht, daß sich der Tag um 1,6 mikro Sekunden verkürzt hat, dann folgt daraus doch, daß sich die Eigendrehung der Erde beschleunigt und NICHT verlangsamt hat, oder?

  18. #18 Florian Freistetter
    13. März 2011

    @Stephan: Deutschland hat aller Wahrscheinlichkeit nach von einem etwaigen GAU in Japan nicht wirklich was zu befürchten. Noch steht ja nichtmal fest, ob sich da eine fiese Wolke auf den Weg macht. Ich empfehle diesen interessanten Artikel: http://morgsatlarge.wordpress.com/2011/03/13/why-i-am-not-worried-about-japans-nuclear-reactors/

    “Wenn man nun einmal hypothetisch davon ausgeht, daß sich der Tag um 1,6 mikro Sekunden verkürzt hat, dann folgt daraus doch, daß sich die Eigendrehung der Erde beschleunigt und NICHT verlangsamt hat, oder? “

    Ja. Hier gibts jede Menge Details: http://de.wikipedia.org/wiki/Erdrotation#Zeitliche_Ver.C3.A4nderlichkeit

  19. #19 MJ
    13. März 2011

    @ Stephan

    Zu den Konsequenzen von Tschernobyl in Deutschland kann ich Ihnen nichts sagen. Aber der Vergleich zwischen dem Tschernobyl-Disaster und den jetzigen Problemen in Japan, was die AKWs anbelangt, dürften völlig daneben sein (was die Berichterstattung anbelangt). Josef Oehmen ( http://lean.mit.edu/index.php?option=com_content&view=article&id=845&Itemid=816 ) hat darüber geschrieben, worum es bei der Angelegenheit überhaupt geht:

    http://morgsatlarge.wordpress.com/2011/03/13/why-i-am-not-worried-about-japans-nuclear-reactors/

    PS: Ich weiß nicht, warum es so schwierig ist, einen faktenlastigen Aritkel zu schreiben ohne ein paar nicht zum Thema gehörenden süffisante Kommentare fallen zu lassen, die – ob nun zutreffend oder nicht – vom Thema ablenken. Wenn Sie wie ich so etwas ärgerlich finden, weil ein politisch provokantes Thema unmotiviert und vor allem ohne nähere Ausführung eingebracht wird, ignorieren Sie paar Worte zum Iran und zu Russland in der Auseinandersetzung einfach.

  20. #20 Stephan
    13. März 2011

    Ok, habe es mir gerade mal kurz angeschaut, wäre ne Menge zu lesen ;-). Mach ich noch. Zumindest denke ich, daß ich es prinzipiell einigermaßen verstanden habe.

    Deinen Blog finde ich übrigens spitze. Mach weiter so. Ich teile auch deine Meinung, daß man “Gläubigen” jeder Art (religös motiviert, Esoteriker, etc.), öffentlich widersprechen sollte. Sie dürfen gerne Ihre Meinung und Ihren “Glauben” äußern, aber Sie sollten es auch aushalten, wenn man öffentlich “schonungslos” darüber diskutiert und Kritik äußert. Man sollte sich von den Beweisen führen lassen, nicht von Wunschdenken.

  21. #21 MJ
    13. März 2011

    Entschuldigung, der redundante Post war keine Absicht – ich hätte zwischen Link-Zusammensuchen und Abschicken noch einmal reinschauen sollen…

  22. #22 Guido
    13. März 2011

    @ Stephan

    Sie dürfen ihre Meinung nicht äussern, wie mein Beispiel zeigt, obwohl ich meiner Ansicht nach keinesfalls ein Esoteriker bin, sondern nur die Wissenschaft und ihre
    manchmal verderblichen Auswirkungen kritisiere.
    Ich selber halte jede Art von Kritik aus, wenn sie einigermassen fundiert ist, im Gegenteil, ich lerne daraus.

  23. #23 molly_grue
    14. März 2011

    Ich denke, es liegt nicht nur daran, dass man jetzt viel schneller über Katastrophen informiert wird, sondern auch daran WIE man informiert wird. Meinem Eindruck nach wurde früher bei solchen Themen mehr auf Fakten vertraut und weniger aufgebauscht. Aber in der heutigen Zeit gibt es viel mehr “Konkurrenz” und jeder Sender, jedes Blatt möchte natürlich so viele Zuschauer/Leser wie möglich haben. Also wird versucht möglichst schnell, möglichst viel neues zu bringen, was auf Kosten der Recherche geht. Dazu kommt dann noch, dass sich reißerische Schlagzeilen und aufgebauschte Themen viel besser verkaufen lassen, als “fade Fakten” und schon gibts genug Input für Verschwörungstheoretiker & co.

    P.S. Don’t feed the trolls…

  24. #24 Stephan
    14. März 2011

    @Guido

    Ich kenne Ihre Beiträge hier nicht, außer diesen jetzt. Allerdings kenne ich die Stellungnahme von Florian, zum Thema “Zensur” und gebe Ihm hier völlig recht.

    Ich finde nicht, daß hier in diesem Blog “Meinungen” unterdrückt, zensiert oder gelöscht werden.

    Was man hier teilweise für absurdes Zeug liest, allein das reicht mir als Nachweis, daß man auch “ungewöhnliche” Meinungen äußern darf. Aber es gibt eben Grenzen.

    Ich stimme Ihnen auch nicht zu, wenn Sie “verderbliche Auswirkungen” der Wissenschaft ansprechen. Wissenschaften sind per Definitionem dafür da, um Wissen zu schaffen, zu generieren, zu erwerben.

    In der Regel sorgt das im praktischen Leben für Erleichterungen, Verbesserungen und Weiterentwicklungen. Wenn Wissen von schwachen, machtgierien oder fehlgeleiteten Menschen für falsche Zwecke eingesetzt wird, dann kann man dies schlecht “dem erweiterten Wissen” in die Schuhe schieben.

    Wenn Sie verstehen, was ich damit sagen will?

  25. #25 Dyrnberg
    14. März 2011

    Ergänzung aus meiner Laiensicht: Die Erdbeben werden nicht mehr, aber eventuell insofern „schlimmer“, weil es mehr Menschen gibt. Ob die oben skizzierten Hunderten Erdbeben pro Jahr auf eine Welt Stand 1800 treffen, oder auf eine Welt Stand 2011, macht einen Unterschied. Die Wahrscheinlichkeit ist schlicht erhöht, dass die Erde in einem (dicht) besiedelten Gebiet bebt.

    So ein Disclaimer ist schön, find ich. Interessanterweise schreibt man solche Notizen oft nur darunter, wenn man über andere naturwissenschaftliche Fächer schreibt, aber kaum jemals, wenn man beispielsweise über die ethische Dimension schreibt. Da ist dann immer jeder Experte. Da muss dann keiner studiert haben. (Meine Bemerkung zielt nicht auf Dich ab, Florian. Nur eine grundsätzliche Anmerkung.)

  26. #26 TheBug
    14. März 2011

    @MJ: Der Artikel auf WordPress geht leider an der Faktenlage vorbei.

    Fukushima I verfügt über keinen Core Catcher, das ist ein Konzept das erst nach Harrisburg entwickelt wurde, alle Blöcke von Fukushima I sind aber vor dem Unfall in Harrisburg gebaut worden und das Nachrüsten eines Core Catchers ist praktisch nicht möglich, zumindest nicht ohne im Wesentlichen ein neues Kraftwerk zu bauen.

    Die Brennstäbe als “Containment Level 1” zu bezeichnen ist günstigstenfalls als naiv zu bezeichnen. Bereits im Normalbetrieb kommt es öfter zu Leckagen an Brennstäben.

    Das Vorhandensein einer großen Menge Wasserstoffs deutet darauf hin, dass es zumindest mit hoher Wahrscheinlichkeit eine partielle Kernschmelze gegeben hat.

    Durch den Verlust des Reaktorgebäudes ist jetzt jegliche Option verloren gegangen bei der Notentlüftung des Druckgefäßes radioaktive Stoffe aufzufangen und weitere Entlüftungen sind sehr wahrscheinlich notwendig um das Druckgefäß am Bersten zu hindern.

    Der Unfall, bzw. die Unfälle, werden nicht den Umfang von Tschernobyl erreichen, das liegt alleine schon an der Bauform der Reaktoren, aber es wird auf jeden Fall bereits eine signifikante Kontamination gegeben haben und eventuell noch mehr dazu kommen. Für die Gesundheit der Anwohner ist das auf keinen Fall gut, aber wahrscheinlich selbst statistisch schwer nachzuweisen.

    Es bringt halt nichts die Hysteriker oder die Apologeten zu interviewen, jeder übertreibt auf seine Art.

  27. #27 Florian Freistetter
    14. März 2011

    @Dyrnberg: “So ein Disclaimer ist schön, find ich. Interessanterweise schreibt man solche Notizen oft nur darunter, wenn man über andere naturwissenschaftliche Fächer schreibt, aber kaum jemals, wenn man beispielsweise über die ethische Dimension schreibt. Da ist dann immer jeder Experte. Da muss dann keiner studiert haben.”

    Naja, wenn es um “philosophische” Themen gibt, IST ja auch quasi jeder Experte. Man kann natürlich studiert haben und sich zu bestimmten Gebieten Fachwissen angeignet haben. Aber im Gegensatz zur Naturwissenschaft gibt es bei Ethik et al. kein eindeutiges und objektives “richtig” oder “falsch”.

  28. #28 TheBug
    14. März 2011

    @Stephan: “Guido” am besten ignorieren, der ist bereits unter verschiedensten Nicknames negativ aufgefallen und schlicht indiskutabel.

  29. #29 Basilius
    14. März 2011

    Danke für den Artikel Florian.
    Es tut gut, wieder mal einfach nur nüchterne Fakten zu lesen.
    Auf kreischende Diskussionen habe ich derzeit keine Lust.

  30. #30 Robin
    14. März 2011

    “Die Erde ist kein idyllisches Paradies das für uns Menschen gemacht wurde […]”

    Blasphemie! Als nächstes sagst du noch “Jehova”. ; )

  31. #31 Johannes
    14. März 2011

    Offenbar scheint es aber schon so etwas wie Perioden größerer Ruhe und größerer Aktivität zu geben. Ein Seismologe in diesem Standard-Artikel spricht das an: http://derstandard.at/1297820285503

    Das bezieht sich aber natürlich nur auf Japan, global betrachtet wird es solche Schwankungen wohl nicht geben.

