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Das die Welt 2012 nicht untergehen wird, sollte mittlerweile jedem klar sein, der sich über dieses Thema halbwegs vernünftige Gedanken gemacht hat. 2012 werden auch noch eine Menge weitere Dinge nicht geschehen: die Erde wird zum Beispiel nicht “umkippen”; die Ausrichtung der Erdachse wird sich nicht ändern: den viel beschworenen “Polsprung” wird es nicht geben. Und auch das die echte Wissenschaft diesen Begriff verwendet ändert daran nichts. Wenn man in der Geophysik von “Polsprung” redet, dann meint man damit keine Veränderung der Erdachse sondern eine Umpolung des Magnetfeldes. So etwas ist in der Vergangenheit tatsächlich schon öfter vorgekommen und das haben mittlerweile auch einige der Weltuntergangspropheten und Esoteriker mitbekommen und ihre “Theorien” entsprechend abgeändert. Da sich das Magnetfeld während der Umpolung abschwächt erreicht uns auf der Erdoberfläche zu dieser Zeit der verstärkt der Sonnenwind was dann wahlweise zu Katastrophen oder einem “Bewusstseinsprung” führen soll. Kürzlich haben Geophysiker nun Forschungsergebnisse veröffentlicht, die nahelegen, dass so ein Polsprung nicht immer einige tausend Jahre dauert so wie bisher angenommen sondern unter Umständen auch viel schneller, während weniger Jahre oder gar Monate ablaufen kann. Dieser “spontane Polsprung” wird nun immer wieder als Beleg für das nahende Unheil bzw. den nahenden Bewusstseinssprung gebracht. Was steckt da aber wirklich dahinter?

Erstmal ein paar grundlegende Fakten. Unsere Erde hat ein Magnetfeld. Das liegt – simpel gesagt – daran, dass sie einen teilweise flüssigen Kern aus Eisen hat der sich schnell dreht. So entsteht ein Magnetfeld und man kann sich die Angelegenheit vereinfacht so vorstellen, als hätte man da einen gewaltigen Stabmagneten in der Erde mit einem magnetischen Nordpol und einem magnetischen Südpol. Diese Magnetpole liegen in der Nähe der geografischen Pole – aber sie sind nicht identisch und weil das Erdmagnetfeld auch nicht ständig konstant ist ändert sich auch die Position der Pole im Laufe der Zeit immer ein wenig. Manchmal aber ist die Änderung größer. Dann wird das Magnetfeld immer schwächer und schwächer – und baut sich dann in umgekehrter Polarität wieder auf. Sowas kommt alle paar hundertausend Jahre vor und es dauert normalerweise einige tausend Jahre bis dieser Vorgang abgeschlossen ist.

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Das wissen wir übrigens aus der Untersuchung von Steinen (Steine sind cool!). Wenn zum Beispiel Lava aus dem Erdinneren austritt und magnetische Bestandteile enthält, dann richten die sich nach dem Erdmagnetfeld aus. Wird die Lava dann zu festen Gestein, dann bleibt diese Ausrichtung im Gestein erhalten. So kann man auch noch Millionen Jahre später herausfinden, wie das Magnetfeld gerade orientiert war, als das Gestein entstanden ist. Scott Bogue und Jonathan Glen haben nun Steine vom Battle Mountain in Nevada untersucht. Dort ist anscheinend vor etwa 16 Millionen Jahren ein Vulkan ausgebrochen und man kann heute noch einen erstarrten Lavastrom sehen. Dieser Lavastrom wurde durch einen zweiten Vulkanausbruch erneut aufgeschmolzen. Bogue und Glen konnten nun feststellen, dass sich das Magnetfeld zwischen erster und zweiter Aufschmelzung um 53 Grad gedreht hatte. Und das zwischen beiden Ereignissen nur 4 Jahren lagen!

Kann also eine Umpolung des Magnetfeldes doch viel schneller ablaufen? Nur wenige Jahre anstatt einiger tausend Jahre? Auch wenn die Daten das nahezulegen scheinen; noch weiß man es nicht sicher. Es könnte genausogut sein, dass hier das Magnetfeld einfach kurzfristig lokal gestört wurde – auch sowas kommt vor. Um den schnellen Polsprung eindeutig zu belegen, müsste man auch entsprechende Belege aus anderen Weltgegenden finden.

