Wir haben die Sache mit der dunklen Materie nicht verstanden. Ok, das ist keine große Neuigkeit. Wäre es anders, dann würden wir das Zeug ja auch nicht mehr “dunkle Materie” nennen sondern hätten einen vernünftigen Namen dafür. Aber neue Beobachtungen haben uns nun gezeigt, dass die ganze Angelegenheit noch komplexer ist, als wir bisher gedacht haben.

Nur damit kein Missverständnis aufkommt: An dem Phänomen das wir “dunkle Materie” nennen herrscht kein Zweifel. Das ist nichts, was wir uns einfach so aus Spaß an der Freude ausgedacht haben. Sondern etwas was seit fast 100 Jahren durch konkrete Beobachtungen immer und immer wieder bestätigt wird (ich habe hier alles sehr ausführlich erklärt): Die Objekte im Universum bewegen sich nicht so wie sie sich bewegen müssten, wenn es nicht mehr als die sichtbare Materie gibt. Deswegen gehen wir davon aus, dass es auch noch eine unsichtbare Art von Materie gibt, die sich fundamental von der “normalen” Materie unterscheidet (auf die Alternative der MOND-Theorie gehe ich jetzt nicht ein). Es muss Materie sein, die nicht elektromagnetisch wechselwirkt, die also – kurz gesagt – weder Licht aussendet noch Licht absorbiert. Sie ist also nicht nur unsichtbar, sie ist quasi durchsichtig. Sie klumpt auch nicht zusammen, wie es die normale Materie tut. Sie bildet also keine Himmelskörper wie Planeten oder Sterne. Die dunkle Materie bildet gewaltige “Wolken” im Kosmos, sehr viel größer als Galaxien. In den Zentren dieser Wolken hat sich im Laufe der Zeit die normale Materie angesammelt und dort die sichtbaren Galaxien und Sterne gebildet. Denn Gravitation spürt die dunkle Materie schon und sie übt auch Gravitation aus. Und da es sehr viel mehr dunkle Materie geben muss als normale Materie, ist das was wir als das “normale” Universum kennen quasi nur ein Haufen leuchtender Punkte die in der dunklen Masse des unbekannten Rests schwimmen.

Wie gesagt: Das haben wir uns nicht einfach nur ausgedacht, das kann man durch konkrete Beobachtungen belegen. Einerseits kann man die Bewegung von Galaxien und Sternen beobachten und ihre Geschwindigkeit messen. Daraus folgt direkt, wie groß die Masse sein muss, die mit ihrer Gravitationskraft die Bewegung mit der beobachteten Geschwindigkeit auslöst. Und diese Masse ist eben viel größer als die Masse der normalen, sichtbaren Materie. Andererseits gibt es den Gravitationslinseneffekt. Masse krümmt den Raum und Lichtstrahlen folgen dieser Raumkrümmung. Große Massen können also ähnlich wirken wie die optischen Instrumente und Linsen aus Glas die wir zum Beispiel in Teleskopen nutzen um den Weg von Lichtstrahlen zu ändern. Wir können die großen Wolken aus dunkler Materie die sich zwischen den Galaxien befinden bzw. in die die Galaxien eingebettet sind nicht direkt sehen. Aber wir können beobachten, wie ihre Masse den Weg des Lichts verändern, das von Galaxien zu uns kommt, die hinter diesen Wolken liegen. Wir sehen verzerrte Bilder der Galaxien und aus dem Ausmaß der Verzerrung können wir berechnen, wie viel Masse da als “Gravitationslinse” wirkt. So können wir die Verteilung dunkler Materie kartografieren und genau das haben die großen Teleskope der NASA und ESO kürzlich wieder getan. Mit überraschenden Ergebnissen…

Die Daten wurden Anfang September veröffentlicht (“An excess of small-scale gravitational lenses observed in galaxy clusters”). Mit dem Hubble-Weltraumteleskop und dem VLT der Europäischen Südsternwarte wurden 11 ferne Galaxienhaufen beobachtet. Und zwar mit quasi großer und kleiner Auflösung. Im großräumigen Bild zeigte sich das, was man erwartet hat. Wolken aus dunkler Materie überall in und um die Galaxienhaufen herum. Der genauere Blick hat aber gezeigt dass es auch einige kleinräumige Verzerrungen gibt. Eine genaue Analyse hat gezeigt, dass die zugehörigen Gravitationslinsen vergleichsweise dichte Konzentrationen an dunkler Materie sein müssen, die sich in den Zentren der Galaxienhaufen befinden; genau dort sich die einzelnen Galaxien selbst befinden. In weiteren Beobachtungen konnte die Bewegung der Sterne in den Außenregionen dieser Galaxien beobachtet werden. Daraus konnte man ihre Gesamtmasse (sichtbare plus dunkle Materie) ableiten. Das hat man dann mit dem verglichen was die auf den bisherigen Daten basierenden Computersimulationen zur Verteilung von (dunkler) Materie in den Galaxien zu sagen haben. Was sich zur Überraschung aller deutlich von den neuen Beobachtungen unterscheidet. Die Computermodelle zeigen nicht die gleiche kleinräumige Konzentration an dunkler Materie wie sie tatsächlich beobachtet worden ist.

Soweit die Daten. Die Konsequenzen daraus sind noch offen. Klar ist derzeit nur: Nicht nur wissen wir immer noch nicht, aus was die dunkle Materie eigentlich besteht. Wir wissen darüber hinaus offensichtlich auch weniger gut darüber Bescheid wie sie sich verhält als wir gedacht haben. Die Forschung zur dunklen Materie hat es ja schon seit einiger Zeit ziemlich schwer. Seitdem die astronomischen Beobachtungen vor fast 100 Jahren das Phänomen entdeckt haben, bemüht man sich die Natur der dunklen Materie zu entschlüsseln. Lange Zeit war ein noch unentdecktes Elementarteilchen der Favorit; nur dass die Teilchenphysik leider bis jetzt nicht in der Lage war, so ein Ding auch tatsächlich nachzuweisen. Jede Menge Experimente dazu blieben ergebnislos. Was viele Menschen enttäuscht hat, weil die Modelle die so ein Teilchen vorhergesagt haben, sehr elegant waren und auch gleich noch ein paar andere offene Fragen der Physik beantwortet hätten. Aber vielleicht sollten wir uns in Zukunft wieder mehr von der Astronomie leiten lassen anstatt der Modelle der Teilchenphysik. Das, was wir beobachten, ist das was tatsächlich da ist. Die Phänomene die das Verhalten von Sternen, Galaxien und Galaxienhaufen bestimmen sind real. Wenn sie nicht zu den Modellen passen, müssen wir die Modelle anpassen oder komplett verwerfen. Egal wie schön die entsprechenden Hypothesen sind. Am Ende zählt die Beobachtung. Wir müssen also weiter hinaus ins Universum schauen!

Kommentare (137)

  1. #1 Spritkopf
    14. September 2020

    Habe ich deinen Text richtig verstanden, dass Dunkle Materie auf kleinen Skalen eben doch ein bißchen klumpt? Und dass man daraus möglicherweise die Schlussfolgerung ziehen kann, dass sie in der Lage ist, Bewegungsenergie an ihre Umgebung abzugeben?

  2. #2 Karl-Heinz
    14. September 2020

    @Spritkopf

    Habe ich deinen Text richtig verstanden, dass Dunkle Materie auf kleinen Skalen eben doch ein bißchen klumpt? Und dass man daraus möglicherweise die Schlussfolgerung ziehen kann, dass sie in der Lage ist, Bewegungsenergie an ihre Umgebung abzugeben?

    Um zu bestimmen, wie groß diese Masse ist, muß man wissen, wie weit die Lichtquellen von uns entfernt sind. Das macht man mit der kosmologischen Rotverschiebung.
    Aus der Kombination von den verzerrten Bildern der Galaxien und ihrer Rotverschiebung untersucht man, wie viel Materie sich in dem beobachteten Bereich befindet.
    Was aber wenn sich die sogenannte Dunkle Energie – die für die beschleunigte Expansion des Universums sorgt – mit der Zeit verändern.
    Dann wird einem eine falsche Dichte der Dunklen Materie vorgegaukelt. 😉

  3. #3 Captain E.
    14. September 2020

    Vielleicht braucht es auch gar kein neues Elementarteilchen, sondern nur eine Idee, wo noch sehr viel mehr Neutrinos hergekommen sein könnten, als man zurzeit annimmt. Und dazu müsste es noch eine Idee geben, was mit diesen passiert sein könnte, so dass sie heute diese riesigen Wolken bildet, die es geben müsste.

    Tja, das dumme ist natürlich, dass alle Belege für die Existenz der Dunklen Materie keinen Beweis darstellen. Unangenehmerweise sind Beweise zu Verifizierung in Wissenschaften wie Physik und Astronomie leider auch gar nicht möglich.

  4. #4 wernet
    14. September 2020

    Captain E.

    vielleicht steht das Neutrino still. Stehen Photon und Neutrino still so haben wir einen Äther.

  5. #5 wernet
    14. September 2020

    und der Äther ist die Gravitation und die DM und die DE zugleich. Je nachdem wieviel sich die Photonen überlagern. Steh ich auf der Erde ist am Fuß die Überlagerung 1000000000fach. 2Meter höher nur noch 99999999fach. Das heißt , das die Gravitation sehr stark ist. Sie wissen schon, wegen 120 diskrepanz

  6. #6 Captain E.
    14. September 2020

    @wernet:

    vielleicht steht das Neutrino still. Stehen Photon und Neutrino still so haben wir einen Äther.

    Photonen haben eine Ruhemasse von Null. Stillstehen können die nicht. Neutrinos sind noch einmal ein anderes Thema. Laut Theorie sollten sie ebenfalls eine Ruhemasse Null haben, aber dann dürften sie nicht fluktuieren. Nach bisherigem Wissensstand gibt es im Universum viel zu wenige Neutrinos und sie sind zudem viel zu energiereich, um die gesamte Dunkle Materie sein zu können.

    Aber vielleicht kommen irgendwann einmal Wissenschaftler um die Ecke und erklären: “Es gibt sehr viel mehr und zudem kalte Neutrinos, weil…”

    “Äther” würde ich das aber trotzdem nicht nennen wollen.

  7. #7 Captain E.
    14. September 2020

    @wernet:

    und der Äther ist die Gravitation und die DM und die DE zugleich. Je nachdem wieviel sich die Photonen überlagern. Steh ich auf der Erde ist am Fuß die Überlagerung 1000000000fach. 2Meter höher nur noch 99999999fach. Das heißt , das die Gravitation sehr stark ist. Sie wissen schon, wegen 120 diskrepanz

    Nein, weiß ich nicht. Ich verstehe es auch nicht. Und jeder pisselige Kühlschrankmagnet beweist, dass der Elektromagnetismus viel stärker als die Gravitation ist.

  8. #8 tohuwabohu
    Berlin
    14. September 2020

    Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich hier lächerlich mache:
    Wird bei der Berechnung der erwarteten Geschwindigkeit berücksichtigt, dass sich die “Gravitationskraft” mit Lichtgeschwindigkeit ausbreitet?  Wir sehen (aus einem anderen Blickwinkel) auf die beteiligten Komponenten (Sterne, SL), als deren Gravitation auf sie wirkt.  D.h. für einen Stern, der z.B. 20.000 Lj vom Zentrum (SL) einer Galaxie entfernt ist, wirkt die Gravitation aus der Richtung, an der dieses vor 20.000 Jahren war.
    Wie groß wäre dieser Effekt?

  9. #9 Guido
    14. September 2020

    @ tohuwabohu: “Wird bei der Berechnung der erwarteten Geschwindigkeit berücksichtigt, dass sich die “Gravitationskraft” mit Lichtgeschwindigkeit ausbreitet?”
    Dazu musst Du Dir klar machen, dass die sich die Änderung der Gravitation zwar nur mit c ausbreitet, aber das, was sie verursacht(Energie und/oder Masse) nicht plötzlich irgendwo auftauchen kann, sondern idR. mit einer um Größenordnungen kleineren Geschwindigkeit unterwegs ist.
    Plötzliche, starke Änderungen der Gravitation erzeugen Gravitationswellen, wenn z.B. bei einem black hole merger mehrere Sonnenmassen als Gravitationswellen “abgestrahlt” werden.

  10. #10 Guido
    14. September 2020

    *wer zuende liest, ist klar im Vorteil*
    @tohuwabohu:
    Natürlich ist es immer ein Blick in die Vergangenheit.
    Aber ein Gravitationslinsenereignis ist ja mehr oder weniger “lokal”; wir sehen, wie Licht abgelenkt wurde, das ein bestimmtes Raumvolumen passiert hat.
    Bei Deinem Beispiel mit dem Stern kann man die Raum(zeit)krümmung einer Galaxie im Großen und Ganzen als einigermaßen homogen betrachten.
    Und die Galaxie darf grob geschätzt auch als geschlossenes System betrachtet werden; d.h. auch hier ist die Eigenbewegung des Systems um Größenordnungen kleiner c.

  11. #11 Bullet
    15. September 2020

    Ich find dieses Gecranke immer so geil.
    “Sie wissen schon, wegen 120 diskrepanz”

    Ich fänd es sehr entspannend, zur Abwechslung nicht ganz so dämlichen Dummfug zu lesen. Der darf dann gern auch mal in vernünftiger Schriftsprache abgesondert werden.

    Aber was soll ich von einem Kommentator halten, der es offenbar nicht hinbekommt, wenigstens die Größenordnung von Zahlen, die er in die Kommentarspalte furzt, einigermaßen auf einem Niveau zu halten, auf dem man zumindest einen Hauch von Verständnis fürs Thema vermuten kann?
    Welche Entschuldigung soll’s denn sein? Zu faul? (Geh spielen.) Zu wenig Zeit? (Klar. Is mordswichtig hier, es SOFORT!!! rauszuhauen.) Zu Dunning-Kruger? (Ja nee, is klar.)
    Mein Favorit ist: zu geil drauf, mal ‘n bissl Namedropping zu betreiben, locker aus der Hinterhand mal ‘n kleinet Fachtermchen rausjekloppt. Sie wissen schon, wejen de’ Eichbosonen. Oder Φ+-Effekt.
    Kennste nich? Mann, wat’n Versa’er.

  12. #12 Gordon
    15. September 2020

    @Bullet na Atze, wer sich “Bullet” nennt kann sich hier aba ooch nich janz so weit ausm Fenster leh’n, wa?

    SCNR

  13. #13 Dummfug
    16. September 2020

    Koronaentladung ist lustig, leider sind absurde Wortschöpfungen wie dunkle Materie pseudowissenschaftlicher Nonsens und schon sehr nah an der geistigen Umnachtung, ähnlich dem Urknall.

    Hoffentlich endet das Sommerloch und die Hundstage bald und der Sirius geht auf höherem IQ-Niveau auf ツ

  14. #14 PDP10
    16. September 2020

    @Dummfug:

    Bei dir ist der Name wohl Programm?

  15. #15 Dummfug
    16. September 2020

    @PDP-10
    Bandsalatfabrik

  16. #16 noch'n Flo
    Schoggiland
    16. September 2020

    Mal ‘ne blöde Frage: wie können wir eigentlich ausschliessen, dass unsere Beobachtungen nicht schlichtweg darauf beruhen, dass die Lichtgeschwindigkeit vielleicht doch nicht überall im Universum gleich ist, sondern durch irgendeinen Effekt, den wir noch nicht kennen, beeinflusst wird?

  17. #17 Karl-Heinz
    16. September 2020

    @noch’n Flo

    In der Allgemeinen Relativitätstheorie ist die Lichtgeschwindigkeit c in einem Gravitationsfeld auf Grund der Gravitations-Zeitdilatation geringer als die Vakuumlichtgeschwindigkeit c0. Im Feld einer statischen, sphärischen Masse M (Schwarzschild-Lösung) mit Schwarzschild-Radius r_s =2GM/c^2 gilt c = c_0 (1 + r_s/r)^(-1)

    Darum nehmen wir auch Galaxien verzehrt war, wenn dessen Licht eine größere Materieansammlung durchqueren. Optik halt.
    So ich hoffe, dass ich jetzt niemanden verwirrt habe. 😉

  18. #18 Jan
    16. September 2020

    @Karl-Heinz:
    Naja, so wirklich stimmt das nicht. Lokal ist die Lichtgeschwindigkeit immer die selbe. Andere Werte kann man bekommen, wenn man aus der Ferne auf eine Masse schaut und dabei ignoriert, dass die Raumzeit gekrümmt ist. Für besonders nützlich halte ich das aber nicht.

  19. #19 Karl-Heinz
    16. September 2020

    @Jan

    Damit, dass man aus der Ferne auf die Masse schaut und die eigene Zeitbasis verwendest hast du natürlich vollkommen recht. Ich verstehe aber nicht warum du so negativ gegenüber diesem Modell eingestellt bist.
    Falls man damit rechnen kann warum nicht. Und man kann auch die Gesetze der Optik anwenden.
    Ich muss aber zugeben, dass ich nicht weiß, ob man mit diesem Modell in der Praxis wirklich rechnet.
    Aber zumindest als Shapiro-Verzögerung findet dieses Modell seine Anwendung.

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Shapiro-Verz%C3%B6gerung

    PS: Und bist du wirklich sicher, dass jederman weiß, was mit der lokalen Lichtgeschwindigkeit gemeint ist? Da dachte ich, ich muss ein bisschen Verwirrung in die Sache bringen. 😉

  20. #20 PDP10
    16. September 2020

    @Karl-Heinz:

    Ich glaube, dass deine Erklärung in #17 an der Frage von noch’n Flo ein wenig vorbei geht. Wenn ich die Frage richtig verstehe, geht es darum ob wir sicher sein können, dass c überall den Wert hat, den wir kennen unabhängig von irgendwelchen Phänomenen der ART die mit unterschiedlichen Bezugssystemen zusammen hängen.

  21. #21 PDP10
    16. September 2020

    @noch’n Flo:

    Das stärkste Indiz dafür, dass c überall im Universum den gleichen Wert hat ist die Spektroskopie, die wir in allen möglichen Wellenlängenbereichen der elektromagnetischen Strahlung betreiben können.
    Die Vorgänge die wir da messen – von dem Ändern des Energieviveaus eines Elektrons in der Atomhülle bis zu irgendwelchen Vorgängen in Atomkernen – werden alle durch Gleichungen aus der Quantenmechanik beschrieben, in denen eigentlich überall irgendwo c drin steckt.
    Wenn c irgendwo im Kosmos einen anderen Wert hätte als den, den wir kennen, könnte man das wahrscheinlich buchstäblich sehen.

    Alles was wir im Kosmos mit Teleskopen sehen, sieht aber genau so aus wie in Laboren auf der Erde.

  22. #22 Jan
    17. September 2020

    @Karl-Heinz:

    Naja, zunächst einmal hängt diese “Geschwindigkeit” nicht nur vom Ort ab, sondern im Allgemeinen auch von der Richtung und natürlich vom Beobachter. Und wenn ich das richtig sehe, in ziemlich komplizierter Weise.