  32. #32 noch'n Flo
    14. März 2011

    @ Stephan:

    Zu den Auswirkungen von Tschernobyl in Deutschland: tatsächlich kann man insbesondere in Pilzen bis heute erhöhte Konzentrationen der längerlebigen radioaktiven Isotope, die damals freigesetzt wurden, messen, vor allem 137-Cs. Da viele Wildtiere Pilze fressen, reichert sich das Cäsium dann auch in deren Muskelfleisch an – siehe hier.

  33. #33 Centaurus
    14. März 2011

    Ah…Haarp…da hab ich zwei interessante Videos dazu:

    Obs stimmt? Keine Ahnung…aber sicherlich mal interessant sich diese Videos mal ganz anzuhören und auf die Zusammenhänge zu achten, denn laut Kommentator braucht es mittels Haarp nicht viel Energie um ein Erdbeben anzuregen. Wie gesagt: Zusammenhänge werden in beiden Videos erklärt.

  34. #34 Florian Freistetter
    14. März 2011

    @Centaurus: Juhu! YouTube-Videos! Jawohl, wenn jemand etwas bei YouTube sagt, dann MUSS es ja richtig sein, nicht wahr.

    Ich sags gerne nochmal: Man kann keine Erdbeben wie das jetzt in Japan oder das in Haiti künstlich auslösen. Schon gar nicht mit der Anlage die Radiowellen aussendet (und das mit Energien die kleiner sind als manche kommerziellen Radiosender). http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2010/08/haarp-erdbebenwaffe-gedankenkontrolle-oder-ganz-normale-wissenschaft.php

    Ich verstehs ja, dass manche keine Ahnung von Physik haben. Das ist nicht tragisch. Tragisch wird es ernst, wenn man dann so einen verschwörungstheoretischen Unsinn verbreitet obwohl man einfach nur ein bisschen recherchieren müsste um festzustellen was HAARP kann und was nicht. Aber Verschwörungstheorien sind so schön verlockend und erklären die Welt in praktischen Schwarz-Weiß-Bilder. Viel einfacher als die komplexe Realität…

  35. #35 Stephan
    14. März 2011

    @TheBug
    Ok, habe ich mir schon gedacht und vermutet. Alleine dieses eine Statement hier war schon entlarvend, von wegen „böse Wissenschaft“ etc…

    @noch n’Flo
    Danke für die info. Stellt sich allerdings die Frage, ob dies wirklich gesundheitsschädlich ist. Ich will jetzt Radioaktivität nicht verharmlosen, aber welche Strahlung bekommt man denn versetzt, wenn man 1-3 mal im Jahr in Urlaub fliegt? Vielleicht sind die Menschen, die viele Pilze essen, aber nicht in Urlaub fliegen sogar weniger Strahlung ausgesetzt. Müsste man halt mal genau ausrechnen und vergleichen.

  36. #36 Centaurus
    14. März 2011

    Nun, ICH sags ja gerne nochmal bzw. ergänzend hinzu das Tesla mit seinem riesigen Stromturm schon versucht hat Strom drahtlos über die Atmosphäre zu übertragen und dieses Projekt nur nicht weiter führen konnte weil ihm das Geld ausging.

    Und genau auf dieser Erfindung basiert die Haarptechnologie. Man nutzt also die Atmosphäre dazu und wie schon in den Videos gesagt. Hast Du Dir überhaupt mal die Mühe gemacht und die beiden Videos ganz geschaut? Wäre schon hilfreich wenn Du die Behauptungen des Youtublers genau entkräften könntest und nicht blos lapidar mit einem “Allerwelts-Nein” kommentieren.

  37. #37 Captain E.
    14. März 2011

    Ich frage mich, ob Dr. Oehmen die Lage nicht ein klein wenig zu optimistisch betrachtet? Immerhin ist radioaktives Iod und Cäsium ausgetreten, und das wird bei vielen Menschen die Wahrscheinlichkeit, in den kommenden Jahrzehnten an Krebs zu erkranken, signifikant erhöhen. Ob dagegen die Containments ausreichend dicht bleiben, die wirklichen Schweinereien wie Uran und Plutonium zurück zu halten, wird sich dagegen erst noch zeigen müssen. An erfolgreiche Reparaturen dermaßen havarierter Reaktorblöcke kann ich auch nicht wirklich glauben. Im günstigsten Fall wird Japan eine schmerzhafte Lücke bei der Stromversorgung haben und dazu einige langfristig strahlende Atomruinen.

  38. #38 Captain E.
    14. März 2011

    Ich frage mich, ob Dr. Oehmen die Lage nicht ein klein wenig zu optimistisch betrachtet? Immerhin ist radioaktives Iod und Cäsium ausgetreten, und das wird bei vielen Menschen die Wahrscheinlichkeit, in den kommenden Jahrzehnten an Krebs zu erkranken, signifikant erhöhen. Ob dagegen die Containments ausreichend dicht bleiben, die wirklichen Schweinereien wie Uran und Plutonium zurück zu halten, wird sich dagegen erst noch zeigen müssen. An erfolgreiche Reparaturen dermaßen havarierter Reaktorblöcke kann ich auch nicht wirklich glauben. Im günstigsten Fall wird Japan eine schmerzhafte Lücke bei der Stromversorgung haben und dazu einige langfristig strahlende Atomruinen.

  39. #39 Stephan
    14. März 2011

    @Centaurus

    Lies doch mal bitte das hier, anstatt Videos zu gucken:

    http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=HAARP

    Zitat: Einige Verschwörungstheoretiker wie Nick Begich jr oder Jeane Manning glauben, dass der sporadische Betrieb der HAARP-Anlage zu weltweit stattfindenden Naturkatastrophen wie Überschwemmungen, Stromausfällen und Vulkanausbrüchen führe. Andere Verschwörungstheorien unterstellen der abgelegenen HAARP-Anlage in Alaska sogar die Fähigkeit zum manipulativen Einfluss auf menschliche Gedanken. Für keine der bisherigen Verschwörungstheorien gibt es bislang Beweise

    Lesen mag etwas schwieriger sein, als Videos zu gucken, aber es bringt in der Regel mehr.

  40. #40 Florian Freistetter
    14. März 2011

    @Centaurus: “Nun, ICH sags ja gerne nochmal bzw. ergänzend hinzu das Tesla mit seinem riesigen Stromturm schon versucht hat Strom drahtlos über die Atmosphäre zu übertragen und dieses Projekt nur nicht weiter führen konnte weil ihm das Geld ausging.”

    Ja, der gute Tesla. Der darf auch in keiner Verschwörungstheorie fehlen 😉

    “Wäre schon hilfreich wenn Du die Behauptungen des Youtublers genau entkräften könntest und nicht blos lapidar mit einem “Allerwelts-Nein” kommentieren. “

    Bevor ich irgendwas “entkräften” muss, sollte das erstmal VERNÜNFTIG belegt sein. Und das was irgendwer bei YouTube faselt ist nicht wirklich etwas, das eine solide Basis für irgendeine Diskussin darstellt. Wie man Behauptungen belegt, damit man ernst genommen wird, hab ich hier beschrieben: http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2010/02/wie-man-seine-behauptungen-belegt-so-dass-man-ernst-genommen-wird.php

    Schau da mal rein und wenn du dann entsprechende Belege bringst die zeigen, dass diese “Erdbebenwaffe” tatsächlich möglich ist und nicht nur in den Hirnen von VTlern existiert, dann reden wir weiter.

  41. #41 TheBug
    14. März 2011

    @Stephan: Radioaktive Stoffe mit der Nahrung aufgenommen sind ungleich gefährlicher als Strahlung nur von aussen. Viel von der Strahlung von aussen wird in der oberen, toten, Hautschicht absorbiert. Dagegen komt die Strahlung der in de Körper aufgenommenen Substanzen direkt an das lebende Gewebe.

    @Centaurus: Tesla hat mit zunehmendem Alter die Grenze zwischen Genie und Wahnsinn in der unguten Richtung hinter sich gelassen. Mehr ist zu seinen “unterdrückten” Erfindungen nicht zu sagen.

  42. #42 Centaurus
    14. März 2011

    “Bevor ich irgendwas “entkräften” muss, sollte das erstmal VERNÜNFTIG belegt sein. Und das was irgendwer bei YouTube faselt ist nicht wirklich etwas, das eine solide Basis für irgendeine Diskussin darstellt.”

    Ausrede!!! Und zwar um sich nicht mit den Fakten befassen zu müssen, könnte ja sein das man nachher noch merkt das was dran sein kann und das darf ja nicht sein!

  43. #43 Basilius
    14. März 2011

    @Centaurus
    Warum bringst Du dann zur Abwechslung nicht mal endlich die Fakten? Ich wäre ehrlich gespannt und interessiert.

  44. #44 Florian Freistetter
    14. März 2011

    @Centaurus: “Ausrede!!! Und zwar um sich nicht mit den Fakten befassen zu müssen, könnte ja sein das man nachher noch merkt das was dran sein kann und das darf ja nicht sein! “

    Alles was irgendwer irgendwo einfach behauptet muss also ernst genommen und gegebenenfalls entkräftet werden? Nun, ich habe im Internet gelesen, dass Centaurus in Wahrheit ein von der geheimen Weltregierung gesteuertes KI-Computerprogramm ist das auf Blogger angesetzt wird, die im Internet sensible Themen ansprechen. Du bist also nur ein Computerprogramm das mir auf die nerven gehen will und ich werde erst weiter mit der reden, wenn du das entkräftet hast. Abgesehen davon: nachdem du nebenan ja schön demonstriert hast, das du mich entweder tatsächlich verarschen willst oder aber völlig jenseits jeder Realität bist sag ich dir auch gerne hier nochmal: Tschüß! Eine Diskussion mit dir ist von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Wer an eine “galaktische Förderation des Lichts” glaubt, der ist für rationale Argumenten nicht empfänglich.

