daenikenDieser Artikel ist Teil einer Serie, in der ich das Buch “Was ich jahrzehntelang verschwiegen habe”* von Erich von Däniken bespreche. Die bisher erschienenen Teile der Serie sind hier zu finden. Eine ausführliche Erläuterung zum Sinn und der Vorgehensweise meiner Rezension ist hier nachzulesen.

————————————————
Nach den UFOs im ersten Kapitel und der “Wahrheit” über Jesus in Kapitel 2 gibt es auch im dritten Kapitel von Dänikens “Enthüllungsbuch” nichts wirklich Neues. In “Ägyptische Verbindungen” geht es wieder einmal um die Pyramiden.

Die sind ja seit dem 19. Jahrhundert eine Standardzutat jeder pseudowissenschaftlichen/esoterischen Hypothese. Die großen Dinger aus Ägypten stecken angeblich voller Geheimnisse, mysteriöser Codes, kosmischer Energie, unbekannten Schätzen und wurden selbstverständlich niemals nicht von Menschen errichtet, sondern von Außerirdischen…

Däniken beginnt seine Geschichte aber mit einer etwas seltsamen Anekdote. Er erzählt, wie er Anfang der 1950er Jahre zu Bekannten nach Ägypten reiste, dort von bösen Hunden angegriffen wurde und nur überlebt hatte, weil ihm eine geheimnisvolle Stimme in seinem Kopf erklärt hatte, wie eine bestimmte Tür zu öffnen sei. Dieses “Mysterium” beschäftigt ihn angeblich bis heute – recht viel mehr dazu ist aber im Buch nicht zu erfahren. Stattdessen werden die alten Geschichten über die Pyramiden aufgewärmt.

Däniken erzählt von seinem Besuch in der unvollendeten Sechemchet-Pyramide, die erst 1954 geöffnet wurde und als einziges noch unversehrtes ägyptisches Königsgrab galt. Im dortigen Sarkophag fand sich allerdings keine Mumie; er war leer.

Das Alien-Krankenhaus von Sechemchet (Bild: Pottery Fan, CC-BY-SA 3.0)

Das Alien-Krankenhaus von Sechemchet (Bild: Pottery Fan, CC-BY-SA 3.0)

Bei seiner Beschreibung der Geschichte erkennt man eine weitere in der pseudowissenschaftlichen Szene übliche Argumentationstaktik: Das Argumentum ad ignorantiam” bzw. das “Argument durch Nichtwissen”.

“Weshalb sollten Pharaonen Scheingräber angelegt haben?”

fragt sich Däniken und weil er sich nicht vorstellen kann, warum sie das getan haben, folgert er dass sie es deswegen auch nicht getan haben können. Stattdessen handelt es sich laut Däniken bei der Pyramide und dem leeren Sarkophag um eine Art “Schlafkammer” in der kranke/verletzte Alien-Astronauten auf die Ankunft ihres Mutterschiffs warteten.

Die gleiche Argumentation nutzt Däniken bei den Schächten in der Cheopspyramide die von seinem Freund dem Grafikdesigner Rudolf Gantenbring auf nicht unbedingt professionelle Art und Weise “erforscht” wurden. Gantenbrink und sein kleiner Roboter der durch die Schächte kroch spielen in Dänikens Buch eine große Rolle; die Arbeit der echten Archäologen und deren Roboter (zB der hier) tauchen dagegen nicht auf. Und natürlich müssen die Schächte laut Däniken irgendeinen mysteriösen Zweck gehabt haben. Denn immerhin wissen die Archäologen immer noch nicht exakt, wozu sie gut waren. Und aus Unwissen folgen bei Däniken immer Aliens…

Das “Argument durch Nichtwissen” ist nicht nur bei Däniken sehr beliebt. Es taucht auch auf, wenn es um Leute geht, die Einsteins Relativitätstheorie oder die Quantenmechanik widerlegen wollen (“Ich kann mir nicht vorstellen, wie das funktioniert, also muss es falsch sein!”) oder auch gerne bei religiösen Fundamentalisten die Probleme mit der Evolutionstheorie haben (“Die Biologie hat X noch nicht vollständig verstanden. Also muss Gott existieren!”).

Vielleicht haben ja wirklich Aliens an den Pyramiden herumgewerkt. Ausschließen kann man so was nie. Vor allem deswegen, weil niemand auch nur irgendeine Ahnung hat, ob es irgendwo Aliens gibt und was die so treiben, falls es sie geben sollte. Aber aus der Tatsache, dass man eine Erklärung nicht absolut ausschließen kann folgt nicht, dass sie 1) wahrscheinlich oder 2) gar richtig ist. Ganz besonders nicht bei einer Erklärung wie “Aliens” die eigentlich gar nichts erklärt. Denn mit dem Argument durch Nichtwissen kann man so gut wie alles als Werk von Aliens deklarieren. Mein Handy funktioniert nicht mehr? Die Straßenbahn kommt zu spät? Das Wetter ist mies? Klar, dafür gibts jede Menge normale Erklärungen. Aber niemand kann absolut ausschließen, dass Aliens mein Handy gestört, die Straßenbahn aufgehalten und das Wetter manipuliert haben!

Wenn man die Grenzen seiner eigenen Vorstellungskraft zu den absoluten Grenzen der Realität erhebt, dann kann das nie gut gehen. Echte Wissenschaft ist nicht statisch. Sie entwickelt sich ständig weiter. Und währenddessen stößt man eben immer wieder auf Dinge, die man (noch) nicht versteht. wenn man das nicht akzeptiert, wird man auf ewig im eigenen Kopf gefangen bleiben…

Kommentare (45)

  1. #1 JW
    5. Januar 2016

    Ein bekannter von mir, der bei den Indios Nordamerikas und deren Riten wohl ein paar spannende Dinge erlebt hat, fluchte immer über die Biologen. Die ließen sich davon nicht beeindrucken und haben “übernatürliches” immer nur als “wir können es noch nicht erklären” weggepackt. Dabei fand er Gewisterwelten viel spannender. Naturwissenschaftliche Ausbildung ist schon eine Crux.