Aber selbst wenn sich zeigen sollte, dass eine Umpolung tatsächlich viel schneller ablaufen kann als man bisher dachte ist das noch kein Grund zur Panik. Denn so eine Umpolung ist kein Weltuntergang. Immerhin gab es sowas in der langen Geschichte der Erde schon sehr oft – und noch existiert sie. Das Magnetfeld der Erde reicht weit ins Weltall hinaus:

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In dieser künstlerischen Darstellung ist der Abstand zwischen Erde und Sonne natürlich untertrieben – das Magnetfeld reicht aber wirklich weit über die Erde hinaus. Die Magnetopause, das ist der äußerste Punkt des Magnetfeldes auf der Seite der Erde die der Sonne zugewandt ist, ist etwa 10 Erdradien entfernt. Natürlich ist das nicht konstant; das Magnetfeld reagiert z.B. auf den Sonnenwind. Wenn die Sonnenaktivität gerade hoch ist, dann kann das Magnetfeld der Erde zusammengestaucht werden und die Magnetopause rückt näher an die Erde ran. Hier ist eine Simulation, die das zeigt:

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Genau das passiert auch während eines Polsprungs. Das Magnetfeld wird schwächer – verschwindet aber nicht ganz. Das heisst, die Magnetopause rückt näher an die Erde heran. Forscher vom Geoforschungszentrum im Potsdam sagten gegenüber dem Focus, dass die Magnetopause dann auf etwa 5 Erdradien an die Erde heranrücken würde. Das ist nicht sonderlich gefährlich – das passiert auch heute schon immer wieder Mal wenn die Erde von einem größeren Sonnensturm getroffen wird. Und selbst wenn das Magnetfeld ganz weg wäre, hätten wir immer noch die Atmosphäre die viel von der kosmischen Strahlung abfängt. Denn die soll ja unser Verderben sein: ohne Magnetfeld, dass uns vor der Strahlung aus dem All schützt, kommen die Katastrophen – oder der Bewusstseinssprung. Das Sonnenstürme tatsächlich gefährlich sein können bestreitet ja niemand – ich habe das hier detailliert beschrieben. Erhöhte Sonnenaktivität kann auf der Erde beispielsweise dazu führen, dass es zu Störungen im Flugbetrieb kommt (weil die Flugzeuge wegen der höheren Strahlenbelastung tiefer bzw. gar nicht fliegen). Es kann auch zu Stromausfällen kommen – aber auch wenn manche es ordentlich übertreiben brauchen wir kein Angst vor einem Weltuntergang haben. Schon gar nicht 2012. Oder 2013. Momentan gehen ja gerade wieder Meldungen durch die Medien die vor den Sonnenstürmen im Jahr 2013 warnen (hier zum Beispiel – und die BILD-Zeitung warnt sogar vor dem “Mega-Chaos” das uns angeblich bevorsteht). Ist natürlich Unsinn. Zwar gibt es tatsächlich ein Maximum der Sonnenaktivität im Jahr 2013 – das wird aber deutlich schwächer ausfallen als das letzte. Das war übrigens im März 2000 und soweit ich mich erinnere, gab es damals kein “Mega-Chaos”.

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Kommentare (44)

  1. #1 Manea-K
    21. September 2010

    Was soll denn der “äußerste Punkt des Magnetfeldes” sein? Versteh ich nicht. Magnetfelder hören doch nicht einfach auf. Ist das der Punkt an dem das Feld unter einen messbaren Wert sinkt?

  2. #2 Florian Freistetter
    21. September 2010

    @Manea-K: Die Magnetopause ist der abrupte Übergang zwischen dem Magnetfeld und dem Plasma in der Umgebung. Bei der Erde ist das die Grenze des Bereichs, der vom Erdmagnetfeld kontrolliert wird – da, wo der magnetische Druck gerade vom Sonnenwind ausgeglichen wird.

  3. #3 kommentarabo
    21. September 2010

  4. #4 Manea-K
    21. September 2010

    Wow, Danke. Das ist ja spannend. Und der Sonnenwind ist ein Plasma? Oder was für ein Plasma schwirrt da draußen rum?

  5. #5 Bullet
    21. September 2010

    @Florian:

    dass seine Angaben und Belege alle fehlerhaft sind, habe ich ja schon in diesen die Daten nie reproduziert werden konnten.