  45. #45 TheBug
    14. März 2011

    @Stephan: Radioaktive Stoffe mit der Nahrung aufgenommen sind ungleich gefährlicher als Strahlung nur von aussen. Viel von der Strahlung von aussen wird in der oberen, toten, Hautschicht absorbiert. Dagegen komt die Strahlung der in de Körper aufgenommenen Substanzen direkt an das lebende Gewebe.

    @Centaurus: Tesla hat mit zunehmendem Alter die Grenze zwischen Genie und Wahnsinn in der unguten Richtung hinter sich gelassen. Mehr ist zu seinen “unterdrückten” Erfindungen nicht zu sagen.

  46. #46 Bjoern
    14. März 2011

    @Centaurus:

    Ausrede!!! Und zwar um sich nicht mit den Fakten befassen zu müssen, könnte ja sein das man nachher noch merkt das was dran sein kann und das darf ja nicht sein!

    Sag mal, sonst geht’s aber noch gut?

    Überleg’ doch mal: auf YouTube bzw. allgemein im Internet gibt es tausende von wilden Behauptungen. Forderst du ernsthaft, dass man sich jede einzelne von denen anschauen soll? (Oder beschwerst du dich nur bei den Behauptungen, die dir persönlich plausibel erscheinen, dass sich keiner damit befasst…? Dann ein kleiner Tipp: jedem erscheint etwas anderes plausibel…)

    Da das schlicht und einfach nicht möglich ist, hat Florian ganz recht: zunächst sind die Leute, die solche Behauptungen aufstellen, in der Beweispflicht.

  47. #47 perk
    14. März 2011

    *hust* belegpflicht *hust*

  48. #48 Kathi
    14. März 2011

    Lieber Florian!
    Danke für Deine unzähligen, wirklich interessanten, fesselnden, informativen und irgendwie auch beruhigenden Artikel.
    Ich lese seit einigen Monaten immer wieder Deinen Blog und empfehle diese Seite auch immer wieder an Andere weiter!
    Es ist für mich als absoluter “Nicht-Wissenschaftler” (ich bin im Sozialbereich tätig) wirklich sehr spannend, klare Fakten auf sehr deutliche und verständliche Weise näher gebracht zu bekommen und Du hast es doch tatsächlich schon einige Male geschafft, mich zu “beruhigen”!
    Danke und bitte bitte mach weiter so!
    :o) Liebe Grüße aus NÖ!

  49. #49 noch'n Flo
    14. März 2011

    @ Stephan:

    Ich will jetzt Radioaktivität nicht verharmlosen, aber welche Strahlung bekommt man denn versetzt, wenn man 1-3 mal im Jahr in Urlaub fliegt?

    Strahlendosis bei einem Flug Zürich – New York: 25 uSv. Das entspricht ziemlich genau der Strahlendosis bei einer Röntgenaufnahme der Lunge. Oder dem erhöhten Krebsrisiko nach 3 Monaten Rauchen von 10 Zigaretten pro Tag.

    Strahlendosis bei einem Flug Zürich – Tokio auf der Polarroute: 300 uSv.

    Jahresgrenzwert durch künstliche Strahlenquellen im nichtmedizinischen Bereich (also z.B. Abstrahlung von AKWs) für die Bevölkerung (Schweizer Richtwert): 1 mSv. (entspricht einer Übersichts-Röntgenaufnahme des Beckens)

    Mittlere natürliche Jahresdosis (CH): 3 mSv. (entspricht einer Szintigraphie der Schilddrüse)

    Jahresgrenzwert für beruflich strahlenexponierte Personen (CH), also Ärzte, Röntgenassistentinnen, Praxisassistentinnen, Pflegepersonal: 20 mSv. (entspricht einer Computertomographie des Bauchraumes)

    Ab 200 mSv: Erhöhung des durchschnittlichen Krebsrisikos um 1%, gemessen auf die Gesamtbevölkerung. (entspricht der Strahlendosis der Bevölkerung in der 30km-Zone um Tschernobyl)

    Ab 1 Sv: Frühschäden durch ionisierende Strahlung möglich.

    Ab 10 Sv: Verbrennungen der Haut.

    Ab 50 Sv: tödlich innerhalb von 1-2 Wochen!

    Alles klar jetzt?

  50. #50 noch'n Flo
    14. März 2011

    @ Captain E.:

    Immerhin ist radioaktives Iod und Cäsium ausgetreten, und das wird bei vielen Menschen die Wahrscheinlichkeit, in den kommenden Jahrzehnten an Krebs zu erkranken, signifikant erhöhen.

    1.
    Iod-131 hat eine HWZ von 8.5h. Es kann über die Atemluft aufgenommen werden und sich dann in der Schilddrüse anreichern. Was auch Jahrzehnte später zu Krebs führen kann.

    Deshalb erhalten die Menschen in den japanischen Risikogebieten jetzt auch hochdosiertes nicht-radioaktives Iod in Tablettenform. Weil damit quasi alle “Speicherplätze” in der Schilddrüse besetzt werden, so dass kein radioaktives Iod mehr eingelagert werden kann.

    2.
    Cäsium hat zwar eine recht hohe HWZ, ist aber für den Menschen zunächst kein unmittelbares Problem. Problematisch wird eher die Einlagerung von 137-Cs in Pflanzen, ganz besonders in Pilzen. Da können wir hier im Mitteleuropa selbst 25 Jahre nach Tschernobyl noch erhöhte Konzentrationen messen. Und bei Wildtieren, die Pilze fressen (e.g. Wildschweinen) kann sich das Cäsium dann im Muskelfleisch anreichern. Dazu habe ich weiter oben schon etwas geschreiben und verlinkt.

  51. #51 MJ
    14. März 2011

    @ thebug

    Ja, da haben Sie schon recht, der Artikel ist sehr einseitig (und meine ganz private Verschwörungstheorie läuft mitterweile auf die Frage hinaus, warum ein Blogger am Tag der Blog-Eröffnung einen solchen Post reinstellt, um dann die Kommentar-Moderierung einzustellen und auf übliche Kernkraft-Werbeseiten zu verweisen, mit dem Hinweis, dass wir glauben können was wir wollen…). Gut, bis gestern um die Zeit war das der einzige mir bekannte Text, der nicht entweder Katastrophen-Szenarien vorgestellt hat oder sich aufs Auflisten von Explosionen zu beschränken ohne den geringsten Hintergrund zu liefern. Mittlerweile haben sich ja ein paar Medien durchringen können, Experten kohärent zu dem Thema zu befragen, und auch der Beitrag selbst hat ja eine Reihe von Folgekommentaren ausgelöst. Aber stimmt, bei aller Offensichtlichkeit hätten ein paar Disclaimer nicht geschadet.

    Ihren Hinweis zur Kernschmelze verstehe ich allerdings nicht – auch der Artikel weist irgendwie auf Wasserspaltung bei extrem hohen Temperaturen hin, allerdings mit anderen Implikationen. Erstens spaltet sich Wasser schon bei wesentlich niedrigeren Temperaturen als den knapp 3000°C, andererseits gibt es bei noch niedrigeren Temperaturen bereits eine Wasserstoffentstehung durch chemische Umsetzung von Wasser mit Zirkonium. Und wir reden hier von Temperaturen zumindest 1500°C unter dem, was für eine Kernschmelze und auch wesentlich weniger als nur zum Schmelzen von Zirkaloy nötig wäre. siehe etwa hier (technische Betrachtungen lassen sich leicht finden):

    http://www.springerlink.com/content/pv7r731892558683/

    Angesichts der sich permanent widersprechenden Stellungnahmen von offizieller japanischer Seite (und freilich abgesehen von den aktuellen Geschehnissen) ist mir nicht klar, warum eine Knallgasexplosion gestern um diese Zeit bereits einen Hinweis auf eine Kernschelze hätte geben sollen (oder wie man auch nur nachträglich darauf schließen könnte, dass für die gestrige Explosion letztendlich eine Kernschmelze verantwortlich war). Aber auch gerade jetzt, etwa eine Stunde nachdem ich Dutzende Outlets gelesen habe, dass eine Kernschmelze überall bestätige wurde, erfahre ich, dass die IAEA davon nichts weiß, eine Meldung die teilweise von denselben News-Outlets kommt:

    http://www.sueddeutsche.de/panorama/atomkatastrophe-in-japan-newsticker-erneute-explosion-im-krisen-akw-fukushima–1.1071575

    Aber ich bin da natürlich kein Experte (ich weiß nicht, wieviel Zirkonium da vorhanden ist, bis zu welchen Temperaturen eine Passivierung durch Oberflächenoxidation weitere Reaktionen verlangsamt etc….) und vernünftige Quellen sind rar – stellen Sie bitte die entprechenden Quellen rein, ich wette, ein Haufen stummer Mitleser wäre ebenfalls interessiert.

  52. #52 noch'n Flo
    14. März 2011

    @ Centaurus:

    Wenn Du wirklich glaubst, dass an der HAARP-Erdbeben-These etwas dran ist, dann beweise das doch. Geht ganz einfach:

    1. Besorge dir den Bauplan für einen 1kW-UKW-Sender. Findet man ganz leicht im Internet.

    2. Bau 9 von den Dingern.

    3. Besorge Dir 9 Richtfunkantennen (gibt es z.B. bei “Conrad-Electronic”). Diese stellst Du in einem 3×3-Quadrat mit jeweils 10-20m Abstand zwischen den einzelnen Antennen auf (wenn Du keinen so grossen Garten hast, frage doch einfach einen Bauern in der Nähe, ob er Dir eine seiner Kuhweiden für ein paar Stunden zur Verfügung stellt). Die Antennen müssen senkrecht auf den Boden ausgerichtet sein.

    4. Schalte die 9 UKW-Sender in Serie und verbinde sie mit den Antennen.

    5. Schalte die ganze Konstruktion für ein paar Stunden ein (eventuell einfach über Nacht).

    6. Checke im Internet am Folgetag, ob bei Dir in der Nähe ein leichtes Erdbeben registriert wurde.

    Sollte die HAARP-Anlage auch nur annähernd in der Lage sein, Erdbeben auch nur in der unmittelbaren Nähe (von weit entfernten Ländern wollen wir hier mal gar nicht sprechen) auszulösen, müsste Deine Eigenkonstruktion mindestens den gleichen Effekt ausgelöst haben. Rechnerisch sogar einen viel grösseren.

