Während des Denkfest in Zürich hatte ich nicht nur das Vergnügen, jede Menge tolle Vorträge zu hören sondern auch noch die Gelegenheit, wieder einmal mein Amt als “Botschafter der Zahl Pi” auszüben.

Wie manche ja vielleicht schon wissen, bin ich Mitglied im Verein der Freunde der Zahl Pi. Hier treffen sich Leute, die wissenschaftliches oder ästhetisches Interesse an der Kreiszahl haben, aber auch Menschen, die ein wenig Spaß an der manchmal etwas zweckfreien Beschäftigung mit Pi haben. Denn – und ich zitiere jetzt den Gründer des Vereins, Dr. Albert Washüttl:

“Die Sinnlosigkeit zeigt uns, worum es letztendlich in unserem Leben ankommt: nicht darum, einer Aufgabe oder Verpflichtung nachzukommen, ein Los zu tragen oder nach Befreiung zu streben (wie es so manche Religion dem Menschen aufbürden will), sondern einfach nur um eines: nämlich das Leben zu leben, hier und jetzt! es zu genießen und sich daran zu erfreuen, in guten wie in schlechten Dingen. Der Sinn, nach dem die Menschheit stets strebte, würde uns nur einengen. Das Nichtfindenkönnen dieses vermeintlichen Sinnes erfüllte so viele ernsthaft Suchende mit Enttäuschung, Schmerz und Trostlosigkeit. Die zurückgewonnene, nun akzeptierte Sinnlosigkeit macht uns frei!”

Ich bin seit 2009 ein Botschafter des Vereins; das bedeutet, dass ich neue Mitglieder aufnehmen darf. Natürlich nicht einfach so; man muss seine Hingabe an die Zahl Pi und die Freude an der Sinnlosigkeit entsprechend demonstrieren und zwar indem man 100 Nachkommastellen auswendig lernt und halbwegs ansprechend rezitiert. Genau so eine Person fand sich heute: Erich Eder. Erich ist Biologe an der Universität Wien und vielen wahrscheinlich bekannt durch seine Auseinandersetzung mit dem “Grander-Wasser”, das dank ihm ganz offiziell als ein “aus dem Esoterik-Milieu stammender, parawissenschaftlicher Unfug” bezeichnet werden darf (zu diesem Thema hat er auch einen hervorragend Vortrag hier in Zürich gehalten). Erich hat die Konferenzpausen genutzt, um die 100 Nachkommastellen zu lernen und sie heute vorgetragen.

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Dazu hat er sich auf das “Energiefahrrad” des Swiss Science Center in Winterthur gesetzt, das hier im Konferenzsaal ausgestellt ist. Solche Fahrräder, auf denen man strampeln und damit Glühbirnen zum Leuchten oder Ventilatoren zum Drehen bringen kann, kennen wahrscheinlich viele. Die meisten davon sind allerdings ein wenig modifiziert und physikalisch nicht ganz exakt. Dieses hier schon; wenn man zum Beispiel von der Energiesparlampe zur normalen Glühbirne umschaltet, muss man nicht einfach nur ein wenig schneller treten um sie zum Leuchten zu bringen. Es erhöht sich auch der Widerstand den der Generator leistet und man hat plötzlich das Gefühl, steil bergauf zu fahren. Um die Tasse Wasser zum Kochen zu bringen, die ebenfalls am Rad angeschlossen ist, muss man schon eine Stunde oder länger heftig in die Pedale treten!

Erich hat sich entschlossen, während der Aufnahmeprüfung ein wenig Energie zu erzeugen (und damit ein klein wenig gegen das Sinnlosigkeitsgebot verstoßen 😉 ) und die 100 Nachkommastellen auf dem Fahrrad strampelnd absolviert. So sah das dann aus (ich hab das Video etwas gekürzt, da das WLAN hier etwas wacklig ist und das Video sich ansonsten nicht hochladen ließ):

Gratulation an Erich, das neueste Vollmitglied der Freunde der Zahl Pi! Und falls jemand Lust hat, auch Mitglied bei uns zu werden, sagt mir einfach Bescheid! Pi Vobiscum!

