zoon politikon

Sprachpolizeiakademie

In der letzten Woche habe ich mir mehr als eine Diskussion zu den Vor- und Nachteilen gelesen, wenn in einem Kinderbuch nicht mehr von “Neger” die Rede sein soll und Kinder nicht mehr “durchgewichst” werden (bei uns und bei anderen). Meine erste Reaktion auf viele der Kommentare kann nur mit Unverständnis beschrieben werden. Dann realisierte ich, dass alles nur auf Missverständnissen beruht. Das sich ereifernde Kommentariat belegt Wörter schlicht mit einer anderen Bedeutung als ich ihnen zuordne. Als humoristischen Sonntagsbeitrag zum Weltfrieden meinerseits möchte ich darum ein kleines Glossar anbieten und hoffe so etwas zur Völkerverständigung beizusteuern. Seien wir nicht dümmer als es die Sprachpolizei erlaubt.

 

Kleines Glossar zum besseren Verständnis der Political Correctness Gegnerschaft

-innen: Suffix der an beliebige Wörter (vorzugsweise an Neutrum oder Beleidigungen) angehängt wird um den Nutzen von →PC zu widerlegen (sog. argumentum ad suffixum). Typische Beispiele wären Mitgliederinnen, Trottelinnen oder Dumköpfinnen

1984: Eine Dystopie von George Orwell, die man nicht gelesen hat, aber über welches man einiges an Halbverstandenem beizutragen hat. Siehe auch →Neusprech.

Abendland: Das was in der →Zukunft untergeht.

Deutsche Sprache: 1. Unveränderte, reine Version des germanischen, wie sie in der Regel ausschliessliche im Kopf des →PC Gegners gesprochen wird. Darf auf keinen Fall geändert werden oder sich anpassen, weil Orwell davor gewarnt hat. 2. Dünner Faden an dem Kultur und Gesellschaft hängen.

Diktatur: Staatsform in der Dinge nicht so sind, wie sie die →PC Gegner gerne hätten. Kritik bezieht sich in der Regel auf Ereignisse, die weder staatlich verordnet sind, noch tatsächlich vom politischen System ausgehen darum nicht zu verwechseln mit der üblichen staatszentrierten Bedeutung des Begriffs.

Eskimos: 1. Menschen die am Nordpol in Iglus leben und die den Kommentierenden eigentlich völlig egal sind. 2. Menschen die 100 Wörter für Schnee kennen.

Früher: Mythische Epoche in der alles besser war, die Menschen rotwangig und glücklich und Bauernregeln noch funktionierten. Später werden →Gegenwart und →Zukunft zu dieser Epoche und wechseln entsprechend ihre Bedeutung.

Gedankenpolizei: Sagenumwobener geheimer Arm der →Sprachpolizei. Obwohl noch nie gesehen und obwohl es unklar ist, wie sie operiert, gibt es keine Zweifel an deren Existenz. Einige vermuten, dass sich dieser Spezialtrupp erst in Ausbildung befindet und in der →Zukunft zum Einsatz kommen soll.

Gegenwart: Wendepunkt in der Geschichte wo alles den Bach runter geht. Wird in der →Zukunft zu →Früher und durchläuft entsprechende Bedeutungsverschiebung.

Gutmensch: 1. Naiver Mensch der mit Ausländern nett sein möchte und damit beweist, die Welt nicht verstanden zu haben. 2. Methode der →Mehrheit und sich selbst Realismus zu attestieren 3. Code für Menschen, die →früher akzeptablen Rassismus aufgrund von →PC kritisieren (enthält gewisse Wehmut).

Humor: 1. Was die Verfechter von → PC (siehe auch ->Minderheit) nicht besitzen 2. Rechtfertigung andere zu beleidigen

Linke: Wollpullovertragende Tofuesser, die nicht wollen, dass die Dinge so sind wie →früher. Möchten aus reiner Freude an der Macht der →Mehrheit das Leben versauern. Grosse Überlappung mit →Minderheit

Literatur: 1. Was es mit dem Recht weiterhin →Negerkuss zu sagen zu schützen ist. 2. Die Gesamtheit der →Original Bücher, die der →PC Gegner gelesen hat 3. Was Goethe schrieb.

Mehrheit: 1. (oft auch mit “schweigend” verstärkt) Gruppe von Rechtschaffenden, unterdrückt durch die →Minderheit. 2. Gruppenzugehörigkeit die aus Ausgrenzung, Rassismus etc. legitime Anliegen macht.

Mein Recht: Alles was man tun will (gilt nicht für andere).

Minderheit: 1. Links-intellektuelle Terrorgruppe, die die ganze Macht im Staat in den Händen hält und primär die →Mehrheit unterdrücken möchte. 2. Mitglieder der →Gedankenpolizei oder →Sprachpolizei

Neger: Eine mit dem Urknall von Gott eingeführte neutrale Bezeichnung für alle Menschen dunkler Hautfarbe, die bis ans Ende aller Zeiten weiterverwendet werden muss, weil sonst das →Abendland untergeht.

Negerküsse: Süssigkeit (Eiweissschnee in Schokoladenhülle) von dessen Namen Deutschlands Status als Kulturnation abhängt.

Neusprech: Missverstandene fiktive totalitäre Sprache aus →1984. Kann zu Verwirrung führen, da es im Roman um die Eliminierung von Konzepten wie “Freiheit” aus der Sprache geht. Die Verwendung des Begriffs Neusprech durch die →PC Gegner heisst nicht, dass, wie man in Analogie meinen könnte, sie der →Minderheit unterstellen, dass sie die von ihnen verteidigten Gruppen aus dem öffentlichen Bewusstsein tilgen wollen. Es bedeutet nur, dass sie den Wikipedia Artikel dazu oder das Buch nicht gelesen respektive missverstanden haben.

Original: Version eines Buches oder Textes wie sie vom →PC Gegner gelesen wurde (N.B.: Übersetzungen, Übertragungen, orthographische Anpassungen sind alles “Originale”) oder zumindest wie er/sie sich daran erinnert.

Political Correctness (PC): 1. Instrument der Machtergreifung durch Intellektuelle und →Linke. 2. Projektionsfläche zur besseren Abgrenzung des Feindes (darum oft mit Pathologien erweitert z.B. PC-Wahn, PC-Irrsinn) 3. Denksystem der →Minderheit, welches gegen der Willen der Mehrheit zur allgemein akzeptierter Norm gemacht wurde. Die Durchsetzung erfolgt dank der →Sprachpolizei und der →Gedankenpolizei 4. Mythischer omnipräsenter und omnipotenter Kraken.

Sprachpolizei: Eliteeinheit der →Minderheit die zur Durchsetzung von →PC eingesetzt wird. Sie ist allgegenwärtig und fast allmächtig. Obwohl sie lediglich mit Argumenten bewaffnet ist, wird sie als gewaltausübend wahrgenommen.

Volksverdummung: 1. Konsequenz jeglicher Sprachanpassung 2. Verlust des Rechtes Menschengruppen generisch zu beleidigen 3. Kinderbücher ohne Fussnoten.

Zensur: Alles was eine Änderung oder Kritik der Sprache beinhaltet, die nicht im Sinne der →PC Gegner ist. Nicht zu verwechseln mit dem herkömmlichen Gebrauch des Begriffes als staatlicher Eingriff.

Zigeuner: Bezeichnung für Menschen, die sich nicht einigen können, wie sie genannt werden wollen. Wird als idealer Kompromissbegriff betrachtet, da er von fast allen betroffenen abgelehnt wird.

Zukunft: Die dunklen Zeiten, die uns bevorstehen. Trifft nie ein, steht uns immer bevor. Sieht immer gleich aus. Voraussagen betreffend der Zukunft werden nie geprüft.

Kommentare

  1. #1 rolak
    Januar 20, 2013

    Und wo bitte gehts zur Immatrikulation?

  2. #2 MartinB
    Januar 20, 2013

    Großartig. Selbst die ZEIT schrieb ja diese Woche von “Zensur”.

  3. #3 Florian Freistetter
    Januar 20, 2013

    Wohl der beste Artikel zu diesem Thema bis jetzt!

  4. #4 Dagda
    Januar 20, 2013

    @ Jörg
    Und über 1984.
    Ich bin mir fast sicher dass die ZEIT die ganze Liste abgeklappert hat.

  5. #5 lares
    Januar 20, 2013

    Hervorragend!

  6. #6 J.F.Arouet
    Mönchengladbach
    Januar 20, 2013

    “Sprachpolizei: … ist allgegenwärtig und fast allmächtig. Obwohl sie lediglich mit Argumenten bewaffnet ist, wird sie als gewaltausübend wahrgenommen.”
    Wirklich nur Argumente? Gaaanz sachlich? Oder nicht auch mit ein bisschen Spott und Hohn wie in diesem Blog?
    Ich finde beide Seiten ein wenig übereifrig. Warum ist das denn so wichtig? Selbst der Vorschlag, auch in einem Kinderbuch die eine oder andere Fußnote anzubringen, wird hier runter gemacht: “Volksverdummung: … 3. Kinderbücher ohne Fussnoten.”
    Sachlich? Ne, kann man bei Satire auch nicht so ganz erwarten. Aber eine gewisse Fairness, wenn man sich überlegen wähnt?

  7. #7 rolak
    Januar 20, 2013

    Aber eine gewisse Fairness…

    Nö, J.F.Arouet, Satire ist Spottdichtung, Spott ist nie fair. Es ist doch nicht wirklich so, daß diese Einsicht besonders neu wäre – mokierte sich der olle Tucho doch schon 1919, also immerhin fast hundert Jahren:

    Wenn einer bei uns einen guten politischen Witz macht, dann sitzt halb Deutschland auf dem Sofa und nimmt übel

    Doch bei all Deiner hier geäußerten Liebe zur Fairness, wie konnte Dir bloß so eine Unterstellung niederer Beweggründe herausrutschen:

    …wenn man sich überlegen wähnt?

    ts tst ts

  8. #8 ali
    Januar 20, 2013

    @J.F. Arouet

    Natürlich diskutieren ausnahmslos alle PC Verfechterinnen und Verfechter sachlich. Darum behaupte ich das auch explizit in dem von dir zitierten Satz.

    Überhaupt sollte man Blogposts, die mit einem “Humor” Tag versehen sind, immer genau auf ihre Sachlichkeit, Ausgewogenheit und Fairness überprüfen. Es ist mir ein Rätsel wie sich Spott in einen satirischen Beitrag hat einschleichen können.

    P.S.: Ich verstehe, dass nicht alle alles lustig finden können (sieh auch →Humor). Jedoch “Spott und Hohn” in einem satirischen Beitrag zu beklagen scheint mir doch etwas über das Ziel hinausgeschossen.

  9. #9 Joerg
    Januar 20, 2013

    Großartig!

    Ich würde noch vorschlagen:

    Meinung, eigene: Das wohlgeformte Konzeptgebäude aus jahrelange rintensiver Überlegung, das als Maßstab allgemeiner Gesetzgebung gelten sollte.

    Meinung, andere: Die Wortumstellung, um der -> Sprachpolizei klarzumachen dass ihre -> Zensur die allgemeine Gesetgebung der -> Meinung, eigene bedroht

  10. [...] ScienceBlogs has published a Glossary named “Sprachpolizeiakademie” (“language police academy”) [CN: racist [...]

  11. #11 lars
    Januar 20, 2013

    …zielt der beitrag aber doch eindeutig in eine richtung.

  12. #12 TSK
    Januar 20, 2013

    ->Sarkasmus, der: Ali hat nicht den geringsten Sinn für ->Humor und würde nie ->Sarkasmus benutzen

  13. #13 vera
    Januar 20, 2013

    Und ich so Yeaah! Sehr schön. Hatte schon bezweifelt, dass man das augenzwinkernd sehen kann.

  14. #14 MJ
    Januar 20, 2013

    Die Kinderbuchdiskussion war mir schon immer ein Raetsel. Gab es irgendwann vor ein paar Jahrzehnten so eine Art Goldenes Zeitalter, und seither ist der Menschheit die Faehigkeit abhanden gekommen, brauchbare Kinderbuecher zu schreiben? Und dewegen muessen wir uns dauernd darueber unterhalten, wie man die mehr und mehr antiquierten Aspekte kaschieren, Fussnoten als Ratgeber anfuegen und sich ernsthaft mit Kindern ueber die Problematik im zum Ausdruck gebrachten Weltbild unterhalten kann, die selbst beim Ersatz bestimmter Worter noch offen bleibt?

    @ Ali

    Kommen jetzt wieder mehr Blogposten? Wie geht’s in Berlin? Warum erzaehlen Sie nicht, was Sie dort so machen?

  15. #16 Stefan W.
    Januar 21, 2013

    Hier meldet sich die Sondereinsatzgruppe “false friends”:

    Dann realisierte ich, dass alles nur auf Missverständnissen beruht.

    Im Deutschen realisieren wir etwas, in dem wir es in die Tat umsetzen. Berlin-Brandenburg realisiert einen Flughafen (wenn auch nicht sofort). ‘To realize sth.’ übersetzen wir dagegen für gewöhnlich mit ‘etwas bemerken’.

    IM Kochtopf berichtet, dass keineswegs Eiweiß im ehemals so genannten Mohrenkopf steckt, sondern Aga-Aga.

    Ob der Imagelink klappt?

    Ansonsten so: http://i38.tinypic.com/28jvddv.jpg

  16. #17 MJ
    Januar 21, 2013

    @ Stefan W.

    Da haben sich wohl die Sprachbewahrer gemeldet. Begriffe wandeln sich, der Duden weiss das:

    http://www.duden.de/rechtschreibung/realisieren

  17. #18 Theres
    Januar 21, 2013

    :) made my nite :D
    Einfach genial! (! -> unendlich) … nur früher war aber auch mehr Lametta. Doch. Wirklich …

  18. #19 emreee
    Januar 21, 2013

    Erschreckend

    Ich war sprachlos als ich Letztens in Florians Blog die Kommentare Durchlas. Für einige scheint es echt ein Bedürfnis zu sein Neger sagen zu dürfen .

    Ps: Fett/Kursiv usw ist hier mit Html Codes ? Bin Neuuser
    =)

  19. #20 Statistiker
    Januar 21, 2013

    Sehr schöner Beitrag…. gleich mal eine Bullshit-Bingo-Karte draus basteln…..

    Obwohl es ja eh keinen Sinn macht (nein, das ist KEIN pöser Anglizismus, Stefan W.), mit den PC-Gegnern diskutieren zu wollen…

  20. #21 regow
    Januar 21, 2013

    “Neger” wurde nie pejorativ verwendet. Natürlich hat es ganz klar die Hautfarbe angesprochen (wer glaubt, dass er das heute mit “Afrikaner” nicht tut…). Mit “Zigeuner” war es schon etwas anderes – schließlich gab es das Verb “herumzigeunern”, das ganz klar etwas Negatives bedeutete.
    Wenn die Afrikaner oder Nichtkaukasier “Neger” mit “Nigger” verwechseln – unwissentlich oder absichtlich – dann soll man das Wort eben nicht mehr verwenden.
    Machen wir uns ein paar schöne neue Wörter – die Realität wird sich schon danach richten!

  21. #22 Physiker
    Januar 21, 2013

    @Stefan W.:

    Hier meldet sich die Sondereinsatzgruppe “false friends”:
    [...]
    Im Deutschen realisieren wir etwas, in dem wir es in die Tat umsetzen. ‘To realize sth.’ übersetzen wir dagegen für gewöhnlich mit ‘etwas bemerken’.