    Und wenn man all das korrekt berücksichtigt, dann bekommt man im Prinzip die selbe Rechnung, wie wenn man von Anfang an mit dem “richtigen” Modell gerechnet hätte.

    Aber zumindest als Shapiro-Verzögerung findet dieses Modell seine Anwendung.

    Wikipedia ist nicht wirklich eine Fachpublikation.

    Und bist du wirklich sicher, dass jederman weiß, was mit der lokalen Lichtgeschwindigkeit gemeint ist?

    Ich weiß nicht, ob du das wirklich ernst meinst. Man macht an einer Stelle in der Raumzeit ein (räumlich und zeitlich hinreichend beschränktes) Experiment zur Bestimmung der Lichtgeschwindigkeit. Damit bekommt man einen bestimmten Wert. Und der ist immer der selbe, egal wann und wo man das Experiment durchführt, wie schnell man sich bewegt, oder in welche Richtung das Licht sich bewegt.

    Deine orts-, zeit-, richtungs-, und beobachterabhängige “Lichtgeschwindigkeit” ist doch ein viel komplizierteres Objekt. Sowohl von der Anschauung her, als auch von der mathematischen Beschreibung her.

  23. #23 Karl-Heinz
    17. September 2020

    @Jan

    Naja, zunächst einmal hängt diese “Geschwindigkeit” nicht nur vom Ort ab, sondern im Allgemeinen auch von der Richtung und natürlich vom Beobachter. Und wenn ich das richtig sehe, in ziemlich komplizierter Weise.

    Ortsabhängig ja, richtungsabhängig nein. Ob so eine Rechnung kompliziert ist? Sagen wir mal so, dass die Berechnung der Ablenkung des Lichtes in der Nähe der Sonne mit der Methode der variablen Lichtgeschwindigkeit ein Klaks ist.

    @PDP10
    Sehe ich genauso wie du. Bei der Feinstrukturkonstante wäre es sicher aufgefallen, wenn die Lichtgeschwindigkeit nicht konstant wäre.

  24. #24 arkenfall
    17. September 2020

    Klingt vermutlich sehr laienhaft:
    Aber vielleicht spielt der Raum mit seinen Eigenschaften eine Rolle, die vielleicht noch nicht verstanden ist. Ich verstehe den Raumzeit als Bühne und die Materie als Geschehen auf der Bühne. Die Ausdehnung des Raumes an sich könnte eine größere Rolle spielen als bisher berücksichtigt (?)

  25. #25 Jan
    17. September 2020

    @Karl-Heinz:

    Ortsabhängig ja, richtungsabhängig nein.

    Doch.

    Ob so eine Rechnung kompliziert ist?

    Ich sage nicht, dass die Rechnung kompliziert ist. Sondern dass diese “Geschwindigkeit” ein kompliziertes Transformationsverhalten hat.

  26. #26 Mirko
    17. September 2020

    Aus dem ganzen Blabla danach nehme ich an, es hat niemand besser als der erste Kommentator (und meiner Wenigkeit) verstanden. Ist halt schwierige (schwere?) Materie.

  27. #27 Karl-Heinz
    17. September 2020

    @Jan

    c = c_0 (1 + r_s/r)^(-1)
    bzw.
    c = c_0 (1 + 2Φ/c^2)

    Ortsabhängig ja.
    Ähm …
    Wo bitte können Sie hier eine Richtungsabhängigkeit von c erkennen?

  28. #28 Karl-Heinz
    17. September 2020

    @Jan

    Vektorielle und skalare Größen
    In der Physik unterscheidet man Größen, die von ihrer Richtung abhängig sind, von richtungsunabhängigen Größen.
    Solche Größen, bei denen die messbare Eigenschaft sowohl durch einen Betrag als auch durch eine Richtung gekennzeichnet ist, nennt man gerichtete Größen oder vektorielle Größen. Beispiele für solche vektoriellen Größen sind Kraft, Geschwindigkeit, Beschleunigung, Impuls (Bild 3) oder elektrische Feldstärke.
    Gerichtete oder vektorielle Größen werden mit einem Pfeil über dem Formelzeichen gekennzeichnet.

  29. #29 UMa
    17. September 2020

    In dieser Simulation klumpt die dunkle Materie hinunter bis zu kleinen Skalen:
    https://www.astronews.com/news/artikel/2020/09/2009-005.shtml

  30. #30 Jan
    18. September 2020

    @Karl-Heinz:
    Wenn du dir den von dir verlinkten Artikel zur Shapiro-Verzögerung nochmal genau anschaust, wirst du festetellen, dass dort nur Licht betrachtet wird, das sich in radialer Richtung bewegt. Wenn man sich von vorne herein auf nur eine Richtung beschränkt, dann ist klar dass im Ergebnis keine explizite Richtungsabhängigkeit stehen wird. Das heißt aber nicht, dass das Ergebnis dann auch für andere Richtungen gilt.

    Nehmen wir doch einmal eine beliebige Metrik, die, der Einfachheit halber, im Unendlichen in die Minkowski-Metrik übergeht. Wie genau definierst du dann in einem gegebenen beliebigen Punkt deine “ortsabhängige Lichtgeschwindigkeit”?

    Solche Größen, bei denen die messbare Eigenschaft sowohl durch einen Betrag als auch durch eine Richtung gekennzeichnet ist, nennt man gerichtete Größen oder vektorielle Größen.

    Ich habe nicht gesagt, dass die “ortsabhängige Lichtgeschwindigkeit” ein Vektor ist. Im Gegenteil, ich habe darauf hingewiesen, dass sie richtungsabhängig ist aber ein kompliziertes Transformationsverhalten hat. (Das Transformationsverhalten eines Vektors ist nicht kompliziert.)

    Nicht jede richtungsabhängige Größe ist ein Vektor. Weitere richtungsabhängige Größen mit einfachem Transformationsverhalten sind Tensoren höherer Stufe. Die “ortsabhängige Lichtgeschwindigkeit” ist aber auch kein Tensor.

    Gerichtete oder vektorielle Größen werden mit einem Pfeil über dem Formelzeichen gekennzeichnet.

    Naja, das macht man häufig in Anfängerkursen. Später und besonders in der Theorie ist das nicht mehr besonders verbreitet, in der ART eigentlich gar nicht (dort gibt es ja auch den Unterscheid zwischen ko- und kontravarianten Vierervektoren und in Anwendungen hat man dann manchmal auch noch Dreiervektoren, dazu kommen Tensoren bis zur vierten Stufe; da eine bestimmte Art von Vektoren herauszugreifen und mit einem Pfeil zu kennzeichen wäre vermutlich nur verwirrend). Und auch in der reinen Mathematik werden Vektoren eigentlich nie speziell gekennzeichnet.

  31. #31 Karl-Heinz
    18. September 2020

    @Jan

    Nehmen wir den statischen Wasserdruck im Schwimmbad als Beispiel. Wenn der eingetauchte Körper klein genug ist (punktähnlich), dann ist der Wasserdruck näherungsweise von allen Richtungen auf den Körper gleich groß. Dennoch gibt es im Schwimmbad ein Druckgefälle (Druckgradienten) nach unten. Im Gegensatz zum statischen Druck wirkt der dynamische Wasserdruck (z.B. Staudruck) in eine Richtung. Was ich damit sagen will ist, dass ich einem statischen Druck keine Richtung zuordnen würde, was jetzt aber nicht heißt, dass dieser nicht ein Druckgefälle (Gradienten) besitzt.
    Wie siehst du das Ganze?

  32. #32 Jan
    18. September 2020

    @Karl-Heinz:
    Und was hat das mit dem Thema zu tun?

  33. #33 Spritkopf
    18. September 2020

    Oliver Müller schreibt drüben bei Scilogs ebenfalls etwas zu dem Paper.

  34. #34 Karl-Heinz
    18. September 2020

    @Jan

    Ich denke, wir verstehen unter richtungsabhängig verschiedenen Dinge. 😉

  35. #35 Jan
    18. September 2020

    @Karl-Heinz:
    Das kann schon sein. Ich verstehe unter richtungsabhängig, dass etwas von der Richtung abhängt. Vielleicht verstehst du ja etwas anderes darunter.

    Die offensichtliche Art, wie man eine “ortsabhängige Lichtgeschwindigkeit” in der ART definieren kann, liefert beispielsweise ein richtungsabhängiges Resultat. Die “Geschwindigkeit” hängt im Allgemeinen davon ab, in welcher Richtung sich das Licht bewegt.

    Da du das anscheinend anders siehst, hatte ich nach deiner Definition der “ortsabhängigen Lichtgeschwindigkeit” gefragt. Leider hast du darauf bisher nicht geantwortet.

  36. #36 Karl-Heinz
    18. September 2020

    @Jan

    Die offensichtliche Art, wie man eine “ortsabhängige Lichtgeschwindigkeit” in der ART definieren kann, liefert beispielsweise ein richtungsabhängiges Resultat. Die “Geschwindigkeit” hängt im Allgemeinen davon ab, in welcher Richtung sich das Licht bewegt.

    Für unsere Sonne würde die ortsabhängigen Lichtgeschwindigkeit so aussehen.
    c = c_0 (1 + 2Φ(x,y,z)/c^2), wobei Φ(x,y,z) oder Φ( r) das Gravitationspotential unserer Sonne ist. Egal in welche Richtung ich mich von einem Punkt wegbewege, die variable Lichtgeschwindigkeit ist vom Punkt weg unabhängig von der Richtung. Natürlich ändert sich die variable Lichtgeschwindigkeit, wenn ein anderer Ort erreicht wird. Dafür gibt’s ja dann den Begriff Richtungsgradient für die Geschwindigkeit.
    Vielleicht zeige ich im Groben mal die mathematischen Ansätze um die Lichtablenkung eines Sterns in der Nähe unserer Sonne zu berechnen. Man nutzt Vereinfachungen, was ich einfach cool finde.

  37. #37 Jan
    18. September 2020

    @Karl-Heinz:

    Für unsere Sonne…

    Es geht um den allgemeinen Fall, nicht nur um unsere Sonne.

    … würde die ortsabhängigen Lichtgeschwindigkeit so aussehen.
    c = c_0 (1 + 2Φ(x,y,z)/c^2), wobei Φ(x,y,z) oder Φ( r) das Gravitationspotential unserer Sonne ist.

    Und wie kommst du auf diese Formel? Und was genau bedeuten die darin vorkommenden Symbole? (Also das eine c soll ja vermutlich ein c_0 sein und für die gewöhnliche Lichtgeschwindigkeit stehen, und das andere c soll die “ortsabhängige Lichtgeschwindigkeit” sein; das ist klar. Aber der Rest? Sind die Koordinaten wie in der ART beliebig? Wie genau bestimmst du Φ für eine allgemeine Metrik?)

    Es geht mir um eine Definition bzw. Herleitung aus der ART, die auch auf andere Metriken anwendbar ist. Hinschreiben kann man viel. Aber du behauptest ja, dass das entweder exakt der ART entspricht, oder jedenfalls eine gute Näherung sei (so ganz genau bin ich mir noch nicht sicher, was eigentlich deine Behauptung ist).

    Idealerweise würdest du also mit der Beschreibung eines Lichtstrahls im gängigen ART-Formalismus starten (also eine ausreichend glatte Kurve in der Raumzeit, deren Tangentialvektor überall lichtartig ist), dann deine Definition darauf anwenden, und dann nach einigen Schritten auf deine Formel kommen.

  38. #38 Karl-Heinz
    18. September 2020

    @Jan

    Ich merke schon, dass du dieses Thema sehr ernst nimmst. Kann aber erst am Abend auf deine Fragen eine Antwort geben.
    Rein aus Interesse. Du hast Tensoren erwähnt. Kennst du dich gut damit aus?

  39. #39 Jan
    18. September 2020

    @Karl-Heinz:

    Du hast Tensoren erwähnt. Kennst du dich gut damit aus?

    Naja, was heißt schon gut? Ich hab im Studium Vorlesungen zur SRT und zur ART gehört und in ART eine meiner Diplomprüfungen abgelegt, dazu ein Seminar zu Darstellungstheorie (was ja für die Frage nach dem Transformationsverhalten von Objekten relevant ist). Wirklich mit Tensoren gearbeitet habe ich aber schon eine ganze Weile nicht mehr (außer Stufe ≤ 2).

  40. #40 Adam
    Berlin
    28. September 2020

    Ist halt die Frage, ob wirklich etwas da ist – oder ob wir nicht einfach “nur” die Gravitation nicht vollumfänglich verstanden haben (wonach es ja auch andernorts ausschaut, namentlich in der Quantenphysik, siehe die immensen Probleme eine Great Unifaction Theory zu finden) oder es sich um ein ganz anderes Phänomen handelt, das nicht auf interaktions-phoben Teilchen basiert – wie auch immer das aussehen sollte. Das Standardmodell ist afaik auch schon längere Zeit nicht mehr so sicher und elegant, wie es mal war. Fragezeichen im Teilchenzoo. Für die Supersymmetrie wirds auch eng. Da müssen wir wohl auf einen CERN-Nachfolger mit größeren TeV-Werten warten.

    Allerdings verstehe ich nicht so ganz, wie die beobachtende Wissenschaft der Astronomie dabei fündig werden könnte, im Gegensatz zur theoretischen oder Teilchenphysik, eben aufgrund der Tatsache, dass die Wechselwirkung ja auf Gravitation only beschränkt ist. Ausserdem müsste es doch die Gefahr geben, dass der die Messungen durch Gravitationslinseneffekte verzerrt und damit die ganze Problematik verschärft werden. Siehe hierzu einen Artikel aus Spektrum vom 10.09.2020:

    https://www.spektrum.de/news/gravitationslinsen-koennten-dunkle-materie-raetsel-verschaerfen/1767966

    Ich bin nur ein physikalischer Laie und laufe somit immer Gefahr Dinge durcheinander zu werfen, falsch oder auch gar nicht verstanden zu haben. Da finde ich das schon beruhigend und sympathisch, wenn es Physikern bei dieser Sache ähnlich geht, wenn auch aus anderen Gründen 🙂

  41. #41 How?(Lennon)
    Tikopia
    28. September 2020

    Da unsere Apparaturen nicht unendlich groß und genau werden können, ist halt irgendwann(viell. schon heute) Schluss mit Erklärbär, der alles berechnen und beweisen kann. Dann bleiben nur noch Ideen und Glaube und die logischsten Ideen, die alles nach dem heutigen Wissensstand verknüpfen können, werden sich durchsetzen.

    Meine “TOE”(zuletzt beschrieben zum Artikel “Das gar nicht öde Doppelspalt-Experiment”) könnte auch das Phänomen der DM/DE erklären.

  42. #42 Captain E.
    29. September 2020

    @How?(Lennon):

    Da unsere Apparaturen nicht unendlich groß und genau werden können, ist halt irgendwann(viell. schon heute) Schluss mit Erklärbär, der alles berechnen und beweisen kann. Dann bleiben nur noch Ideen und Glaube und die logischsten Ideen, die alles nach dem heutigen Wissensstand verknüpfen können, werden sich durchsetzen.

    Dem ist leider so. Wenn man Beschleunigerringe bauen müsste, die größer als die Erde wären, käme man auf diesem Wege halt nicht weiter. Aber natürlich braucht es im physikalischen Alltag immer Modelle, mit deren Hilfe man die Wirklichkeit berechnen kann. Und die Formeln eines Johannes Keplers, eines Isaac Newtons und selbst eines Albert Einsteins sind von einer echten Erklärung weit entfernt. Mit den Ergebnissen kann man aber arbeiten. Das konnte man aber auch schon mit den Epizykeln, die definitiv nur noch ein Kuriosum der Wissenschaftshistorie darstellen.

    Meine “TOE”(zuletzt beschrieben zum Artikel “Das gar nicht öde Doppelspalt-Experiment”) könnte auch das Phänomen der DM/DE erklären.

    Solange du nicht auch ein Modell aufstellst, mit dem die Physiker rechnen können und die daraus resultierenden Resultate besser als alles sind, was wir bislang haben, ist deine TOE für den Allerwertesten. Und hattest du nicht bereits in der Vergangenheit zugegeben, dass man mit deiner TOE absolut nichts berechnen kann?

  43. #43 How?(Lennon)
    North West Island (Capricorn Group)
    29. September 2020

    @Captain E.

    Richtig. Weder rechnen noch irgendetwas beweisen.
    Wie soll man die (strukturierte und energetische) Unendlichkeit/Ewigkeit auch berechnen oder beweisen.
    Sie erklärt aber – zumindest für mich – alles sehr einfach, logisch und wahrscheinlich.

    Aber vielleicht entdecken wir ja noch große Übereinstimmungen zwischen dem atomaren und dem stellaren Kosmos, was wiederum für meine Idee sprechen würde.

  44. #44 Captain E.
    29. September 2020

    @How?(Lennon):

    Richtig. Weder rechnen noch irgendetwas beweisen.
    Wie soll man die (strukturierte und energetische) Unendlichkeit/Ewigkeit auch berechnen oder beweisen.
    Sie erklärt aber – zumindest für mich – alles sehr einfach, logisch und wahrscheinlich.

    Aber vielleicht entdecken wir ja noch große Übereinstimmungen zwischen dem atomaren und dem stellaren Kosmos, was wiederum für meine Idee sprechen würde

    Tja, solange man aber mit deiner TOE nichts berechnen kann, wird sie kein Physiker jemals auch nur im geringsten ernst nehmen. Und sie “erklärt” somit auch nichts.

    Bei Philosophen könntest du allerdings auf mehr Gegenliebe stoßen.

  45. #45 How?(Lennon)
    Lake Birrabeen
    29. September 2020

    @Captain E.

    Ich gebe dir nochmal Recht. Natürlich geht es ins Philosophische.
    Ich verstehe nur überhaupt nicht, warum man mit meiner Idee/Spekulation irgendetwas berechnen sollte und die Ergebnisse dann auch noch alles toppen sollten.

    Es ist eine Interpretation die auf bestehenden Theorien und Erkenntnissen aufbaut. Deswegen bin ich ja auch überhaupt darauf gekommen.
    Ich will nichts widerlegen.
    Nun gut, einige wenige physikalische Ansichten würden vielleicht etwas uminterpretiert – mehr aber auch nicht.
    Ich merke schon, die Begriffe Formel und Theorie triggern dich. Dann halt Weltinterpretation.

  46. #46 How?(Lennon)
    29. September 2020

    Allerdings wie gesagt, falls große Übereinstimmungen zwischen Makro- und Mikrokosmos entdeckt werden (die ich jetzt schon sehe), würde meine Spekulation sofort zum physikalisch Möglichen tendieren.

  47. #47 PDP10
    30. September 2020

    Tja, solange man aber mit deiner TOE nichts berechnen kann, wird sie kein Physiker jemals auch nur im geringsten ernst nehmen. Und sie “erklärt” somit auch nichts.

    Bei Philosophen könntest du allerdings auf mehr Gegenliebe stoßen.

    Nein. So doof sind Philosophen nun auch wieder nicht. (Ich frage mich ja immer, warum die Leute sowas denken … )

    Eine Hypothese in den Naturwissenschaften muss quantitative Vorhersagen liefern. (Das meinen übrigens auch die Philosophen.).

