1998 hat das renommierte Britische Medizin-Journal The Lancet einen Artikel veröffentlicht, der unter anderem von einem gewissen Dr. Andrew Wakefield verfasst wurde. Darin wird ein möglicher Zusammenhang zwischen Autismus und Imfpungen von Kleinkindern erstellt. Vor ein paar Tagen wurde Wakefield der Verletzung ethischer Standards für Schuldig befunden und vorgestern hat The Lancet nun den Artikel zurückgezogen.

Der wichtige Schritt des Rückzuges des Artikels mit dem Titel

Retraction–Ileal-lymphoid-nodular hyperplasia, non-specific colitis, and pervasive developmental disorder in children

wirkt auf den Seiten von The Lancet unspektakulär. Lange hat sich das Magazin geweigert dies zu tun und sah sich nun wohl durch das Urteil gegen Wakefield zu diesem Schritt bewogen.

Als der Artikel 1998 erschien hat er etwas ins Rollen gebracht, das sich inzwischen zu einer gigantischen Anti-Impfbewegung in den USA entwickelt hat. In Grossbritannien sank nach der Veröffentlichung und der darauf folgenden Kontroverse der Durchimpfungsgrad der Bevölkerung und selbst der damalige Premier Blair weigerte sich zu sagen ob seine Kinder geimpft seien oder nicht (Michael Specter vom New Yorker, dessen Buch Denialism dass ich gerade lese, hat die Sache auch aufgegriffen).

Unzählige Studien, hochkarätig besetzte Kommissionen und Millionen von Dollar später konnte weder ein solcher Zusammenhang gefunden noch Wakefields Resultate reproduziert werden. Da sich die Anti-Impfbewegung in den USA nicht per se anti-wissenschaftlich gibt (oft heisst es mehr Forschung sei nötig), könnte man nun hoffen, dass die Sache vom Tisch ist? Ich befürchte nicht und darum schreibe ich diesen Eintrag, nicht um eine weitere fruchtlose Diskussion um Impfungen lostzutreten. Diese Diskussion ist eigentlich vorüber.

Das Problem ist, dass es nicht um Wissenschaft geht. Es geht um Glauben. Das funktioniert folgendermassen: Hat man eine Studie in einem angesehen Journal, die die eigene Meinung bestätigt, wird sie allen um die Ohren geschlagen. Wird diese zurückgezogen oder dem Autor ethisches Fehlverhalten vorgeworfen, dann müssen diese Fakten den eigenen Überzeugungen angepasst werden nicht umgekehrt. Da die Studie korrekt sein muss, kann man daraus nur schliessen, dass jemand die Wahrheit vertuschen will. Es geht nicht um Wahrheitssuche. Was diese ist steht von Anfang an fest. Es geht nur darum alle Fakten so zu interpretieren, dass sie zu den von Anfang an festgelegten Schlussfolgerungen passen.

Die ersten Reaktionen bestätigen leider meine Befürchtungen. Das offiziell klingende National Vaccine Information Center, die Speerspitze der Anti-Impf-Bewegung in den USA und welches eher ein disinformation center ist, verbreitet schon die These, dass hier “ein mutiger und unabhängiger Forscher” mundtot gemacht werden soll.

Auch die Organisation Talk About Curing Autism (TACA), mehr bekannt als Promi-Magnet als für medizinische Fachkompetenz (man google nur Jenny McCarthy, ehemalige TACA Sprecherin und Frau des Schauspielers Jim Carrey) bastelt an der Verschwörung:

Unfortunately, it seems that it is far easier for the GMC to destroy Dr. Wakefield’s career than to thoroughly research the uncomfortable hypothesis he brought to light.

Nun liebe Impfgegnerinnen und Impfgegner, die dieser Post wohl leider aus den Tiefen des Internets in die Kommentarspalten dieses Blogs spülen wird, bevor ihr anfängt hier die alte Leier über die Gefährlichkeit von Impfungen zu klagen, möchte ich eine Frage beantwortet haben (und ich für meinen Teil werde auf nichts eingehen bevor ihr mir diese Frage nicht klar beantwortet):

Was muss geschehen, dass ihr davon überzeugt werdet, dass es mit ziemlicher Sicherheit keinen Zusammenhang zwischen Impfungen und Autismus gibt? Wieviele Studien braucht es noch, wieviele Millionen müssen noch gebunden werden und wieviele Menschen müssen das Risiko einer Masern, Mumps oder Röteln Erkrankung (die wohlgemerkt tödlich verlaufen kann) auf sich nehmen bis ihr davon überzeugt seid, dass es diesen Zusammenhang nicht gibt?

Negative können nicht bewiesen werden. Das ist der Strohhalm an den ihr euch klammert. Wann lässt ihr los?

Kommentare (80)

  1. #1 wolfgang
    Februar 4, 2010

    Du Ali, in der USA wurde aber die Autismus Debatte hauptsächlich wegen des vermeintlich Autismus verursachenden Thiomersal geführt- diese Konservierungsmittel ist aber in MMR-Impfstoffen nicht enthalten und kann auch nicht enthalten sein, das es die Vermehrungsfähigkeit der Impfviren im MMR Impfstoff sofort auf null reduzieren würde.

    Und Thiomersal ist seit 10 Jahren aus pädiatrischen Impfstoffen draussen (mit einer Ausnahme Mehrdosenbehältnisse mancher Pandemieimpfstoffe) trotzdem wird das Märchen in Impfgegnerkreisen immer noch kolportiert, dass in pädiatrischen Impfstoffen Thiomersal enthalten sei.
    Vor ein paar Monaten gab eine Homöopathin (Ärztin) sogar einen Vortrag, wie man Quecksilber von Impfstoffen (welches ja dort nicht drinnen ist) homöopathisch ausleiten könne.

    Nachdem uns das Thema Thiomersal immer noch begleitet wird uns das Thema Autismus MMR/Thiomersal auch noch die nächsten 10 Jahre begleiten.

    Ich hab mal mit der Impfgegnerin Petek-Dimmer öffentlich diskutiert, da hat sie behauptet Formaldehyd wäre so gefährlich. Ich hab ihr mitgeteilt dass sie pro Tag 50 Gramm produziert und metabolisiert. Daraufhin hat sie in ihrem nächsten dummen Buch geschrieben Formaldehyd (HCHO) im Körper sei sicher was anderes als synthetische Formaldehyd (HCHO). Auf molekularer Basis ist das natürlich schwerer Unsinn, auf atomarer Basis hat sie aber Recht. Vom Körper synthetisierter Formaldehyd hat noch den natürlichen radioaktiven C14 und H3 Gehalt, während die Radioaktivität in HCHO welches aus Erdöl hergestellt wird längst abgeklungen ist.

    Aber ist schon klar, dass dir die Impfgegner bes in der Schweiz ordentlich auf den Geist gehen – so viele vermeidbare Masernfälle gibts in keinem anderen west/mittel-europäischem Land.

  2. #2 Christian Weihs
    Februar 4, 2010

    Gut geschrieben! Ich kann mich hier nur anschließen. Diese ganze Geschichte wird rein durch Emotionen und Hysterie am Leben gehalten. In wissenschaftsmedizinischen Kreisen hatte die Wakefield-Studie meines Wissens nach ohnehin nie ernsthaften Wert, die Medien haben hier ganze Arbeit geleistet.

  3. #3 V
    Februar 4, 2010

    Wenn man an die unabhängige Wisenschaft resp. an den Peer Review Prozess glaubt wie der Papst an die jungfräuliche Empfängnis, ja dann kann man in der Tat zu den hier vorgetragenen Schlussfolgerungen kommen.

  4. #4 ali
    Februar 4, 2010

    @wolfgang

    Du Ali, in der USA wurde aber die Autismus Debatte hauptsächlich wegen des vermeintlich Autismus verursachenden Thiomersal geführt- diese Konservierungsmittel ist aber in MMR-Impfstoffen nicht enthalten und kann auch nicht enthalten sein, das es die Vermehrungsfähigkeit der Impfviren im MMR Impfstoff sofort auf null reduzieren würde.

    Stimmt. Sorry, mein Fehler. Ich habe es korrigiert. Ich dachte die Thiomersal Sache kam später dazu aber das wurde in den USA ja glaube ich schon ende 90er aus dem Verkehr gezogen. Alles etwas durcheinandergeraten. Danke für die Korrektur.

    Ja und über die Schweiz und Masern habe ich ja auch schon einmal geschrieben.

    @V

    Zuerst die Frage…

  5. #5 Karl Mistelberger
    Februar 4, 2010

    Was muss geschehen, dass ihr davon überzeugt werdet, dass es mit ziemlicher Sicherheit keinen Zusammenhang zwischen Impfungen und Autismus gibt?

    Diese Leute werden nicht aufhören, Schwachsinn ähnlicher Qualität zu produzieren. Da hilft es nur zu zeigen, wie haltlos ihre Behauptungen sind.

    Unverantwortlich und unehrenhaft

  6. #6 Christian Weihs
    Februar 4, 2010

    @Karl Mistelberger
    Ich denke auch, dass Diskussionen mit solchen Leuten nichts mehr bringen. Hier sollte man sich nicht mehr allzu sehr anstrengen. Ignorieren ist auch schlecht. Was bleibt übrig, als, wie du schon gesagt hast, diese Schwachsinnigkeiten bei jeder Gelegenheit öffentlich bekannt zu machen; ohne diejenigen, die den Mist von sich geben, jetzt bloß lächerlich zu machen. Das machen die ohnehin schon selbst.

  7. #7 Dagmar Landsberger
    Februar 4, 2010

    Wakefield war niemals ein Gegner von Impfungen.
    Er hält selbst ein Patent für einen Impfstoff. Das ist relativ selten bei Impfgegnern.

    Er war, zu seinem Pech, der einzige, der überhaupt bereit war die Kinder einer Gruppe von Eltern zu untersuchen welche Darmprobleme und Entwicklungsstörungen hatten.

    Von 8 dieser 12 Kinder hatten die Eltern einen zeitlichen Zusammenhang mit einer Impfung postuliert. Bei vieren nicht.

    Bei allen 12 Kindern wurden Auffälligkeiten im Darm gefunden. Natürlich wollten die Eltern diese Ergebnisse als Grundlage zu einer Klage machen. Sie gaben der Klinik, welche die Untersuchungen ausführte dafür Geld für weitere Untersuchungen. Dies ging über Wakefield, aber nicht an ihn. Dies Gelder wurden aber vor Gericht als ein anzugebender Interessenskonflikt gewertet.

    Natürlich kann eine Fallstudie mit 12 Kindern nichts “Beweisen”: Wakefields Forderung war: mehr Forschung in dieser Richtung.

    Wakefield wurde von allen Seiten unter Druck gesetzt diese Ergebnisse seiner, doch sehr kleinen, Fallstudie nicht zu veröffentlichen, weil das die Impfraten senken könnte.

    Dennoch hat er veröffentlicht und Eltern, die daraufhin Angst entwickelten zu Impfen, dazu geraten die MMR Impfung in drei Einzelimpfungen aufzuspalten. Zu diesem Zeitpunkt waren diese Einzel-Impfstoffe in GB zugelassen

    Er hatte den Verdacht, daß ein bestimmter Dreifach-Impfstoff in seltenen Fällen eine Darmentzündung auslösen könnte.

    Soweit so schwierig, aber erst die Entscheidung der britischen Regierung , die Einzelimpfstoffe (daraufhin!) in Großbritannien zu verbieten, machte den ängstlichen aber durchaus weiterhin impfwilligen Eltern dieses Ausweichen unmöglich.

    Geschäftemacher boten dann die (nunmehr) illegalen Einzelimpfungen an, darunter eine Klinik, die diese Impfstoffe nicht richtig lagerte, und den Kindern keinen Impfschutz boten. Hier zahlten die Eltern riesige Summen für verdorbene Einzelimpfstoffe. (Wakefields Schuld? Wohl kaum!)

    Damit war das Chaos perfekt.

    Natürlich gibt es auch Impfgegner, die sich die Studie Wakefields zunutze machten, aber Wakefield als Impfgegner hinzustellen ist schlicht unwahr.

    Wakefield hatt vor seiner Veröffentlichung versucht mit den Behörden einen Weg zu finden, wie man seinen Verdacht gegen den betreffenden Impfstoff möglichst schnell und umfassend untersuchen könne, und ist vollständig abgeblitzt. Viele Kollegen lehnten schon die Idee, daß Kinder mit Autismus irgendwie körperlich krank sein könnten, vollständig ab. Und waren daher nicht bereit, Wakefields Sorgen ernst zu nehmen.

    Bitte nicht vergessen, dies geschah zu Zeiten eines “Sir” Roy Meadows, und die Chance für Eltern ein Kind mit Autismus am Darm untersuchen lassen zu können war sehr viel kleiner als die Gefahr mit der Diagnose “Münchhausen by proxy” belegt zu werden.

    Wakefield ist nach meiner Meinung eines der Opfer. Und mit ihm 2 andere zuvor völlig unbescholtene namhafte Kollegen. Die anderen Opfer sind Eltern und Kinder die man vor die Wahl stellte mit Angst die MMR Impfung zu nehmen, oder sie ganz zu lassen.

    Daß vor dem GMC jetzt entschieden wurde, daß es nicht im Interesase der Kinder gewesen sei, daß Wakefield sie überhaupt untersucht hat, beziehungsweise hat untersuchen lassen(seine 2 Kollegen), widerspricht einem kürzlichen Aufruf von Pädiatern, daß Kinder mit Autismus bei Darmproblemen genauso zu behandeln seien, wie neurotypisch entwickelte Kinder.

    http://pediatrics.aappublications.org/cgi/content/full/125/Supplement_1/S1

    Als “Gegenbewegung” zu Wakefield gibt es in allem Ernst eine absolute “Zurückhaltung” gegenüber autistischen Kindern diese bei Verdauungsstörungen ernst zu nehmen.

    Leider wird die Entscheidung des GMC diese Zurückhaltung noch verstärken.

    Alles rundum unerfreulich.

    Aber wesentlich komplizierter hier “die Schuldigen” dingfest zu machen als es aufgrund der Medienberichte erscheint.

  8. #8 rincewind
    Februar 4, 2010

    D.Landsberger: “Natürlich gibt es auch Impfgegner, die sich die Studie Wakefields zunutze machten, aber Wakefield als Impfgegner hinzustellen ist schlicht unwahr.”

    Behauptet doch niemand. M.W. wollte er selber einen Masernimpfstoff vermarkten.

    “Wakefield ist nach meiner Meinung eines der Opfer.”

    Wakefield als Opfer darzustellen halte ich nun für etwas äh seltsam.

    http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Andrew_Wakefield

  9. #9 ali
    Februar 4, 2010

    Wakefield war niemals ein Gegner von Impfungen.(…) Natürlich gibt es auch Impfgegner, die sich die Studie Wakefields zunutze machten, aber Wakefield als Impfgegner hinzustellen ist schlicht unwahr.

    Ich glaube auch nicht, so etwas behauptet zu haben.

  10. #10 kristin
    Februar 4, 2010

    Ich verstehe sowieso nicht, warum Wakefield je in die Position kam, daß er irgendwas mit der Studie belegt hätte.

    In der Studie selbst steht doch:

    Measles virus and measles vaccination have both been implicated as risk factors for Crohn’s disease and vaccine-strain virus infection has been found in children
    with autoimmune hepatitis.

    We did not prove an association between measles, persistent measles
    mumps, and rubella vaccine and the syndrome [also: Ileal-lymphoid-nodular hyperplasia, non-specific colitis, and pervasive developmental disorder*] described.

    *Behavioural disorders included autism (nine), disintegrative psychosis (one), and possible postviral or vaccinal encephalitis (two).

  11. #11 JV
    Februar 4, 2010

    @ Wolfgang:

    “Ich hab mal mit der Impfgegnerin Petek-Dimmer öffentlich diskutiert, da hat sie behauptet Formaldehyd wäre so gefährlich. Ich hab ihr mitgeteilt dass sie pro Tag 50 Gramm produziert und metabolisiert.”

    Milligramm wohl eher. 😉

  12. #12 Kristin
    Februar 4, 2010

    FORMALDEHYD
    Formaldehyd ist jedoch auch ein normaler Bestandteil unseres C1-Stoffwechsels, pro Tag werden etwa 50g synthetisiert und metabolisiert und mit der Nahrung bis zu14mg aufgenommen.

    Normal blood levels of formaldehyde in humans and animals are approximately 2.5 ppm (2.5 mg/L). Formaldehyde is metabolized rapidly and has a half-life in blood of approximately 1.5 min. …Formaldehyde’s normal blood levels and short half-life, coupled with the assumption that the levels of water-soluble formaldehyde in the blood are in equilibrium with the body fluids pool, lead to a calculation that an adult human body normally produces and metabolizes (detoxifies or uses) over 50,000 mg of endogenous formaldehyde daily.

    Quelle: Sullivan, J.B., Krieger G.R. (eds). Clinical Environmental Health and Toxic Exposures. Second edition. Lippincott Williams and Wilkins, Philadelphia, Pennsylvania 1999., p. 1008

  13. #13 Dagmar Landsberger
    Februar 4, 2010

    @rincewind

    Wakefield war ein sehr angesehener Arzt vor der Fall-Studie. Sein Ruf war gut, er lebte mit seiner Familie zufrieden in seinem Heimatland GB.

    Hätte er nicht als einziger den 12 Elternpaaren zugehört und ihre Kinder untersucht, die sonst niemand untersuchen wollte, dann hätte sich das wohl auch nicht geändert.

    Es gibt mehrere genetische Hinweise in Studien in den letzten Jahren, daß best. Formen von Autismus mit Darmproblemen aus genetischen Ursachen zusammenhängen.

    Hätte Wakefield nicht als einziger solche Kinder unersucht, dann wäre wohl aufgefallen, daß Kinder mit Autismus und gastroenterologischen Problemen keine Seltenheit sind.

    ABER: Da nur diese Gruppe von Eltern, getrieben von der Vorstellung daß eine Impfung der Auslöser gewesen sei zu Wakefield kamen, mußte sich bei ihm die Überzeugung maniofestieren, daß hier etwas Neues und mit einer Impfung zusammenhängendes geschähe.

    Hätte man mehr Kinder mit Autismus und gastroenterologischen Problemen untersucht, dann hätte man auch viel mehr Kinder gefunden, die solche Befunde aufwiesen OHNE zeitlichen Zusammenhang zu einer Impfung.

    Wakefield hatte das Pech, der Erste zu sein, der so etwas überhaupt untersuchte. Und er hatte das Pech, daß nur diese Eltern, die eine Klage anstrebten alles auf sich nahmen jemanden zu finden, der diese Kinder untersuchte.

    Wakefield ist ein Opfer, weil ihm Maserntote vor die (seelische) Haustür gelegt werden.

    Er hat nicht von Impfungen generell abgeraten. Er hat lediglich andere Impstoffe vorgeschlagen, wenn man ihn fragte, ob man denn sorglos impfen könne.

    Er hatte sich schon vor der Veröffentlichung um eine Lösung zusammen mit den Behörden bemüht, und es wurden sämtliche Türen für Lösungen zugeschlagen.