    Diese Sondereinsatztruppe ist besser bekannt unter dem Namen “Sprachnörgler“. Denn “Sprachnörgler unterschätzen sowohl die Komplexität von Sprachen als auch die Intelligenz von Sprecher/innen” und verkennen, dass “Wörter (und andere sprachliche Zeichen) [...] mehr als eine Bedeutung haben” können. Konkret hat “realisieren” nämlich laut Duden, die Bedeutung “2. (in einem Prozess der Bewusstmachung) erkennen, einsehen, begreifen”, und stammt laut Duden übrigens gar nicht aus dem Englischen, sondern aus Frankreich, wo “réaliser” auch die gleiche Bedeutungsvielfalt zeigt.

    Gegen die unbegründete und übertriebene Angst vor Anglizismen empfehle ich übrigens folgende Aktion.

  22. #23 Jules
    Januar 21, 2013

    @regow:
    Genau, die Betroffenen fühlen sich ja nur verletzt, weil sie das Wort mit einem anderen Schimpfwort verwechseln, sollen sich doch bitteschön besser informieren, damit wir unsere liebgewonnenen Wörter behalten dürfen…

    Das ist so mit das Ignoranteste, was ich die letzten Tage gelesen habe und ein Musterbeispiel für das obenstehende Glossar, danke dafür.

  23. #24 Emmi
    Januar 21, 2013

    Alle, die sich jetzt zu Verteidigern des sinnlosen Vorstoßes, ALTE Bücher z. T. nach vielen Jahrzehnten nachträglich zu “korrigieren”, aufschwingen und als Rechtfertigung dafür die dummen Kommentare mancher Zeitgenossen heranziehen, die die Verwendung nicht mehr zeitgemäßer Worte HEUTE zu verteidigen suchen, haben das eigentliche Problem nicht verstanden, das darin besteht, selbst die VERGANGENHEIT unseren heutigen Auffassungen anpassen zu wollen, was nicht nur sinnlos sondern falsch und schädlich ist. Denn wie sollen wir aus der Vergangenheit die richtigen Schlüsse für die ZUKUNFT ziehen, wenn wir ihre Darstellung in Büchern etc. verfälschen!?

  24. #25 MJ
    Januar 21, 2013

    @ Emmi

    Ich gebe Ihnen da sogar Recht. Man sollte das alles lassen wie es ist und auf den Misthaufen der Geschichte entsorgen. Mit historischen Aspekten koennen sich Historiker und interessierte Erwachsene rumschlagen.

    Wir reden hier ja nicht ueber antisemitische Stereotype bei Shakespeare, oder so, der offensichtlich unersetzbare Kulturschaetze geschaffen hat. Oder um Rassismus bei Kant. Wir reden ueber ein paar Kinderbuecher. Drei moegliche Gruende warum Eltern auf alte Kinderbuecher zurueckgreifen: a) sie haben nette Erinnerungen an ihre eigene Kindheit, die sie so meinen weitergeben zu koennen, b) sie kennen sie einfach schon, und grossartig Informationen ueber Kinderbuecher einholen ist nicht gerade oben auf der Liste der alltaeglichen Aufgaben von Eltern, c) die alten Buecher sind in der Kinderliteratur was Shakespeare und Kant in ihren Bereichen sind.

    Ich fresse einen Besen, wenn c) der tatsaechliche Grund ist. Der alte Kram hat bestenfalls nostalgischen Wert, im schlimmsten Fall ist er eine Gewohnheit geworden. Wenn es Probleme gibt, weg damit, es ist genuegend Ersatz da.

  25. #26 J.F.Arouet
    Januar 21, 2013

    :-) Schön, wenn man was zum Aufregen hat. Kann nur den Link von Mely Kiyak empfehlen. Man riskiert aber die Sicht einer Linken zu lesen, die nicht auf die RICHTIGE Art Bescheid weiß. Aber das ist Euer gutes Recht:

    Mein Recht: Alles was man tun will (gilt nicht für andere).

    Linke ärgern ist allein deshalb unterhaltsam, weil sie so fest davon überzeugt sind, dass sie sooo tolerant und richtig und überhaupt sind, dass sie gar nicht mehr merken, dass sie den gleichen Tunnelblick haben – nur schauen sie von der anderen Seite in den Tunnel.

    Strampelt schön weiter. :-D

  26. #27 rolak
    Januar 21, 2013

    Etwas Ulkiges am Rande: Das blog stop! talking, dessen pingback weiter oben immer noch zu sehen ist, hatte diesen mittels eines Nachtrages unter dem soeben verlinkten post generiert (in dem es auf diesen, Alis gräßlichen post hier verwies) in dem unter anderem (sinngemäß) zu lesen war: “sie konnten es sich nicht verkneifen, N* zu schreiben”.

    Nu, da fühlte ich mich gestern Nacht bemüßigt, zu kommentieren (aus dem Gedächtnis und rückübersetzt):

    (cit)..offensichtlich konnten sie es sich doch verkneifen, denn sie haben die Langform benutzt.

    Einmal geklammert als Referenz an das Wort an sich, die anderen Male als Hyperbel über das verquere Denken der mit der Satire Anvisierten.
    Selbstverständlich kann dieses Wort nur dann rassistisch gebraucht werden, wenn es als Klassifizierung von Menschen benutzt wird, es ist nicht durch seine bloße Existenz beleidigend. Sonst müßten in Deutschland haufenweise Grabsteine entsorgt werden.

    Darauf hinzuweisen, daß die Verwendung des hier durch mich hervorgehobenen ‘they’ einen dringenden Verdacht auf eine solide VT unausweichlich macht, habe ich mir dann allerdings doch untersagt… As times go by: Grad schau ich nach, wie es denn mit der Moderation ist — und siehe da, sowohl Kommentar und auch Nachtrag sind verschwunden, Kommentieren ist abgeschaltet.

    Der sichere Weg, sich das Image ‘ nie gefehlt und unwidersprochen’ zu konfabulieren m(

    Gestern Nacht war ich zu müde (nur noch ein Auge offen; oder so) für Schnappschüsse, doch mit solch schlabberiger Arbeit ist es ab sofort endgültig vorbei: Ab heute wird alles dokumentiert. Basta.

  27. #28 Aran
    Januar 21, 2013

    Hallo Toller Beitrag. :)

    Aber noch toller wäre es wenn eine Trigger Warnung oben drüber stehen würde da hier diskrimierende Sprache eingesetzt wird.

  28. #29 rolak
    Januar 21, 2013

    Ja Aran, das war der einzige Kritikpunkt, der mir anfangs in den Kopf kam. Allerdings gewann die Überzeugung die Oberhand, das insbesondere dieses Fehlen den Unmut ver Verspotteten anheizen würde, was dazu führte, daß auch das unter ‘Satire’ einsortiert wurde.
    Darüberhinaus wäre zu bemerken, daß (wie eben schon bemerkt) eben keine diskriminierende Sprache eingesetzt wird, sondern Worte nichtdiskriminierend benutzt werden, die von Anderen diskriminierend eingesetzt werden.

  29. #30 regow
    Januar 21, 2013

    @Jules, ich hab ja gesagt, dass man das Wort “Neger” nicht mehr verwenden soll. Ich gebe nur zu bedenken, dass auch “Afrikaner”, “Migrationshintergrund”, “behindert” – ups da haben wir es eh schon – behindert ist ja jetzt schon überholt, bald wieder ersetzt werden müssen. Eine neue Bezeichnung macht am Anfang neugierig. Aber wenn der Gebrauch einmal eingeübt ist, stellen sich auch die alten Konotatioen wieder ein. Ich glaub das nennt man Euphemismustretmühle.
    Es tut mir leid, neue Wörter verändern die Welt nicht; und deshalb bin ich der Meinung, dass man die ganze PC-Hysterie nicht mitmachen soll. Es hat so was von Bewirtschaftung des Schlechten Gewissens.

  30. #31 emranferoz
    Januar 21, 2013

    Toller Beitrag!

    Würde mich freuen, wenn Sie auch mal bei mir reinschauen würden! (http://pakhtunkhwa911.wordpress.com/)

    Grüße,
    EF

  31. #32 Dr. Duden
    Januar 21, 2013

    @ Stefan W./ “realisieren”

    So ein Schwachfug. Wie kann man nur mit seiner Halbbildung so hausieren gehen. Unter einem Artikel zu Sprachdebatten, die alle möglichen Klugschwätzer auf den Plan rufen. Made my day..

    1. (bildungssprachlich) etwas, einen Plan, eine Idee o. Ä. in die Tat umsetzen
    2. (in einem Prozess der Bewusstmachung) erkennen, einsehen, begreifen

  32. #33 Kinch
    Januar 21, 2013

    Herr Dr. Duden,

    Stefan W. hat leider vollkommen Recht, wenn er behauptet, dass „Realisieren“ in der deutschen Sprache ausschließlich die Bedeutung „etwas in die Tat umsetzen” hat. Das müssten Sie wissen, hätten sie das Glossar aufmerksam verfolgt. Denn dort wird darauf hingewiesen, dass mit „Deutsche Sprache” eben nicht die Sprache gemeint ist, die die Deutschen sprechen, sondern die „unveränderte, reine Version des germanischen, wie sie in der Regel ausschliessliche im Kopf des →PC Gegners gesprochen wird.”. Im Kopf von Stefan W. hat „Realisieren” eben nicht die Bedeutung von „sich etwas bewusst machen”. Sein Fehler war anzunehmen, andere Menschen wüssten und würden darauf rücksichtnehmen, wie es in seinem Kopf aussieht.

    Viele Grüße
    Kinch

  33. #34 finne
    Januar 21, 2013

    schöner Beitrag :)

    aber hierzu:
    @ali “sollte man Blogposts, die mit einem “Humor” Tag versehen sind”

    keine ahnung, vielleicht liegts an irgenwelchen browser-einstellungen, aber ich sehe keine Tags! Ich finde den Beitrag, wenn ich auf die Humor-Kategorie in der Liste oder der Schlagwort-Wolke klicke. Über oder neben dem Beitrag finde ich aber direkt keine Einordnung des Posts… oder bin ich nur blind?

  34. #35 A.P.
    Januar 21, 2013

    doppelplusgut!

  35. #36 rolak
    Januar 21, 2013

    Ist zwar bei mir auch nicht direkt sichtbar, finne, doch sind tag-artige Einträge füe Humor, Kultur und Literatur in der Seiten-Quelle zu finden. Zusätzlich, wenn auch sehr indirekt, ist rechts am oberen Rande unter ‘Kategorien/Humor’ aktuell der hiesige Post der Listenführer.

    Es hätte allerdings auch nach den anfänglichen Worten klar sein sollen:

    Als humoristischen Sonntagsbeitrag zum Weltfrieden meinerseits möchte ich darum ein kleines Glossar anbieten ..

  36. #37 A.P.
    Januar 21, 2013

    Eine Ergänzung vielleicht:

    Der Stichpunkt “Literatur” könnte ergänzt werden mit “Grimms Märchen, welche in der Originalfassung von 1812 – ‘Doch begert der König noch einmal an den Kriegsmann, er sollt ihm das wilde Schwein, so im Wald liefe, fahen, hernach wollt er ihm die Tochter ohne allen Verzug geben, wollt’ ihm auch seine Jäger zuordnen, die ihm helfen sollten das Wildschwein fahen.’ – für heutige 4jährige problemlos zu verstehen sind.”

  37. #38 Basilius
    Januar 22, 2013

    Gut gebrüllt, Ali.
    Nein, falsch. Du hast gut geschrieben. Ich hab’ gebrüllt.
    Vor lachen.
    ^_^

  38. #39 sciblogs-leserin
    Januar 22, 2013

    Ich danke aus tiefstem Herzen für diesen großartigen Kommentar zu diesem reaktionären Wahnsinn, der sich seit Wochen durch die Kommentarspalten zieht (oder besser: kotzt).

  39. #40 Martin1
    Januar 22, 2013

    Für mich haben Menschen, die Anti-Political-Correctness eingestellt sind, noch Rückgrat!

    PC-Jünger_innen sind Mitläufer_innen! Sie gehen bei jedem Zeitgeist den Weg des geringsten Widerstands.

    Und jetzt vergleicht das mal mit der Weißen Rose und der Mehrheit in der Nazizeit!

  40. #41 Tim
    Januar 22, 2013

    @Martin1

    Eiskalt Godwins’s Law gezogen!Brilliant!

  41. #42 ali
    Januar 22, 2013

    @Tim
    Einerseits bin ich bereit anzunehmen, dass es sich um eine Parodie handelt. Es fällt mir schwer zu glauben, dass jemand ernsthaft unter einen satirischen Beitrag ernsthaft einen solchen Kommentar schreibt.

    Anderseits, das ist das Internet hier.

    @MJ
    Ich habe gute Vorsätze. Ob ich die auch umsetzen kann, wird sich zeigen. Berlin ist mitunter ein Grund warum ich weniger gebloggt habe. Mehr Arbeit als Zeit.

  42. [...] Erhellendes dazu gibt es zum Beispiel hier und hier und hier und hier und hier und hier und hier. Die Liste wird fortlaufend ergänzt, wobei die wohl allerbesten Argumente gegen die Tomate auch [...]

  43. #44 ali
    Januar 22, 2013

    @rolak

    Ich habe gerade den Nachtrag beim von dir erwähnten Blogpost gelesen. Der Link hierher wurde entfernt, soweit ich das verstehe wegen den Kommentaren unter meinem Eintrag (obwohl die meisten fanden sich glaube ich dort und nicht hier). Eine in meinen Augen befremdliche Reaktion, da es mich sozusagen für meine Kommentarpolitik “sanktioniert” trotz inhaltlicher Zustimmung. Wie treue Leserinnen und Leser wissen, versuche ja möglichst wenig zu moderieren, weil ich in meiner Blauäugigkeit [pun!] davon überzeugt bin, dass sich Dumpfbackentum selbst entlarvt. Daher finde ich diese Art der digitalen Sippenhaft mit Menschen, die genau das Gegenteil von dem vertreten, was ich denke, nicht sehr hilfreich. Man isoliert somit Meinungen statt sie aktiv in Diskussionen zu demontieren. Schade halt.

    Ich hatte in der Zwischenzeit auch zwei interessante Diskussionen bezüglich Ausschreiben und Nichtauschreiben des N-Wortes und meditiere nach wie vor darüber. Vielleicht folgt diese Diskussion noch später diese Woche.

  44. #45 ali
    Januar 22, 2013

    Noch ein Nachtrag in Bezug auf Tags: Es gibt tatsächlich die Humor-Kategorie, wie korrekt erwähnt wurde.

    Ich hatte auch reguläre Tags hinzugefügt, aber vergessen “aktualisieren” zu klicken. Als Folge davon sind diese nie erschienen. Ich habe das nachgeholt und unter dem Post finden sich nun die Tags.

  45. #46 Buck Rogers
    Januar 22, 2013

    Hervorragender Artikel!
    Meine Favoriten sind die Beschreibung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Das werd ich aufs Wort auswendig lernen. Besser kann man es nicht beschreiben. Ich kenn so viele, die es im Grunde genau so sehen.

    Ich habe mir erst erst danach den Artikel von Florian samt Kommentaren durchgelesen.
    Mann, Mann, Mann…
    Wie eine Selbstverständlichkeit zur Verschwörungstheorie werden kann. Hätte ich es nicht gelesen, würde ich es nicht glauben… Und zu guter letzt taucht auch noch Georg Hoffmann auf.
    Ein ganzer Haufen Lernbeispiele zu absoluter Uneinsichtigkeit und Diskussionsunfähigkeit.