    Und wenn Du den “offiziellen” Messungen im Internet nicht glaubst, kannst Du Dir ja vielleicht auch irgendwo einen Seismographen ausleihen (mal im Geo-Institut einer nahegelegenen Universität nachfragen) und direkt neben Deiner “Anlage” aufstellen. Dann hast Du die absolute Kontrolle über Deine Messung.

    Materialeinsatz: ca. 1.000-2.500 Euro. Mögliches Ergebnis: 100%ig. Möglicher Ruhm im Erfolgsfall: unendlich. Damit hättest Du es allen hier gezeigt! Reizt Dich das nicht?

  53. #53 noch'n Flo
    14. März 2011

    nochmal @ Centaurus:

    Ich vergass: Du musst Dir natürlich noch einen Impulsgenerator bauen, der ein gepulstes Signal an die UKW-Sender schickt. Den Bauplan hierfür kannst Du ebenfalls ohne Probleme im Internet finden. Materialkosten ca. 20 Euro.

  54. #54 s.s.t.
    14. März 2011

    @TheBug

    Es wird häufig übersehen, dass der Großteil der Strahlenbelastung durch Inkorporation durch radioaktive Stoffe höchst unfreiwillig erfolgt, nämlich durch Radon in der Atemluft:

    Der größte Beitrag zur mittleren effektiven Äquivalentdosis pro Kopf der Bevölkerung wird durch natürliche Strahlenquellen verursacht. Die Hälfte davon entfällt auf Radon in der Raumluft unserer Häuser.

    http://umweltinstitut.org/fragen–antworten/radioaktivitat/radioaktivitat-35.html
    Und selbstredend ist natürliche Radioaktivität nicht weniger gefährlich als künstliche, genau so wie natürliche ‘Gifte’ nicht weniger gefährlich sind als synthetische 😉

    Was die Pilze angeht, so geh ich im Herbst ein paar mal in die Wälder, wie es gerade kommt. Die geringe Frenquenz und die Gegend (Norddeutschland), führen dabei nicht zu grauen Haaren. Wild(-schwein) verzehre ich auch gerne, aber ebenfalls nur sehr selten.

    Vor ca. 15-20 Jahren wurde mal das Risiko eines Transatlantikfluges versicherungsmathematisch berechnet. Das tödliche Risiko betrug 1:1 Mio.; Tod durch kosmische Höhenstrahlung.

  55. #55 TheBug
    14. März 2011

    @MJ: Da die Wasserstoffmenge erheblich war, immerhin hat sie in zwei Fällen die Reaktorgebäude zerlegt, gehe ich davon aus, dass da kein Prozess am unteren Ende der Reaktionstemperatur statt fand, sondern eher im höheren Bereich. Durch zu erwartende nicht ganz gleichmäßige Temperaturverteilung kann es zu partiellen Schmelzen gekommen sein.

    Aber immerhin scheint in allen drei Reaktoren bisher das Reaktorgefäß mehr oder weniger dicht zu sein, wir haben also kein China-Syndrome (wär in Gegend auch geografisch unkorrekt) zu erwarten. Fragt sich nur wie viel Krempel mit dem Kühlwasser ins Meer gespült wird.

  56. #56 George
    15. März 2011

    @Florian:
    Erst mal vielen Dank für die interessante und substanzhaltige Darstellung der Fakten und Statistiken. Ich bin da ein wenig aus der Übung, doch scheint mir die Tabelle der UGSS durchaus eine Zunahme der Erdbeben aufzuzeigen. Natürlich kein linearer Anstieg…betrachtet man aber das Jahr 2007 als ‘Ausreißer’ und ermittelt man einen summarischen, ungewichteten Trend für die Jahre 2000 bis 2010, dann deutet dieser m.E. auf eine Zunahme hin. Jedenfalls behauptet mein Excel das:)
    Extrapoliert man dann noch die bisherigen Daten für 2011, könnte sich dieser Trend fortsetzen (wobei ich sehr hoffe, dass sich ein solches Fortschreiben rückblickend als Irrtum erweisen wird).
    Erdbeben und resultierende Tsunamis machen einen erheblichen Anteil der Naturkatastrophen aus, doch scheint (auch) die globale Wetterlage zunehmend instabile Phasen aufzuweisen. Der Chef des Umweltbundesamtes (UBA),sah das 2010 ähnlich:…”geht davon aus, dass sich die Menschheit auf weitere extreme Wetterereignisse […] einstellen muss (http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/TOP-THEMA/Umweltbundesamt-Chef-erwartet-weitere-Wetterkatastrophen-artikel7444931.php) Fundierte, meterologische Analysen dazu zeigen einen Zusammenhang zur globalen Erderwärmung auf.
    Es ist ein subjektiver Gesamteindruck, den ich meine, wenn ich mir die Frage “Ist das womöglich erst der Anfang?” stelle. Nicht der Anfang vom Ende, sondern von einer (fraglichen) Verschlechterung der Rahmenbedingungen für eine positive Entwicklung unserer Zivilisation.
    Zu differenzieren sind dabei beeinflussbare Faktoren und jene, die wir letztlich hinnehmen müssen.-
    Deinen Hinweis auf selektive Wahrnehmung nehme ich dabei durchaus ernst, gerade bei emotional besetzten Themen tappt man schnell in diese Falle, wenn man sich auf die fokussierte Berichterstattung allein verlässt.

  57. #57 TheBug
    16. März 2011

    @George: Wir haben gerade in den letzten Jahren eine sprunghafte Zunahme der Zahl der installierten Seismographen. Nicht zuletzt durch den Tsunami 2004 werden immer mehr Messstellen installiert (bin selber nicht ganz unbeteiligt daran, wir bauen die Sensoren für das Quake Catcher Network der UC).

    Damit werden natürlich auch immer mehr Beben erfasst, die früher nicht, oder nur sehr schwach gemessen wurden, weil der nächste Messpunkt zu weit weg war.

    Es wird damit auch möglich präziser zu bestimmen wie stark ein Beben wirklich war. Wenn kein Messpunkt nahe am Epizentrum ist, muss man die Stärke hochschätzen und das wird vorzugsweise konservativ gemacht. Durch mehr Messstellen wird also die Stärke der tatsächlich gemessenen Beben auch höher.

    Und dann müsste man so eine Betrachtung auch über einen viel längeren Zeitraum machen. Bei nur einigen wenigen Beben pro Jahr im Bereich >7 ist es halt schwer eine Aussage darüber zu machen ob 22 als Maximum gegenüber 11 als Minimum ein Aufwärtstrend oder ein Ausreisser sind.

    Jedenfalls wäre es interessant dazu noch die Zahl der aktiven Seismographen zu haben. Alleine das Quake Catcher Network hat in den letzten drei Jahren mehrere 1000 zusätzliche Messstellen gebracht.

  58. #58 Florian Freistetter
    16. März 2011

    @George: Statistik ist ne fiese Sache 😉 Nimm z.B. ne Münze und wirf sie. Schreib auf, ob Kopf oder Zahl kommt. Das sollte bei einer vernünftigen Münze immer gleich oft der Fall sein. Es sollte also weder die Köpfe, noch die Zahlen zunehmen. Trotzdem wirst du aber IMMER Serien sehen. Also 5 Mal Kopf hintereinander. Oder 7 Mal Zahl. Solche Serien sind normal und zu erwarten. Wenn man wissen wollen würde, ob – weil wir gerade 7 Mal Zahl geworfen haben – jetzt tatsächlich die Zahlen zunehmen. dann muss man erstmal rausfinden, ob diese Serie statistisch signifikant ist oder nicht. So müsste man dass auch bei den Beben machen. In jeder Reihe von Zahlen wird es solche Serien geben; so auch bei den Beben hier. Das heisst aber NICHT, dass die Anzahl der Beben auch ansteigt. Um das zu schliessen, muss man erstmal die nötige Statistik machen. 10 Jahre auszuwerten ist als Stichprobe auch etwas gering. Und dann ist da ja noch die zugrundeliegende Behauptung… es gibt physikalisch keinen wirklichen Grund, warum die Beben zunehmen sollten. Wenn man das jetzt allerdings trotzdem belegen will, dann braucht es sehr gute Belege.

    Ich zitiere nochmal den USGS:

    We continue to be asked by many people throughout the world if earthquakes are on the increase. Although it may seem that we are having more earthquakes, earthquakes of magnitude 7.0 or greater have remained fairly constant.A partial explanation may lie in the fact that in the last twenty years, we have definitely had an increase in the number of earthquakes we have been able to locate each year. This is because of the tremendous increase in the number of seismograph stations in the world and the many improvements in global communications. In 1931, there were about 350 stations operating in the world; today, there are more than 8,000 stations and the data now comes in rapidly from these stations by electronic mail, internet and satellite. This increase in the number of stations and the more timely receipt of data has allowed us and other seismological centers to locate earthquakes more rapidly and to locate many small earthquakes which were undetected in earlier years. The NEIC now locates about 20,000 earthquakes each year or approximately 50 per day. Also, because of the improvements in communications and the increased interest in the environment and natural disasters, the public now learns about more earthquakes.

  59. #59 Christian
    16. März 2011

    außerdem gibts ja nach großbeben, sagen wir 8er, verstärkt nachbeben, entsprechender stärke, als durchaus mehr 7er,6er,5er als in einem durchschnittsjahr.
    im 00er jahrzehnt hatten wir großbeben 04 indonesien (dez. 04 -> tsunamikatastrophe), und ein ich glaub davor, danach auch noch ein paar knapp fast 8er in indonesien (starben nicht in sumatra, oder neuguinea 5000 menschen wegen eines tsunami).

    würde mich nicht wundern wenn die 60er jahre auch sehr viele 5,6,7,8er beben hatten. da es da ja 1960 und 1964 an der westküste der pazifikplatte die bis jetzt stärksten beben gab die gemessen wurden.

    also aus der sicht eines ängstlichen menschen der 60/70er mussten die erdbebentätigkeit auch eindeutig zunehmen. was war es damals ? elvis ?