    Daß “durch ihn” der Durchimpfungsgrad so sehr gesunken sei, ist also zumindest stark verkürzt.

    @ali

    Der Artikel erweckt den Eindruck. daß Wakefield verantwortlich sei für großangelegte Anti-Impfaktionen und fallende Impfraten.
    Das stimmt aber so nicht unbedingt.

  14. #14 S.S.T.
    Februar 4, 2010

    @ Jv, @ wolfgang

    Soweit mir in Erinnerung, wurden Ratten Formaldehydkonzentrationen ausgesetzt, die jenseits der menschl. Erträglichkeitgrenze lagen, und oh Wunder, sie entwickelten Nasenkrebs. Es gibt sicherlich neuere und besser Studien, aber Fakt bleibt eben, das Formaldehyd nicht nur im Bodensee sondern auch im eigenen Köper vorhanden ist. Aber ebenso wie sich synth. Ascorbinsäure von natürlichem Vitamin C unterscheidet, ist auch Bio-Formaldehyd etwas gaaaanz was anderes.

    Zu Thiomersal gibt auch die WHO (u.a.) Entwarnung:
    http://www.who.int/vaccine_safety/topics/thiomersal/statement_jul2006/en/index.html
    Gilt auch für Kleinkinder.
    Wenn überhaupt, sollte Hg aus Umweltschutzgründen nicht verwendet werden.

  15. #15 ali
    Februar 4, 2010

    @Dagmar Landsberger

    Ich habe den Post nochmals durchgelesen. Ich behaupte nirgends Wakefield sei ein Impfgegner und stelle ihn auch nicht in diese Ecke.

    Sein Artikel hingegen stand tatsächlich am Anfang von fallenden Impfraten in und der Impfkontroverse in Grossbritannien. Aber nicht einmal das benutze ich im Post um über die Person Wakefield zu urteilen. Da liest du etwas in meinen Eintrag hinein, dass da schlicht nicht steht (und auch nicht angedeutet wird).

  16. #16 Gluecypher
    Februar 4, 2010

    @D. Landsberger

    Nur komisch, dass Age of Autism und andere (z.B. HuffPo) Antivaxer Ihn wie einen Heiligen vor sich hertragen und er das nicht im mindesten relativiert. Und dass er jetzt in einer dubiosen Autismus-Klinik von einer Ihm selbst gegründeten (und vor allem durch Spenden finanzierten – 3 mal darf man raten, wo die Spenden herkommen…wink, wink) Organisation ca. 300.000$ pro Jahr verdient, und dabei irgenwelche unbewiesenen “Behandlungen” an autistischen Kindern durchführt, lässt zumindest meine Augenbrauen in Richtung Haaransatz wandern. Also nur mal so aus meiner Perspektive: wenn ich Wakefield wäre und wirklich nicht Antivax, dann würde ich mich von solch kranken Organisationen distanzieren und mit einer (in den USA meist nicht unerheblichen) strafbewehrten Unterlassungsklage kommen. Macht er aber nicht. Komisch?

  17. #17 Felix
    Februar 4, 2010
  18. #18 Ulrich
    Februar 4, 2010

    neulich gelesen:
    “Die Härte gegenüber Trollen muss die erste Regel in einem unzensierten Blog sein, da man ansonsten nur Irrenhausdebatten führt.” :-)

  19. #19 Ulrich Berger
    Februar 4, 2010

    Wakefield hat nur einen geringen Anteil an Schuld, den größten Anteil haben gewisse Medien zu verantworten. Ben Goldacres Analyse des Falls finde ich jedenfalls überzeugend: http://www.badscience.net/2008/08/the-medias-mmr-hoax/

  20. #20 ali
    Februar 4, 2010

    @Ulrich Berger

    Ben Goldacres Text gefällt mir gut und seine Analyse scheint mir einleuchtend. In einem Punkt würde ich ihm aber widersprechen (dies ändert aber nichts an der vermutlich korrekten Grundthese und seiner berechtigten Verteidigung von Wakefield): Die verschiedenen Anti-Impf-Bewegungen benutzen die Argumente ihrer Cousins und Cousinen im Ausland. Man konzentriert sich vielleicht auf ein Kernthema (Thiemorsal in den USA, MMR in GB, etc.) aber beim selektiven Wahrnehmen nimmt man auch gerne Begründungen aus dem Ausland auf solange es reinpasst.

    Dies ist dann in den etwas diffuser begründeten Ängsten in der breiteren Bevölkerung nicht mehr so deutlich zu erkennen (“da war doch was gefährliches in diesen Impfungen”). So ist zumindest der Eindruck wenn ich an die Impfkritik denke, die ich in meinem privaten Umfeld höre. Das hat man gut auch bei den Diskussionen bei Tobias sehen können als es um die H1N1 Impfung ging. Oder eben wie sich auch die US Anti-Impf-Organisationen meinen, den Fall Wakefield kommentieren zu müssen und dahinter eine Verschwörung orten.

  21. #21 Geoman
    Februar 4, 2010

    Diese allwissende Wissenschaft ist und noch viel mehr diese Wissenschaftsgläubigen sind unerträglich.

    Der Artikel hat die Erinnerungen an einen mir persönlich bekannten Fall wieder ins Bewusstsein gerufen. Zwei sich völlig normal entwickelnde Zwillinge wurden geimpft. Der eine entwickelte sich normal weiter, der andere veränderte sich spontan und wurde Autist.

    Als ich ihn später kennenlernte, beschäftigte er sich rund 12 Stunden am Tag mit dem Auf- und Abwickeln einer Kassette (vielleicht kennt der ein oder andere Ältere hier noch das Wort ‘Bandsalat’, was früher kein vegetarisches Gericht, sondern eine kleine Katastrophe war). Der Zusammenhang zwischen der Impfung und der Krankheit ist nach längeren Gerichtsstreitigkeiten von der Krankenkasse anerkannt worden.

    Was lernen wir daraus: Anwälte der ‘Wahrheit’ sind immer öfter die Gerichte und nicht die Wissenschaften oder ihre maßlos voreingenommenen und von Grundüberzeugungen verblendeten Gutachter.

    Ali Arbia wird sagen, wieder einmal so eine nichtssagende Anekdote. Doch das Leben besteht nicht nur aus wissenschaftlich erfassbaren Regelmäßikeiten, sondern maßgeblich auch aus Anekdoten, die offenbar wissenschaftlich (zumindest wenn damit das auf Scienceblogs vorherrschende Wissenschaftsverständnis gemeint ist) nicht fassbar sind.

  22. #22 Thomas R.
    Februar 5, 2010

    @Geoman

    Ich will dann mal eine eigene Anekdote erzählen.
    Ich kannste auch mal Zwillinge, zwei normal entwickelte Jungs.

    Und dann kam dieser Tag, als beide zum Spielen rauswollten.
    Und ich sagte noch “Jungs, zieht nicht eure grünen Jacken an, grüne Jacken bringen Unglück”.

    Einer tat es dann aber doch und wurde noch am selben Tag vom Auto überfahren.

    Will jetzt jemand bestreiten, dass ich Recht hatte und grüne Jacken wirklich Unglück bringen?

    Mal im Ernst:
    Was Sie mit “allwissende Wissenschaft” bezeichnen, ist die Tatsache, dass die wissenschaftliche Methodik ein hervorragendes Mittel ist, um Kausalitäten zu erkennen. Das bedeutet: Wenn ich mich frage, ob etwas der Grund für etwas anderes ist oder ob das Eintreten letzteren Ereignisses bloß Zufall war,
    dann kann ich das rausfinden, und zwar häufig mit einer zufriedenstellenden Sicherheit. Sie dagegen müssen weiter raten und sich auf Ihr Bauchgefühl verlassen und auf die Anekdoten, die irgendwer und sein Hund erzählt haben.

  23. #23 m
    Februar 5, 2010

    Da der Artikel nicht wegen inhaltlicher Fehler zurückgezogen wurde, besteht kein Grund, seine Einstellung zu Impfungen zu revidieren.

  24. #24 MoritzT
    Februar 5, 2010

    @ Geoman
    Nachdem Sie den Wissenschaftlern (und damit auch Schmocks wie mir) pauschal unehrliche Arbeitsweise unterstellen, unterstelle ich Ihnen hiermit auch Unehrlichkeit: Ich kann hier auch tausend unbelegbare Anekdoten reintippen, vielleicht lässt mich der Ali auch. Bzgl Impfungen kenn ich tatsächlich ein paar Reißer – inklusive einiger schwerhöriger, entwicklungsgestörter und sehbehinderter Kinder nach Röteln in der Schwangerschaft – die widersprechen Ihnen aber allesamt.

    Sie sind sich sicher, dass es sich (1) sicher um Autismus handelte, dass (2) wirklich nur EINER erkrankte und der andere völlig gesund blieb, dass (3) die psychische Störung wirklich erst NACH der Impfung manifest wurde und dass es sich – festhalten – (4) wirklich um eineiige Zwillinge handelte? Und sind Sie sich sicher, dass (5) die Krankenkasse den Prozess verloren hat und die Störung als Impfschaden verbuchen musste? Oder hat sie vielmehr einfach einem Vergleich zugestimmt? Gibts dazu irgendwelche Belege, dass sie das nicht einfach erfunden haben? Ein bisserl viele unklare Punkte in Ihrer Anekdote, finde ich.

    Wissenschaftler (zumindest die Guten und jene Schmocks, die gerne gut wären) arbeiten eben doch mit Kriterien und nicht aus dem hohlen Bauch heraus.

  25. #25 MoritzT
    Februar 5, 2010

    @ m
    wie viel wissen Sie denn über die Diskussion über den Artikel? Was ist Ihr Eindruck? Ihr Post ist so dermaßen vage, dass man ihn fast als Provokation verstehen muss – was ich hiermit auch tue.
    Als informierter Zeitgenosse ist es Ihnen sicherlich nicht entgangen, dass sich von den ursprünglich dreizehn Autoren der Studie bereits 2004 deren zehn von den Schlussfolgerungen der Studie distanziert hatten. Und als aufmerksamer Leser wissenschaftlicher Fachzeitschriften wissen Sie dann ja auch, dass The Lancet NICHT vom General Medical Counsil gesteuert wird. Das Verdikt des Counsil war der Auslöser dafür, den Artikel zurückzuziehen, nicht dessen Begründung.

  26. #26 ali
    Februar 5, 2010

    @Geomann, @m

    Da wäre noch etwas:

    Nun liebe Impfgegnerinnen und Impfgegner, die dieser Post wohl leider aus den Tiefen des Internets in die Kommentarspalten dieses Blogs spülen wird, bevor ihr anfängt hier die alte Leier über die Gefährlichkeit von Impfungen zu klagen, möchte ich eine Frage beantwortet haben (und ich für meinen Teil werde auf nichts eingehen bevor ihr mir diese Frage nicht klar beantwortet)

    Was daran versteht ihr nicht?

  27. #27 Dagmar Landsberger
    Februar 5, 2010

    @UlrichBerger

    Danke für den Link, diesen Artikel kannte ich noch nicht, finde ihn aber sehr gut und fair.

    @Ali

    Autismus ist eine Diagnose die eine ungeheure Bandbreite von Ätiologien unter einem großen Schirm zusammenfasst.

    Allein über 60 genetische Syndrome sind mit Autismus assoziiert, manche selten manche gegen 100%. Beim Down-Syndrom sind es je nach Studie zwischen 5 und 12 %, die zusätzlich “autismus haben”.

    Verschiedenste Einflüsse im Mutterleib scheinen Autismus beim Kind hervorrufen können, wiederum in verschiedenen Häufigkeiten. Darunter Medikamente, Alkohol, Infektionen evtl. mütterliche Antikörper bis hin zu Hormonverschiebungen in der Schwangeschaft.

    “Autismus wird durch Impfen verursacht = kein Impfen kein Autismus” ist also ohne großes Überlegen vollkommen abzulehnen.

    Aber daß es KEINEN Fall gäbe, in dem ein Kind durch eine Impfung so geschädigt wurde, daß es Autimus entwickelte ist genausowenig richtig.

    Nur, daß es mittlerweile so aussieht, daß diese Kinder von Geburt an krank sind und dann durch evtl. z.B durch eine Überlastung des Immunsystems (im absolut seltenen Einzelfall!!!) neben anderen Behinderungen auch Autismus entwickeln.
    Der Fall Poling hat mit seiner Anerkennung der Behauptung der Eltern, ihr Kind sei durch 9 Impfungen an einem Tag schwer geschädigt worden, großes Aufsehen erregt.
    Es litt an einer schweren mitochondrialen Störung.

    Da der Vater Neurologe ist, war dieser Fall im Verlauf natürlich besonders gründlich dokumentiert und kam daher vor Gericht durch.

    Es geht also gar nicht mehr um die Frage: macht Impfen gesunde Kinder zu Autisten?

    NEIN.

    Sondern es geht um die Frage: bei welchen Erkrankungen gibt es durch die Impfung zusätzliche Risiken auf Entwicklungsstörungen, und wie kann man so impfen, daß diese schwer kranken Kinder es vertragen?

    Noch einmal: Daß nie ein Kind durch eine Impfung Autismus entwickelt hätte ist genauso unwahr wie die Behauptung daß es ohne Impfen keinen Autismus gäbe.

    Also: sehr selten, bei bestimmten genetischen Bedingungen, unter ungünstigen Umständen ist dies wohl geschehen und auch bereits anerkannt worden.

    Daß Eltern autistischer Kinder dies gerne näher bestimmen wollen, und dafür Geld spenden ist wohl nicht unter unehrenhaft und unehrlich einzuordnen.

    Das Ziel ist der gesunde, verträglich geimpfte Autist.

    Das ist meines Erachtens ein sehr gutes Ziel.

    @Ulrich
    Waren Trolle unterwegs? Dann gibt es nur eins: harte ARGUMENTE. Wenn die nicht vorhanden sind: Schweigen?

    Was mich wirklich zutiefst verärgert, ist daß mit schöner Regelmäßigkeit in der Debatte um Wakefield und den damals entstandenen Spannungen zwischen Eltern, Wissenschaft und Regierung verschwiegen wird, wie damals die Entscheidung zustandegekommen ist, die Einzel-Impfstoffe zu verbieten. Ich habe noch nie irgendwo eine vernünftige Erklärung gelesen, WARUM.

    Diese Entscheidung war der Punkt, an dem sich viele Eltern in ihren Sorgen nicht mehr ernstgenommen fühlten.

    Und das ist dann auch schon der Punkt warum Wakefield bei Eltern autistischer Kinder so einen guten Ruf hat: Er hat ihnen zugehört, er war der erste, der bereit war die Kinder zu untersuchen, und er wußte, daß er seine Karriere aushauchen würde, als er das tat. Egal wie sehr er sich geirrt haben mag. Irrtümer sind Eltern autistischer Kinder gewöhnt. Man denke an Bruno Bettelheim und die Kühlschrankmutter, oder an “SIr” Roy meadows “münchhausen by proxy”, mit dieser “Diagnose” sind viele Eltern und damit auch Kinder schrecklich gequält worden.

    Im Falle Autismus gibt es außer Verhaltenstherapie keine gut belegten Therapien.

    Das ist schon dadurch logisch richtig, daß es DEN AUTISTEN nicht gibt. Die Behandlung hängt davon ab, welche Ätiologie hinter der Diagnose steht, und dies ist gerade im Falle von Autismus eine riesig lange Liste, und dies bedeutet, daß es den Spezialisten für dieses Syndrom, oder den Spezialisten für fetale Alkoholschäden, oder den Spezialisten für Down-Syndrom gibt, aber die Spezialisten haben selbst noch alle nicht gerade viel Erfahrung in der Behandlung von Autismus in allen diesen Gebieten.

    Jede Behandlung ist daher in einem gewissen Maße experimentell. Das gilt nicht nur für Wakefield.

    Bis vor einigen Jahren hatten Eltern autistischer Kinder große Probleme solche Gräulichkeiten wie “Festhaltetherpien” odr gar Psychotherapie der Mutter (zwangsweise!) abzuwehren: verordnet von Psychiatern.

    Also: nicht verteufeln, das Gebiet ist so unübersichtlich und kompliziert, daß es niemals auf alle Autismus Fragen eine gültige Antwort geben wird. Sich zu irren ist da sehr leicht, wir müssen alle dabei schauen, daß es nicht zu großen Polarisierungen kommt, die rundum schaden.

  28. #28 ali
    Februar 5, 2010

    @Dagmar Landsberger

    Nur, daß es mittlerweile so aussieht, daß diese Kinder von Geburt an krank sind und dann durch evtl. z.B durch eine Überlastung des Immunsystems (im absolut seltenen Einzelfall!!!) neben anderen Behinderungen auch Autismus entwickeln.
    Der Fall Poling hat mit seiner Anerkennung der Behauptung der Eltern, ihr Kind sei durch 9 Impfungen an einem Tag schwer geschädigt worden, großes Aufsehen erregt.
    Es litt an einer schweren mitochondrialen Störung.

    Mir ist der Fall bekannt. Wäre jedoch diese differenzierte Sichtweise das, was von der Anti-Impfbewegung vertreten wird, hätte ich wohl auch diesen Post nicht geschrieben (und es gäbe weder die TACA noch das NVIC und die Schweiz wäre nicht Europameister im Nicht-Impfen gegen Masern). Die breite Öffentlichkeit scheint ein gigantisches Problem mit Risiko-Nutzen Einschätzungen zu haben. Wenn man den “absolut seltenen Einzelfall” als Ausgangspunkt nimmt, helfen auch drei Ausrufezeichen im öffentlichen Diskurs wenig. Darum ist der Post so formuliert wie er es ist.

    So tragisch jeder einzelne Fall ist und so sehr ich die Verzweiflung der Eltern verstehen möchte, dies sind nicht Argumente um auf deren Basis Gesundheitspolitik zu betreiben. Das ist aber was diese wollen. Viele dieser Leute (auch wenn die Absichten vielleicht gut sind) gefährden die Gesundheit und das Leben anderer Menschen häufig auch Kindern. Sie sind in einem Glaubenssystem gefangen und biegen sich die Wissenschaft zum Thema zu recht. Damit nicht genug, sie wollen diese Sicht der Dinge zur Politik machen (eigentlich nichts ungewöhnliches für Glaubenssysteme). Ich finde das ist gefährlich und dagegen muss etwas angehalten werden.

  29. #29 Geoman
    Februar 5, 2010

    Erstens, ist mir rätselhaft, wieso ich hier als Impfgegner eingestuft werde. Ich wurde in
    meiner Kindheit x- Mal geimpft, habe alle gut vertragen und
    möchte, daher keine davon missen. Und zweitens, schließe ich mich dem abwägend differenzierenden Beitrag von Dagmar Landsberger voll an. Auch bezüglich der allgmeinen Diskussions- und Informationskultur ist sehr empfehlenswert!

  30. #30 ali
    Februar 5, 2010

    @Geoman

    Erstens, ist mir rätselhaft, wieso ich hier als Impfgegner eingestuft werde.