    Dh. sie muss so formuliert sein, dass sie falsifizierbar ist. Aus Hypothese A folgt Zahlenwert B. Und ist B experimentell bestätigbar oder nicht.

    Kann sie das nicht, ist sie nicht zu gebrauchen und bloß wolkiger Quatsch.

  48. #48 PDP10
    30. September 2020

    @How?(Lennon):

    Kann das deine Theorie? Zahlenwerte?

  49. #49 Adam
    Berlin
    30. September 2020

    @PDP10

    Dh. sie muss so formuliert sein, dass sie falsifizierbar ist. Aus Hypothese A folgt Zahlenwert B. Und ist B experimentell bestätigbar oder nicht.

    Kann sie das nicht, ist sie nicht zu gebrauchen und bloß wolkiger Quatsch.

    Grundsätzlich ja, aber ist das wirklich so in allen Fällen?

    Wie ist es z.B. mit der Stringtheorie?

    Ich zitiere mal frei Harald Lesch: “(…) mathematische Tricks, die keine Möglichkeit zur Falsifikation liefern (…) in meinen Augen keine Physik mehr”.

    Oder ein Zitat von hier: https://www.philoclopedia.de/2015/01/12/stringtheorie-kritik/:

    “All die unfalsifizierbaren Postulate und all die freien Parameter werden aus mathematischen Gründen heraus definiert. Und mathematisch haut die Stringtheorie auch hin. Vollkommen. Aber allein aus dieser Tatsache folgt noch rein gar nichts. Mathematische Konsistenz ist ausreichend in der Mathematik, nicht so aber in der (empirischen!) Physik.”

    Was ich damit sagen will:

    Natürlich ist eine Behauptung ins Blaue, die letztlich auf gar nichts fusst, keine Vorhersagen leistet, nicht überprüfbar ist oder auf “magisches Denken” zurück geht, unbrauchbar.

    Es könnte jedoch sein, dass wir nicht alle Erkenntnisse auf klassische, empirische Weise gewinnen können, sondern nur innerhalb der Mathematik, die ein Formalismus ist, der sich selbst trägt und nicht zwingend 1:1 die (physikalische) Realiltät widerspiegelt.

    Es könnte sogar noch schlimmer sein, nämlich dass wir nicht alle Erkenntnisse überhaupt gewinnen können.

  50. #50 Adam
    Berlin
    30. September 2020

    @How?(Lennon):

    Ich habe mir mal im besagten Thread (Doppelspaltexp.) deine “Theorie” durchgelesen – und ganz ehrlich absolut nichts verstanden. Kein einziges Wort. Im Vergleich wirkt die Erklärung mit der Riesenschildkröte, die die Welt trägt, regelrecht logisch und plausibel.

  51. #51 Captain E.
    30. September 2020

    @How?(Lennon):

    Ich gebe dir nochmal Recht. Natürlich geht es ins Philosophische.
    Ich verstehe nur überhaupt nicht, warum man mit meiner Idee/Spekulation irgendetwas berechnen sollte und die Ergebnisse dann auch noch alles toppen sollten.

    Ist dir das noch nie aufgefallen, dass Physiker immer am Rechnen sind? Wenn man mit einer Hypothese aber prinzipiell nicht rechnen kann, dann wird sie niemals zu einer bestätigten und akzeptierten Theorie werden.

    Eine wolkige Vorstellung (“Könnte es nicht sein, dass …?”) hilft den Physikern nicht weiter. Bei jeder physikalischen Hypothese kommt der Punkt, wo Butter bei die Fische muss. Dann setzt man bekannte Werte voraus und errechnet sich etwas. Wenn man die Resultate später tatsächlich durch Beobachtungen bestätigen kann, ist das immer ein deutlicher Beleg dafür, dass das Modell so schlecht nicht sein kann.

    Da sich deine TOE einer derartigen Überprüfung prinzipiell entzieht, ist sie halt in der Physik auch zu nichts zu gebrauchen.

    Es ist eine Interpretation die auf bestehenden Theorien und Erkenntnissen aufbaut. Deswegen bin ich ja auch überhaupt darauf gekommen.
    Ich will nichts widerlegen.
    Nun gut, einige wenige physikalische Ansichten würden vielleicht etwas uminterpretiert – mehr aber auch nicht.
    Ich merke schon, die Begriffe Formel und Theorie triggern dich. Dann halt Weltinterpretation.

    Wie gesagt: Manchen Philosophen mag das genügen. In der Philosophie ist es statthaft, basierend auf Fakten, die in nichts durch die Realität gedeckt sind, Spekulationen zu betreiben. Und man frage den betreffenden Philosophen ja nicht, wohin es derartige Überlegungen führen sollen. Die philosophische Standardantwort dürfte immer sein, dass Philosophie zu nichts führen müsse.

    Physikalisch angehauchten Philosophen oder Philosophie betreibenden Physikern wird so etwas aber niemals ausreichen.

  52. #52 Captain E.
    30. September 2020

    PDP10:

    Nein. So doof sind Philosophen nun auch wieder nicht. (Ich frage mich ja immer, warum die Leute sowas denken … )

    Spätestens seit ich ein Interview mit Richard David Precht gelesen haben, in der er sein neues Buch beworben hat, bin mir sicher, dass es solche Philosophen tatsächlich gibt. Er hat da eine völlig persönliche Mixtur aus Abneigung und Vorlieben zum Standard erklärt und philosophiert davon ausgehend zusammen, dass wir alle daraus Schlüsse für unser Leben ziehen sollten. Anderslautende Fakten waren ihm dabei völlig egal und wurden von ihm also auch einfach ignoriert.

    Also ja, es gibt solche Philosophen, die wieder besseren Wissens wolkige Überlegungen anstellen.

    Für angewandte Philosophie innerhalb der Physik sollte das allerdings nicht gelten.

    Eine Hypothese in den Naturwissenschaften muss quantitative Vorhersagen liefern. (Das meinen übrigens auch die Philosophen.).

    Dh. sie muss so formuliert sein, dass sie falsifizierbar ist. Aus Hypothese A folgt Zahlenwert B. Und ist B experimentell bestätigbar oder nicht.

    Kann sie das nicht, ist sie nicht zu gebrauchen und bloß wolkiger Quatsch.

    Bis du dir wirklich sicher, dass alle Philosophen sich mit etwas derartig “profanem” wie Zahlen, Symbolen und Formeln beschäftigen? Klar, es gibt Physiker, die philosophische Überlegungen anstellen, und meinethalben auch Philosophen mit ausreichend großem physikalischen Background, aber Philosophie ist eben in vielen Fällen auch reines “Laberfach”.

  53. #53 Captain E.
    30. September 2020

    @Adam:

    Grundsätzlich ja, aber ist das wirklich so in allen Fällen?

    Wie ist es z.B. mit der Stringtheorie?

    Ich zitiere mal frei Harald Lesch: “(…) mathematische Tricks, die keine Möglichkeit zur Falsifikation liefern (…) in meinen Augen keine Physik mehr”.

    Das sieht nicht nur der Lesch so. Eigentlich ist “Theorie” auch völlig übertrieben und es müsste korrekt “Stringhypothese” heißen. Und nachdem die Physik schon eine ganze Zeit über die Strings nachdenkt und die Hypothese von einer Bestätigung als Theorie immer noch ziemlich weit entfernt ist, dürften einige Physiker auch daran zweifeln, dass sie diesen Schritt jemals schaffen wird.

    Oder ein Zitat von hier: https://www.philoclopedia.de/2015/01/12/stringtheorie-kritik/:

    “All die unfalsifizierbaren Postulate und all die freien Parameter werden aus mathematischen Gründen heraus definiert. Und mathematisch haut die Stringtheorie auch hin. Vollkommen. Aber allein aus dieser Tatsache folgt noch rein gar nichts. Mathematische Konsistenz ist ausreichend in der Mathematik, nicht so aber in der (empirischen!) Physik.”

    Immerhin kann man mit den Strings rechnen. Den mathematischen Formalismus gibt es, und das ist schon mehr als bei dieser TOE-Idee. Dass man aber immer noch nicht weiß, ob dieses Modell irgendeinen Sinn macht, ist selbstverständlich für alle Physiker höchst unbefriedigend.

    Sagen wir mal so: Ob die Raumzeit wirklich von Massen gekrümmt wird, weiß auch niemand. Man kann aber mit dieser Vorstellung zumindest Gegebenheiten in der Wirklichkeit berechnen, die man dann auch beobachten kann.

    Was ich damit sagen will:

    Natürlich ist eine Behauptung ins Blaue, die letztlich auf gar nichts fusst, keine Vorhersagen leistet, nicht überprüfbar ist oder auf “magisches Denken” zurück geht, unbrauchbar.

    Es könnte jedoch sein, dass wir nicht alle Erkenntnisse auf klassische, empirische Weise gewinnen können, sondern nur innerhalb der Mathematik, die ein Formalismus ist, der sich selbst trägt und nicht zwingend 1:1 die (physikalische) Realiltät widerspiegelt.

    Mathematik ist exakt und Aussagen können klipp und klar bewiesen werden. Davon hat sich die Physik schon längst verabschiedet. Quanten- und Relativitätstheorie sind beide ziemlich gut, widersprechen sich aber in einigen Details. Das ist unbefriedigend und die Physiker versuchen, diese Widersprüche zu bereinigen. Von einem 1:1 kann man aber in der Physik prinzipiell nicht sprechen, und Physiker geben immer auch einen Fehler an, der in ihren Rechnungen stecken müsste. Man kann die Realität besser und immer besser berechnen, aber exakt wird es wohl nie gehen.

    Es könnte sogar noch schlimmer sein, nämlich dass wir nicht alle Erkenntnisse überhaupt gewinnen können.

    Davon sollten wir leider ausgehen. Harald Lesch spricht in dem Zusammenhang gerne vom “Rand der erkennbaren Wirklichkeit”.

  54. #54 rolak
    30. September 2020

    solche Philosophen tatsächlich

    Ja selbstverständlich doch, Captain, dennoch wage ich es zu bezweifeln, daß das HowGelaber anteilig in der Philosophie signifikant mehr interessierte Zuhörer findet als im Bereich NaWi. Gelaber bleibt eben Gelaber…

  55. #55 Captain E.
    30. September 2020

    @rolak:

    Ja selbstverständlich doch, Captain, dennoch wage ich es zu bezweifeln, daß das HowGelaber anteilig in der Philosophie signifikant mehr interessierte Zuhörer findet als im Bereich NaWi. Gelaber bleibt eben Gelaber…

    Nun ja, so etwas ist immer schwer zu quantifizieren. Aber falls sich selbst bei von Physik völlig unbeleckten Philosophen niemand dafür interessieren sollte, dann tut das niemand. Physiker oder andere Wissenschaftler mit zumindest einer Spur von physikalischem Verständnis können die TOE natürlich nicht ernst nehmen. Selbst hier tut es ja niemand.

  56. #56 rolak
    30. September 2020

    selbst bei von Physik völlig unbeleckten Philosophen niemand

    Hat das Zeug, die zum quantitativen Bemessen der Weltfremdheit genutzte BasisEinheit zu werden.

  57. #57 Spritkopf
    30. September 2020

    In der Philosophie ist es statthaft, basierend auf Fakten, die in nichts durch die Realität gedeckt sind, Spekulationen zu betreiben.

    *HustJochenKirchhoffHust*

  58. #58 How?(Lennon)
    30. September 2020

    @Adam

    Der Grundgedanke ist der:
    Ein Riesenstern explodiert zur Supernova und diese kollabiert wiederum zum Schwarzen Loch.
    Durch diesen Vorgang oder auch nur aus dem S. Loch heraus bildet sich eine Galaxie (ich weiß, alles hypothetisch).

    In der Supernova, je nach Größe, entstehen als schwerste Elemente “unendlich” schwere radioaktive Atome, die “unendlich” kurzlebig sind.

    Meine Vermutung ist nun, dass diese Atome wiederum nichts anderes sind als mikrokosmische S. Löcher und mikrok. Riesensterne/Supernovae wenn diese Atome zerfallen, also explodieren z.B. durch Spontane Spaltung.
    Und so geht das ewig weiter.
    Downsizing.
    Eigentlich ganz einfach.

  59. #59 How?(Lennon)
    30. September 2020

    @Adam

    Umkehrschluss:
    Unser Universum ist ebenfalls nichts anderes als eine Supernova.
    Der Urknall ist bzw. war also eine Supernova im nächst größeren Kosmos.

  60. #60 Jan
    30. September 2020

    @How?(Lennon):
    Du hast also nicht verstanden, was der Begriff “Theory of Everything” bedeutet.

  61. #61 How?(Lennon)
    30. September 2020

    @Adam

    Insofern denke ich auch, dass Sch. Löcher, genau wie radioaktive Atome, sich nach einer gewissen (“unendlich langen”) Zeit wieder zu Riesensternen entwickeln und durch S.nova wiederum eine gewisse Masse “absprengen” usw..

  62. #62 How?(Lennon)
    30. September 2020

    TOE oder Weltformel ohne “” habe ich nie geschrieben, soweit ich weiß.
    Aber wie gesagt, Weltinterpretation, Jan, Weltinterpretation.

  63. #63 Jan
    30. September 2020

    @How?(Lennon):
    Falls “Weltinterpretation” ein Euphemismus für “Unfug” sein soll, dann ja.

  64. #64 PDP10
    1. Oktober 2020

    @How?(Lennon):

    TOE oder Weltformel ohne “” habe ich nie geschrieben, soweit ich weiß.
    Aber wie gesagt, Weltinterpretation, Jan, Weltinterpretation.

    Zahlen, Daten, Fakten?

    Überprüfbares?

  65. #65 PDP10
    1. Oktober 2020

    @Captain E. #52:

    Spätestens seit ich ein Interview mit Richard David Precht gelesen haben, in der er sein neues Buch beworben hat, bin mir sicher, dass es solche Philosophen tatsächlich gibt.

    Ja. Aber ist das eine Aussage über alle Philosophen?

    Abgesehen davon, hast du dir ausgerechnet auch noch das offensichtlichste und peinlichste Beispiel raus gesucht 🙂

    Wie sagte Thomas Freytag noch über Precht?

    “Viele sagen ja er ist für die Philosophie das, was die Aliierten für Dresden waren.”

    Bis du dir wirklich sicher, dass alle Philosophen sich mit etwas derartig “profanem” wie Zahlen, Symbolen und Formeln beschäftigen?

    Alle nicht. Aber viele schon.

    Siehe Bertrand Russells Principia Mathematica. Und das ist nur ein Beispiel.

  66. #66 How?(Lennon)
    1. Oktober 2020

    Abend

    Ich habe vergessen, den Bogen zum Thema DM zu spannen.
    Die stabilen Atome dieser Mikrosupernovae würden sich demnach zu DM verdichten. Genau wie zu Photonen und Quantenfeldern.

    Zahlen, Daten, Fakten, Überprüfbares:
    Die Welt größer als der Makrokosmos und kleiner als der Mikrokosmos können wir wohl nie Messen.
    Aber das “Puzzle” passt logisch immerhin soweit zusammen, dass die Vermutung zumindest im Bereich des Möglichen liegt.
    Wir haben nur Teile und wir können nur gedanklich und intuitiv ausprobieren. Mehr bleibt nicht.

  67. #67 Adam
    Berlin
    1. Oktober 2020

    Aus der Masse genau eines (in Zahlen: 1) Sterns soll dann via “Übergang” eines Schwarzen Loches (mit ebenfalls der Masse dieses Ex-Sterns) eine ganze Galaxie werden mit der Masse von ~ 400 Mrd. Sternen?

    Es gab mal eine Zeit bevor ich Agnostiker wurde, da war ich Christ. Ich erinnere mich an die wundersame Brot- und Weinvermehrung, sicher schon mal gehört. Klingt für mich ungefähr genauso.

    Aber gut, wenn du eine “Weltinterpretation” abgeben möchtest, mache ich das auch mal. Meine geht so:

    Da sitzt irgendwo ein Teenie vor seinem Computer und hat ein neues Spiel downgeloadet. Eine Mixtur aus Action, Strategie, Simulation, ein bisschen Racing, Knobel und Rätsel, etwas schräger Humor, Kriegsgeballere und Horror, garniert mit einer Prise Kunst und sphärischer Musik.

    Er hat keinen Plan, wohin sich das Ganze entwickeln wird, er kann es nur anwerfen und dann mehr oder minder zuschauen, eingreifen jedoch nicht mehr. Eigentlich ist es mehr ein Film für ihn. Er könnte ihn zum Ende vorspulen und gucken, wie er ausgeht, aber dann wäre der Fun ja weg. Also sitzt er da, knabbert Chips und schaut, was so passiert in seiner Multi-Simulation.

    Irgendwo und irgendwann in diesem Spiel, das letztlich nur ein Algorithmus ist, also eine Ansammlung von Regeln und kausalen Zusammenhängen abstrakter Informationen, die erst durch ihre Wechselwirkung untereinander einen gewissen Sinn ergeben – Zusschauer bzw. Spieler vorausgesetzt – und wo die Grafik zwar super ist, aber letztlich auch nur ein Fake, ein paar Texturen, ein bisschen Oberflächenbeleuchtung, alles tapeziert auf einem Drahtgittermodell, das auch nur abstrakte Informationen sind – irgendwo und irgendwann da drin entstehen so eigenartige Figuren und fragen sich, was das alles soll, wie es enden wird und wie es begonnen hat.

    Sie grübeln, stellen Betrachtungen an, verwerfen diese wieder. Sie bringen sich sogar gegenseitig um, weil sich einige Gruppen auftaten, die es besser wussten als andere – oder auch nicht.

    Während ausserhalb des Spiels der Teenie von seiner Mutter einen EInlauf bekommt, wann er denn gedenkt endlich mal das blöde Spiel auszumachen und statt dessen sein Zimmer aufzuräumen. Irgendwann macht er es wirklich und dann ist das Spiel einfach vorbei.
    Plopp.

    Verstehst du das Problem bei solchen “Theorien”, die du Weltinterpretation nennen kannst oder wie auch immer du magst? Jeder kann dabei alles sagen, alles wird möglich, nichts muss einen Sinn ergeben, nichts muss als Erkenntnis aufeinander aufbauen, belegbar sein, kausal sein, nachvollziehbar sein, nix dergleichen. Es unterscheidet sich dann nicht mehr von Glauben. Und da gab es mal einen Deal sowas doch bittschön zu lassen. Schimpft sich Empirie.

    Nein, vielleicht wird die keine phantastischen Erkenntnisse liefern, vor allem nicht so schnell, wie man das gerne hätte und wenn, dann auch nur sehr mühsam. Aber wenn man auf sie verzichtet und jeder wieder alles behauptet, machen wir eine Reise zurück in unserer Entwicklung. Auf gut deutsch: Wir verblöden.

    Fände ich jetzt nur so semi-toll, um ehrlich zu sein.

  68. #68 Captain E.
    1. Oktober 2020

    @PDP10:

    Ja. Aber ist das eine Aussage über alle Philosophen?