  46. [...]   “Gedankenpolizei: Sagenumwobener geheimer Arm der →Sprachpolizei. Obwohl noch nie gesehen u… [...]

  47. #48 So. « Spreeblick
    Januar 22, 2013

    [...] aus Anlass: Ein Besuch auf der Sprachpolizeiakademie. Inland Literatur Medien Politik Johnny Haeusler | 22.01.2013 um [...]

  48. #49 Arduinna
    Aachen
    Januar 22, 2013

    Ich lache immer noch, eine wahre Erleichterung nach so viel Ärgern. Was für ein Glück, dass es so viele Leute gibt, die so eloquente, leichtfüßige Worte für die Argumente finden, die mir unausgesprochen im Geist herumgeistern. Danke!

  49. #50 JL
    Januar 22, 2013

    Danke für diesen a) hilfreichen b) Hoffnung spendenden c) Stimmung aufhellenden Beitrag!

  50. #51 Marcel Aubron-Bülles
    Berlin
    Januar 22, 2013

    Einfach nur lieblich (eingedeutscht aus dem Englischen, oder?)

  51. #52 Adent
    Januar 22, 2013

    @MJ

    Gab es irgendwann vor ein paar Jahrzehnten so eine Art Goldenes Zeitalter, und seither ist der Menschheit die Faehigkeit abhanden gekommen, brauchbare Kinderbuecher zu schreiben?

    Wie kannst du nur eine so dumme Frage stellen? Natürlich gab es eine solche Zeit, das war FRÜHER…

  52. #53 rolak
    Januar 22, 2013

    Oha, es wurde ein neuer Nachtrag generiert, ali, zitierend einen bunten Strauß wahrhaft idiotischer Kommentierungsversuche, in dem, wenn ich es recht interpretiere, meiner zumindest nicht enthalten ist.
    Ausgehend von dem hier im thread zu Lesenden muß ich allerdings die stop!talking-Behauptung, daß all der (als real angenommene) zitierte Schmonzes nur von hier gekommen wäre schon deswegen, weil sie so schön zum Duktus des vorherigen, nicht mehr lesbaren Nachsatz passt, unter ‘Unverschämtheit’ einsortieren. Sowas geht mir auf die N*.

  53. [...] Sprachpolizeiakademie – zoon politikon – Das sich ereifernde Kommentariat belegt Wörter schlicht mit einer anderen Bedeutung als ich ihnen zuordne. Als humoristischen Sonntagsbeitrag zum Weltfrieden meinerseits möchte ich darum ein kleines Glossar anbieten und hoffe so etwas zur Völkerverständigung beizusteuern. Seien wir nicht dümmer als es die Sprachpolizei erlaubt. [...]

  54. #55 Name
    Januar 23, 2013

    @ ali: Es ging nicht um die Kommentare hier, sondern um Kommentierende dort, die über das hiesige Blog dorthin kamen. Was das mit “Sippenhaft” zu tun hat, würde mich dann doch interessieren.

    @ rolak: Es ist für Blogbetreiber sichtbar, woher der Traffic kommt.

  55. #56 ali
    Januar 23, 2013

    @Name

    Ich habe mich auf diesen Satz bezogen:

    I’m not too fond of linking to pages that attract that kind of audience

    Da die Kommentare zu waren, konnte ich nicht zuerst nachfragen, wie das gemeint war.

    Darauf bezog sich auch die “Sippenhaft”: Wenn wir der gleicher Meinung sind, du aber mich nicht verlinken willst, weil du ein Problem mit einigen meiner Leserinnen/Lesern hast finde ich das wie oben geschrieben halt etwas seltsam. Wenn ich dich aber nun richtig verstehe, war es gar nicht weil du Probleme mit Kommentaren bei mir hattest (das wäre dann meine Kommentarpolitik), sondern Leute die von hier aus zu dir kamen.

    Wenn es Leute gibt, die mein Blog lesen und dann bei dir stänkern kommen, möchte ich noch weniger verantwortlich sein. Das wäre eben die “Sippenhaft”. Ich stehe gerne für meine Meinungen gerade. Nicht aber für andere.

    Du hättest übrigens auch einfach fragen können ob ich den Pingback entferne. Wäre kein Problem gewesen.

    And that some people in “Sprachpolizeiakademie”‘s comment thread now argue about how I have the “audacity” to remove that link on my own blog and thus aim at destroying comment culture (…even the word “Sippenhaft” is dropped…) is highly comical

    Und ich habe nichts von all dem gesagt. Einzig der Begriff Sippenhaft habe ich verwendet und hoffentlich ist jetzt klarer warum.

    Ich gehe mit meinen Kommentaren um wie ich will und du darfst mit deinen umgehen wie du willst. Es ist mir eigentlich auch egal ob und wohin du Links setzt. Ich käme nicht auf die Idee jemandem vorzuwerfen sie/er würde die “Kommentarkultur zerstören” (und du formulierst das ja so, als ob “Sippenhaft” noch eine Steigerung dazu wäre). Ich habe einzig mein Erstaunen geäussert, dass trotz inhaltlicher Zustimmung mit mir, den Link wieder entfernt hast (am Traffic von hier ändert das ja nichts).

    Ich habe kein Problem mit dir, noch mit deinem Blog, noch mit deinen Leserinnen und Leser. Wir scheinen was dieses Thema hier anbelangt auch auf der gleichen Seite zu sein und kaum Differenzen zu haben. Warum nun eine Kontroverse konstruiert werden soll ist mir eben schleierhaft. Das ist alles was ich damit sagen wollte.

    Aber vermutlich ist dieser Kommentar auch nur wieder ein Anlass für ein Update und “highly comical”.

  56. #57 rolak
    Januar 23, 2013

    Es ist für Blogbetreiber sichtbar, woher der Traffic kommt.

    Schönen Dank für die freundliche Belehrung, Name, wäre ich nie drauf gekommen, daß es einen Effekt hätte, wenn ich zum Zwecke der Orientierungshilfe für die Zielsite RefControl auf <Normal> umschalte.
    btw: Bei dem Zitierten wäre für ‘ok’ noch eine winzige Änderung angemessen: Statt “woher der Traffic kommt” besser “woher der Traffic zu kommen behauptet”.

    Anlass für ein Update und “highly comical”

    Mag sein, Ali, doch das imho tatsächlich komische an dem dritten update von vieren, von denen noch drei übrig sind, ist das abschließende “go check that out!”.
    Ein abschließendes Geständnis: Vom hier gedächtniszitierten und dort abgegebenen Kommentar war ich nur Übersetzer, nicht Urheber. Die betreffende Person hat bei dem morgendlichen Telefonat heute ihren Frust derart abgelassen, daß mir immer noch die Ohren klingeln. Sie wollte sich nach dem Runterkommen evtl bei Dir melden. Nur so als Vorwarnung ;-)

  57. #58 Name
    Januar 24, 2013

    @ ali: komisch ist höchstens, dass ich nicht die Blogautorin bin, sondern einfach nur ein Leser* ihres Blogs. Ansonsten verstehe ich Dein Problem nicht. Die Autorin hat den Link auf ihrem Blog und die Kritik an der hier verwendeten rassisstischen Sprache entfernt, da sie daraufhin Trollkommentare bekommen hat, die über Dein Blog kamen. Sie hat nie behauptet, dass das Deine Schuld ist (vielmehr sagt sie, dass es ein Fehler von ihr war, Dich zu verlinken). Der Begriff Sippenhaft kam von Dir und war eine Unterstellung Deinerseits. Der Rest des von Dir Zitierten bezieht sich doch eindeutig auf den Kommentator* Rolak, den es offenbar so sehr kränkt, dass eine schwarze Frau das Gespräch mit ihm – oder einer dritten Person? – verweigert, dass er meint diese Erfahrung hier auf herablassende Weise verarbeiten zu müssen). Warum Blogautorinnen sich auf bestimmte Weisen verhalten, erklärt z.B. dieses aktuelle Stück..http://msmagazine.com/blog/2013/01/23/how-some-men-harass-women-online-and-what-other-men-can-do-to-stop-it/

    @ rolak: ja, RefControl nutze ich selber. Sehr nützliches tool. Nur ist es den meisten Rassisten, Sexisten und sonstigen Hatern vollkommen egal, ob und welche Datenspuren sie hinterlassen. Sie können sich nämlich sicher sein, dass ihr Verhalten konsequenzlos bleibt. Dass der von Dir oben genannte Kommentar bei ihr über diesen Blog kam, hast Du ja nun mehrfach konstatiert.

  58. #59 ali
    Januar 24, 2013

    @Name

    komisch ist höchstens, dass ich nicht die Blogautorin bin, sondern einfach nur ein Leser*

    Nachdem du mir erklärt hast was wirklich gemeint war, habe ich das fälschlicherweise angenommen.

    Ich habe keine Kontrolle darüber, wer mein Blog liest. Ein Link zu mir geht m.E. eben zu mir und nicht zu meinen Leserinnen und Leser. Als Blogger freue ich mich über eingehende Links, weil das so eine Art an den Hut tippen in meine Richtung und meine Texte ist. Es bringt neue Leserinnen und Leser hier her (und bei einigen Blogs auch nicht wenig Traffic). Darüber freue ich mich halt auch. Diese Geste wurde nun sozusagen “annuliert” wegen meinen Leserinnen und Leser. Darum habe ich “Sippenhaft” gesagt.

    Wenn ich also wegen meinen Leser und Leserinnen nicht verlinkt werde, habe ich das Gefühl ich werde für etwas “sanktioniert” das ich nicht kontrolliere. Das Entfernen des Links ist nicht nur ineffektiv um das postulierte Ziel zu erreichen (der Pingback war das Problem), es “trifft” auch nicht die Zielgruppe, sondern mich. Wenn es sich nicht um eine “Sanktion” handelt (ein etwas starkes Wort in diesem Zusammenhang, aber es fällt mir nichts besseres ein) dann verstehe ich den Sinn und Zweck, des Entfernens nicht. Das war mein Punkt. That’s all.

    Aber das ist alles nicht schlimm. Weder sind meine Gefühle durch das Entfernen des Links verletzt, noch kam irgendwer dabei zu schaden. Das einzige was mich ärgerte war, dass der Nachtrag so klang (absichtlich oder nicht, weiss ich nicht), ob ich die fast selbe Zensurdebatte vom Zaun brechen würde, die mir immer so auf den Senkel geht. Darum habe ich überhaupt reagiert und geschrieben, dass ich das “seltsam” fände, nicht nachvollziehbar und darum habe ich “Sippenhaft” gesagt. Nichts substantielles, ein Gedanke dazu warum wir bloggen und wie wir filtern.

    Ich finde es immer noch seltsam. Aber viel mehr habe ich dazu nicht zu sagen. Den Rest muss du mit rolak ausmachen.

  59. [...] [1] [2] [3] wird derzeit diskutiert, ob man die Literatur, insbesondere die Kinderliteratur, politisch [...]

  60. [...] das hier ist einfach nur der Hammer: Sprachpolizeiakademie  – [...]

  61. #63 Name
    Januar 24, 2013

    @ ali: OK, ich verstehe. Ich finde trotzdem den Begriff “Sippenhaft” – der ja ein archaisches Rechtsverständnis bei demjenigen, der sie mutmaßlich anwendet, impliziert – überzogen und ungerecht. Natürlich kannst Du nicht beeinflussen, was für Menschen Deinen Blog lesen. Es ist aber logisch, dass bei Blogs, die stärker frequentiert sind, der Idiotenanteil höher ist. Und dass manche Menschen diesen erhöten Idiotenanteil eben nicht auf ihrem Blog haben wollen und deshalb Verlinkungen auf stärker frequentierte Blogs vermeiden, ist entsprechend plausibel. Das ist ein strukturelles Problem, das sich nicht individualisieren lässt. Empathie und Verantwortungsbewusstsein schaden aber in keinem Fall.
    Was das Entfernen des Links nun im Nachhinein genau bezweckt, kann ich Dir nicht sagen. Ich wollte nur Deine Annahme über die Ursache der Entfernung richtigstellen.

  62. [...] Shehadistan eins, zwei und drei, Metalust und Subdiskurse eins, zwei und drei, Gleisbauarbeiten, zoon politikon, [...]

  63. [...] Nun wären mir keine persönlichen Konsequenzen für Astrid Lindgren oder Ottfried Preussler bekannt, die von der “Gedankenpolizei” gegen sie ausgingen (Achtung, der verlinkte Text enthält ausgeschriebene N- und Z-Wörter, ist aber ansonsten derart köstlich und treffend, dass man ihn zitieren MUSS:) “Gedankenpolizei: Sagenumwobener geheimer Arm der →Sprachpolizei. Obwohl noch nie gesehen und o… [...]

  64. #66 rolak
    Januar 24, 2013

    deshalb Verlinkungen auf stärker frequentierte Blogs vermeiden

    Nun ja, Name, so verständlich diese Neigung insbesondere bei enggruppierten, eher fremdkontaktunfreudigen sites auch sein mag – was ist denn nicht Sippenhaft daran, jemanden danach zu behandeln, was Andere aus seiner Sippe tun? (Daß es hier keine Sippe im eigentlichen Sinne ist, sondern eine eher zufällige Gruppierung (Autor, Leser*), ist wohl irrelevant).

    bei Blogs, die stärker frequentiert sind, [ist] der Idiotenanteil höher

    Irgendwelche Belege? Oder meintest Du absolute Zahlen, nicht den Anteil?

    diesen erhöten Idiotenanteil eben nicht auf ihrem Blog haben wollen

    Falls Du nicht absolute Zahlen meintest und keine Belege findest, ist das hinfällig.

    Ob es sinnvoll ist, hinter dem S!T-seitigen link-Entfernen einen koordinierten Zweck zu suchen, wage ich zu bezweifeln – es sieht aus wie eine typische, reflexartige Schreckreaktion, miterlebt bei ichweißnichtwievielen Menschen: Huch, was ich da gemacht habe, erzeugt das+das, dann mache ich es schnell wieder weg und gut ist. Das funktioniert zwar im RL ungemein oft und sogar hervorragend, im www allerdings äußerst selten.

    btw: Ist Dir klar, was Du mit mir ausmachen mußt? Mir nicht…

     

  65. #67 Name
    Januar 24, 2013

    @ rolak: Ich meine das von Dir Zitierte nicht an Dich gerichtet zu haben, sondern an Ali. Mir fällt entsprechend auch nichts ein, was wir uns zu sagen hätten.

  66. #68 Tom
    Januar 25, 2013

    Für mich sind es Scheindebatten. Wenn man konsequent ist, bdeutet political correctness die Änderung in neutrale Begrifflichkeiten in vorauseilenden Gehorsam, dass sich irgendjemand beledigt fühlen könnte.

    Nun macht man es am Begirff Neger fest.
    Ich denke man MUSS nun zwingend in Bayern Grüss Gott streichen, denn diese Aufforderung bedeutet für einen Gläubiger, er soll sich sofort töten, nur dann sieht er ja Gott und kann ihn grüssen oder ein Atheist fühlt sich natürlich auf allerschärfste beleidigt, da er etwas nicht existentes grüssen soll.
    Nun ein humorbelegten Mensch sagt darauf. “mache ich, wenn ich ihn sehe.” oder etwas provozierender “Sorry, mit meinen Sünden lande ich beim Teufel.”

    Nun ist auffällig, dass diese political correctness sich fast nur auf das Verhältnis Westeuropa – Afrika bezieht. So ist es völlig in Ordnung, dass sich Afrikaner untereinander als Nigga bezeichnen ohne das daraus eine Staatsaffäre gemacht wird.
    Daneben ist es hingegen absolut political correct, das Afrikaner die Weissen als Langnasen, Weissbrote und Blumenkohlohren bezeichnen dürfen.