  2. #2 Pascal
    5. Januar 2016

    In meiner Jugend fand ich ihn super und alles total faszinierend… Während des Studiums wich die Faszination recht schnell und wurde durch Unterhaltung ersetzt. Ich gehe jetzt noch gern auf seine Veranstaltungen, weil es recht spassig und er mit frisch gefärbten Haaren immer noch witzig anzuhören und -sehen ist.
    Dass er jetzt ins Kopp-Verschwörungstheorien-Horn bläst, ist tragisch.

  3. #3 Catweazle
    5. Januar 2016

    Das diese hightech Aliens nix besseres als diese armseligen Pyramiden als zustande brachten und die noch dazu als Wohnung/Krankenhaus genutzt haben sollen, ist sicher ein besonderer Scherz des E.v.D.

  4. #4 Artur57
    5. Januar 2016

    Mit anderen Worten: dieser Gantenbring ist mit Robotern in die Pyramiden eingedrungen und fand – nun ja – eigentlich nichts. Da wandte er sich an EvD und dessen Leser mussten für eine zumindest teilweise Refinanzierung der Roboter aufkommen. So in etwa.

    Nebenbei bekommen wir noch einen Kurs über sämtliche Manipulsationstechniken. Mal sehen, ob ich das verwenden kann, damit man mir endlich mal etwas glaubt.

    Überhaupt, es gibt heute doch diese Bodenradare, mit denen man den Untergrund untersuchen kann. Könnte man damit nicht die Hohlräume in der Pyramide ermitteln, ohne Roboter zu verwenden?

  5. #5 Dietmar
    5. Januar 2016

    weil ihm eine geheimnisvolle Stimme in seinem Kopf erklärt hatte, wie eine bestimmte Tür zu öffnen sei. Dieses “Mysterium” beschäftigt ihn angeblich bis heute

    Na gut, Stimmen in seinem Kopf erklärt dann doch etwas …

  6. #6 Alderamin
    5. Januar 2016

    @Florian

    “Weshalb sollten Pharaonen Scheingräber angelegt haben?”

    fragt sich Däniken und weil er sich nicht vorstellen kann, warum sie das getan haben, folgert er dass sie es deswegen auch nicht getan haben können.

    Eigentlich sollte allgemein bekannt sein, dass die meisten Gräber längst von Grabräubern geplündert wurden. Und ja, die klauten auch Mumien und verscherbelten sie. Es ist viel eher die große Ausnahme, mal ein erhaltenes, ungeplündertes Grab zu finden.

    Wie ich schon nebenan bemerkte: Die Knickpyramide ist auch nicht gerade ein Zeichen von hochentwickelter außerirdischer Baukunst…

  7. #7 Jonas Schimke
    5. Januar 2016

    Hoimar von Dietfurth hat bereits in den 70er Jahren die kruden Thesen Dänikens über den Pyramidenbau widerlegt (ab 22’2″):

    Querschnitt

    Däniken hatte u. a. behauptet, dass es unmöglich gewesen wäre, die Pyramiden ohne Hilfe seiner Aliens zu bauen, da man in der Bauzeit von 20 Jahren alle 2 Minuten einen Steinblock an Ort und Stelle hätte setzen müssen, um die Pyramide zu vollenden.

    Komisch, dauert nur wenige Sekunden um eindeutig zu beweisen, dass Dänikens Behauptung auf extrem tönernen Füßen (oder auf Deutsch gesagt, völliger Blödsinn ist).

  8. #8 Jens
    5. Januar 2016

    “Die Pyramiden” – zumindest ein Teil davon – sind auch ohne Alien-Vermutung schon spannend genug. Stichwort Geometrie/Mathematik/Astronomie.

  9. #9 Jens
    5. Januar 2016

    “Aber aus der Tatsache, dass man eine Erklärung nicht absolut ausschließen kann folgt nicht, dass sie 1) wahrscheinlich oder 2) gar richtig ist.”

    Da musste ich an August 2014 denken, als “man” behauptete, die Russen wären mit einer riesigen Armee mit hunderten von Panzern in die Ukraine eingefallen. Wer fragte, ob es denn Bilder davon gäbe, wurde sofort als Russentroll beschimpft, weil er nicht absolut ausschließen konnte, dass das vielleicht doch so sei (obwohl er ja keine “Beweislast” hatte, sondern einfach nur nachfragte). Da muss ich als Politikwissenschaftler dann kotzen …

  10. #10 vortex
    5. Januar 2016

    Da bekommt man wieder Lust den alten Stargate Film zu schauen, den Emmerich 1994 gedreht hat :)

    Bis vor wenigen Tagen hatte ich nicht mehr an Däniken gedacht und beim Lesen der bisherigen Artikel habe ich mich gefragt, warum er eigentlich nicht SciFi geschrieben hat. Belletristik scheint eher sein Steckenpferd zu sein.

    Dennoch bin ich dankbar für Dänikens Arbeit, denn mit etwa 8 Jahren habe ich zwei seiner Bücher gelesen und dadurch ist erst mein Interesse an Astronomie und alle damit verknüpften Bereiche aufgeflammt.

    Ich finde seine Ideen bzw seine Art zu denken faszinierend. Leider wiederholt sich der Großteil inhaltlich sehr oft, weswegen der Unterhaltungswert nach einer Weile deutlich abnimmt. Vermutlich darf man in diesem Metier nicht zu innovativ und kreativ werden, sonst endet man bei völlig verrückten Theorien die absolut niemand mehr ernst nehmen kann. Am Ende des Monats will man ja auch Rechnungen bezahlen.

