Das ganze System der naturwissenschaftlichen Fachpublikationen ist im Arsch! Ja, jetzt regen sich wieder einige darüber auf, dass ich das Wort “Arsch” verwendet habe. Aber es beschreibt die Sachlage absolut treffend und wer sich unbedingt aufregen will, sollte sich lieber über die Verlage wissenschaftlicher Fachzeitschriften, Impact-Faktoren & Co aufregen. Denn genau die sind das Problem! Ich habe über all das schon in vielen früheren Artikeln geschrieben. Aber weil das Thema immer noch aktuell ist und weil ich alles einmal gesammelt aufschreiben wollte, tue ich das hier.

Wie wissenschaftliche Fachpublikationen entstehen

Gestern habe ich ausführlich erklärt, warum der Impact-Faktor-Fetischismus und die Konzentration auf “wichtige” Fachzeitschriften bei der Bewertung von wissenschaftlichen Leistungen absolut kontraproduktiv ist und große Probleme beim wissenschaftlichen Publikationssystem schafft. Das zweite große Problem sind die Fachzeitschriften selbst. Wenn Wissenschaftler etwas veröffentlichen wollen, dann tun sie das in dem sie ihre Artikel bei einer Fachzeitschrift zur Publikation einreichen. Diese Fachzeitschriften können dann später von der wissenschaftlichen Gemeinschaft bzw. der Öffentlichkeit gelesen werden. Das ist wichtig – aber es ist, zumindest im derzeitigen System, auch ein Problem.

Wenn es nicht in "Meat Science" steht, ist es nichts wert! (Bild: Vmenkov, CC-BY-SA 3.0)

Wenn es nicht in “Meat Science” steht, ist es nichts wert! (Bild: Vmenkov, CC-BY-SA 3.0)

Momentan läuft der Prozess einer wissenschaftlichen Publikation so ab:

  • Wissenschaftler forschen und erhalten ein Ergebnis, das sie publizieren wollen.
  • Wissenschaftler schreiben die Ergebnisse in einem Fachartikel auf.
  • Wissenschaftler schicken den Artikel an eine Fachzeitschrift.
  • Die Fachzeitschrift ernennt Gutachter die den Artikel prüfen.
  • Nach erfolgreicher Prüfung bzw. Korrektur etwaiger Fehler wird der Artikel veröffentlicht.
  • Nach der Veröffentlichung steht der Artikel für alle interessierten Personen zur Lektüre bereit.

Das klingt nach einem vernünftigen System. Das ist im Prinzip auch ein vernünftiges System. Nur das es eben völlig unvernünftig umgesetzt wird. Und das hat mit den Kosten zu tun. Welche Leistungen müssen erbracht werden, damit das System funktioniert? 1) Es muss geforscht werden. 2) Es muss geschrieben werden. 3) Es muss begutachtet werden. 4) Es muss publiziert werden.

Punkt 1) erledigen die Wissenschaftler und sie werden dafür im Allgemeinen von den Forschungseinrichtungen (das ist so gut wie immer der Staat, also die Steuerzahler) bezahlt. Punkt 2) erledigen ebenfalls die Wissenschaftler im Rahmen ihrer bezahlten Arbeit. Punkt 3) – und das ist für viele Menschen außerhalb des wissenschaftlichen Systems immer wieder ein wenig überraschend – erledigen ebenfalls Wissenschaftler. Die Fachzeitschriften beschäftigen keine eigenen Gutachter! Sie wählen Wissenschaftler aus, von denen sie denken, dass sie ausreichend Ahnung für ein qualifiziertes Urteil haben. Und diese Wissenschaftler, die mit den Fachzeitschriften nichts zu tun haben, schreiben die Gutachten. Ohne Bezahlung! Und dann muss noch publiziert werden. Man könnte nun denken, dass Punkt 4) der ist, bei dem die Fachzeitschriften die wirkliche Leistung erbringen. Die Artikel müssen layoutet werden, sie müssen lektoriert und korrigiert werden, gedruckt werden, etc. Aber auch hier wird der Großteil der Arbeit von den Wissenschaftlern selbst erledigt. Üblicherweise gibt es bei jeder Fachzeitschrift sehr strenge formale Richtlinien. Artikel müssen im Prinzip fix und fertig formatiert eingereicht werden; quasi druckfertig. Nur dass viele Zeitschriften heute kaum noch gedruckt werden sondern nur noch elektronisch publizieren. Bzw. werden sie so gut wie ausschließlich online gelesen, selbst wenn in irgendwelchen Bibliotheken noch gedruckte Exemplare Staub ansammeln.