    Vielleicht weil Sie in einem Thread über Impfgegner ungefragt eine Annekdote über mögliche Risiken von Impfungen gepostet haben?

    Und zum Thema Diskussionskultur:

    Diese allwissende Wissenschaft ist und noch viel mehr diese Wissenschaftsgläubigen sind unerträglich.

    Wer seinen Kommentar so beginnt, sollte nicht über die Diskussionkultur klagen.

    Ich komme mehr und mehr zur Überzeugung, dass Sie ein Troll sind (und ich glaube ich habe fast noch nie jemanden direkt als solchen bezeichnet hier). Vielleicht ein Troll im Anzug, aber trotzdem ein Troll.

  31. #31 Helmut E.
    Februar 5, 2010

    Geoman´s Homepage entnehme ich, dass er ein Wissenschaftsgegner und Evolutionsleugner mit esoterischen Ansätzen ist. Eine Diskussion mit solchen Spinnern ist Zeitverschwendung. Da ist Hopfen und Malz bereits verloren…

  32. #32 wolfgang
    Februar 5, 2010

    Zu Thiomersal gibt auch die WHO (u.a.) Entwarnung:
    http://www.who.int/vaccine_safety/topics/thiomersal/statement_jul2006/en/index.html
    Gilt auch für Kleinkinder.
    Wenn überhaupt, sollte Hg aus Umweltschutzgründen nicht verwendet werden.

    Um 1988 gabs fast jährlich neue thiomersalhaltige Impfstoffe, so dass empfohlene Maximalwerte erreicht oder überschritten wurden. Dadurch hat man als vorbeugenden Konsumentenschutz die Entfernung von Thiomersal verlangt- welches ja technologisch bei Eindosenbehältnissen völlig überflüssig ist.
    Danach gabs neue Daten zu Thiomersal bzw Ethylquecksilberchlorid (dem Zerfallsprodukt), dass es schneller ausgeschieden wird, und die Toxizitätsfrage wurde ad Acta gelegt.
    Thiomersal soll aber trotzdem aus der Produktion von Biologika (Impfstoffen, Immunglobuline) raus, da es gut sensibilisiert.
    Jedes Impfprogram bei dem eine hohe Durchimpfungsrate erreicht werden soll, würde sich hier mit thiomersalhaltigen Impfstoffen selbst ins Knie schießen, weil ja im Beipack immer steht “Kontraindiziert bei Sensibilisierung gegen einen der Inhaltsstoffe” – man kann zwar auch thiomersalsensibilisierte im Regelfall problemlos impfen, nur hat ein Arzt möglicherweise recht bald ein erhebliches Rechtsproblem.
    Und dann gibts es ja im rechtlich verbindlichen Europäischen Arzneibuch den Satz

    “Vaccines are as far as possible free from ingredients known to cause toxic, allergic or other undesirable reactions in man”

    Ja und Thiomersal verursacht häufig Allergien, also muss es raus- zumindest dann wenn man das Europäische Arzneibuch ernst nimmt.

    Safety first.

  33. #33 wolfgang
    Februar 5, 2010

    Was bei der ganzen Diskussion über MMR-Impfung und Autismus ja überhaupt nicht beachtet wird ist, dass die MMR Impfung partiell auch vor Autismus schützt. Die Rötelnkomponente schützt vor Rötelnembryopathien- und wenn es dann zu einer Lebendgeburt kommt, haben die Geschädigten häufiger Autismus.

  34. #34 Dagda
    Februar 5, 2010

    @ D. Landsberger
    Warum sollten Impfungen Autismus auslösen und wie sollten Impfungen Autismus auslösen? Es ist sicherlich richtig das man nicht ausschließen kann das im einzelfall eine Impfung irgendetwas mit dem Autismus eines Kindes irgendetwas zu tun hat. Aber es gibt genug Studien die keinerlei Assoziation zwischen Impfung und Autismus zeigen und es gibt sogar eine Studie die einen schützenden Effekt zeigt.
    Die große Frage ist doch welche schlüsse zieht man daraus? der einzige Mögliche Schluss ist das mit größtmöglicher Sicherheit Impfungen und Autismus nichts miteinander zu tun haben und es dabei bis auf weiteres auch bleiben wird.

  35. #35 wolfgang
    Februar 5, 2010

    Warum sollten Impfungen Autismus auslösen und wie sollten Impfungen Autismus auslösen?

    es wundert eigentlich, dass Impfgegner das Konzept des “prävaccinalen Impfschadens” noch nicht entdeckt haben

  36. #36 Dagmar Landsberger
    Februar 5, 2010

    @Dagda

    Daß Impfungen nicht im großen Stil Autismus hervorrufen, können wir durch die Studien, die es gibt bereits ausschließen. Das können epidemiologische Studie leisten.

    Aber bedeutet das auch, daß wir ausschließen können, daß es Sub-Populationen gibt, die besonders anfällig sind? Wissen wir genau, wie groß diese Sub-Populationen sind?

    Ich fand dazu die Meinung einer sehr interessanten Frau, Frau Dr. Bernadette Healy, der ich nichts weiter hinzusetzen könnte.

    Wer ist Bernadette Healy?

    “Dr. Bernadine Healy is a physician, educator, and health administrator who was the first woman to head the National Institutes of Health (NIH) as its Director from 1991 to 1993.”

    http://www.usnews.com/health/blogs/heart-to-heart/2009/04/14/the-vaccines-autism-war-dtente-needed.html

    “…..Finally, are certain groups of people especially susceptible to side effects from vaccines, and can we identify them? Youngsters like Hannah Poling, for example, who has an underlying mitochondrial disorder and developed a sudden and dramatic case of regressive autism after receiving nine immunizations, later determined to be the precipitating factor. Other children may have a genetic predisposition to autism, a pre-existing neurological condition worsened by vaccines, or an immune system that is sent into overdrive by too many vaccines, and thus they might deserve special care. This approach challenges the notion that every child must be vaccinated for every pathogen on the government’s schedule with almost no exception, a policy that means some will be sacrificed so the vast majority benefit.

    These are all reasonable issues, and considering them with some flexibility would go a long way to resolving many of the frictions aired by Larry King. President Obama and other leaders have recognized that the vaccine-autism connection is not resolved, and research on autism is singled out as a priority in the president’s current budget. Some have lobbied to keep vaccines out of the government’s autism research agenda, because they see the case as closed and fear further study will threaten confidence in vaccines. Doing so would be just plain wrong.

    Less than a year ago, the National Institutes of Health put out a call for expanded research on vaccine safety that contains many of the very things that parents are asking for: examination of the way the immune system handles different vaccines, the impact of nonvaccine components (like mercury and aluminum), and better understanding of susceptibility to vaccine side effects. The government laid out the need for markers that might predict vulnerable groups and proposed research on the comparative effect of different vaccine schedules and combinations of vaccines. This work is long overdue; shockingly, so is a study comparing groups of vaccinated and unvaccinated children”

    Dies ist ein Auszug aus der Rede Healy´s, der Link führt zu der Geamten Rede.

    Haben die Eltern von kranken Kindern das Recht, daß Ihre sehr speziellen Belange berücksichtigt werden?

    Es ist sogar außerordentlich wünschenswert.

    Jede vermeidbare Nebenwirkung sollte auch vermieden werden. Das hilft dem Image von Impfungen!

    Also: ist die Debatte abgeschlossen? Nein.
    Aber, mit ein wenig Glück geht es wissenschaftlich zu bei der Klärung der Ängste und Befürchtungen der Eltern von kranken Kindern.

    Noch einmal: es geht hier um die Vermeidung von EINZELFÄLLEN. Und dazu sieht Frau Healy durchaus noch Bedarf für Forschung.

    @Ali
    War es wirklich notwendig hier jemanden als Troll zu bezeichnen, der nicht im mindesten gepöbelt hat?
    Oder ist das hier kein Blog sondern ein Kreuzzug? Dann nehme ich nämlich schleunigst reißaus.

    @Geoman

    Auch bei eineiigen Zwillingen kann es minimale spontane genetische Mutationen bei nur einem der Zwillinge geben, die sind bei Autisten sehr häufig, niemand weiß bislang, was sie bedeuten. Außerdem sind die Mutterleibsbedingungen für eineiige Zwillinge weniger identisch als man früher dachte. Bsp: nur einer der Zwillinge fängt eine Infektion, nur einer erleidet eine plazentare Mangelernährung….usw.

    Daher ist das Erlebnis daß Sie schildern weniger beweisend als es zunächst scheint.
    Aber ich kann mir vorstellen, was es in den Menschen rundherum für eine Bestürzung und Trauer auslöste.

    Wie wäre es statt mit Polarisation mit einem bissel mehr Respekt dafür, daß wir alle unterschiedliche Ausschnitte der Realität erleben? Und deshalb alle ein unterschiedliches Weltbild haben?

    Deshalb lohnt es sich nach meiner Erfahrung grade dann, wenn man am liebsten die Ohren zuhalten möchte, genau hinzuhören.
    Wir lernen erfahrungsgemäß von denen am wenigsten, die vollständig unserer Meinung sind.

  37. #37 wolfgang
    Februar 5, 2010

    Haben die Eltern von kranken Kindern das Recht, daß Ihre sehr speziellen Belange berücksichtigt werden?

    Es ist sogar außerordentlich wünschenswert.

    Jede vermeidbare Nebenwirkung sollte auch vermieden werden. Das hilft dem Image von Impfungen!

    Also: ist die Debatte abgeschlossen? Nein.
    Aber, mit ein wenig Glück geht es wissenschaftlich zu bei der Klärung der Ängste und Befürchtungen der Eltern von kranken Kindern.

    Noch einmal: es geht hier um die Vermeidung von EINZELFÄLLEN. Und dazu sieht Frau Healy durchaus noch Bedarf für Forschung.

    Natürlich haben Eltern kranker Kinder (und in erster Linie die Kinder) das Recht, dass auf ihre Bedürfnisse eingegangen wird.
    Aber nicht nur bei Autisten – bei allen kranken Kindern. Diese müssen impfmäßig besonders betreut werden, da sie größere Infektionsrisken haben.
    So sollten besonders Down Syndrom Kinder besonders gut duchrgeimpft sein, da sie infektionsanfälliger sind- und damit der Infektionsdruck sinkt sollte auch der rest der Familie durchgeimpft sein- man nennt das cocoon strategy.
    Und da gibt es oft das Problem, dass sich Ärzte oft nicht trauen diese Kinder zu impfen, weil sie mangels Ausbildung- befürchten es könnte ja was passieren.
    Auch da brauchts noch Forschung.

  38. #38 Helmut E.
    Februar 5, 2010

    Wie wäre es statt mit Polarisation mit einem bissel mehr Respekt dafür, daß wir alle unterschiedliche Ausschnitte der Realität erleben?

    Die Wissenschaft hat vor der Tatsache, dass jedes Individuum seine eigene Realität erlebt, den allerhöchsten Respekt. Die gesamte wissenschaftliche Methodik wurde danach gestaltet: um subjektive Empfindungen/Erlebnisse aus Beobachtungen heraus zu filtern (eben weil sie subjektiv und somit fehlerhaft sind) und zu objektiven Erkenntnissen zu kommen.

    Die Wissenschaft hält sich also bestimmt nicht die Ohren zu und gehört auch keinem “Weltbild” an. Sie bewertet neutral, es ist ihr sozusagen schnurzegal, welches Ergebnis am Ende rauskommt (Hauptsache es entspricht den Tatsachen).

    Das man von ideologischen Menschen, die Einzelanekdoten als Beweise liefern, sicher nicht behaupten…

  39. #39 ali
    Februar 5, 2010

    @Dagmar Landsberger

    Geoman hat hier eine Vorgeschichte. Er hat auch schon behauptet, dass medizinische Tatsachen per Mehrheitsentscheid entschieden werden sollte und er hat mir hier schon mehrmals Interessenskonkflikte unterstestellt (z.B. ich würde auf einen Job in der EU schielen oder ich würde über EU Gelder meine Dissertation finanzieren, beides ist faktisch falsch). Er hat eine Tendenz Dinge zu behaupten und sich dann im Nachhinein die Begründung zusammenzugoogeln. Es fehlt im ein grundlegendes Verständnis von der wissenschaftlichen Methode und trotzdem hat er das Gefühl er müsse alle darüber belehren. Schon mehr als einmal hat er etwas behauptet, das sich schlicht als falsch herausstellte. Nie hat er das Rückgrat gehabt, dies auch zuzugeben aber immer wieder kommt er mit seiner Besserwisserei an. Jedes mal wenn er einer falschen Behauptung überführt wird, wechselt er das Thema oder fängt wieder an meine persönliche Integrität anzuweifeln. Sein Kommentar hier passt sehr gut in eine lange Reihe von anderen substanzlosen Kommentaren von ihm.

    Ich habe noch kaum jemanden als Troll bezeichnet (und das können regelmässige Leserinnen und Leser dieses Blogs sicher bestätigen). Geoman ist einer der wenigen die diese Bezeichnung wirklich verdient hat. Ich bin nicht mehr bereit die Uhren bei jeder Diskussion wieder zurückzusetzen und Geoman mit der selben Geduld zu begegnen.

    Wenn es dich interessiert und du dir selber ein Bild machen möchtest kann ich gerne ein paar solche Threads verlinken.

  40. #40 Dagda
    Februar 5, 2010

    Ob man aus Einzelfällen irgendetwas schließen kann, hängt doch sehr davon ab.
    Das man Impfungen immer sicherer machen kann ist auch ein Allgemeinplatz. Die Frage die aber doch im Raum stand ist das viele Kinder betroffen sind und das ist offensichtlich nicht der Fall.
    Auch geht es um die Frage ob Impfungen sicher sind und auch hier muss man sagen ja sie sind es.
    Und die eigentliche Frage ist bei Impfungen doch wie sieht die Risikobewertung aus? Auch da ist Impfen immer besser als das jeweilige Krankheitsbild.
    Aber klar weiterforschen kann man immer.

  41. #41 Karl Mistelberger
    Februar 5, 2010

    Wakefield hat nur einen geringen Anteil an Schuld, den größten Anteil haben gewisse Medien zu verantworten.

    “In my not-so-humble opinion, the very kindest thing that can be said about Andrew Wakefield is that he is utterly incompetent as a scientist. After all, it’s been proven time and time again that his unethical and scientifically incompetent “study” that was published in The Lancet in 1999 claiming to find a correlation between vaccination with MMR and autistic regression in autistic children with bowel symptoms was at best dubious science and at worst fraudulent. For one thing, as investigative journalist Brian Deer found, Wakefield was in the pocket of trial lawyers, who were interested in suing vaccine manufacturers, to the tune of £435,643 in fees, plus £3,910 expenses beginning even before his infamous “study” started accruing patients.”

    aus: http://www.sciencebasedmedicine.org/?p=3660

    Weiter:

    “When will the madness end? I fear that it will only end when vaccine-preventable diseases return to the point where every parent fears them again. No, it’s more than that. Vaccine-preventable diseases are already returning. That’s why I fear it will only end when they return to the point where the fear of disease is more intense than the fear of the vaccine-autism bogeyman. In the meantime, while Third World countries clamor for life-saving vaccines and Bill Gates pledges $10 billion to bring vaccines to the world, here in the developed world we have men like Andrew Wakefield feeding an irrational fear of vaccines that threatens to reverse all the progress of the last few decades.”

    Man sollte Wakefields Schuld nicht kleinreden, nur weil es noch größere Lumpen gibt.

  42. #42 Dagmar Landsberger
    Februar 6, 2010

    @Dagda

    Nein, man kann nichr “immer” weiterforschen.

    Gottseidank, und manchmal auch leider, gibt es da Regularien.

    Ethik-Kommissionen, die entscheiden welche Forschung an wem in welcher Form erlaubt ist, die Zuteilung von Forschungsgeldern, weil mit wenig Geld ist manche Forschung gar nicht oder nur in so geringem Umfang möglich, daß sie ihren wissenschaftlichen Wert verliert.
    Und subtiler, aber nicht weniger wirkungsvoll: wie das Forschungsgebiet von anderen Wissenschaftlern (Vorgesetzten, Gremien etc.) beurteilt wird.

    Forschung kann Sprengstoff enthalten.

    “Hierzu die Meinung von Fr. Dr. Healy:

    “Some have lobbied to keep vaccines out of the government’s autism research agenda, because they see the case as closed and fear further study will threaten confidence in vaccines. Doing so would be just plain wrong.”

    Die Lobby GEGEN FORSCHUNG auf dem Gebiet Impfung und Entwicklungsstörungen, (ich nenne sie jetzt bewußt nicht Autismus, denn es kann sein, daß sie etwas ganz anderes sind, auch wenn sie oberflächlich wie Autismus wirken) ist stark gewesen. Aber die Auffassung, daß man nicht aus Angst vor der Angst die man durch wissenschaftliche Untersuchungen erzeugt in eine Richtung unterläßt zu forschen, die forschungswürdig ist, kann ich nachvollziehen.

    Das dürfte auch erklären, warum Eltern mit autistischen Kindern politisch aktiv werden: sie haben in allem Ernst eine Lobby gegen ihre Interessen.

    @Karl Mistelberger

    Im Darm neurotypisch entwickelter Kinder (soll heißen: ohne Autismus) hat man bei späteren Untersuchungen genausooft Masern-Viren gefunden, wie bei autistischen Kindern.

    Das ist richtig.

    Und das war durchaus das Problem, das Wakefield kannte: er hat eine Fallstudie gemacht, die hat keine Kontrollgruppe.

    Deshalb hatte er ja weitere Studien verlangt. Fallstudien sind die erste Stufe der Forschung. Danach kommen größere Fallzahlen und Kontrollbedingungen.

    Er hat seine Fallstudie niemals als etwas anderes als eine Fallstudie ausgegeben, aber die Medien machen da keinen Unterschied, und ich habe eine Menge Mediziner gesprochen die die Studie zitierten, ohne sie glesen zu haben, ja auch ohne nur zu wissen, daß es nur eine Fallstudie war.

    Dies waren allesamt Gegner, die davon ausgingen, daß man sie nicht lesen müsse, weil sie gefälscht sei. ( so funktioniert Polarisierung)

    Da Wakefield aber der erste war, der überhaupt regressiven Autismus körperlich untersuchte, unterlag er einer Suggestion der Situation.

    Schon vor der Veröffentlichung der Studie gab es eine große wissenschaftliche Gegenbewegung zu Wakefields Fallstudie, ( die ja nicht an einem Tag ablief, und schon vor der Veröffentlichung hohe Wellen schlug).

    Damals wurde Wakefield gesagt, daß eine Regression der Kinder nur möglich sei, wenn die Kinder eine Infektion des Hirns mit den betreffenden Viren hätten. Ohme eine Liquorpunktion wären seine Ergebnisse nicht aussagekräftig.

    Das hat Wakefield sich zu Herzen genommen, und für die Kinder eine Liquor-punktion empfohlen. Im Interesse der Kinder, denn so eine Infektion hätte therapeutische Konsequenzen.

    Und da kommt jetzt ein wichtiger Punkt: Es gibt im Ganzen auch noch einen Laborskandal, der nicht weiter erörtert wird.