    Persönlich würde ich gern wissen ob er tatsächlich zu 100% von seinen eigenen Ideen überzeugt ist – oder ob ihm bewusst ist, dass er moderne Märchen schreibt und es einfach nur sehr professionell durchzieht. Man darf sich auch fragen ob er unter Umständen nicht auch die Religionen und ihre Mythen auf die Schippe nimmt indem er demonstriert wie einfach es sein kann anhand von ein paar Beobachtungen und deren Interpretation eine ganz andere Geschichte zu erzählen. Allerdings hätte er lieber eine Alien-Bibel schreiben sollen. So richtig ernsthaft, ohne Spaghetti.

  11. #11 Keno
    5. Januar 2016

    Es ist schon amüsant, wie viele dieser Ideen der Präastronautik bei “Stargate” auftauchen. Nur, dass die Serie Spaß machen soll und (nach meiner Lesart) sich dann doch eher darüber lustig macht.
    Aber gerade diese Krankenhaus/Schlafkammer-Geschichte ist doch nichts weiter als der “Sarkophag”. Da scheut Däniken dann doch wohl diese Verknüpfung, um seiner Arbeit akademische Weihen zu verleihen.
    —-
    Meine Mutter hatte vor dreißig Jahren ein Buch von Däniken gelesen, was sie damals sehr verschreckt hat. Alles, was sie glaubt (nämlich die christliche Lehre), wurde in dem Buch mit Füßen getreten. Nur kann ich heute nicht nachvollziehen, wie sie das Gerede als Herausforderung für ihren Glauben sehen konnte. Aber das Hinterfragen ist ihre Sache nicht…
    Also nicht alle reagieren auf Pseudowissenschaft mit Faszination oder Skepsis, sondern auch mit Furcht. Schade drum, aber bevor ich ihr diese Furcht dekonstruiere, sollte ich andere Baustellen in Angriff nehmen.

  12. #12 Alisier
    5. Januar 2016

    Und auch hier wieder der Hinweis auf einen guten Comic:
    “Das Geheimnis der großen Pyramide” 2 Bde von Edgar P. Jacobs
    Ich hätte dann auch eine kleine These: dieser im französischsprachigen Raum sehr bekannte Comic und auch andere etwas esoteriklastige Bildergeschichten vom Stil “ligne claire” machten es Däniken recht schwer, gar unmöglich dort Fuß zu fassen.
    In Comicform ist es klar, dass es sich um ein modernes Märchen handelt, und man kann einfach den guten Aufbau der spannenden Story genießen, ohne sie auch nur im Geringszen für wahr halten zu müssen.
    Und ich denke, dass Däniken sich auch von diesen Geschichten inspirieren ließ. Blake und Mortimer ist nämlich besser und spannender als EvD, dessen Ergüsse auf mich immer wie ein billiger Abklatsch einiger wesentlich früher erschienenen gezeichneten Geschichten wirkte.
    Der kleine Erich hat wahrscheinlich diese Werke verschlungen, und ist dann aus der Phantasiewelt nicht mehr so ganz aufgetaucht.

  13. #13 Gazyrlezon
    5. Januar 2016

    Hmm … Aliens als Erbauer der Pyramiden, Sarkophage als Schlafplatz/Krankenversorgung …

    das klingt dann doch irgendwie, als hätte da jemand Stargate zu ernst genommen …

    Außerdem, was ich bei sowas noch nie verstanden habe: Wenn Außerirdische offenbar ohne Probleme von einem Stern zum nächsten hüpfen können, warum um alles in der Welt brauchen sie dann gigantische Steinkonstruktionen? Wer derartig hochgezüchtete Technologie besitzt, kann doch sicher etwas vergleichbares auch aus deutlich leichteren Materialien bauen (Graphen vielleicht. Aber auch Stahl wär vermutlich schon bedeutend besser. Es ist einfach wahnsinnig aufwändig, soviel Zeug zu bewegen)

    Dafür gibts nicht zufällig eine Erklärung in dem Buch? Wär sicher sehr interessant, wenn ja.

  14. #14 Alisier
    5. Januar 2016

    Mensch Gazyrlezon,
    sie wollten doch die primitiven Menschen hier auf Erden beeindrucken: das geht nicht mit Graphen.
    Außerdem ist es typisch, dass Götter erstaunlicherweise immer auf dem Wissensstand der zu den jeweiligen Zeiten lebenden Menschen sind. Ganz erstaunlich, in der Tat….

  15. #15 knorke
    5. Januar 2016

    @Gazyrlezon / Alisier: Das Argument bei Däniken war damals, als ich das noch las schlicht: Man wollte was haben, was die Zeit möglichst unversehrt überdauert. Und man vergesse nicht: Laut Pyramiden-Esoterik wurden die Dinger ja vor der Sintflut gebaut und haben diese nur überstanden, WEIL sie so klobig und solide im agyptischen Sand & Feld verankert sind. Ein pisseliger Wolkenkratzer wäre doch untergegangen. Und ausserdem: Die Aliens haben sich doch nicht selbst die Finger schmutzig gemacht.
    So oder so ähnlich. Fast ein bisschen schade, dass diese komplette Vor-Sintflut-Behauptung einwandfreier Spökes ist. Es wäre doch schon sehr geil, wenn es tatsächlich vor 12000 Jahren eine Hochkultur gegeben hätte, die technisch so hochstand, dass das Niveau erst in der Neuzeit wieder erreicht wurde.
    Naja, das Altertum ist auch ohne mythische Urkultur die von Aliens angeleitet wurde spannend genug.

  16. #16 Jonas Schimke
    5. Januar 2016

    Dänikens fundamentaler Fehler besteht darin, dass er ein sowieso schon unwahrscheinliches (bis unmögliches) Ereignis, nämlich den Besuch von Aliens, praktisch zum Normalfall erklärt.