  60. #60 Wolfgang Flamme
    16. März 2011

    @Florian

    Ich sehe zwar nichts, was auf eine fortlaufende apokalyptische Entwicklung hindeutet, aber ich kann mir sehr wohl vorstellen, daß es bei der Erdbebenhäufigkeit und -stärke global auch zeitliche Fluktuationen gibt (Autokorrelation), ähnlich wie das zZt regional (leider) in Japan der Fall ist.

    Ob diese Annahme global gesehen berechtigt ist, kann man prüfen: Zeitlich benachbarte Aktivitätsindizes müßten sich dann nämlich systematisch ähnlicher sein als wenn man davon ausginge, daß der Index sozusagen zu jedem Zeitpunkt rein zufällig neu ‘erwürfelt’ wird.

    Es gibt ja diese klassische Beziehung log(n)=a+b*M, die man dafür nutzen könnte; also daß zwischen der Magnitude M und dem Logarithmus der Zahl der Beben n, die diese Magnitude erreichen oder überschreiten, ein recht linearer Zusammenhang bestehen sollte.

    Zunächst kann man so die jeweile Erfassungsgrenze entspr. dem technischen Stand und der räumlichen Abdeckung ganz gut schätzen, also die Magnitude im betrachteten Zeitintervall, unterhalb der kleinere Beben nicht wie erwartet deutlich häufiger, sondern im Gegenteil auffällig seltener registriert wurden. Beben unterhalb dieser Erfassungsgrenze kann man dann verwerfen.

    Dann innerhalb der gewählten Periodenabschnitte die Parameter a und b bestimmen. Wenn die tatsächlich rein zufällig schwanken, dann dürfte zwischen den ermittelten Parametern der Periode Nr. i und denen der nachfolgenden Periode i+1 keine deutliche Abhängigkeit bestehen.

    Aber das ist so naheliegend, daß es bestimmt schonmal jemand gemacht hat.

  61. #62 TheBug
    16. März 2011

    Ich poste mal einen Link der auch etwas Eigenwerbung ist. Man kann auch selber mitmachen beim messen von Erdbeben:
    http://qcn.stanford.edu/

    Die Professoren Cochran und Lawrence an den Unis Riverside und Stanford hatten vor ein paar Jahren die Idee die Beschleunigungssensoren in Notebooks als Seismografen zu verwenden. Zusätzlich werden auch Sensoren benutzt, die über USB angeschlossen werden und eine bessere Auflösung bieten und durch feste Installation auch bessere Daten (die USB Sensoren liefern wir…). Damit soll ein riesiges Netz aufgebaut werden um seismische Ereignisse mit besserer räumlicher Auflösung messen zu können und irgendwann auch die Laufrichtung von Schockwellen in Sekunden erfassen und Gebiete in der Laufrichtung vorwarnen zu können.

    Alleine mit dem Netzwerk sind in den letzten Jahren Tausende neue Messpunkte hinzugekommen, nicht alle 24h online, aber deutlich über 1000 sind ständig online. Der einzelne Sensor ist nicht so präzise wie ein klassischer Seismograph, aber da er nur ein paar Dutzend Euro kostet und nicht Tausende, kann man davon sehr viele installieren. Möglich ist das durch den Fortschritt bei den Beschleunigungssensoren in MEMS Technik, also Halbleitersensoren die in riesigen Mengen und daher billig produziert werden.

    Das nur mal um zu illustrieren wie schnell der Zuwachs der Messpunkte ist.

  62. #63 Basilius
    16. März 2011

    @TheBug
    Coole Sache. Die Idee gefällt mir.

  63. #64 TheBug
    16. März 2011

    Für den Sensor darf ich mir morgen bei der Zeitschrift “elektronik” in München einen Preis abholen, wir sind unter die ersten drei beim “Produkt des Jahres” gekommen :)

  64. #65 Wolfgang Flamme
    17. März 2011

    @TheBug

    Hmm, also schon 1986 glaube ich gabs den ADXL05 von Analog Devices mit einer Sensitivität von etwa 5Gal und Meßbereich bis zu 5kGal für etwas über 20US$. Damit konnte man ungefähr ab Mag II abdecken. Inzwischen ist der natürlich durch noch empfindlichere und mehrachsige Ausführungen zu ebenfalls moderaten Preisen ersetzt worden. Insofern muß man eigentlich schon seit vielen Jahren keineswegs ‘Tausende von Euro’ in ein gutes und empfindliches Seismometer investieren, oder?

  65. #66 Wolfgang Flamme
    17. März 2011

    Mit der von mir oben in #192796 vorgestellten Vorgehensweise gibt es vielleicht ein Problem.

    Grundsätzlich sieht das ganz gut aus, wie ein beispielhafter Vergleich dreier Dekaden (die letzte nur bis Mitte 2008) zeigt. Man sieht erstmal deutlich die erhebliche Empfindlichkeitssteigerung der letzten Jahrzehnte, die weitgehende Übereinstimmung im registrierten Verlauf und dabei die etwas größere Variabilität/Unsicherheit früherer Messungen.

    Die ungünstige Nachricht (für die apokalyptische und die Fluktuationshypothese!) ist, daß die Unterschiede in diesem Verlauf wohl nicht groß sein können, was die Chance verringert, daß sie nachweisbar oder überhaupt existent sind.

    Für eine Prüfung der Autokorrelation müßte ich (intuitiv geschätzt) mindestens zehn solcher Verläufe erstellen und daraus auch etwa zehn Regressionsparameter-Paare a,b berechnen. Dann müßte ich gucken, ob die jeweiligen Parameter 1-9 mit denen der Perioden 2-10 signifikant korrelieren. Also prüfen, ob sich aufeinanderfolgende Perioden in ihren Verlaufsparametern mehr als zur zufällig ähneln. Da wär’s also gut, möglichst viele Zeitabschnitte vergleichen zu können.

    Andererseits werden die Zeitabschnitte dadurch entsprechend kürzer und umfassen weniger Beben. Es gibt dann also weniger Punkte im Verlauf und die Regression, aus der ich die Parameter des Verlaufs ableite wird unsicherer. Ich habe dann natürlich auch eine höhere Ungewißheit, ob die Parameter zweier Verläufe sich tatsächlich unterscheiden.

    Weiterhin ist es ja so, daß die Punkte zu stärkeren Beben hin recht dünn werden, weil es einfach nur eine sehr geringe Zahl Beben gibt, die eine große Magnitude erreichen oder übertreffen. Die Streuung der Punkte um die Gerade nimmt also zu größeren Magnituden hin tendenziell zu. Dafür gibt’s in der Statistik einen netten Ausdruck: Heteroskedastizität.

    Abgesehen davon, daß man mit diesem Begriff recht gut den Alkoholpiegel testen kann, verletzt das Dingsbums leider auch eine wesentliche Grundannahme für eine ‘korrekte’ Regression: Daß die Punkte nämlich eine gleichbleibende Streuung um die gedachte Regressionsgerade aufweisen. Die mithilfe der Regression bestimmten Parameter sind also nochmals unsicherer als die Regressionsanalyse ausweist.

    So wird das also wohl doch nix mit dem Nachweis. Kann zwar sein, daß es solche Fluktuationen gibt, aber sie sind wohl nicht deutlich genug, als daß man sie in den Daten nachweisen könnte.

    PS: Draußen auf der Straße bearbeitet eine Rabenkrähe gerade eine Walnuß mit allen denkbaren Mitteln, Picken, Rollen, Hochfliegen und Fallenlassen, aber die Nuß will ihr Geheimnis partout nicht preisgeben. So geht das manchmal mit interessanten Funden.

  66. #67 TheBug
    20. März 2011

    Haben den dritten Platz gemacht :)

    @Wolfgang Flamme: Um 10 Jahre daneben, 1996 wäre richtig. Diese alten MEMS Sensoren haben auch den Nachteil, dass sie relativ aufwändige Elektronik zum Betrieb brauchen und keine Werkskalibrierung haben. Ein dreiachsiger Sensor in dieser Technik ist immer noch deutlich im dreistelligen Preisbereich und liegt um fast zwei Größenordnungen unter unserer Messauflösung.

  67. #68 Basilius
    20. März 2011

    @TheBug

    Haben den dritten Platz gemacht :)

    Herzlichen Glückwunsch!

  68. #69 noch'n Flo
    20. März 2011

    @ TheBug:

    Glühwurm!

  69. #70 Wolfgang Flamme
    20. März 2011

    @TheBug

    Richtig, das war 1996 (hab’s nochmal kontrolliert).

    Ich habe hier zwar noch ein Thinkpad T41 mit ASP, den ich dem Netzwerk theoretisch zur Verfügung stellen könnte, aber der ist zu selten in Betrieb. Eigentlich wäre es die beste Lösung, sowas direkt am DSL-Router zu betreiben.

  70. #71 TheBug
    20. März 2011

    Ist nur halt selten möglich auf einem Router BOINC zu installieren…

  71. #72 Wolfgang Flamme
    21. März 2011

    @TheBug
    Naja, sagen wir mal, daß es für eine umfassende Erfassung (auch von Amateurseite) sinnvoll wäre. Wenn ich mit die Router so anschaue, dann geht die Tendenz ja dahin, daß viele Router künftig auch mit externem Speicher/Laufwerk als Mini-NAS betrieben werden können, daß sie Datentransfer über zB FTP abwickeln können (allein zB schon für Software-Updates), daß sie über Fernwartungsfunktion verfügen und Weboberfläche bieten (also grundlegende Webserver-Funktionen haben) usw. Oft werkelt da ohnehin ein abgespecktes Linux.
    Das bietet doch eigentlich eine ganze Menge an Möglichkeiten, die Daten rund um die Uhr zu erfassen und dann auch zu übertragen. Die Auswertung dieser Daten ist dann ja eine andere Geschichte.

  72. #73 Tatjana
    25. März 2011

    @ Florian

    Woher weisst du als Astronom so viel über Erdbeben wie in diesem Bericht beschrieben?

    @ Christian

    verstehe deinen Kommentar irgendwie überhaupt nicht….

  73. #74 Florian Freistetter
    26. März 2011

    @Tatjana: “Woher weisst du als Astronom so viel über Erdbeben wie in diesem Bericht beschrieben?”