Viel Geld für wenig Leistung

Der Arbeitsaufwand für die Fachzeitschriften hält sich also in Grenzen. Die komplette inhaltliche Arbeit und ein großer Teil der “handwerklichen” Arbeit bei der Publikation wird von den Wissenschaftlern erledigt. Die übrigens – und auch das überrascht viele – kein Geld für eine Publikation bekommen! Ganz im Gegenteil: Oft genug verlangen die Fachzeitschriften noch “page charges”, damit sie den Artikel überhaupt veröffentlichen. Das hindert die Verlage aber nicht daran, die Zeitschriften später für sehr viel Geld zu verkaufen. Natürlich nicht am Zeitungskiosk um die Ecke. Die Zielgruppe besteht fast ausschließlich aus den Bibliotheken der Forschungseinrichtungen, die die Zeitschriften beziehen müssen, damit ihre Wissenschaftler Zugriff auf die Texte haben. Natürlich kann man auch als Privatperson die entsprechenden Artikel lesen – muss dann aber dafür extrem hohen Gebühren bezahlen (pro Artikel).

Die Situation ist absurd. Gehen wir davon aus, dass die meisten Wissenschaftler von öffentlichen Geldern, also uns Steuerzahlern, bezahlt werden. Dann bezahlen wir bis zu dreimal für die Forschung. Ein erstes Mal bezahlen wir die Wissenschaftler dafür, dass sie forschen und zu ihren Ergebnissen kommen. Dann bezahlen wir die Wissenschaftler, dass sie die Publikations- und Begutachtsungsarbeit erledigen und geben ihnen Geld, um die Fachzeitschriften für die Publikation zu bezahlen. Und dann bezahlen wir noch einmal die Fachzeitschriften, damit wir die Forschungsergebnisse (für die wir schon zweimal bezahlt haben) auch tatsächlich lesen können.

Wissenschaftsverlag (Symboldbild) (Bild: USDOJ, public domain)

Wissenschaftsverlag (Symboldbild) (Bild: USDOJ, public domain)

Die Verlage für wissenschaftliche Fachzeitschriften sind eigentlich nichts anderes als Gelddruckmaschinen. Die den absurden Status Quo natürlich ausnutzen, wo es nur geht. Wissenschaftler sind darauf angewiesen, die Artikel in den Fachzeitschriften lesen zu können. Die Bibliotheken müssen die Zeitschriften also kaufen (wobei ein Jahresabo typischerweise mehrere tausend Euro kostet). Sie müssen allerdings nicht nur die Zeitschriften kaufen, die sie wirklich wollen, sondern auch jede Menge andere. Denn die Verlage bieten die Abos oft nur noch gebündelt an und entweder man kauft alles oder nichts. Viele Forschungseinrichtungen können sich diese Ausgaben nicht mehr leisten – und das führt oft zu absurden Situationen, wo Wissenschaftler keinen Zugriff mehr auf ihre eigenen Fachartikel haben. Es führt aber auch zu konkreten Problemen: Gerade die Forschung in ärmeren Ländern wird so vom wissenschaftlichen Mainstream abgekoppelt. Und die Öffentlichkeit hat überhaupt keinen Zugriff mehr auf die Ergebnisse (wenn man nicht zufällig das Glück hat, in der Nähe einer Bibliothek zu wohnen, wo man Zugriff auf die Artikel hat). Was nicht nur eine Frechheit ist (immerhin hat sie dafür mit Steuergeld bezahlt) sondern auch für schlechte Wissenschaftskommunikation sorgt (denn dann bleiben oft nur noch Pressemitteilungen als Informationsquelle und die sind naturgemäß keine objektiven Quellen).

Open Access

Als Lösung für dieses Problem wird oft “Open Access” genannt. Hier kann man kostenlos auf die Fachartikel zugreifen. Was einerseits natürlich sehr gut ist. Andererseits aber auch neue Probleme schafft. Denn auch hier muss jemand bezahlen. Beim Open Access holen sich die Verlage das Geld nicht mehr von den Bibliotheken, sondern den Wissenschaftlern. Hier muss man auf jeden Fall vorab für eine Publikation bezahlen (und deutlich mehr als bei den normalen page charges); nur dann ist sie danach für alle “kostenfrei” verfügbar. Das Geld für diese Open-Access-Gebühren muss dann selbstverständlich wieder von den Forschungseinrichtungen (d.h. dem Steuerzahler) kommen. Es können nun zwar alle leicht und schnell und online auf die Artikel zugreifen. Dafür ist der Publikationsprozess ein weiteres Mal teurer geworden.

Und es entstehen weitere Probleme: Es sind jede Menge neue Zeitschriften entstanden, die mit verdienen wollen. Sie verlangen Geld und veröffentlichen alles. Und auch wenn sie behaupten, die Artikel vor der Publikation zu prüfen, geschieht das nicht oder nur sehr, sehr schlecht. Das ist für all diejenigen interessant, die unbedingt etwas in einer “wissenschaftlichen” Fachzeitschrift publiziert haben wollen (Pseudowissenschaftler, etc). Die müssen halt einfach nur dafür bezahlen und können sich danach mit einer Publikation schmücken. Aber es diskreditiert die eigentlich wichtige “Open Access”-Bewegung die sich nun dem Vorwurf aussetzen muss, nur “klassische” Publikationen wären gute Publikationen und Open Access wäre Mist.