    Wakefield hat sich ja nicht in seiner Küche hingestellt, um den Liquor oder die Darmbiopsien selbst zu untersuchen.

    Es kamen falsch-positive Ergebnisse. nicht von Wakefield, aber vom Labor. Und die haben Wakefield natürlich fehlgeleitet.

    Nicht nur, daß man ihm dies anlastet, sondern daß er überhaupt Liquorpunktionen anregte, wurde ihm dann zur Last gelegt.

    Das entsprang aber letztlich den Forderungen der Neurologen und Psychiater, die ohne einen Hirn-Befund keine Relevanz sahen.

    Und noch ein Punkt, den man Wakefield vorwirft, bringt die autistische Gemeinde ganz schön auf die Palme:

    Wakefield hat auf einer Geburtstagsfeier seines Sohnes bei seinen kleinen Gästen gegen eine Bestechungssumme von 5 Pfund Blut abgenommen um Blut von gesunden Kindern für eine Kontrollgruppe zu bekommen. Einwilligung der Eltern sowie der KInder lagen vor, und von denen hat sich auch keiner beklagt.

    (Dies kann nicht für die Fallstudie gewesen sein, sondern für eine spätere Untersuchung)

    Damit hätte er die Medizinische Ethik verstoßen.

    Wie gewinnen Forscher normalerweise Blut von gesunden Kindern für eine Kontrollgruppe?

    Entweder zweigen sie Blut ab, von Kindern die für andere Beschwerden ins Krankenhaus gekommen sind, oder sie nehmen das Blut von GESCHWISTERN der autistischen Kinder.

    Ich weiß nicht wieviel Studien schon daran gescheitert sind, daß das Blut von autistischen Kindern aus dem selben genetischen Umfeld stammt, wie da Blut des autistischen Kindes. Bei einer Untersuchung einer genetisch zumindest mitverursachten Störung ist die Gewinnung von Kontrollblut aus derselben Familie SCHWACHSINN. Es sei denn, man macht es ganz bewußt, um genetische Einflüsse zu untersuchen.

    Also: es gab keine Unzufriedenheit bei den Kindern, bei deren Eltern, und zudem machte das Vorgehen wissenschaftlich auch noch mehr Sinn.

    Was wirft man ihm denn dann vor?

    Nun, ganz einfach: daß er überhaupt auf diesem Gebiet geforscht hat. Hätte man mit ihm zusammengearbeitet, ware der Laborfehler aufgefallen, weil es unweigerlich mehrere Labors gegeben hätte, man hätte gemerkt, daß es sehr viele Kinder mit Autismus und Darmbeschwerden gibt, auch ohne MMR, und so weiter.

    Aber man war auf Krawall gebürstet.

    Deshalb finde ich Polarisierung so schädlich. wissenschaftliche Erkenntnisse können bei aller Bemühung um sauberes Arbeiten schnell der Suggestion einer unbewußten Selektion unterliegen, kleinen Ungenauigkeiten, und manchmal gibt es eine geradezu teuflische Verkettung von Fehlern.

    Hier waren viele ungewöhnlich suggestiv wirkende Faktoren zusammengekommen.

    Und noch einmal: Wakefield wollte auf keinen Fall, daß die Impfraten fielen, er hatte sich darauf verlassen, daß es als Ausweichmöglichkeit für ängstliche Eltern die Einzelimpfungen gab. Nur dann kam die Hirnrissige Entscheidung der britischen Regierung sie zu verbieten.

    Ja, der Mann ist ein Opfer. Genauso wie die Menschen, die Angst entwickelten impfen zu lassen und es dann entweder mit der Angst taten, oder es nicht taten.

    Forschung kann manchmal Sprengstoff enthalten. Und es ist manchmal unmöglich den Schuldigen zu finden.

    Die Klimmzüge des Gerichts Wakefields Schuld zu belegen kann ich jedem nur empfehlen selber anzusehen, dann versteht man eher, warum die Reaktion auf das Urteil nicht ganz einstimmig aussieht.

    Die Medienberichte darüber, daß nach dem Urteil die Aktienkurse für Pharmaunternehmen gestiegen seien, die Vaccine herstellen, hat da sicher auch nichts anderes als Öl ins Feuer gegossen.

  43. #43 sil
    Februar 6, 2010

    Die Medienberichte darüber, daß nach dem Urteil die Aktienkurse für Pharmaunternehmen gestiegen seien, die Vaccine herstellen, hat da sicher auch nichts anderes als Öl ins Feuer gegossen.

    Ja, ja, der selbstlose “Engel” Wakefield:

    Wakefield’s patents: Nine months before Andrew Wakefield and London’s Royal Free hospital medical school unleashed a global scare over the MMR vaccine, they filed, on June 5 1997, the first of a string of patent claims for theoretically vastly profitable products which could only succeed if MMR’s reputation was damaged. These included a purported safer measles vaccine – a potential competitor – and treatments for bowel disease and autism. All were based on claims that measles virus in MMR was at fault

    http://briandeer.com/wakefield-deer.htm

    Hauptsächlich waren die Kurse sicher erst einmal gefallen, nachdem er mit seiner hanebüchenen Story an die Öffentlichkeit gegangen war.

  44. #44 Karl Mistelberger
    Februar 6, 2010

    Ja, der Mann ist ein Opfer.

    Ben Goldacre sagt:

    It is madness to imagine that one single man can create a 10-year scare story. It is also dangerous to imply – even in passing – that academics should be policed not to speak their minds, no matter how poorly evidenced their claims. Individuals like Wakefield must be free to have bad ideas. The media created the MMR hoax, and they maintained it diligently for 10 years. Their failure to recognise that fact demonstrates that they have learned nothing, and until they do, journalists and editors will continue to perpetrate the very same crimes, repeatedly, with increasingly grave consequences.

    Da hat er recht. Andererseits hat sich Andrew Wakefield nicht nur eine eigene Meinung geleistet sondern Verwerfliches:

    Nailed: Dr Andrew Wakefield and the MMR vaccine fraud

    But, as journalists queued to report on parents’ fears, Brian Deer was assigned to investigate the crisis, and unearthed a scandal of astounding proportions. He discovered that, far from being based on any findings, the public alarm had no scientific basis whatsoever. Rather, Wakefield had been payrolled to create evidence against the shot, and, while planning extraordinary business schemes, meant to profit from the scare, he had changed and misreported data on the anonymous children, published in the prestigious journal.

  45. #45 Kristin
    Februar 6, 2010

    Kann mir nunmal jemand sagen, wo genau die evidence herkam? In der Studien hab ich das nicht gefunden. In der Studie steht doch, daß KEINE hinweise auf eine Verbindung gefunden wurden, also wo zum geier kommt das her, daß die studie der grund des übels ist?

  46. #46 Dagmar Landsberger
    Februar 6, 2010

    @sil
    Sie haben Brian Deer gelesen.

    Wakefield hat Patente inne. Das hat er zu keinem Zeitpunkt geheimgehalten, warum auch, das gilt unter Medizinern als Ehre.

    Daß diese Patente erzielt wurden 9 Monate bevor der Skandal losging, macht es unmöglich, daß Wakefield dies im Zusammenhang mit MMR getan hat. Sie wissen schon, wie lange die Vorbereitung zur Einreichung eines Patentes dauert?

    Wakefield hat schon bevor er von Eltern, die ihre Kinder von einer Impfung geschädigt glaubten, Kinder im Zusammenhang mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen und möglichen Impfproblemen untersucht. Ohne einen Zusammenhang zu Autismus oder Regressiven Entwicklungsstörungen.

    Das war der Grund, warum die Eltern sich an ihn wandten.

    Und genau so herum ist es geschehen: die Eltern wandten sich an Wakefield, und nicht umgekehrt.

    Wakefield war ein sehr angesehener Gastroenterologe, dem man eine große Zukunft voraussagte.

    Er hatte richtig was zu verlieren.
    Seine Pläne von ihm entwickelte Impfstoffe auf den Markt zu bringen sind auf keinen Fall erst entstanden NACHDEM die Eltern der autistischen Kinder ihn aufsuchten, sondern VORHER.

    Und glauben Sie im Ernst, Wakefield war so naiv, zu denken, daß noch irgendeine Firma mit ihm zusammenarbeitet, wenn er sich mit einer Fallstudie so ins Unrecht setzt?

    Nein, genau das was Brian Deer hier vorbringt, und was ich auch in meinem ersten Beitrag hier geschrieben hatte; nämlich daß Wakefield Patente innehatte, ist ein Argument dafür, daß er wußte, daß für ihn viel auf dem Spiel stand.

    Er war kein obskurer Kleinstadtarzt ohne wissenschaftlichen Hintergrund, oder Quacksalber.

    Er hat an das was er da zu sehen glaubte – nun- geglaubt.

    Brian Deer allerdings, nun er war der Ankläger der als EINZIGER den Fall Wakefield vor das GMC brachte, und dafür zunächst anonym blieb, obwohl das nicht rechtens ist.

    Kein Arzt, kein Wissenschaftler, kein Elternteil eines “Geschädigten Kindes”, sondern ein Journalist, der von einer Organisation unterhalten wird, die von Firmen gesponsert wird.

    Er war derjenige, der “Berichterstattung” über den Prozeß brachte, da er zunächst als Ankläger anonym geblieben war, scheinbar unabhängig, und er veröffentlichte zahllose Beiträge gegen Wakefield in denen er immer wildere Anklagen vorbrachte.

    Unter anderem hat er behauptet, daß Wakefield den Eltern eingeredet habe, daß
    die Erkrankung ihres Kindes mit der Impfung zusammenhinge.

    Da aber die Eltern verzweifelt nach jemandem gesucht haben, der gerade bekannt war, daß er Eltern glaubt, wenn sie von einer Darmerkrankung nach einer Impfung erzählen, ist das VERDAMMT unglaubwürdig.

    Gegen einige der Beiträge Brian Deers hat Wakefield Klage eingereicht.

    Und wenn Wakefield das Ganze veranstaltet haben soll, weil man ihn bezahlt habe,
    dann weiß ich nur von 45.ooo Dollar die über Wakefield direkt an die Klinik gingen. Jedenfalls zum Zeitpunkt der Fallstudie.

    Wenn er dieses Geld, daß er ja nicht mal persönlich für eigene Studien bekam, zu Anlaß genommen hat seine Karriere wegzuwerfen, dann war er allerdings nicht nur käuflich, sondern auch äußerst bescheiden in seinen Ansprüchen.

    Und eine Fälschung setzt dann voraus, daß er dann auch noch das Labor bestochen hat, ihm falsch positive Befunde beizubringen, sonst macht das ja keinen Sinn.

    Also, jetzt haben wir einen käuflichen Arzt im Sonderangebot, und was war das Labor. Offen für kleine Gefälligkeiten?

    Warum muß Wakefield unbedingt ein Fälscher, ein Betrüger sein?

    Ich sehe außer den Berichterstattungen von Brian Deer keine glaubwürdige Quelle, die mir das belegt.

    UND wenn jemand vom Range Wakefields hätte fälschen wollen, so richtig in die Vollen, dann wäre es eine Studie mit Kontrollpersonen und allem Pipa und Po.
    Eine Fallstudie bringt doch wissenschaftlich gar keinen Anspruch auf Gültigkeit!

    Nein, so wie dieser Mensch ins Unglück gerannt ist, war er ein gutgläubiger fehlgeleiteter Wissenschaftler.

    Warum ist das zu wenig?

    Ist es zu wenig, daß er irregeleitet war? Glaubt hier irgendjemand in allem Ernst, daß sich mehr Menschen impfen lassen, weil Wakefield als Betrüger gebrandmarkt wird?

    @Kristin

    Die Fallstudie konnte nicht als Beleg für eine Verbindung zwischen MMR und Erkrankungen der Kinder dienen, weil sie dafür wissenschaftlich nicht genug Gewicht hatte. Das kann eine Fallstudie einfach nicht leisten. Zumal mit einer so kleinen Fallzahl!

    Das war allen die an der Studie arbeiteten klar.

    Aber daß hier bei einigen Kindern ein zeitlicher Zusammenhang zwischen einer Impfung und einer Erkrankung von den Eltern postuliert wurde, und diese Fallstudie scheinbar einen Hinweis darauf gab, daß ein solcher Zusammenhang MÖGLICH ist, das war eigentlich nachdem wie es für Wakefield und seine Forschungskollegen aussah ais Aussage zu vertreten. Und Zwar in Hinsicht darauf, daß weitere Studien nötig seien, um genau eine solche Möglichkeit zu untersuchen.

    Der Rest ist Geschichte.

  47. #47 Karl Mistelberger
    Februar 6, 2010

    Gegen einige der Beiträge Brian Deers hat Wakefield Klage eingereicht.

    z.B.:

    Following the broadcast of Brian Deer’s Dispatches investigation, MMR – What they didn’t tell you, in November 2004, Dr Andrew Wakefield, the programme’s subject, issued a claim for libel. Although Wakefield’s lawyers immediately attempted to stay, or freeze, the action, he was ordered in the High Court to proceed with it. But, on 2 January 2007, he abandoned his claim, and agreed to pay the defendants’ costs. Below is how the parties explained to the court what the programme said about the anti-MMR campaigner.

    http://briandeer.com/wakefield/lawsuit-meanings.htm

  48. #48 Dagmar Landsberger
    Februar 6, 2010

    Wakefield hatte vor Gericht den Antrag gestellt, die Verhandlung zu vertagen, bis das GMC entschieden hätte. Es war ihm zu diesem Zeitpunkt nicht klar, wie lange der GMC verhandeln würde.

    Dies wurde Wakefield nicht gestattet, und da es ihm unmöglich war zwei solche Prozesse gleichzeitig zu führen, hat er den unwichtigeren aufgegeben, vor allem, weil er dieselben Punkte vor Gericht klarstellen wollte.

    Ich werde auf nichts mehr eingehen, was die aus der Quelle Brian Deer kommt.

    Hier das Statement von Wakefield im Lancet

    http://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736%2804%2915710-3/fulltext#

  49. #49 Karl Mistelberger
    Februar 7, 2010

    2009: The Worst of Years, thanks to Andrew Wakefield

    As 2009 dawned, the antivaccine movement seemed strong and getting stronger. Having successfully framed themselves as “pro-safe vaccine, not antivaccine” and popularized the cleverly Orwellian slogans “Green Our Vaccines” and “Too Many Too Soon,” they had stoked fear of vaccination on both sides of the Atlantic, to the point where vaccination rates had begun to fall below the level necessary for herd immunity, and outbreaks of vaccine-preventable diseases were becoming apparent. In the U.K., thanks to Andrew Wakefield and the antivaccine movement his work had spawned, over the last decade, MMR vaccination rates had fallen below 80% (and in some parts of London, below 60%), leading a disease once considered defeated to come roaring back to the point where last year U.K. health authorities had to admit that it is once again endemic. Meanwhile in the U.S., outbreaks of vaccine-preventable diseaseas were occurring among unvaccinated populations, such as in Minnesota, while measles was also making a comeback.

    … The other problem revealed in the 2004 documentary was that Andrew Wakefield had a massive conflict of interest. Teamed up with antivaccination crank extraordinaire Hugh Fudenberg, he had come up with a combination single agent vaccine/therapeutic (which he characterized as a “cure for autism“) agent based on the quack favorite “transfer factor.” Not only this, but he had filed patent applications for this concoction. In other words, Wakefield stood to profit handsomely if the MMR was discredited as being safe. Not long after these revelations, ten of the thirteen authors of the original 1998 Lancet report renounced its conclusions and asked to have their names removed from the paper.

    2009: Shaping up to be a really bad year for antivaccinationists

  50. #50 Dagmar Landsberger
    Februar 7, 2010

    Nur ein Arzt, der wissenschaftlichen Selbstmord begehen will, fängt eine Studie an, ohne die Erlaubnis der Ethik Kommission.

    Wakefield habe keine Ethik-Erlaubnis für die Studie gehabt, ist die Behauptung des Gerichts. (Zuerst von Brian Deer behauptet, der ja auch die Klage beim GMC eingereicht hat)

    Wakefield gibt in einigen seiner Statements sogar die Nummer der Erlaubnis an und hat sie im Anhang seiner verschiedenen Statements.

    Da es mir gestern keine Ruhe ließ, habe ich diesen Punkt genauer recherchiert.

    Wakefield hatte eine Erlaubnis der Ethik-Kommission Kinder mit einer “childhood disintegrative disorder ” zu untersuchen und in einer Fallstudie zu führen.

    Er habe aber Kinder mit Autismus in der Studie behandelt, und daher die Ethik-Kommission irregeführt, so die Behauptung des GMC.

    Ich habe ein kleines Experiment gemacht, ich habe drei Bekannte angerufen, und ihnen mit Empörung in der Stimme mitgeteilt, was ich da Über Wakefield “herausgefunden habe. “Stell dir vor, er hatte nur die Ethik-Kommissions-Erlaubnis Childh.disint.dis. zu untersuchen und hat dann Kinder mit Autismus untersucht!”

    1. Testperson, medizinisch interessierter Laie, ohne Nähe zu Autismus:

    – Reaktion: ” Dann war das ja Betrug! Wann ist denn das herausgekommen?”

    2. Testperson: Medizinerin ohne Nähe zu Autismus:

    -Reaktion: “Dann hätte er die Studie nicht machen dürfen!”

    3. Testperson: Mutter eines autistischen Kindes medizinische Laiin:

    – Reaktion: “Spinnst du, childhood disintegrative disorder haben doch früher alle Kinder als Diagnose gehabt, die jetzt als regressive Autisten diagnostiziert werden.
    Das kannst man doch nur im Verlauf unterscheiden. Wenn überhaupt.”

    BINGO

    Wakefield hat Kinder untersucht, die sich zunächst normal zu entwickeln schienen, und dann eine Regression in autististisches Verhalten erlebten.

    Da man das Konzept eines regressiven Autismus im Ende des vorigen Jahrtausends noch ablehnte stellte man bei einem solchen Verlauf die childh.disint.dis.- Diagnose.

    In Wikipädia:steht dazu unter möglichen Ursachen: “Subacute sclerosing panencephalitis: Chronic infection of the brain by a form of the measles virus causes subacute sclerosing panencephalitis. This condition leads to brain inflammation and the death of nerve cells.”

    Liest man die Liste der Symptome dieser Störung, dann ist diese fast identisch mit Autismus, mit dem einzigen Unterschied, daß es vorher eine normale Entwicklung gab.
    Und damit identisch mit dem Konzept eines regressiven Autismus.

    Hätte also Wakefield bei den Kindern die er untersuchte ihre ETIKETTIERUNG nicht gändert, (das ist aber ein ganz normaler wissenaschaftlicher Prozess, den man Diagnostik nennt), dann säße ich heute vermutlich nicht hier.

    Man stelle sich bitte vor, er hätte eine Studie über den möglichen Zusammenhang von Impfungen und childhood disintegrative disorder bei seiner Studie postuliert.

    Es hätte niemals eine Pressehysterie gegeben; kein Schwein außer den autistisch eingeweihten Eltern hätte kapiert, daß es hier um regressiven Autismus geht. Wakefields Irtum hätte sich aufgeklärt, und alle hätten Ruh gehabt.

