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Neben dem Buch von Isaac Asimov war es der hervorragende Klassiker Eine kurze Geschichte der Zeit von Stephen Hawking der mich dazu gebracht hat, Astronomie zu studieren (das ich dann letztendlich doch nicht bei der Kosmologie sondern der Himmelsmechanik gelandet bin ist eine andere Geschichte). Vor kurzem ist nun das neues Buch von Hawking erschienen, dass er gemeinsam mit seinem Kollegen Leonard Mlodinow geschrieben hab: “Der große Entwurf” (im Original: “The Grand Design“).

Der Unteritel verrät das große Ziel das sich die beiden gesetzt haben: “Eine neue Erklärung des Universums”. Und gleich auf der ersten Seite, schon im fünften Satz stellen Hawking und Mlodinow die “großen Fragen”, die sie beantworten wollen. Darunter Kaliber wie “Woher kommt das alles [das Universum]?” oder “Braucht das Universum einen Schöpfer?”

Ja, dürfen die denn das? Darf sich die Naturwissenschaft zu so etwas äußern? Man hört ja oft dass die Wissenschaft nur die Fragen nach dem “Wie” beantworten kann während Religion und Philosophie für die Fragen nach dem “Warum” zuständig wären. Und jetzt kommen da zwei Physiker und meinen, sie könnten so einfach diese fundamentalen Fragen nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest beantworten?

Ja – warum nicht? Wer, wenn nicht die Naturwissenschaft soll auf diese Fragen – gerade auf diese Fragen! – objektive und verläßliche Antworten liefern können? Sicher nicht die Religion… “Gott” war noch nie eine Antwort die irgendwas erklärt hätte und auch die Philosopie tut sich schwer, allgemeingültige und überprüfbare Ergebnisse zu liefern. Und wenn man sich ansieht, welche Fortschritte die Physik in den letzten Jahrzehnten gemacht hat, dann ist es nicht verwunderlich, dass die Antworten auch auf solche “religiösen” Fragen nun in Reichweite rücken.

Über das Buch von Hawking wurde ja schon heftig diskutiert. Weniger über den eigentlichen Inhalt sondern über eine der Schlußfolgerungen zu der die Autoren gekommen sind:

“Es ist nicht nötig, Gott als den ersten Beweger zu bemühen, der das Licht entzündet hat und das Universum in Gang gesetzt hat.”

Ok, dass ist jetzt genaugenommen keine revolutionäre Erkenntnis. Wie ich oben schon sagte: selbst wenn man Gott als Ursprung von allem postuliert hat man das Problem nur verlagert und nichts erklärt. Denn auch Gott braucht einen Ursprung. Aber wenn Stephen Hawking sowas sagt, dann erfährt das natürlich sehr viel Resonanz.

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Aber “Der große Entwurf” handelt natürlich nicht nur von Gott sondern es geht um moderne Physik, um Kosmologie, um die Naturgesetze und die Natur der Wirklichkeit. Was genau Hawking und Mlodinow hier für neue Ideen haben, das könnt ihr hier in den nächsten Tagen lesen, wenn ich das Buch detailliert besprechen werde.


Noch mehr Buchrezensionen auf ScienceBlogs:
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Kommentare (74)

  1. #1 Tom
    8. Oktober 2010

    Also ich habe das Buch bereits durch und bin wieder einmal beeindruckt dass es scheinbar doch möglich ist, selbst komplexeste Dinge auch einem Normalsterblichen zu erklären. Vermutlich nicht ganz grundlos bringen die beiden immer wieder Richard Feynman ins Spiel, der ja als Paradebeispiel schlechthin für soetwas gilt.

    Das Buch ist in meinen Augen uneingeschränkt empfehlenswert.

    Und es hat nichts, aber auch wirklich gar nichts mit dem “The God Delusion” von Richard Dawkins zu tun.

  2. #2 Dyrnberg
    8. Oktober 2010

    Dürfen Naturwissenschaftler zu den “großen” Fragen Stellung nehmen und Antworten suchen? Ich würde dieser Frage mit einem uneingeschränkten “Ja” begegnen. Natürlich dürfen sie das. Und sie sollen es auch.