    Nein! Hattest du denn etwa den Eindruck, ich hätte einen Generalverdacht gegen alle Philosophen ausgesprochen?

    Abgesehen davon, hast du dir ausgerechnet auch noch das offensichtlichste und peinlichste Beispiel raus gesucht

    Wie sagte Thomas Freytag noch über Precht?

    “Viele sagen ja er ist für die Philosophie das, was die Aliierten für Dresden waren.”

    Er ist halt ein sehr plakativer Typ. Zumindest habe ich es korrekt erkannt, dass Precht ein gutes Beispiel für vieles ist, was man an Philosophie hassen kann. Philosophen wie Precht liefern reihenweise Gründe dafür, aus der Wissenschaft Philosophie eine wissenschaftliche Methode zu machen, die in anderen Wissenschaften als Hilfsmittel verwendet wird, und den laden ansonsten zu schließen.

    Alle nicht. Aber viele schon.

    Siehe Bertrand Russells Principia Mathematica. Und das ist nur ein Beispiel.

    Wer eine “Principia Mathematica” verfasst, würde einem “How?(Lennon)” aber ähnlich unangenehme Fragen stellen wie wir. Der oben erwähnte TV-Philosoph wäre dagegen so jemand, der sich mit Begeisterung auf die TOE stürzen könnte. Oder eben auch nicht.

    Worauf ich aber hinaus wollte: Welcher Wissenschaftler würde sich mit so etwas beschäftigen wollen? Physiker sicherlich nicht. Allenfalls der eine oder andere theoretische Physiker fände den Gedanken erwähnenswert, aber so ganz ohne Modell und Mathematik würde er auf diesen Mangel hinweisen.

    Mathematiker würden nach der Mathematik hinter der Idee fragen und sich schlapp lachen ob der Behauptung, die TOE wäre ob ihrer Unendlichkeiten prinzipiell unberechenbar. Eigentlich gilt das für alle Naturwissenschaftler, aber auch Mediziner und Ingenieure könnten nicht viel damit anfangen. Und was die Geisteswissenschaftler angeht, da sind mir halt nur die Philosophen eingefallen. Für Juristen, Linguisten, Archäologen oder Historiker sind solche kosmologischen Erwägungen auch viel zu weit entfernt.

    Oder anders gesagt: Der eine oder andere Philosoph könnte interessiert sein, aber das heißt nicht, dass das für jeden gelten muss.

  69. #69 Spritkopf
    1. Oktober 2020

    @Captain E.

    Der oben erwähnte TV-Philosoph wäre dagegen so jemand, der sich mit Begeisterung auf die TOE stürzen könnte. Oder eben auch nicht.

    Prechts neuere Werke (oder Aussagen) kenne ich nicht, aber zumindest in seinen früheren Interviews oder Talkshow-Auftritten machte er mir ganz und gar nicht den Eindruck, dass er auf abseitigen Schwurbelkram à la How-Lennon abfährt. Vielmehr, dass er sich in seinen Ansichten zu den Naturwissenschaften an das hält, was einigermaßen sicher belegt ist.

    Der von mir schon erwähnte Jochen Kirchhoff (bei der Tube zu finden mit unzähligen Videos der Kategorie “Kopf->Tischkante”) ist da eine ganz andere Nummer.

  70. #70 How?(Lennon)
    1. Oktober 2020

    @Adam

    Ja genau.
    Die Masse des ursprünglichen Riesensterns/S.Lochs war die gleiche wie die Masse der daraus entstehenden Galaxie. Falls sie nicht mit einer anderen fusioniert.
    Genau wie, eine Kosmenstufe größer, sich aus der Singularität unser Universum/Kosmos entwickelte.
    Genau wie sich, eine Kosmenstufe kleiner, ein quasi unendlich schweres Atom, die sich definitiv in riesigen Supernovae bilden, radioaktiv aufteilt.

    Die Ähnlichkeiten sind einfach zu groß/auffällig um ignoriert oder als Spinnerei abgetan zu werden.

  71. #71 Adam
    Berlin
    1. Oktober 2020

    @How?(Lennon)

    Es ist gar nicht relevant, ob es eine Spinnerei ist, weil es vorher noch etwas anderes ist, nämlich schlicht falsch, unverständlich und unlogisch.

    Aber das wird nix daran ändern, dass du daran festhälst. Das ist okay, nur hat es soviel mit Wissenschaften zu tun, wie Trump mit gutem Frisurgeschmack (oder vielen anderen Dingen).

  72. #72 Adam
    Berlin
    1. Oktober 2020

    @Captain E.

    Spätestens seit ich ein Interview mit Richard David Precht gelesen haben, in der er sein neues Buch beworben hat, bin mir sicher, dass es solche Philosophen tatsächlich gibt. Er hat da eine völlig persönliche Mixtur aus Abneigung und Vorlieben zum Standard erklärt und philosophiert davon ausgehend zusammen, dass wir alle daraus Schlüsse für unser Leben ziehen sollten. Anderslautende Fakten waren ihm dabei völlig egal und wurden von ihm also auch einfach ignoriert.

    Weisst du noch, wo das Interview war oder hast du einen Link dazu? Würde mich mal interessieren. Nicht, weil ich dir nicht glauben würde, sondern um es mal selbst zu sehen.

    Mein Wissen über Precht ist beschränkt, habe seine Bücher nicht gelesen, nur ein paar Interviews mitbekommen und auf mich machte er bisher einen wenig abgehobenen, eher abgeklärten Eindruck. Ob er auch ein guter oder schlechter Philosoph ist, kann ich nicht beurteilen. Dazu müsste ich erst mal wissen, was einen guten oder schlechten hierbei ausmachen würde.

    Philosophie ist Denken über das Denken. Während alle anderen Wissenschaften also quasi Kampfsportarten sind, die Regeln haben, z.B. keine Schläge unterhalb der Gürtellinie, ist Philosophie ein Vollkontaktsport regelbefreiter Art. Historisch waren Philosophen, Naturwissenschaftler, Politiker und Rhetoriker mal alles ein und dasselbe, es trennte sich erst später auf. Eine der Folgen davon ist, dass Philosophie der breiten Masse sehr losgelöst von allem erscheinen kann, weil sie das ja auch wurde. Dadurch entsteht ein Legitimationsverlust in großen Teilen der Gesellschaft. Die berühmte Frage: “Wofür ist das gut?”, mit der sich auch Mathematiker schon in der Schule rumplagen müssen und dabei genauso genervt reagieren.

    Ich glaube, dass Precht ein guter Selbstvermarkter ist, der die gesellschaftliche Nachfrage bedient, die aus der “Marktlücke” zwischen Wissenschaften und Religionen entsteht. Wissenschaften beschreiben und erklären nur, deuten aber nichts und meiden Imperative, bei Religionen läuft es genau umgekehrt. Wem die Wissenschaft alleine also für Konklusionen, die sich aus ihr ergeben (siehe z.B. Klimakatastrophe) nicht reicht, der gleichzeitig aber keinen Halt mehr in Religionen findet, gleichwohl aber eine Art geistigen Vordenker braucht, für den sind Leute wie er genau das Richtige.

    Jetzt kann man sich natürlich darüber streiten, was nun schlechter ist: jemand, der möglicherweise einfach nur persönliche Meinungen in einen hochgeistig anmutenden Überbau steckt und damit scheinbar legitimiert, dafür aber der breiten Masse zugänglich, verständlich macht, diese zum Nachdenken anregt – oder jemand, der subjektive Aspekte so weit es geht meidet, allgemeingültige Maximen nachweisbarer Art liefert (wofür er dann auch die Hilfe anderer Domänen bräuchte, z.B. der Psychologie und Soziologie), dafür aber niemanden erreicht und in Wolkenkuckusheim verortet wird. Wahrscheinlich ist beides gleichermaßen schlecht.

    Doch dasselbe trifft letztlich auch auf die Wissenschaften zu, welche das Problem nur schwer überwinden und die Lücke nicht schließen können, aus prinzipiellen Gründen schon nicht.
    Ergo: Pattsituation.

  73. #73 Captain E.
    1. Oktober 2020

    @Adam:

    Das war ein Zeitungsartikel, und wenn es den noch online geben sollte, ist er bestimmt hinter einer Bezahlschranke versteckt.

    Es ging dabei um ein neues Buch, in dem über die menschliche Ernährung philosophiert. So weit, so gut. Klar kann man die Massentierhaltung anprangern und sich deshalb in Fleischverzicht üben. Oder man kann noch persönlicher den Geschmack nicht mögen. Man kann sogar versuchen, missionarisch auf die Mitmenschen einzuwirken, wobei man dann natürlich Gefahr läuft, auf unwirsche Reaktionen zu stoßen.

    Was man aber eben nicht machen sollte, ist völlig unbewiesene Behauptungen aufzustellen. Noch schlimmer ist es natürlich widerlegte Behauptungen aufzustellen. So argumentiert Precht laut dem Interview eben nicht (nur) mit dem Leid der Tiere oder gesundheitlichen Vorzügen, sondern stellt frech die Behauptung als Faktum hin, der Mensch könne Fleisch gar nicht richtig verdauen. Das Kochen gäbe es erst seit einigen tausend Jahren, und wer hätte schon mal versucht, rohes Fleisch zu essen?

    Tja, er hätte vielleicht mal vor dem Spiegel breit lächeln sollen. Dann wäre ihm vielleicht aufgefallen, dass er kein Pflanzenfressergebiss gesehen hätte. Und auf die Frage nach dem Genuss rohen Fleisches: Ja, habe ich! Mett, Tatar und ich meine, auch Carpaccio. Alles roh! Selbst geräucherter Schinken ist eher roh als gekocht.

    Der wahrscheinlich größte Schnitzer ist ihm natürlich mit dem Kochen passiert, denn diese Erfindung ist keine des Homo sapiens, sondern bereits eines früheren Homos, Homos Erectus möglicherweise. Mit anderen Worten: Das Kochen gibt es länger als den modernen Menschen, und es hat dessen Entwicklung fast sicher entscheidend mit geprägt. Durch gekochte Nahrung konnte sich unser Gehirn erst zu dem entwickeln, was es heute ist.

    Was bleibt angesichts dieser Schnitzer noch von der Grundaussage seines Buches übrig? Wenig bis gar nichts.

  74. #74 How?(Lennon)
    1. Oktober 2020

    @Adam

    Es ist absolut logisch.
    Allein diese extremen Übereinstimmungen:

    Stern – massereich, kurzes Leben
    explodiert durch Supernova zu einem Gebilde, so groß wie eine ganze Galaxie

    Radioaktives Atom(Transuran) – schwer, kurzes Leben
    – explodiert durch Spontane Spaltung in unterschiedlich große Teile, die sich wiederum durch S.S. teilen oder “gemäßigt” zerfallen

    Stern – massearm, langes Leben
    – bläht sich nur gemäßigt auf, verflüchtigt sich
    – am Ende bleibt nur ein Klumpen Metall übrig

    Radioaktives Atom(Uran) – leicht, langes Leben
    – zerfällt fast nur gemäßigt über Zwischenstadien
    – am Ende bleibt nur ein Blei-Atom übrig

    Das Einzige, was ich zu diesen Fakten hinzuinterpretiere, ist, dass ein Schwarzes Loch nur eine ruhige, “stabile” Zwischenstufe zwischen den “Sternwerdungen” und Supernovae ist.
    Entsprechend den ruhigen, “stabilen” Zwischenstufen zwischen den S.S.-Zerfällen eines schweren Transurans(das es auf der Erde nicht gibt).

  75. #75 Adam
    Berlin
    1. Oktober 2020

    @Captain E.

    Ah, jetzt verstehe ich. Ja, sehe ich ähnlich.

    Homo Sapiens war schon immer ein Omnivor, was ja noch nichts darüber aussagt, was wir essen sollten. Wenn Precht da also falsche wissenschaftliche Aussagen hinein mischt, um auf diese Weise zu einem moralischen Umdenken zu führen (denn natürlich ist Fleisch in vielerlei Hinsicht problematisch, nicht zuletzt im Hinblick auf die Tiere selbst), ist das mindestens problematisch.

    Dennoch sollte man da in meinen Augen nicht alles über einen Kamm scheren und damit alle Aussagen von Precht ablehnen. Denk an Percival Lowell, der Schiaparellis Mars Canali fehlinterpretierte. Denk an Fred Hoyle und Einstein, die vehement am Steady State Universum festhielten, obwohl sie Edwin Hubbles Expansion akzeptiert hatten. Einstein lehnte zunächst auch die Quantenmechanik ab oder wurschtelte mit seiner kosomologischen Konstante rum, die er als seinen größten Fehler bezeichnete – die dennoch eine wichtige Rolle spielt, obwohl sie als “falscher Trick” begann.

    Wir sind alle nur Menschen und machen Fehler. Das ist auch gut so, andernfalls wären wir Götter. Und auf die Verantwortung einer Gottheit hätte ich keinen Bock, das würde mich überfordern 😛

    @How?(Lennon)

    Bei einer Supernova wird jede Menge Zeugs, was vorher im Stern war, ausgebreitet. Das kann sich verdichten und daraus ein neuer Stern mit oder ohne Planetensystem werden. Der Kern kann zu einem dichten Objekt zusammen fallen, das komisch (weisser Zwerg), noch komischer (Neutronenstern) oder abenteuerlich komisch (Schwarzes Loch) wird.

    Aber in all den Fällen entsteht kein Universum daraus.

    Du kannst das akzeptieren oder auch nicht. Wenn du es akzeptierst, bist du auf Seite rationaler Wissenschaft, dann überdenkst du deine Theorie oder kippst sie in die Tonne. Das ist nicht schön für deine Theorie, aber gut für Logik, Verstand und Wissenschaft und damit letztlich auch für dich. Wenn du es nicht akzeptierst, spielst du in einer eigenen Liga, in der du alle Möglichkeiten der Welt hast – bis auf Logik, Verstand und Wissenschaft, die kehren dir dann den Rücken zu. Das ist schön für dein Ego und deine Theorie, aber für sonst nichts und niemanden.

    Du hast die Wahl.

  76. #76 How?(Lennon)
    1. Oktober 2020

    @Adam

    Genau.
    Aus dem Zeugs können neue Sterne entstehen – oder Riesensterne, die wiederum in Form von Supernovae explodieren usw..
    So entsteht eine ganze Galaxie, die begrenzt durch ihren Halo, für mich nichts weiter als ein Kosmos/Universum ist.
    In unserer Milchstraße gibt es übrigens nicht nur das zentrale S. Loch, sondern noch weitere kleinere.
    Außerdem waren die Riesensterne/Supernovae im jungen Universum noch viel, viel größer und zahlreicher.
    Eigentlich könnte man alles folgendermaßen beschreiben: Explosionen in Explosionen in Explosionen, usw..
    Das alles spricht für ein allumfassendes Downsizing(Gott?). Die “Welt” breitet sich so immer weiter aus und wird dadurch immer feiner(feinstofflicher) und das endlos.
    Und was der Auslöser war oder ob es überhaupt einen gab werden wir definitiv nie erfahren – oder viell. beim Sterben? Und jetzt sind wir beim Religiösen, was mich aber nicht mehr wirklich interessiert. Durch die Nahtoderfahrungen wissen wir ja glücklicherweise, dass der Prozess ein geiles Feeling auslöst…wie alles was wir von Natur(Gott?) aus machen müssen.

  77. #77 Adam
    Berlin
    2. Oktober 2020

    “Wenn A, dann C, aber nicht C, weil B durch A gleich C ist, aber nur wenn Ostern auf Weihnachten fällt und ausserdem ist A = 0 und B gleich A, aber nicht null und überall explodiert was und Astralreisen sind nunmal geil. Quod erat demonstrandum!!!111”

    So liest es sich.

    Ich kann dir nur den Tipp geben: was auch immer du nimmst, nimm weniger davon. Nicht böse gemeint.

  78. #78 Captain E.
    2. Oktober 2020

    @How?(Lennon):

    Es ist absolut logisch.

    Stimmt, mit einigen Ausnahmen, wie etwa deiner TOE, denn die ist ziemlich unlogisch.

    Allein diese extremen Übereinstimmungen:

    Stern – massereich, kurzes Leben
    explodiert durch Supernova zu einem Gebilde, so groß wie eine ganze Galaxie

    Radioaktives Atom(Transuran) – schwer, kurzes Leben
    – explodiert durch Spontane Spaltung in unterschiedlich große Teile, die sich wiederum durch S.S. teilen oder “gemäßigt” zerfallen

    Stern – massearm, langes Leben
    – bläht sich nur gemäßigt auf, verflüchtigt sich
    – am Ende bleibt nur ein Klumpen Metall übrig

    Radioaktives Atom(Uran) – leicht, langes Leben
    – zerfällt fast nur gemäßigt über Zwischenstadien
    – am Ende bleibt nur ein Blei-Atom übrig

    Das haut aber vorne und hinten nicht hin. Tritium (H-3) hat eine Halbwertszeit von 12 Jahren, sein Isobar He-3 ist stabil. Das doppelt so schwere He-6 zerfällt mit einer Halbwertszeit von 806,7 Millisekunden, dessen Isobar Li-6 dagegen stabil. He-5 hat dagegen eine Halbwertszeit von 0,7618 Zeptosekunden.

    Bei den schweren Elementen sieht es für dich aber nicht besser aus. U-234 hat eine Halbwertszeit von 245.500, U-235 von 703.000.000 und U-238 4.468.000.000 Jahren, U-237 dagegen nur 6,75 Tagen und U-239 sogar nur 23,45 Minuten. Und wenn wir uns noch einmal U-239 betrachten, dann zerfällt dieses per Betazerfall zu dem Isobar Np-239, das eine Halbwertszeit von 2,355 Tagen hat, und dessen Tochternuklid/Isobar Pu-239 kommt dann bereits wieder auf 24.110 Jahre.

    Mit anderen Worten: Die Masse der Elemente hat mit ihrer Lang- oder Kurzlebigkeit nicht viel zu tun. Da sind andere Prozesse am Werke. Stabile Sterne kann es auch gar nicht geben, stabile Atomkerne dagegen schon.

    Das Einzige, was ich zu diesen Fakten hinzuinterpretiere, ist, dass ein Schwarzes Loch nur eine ruhige, “stabile” Zwischenstufe zwischen den “Sternwerdungen” und Supernovae ist.
    Entsprechend den ruhigen, “stabilen” Zwischenstufen zwischen den S.S.-Zerfällen eines schweren Transurans(das es auf der Erde nicht gibt).

    Transurane sind allerdings dermaßen instabil, dass “Stabilität” ausgesprochen relativ zu sehen ist. Auch da vermag ich keine direkte Analogie zwischen Atomkernen und stellaren Objekten zu erkennen.

  79. #79 How?(Lennon)
    2. Oktober 2020

    @Adam

    Wer sagt denn, dass es zu Zeiten des Beginns der Entstehung von Galaxien wie unserer, nicht solche gewaltigen Riesensterne gab, aus denen sich nach ihrer Supernova wiederum kleinere Riesensterne entwickelten usw.?
    Nochmal und das ist erwiesen: Damals war im Universum alles viel gewaltiger.