Dadurch und auch durch die gestiegenen Kosten auf Seiten der Wissenschaftler wird immer noch viel zu wenig Open Access publiziert. Das führt zu einem weiteren Problem. Ich habe gestern erklärt, wie wichtig der Impact-Faktor ist (obwohl er es nicht sein sollte). Dadurch, dass viele Wissenschaftler nicht in Open-Access-Journalen publizieren, haben diese einen niedrigeren Impact-Faktor. Und werden deswegen als weniger “wichtig” angesehen. Solange eine Publikation in “Nature” oder “Science” mit ihrem großen Impact-Faktoren immer noch als Krönung einer wissenschaftlichen Forschungsarbeit angesehen wird, werden sich andere Journale nicht durchsetzen können.

Fachzeitschriften abschaffen

Die Lösung liegt auch hier auf der Hand. Man müsste die Fachzeitschriften einfach abschaffen. Dieser Vorschlag stößt oft auf Widerstand. “Wer soll denn dann garantieren, dass die Fachartikel von guter Qualität sind?”, lautet der Einwand, den ich meistens zu hören bekomme, wenn ich diesen Vorschlag mache. “Wer garantiert es denn jetzt?”, lautet in dem Fall meine Gegenfrage. Das sind nämlich nicht die Fachzeitschriften. Sondern die Gutachter, also ganz normale Wissenschaftler, die mit den Zeitschriften nichts zu tun haben und die Gutachten unbezahlt im Rahmen ihrer normalen Arbeit (bzw. ihrer Freizeit) erledigen. Jeder, der lange genug in der Wissenschaft arbeitet, wird früher oder später gebeten, Gutachten zu schreiben. Das gehört quasi zur wissenschaftlichen Arbeit dazu.

Man braucht die Zeitschriften auch nicht mehr, um die Artikel zu publizieren und verteilen. Niemand liest mehr gedruckte Zeitschriften, das geschieht alles nur noch online. Und entsprechende Datenbanken wie arXiv oder bioRxiv existieren schon längst. Dort können alle Wissenschaftler ihre Artikel hochladen und sie sind für alle kostenlos verfügbar.

Und die Begutachtung? Die könnte man genau so einfach ohne Journal erledigen. Was spräche gegen einen “Open Peer Review”? Es ist ja jetzt schon sehr schade, dass Gutachten für die Öffentlichkeit nicht einsehbar sind. Ich fände es sehr interessant, könnte ich nicht nur den Fachartikel selbst, sondern auch die Gutachten dazu lesen. Dann könnte ich mir selbst ein Bild machen, ob die Autoren alle Einwände der Gutachter tatsächlich berücksichtigt haben und wie sie das getan haben.

Will man wirklich in einer Zeitschrift publizieren, deren Logo wie aus einem Harry-Potter-Film aussieht? (Bild: Public Domain)

Will man wirklich in einer Zeitschrift publizieren, deren Logo wie aus einem Harry-Potter-Film aussieht? (Bild: Public Domain)

Ich (und die Idee ist nicht von mir) stelle mir eine Datenbank vor, in der alle Wissenschaftler ihre Artikel einfach hochladen können. Dort stehen sie dann frei verfügbar – und alle Wissenschaftler können Gutachten dazu abgeben. Um Missbrauch vorzubeugen und das ganze brauchbar zu machen, muss es natürlich entsprechende Regeln geben. Es muss nach dem Hochladen zumindest einen formalen Check geben, um offensichtlichen Unsinn auszusondern. Das geschieht ja jetzt auch schon bei den Fachzeitschriften. Die Leute sollten entsprechend transparent registriert sein, damit klar ist, wer wo an welcher Institution forscht. Bei den Gutachten muss es ebenso laufen: Sie müssen transparent sein und es muss klar sein, wer ein Gutachten geschrieben hat und wie seine/ihre Qualifikation ist.

Über die Details kann (und soll) man diskutieren. Der organisatorische Aufwand wäre – nach dem alles aufgesetzt ist – nicht größer (eher geringer) als beim aktuellen System. Was allerdings aufwendiger wird, ist die Beurteilung der Qualität eines Artikels. Will ich wissen, ob ein Artikel gut oder schlecht ist, muss ich ihn tatsächlich aufmerksam lesen! Ich muss mir die Gutachten ansehen und beurteilen, ob die Gutachter qualifiziert genug waren, ein Urteil abzugeben. Ich muss mich also mit der Forschungsarbeit beschäftigen und kann nicht einfach sagen: “Das ist ein Nature-Artikel, der muss gut und wichtig sein!”. Und genau darum geht es! Genau das war auch der Punkt meines gestrigen Artikels. Es gibt nur einen Weg, wie man die Qualität eines Artikels beurteilen kann, und das ist, ihn zu lesen und sich damit zu beschäftigen. Jede Abkürzung über Impact-Faktoren & Co ist nur eine scheinbare Abkürzung die mehr Probleme schafft als sie löst.