    Ich komm aus der anderen Ecke, hab Philosophie studiert, und mich hat diese Grenzziehung zwischen Naturwissenschaft und Philosophie stets gestört, weil sie nur auf dem Papier passgenau funktioniert: Ja, die naturwissenschaftlichen Methoden des Messens (um es mal plump zu sagen, bitte nicht hauen) können sich nur bedingt den großen Fragen des “Warum?” annehmen. Aber Naturwissenschaftler sind ja eben nicht nur Naturwissenschaftler. Die sind ja auch – ich sag es nochmal plump – Menschen. Und jeder Mensch trägt diese großen Fragen in sich – und warum sollten sich gerade die, die wichtige Expertise und empirische Daten zum Weltenlauf aufweisen – sich dann nicht äußern. Das wäre stupide.

    In diesem Sinne möchte ich gerne mehr “philosophische” Bücher von Naturwissenschaftler lesen. Solange ein gewisses philosophisches Niveau aufweisen. Und das ist bei Hawking der Fall.

  3. #3 Florian Freistetter
    8. Oktober 2010

    @Dyrnberg: “Ja, die naturwissenschaftlichen Methoden des Messens (um es mal plump zu sagen, bitte nicht hauen) können sich nur bedingt den großen Fragen des “Warum?” annehmen.”

    Bedingt in welchem Sinne? Bedingt, weil die Naturwissenschaft noch nicht überall weit genug ist (Quantengravitation, etc?) Oder bedingt, weil die Naturwissenschaft prinzipiell nicht dazu fähig wäre?
    Wenn es um objektive und allgemeingültige Antworten geht, dann gibt es keine Alternative zur Naturwissenschaft. Insofern ist sie auch die einzige Möglichkeit, vernünftige Antworten auf solche Fragen zu erhalten…

  4. #4 Bullet
    8. Oktober 2010

    Insofern ist sie auch die einzige Möglichkeit, vernünftige Antworten auf solche Fragen zu erhalten…

    Wobei ich hier das Wort “vernünftig” gern gefettet sähe. Denn mitunter kommt es mir so vor, als ob Antworten aus der Ecke der Alternativen zur Wissenschaft* bisweilen gern weniger vernünftig als vielmehr gefällig gegeben werden. Wissenschaft darf auch gern unbequem sein – die Realität isses schließlich auch.

    *ha, ich kann auch PC

  5. #5 Georg Hoffmann
    8. Oktober 2010

    Natuerlich darf Hawkins das. Aber er muss Argumente einfuehren und benutzen, die nichts mit Naturwissenschaft zu tun haben und die man als philosophisch qualifizieren kann. Ob er das gut macht oder nicht, ist ein anderes Thema.
    Hier ein Zerriss, allerdings auf frz (ich hab das Buch erst gerade angefangen):
    http://sciences.blogs.liberation.fr/home/2010/09/dieu-hawking-et-la-physique.html

    Unabhaengig davon, denke ich schon, dass das permanente Verstreuen von “Gott” und “Sinn des Lebens und des Universums” auf den Titelseiten von naturwissenschaftlichen Starautoren eine merchandising Masznahme des Verlags ist, meist kommt zu dem angekündigten Thema nichts oder wenig.

  6. #6 Basilius
    8. Oktober 2010

    @Georg Hoffmann
    Stephen William Hawking heißt der werte Herr.
    Immer noch.

  7. #7 Bullet
    8. Oktober 2010

    Natuerlich darf Hawkins das.

    Es hat sich hier im Blog herausgestellt, daß einer der Indikatoren für gesteigerten Crankismus in der mangelnden orthographischen Treffsicherheit bei bekannten Namen liegt. Vielleicht magst du diesen Eindruck ja vermeiden. Der junge Mann heißt “Hawking“, Stephen Hawking. Und ich würd nicht so drauf rumreiten, wenn der Name nicht auf dem Bild des Buchcovers zu lesen wär, Florian ihn nicht in der Titelzeile erwähnt hätte und du nicht ein SB-Autor wärst. Aber cool wärs schon, mit gutem Beispiel voranzugehen.
    (Und verdammt, Basilius: diesmal warst DU schneller. :)

  8. #8 Georg Hoffmann
    8. Oktober 2010

    Ouuhhhh. Fuehle ich da bad vibrations, bule und boslios?

  9. #9 Basilius
    8. Oktober 2010

    Jippie!!!