    Irgendwo da hast du ein oder mehrere Worte verschluckt. Ich weiß nur nicht, welche. ^^

  6. #6 cimddwc
    21. September 2010

    @Bullet: Schau in den Quelltext, sieht lustig aus. :) Da muss was beim Tippen/Verlinken schiefgegangen sein…

  7. #7 Bullet
    21. September 2010

    Ah. Da soll stehen:

    Das Broers hier nicht weiß wovon er redet und dass seine Angaben und Belege alle fehlerhaft sind, habe ich ja schon in diesen beiden Artikeln ausführlich dargelegt. Das aktuelle Interview macht da auch keine Ausnahme. Die Experimente des im Interview angesprochenen Michael Persinger sind zum Beispiel nicht deswegen nicht anerkannt weil das ganze “geheime militärische forschung” ist sondern weil die Daten nie reproduziert werden konnten.

    Verstehe. Ein einzelnes fehlendes abschließendes ” im Link hinter dem Wort “beiden” hat den Text zerkloppt. Ja, passiert manchmal.

  8. #8 MartinS
    21. September 2010

    @Florian
    Das war mal wieder ein klasse Artikel zur rechten Zeit. Danke!

    Ich habe den Eindruck, dass seit 2/3 Monaten wieder *deutlich* mehr auf der Katastrophen-Schiene geschrieben und gesendet wird (über Sky kommt etliches in der Richtung). Die Sendungen sind teilweise außerordentlich gut gemacht (gut gemacht im Sinne von: überzeugend).
    Was aber immer noch nicht so richtig verstanden habe, ist der ‘Mechanismus’ der dahinter steckt!
    Die Medien liefern, was die Auflage / Zuschauerquote hebt! OK!
    Bedeutet: ‘Kunde’ will diese Art von Information. OK!
    Wenn der sensationsgeile Kunde eine Information erhält, die ihn nicht betrifft (Autounfall, Massaker, egal was), dann kann ich das noch ‚irgendwie’ verstehen. Wenn ihm aber gesagt wird, dass dann und dann, die Welt untergeht und er mit ihr, dann sollte er doch eigentlich erschrocken sein, und nichts mehr davon hören wollen.
    Eigentlich sollte diese Info ja nicht den Adrenalin-Kick wie eine Achterbahnfahrt auslösen!
    Wieso also generiert die ‚Untergangsmasche’ immer weiteren Umsatz?

    ‚Unsere’ Lieblingsautoren auf der Schiene haben vielleicht eine Auflage von ein paar hunderttausend Büchern (keine Ahnung!), aber bei 80 Mio Deutschen ist auch das nur ein geringer Prozentsatz. Die Medien erreichen wesentlich mehr (Fernsehen, auflagenstarke Magazine, BLÖD etc). Irgendwie komme ich nicht mit den Missverhältnissen (Medien zu Buchumsatz) klar und auch damit nicht, warum das so ein ‚Selbstläufer’ ist?!

    Klar, „Weltuntergänge“ sind schon immer prophezeit worden, und ich erinnere mich daran, dass in den 80ern (?) irgendeine größere Sekte auf einen Berg (Spanien, Balearen?) wanderte um dort den Untergang zu ‚erleben’. Die allgemeine Reaktion war: „Spinner!“
    Heute würden die sich vor Adepten wahrscheinlich nicht retten können.

    Worin ist diese morbide Interesse am eigenen Untergang begründet?

  9. #9 H.M.Voynich
    21. September 2010

    Harald Lesch berichtete auch davon, daß bei mangelndem Erdmagnetfeld andere Schutzmechanismen aktiv werden, Selbstmagnetisierung in der Ionosphäre oder so.
    http://www.br-online.de/br-alpha/alpha-centauri/alpha-centauri-erdmagnetfeld-2005-ID1207917447092.xml
    (Dort erzählt er auch, daß die Umpolung längst über-überfällig ist.)
    Ist mittlerweile auch schon wieder über 5 Jahre her, vielleicht gibts mittlerweile was aktuelleres darüber?
    Zum Beispiel über die sonnenzugewandte Seite der Venus?

  10. #10 H.M.Voynich
    21. September 2010

    @Manea-K:
    “Und der Sonnenwind ist ein Plasma?”
    Der Aggregatszustand ergibt sich aus Temperatur und Druck. Und letzterer ist im Weltall quasi nicht vorhanden. Die Elektronen begegnen den Kernen einfach nicht … 😉

  11. #11 Advocatus Diaboli
    22. September 2010

    Was könnte eigentlich passieren, wenn während eines solchen “spontanen Polssprunges” gleichzeitig die theoretisch höchstmöglichen Sonnenstürme herrschen? Wenn bei starken Sonnensstürmen das “normale” Magnetfeld zusammengedrückt wird, dann müssten doch im Falle eines stark abgeschwächten Magnetfeldes die Auswirkungen des Sturmes auf der Erde wesentlich stärker sein als normal, oder?