    Fakt ist, es gibt keine political correctnes. irgendwer fühlt sich durch irgendwas immer beleidigt.
    Man nehme Othello, dieser dürfte nun auch nicht mehr Mohr genannt werden.
    Auch die Verwendung Schwarzer ist ansich rassistsich.

    Formal müsste man also ab sofort nur noch verwenden. Person mit einem anderen kulturellen Hintergrund aus einer region südlich des Mittelmeeres.
    Somit wird aus Negerküssen: Schaumsüssspeise früher bekannt als Austausch oraler Zärtlichkeiten mit einer Person mit anderem kulturellen Hintergrund aus einer Region südlich des Mittelmeeres.

    Aber was ändert dies an dem Schaumgebäck selber? Nix.
    Also ein Negerkuss bleibt ein Negerkuss und Othello ein Mohr.

  67. [...] wegen deren unsäglicher Titelgeschichte zur aktuellen Debatte um Rassismus, „Zensur“ und „Sprachpolizei“. Weitere Links zur aktuellen Debatte und Hintergrundinformationen gibt es bei Noah Sow und [...]

  68. #70 ali
    Januar 25, 2013

    @Tom

    Falls der Kommentar ein Versuch war, möglichst viele Wortbedeutungen aus meinem Glossar abzuklappern, dann: Herzlichen Glückwunsch! Das war nicht schlecht. Aber den Orwell hätte man doch noch irgendwo einbauen können, oder?

    Es sind so viele der üblichen Behauptungen und Annahmen dabei, dass ich gar nicht wo anzufangen wüsste. Ich beschränke mich daher mal auf den einen Punkt des “beleidigt sein”. Das ist nämlich etwas, dass mir auch am Herzen liegt und wo ich oft auch diesen Standpunkt einnehme

    irgendwer fühlt sich durch irgendwas immer beleidigt.

    Genau. Und es geht am Ende auch um eine Selbstkontrolle. Das ist ein zentraler Punkt der Satire hier: Niemand ruft nach der Polizei, niemand verlangt gesetzgeberische Aktivität (falls doch, muss es sich um eine winzige Gruppe handeln, die mir noch nicht begegnet ist). Es ist allen überlassen ob sie/er Begriffe, die von Betroffenen als rassistisch empfunden werden, verwendet oder nicht. Genau so wie alle damit leben müssen dafür kritisiert zu werden.

    Das interessante ist aber, wenn jemand nun entscheidet, einen Begriff nicht mehr zu verwenden, weil er eben eine Gruppe beleidigen könnte (wie mit der kleinen Hexe oder Pipi Langstrumpf geschah) die Anti-PC Brigraden ausrücken. Warum soll es jemanden kümmern, wenn andere sich dafür entscheiden, dass es für sie ein Gebot des Anstandes ist, einen Begriff nicht zu verwenden?

    Oder anders gesagt: Ich hätte dir auf deinen Kommentar mit diversen Beleidigungen und Kraftausdrücken antworten können, so wie das manche Leute im Netz regelmässig tun. Ich finde aber, dass das menschliche deplatziert ist und unanständig. Muss ich mich nun darauf vorbereiten, dass du mich kritisierst, weil ich aus “vorauseilendem Gehorsam” dich nicht als Idioten betitelt habe? Vielleicht wärst du ja gar nicht beleidigt.

    Person mit einem anderen kulturellen Hintergrund aus einer region südlich des Mittelmeeres.

    Genau. Weil das definiert die Gruppe und da kommen alle her. Besser hättest du nicht illustrieren können wie die gewählte Sprache das Weltbild einer Person reflektiert. Danke.

  69. #71 o.O
    Januar 25, 2013

    @Ali und Rolak: Ich finde es erstaunlich, dass man sich über so viele Kommentare hinweg so sehr über die Entscheidung einer einzigen Bloggerin EINEN LINK ZU ENTFERNEN aufregen kann (gerade bei dem eigentlichen Thema dieses Artikels). Immerhin bist Du, Ali, nun insofern zurückgepaddelt als dass jetzt Sippenhaft und Sanktion in Anführungszeichen geschrieben werden darf… Im übrigen hat stoptalking dazu noch mehr geschrieben, das kann man hier finden: http://stoptalk.wordpress.com/2013/01/23/on-censorship-part-ii/
    Vielleicht inspiriert ja auch dieser Eintrag dort rolaks Kommentarauftraggeber zu erneuter telefonischer Aufregung, die rolak dann “übersetzen” muss…?

    Ansonsten stimme ich mit vielen KommentatorInnen hier zum eigentlichen Thema überein: Ali, Dein Glossar ist großartig und bringt diese widerliche Debatte auf den Punkt.

    • #72 ali
      Januar 26, 2013

      @o.O

      Ich finde es erstaunlich, dass man sich über so viele Kommentare hinweg so sehr über die Entscheidung einer einzigen Bloggerin EINEN LINK ZU ENTFERNEN aufregen kann

      Ich rege mich nicht auf. Das versuch ich doch die ganze Zeit zu erklären. Ich war nur etwas befremdet und verstehe nicht.

      Und nun habe ich noch einen Kommentar dazu geschrieben.

  70. #73 rolak
    Januar 26, 2013

    nicht an Dich gerichtet

    Deswegen habe ich auch nichts dazu entgegnet ader geantwortet, Name, sondern nur aus Verständnis gründen meine Neugier zu Intention und Denkhintergrund in Worte gefaßt. Falls Dir ein Exklusivgespräch mit Ali vorschwebte, hättest Du das jederzeit sagen können, wäre Dein Wunsch selbstverständlich respektiert worden.

    Bloggerin ../.. Kommentarauftraggeber

    Tja, o.O, mit dieser sicherlich nicht unabsichtlichen Geschlechtszuordnung entsprichst Du genau dem Unkenruf meinerseits, dem meine Freundin vorab keine nennenswerte Wahrscheinlichkeit zugestehen mochte, machst denselben Fehler wie stop!talking: Die Einordnung und die Bewertung von etwas Gesagtem vermittels des vermuteten Geschlechts der Persona (nicht einmal dem der Person) aus einer selbsternannten Meinungshoheit heraus. Erinnert Dich diese Beschreibung an etwas?

    [aufregen,] LINK ZU ENTFERNEN

    Mal abgesehen von der unnötigen Lautstärke: Könntest Du eben mal zitieren, wo hier diese Aufregung zu finden ist? Ich sehe hier nur Verwunderung bis Amusement über die wahlfreie Änderung von Textinhalten, über die Fehlinterpretation von Texten anderer, über Mißverständnis bzgl des Funktionerens des www.

    jetzt .. in Anführungszeichen

    Schonmal etwas von dem Unterschied zwischen dem Wort und seiner Bedeutung gehört? Die Gänsefüßchen spiegeln kein Zurückrudern wider, sondern sind Referenz an das Wort an sich.

    “übersetzen” muss

    Mir ist ja völlig unklar, wie der Umgang unter Deinen Freund*en so ist, doch bei uns wird sich gerne untereinander ausgeholfen, ganz ohne Zwang. Insbesondere zB in dem Fall daß ihr Englisch so gut ist wie mein Französisch (beides extrem fragmentarisch).
    btw: Weswegen meintest Du, ‘übersetzen’ in Gänsefüßchen klammern zu müssen?

  71. #74 rolak
    Januar 26, 2013

    Ganz was anderes: Beim Besuch der pingback-Quellen fand sich bei der von #64:

    Rassismus ist unter anderem:
    →der Reflex, die Strassenseite zu wechseln wenn einem zwei Schwarze entgegenkommen.

    Nichts gegen zu sagen (auch wenn ich nicht weiß, was denn die genaue Anzahl zur Sache beiträgt), jedoch

    Catch 22

    *reboot* Ist der Aufzug-Zwischenfall noch erinnerlich? In dem darauf folgenden Hin+Her wurde -durchaus breit unterstützt- propagiert, daß in der Situation “Mann und Frau gehen nachts in einsamer Straße aufeinander zu” wg des schrödingerschen Vergewaltigungsrisikos der Mann als imaginärer Verursacher potentiell deeskalierend (bzw notfalls die Frau sicherheitshalber) die Straßenseite wechseln sollte.
    Was hat jetzt offiziell zu geschehen, wenn der nicht-seitenwechselnde Mensch nicht-weiß (was auch immer das sein soll) ist?

  72. #75 Tom
    Januar 26, 2013

    @Ali

    Zuallererst einmal etwas zu Ihren fehlenden Anstand. Sie proklamieren für sich ja aus Ansatnd auf Worte zu verzichten, weigern sich aber den notwendigen Anstand hier zu wahren und auf das sich gehörende Siezen zu beschränken. Ich habe mit Ihnen noch keinen Getrunken oder erlaubt, mich zu Duzen. Also ist dies zumindest ein genauso inakzeptables Verhalten wie andere Ausdrucksweisen, die Sie nun gerne aus der Sprache verbannt wünschen.
    Anstatt zu versuchen mit Sarkasmus zu agieren, wäre es angebracht sachliche Diskutionsbeiträge und Argumente zu bringen.

    “Es sind so viele der üblichen Behauptungen und Annahmen dabei, dass ich gar nicht wo anzufangen wüsste. ”

    Wie wäre es denn vernünftiger Weise auf alle einzugehen oder fehlen etwa Argumente?

    Es muss auch niemand kritisiert werden, der harmlose Begriffe weiterverwendet. Es bedarf auch keiner Polizei sondern ein Ende der ganzen BetroffenheitsGETUEkultur.

    Wer definiert eigentlich was politisch korrekt ist? Sie sicher nicht. Dies kann nur jeder selbst tun.
    Es ist auch nicht ein Gebot des Anstandes ein Wort in einem Buch nicht mehr zu verwenden, sondern eine Vernichtung von Kulturgütern. Man geht ja sogar soweit ohne jedwege Notwendigkeit Kulturgüter zu ändern.

    Ein Buch ist immer auch ein Zeitzeugnis über die Sprache und Kulturgut. Nun will man am Willen der Autoren vorbei Sprache zensieren, dies ist nichts anderes als wenn ich in anderen Gegenden der Welt Gruppierungen Heiligtümer zerstören oder sprengen. Es ist sogar gravierender, denn ein wichtiger Teil einer Kultur ist die Sprache und die Sprache hört eine Kultur auf zu existieren.

    Und auf Ihre durch nnegierung trotzdem ausgesprochene Beleidigung kann ich Ihnen nur sagen, es ist ein sehr plumber Versuch. Ein solches Niveau auf einen sachlichen Beitrag ist eine Disqualifikation Ihrerseits, da Sie damit die Ebene einer sachlichen Argumentation verlassen. Wo ist das Problem? Haben Sie keine sachlichen Argumente.

    Was müssen wir inhaltlich betrachten?
    Nun auf der einen Seite Zensur, also die Einschränkung von Kunstfreiheit, Pressefreiheit usw.
    Auf der anderen Seite steht ein es könnte sein, dass vielelicht möglicherweise irgendwann irgendo irgendwer sicht unter Umständen beleidigt FÜHLEN könnte. Es ist ja keine Beleidigung um die es geht sondern die hypothetische MÖglichkeit sich von Negerkuss beleidigt zu fühlen.

    Also Sie fordern also nun allen Ernstes unsere Grundrechte aufzugeben aus einem nicht vorhandenen rein spekulativen Grund?

    Bedauerlicher Weise haben Sie Ironie nicht verstanden. Wollen Sie wirklich zukünftig statt Negerküsse einen solchen Aufdruck sehen.
    Davon abgesehen, was ist schlimm an Küssen?
    Ist es nicht eher so, dass Sie bei der begehrten Änderung also projezieren, dass Küsse von der beschriebenen Personengruppe etwas negatives sind? Wer ist nun der Rassist? Derjenige, der eine Streichung verlangt, weil ja Küsse von dieser Personengruppe schlecht sind?

    Es geht längst nicht um Neger oder ähnliches, es geht um den Angriff auf Kultur, Sprachgut und Grundwerte.
    In Mali haben Terroristen Kulturgüter zerstört, in Afghanisten waren es die Taliban.

    Davon abgesehn, darf man natürich nicht stoppen, denn man muss aus diesem vorauseilenden Gehorsam alles aus der Sprache verbannen, womit sich jemand angegriffen fühlen könnte. Kein der, die, das Gott mehr, keine 3 heiligen Könige mehr, kein Othello mehr.

    haben Sie schon angefangen Ihre Bücher zu verbrennen Herr Ali????
    Die Bücher MÜSSEN so bleiben, wie Sie sind, nur der Autor hat das Recht es zu ändern.

  73. #76 o.O
    Januar 26, 2013

    @Ali, es scheint Dich ja durchaus weiter zu beschäftigen, ohne, dass Du die Gründe reflektieren möchtest – das wiederum finde ich befremdlich. Ich wiederhole aber gerne: Dein Glossar ist super – umso mehr verstehe ich aber Deine Reaktionen hier nicht, ob sie aufgeregt sein mögen oder nicht.

    @rolak: LOL! Das lohnt sich ja noch nicht mal auseinanderzunehmen, was Du da schreibst… m( Wie schade, dass Name das hier ganz umsonst gepostet hat: http://msmagazine.com/blog/2013/01/23/how-some-men-harass-women-online-and-what-other-men-can-do-to-stop-it/ und auch auf die Argumente des verlinkten posts null eingegangen wird. Es ist aber leider auffällig, wie Du Names treffende Anmerkung, dass Du Deine persönliche Beleidigung öffentlich verarbeitest, weil eine Schwarze Bloggerin nicht mit Dir oder jener (ich nehme mal an, realen…) Freundin reden will, ignorierst und dafür offenbar das, was Du mal sagen wolltest, auf stoptalking projezierst – das sind auf alle Fälle sehr nicht-strohmannige und auch sehr sympathische “Unkenrufe.” Angesichts der Beispiele, die Du hier bringst, und der Trollerei für Freund*innen (ja wer hat denn hier mit Freund*en voreilige Geschlechtszuordnungen vorgenommen, die er anderen vorwirft?) kann man stoptalking nur dazu beglückwünschen, die Kommentarfunktion geschlossen zu halten. Ich geh dann auch mal, das ist ja o.O…

  74. #77 ali
    Januar 26, 2013

    @Tom

    Sie proklamieren für sich ja aus Ansatnd auf Worte zu verzichten, weigern sich aber den notwendigen Anstand hier zu wahren und auf das sich gehörende Siezen zu beschränken. Ich habe mit Ihnen noch keinen Getrunken oder erlaubt, mich zu Duzen.

    Das ist eben der Unterschied zwischen Ihnen und mir. Im Netz wird oft geduzt und dass ist eine Norm die auch hier gepflegt wird (da Sie mit Vornamen zeichneten verstärkte meinen Eindruck, dass es in Ordnung ist). Gleich eine gezielte Respektlosigkeit zu unterstellen zeugt nicht von sehr viel gutem Willen. Wenn Sie mir sagen, dass es Sie stört, dann sieze ich. Kein Problem. Ich akzeptiere ihren Wunsch und habe keinerlei Absicht Sie zu beleidigen. Diese in meinen Augen normale Geste im zwischenmenschlichen Umgang, verweigern Sie anderen. Es hat durchaus eine ironischen Note, dass Sie wegen des “Du” düpiert sind (eine sehr kontextbedingte Höflichkeitsformel), aber auf die Verwendung von als rassistisch empfunden Vokabular bestehen. Respekt scheint was für die anderen zu sein.