    Denn folgt man seiner “Logik”, d. h., seinen stümperhaften Versuchen, fast alle historischen Ereignisse und Funde bis in die Neuzeit hinein, bei denen es noch offene Fragen zu geben scheint (wobei Däniken viele dieser “Fragen” einfach aus dem Blauen heraus erfindet, siehe Pyramidenbau) durch Einwirken seiner Aliens zu erklären, dann müssten die Aliens beinahe täglich die Erde besucht haben. Und damit sinkt die Wahrscheinlichkeit von Mal zu Mal noch weiter drastisch ab.

    Merkwürdig ist weiterhin der Umstand, dass es lediglich an den Haaren hereigezogene “Indizien”, nicht aber den kleinsten wirklichen Beleg in Form eines Artefaktes, das eindeutig außerirdischen Ursprungs ist, gibt.

    Und was von Dänikens “Indizien” zu halten ist, ist ja zur Genüge bekannt: sofern nicht absolut frei erfunden – wie z. B. sein “Astronaut” auf der Grabplatte von Palenque – hat z. B. die Archäologie eine völlig plausible Erklärung.

    Däniken ist ein Fantast von Anfang bis Ende und die einleuchtendste Erklärung für seine Ergüsse ist einfach der – ja durchaus gelungene – Versuch, mit seinen Thesen Geld zu machen. Non olet!

  17. #17 knorke
    5. Januar 2016

    P.S. Noch viel spannender als die Antike finde ich neuerdings die Zeit im Übergang von Spätantike zu Mittelalter in Europa. Es gibt sogar eine “Parallele”: Der Untergang einer Hochkultur (der römische-mediterrane Zivilistationsraum, nenne ich das mal Laienhaft), ein Schrumpfen von Wissen, Bildung, Kunst, Kultur und Baukunst.
    Eine Zeit, die in ihrer Dynamik und Spannung locker mithalten kann mit den Spekulationen um eine versunkene Urkultur die den Göttern nahegestanden haben soll. Und das beste: Das Frühmittelalter ist historisch belegbar. Wenn auch in Mitteleuropa die Schriftbelege knapper sind als in spätere Perioden. Aber das ist ein anderes Thema.

  18. #18 Jonas Schimke
    5. Januar 2016

    @knorke,

    “Laut Pyramiden-Esoterik wurden die Dinger ja vor der Sintflut gebaut.”

    Welche Sintflut? Etwa die, die es laut Überzeugung von rund 40 Prozent aller Amerikaner vor etwas mehr als 4000 Jahren gegeben haben soll und die ALLE damals bereits bestehenden Hochkulturen völlig unbeschadet überstanden haben?

  19. #19 Frank D
    5. Januar 2016

    @Pascal
    Das mit Däniken und Kopp hat nichts mit Verschwörung zu tun sonder damit, dass alle großen Publikumsverlage die Prä-Astronautik fallen gelassen haben wie eine heiße Kartoffel. Autoren bleibt nur noch das Ausweichen in Randgruppen-Verlage, und da ist Kopp noch der Auflagenstärkste.

  20. #20 Vortex
    5. Januar 2016

    Forschungsprojekt “Scan Pyramids”

    Geheime Kammern dazu gibt es auch hierzu was, als ein Nachfolger von EvD,…
    http://www.fischinger-blog.de/2015/11/13/scan-pyramids-und-das-raetsel-der-cheops-pyramide-erste-ergebnisse-der-pyramiden-forscher-sorgen-fuer-spekulationen-an-den-pyramiden-scheint-etwas-nicht-normal/

    Oder hier etwas weniger bunt … http://derstandard.at/2000025427003/Pyramiden-Durchleuchtung-stoesst-auf-thermische-Anomalien

    Hoffentlich kommt endlich mal was Spektakuläres zum Vorschein, also wieder mal abwarten bis die Kammer offen gelegt wurde.

    P.S.: Ach, da gefällt jemand wohl der Name “Vortex”, jedenfalls bei #10 hatte ich nicht gepostet, oder gibt es schon länger diesen Namen hier im Blog.

  21. #21 Gazyrlezon
    5. Januar 2016

    @knorke: Und ausserdem: Die Aliens haben sich doch nicht selbst die Finger schmutzig gemacht.

    Ich muss wohl zugeben, dass Herrn Däniken etwas unterschätzt habe. Hatte er nicht behauptet, dass es für damalige Menschen völlig unmöglich war, die Pyramiden selber zu bauen, weil man dafür zu schnell zu viele Steine bewegen hätte müssen (Post von Jonas Schimke)? Ich meine, die Aliens haben doch sicher aus Stargate gelernt und den Menschen keinen Zugang zu ihrer Technologie gegeben, das wäre ja eine Aufforderung zum Aufstand …

    Zum Thema Beeindrucken: Ich finds ja doch irgendwie interessant, dass ein (zugegebenermaßen extrem großer) Steinhaufen in einer Wüste irgendwie beeindruckender sein soll, als einer, der dann auch noch fliegt (Und die interstellar-fähigen Raumschiffe waren doch vermutlich auch nicht gerade klein, oder?).

    Na wie auch immer, ich glaub ich sollte Florian noch danken dass er sich das Buch antut und dann für uns die interessanteren Abschnitte kurz zusammenfasst. Ich glaube jedenfalls nicht, dass ich es aushalten würde, so etwas komplett zu lesen (es mag ja ganz unterhaltsam sein, aber wenn einem dann bewusst ist, das Leute das ernst meinen und auch ernst nehmen …).

    Respekt vor deinem Durchhaltevermögen!