  12. #12 Ronny
    22. September 2010

    Zwar gibt es tatsächlich ein Maximum der Sonnenaktivität im Jahr 2013 – das wird aber deutlich schwächer ausfallen als das letzte.

    Wie ist es denn möglich die Stärke eines solaren Maximums vorherzusagen?

    Die einzige Möglichkeit bestünde meines Wissens in einer statistischen Auswertung früherer Aktivitätszyklen und einer Wahrscheinlichkeitsaussage, wodurch die obige Aussage allerdings eher eine Schätzung, als eine Vorhersage darstellt.

    Die Dauer des letzten Minimums hat sich den Vorhersage ja bekanntlich auch etwas wiedersetzt, weshalb Herr Broers und die anderen Weltuntergangs-/Aufstiegs-/Katastrophenproheten mit ihrem Maximum 2012 wohl etwa ein Jahr daneben liegen werden. Ich bin ja mal gespannt, ob dieser ominöse Personenkreis angesichts dieser Entwicklung bereits Bücher mit dem Titel “2013” in der Schublade hat, die dann pünktlich zum Weihnachtsgeschäft 2012 und kurz nach dem nicht statt gefundenen Weltuntergang erscheinen. 😉

  13. #13 Stefan Hambach
    22. September 2010

    http://de.news.yahoo.com/34/20100920/tsc-sonneneruptionen-gefahr-fuer-das-leb-98fda55.html

    Ja, die “Nachrichten” über das was uns erwartet sind sehr sehr sehr sehr schlimm…

    In diesem Sinne….

  14. #14 anne
    22. September 2010

    @Ronny
    Ach, damit hat Broers doch kein Problem – in seinem Buch hat er ja schon vorgebeugt. Denn die aktuellere Prognose der Nasa zum 24. Sonnenzyklus vom Mai 2009 war ihm vor Erscheinen seines Buches ja bereits bekannt. Also dass das Aktivitäts-Maximum erst in 2013 erwartet wird und eher unterdurchschnittlich (recht mickrig) ausfallen wird, leider also gar nicht so dramatisch, wie er sich das mit Blick auf seine Verkaufszahlen doch wünscht. Aber das stört Broers doch nicht beim Vermarkten seines Werkes.
    Die Prognose der Nasa zum Aktivitätsmaximum der Sonne des 24. Zyklus hat er in seinem Buch natürlich nicht dem aktuellen Stand entsprechend dargestellt, sondern die überholte Prognose von 2006 hier zum Besten gegeben. Und auf 2012 legt er sich nicht so genau fest – sondern hat da zur Sicherheit (also zur weiteren Absatzsicherung seiner Produkte auch nach 2012 😉 schon eine zeitliche Varianz eingebaut, auf die er im Buch auch wiederholt verweist.

    z. B. auf S. 187

    „Ob nun diese Wandlung mit 2012 beginnen oder dann gar abgeschlossen sein wird, lässt sich derzeit noch nicht absehen.“

    Wie unverfroren dieser Mann bei seinen Behauptungen ist, zeigt auch, dass er in seinem Buch hier der Nasa andichtet, sie warne vor enormen Sonnenstürmen in 2012, nicht etwa wegen des Aktivitätsmaximums – nein. Die Nasa (und andere Wissenschaftler) erwarten wegen der von den Maya vorausgesagten Zeitenwende 2012 gewaltige Sonnenstürme.

    S. 186

    „Auf der Suche nach den möglichen Zusammenhängen zwischen 2012 und einem Evolutionssprung – der von den Maya vorhergesagten Zeitenwende, die sich in einer Annäherung an den umfassenden kosmischen Plan vollziehen werde – weisen Wissenschaftler wiederholt auf die außergewöhnlichen Sonnenaktivitäten hin, die uns erwarten. Immerhin klassifizieren die Mitarbeiter der NASA die gegen 2012 zu erwartenden Sonnenaktivitäten als derart bedrohlich, dass sie seit Januar 2009 damit begonnen haben, die Menschen vor den unübersehbaren Folgen der zu erwartenden Energieausbrüche zu warnen.“

    S.188

    „Betonen möchte ich jedoch, dass unserer kalendarischen Zeitrechnung entsprechend 2012 ein Sonnenzyklus abgeschlossen sein und ein neuer beginnen wird. Hierauf beruhen die oben genannten Prognosen und Warnungen der NASA.“ (mit Sonnenzyklus meint Broers hier die Zeitenwende 21-12-2012)

    Tja, schade dass Broers hier wieder ein Mal vergessen hat, Quellen anzugeben – auch was die anderen (seriösen) Wissenschaftler angeht, die wegen der Zeitenwende vor enormen Sonnenstürmen warnen.

