Ich bin schon wieder unterwegs, um ein wenig Astronomie unters Volk zu bringen. Zuerst am 18. Mai im Rabenhoftheater in Wien (dort ist die Vorstellung allerdings schon ausverkauft); danach geht es aber wieder zurück nach Deutschland und man kann mir gleich zweimal in Baden-Württemberg zuhören:

  • 19. Mai 2015, Stuttgart: Um 19 Uhr beginnt im Humanistischen Zentrum Stuttgart (Mörikestraße 14, 70178 Stuttgart) mein Vortrag zum Thema “Die Neuentdeckung des Himmels – Auf der Suche nach Leben im Universum”. Der Eintritt ist frei, Plätze können unter reservierung@gbs-stuttgart.de reserviert werden. Mehr Informationen gibt es hier. In Stuttgart habe ich bis jetzt, abgesehen vom Bahnhof beim Umsteigen, noch nicht viel gesehen und ich freue mich schon sehr auf den Besuch!
  • 23. Mai 2015, Mannheim: Um 19.30 werde ich im Dalberghaus (Musikbücherei, N3,4, 68161 Mannheim) noch einmal über Aliens und Exoplaneten sprechen und einen Vortrag zum Thema “Fremdes Leben im Universum” halten. Mehr Informationen gibt es hier.

Dazwischen werde ich mich zwecks Recherche für ein anderes Projekt im sauerländischen Olsberg aufhalten, dort sind aber keine Veranstaltungen geplant.

Suttgart im Jahr 1900. Schick! (Bild: gemeinfrei)

Suttgart im Jahr 1900. Schick! (Bild: gemeinfrei)

Ich würde mich freuen, euch in Stuttgart oder in Mannheim zu treffen! Und auch im Juni wird es dann ein straffes Vortragsprogramm geben. Ich werde in Bremen, Hamburg, Würzburg, Bamberg, Wels und Bad Zell sprechen (die Infos dazu veröffentliche ich dann noch bzw. sind hier zu finden).

Kommentare (8)

  1. #1 Eisentor
    11. Mai 2015

    Suttgart im Jahr 1900. Schick!

    Die Stelle sieht heute immer noch so aus. Jedenfalls die Fassade. Die Wilhelma ist ein toller Zoologisch Botanischer Garten. Kann ich nur empfehlen.

  2. #2 Silava
    11. Mai 2015

    Super, ich habe mir schon eine Karte in Stuttgart reserviert! Das Stuttgarter Planetarium ist ja zur Zeit wegen Renovierung geschlossen, aber an der Uni Stuttgart gibt es eine Rarität: das Schupmann’sche Medial:
    http://www.uni-stuttgart.de/sternwarte/sternwarte/index.html

  3. #3 phunc
    24. Mai 2015

    Hab’s leider nicht nach Mannheim geschafft. Wirst du in naher Zukunft wieder mal in der Region sein?

    Und wäre es grundsätzlich möglich, dass du vllt auch mal an einer Uni einen Vortrag hältst?

  4. #4 Florian Freistetter
    24. Mai 2015

    @phunc: “Und wäre es grundsätzlich möglich, dass du vllt auch mal an einer Uni einen Vortrag hältst?”

    Wie hier (http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2015/02/13/in-linz-beginnts-und-in-ganz-deutschland-geht-es-weiter-meine-veranstaltungstermine-2015/) schon erklärt: Ich komme überall gerne hin, wohin man mich einlädt. Auch an eine Universität. Die haben nur erfahrunsgemäß kein Geld für solche Veranstaltungen 🙁
    Momentan sind in BaWü leider keine Termine mehr geplant. Ich bin demnächst im Norden, in Franken und in Oberösterreich unterwegs.

  5. #5 phunc
    25. Mai 2015

    Habe heute eine Bekannte getroffen, die zufällig bei deinem Vortrag war. Haben ein bisschen darüber geplaudert und es kamen Fragen auf.

    Du hast erklärt, dass man vermutlich in den kommenden Jahrzehnten Leben auf Exoplaneten nachweisen können wird, unter anderem mit Hilfe der reflektierten IR-Strahlung. Dabei hat man sich das Spektrum der Erde angeschaut und anhand dieser Informationen hat man quasi einen Hinweis, wonach man Ausschau halten muss.

    1) Wie kann man ausschließen, dass das reflektierte Licht nicht durch irgendwelche Effekte so verfälscht wird, dass man es versehentlich als Signatur organischen Lebens (Pflanzen etc) fehlinterpretiert?

    2) Könnte es dahingehend nicht auch passieren, dass eine anorganische Umgebung ebenso ein ähnliches Reflektionsverhalten aufweist und man zB einen Wüstenplanet aufgrund seiner mineralischen Zsmsetzung mit einem erdähnlichen Planeten verwechselt? Ähnliche Messsignale müssen ja nicht immer einen ähnlichen Ursprung haben?