    Wie wäre es denn vernünftiger Weise auf alle einzugehen oder fehlen etwa Argumente?

    Nein. Zeit und Lust.

    Wer definiert eigentlich was politisch korrekt ist? Sie sicher nicht. Dies kann nur jeder selbst tun.

    Sie haben meinen Kommentar aber schon gelesen oder? Unter anderem darum habe ich keine Lust auf diese schon anderswo x-Mal geführte Diskussion mit Ihnen zu führen.

    Und auf Ihre durch nnegierung trotzdem ausgesprochene Beleidigung kann ich Ihnen nur sagen, es ist ein sehr plumber Versuch. Ein solches Niveau auf einen sachlichen Beitrag ist eine Disqualifikation Ihrerseits, da Sie damit die Ebene einer sachlichen Argumentation verlassen. Wo ist das Problem? Haben Sie keine sachlichen Argumente.

    Erstens, da Sie so auf sachliche Argumente beharren, könnten Sie vielleicht auch die Güte haben, solche aufzubringen warum mein Vergleich nicht zutrifft? Zweitens, wenn die Ironie gestochen hat ohne dass ich etwas sagen musste, dann sind Sie vielleicht schon ein Schritt näher zu verstehen, warum Worte eben mit Vorsicht verwendet werden müssen.

    Nun auf der einen Seite Zensur, also die Einschränkung von Kunstfreiheit, Pressefreiheit

    →Zensur

    Auf der anderen Seite steht ein es könnte sein, dass vielelicht möglicherweise irgendwann irgendo irgendwer sicht unter Umständen beleidigt FÜHLEN könnte.

    Dass trifft zum Beispiel auf das N-Wort klar nicht zu. Schön, dann sind wir uns diesbezüglich ja einig. [Ja, das ist Sarkasmus und ich lasse mir diesen von Ihnen nicht verbieten. In ihrem Einsatz für freie Meinungsäusserung haben Sie ja bestimmt Verständnis dafür, dass das Verbieten eines rhetorischen Stilmittels definitiv zu weit geht.]

    Also Sie fordern also nun allen Ernstes unsere Grundrechte aufzugeben aus einem nicht vorhandenen rein spekulativen Grund?

    Ja. Das ist alles nachzulesen in meinem “Manifest zur Abschaffung der Grundrechte, Einführung einer Diktatur und Freibier für alle”.

    Das ist eine lächerliche Unterstellung und ich empfehle nochmals einfach meine vorherige Antwort an Sie zu lesen.

    Bedauerlicher Weise haben Sie Ironie nicht verstanden.

    Ja, das ist leider ein weit verbreitetes Phänomen.

    Es geht längst nicht um Neger oder ähnliches, es geht um den Angriff auf Kultur, Sprachgut und Grundwerte.

    Danke für die Vorschläge zur Erweiterung meines Glossars. Ich denke jedoch, dass die meisten dieser Ausdrücke auf die eine oder andere Art schon abgedeckt wurden (z.B. →Diktatur, →Literatur, →Original, etc.).

    In Mali haben Terroristen Kulturgüter zerstört, in Afghanisten waren es die Taliban.

    Weil ich für Respekt in Eigenverantwortung plädiere (ja, tue ich, lesen Sie meinen Kommentar nochmals) bin ich also ein Taliban? Das ist kaum noch zu übertreffen. Ah, Moment, vielleicht war ich da etwas voreilig:

    haben Sie schon angefangen Ihre Bücher zu verbrennen Herr Ali????

    Godwin. Es war also doch noch möglich.

  75. #78 Katharina
    Januar 26, 2013

    Ich bin echt geschockt, wie hier argumentiert wird.
    Dabei geht es nur darum, dass ein Autor in Zusammenarbeit mit seinem Verlag eine neue, überarbeitete Auflage seines Buches herausgeben will.
    Wer hat das Recht einem Autoren zu verbieten, seine eigenen Texte zu überarbeiten?

  76. #79 JV
    Januar 26, 2013

    Die Titanic bringt die ganze Debatten auf den Punkt:

    https://www.titanic-magazin.de/typo3temp/pics/d0f26b8406.jpg

  77. #80 Tom
    Januar 26, 2013

    Wer sagt das Tom nur als Vorname existiert?
    Es ist ein schwaches Argument, zu sagen, weil alle es tun, tue ich es auch. Das ist das klassische Lemmingeverhalten. Wenn einer die Klippe herunterspringt, tun die anderen es auch? Sind Sie so?
    Davon abgesehen ist es eine Frage des Stils im Umgang. gerade in ordentlichen Diskussion sollte man die Sachebene nicht verlassen und auf die persönliche Ebene wechseln. Das Sie wahrt diese Distanz, während das Du auf die persönliche Ebene wechselt, was dann sehr schnell gerade online zu Beleidigungen führt.

    Sehen Sie daher das Sie als Respekt an. Auf der Sachebene bin ich bereit mich mit Ihnen auseinanderzusezen anstatt wie andere Sie mit Beleidigungen zu überziehen.

    Die political correctness endet in Absurdistan und führt zu einer Vergewaltigung der Sprache, weil ja keiner mehr weiss, was gerade political correct ist.
    Das N-Wort ist ein schönes Beispiel: Es wurde irgendwann gesagt, dass es nicht mehr verwendet werden soll, von wem auch immer sei dahingestellt. Daraus wurde dann Schwarzer, das war irgendwann auch nicht mehr korrekt, dann Afrikaner, nunja das ging auch nicht mehr, dann wurde daraus Andersfarbiger, das ist ja heute auch schon nicht mehr correct, also würde der erbrachte Vorschlag von mir noch am ehesten wohl heutzutage temporär passend sein.

    Nun projeziert man diese Änderungen zurück auf eine leckere Süssspeise und würde diese genau den Änderungen unterwerfen, dann ist dies absurd. Warum macht an diese Änderungen? Um irgendjemanden zu befriedigen.

    Man muss in der Umkehr auch fragen, warum nur einseitig. Warum nun dieses spezielle Wort, was im Gegensatz zum anglikanischen N-Wort wesentlich weniger negativ belastet ist. Für mich ist ein ganz gravierender Unetrschied zwischen dem deustchen und dem englischen N-Wort.

    Wäre nicht der Ansatz der richtige, anstatt die Worte zu ändern, sie im Gedankengut positiv zu belegen?

    Denn die Inkonsequenz in der political correctnes ist das Diskriminierende. Je nachdem, welche Gruppe am lautesten schreit wird befriedigt.

    Es geht NICHT um das N-wort, es geht um Gleichbehandlung, wenn ich einer Gruppe Änderung zur Befriedigung Ihrer Befindlichkeiten zugestehe, dann MUSS ich zwingend es allen Gruppen zugestehen.

    Genau darum geht es, es ist keine Sache, mal hier mal dort ein bisschen, sondern ALLLES oder NICHTS.
    Denken wir doch an andere Minderheiten: Also N-Wort tabu, weil sich eine Minderheit gestört fühlt.
    Zigeunerschnitzel als nächstes,Umbenennen in Roma-und-Sinti-Schnitzel. Okay, nächste Gruppe befriedigt.

    Gruppe Atheisten: Also ab sofort werden alle Kirchen zerstört, gott wird verboten,w eild ie Gruppe sich dadurch gestört wird.

    Islamisten: Ab sofort müssen sich Frauen vollverschleiern, weil sich diese durch Miniröcke usw. gestört fühlen.

    Also man kann diese Liste unsäglich fortsetzen.

    So und nun konstruktiv zurück:
    Es gibt ein paar schöne Texte zu lesen, eines davon ist die Erklärung der Menschenrechte.

    Und Herr Ali, ein ganz wichtiger Punkt sind die Meinungsfreiheit. Ich bin nicht Ihrer Meinung, aber selbst ich würde sie verteidigen, wenn Ihre Gegner Ihnen den Mund verbieten wollen.

    Und ja es ist ein Angriff auf fundamentale Freiheiten. Sicher habe ich es überspitzt geschrieben und ich habe Orwell gelesen, finde einiges zu übertrieben, aber ich würde es heute auch nicht an die political correctness anpassen wollen.

    “Kein Zeit, keine Lust.” Ist es nicht es nicht eher so keine Argumente?

    Sie stellen sich als Verteidiger der political correctness dar, dann müssen Sie auch damit leben, dass andere anderer Meinung sind.

    Wenn man jedem Sonderwunsch nachkommt, dann verliert man die Identität der Sprache. Sprache soll einen und da irgendwann niemand mehr weiss, was correct ist. Führt es dazu, dass man nichts mehr sagt.

    Ich glaube eine moderne offene Gesellschaft ist in der Lage mit Wörtern umzugehen und vor allem ohne Zensur zu überleben und sich mit Themen auseinanderzusetzen und eben aus dem Alltag Wörter zu verbannen, die verletzend sein könnten ohne jedoch gleich alles zu ändern. Warum lassen wir die Negerküsse nicht Negerküsse sein?

    Oder halten Sie Küsse von Afrikanern etwa für schlecht? (Hierzu möchte ich schon sehr gerne ein klares JA oder NEIN.)

    Und ja man muss diese Zensur und die Änderungen schon ansehen. Wo liegt dennd er Unterschied, ob ich ein Buch zerstöre? Eine Sprache kastriere? Einen Tempel sprenge?
    Es gibt keinen in der Auswirkung gibt es keinen. Ich zerstöre Kultutgut. Wissen Sie wieviele Sprachen durch Gleichmacherei u.ä. von Aussterben bedroht sidn.
    Sprache ist das wichtigste Gut einer Kultur. Warum versuchen wir heute Sprachen zu entziffern, die ausgestorbenen Kulturen hinterlassen haben?

    Nun ist diese akute Ausprägung der PC ein deutsches Problem, andere Länder haben dieses Problem nicht “mehr”. Entweder die PC wird massivt ignoriert, sie kennen sicher das Land sehr gut in Europa welches ich meine.
    Oder die PC hat solche Ausmasse angenommen, dass ALLES als Beleidigung, Rassimus oder Diskriminierung angesehen wird, wie auf einem eruopäischen Inselstaat.

    Und Herr Ali, seien Sie doch konsequent, wenn nun bestimmte Bücher, die nach der PC nicht mehr aktuell sind und passend sind, dann müssen Sie um sicherzustellen, dass dieses N-Wort verschwindet, natürlich alles vernichten.

    Ich sehe den Weg der PC als totalen Irrweg an und man darf nicht jemanden begünstigen, weil man dessen Befindlichkeiten erfüllt, aber anderen das gleiche Recht nicht zugesteht. Man kann nicht recht durch neues Unrecht schaffen. All or nothing ist die Losung.

    Daneben hat PC ein grosses Problem. Es ist eine Form von zwang und Zwang führt IMMER zu Widerstand. Druck erzeugt Gegendruck.
    Daher ist anstatt jetzt dieses unsinnige Kinderbuchzensieren zu übernehmen, wäre es besser aufzuklären. Denn selbst das N-Wort hatte nicht nur eine negative Bedeutung und wurde zu bestimmten Zeiten eher positvi belegt.

    Aber wenn Sie konsequent sein wollen, dann verbieten Sie die Werke von Busch (Wilhelm nicht von George W. Bush, wobei ein Verbot von letzterem eventuell eine grosse Wohltat wäre), von Twain, Agatha Christie (Ten Little Niggers), Karl May, Shakespeare, … .

    Um diese Dauerzensur zu verhindern bin ich froh, dass selbst die Zeit sich auf die Seite der PC-Gegenr wie Sie sie nenenn stellt und für die Freiheit ist.

    Ich möchte daher mit Worten Willy Brandts schliessen:

    “Im Zweifel FÜR die Freiheit.”

    Touche

  78. [...] Lustig, Lustig, tralalalala. Die NSÜ fordert Rückbennenung der BRD in Deutsches Reich. Sprachpolizeiakademie auf [...]

  79. #82 Dierk
    www.DH2Publishing.info
    Januar 26, 2013

    @Tom

    Es wäre hilfreich, wenn Sie zum einen nicht mit aller Macht versuchen würden das Kulturgut Toitsche Sprache zu zerstören. Außerdem wäre es nett, wenn Sie sich nicht einfach nur mit sich selbst, sondern mit dem Thema beschäftigen würden; es sind inzwischen reichlich Artikel erschienen, die sowohl die Fakten [z.B ist .'Neger' immer ein Schimpfwort gewesen, u.a. beim Deutschen Wörterbuch nachzuschlagen] und Zusammenhänge auch für Sie verständlich erläutern, als auch die Sicht der Betroffenen [Tipp: es handelt sich dabei nicht um Weiße] wiedergeben.

    Ansonsten dürfen Sie Ihren Kindern gerne beibringen, was Sie möchten. Ehrlich. Und Sie dürfen so oft ‘Neger’ benutzen, wie Sie möchten [persönlich fände ich es schön, Sie machten das mitten in einer Gruppe junger, kräftiger Schwarzer in NY-Harlem]. Sie müssen sich halt gefallen lassen, dass gut erzogene Menschen Sie für ein Vollhonk und mglw. Rassisten halten. Und das auch sagen, denn Meinungsfreiheit cuts both ways.

  80. #83 ali
    Januar 26, 2013

    @Tom

    Ich sehe drei Möglichkeiten: a) Sie lesen meine Kommentare nicht; b) Sie verstehen meine Kommentare nicht (da könnte das Problem natürlich auch bei mir liegen); c) Sie haben beschlossen meine Kommentare zu ignorieren.

    Sie dürfen natürlich weiter Ihren Kropf von Gehässigkeiten hier leeren. Bitte hören Sie aber auf einen Anspruch zu erheben, dass man inhaltlich sich damit auseinandersetzen soll.

    Lesen Sie meine Antworten hier und andernorts die vielen Argumente die schon 1000-Fach erwähnt wurden und auf die Dierk Sie auch hinweist. Sie wollen eine Diskussion über die neusten Resultate der Stammzellenforschung führen und beharren gleichzeitig auf die Viersäftelehre.

    Und da Ihnen Literatur, die sprachliche Nuancen und das Abendland so wichtig sind: Schlagen Sie mal nach was man über Othello eigentlich weiss, wann Agathe Christies Buch zum ersten mal unter dem Titel “And then there were none…” erschien (kleiner Tipp, es war noch vor dem Ende des zweiten Weltkrieges), lesen Sie nochmals die universelle Deklaration der Menschenrechte (und dieses mal vielleicht noch Erklärungen dazu, damit Sie nicht bei oberflächlichen Schlagworten hängen bleiben müssen) und zu guter Letzt, nehmen sie ein Wörterbuch zur Hand um nachzuschlagen wann und wie der Ausdruck “Touché” verwendete wird. Dann können Sie zurückkommen und andere wieder über Literatur, Sprache und Geschichte belehren.

    Viel Spass beim ignorieren auch dieses Kommentars.

  81. [...] POLITIKON dazu inspiriert, aus dem Vokabular der Gegner der Political Correctness das ultimative Sprachpolizei-Glossar zu erstellen. (Achtung: [...]