    Hier noch einmal Wikipädia:
    “CDD has some similarity to autism, and is sometimes considered a low-functioning form of it, but an apparent period of fairly normal development is often noted before a regression in skills or a series of regressions in skills.

    Und damit haben wir die heutige Definition von regressivem Autismus.

    Also: laut GMC hätte Wakefield seine Studie machen können, wenn man die Kinder als “CDD” etikettierte, und wenn er sie Autisten nannte, dann hatte er keine Erlaubnis zu untersuchen.

    Perfide Arbeit, wer steckt hier dahinter? Es scheint so, daß Brian Deer nicht nur die Anklage erhoben hat, sondern auch die Spitzfindigkeiten zur Verurteilung Wakefields beibrachte.

    Brian Deers “Journalismus” hat mich von jeher im Stil angewidert.
    Er schreibt besonders häufig und gerne in der Sunday Times seine Artikel über Wakefield.

    Nachdem mir
    @sil
    die “Werke” von Brian Deer vorsetzte, habe ich mal recherchiert, ob ich da was ekliges finde.
    Und man hat es mir wirklich nicht schwer gemacht:

    Besitzer der Sunday Times ist Rupert Murdoch.
    Eines seiner Kinder ist James Murdoch.

    Wikipädia:”February 2009 James Murdoch was appointed a non executive director with GlaxoSmithKline the manufacturer of the controversial MMR vaccine and the current swine flu vaccine.”

    Er verdient in dieser Position, (non-executive) 79.000 Pfund im Jahr.
    Aber das ist ja nicht viel für jemanden, der sein Studium Film und Geschichte abgebrochen hat, und ein Hip-Hop- Label besitzt. Der Board von GlaxoSmithKline freute sich über die Bereicherung ihres Boards durch ihn.

    Aus seiner vorherigen Stelle wurde er wegen Nepotismus gefeuert.

    Was Brian Deer bekommt, bei diesem offensichtlichen Deal, das habe ich noch nicht recherchiert, aber bis jetzt langt es mir ziemlich.

    Klartext: Wakefield hat Kindern bei einem Geburtstag Blut abgekauft, und er
    hatte eine Erlaubnis der Ethik-Kommission Kinder mit “CDD” zu untersuchen, aber hat sie dann als regressive Autisten diagnostiziert.

    HÄNGT IHN!

    Was den Vorwurf betrifft, er habe später veranlaßt, das Kinder eine Lumbalpunktion bekamen, dann ist das richtig.
    Und es entsprach dem üblichen diagnostischen Vorgehen wenn man eine Hirnbeteiligung bei einem Infekt ausschließen wollte. Ich kann mich noch sehr gut an eine Diskussion mit einem Neurologen erinnern, der sagte, die Ergebnisse Wakefields haben keine Aussagekraft, wenn eine solche Punktion nicht vorläge. Das war auch die einhellige Meinung der übrigen Fachwelt.

    Ich kenne eine Reihe von autistischen Menschen, welche genau diese Prozedur über sich ergehen ließen, BEVOR man sie als Autisten diagnostizierte. Mit dem Versprechen an die Eltern, daß man dann “etwas tun könne” wenn eine Hirninfektion vorläge. (In Deutschland, ohne daß irgendjemand eine Impfreaktion unterstellte.)

    Nachdem jemand als Autist “identifiziert” ist, bekommt er so schnell keinerlei körperliche Untersuchungen mehr, Autismus hat ja” keine körperlichen Ursachen” PUNKT Und wehe demjenigen, der etwas anderes behauptet.

    Ja, MMR und Autismus ist von Tisch. Es war ein Irrtum. Wakefield hat Fehler gemacht.

    Aber diese Vorgehen gegen ihn spottet jeder Beschreibung.

    Ich kann jedem nur empfehlen an die unmittelbaren Quellen zu gehen und sich selbst ein Bild zu machen.

  51. #51 Dagmar Landsberger
    Februar 7, 2010

    @Karl Mistelberger

    Ihre Quelle ist letztlich Brian Deer, auf dessen “Informationen” man sich hier bezieht.

    Hier Informationen über Geld, daß Wakefield NACH der ursprünglichen Fallstudie verdient habe:
    http://www.drbilllong.com/Autism/WakefieldIX.html

    With the British tax of 40%, this brings his “earnings” down to about 180,000 Pounds for seven years of engagement in the litigation. From this he paid for a research assistant and then paid at least 100,000 Pounds to file and update the patent application. Decisions to file in jurisdictions as wide as America, Europe, England and Japan drained a good deal of the expert fee money he earned. Thus, at the end of it all, Wakefield didn’t “get rich” on either the patent application or the expert fees he earned. Most of it was invested in ways that would hopefully benefit the School of Medicine and patients with intestinal disease.

    Esblieb ihm also von seinen “Bestechungsgeldern”- wohl eher nicht viel?

    Dagegen:

    Rechnen wir doch mal: wieviel verdient James Murdoch in 7 Jahren am Board von GlaxoSmithKline? 79.000 mal 7 = 553.000 Pfund. Natürlich muß er dann noch Steuern zahlen, aber trotzdem, merkt Ihr was?

    Na also, das lohnt sich doch.

    Noch einmal, warum reicht es nicht, daß Wakefield sich geirrt hat?

    Warum muß er hier als Fälscher und Betrüger dargestellt werden?

    Ich hoffe der Nächste der mir mit Brian Deer kommt, hat wenigstens gelesen, was ich über die GlaxoSmithKline-Achse geschrieben habe, und denkt noch einmal ein wenig naxch, bevor er ihn bewertet, muß doch möglich sein.

  52. #52 wolfgang
    Februar 7, 2010

    D.L.schreibt:

    In Wikipädia:steht dazu unter möglichen Ursachen: “Subacute sclerosing panencephalitis: Chronic infection of the brain by a form of the measles virus causes subacute sclerosing panencephalitis. This condition leads to brain inflammation and the death of nerve cells.”

    Liest man die Liste der Symptome dieser Störung, dann ist diese fast identisch mit Autismus, mit dem einzigen Unterschied, daß es vorher eine normale Entwicklung gab.
    Und damit identisch mit dem Konzept eines regressiven Autismus.

    also das ist schwerer Unsinn subacute sklerosierende Panenzephalitis (SSPE) ist eine Spätkomplikation einer Masernwildtypinfektion, die spätestens in wenigen Jahren zum Tode führt.
    Kann diagnostisch ganz klar festgestelt werden, typisches EEG, typische Bildgebug und extrem hohe Masernantikörper im Serum und Liquor.

    Das hat absolut nichts mit Autismus zu tun. Und das Masernimpfvirus kann keine SSPE verursachen

  53. #53 Dagmar Landsberger
    Februar 7, 2010

    @Wolfgang
    Lieber Wolfgang, ist Dir mein Name zu lang ;))

    Das wäre allerdings gefährlicher Unsinn, wenn ich so etwas behauptet hätte.

    Habe ich aber nicht. Ein Zusammenhang mit Impfungen ist weder im Wikipedia-Eintrag, noch in meinem Beitrag auch nur angedeutet. Daß es hier um die Folgen einer normalen Infektion geht, ist mir doch klar.

    Ich bin gar nicht auf die Idee gekommen, daß man es so auffassen könnte.

    Ich habe mich offensichtlich mißverständlich ausgedrückt:

    “Liest man die Liste der Symptome dieser Störung (CDD), dann ist diese fast identisch mit Autismus, mit dem einzigen Unterschied, daß es vorher eine normale Entwicklung gab.
    Und damit identisch mit dem Konzept eines regressiven Autismus.”

    Dies war auf die CDD als Krankheitsbild bezogen und nicht auf die Enzephalitis. Es geht in dem Wikipedia-Eintrag ja um die CDD.

    das ist in der Eile mißverständlich untereinandergestellt gewesen.

    War das alles was Du beanstanden möchtest?
    Sind Wir überhaupt beim Du?

  54. #54 Dagda
    Februar 7, 2010

    @ Dagmar Landsberger

    “Nur ein Arzt, der wissenschaftlichen Selbstmord begehen will, fängt eine Studie an, ohne die Erlaubnis der Ethik Kommission.”

    Äh nein. Das stimmt einfach nicht man kann alles mögliche Untersuchen ohne Ethikvotum. Einer der wichtigsten Gründe warum man ein Ethikvotum braucht, ist das Journals Studien ohne Votum schlicht nicht veröffentlichen.
    Und zum Thema Etikettenschwindel, das war schlicht einer. Warum hat er denn nicht im Antrag schon Autismus geschrieben? Gab es dafür vielleicht einen Grund so oder so, ist dieses Verhalten unethisch.

  55. #55 Engywuck
    Februar 7, 2010

    zusammengefasst:
    – wakefield macht eine Fallstudie (die wie oben erwähnt bestenfalls als Anhaltspunkt für weitere Studien dienen kann)
    – dabei hat er (potentiell) finanzielle Interessen (eigene Patente, Geld von Anwälten der Eltern der untersuchten Kinder), die er verschweigt
    – die Studie ergibt einen “weiteren Forschungsbedarf”, da ein “eventuell vorhandener” Zusammenhang zwischen Impfung und Autismus/Darmbeschwerden besteht
    – anstatt sich (ethisch korrekt) um eine anständige Studie zu kümmern mach Wakefield eine *Pressekonferenz*, in der er den Multiimpfstoff ablehnt (und damit indirekt seine eigenen Patente fördert)
    – trotz inzwischen anerkannter Widerlegung der von der Fallstudie ins Spiel gebrachten Hypothese hat er sich bisher nicht davon distanziert, dass seine Studie von Impfgegnern zitiert wird

    insbesondere der Zusammenhang zwischen “wir haben ne mickrige kleine Studie” und “wir gehen sofort an die Presse und bauschen das auf” erinnert mich doch stark an diverse Pseudo-“Entdeckungen”, die von Esos immer noch hochgejubelt werden, und die die “Entdecker” als “zu Unrecht verfolgte” ansehen. Ich sag’ nur kalte Fusion.

  56. #56 Engywuck
    Februar 7, 2010

    ganz vergessen:
    – er forderte, dass die eine MMR-Impfung durch drei Einzelimpfungen *im Abstand jeweils eines Jahres* ersetzt werden sollten. Also mal eben das Ansteckungsrisiko mit schwersten Krankheiten (Masern ist *nicht* harmlos) *für alle* erhöhen, nur weil er in einer *Fallstudie* mit speziell ausgesuchten Kindern einen möglichen (und wenn dann extrem seltenen) Zusammenhang feststellte.
    Klasse. Echt klasse.

  57. #57 Gluecypher
    Februar 7, 2010

    @Dagmar Landsberger

    Naja, dem guten Andrew Wakefield scheint es als Executive Director of Thoughtful House Center for Children immer noch ziemlich gut zu gehen.

    Wie gesagt, wenn ich von einer Organisation wie Age of Autism in eine Kategorie mit Dumm&Dümmer-Model Jenny McCarthy (die immer und immer wieder die “Mein-Gott-die-böhsen-Toxine-in-den-Impfstoffen-verursachen Autismus”-Masche rauskramt, aber nichts dabei findet, sich selbst das giftigste aller Toxine in regelmässigen Abständen injizieren zu lassen) gesteckt würde, wäre meine erste Reaktion, einen guten Rechtsanwalt anzurufen und diese Organisation zu verklagen. Vor allem, wenn man das als Engländer durch die dortigen Libel-Laws wirklich wunderbar durchführen kann. Und dann würde ich meine Position Punkt für Punkt klarstellen, und nicht den Mund halten. Aber da kommt vom guten Dr. Andrew nichts. Kein Wunder, denn er verwurstet ja seine “Thesen” zur Zeit sehr erfolgreich, indem er behauptet, dass Autismus heilbar wäre. Was ist denn Ihre Meinung dazu?

  58. #58 Dagmar Landsberger
    Februar 8, 2010

    @Gluecypher

    Vielen Dank für Ihre Frage, die ich als die Wichtigste auf dem Gebiet des Autismus überhaupt sehe, und an deren bisherigen Antworten wirklich viel unnötiges Leid hängt.

    Geschichtlich ist es so, daß man Autismus als eine rein psychiche Störung verstand, ausgelöst durch eine mißlungene Mutter-Kind-Bindung.

    Dies ist im Moment hauptsächlich von der These verdrängt, daß Autismus rein genetisch bedingt sei.

    Auf jeden Fall kann man ruhigen Gewissens sagen, daß die erste These vom Tisch ist.

    Autismus wird NICHT von einer mißlungenen Mutter-Kind Bindung VERURSACHT, wenn natürlich auch die Bindung zwischen einem autistischen Kind und einer Mutter mißlingen kann – genauso wie bei einem neurotypischen Kind. Dann wird der Autismus natürlich stärker hervortreten, in seinen negativen Auswirkungen auf das Verhalten.

    Die erste Wichtige Frage die sich stellt: Ist Autismus überhaupt eine Krankheit?

    Ein kompensierter Autist ist selbständig lebensfähig und kann eventuell Leistungen vollbringen, die neurotypische entwickelten Menschen nicht möglich sind. Einen solchen Menschen, meist, aber nicht nur, sind es Asperger-Autisten, darf man das Label krank nur geben, wenn er selbst sich durch seinen Autismus behindert fühlt, d.h. einen Behandlungsbedarf für sich sieht.

    Wenn man jetzt aber ein Kind mit Down-Syndrom und Autismus sieht, immerhin zwischen 5 bis 12% der Kinder mit Down-Syndrom, dann kann man das Kind vermutlich ohne es zu kränken als krank und Behandlungsbedürftig einstufen.

    Bei einem Down-Syndrom-Kind stiehlt der Autismus die Stärken die den nicht-autistischen Down-Syndrom-Kindern oft zu eigen sind.

    Hier hat das Kind nach meiner Meinung einen Anspruch darauf, daß man es genauso wie jedes andere autistische Kind z.B. mit ABA behandelt.

    Bei den über 60 Formen von genetischen Syndromen, die mit Autismus assoziiert sind, ist es noch vollkommen unübersehbar, ob es hier Behandlungen gibt, die den Autismus “Wieder verschwinden lassen”

    Gut belegt ist, daß fast alle Formen von Autismus durch frühzeitige verhaltenstherapeutische Interventionen in ihren Auswirkungen auf das Functioning der Kinder behandelbar sind.

    Ich würde es immer eine Kompensation nennen, nicht eine Heilung. Warum:

    Bei Blutuntersuchungen an Neugeborenen fand man im Blut von Kindern die Behindert waren, aber auch bei denen, die später als Autisten diagnostiziert wurden, pathologische Komponenten. Auch Kinder, die später einen regressiven Autismus erlitten, hatten diese Komponenten.

    http://www.reticon.de/nachrichten/autismus-im-blut_926.html

    Ich bin jetzt mal so frech zu behaupten, daß sich so etwas mit Verhaltenstherapie nicht ändert. ;))

    Also ist Autismus heilbar? Wenn, dann auf keinen Fall durch eine einzige Therapie, weil Autismus ungeheuer viele verschiedene Ätiologien hat.

    Ist es kompensierbar? In den Grenzen, die z.B. die verschiedenen ätiologien darstellen.

    So wird ein Kind mit Rhett-Syndrom auf Dauer auch mit noch so großen Bemühungen nicht kompensierbar sein, und ein Kind mit Down-Syndrom wird immer noch die Einshränkungen seines Syndroms haben….usw.

    Es gibt Fälle, in denen Kinder mit einem diagnostizierten Autismus nach frühzeitigen und intensiven ABA-Interventionen keinerlei Zeichen von Autimus mehr in ihrem Verhalten haben.

    Sind sie dann noch Autisten?

    Vielleicht im Sinne ihres Erlebens. Dann wären sie von Kanner-Autisten zu kompensierten Autisten, ähnlich wie die Asperger-Autisten geworden.

    Ist das gut genug für Eltern?

    JA, JA, JA!

    Dann gibt es noch den Fall von Kindern mit einem regressiven Autismus, der mit starken Verdauungsstörungen assoziiert ist.

    Und da haben vor kurzem Pädiater die Empfehlung herausgegeben, Solchen Kinder genauso zu behandeln wie ihre neurotypischen Patienten, d.h. auch ein Kind mit Autismus kann am Darm krank sein, und hat einen Anspruch darauf behandelt zu werden.

    Und das ist geradezu sensationell, denn genau das ist Autisten oft verwehrt geblieben.

    Wird dadurch deren Autimus geheilt?

    NEIN, NATÜRLICH NICHT!

    Aber das Kind hat die Chance, wenn es eine behandelbare Störung hat, daß es ein gesünderer Autist wird.

    Also. das Ziel eines Therapeuten oder Arztes der mit Autisten arbeitet, wird es sein, die Srörungen die dieser Mensch aufweist, zu behandeln, damit es ihm besser geht, er sich besser entwickeln kann, und ihm zu helfen zu einer Kompensation seiner Schwächen zu gelangen.

    Aber jetzt kommt auch das Thema PRÄVENTION:

    Autismus scheint immer im Mutterleib zu beginnen.

    Best. Medikamente, Infektionen, mütterliche Antikörper und verschiedene Erkranklungen, ja scheinbar sogar Hormonverschiebungen können zu Autimus führen.

    Kann Autismus im Mutterleibe vermieden Werden?

    Rötelimpfschutz, Alkoholabstinenz, Vorsicht mir Medikamenten fühjrt auf jeden Fall dazu, daß es dann später weniger Autisten gibt.

    Aber jetzt wird es heikel:

    Mit dem Fall Poling haben wir jetzt die Notwendigkeit nachzudenken, ob es Kinder gibt, VORGESCHÄDIGTE, die es nicht vertragen 9Impfungen auf einmal zu bekommen, ob hier ein “schlafender” Autismus dekompensiert wird, so würde ich es einmal ausdrücken . Offit behauptet ja, ein Kind könne 10000 Impfungen auf einmal bekommen, ohne krank zu werden, und hat dann auf Befragung die Zahl auf 100 000 erhöht.

    Möglich, daß dies für gesunde Kinder gilt, aber gilt das auch für die Kinder mit einem sagen wir mal “schlafenden Autismus?”

    Im Fall Poling lag eine schwere mitochondriale Störung vor. Es gibt jetzt zunächst sehr vorläufige Studien, die einen gewissen Anteil von Kindern mit Mitochondrialen Störungen bei Autisten gefunden haben.

    Die höchste Prozentzahl war 20%.

    Was wir jetzt nicht wissen ist: Wie stark muß die mitochondriale Störung sein, damit eine 9-Fach-Impfung nicht mehr vertragen wird?

    Ist selbst bei einer starken mitochondrialen Störung noch eine 8-fach-Impfung verträglich?

    Solche Fragen zu stellen, und die Antworten in Handlung umzusetzen KÖNNTE dazu führen,daß wir wieder einige gesündere kompensierte Autisten haben.

    Ist im Moment natürlich noch reine Spekulation.