Kommentare (54)

  1. #1 Sibby
    11. September 2011

    Was ist eigentlich wenn es einen versprecher oder einen Zahlendreher gibt. seid ihr gnadenlos, drückt mal ein auge zu oder macht ihr da auf den Fehler aufmerksam? Und müsst ihr ab und zu beweisen das ich die 100 stellen noch könnt? 😉

  2. #2 Florian Freistetter
    11. September 2011

    @Sibby: Naja, man soll die Stellen schon können! Aber wenn man mal nen kleinen Fehler macht und sich selbst korrigiert, ist es nicht so tragisch. Man kanns auch ein zweites Mal probieren, wenn man will 😉 Und natürlich wäre es schön, wenn die 100 Stellen immer in deinem Hirn präsent sind – aber das ist keine Bedingung. Wenn du drin bist, bist du drin 😉

  3. #3 Olli
    11. September 2011

    “während der Aufnahmeprüfung ein wenig Energie zu erzeugen”

    Waaaaah! Das klingt ehrlich gesagt kein bißchen besser als Grander-Wasser mit Energiestrahlen und was weiß ich… :-/

  4. #4 Florian Freistetter
    11. September 2011

    @Olli: “Das klingt ehrlich gesagt kein bißchen besser als Grander-Wasser mit Energiestrahlen und was weiß ich… :-/ “

    Hu?? “Enerie” ist ein Wort, dass in der Physik durchaus gebräuchlich ist. Und wenn man auf so einem Fahrrad sitzt wie Erich Eder, an das ein Generator angeschlossen ist, dann erzeugt man Energie. Keine esoterische, feinstoffliche Qi-Energie, sondern ganz konkrete, echte Energie mit der man Lampen zum Leuchten bringen kann u.ä. Ich seh nicht, wo das Problem mit dem Satz sein soll.

  5. #5 MartinB
    11. September 2011

    @FF
    Vermutlich ist es eine Spitzfindigkeit, weil “Erzeugen von Energie” ja eher was von Perpetuum Mobile hat.

  6. #6 Moss
    11. September 2011

    @Florian:

    wenn man auf so einem Fahrrad sitzt wie Erich Eder, an das ein Generator angeschlossen ist, dann erzeugt man Energie.

    Naja, der hat da aus der in seinem Körper gespeicherten chemischen Energie mechanische Energie (und Wärme) gemacht, die der Generator im Fahrrad dann in elektrische und die angeschlossene Lampe dann in elektromagnetische Energie (und Wärme) umsetzte. Das würde ich mal als Umformung bezeichnen, aber nicht als Erzeugung — übrigens unabhängig davon, ob das Fahrrad als Generatorenantrieb zweckentfremdet wurde oder tatsächlich dem (räumlichen) Fortschritt dient.

  7. #7 Florian Freistetter
    11. September 2011

    @Moss: Ok, ich hab wieder mal den Spitzfindigkeitslevel der Kommentatoren unterschätzt 😉 Ich dachte eigentlich, dass jedem klar ist, das ich hier nicht von einem Perpetuum Mobile spreche sondern “Energieerzeugung” so verwende, wie das in der deutschen Sprache überall im Alltag stattfindet.

  8. #8 Wurgl
    11. September 2011

    die Freude an der Sinnlosigkeit entsprechend demonstrieren

    for i in `seq 1 100`; do echo -n $(expr $RANDOM % 10); done;echo

    6327507076374935636446778223423304335162607718988446787263091724242312698776964488826319732883144788

    Das sind 100 Stellen von Pi. Ich hab aber keinerlei Ahnung ab welcher Stelle diese Folge zu finden sind.

  9. #9 Moin
    11. September 2011

    @Wurgl: ich will ja nicht kleinkarriert sein, aber das sind “nur ” 80 Stellen, da fehlen noch 20.

  10. #10 C.Haamkens
    11. September 2011

    @moin Lern mal zählen…..

  11. #11 Wurgl
    11. September 2011

    Nee, je nach Browser wird das wohl in der Anzeige abgeschnitten.

    Im HTML-Source ist alles sichtbar.

  12. #12 Noblinski
    11. September 2011

    Hört sich auf den ersten Moment unmöglich an. Aber wenn man die Stellen zu Fünfergruppen zusammenfasst, so dass man Worte erhält, die man nach der Melodie eines orthodoxen (oder auch katholischen) Kanon singen könnte, erscheint es ganz einfach. Gegen das Pensum, das ein vielbeschäftigter Opernstar im Kopf haben muß, ist das aber gar nichts.

  13. #13 Wurgl
    11. September 2011

    Ich war irgendwann mal so 21 oder 22 und mein Bruder war damals 16 oder 17. Jedenfalls hatten wir einen Wettstreit wer mehr der ersten Stellen von Pi auswendig aufsagen konnte. Ich hab bei 500 aufgegeben. Er konnte bis 1000.