  22. #22 Frank D
    5. Januar 2016

    @Gazyrlezen:
    Es KÖNNTE sein, dass das Einknicken von Däniken mit meine Schuld ist. Ende der 90er diskutierte ich auf seinem A.A.S.-Forum mit seiner rechten Hand, Uli Dopatka, übe dieses Thema. Damals kam noch das unsägliche Argument der “Zehntelmillimeter bearbeiteten Steine” die nur mit “Lasern oder Wasserschneidern” entstanden sein konnten. Mit Bildern bewies ich, dass das Kernmauerwerk der Pyramiden völlig unregelmäßig war und ich fragte, wie um alles in der Welt man denn so etwas mit Lasern, Hochdruckschneidern oder auch nur mit Gattersägen hinbekommen kann…
    Darauf wurde kräftig zurückgerudert, ja, dann werden die Steine wohl doch von Ägyptern gebrochen worden sein. Aber der Transport, und die mörtellose Bauweise…
    Darauf zeigte ich Bilder von antikem Mörtel, der überall aus den Fugen hervorquoll. Wieder zurückgerudert. Dann eben das Transportargument. Ich erklärte dann, was Parallelbetrieb ist, und wie wenig Leute nötig sind, und wie viele Antigrav-Lifter…
    Seitdem wurde da im Forum, und später auch in Vorträgen, immer nur gesagt, dass die Pyramiden NATÜRLICH von den Ägyptern gebaut wurden, aber die ganze Planung und Logistik sei von Aliens durchgeführt worden.
    Und später in einem IOnterview sagte er dann, er habe NIEEEEEEE behauptet, dass die Aliens selbst die Dinger gebaut hätten…

  23. #23 klauszwingenberger
    5. Januar 2016

    Wären die Pyramiden nicht hauptsächlich massiv, sondern freitragende Hohlkörper, käme ich auch schon mal ins Grübeln. Sind sie aber nicht. Das Bauprinzip einer Pyramide ist ein aufgeschütteter Steinhaufen. Ich frage mich auch, wie es möglich gewesen sein soll, abgesehen von irdischem Geröll alles ratzeputz wegzuräumen, was an außerirdischem Zivilisationsmüll wohl zwangsläufig angefallen sein müsste. Erich der Auspacker sollte nicht weiter in Steinhaufen herumschnüffeln, sondern nach den Deponien mit exotischem Restmüll suchen – einem Stückchen supraleitendem Draht zum Beispiel, einer Gehaltsabrechnung für Untertassenkapitäne etc pp.

    Aber Kopp kann man halt alles andrehen.

  24. #24 Einsamer Schütze
    5. Januar 2016

    @Florian

    “Die gleiche Argumentation nutzt Däniken bei den Schächten in der Cheopspyramide die von seinem Freund dem Grafikdesigner Rudolf Gantenbring auf nicht unbedingt professionelle Art und Weise “erforscht” wurden. Gantenbrink und sein kleiner Roboter der durch die Schächte kroch spielen in Dänikens Buch eine große Rolle; die Arbeit der echten Archäologen und deren Roboter (zB der hier) tauchen dagegen nicht auf.”

    Die eigentliche Arbeit von Gantenbrink war schon seriös. Er war mit seiner Idee eines kleinen Roboters an das Deutsche Archäologische Institut herangetreten unter dessen Federführung dann einige Arbeiten unternommen wurden. Zunächst untersuchte der die Schächte der Königskammer, die gereinigt und mit einem besserem Lüftungssystem versehen werden sollten. Erst danach fand seine berühmte Untersuchung der Schächte der Königinnenkammer statt. Ins Abseits manövrierte Gantenbrink sich dann selbst, als er die Forschungsergebnisse als erster publik machte, obwohl das der ägyptischen Antikenbehörde zustand. Und statt zuzugeben, dass er da wohl ein wenig übereifrig gewesen war, konterte er dann mit eher halbgaren Behauptungen und offenbarte sich dann noch als guter Freund von Graham Hancock, der Däniken geistig recht nahesteht.

  25. #25 knorke
    5. Januar 2016

    @#18 Jonas Schimke
    Nein, die Sintfult vor 12000 Jahren die vermutlich die Entstehung des schwarzen Meeres produziert hat, und die wohl tatsächlich historisch ist und von der man annimmt, dass sie eigentlicher Kern diverser Sintflutlegenden der Region – so auch der der Bibel sein könnte. Was aber am Restlichen Geschwurbel EvDs und Konsorten rund um die Pyramiden nix ändert :-)

  26. #26 Dietmar
    5. Januar 2016

    @Einsamer Schütze: off topic: Warum benutzt Du als Avatar das Bild eines Heckenschützen und Mörders?

  27. #27 Frank D
    5. Januar 2016

    @Schütze: Nee, schlimmer, Gantenbrink hat illegal Videomaterial entwendet und das an Hawass’ Erzfeind Robert Bauval verkauft, das er dann der Lügenpr – äh, der Sun verkauft hat, die das dann neben dem Busenmädchen auf Seite 3 veröffentlichte. Und als das rauskam und das ganze SCA vor Zorn tobte behauptete er noch, der Chef des Teams, Rainer Stadelmann, habe ihm das explizit erlaubt.
    Für mich endgültig ins Abseits hat er sich in der Pyramidennacht 2002, als er im Studio tönte, er habe kein Interesse an der ägyptischen Kultur, wisse aber, dass hinter den Türchen die Mutter von Cheops begraben sei…

  28. #28 knorke
    5. Januar 2016

    @FrankD
    “Und später in einem IOnterview sagte er dann, er habe NIEEEEEEE behauptet, dass die Aliens selbst die Dinger gebaut hätten…”

    …Was ihn allerdings faszinierenderweise nicht davon abhält, auch in seinen Bücher solche Dementis zu bringen nur um 5 Seiten später das dementierte klammheimlich zu unterstellen, vorauszusetzen, wenn nicht gar doch direkt zu behaupten.