  80. #80 Captain E.
    2. Oktober 2020

    @Adam:

    Ah, jetzt verstehe ich. Ja, sehe ich ähnlich.

    Homo Sapiens war schon immer ein Omnivor, was ja noch nichts darüber aussagt, was wir essen sollten. Wenn Precht da also falsche wissenschaftliche Aussagen hinein mischt, um auf diese Weise zu einem moralischen Umdenken zu führen (denn natürlich ist Fleisch in vielerlei Hinsicht problematisch, nicht zuletzt im Hinblick auf die Tiere selbst), ist das mindestens problematisch.

    Es ist allerdings auch problematisch, den Fleischverzehr komplett abzuschaffen. Da gab es einst ein Werbeplakat, auf dem eine Kuh mit ihren braune Kuhaugen den Betrachter anschaut und ihn per Bildunterschrift bittet: “Bitte lass mir meine Milch für mein Kälbchen!” Das Problem ist dabei allerdings, dass es ohne die Verwendung der Milch für die menschliche Ernährung womöglich weder die Kuh noch ihr Kälbchen gäbe. Es war ein Tier einer Haustierrasse, und wer hätte für seine Existenz gesorgt, wenn niemand es hätte nutzen wollen? Gut, aus landschaftspflegerischen Gründen könnte man eine kleine Zahl an Nutztierrassen am Leben halten, nur was täte man dann mit den toten Tieren?

    An der modernen Massentierhaltung kann man vieles kritisieren, keine Frage. Zugleich gibt es aber zig alte Haustierrassen, die für diese Massentierhaltung gar nicht mehr infrage kommen. Will man diese Rassen erhalten, kann man den Vegetariern nur zurufen: “Esst diese Tiere, denn sonst sterben sie aus!” Der Verzehr des Fleisches dieser alten Rassen erhält sie am Leben und geht gegen die Massentierhaltung an. Sollten Schweine Philosophie betreiben, käme so ein Schweine-Philosoph vielleicht zu der pragmatischen Erkenntnis: “Am Ende werden wir eh alle aufgefressen. Es kommt daher vor allem darauf an, wie man bis dahin sein Leben verbringt.”

    Übrigens: Die positiven Aspekte des Fleischverzehrs (Nährstoffe) kann man natürlich auch mittels der sehr viel effizienteren Insekten abdecken. Erstaunlicherweise verspüren viele Menschen Ekel bei dieser Vorstellung, aber das wäre es doch! Fleischverzehr durch Züchten von Insekten und extensiv gehaltenen klassischen Haustieren, Wild und ansonsten viel pflanzliche Kost.

    Und ja, ich habe schon Insekten probiert. Das schmeckt ein wenig anderes als Fleisch von einem Vogel, einem Fisch, einem Reptil oder einem Säugetier, aber eklig war es nicht.

    Dennoch sollte man da in meinen Augen nicht alles über einen Kamm scheren und damit alle Aussagen von Precht ablehnen. Denk an Percival Lowell, der Schiaparellis Mars Canali fehlinterpretierte. Denk an Fred Hoyle und Einstein, die vehement am Steady State Universum festhielten, obwohl sie Edwin Hubbles Expansion akzeptiert hatten. Einstein lehnte zunächst auch die Quantenmechanik ab oder wurschtelte mit seiner kosomologischen Konstante rum, die er als seinen größten Fehler bezeichnete – die dennoch eine wichtige Rolle spielt, obwohl sie als “falscher Trick” begann.

    Florian hat gerade ein populärwissenschaftliches Buch, dass sich laut Titel um das äußere Sonnensystem und den hypothetischen Planeten Neun handelt, in einem Beitrag rezensiert. Ihm als Astronomen sind reihenweise Fehler aufgefallen. Wen das Thema interessiert und keine darüber hinaus reichende Kenntnisse hat, muss die Fakten des Buchs für bare Münze nehmen. Ähnliches könnte dem Leser diese Vegetarierbuchs von Precht passieren, so dass er in privaten Diskussionen fälschlicherweise behaupten würde, Kochen sei eine neue Erfindung und der Mensch könne kein rohes Fleisch vertragen.

    Apropos “vertragen”. Es geht eigentlich eher um das “verzehren”. Der menschliche Kiefer ist zum Kauen rohen Fleisches nicht sehr gut geeignet. Soweit hat Precht ja recht, nur hat sich der aufgrund des Genusses gekochten Fleisches immer weiter zurück gebildet. Wir müssen also als moderne Menschen heute unser Fleisch sehr klein schneiden oder eben kochen. Unsere frühen Vorfahren mussten das noch nicht tun. Völker wie die Inuit in der Arktis, ebenso Homo sapiens wie wir, haben das vor einigen Jahrzehnten allerdings auch noch regelmäßig getan. Dass sie es heute weniger tun, hat zivilisatorische Gründe. Precht hätte bei seiner Buchrecherche allerdings auch darauf stoßen müssen, wenn er sauber gearbeitet hätte.

    Tja, Hoyle und Einstein wurden beide widerlegt und mussten damit leben, auch wenn wir Hoyle den schönen Begriff “Big Bang” und Einstein die kosmologische Konstante verdanken.

    Wir sind alle nur Menschen und machen Fehler. Das ist auch gut so, andernfalls wären wir Götter. Und auf die Verantwortung einer Gottheit hätte ich keinen Bock, das würde mich überfordern

    […]

    Wer will das schon? Aber wenn jemand einen Fehler begeht, hat er halt auch keinen Anspruch darauf, dass alle ihm dafür zujubeln. Je größer und offensichtlicher der Fehler, desto mehr verdient man sich dann auch die einsetzende Kritik.

  81. #81 How?(Lennon)
    2. Oktober 2020

    @Captain E.

    Ach komm, das sind Atome, die indirekt oder künstlich entstehen. Transurane bis quasi unendlich schwer entstehen aber definitiv in Supernovae, vor allem in Urzeit-Supernovae. Und selbstverständlich gibt es immer Ausnahmen.

    Ich habe nichts von stabilen Sternen geschrieben.
    Die stabilen Elemente, bzw. deren Kerne entsprechen den Planeten.
    Elektronen entsprechen den Monden, Gesteinsbrocken usw..

    Klar ist Stabilität relativ. Wenn man sich ein Transuran in einer Größenordnung eines Universums vorstellt, ist “unendlich” kurz plötzlich “unendlich” lang.

  82. #82 How?(Lennon)
    Great Keppel Island
    2. Oktober 2020

    @Adam

    Auch ich bin ein Mensch und mache (Flüchtigkeits-)Fehler.
    Es muss genau heißen: Explosion in vergangener Explosion in vergangener Explosion usw..

  83. #83 Captain E.
    2. Oktober 2020

    @How?(Lennon):

    Ach komm, das sind Atome, die indirekt oder künstlich entstehen. Transurane bis quasi unendlich schwer entstehen aber definitiv in Supernovae, vor allem in Urzeit-Supernovae. Und selbstverständlich gibt es immer Ausnahmen.

    Das gilt aber nur für irdische Bedingungen. Im All entstehen all diese Atomkerne. Die kurzlebigen sind halt ziemlich schnell wieder weg. Tritium ist allerdings ziemlich häufig und kommt auch auf der Erde vor.

    Sieh es einfach ein: Für deine Analogie gibt es in der Kernphysik einfach viel zu viele dieser Ausnahmen.

    Und wo du schon bei den Transuranen warst: Die bei vielen der langlebigeren Radon-, Radium-, Thorium-, Polonium-, Uran- und Transuranisotopen typische Alphastrahlung wirst du auf stellaren Skalen nicht wiederfinden können.

    Ich habe nichts von stabilen Sternen geschrieben.
    Die stabilen Elemente, bzw. deren Kerne entsprechen den Planeten.
    Elektronen entsprechen den Monden, Gesteinsbrocken usw..

    Nur dass das Verhalten von Elektronen mit Monden nicht die geringste Ähnlichkeit hat, nicht wahr? Und was wären dann Isotope wie Tritium H-3, Be-7, Be-10 oder C-14 für dich? Die sind allesamt instabil, kommen aber natürlicherweise vor.

    Klar ist Stabilität relativ. Wenn man sich ein Transuran in einer Größenordnung eines Universums vorstellt, ist “unendlich” kurz plötzlich “unendlich” lang.

    Was ja nichts daran ändert, dass deine Analogie dermaßen hinkt, dass sie hart auf die Nase fällt.

  84. #84 How?(Lennon)
    2. Oktober 2020

    @Captain E.

    Die gemäßigten, nicht-explosiven Zerfallsarten könnten den Eruptionen entsprechen bzw. der normalen Strahlung der Sterne. Bei “ruhenden” Riesensternen, also den S.L. der Hawkingstrahlung.

    Größere Gebilde als Gesteins-/Eisbrocken entsprechen zusammengeballten/verdichteten Elektronen, was auch gleichzeitig erklären könnte, warum E. nicht lokalisierbar sind. Mal abgesehen von der Unschärfe.
    Die Oortsche Wolke der Sterne bzw. der Halo der Galaxien entsprechen den “Elektronenschalen” bzw. der E.hülle.
    Galaxien sind übr. auch (leicht) schalenartig aufgebaut, vor allem um das S.L. herum.
    “springende” Elektronen entsprechen den Kometen, chaotisch umherfliegenden Gesteinsbrocken, die mit anderen kollidieren, usw..

    Also erstmal sind das sehr seltene Elemente, insofern auch auf der nächst größeren Kosmenstufe wohl kaum zu finden.
    Sie könnten aber bspw. Explosions-Bruchstücke von Sternen-Kollisionen entsprechen.

    Ich finde das alles erschreckend unhinkend.

    Ich bin dann mal weg…für heute.

  85. #85 Captain E.
    3. Oktober 2020

    @How?(Lennon):

    Die gemäßigten, nicht-explosiven Zerfallsarten könnten den Eruptionen entsprechen bzw. der normalen Strahlung der Sterne. Bei “ruhenden” Riesensternen, also den S.L. der Hawkingstrahlung.

    Was soll denn das sein, “gemäßigte, nicht-explosive Zerfallsarten”? Du versuchst doch schon wieder, dir alles so zurecht zu biegen, wie es dir in den Kram passt. Beim Dichten würde man sagen: “Reim dich, oder ich fress dich!”

    Größere Gebilde als Gesteins-/Eisbrocken entsprechen zusammengeballten/verdichteten Elektronen, was auch gleichzeitig erklären könnte, warum E. nicht lokalisierbar sind. Mal abgesehen von der Unschärfe.

    Meines Wissens ballen sich Elektronen nicht zusammen. Sie haben nicht einmal eine Ausdehnung!

    Die Oortsche Wolke der Sterne bzw. der Halo der Galaxien entsprechen den “Elektronenschalen” bzw. der E.hülle.

    Du musst dich schon entscheiden: Entweder entspricht die Oortsche Wolken den Elektronenorbitalen oder den Planeten. Beides zusammen zerschlägt dir deine Analogie völlig.

    Galaxien sind übr. auch (leicht) schalenartig aufgebaut, vor allem um das S.L. herum.

    Na ja, nicht wirklich, oder?

    “springende” Elektronen entsprechen den Kometen, chaotisch umherfliegenden Gesteinsbrocken, die mit anderen kollidieren, usw..

    Das passt auch vorne und hinten nicht.

    Also erstmal sind das sehr seltene Elemente, insofern auch auf der nächst größeren Kosmenstufe wohl kaum zu finden.
    Sie könnten aber bspw. Explosions-Bruchstücke von Sternen-Kollisionen entsprechen.

    Ich sag’s ja: Du versuchst dir alles so zurecht zu biegen, wie es dir gerade in den Kram passt.

    Ich finde das alles erschreckend unhinkend.

    “Erschreckend” stimmt schon, aber nur, dass du dich traust, so eine völlig unausgegorene Idee als physikalische Sensation anzupreisen. Bei deiner TOE stimmt doch nun wirklich gar nichts.

    Ich bin dann mal weg…für heute.

    Hoffentlich zum Studium der Physik? Daran fehlt es bei dir nämlich noch ganz gewaltig.

  86. #86 How?(Lennon)
    3. Oktober 2020

    @Captain E.

    HALT! STOP! FEHLER!

    Das einzige, was du nicht kritisiert hast, ist rechnerisch Quatsch:
    Nämlich meine Aussage, dass die Planeten den stabilen Atomen entsprechen.

    Da die Sonne ja nicht durch eine Supernova(entspr. Spontane Sp.) “zerfällt” und somit einem Uran-Atom oder einem etwas leichteren radioakt. Atom entspricht(viell. bis Radon) dürften die stabilen Elemente also auch nicht so viel leichter sein.
    Außerdem sind die Massen der Planeten ja auch viel zu unterschiedlich.
    Planeten entspr. also den sich zu Kugeln zusammengefügten Elektronen auf ihren Orbitalen.
    Die Oortsche Wolke entspr. definitiv der äußeren Hülle.

    Wieso sollten sich Elektronen nicht zu größeren Gebilden verdichten können?
    Jetzt wirst du sofort kontern: NEIN!!!, minus und minus stoßen sich ab!
    Schon klar. Aber unter bestimmten Bedingungen…
    Positive Kerne(Sterne,S.Löcher) verbinden sich unter best. Bedingungen doch auch.

    Bin für heute wieder weg. Und auf der Uni war ich übr. lange genug(Mineralogie/Philosophie/ Politik).

  87. #87 RainerO
    3. Oktober 2020

    @ How?(Lennon)
    Falls deine behaupteten Uni-Anwesenheiten tatsächlich stimmen sollten, dürfte das einzige, das du dort gelernt hast, das (bar jeglicher Evidenz) freischwebende Schwurbeln der Philosphen sein.

  88. #88 How?(Lennon)
    3. Oktober 2020

    Was soll denn immer dieser Hass auf Philosophen insbes. R.D. Precht? Erfolg, (relativ) gutes Aussehen, Haare?
    Ich finde ja auch, dass er nur Glück hatte, wobei – sein neuestes Buch ist ganz okay. Er weiß auch, dass die alte Welt zu Ende geht, da wird man in den nächsten Jahren wohl auch nichts hinüber retten können. Also, nicht so verbissen sein!
    Ich mach jetzt mal wieder ein Päuschen mit meinem manchmal doch recht anstrengenden Hobby.
    Danke für die Plattform und viel Erfolg weiterhin mit euren Büchern und dem Theater!

    So long!

  89. #89 Captain E.
    5. Oktober 2020

    @How?(Lennon):

    Was soll denn immer dieser Hass auf Philosophen insbes. R.D. Precht? Erfolg, (relativ) gutes Aussehen, Haare?
    Ich finde ja auch, dass er nur Glück hatte, wobei – sein neuestes Buch ist ganz okay. Er weiß auch, dass die alte Welt zu Ende geht, da wird man in den nächsten Jahren wohl auch nichts hinüber retten können. Also, nicht so verbissen sein!
    Ich mach jetzt mal wieder ein Päuschen mit meinem manchmal doch recht anstrengenden Hobby.
    Danke für die Plattform und viel Erfolg weiterhin mit euren Büchern und dem Theater!

    So long!

    Dummschwätzer bleibt Dummschwätzer – das ist das Problem. Und wenn ein Dummschwätzer ein brillanter Selbstvermarkter ist, dann ist das echt übel. Schau dir doch nur mal Typen wie Joseph Beuys an! Schmutzige Badewannen und ranzige Butterblöcke? Meine Güte! Solche Leute haben als Künstler keinerlei Talent. Ihr Talent besteht darin, einer hinreichend großen Menge an Menschen einzureden, dass sie ganz große Kunst betrieben. Dieses Talent war freilich bei Beuys sehr ausgeprägt, und für Precht gilt leider dasselbe.

  90. #90 Captain E.
    5. Oktober 2020

    @How?(Lennon):

    HALT! STOP! FEHLER!

    Das einzige, was du nicht kritisiert hast, ist rechnerisch Quatsch:
    Nämlich meine Aussage, dass die Planeten den stabilen Atomen entsprechen.

    Du drehst es dir auch immer so, wie du es gerade brauchst, oder? Einmal sollen Planeten Atome sein, dann das ganze Sonnensystem. Merkst du was? Deine windigen Annahmen können nicht alle stimmen, also stimmen sie gar nicht. Du bekommst die Widersprüche einfach nicht weg.

    Da die Sonne ja nicht durch eine Supernova(entspr. Spontane Sp.) “zerfällt” und somit einem Uran-Atom oder einem etwas leichteren radioakt. Atom entspricht(viell. bis Radon) dürften die stabilen Elemente also auch nicht so viel leichter sein.
    Außerdem sind die Massen der Planeten ja auch viel zu unterschiedlich.

    Unsere Sonne nicht, aber bis zum Roten Riesen und Weißen Zwerg schafft sie schon, und der ist auch schon ziemlich exotisch.

    Fakt ist: Die Bandbreite der radioaktiven Zerfallsarten bekommst du nicht deckungsgleich mit stellaren Entwicklungen. Atomkerne stoßen Helium-Kerne, Elektronen, Neutrinos und Photonen aus, zuweilen aber auch Positronen, Neon-Kerne oder Neutronen. Es werden Elektronen eingefangen oder Atomkerne ausgestoßen, die ungefähr die Hälfte der ursprünglichen Nukleonen beinhaltet. Und wie schon erwähnt, zerfallen Isotope desselben Elements bei geringfügig anderer Kernmasse zuweilen höchst unterschiedlich. Sterne entwickeln sich ziemlich ähnlich, wenn sie nur etwa gleich schwer sind. Das passt also alles vorne und hinten nicht.

    Planeten entspr. also den sich zu Kugeln zusammengefügten Elektronen auf ihren Orbitalen.
    Die Oortsche Wolke entspr. definitiv der äußeren Hülle.

    Tja, ganz bestimmt nicht!

    Wieso sollten sich Elektronen nicht zu größeren Gebilden verdichten können?
    Jetzt wirst du sofort kontern: NEIN!!!, minus und minus stoßen sich ab!
    Schon klar. Aber unter bestimmten Bedingungen…
    Positive Kerne(Sterne,S.Löcher) verbinden sich unter best. Bedingungen doch auch.

    Tja, wo du es schon selber erwähnst: Genau, Elektronen sind elektrisch positiv geladen und stoßen sich ab. Elektronenanballungen, wie du sie als Analogon für deine TOE benötigst, wird es nicht geben und wurden niemals beobachtet. Und übrigens heißen Neutronensterne so, weil unter dem ungeheuer großen Einfluss der Gravitation die Elektronen in die Atomkerne gedrückt werden und mittels Schwacher Kernkraft mit den Protonen zu Neutronen verschmelzen. Echte Ansammlungen von Elektronen wirst du da auch nicht finden.

    Bin für heute wieder weg. Und auf der Uni war ich übr. lange genug(Mineralogie/Philosophie/ Politik).