    Die ersten 100 sind jedenfalls an einem Vormittag trainiert. Das ist gar nicht so schwer. Schwer war es damals an eine Quelle mit entsprechender Anzahl heranzukommen. Internet gabs noch nicht, das nannte sich da noch Arpanet (war jedenfalls zu der Zeit des Übergangs von Arpa- nach Internet).

  14. #14 Hindemit
    11. September 2011

    Wurgl, ich denke du hast recht. Wenn Pi in unserem Dezimalsystem eine unendliche Zahlenreihe darstellt, sollte man früher oder später so ziemlich jeden noch so langen Teilbereich darin vorfinden können. Und zwar mehrfach, was selbst gegen Unendlich ginge. Oder liege ich da falsch?

  15. #15 Sker
    11. September 2011

    Ich möchte diese Chance nutzen, um auf ein interessantes Themengebiet hinzuweisen, dass mir bereits sehr viel geholfen hat.
    Es handelt sich um die sogenannten Mnemotechniken, mit deren Hilfe man sich verschiedene Dinge besser merken kann. (Egal ob Zahlen, geschichtliche Daten, Fakten, Einkaufszettel usw.)
    Wenn man ein wenig Zeit darin investiert und sich die Techniken einprägt, so kann man ungemein davon profitieren.
    Es gibt bereits unzählige Literatur für Einsteiger, aber um keine unangebrachte Werbung zu betreiben, möchte ich hier lediglich für Interessierte, zum Thema passend, einen Link
    anbieten von der Europäischen Gesellschaft zur Förderung des Gedächtnisses e.V.

    http://www.memoryxl.de/gedaechtnistraining/tipps-der-meister/zahlen-merken.html

  16. #16 Noblinski
    11. September 2011

    Ihr erinnert mich daran, dass ich immer überzeugt war, das Einprägen von solchen sinnlosen Informationen würde unnötig Ressourcen beanspruchen. Ihr sehr das offensichtlich ganz anders. (Vor meinem geistigen Auge schwebt jetzt das Zahlengenie, das regelmäßig seinen Hochzeitstag vergißt.) Mein Gehirn ist leider mit fünf PIN-Zahlen und zwei Telefonnummern restlos ausgelastet, für den Verein Freunde der PI tauge ich definitiv nicht, ich merke mir nämlich nur 2 Stellen….

  17. #17 Sker
    11. September 2011

    @Noblinski:
    Das Gedächtnis ist trainierbar! Wenn du dich mit Mnemotechniken beschäftigst, sind gewaltige Erfolge zu verzeichnen. Auch wenn dein Gedächtnis momentan wirklich unterdurchschnittlich sein sollte.
    Ich persönlich brauche für 100 Ziffern mittlerweile nur 5 Minuten. Leute die intensiver arbeiten erreichen noch weitaus bessere Werte.
    Das ganze lässt sich auch auf andere Bereiche anwenden, im Alltag oder im Beruf.
    Ich weiß, ich klinge wohl etwas euphorisch, aber das lässt sich nicht unterdrücken, da ich wirklich gute Erfahrungen damit gemacht habe 😉

  18. #18 Wurgl
    11. September 2011

    Jupp!

    Wenn man da ein wenig trainiert, dann gehen unglaubliche Dinge. Zwei 3-stellige Zahlen im Kopf zu multiplizieren ist mit ein wenig Training kein Problem. Ohne Training ist die Multiplikation von 2-stelligen Zahlen schon ein Problem.

    Ich hab meinen Mathelehrer damit immer wieder verwirrt. Alleine schon sein erstaunter Blick hat mich angespornt das noch weiter Richtung Geschwindigkeit zu trainieren. Aber man verlernt es auch wieder wenn man das nicht mehr braucht.

    Monstergedichte wie Die Glocke lernt man ja nicht weil einen der Lehrer nicht mag oder weil der besonders sarkastisch ist. Man lernt das auch nicht, weil man es im später im Berufsleben braucht — man lernt das um die grauen Zellen zu trainieren.

  19. #19 jitpleecheep
    11. September 2011

    @Noblinski:
    Früher, als es noch keine Handys und Laptops gab, brauchte ich kein Adressbuch. Hatte ich alles im Kopf. Ich hab mir eine Nummer einmal vorgesagt, und dann einfach behalten.