Politik und Bürokratie verhindern den Fortschritt

Wenn es keine Impact-Faktoren mehr gibt, braucht man auch keine Fachzeitschriften und hat man keine Fachzeitschriften braucht es auch keine Impact-Faktoren mehr. Aber so wie bei den Impact-Faktoren kann meiner Meinung nach eine Veränderung auch hier nur von oben kommen. Solange weiterhin “gute” und “schlechte” Fachzeitschriften existieren, werden alle Wissenschaftler in “guten” Zeitschriften publizieren wollen und Bibliotheken werden sie kaufen müssen. Solange Publikationen in “guten” Fachzeitschriften weiterhin bessere Karrierechancen versprechen, werden es sich Forscherinnen und Forscher nicht leisten können, das System zu verlassen.

Die Förderorganisationen, die Uni-Bürokratie und die Wissenschaftspolitik müssten darauf bestehen, dass nur noch diejenigen Artikel bei der Beurteilung von Karrieren und Förderanträgen berücksichtigt werden, die nicht im klassischen System publiziert worden sind. Und sie müssten die Möglichkeit schaffen, einen neuen Weg der Publikation gehen zu können! Sie müssten die oben beschriebenen Datenbankstrukturen schaffen und genau da liegt das Problem. Idealerweise ist so ein System international, als ein System das auf EU- oder gar UN-Ebene funktioniert (obwohl es vermutlich auch technisch möglich wäre, wenn es viele einzelne Systeme gibt, die dann von einem “Meta-System” kuratiert und abgefragt werden). Und ich kann mir leider nicht vorstellen, dass das passiert. Es ist eben viel “einfacher”, weiterhin der Verlockung der Impact-Faktoren und “wichtigen” Zeitschriften zu erliegen. Wieso soll man sich die Mühe machen, eine offene und transparente internationale Publikationsdatenbank zu schaffen, wenn man einfach auf eine Zahl schauen kann und den Job/das Geld denen gibt, bei denen die Zahl am größten ist?

Konkurrenz bei der Vergabe von Fördermitteln - Symbolbild (Bild: Caroline, CC-BY 2.0)

Konkurrenz bei der Vergabe von Fördermitteln – Symbolbild (Bild: Caroline, CC-BY 2.0)

Es wird also alles so weiter gehen wie bisher. Wissenschaftler werden sich weiterhin dem Diktat des Impact-Faktors beugen und sich nach Kräften bemühen, ihre Artikel bei Nature, Science & Co unterzubringen. Und wir alle werden weiterhin viel Geld an die Fachverlage bezahlen ohne einen entsprechenden Gegenwert dafür zu bekommen. Das wissenschaftliche Publikationssystem ist kaputt.


Weitere Infos:

Kommentare (20)

  1. #1 HerbertR
    25. Januar 2018

    Warum benütz man nicht einfach Blogs um ein “Open Peer Review” durchzuführen ?
    Im wesentlichen ist ja der jährlich stattfindende Schreibwettbewerb etwas ähnliches.

    Jemand reicht eine Arbeit ein und Science-Blogger Reviewen diesen, geben ihr Urteil ab und stellen ihn dann nochmals Online zur Diskussion, wo im öffentlichem Rahmen entschieden wird, ob die Arbeit nun durchgeht oder nicht. So muss auch der Reviewer eine nachvollziehbare Begründung für seinen Standpunkt abgeben.

    Man könnte z.b. hier einen Artikel von arXiv herausnehmen und Reviewen wobei parallel dies für den interessierten Laien übersetzt und populärwissenschaftlich dargestellt wird.
    So kann der Laie nachvollziehen, warum ein Artikel als seriös oder unzureichend eingestuft wurde. (Zahlen muss ja der Steuerzahler – also Laie)

    Zitat: “Wer soll denn dann garantieren, dass die Fachartikel von guter Qualität sind?”
    Die Community der Science-Blogger (Wissenschaft) bzw. auch die “Öffentliche Einsicht” in den Review-Prozess (Politik) oder im Streitfall ein Sachverständiger (Justiz).

    Zitat: Was spräche gegen ein “Open Peer Review”?
    Problem was ich hier sehe: Zu viele Köche verderben den Brei.
    Wie stellt der eine Reviewer fest, daß der andere Reviewer auch ausreichende Fachkenntnisse besitzt oder das Thema ‘zerredet wird’ ?
    Bzw. wer entscheidet nun wer Recht hat, wenn sich die Wissenschafter selbst sich nicht einigen können oder das Review selbst fehlerhaft bzw. mangelhaft war ?