    Schau mal den letzten Satz des Artikels an…

  74. #75 Florian Freistetter
    26. März 2011

    @Tatjana: “Woher weisst du als Astronom so viel über Erdbeben wie in diesem Bericht beschrieben?”

    Schau mal den letzten Satz des Artikels an…

  75. #76 Tatjana
    26. März 2011

    Also kann man sich auf diesen Bericht verlassen? Diese ganzen Erdbeben in letzter Zeit sind ja doch ein wenig unheimlich….in Kroatien gab es die Tage auch ein, zwar nicht stark, 3 oder 4 aber trotzdem…. Dankeee

  76. #77 Florian Freistetter
    26. März 2011

    @Tatjana: Du kannst dir auch selbst Gedanken machen – die Informationen über die Erdbebenhäufigkeiten sind alle frei verfügbar.

  77. #78 Jörg
    26. März 2011

    Mit einem Newsweek-Artikel mit freiem Phantasieren über getriggerte und geclusterte Erdbeben hat sich ein Autor kräftig in die Nesseln gesetzt:

    http://www.wired.com/wiredscience/2011/03/writing-popular-science-books-doesnt-make-you-a-scientist/

    Unbedingt die offenen Briefe auf Facebook lesen, vor allem der letzte ist genial!

  78. #79 TheBug
    26. März 2011

    @Tatjana: Wer eine naturwissenschaftliche Ausbildung hat und das nicht nur gemacht hat um einen Job zu haben, sondern wirklich im Thema steht und es mit Leidenschaft betreibt, so wie Florian, dem fällt es auch leicht sich in andere Naturwissenschaften einzuarbeiten. Natürlich wird man nicht zum Geologieexperten, nur weil man mal ein paar Artikel gelesen hat, aber es ist einem möglich sehr viel mehr Informationen und Zusammenhänge viel leichter zu begreifen und man kann auch deutlich leichter unterscheiden was Fakten und was Einbildung ist.

  79. #80 CrisisMaven
    3. April 2011

    Die Frage, der man statistisch aber nachgehen sollte ist zwiefach:
    a) gibt es eine globale Zunahme der SUMME der Erdbebenstaerken/-amplituden?
    b) Konzentrieren sie sich in bestimmten Gebieten, weicht also die regionale Verteilung ab von frueheren oder sind Tendenzen, “shifts” erkennbar?

  80. #81 Florian Freistetter
    3. April 2011

    @CrisisMaven: “Die Frage, der man statistisch aber nachgehen sollte ist zwiefach: a) gibt es eine globale Zunahme der SUMME der Erdbebenstaerken/-amplituden?”

    Warum?

  81. #82 Christian
    12. Mai 2011

    Florian,

    mich würde interessieren wie es mit den “Opferzahlen” aussieht. Gibt es hier signifikante Unterschiede in der Statistik? Nehmen Sie zu oder ab?

  82. #83 Bullet
    12. Mai 2011

    Rate mal.
    Kleiner Tip: die menschliche Weltbevölkerung nimmt konstant und sehr rapide zu.

  83. #84 Julia
    21. Mai 2011

    Hey. Ich bin zwar erst 16, aber ich mache mir (warum auch immer) ziemlich viele Gedanken über solche Themen. Ich hatte wirklich einen Heidenschiss vor dem 21.12.2012 (hab auch immer noch ein wenig). Aber dann bin ich auf deinen Artikel gestoßen, hab mir fast alles durchgelesen und hab dafür nur ein Wort übrig. DANKE! Du hast mir die Angst genommen. Und ich hoffe wirklich, ich kann dir alles so glauben, wie es da steht. Danke. Liebe Grüße aus Bochum. Jule

  84. #85 Florian Freistetter
    21. Mai 2011

    @Julia: Das freut mich! (Und nicht vergessen: nicht glauben, sondern wissen: http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2011/01/wie-man-keine-angst-mehr-vor-dem-weltuntergang-2012-hat.php)

  85. #86 Gabriele Nürnberger
    24. Mai 2011

    Hey, Hallo ich habe große Angst das bald alles vorbei sen kann. Ich habe 3Kinder uun ich möchte sie nicht verlieren, sie doch erst 7, 9 ,18,ich kann garnicht richtig mehr schlafen.das macht mir richtig verrückt im Kopf ,muß ich wirklich sone Angst haben.

  86. #87 Florian Freistetter
    24. Mai 2011

    @Gabriele: “muß ich wirklich sone Angst haben. “

    Nein musst du nicht. Vor was denn? Wie gesagt – und wie ich auch im Artikel erklärt habe: in Sachen Erdbeben ist alles normal. Es gibt nicht immer mehr Erdbeben. Es gibt keinen Grund, vor einem Weltuntergang Angst zu haben – denn so einen Weltuntergang wird es nicht geben! Schau doch einfach mal hier: http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2011/01/wie-man-keine-angst-mehr-vor-dem-weltuntergang-2012-hat.php

  87. #88 hallo hello 300
    1. August 2011

    Wird die Welt nächstes Jahr untergehen oder nicht??

  88. #89 Kallewirsch
    1. August 2011

    Geh, bitte!

    Lies doch einfach den Artikel und die Kommentare. Was für alle anderen galt, gilt auch für dich, oder soll man jetzt wirklich jedem einzelnen deutschsprechenden auf dieser Welt ganz persönlich und nur für ihn versichern, dass die Welt nicht untergehen wird.

  89. #90 Erdbeermund
    7. August 2011

    Nein, die Welt geht nicht unter. Es wird wohl aber allen Anschein nach eine neue Weltordnung entstehen. Vieles deutet darauf hin. Und jeder der es verneint (gibt leider sehr viele hier) ist nicht besser, als die Jenigen, die den Teufel an die Wand malen und sagen, dass 2012 riesige Naturkatastrophen die Menscheit auslöschen.

  90. #91 Florian Freistetter
    7. August 2011

    @Erdbeermund: “Es wird wohl aber allen Anschein nach eine neue Weltordnung entstehen. “

    Und gibts dafür auch Belege? Lass mich raten: Überall auf der Welt gibts Kriege!. Und politische Umwälzungen!!. Und die Finanzkrise!!! Das ist doch eindeutig, nicht wahr?! Denn niemals zuvor gab es auf unsere Erde Krieg, Revolution oder Wirtschaftskrise. Unsere heutige Zeit ist einzigartig und deswegen MUSS demnächst die Mega-Revolution kommen.

  91. #92 rolak
    7. August 2011

    Ganz abgesehen von der unangemessen Bezugnahme auf Kinski: Ist eigentlich in letzter Zeit mal wieder erwähnt worden, daß der ganze NWO-Kram auf eine ziemlich trübe Fehlübersetzung VT-strickender Schwachlateiner zurückgeht? Der Ein-Dollar-Text

    Novus Ordo Seclorum,

    wird gemeinhin rücksichtslos mit ‘Neue Weltordnung’ ins Deutsche getreten, obwohl doch ‘Neue Ordnung der Zeitalter’ bedeutend.
    Imho ein besonders schönes Beispiel für die völlig kritiklose Übernahme gesinnungs-passender Texte in gewissen Kreisen.

  92. #93 ben
    8. August 2011

    Servus,

    generell halte ich Beben, ob sie nun mehr werden oder nicht, für kein Weltuntergangsszenario. Jedoch müssen wir eins festhalten – beim Japanbeben wird gelogen, dass sich die Balgen biegen. Ich möchte, dass hier nicht ausführlich ausführen, aber wenn man zum Beispiel dem Wikipedia Artikel glauben schenken könnte, gäbe es Japan nicht mehr.

    Btw. sollte die Welt schon mal vor einem Jahr und erst letztens untergehen. Trotzdem bin ich der Ansicht, dass wir uns zukünftig auf andere Verhältnisse einstellen müssen, die aufjedenfall wieder Probleme mit sich bringen ( Finzanzcrashs und dadurch evtl entstehende Kriege, Eiszeit in Europa – wenn man davon ausgeht, dass die Eisberge schmelzen,.. und und.)

  93. #94 Florian Freistetter
    8. August 2011

    @ben: “Ich möchte, dass hier nicht ausführlich ausführen, “

    Ja, das hör ich oft. Große Theorien aufstellen, aber dann keine Belege dafür bringen wollen…

  94. #95 rolak
    8. August 2011

    Aber musikalische Erdbeben klingt doch ganz interessant…

    dass sich die Balgen biegen

  95. #96 Rudolf Uebbing
    14. Oktober 2011

    Erdbeben der Größe 5 seit ca. 2004 gehäuft:

    Um atomare Testexplosionen zu lokalisieren, wurden vor einigen Jahrzehnten seismologische Beobachtungen intensiviert. – Erdbeben etwa der Größe 5.0
    gehören grundsätzlich als Kandidaten solchen Detektionen hinzugerechnet und sollten daher seit etlichen Jahren als Beobachtungen ziemlich vollständig vorliegen.

    Augenscheinlich gibt es einen deutlichen Sprung nach oben, etwa ab dem Jahre 2004 (bis heute), was die Häufigkeit der Erdbeben im Intervall 5.0 bis 5.9 betrifft. Die statistische Signifikanz dieses augenscheinlich gut wahrnehmbaren Unterschiedes (sh. Tabelle oben) wäre einmal professionell zu quantifizieren.

  96. #97 Florian Freistetter
    14. Oktober 2011

    @Uebbing: Nachdem jetzt auch anscheinend dem letzten klargeworden ist, dass der LHC nicht gefährlich ist und man mit LHC-Panikmache keine Aufmerksamkeit mehr erregen kann, haben sie sich nun anscheinend was neues gesucht, mit dem sie den Menschen Angst einjagen können…

    “Die statistische Signifikanz dieses augenscheinlich gut wahrnehmbaren Unterschiedes (sh. Tabelle oben) wäre einmal professionell zu quantifizieren. “

    Na dann quantifizieren sie doch mal. Und schauen sie nach,ob es wirklich alles so “augenscheinlich” ist. Aber bitte veröffentlichen sie ihre Ergebnisse dann in ner Fachzeitschrift und nicht hier als Blogkommentar. Sie wissen ja: Sie haben immer noch gezeigt, dass die Chance mit ihrer Kommentartätigkeit in meinem Blog den Weltuntergang zu verursachen, exakt Null ist. Bis dahin unterlassen sie bitte weitere Kommentare, wir wollen ja nichts riskieren. Es steht doch so viel auf dem Spiel!!