    Vielleicht hat ja jemand einen heißen Draht zu Broers, lässt sich von ihm mal die entsprechenden Quellen aushändigen und postet sie hier.

  15. #15 Florian Freistetter
    22. September 2010

    @Ronny: “Wie ist es denn möglich die Stärke eines solaren Maximums vorherzusagen?”

    Hu – das ist kompliziert… 😉 Man hat Modelle von den Konvektionsvorgängen etc im Inneren der Sonne. Mit denen und unterstützt von Beobachtungen probiert man dann vorherzusagen, wie die Aktivität ausfallen wird. Und dann nimmt man jede Menge Beobachtungen des Erdmagnetfeldes her und benutzt die zur Vorhersage. Hier steht ein bisschen mehr.

  16. #16 Gluecypher
    22. September 2010

    @anne

    Auf der Suche nach den möglichen Zusammenhängen zwischen 2012 und einem Evolutionssprung

    Was mich ja mal interessieren würde: wie zur Hölle sieht denn ein Evolutionssprung bei bereits geborenen Menschen aus und wie ist der definiert? Ich meine mich nämlich dunkel erinnern zu können, dass da irgendwas mit Vererbung in der Evolutionstheorie stand. Klar, auch die Genexpression und die Umsetzung der Informationen im Zellkern durch Transskription spielt für die phänotypische Ausprägung eine Rolle, aber mir ist nicht so ganz klar,welcher Sprung da stattfinden soll? Wachsen uns neue Teile im Großhirn oder wie?

    Na Hauptsache, Synch-Diddi weiss, was damit gemeint ist.

  17. #17 Ronny
    22. September 2010

    Zuerstmal sorry fuer die fehlenden Umlaute. Tagsueber steht mir leider nur eine englische Tastatur zur Verfuegung.

    @Florian:
    Danke fuer den Link. Es ist also moeglich, einen Bereich fuer die Anzahl der Sonnenflecken vorherzusagen und damit einen Hinweis auf die Zahl moeglicher Sonnenstuerme zu haben. Die Staerke eventuell auftretender Sonnenstuerme kann damit allerdings nicht vorhergesagt werden. Soweit ich informiert bin, gibt es dafuer auch noch keine zuverlaessige Methode.

    @Gluecypher:
    Ich bin kein Biologe, aber ich denke, dass ein Evolutionssprung (wenn man es mal wissenschaftlich betrachtet und die Esoterik aussen vor laesst) auf natuelichem Wege eher ein langfristiger Prozess ist. Ein ploetzlicher Evolutionssprung (quasi von heute auf morgen) scheint mir eher unwahrscheinlich.

    Sonnenstuerme koennen fuer uns zweifellos eine Gefahr darstellen (die Wirkung auf Stromnetzte wurde ja bereits erwaehnt) und diese sollte man auch keinesfalls ignorieren oder unterschaetzen. Trotzdem ist das kein Grund zur Panik, denn die Absicherung der Netze ist lediglich eine Kostenfrage… um die sich die Netzbetreiber leider scheinbar versuchen herumzudruecken.

  18. #18 kereng
    22. September 2010

    Die Muslime haben eine Überlieferung, dass vor dem Weltuntergang die Sonne im Westen aufgehen soll. Da sind einige natürlich von dem Polsprung ganz begeistert. Allerdings vermute ich, dass lediglich die Kompassnadel (in ferner Zukunft) nach Süden zeigen wird und die Himmelsrichtungen so bleiben, wie sie sind.

  19. #19 miesepeter3
    22. September 2010

    Vielleicht sollten wir nur mal so hundert Jahre abwarten? Grimms sprechender Wolf (Rotkäppchen) ist ja auch ein Klassiker der Allgemeinbildung geworden. Warum nicht auch der Weltuntergang von Broers?

  20. #20 Randifan
    22. September 2010

    Diese Hystrie um den Solarsturm errinnert mich an den Rummel um das y2k-“Problem”, damals schrieben die Medien bei Übergang ins nächste Jahrtausenden würden alle Computer abstürzen.

  21. #21 Manea-K
    22. September 2010

    @Voynich: Danke, ist ja spannend. Was man nicht alles noch so lernen kann :-)

  22. #22 Jonas
    22. September 2010

    florian schreib doch mal was über die 5.Dimension(hast du noch nie gemacht)p.snich der von dieter broers!