    Vielleicht solltest du dich auf Mineralogie beschränken? Deine philosophischen Betrachtungen solltest du wirklich lieber im stillen Kämmerlein betreiben. Und falls du den Eindruck gewonnen haben solltest, dass der letzte Ausweg der Philosophie (“Philosophie muss zu nichts führen.”) hier eher nicht akzeptiert wird, dann kann ich dir eines sagen: Dieser Eindruck stimmt!

  91. #91 How?(Lennon)
    6. Oktober 2020

    @Captain E.

    Grmblfx!
    Wenn du mich so triggerst, wird das nichts mit der wohlverdienten Pause, Captain!

    Ich hatte nie gemutmaßt, dass Planeten Sonnensystemen entsprechen.
    Ich hatte sie allerdings zum Artikel “Ungleichmäßige Ausdehnung des Universums” schon mit Neutrinos verglichen, da sie theoretisch aus gewaltigen Sonneneruptionen, ausgelöst durch hineinfliegende Kometen etc., entstanden sein könnten.

    Interessant ist ja, dass der Begriff “Hauptreihe” für den Prozess des Vergehens sowohl im Makro- als auch im Mikrokosmos gebraucht wird. Nomen est Omen, sag ich nur.
    Dass Sternentwicklungen so gut erforscht sind, möchte ich bezweifeln. Wir kennen nur Momentaufnahmen und haben keine Zeitrafferaufnahmen von Milliarden Jahre lange Entwicklungen eines einzelnen Sterns.

    Ich nehme an, du meintest: Elektronen sind negativ geladen.
    Da die Elektronen im Atom nicht lokalisierbar sind und man auch nur mit Wahrscheinlichkeiten hantiert, könnte es selbstverständlich sein, dass sie durch Zusammenstoß fusionieren, genau wie gleich geladene Atomkerne oder Sterne und S. Löcher.

    Vielleicht entsprechen die stabilen Atome ja den Sternen in der Entwicklung Weißer Zwerg bis Schwarzer Zwerg. Ein S. Zwerg würde demnach Wasserstoff entsprechen.
    Dumm nur, dass man diese (fast) dunklen Dinger so gut wie nicht beobachten/finden kann. S. Zwerge gibt es wahrscheinlich auch gar nicht, da unser Universum für ihre Entstehung noch zu jung ist.

    Als philosophisch würde ich meine Überlegungen übrigens in keinster Weise bezeichnen.

  92. #92 Captain E.
    6. Oktober 2020

    @How?(Lennon):

    Grmblfx!
    Wenn du mich so triggerst, wird das nichts mit der wohlverdienten Pause, Captain!

    Wie wäre es, du ließest dich zu einer Denkpause triggern, in der du dich einmal gründlich mit der modernen Physik vertraut machen könntest?

    Ich hatte nie gemutmaßt, dass Planeten Sonnensystemen entsprechen.
    Ich hatte sie allerdings zum Artikel “Ungleichmäßige Ausdehnung des Universums” schon mit Neutrinos verglichen, da sie theoretisch aus gewaltigen Sonneneruptionen, ausgelöst durch hineinfliegende Kometen etc., entstanden sein könnten.

    So, dann sind für dich Planeten neuerdings Neutrinos, ja? Neutrinos verhalten sich allerdings völlig anders als Planeten. Die unterliegen lediglich der Gravitation und der Schwachen Kraft, aber dass sie gravitativ an irgendeine Masse gebunden wären, konnte meines Wissens nach noch nie beobachtet werden. Also bist du mal wieder auf dem Holzweg.

    Interessant ist ja, dass der Begriff “Hauptreihe” für den Prozess des Vergehens sowohl im Makro- als auch im Mikrokosmos gebraucht wird. Nomen est Omen, sag ich nur.

    Zum einen ist mir der Begriff “Hauptreihe” im Mikrokosmos noch niemals untergekommen, aber da ließe ich mich gerne belehren. Zum anderen ist der Schluss aber auch nicht zulässig. Quarks tragen bekanntlich auch rote, grüne und blaue Farbladungen, aber das heißt ja auch nicht, dass sie tatsächlich farbig wären. Das ist einfach nur ein Analogon. So ähnlich wäre es mit der Hauptreihe in der Quantenmechanik.

    Dass Sternentwicklungen so gut erforscht sind, möchte ich bezweifeln. Wir kennen nur Momentaufnahmen und haben keine Zeitrafferaufnahmen von Milliarden Jahre lange Entwicklungen eines einzelnen Sterns.

    Es sind aber sehr viele Momentaufnahmen, und die Physiker wären sicherlich schon auf diese Übereinstimmungen gestoßen, wenn es sie denn tatsächlich gäbe.

    Ich nehme an, du meintest: Elektronen sind negativ geladen.

    Stimmt, mein Fehler. Positiv geladen sind natürlich die Positronen, oder eben die Protonen. Elektronen sind definitionsgemäß negativ.

    Da die Elektronen im Atom nicht lokalisierbar sind und man auch nur mit Wahrscheinlichkeiten hantiert, könnte es selbstverständlich sein, dass sie durch Zusammenstoß fusionieren, genau wie gleich geladene Atomkerne oder Sterne und S. Löcher.

    Und was soll dabei heraus kommen? Bestenfalls etwas extrem instabiles mit einer elektrischen Ladung von -2, was nach einem winzigen Sekundenbruchteil bereits wieder zerfällt.

    Vielleicht entsprechen die stabilen Atome ja den Sternen in der Entwicklung Weißer Zwerg bis Schwarzer Zwerg. Ein S. Zwerg würde demnach Wasserstoff entsprechen.

    Interessant! Wasserstoff ist auch nach 13,8 Milliarden Jahren das häufigste Element im Universum, für die Entwicklung von Schwarzen Zwergen hat dagegen die Zeit noch nicht gereicht. Wie willst du diesen Widerspruch auflösen?

    Dumm nur, dass man diese (fast) dunklen Dinger so gut wie nicht beobachten/finden kann. S. Zwerge gibt es wahrscheinlich auch gar nicht, da unser Universum für ihre Entstehung noch zu jung ist.

    Wenn du das doch selber weißt, warum behauptest du dann so einen Unfug? Und nur mal zur Erinnerung: Wasserstoff entstand bereits in den ersten drei Minuten des Universums. Das gibt es also schon ziemlich lange, oder? Schwarze Zwerge dagegen gab es noch nie.

    Als philosophisch würde ich meine Überlegungen übrigens in keinster Weise bezeichnen.

    Die meisten Philosophen würden sich freuen, das zu zu hören.

  93. #93 How?(Lennon)
    6. Oktober 2020

    @Captain E.

    Natürlich entstand Wasserstoff im Universum “sofort”. Nochmal, die Zeit des Mikrokosmos läuft “unendlich” schnell im Vergleich zum Makrokosmos. Deswegen ist H mittlerweile das Hauptelement. Die schweren und superschweren Elemente entstehen im immer feinstofflicher werdenden Universum immer seltener und alles zerfällt letztendlich zu H.
    Andersherum werden im stellaren Universum, also eine Kosmenstufe größer alle Sterne letztendlich zu S. Zwerge zerfallen.

    Die stabilen Elemente sind also gar nicht stabil, sie zerfallen nur so langsam, dass wir es nicht messen können.
    Und jetzt bringe ich den Beweis(und dann auch noch aus dem Bereich meiner lieben Mineralogie), ein Wow-Moment, den ich vor zwei Stunden hatte:

    Ich hatte überlegt, wenn die “stabilen” Elemente also auch “unendlich” langsam weiter zerfallen, müssten die Verunreinigungen/Einschlüsse in den Kristallgittern der reinen Elemente hauptsächlich die jeweils schwereren und leichteren Atome im Vergleich zum untersuchten Mineral sein.
    Und so ist es!

    Also z.B. Diamant:
    Haupt-Verunreinigungen: Bor und Stickstoff

    Gold:
    Haupt-Verunreinigungen: Platin und Quecksilber

    Wenn man das bei anderen Elementen auch nachweisen kann(da werde ich jetzt natürlich dran bleiben), wäre das der oder zumindest ein gravierender Beweis für meine Hypothese(n).

  94. #94 Karl-Heinz
    6. Oktober 2020

    @How?(Lennon)

    Zu deinem Schmarrn empfehle ich WIENER KAISERSCHMARRN. 😉

  95. #95 Captain E.
    7. Oktober 2020

    @How?(Lennon):

    Natürlich entstand Wasserstoff im Universum “sofort”. Nochmal, die Zeit des Mikrokosmos läuft “unendlich” schnell im Vergleich zum Makrokosmos. Deswegen ist H mittlerweile das Hauptelement. Die schweren und superschweren Elemente entstehen im immer feinstofflicher werdenden Universum immer seltener und alles zerfällt letztendlich zu H.
    Andersherum werden im stellaren Universum, also eine Kosmenstufe größer alle Sterne letztendlich zu S. Zwerge zerfallen.

    Wasserstoff ist nicht “mittlerweile” das Hauptelement, sondern war das schon immer. Tatsächlich hat der Anteil des Wasserstoff seit dem Urknall sogar ein wenig abgenommen, trotz der Tatsache, dass immer mal wieder welcher neu entsteht. Tja, und wo willst du die Grenze zwischen den schweren und superschweren Elementen ziehen? Klar, die Anzahl an riesigen Supernovaexplosionen sollte kleiner werden, da die riesigen Sterne der Populationen III und II längst weg sind. Supernovae der Population-I-Sterne produzieren vermutlich nicht so viele von den ganz schweren Elementen. Andererseits haben all die großen und kleinen Sterne, die in den letzten 13,8 Milliarden Jahren entstanden sind, viele “Metalle” produziert, und sie tun es nach wie vor. Viele exotischere Elemente entstehen aber ja auch aus der Kollision von Neutronensternen.

    Und vor allem eines: Es gibt meines Wissens nach nicht den geringsten Hinweis darauf, dass die Materie am Ende zu Wasserstoff, also Protonen, zerfällt. Da hättest du eher noch mit den Neutronensternen argumentieren können, dass alles zu Neutronen zerfällt. Materie, die in Schwarzen Löchern zerfällt, sollte zwar laut Stephen Hawking irgendwann wieder im normalen Universum erscheinen, aber aus der Hawking-Strahlung, mit der Schwarze Löcher ganz langsam verdampfen, wird kaum etwas so komplexes wie ein Proton entstehen. Und selbst Protonen sind am Ende womöglich gar nicht stabil.

    Die stabilen Elemente sind also gar nicht stabil, sie zerfallen nur so langsam, dass wir es nicht messen können.

    Das ist möglich. Einst hatte man das Bismut-Isotop Bi-209 für stabil gehalten. Mittlerweile wurde eine Halbwertszeit von 19 Trillionen Jahren errechnet. Mit anderen Worten: Wäre das gesamte Bismut in der primordialen Nukleosynthese entstanden, was es natürlich überhaupt nicht ist, dann wäre noch nicht einmal 1 Promille der Zeit vergangen, bis die Hälfte von Bi-209 zerfallen wäre.

    Und jetzt bringe ich den Beweis(und dann auch noch aus dem Bereich meiner lieben Mineralogie), ein Wow-Moment, den ich vor zwei Stunden hatte:

    Zwei Stunden vor deinem Post? Im Ernst? Junge, nimm dir doch einfach mal die Zeit, über deine Überlegungen noch einmal zu grübeln. Und ja, du solltest diese auch ganz dringend mit dem aktuellen Stand der Wissenschaft abgleichen.

    Ich hatte überlegt, wenn die “stabilen” Elemente also auch “unendlich” langsam weiter zerfallen, müssten die Verunreinigungen/Einschlüsse in den Kristallgittern der reinen Elemente hauptsächlich die jeweils schwereren und leichteren Atome im Vergleich zum untersuchten Mineral sein.
    Und so ist es!

    Also z.B. Diamant:
    Haupt-Verunreinigungen: Bor und Stickstoff

    Gold:
    Haupt-Verunreinigungen: Platin und Quecksilber

    Wenn man das bei anderen Elementen auch nachweisen kann(da werde ich jetzt natürlich dran bleiben), wäre das der oder zumindest ein gravierender Beweis für meine Hypothese(n).

    Äh, nein? Warum sollte das ein Beweis sein? Nein, das ist im Gegenteil genau das, was zu erwarten war. Radioaktiver Zerfall führt doch, abgesehen vom Kernisomer-Zerfall, immer dazu, dass Elemente mit höherer oder niedrigerer Ordnungszahl entstehen. Die häufigsten instabilen Kohlenstoffisotope zerfallen nun einmal zu Bor und Stickstoff. Einige Platin-Isotope zerfallen zu Gold, und von denen einige zu Quecksilber.

    Damit kannst du deine abstruse TOE also nun wirklich nicht untermauern.

  96. #96 How?(Lennon)
    8. Oktober 2020

    @Captain E.

    Ich denke, dass die Big-Bang-Wolke direkt in einige unbeschreiblich riesige S.Löcher/Riesensterne kollabierte. Nach meiner Hypothese könnte alles ins Unendliche zerfallen. Kosmen zerfallen in kleinere usw..

    Jetzt hast du aber einen Bock geschossen!
    C14 ist das einzige natürliche instabile C-Isotop und das schwankt durch kosmische Strahlung immer nur zwischen C14 und N14.

    die Herkunft des Bors im Diamant wie so viele andere Verunreinigungen/Einschlüsse in Mineralien sind ein riesiges Mysterium unter den Mineralogen/Geowissenschaftlern. Deswegen ist das ja auch schon ein Spezialgebiet.

    Die farbgebenden Verunreinigungen bspw. im Korund bestehen immer aus BENACHBARTEN Metallen. Das spricht def. für einen Zerfallsprozess.

    Und gleich noch einen viel größeren Bock!
    Es gibt kein natürliches instabiles Gold-Isotop.
    Peinlich,peinlich!

  97. #97 How?(Lennon)
    8. Oktober 2020

    Ich würde sagen: Das Puzzle ist zusammengesetzt und stimmig.

  98. #98 Captain E.
    9. Oktober 2020

    @How?(Lennon):

    Ich denke, dass die Big-Bang-Wolke direkt in einige unbeschreiblich riesige S.Löcher/Riesensterne kollabierte. Nach meiner Hypothese könnte alles ins Unendliche zerfallen. Kosmen zerfallen in kleinere usw..

    Was für eine Bing Bang-Wolke? Du darfst für deine dämliche Idee nicht ständig neue Phänomene erfinden, die es nicht gibt.

    Jetzt hast du aber einen Bock geschossen!
    C14 ist das einzige natürliche instabile C-Isotop und das schwankt durch kosmische Strahlung immer nur zwischen C14 und N14.

    Aha, und wo genau ist jetzt der Bock? Wenn Kohlenstoff mit dem natürlichen Anteil an C-14 eingeschlossen und in Diamant umgewandelt wird, dann hat man am Ende natürlich Stickstoff N-14 eingeschlossen, oder?

    die Herkunft des Bors im Diamant wie so viele andere Verunreinigungen/Einschlüsse in Mineralien sind ein riesiges Mysterium unter den Mineralogen/Geowissenschaftlern. Deswegen ist das ja auch schon ein Spezialgebiet.

    Mag sein, aber deine Idee kann das ja auch nicht erklären. Oder wann genau hast du dafür den Nobelpreis in Chemie oder Physik bekommen?

    Das Borgeheimnis wird mit Sicherheit ohne deine TOE gelöst werden.

    Die farbgebenden Verunreinigungen bspw. im Korund bestehen immer aus BENACHBARTEN Metallen. Das spricht def. für einen Zerfallsprozess.

    Auch, aber eben nicht nur. Zuweilen sind die chemischen Eigenschaften auch einfach nur hinreichend ähnlich, dass sich verschiedene Elemente an derselben Stelle ansammeln.

    Und gleich noch einen viel größeren Bock!
    Es gibt kein natürliches instabiles Gold-Isotop.
    Peinlich,peinlich!

    “Peinlich” trifft es ganz genau! Hast du noch niemals etwas von Au-195, AU-196, AU-198 oder AU-199 gehört? Ja, du wirst jetzt natürlich einwenden, dass deren Halbwertszeit allesamt im Bereich von 2-187 Tagen liegt und sie als “synthetisch” betrachtet werden. Du hast aber als Mineraloge schon mitbekommen, dass es langlebige Radioisotope in der Natur gibt, ja? Das Gold ist ja nicht vollkommen von seiner Umwelt isoliert, und da kann es zu kernphysikalischen Veränderungen kommen. Diese vier Goldisotope zerfallen übrigens alle zu Platin oder Quecksilber. Diese Tochternuklide sind dann wiederum alle stabil.

  99. #99 Captain E.
    9. Oktober 2020

    @How?(Lennon):

    Ich würde sagen: Das Puzzle ist zusammengesetzt und stimmig.

    Das stimmt! Du bist ein unfähiger Mineraloge, der sich völlig überschätzt. Siehst du das jetzt also ein?

    Deine TOE kann nämlich schon deshalb nicht stimmig sein, weil du nun einmal kein Modell angeben kannst, mit dem sich irgendetwas berechnen ließe. Dein Herumschwafeln über unberechenbare Unendlichkeiten entwertet deine Überlegungen vollständig. Gib den Physikern etwas, mit dem sie arbeiten können, oder wirf deine Idee ganz einfach weg. Sie taugt nichts.

  100. #100 Spritkopf
    9. Oktober 2020

    Mir fällt zu How-Lennons Behauptung, er sei auf der Uni gewesen und habe sowohl Mineralogie wie auch Philosophie studiert, nur die Frage ein, auf welcher Uni das gewesen sein soll. Mindestens im Philosophiestudium ist Wissenschaftsmethodik ein nicht unerheblicher Bestandteil und ich gehe davon aus, dass man auch in der Mineralogie einiges zu korrektem wissenschaftlichen Arbeiten hört, insbesondere zu der Frage, wie man seine Hypothesen und Behauptungen belegt.

    Wie kommt der Herr How-Lennon also dazu, mit seinem haltlosen Gebrabbel hier aufzuwarten und das – Gipfel der Peinlichkeit – als TOE zu bezeichnen, wenn nichts von seinem Behauptungswust auf irgendetwas anderem basiert als seinen Hirngespinsten? Nicht auf physikalischen Experimenten, nicht auf Berechnungen, nicht auf Beobachtungen.

  101. #101 RainerO
    9. Oktober 2020

    @ Spritkopf
    Fairerweise muss man festhalten, dass How?(Lennon) in #86 nur behauptet hat, dass er an der Uni war (Das kann er auch behaupten, wenn er dort nur den Boden gewischt hat). Er schreibt nichts von irgendwelchen Abschlüssen in den erwähnten Fachgebieten.
    Ich glaube zwar nicht, dass er zu solchen Spitzfindigkeiten fähig ist, wenn man sich seine “TOE” ansieht, aber dieses kleine Hintertürchen kann man ihm ja offenhalten. 😉

  102. #102 Karl-Heinz
    9. Oktober 2020

    @RainerO

    Fairerweise muss man festhalten, dass How?(Lennon) in #86 nur behauptet hat, dass er an der Uni war (Das kann er auch behaupten, wenn er dort nur den Boden gewischt hat).

    Wenn ich jetzt richtig verstehe, wäre Bodenwischen, sein Hintertürchen, oder?

