Braune Zwerge sind eigentlich ziemlich groß und außerdem auch nicht braun. Sie sind seltsame Zwitter aus Sternen und Planeten und leiden darunter, dass sie nicht so prominent sind, wie die extrasolaren Planeten. Dabei sind sie mindestens so faszinierend. Was macht einen Stern zu einem Stern und einen Planet zu einem Planet? Braune Zwerge geben auf beide Fragen eine Antwort.

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Kommentare (11)

  1. #1 Fnord
    22. August 2014

    Eine weitere interessante Folge. Eine Frage hätte ich allerdings. Bei ~3:45 erwähnst du bei Deuterium negativ geladene Neutronen. Gibts die wirklich oder war das ein Versprecher? Oder hast du aus Versehen Geheimwissen ausgeplaudert, das SIE™ uns immer vorenthalten? :)

  2. #2 Florian Freistetter
    22. August 2014

    @Fnord: “negativ geladene Neutronen”

    Ne, die sollte es eigentlich nicht geben. Vermutlich hab ich neutrale Neutronen gemeint…

  3. #3 strahlenbiologe
    22. August 2014

    gibts auch nicht neutrale neutronen 😉 ?

  4. […] Matthew Kenworthy und Eric Mamajek, zwei der Entdecker von damals haben sich die Sache nun kürzlich noch einmal genauer angesehen (“Modeling giant extrasolar ring systems in eclipse and the case of J1407b: sculpting by exomoons?”) und dabei ein wenig mehr herausgefunden. Die Methode, mit der man mittlerweile die meisten Planeten findet, basiert auf winzigen Helligkeitsänderungen des Lichts von Sternen. Wenn von uns gesehen ein anderer Himmelskörper an einem Stern vorüberzieht, dann wird ein bisschen Licht blockiert und der Stern leuchtet kurzfristig schwächer. Passiert das in periodischen Abständen, dann kann man davon ausgehen, dass der Stern von diesem Objekt umkreist wird und hat einen Planeten gefunden. Beziehungsweise man hat einen Planeten gefunden, wenn man auch die Masse bestimmen kann und die unter dem Limit liegt, das für Planeten üblich ist. Ist das Objekt ungefähr 13 Mal schwerer als der Jupiter, dann kann es in seinem Inneren Deuterium fusionieren und ein bisschen eigene Energie erzeugen. Es ist dann zwar kein Stern – dazu müsste es etwa 75 Mal schwerer als Jupiter sein um Wasserstoff fusionieren zu können – aber auch kein Planet mehr, sondern ein Brauner Zwerg. […]

  5. […] Kernreaktionen mit Wasserstoff fusioniert und zum Bau neuer Elemente verbraucht. Nur in den braunen Zwergen, die nie schwer genug wurden um in ihrem Inneren echte Kernfusion durchführen zu können, hat das […]

  6. […] mal weniger Licht zu uns. Genau so könnte das verdunkelnde Objekt kein Planet sein, sondern ein brauner Zwerg (ein Mittelding zwischen Planet und Stern). Kurz gesagt: Um wirklich sicher sein zu können, dass […]

  7. […] Sonne keinen Brennstoff mehr hat. Der weiße Zwerg in J1433 war also früher mal ein echter Stern. Braune Zwerge dagegen haben es gar nicht bis zum Stern geschafft. Sie haben zu wenig Masse, um in ihrem Inneren […]

  8. #8 Sumgum
    31. Mai 2017

    Wenn ich das richtig verstanden habe, sollte bei einem Objekt mit mehr als der 13fachen Jupitermasse Kernfusion einsetzen und ein Stern entstehen. Alles darunter bleibt eben ein massereicher Planet oder wird maximal ein brauner Zwerg. Aber jetzt las ich einerseits vom Exoplaneten HD 100546 b, sowie andererseits vom roten Zwerg 2MASS J0523−1403. Das Problem in meinem Kopf: dieser Exoplanet soll mit 900.000 km Durchmesser größer als der rote Zwerg sein (125.000 km). Korreliert in diesem Fall Größe nicht mit Masse oder wie kann ich mir das erklären?

  9. #9 AmbiValent
    31. Mai 2017

    @Sumgum
    Wenn sich Sterne, braune Zwerge und sogar Gasriesen bilden, sind sie ganz am Anfang viel größer als später – sie haben viel Energie, die ursprünglich kinetische Energie der zusammenstürzenden Gaswolke war und durch immer weitere Zusammenstöße der Materie in Wärme umgewandelt wird. Dadurch ist das Objekt erstmal groß und heiß und schrumpft dann langsam – die Wärme wird abgestrahlt, und dadurch sinkt der Druck, und dadurch das Volumen.

    Bei einem Stern kommt dieses Schrumpfen dann zum Stillstand, wenn er durch Fusion so viel Energie produziert, wie er außen abstrahlt. In diesem Fall ist aber der Stern alt, also bereits geschrumpft, der Exoplanet (mit 20 Jupitermassen) aber noch sehr jung, hat also noch eine längere Schrumpfungsphase vor sich.

  10. #10 Alderamin
    31. Mai 2017

    @Sumgum

    Wenn ich das richtig verstanden habe, sollte bei einem Objekt mit mehr als der 13fachen Jupitermasse Kernfusion einsetzen und ein Stern entstehen. Alles darunter bleibt eben ein massereicher Planet oder wird maximal ein brauner Zwerg.

    13 Jupitermassen sind die Untergrenze für einen Braunen Zwerg, die bis zu 75 oder 80 Jupitermassen hinauf reichen, bevor es echte Sterne werden. D.h. alles unter 13 Jupitermassen sollte ein Planet sein, darüber fangen die Braunen Zwerge an (wobei es wohl auch auf dem Metallgehalt ankommt, bei welcher Masse genau Deuteriumfusion einsetzt).

    Korreliert in diesem Fall Größe nicht mit Masse oder wie kann ich mir das erklären?

    Die Erklärung von Ambivalent ist korrekt. Es ist im übrigen so, dass Braune Zwerge mit zunehmender Masse kleiner statt größer werden.

  11. #11 Sumgum
    31. Mai 2017

    Danke für die Aufklärung :)