  23. #23 Florian Freistetter
    22. September 2010

    @jonas? Was soll die 5. Dimension sein? Das wissen ja die Esoteriker inkl. Broers selber nicht. Was Dimensionen sind, habe ich hier beschrieben: http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/09/was-sind-dimensionen.php

  24. #24 Harleaquin
    28. September 2010

    Was mir wirklich sorgen bereitet:
    Irgendwann haben diese selbsternannten Propheten mal recht mit einer Prophezeiung. Das ist ja der Trick beim Prophezeien. Möglichst viel wages zeug streuen, damit die wahrscheinlichkeit für ein Eintreffen möglichst groß wird.
    Wenn nun 2012 wirklich irgend etwas ungewöhnliches eintritt, dann erwartet uns eine Eso Welle, wie wir sie, seit den frühen Christentum, noch nie gesehen haben, hehe.

  25. #25 Bullet
    28. September 2010

    Wenn nun 2012 wirklich irgend etwas ungewöhnliches eintritt

    RYUMYO :)

  26. #26 Harleaquin
    28. September 2010

    *grins*

  27. #27 MagnusR1
    25. Januar 2011

    Das lustige an den Untergangsprohezeihungen ist doch, dass eine (oder eine andere :-)) eines Tages eintreten wird. Ob in 1 Jahr oder in 100 Mrd. Jahren.

    Ist die Welt nicht witzig?

    Woher kommt “Geilheit” auf den Weltuntergang….wer will das?, fragte einer…

    Zum einen sind es die vielen Verlierer unserer Gesellschaften. Durch eine weltweite und infernalische Katastrophe würden sie wieder mit der Gemeinschaft “gleichgestellt” sein. Davon ab, wären ihnen sicher auch ein “gemeinschaftliches Umkommen” mit allen anderen zusammen “irgendwie” lieber, als weiter allein in mitten der Gesellschaften vor sich hin zu siechen und zuzuschauen, wie andere ihr Frühlingsblümchendasein von Geburt bis Kiste fröhnen dürfen.

    Dann gibt es da noch die Faszinationslüsternheit selbst, die in allen von uns steckt. Und – mit kalter Logik betrachtet – wenn wir doch eh alle sterben werden (oder gibt es Menschen (Jesus mal außen vor :-) die nicht sterben müssen?), dann wäre doch die Vorstellung eines gemeinsamen Ur-gigantischen Abganges wohl nicht so ganz ohne Reiz?

    Man würde den Löffel reichen können, mit dem Bewußtsein, einer der letzten Menschen der Welt gewesen zu sein; und dabei noch life dieses Szenario erlebt zu haben.

    Wenn jedoch (bei einem solchen “Inferno”) etliche überleben würden, so wäre dies doch für diese, eine gigantische Bereicherung ihres Erfahrungsschatzes, oder nicht? Man erlebte die Stunde Null!

    Wenn man nur mal an den 11. Sep. denkt…. Welcher Sender, wo in der Welt, hatte nicht von morgens bis abends diese Katastrophe laufen? Wer hat sich das nicht im TV angesehen?

    Und so heuchlerisch wie mir die Kommentare einiger Reporter erschienen (die sich damals vor Ort ein Bein dafür hätten ausreissen lassen diese Story life zu bringen), wenn sie etwas abließen wie: “Wir wünschten wir hätten diesen Tag nie erleben müssen” udgl., so heuchlerisch kommt es mir vor, wenn Menschen vorgeben, sie wüssten nicht, warum die Menschen geil auf Katastrophen sind.

  28. #28 Eremit
    31. Januar 2011

    Hallo,

    das hier hab ich zum Thema gefunden. Es geht um die Auswirkungen von Änderungen der Intensität des geomagnetischen Feldes auf das Bewußtsein bzw. im Speziellen auf die Aktienmärkte. Ist von der Federal Reserve Bank von Atlanta und gespickt mit weiterführender Literatur zum Thema.
    http://www.frbatlanta.org/filelegacydocs/wp0305a.pdf
    Viel Spaß bei lesen und Freude am wackelnden Weltbild. Danke auch an die den Artikel kommentierenden Skeptiker.

    Gruß

  29. #29 Florian Freistetter
    31. Januar 2011

    @Eremit: “Ist von der Federal Reserve Bank von Atlanta und gespickt mit weiterführender Literatur zum Thema.”

    Ja – die Bank von Atlanta ist ja bekannt als renommierte geophysikalisch-astronomische Forschungseinrichtung…. http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2010/02/wie-man-seine-behauptungen-belegt-so-dass-man-ernst-genommen-wird.php

  30. #30 Eremnit
    31. Januar 2011

    @ F.F.