  103. #103 Folke Kelm
    Schweden facepalm
    10. Oktober 2020

    Die farbgebenden Verunreinigungen im Korund?
    Also…..das nehm ich jetzt persönlich. Ich hab an der Uni hunderte von Aufschlüssen gekocht und ebenfalls hunderte von Pulverpresstabletten und Dünnschliffen durch die Röntgenfluoreszenz und die Röntgenmikrosonde gejagt. Ich hab da durchaus Spurenelemente in diversen Mineralen angeschaut.
    How, was du erzählst ist Quatsch mir Sosse.
    Und zwar komplett. Nicht mal die Vordiplomsprüfung in Mineralogie hättest du damit nicht überlebt.

  104. #104 Folke Kelm
    Schweden. Immer noch facepalm
    11. Oktober 2020

    Noch mal zum Verständnis von Wissenschaft. Wie einige hier ja wissen bin ich Geologe, und die ist eng mit der Mineralogie verknüpft, deshalb bin ich auch persönlich so ein bisschen von dem Korund da oben angep…t.
    Die Geologie und die Mineralogie unterscheiden sich aber in ihrer klassischen Form. Die Geologie war eher, die Betonung liegt auf dem Verb war, eine beschreibende Wissenschaft. Man hat beobachtet und die Beobachtungen interpretiert und extrapoliert. Das hat oft geklappt, oft genug aber auch nicht.
    Die Mineralogie ist eher eine experimentelle Wissenschaft. Wenn man wissen will wie das Mineral Korund entsteht und warum es so gefärbt (eigentlich gibts alle Farben), dann geht man ins Labor und kocht sich etwas zusammen. So findet man genau heraus, unter welchen Bedingungen im Korund welche Farben entstehen.
    Die Geologie profitiert dann davon, weil wir Geologen ganz andere und viel exaktere Beobachtungen zur Verfügung gestellt bekommen.
    In den 80ern fand allmählich die konvertierung der deskriptiven in die exaktere experimentelle Wissenschaft in der Geologie statt, nicht zuletzt mit Hilfe der Computertechnik.
    Wie dem auch sei. Wissenschaft bedeutet Daten zu sammeln und in einen grösseren Kontext einzuordnen. Wenn dieser grössere Kontext dann zulässt, noch über die bekannten Daten hinaus Voraussagen zu treffen, dann haben wir eine funktionierende Theorie.
    Das funktioniert bei Korund hervorragend, weil wir ein gutes Modell davon haben, was Titan, Eisen, Chrom (das sind die drei wichtigsten Farbgeber und mitnichten Nachbarelemente) und andere im Kristallgitter vom Aluminiumoxid anstellen und warum das ganze dann farbig wird (hat mit Elektronen zu tun).
    Wenn How Mineralogie studiert hätte, dann wüsste er über so etwas bescheid. Er hätte eine gute Grundausbildung in Physik und anorganischer Chemie bekommen, Kristallographie beigebracht bekommen und er würde verstehen, warum Fehlstellen im Kristall, Fremdionen an Stelle von Aluminium (um beim Korund zu bleiben) oder unter Umständen auch mal “freie Elektronen” so wichtig für die Farben sind und wie das funktioniert.
    Das kann man nämlich ganz gut im Labor simulieren, und das hätte er dann unter Umständen selber gemacht. Das ist ja der Witz am Studium, das selber machen und selber durchdenken, selber durchrechnen.
    @How
    Du hast dich da in etwas reingesteigert was keinerlei reale Grundlage hat. Deine Argumente zeigen sehr deutlich, dass Dir die Grundlagen fehlen. Aber Du setzt Dich trotzdem auf ein ziemlich hohes Ross. Aus Deinen frequenten posts geht hervor, dass Du erstens keine Ahnung hast, zweitens aber auch nicht fragst wenn Du hier auf Widerstand stösst. Du gehst oft nicht auf die Gegenargumente ein sondern fabulierst einfach weiter.
    Bleib doch einfach mal stehen, denk nach was der Unterschied zwischen Dir und deinem Denken, und dem von Florian hier ist.
    Florian hat in diesem blogbeitrag ein paar sehr schöne Sätze die zeigen, dass er erstens verstanden hat was eine Theorie ist, und dass er zweitens bereit und dazu auch in der Lage ist, so eine Theorie auch mal über den Haufen zu werfen. Kannst Du das auch mit Deiner TOE?

  105. #105 How?(Lennon)
    16. Oktober 2020

    Also, meine liebe Folke, ich antworte dir, da du von allen beleidigenden Pöblern(bezeichnend!) hier noch am gemäßigsten bist.
    Erstmal: Ti, Cr und Fe sind schon relativ benachbart und i hob scho a bisserl Ahnung von da Materie:)
    Nein, ich hab mich in nichts verrannt und meine Überlegungen sind mir auch gar nicht wichtig – eher piepschnurzegal, aber es macht mir halt tierisch Spaß zu versuchen wissenschaftliche Puzzleteile gedanklich(natürlich auch erst mal intuitiv) zusammenzusetzen.
    Nur weil sich mal einer “wagt” die mehr und mehr werdenden Teile zu einem Großen und Ganzen zu verbinden ohne die professorale Obrigkeit(lol!) zu fragen und nicht als hirnmanipulierter, scheubeklappter Büttel brav die Klappe zu halten, wird gleich gehackt, gepickt, gezetert und geschnattert. Eigentlich ein gutes Zeichen und irgendwie lustig. Und nein, ich kann nicht aufhören, es ist zu spät, die Übereinstimmungen sind einfach zu groß und zu viele. Bei gegebenen Anlass werde ich weiterhin öffentlich die Welt erklären:)
    Außerdem, wenn irgendwann mal andere mit dieser Idee Akzeptanz finden, kann ich sagen und beweisen: Aber hallo, hallo, Moment a mal, des woar meine Idee!

  106. #106 Captain E.
    17. Oktober 2020

    @How?(Lennon):

    Hast du es tatsächlich nicht mitbekommen, dass Folke dich nach Strich und Faden auseinander genommen hat und dir jedwede Kenntnis der Mineralogie abgesprochen hat?

    Ansonsten gilt: Ja, du hast dich völlig verrannt. Du setzt überhaupt nichts zusammen und kein echter Wissenschaftler (von denen sich hier auch einige tummeln), wird dich jemals ernst nehmen. In deiner vermeintlichen “TOE” passt überhaupt nichts zusammen, nur in deinem Kopf. Da gibt es keine Übereinstimmungen.

    Und dein Vorwurf, wir seien “hirnmanipulierte, scheubeklappte Büttel”, die “brav die Klappe zu halten” hätten, wenn es die “professorale Obrigkeit” verlange, zeigt nur, welch Geistes Kind du bist.

  107. #107 How?(Lennon)
    La Digue
    17. Oktober 2020

    @Captain E

    Hast du es tatsächlich nicht mitbekommen, dass ich Folke mit nur einem Satz nach Strich und Faden auseinander genommen habe und ihr zumindest in diesem Bereich jedwede Kenntnis von Mineralogie abgesprochen habe?
    Nochmal, auch wenn ihr es sowieso nicht verstehen könnt/wollt: Die Spurenelemente im Korund sind die benachbarten METALLE des Aluminiums(für die Haarspalter, die im Klein-Klein gefangen sind, was ein Selbstdenken verunmöglicht) und untereinander vollkommen benachbarte Elemente.
    Im Übrigen schreibe ich hier nicht für euch Betonköpfe – wobei euer beleidigendes, dümmliches Gehacke auch durchaus positiv triggernd wirkt:) Insofern: Danke!
    Mal nebenbei zur ach so wichtigen (Natur-)Wissenschaft auf ihrem hohen Ross: Sie wird in wenigen Jahren mit dem Ende des Öls und anderen Ressourcen und wegen des Klimawandels(Danke, ihr Wissenschaftler!) sowas von in die Belanglosigkeit abstürzen.

    Wir sehen uns dann vielleicht auf dem Acker als Erntehelfer wieder. Und als Tip: Legt eure Arroganz ab! Sowas mögen die bodenständigen Jungs nicht.

  108. #108 Karl-Heinz
    17. Oktober 2020

    @How?(Lennon)

    Bist mit dem Schiff unterwegs?

  109. #109 How?(Lennon)
    17. Oktober 2020

    @Karl-Heinz

    Nein, ich lasse bei der Gelegenheit nur meine Reisen in die wenigen Hot-Spots der schönsten und umwerfendsten Seiten meiner über alles geliebten Natur geistig Revue passieren und immer wieder mit Tränen in den Augen – zum Einen weil es so schön war und zum Anderen weil es mich traurig macht wie schnell dieses “System”(Wachstum) sie mit dessen unterstützenden Wissenschaften ausbeutet und ausschlachtet.
    Sie wehrt sich zu Recht immer mehr und mit unendlich vielen Möglichkeiten.

    Es waren Flugreisen und ich habe ein schlechtes Gewissen. Allerdings insgesamt nur zwei, dafür aber Monate lang.
    Ich werde es höchstwahrscheinlich dabei belassen. Man kann auch vor der Haustür in unserer Natur magische Momente erleben.
    Ich habe beispielsweise einmal in meinem geliebten Odenwald plötzlich eine Gruppe beinhoher, nach Vanille duftender Purpur-Knabenkräuter(Orchis purpurea) entdeckt.
    Das war mit einem Wort: Geil! Und unvergesslich.

  110. #110 How?(Lennon)
    Praslin Vallee de Mai
    17. Oktober 2020

    Bevor ich wieder abtauche: Ist euch schon mal aufgefallen, dass in vielen Erzlagerstätten als Haupterze direkt benachbarte Metalle zu finden sind, z.B. Kupfer-Nickel oder Eisen-Mangan?
    Soll das ein Zufall sein, hm Folke?

  111. #111 Spritkopf
    18. Oktober 2020

    Und als Tip: Legt eure Arroganz ab! Sowas mögen die bodenständigen Jungs nicht.

    Ja, diese Mischung aus aggressivem Aufblasen und Stolzsein auf die eigene Dummheit und Unbildung habe ich schon bei anderen kennengelernt. Als “bodenständigen Jungen” würde ich so einen aber nicht bezeichnen.

  112. #112 rolak
    18. Oktober 2020

    so einen aber nicht

    Es fiele mir in bummelig der Hälfte der betreffenden anderen Menschen nicht im Entferntesten ein, sie als "bodenständigen Jungen" zu bezeichnen. Egal, wie bodenständig sie sind.

  113. #113 Captain E.
    18. Oktober 2020

    @How?(Lennon):

    Nochmal, auch wenn ihr es sowieso nicht verstehen könnt/wollt: Die Spurenelemente im Korund sind die benachbarten METALLE des Aluminiums(für die Haarspalter, die im Klein-Klein gefangen sind, was ein Selbstdenken verunmöglicht) und untereinander vollkommen benachbarte Elemente.

    Ob dem so ist oder nicht, ist völlig irrelevant. Deine komische TOE erklärt aber nun einmal überhaupt nichts, auch nicht das gemeinsame Vorkommen bestimmter Elemente oder Mineralien.

    Im Übrigen schreibe ich hier nicht für euch Betonköpfe – wobei euer beleidigendes, dümmliches Gehacke auch durchaus positiv triggernd wirkt:) Insofern: Danke!

    Komisch! Der einzige Betonkopf, der zuletzt hier aufgetaucht ist, bist du. Wieso willst du dich denn nicht endlich von deiner wirklich dummen Privathypothese verabschieden? Du hast doch tief in dir drin längst verstanden, dass sie gar nicht funktionieren kann.

    Mal nebenbei zur ach so wichtigen (Natur-)Wissenschaft auf ihrem hohen Ross: Sie wird in wenigen Jahren mit dem Ende des Öls und anderen Ressourcen und wegen des Klimawandels(Danke, ihr Wissenschaftler!) sowas von in die Belanglosigkeit abstürzen.

    Teile der Wissenschaft haben sicherlich dazu beigetragen, aber die Alleinschuld trägt sie sicherlich nicht. Es ist doch so: Erkenntnisse der Wissenschaft werden zur Anwendung gebracht, wenn man sich davon Gewinn verspricht, aber ansonsten wird gegen besseres Wissen gehandelt. Andernfalls wären wir schon seit etlichen Jahren energisch mit der Bekämpfung des Klimawandels beschäftigt. Stattdessen wird die Wissenschaft ignoriert und ihre Erkenntnisse verharmlost, geleugnet oder sie wird per gekauften Gefälligkeitsgutachten missbraucht.

    Wir sehen uns dann vielleicht auf dem Acker als Erntehelfer wieder. Und als Tip: Legt eure Arroganz ab! Sowas mögen die bodenständigen Jungs nicht.

    Ich ahne, von wem du redest. Aber keine Sorge: Menschen wie dich können die erst recht nicht leiden.

  114. #114 Terri
    18. Oktober 2020

    @ How:

    Nochmal, auch wenn ihr es sowieso nicht verstehen könnt/wollt: Die Spurenelemente im Korund sind die benachbarten METALLE des Aluminiums(für die Haarspalter, die im Klein-Klein gefangen sind, was ein Selbstdenken verunmöglicht) und untereinander vollkommen benachbarte Elemente.

    Al: Ordnungszahl 13, Periode 3, Gruppe 13
    Wirklich benachbart:
    Ti: Ordnungszahl 22, Periode 4, Gruppe 4
    Fe: Ordnungszahl 26, Periode 4, Gruppe 8
    Cr: Ordnungszahl 24, Periode 4, Gruppe 6
    Eher nicht.

    Schau dir mal ein PSE an.

    Und wenn wir schon dabei sind, Kristallgitter von den Metallen:
    Al: kubisch-flächenzentriert
    Fe: kubisch-raumzentriert
    Ti: hexagonal dichteste Kugelpackung
    Cr: kubisch raumzentriert

    Auch da deutlich unterschiedliche unter Standardbedingungen.

    Passt also alles nicht so ganz…

  115. #115 How?(Lennon)
    18. Oktober 2020

    Vanadium ist übr. auch ein Spurenelement im Korund. Da wars nur noch eine Lücke.

    Ich wollte ja eigentl. nichts sagen, da ich euren Blog nur als Verbreitung/sichere Ablage meiner TOE benutze(unter anderen), aber es ist sowas von auffällig: Ihr schreibt/artikuliert alle exakt gleich. Ihr seid doch alle ein und die selbe Person, viell. max. 2/3…eben von eurem Wissensch.-Zirkus :D! Und dann immer die auffällig schlechte Werbung untereinander für eure Bücher.
    Na ja, ihr habts halt auch nicht leicht. Und jetzt kommt wieder das komische Virus.

    Ich habe sowieso das Gefühl, dass (Jung-)Akademiker heute nur noch verarscht und ausgenutzt werden. Zuerst gibts viell. für zwei Jahre einen (miesen, nervigen)Job und dann schau zu wo du bleibst. Bei fast allen Akademiker-Bekannten von mir ist das jedenfalls so – und ich kenne viele.
    Bleibt nur noch die Fassade.
    Geht auf die Straße! So wie in Korea, Nordafrika, Frankreich, Italien, Belarus, Ukraine, Thailand…………!
    Der Zombie-Kapitalismus ist sowieso nur noch ein einziger Irrwitz. Das gefällt den paar % da oben nat. gar nicht.

  116. #116 PDP10
    18. Oktober 2020

    @How?(Lennon):

    Na gut. Mal anders gefragt:

    Es gibt da im wesentlichen zwei Möglichkeiten:

    Zehntausende von Physikern/innen, die in den letzten 300 Jahren Theorien entwickelt und Experimente gemacht haben um diese Theorien zu bestätigen oder zu widerlegen, liegen komplett falsch.

    Oder zweitens: Du hast keine Ahnung von Physik.

    Was ist wahrscheinlicher?

  117. #117 RainerO
    19. Oktober 2020

    @ PDP10
    Komm ihm doch nicht mit Wahrscheinlichkeiten! Das ist alte, überkommene Schulphysik/Mathematik.
    In Wahrheit sind alle Physiker – ach, was sage ich: Alle Wissenschaftler! – ein und dieselbe Person. Jedenfalls im Geiste. Alle gehirngewaschen und indokriniert von der ersten Vorlesungsstunde an.
    Ich kann mich noch ganz genau erinnern, als ich damals bei meiner Immatrikulation in ein Hinterzimmer zitiert wurde, in dem ich mit meinem Blut eine Urkunde unterzeichnen musste, in der stand, dass ich ab sofort nicht mehr selber denken darf und nur mehr Leerbücher (sic!) auswendig lernen soll.
    Zum Glück bin ich durch Abbruch des Studiums noch halbwegs rechtzeitig aus diesem Wahnsinn ausgestiegen. Leider wurde ich aber schon so nachhaltig beeinträchtigt, dass How’s TOE bei mir maximal Lachkrämpfe auslöst.

  118. #118 How?(Lennon)
    19. Oktober 2020

    Meine TOE baut auf dem aktuellen Wissensstand auf, sie widerlegt nichts, im Gegenteil, sie verbindet alles.

  119. #119 Captain E.
    19. Oktober 2020

    @How?(Lennon):

    Meine TOE baut auf dem aktuellen Wissensstand auf, sie widerlegt nichts, im Gegenteil, sie verbindet alles.

    Das sind ja gleich drei Falschaussagen in einem einzigen (Schachtel-) Satz!

    Deine “TOE” baut nicht auf dem aktuellen Wissensstand auf.
    Sie widerspricht allen physikalischen Erkenntnissen.
    Sie verbindet überhaupt nichts.

    Und noch einmal zur Erinnerung: Solange du nicht in der Lage bist, ein Modell aufzustellen, dass Berechnungen erlaubt, ist deine Idee reine Spinnerei, die zu nichts zu gebrauchen ist. Dass du diese simple Tatsache dermaßen beharrlich ignorierst, zeigt schon überdeutlich, wie wenig Ahnung du von Wissenschaft im allgemeinen und Physik im besonderen hast.

  120. #120 Captain E.
    19. Oktober 2020

    @How?(Lennon):

    Vanadium ist übr. auch ein Spurenelement im Korund. Da wars nur noch eine Lücke.

    Das ändert aber ja auch nichts daran, dass deine “TOE” unausgegorener Unsinn ist, nicht wahr?

    Ich wollte ja eigentl. nichts sagen, da ich euren Blog nur als Verbreitung/sichere Ablage meiner TOE benutze(unter anderen), aber es ist sowas von auffällig: Ihr schreibt/artikuliert alle exakt gleich. Ihr seid doch alle ein und die selbe Person, viell. max. 2/3…eben von eurem Wissensch.-Zirkus :D! Und dann immer die auffällig schlechte Werbung untereinander für eure Bücher.
    Na ja, ihr habts halt auch nicht leicht. Und jetzt kommt wieder das komische Virus.

    Tja, glaubst du wirklich, dass due hier über dieses Blog deine “TOE” verbreitet bekommst? Schließlich glaubt dir niemand den Quatsch.

