In der Mai-Ausgabe von “Bild der Wissenschaft” hat yours truly den Erkläronkel für forensische DNA-Analyse im Allgemeinen aber auch solche Spezialthemen wie “DNA-Transfer” gegeben. Auch der Kollege Manfred Kayser kommt  zur forensischen DNA-Phänotypisierung zu Wort.

Könnt’ ja mal reinschauen 🙂

(und wer’s gelesen hat: wie fandet Ihr’s?)

 

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Kommentare (20)

  1. #1 RPGNo1
    19/04/2022

    Ich musste beim Schlagwort “Bild” spontan an den Springerkonzern (wegen Computer-Bild etc) denken. Eine schnelle Recherche hat glücklicherweise ergeben, dass meine Vorbehalte unbegründet waren. 🙂

  2. #2 noch'n Flo
    Schoggiland
    19/04/2022

    Und wie genau können wir die Artikel nun aufrufen?

  3. #3 zimtspinne
    19/04/2022

    Denk mal, das muss am Kiosk gekauft werden mit einer Dose Bier zusammen und zwei Speckmäusen oder online bestellen.

    Immer alles sofort und überall und kostenlos verfügbar haben, ist eine moderne Erwartungshaltung.

  4. #4 Cornelius Courts
    19/04/2022

    @zimtspinne: “Denk mal, das muss am Kiosk gekauft werden”

    ganz genau, oldschool halt.
    Ich dachte auch, daß das ein paar hier vllt. sowieso im Abo haben…

    “und zwei Speckmäusen”

    oder ner Tüte Gemischtem (aber ohne Brauseufos, dafür mehr von den Veilchenpastillen) ;D

  5. #5 Cornelius Courts
    19/04/2022

    @RPGNo1: “Eine schnelle Recherche hat glücklicherweise ergeben, dass meine Vorbehalte unbegründet waren”

    Durchaus. Derselbe Verlag, der bdw herausgibt, macht derzeit auch die Scienceblogs 😉

  6. #6 stone1
    20/04/2022

    Könnt’ ja mal reinschauen

    Die Maiausgabe müsste ja bald kommen… vermutlich bringt die Postlerin sie diese Woche…

    Da fällt mir ein – mistundverflucht – hab die Adressänderung beim Aboservice noch nicht angegeben… das war die (hoffentlich) einzige Postangelegenheit, die ich bisher verschwitzt hab… und der Nachsendeauftrag ist schon abgelaufen……. urks, da muss ich gleich mal ne Mail schreiben.

  7. #7 noch'n Flo
    Schoggiland
    20/04/2022

    @ CC:

    oldschool halt

    Wieder ein Beweis, dass früher eben nicht doch alles besser war.

  8. #8 zimtspinne
    20/04/2022

    Das mit dem Kiosk habe ich nur so daher gesagt – habe keine Ahnung, ob man dort solche speziellen Zeitschriftenausgaben -einfach so- mitnehmen kann oder bestellen muss.
    Daher das Dosenbier, um den oldschool Kiosk-Gang zu schaffen 😉
    Das letzte Mal, das ich je an einem Kiosk etwas gekauft habe (Großstadt noch), waren tatsächlich die weißen Mäuse. Stolze 1 Euro pro Stück. An denen war aber auch richtig was dran, nicht diese Minidinger.

    Ich ordere das jetzt mal online und werde dann später berichten @ Cornelius.
    Der Kiosk ist mir zu heikel.

  9. #9 Cornelius Courts
    20/04/2022

    habe gerade gesehen: in dem Heft kommt auch “der bekannteste Rechtsmediziner Deutschlands” vor.
    Also einer der bekanntesten Rechtsmediziner Deutschlands. Von denen gibt es ja bekanntlich mehrere und allen haben mindestens einen Podcast 😀 #cringe

    Ich werde übrigens ab jetzt als “der unbekannteste forensische Genetiker der Welt” auftreten und weiterhin keinen Podcast haben.

  10. #10 zimtspinne
    20/04/2022

    meinst du zufällig diesen?

    https://www.stern.de/kultur/tv/tatort/-tatort—darum-wurde-rechtsmediziner-michael-tsokos-herausgeschnitten-30510118.html

    wart’s nur ab; irgndwann spült es dich doch in eine Krimi-Seifenoper :p

  11. #11 Christian Mai
    Bonn
    21/04/2022

    Lieber Cornelius Courts,
    wir kennen uns von einem Interview, das sie mir vor etwa acht Jahren gewährten und das sehr hilfreich war bei einer Facharbeit in Bio. Darüber hinaus brachte es mir auch einige Erkenntnisse zu den empirischen Wissenschaften, von denen ich noch heute zehre. Sie können einfach gut erklären. Ein dickes Dankeschön dafür.