    Noch einmal: Autismus ist ein verdammt komplexes Gebiet. Hier brauchen wir viele Fachleute auf den verschiedensten Gebieten, die dann bitteschön noch friedlich miteinander arbeiten müssen, damit das Chaos sich zu verständlichen Fakten ordnet.

    Ich versuche seit 10 Jahre mein Bestes zu verstehen, aber ich bin oft erschüttert, warum sich Menschen gegenseitig bis aufs Blut bekriegen, die alles dasselbe wollen: Autistischen Menschen zu einem besseren und zufriedeneren Leben zu helfen.

  59. #59 Dagmar Landsber
    Februar 8, 2010

    @engywuck

    Es war damals wirklich bemerkenmswert, daß im Kommunikationszietalter die meisten Leute, die Einzelimpfungen verlangten, die Information mit den Jahresfristen dazwischen nicht hatten.

    So ist es also relativ selten gewesen, daß ein Arzt wirklich jeweils ein Jahr zwischen die einzelnen Impfungen legte.

    Aber man sollte wirklich nicht denken, jeder der “solche Einzelimpfungen machte”, also in Deinen Augen etwas verwerfliches, ein Volltrottel war.

    Natürlich hat man die Masern-Komponente ZUERST geimpft!

    Meist ist man so vorgegangen, daß man bei Mädchen erst Masern, dann Röteln, dann Mumps und bei Jungen erst Masern, dann Mumps, dann Rötel geimpft hat.

    Das heißt: bekam ein Kind Einzelimpfungen hatte es den Masernschutz zum selben Zeitpunkt wie Kinder die die Dreifachimpfung bekamen.

    Die meisten Ärzte rieten den Eltern nur einige Wochen zwischen den Impfungen zu lassen.

    Besser als nicht geimpft.

  60. #60 Dagmat Landsberger
    Februar 8, 2010

    @Engywuck

    Als Ergänzung zu meinem Kommentar an Dich oben:

    Wakefield sagt, daß Autismus “treatable” ist, ich würde das mit behandelbar übersetzen, nicht mit heilbar.

    Viele Erkrankungen die nicht heilbar sind, sind behandelbar.

    Weil ich eine Erkrankung nicht heilen kann, sie nicht zu behandeln, empfimde ich als ein Verbrechen.

    Ich kenne einige Psychiater die im Ernst sagen: bei Autismus kann man mit Therapien nichts erreichen, weil Autismus genetisch bedingt sind.

    Die sind für mich genauso unteräglich wie die ewig gestrigenPsychiater, die behaupten, daß Autismus psychich verursacht ist.

    Es wäre schön, wenn beide Sorten dazulernen könnten.

  61. #61 ali
    Februar 8, 2010

    Zur allgemeinen Lektüre: Ein wie ich finde lesenswerter Post by respectful insolence wie die Anti-Impfbewegung an der Wakefield Verschwörungstheorie bastelt.

  62. #62 Dagda
    Februar 8, 2010

    @ Dagmar Landsberger
    Was bitte ist ein schlafender Autismus? Gibt es soetwas? Bislang gibt es das als nachweisbares Krankheitsbild nicht. Selbst wenn es so etwas gäbe, welche Konsequenzen ergeben sich daraus? Wenn ich es nicht nachweisen kann und wenn die mögliche Gefahr äußerst gering ist (davon kann man bei unserer Erfahrung mit Impfungen ausgehen) welche Schlussfolgerungen muss ich dann ziehen. Doch die das es eitergehen kann wie bisher weil Kombiimpfstoffe die einfachste sichere Alternative sind.

  63. #63 wolfgang
    Februar 8, 2010

    Dagmar L schreibt

    Was wir jetzt nicht wissen ist: Wie stark muß die mitochondriale Störung sein, damit eine 9-Fach-Impfung nicht mehr vertragen wird?

    Ist selbst bei einer starken mitochondrialen Störung noch eine 8-fach-Impfung verträglich?

    Das ist doch die falsche Frage- die richtige Frage wäre: Gibt es ein Problem mit dem Immunsystem- und das ist bei Autismus Kindern offensichtlich nicht der Fall.
    Und warum sollte bei einer genetische Störung der Mitochondrien eine Impfung weniger verträglich sein?

    Die weitere Frage wäre: Macht es Sinn diesen Kindern einen erweiterten Impfschutz anzubieten? Machen sie u.U. impfpräventable Infektionen schwerer durch- bei Down-Syndrom ist das sicher so, daher besser schützen zB jährlich Influenza Impfung die ganze Familie.

    Gibt es überhaupt Anhaltspunket warum und wenn ja ob Autisten Impfstoffe (welche?) nicht entsprechend vertragen?

    Und da muss man mal pragmatisch sagen- offensichtlich nicht, da die thiomersalhaltigen Impfstoffe ja Autisten geimpft wurde, sonst könnte ja so ein Zusammenhang niemals auch nur hypothetisch hergestellt werden, würden die Kinder nicht geimpft werden.

    Autisten sind zumindest in gleicher Weise durch impfpräventable Infektionen gefährdet wie sonst gesunde Kinder, manche sind stärker gefährdet- deswegen sollten sie geimpft werden.

    Wobei da eigentlich die USA zB mit der masernimpfung lockerer sein könnten in gesamtamerika zirkuliert das Masernvirus nicht mehr- jährlich weniger als 200 Fälle bei 903 Mio Einwohnern.
    Das schafft die Schweiz mit ihren ca 7,3 Mi und weit mehr als 1000 Masernfällen 2009 ganz locker, zumindest dort sind Autisten um ein vielhundertfaches mehr durch Masern gefährdet als in den Amerikas. Und jetzt sag ich mal einfach so: Masernviren sind neurotrop- soll man da einem Autisten, der ja ein ZNS Problem hat neurotrope Viren zumuten? Klingt jedenfall nicht vernünftig wenn man das macht.

  64. #64 Dagmar Landsberger
    Februar 8, 2010

    Ich hatte seit vielen Jahren gehofft, daß die verschiedenen Seiten sich wieder aufeinander zubewegen würden, aber stattdessen schreitet die Polarisierung immer weiter voran.

    Das ist jetzt für lange Zeit mehr als unwahrscheinlich.

    Das ist einfach nur noch traurig, und den Interessen autistischer Kinder kann so etwas nicht dienen.

  65. #65 Dagda
    Februar 8, 2010

    @Dagmar Landsberger
    Hä? Was hat das mit den Interessen autistischer Kinder zu tun? Es geht hier doch vornehmlich darum ob eine Impfung Autismus auslösen kann. Die kurze Antwort darauf ist: nein das ist unwahrscheinlich weil es gar nichts gibt was dafür sprechen würde. Das es möglicherweise in einzelfällen eine zusammenhang gibt schließt es nicht aus, aber welches Interesse können autistische Kinder daran haben? Welche Konsequenz hat das für ihre Behandlung?

  66. #66 Gluecypher
    Februar 8, 2010

    @Dagmar Lanndsberger

    Das Problem ist wohl auch eines des Verständnisses was Impfungen überhaupt sind (im Falle MMR nur Virusbestandteile). Wieso sollen denn Virusbestandteile einen “schlafenden” Autismus auslösen, wenn das Immunsystem jeden Tag mit mehreren (manche würden sagen mehrere dutzend) lebenden Virenarten in Kontakt kommen? Sorry, aber der Zusammenhang leuchtet mir partout nicht ein. Es wird niemand abstreiten, dass Impfungen gewisse Risiken und Nebenwirkungen haben. Aber leider ist das Leben eine sexuell übertragbare Krankheit, die in 100% aller Fälle tödlich endet.
    Was die Hilfsstoffe und Adjuvantien angeht: früher haben AoA, Generation Rescue und andere laut ‘rumposaunt, dass das Thimerosal der Hauptgrund für den Autismus wären. Seit ca. 2001 wurde Thimerosal aus den meisten Impfstoffen entfernt, trotzdem steigt der prozentuale Anteil der diagnostizierten Autismus-Fälle immer noch an. Danach wurden Formaldehyd, diverse Antibiotika und dann auch noch Squalen (Olivenöl enthält z.B. bis zu 7% Squalen) für die steigenden Autismus-Fälle verantwortlich gemacht. Also ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier Ziellinien schneller verschoben werden, als man gucken kann.
    Und was die reproduzierbarkeit der Ergebnisse von Herrn Wakefield angeht, da sind doch wohl nicht die Studien von Herrn W. mit Rhesus-Affen gemeint? Mit einer Grundgesamtheit von 20 Studienobjekten.
    Und die neueste Verschörungstheorie von Gen Rescue ist wirklich lesenswert.

    BTW: Kinderkrankheiten heissen nicht deswegen so, weil sie so harmlos sind, sondern weil sie so infektiös und ubiquitär sind, dass man sich diese Krankheiten meist schon im Kindesalter holt.

  67. #67 Dagda
    Februar 8, 2010

    @ Gluecypher
    So um mal klug zu scheißen:
    Bei den Kinderkrankheiten fehlt noch das man (meistens) eine Lebenslange Immunität ausbildet, was Impfungen noch viel Sinnvoller macht.

  68. #68 sil
    Februar 8, 2010

    Die MMR-Impfung ist eine sogenannte Lebendimpfung.
    Da sind abgeschwächte, aber vermehrungsfähige Virenstämme drin.
    Falls die eventuell irgendwas auslösen oder triggern, dann können die Wildstämme dieser Viren das üblicherweise mindestens tausendmal häufiger und auch wesentlich stärker.

    Das flächendeckende Nichtimpfen ist keine Option. Auußerdem haben wir das ständige Weiterimpfenmüssen auch nur den Impfgegnern zu verdanken. Ohne die hätten wir 2010 die Welt weitgehend masernfrei haben können.

  69. #69 Dagmar Landsberger
    Februar 9, 2010

    Wolfgang wrote:

    Das ist doch die falsche Frage- die richtige Frage wäre: Gibt es ein Problem mit dem Immunsystem- und das ist bei Autismus Kindern offensichtlich nicht der Fall.
    Und warum sollte bei einer genetische Störung der Mitochondrien eine Impfung weniger verträglich sein?

    Lieber Wolfgang, das KANN doch nicht Dein Ernst sein?

    Ab ins PubMed:

    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/sites/entrez

    Unter dem Stichwort Autism immune system finden sich 193 Arbeiten.

    Einige werde ich Dir hier vorkauen, guten Appetit.

    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20001993?itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_RVDocSum&ordinalpos=4

    Family analysis of immunoglobulin classes and subclasses in children with autistic disorder.

    Spiroski M, Trajkovski V, Trajkov D, Petlichkovski A, Efinska-Mladenovska O, Hristomanova S, Djulejic E, Paneva M, Bozhikov J.

    Institute of Immunobiology and Human Genetics, Faculty of Medicine, 1109 Skopje, PO Box 60, Macedonia.

    Autistic disorder is a severe neurodevelopment disorder characterized by a triad of impairments in reciprocal social interaction, verbal and nonverbal communication, and a pattern of repetitive stereotyped activities, behaviours and interests. There are strong lines of evidence to suggest that the immune system plays an important role in the pathogenesis of autistic disorder.

    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19916019?itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_RVDocSum&ordinalpos=8

    Ca(V)1.2 channelopathies: from arrhythmias to autism, bipolar disorder, and immunodeficiency.

    Liao P, Soong TW.

    National Neuroscience Institute, 11 Jalan Tan Tock Seng, Singapore, 308433, Singapore, Ping_LIAO@nni.com.sg.

    Mutations of human Ca(V)1.2 channel gene were identified only recently. The gain-of-function mutations were found at two mutually exclusive exons in patients with Timothy syndrome (TS). These patients exhibit prolonged QT interval and lethal cardiac arrhythmias. In contrast, the loss-of-function mutations of Ca(V)1.2 channel in patients with Brugada syndrome produce short QT interval that could result in sudden cardiac death. TS patients also suffer from multi-organ dysfunction that includes neurological disorder such as autism and mental retardation reflecting the wide tissue distribution of Ca(V)1.2 channel. Mutations found on different mutually exclusive exons determine the severity of the disease. Unexpectedly, TS patients may develop recurrent infections and bronchitis that suggests a role of Ca(V)1.2 channel in the immune system.

    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19800697?itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_RVDocSum&ordinalpos=7

    Decreased cellular IL-23 but not IL-17 production in children with autism spectrum disorders.

    Onore C, Enstrom A, Krakowiak P, Hertz-Picciotto I, Hansen R, Van de Water J, Ashwood P.

    Department of Medical Microbiology and Immunology, University of California at Davis, USA. pashwood@ucdavis.edu

    A potential role for T(H)17 cells has been suggested in a number of conditions including neurodevelopmental disorders such as autism spectrum disorders (ASD). In the current study, we investigated cellular release of IL-17 and IL-23 following an in-vitro immunological challenge of peripheral blood mononuclear cells (PBMC) from children with ASD compared to age-matched typically developing controls. Following stimulation, the concentration of IL-23, but not IL-17, was significantly reduced (p=0.021) in ASD compared to controls. Decreased cellular IL-23 production in ASD warrants further research to determine its role on the generation and survival of T(H)17 cells, a cell subset important in neuroinflammatory conditions that may include ASD.

    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19758536?itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_RVDocSum&ordinalpos=13

    Phenotypic expression of autoimmune autistic disorder (AAD): a major subset of autism.

    Singh VK.

    Brain State International Research Center, Scottsdale, AZ 85260, USA. vj1000s@yahoo.com

    BACKGROUND: Autism causes incapacitating neurologic problems in children that last a lifetime. The author of this article previously hypothesized that autism may be caused by autoimmunity to the brain, possibly triggered by a viral infection. This article is a summary of laboratory findings to date plus new data in support of an autoimmune pathogenesis for autism. METHODS: Autoimmune markers were analyzed in the sera of autistic and normal children, but the cerebrospinal fluid (CSF) of some autistic children was also analyzed. Laboratory procedures included enzyme-linked immunosorbent assay and protein immunoblotting assay. RESULTS: Autoimmunity was demonstrated by the presence of brain autoantibodies, abnormal viral serology, brain and viral antibodies in CSF, a positive correlation between brain autoantibodies and viral serology, elevated levels of proinflammatory cytokines and acute-phase reactants, and a positive response to immunotherapy. Many autistic children harbored brain myelin basic protein autoantibodies and elevated levels of antibodies to measles virus and measles-mumps-rubella (MMR) vaccine. Measles might be etiologically linked to autism because measles and MMR antibodies (a viral marker) correlated positively to brain autoantibodies (an autoimmune marker)–salient features that characterize autoimmune pathology in autism. Autistic children also showed elevated levels of acute-phase reactants–a marker of systemic inflammation. CONCLUSIONS: The scientific evidence is quite credible for our autoimmune hypothesis, leading to the identification of autoimmune autistic disorder (AAD) as a major subset of autism. AAD can be identified by immune tests to determine immune problems before administering immunotherapy. The author has advanced a speculative neuroautoimmune (NAI) model for autism, in which virus-induced autoimmunity is a key player. The latter should be targeted by immunotherapy to help children with autism

    Wird fortgeführt.

  70. #70 Dagmar Landsberger
    Februar 9, 2010

    Teil 2 Immer noch Bezug auf Wolfgang

    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19758535?itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_RVDocSum&ordinalpos=14

    The power and promise of identifying autism early: insights from the search for clinical and biological markers.

    Pierce K, Glatt SJ, Liptak GS, McIntyre LL.

    Department of Neurosciences, University of California, San Diego, San Diego, CA 92037, USA. kpierce@ucsd.edu

    BACKGROUND: The biological changes that lead to autism likely occur during prenatal life. Although earlier identification of the disorder has occurred within the past decade, the mean age of diagnosis is still not made before a mean age of 3 years. This is because autism remains a behaviorally defined disorder, placing limits on the age at which a confident diagnosis can be made. The study of the biological basis of autism prior to age 3 is essential and can most directly be achieved with prospective research designs. METHODS: The literature on the early identification of autism is discussed, including the timescale for the onset of social symptoms. Also discussed is a new method for the prospective study of autism called the “1-Year Well-Baby Check-Up Approach,” which allows for the prospective study of the disorder in simplex families with infants as young as 12 months of age. RESULTS: Although likely present at subtle, subclinical levels, early social abnormalities are not clearly detectable prior to 12 months in age in infants later diagnosed as having autism spectrum disorder. CONCLUSIONS: Using the 1-Year Well-Baby Check-Up Approach or other prospective design, examining early biomarkers related to early brain overgrowth, cerebellar development, gene expression patterns and immune system function may be key to early diagnosis efforts under 3 years. We also note the importance of comparing and contrasting the early “signature” of autism in children from singleton versus multiplex families, which may be etiologically distinct.

    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19699471?itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_RVDocSum&ordinalpos=16

    CONCLUSIONS: Results of this pilot study indicate that a complex immune dysfunction is present both in autistic children and in their non-autistic siblings and show the presence of an “autism endophenotype” that expands its effects on immunologic functions.

    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19640207?itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_RVDocSum&ordinalpos=18

    Autism: an emerging ‘neuroimmune disorder’ in search of therapy.

    Theoharides TC, Kempuraj D, Redwood L.

    Molecular Immunopharmacology and Drug Discovery Laboratory, Tufts University School of Medicine, Tufts Medical Center, Department of Pharmacology, Boston, MA 02111, USA. theoharis.theoharides@tufts.edu

    BACKGROUND: Autism spectrum disorders (ASDs) are neurodevelopmental disorders characterized by difficulties in communication and by repetitive and stereotypic behaviors, as well as by social impairment, attention, cognitive, and learning defects. ASDs present in early childhood and their prevalence has increased significantly to 1/150 children. Despite a number of theories, the actual reasons for this increase are still not clear. There is no reliable screening test, and no definite pathogenesis or curative therapy. Consequently, there is a major gap hampering development of effective treatments. OBJECTIVE: To review recent publications on ASDs pathogenesis and treatment with emphasis on neuroimmune processes and new therapeutic approaches. METHODS: Mostly original papers (450) on epidemiology, possible pathogenesis or treatment of ASDs in Medline from 1990 to May 2009 were reviewed. All authors contributed to this review. RESULTS/CONCLUSION: Increased oxidative stress and immune dysregulation are present in ASDs. Mast-cell activation may contribute to gut-blood-brain barrier disruption and brain inflammation. No effective treatments have emerged. Well-designed clinical trials with nonpsychotropic drugs were few and ASD characteristics varied considerably, making conclusions difficult. Psychotropic drugs are often used for stereotypic and aggressive behaviors. Unique combinations with antioxidant and anti-inflammatory flavonoids hold promise. New potential translational research areas and possible treatments are suggested.

    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19431079?itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_RVDocSum&ordinalpos=21

    Autoimmunity in autism.

    Enstrom AM, Van de Water JA, Ashwood P.

    University of California at Davis, Department of Medical Microbiology and Immunology/UC Davis MIND Institute, 2805 50th Street, Sacramento, CA 95817, USA.