    Kaum hatte ich das erste Handy, konnt ich mir keine Telefonnummern mehr merken, seit dem tollen Adressbuch auf dem Mac hab ich Probleme, meine eigene PLZ zu behalten…

    Aber PLZ und Telefonnummer von meiner ersten Freundin, die weiss ich heut noch… 😀

  20. #20 Sker
    11. September 2011

    @Wurgl:
    Da kann ich nur beipflichten!
    Für Interessierte ist das Forum http://www.brainboard.eu zu empfehlen! Dort geht es hauptsächlich um Gedächnitstechniken aber auch Themen wie Kopfrechnen und Schnellesen haben dort einen eigenen Bereich.

  21. #21 Sker
    11. September 2011

    @jitpleecheep:
    Dieses Phänomen lässt sich wohl auch verallgemeinern. Ich denke, die Tatsache, dass es immer leichter wurde und wird, das Gedächtnis auszulagern, erklärt warum die Mnemotechniken, die schon in der Antike begründet wurden (Rhetoriker verwendeten sie beispielsweise um sich lange Reden merken zu können) solange von der Bildfläche verschwanden und nun erst wieder Beachtung finden.

  22. #22 Kilian
    11. September 2011

    “Erich ist Biologie an der Universität […]”

    Da steckt doch noch ein kleiner Fehler drin 😉

  23. #23 Florian Freistetter
    11. September 2011

    @Kilian: Ach das passt schon. Erich IST die Biologie an der Uni Wien 😉

  24. #24 max
    11. September 2011

    Das ist jetzt aber nicht euer Ernst, oder? Ihr Wissenschaftler seid’s schon ein wenig komisch, gell? Geht’s doch wieder mal unter die Leute, ihr Nerds! 🙂

  25. #25 TheBug
    11. September 2011

    @Florian:

    Ok, ich hab wieder mal den Spitzfindigkeitslevel der Kommentatoren unterschätzt 😉

    Du solltest doch wissen, dass wir jede noch so kleine Korinthe treffen und das ohne hin zu sehen 🙂

  26. #26 TheBug
    11. September 2011

    @max: Das ist was Wissenschaftler und artverwandte Berufsgruppen machen wenn sie unter Leute gehen.

  27. #27 Stefan W.
    12. September 2011

    Das Auswendiglernen erscheint mir als alberner Fetischismus, als Pseudoreligion. Das würde ich nicht machen.

    Man hat ja immer ein unixartiges System in der Nähe, und kann da

    echo “scale=100;4*a(1)” | bc -l

    eingeben.

    Ich habe daher den echten Verein der wahren Freunde der Zahl Pi gegründet. Unsere Aufnahmezeremonie sieht so aus, dass man eine Mozartkugel isst.
    Bzw. das war die Aufnahmezeremonie bislang. Ab sofort muss man dem gr. Vorsitzenden eine begehbare Mozartkugel mit dem Radius von 1m übergeben.

    Das ist viel imposanter, als 100 Stellen einer Zahl zu sagen, und schmeckt auch besser. 🙂

  28. #28 Stefan W.
    12. September 2011

    Das Auswendiglernen erscheint mir als alberner Fetischismus, als Pseudoreligion. Das würde ich nicht machen.

    Man hat ja immer ein unixartiges System in der Nähe, und kann da

    echo “scale=100;4*a(1)” | bc -l

    eingeben.

    Ich habe daher den echten Verein der wahren Freunde der Zahl Pi gegründet. Unsere Aufnahmezeremonie sieht so aus, dass man eine Mozartkugel isst.
    Bzw. das war die Aufnahmezeremonie bislang. Ab sofort muss man dem gr. Vorsitzenden eine begehbare Mozartkugel mit dem Radius von 1m übergeben.

    Das ist viel imposanter, als 100 Stellen einer Zahl zu sagen, und schmeckt auch besser. 🙂

  29. #29 Ketzu
    12. September 2011

    Der Botschafter weiß das eventuell besser, allerdings:

    @Wurgl @Hindemit : Nur weil pi eine unendliche, nicht periodische Zahlenreihe ist heißt das nicht das jede Zahl in Pi vorkommen muss. Eine solche Zahlenreihe liese sich auch nur aus geraden Zahlen bauen. Unser wissen über die Zahl pi ist nicht ausreichend um solche Aussagen zu treffen, soweit ich noch informiert bin. (So war es ein Beispiel für eine nicht berechenbare Funktion ob eine Zahl X im Nachkommateil von Pi vorkommt)

  30. #30 Christian Berger
    12. September 2011

    Naja, er erzeugt aber keine Energie. Er nimmt nur die Energie die vorher schön säuberlich auf einem Teller war, und sondert sie in Form von Wärme überall unordentlich ab. Das ist nicht sonderlich sinnvoll. Somit kann ich nicht sehen warum es sinnvoll sein soll auf solch einem Rad zu strampeln, was bedeutet, dass das kein Makel der Darbietung ist.