    Und übrigens. Ich heiße nicht Florian Freistetter und bin somit nicht der Urheber dieses Blogs. Ich bin aber auch nicht identisch mit Kommentatoren wie PDP10, RainerO, Spritkopf, Karl-Heinz, Folke Kelm oder Terri. Ich bezweifle auch, dass hinter diesen sechs Usernamen weniger als sechs reale Personen stehen.

    Merkst du, wie du dich immer mehr in absurden Verschwörungsphantasien verrennst?

    Ich habe sowieso das Gefühl, dass (Jung-)Akademiker heute nur noch verarscht und ausgenutzt werden. Zuerst gibts viell. für zwei Jahre einen (miesen, nervigen)Job und dann schau zu wo du bleibst. Bei fast allen Akademiker-Bekannten von mir ist das jedenfalls so – und ich kenne viele.

    Das mag man in der Tat so sehen. Junge Akademiker werden geknechtet bis zum Geht-nicht-mehr. Diejenigen, die es schaffen, sich im Wissenschaftsbetrieb festzusetzen, führen diese Praxis danach allerdings leider weiter. Womöglich wird so sichergestellt, dass nur die Härtesten der Harten Berufswissenschaftler werden.

    Bleibt nur noch die Fassade.
    Geht auf die Straße! So wie in Korea, Nordafrika, Frankreich, Italien, Belarus, Ukraine, Thailand…………!

    Du meinst, wir sollten alle mal dagegen protestieren, dass Corona-Leugner, Chemtrailer und andere ihre absurden Meinungen dermaßen in der Öffentlichkeit verbreiten? Das wäre in der Tat mal eine Idee, diem man verfolgen sollte.

    Der Zombie-Kapitalismus ist sowieso nur noch ein einziger Irrwitz. Das gefällt den paar % da oben nat. gar nicht.

    Wer sind die denn? Ich hätte eigentlich gedacht, dass das gerade diejenigen wären, die am meisten davon profitieren.

    Ansonsten muss man wahrscheinlich ein Churchill-Zitat abwandeln: Der Kapitalismus ist die schlimmstmögliche Wirtschaftsform, aber wir kennen leider keine bessere.

  121. #121 Spritkopf
    19. Oktober 2020

    @Captain E.

    Ich fürchte, der Herr How-Lennon ist argumentativ nicht mehr erreichbar. Er schreibt ja selber, dass es ihm nicht auf eine Diskussion seines TOE-Quatsches ankommt, sondern dass er den einfach nur möglichst breit ausstreuen will. Immerhin könnte es ja sein, dass morgen ein zweiter Einstein auf der Matte steht, etwas von geschlechtlicher Fortpflanzung zwischen Sternen daherfaselt und damit dem Herrn How-Lennon den verdienten Nobelpreis vor der Nase wegschnappt. Blanke Eitelkeit – das ist es, was ihn treibt. Blöd halt, dass die mit blanker Ahnungslosigkeit einhergeht.

    Dass er glaubt, hier würde nur einer unter verschiedenen Nicks posten, schreibe ich ebenfalls seiner Eitelkeit zu. Schließlich ist es unmöglich, dass seine TOE, genial wie sie ist, diese breite Ablehnung erfährt. Es muss sich dabei zwangsläufig um ein und dieselbe Person unter mehreren Pseudonymen handeln.

    Ein bißchen scheint ihn die Ablehnung aber doch zu fuchsen, sonst würde er sich nicht in Doomsday-Szenarien ergehen und uns allen (bzw. uns einem) eine Karriere als Erntehelfer vorherzusagen, frei nach dem Motto “ihr werdet schon noch sehen!”. Und nicht nur das, sondern auch, dass wir dann die Schnauze zu halten hätten, alldieweil wir die sonst von “bodenständigen Jungs” wie ihm poliert bekämen.

    Der Mann sitzt leider noch im geistigen Sandkasten. Und wehe, jemand nimmt ihm die Förmchen weg.

  122. #122 Captain E.
    19. Oktober 2020

    @Spritkopf:

    Ich fürchte, der Herr How-Lennon ist argumentativ nicht mehr erreichbar. Er schreibt ja selber, dass es ihm nicht auf eine Diskussion seines TOE-Quatsches ankommt, sondern dass er den einfach nur möglichst breit ausstreuen will. Immerhin könnte es ja sein, dass morgen ein zweiter Einstein auf der Matte steht, etwas von geschlechtlicher Fortpflanzung zwischen Sternen daherfaselt und damit dem Herrn How-Lennon den verdienten Nobelpreis vor der Nase wegschnappt. Blanke Eitelkeit – das ist es, was ihn treibt. Blöd halt, dass die mit blanker Ahnungslosigkeit einhergeht.

    Ein klassisches Dunning-Kruger-Syndrom, oder?

    Dass er glaubt, hier würde nur einer unter verschiedenen Nicks posten, schreibe ich ebenfalls seiner Eitelkeit zu. Schließlich ist es unmöglich, dass seine TOE, genial wie sie ist, diese breite Ablehnung erfährt. Es muss sich dabei zwangsläufig um ein und dieselbe Person unter mehreren Pseudonymen handeln.

    Na, das war doch mal ein Brüller! Als ob wir nicht alle unseren eigenen Schreibstil hätten.

    Ein bißchen scheint ihn die Ablehnung aber doch zu fuchsen, sonst würde er sich nicht in Doomsday-Szenarien ergehen und uns allen (bzw. uns einem) eine Karriere als Erntehelfer vorherzusagen, frei nach dem Motto “ihr werdet schon noch sehen!”. Und nicht nur das, sondern auch, dass wir dann die Schnauze zu halten hätten, alldieweil wir die sonst von “bodenständigen Jungs” wie ihm poliert bekämen.

    Der Mann sitzt leider noch im geistigen Sandkasten. Und wehe, jemand nimmt ihm die Förmchen weg.

    Du meinst, er sieht sich wirklich als einer der “bodenständigen Jungs”? Mir kommt er dermaßen abgehoben vor, dass die ihn vermutlich jeden Tag zum Ausmisten einsetzen – und nachher noch penibel kontrollieren würden. Für etwas anderes sind solche Wolkenkuckstänzer in der Landwirtschaft doch sowieso nicht zu verwenden.

    Wobei ich mich nicht wirklich als Erntehelfer sehe. Falls es wirklich soweit kommen sollen, dass wir alle nur noch in der Landwirtschaft arbeiten können, bin ich vermutlich viel zu alt oder zu tot, um noch sinnvolle Arbeit leisten zu können.

  123. #123 Spritkopf
    19. Oktober 2020

    @Captain E.

    Ein klassisches Dunning-Kruger-Syndrom, oder?

    Ich würde ihm ja diesen Artikel ans Herz legen, wenn wir nicht schon mehrere Monate Erfahrung mit seiner beinharten Ignoranz in Sachen wissenschaftlicher Methode gemacht hätten.

    Wobei ich mich nicht wirklich als Erntehelfer sehe.

    Ha! Warte nur ab, wenn sie dich zum Kartoffeln ausbuddeln auf den nächsten Acker scheuchen.

  124. #124 Captain E.
    19. Oktober 2020

    @Spritkopf:

    […]

    Ha! Warte nur ab, wenn sie dich zum Kartoffeln ausbuddeln auf den nächsten Acker scheuchen.

    Können vor Lachen, wenn ich dann schon tot bin, oder?

    Und wenn sie mich mit Mitte 80 zum Kartoffellesen abkommandieren, dann erzählt Opa halt vom (Kalten) Krieg: “Hah! Damals, als ich für euch Jungspunde den Kalten Krieg gewonnen habe – das waren noch Zeiten!” 😉

  125. #125 Folke Kelm
    Schweden, und in Göteborg wird man grössenwahnsinnig.
    21. Oktober 2020

    #110
    Mannomann….ich bin sprachlos.wenn klein How nur ein bisschen in der Mineralogie aufgepasst hätte……
    Dann hätte er eine ganz einfache Erklärung, übrigens auch für Bor und Stickstoff im Diamant und Platin im Gold.
    Tip. Guck dir mal grösse von Ionen und Atomen an und schlicht chemische Eigenschaften von Elementen.
    Das erinnert übrigens auch ziemlich an Chemtrailer die sich ja so gerne an Barium aufhängen und völlig übersehen wo sie denn Barium ständig im Alltag herbekommen.
    Manchmal wüsste ich gerne mehr über Psychologie. Da gibts ja Dunning und Krüger, aber das kann nicht alles sein. Ich hab leider auf meiner Arbeit ähnlich gestrickte Mitarbeiter die alles durch ihre eigene Filterblase sehen und dann noch nicht mal verbal verstehen was man sagt. Diese Tendenz sehe ich bei unserem “Freund”How übrigens auch. Man sehe sein Unvermögen auf andere einzugehen und diesen faszinierenden dialog mit Beobachter, wo beide völlig aneinander vorbeidiskutiert haben (in diesem anderen thread).

    Ich hab jetzt übrigens mal überlegt und bin zum Schluss gekommen, das alles nur Pilze sind.
    Bäume sind Pilze, nur grösser. Die Ähnlichkeit zu den mikroskopischen Schimmelpilzen ist da der Beweis. Völlig unumstösslich. Tiere sind auch nur Pilze. In diesem Fall so was wie Hefepilze. Die Erde und die Sonne sind auch nur Pilze. In diesem Fall makro-makroskopische Hefepilze. Auch hier wieder die Form. Galaxien sind dann in nächstgrösserem Masstabe Grösst-grosspilze. Das Universum hab ich noch nicht eingeordnet. Und den Grosspilzsammler namens Gott auch nicht. Ich muss halt noch ein bisschen denken.
    Was sagt Ihr anderen zu dieser völlig schlüssigen Theory of everything?
    Ich glaube, es ist ja erst 20 vor 8 morgens….aber ja. Ich glaube ich brauch jetzt erstmal ein Pilz…äh Pils.

  126. #126 Captain E.
    21. Oktober 2020

    @Folke Kelm:

    Mannomann….ich bin sprachlos.wenn klein How nur ein bisschen in der Mineralogie aufgepasst hätte……
    Dann hätte er eine ganz einfache Erklärung, übrigens auch für Bor und Stickstoff im Diamant und Platin im Gold.
    Tip. Guck dir mal grösse von Ionen und Atomen an und schlicht chemische Eigenschaften von Elementen.
    Das erinnert übrigens auch ziemlich an Chemtrailer die sich ja so gerne an Barium aufhängen und völlig übersehen wo sie denn Barium ständig im Alltag herbekommen.

    Ach ja, wenn ich oben zu viel auf kernphysikalische Prozesse eingegangen bin, möchte ich um Entschuldigung bitten. Natürlich braucht es so etwas nicht in jedem Fall. Simple (oder auch gar nicht so simple) chemische und physikalische Prozesse können auch dazu führen, dass bestimmte Elemente oft zusammen auftreten.

    Manchmal wüsste ich gerne mehr über Psychologie. Da gibts ja Dunning und Krüger, aber das kann nicht alles sein. Ich hab leider auf meiner Arbeit ähnlich gestrickte Mitarbeiter die alles durch ihre eigene Filterblase sehen und dann noch nicht mal verbal verstehen was man sagt. Diese Tendenz sehe ich bei unserem “Freund”How übrigens auch. Man sehe sein Unvermögen auf andere einzugehen und diesen faszinierenden dialog mit Beobachter, wo beide völlig aneinander vorbeidiskutiert haben (in diesem anderen thread).

    Wahrscheinlich ist einfach ein erhebendes Gefühl, schlauer zu sein als alle anderen und Zusammenhänge zu erkennen, die sonst keiner sieht. Man muss sich nur das Lachen aller anderen als Mischung aus aufrichtiger Bewunderung und Neid der Minderbemittelten erklären.

    Ich hab jetzt übrigens mal überlegt und bin zum Schluss gekommen, das alles nur Pilze sind.
    Bäume sind Pilze, nur grösser. Die Ähnlichkeit zu den mikroskopischen Schimmelpilzen ist da der Beweis. Völlig unumstösslich. Tiere sind auch nur Pilze. In diesem Fall so was wie Hefepilze. Die Erde und die Sonne sind auch nur Pilze. In diesem Fall makro-makroskopische Hefepilze. Auch hier wieder die Form. Galaxien sind dann in nächstgrösserem Masstabe Grösst-grosspilze. Das Universum hab ich noch nicht eingeordnet. Und den Grosspilzsammler namens Gott auch nicht. Ich muss halt noch ein bisschen denken.
    Was sagt Ihr anderen zu dieser völlig schlüssigen Theory of everything?
    Ich glaube, es ist ja erst 20 vor 8 morgens….aber ja. Ich glaube ich brauch jetzt erstmal ein Pilz…äh Pils.

    Hört sich völlig logisch an! 😉

    Und du weißt ja: Ohne Pilz kein Pils (auch wenn das Brauereimuseum Dortmund tatsächlich auf einer Schautafel aus der Hefe eine Pflanze gemacht hat)!

    Oder wie sagt der Brauer? “Der Hopfen macht die Würze, die Hefe das Bier.” Und damit sind nicht nur die Prozente gemeint.

  127. #127 Spritkopf
    21. Oktober 2020

    @Folke

    Ich hab jetzt übrigens mal überlegt und bin zum Schluss gekommen, das alles nur Pilze sind.

    Dafür gibt es übrigens noch einen weiteren Beweis, der die Verbindung zwischen dem Kleinsten und dem Großen klar belegt: Wenn man Atome in einer Bombe spaltet oder fusioniert, was erhält man dann? Genau, eine Pilzwolke!

    Was sagt Ihr anderen zu dieser völlig schlüssigen Theory of everything?

    Da ich du bin, halte ich sie natürlich für super.

  128. #128 Bullet
    21. Oktober 2020

    Se fukk? Da hat doch wieder einer was geraucht …

  129. #129 Bullet
    21. Oktober 2020

    Wtf? “ToE”? Das ist ja nicht einmal eine Hypothese. Aber das Akronym dazu darf man hier wohl eher nicht schreiben. 😀

  130. #130 PDP10
    21. Oktober 2020

    How?(Lennon):

    Meine TOE baut auf dem aktuellen Wissensstand auf, sie widerlegt nichts, im Gegenteil, sie verbindet alles.

    Nein. Tut sie nicht. Du hast mehrfach oben betont, dass deine “TOE” dem aktuellen Wissensstand widersprricht.

    Also nochmal die Frage:

    Was ist wahrscheinlicher?

    Dass sich Zehntausende von Physiker/innen in den letzten dreihundert Jahren geirrt haben …

    Oder:

    Du einfach keine Ahnung von Physik hast.

    Was ist wahrscheinlicher?

  131. #131 Folke Kelm
    Schweden. Und virtuell heute in Porto gewesen
    23. Oktober 2020

    PDP…..RainerO hat doch in #117 die sache mit dem mit blut unterschreiben ausgeplaudert. Hast Du das vergessen? Du bist doch wohl auch auf der Uni gewesen. Klar dass 10000ende von Physikern das auch unterschrieben haben.

  132. #132 PDP10
    23. Oktober 2020

    @Folke:

    Klar dass 10000ende von Physikern das auch unterschrieben haben.

    Also ich kenne keinen! (Rief er mit entrüsteter Stimme und empörtem Gesichtsausdruck ….)

    Wobei … ich musste mein Studium allerdings kurz vor dem Diplom (so hieß das damals noch. So alt bin ich) schmeissen wegen Geldmangel.

    Ob’s daran liegt?

    🙂

  133. #133 RainerO
    23. Oktober 2020

    @ PDP10

    Also ich kenne keinen!

    Brav an die Verschwö… Abmachung gehalten! Laut Vertrag musst du das natürlich sagen.

  134. #134 PDP10
    23. Oktober 2020

    @RainerO:

    Laut Vertrag musst du das natürlich sagen.

    Menno! Ich habe aber gar keinen Vertrag, weil ich kein Diplom habe!

    Sonst wäre ich jetzt schon Millionär, wie Zehntausende andere Angehörige der Wissenschaftsmafia auch! Eins11!!1

  135. #135 PDP10
    23. Oktober 2020

    Hmmm … ich frage mich gerade ob die ganzen “Bätscheler” (mit piepsiger Florian-Schröder-Stimme gesprochen) – “Wissenschaftler” von Heute überhaupt ein Anrecht auf so einen Vertrag haben.

    Ich glaube nicht. Die sind mit ihren “Kursen” und “Modulen” sowieso schon total Gehirngewaschen …

  136. #136 Folke Kelm
    Schweden, zu viel Kuchen...mir ist schlecht
    25. Oktober 2020

    Nu unterschätz mal die bätscheler-studies nicht. So schlimm sind die nun auch nicht, dass sie nicht unterschreiben müssten. Ich hab in letzter Zeit sogar ein paar recht gute und motivierte solche als Praktikanten gehabt. Na gut. Ich gebs zu. Ich hab die ausgesucht. Allerdings musst du zugeben, dass es auch zu unserer (gott…oderso…hab sie seelig) Diplomzeit ziemliche Pappnasen gegeben hat, die trotzdem, oder gerade deshalb durch ihr Studium durchgeschleust wurden.
    Das mit dem Geldmangel kenn ich auch, und Geologie ist ein echt teures Studium. Ich hatte allerdings dann zwei Förderer. Ein Prof. bei dem ich der ständige Hiwi war und später selber die Grundvorlesung gehalten hab und einen Tankstellenbesitzer bei dem ich nächtens an der Kasse und der Zapfsäule stand. Letzterer wird von mir als der beste Chef angesehen den ich je hatte und ich besuche ihn jedes mal wenn ich in meiner alten Studentenstadt bin.
    Beide gehen stramm auf die 90 zu jetzt.. naja. Ich stramm auf die 60.
    Das lustige mit dem Prof. ist, dass ich ihm gesagt hab, dass ich in diesem Beruf nie und nimmer arbeiten werde. Er war damals ziemlich enttäuscht und hat wirklich einen Besuch verdient. Mittlerweile arbeite ich nämlich doch mit dem Kram, hat allerdings gut 20 Jahre gedauert.

  137. #137 PDP10
    26. Oktober 2020

    @Folke:

    Nu unterschätz mal die bätscheler-studies nicht.

    Nee. Tue ich auch nicht. Das war nur überspitzt formuliert. Aber manchmal habe ich den Verdacht, dass sich Deutschland ausgerechnet die ganzen Schwächen des Bachelor / Master Systems rausgepickt hat … ohne die Stärken. ZB. ohne das halbe Studium-Generale, dass die Studies in den USA oder GB, wo das ja her kommt, in der Regel absolvieren.

    Allerdings musst du zugeben, dass es auch zu unserer (gott…oderso…hab sie seelig) Diplomzeit ziemliche Pappnasen gegeben hat, die trotzdem, oder gerade deshalb durch ihr Studium durchgeschleust wurden.

    Absolut. Und wie…

    Mittlerweile arbeite ich nämlich doch mit dem Kram, hat allerdings gut 20 Jahre gedauert.

    Herzlichen Glückwunsch! 🙂

    (Hätte ich auch gerne, aber ich hab’ ‘ne andere Abzweigung genommen. Was nicht bedeutet, dass das, was ich im Studium gelernt habe, mir nichts nützen würde. Im Gegenteil.)