    Danke für deinen Hinweis auf wissenschaftliches Arbeiten. Ich gehe davon aus, dass du den Artikel angesehen hast und dem entsprechend reagierst, da dir das wissenschaftliche Fundament fehlt. Nicht nur Universitäten können wissenschaftlich Arbeiten. Zumal das Paper einige renomierte Quellen zitiert. Aber du hast ganz sicher recht. Steht nicht Uni drauf sondern Bank. Muss also schlecht sein. Und ich bin mir sicher das bei dir in der Zettelsammlung Namens CV auch Biologe, Psychologe und Historiker steht, so dass deine Meinung durch universitäre Autoritätsargumente gedeckt ist und nicht deiner wilkürlichen Ratio entspringt, die ja selbst ohne Paper, keine zitierbaren Quellen enthält.
    Aber Danke fürs lesen.

    Grüße

  31. #31 MartinS
    31. Januar 2011

    @Eremit
    Ich habe mir den verlinkten Artikel mal ‚diagonal’ angesehen und ein paar Dinge sind mir dann doch aufgefallen:

    „The views expressed here are the authors’ and not necessarily those of the Federal Reserve Bank of Atlanta or the Federal Reserve System.”

    (Auf dem Deckblatt)
    Die Quellenangaben sind sehr fragwürdig (in ihrer Art) und wer zitiert wird. Wenn man genauer hinschaut gehen viele Quellen auf Franz Halberg und seine Chronobiology Laboratories zurück. Chronobiologie ist sicherlich kein Unsinn, aber Unsinn ist es börsenrelevante Informationen aus dem Kaffesatz der solaren Partikelströme ziehen zu wollen.
    Letzten Endes läuft aber alles darauf hinaus:

    “Recent empirical studies in financial economics have documented links between emotions and mood and financial decision making.”

    Und dafür benötige ich kein 40-Seitiges Paper.

  32. #32 Florian Freistetter
    31. Januar 2011

    @Eremnit: Außergewöhnliche Behauptunge brauchen außergewöhnliche Belege. Und die Behauptung die Sonnenaktivität würde die Börsenkurse beeinflussen IST außergewöhnlich. Wenn man das ernst nehmen soll, dann brauchts mehr als ein nicht begutachtes Paper das eine Bank herausgegeben hat. Wenn die Leute so gut gearbeitet haben und der Effekt so klar und eindeutig bestätigt ist, dann ist der ja sicherlich auch anderswo publiziert. Oder nicht?

    Abgesehen davon hab ich nicht gesagt, dass ein Paper schlecht ist weil es nicht in einer echten Fachzeitschrift erschienen ist. Ich hab dir in meinem Link nur erklärt, was ernstzunehmende Belege für außergewöhnliche Behauptungen sind und was nicht.

  33. #33 Thomas J
    31. Januar 2011

    “Ich hab dir in meinem Link nur erklärt, was ernstzunehmende Belege für außergewöhnliche Behauptungen sind und was nicht.”

    Als wenns der Eremnit gelesen und verstanden hätte…

  34. #34 Eremit
    1. Februar 2011

    Hallo,

    schon klar Thomas J. für meine Vorlesungen zum wissenschaftlichen Arbeiten war ich schon zu unverständig, da wird es des Herrn Freistetters UFO/Westerwelle/Peerreview-Artikel auch nicht mehr richten.
    Zum anderen ist mir die Auswirkung des Geomagnetismus auf die Börsen egal, nicht jedoch die Auswirkungen auf den Menschen und, auch wenn es hier nicht darum geht, auf die Technik.
    Nun ich habe dieses Paper gewählt, da es einige auch nach Florian zitierbare Quellen enthält, wie Nr. 18, 19, 23, 32 und evtl. 44, die nähere Informationen zur den Auswirkungen des Geomagnetismus auf den Menschen (insbesondere die Psyche) liefern. Leider ist Sciencedirect nicht perfekt und liefert auch nicht alle reviewten Artikel, aber zum Glück gibts ja noch Blackwell-Synergy, Wiley-Interscience, ISI-Web of Knowledge und Pubmed. Vor allem bei letzterem werdet ihr die Artikel finden. Und mit einem Uni-Zugang kommt ihr bestimmt auch an einige ran. Ich muss leider die Abstracts lesen, da die Artikel ja leider immer recht teuer sind. Muss leider los.