    Zitat: Wenn es keine Impact-Faktoren mehr gibt, braucht man auch keine Fachzeitschriften und hat man keine Fachzeitschriften braucht es auch keine Impact-Faktoren mehr.
    Problem was ich hierbei siehe ist, daß die Öffentlichkeitsarbeit der Wissenschaft vernachlässigt werden könnte und sich Wissenschaft und Mensch immer mehr auseinander
    entwickeln sodass es zu einer ‘sprachlichen’ Entfremdung kommt, weil der normale Mensch da draussen die Wissenschaft nicht mehr versteht bzw. dessen euphorische Suche nach einer GUT.

    summa summarum glaube ich, daß sich dieses Thema nicht wirklich lösen lassen wird, da es einfach schon zu viele wissenschaftliche Arbeiten selbst gibt, die in sich geschlossen seriös sind, aber einfach nicht überprüfbar sind bzw. technisch/wirtschaftlich keinen Zweck erfüllen.

    Einen Artikel der dieses Thema ebenfalls andiskuttiert habe ich hier gefunden:
    http://backreaction.blogspot.co.at/2017/12/research-perversions-are-spreading-you.html
    (Schade das dieser Artikel in englisch geschrieben wurde, aber dies wäre schon das oben erwähnte Problem der Entfremdung. Sobald Wissenschafter unter sich selbst sind, sprechen diese nur mehr Englisch und Mathematik)

    Das wären meine Gedanken zu diesem Thema.

  2. #2 Spunk123
    25. Januar 2018

    Einen ergänzenden Aspekt noch: Wenn es auch sonst kein Geld gibt: von der VG Wort gibt es immer etwas. Ich habe nur wenig wissenschaftlich publiziert (neben eben der Diss.), aber über VG Wort zumindest etwas bekommen – manchmal noch Jahre später, nachdem irgendwelche Abgaben auf Kopierer oder Scanner geklärt waren.

  3. #3 Hans Zauner
    25. Januar 2018

    “Ich (und die Idee ist nicht von mir) stelle mir eine Datenbank vor, in der alle Wissenschaftler ihre Artikel einfach hochladen können. Dort stehen sie dann frei verfügbar – und alle Wissenschaftler können Gutachten dazu abgeben.”

    Solche Plattformen gibt es ja schon – zum Beispiel der “Preprint space” von academickarma, bei dem offene Reviews für Preprints gesammelt werden können:
    http://preprint.space/how-it-works

    … nur werden sie noch nicht so recht angenommen.

    Da dreht sich halt alles im Kreis: Für solche neuen, vom Establishment nicht akzeptierten Publikationswege gibt es keine “Credit-Punkte”, und damit wären wir wieder bei Teil 1 deines Beitrags.

  4. #4 Alderamin
    25. Januar 2018

    @Florian

    sie werden dafür im Allge‌meinen von den Forschun‌gseinrichtungen (das ist so gut wie immer der Sta‌at, also die Steue‌rzahler) bezahlt.

    Auch Firm‌en betreiben Forsc‌hung. Ich habe an der Uni genau so viele (bzw. wenige) Pap‌ers veröffentlicht wie später im Job (und bei meinem Proj‌ekt an der Uni waren auch Fir‌men beteiligt, die sicherlich einen Eige‌nanteil ins Pro‌jekt einbringen mussten). In den Natu‌rwissens‌chaften liegt der Schwe‌rpunkt vielleicht mehr auf den Unis, in den Ingeni‌eurwisse‌nschaften sind aber Priv‌atmittel stark vertreten. Aber das nur nebenbei.

    “Wer soll denn dann garantieren, dass die Fac‌hartikel von guter Qua‌lität sind?”, lautet der Ein‌wand, den ich meistens zu hören bekomme, wenn ich diesen Vors‌chlag mache. “Wer ga‌rantiert es denn jetzt?”, lautet in dem Fall meine Gegenfrage. Das sind nämlich nicht die Fach‌zeitschriften. Sondern die Gut‌achter, also ganz normale Wiss‌enschaftler, die mit den Zeits‌chriften nichts zu tun haben

    Das ist zwar, so besehen, richtig, aber die Zeits‌chriften können für sich verbuchen, dass sie einen Proz‌ess geschaffen haben und ihn weiterhin orga‌nisieren (dann allerdings scha‌mlos ihr Mon‌opol ausschlachten, insofern ist Deine Kritik ja durchaus berechtigt). Es gibt halt die Adres‌sen, wo man was einreichen kann, und es werden die entsprechenden Guta‌chter angesprochen. Das ist dezentral nicht so trivial zu organisieren, vor allem, wenn man Mis‌sbrauch vermeiden will.

    Die Förd‌erorgan‌isationen, die Uni-Bürok‌ratie und die Wissenschaftsp‌olitik müssten darauf bestehen, dass nur noch diejenigen Artikel bei der Beur‌teilung von Karr‌ieren und Förderan‌trägen berücksichtigt werden, die nicht im klassischen System publiziert worden sind.