    Bullet, danke für die weiteren Ausführungen. Ja, an den Crankindicator musste ich auch denken. Hab’s mir aber dann gespart. Dafür war ich halt schneller ^_^
    Ich muß allerdings auch gestehen, daß ich an der Stelle schon seit meinem Studium (also doch schon seit einer gehörigen Weile) sehr leicht reizbar bin. Ich hatte im ersten Semester (kein Witz!) einen längeren Streit mit meinem Mathe-Prof um genau diesen Hawkins. Am nächsten Tag habe ich ihm mein Buch “Eine kurze Geschichte der Zeit” gezeigt. Hat ihm nicht gefallen und seine Reaktion war auch nicht besonders sportlich…:-(
    Es ist mir schleierhaft, wieso hier immer wieder dieser Name auftaucht. Gibt’s da einen tieferen Grund für genau diese Verwuchselung?

  10. #10 Florian Freistetter
    8. Oktober 2010

    @Georg: “Aber er muss Argumente einfuehren und benutzen, die nichts mit Naturwissenschaft zu tun haben und die man als philosophisch qualifizieren kann”

    Muss er?

  11. #11 Florian Freistetter
    8. Oktober 2010

    @Basilius: “Es ist mir schleierhaft, wieso hier immer wieder dieser Name auftaucht. Gibt’s da einen tieferen Grund für genau diese Verwuchselung? “

    Ja, ich frag mich auch warum dieses “Hawkins” so verbreitet ist. Vielleicht eine Verschwörung um die Mathematiker Paul Hawkins und Thomas Hawkins zu promoten? 😉 Nen Rennfahrer gäbs auch noch.

  12. #12 Georg Hoffmann
    8. Oktober 2010

    @Florian
    Ja, er muss. Etienne Klein (http://fr.wikipedia.org/wiki/%C3%89tienne_Klein) schreibt

    “«Les propos attribués à Hawking sont d’une naïveté confondante, le degré zéro de l’épistémologie, bien loin de la subtilité et de l’intelligence dont il a fait preuve en physique. Pour démontrer que Dieu n’est pas nécessaire, il faut d’abord dire très précisément qui est cet Etre dont on veut prouver l’inutilité. Dieu, cela peut être beaucoup de choses différentes… Or Hawking ne nous dit pas de quel Dieu il parle.» Puis s’amuse : «Si la gravitation suffit pour créer l’univers, pourquoi ne pas dire que la gravitation, c’est Dieu ? Toute chute serait alors une expérience transcendantale.» ”

    Was den Hawking auch ein bisschen zum Hawkins macht (also zu einem anderen, als er ist): das Buch vermerkt in kleinen Buchstaben den Ko-autor Leonard Mlodinow, wobei man sich natürlich fragen kann, wie sehr Mlodinow das co- “verdient” hat, angesichts des Krankheitszustand Hawkings.
    http://en.wikipedia.org/wiki/Leonard_Mlodinow

  13. #13 Marc
    8. Oktober 2010

    selbstverständlich sollen naturwissenschaftler ihren beitrag zur beantwortung der großen fragen leisten. ich bitte darum. so lange sie es leisten können oder dabei eben die probleme aufzeigen, an denen die forschungslücken und methodenprobleme existieren und diese dann zu lösen versuchen. aber das setze ich bei anständiger wissenschaft mal voraus.

    allerdings glaube ich nicht, dass es möglich ist alle fragen und die großen fragen durch die naturwissenschaften zu beantworten. wenn diese so allzuständig leistungsfähig und omnipotent wären, wie hier dargestellt, dann muss man sich doch fragen, warum sie sich nicht in allen bereichen längst duchgesetzt haben. es ist ihnen ja noch nicht mal in den bereichen gelungen, in denen sie klare beweise liefern können. (das zeigen ja auch immer wieder die auseinandersetzungen hier)

    in diesem sinne schliesse ich mich dyrnberg an, dass die trennung von natur-, geistes- und sozialwissenschaften eine ist, die leider existiert und eben in vielen bereichen zu konkurrenz führt.

    beide arten zu argumentieren, zu forschen und die unterschiedlichen theorien können sich ja auch ergänzen. ich denke, dass da vieles auf beiden seiten möglich ist.

    ich freue mich auf jeden fall auf die ausführliche besprechung des buches. danke an dieser stelle, dass du dir diese mühe machst.