    Grüße und evtl. später mehr

    PS: Habe nicht alle Abstracts gelesen, kommt noch.

  35. #35 Florian Freistetter
    1. Februar 2011
  36. #36 Bullet
    27. August 2011

    hast du auch gelesen, um welchen Pol es geht?

  37. #37 HaDi
    27. August 2011

    @Gast:

    Bitte nur einmal eine Frage stellen, früher oder später wird sie schon jemand beantworten. Meine Antwort findest du hier

    im übrigen empfehle ich diesen Link aus den Artikel da oben:
    http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/10/2012-und-der-gefahrliche-sonnensturm.php

    Also erst artikel lesen, dann fragen. ..

  38. #38 Simone Schneider
    26. November 2011

    … mir kam heut so´ne Idee und? wozu gibt´s google… gesagt – getan und kam bei Florian an UND? Ich freu mich – dass ich endlich lesen kann – das es tatsächlich eine Umpolung des Magnetfeldes gibt. Vor Jahren kam mir das in den Sinn – weil die Menschen & die Welt irgendwie ver-rückt… UND? was im Kleinen möglich – ist auch im Großen… Gefällt mir sehr gut – die Ausführungen in diesem Blog – Danke für´s teilen. Namaste´

  39. #39 Noe
    26. November 2011

    @Simone Schneider

    … bist du dir sicher, dass du den Blogeintrag weiter oben auch wirklich gelesen hast? Falls ja: bist du dir sicher, dass du den Text auch sinngemäß verstanden hast? (Vielleicht liegt es auch daran, dass ich vor lauter …. UND’s, r-r und namaste’s den Kommentar nicht verstanden habe)

  40. #40 Anon
    20. Juli 2012

    Jaja…
    Die ganzen Quacksalber hier…
    Jeder will hier Recht haben ….

    Ich finds amüsant ^^

  41. #41 werner tauscher
    hermagor
    18. Dezember 2012

    mal eine frage:
    ist jemandem schon aufgefallen, dass es derzeit am abend immer noch so lange hell ist. klingt blöd, aber ist so. normalerweise ist es so kurz vor dem 21. dezember komplett dunkel. von der helligkeit kommt es mir vor als wäre es bereits anfang februar. lg

  42. #42 Kallewirsch
    18. Dezember 2012

    Ist dir schon mal aufgefallen, dass gerade in der Zeit vor Weihnachten sich Städte, Gemeinden, Hausbesitzer, Wohnungsinhaber immer mehr sich dabei überbieten, wer wohl die noch aufwändigere und noch hellere Weihnachtsbeleuchtung hat?

    Und speziell bei tief hängenden Wolken wird von den Wolken ein erkleklicher Anteil an Licht reflektiert. Kann ich hier ganz gut beobachten. Wenn im Stahlwerk der Koks angestochen wird, dann ist das von der ganzen Stadt aus (150.000 Einwohner) an den Wolken zu sehen und es wird merklich heller.

  43. #43 Alderamin
    18. Dezember 2012

    @werner tauscher

    Überhaupt nicht. Letztens haben wir uns auf einem Spaziergang ein wenig verkalkuliert und sind dann um halb sechs abends in ziemlicher Finsternis durch den Wald gelaufen. Blöderweise war nicht mal Mond. Die Sonne ging programmgemäß um 16:25 unter (hängt natürlich davon ab, wo man sich genau befindet; es gibt eine nette Wetter-App, die rechnet das genau für jeden Ort aus).

    Anfang Februar (und das weiß ich genau) kann man um 18 Uhr die ersten hellen Sterne gerade so am blauen Himmel bei uns sehen. Da ist es definitiv länger hell als letzte Woche bei dem Spaziergang.

    Es wird genau dann dunkel, wenn es dunkel werden soll.

  44. #44 Florian Freistetter
    18. Dezember 2012

    @werner: “ist jemandem schon aufgefallen, dass es derzeit am abend immer noch so lange hell ist. klingt blöd, aber ist so. normalerweise ist es so kurz vor dem 21. dezember komplett dunkel. von der helligkeit kommt es mir vor als wäre es bereits”

    Wenn Sonnenuntergangszeiten tatsächlich abweichen würden, dann würde das JEDER merken. Denn das würde bedeuten, dass sich die Bahn der Erde um die Sonne verändert hat bzw. die Ausrichtung der Erdachse. Das hätte globale Folgen, die überall sehr, sehr deutlich zu bemerken wären. Ich vermute, sie unterliegen einfach selektiver Wahrnehmung. Ich z.B. erkenne an der Dämmerung nichts besonderes.