    3) Inwiefern beeinflusst unsere Zivilisation das reflektierte Licht der Erde? Gibt es dazu vllt Studien? Hat die Erde vor 3000 Jahren die gleichen Wellenlängen reflektiert? Wie sah das vor 100.000 Jahren aus etc? Je nach dem wie stark der Effekt ist, müsste das ja dann auch bei Exoplaneten mitberücksichtigt werden.

    4) Hat man eine ungefähre Idee wie unterschiedliche “Lebenstypen” die reflektierten Wellenlängen beeinflussen? Würde sich zB ein Urwald-Planet von einem Wasser-Planet unterscheiden?

    5) Würde das Leben auf einem Exoplaneten nicht auch davon abhängig sein, wie der Stern in diesem System aufgebaut ist? Je nach dem welche Strahlung dort auf dem Planeten ankommt, könnten sich die organischen Lebensformen unter Umständen anders entwickelt haben, dh Pflanzen würden dann vllt ganz andere Wellenlängen absorbieren/reflektieren und damit auch das Licht was wir messen nicht unseren Erwartungen (Bsp Erde) entsprechen?

    Allgemein also: welche Methoden werden dahingehend zusätzlich noch angewandt, um die Beobachtungen möglichst vielfältig und damit Messfehler/unsicherheiten so klein wie möglich zu halten?

  6. #6 Florian Freistetter
    25. Mai 2015

    @phunc: “1) Wie kann man ausschließen, dass das reflektierte Licht nicht durch irgendwelche Effekte so verfälscht wird, dass man es versehentlich als Signatur organischen Lebens (Pflanzen etc) fehlinterpretiert?”

    Sowas kann man natürlich nicht ausschließen. Wir wissen ja nicht, was wir nicht wissen und daher auch nicht, ob es anderswo unbekannte Phänomene gibt, die so aussehen wie die SIgnatur von Leben. Aber man sucht ja nicht nur nach einem einzigen Biomarker sondern nach vielen verschiedenen. Und wenn man da mehrere findet, dann stärkt das natürlich die Beweislage…

    “Inwiefern beeinflusst unsere Zivilisation das reflektierte Licht der Erde? Gibt es dazu vllt Studien? Hat die Erde vor 3000 Jahren die gleichen Wellenlängen reflektiert? Wie sah das vor 100.000 Jahren aus etc? Je nach dem wie stark der Effekt ist, müsste das ja dann auch bei Exoplaneten mitberücksichtigt werden.”

    Naja, man könnte schon auch nach “außerirdischer Lichtverschmutzung” suchen – aber das ist nicht sonderlich vielversprechend: http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2011/11/03/auf-der-suche-nach-ausserirdischer-lichtverschmutzung/ Auch “außerirdische Umweltverschmutzung” wäre theoretisch im Spektrum erkennbar. Aber meist kein so eindeutiges Zeichen wie Biomarker. Das CO2 das wir zB in die Atmosphäre pusten könnte auch durch extremen Vulkanismus dahin gelangen. Aber bei der Suche nach Leben von der ich gesprochen habe, geht es sowieso nicht um die Suche nach “zivilisierten” Leben.

    “Hat man eine ungefähre Idee wie unterschiedliche “Lebenstypen” die reflektierten Wellenlängen beeinflussen? Würde sich zB ein Urwald-Planet von einem Wasser-Planet unterscheiden?”

    Solche Untersuchungen gibt es auch, aber im Prinzip kommt es da auf die Wolken und die Atmosphäre an. Was die Photosynthese angeht sind Algen im Wasser genau so gute Biomarker wie Pflanzen an Land.

    “Würde das Leben auf einem Exoplaneten nicht auch davon abhängig sein, wie der Stern in diesem System aufgebaut ist? Je nach dem welche Strahlung dort auf dem Planeten ankommt, könnten sich die organischen Lebensformen unter Umständen anders entwickelt haben, dh Pflanzen würden dann vllt ganz andere Wellenlängen absorbieren/reflektieren und damit auch das Licht was wir messen nicht unseren Erwartungen (Bsp Erde) entsprechen?”

    Natürlich. Das Problem: Wir können nur nach etwas suchen, wenn wir auch sicher sein können, dass wir es bemerken, wenn wir es finden. Und irgendwie “anderes” Leben können wir nicht finden, weil wir nicht wissen, wie es aussieht und sich bemerkbar macht. Ich hab das hier ausführlicher erklärt: http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2014/09/08/warum-suchen-wissenschaftler-immer-nur-nach-ausserirdischem-leben-das-dem-auf-der-erde-aehnlich-ist/

  7. #7 phunc
    25. Mai 2015

    Danke für die ausführliche Antwort und die Links! 🙂

  8. […] war im Mai zwar oft unterwegs und werde auch bald wieder auf Vortragsreise gehen. Aber trotzdem blieb noch ein bisschen Zeit um […]