    Als 15 jähriger, ja auch noch mit 18 habe ich die kruden Inkonsistenzen bei EvD noch nicht so recht durchschaut. Aber wenn ich heute so zurückdenke ist dieses Aneinanderreihen von widersprüchlichen Behauptungen (ohne dass man es immer direkt merkt) eines der Kernmerkmalein EvDs Büchern.

    Heute finde ich die Bücher nicht mal mehr gut geschrieben. Habe es vorletztes Weihnachten mal probiert, als ich eines der Bücher in der alten Heimat aus der Mottenkiste zog. Das Lesevergnügen ist mir völlig abhanden gekommen – nicht nur inhaltlich. Habe mich dann doch lieber mit Asterix-Comics begnügt. Die älteren von denen (ca. bis “großer Graben”) werden mit zunehmendem Alter meinerseits sogar besser bzw. sind aus anderen Gründen als früher weiterhin gut :-)

  29. #29 Jonas Schimke
    5. Januar 2016

    @knorke #25,

    das ist dann doch etwas weit hergeholt, zumal diese “Sintflut” gar keine war, sondern lediglich ein Anstieg des Meeresspiegels durch den Rückgang der Gletscher. Die Flut hat aber nachweislich nicht das Land betroffen, auf dem die Pyramiden später errichtet wurden.

    Ansonsten gehe ich mit Ihnen d’accor, was das Thema Schwarzes Meer und Sintflutlegende betrifft.

    Ich denke, der Begriff “Sintflut” ist eindeutig belegt und verweist auf das Märchen, dass der allwissende Gott Noahs wegen der Verworfenheit der von ihm geschaffenen Menschen bereute sie geschaffen zu haben (als wenn er es nicht vorher hätte wissen müssen) und deshalb beschloss, die gesamte Schöpfung auszurotten (als wenn Tiere und Pflanzen auch für dieses Gottes Fehlplanung verantwortlich gewesen wären).

    Dumm nur, dass der “rechtschaffene” Noah sich später als haltloser Trinker entpuppte, der sich bis zur Besinnungslosigkeit besoff und damit für die bibeltreuen Amerikaner einen Vorwand lieferte, die Sklaverei zu verteidigen. Alles nachzulesen in der Bibel (Fluch über Hams Sohn Kanaan).

    Auch heute noch gibt es erschreckend viele Amerikaner (> 40 Prozent), die diese unsägliche Geschichte wörtlich nehmen und tatsächlich glauben, Noahs Sintflut hätte so stattgefunden, wie sie in der Bibel beschrieben wird.

  30. #30 Einsamer Schütze
    5. Januar 2016

    @Dietmar
    weil mein Pseudonym auf ihn zurückgeht (wenn auch über den Umweg Akte X)

  31. #31 Jeuss
    5. Januar 2016

    Schlimmer als EvD finde ich dass sein “Ziehkind” Giorgio Tsoukalos schonungslos auf die Menscheit losgelassen wird.
    Alleine seine Serie Ancient Aliens oder auf den Spuren der Aliens ist dermassen sinnbefreit dass man nur noch den Kopf schütteln kann.

  32. #32 Basilios
    Yahari Ore no Seishun Love Come wa Machigatteiru. Zoku
    5. Januar 2016

    @Alisier
    Hätte ich mir ja denken können, daß “Blake & Mortimer” Dir nicht unbekannt sind. Das war richtig epische Unterhaltung. Und wenn ich so an “Kampf um die Welt” denke, dann auch ziemlich beängstigend dicht dran an einer durchaus möglichen Realität in all seinen damaligen Zukunftsvisionen.
    Ich habe ehrlich gesagt nie verstanden, warum sich im deutschen Sprachraum eher so Geschichten wie Asterix, Lucky Luke oder (passt hier eigentlich nicht rein) Clever & Smart und eben auch Geschichten von EvD so populär durch gesetzt haben. Da verstehe ich den Erfolg von Perry Rhodan schon eher, auch wenn mir nicht so ganz klar ist, warum das immer noch läuft. Aber gut, Dr. Who läuft ja auch noch. Womit die Vergleichbarkeit vielleicht schon aufhört.
    Interessant finde ich auch immer, ob sich prägende Geschichten aus der Kindheit/Jugend tatsächlich ins Erwachsenenalter hinüber retten können. Da sieht es dann bei einigen schon ziemlich mau aus. Däniken ist jedenfalls für mich nur noch unter Schmerzen nachlesbar.
    Dann schon lieber Tim & Struppi und der Flug zum Mond.
    ^_^

  33. #33 PDP10
    5. Januar 2016

    @Basilios:

    Däniken ist jedenfalls für mich nur noch unter Schmerzen nachlesbar.

    Für mich auch. Aber “in meiner Jugend” hat er mich trotzdem geprägt. Und man kann ja kaum von einem 10-Jährigem verlangen, dass er weiss, was ein ” Argumentum ad ignorantiam” ist.

    Wobei … ein wenig misstrauisch haben mich die vielen logischen Löcher dann, glaube ich, doch gemacht :-)

    [..] ob sich prägende Geschichten aus der Kindheit/Jugend tatsächlich ins Erwachsenenalter hinüber retten können.

    Selbstverständlich. Da du schon Asterix erwähnt hast: mir fällt immer sofort, wenn ich die Überschrift dieser Serie hier lese, jene Szene aus “Asterix bei den Briten” ein:

    “PACKST DU JETZT AUS?”
    “Ich pack ja aus! Ich pack ja aus!”

    Und bevor du jetzt die Nase rümpfst … was bitte gibt es an Asterix und Lucky Luke auszusetzen? Selbstverständlich hab ich über die die anderen Frankobelgier, von Franquin über Herge bis Moebius kennen gelernt. (Zack! war schon gar kein sooo schlechtes Comic-Magazin. Die ersten Blueberry Comics hab ich da zB gelesen)

    Und bin von denen und Carl Barks, Stan Lee und Co. immer noch so geprägt, dass ich bis heute mit Mangas nichts anfangen kann.