  31. #31 Wurgl
    12. September 2011

    @Ketzu:

    Wenn die Ziffern der Zahl Pi nicht zufällig verteilt wären, dann würde ich deine Zweifel teilen. Es scheint aber so zu sein, dass die Ziffern zufällig verteilt wären.

  32. #32 Stefan W.
    12. September 2011

    Die Ziffern der Zahl Pi sind nicht zufällig verteilt, sondern deterministisch. Man kann jede Ziffer berechnen, und es kommt jedesmal das gleiche raus.

  33. #33 Wurgl
    12. September 2011

    http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/hintergrund/149333.html

    Nun ja. Ich werf das einfach mal hier rein. Meine sprachliche Begabung bezüglich der richtigen Termini reicht nicht aus um unwiderlegbar zu argumentieren.

  34. #34 Stefan W.
    12. September 2011

    Naja – das ist ja eine Erkenntnistheoretische Unmöglichkeit. Die Kreiszahl π bezeichnet das Verhältnis des Umfangs zum Durchmesser des Kreises. Da steht keine Ziffer irgendwo zufällig rum.

    Du kannst vielleicht alle Ziffern in hinreichend großen Intervallen nahezu gleichverteilt finden, und auch Serien von gleichen Ziffern oder Treppen (2,4,6,8,0; 8,6,4,2,0) so oft als ob – ja, als ob was? Als ob man aus einer Trommel die Zahlen zöge mit zurücklegen oder ohne zurücklegen? Oder reden wir von einer Normalverteilung?

    Wenn Du Kugeln aus einer Tonne ziehst, und es sind 3 schwarze und 7 weiße Kugeln in der Tonne, und Du legst die Kugeln jeweils zurück, so ist das Ergebnis genauso zufällig, wie wenn das Verhältnis 50:50 ist. Die Wahrscheinlichkeit für ein bestimmtes Ereignis ist anders, aber zufällig ist das Ergebnis nach wie vor.

    Dieser kurze Artikel von Axel Tillemans ist eine einzige Schlamperei.

  35. #35 Wurgl
    12. September 2011

    Also den Algorithmus findet man hier.
    http://crd.lbl.gov/~dhbailey/dhbpapers/bbp-alg.pdf

    Und zur Zufälligkeit dieser Algorithmen ist wohl hier etwas nachzulesen.
    http://crd.lbl.gov/~dhbailey/dhbpapers/bbp-formulas.pdf

  36. #36 MoSH
    12. September 2011

    Falls Ihr das “Tau-Manifest” von Michael Hartl noch nicht kennt.
    http://tauday.com/

  37. #37 Sker
    13. September 2011

    @MoSH:

    Bitte keinen Religionskrieg auslösen 😉

  38. #38 Stefan W.
    13. September 2011

    @Wurgl: Und was ist da nachzulesen? Englisches Zeuchs halt, Wissenschaft, Zahlen!

    Wir sind beeindruckt. Das Wort ‘probability’ taucht in beiden PDFs nicht einmal auf, ‘random’ nur in einem von beiden als Teil des Titels einer zitierten Arbeit, im Anhang des Textes.

    Was soll man also Deinen PDFs entnehmen? Dass Du die selbst nicht gelesen hast, aber auf gut Glück zum Beweis der Richtigkeit Deiner Thesen in den Raum geworfen hast?

    Arbeitest Du immer so? Statt auf Argumente einzugehen berufst Du Dich auf Autoritäten, und versuchst zu bluffen? Das ging wohl in die Hose!

  39. #39 Ketzu
    13. September 2011

    Sprachliche Genauigkeit ignorierend:
    Ja pi scheint zufällig zu sein. (Das genau zu formulieren ist mir echt zu anstrengend um halb 6 😀 ). Allerdings hat das manche Probleme:
    1) “Es scheint” ist als Argument nicht gut genug.
    2) Selbst ein Grenzwert der Wahrscheinlichkeit von 1, muss nicht bedeuten das es auf jeden Fall vorkommt.