  14. #14 maom
    8. Oktober 2010

    Die Frage ist, kann man auf OSI-Level 1 alles erklären? Also ich denke nicht.

  15. #15 Bullet
    8. Oktober 2010

    Si la gravitation suffit pour créer l’univers, pourquoi ne pas dire que la gravitation, c’est Dieu?

    Jo. Pippi Langstrumpf hat dazu mal ein Lied geschrieben.

    Nebenbei: Basilius und ich haben dich auf einen Fehler hingewiesen. Beuge also dein Haupt und bereue. Sinnfreies blabla machts für dich nicht besser. Und was du fühlst oder nicht, is mir sowas von wurscht… das geht auf keine Kuhhaut.

  16. #16 Basilius
    8. Oktober 2010

    @Marc

    wenn diese so allzuständig leistungsfähig und omnipotent wären, wie hier dargestellt

    Zuständig ist, wer sich einerseits berufen fühlt, oder andererseits von einer anderen Stelle(welche sich selber zuständig fühlt) dafür berufen wird. Aber abgesehen davon. Wer schreibt oder behauptet hier etwas von “Omnipotenz”?

    , dann muss man sich doch fragen, warum sie sich nicht in allen bereichen längst duchgesetzt haben.es ist ihnen ja noch nicht mal in den bereichen gelungen, in denen sie klare beweise liefern können.

    Die Frage ist berechtigt. Die Antwort darauf allerdings nicht sonderlich schwierig. Man kann Beweise liefern soviel man will. Ob diese Beweise dann als “klar” angesehen werden liegt in der Verantwortung des Empfängers. Wenn es diesem an Kompetenz mangelt, oder wenn die Beweise dann einfach trotzdem ignoriert werden, was willste dann machen? Hier greift lediglich der Vorwurf an die Wissenschaft, daß sie ihre Öffentlichkeitsarbeit und auch Bildungsarbeit immer noch verbessern kann. Was der Florian ja aber lobenswerterweise auf diesem Blog z.B. versucht. Die Empfängerseite hingegen sollte hier natürlich auch ein gewisses Interesse an den “Beweisen” oder Erkenntnissen zeigen. Wenn das nicht vorhanden ist, bzw. in der Politik kein Interesse für mehr Unterstützung des Bildungsauftrags besteht, dann heißt es “Zurück auf Start ohne an der Schloßalle Geld einzusammeln!”

  17. #17 Basilius
    8. Oktober 2010

    @maom
    Also ich denke, daß die Frage sich auch dann nicht eher stellt, wenn man sie zweimal stellt. Wer behauptet denn, daß man auf OSI-1 alles erklären könne? Oder wer fordert das? Die von OSI-7 bestimmt nicht. Sonst könnte man den Rest ja einfach ersatzlos wegschnibbeln. Aber irgendwie fehlt dann doch wieder was, oder ned?

  18. #18 Sim
    8. Oktober 2010

    Ich hab auch schon öfter Hawkins gehört. Ich denke eher dass es sich um eine Synthese der Namen Dawkins und Hawking handelt. Ich muss sogar manchmal selber nachgucken wie der Hawking geschrieben wird weil ich mir nicht immer sicher bin.

  19. #19 Florian Freistetter
    8. Oktober 2010

    @Georg: “Si la gravitation suffit pour créer l’univers, pourquoi ne pas dire que la gravitation, c’est Dieu ?”

    Ok… wenn man sowas als Argument ansehen will.

  20. #20 Florian Freistetter
    8. Oktober 2010

    @Bullet: “Beuge also dein Haupt und bereue. Sinnfreies blabla machts für dich nicht besser. Und was du fühlst oder nicht, is mir sowas von wurscht”

    Nicht streiten! Hawkins/Hawking war jetzt nicht so dramatisch, dass man gleich “bereuen” muss. Ich fahr jetzt nämlich bald in Urlaub und hab dann keine Lust/Zeit mehr den Streit zu schlichten. Ne halbe Stunde oder so bin ich noch online – dann seid ihr euch selbst überlassen (und Marc, der trotzdem ein wenig aufpasst ; )). Also seid brav!

  21. #21 Georg Hoffmann
    8. Oktober 2010

    Ouuhhh, ich fuehle immer noch ganz schlechte Schwingungen.