    Dä! 😉

  34. #34 Dietmar
    5. Januar 2016

    Für Asterix habe ich eine Erklärung: Humor, Sprachwitz und lustige Zeichnungen (in den Comics bis “Großer Graben”; die Filme sind unsäglich). Aber das ist wohl Geschmacksfrage.

  35. #35 Frank D
    5. Januar 2016

    Wo ist eigentlich mein Kommentar zu Gantenbrink hin? Gelöscht? Wieso?

  36. #36 Alisier
    5. Januar 2016

    @ Basilios
    Als belgisch-französisch Sozialisierter kommt man halt an guten Comics nicht vorbei…
    Noch ne provokative, steileThese: wer die richtig guten Zeichner mit ihren richtig guten Geschichten kennengelernt hat, braucht Perry Rhodan nicht(und Däniken schon gar nicht). Sondern genießt die guten, gezeichneten Sachen( Gotlib, Franquin, ihre Enkel…), und wenn er mal was anderes braucht, findet er das bei richtigen Schriftstellern.
    Der Übergang ist oft gar nicht da, sondern Hochliteratur und große Comics ergänzen sich seit früher Jugend perfekt. Merkwürdige Hybride ( zu denen ich Perry Rhodan und Däniken zähle ), die im Flachen bleiben, werden auf diese Weise völlig überflüssig.
    Ein Hoch auf alles Gute und Schande über das Unechte, Verschwurbelte, Pseudobedeutungsvolle.
    “Kampf um die Welt” musste ich erstmal nachgucken: Den martialischen deutschen Titel verband ich nicht mit dem Originaltitel (“Le secret de l’espadon”), aber ja, toller Band, und die Nachkriegsängste gut spiegelnd.
    Ich denke, gute Literatur ist einfach gute Literatur, ob wissenschaftlich, im Comicbereich, woauchimmer. Und wird bleiben, und auch immer neue Liebhaber finden.

  37. #37 knorke
    5. Januar 2016

    @Jonas Schimke #28
    Was weiß ich welche Logik EvD und andere da reininterpretieren. Ich hab mir den Schmus ja nicht ausgedacht. Aber so ungefähr ist halt die Argumentation, wenn es um die Pyramiden geht. Vor allem die drei Großen.

    @Dietmar: Offtopic aber zu Asterix: Das liegt mMn daran, dass man als Kind die vordergründige Geschichte und den Sprachwitz gut findet, während einem etwas hinterründigere Anspielungen (die Seitenhiebe aufs Zeitgeschehen, die Karrikatur von Personen, die Herkunft bestimmter Zitate vs. deren Verendung in den Comics) einem erst mit etwas mehr Erfahrung und Wissen so richtig klar wird. Kurzum begann ich im Erwachsenenalter, Teile der Asterixhefte nocheinmal neu zu verstehen, ganz abseits von der Haupthandlung, die ich teils eh auswendig kann.
    Bei den EvD Büchern fällt mir hingegen eher die brachiale und direkte Wortwahl und Art der Inhaltsvermittlung auf. Er schreibt vom Stil ein bissel so, als würde er einem seine Botschaft mit dem Holzhammer einbläuen wollen – in seinen Büchern ist nichts subtil oder geschickt arrangiert, sondern vordergründig, geschäftsmäßig, belehrend. Zudem sind die Bücher über weite Strecken von der Tonalität her launisch, brüsk, sarkastisch und besserwisserisch, und scheinheilig – was in der Dosis dann eben auch keine gute Unterhaltung mehr ist. Er schreibt ein bissel so, wie Marcel Reif im Fussball über die hinten liegende bzw. auch die vorne liegende Mannschaft redet. Es macht einfach keinen Spaß es aufmerksam zu verfolgen (weder der Eine, noch der Andere).

    Abgesehen von einer faszinierenden Idee an der leider nichts dran ist ist von meiner Begeisterung für PS und EvD Literatur jedenfalls nichts geblieben, was es in meinen Augen zu bereichernder oder zumindest zu guter unterhaltender Literatur macht. Und damit ist es auch als kleines Gutenachtmärchen für große Kindsköpfe wie mich nicht ansprechend.

  38. #38 Dietmar
    6. Januar 2016

    @knorke: Ich fand das als Kind schon witzig, Karikaturen von Schauspielern dort zu finden. Über Bernard Blier habe ich mich damals schlappgelacht, weil wir gerade eine de-Funes-Komödie mit ihm als Kommissar gesehen hatten. Oder auch über Laurel und Hardy.

  39. #39 Detlef
    6. Januar 2016

    Däniken ist out. Früher war er gut. Er ist aber schon längst überholt von der New Age Bewegung die hier bestimmt äußerst begehrt ist *g*

  40. […] von Däniken packt aus: “Ägyptische Verbindungen” und die geheimen Kammern der Pyramiden, Astrodicticum simplex am 5. Januar […]

  41. #41 Frank D
    6. Januar 2016

    @Knorke:
    Lehrbuchbeispiel der Inkonsistenz ist immer noch die Mumie in der Cheopspyramide. In Augen der Sphinx schreibt er zuerst (sinngemäß) “Der Sarg war leer – das kann nie ein Grab gewesen sein”, um 70 Seiten weiter zu schreiben (ebenfalls sinngemäß) “Im Jahr 820 fand al-Mamun dort eine prächtig verzierte Mumie, warum verschweigt die Wissenschaft das?” 😀 😀 😀

  42. #42 Benny
    Basel
    6. Januar 2016

    @ Jonas Schimke
    Die Querschnitte Sendung bestätigt die Zahl von alle 2 Minuten ein Stein. Das Argument lautet, dass man auf einer grossen Fläche problemlos bis zu 500 Blöcke gleichzeitig bearbeiten kann und deshalb viel mehr als 2 Minuten pro Stein zur Verfügung hat.