    Die beiden oben verlinkten Artikel fand ich sehr gut, sehr interessant und haben mich dann ja auch zu ihnen geführt.
    Die Mai-Ausgabe von ‘bild der wissenschaft’ werde ich mir also noch besorgen.

    Vor kurzem las ich diesen Artikel mit dem Titel “Menschliches Genom vollständig entschlüsselt” und war doch etwas verwundert und dachte zunächst es sei ein alter Artikel, war es aber nicht.

    Meine Frage ist nun, ob diese Erkenntnisse schon in der forensischen Genetik Anwendung finden oder vielleicht sogar aus ihr stammen. Und in diesem Zusammenhang interessiert mich auch, welche (und ob überhaupt) Rolle die Paläogenetik spielt?

  12. #13 Robert Neudecker
    21/04/2022

    Ich find das Titelbild von Bild der Wissenschaft schon sehr irritierend. Wie kann man die große USP in so eine kleine Plastiktüte stecken wollen?

  13. #14 Cornelius Courts
    21/04/2022

    @Christian Mai: “wir kennen uns von einem Interview, das sie mir vor etwa acht Jahren gewährten […]. Ein dickes Dankeschön dafür.”

    Ach, das ist ja nett, freut mich sehr 🙂
    Vor acht Jahren war ich ja sogar noch in Bonn…

    “Meine Frage ist nun, ob diese Erkenntnisse schon in der forensischen Genetik Anwendung finden oder vielleicht sogar aus ihr stammen.”

    Jein. DNA-Bereiche mit nicht-codierender, repetitiver DNA schaut man sich in der forens. Genetik schon seit den 80ern an, erst die VNTRs in der Minisatelliten-DNA, seit den 90ern dann die STRs in der Microsatelliten-DNA. Die in der Forensik genutzten STRs sind alle sehr gut charakterisiert, wozu natürlich auch die vollständige Sequenzierung der Bereiche einschl. aller SNPs darin gehören.
    Also ja, wir nutzen Bereiche aus der repetitiven DNA schon sehr lange, haben also diesbezgl. nicht von dem Projekt profitiert, ich denke auch nicht, daß man unsere Sequenzdaten in das von Ihnen verlinkte Projekt mit einfließen lassen hat, denn wir nutzen v.a. Sanger aber auch NGS (https://scienceblogs.de/bloodnacid/2013/12/13/next-generation-sequencing-in-der-forensischen-genetik/) um die STRs auszulesen, wohingegen das neue Projekt ja mit der noch aktuelleren (als NGS) Sequenzierungstechnologie gearbeitet hat (Nanopore, bzw. SMRT).
    Ich würde aber nicht ausschließen, daß auch die forensischen Genetiker sich die neuen Sequenzdaten genau ansehen und schauen, ob es darin vielleicht neue forensisch interessante Bereiche gibt.

    “Und in diesem Zusammenhang interessiert mich auch, welche (und ob überhaupt) Rolle die Paläogenetik spielt?”

    Dinosaurier-forensische-Genetik, meinen Sie? ;D
    Also, wir haben mit denen keine große inhaltliche Schnittstelle, wohl aber eine methodische: Extraktion von Nukleinsäuren aus stark angegriffenen, umweltausgesetzten Matrices. Gerade bei der Behandlung von Knochen kann man von den aDNA-guys immer einmal etwas lernen. Ich habe mich ja damals über meinen Erfolg mit dem Knochen aus dem See gefreut (https://scienceblogs.de/bloodnacid/2011/06/08/der-knochen-aus-der-tiefe/), der lag da aber “nur” 70 Jahre (dafür in einem See). Dafür stehen die aDNAler morgens nichtmal auf und es ziemlich cool, daß z.T. so etwas wie Neanderthaler-DNA noch sequenziert werden kann 😉

    Was aber mal interessant werden könnte: die Bestimmung von Abstammungsverhältnissen in vorzeitlichen Menschen- bzw. Homo-Sippen. Wenn man ausreichend intakte DNA aus solchen Überresten herausbekommt, könnte man, wenn wir unsere Abstammungsmethoden darauf anwenden, vielleicht interessante Dinge zum sozialen Aufbau solcher Sippen herausfinden…
    Auch interessant: wie gut funktionieren humane STRs bei entfernteren Verwandten? Bei H. neanderthalensis? Bei H. erectus? Bei H. habilis? Bei P. boisei?