    Ich habe mich außerdem falsch ausgedrückt oben. Die Funktion ist eventuell nicht berechenbar, denn falls Pi gewisse Eigenschaften erfüllt wäre der Algorithmus dafür trivialerweise der immer 1 zurück liefernde und der ist definitiv berechenbar 😀 Unser wissen über Pi reicht aber für diese Aussage nicht aus. (Die Frage ist auch auf jeden Fall Semi-Entscheidbar, aber das interessiert glaub ich echt keinen mehr 😀 )

  40. #40 2stein
    13. September 2011

    @florian

    ” das bedeutet, dass ich neue Mitglieder aufnehmen darf. “

    3,14159 26535 89793 23846 26433 83279 50288 41971 69399 37510 58209 74944 59230 78164 06286 20899 86280 34825 34211 70679

    So, und jetzt nimm mich auf ! (als onlinemitglied 🙂

  41. #41 Florian Freistetter
    13. September 2011

    @2stein: Ha, guter Versuch 😉

  42. #42 volki
    13. September 2011

    @Ketzu, Wurgl, usw.:

    Was ihr hier diskutiert ist die Normalität der Zahl Pi.

    Kurze Erklärung: Also die Normalität von Pi (zur Basis 10) heißt, dass jede Ziffernblock in der Dezimaldarstellung von Pi so oft vorkommt, wie man es von einer zufälligen Ziffernfolge erwarten würde.

    Wie man in Wiki liest, wird vermutet, dass Pi normal ist, und ich schätze, dass in den nächsten paar Jahrzehnten kein Beweis gefunden wird.

  43. #43 E. Berndt
    20. September 2011

    Jetzt weiß ich endlich, was ein Piser ist!

  44. #44 Wilhelm Leonhard Schuster
    15. Oktober 2011

    Ich sehe zwischen einem Piler und einem Rosenkranz keinen Unterschied.
    Dogma ist Dogma.

  45. #45 Florian Freistetter
    15. Oktober 2011

    @Schuster: “Ich sehe zwischen einem Piler und einem Rosenkranz keinen Unterschied. Dogma ist Dogma. “

    Tja, dann haben sie anscheinend sehr viel nicht verstanden. Nur weil jemand Information auswendig rezitieren kann, ist das deswegen noch lange keine Religion. Und wo im rezitieren von 100 Nachommastellen der Zahl Pi ein “Dogma” stecken soll, wissen wohl auch nur sie.

  46. #46 Bullet
    15. Oktober 2011

    höhö … da wäre ja das stupide Hochzählen der Zahlen 1 bis 100 (dezimal) wesentlich dogmatischer.

  47. #47 Bjoern
    15. Oktober 2011

    @Bullet: Genau, und dass Kinder das kleine Einmaleins auswendig lernen müssen – das ist schlimmste religiöse Indoktrination!!!!einself

  48. #48 Bullet
    15. Oktober 2011

    That’s the point.

  49. #49 Wilhelm Leonhard Schuster
    15. Oktober 2011

    Aber FF ich sprach von Dogma und nicht von Religion .Da haben Sie aber was mißverstanden.

  50. #50 Florian Freistetter
    15. Oktober 2011

    @Schuster: Whatever. Ihre Kommentare sind sowieso immer so gewollt kryptisch, da blickt niemand durch. Wenn sie mir was sagen wollen, tun sies ganz normal.

  51. #51 MartinB
    15. Oktober 2011

    @Florian
    Na ist doch klar: Dogma=unangreifbare (oder dafür gehaltene) Lehrmeinung.
    Du bist nämlich ein pi-Dogmatiker! Und da muss ich doch an Herrn Z. denken, der seinerzeit im Hamburger Geomatikum immer die Tellen mit pi=3.1428 verteilte…

  52. #52 Wilhelm Leonhard Schuster
    15. Oktober 2011

    FF ich bin nicht Derjenige, der Jemanden gern verletzt. Man kann jemanden auch mit der Zahl 3,1428 darauf aufmerksam machen über die richtige Zahl 3,1415 nochmal nachzudenken . @ MartinB ist mir zuvorgekommen.
    In Bayern sagt man jetzt in diesem Fall :nix firr uguot.

  53. #53 MartinB
    15. Oktober 2011

    @WLS
    Da hätte ich wohl einen Haufen Ironie- und Sarkasmus-zeichen dranmalen müssen…

  54. #54 Florian Freistetter
    15. Oktober 2011

    @WLS: Können sie es bitte in Zukunft unterlassen, Kommentare abzugeben, die 1) unverständlich sind und 2) nichts mit dem Thema zu tun haben? Danke.