    Eine Revo‌lution der Art, wie Du es beschreibst, wird sicher nicht kommen. Irgendwer muss den Hu‌t aufsetzen und so was einrichten, wie es bei Arxiv geschehen ist, und dann muss sich das etablieren, eine Rep‌utation aufbauen (wie Wikip‌edia sie hat). Wenn dann irgendwann den Unis aufgeht, dass sie Geld sparen können, wenn sie den Altern‌ativweg gehen und wenn die Karri‌erechancen dann auch von Veröffe‌ntlichungen in dem neuen Me‌dium beeinflusst werden, dann kann die We‌lle irgendwann weg von den Zeits‌chriften schwappen, die dann innerhalb weniger Jahre Ges‌chichte sein dürften. Aber das wird ein Proz‌ess sein. Und irgendwer muss die Ver‌antwortung übernehmen, ihn in Gang zu setzen und zu organisieren. Denke nicht, dass die Po‌litik das sein wird.

    Übrigens, in meinem Fach (IT, Tel‌ekom) wurde mehr auf Konf‌erenzen präsentiert als in Zeitsc‌hriften, d.h. es wurden große E‌vents mit allem Drumherum organisiert, wo man hin fuhr und vortrug. Später konnte man dann den Tagun‌gsband kaufen (als Teilne‌hmer war der natürlich in der Teiln‌ahme‌gebühr inbegriffen, und als IE‌EE-Stud‌ent-Mem‌ber war der Konferenzbeitrag ziemlich niedrig, so um die 100 Ma‌rk, wenn ich mich recht entsinne; am teuersten waren die Reisekosten). So was dürfte dezentral ganz schwer zu organisieren sein. War ja auch der F‌un-Factor der Prom‌otionszeit, mal nach Pho‌enix, Arizona oder Ista‌nbul fliegen zu dürfen. Bei meinem Arbei‌tgeber hatte ich mal zu einer NASA-Kon‌ferenz nach Flor‌ida fliegen und vortragen dürfen. Als Spe‌cial Ev‌ent gab es eine Son‌derfahrt durchs Kennedy Space Center, z.B. mit dem Bus rauf auf die Space-Shuttle-Absch‌ssrampe. Ich war sogar im Ve‌hicle Asse‌mbly Build‌ing, wo die Satur‌ns und Space-Shuttles zusammengesteckt wurden. Wäre irgendwie auch schade, wenn das alles wegfiele. Aber klar, der Steue‌rzahler sollte so was nicht zahlen (hat er in dem Fall für mich auch nicht, sondern der Arbei‌tgeber).

  5. #5 Herr Senf
    25. Januar 2018

    So wird’s astronomisch eingeschätzt https://arxiv.org/abs/1801.08033 Julia Heuritsch
    “Insights into the effects of indicators on knowledge production in Astronomy”

  6. #6 Spritkopf
    25. Januar 2018

    Bis jetzt wird ein Paper ja erst dann als veröffentlicht angesehen, wenn das Peer Review vollzogen wurde. Warum nicht das Paper z. B. bei arXiv veröffentlichen und Wissenschaftler, die dort einen Account haben, geben dann online und für jeden einsehbar ihr Peer Review ab?

    Das Versionsmanagement von arXiv erlaubt ja schon jetzt, neue Revisionen für einen Artikel zu veröffentlichen, wobei die alten Versionen sichtbar bleiben. Jeder publizierende Wissenschaftler kann somit auf kritische Anmerkungen in eingehenden Peer Reviews reagieren und transparent eine neue Version seines Papers online stellen.

    Und wie Florian schon anmerkt: Es sieht jeder, wieviele Peer Reviews es zu einem Paper gibt und womit sie sich auseinandersetzen. Damit ist auch für Fachfremde nachvollziehbar, ob das Paper in den Augen von Fachkollegen den wissenschaftlichen Ansprüchen genügt.

  7. #7 Jürgen Zornig
    25. Januar 2018

    So eine “Datenbank” gibt es im Prinzip schon…ich selbst nutze sehr sehr gerne Mendeley aber es gibt auch andere Social Netze im Wissenschaftlichen/publizierenden Umfeld. Mendeley hat meiner Meinung am meisten Anwender…zumindest in meiner Branche. Umso beunruhigender ist, dass ausgerechnet der Elsevier Verlag Mendeley gekauft hat, doch zumindest in den letzten Jahren hat das nichts wesentliches am System geändert. Man darf gespannt sein, das wissenschaftliche Puplikationssystem unterliegt zumindest bereits einem Wandel.

  8. #8 Flat
    25. Januar 2018

    Als Hinweis noch: 80% der Subskiptionsgebühren werden aus öffentlichen Steuermitteln bezahlt, nämlich dem Grunderwerbungsetat der Einrichtungen (Universitäten, AUF,…).

    D.h. wir sprechen von einem steuergestützten und subventionierten Geschäftsmodell im Bereich der wissenschaftlichen Fachzeitschriften (und Konferenzen), der es ermöglicht, diese Profite in den Aufkauf und die Investition in neue Geschäftsmodelle zu ermöglichen (z.B. Datenbanken, Portale, System, Plattformen,…).