    Autism spectrum disorders is a heterogenous group of neurodevelopmental disorders, the etiology or etiologies of which remain unknown. Increasing evidence of autoimmune phenomena in individuals with autism could represent the presence of altered or inappropriate immune responses in this disorder, and this immune system dysfunction may represent novel targets for treatment. Furthermore, in recent studies, antibodies directed against the fetal brain have been detected in some mothers of children with autism; these antibodies have the ability to alter behavioral outcomes in the offspring of animal models. A better understanding of the involvement of the immune response in early brain development, with respect to autism, may have important therapeutic implications.

    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19343198?itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_RVDocSum&ordinalpos=23

    Reduced levels of immunoglobulin in children with autism correlates with behavioral symptoms.

    Heuer L, Ashwood P, Schauer J, Goines P, Krakowiak P, Hertz-Picciotto I, Hansen R, Croen LA, Pessah IN, Van de Water J.

    Division of Rheumatology, Allergy and Clinical Immunology, University of California at Davis, Davis, California 95616, USA.

    OBJECTIVES: To assay if plasma antibody levels in children with autism or developmental delays (DD) differ from those with typical development as an indicator of immune function and to correlate antibody levels with severity of behavioral symptoms. METHODS: Plasma was collected from children with autistic disorder (AU; n=116), DD but not autism (n=32), autism spectrum disorder but not full autism (n=27), and age-matched typically developing (TD) controls (n=96). Samples were assayed for systemic levels of immunoglobulin (IgG, IgM, IgA, and IgE) by enzyme-linked immunosorbent assay. Subjects with autism were evaluated using the Autism Diagnostic Observation Schedule and the Autism Diagnostic Interview-Revised, and all subjects were scored on the Aberrant Behavior Checklist (ABC) by the parents. Numerical scores for each of the ABC subscales as well as the total scores were then correlated with Ig levels. RESULTS: Children with AU have a significantly reduced level of plasma IgG (5.39+/-0.29 mg/mL) compared to the TD (7.72+/-0.28 mg/mL; P<0.001) and DD children (8.23+/-0.49 mg/mL; P<0.001). Children with autism also had a reduced level of plasma IgM (0.670.06 mg/mL) compared to TD (0.79+/-0.05 mg/mL; P<0.05). Ig levels were negatively correlated with ABC scores for all children (IgG: r=-0.334, P<0.0001; IgM: r=-0.167, P=0.0285). CONCLUSION: Children with AU have significantly reduced levels of plasma IgG and IgM compared to both DD and TD controls, suggesting an underlying defect in immune function. This reduction in specific Ig levels correlates with behavioral severity, where those patients with the highest scores in the behavioral battery have the most reduced levels of IgG and IgM.

    Die Liste wird zu lang glaubt mir.
    Autisten haben kein Problem mit dem Immunsystem?

    Da hast Du wohl in den letzten 10 jahren den Dornröschenschlaf gehalten. Da muß ich mich schon auf Deine Eigeninitiative verlassen, daß Du nachliest, was Du bislang ignoriert hast

  71. #71 Dagmar Landsberger
    Februar 9, 2010

    @Glycipher:

    Ich bin nicht derjenige, der entschieden hat im Fall Poling. Das war ein amerikanisches Gericht. Entscheiden´d war im fall Poling daß ihr Vater den Vorgang der Regression akribisch und medizinisch relevant festhielt – er ist Neurologe.

    Dieser Fall war es wohl der Bernadette Healy zu folgender Stellungnahme brachte:

    “Dr. Bernadine Healy is a physician, educator, and health administrator who was the first woman to head the National Institutes of Health (NIH) as its Director from 1991 to 1993.”

    http://www.usnews.com/health/blogs/heart-to-heart/2009/04/14/the-vaccines-autism-war-dtente-needed.html

    “…..Finally, are certain groups of people especially susceptible to side effects from vaccines, and can we identify them? Youngsters like Hannah Poling, for example, who has an underlying mitochondrial disorder and developed a sudden and dramatic case of regressive autism after receiving nine immunizations, later determined to be the precipitating factor. Other children may have a genetic predisposition to autism, a pre-existing neurological condition worsened by vaccines, or an immune system that is sent into overdrive by too many vaccines, and thus they might deserve special care. This approach challenges the notion that every child must be vaccinated for every pathogen on the government’s schedule with almost no exception, a policy that means some will be sacrificed so the vast majority benefit.

    These are all reasonable issues, and considering them with some flexibility would go a long way to resolving many of the frictions aired by Larry King. President Obama and other leaders have recognized that the vaccine-autism connection is not resolved, and research on autism is singled out as a priority in the president’s current budget. Some have lobbied to keep vaccines out of the government’s autism research agenda, because they see the case as closed and fear further study will threaten confidence in vaccines. Doing so would be just plain wrong.

    Less than a year ago, the National Institutes of Health put out a call for expanded research on vaccine safety that contains many of the very things that parents are asking for: examination of the way the immune system handles different vaccines, the impact of nonvaccine components (like mercury and aluminum), and better understanding of susceptibility to vaccine side effects. The government laid out the need for markers that might predict vulnerable groups and proposed research on the comparative effect of different vaccine schedules and combinations of vaccines. This work is long overdue; shockingly, so is a study comparing groups of vaccinated and unvaccinated children”

    Und ich habe aber so etwas von überhaupt keine Ahnung, ob in den 9 Impfungen MMR enthalten waren.

    MMR ist in vom Tisch.

    Dagda wrote:

    Das es möglicherweise in einzelfällen eine zusammenhang gibt schließt es nicht aus, aber welches Interesse können autistische Kinder daran haben? Welche Konsequenz hat das für ihre Behandlung?

    Im Fall Poling hat eine Aufholimpfaktion mit 9 Impfstoffen an einem Tag nach Ansicht der Experten, denen vor gericht Recht gegeben wurde eine Überlastung des Immunsystems mit einer Regression in eine Autismus hervorgebracht.

    Wie oben zu lesen war, ist das Immunsystem von autistischen Kindern keineswegs unauffällig.

    Im Fall Poling lag eine schwere mitochondriale Störung vor.

    Gucken wir doch mal wieder bei PubMed:

    Stichworte: Autism mitochondrial

    Hier liegen 70 Arbeiten vor, ich bin so freundlich ein paar zu servieren:

    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19946417?itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_RVDocSum&ordinalpos=3

    Recent advances in the pathogenesis of syndromic autisms.

    Benvenuto A, Manzi B, Alessandrelli R, Galasso C, Curatolo P.

    Pediatric Neurology Unit, Department of Neuroscience, “Tor Vergata” University of Rome, 00133 Rome, Italy.

    Background. Current advances in genetic technology continue to expand the list of medical conditions associated with autism. Clinicians have to identify specific autistic-related syndromes, and to provide tailored counseling. The aim of this study is to elucidate recent advances in autism research that offer important clues into pathogenetic mechanisms of syndromic autism and relevant implications for clinical practice. Data Sources. The PubMed database was searched with the keywords “autism” and “chromosomal abnormalities,” “metabolic diseases,” “susceptibility loci.” Results. Defined mutations, genetic syndromes, and metabolic diseases account for up to 20% of autistic patients. Metabolic and mitochondrial defects may have toxic effects on the brain cells, causing neuronal loss and altered modulation of neurotransmission systems. Alterations of the neocortical excitatory/inhibitory balance and perturbations of interneurons’ development represent the most probable pathogenetic mechanisms underlying the autistic phenotype in Fragile X-Syndrome and Tuberous Sclerosis Complex. Chromosomal abnormalities and potential candidate genes are strongly implicated in the disruption of neural connections, brain growth, and synaptic/dendritic morphology. Conclusion. Metabolic testing may be appropriate if specific symptoms are present. High-resolution chromosome analysis may be recommended if a specific diagnosis is suspected because of obvious dysmorphisms. Identifying cryptic chromosomal abnormalities by whole genome microarray analysis can increase the understanding of the neurobiological pathways to autism.

    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19773461?itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_RVDocSum&ordinalpos=6

    Fever Plus Mitochondrial Disease Could Be Risk Factors for Autistic Regression.

    Shoffner J, Hyams L, Niedziela-Langley G, Cossette S, Mylacraine L, Dale J, Ollis L, Kuoch S, Bennett K, Aliberti A, Hyland K.

    Medical Neurogenetics and Georgia State University, Atlanta, Georgia.

    Autistic spectrum disorders encompass etiologically heterogeneous persons, with many genetic causes. A subgroup of these individuals has mitochondrial disease. Because a variety of metabolic disorders, including mitochondrial disease show regression with fever, a retrospective chart review was performed and identified 28 patients who met diagnostic criteria for autistic spectrum disorders and mitochondrial disease. Autistic regression occurred in 60.7% (17 of 28), a statistically significant increase over the general autistic spectrum disorder population (P < .0001). Of the 17 individuals with autistic regression, 70.6% (12 of 17) regressed with fever and 29.4% (5 of 17) regressed without identifiable linkage to fever or vaccinations. None showed regression with vaccination unless a febrile response was present. Although the study is small, a subgroup of patients with mitochondrial disease may be at risk of autistic regression with fever. Although recommended vaccinations schedules are appropriate in mitochondrial disease, fever management appears important for decreasing regression risk. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19608392?itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_RVDocSum&ordinalpos=8

    Novel plasma phospholipid biomarkers of autism: mitochondrial dysfunction as a putative causative mechanism.

    Pastural E, Ritchie S, Lu Y, Jin W, Kavianpour A, Khine Su-Myat K, Heath D, Wood PL, Fisk M, Goodenowe DB.

    Phenomenome Discoveries Inc., 204-407 Downey Road, Saskatoon, Saskatchewan, Canada S7N 4L8.

    Autism is a neurological disorder that manifests as noticeable behavioral and developmental abnormalities predominantly in males between the ages of 2 and 10. Although the genetics, biochemistry and neuropathology of this disease have been extensively studied, underlying causal factors to this disease have remained elusive. Using a longitudinal trial design in which three plasma samples were collected from 15 autistic and 12 non-autistic age-matched controls over the course of 1 year, universal and unambiguous alterations in lipid metabolism were observed. Biomarkers of fatty acid elongation and desaturation (poly-unsaturated long chain fatty acids (PUFA) and/or saturated very long chain fatty acids (VLCFA)-containing ethanolamine phospholipids) were statistically elevated in all autistic subjects. In all 8 of the affected/non-affected sibling pairs, the affected sibling had higher levels of these biomarkers than the unaffected sibling. Exposure of neurons, astrocytes and hepatocytes in vitro to elevated extracellular glutamate levels resulted in lipid biomarker changes indistinguishable from those observed in autistic subjects. Glutamate stress also resulted in in vitro decreased levels of reduced glutathione (GSH), methionine and cysteine, in a similar way to the decreases we observed in autism plasma. Impaired mitochondrial fatty acid oxidation, elevated plasma VLCFAs, and glutamate toxicity as putative causal factors in the biochemistry, neuropathology, and gender bias in autism are discussed.

    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19360665?itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_RVDocSum&ordinalpos=11

    Mitochondrial aspartate/glutamate carrier SLC25A12 gene is associated with autism.

    Turunen JA, Rehnström K, Kilpinen H, Kuokkanen M, Kempas E, Ylisaukko-Oja T.

    Department of Molecular Medicine and Institute for Molecular Medicine, Finland, National Public Health Institute, Helsinki, Finland. joni.turunen@helsinki.fi

    Two single nucleotide polymorphisms (SNP) within Mitochondrial Aspartate/Glutamate Carrier SLC25A12 gene have recently shown to be strongly associated with autism. Here, we attempted to replicate this finding in two separate Finnish samples with autism spectrum disorders. Family-based association analysis of two SNPs, rs2056202 and rs2292813, previously shown to be associated with autism was performed in two samples with different phenotypic characteristics. The samples included 97 families with strictly defined autism and 29 extended families with Asperger syndrome (AS). We detected association at rs2292813 (FBAT, P=0.0018) in the Finnish autism sample. In, addition other family-based analysis methods supported this finding. By contrast, analysis of the AS sample yielded no evidence for association. This study shows further support that genetic variants within SLC25A12 gene contribute to the etiology of autism.

    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19307255?itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_RVDocSum&ordinalpos=12

    Cellular and mitochondrial glutathione redox imbalance in lymphoblastoid cells derived from children with autism.

    James SJ, Rose S, Melnyk S, Jernigan S, Blossom S, Pavliv O, Gaylor DW.

    Department of Pediatrics, University of Arkansas for Medical Sciences, Arkansas Children’s Hospital Research Institute, 1120 Marshall St., Little Rock, AR 72202, USA. jamesjill@uams.edu

    Research into the metabolic phenotype of autism has been relatively unexplored despite the fact that metabolic abnormalities have been implicated in the pathophysiology of several other neurobehavioral disorders. Plasma biomarkers of oxidative stress have been reported in autistic children; however, intracellular redox status has not yet been evaluated. Lymphoblastoid cells (LCLs) derived from autistic children and unaffected controls were used to assess relative concentrations of reduced glutathione (GSH) and oxidized disulfide glutathione (GSSG) in cell extracts and isolated mitochondria as a measure of intracellular redox capacity. The results indicated that the GSH/GSSG redox ratio was decreased and percentage oxidized glutathione increased in both cytosol and mitochondria in the autism LCLs. Exposure to oxidative stress via the sulfhydryl reagent thimerosal resulted in a greater decrease in the GSH/GSSG ratio and increase in free radical generation in autism compared to control cells. Acute exposure to physiological levels of nitric oxide decreased mitochondrial membrane potential to a greater extent in the autism LCLs, although GSH/GSSG and ATP concentrations were similarly decreased in both cell lines. These results suggest that the autism LCLs exhibit a reduced glutathione reserve capacity in both cytosol and mitochondria that may compromise antioxidant defense and detoxification capacity under prooxidant conditions.

    So, ich denke, jetzt habe ich genug getan, wer weiterhin Brian Deer als seine Informationsquelle nutzen will, bitteschön, wir sind ein freies Land.

    Wem Wolfgangs versicherungen es gäbe keine Hinweisedaß Kinder mit Autismus Probleme mit dem Immunsystem haben, bitteschön, das ist für mich OK.

    Und wer glaubt, Impfgegener ließen sich von der verdammung Wakefields beeindrucken, der irrt. Impfgegener lehnen den Impfgedanken ab. Die interessiert die Forschung mit dem Ziel Impfen verträglicher und sicherer FÜR ALLE zu machen eine nassen Kehricht.

    Etikettenschwindel geschieht, wenn Menschen, die darum ringen zu verstehen, warum ihre Kinder krank wurden verteufelt werden.

    @Ali
    Diese Menschen haben sogar das Recht Politik zu machen. Das offenbar jedes jahr mehr Kinder mit Autismus diagnostiziert werden, sind sie bald ein echter Faktor.

    Wenn es mehr Menschen wie Bernadette Healy gäbe, dann hätten wir bald Ruhe.

    Denn: Ängste, die um Vermutungen ranken sind schwer zu bekämpfen.
    Für eine Nutzen-Risiko-Abwägung braucht man Maß und Zahl.

    Und ich werde mich jetzt ganz einfach mal ein paar Jahre ruhig zurücklehne, und schauen, wie diese Zahlen aussehen werden.

    Und damit wünsche ich ein frohes Polarisieren weiterhin

  72. #72 Dagmar Landsberger
    Februar 9, 2010

    @Glycipher:

    Ich bin nicht derjenige, der entschieden hat im Fall Poling. Das war ein amerikanisches Gericht. Entscheiden´d war im fall Poling daß ihr Vater den Vorgang der Regression akribisch und medizinisch relevant festhielt – er ist Neurologe.

    Dieser Fall war es wohl der Bernadette Healy zu folgender Stellungnahme brachte:

    “Dr. Bernadine Healy is a physician, educator, and health administrator who was the first woman to head the National Institutes of Health (NIH) as its Director from 1991 to 1993.”

    http://www.usnews.com/health/blogs/heart-to-heart/2009/04/14/the-vaccines-autism-war-dtente-needed.html

    “…..Finally, are certain groups of people especially susceptible to side effects from vaccines, and can we identify them? Youngsters like Hannah Poling, for example, who has an underlying mitochondrial disorder and developed a sudden and dramatic case of regressive autism after receiving nine immunizations, later determined to be the precipitating factor. Other children may have a genetic predisposition to autism, a pre-existing neurological condition worsened by vaccines, or an immune system that is sent into overdrive by too many vaccines, and thus they might deserve special care. This approach challenges the notion that every child must be vaccinated for every pathogen on the government’s schedule with almost no exception, a policy that means some will be sacrificed so the vast majority benefit.

    These are all reasonable issues, and considering them with some flexibility would go a long way to resolving many of the frictions aired by Larry King. President Obama and other leaders have recognized that the vaccine-autism connection is not resolved, and research on autism is singled out as a priority in the president’s current budget. Some have lobbied to keep vaccines out of the government’s autism research agenda, because they see the case as closed and fear further study will threaten confidence in vaccines. Doing so would be just plain wrong.

    Less than a year ago, the National Institutes of Health put out a call for expanded research on vaccine safety that contains many of the very things that parents are asking for: examination of the way the immune system handles different vaccines, the impact of nonvaccine components (like mercury and aluminum), and better understanding of susceptibility to vaccine side effects. The government laid out the need for markers that might predict vulnerable groups and proposed research on the comparative effect of different vaccine schedules and combinations of vaccines. This work is long overdue; shockingly, so is a study comparing groups of vaccinated and unvaccinated children”

    Und ich habe aber so etwas von überhaupt keine Ahnung, ob in den 9 Impfungen MMR enthalten waren.

    MMR ist in vom Tisch.

  73. #73 Dagmar Landsberger
    Februar 9, 2010

    Dagda wrote:

    Das es möglicherweise in einzelfällen eine zusammenhang gibt schließt es nicht aus, aber welches Interesse können autistische Kinder daran haben? Welche Konsequenz hat das für ihre Behandlung?

    Im Fall Poling hat eine Aufholimpfaktion mit 9 Impfstoffen an einem Tag nach Ansicht der Experten, denen vor gericht Recht gegeben wurde eine Überlastung des Immunsystems mit einer Regression in eine Autismus hervorgebracht.

    Wie oben zu lesen war, ist das Immunsystem von autistischen Kindern keineswegs unauffällig.

    Im Fall Poling lag eine schwere mitochondriale Störung vor.

    Gucken wir doch mal wieder bei PubMed:

    Stichworte: Autism mitochondrial

    Hier liegen 70 Arbeiten vor, ich bin so freundlich ein paar zu servieren:

    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19946417?itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_RVDocSum&ordinalpos=3

    Recent advances in the pathogenesis of syndromic autisms.

    Benvenuto A, Manzi B, Alessandrelli R, Galasso C, Curatolo P.

    Pediatric Neurology Unit, Department of Neuroscience, “Tor Vergata” University of Rome, 00133 Rome, Italy.