  82. #85 Marc
    Januar 27, 2013

    Woher die Begeisterung für diesen Auswurf? Klingt für mich nach: alle die nicht meiner Meinung sind, haben “es” halt nicht verstanden.
    Ganz egal, was “es” ist.
    Das was Ali kritisiert ist objektiv kritikwürdig. Es gibt an Stammtischen viele, die genau so “argumentieren”, wie von Ali parodiert. Aber die tun es halt so gut sie es können. Ich habe selber mal körperlich gearbeitet (direkt nach dem Abitur) und hatte damals nach Feierabend wenig Lust auf Bildung. Einfach weil man müde ist.
    Wie Ali das hier macht ist aber absolut asozial. Leute, deren Tages- und Lebensrhytmus von harter Arbeit satt von schöngeistigen Studien bestimmt ist, kann man natürlich leicht an die Wand reden. Das ist als ob ein Boxer einen Schriftsteller (der nicht Charles Bukowski heißt) oder einen Moderator (der nicht Stefan Raab heißt) vertrimmt.
    Da werden meiner Meinung nach in ihrem eigenen Fach durchaus kompetente Menschen auf einem Schlachtfeld fertig gemacht, auf dem sie unbeholfen und lächerlich wirken, weil es ihnen schlichtweg unbekannt ist.
    Auf Neusprech heißt das Opferklatschen…

  83. [...] Sprachpolizeiakademie: [...]

  84. #87 rolak
    Januar 27, 2013

    Auf Neusprech heißt das Opferklatschen

    Ich nehme an, das bezieht sich auf Deine Zuordnung “körperlich arbeitend”=”zwangsläufig ungebildet”? Schönen Dank btw für die herausragend inkompetente Ferndiagnose.
    Und da der Rest Deines rants auf diesem Blödsinn aufbaut, ja sogar noch absichtsvolles Niedermachen vermutet – insgesamt also eine gut abgewogene Mischung auf unfundiert und unterstellend darstellt, wie möchtest Du Dich eingeordnet sehen?

  85. #88 ali
    Januar 27, 2013

    @Marc

    1. Was rolak sagt: Dein Weltbild scheint das elitäre zu sein nicht meines.
    2. Was für eine Art Argument machst du genau: “Du schaufelst nicht Kohle, darum liegst du falsch”?
    3. Abgesehen von meiner Kurzbio hier, weisst du nicht was ich in meinem Leben gemacht habe. Wenn es tatsächlich relevant wäre (ein seltsames Autoritäts-Argument), was wäre wenn ich auch “körperlich gearbeitet” hättet aber meine Lust auf Bildung behielt. Invalidiert das deine Position?
    4. Das mein satirischer Post immer wieder als “Argumentarium” aufgefasst wird, freut mich. Ich vermute, das zeigt, ich habe damit einen Nerv getroffen.
    5. Da ich nunmal den Job und die Ausbildung habe, die ich habe, was schlägst du vor? Soll ich nicht bloggen oder diskutieren weil ich dadurch automatisch disqualifiziert bin?
    6. Zum Thema Stammtisch: Lese dir mal die Kommentare zum oben verlinkten SPON Artikel durch. Von wegen “am Stammtisch”.

  86. #89 ali
    Januar 27, 2013

    P.S.: @Marc

    Falls mein letzter Abschnitt in meiner Antwort an Tom deinen Kommentar ausgelöst hat: Tom benutzte schon fast systematisch “Argumente” die auf falschen Annahmen beruhen und hat keine Hemmungen, ständig diese belehrend einzustreuen. Aber das ist eben die Sache mit “you are entitled to your own opinion but not to your own facts”. Wenn Leute darauf hinzuweisen (und ich habe damit gewartet) überheblich ist, dann können wir das Diskutieren bleiben lassen.

  87. #90 Marc
    Januar 27, 2013

    @Ali Du musst nicht so viel raten. ;-)

    Ich werde dir hier einfach antworten.

    Ich weiß nicht, wie man hier zitiert, deshalb händisch:

    1. Was rolak sagt: Dein Weltbild scheint das elitäre zu sein nicht meines.

    Was rolak sagt ist schlechte Möchtegernprovokation. Die Zwangsläufigkeit ist seine Erfindung, so etwas habe ich nicht geschrieben. Ich habe gesagt, es gebe Leute, die sich beruflich nicht mit schöngeistugen Themen beschäftigen – und am Feierabend auch nicht. Und das ist ihr gutes Recht. Genauso ist es ihr Recht, es doch zu tun. Ich selber allerdings habe das kaum getan, während der Zeit, in der ich auf dem Bau geschuftet habe.

    Ich habe damit um Verständnis für jene geworben, die Worte falsch oder nicht besonders gewandt benutzen, sonst nichts. Davon kann man sich nicht ernsthaft beleidigt fühlen, außer man ist fundamentelistischer Fahnenverbrenner, der von berufs wegen beleidigt ist.

    2. Was für eine Art Argument machst du genau: “Du schaufelst nicht Kohle, darum liegst du falsch”?

    Gar keines. Ich habe den Eindruck widergegeben, den Dein Text bei mir erweckt hat, mag er von dir beabsichtigt sein oder nicht. Ich bin ja da, um darüber zu reden. ;-)

    3. Abgesehen von meiner Kurzbio hier, weisst du nicht was ich in meinem Leben gemacht habe. Wenn es tatsächlich relevant wäre (ein seltsames Autoritäts-Argument), was wäre wenn ich auch “körperlich gearbeitet” hättet aber meine Lust auf Bildung behielt. Invalidiert das deine Position?

    Ich kenne gar nichts von Dir, weder Deine Kurzbio noch einen einzigen anderen Text. Ich habe nicht einmal die Links gelesen, sondern nur Dein Glossar, in der Annahme, dass es sich um einen abgeschlossenen Text mit eigener Aussage handelt.

    Der Humor schien mir auf Kosten all derjenigen zu gehen, die nicht gebildet genug sind, um Deine Sicht der Dinge zu teilen. Nicht auf Kosten derjenigen, die zu bösartig sind, um Deine Sicht der Dinge zu teilen.

    4. Das mein satirischer Post immer wieder als “Argumentarium” aufgefasst wird, freut mich. Ich vermute, das zeigt, ich habe damit einen Nerv getroffen.

    Was ist ein Argumentarium?

    5. Da ich nunmal den Job und die Ausbildung habe, die ich habe, was schlägst du vor? Soll ich nicht bloggen oder diskutieren weil ich dadurch automatisch disqualifiziert bin?

    Umgekehrt selbstverständlich. Man soll bloggen und diskutieren, wenn man dazu befähigt ist. Es erwächst meiner Meinung nach daraus sogar die Pflicht, sich einzumischen. Man muss nur nicht raushängen lassen, dass man super ist in dem, was man tut.

    Du hättest ja auch keinen Spaß da dran von morgens bis abends mit Schwarzenegger Armdrücken zu spielen. ;-)

    Womit ich nicht sage, dass du absichtlich etwas hast raushängen lassen. Es klingt aber so. Das ist nur eine Leser-Rückmeldung, die du ernst nehmen, ignorieren oder richtigstellen darfst. Ganz nach Belieben.

    6. Zum Thema Stammtisch: Lese dir mal die Kommentare zum oben verlinkten SPON Artikel durch. Von wegen “am Stammtisch”.

    Das könnte ich mal tun. Ärgere mich aber ständig, wenn ich das tue und kann nun auch schon sehr viel besser verstehen, in welcher Stimmung du das Glossar geschrieben haben magst. ;-)

    Nimmt man aber Deinen Text für sich und damit Dich als Autor ernst, muss der Text auch allein für sich betrachtet werden dürfen. Ohne das ganze Drumrum (Verlinkungen, Diskussionen, die du irgendwann mal mit wem auch immer hattest) hat das Glossar den geschilderten Eindruck erweckt. Ich gebe zu: auch ich war angefressen, als ich meinen Kommentar abgelassen habe.

    Es gibt aber doch einen Unterschied. Ich habe einen einzigen Menschen angegriffen, der mich mit einem Text auf dem falschen Bein erwischt hat und von dem ich annehme, dass er in der Lage ist, sich zur Wehr zu setzen, meint meinen Kommentar zu beantworten oder meinetwegen gar zu löschen.

    Dein Text ist ins weltweite Web geschmissen mit der Attitüde: ich erklär Euch jetzt mal was.

    Der Text hat mir übrigens viel Vergnügen bereitet, bis ich das Gefühl hatte, dieses Vergnügen geht zu Lasten derer, über die du dich amüsierst und dass es sich dabei um Leute handelt, die nciht in der Lage sind, sich zu wehren.

    Ab da habe ich die Freude am Lesen verloren und es klang für mich zunehmend arrogant.

    Um es kurz zu machen. Ich glaube, ich habe verstanden, warum du den Text geschrieben hast. Aber er hat bei mir nicht so gewirkt, wie von Dir erhofft und den angekündigten Willen zur Versöhnung konnte ich schon gar nicht entdecken. Satire kann eben auch bösartig sein. Ungünstig wenn dieser Eindruck bleibt von jemandem, der doch zu “den Guten” gezählt zu werden möchte?!? :-)

    • #91 Tom
      Januar 27, 2013

      Ich kann in vielen Punkten nur zustimmen.
      Vor allem in dem, es kommt nur arrogant rüber.

      Aber zurück zu Ihren Antwort Ali:

      Sie weichen auf kritische Fragen aus und scheuen eine Antwort und verstecken sich hinter Floskeln.
      Antworten Sie doch ernsthaft auf Fragen oder haben Sie etwa Angst, einer Argumentation nicht standzuhalten, da Sie keinerlei Argumente haben.
      Sie werfen einfach Stichworte in den Raum ohne jedwege Belege. Dies lässt nur noch den Schluss aufkommen, dass Ihnen das Pulver ausgegangen ist und nur heisse Luft kommt. Den Vorwurf falscher Fakten, kann man Ihnen genauso machen. Traue keiner Statistik, die man nicht selbst gefälscht hat.

      Sie fordern den Leser auf, er solle selber Ihre Argumente suchen, warum bieten Sie nicht Quellen an?

      Also es liegt an Ihnen die Frage immer noch zu beantworten: Halten Sie Küsse von Afrikanern etwa für schlecht? (Hierzu möchte ich schon sehr gerne ein klares JA oder NEIN.)

      Warum darf problemlos ein Schwarzer einen anderen mit dem N-Wort betiteln?

      Gleichbehandlung setzt nun einmal voraus, dass man konsequent dabei ist und das lassen Sie extremst vermissen.

      Für mich selber ist deutsch nicht die erste Sprache, daher bin ich vielelciht nicht so geschliffen wie Sie, aber Sie ignorieren völlig die Argumente. Wer sagt Ihnen, denn, dass ich nicht selber schwarz bin?

      Diese PC Debatte ist Unsinn und unnötig. Bücher sollen so bleiben, wie sie sind.
      Es ist um ein Vielfaches wichtiger wie die innere Haltung ist, denn die äussere. Ändert es das Denken eines Menschen, wenn er bestimmte Worte nach aussen nicht mehr sagt, aber im Inneren genauso weiterdenkt?

      Sie ignorieren einen sehr wichtigen Punkt: Mit dieser PC Deabtte um Kinderbücher geschieht ein gravierender Rückschritt, denn jede Änderung egal wo, stösst immer auf Widerstand und Ablehnung. Sie halten sich für einen der Guten? Nein, sie richten mehr schaden für die Integration an, als irgendwelche Stammtischparolen. Warum?
      Sie greifen das eigene Volk an und die Wut dessen ernten gerade diejenigen, denen sie eigentlich helfen wollen. “Es gibt nichts schlimmeres als aus guten Absichten heraus genau das Falsche zu tun.”
      Wissen Sie wie es ist, wenn man zu hören bekommt. “Wegen Dir dürfen wir jetzt unsere Bücher umschreiben.” Ich weiss es richtet sich eben nicht gegen mich, sondern gegen die “erzwungenen Änderungen”. Insbesondere da ich weiss, dass niemand etwas gegen Ausländer hat, egal woher. Jedoch dieses ständige Korrektheitsdenken und der künstliche Protest bei jeder kleinsten Verfehlung schürt Ängste. Keiner weiss, was gerade richtig und opportun ist. Ich sage dann immer: “Ich bin auch dagegen, beschwert euch bei den Idioten die es ohne meinereiner zu fragen so vehement verfechten.”

      Mit der Verbannung von Worten erreicht man GAR NICHTS.
      Sie werten für sich das N-Wort sehr negativ? Eigentlich lässt das mehr Rückschlüsse auf Sie zu, denn auf das Wort selber.

      Warum versuchen denn soviele Weisse braun zu werden?

      Versuchen Sie doch einmal das Leben eines Schwarzen in den verschiedenen Ländern Europas zu leben. In dem Land in dem Sie promoviert haben, ist das nicht schön. In Deutschland oder auch England werden Sie es ganz anders erleben. ich weiss, wovon ich rede.

      Es ist auch die Intonation des Wortes. Eine beschimpfung pseudointellektuelelr Art, wie Sie sie mit anderen teilnehmern hier praktizieren wirkt schwerer als wenn irgendein Unterschichtler etwas sagt. Deutschland hat seit 1918 keine Kolonien, die Generation deren, die noch das Wort Neger kannten, ist nahezu ausgestorben. Leider sehen, vermutlich auch sie, in dem Wort Neger das gleiche wie Nigger. Das ist falsch.

      Es geht mir auch nicht um das N-Wort, sondern um die Spracherhaltung an sich. Ihrer Idee folgend, begeben wir uns nach Absurdistan. Ein Zigeunerschnitzel wird wohl zukünftig Nomadenschnitzel heissen müssen oder fahrendes Volk Schnitzel.
      Aber mit Nomade verbinden ja die weissen Europäer auch nicht sesshaft, unzivilisiert, rückständig. Also was dann? Seien Sie doch einmal konstruktiv!

      Denken Sie bei Ihrer Glosse auch an diejenigen, die die Sprache als Fremdsprache lernen müssen? zuerst die Rechtschreibreform und immer die aus Nachkriegskomplexen entstandene übertriebene political correctness.

      Ich persönlich fühle mich durch das “Grüss Gott!” viel mehr angegriffen als durch ein Neger. Weil mit dieser Aufforderung soll ich mich umbringen und es verletzt meine religiösen Gefühle.

      @Dierk: Ich denke der Rassimusvorwurf kommt schnell zurück zu Ihnen. Für mich gibt es gar keine Rassen. jemand also, der jemanden Vorwirft, er wäre Rassist, setzt also voraus, dass es Rassen gibt und wird damit schon alleine zum Rassisten. Sie sehen also noch Rassen. Gratuliere Ihnen zum Rückschritt.

  88. #92 Marc
    Januar 27, 2013

    @tom spann mich bitte nicht vor deinen Karren. Ich denke nicht, dass wir viele gemeinsame Ansichten haben!

    Zwar mag ich die Original-Versionen und frühen Übersetzungen normalerweise lieber als aktuelle überarbeitete Ausgaben, das liegt aber nicht dadran, dass ich das Wort Neger haben muss!

  89. [...] Sprachpolizeiakademie [...]

  90. #94 Spoing
    Januar 28, 2013

    Zitat Tom:
    “Ich denke der Rassimusvorwurf kommt schnell zurück zu Ihnen. Für mich gibt es gar keine Rassen. jemand also, der jemanden Vorwirft, er wäre Rassist, setzt also voraus, dass es Rassen gibt und wird damit schon alleine zum Rassisten. Sie sehen also noch Rassen. Gratuliere Ihnen zum Rückschritt.”

    Sie wissen aber schon, das sie damit indirekt einen Rassismusvorwurf in den Raum stellen. Also Willkommen beim Rückschritt!