  14. #15 Cornelius Courts
    21/04/2022

    @Robert Neudecker: “Ich find das Titelbild von Bild der Wissenschaft schon sehr irritierend. Wie kann man die große USP in so eine kleine Plastiktüte stecken wollen?”

    Ist bestimmt aus so einer dämlichen nachgestellten CSI-Bauerntheater-Kappes-Sendung genommen worden. Ich weiß schon, warum ich das nie gucke!
    Korrekt, sachgerecht und auch hinsichtlich der bestmöglichen topographischen Konservierung von Spuren auf einer Feuerwaffe, hat man eine solche so zu asservieren: https://www.shopevident.com/sites/default/files/img/category/4051b.jpg

  15. #16 zimtspinne
    21/04/2022

    hm, interessante Archivierung.
    Ganz tütenlos? Mit Kabelbindern? sieht oldschool aus, hehe.

    Wobei das künstlerische Überspannen auch seinen Reiz hat – wenn ich an Columbo denke, der Beweismittel einfach gedankenverloren in den Manteltaschen versenkt, dort vergesellschaftet mit Nüssen, Frühstückseiern, Zettelwirtschaft und Zigarrenasche (die stippt er notfalls auch dorthin).

    Später werden die Beweismittel bei Bedarf aus der Manteltasche gezückt und den Verdächtigen unter die Nase gerieben.

    Konsequenter Schluder!

  16. #17 zimtspinne
    21/04/2022

    Salzstreuer in der Manteltasche hab ich noch vergessen. 🙂

    Mich würde mal noch folgendes interessieren:

    Kann man als Privatperson zB bei Verdacht auf Straftat ein totes Tier obduzieren lassen oder übergibt man das den Ermittlungsbehörden? Und was, falls die ablehnen, wegen Geringfügigkeit oder so?
    Kann man das dann privat in Auftrag geben wie andere, “normale” Obduktionen, zB zum Feststellen der Todesursache?

  17. #18 Cornelius Courts
    22/04/2022

    @zimtspinne: “Kann man als Privatperson zB bei Verdacht auf Straftat ein totes Tier obduzieren lassen oder übergibt man das den Ermittlungsbehörden? Und was, falls die ablehnen, wegen Geringfügigkeit oder so? Kann man das dann privat in Auftrag geben wie andere, “normale” Obduktionen, zB zum Feststellen der Todesursache?”

    Man kann auf jeden Fall Menschen privat in der Rechtsmedizin obduzieren lassen; wird regelmäßig gemacht bei Verdacht auf ärztliches Fehlverhalten, wenn aber auf dem Totenschein als Todesart “natürlich” steht.
    Theoretisch könnte man daher sicher auch mal fragen, ob die Rechtsmediziner auch ein Tier obduzieren würden und was das kostet. Für den Kölner Zoo haben wir das in Köln immerhin schon gemacht:
    https://mobil.ksta.de/image/38441170/2×1/600/300/fd2e7ea28173210e23ccee3060f73fb2/QC/obduktion-tiger.jpg

    Man könnte daher sicher auch bei StA anfragen, ob, wenn man beispielsweise eine Anzeige wegen Tierquälerei erstattet, diese eine Obduktion zu Ermittlungszwecken anordnen würden…
    Was ich nicht weiß, welchen Beweiswert die Obduktion eines, sagen wir: Dackels, durch humanmedizinische Rechtsmediziner hätte und ob man da beim Tierarzt nicht besser aufgehoben wäre…

  18. #19 Hmm...
    22/04/2022

    Vor ca. 15 Jahren, wenn nicht sogar noch länger her, habe ich die Bild der Wissenschaft als ein sehr einfach ausdrückendes Magazin kennengelernt. D. h. komplizierte Themen werden zu sehr vereinfacht. Spektrum der Wissenschaft geht da mehr in die Tiefe.

    Hat sich das denn in den letzten Jahren geändert? Wenn ich das Titelbild sehe, kann ich keine Veränderung erkennen…

  19. #20 Cornelius Courts
    22/04/2022

    @Hmmm…: “Hat sich das denn in den letzten Jahren geändert?”

    Hmmm…. wenn’s doch nur eine Möglichkeit gäbe, das rauszufinden…