    Background. Current advances in genetic technology continue to expand the list of medical conditions associated with autism. Clinicians have to identify specific autistic-related syndromes, and to provide tailored counseling. The aim of this study is to elucidate recent advances in autism research that offer important clues into pathogenetic mechanisms of syndromic autism and relevant implications for clinical practice. Data Sources. The PubMed database was searched with the keywords “autism” and “chromosomal abnormalities,” “metabolic diseases,” “susceptibility loci.” Results. Defined mutations, genetic syndromes, and metabolic diseases account for up to 20% of autistic patients. Metabolic and mitochondrial defects may have toxic effects on the brain cells, causing neuronal loss and altered modulation of neurotransmission systems. Alterations of the neocortical excitatory/inhibitory balance and perturbations of interneurons’ development represent the most probable pathogenetic mechanisms underlying the autistic phenotype in Fragile X-Syndrome and Tuberous Sclerosis Complex. Chromosomal abnormalities and potential candidate genes are strongly implicated in the disruption of neural connections, brain growth, and synaptic/dendritic morphology. Conclusion. Metabolic testing may be appropriate if specific symptoms are present. High-resolution chromosome analysis may be recommended if a specific diagnosis is suspected because of obvious dysmorphisms. Identifying cryptic chromosomal abnormalities by whole genome microarray analysis can increase the understanding of the neurobiological pathways to autism.

    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19773461?itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_RVDocSum&ordinalpos=6

    Fever Plus Mitochondrial Disease Could Be Risk Factors for Autistic Regression.

    Shoffner J, Hyams L, Niedziela-Langley G, Cossette S, Mylacraine L, Dale J, Ollis L, Kuoch S, Bennett K, Aliberti A, Hyland K.

    Medical Neurogenetics and Georgia State University, Atlanta, Georgia.

    Autistic spectrum disorders encompass etiologically heterogeneous persons, with many genetic causes. A subgroup of these individuals has mitochondrial disease. Because a variety of metabolic disorders, including mitochondrial disease show regression with fever, a retrospective chart review was performed and identified 28 patients who met diagnostic criteria for autistic spectrum disorders and mitochondrial disease. Autistic regression occurred in 60.7% (17 of 28), a statistically significant increase over the general autistic spectrum disorder population (P < .0001). Of the 17 individuals with autistic regression, 70.6% (12 of 17) regressed with fever and 29.4% (5 of 17) regressed without identifiable linkage to fever or vaccinations. None showed regression with vaccination unless a febrile response was present. Although the study is small, a subgroup of patients with mitochondrial disease may be at risk of autistic regression with fever. Although recommended vaccinations schedules are appropriate in mitochondrial disease, fever management appears important for decreasing regression risk. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19608392?itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_RVDocSum&ordinalpos=8

    Novel plasma phospholipid biomarkers of autism: mitochondrial dysfunction as a putative causative mechanism.

    Pastural E, Ritchie S, Lu Y, Jin W, Kavianpour A, Khine Su-Myat K, Heath D, Wood PL, Fisk M, Goodenowe DB.

    Phenomenome Discoveries Inc., 204-407 Downey Road, Saskatoon, Saskatchewan, Canada S7N 4L8.

    Autism is a neurological disorder that manifests as noticeable behavioral and developmental abnormalities predominantly in males between the ages of 2 and 10. Although the genetics, biochemistry and neuropathology of this disease have been extensively studied, underlying causal factors to this disease have remained elusive. Using a longitudinal trial design in which three plasma samples were collected from 15 autistic and 12 non-autistic age-matched controls over the course of 1 year, universal and unambiguous alterations in lipid metabolism were observed. Biomarkers of fatty acid elongation and desaturation (poly-unsaturated long chain fatty acids (PUFA) and/or saturated very long chain fatty acids (VLCFA)-containing ethanolamine phospholipids) were statistically elevated in all autistic subjects. In all 8 of the affected/non-affected sibling pairs, the affected sibling had higher levels of these biomarkers than the unaffected sibling. Exposure of neurons, astrocytes and hepatocytes in vitro to elevated extracellular glutamate levels resulted in lipid biomarker changes indistinguishable from those observed in autistic subjects. Glutamate stress also resulted in in vitro decreased levels of reduced glutathione (GSH), methionine and cysteine, in a similar way to the decreases we observed in autism plasma. Impaired mitochondrial fatty acid oxidation, elevated plasma VLCFAs, and glutamate toxicity as putative causal factors in the biochemistry, neuropathology, and gender bias in autism are discussed.

    Teil 1 Teil 2 folgt

  74. #74 Dagmar Landsberger
    Februar 9, 2010

    Dagda Teil2

    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19360665?itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_RVDocSum&ordinalpos=11

    Mitochondrial aspartate/glutamate carrier SLC25A12 gene is associated with autism.

    Turunen JA, Rehnström K, Kilpinen H, Kuokkanen M, Kempas E, Ylisaukko-Oja T.

    Department of Molecular Medicine and Institute for Molecular Medicine, Finland, National Public Health Institute, Helsinki, Finland. joni.turunen@helsinki.fi

    Two single nucleotide polymorphisms (SNP) within Mitochondrial Aspartate/Glutamate Carrier SLC25A12 gene have recently shown to be strongly associated with autism. Here, we attempted to replicate this finding in two separate Finnish samples with autism spectrum disorders. Family-based association analysis of two SNPs, rs2056202 and rs2292813, previously shown to be associated with autism was performed in two samples with different phenotypic characteristics. The samples included 97 families with strictly defined autism and 29 extended families with Asperger syndrome (AS). We detected association at rs2292813 (FBAT, P=0.0018) in the Finnish autism sample. In, addition other family-based analysis methods supported this finding. By contrast, analysis of the AS sample yielded no evidence for association. This study shows further support that genetic variants within SLC25A12 gene contribute to the etiology of autism.

    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19307255?itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_RVDocSum&ordinalpos=12

    Cellular and mitochondrial glutathione redox imbalance in lymphoblastoid cells derived from children with autism.

    James SJ, Rose S, Melnyk S, Jernigan S, Blossom S, Pavliv O, Gaylor DW.

    Department of Pediatrics, University of Arkansas for Medical Sciences, Arkansas Children’s Hospital Research Institute, 1120 Marshall St., Little Rock, AR 72202, USA. jamesjill@uams.edu

    Research into the metabolic phenotype of autism has been relatively unexplored despite the fact that metabolic abnormalities have been implicated in the pathophysiology of several other neurobehavioral disorders. Plasma biomarkers of oxidative stress have been reported in autistic children; however, intracellular redox status has not yet been evaluated. Lymphoblastoid cells (LCLs) derived from autistic children and unaffected controls were used to assess relative concentrations of reduced glutathione (GSH) and oxidized disulfide glutathione (GSSG) in cell extracts and isolated mitochondria as a measure of intracellular redox capacity. The results indicated that the GSH/GSSG redox ratio was decreased and percentage oxidized glutathione increased in both cytosol and mitochondria in the autism LCLs. Exposure to oxidative stress via the sulfhydryl reagent thimerosal resulted in a greater decrease in the GSH/GSSG ratio and increase in free radical generation in autism compared to control cells. Acute exposure to physiological levels of nitric oxide decreased mitochondrial membrane potential to a greater extent in the autism LCLs, although GSH/GSSG and ATP concentrations were similarly decreased in both cell lines. These results suggest that the autism LCLs exhibit a reduced glutathione reserve capacity in both cytosol and mitochondria that may compromise antioxidant defense and detoxification capacity under prooxidant conditions.

    So, ich denke, jetzt habe ich genug getan, wer weiterhin Brian Deer als seine Informationsquelle nutzen will, bitteschön, wir sind ein freies Land.

    Wem Wolfgangs versicherungen es gäbe keine Hinweisedaß Kinder mit Autismus Probleme mit dem Immunsystem haben, bitteschön, das ist für mich OK.

    Und wer glaubt, Impfgegener ließen sich von der verdammung Wakefields beeindrucken, der irrt. Impfgegener lehnen den Impfgedanken ab. Die interessiert die Forschung mit dem Ziel Impfen verträglicher und sicherer FÜR ALLE zu machen eine nassen Kehricht.

    Etikettenschwindel geschieht, wenn Menschen, die darum ringen zu verstehen, warum ihre Kinder krank wurden verteufelt werden.

    @Ali
    Diese Menschen haben sogar das Recht Politik zu machen. Da offenbar jedes jahr mehr Kinder mit Autismus diagnostiziert werden, sind sie bald ein echter Faktor.

    Wenn es mehr Menschen wie Bernadette Healy gäbe, dann hätten wir bald Ruhe.

    Denn: Ängste, die um Vermutungen ranken sind schwer zu bekämpfen.
    Für eine Nutzen-Risiko-Abwägung braucht man Maß und Zahl.

    Und ich werde mich jetzt ganz einfach mal ein paar Jahre ruhig zurücklehnen, und schauen, wie diese Zahlen aussehen werden. Dann ist es hoffentlich wieder möglich zu diskutieren, ohne daß sich die Fronten inn dieser unsinnigen Weise verhärten.

    Und damit wünsche ich ein frohes Polarisieren weiterhin

  75. #75 wolfgang
    Februar 9, 2010

    Wolfgang wrote:

    Das ist doch die falsche Frage- die richtige Frage wäre: Gibt es ein Problem mit dem Immunsystem- und das ist bei Autismus Kindern offensichtlich nicht der Fall.
    Und warum sollte bei einer genetische Störung der Mitochondrien eine Impfung weniger verträglich sein?

    Lieber Wolfgang, das KANN doch nicht Dein Ernst sein?

    Na ja das hab ich etwas verkürzt geschrieben.
    Die Frage war- und das ist aus dem Zusammenhang ersichtlich- Gibt es bei Autisten ein Problem mit dem Immunsystem hinsichtlich Impfungen? Und da ist für mich die Antwort.offensichtlich nicht.

    Das es komplexe immunologische Zusammenhänge gibt hat ja Dagmar oben ausführlich erläutert.

    Deswegen ist aber Autismus und seine Subformen aber noch lange keine Kontraindikation zum Impfen.
    Kranke Kinder sollen impfmäßig besonders betreut werden. Schön langsam verzieht sich ja auch das Dogma, dass Immunsuppression eine Kontraindikation für Impfungen darstellt. Das kann so sein, trifft aber für die meisten Fälle nicht zu- und wenn es nicht zutrifft, können und sollen diese Kinder geimpft werden. Und wenn wirklich mal eine Kontraindikation (vorübergehend oder dauernd) vorliegt, soll halt die Umgebung geimpft werden (man nennt es cocooning). Auch kranke Kinder haben ein Recht auf Impfschutz- solange keine KI vorliegt.
    Und Autismus ist keine KI bei Impfungen- sonst wären ja auch alle Autisten nicht geimpft worden mit MMR oder thiomersalhaltigen Impfstoffen.

  76. #76 Dagda
    Februar 9, 2010

    @Dagmar Landsberger
    Und jetzt? Das was wolfgang gesagt hat gilt docg immer noch. Impfungen sind grade bei autistschen Kindern wichtig und das es auch bei Impfungen Nebenwirkungen gibt ist auch kein Geheimnis und es scheint ja sogar so zu sein das Forschung in die Richtung betrieben wird, aber sie haben meine Frage noch nicht beantwortet:
    Was ist den die Konsequenz daraus?

  77. #77 Dagda
    Februar 9, 2010

    @Dagmar Landsberger
    Was haben mitochondropathien und Stoffwechselstörungen mit Impfungen zu tun? Das sind Pathomechanismen die bei vielen Krankheiten eine Rolle spielen. (Bei einem Überflug über Pubmed werden Mitochondrien und Störungen der Calziumhomöosthase mit einer Reihe neurologischen/psychiatrischen Krankheiten in Verbindung gebracht, so watt ) Zum Fall Poling hat Paul Offit ein relativ treffenden Kommentar im NEJM, auch bei ihr ist es unwahrscheinlich das die Impfungen eine Rolle bei der Entwicklung ihres Autismus gespielt haben. (Menschen mit ihrer Stoffwechselstörung entwickeln in den ersten 2 lebensjahren neurologische Symptome ob sie nun geimpf wurden oder auch nicht, hinzu kamm bei dem Fall dass das Mädchen recurrente Infektionen hatte (Otitis media etc), so dass es vollständig implausibel ist warum jetzt grade die Impfung dafür verantwortlch sein soll). Nebenbei Gerichtsurteile sagen rein gar nichts über eine wissenschaftliche Beweislage aus.

  78. #78 sil
    Februar 9, 2010

    Das geht noch weiter, Dagda.
    Dagmar Landsberger· 09.02.10 · 09:49 Uhr

    Wenn es mehr Menschen wie Bernadette Healy gäbe, dann hätten wir bald Ruhe.

    Der Frau Healy hat Orac schon einen kompletten Blogpost spendiert. Die war “person of the year for 2008” von age of autism. Das ist die amerikanische Impfgegnerszene, in der wir uns nicht so gut auskennen. Deswegen fällt dieses Namedropping in den deutschen SBs nicht so schnell auf.
    http://scienceblogs.com/insolence/2009/04/bernadine_healy_flirtin_with_the_antivac.php

    In einem HPV-Thread bei Marcus gibt es auch schon ellenlange Kommentare von Frau Landsberger:
    http://www.scienceblogs.de/plazeboalarm/2008/12/hpv-nobelpreistrager-kontert-manifestschreibern.php

    Liest sich dort auch wie “green our vaccines”.

  79. #79 Karl Mistelberger
    Februar 22, 2010

    The fall of Andrew Wakefield:

    February 23, 2004: Dr Wakefield states, “I’d welcome inquiry”

    “Serious allegations have been made against me in relation to the provision of clinical care for children with autism and bowel disease, and the reporting of their disease. It has been proposed that my role in this matter should be investigated by the GMC. I not only welcome this, I insist on it and I will be making contact with the GMC personally.”

    http://www.sciencebasedmedicine.org/?p=3941

  80. #80 buche
    Lochau
    April 18, 2013

    Den Menschen wurde über Jahrzehnte in die Gehrine gemeißelt: Alles muss durch Studien belegt sein! Was sind solche Impfstudien manchmal wert? Sie werden fast zur Gänze von Pharmaunternehmen/Impfstoffherstellern finaniert und in Auftrag gegeben. Wie hier gelogen und betrogen wird, Statistiken gefälscht, Impf-Begleitstoffe in Placebos verwendet werden (z. B. HPV), ist hinlänglich bekannt und erwiesen. Solange Impfstoffhersteller nur jene Stoffe (Zusatzstoffe) deklarieren müssen, die nach der Impfstoffherstellung zugefügt werden und jene Substanzen, die bei der Herstellung verwendet werden, NICHT deklarieren müssen und hinter dem Betriebsgeheimnis verstecken dürfen, sind diese Studien nichts wert, weil kaum eine korrekt durchgeführt wird. Impfstoffe beinhalten 80 – 100 teils giftige Substanzen (“Vervengifte”). Niemand, außer den Pharmafirmen weiß, was hier tatsächlich massenhaft an Babys und Erwachsene vermipft wird. Und die Menschen kann man immer noch mit solchen Studien beinflussen/beeindrucken. Soblad man diese Vrogangsweise nach den Methoden der Staatsanwaltschaft und Kriminalisten hinterfragen würde, wäre der Schwindel und die Unhaltbarkeit sehr schnell bewiesen. Aber an der “Heiligen Kuh – Krankes Gesundheitswesen” und Impfungen, darf nicht gerüttelt werden. Hier gilt im Sinne der profitieren Industrie eine Art “Narrenfreiheit.”
    Ein logischer Hausverstand ist hier wesentlich hilfreicher, als diese verlogene Medizin/Wissenschaft. Denn dieser Hausverstand sagt uns, dass sich bei Kindern kein normales Immunsystem mehr entwickeln kann, wenn fortlaufend hogiftige Chemiecocktails in Form von Impfungen zugefhrt werden und dass diese massenhafte Giftüberschüttung die Zellen/Gesundheit schädigen. Nicht die abgetöteten Viren in den Impfstoffen, sondern die hoch giftigen Begleitstoffe sind das Problem, die notwendig sind, um überhaupt eine Impfreaktion hervorzurufen. Schaut man genauer hin, dient dieser ganze Impfzirkus hauptsächlich den Pharmafirmen und ihren Aktionären. Es geht ums Geld, sonst um nichts.

    Ohne Experten gesünder? Schauen wir doch einfach mal in die Natur und frei lebende Tierwelt. Wild lebende Tiere sind grundsätzlich von der Gebrut bis zu ihren Tod gesund – weil hier keine (korrupten) Experten am Werk sind. Sie leben anturidnetisch ohn äußere Einflüsse. Sobald diese Tiere ihrer artgerechten Nahrung und Lebensräume beraubt werden (z.B. Zootiere) und sie artfremder Nahrung sowie der modernen Medizin, (Untersuchungen, Impfungen) unterworfen werden, treten bei diesen Tieren dieselben Zivilisationskrankheiten auf, wie bei den Menschen in der industiralisierten westlichen Welt.
    Die beste “Impfung” für Mensch und Tier ist nach wie vor naturbelassene, nährstoffreiche Ernährung/Lebensweise, regelmäßig Bewegung, einfache, aber glückliche Lebensumstände. Die einzig wahre Studie liefert uns auch hier die Natur. Die Natur ist nicht korrumpierbar, wie Wissenschafter, Impfexperten, RKI, PEI usw. Die Natur lügt nicht. Sie zeigt uns die Tatsachen für alle Lebsgrundlagen auf, die von der Wissenschaft/Medizin im Sinne der Aufrechterhaltung des profitablen Medizinwesens grundsätzlich missachtet werden (müssen). Ein Blick in die Vergangenheit zeigt uns unmissverständlich: Die Zuhnahme an chronischen Erkrankungen, die enorme Häufung an Krankheiten ist schrittgleich mit dem Aufschwung der Chemie- Medizin- und Medikamentenindustrie, mit der Denaturierung und Chemisierung der Nahrungsmittel und dem stetig wachsenden Ärztepool erfolgt. Also ein hausgemachtes Produkt der von Kranken profitierenden Elite.

    Wer heute gesund sein will, muss sich selbst darum kümmern und sich aus untrüglichen Quellen (Natur) informieren, anstatt die Verantwortung für die eigene Gesundheit beim Arzt abgeben und sich mit (krank machenden) Meidkamenten, Impfungen schützen wollen. Ein kalrer Hausverstand und die Bereitschaft zur Normaliät sind dafür ausreichend. Aber es ist eben bequemer, in den alten eingefahrenen Geleisen weiter zu torkeln, sich von den Medien manipulieren zu lassen, Arztbesuche zu absolvieren, Tabletten und Impfungen zu konsumieren, als sein Leben zu ändern.

    Dass ungefimpte Kinder gesünder sind als geimpte geht auch aus einer groß angelegten Studie des impffreudigen Robert-Koch-Institutes hervor, das ja neben dem PEI für Impfungen zuständig ist. Einen ausführlichen Bericht dazu können Sie z.B. hier einsehen: http://www.postswitch.de/wissenswertes/1141.htm.

    So bleibt es jedem selbst überlassen, sich auf die manipulativen Werbungen/Behandlungen der profitablen Krankheitsindustrie zu verlassen, oder mit einfachsten, natürlichen Mitteln (Ernährung, Nährstoffe…) selbst für die eigene Gesundheit zu sorgen.
    Mit freundlichen Grüßen und dem Wunsch nach einer Medizin mit mehr Normalität anstatt Profitstreben
    buche