  91. #95 Jakob B.
    Januar 28, 2013

    @Marc: Du sprichst Da etwas an das mich schon lange ärgert.
    “Du hättest ja auch keinen Spaß da dran von morgens bis abends mit Schwarzenegger Armdrücken zu spielen.”
    Genau und deshalb würde ich es auch nicht tun. Ich weiß, dass ich untergehe. Das find ich auch gar nicht schlimm, da er sein ganzes Leben dafür trainiert hat. Das gilt es anzuerkennen. Wenn Arnold mir sagt: “Du bist schwach”, dann lache ich und sage, ja, aus deiner Perspektive, hast Du vollkommen recht.
    Ich bin sicherlich bzgl. Bildung und Intelligenz kein Äquivalent zu Arnold, aber ich habe mein ganzes Leben lang meinen Kopf trainiert. Natürlich bin ich jemandem der das nicht getan hat geistig überlegen, es wäre ja auch dramatisch wenn nicht. Warum bitte kann ich ohne Schwierigkeiten anerkennen, dass jemand körperlich viel trainierter ist, kann das gleiche aber nicht für meinen höheren Bildungsstand erwarten?
    Jemand mit höherer Bildung versteht die Welt nun mal besser. Wer diese Bildung nicht mitbringt kann sich gerne an der Diskussion beteiligen aber sollte nicht beleidigt sein wenn sein Defizit zum Vorschein kommt, so wie ich nicht beleidigt bin wenn ich mal wieder im Tor stehen muss. Wenn es mich zu sehr Stört muss ich halt trainieren…

  92. #96 ali
    Januar 28, 2013

    @Marc

    Satire soll weder versöhnen, noch nett sein, noch möglichst differenziert sein. Das Überspitzen ist eine Notwendigkeit. Ich befürchte mit dieser Erwartungshaltung wirst du kaum je einen satirischen Beitrag als nicht “arrogant” empfinden.

    Ich habe ausserdem festgestellt, dass wenn immer ein Beitrag ein bisschen weitere Kreise zieht als die übliche Gruppe der hier Mitlesenden, taucht hier über kurz oder lang jemand auf, der mir mitteilt, ich würde damit “niemanden überzeugen” und käme als arrogant rüber. Da mir das sonst kaum je passiert, habe ich beschlossen, dass dies wohl einfach in den meisten Fällen unvermeidbares concern trolling ist. Darum habe ich auch kaum Lust auf Ton-Debatten.

    P.S.: Argumentarium ist anscheinend ein Helvetismus. 10 Sekunden Googlen hätten das wohl auch geklärt.

    @Tom

    Sie wiederholen sich. Ich werde es nicht tun.

    @Spoing

    Aber indirekt implizierst du damit natürlich auch wieder Rassismus. Und nun habe ich es auch getan. AAAAAAAAH, eine Endlosregression. Der Kosmos implodiert gleich.

  93. #97 Marc
    Januar 28, 2013

    @Ali Ich zitiere: “Als humoristischen Sonntagsbeitrag zum Weltfrieden meinerseits möchte ich darum ein kleines Glossar anbieten und hoffe so etwas zur Völkerverständigung beizusteuern.”
    Klang nach versöhnlichen Tönen.
    Satire kann auch ohne Bösartigkeit auskommen, muss sie aber nicht. Es gibt genug Beispiele dafür, von Loriot über Kerkeling, bis ich weiß nicht wer – gut, Dich mit denen zu vergleichen wäre auch unfair…
    Noch mal (und zwar abschließend): meinen Kommentar konntest du doof finden und unbeantwortet lassen (meinetwegen sogar löschen), einfach so stehen lassen oder aber (wenn du zeit und Muße dafür hast) mit mir darüber reden. Meinen Beitrag als unvermeidbares concern trolling abzutun, ist die Hochnäsigkeit, die mich an deinem Text und deinen Kommentaren stört.
    10 Sekunden googeln hätten es auch getan, ist auch so eine Floskel, die unterstelt, dass ich zu faul oder zu dumm bin, Google zu nutzen. Für mich, der ich das Wort noch nie gehört habe, klang es wie eine Schöpfung von Dir. Da habe ich dich wohl überschätzt. Hätte ich das gewusst, hätte ich Google bemüht. Ohne dieses Vorwissen war es ganz natürlich den vermeintlichen Schöpfer des Ausdrucks nach der Bedeutung zu fragen.
    Deine Unfähigkeit, so eine simple Frage, ohne Seitenhieb zu beantworten, verfestigt natürlich den unsympathischen Eindruck. Und das war im Kommentarthread, nicht in der Satire.
    Na ja, es ist nicht das erste Mal, dass ich mich ärgere, etwas über einen Autoren zu erfahren, dessen Texte ich gut finde – andere sind nämlich wesentlich gelungener.

  94. #98 Adent
    Januar 28, 2013

    @Marc
    Irgendwie verstehe ich dein Problem nicht, dies war/ist ein satirischer Text und ich finde ihn weder asozial noch bösartig. Deine Meinung hast du kundgetan, sie trifft wie so üblich auf viele andere Meinungen, so whats the problem?

    • #99 Marc
      Januar 28, 2013

      @Adent Wieso Problem? Ich fand den Text während der Lektüre zunehmend unangenehm, weil er für mich persönlich ganz subjektiv überheblich klang.
      Du siehst das anders. Zwei Leute, zwei Meinungen, keinProblem.
      Insofern weiß ich nicht, was du verstehen willst?!?

  95. #100 ali
    Januar 28, 2013

    @Marc

    Die Einleitung war sarkastisch. Dass ich bei einer so kleinlichen Diskussion gleich den Weltfrieden und Völkerverständigung anrufe, hätten Hinweise darauf sein können.

    Viele erkannten die Satire und fanden sie amüsant. Wenn das bei dir nicht der Fall ist kannst du es gerne unter “nicht-lustig” abbuchen und weiterklicken. Aber du kommentierst mit persönlichem Vorwurf (“du kommst arrogant rüber” ist ein solcher, auch wenn er sich als potentielles Missverständnis verkleidet). Ich gehe davon aus, dass du auch nicht zu jedem Artikel in der Titanic, den du nicht lustig findest einen Leserbrief schreibst.

    Ich habe nicht gesagt du würdest concern trolling betreiben. Ich habe nur erklärt, warum ich keine Lust auf diese Ton-Diskussionen habe. Und ich fühle mich bestätigt

    Und ja, ich mache das hier zum Spass in der Hoffnung, dass sich ein Publikum findet, das meine Texte gerne liest und interessante Diskussionen folgen. Was mir keinen Spass macht, sind mich mit persönlichen Anfeindungen auseinanderzusetzen (“arrogant” “unsympathisch”, etc).

    Der Link zu “Argumentarium” war der erste Google Hit mit google.de. Ich denke es ist einfach eine Frage des Umganges zuerst sich selber schlau zu machen versuchen bevor man andere bemüht (dann bin ich gerne bereit mich zu erklären). Ist das schon zu viel verlangt? Du hättest nun natürlich auch einfach “Danke” sagen können und “stimmt, das hätte ich auch selber googeln können”. Aber du entscheidest dich wiederum dafür irgendwelche Charakterschwächen meinerseits herauszulesen. Hätte ich die Frage ignoriert, wäre ich wahrscheinlich “arrogant” gewesen, weil ich Verständnisfragen nicht beantworte.

    So. Und nun ist die Sache abgeschlossen. Weitere Bemerkungen die meine Person, meinen Charakter oder meinen Ton betreffen werden ignoriert (oder editiert). Entweder diskutierst du Inhalte oder wir lassen es.

  96. #101 Alex
    Januar 28, 2013

    @ali Gib es zu, dass Herr Tom nur ein weiterer Nick von dir ist, mit dem du deine Satire untermauern wolltest. ;-)

    Sehr gelungen.

  97. #102 Marc
    Januar 28, 2013

    Lies dir mal deinen Kommentar #88 durch. Nachdem ich deinen Text kritisiert habe (zu grob, wie ich im Nachhinein finde), hast du einen ganzen Sack voll Themen aufgemacht. Sechs (!) von denen sich kein einziger auf den Inhalt des Glossars bezog.
    Ich hin auf jeden Punkt eingegangen. Mir jetzt vorzuwerfen, dass die Diskussion nicht inhaltlich geführt wird, ist absurd.
    Irgendwie macht das so auch keinen Sinn. Bevor ich hier gepostet habe, habe ich mit jemand anders diskutiert. Diese Diskussion ging um den Inhalt und nach jeweils zwei oder drei Postings hatten beide Seiten einander verstanden, ohne einer Meinung zu sein. Das hat hier irgendwie nicht funktioniert. Ich sehe ähnlich wie du keinen Sinn mehr weiter zu diskutieren.
    Von daher wünsche ich die einfach eine schöne Woche.

  98. #103 ali
    Januar 28, 2013

    @Marc

    Ich versuche mich gerade zu erinnern wie ich in Kommentar #88 auf all diese nicht-Post bezogenen Themen kam. Ach, ja…

    Du kannst gerne meine Posts mit deinen offline Bekannten diskutieren. Ich vermute mal du hast ihnen als Konversationsstarter nicht Arroganz vorgeworfen um dann ihnen zu sagen, dass sie ihre Antwort unsympathisch macht. Das hatte vielleicht Einfluss auf den weiteren Diskussionsverlauf. Nur mal so eine Hypothese.

    • #104 Marc
      Januar 28, 2013

      Den anderen ebenfalls online und öffentlich geführten Disput habe ich ähnlich provokant eröffnet (auch mit dem Arroganz-Vorwurf). Aber das ist hier irrelevant. Relevanter ist eher, dass du selber Provokation als Mittel zum Zweck einsetzt, es aber selber nicht schlucken magst. Dass ich schon im zweiten Post sehr viel versöhnlichere Töne angeschlagen habe, hast Du schlichtweg überlesen.
      Ich habe ja auch gute Dinge über Dich und Deine Texte gesagt, auch, dass der hier vorliegende mir zunächst Vergnügen bereitet hat. Gerne hätte ich mit Dir darüber geredet, wie und warum die Stimmung gekippt ist. Aber irgendwie hast Du jedes Lob ignoriert, Dich an der Kritik festgebissen und nicht ein einziges Mal konstruktiv zu der Diskussion beigetragen. Machte irgendwie den Eindruck, als wärst du beleidigt. Hattest Du auch recht zu, nach meiner Eröffnung. Gebe ich zu. Aber auf seinem Recht zu beharren bringt einen manchmal nicht weiter. Und im Kern warst du ja auch der Meinung, dass die Satire-Form, die du gewählt hast, alles rechtfertigt. das amchte nciht den Eindruck, als wärest du an Kritik interessiert. Mag auch an dem sicherlcih ätzenden Disput mit Tom gelegen haben. Habe da mit meinem frechen Einstieg zu allem anderen wohl auch noch einen ungünstigen Zeitpunkt erwischt. Von Tom und seinen Vorstellungen habe ich mich aber deutlich genug distanziert, wie ich finde.
      Ich hatte den Eindruck, dass Überheblichkeit dennoch nicht von dir gewollt war und dass der Eindruck auch nicht entstehen soll. Interessant wäre es gewesen herauszufinden, warum der bei mir entstand und ob es wert wäre. an dem Text zu arbeiten, damit das nciht passiert. Ich kann auch gut damit leben, der einzige mit diesem Eindruck zu sein. Dann ist ein Überarbeiten nicht sinnvoll.
      Aber irgendwie sind wir dahin nicht gekommen.

  99. #105 rolak
    Januar 28, 2013

    Tja Ali, anscheinend ist für diverse Leute recht schwer zu verstehen, worum es bei dem post oben geht: An der Quelle vom pingback#69 wird er weder unter ‘political correctness’ noch unter ‘Debattenkultur’ einsortiert, sondern unter ‘Atheismus’.

    Ansonsten scheint sich dieser thread zum meistquerverlinkten zu entwickeln.

  100. #106 Tom
    Januar 28, 2013

    Naja Ali, schon irgendwie feige sich nicht den Fragen zu stellen. Daneben auch ungehörig, jeder mit guter Erziehung weiss, dass man Fragen beantwortet. Daneben zeigt es sehr schlechten Stil. Scheinbar sind Sie doch in den Diskussionen unterlegen. Nicht ein einziges Mal stellen Sie sich der Diskussion.
    Sie geben vor, wie sich ein Mensch anderer Hautfarbe zu fühlen hat und ignorieren völlig dessen Einwände. mit welchem Recht schwingen Sie sich auf zum Moralapostel? Bei einer Debatte hätten SIe schon verloren, leider kommen bei Ihnen keine Argumente.
    Bantworten Sie doch einmal die gestellten Fragen oder haben Sie Angst davor?

    Sie wollen etwas für den Weltfrieden beitragen und schaden ihm mehr.
    Lustig ist es schon jemanden, den anderen Neger nennen und der gegen dieses Wort nichts hat es in einem Buch zu lesen, Vorwürfe zu machen.
    Und scheinbar haben Sie ja persönlich etwas gegen Negerküsse. Haben Sie etwas gegen Leute aus Afrika? Scheinbar ja.
    Sie spielen sich in all Ihren Äusserungen arrogant und ignorant auf. Sie müssen sich auch als Threaderstellen nunmal gefallen lassen, dass man nciht Ihrer Meinung ist. Sie verfechten die Zensur von Büchern. Gratulation nieder mit der Freiheit. Wundern Sie sich aber, wenn die Verteidiger der Freiheit auf Sie losgehen. Anstatt sich mit Argumenten zu beteiligen, weichen Sie feige aus und versuchen Sie in schlechtem Sarkasmus.
    Haben Sie jemals jemanden aus Afrika gefragt, was er davon hält, dass Sie so vehement Kinderbücher zensieren wollen? Ich denke nicht. Mich jedenfalls nicht.
    Allerdings frage ich mich schon wie Sie mit der Haltung erfolgreich promoviert haben. Denn zu einer guten Arbeit heisst auch sich mit dem Gegner argumentativ auseinanderzsuetezn. Dies vermisse ich bei Ihnen völlig.
    Sie kommen heir nur in einem Punkt rüber. “ICH STEHE HIER UND STRAHLE UND BIN UNTASTBAR UND ALLES GEWÜRM (der Rest der Menschheit) KANN FROH SEIN, WENN ICH SIE MEINES GEISTIGEN GEDÖNS ERGÖTZEN DARF.” Ob dieser Eindruch erwünscht ist oder nicht, sei dahingestellt, so kommen Sie jedoch herüber.
    Und Hochmut kommt vor dem Fall.

    Ich nun als Angehöriger der Minderhiet, die hier vergeschoben wird, man wolle dieses Wort aus Kinderbüchern verbannen, ist dagegen. Ich bin entsetzt, dass Sie nicht einmal auf die Folgen Ihres Handelns angesprochen reagieren.
    Und wenn man solche “Reformen” anfängt, dann muss man konsequent alles zensieren, alles umschreiben.
    Aber diese Message scheint bei Ihnen gar nicht erst anzukommen, sondern wird bereits durch den Filter abgewehrt, ist nicht mit meienr Meinung zu einhundertprozent kompatibler. Durchgang zum Gehirn verweigert.

    In amerikanischen Schulen gibt es Debattierclubs. Den Auftritt dort hätten Sie klar verloren und hier auch.
    Sie haben nicht einie einzige Frage beantwortet.
    Wenn ich jetzt bösartig wäre würde ich Ihnen vorwerfen, es liegt an meiner anderen Hautfarbe. :p

  101. [...] Bloggerkollegen Ali Arbia wirklich dafür dankbar sein, dass er mir mit seinem wunderbar treffenden kleinen Glossar zum besseren Verständnis der Political-Correctness-Gegnerschaft den Einstieg so leicht gemacht hat. Denn seit ich die Kommentare zu den auch bei ihm verlinkten [...]

  102. [...] Und da ja offensichtlich jede Menge Unklarheit über die Bedeutung von Begriffen wie “Literatur”, “Zensur” oder “Political Correctness” herrscht empfehle ich euch dringend die Lektüre von Ali Arbias Artikel “Sprachpolizeiakademie”. [...]