    @Florian
    Ich hab keine Zeit den Text zu uebersetzen. Etienne Klein hat gescherzt mit der Gravitation und das steht da auch. Etienne Klein ist Leiter des Labors des Sciences de la Matiere an meinem Institut, der CEA. Er hat in Philosophie promoviert und veroeffentlicht Ende dieses Monats # Discours sur l’origine de l’univers (2010), von dem ich zumindest mir mehr verspreche als von dem Hawking. Aber schaun mer mal.
    Sein Argument ist, dass es zu seiner Aussage wie Man braucht keinen Gott fuer die Schaffung des Universums eine sehr gruendliche epistemologische Vorarbeit bedarf, um zu klaeren, wessen es da eigentlich nicht bedarf. Epistemologie ist ein Gebiet der Philosophie http://de.wikipedia.org/wiki/Erkenntnistheorie und das wollte ich ja auch nur sagen: Hawking betaetigt sich als Philosoph, was natuerlich prima ist.

  22. #22 Florian Freistetter
    8. Oktober 2010

    @Georg: “Sein Argument ist, dass es zu seiner Aussage wie Man braucht keinen Gott fuer die Schaffung des Universums eine sehr gruendliche epistemologische Vorarbeit bedarf, um zu klaeren, wessen es da eigentlich nicht bedarf. “

    Ok, das ist ja jetzt erstmal nicht erstaunlich. Klar – man kann immer das, was die Physiker als Ursache für das Universum herausfinden “Gott” nennen. Aber eine gründliche epistemologische Vorarbeit würde ich da nicht für nötig halten. Wenn die Naturwissenschaft mit naturwissenschaftlichen Methoden herausfinden, warum das Universum ist, dann braucht man keinen Philosophen mehr, der einem dann sagt ob man das nun “Gott” nennen soll oder nicht…

    “und das wollte ich ja auch nur sagen: Hawking betaetigt sich als Philosoph, was natuerlich prima ist. “

    (Die Frage ist jetzt nicht böse gemeint:) Hast du das Buch gelesen oder beziehst du dich auf das, was in den Medien so rumkam? Denn Hawkings&Mlodinows Buch ist jetzt mMn auch nicht “philosophoscher” als andere Bücher über Quantenmechanik und Kosmologie (Brian Greene zum Beispiel).

  23. #23 Moss
    8. Oktober 2010

    Oh, Lesefutter mit Hirnbeschäftigungsgarantie! Dann stelle ich gleich mal die Nächste Große Frage™: Wann kommt die Taschenbuchausgabe ’raus?

    Ja-ha, ich bin geizig — hauptsächlich mit Regalplatz.

  24. #24 Georg Hoffmann
    8. Oktober 2010

    @Florian
    Na, Klein meint man muesse bei so etwas diffusem wie “Gott” eben so eine Vorarbeit lesen. Aber kann natuerlich sein, du brauchst das nicht.

    “Hast du das Buch gelesen oder beziehst du dich auf das, was in den Medien so rumkam? ”

    Habe ich oben schon geschrieben. Ich habe den Veriss von Sylvestre Huet gelesen und mir dann das Buch gekauft (witzig, auch Verrisse leiten zum Lesen an). Ich habe das Buch nicht gelesen.
    “Denn Hawkings&Mlodinows Buch ist jetzt mMn auch nicht “philosophoscher” als andere Bücher über Quantenmechanik und Kosmologie”
    Ja, das fasst gleich zwei der Vorwuerfe des Huet Artikels zusammen:
    1) Es wird aus PR Gruenden Lust auf die groszen Fragen gemacht und dann letztlich “nur” Wittens M Theorie vorgestellt (als wenn das nicht schon schwierig genug waere). Eine Art philosophicus interuptus.

    2) Es werden trotzdem im Buch und drumherum Aussagen gemacht, fuer die, wie Klein richtig erkannt hat, philosophisch gearbeitet werden muesste. Anscheinend (ich habs nicht gelesen) macht Hawking diese Arbeit nicht.