    Wenn man aber von nur wenigen Zufahrtswegen ausgeht, so muss dort alle x mal 2 Minuten ein Stein vorbeikommen. Genauso mit den Steinbrüchen. Bei 10 Steinbrüchen muss dort alle 20 Minuten ein Stein fertig werden. Dass mit primitiven Kupferwerkzeugen.

    Geht vermutlich auch ohne Aliens – aber wie ist mir ehrlich gesagt immer noch ein Rätsel.

  43. #43 Basilios
    Yahari Ore no Seishun Love Come wa Machigatteiru. Zoku
    6. Januar 2016

    Das hat jetzt dann immer weniger mit dem Däniken zu tun, aber…nur noch gaaanz kurz!

    @PDP10 (und wen’s sonst noch interessiert)
    Mir ging das mit Däniken schon genau so, wie auch von unzähligen hier schon angemerkt. Als junger Mensch fasziniert und dann immer mehr weg gebröselt.
    Abgesehen davon rümpfe ich bei Asterix nicht wirklich die Nase. Die früheren Bände kann ich mir auch heute noch antun. Ebenso bei Lucky Luke. Ich rümpfe die Nase über jene Mitmenschen, die immer noch meinen, daß Comics schon auch ganz nett oder (vor allem für Kinder) lesenswert wären, weil, es gibt ja Asterix. Und den mag man halt auch immer noch.
    Irgendwie.
    Ein typisches Phänomen aus dem deutschen Kulturraum, daß sich deren vermeintlich weiter gebildeter ComicHorizont “sogar” bis Asterix erstreckt.
    >.<

    Dabei gibt es doch noch so viel mehr.
    Ich bin da ganz Deiner Meinung: Zack war schon richtig gut. Wobei “TipTop” oder “Lupo Spezial” auch nicht ohne waren. Kennt die noch jemand da draußen? Außerdem gab es ja auch ein deutsches “Schwermetall”. Da konnte man dann bei Moebius nachlesen, was Jean Giraud (=Gir) nach Lt. Blueberry machen wollte. Ich glaube, viele wissen gar nicht, daß das derselbe Zeichner war.

    Carl Barks ist einer, den ich (auch dank Don Rosa) bis heute ankucken kann. Allerdings muss ich Stan Lee und die meisten Produkte der Verlage Marvel oder DC in der Kindheit belassen. Die kann ich mir nicht mehr antun. Dann lieber aus der neueren Ecke wie zum Beispiel Frank Miller oder Bill Sienkiewicz. Dann könnte ich hier noch über den amerikanischen Underground schreiben wollen. Da fällt mir Richard Corben ein, oder Vaughn Bode. Nicht zu vergessen auch so Briten wie Neil Gaiman, Alan Moore und Dave Gibbons und….und…und..
    Es gibt halt einfach so viel mehr zu Entdecken, als sich viele im deutschen KomikKulturRaum so vorstellen können möchten.
    Und wenn man dann erst einmal die Mangas entdeckt und ein klein wenig tiefer eintaucht, dann stellt man fest, daß die Vielfalt noch um mindestens zwei Größenordnungen zunimmt! Es gibt tatsächlich mehr als nur Dragonball oder Sailor Moon.

    If you can think of it, there is already a Manga drawn of it!

    Wobei ich mich inzwischen bei Animes besser auskenne *ahem*.

    Damit ich wieder ein bisschen mehr OnTopic komme, ein Beispiel für eine klassische SciFi-Geschichte im Jules Verne Stil, die ganz klein und harmlos anfängt in der dann am epischen Schluß natürlich “Ancient Aliens from Atlantis” an allem Schuld sind. Da sind so ziemlich alle Versatzstücke aus einem EvD Geschichtenbuch zu finden:
    Nadia: The Secret Of Blue Water
    Ist eher für ein jugendliches Publikum gemacht, aber wer damals Captain Future mochte, dem kann das auch heute noch gefallen. Falls noch jemand was dazu beitragen möchte, das noch schlechter zu EvD passt, möchte ich vorschlagen, daß wir im aktuellen Plauderthread weiter machen.

  44. #44 Jonas Schimke
    6. Januar 2016

    @Benny

    “Wenn man aber von nur wenigen Zufahrtswegen ausgeht, so muss dort alle x mal 2 Minuten ein Stein vorbeikommen. Genauso mit den Steinbrüchen. Bei 10 Steinbrüchen muss dort alle 20 Minuten ein Stein fertig werden. Dass mit primitiven Kupferwerkzeugen.”

    Auch im Steinbruch kann man gleichzeitig an mehreren Stellen arbeiten und irgendwie mussten die ca. 100.000 Leute ja auch beschäftgit werden.

    “Geht vermutlich auch ohne Aliens – aber wie ist mir ehrlich gesagt immer noch ein Rätsel.”

    Es geht definitiv ohne Aliens – wo sollten die auch herkommen? – und verbleibende Rätsel lassen sich durch Nachrechnen lösen:

    30 Blöcke pro Stunde x 10 h/Tag x 300 Tage/Jahr x 20 Jahre = 1,8 Millionen Steinblöcke.

    100.000 Arbeiter x 10 h/Tag x 300 Tage/Jahr x 20 Jahre = 6 Milliarden Arbeitsstunden.

    6 Milliarden h/ 1,8 Millionen Blöcke = 3333 Stunden Arbeitszeit um einen Block im Steinbruch zu bearbeiten, zu transportieren und an Ort und Stelle zu verbauen. Wo ist das Problem/Rätsel?

  45. #45 Dietmar
    6. Januar 2016

    Die Querschnitte Sendung bestätigt die Zahl von alle 2 Minuten ein Stein.

    Da hast Du wohl eine andere Sendung gesehen als ich …