  97. #98 Bullet
    14. Oktober 2011

    Aaaah… der Übbing. *panik*
    Schon wieder ein Versuch, die Welt zu zerstören mittels gezielt gesetzter Blogkommentare.
    WARUM HÄLT DEN KEINER AUF?????????????????????????

  98. #99 Rudolf Uebbing
    14. Oktober 2011

    Ich hab sie gewarnt! Ich werde nicht zulassen, dass sie die Welt zerstören!

  99. #100 Rudolf Uebbing
    14. Oktober 2011

    Sie hatten oft genug die Gelegenheit, hier Kommentare zu schreibe. Aber irgendwann reichts. Ich werde ihnen kein Forum für ihre Panikmache geben. Tun sie das woanders. Das Internet ist groß.

  100. #101 Peter
    4. November 2011

    Habe für alle Schäfchen hier 2 nette Zitate:

    “Es ist ein Jammer, dass die Dummköpfe so selbstsicher sind und die Klugen so voller Zweifel.” Bertrand Russell

    “Individualität ist die Quelle allen Fortschritts.” Mahat Maghandi

    Ihr tut mir allesammt leid. Tja leider hat Gustav Le’Bon schon recht wenn er sagt das eine Masse an Menschen zu keiner rationalen Entscheidung fähig ist. Die Messer werden schon gewetzt — Schäfchen die Schlachtbank wartet….und der einzige der Dir in diesem Stadium der absoluten Engstirnigeit helfen kann bist DU SELBST! Hoffe das es jeder auf die Seite des Lebens schafft, aber für die meisten ist es hoffnungslos. :(

  101. #102 HaDi
    4. November 2011

    Es ist ein Jammer, dass die Dummköpfe so selbstsicher sind und die Klugen so voller Zweifel

    Wenn man sich den Artikel, die verlinkten Quellen und die 100 Kommentare durchliest, dann kann man schon ins Zweifeln kommen, wer “selbssicher” ist und wer zweifelt.

    Tja, da hat wohl jemand den falschen Artikel für das übliche “Wissenschaftler- & Schäfchen-Bashing” erwischt…

  102. #103 noch'n Flo
    4. November 2011

    Ist hier heute Deppenbesuchstag bei Florian?

  103. #104 Bullet
    4. November 2011

    Definitiv.

  104. #105 Noe
    4. November 2011

    @noch’n Flo

    Ist hier heute Deppenbesuchstag bei Florian?

    Jupp! Der Guru persönlich hat -indirekt- dazu aufgerufen.

  105. #106 HaDi
    4. November 2011

    @Noch´n Flo:

    Yep!!!

  106. #107 Richelieu
    4. November 2011

    Man HaDi, warne bitte bevor Du solche Links rein setzt, jetzt muss ich wieder einen neuen Schreibtisch kaufen…

  107. #108 Gordon Gohr
    30. Dezember 2011

    also und wenn es 2012 dann auch so ist oder nicht wenn ihr dran denkt kriegt ihr pannik richtig ja also denknt nicht dran und lebt 2012 so wie ein jahr noch nie gelebt habt und macht das was ihr schon immer machen wolltet ok dan bis dann

  108. #109 noch'n Flo
    30. Dezember 2011

    Form und Inhalt.

    (© Bullet)

  109. #110 Freeman
    8. Januar 2012

    A10) Wird es 2012 einen weltweiten Atomkrieg geben?

    Nein. Der Mensch ist für so etwas niemals fähig!

    😀 Der Messias ist uns erschienen!

  110. #111 maxxx
    9. Januar 2012

    wie viel prozent stimmt es das die welt nicht untergeht

  111. #112 Florian Freistetter
    9. Januar 2012

    @maxxxx: Es bringt nichts, wenn du die gleichen Fragen immer wieder stellst. Die Welt geht nicht unter. Zu 100 Prozent. http://2012faq.de

  112. #113 HaDi
    9. Januar 2012

    @maxx:

    Das kann keiner exakt beziffern – so ehrlich wollen wir mal sein. Aber die Erfahrung lehrt uns, das unsere Welt (die Erde) bisher kein einziges mal untergegangen ist. Sonst gäbe es sie ja nicht mehr. Also ist die Wahscheinlichkeit, dass es 2012 keinen Weltuntergang gibt, wohl 99,9Periode % (Periodenstirch so lang wie meine beiden ausgestreckten Arme)

    Und die Vorhersage-richtigkeit bisheriger Weltuntergangspropheten, die irgendeinen inzwischen abgelaufenen Termin vorhersagten, liegt bei exakt 0%

    Also, warum sich drum gedanken machen? Lieber mit der Zeit was nützlicheres anfangen…

  113. #114 piere
    9. Januar 2012

    danke Florian
    für das Thema 2012!!!!!!!!!
    ich glaube jetzt das es kein Weltuntergang gibt :) xD

  114. #115 jorden
    9. Januar 2012

    Dankeschön Florian
    für die tollen Ergebnisse zu 2012
    sonst hätte ich beinahe geglaubt die Welt geht unter!!!!!!
    :))))))))) xD

  115. #116 Kevin
    5. Februar 2012

    Wieso sind sie sich sicher das die Welt am 21.12.2012 nicht untergeht ich weiß nicht was ich Glauben soll helfen sie mir weiter bitte?

  116. #117 Kevin
    5. Februar 2012

    Wieso sind sie sich sicher das die Welt am 21.12.2012 nicht untergeht ich weiß nicht was ich Glauben soll helfen sie mir weiter bitte?

  117. #118 Florian Freistetter
    5. Februar 2012

    @Kevin: Du sollst gar nichts glauben. Die Welt wird 2012 nicht untergehen. Wirklich nicht. Das ist alles nur eine große Abzocke, um den Leuten mit Angst das Geld aus der Tasche zu ziehen: http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2011/10/2012-wer-verdient-am-weltuntergang.php Es gibt absolut keinen Grund, Angst zu haben. NICHTS von dem was die 2012-Typen behaupten hat mit der Realität zu tun: http://2012faq.de Es ist auch ganz einfach die Angst loszuwerden. Du sollst auch niemanden glauben, sondern dir selbst Gedanken machen. Man muss sich nur ein wenig über Astronomie informieren: http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2011/01/wie-man-keine-angst-mehr-vor-dem-weltuntergang-2012-hat.php
    Die Welt wird 2012 nicht untergehen! Es gibt keinen Grund, Angst zu haben. Lies die Texte, mach dir deine eigenen Gedanken, informier dich ein bisschen über Astronomie und fall nicht auf die Panikmache der Abzocker und Wichtigtuer rein!

  118. #119 Dennis-53
    26. März 2012

    das ganz ist doch nur blödnsinn das einziege was passiren wird ist das der maya kalenda endet und mehr nicht und irgend wan ende jeder kalender

  119. #120 Dominik
    29. März 2012

    ich finde als guter Astronom sollte man sich auch mal viel und gut mit der “andren” Seite beschäftigen (also diesen ganzen Verschwörungstheorien).

  120. #121 Basilius
    29. März 2012

    @Dominik
    Also ich weiß jetzt ja gerade nicht, was denn Astronomie so direkt mit Verschwörungstheorien zu tun haben soll, aber hier auf Astrodicticum Simplex findet man doch einige Artikel zu dem Thema.
    Einfach mal stöbern oder die Suchen Funktion bemühen.

  121. #122 laura
    4. Mai 2012

    ich hoffe sehr das die welt 2012nicht unter geht aber die sonne spuckt ja und das könnt ja zur unweltkatastrophen villeicht ist das eine gefahr fuer uns

  122. #123 Florian Freistetter
    4. Mai 2012

    @laura: Die Sonne befindet sich gerade auf dem Weg zum Höhepunkt ihrer Aktivität. Das passiert aber alle 11 Jahre. Und das ist nicht sonderlich gefährlich. Siehe hier: http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/10/2012-und-der-gefahrliche-sonnensturm.php

  123. #124 Michi
    26. Oktober 2012

    Auf dieser Seite (http://rebel.ig.cas.cz/seismograms/PVCC_active.htm) ist derzeit folgendes zu beobachten: Die Ausschläge dort sind in den letzten 2 Monaten deutlich größer geworden! Und zwar die ständigen Ausschläge über den ganzen Tag, die dort aufgezeichnet werden. DAS macht mich stutzig! Das heißt für alle, die das hier jetzt nicht verstehen: Es gibt nicht mehr soviel weißen (!) Zwischenraum zwischen den roten und blauen Kurven. Der war vor 2 Monaten noch größer, obwohl sich nichts am Aufbau des Diagramms geändert hat. Das muss aber nichts zu bedeuten haben. Es kann eine harmlose Phase der Aufzeichnung sein. Dennoch werde ich das Phänomen weiter beobachten. Erschütterungen der Erde werden live erfasst und in diesem Diagramm wiedergegeben. Es handelt sich für mich hierbei um STÄNDIG GLEICHMÄßIGE größere Ausschläge des Seismographen im Vergleich zu den 2 Monaten zuvor! Und noch weiter davor waren die Ausschläge auch geringer. Das habe ich damals dokumentiert. So, als würde er ein größeres Dauer-Rumpeln aufzeichnen – warum auch immer es einsetzt. Daher erscheinen die Kurven merklich größer im Ausschlag – und das über den ganzen Tag lang! Dass es deshalb keine vermehrten Erdbeben gibt, ist mir bekannt. Die Anzahl beobachte ich beispielsweise über ‘EMSC’. Und die bleibt im Durchschnitt gleich. Meine Frage ist derzeit: Was genau lässt den Seismographen dauerhaft etwas mehr ausschlagen? Was ist der Einfluss? Ein herannahender Himmelskörper? Vom ‘Planet X’ will ich jetzt nicht reden. Dennoch könnte “irgendetwas” unseren Planten beeinflussen, was jedoch nicht automatisch zu einem Weltuntergang führen muss. Da gebe ich Florian recht. Dennoch ist es für mich eine interessante Beobachtung.