  25. #25 Marc
    8. Oktober 2010

    @Basilius: kurz zur omnipotenz ein zitat aus den kommentaren von florian freistetter:

    “Wenn es um objektive und allgemeingültige Antworten geht, dann gibt es keine Alternative zur Naturwissenschaft. Insofern ist sie auch die einzige Möglichkeit, vernünftige Antworten auf solche Fragen zu erhalten…!”

    sicherlich nicht in der schärfe gemeint, die man reinlesen kann (die abschaffungen der geistes- und sozialwissenschaften ;-))

    die öffentlichkeitsarbeit ist unglaublich wichtig. das steht ausser frage. und ich bin bei weitem kein feind der naturwissenschaften. vieles können sie sehr gut erklären und auch beweisen, zu anderen bereichen haben sie zumindest gute theorien.

    dennoch, und das finde ich immer wieder auch wichtig anzumerken, gibt es verschiedene perspektiven auf die welt und mit der annahme, dass das thomas-theorem (http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas-Theorem) stimmt, sind diese real.

    was mich eben in einigen bereichen und bei diversen erklärungsversuchen stört, vor allem wenn naturwissenschaftlich herangegangen wird (aber nicht nur da, es gibt auch geistes- und sozialwissenschaftliche vertreter, die ähnlich argumentieren), ist die dabei oft angelegte kausal-logik. ich tue mich damit beim blick auf bestimmte sachverhalte sehr schwer.

    wichtig sollte daher für alle wissenschaften sein, dass man auch seine grenzen im blick behält. wobei ich damit nicht meine, dass man diese immer einhält, sondern auch meine, dass es darum gehen muss, diese zu verschieben, zu prüfen und hier und da auch zu sprengen. stößt man aber “einfach so” über diese grenzen hinaus, dann verliert man m.e. das prädikat “wissenschaftlich”, da man an dieser stelle schon methodisch scheitern dürfte.

    @florian freistetter: worauf passe ich auf? ich stehe auf dem schlauch…. 😉

  26. #26 Basilius
    8. Oktober 2010

    @Florian
    Natürlich ist die Geschichte alles andere als dramatisch. Deshalb habe ich ja auch geschrieben, warum mir persönlich das kleine Fehlerchen besonders sauer aufstößt. Ich denke auch Bullet hätte gar nichts mehr weiter dazu gesagt, wenn da nicht diese halbgare “Herauswinderei” wie man doch noch einen Hawkins daraus machen könnte gewesen wäre. Bei dem Zitat in Frahsöhsisch habe ich mir kurz überlegt, ob ich ihm zum “Dank” eins in japanisch um die Ohren hauen soll, aber dann fand ich das auch albern, also lass’ ich es ^_^

    @Georg Hoffmann
    Sportlicher als mein alter MatheProf wäre es gewesen, wenn Du einfach kurz geschrieben hättest: “Ok, war ein Fehler. Mach’ ich nächstes mal richtig.”
    Dann wäre es ja auch schon wieder gut gewesen und somit ist diese Diskussion auch für mich beendet.

    Dem Florian wünsche ich auf jeden Fall aber einen angenehmen und erholsamen Urlaub und viel Schpass!

  27. #27 Georg Hoffmann
    8. Oktober 2010

    @Basilius
    Ich werde jetzt sicher nicht bei dir nachschauen (bad vibrations, und so), sondern schau nochmal bei mir nach:

    “auf den Titelseiten von naturwissenschaftlichen Starautoren ”
    Unsinn. Ich wollte sagen “auf den Titelseiten der Buecher von naturwissenschaftlichen Starautoren ”

    “angesichts des Krankheitszustand Hawkings”

    zustands

    “Ich hab keine Zeit den Text zu uebersetzen”

    Komma

    So, schon keine Lust mehr. Und nein, ich werde mich dafuer nicht entschuldigen. Ich werde nichtmals sagen, dass das falsch war. Ich habe naemlich mal gehoert, dass jedes Bit per Internet verschickt einen Baum oder einen Frosch toetet.

  28. #28 Bullet
    8. Oktober 2010

    @Basilius:

    Ich denke auch Bullet hätte gar nichts mehr weiter dazu gesagt, wenn da nicht diese halbgare “Herauswinderei” wie man doch noch einen Hawkins daraus machen könnte gewesen wäre.

