Private Finanzierung öffentlicher Bildungseinrichtungen ist grundsätzlich zu begrüßen, solange sie keinen Einfuss auf die bestehenden Lehrinhalte hat. Bildungsgebühren jeglicher Art schränken den Zugang zu Bildung ein und sind deshalb kategorisch abzulehnen.

https://www.piratenpartei.de/tmp/Wahlprogramm_Bundestagswahl2009.pdf

Ökologisch-Demokratische Partei (ödp)

Eine Beteiligung der Studierenden an den eigenen Ausbildungskosten soll nur in Sonderfällen erfolgen, etwa bei einer erheblichen Überschreitung der Studienzeit. In jedem Fall muss dar erste, qualitativ dem Diplom oder Magister vergleichbare Abschluss gebührenfrei bleiben. Allgemeine Studiengebühren würden bestimmte soziale Schichten ausgrenzen und die Studienzeiten verlängern, da häufig zeitintensive Nebenjobs zur Erwirtschaftung der Studiengebühren angenommen werden müssten.

https://oedp.de/files/pdf/programme/BundespolitischesProgramm.pdf

Inteessanterweise hat auch die NPD eine rationale Aussage zum Thema Studiengebühren in ihrem Wahlprogramm, die ich aus Gründen der Vollständigkeit nicht unter den Tisch fallen lassen will.

Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD)

Bildung ist eine der Kernaufgaben eines Staates. Die NPD lehnt deshalb die Privatisierung des Bildungssektors ab. Ebenso spricht sich die NPD gegen Studiengebühren für das Erststudium aus.

Bevor nun aber jemand denkt, die wären vielleicht doch wählbar, anbei noch ein weiteres Zitat aus dem Abschnitt zum Thema Bildungspolitik im NPD-Wahlprogramm:

Eine Trennung von deutschen und ausländischen Kindern in den Schulklassen muß umgehend realisiert werden. Aufgrund des oft mangelnden Sprach- verständnisses und der – eventuell – ethnisch bedingten unterschiedlichen Lernbereitschaft wäre der Lernerfolg so für beide Gruppen besser, und Ausländer wären problemloser in ihre Herkunftsländer zurückzuführen.

Auf einen PR7-Backlink verzichte ich aus naheliegenden Gründen.

Und nicht vergessen: Wer nicht zur Wahl geht, darf hinterher auch nicht meckern!

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Kommentare (1)

  1. #1 Odysseus
    22. September 2009

    Da die Entscheidung tatsächlich reine Ländersache ist, hat das Ergebnis der Bundestagswahlen bestenfalls symbolischen Einfluss auf die Studiengebühren. Bis zur nächsten Landtagswahl ist angehenden Studenten daher nur nahezulegen, bei der Entscheidung für eine Hochschule auf die örtliche Regelung zu achten — es ist zwar verständlich, dass jemand für das öffentliche Bildungswesen bezahlen muss, aber das kann m.E. durchaus die Öffentlichkeit tun. Steuergelder kann man kaum sinnvoller einsetzen als für Universitäten.