  124. #125 Eisentor
    26. Oktober 2012

    @Michi hast du mal die Daten von diesem einen Messpunkt mit denen eines anderen Messpunktes verglichen? Vielleicht gibt es nur an diesem einen Messpunkt “Probleme”. Bauarbeiten in der Gegend o.Ä.
    Bist du sicher das sich die Linien verändert haben hast du nur das “Gefühl”? Schau mal hier:
    http://www.ig.cas.cz/en/structure/observatories/czech-regional-seismological-network/pvcc/

  125. #126 Unwissend
    26. Oktober 2012

    Hab mir jetzt hier

    http://rebel.ig.cas.cz/seismograms/
    unter PVCC.20120925.gif – PVCC.20121025.gif die Ausdrucke vom 26-9 -26-10 angeschaut

    finde daran nix auffälliges besonders wenn man sie mit den Daten der anderen vergleicht..

  126. #127 Unwissend
    26. Oktober 2012

    Nachtrag ich Tendiere zu Maschienen tuckert wohl irgendjemand in der Woche zwischen 9.00-18.30 mit seinem
    Trecker durch die Gegend sieht besonders schön wenn man die ausschläge vom Wochenende mit in der Woche vergleicht…

  127. #128 Yanif
    26. Oktober 2012

    ausserdem gibt es seismographische internationale Seiten, wo man sieht, das es z.b. auf den Spalten immer Erdbeben gibt und es ist im übrigen (leider) spannend zu sehen, wie sehr die Verteilung genau dem entspricht, was die forschung “prophezeit”. Nimm die SanAndreas-spalte oder Hawaii oder auch Italien. Man kann sehr gut sehen, das sich die Beben dort “verdichten” während woanders (logischerweise und richtig) nichts passiert. Was das nun aber mit Weltuntergang zu tun hat???
    *grübel* und *murmel* warum sendet Phönix gestern abend “Die letzten Stunden von Pompeii”??? Wissen die mehr als wir???

    NEIN!

  128. #129 Michi
    26. Oktober 2012

    An ‘Eisentor’ und ‘Unwissend’: Danke für Eure schnellen Kommentare. ‘Unwissend’ hat natürlich recht, wenn er z. B. Bauarbeiten in dieser Gegend in Betracht zieht. Hier müssten allerdings Schwankungen zu erkennen sein. Denn keine Maschine läuft meines Erachtens über Stunden dauerhaft. Zu ‘Eisentor’: Interessant sind die Aufzeichnungen ‘PVCC’ auf dieser Seite. Vorgestern waren diese Ausschläge noch so, wie ich sie seit Monaten gewöhnt war. Gestern aber waren sie konstant heftiger. Das ist optisch ins Auge fallend. Nun muss ich wohl gerade an solch einem Tag wieder mal dieses Diagramm aufgerufen haben und das hat mich sofort verwirrt. Ich rufe diese Seite nicht täglich auf. Somit kann man nun davon ausgehen, dass es sich definitiv NICHT um einen Einfluss eines anderen Himmelskörpers handelt. Ich bedanke mich für die Hinweise und bin wieder sehr entspannt!

  129. #130 Michi
    26. Oktober 2012

    Auch an ‘Yanif’ ein Dankeschön für seinen Kommentar – der vorhin noch nicht zu sehen war.

  130. #131 JaJoHa
    26. Oktober 2012

    Schau doch einfach mal im Internet, ob du die Koordinaten der Messtation rausbekommst. Dann auf der Karte schauen ob das irgendwas, was Vibrationen erzeugt.
    Meiner Einschätzung nach sieht das aus, wie wenn ich was Zufallsverteiltes habe in Bezug auf die Ausschläge. Der Einfluss eines Planeten X würde,wenn es ihn geben würde, sich eher in sehr interessierten Astronomen äußern, als in Erdbeben.
    Da hatte der Herr Freistetter aber mal was drüber geschrieben ( http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/09/28/warum-es-planet-x-nicht-geben-kann/ )

  131. #132 Eisentor
    26. Oktober 2012

    Denn keine Maschine läuft meines Erachtens über Stunden dauerhaft.

    Diesel Generatoren

  132. #133 klauszwingenberger
    26. Oktober 2012

    Pfahlbohrungen oder Rammbären (die heißen wirklich so) für eine Baugrubensicherung….

  133. #134 Wurgl
    26. Oktober 2012

    Schau dir mal hier den 10.5.2012 (Station BNS) an.
    http://www.seismo.uni-koeln.de/seismogramme/index.htm

    Bis ca. 7:50 zeigt die Graphik ein Dauergerumpel, auch an all den Tagen zuvor.
    Ab 13:30 bis heute sind kaum mehr Ausschläge zu verzeichnen, ebenfalls an allen Tagen danach.

    Dazwischen war offenbar ein Hardware- oder Softwareupdate oder beides.

    Kann dein Tscheche vielleicht auch irgendwas an Hard- und/oder Software getauscht haben?

  134. #135 Michi
    26. Oktober 2012

    Hallo, Ihr Ebenfallsinteressierten!

    Ich hätte nicht gedacht, dass es inzwischen soviel Kommentare dazu gibt. Danke!

    Ich möchte es aber hierbei bewenden lassen und dieser Angelegenheit nicht länger nachgehen. Es hat definitiv NICHTS mit einem bevorstehenden und mehrmals durchgekauten Weltuntergang zu tun. Es waren wahrscheinlich kurzfristige Einflüsse irgendeiner Art. Mehr nicht!

    Ich danke nochmals für die Mitarbeit und Meinungen.

    Michi. :-)

  135. #136 Folke Kelm
    schweden
    31. Oktober 2012

    @Michi
    Bei Unklarheiten und Fragen, wenden sie sich an ihren Arzt oder Geophysiker :-)
    Also, die Station Panska Ves, die Du hier gezeigt hast, liegt in einem Gebiet mit natürlich vorkommender Mikrobebentätigkeit.
    Dort kann es noch viel mehr rumpeln als in den von Dir beobachteten Zeitraum. Die Beben, die dort vorkommen, werden als Schwarmbeben bezeichnet und unterscheiden sich deutlich, von den normalerweise vorkommenden Erdbeben, und zwar dadurch, dass sie länger dauern können, dass sie häufiger sind und in Gruppen auftreten, und dass das Hintergrundsignal erhöht ist.
    Das ist ein völlig normaler Vorgang in aktiven Vulkangebieten und wird verursacht durch Bewegung von Magma in der Erdkruste. Panska Ves liegt an der Grenze eines solchen aktiven Vulkangebietes. Die ganze Region dort (bis in die deutsche Oberpfalz) ist übersät von alten Vulkankegeln, Du findest massenweise Thermalquellen und Gasaustritte. Dass hier ein AKTIVES Vulkangebiet liegt, ist noch nicht soooo lange bekannt. Ich hab selbst in den 80ern dort als Geologe gearbeitet, und da war das durchaus noch nicht allgemeiner Stand des Wissens.

    Fazit: Ganz im guten italienischen Sinne von “take it easy” nehme Dir ein Glas Rotwein, lehne dich zurück und geniesse die Zeit bis zum nächsten Ausbruch, den der kommt bestimmt.

  136. #137 Folke Kelm
    31. Oktober 2012

    noch mal @michi

    Solltest Du Dich jetzt versucht fühlen, dort hinzufahren, dich da hin zu setzen und wirklich auf den Ausbruch zu warten muss ich dich enttäuschen, erstens wirds da jetzt winter und in der gegend wirds wirklich kalt, also ungemütlich, zweitens wirst Du mit aller wahrscheinlichkeit eine menge Gedult mitbringen müssen. Ein Ausbruch dort kann, muss aber nicht in den nächsten 10 000 Jahren stattfinden. Selbiges gilt übrigens auch für die Eifel.

  137. #138 Michi
    31. Oktober 2012

    @Folke Kelm: Was bist’n Du für einer? Es ging nur um die Aufzeichnung im Diagramm. Mehr nicht. Da macht mir die dauernde Erdbebentätigkeit in Südwest-Polen mit über 4 Stärken viel mehr zu schaffen. Irgendwann kommt die 5 und so weiter. Ich wohne nicht so weit weg! 150 Kilometer vom nächsten und 180 Kilometer bis zum Zentrum. Mal sehen, wann es das erste Mal merklich rumpelt. Wie gesagt, das Diagramm ist eine ganz andere Geschichte. MfG.

  138. #139 wollu
    Wien
    20. Dezember 2012

    Wir haben nicht das Gefühl, dass es schlimmer wird. Wir erhalten durch die Medien lediglich umfassendere Informationen darüber, wie schlimm es wirklich ist. Das Dasein auf diesem Planeten ist eine einzige Zumutung.

  139. #140 Rudolf Uebbing
    17. Februar 2014

    Meine Kommentare 99 und 100 wurden gelöscht und
    durch Antworten des Bloggbetreibers ersetzt – leider
    ist dies für neue Leser nicht sofort direkt erkennbar. Ich
    bitte daher Herrn Dr. Freistetter herzlichst um Deutlichmachung dieses Sachverhalts.

    ——————————————–
    Nochmal bitte ausführlich – die untenstehenden Texte rühren nicht von mir:

    #99
    14. Oktober 2011
    “Ich hab sie gewarnt! Ich werde nicht zulassen, dass sie die Welt zerstören!”

    #100
    14. Oktober 2011
    ” Sie hatten oft genug die Gelegenheit, hier Kommentare zu schreibe. Aber irgendwann reichts. Ich werde ihnen kein Forum für ihre Panikmache geben. Tun sie das woanders. Das Internet ist groß.”

  140. #141 Florian Freistetter
    17. Februar 2014

    @Rudolf Uebbing: Das haben sie ja jetzt mit ihrem Kommentar kenntlich gemacht. Der Hinweis “Moderation” der da mal dabei stand, ist wohl beim letzten Software-Update verloren gegangen.

    P.S. Und falls sie vorhaben sollten, wieder mit ihrer Teilchenbeschleuniger-Panik anzufangen, dann sparen sie sich die Mühe am besten gleich.