1986 hat Giotto den Halleyschen Kometen aus der Nähe untersucht und die Sonde Galileo hat Anfang der 1990er den Asteroiden Ida und Gaspra einen Besuch abgestattet. Deep Space 1 näherte sich 1999 dem Asteroiden Braille. Die Raumsonde NEAR SHoemaker flog zum Asteroiden Eros und hat es am 12. Februar 2001 sogar geschafft, sicher auf dessen Oberfläche zu landen! Und das obwohl die Sonde gar nicht für eine sichere Landung ausgelegt war…

2005 hat die Sonde Hayabusa Bodenproben vom Asteroiden Itokawa genommen und wenn alles klappt, wird sie im Juni hier eintreffen und die Proben auf der Erde abliefern.

Die Raumsonde Rosetta, die eigentlich 2014 auf dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko landen soll, hat auf ihrem Weg im Jahr 2008 den Asteroiden Steins besucht.

Die Sonde Dawn soll die großen Asteroiden Vesta und Ceres besuchen – allerdings wird sie auch erst 2011 bzw. 2015 eintreffen.

Das sind alles tolle Ergebnisse und mehr werden folgen. Aber von einem wirklich umfassenden Verständnis der Geologie der Asteroiden/Kometen sind wir trotzdem noch weit entfernt.

Aber wie auch immer die Resultate der zukünftigen Asteroidenforschung aussehen werden – wenn die Menscheit nicht zufällig doch noch eine gewaltige Superwaffe erfindet, mit der sich Asteroiden pulverisieren lassen, sollten wir uns im Fall des Falles lieber was anderes ausdenken.

Einen Asteroiden im Bruce-Willis Stil in die Luft jagen zu wollen, ist definitiv die falsche Methode. Zu den richtigen Methoden werde ich dann im nächsten Teil mehr sagen.


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Kommentare (9)

  1. #1 rolak
    9. Februar 2010

    Nun ja, wenn man ‘Explosion’ recht frei auslegt und die Zeitlupenvariante nimmt.. aber das kommt dann wohl noch unter dem Punkt ‘Schubsen’. Dramaturgisch wäre das natürlich ‘eine Pleite: Jahrelange bewegungsarme Sequenzen. Aber die Reaktion <etwas Großes stört> => <kaputtmachen> scheint tief zu sitzen 🙂

  2. #2 Arnd
    10. Februar 2010

    Bin ja mal gespannt was Florian für richtige Methoden hält. Was mir bekannt ist sind die folgenden:

    1) Weis anmalen (Strahlungsdruck der Sonne bewegt Asteroiden)

    2) Raketentriebwerk im 90 Grad Winkel verankern und zünden

    3) Sonnensegel anbringen

    4) Staubwolke VOR dem Asteroiden ausbringen (hab ich mal gehört, dass das reichen soll, glaub ich aber ehrlich gesagt nicht dran).

  3. #3 JV
    10. Februar 2010

    Weis anmalen? Da kommt ein Asteroid und wir pinseln einen Fußballspieler an? Warum?

    http://de.wikipedia.org/wiki/Tobias_Weis_(Fu%C3%9Fballspieler,_1985)

    😉

  4. #4 vsnfd
    10. Februar 2010

    Zu dem Thema füge ich mal einen Literaturtipp an.
    Tod aus dem All: Wie die Welt einmal untergeht von Philip Plait. Im ersten Kapitel geht es um Meteoroide und was man dagegen tun kann. Oder auch nicht.

    Wenn ich das ganze Buch durch hab, schreib ich vielleicht eine Rezension.

  5. #5 Newton
    10. Februar 2010

    Das mit dem weis anmalen hat der Kollege Lesch letzten auch in seiner Sendung erwähnt.
    Durch die weise Farbe, wird ein vom Sonnenwind erzeugter Impuls auf den Asteroid ausgeübt, welcher diesen ausbremst bzw. seine Bahn so verändert, dass der die Erde verfehlt.

  6. #6 Marek
    10. Februar 2010

    Weise anmalen ist gut, am besten weiß. 🙂

  7. #7 Eddy
    11. Oktober 2010

    Ich sehe mir auch lieber Armageddon an als Deep Impact. Aber die Bilder im Weltraum, von dem Asteroiden und auch auf dem Asteroiden sind extrem absurd.

    Was die Sprengung selbst bewirkt müsste man ja eigentlich bei jedem Asteroiden einzeln abschätzen?!

    Und es kann so vieles schief gehen. Man müsste erst einmal “sicher” sein, dass man die Situation nicht verschlimmert. …

  8. #8 Eddy
    11. Oktober 2010

    @Arnd

    Das einzige was mir einfällt ist der Raketenantrieb. Aber auch dann müsste man die Zusammensetzung kennen.

    Sonnensegel wären gut damit man keinen Sonnenbrand bekommt 😉

    Das Problem ist dass es meist schon zu spät ist wenn man die Gefahr erkennt. Am Besten währe wohl doch die Wasserstoffbombe.

  9. #9 Michael
    7. November 2010

    Das A und O der Asteroidenabwehr ist die Erfassung aller größeren (ca.500m) Asteroiden im Sonnensystem und ihrer Bahnen und ein Automatisches Weitreichendes Überwachungssystem. Die Wasserstoffbombe finde ich ist eine sehr gute Variante der Asteroidenabwehr vor 50 Jahren gabs da schon die Zar mit 50Mt! heutzutage ist diese Sprengkraft sicher “Veraltet” 500MT dürften heutzutage leicht machbar sein in relativ kompakter Ausführung versteht sich. Selbst wenn man damit keinen Asteroiden mit etwa 50km zerstören könnte so kann man doch gewaltige Massenmenge heraussprengen was genügend Impuls für eine ausreichende Bahnänderung liefern würde. Das gute an der Asteroidenabwehr ist die Tatsache das große gefährliche Asteroiden im Normalfall früh erkannt werden kleine und damit ungefährlichere eher später oder gar nicht… man wird also bei großen Brocken ausreichend Zeit haben. Die Vorwarnzeit entscheidet darüber ob ich den Asteroiden nur anstubse oder ihm einen 1000MT Gruß schicken muss….