    Übrigens lesenswert in diesem Zusammenhang (natürlich Open Access):

    The Oligopoly of Academic Publishers in the Digital Era
    Vincent Larivière , Stefanie Haustein, Philippe Mongeon
    http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0127502

    Wir reden hier von Unternehmen, die profitabler arbeiten, als Apple, Alphabet und Co. Im “Namen der Wissenschaft” *loslach* *abruptes-aufhören* *nachdenken*

  9. #9 Fliegenschubser
    25. Januar 2018

    “Es ist ja jetzt schon sehr schade, dass Gutachten für die Öffentlichkeit nicht einsehbar sind. Ich fände es sehr interessant, könnte ich nicht nur den Fachartikel selbst, sondern auch die Gutachten dazu lesen.”

    Mir ist zumindest ein Journal bekannt, wo das möglich ist: eLife. Infos hier: https://elifesciences.org/about

    Im Allgemeinen versucht eLife viele der Missstände, die Florian hier angesprochen hat, zu vermeiden. Es ist open access, guter peer-review (welcher mit dem Fachartikel veröffentlicht wird) und non-profit (jährliche Finanzberichte werden veröffentlicht).
    Inhaltlich sind hauptsächlich (Molekular-)Biologie in allen Facetten vertreten. Aus anderen Fachrichtungen sind mir keine ähnlichen Journals bekannt, aber da kenn ich mich auch nicht gut aus.

  10. #10 ajki
    25. Januar 2018

    Auch wenn die “Knackpunkte” hier konzentriert wurden (in den beiden Teilen), gibt es durchaus unterschiedliche Problemlagen. Zum Beispiel ist das große Problem der Zugänglichkeit (das mediale Paywall-Problem) in gewisser Hinsicht durchaus lösbar ohne Beteiligung der akademischen Fachzirkel und der Verlage – tatsächlich ist wohl vielen bekannt, dass es schon auf eine “ungute” Art und Weise gelöst wurde (well, sort of…). Oder: Die Transparenz hinsichtlich der Reviews ist letztlich nur ein Problem mangelhafter Entwicklung und Pflege der Datenbanken bei etlichen hundert Verlagen, wobei andere Verlage ihre Datenbanken schon vor Jahren hochgepflegt haben mit Inklusion der Review-Geschichte und auch der Einpflegung von Zitaten, Bezügen und bezugnehmenden weiteren Arbeiten (insbesondere: Replikationen bzw. gescheiterte Replikationen und Widersprüche). Hier ist es mehr der alltägliche “#neuzeit”-Verhau der Software-Produkte (Produkte gehört an sich in Anführungsstriche), der insgesamt gesehen noch zu Verdruss führt, dies aber eigentlich nicht mehr tun müßte.

    Das große Problem der Qualitätssicherung der Review-Prozesse ist allerdings nicht “einfach” lösbar – schon gar nicht durch Dritte (also Verlage, Netz-Trittbrettfahrer, Journalisten….). Hier müsste ja an sich die akademische Riesengesamtwelt seit Jahrhunderten “echte” Standards entwickelt haben (und auch in gewisser Hinsicht dafür “bezahlt” werden). Das ist aber überhaupt nicht der Fall.

  11. #11 AndreasMa
    25. Januar 2018

    Moderne Internetplattformen können auch noch viel mehr bieten für die Wissenschaftspublikation. Ich denke, dass der klassische Artikel, der auf Zeitschriften ausgelegt ist, in seine Aspekte zerteilt werden sollte. Man muss nicht in jedem Artikel den Stand der Forschung zusammenfassen, wenn man stattdessen auf einen entsprechenden Artikel verweisen kann und online kann jeder diesen Verweisen direkt folgen, wenn es keine Bezahlschranken gibt.
    Experimentbeschreibungen können auch separat von den Experimentdurchführungen und den daraus ermittelten Daten sein, so dass separate Gruppen, die das gleiche Experiment durchführen, auf die gleiche Beschreibung verweisen können.
    Wenn jeder solche Teilartikel ein Diskussionsforum hat, gibt es direkte Möglichkeiten für Feedback.

    Ein anderes Problem ist, dass in den klassischen Artikeln jeder Verweis oder jede Zitierung erstmal gleich ist, obwohl verschiedenste Arten von Semantik dahinterstecken, die man genausogut explizit machen kann, insbesondere, wenn man den Artikel zuvor in seine Bestandteile zerlegt hat.

  12. #12 Yeti
    25. Januar 2018

    Mal eine Frage, Florian:
    Hast Du (finanziell) etwas von der Werbung, die hier eingeblendet wird? Wenn nicht, schalte ich meinen Adblocker wieder ein.

  13. #13 Florian Freistetter
    26. Januar 2018

    @Yeti: Ich krieg vom Verlag der SB.de betreibt ein (kleines) Honorar. Das die vermutlich über die Werbung hier finanzieren. Aber ich werde meinen Lesern mit Sicherheit nicht vorschreiben, wie sie auf meine Texte zugreifen. Du kannst und sollst deinen Browser so konfigurieren, wie du willst!