  103. #109 ali
    Januar 28, 2013

    @Tom
    Your concerns have been noted.

  104. #110 B.Schneider
    Januar 29, 2013


    Off-topic, antisemitisch und wirr. Kommentar entfernt.

  105. #111 Adent
    Januar 29, 2013

    @Tom
    Es ist schon arg frech Ali vorzuwerfen er wäre feige und würde ihre Fragen nicht beantworten. Es ist doch nicht sein Problem, wenn Sie zu faul sind nachzuschlagen, warum dass N-Wort noch nie eine positive Bedeutung in Europa hatte und seinen Hinweis auf A. Christie nachzulesen. Andererseits räsonieren Sie hier über Zerstörung von Kulturgut und vergleichen es mit den Taliban und Mali, gehts noch? Merken Sie nicht wie weit weg vom Thema sie sind?
    Das Ali Ihnen nicht mehr antwortet, heißt keineswegs das sie diese Diskussion auch nur ansatzweise gewonnen haben. Mit dieser Ansicht sind sie sehr wahrscheinlich ziemlich allein zuhause. Es geht offensichtlich nicht in ihren Kopf, das das Wort Neger in Deutschland nicht positiv ist und niemals positiv war. Im übrigen wird hier kein literarisch wertvolles Buch verstümmelt, sondern es wird ein (mäßig gutes) Kinderbuch umgearbeitet, in dem altertümliche Begriffe vorkommen. Zum wichsen haben sie keine derartige Achtung Sprachpolizei-Meinung oder?

  106. #112 B.Schneider
    Januar 29, 2013

    Könnte es sein, dass du im falschen Blog kommentierst?

  107. #113 bo
    Januar 29, 2013

    Das N-Wort ist abgehandelt.
    Jetzt kommt das B-Wort !

  108. #114 GoBenn
    Februar 1, 2013

    Es heißt “Pippi Langstrumpf” und im Beitrag fehlen eine Menge ,,,,,,,,,,,, vor allem bei den Relativkonstruktionen.
    Also, wenn man sich schon über Leute mokiert, die “1984″ angeblich nicht oder nur oberflächlich gelesen haben… Ach so, ist ja “Satire”, kein Diskussionsbeitrag.

  109. #115 ali
    Februar 1, 2013

    @GoBenn

    Also, wenn man sich schon über Leute mokiert, die “1984″ angeblich nicht oder nur oberflächlich gelesen haben…

    Stimmt! Bis auf dass ich meine Kommasetzung natürlich nicht als Argument verwende. Und wenn man mir sagt wo sie fehlen, setze ich sie einfach ein. Ob da wohl dann auch Gegenrecht gilt bei “1984″?

    Ja und da habe ich einem Kommentar doch glatt “Pipi” statt “Pippi” Langstrumpf geschrieben. Was zwangsläufig alles was ich je zu Sprache gesagt habe null und nichtig macht.

    Ach so, ist ja “Satire”, kein Diskussionsbeitrag.

    Genau. Ganz im Gegensatz zu deinem Kommentar war es kein Diskussionsbeitrag. Zum Glück hast du uns nun mit echter Substanz erschlagen. Wer in einem Blogkommentar “Pipi” schreibt, dessen Satire kann man nicht ernst nehmen, das sollte eigentlich offensichtlich sein.

  110. #116 Tim
    Edinburgh
    Februar 2, 2013

    @Tom
    “Mit der Verbannung von Worten erreicht man GAR NICHTS.
    Sie werten für sich das N-Wort sehr negativ? Eigentlich lässt das mehr Rückschlüsse auf Sie zu, denn auf das Wort selber.”

    1.Die ganze Diskussion hat nichts mit Verbannen zu tun,ein Verlag hat sich MIT ZUSTIMMUNG des Autoren dazu entschlossen zwei Wörter zu ändern.
    2. Eigentlich lässt das nur Rückschlüsse darafu zu,dass sie sich nicht mit der Geschichte des Wortes im deutschen wirklich auskennen.

    Sie hängen sich ja seit Ewigkeiten am Wort “Negerküsse” auf,(wird übrigens auch in Dänemark,Finnland,Niederlanden und Flandern nicht mehr unter diesem Namen verkauft..)-der von Ali im Text selber doch nur als ironisches Beispiel genannt wird.IRONIE!!
    Wie sie daraus ableiten Ali hätte ewas gegen “Leute aus Afrika” wird wohl nur ihnen alleine klar sein.
    -bemerken aber selber,dass sich an der Speise selbst nichts ändert wenn ich sie..hm,zum Beispiel einfach Schokokuss nenne?!Das ist nämlich was dahinter steckt,ich bekomme einen “Kuss” von Schokolade und Eiweiss nicht von einem “Neger”. Die Assoziation ist die zu Grunde liegt ist nämlich ein sehr schönes Beispiel wie unbewusster Rassismus funktioniert. Nur weil etwas dunkel/schwarz ist benenne ich es ,abfällig,wie einen Menschen der auch dunkelhäutig/schwarz ist.Die Verbindung ist rein auf Äußerlichkeiten zurück zuführen.Die Reduktion eines Menschen auf seine Hautfarbe ist nuneinmal rassistisch.Genau deswegen ist ihr absurder,vielleicht auch ironischer Versuch mit ” einer Person mit anderem kulturellen Hintergrund aus einer Region südlich des Mittelmeeres.” genau solch ein Quark. Und(!) Es gibt Leute die stören sich daran.
    Vielleicht würden sie sich ja doch auch daran stören wenn ich meinen Kaffee “Negersuppe” nennen würde,was ist denn daran verwerflich?Bezeichnet ja nur ein dunkles Getränk,schmeckt mir sogar, kann also nicht negativ belastet sein!!Und bevor sie mir jetzt sager “Negerkuss” ist aber ein “gewachsener Begriff”, kann ich hier auch gleich den von ihnen begangenen Denk- Fehler korrigieren zu glauben “Wenn man konsequent ist, bdeutet political correctness die Änderung in neutrale Begrifflichkeiten in vorauseilenden Gehorsam, dass sich irgendjemand beledigt fühlen könnte”. PC versucht durch die bewusste Diskussion ein (sprachliche ausgedrücktes) Bewusstsein zu kreieren wie ein Miteinander,oder auch die Beschreibung einer Person, möglich wird ohne Vorurteile und Benachteiligung.Dieses Bewusstsein war und ist halt leider nicht immer gegeben,aber ich kann das persönlich für mich versuchen zu ändern und damit andere vielleicht auch zum nachdenken animieren.

    Ich will hier aber nochmal wiederholen was schon viel zu oft gesagt wurde,aber leider nicht bei ihnen anzukommen scheint, NIEMAND hindert irgendjemand daran Negerkuss zu sagen.

    Sie werfen Ali vor ihre Ironie dazu nicht zu verstehen,machen aber selber aus Alis:

    “kleines Glossar anbieten und hoffe so etwas zur Völkerverständigung beizusteuern” !!ACHTUNG IRONIE!!

    ein polemisches:

    “Sie wollen etwas für den Weltfrieden beitragen und schaden ihm mehr” *FACEPALM*

    Es zeugt nicht von guten Manieren jemandem ohne irgendeinen Hinweis Rassismus zu unterstellen.Ferner ist Provokation und Argumentum ad hominem auch kein sonderlich gesittetes Benehmen.
    —>”haben Sie schon angefangen Ihre Bücher zu verbrennen Herr Ali????” (er heisst übrigens Herr Arbia..)

    Noch ein paar Allgemeinplätzchen zum Aufbacken,bzw. Strohmänner zum abfackeln.
    1)Othello sollte wirklich nicht mehr “Mohr” genannt werden,er war nämlich wohl wirklich kein “Schwarzafrikaner” sondern eher ein Maure.
    2)Wenn sie sich von “Grüß Gott” beleidigt fühlen und darin den Aufruf zum Selbstmord sehen, haben sie wohl auch leider die Intention dieser Begrüßungsfloskel nicht verstanden. Es ist nämlich kein Imperativ,sondern ein Wunsch der hier ausgesprochen wird, im Sinne von “Gott sei mit dir”.
    3) Natürlich ist es genauso verwerflich,wenn ich “weiße” Langnasen/Blumenkohlohren darstelle.Was anderes hat hier auch niemand behauptet.
    4) “Nigga” ist nicht gleich “Nigger” und die National Association for the Advancement of Colored People in den USA verurteilt beide Ausdrücke, eine “Staatsaffäre” wird in den USA aber auch immer daraus gemacht wenn jemand z.b. versucht eine Marke “Nigga” zu nennen.

    Sie werfen Ali vor in seinem Post unsachlich und ohne Argumente geantwortet zu haben, ohne zu sehen,dass sie selbst niemals sachlich waren oder Argumente hatten.
    Beispiel 1) “Für mich”..
    2)”Grüß Gott”, wie oben erwähnt,einfach völlig falsch und dazu noch polemisch vorgetragen.
    3)”bezieht sich nur auf Westeuropa-Afrika”falsch!USA,SÜDAFRIKA!?
    4)Othello,wie erwähnt ein abgebrannter Strohmann
    5)”Person mit einem anderen kulturellen Hintergrund aus einer region südlich des Mittelmeeres”polemisch,sinnlos..

    “Auf der Sachebene bin ich bereit mich mit Ihnen auseinanderzusezen anstatt wie andere Sie mit Beleidigungen zu überziehen.”
    Na das haben sie aber nicht gerade gezeigt..

    Warum versuchen denn soviele Weisse braun zu werden?
    Das ist so *ZENSUR* und soweit vorbei,auf solch eine Frage kann man keine Antwort verlangen.

  111. #117 Antonym
    45665 Recklinghausen
    Februar 3, 2013

    @Tim
    Erfrischendes. Danke!

    Will aber noch einige “Neger” ver-emil-kästern .. und andere Störer und Weg-Wörter.. und J-Getue von den Jägern…: Also: Erich Kästners “Die Wirklichkeit als Stoff“ als Ärgernis für spätere NegerWörterPutzer.

    Erich Kästner:
    Die Wirklichkeit als Stoff

    Die Zeit zu schildern, ist eure heilige Pflicht.
    Erzählt die Taten! Beschreibt die Gesinnungen!
    Nur, kränkt die Schornsteinfeger nicht!
    Und kränkt die Jäger und die Briefträger nicht!
    Und kränkt die Neger, Schwäger, Krankenpfleger
    Und Totschläger nicht!

    Sonst beschweren sich die Innungen.
    (Aus: „Kurz und Bündig“. Zürich 1950 [Erstdruck] – Text nach E-K.: Zeitgenossen, haufenweise. Gedichte. Carl Hanser Verlag. München, Zürich.. 1998. S. 290)

    Kästner gab dem satirischen Text noch eine Unterzeile mit: auf den Weg in die Greisenzeit: „Aus der großdeutschen Kunstlehre“. – Ahnte er was, wenn er in deralt- jungen BRD seine Nase lüftete und in die drohenden Zeiten roch, was man so als „Dummheit an Kunst“ bezeichnen muss? – Also schon vor mehr als 50 Jahren hat ein wahrer Sprachkritiker, der (sicherlich: mit Glück) die Nazis überwand, Negermäßiges [nicht: „Niger“ etc.] wahrgenommen. (Wow, darieber darf Sprachverniechtungsmann (samt Plural –männlieches) natierlich niecht nachdienkeln… – ohwei-ohwee! Vielleicht miessten sie siech {als Sieche an Vernienft} eliemienieren tun! „Oh Neger hielf dem Weißelmann!“].

  112. #118 Adent
    Februar 4, 2013

    @Tim
    Danke, sehr schön zusammengefaßt, was ihr Fastnamensvetter für einen Stuß von sich gegeben hat.

  113. #119 Johann Hartmann
    Februar 10, 2013

    An die deutsche (sorry!) Sprachpolizei: Ich beantrage, folgende rassistischen, bestimmte Gruppen von Stadtbürgern bzw, Tiere und Pflanzen verunglimpfende Begriffe einer politisch-korrekten Säuberung (sic!) zu unterziehen: Berliner (mit Fruchtmus gefülltes Fettgebäck), Kassler (speziell geräuchertes Fleisch), Mailänder Schnitzel, Aachener
    Printen, Budapester Salat, Spaghetti Bolognese, Frankfurter (Wiener)
    Würstchen. Schweinsohren (Fettgebäck), Wiener Torte, Wiener Schnitzel, Bismarckeiche und Bismarckhering (setzt die Familie Bismarck und eine markante Baumform bzw. eine vom Aussterben bedrohte Fischart gleichermaßen herab), Bayerischer Senf, Thüringer Bratwurst, Thüringer Klöße, Schweizer Käse, Szegediner Gulasch usw. usw.. Erläuterung an einem Beispiel: der Begriff Mohrenkopf ist abzulehnen, weil dieses Gebäck keinen Kopf eines homo sapiens sapiens zentralafrikanischer Herkunft darstellt. Aus dem gleichen Grund ist der Begriff Thüringer Klöße abzulehnen, weil der homo sapiens sapiens thüringer Herkunft weder in Form (von meinem Nachbarn abgesehen) noch in Inhalt einem Kloß gleicht.

    • #120 Marc
      Februar 10, 2013

      @Johann Sehr nett. :-)
      Fehlt nur der Hinweis auf Pizza Margharita.

      Aber die Liste ließe sich noch beliebig fortsetzen, nur hat Bismarck wohl dem Bismarck-Hering zugestimmt, so dass der Reichskanzler dadurch nicht herabgesetzt wird – und wenn, dann doch politisch korrekt mit seiner Zustimmung…

  114. #121 Marc
    Februar 10, 2013

    Nicht zu vergessen, dass Pizza Margharita brutal sexistisch ist!

  115. #122 Tim
    Edinburgh
    Februar 10, 2013

    Verbietet bitte,bitte auch
    “Kinderschnitzel” und vorallem den beliebten “Seniorenteller”!!1elf

  116. #123 ali
    Februar 10, 2013

    @Johann Hartmann

    Jetzt verstehe ich. Das war alles nur ein grosses Missverständnis. Du hast also schlicht gemeint Schokoküsse kommen aus Takatukaland und es handle sich um eine Herkunftsbezeichnung. Dem ist nicht so. Und Takatukaland gibt es gar nicht. Ich bin froh, dass wir das klären konnten. Nun verstehst du bestimmt, warum man sie jetzt Schokoküsse nennt.

  117. #124 Adent
    Februar 11, 2013

    @Tim
    Wehe, was soll ich dann essen wenn ihr mir die leckeren kurzgebratenen und panierten Kinder vebietet? Der Seniorenteller kann weg, die sind eh meistens zu zäh. 1elf

  118. [...] Knutschverbote verhängt. Wie könnten sie das auch tun, wie sollten sie ein solches Verbot gar durchsetzen? Nein, um Verbote ging es nie, und etwas nicht toll zu finden ist nicht das gleiche wie etwas zu [...]

  119. #126 Magda Geisler
    Berlin
    April 21, 2013

    Sehr amüsant und lustig
    http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/politischesfeuilleton/2070253/

    Hier hat sich auch einer gute Gedanken gemacht.

  120. […] besser: das Kleine Glossar zum besseren Verständnis der Political Correctness Gegnerschaft der Sprachpolizeiakademie reingezogen und festgestellt, dass das alles bei mir zutrifft. Ich fühle mich wirklich ertappt. […]

  121. Didn’t you know? Being chased around town by fa activists intent on force-feeding me baby-flavored donuts is what keeps me slim.|