  14. #14 Yeti
    26. Januar 2018

    Hi Florian,
    Du schreibst mir ja nichts vor. Ich habe mir nur vorgenommen, auf Seiten die ich gut finde und ich mich irgendwie unterstützend verhalten kann, erstmal den Adblocker wegzumachen und zu gucken, ob’s nervt.
    Es nervt nicht so arg. Also lasse ich ihn aus.

  15. #15 ZE7METAL
    27. Januar 2018

    Gut getroffen. Man könnte meinen, die Wissenschaft ist noch nicht im #Neuland angekommen.

    Früher gab es keine andere Möglichkeit als in einer Zeitschrift zu veröffentlichen. Heute haben wir das Internet und dadurch unzählige Möglichkeiten seine Arbeiten zu publizieren.

  16. #16 Cornelia S. Gliem
    27. Januar 2018

    Impact und Co. ähnliches wird es immer geben 🙂 – Menschen mögen es …einfach. selbst wenn das oben ausgeführte dazu führen würde dass online alle wissenschaftlichen Artikel open Access und relativ gut begutachtet vorliegen – verlagerte sich dieses Bedürfnis nur auf die populärwissenschaftlichen Medien und die feuilletonSeiten der Zeitungen, um die “breite Öffentlichkeit” zu erreichen. Inklusive der Politiker die über mittelvergabe entscheiden. Denn diese werden wohl keine Anstrengungen auf sich nehmen und vorher wissenschaftliche Datenbanken durchforsten. Nein die sichten wenn überhaupt die Überschriften von ZEIT WELT FAZ SPIEGEL Etc. und oder gucken wie oft ein Wissenschaftler bzw. eine Uni genannt wurde :-).

    So schlecht wie das jetzt vielleicht rüber kam finde ich das übrigens nicht; schließlich bezahlt die Gesellschaft für den ganzen wissenschaftsbetrieb (wie Florian oben so schön ausführte). Warum also nicht die zusätzliche pflicht, alles “populär” nahe zu bringen?

  17. #17 Hans Zauner
    27. Januar 2018

    Gerade hat Michael Eisen, einer der Gründer von PLOS, eine interessante neue Initiative vorgestellt, die Preprints, neue Publikationsinfrastruktur und offene, Journal-unabhängig publizierte Reviews fördern will.

    http://asapbio.org/eisen-appraise

    Solche Ideen gab es ja schon oft, aber wenn Eisen und prominente Mitstreiter den Erfolg von PLOS wiederholen können (wodurch auch schon Einiges umgekrempelt wurde), dann wird das sehr spannend.

  18. #18 Uli
    31. Januar 2018

    Seit 20 Jahren gibt es jetzt schon die Möglichkeit, einen Webserver aufzusetzen und alles zu publizieren, was man will.

    Seit etwa 10 Jahren gibt es sowas wie ein Wiki, was man binnen Minuten aufsetzen kann und das es erlaubt, beliebig lange Artikel mit Bildern und allen möglichen Medien einzustellen, zu kommentieren, zu erweitern etc. pp.

    Warum machen die Unis das nicht?

  19. #19 MartinB
    1. Februar 2018

    Das ganze “Wir laden das auf nem Server hoch und dan gibt es open peer review” hat aver das Problem, dass jemand die reviews auch schreiben muss. Im Moment tue ich das, wenn ich angefragt werde und kompetent bin(außer von Elsevier, da lehne ich jetzt grundsätzlich ab), aber ich würde vermutlich nicht ein Gutachten auf irgendnem Server einfach von selbst schreiben, dafür ist es zu viel Arbeit. Nicht mal dann, wenn ich das paper sowieso lese, weil man paper, die man nicht begutachtet, ja selten von a-z liest.

    Was ich mir vorstellen würde, wäre, dass der Staat die Sache übernimmt: Ein European Journal of XX, finanziert durch den EU-Forschungshaushalt, qualitätssicherung durch Wissenschaftler wie gehabt, als open access online journal. So etwas für jede Disziplin als qualitativ hochwertige Zeitschrift. Einfache Formatvorgaben, so dass ein Artikel sofort nach dem Review gelesen werden kann, dann muss man im wesentlichen nur den Server bezahlen und ein paar Leute, die sich um den administrativen Kram kümmern (Editoren betreuen etc.)
    Finanzieren tun wir das, indem wir keine Publikationsgebühren mehr zahlen und keine Abos für die Bibliotheken mehr brauchen, zweistellige Gewinne wie bei Elsevier braucht man da auch nicht.
    Freie Wirtschaft ist nicht immer das Beste.

  20. […] (Publikationen und Zitationen) in der Wissenschaftswelt mehren. Über das ganze Thema haben sowohl Florian Freistetter, als auch viele andere hervorragende Artikel geschrieben, so dass ich mich an dieser Stelle nicht wiederholen möchte. Stattdessen will ich lediglich […]