    Fast. Wenn ausgerechnet ein SB-Autor daherkommt und allen auf die Nase bindet, wie egal es ihm ist, ob er zeigen kann, daß er sich an einen Namen erinnert, der im Artikel mindestens zweimal aufgetaucht ist und der danach trotzig auch noch unsere beiden Namen verbiegt – der rotzt seine Geringschätzung für alles andere als seine eigene Unterhose nur so im Strahl raus. Dabei war ich diesmal gar nicht so auf Konfrontation aus. Ich hab einfach nur nicht verstanden, wie es so schwer sein kann, den Namen abzutippen, der da schon steht. Seine ziemlich dümmliche Reaktion allerdings belegt wieder nur, daß man mit ihm einfach ein wenig anders reden muß.

  29. #29 Georg Hoffmann
    8. Oktober 2010

    @Bullet
    Wir sind heute aber richtig kiebig, oder?

    Kleine Qualitaetskontrolle zwischendurch:

    5 Beitraege, die sich einerseits mit einem Schreibfähler bescheftigen und andererseits vorhandene Stimmungen verstaerken und Gesagtes erlaeutern.

    Bullet, kennst du die Funktion des Chores in der griechischen Tragoedie? Gibt es einen offiziellen greek chorus http://en.wikipedia.org/wiki/Greek_chorus von Florian? Wie wird man Mitglied?

    Dramatic function

    Plays of the ancient Greek theatre always included a chorus that offered a variety of background and summary information to help the audience follow the performance. The Greek chorus comments on themes, and—as August Wilhelm Schlegel proposed in the early 19th century to subsequent controversy—shows how an ideal audience might react to the drama.[1] The chorus also represents, on stage, the general population of the particular story, in sharp contrast with many of the themes of the ancient Greek plays which tended to be about individual heroes, gods, and goddesses.

    In many of these plays, the chorus expressed to the audience what the main characters could not say, such as their hidden fears or secrets. The chorus often provided other characters with the insight they need.

  30. #30 Thomas J
    8. Oktober 2010

    @bullet

    jetzt komm aber runter… Florian schafft es mit einer erstaunlichen Trefferquote von über 90% das und dass nicht zu unterscheiden und dann wird dem netten Georg ein Patzer so angekreidet?
    Ich bin ja auch für Rechtschreibung und so… aber sich entschuldigen für ein s zuviel? hallo?
    Bisschen mehr Pragmatismus.

  31. #31 rod
    8. Oktober 2010

    Das Buch hab ich durch, hat mich jetzt nicht vom Hocker gerissen.
    Es ist sehr teuer für die paar Seiten, eben der Hawking-Preis.

    Sonst ist es ne Kreuz- und Quermischung von allerlei, das nicht richtig ins Detail geht aber trotzdem teilweise für Neulinge schwer verständlich ist. Zu vieles wird in zu wenigen Kapiteln behandelt und die Lösung für alle Fragen gibt es auch nicht wie versprochen, zumindest habe ich sie nicht gefunden.

    Habe das Buch vor 2 Wo. gelesen und schonwieder fast alles vergessen, da kam kaum Freude und Begeisterung auf und somit speichert mein unwissenschaftliches Hirn auch nicht viel.

    Viele schöne Bildchen haben se abgebildet, 1/4 bis 1/5 des Buches sind nur Bildchen die eher an Kunst erinnern.

    Also mir hat das Buch nicht zugesagt, es gibt aber sicherlich schlechtere Bücher.

  32. #32 Guido
    8. Oktober 2010

    Klingt vielleicht ein wenig brutal, aber immer wenn ich Hawking sehe, fällt mir der römische Spruch ein : “mens sana in corpore sano”

  33. #33 S.S.T.
    8. Oktober 2010

    @Guido

    Nee, ‘brutal’ ist das falsche Wort für Dein Post, nicht einmal ‘ultrabrutal’ trifft zu, denn noch mehr daneben geht nicht wirklich, hast Du sie eigentlich noch alle?

    Es mag körperliche und gesitige Krüppel geben, in welche Kategorie ich Dich einordne, dürfte für Dich kein Geheimnis sein.

  34. #34 Guido
    8. Oktober 2010

    S.S.T.

    Ich habe nur gesagt, dass mir der Spruch einfällt. Er ist nicht von mir.Ich fühle mich dabei nicht besonders gut, denke aber da ist was Wahres dran. Deine Unterscheidung von geistigen und körperlichen Krüppeln kann ich nicht nachvollziehen. Ich meine das ist nicht trennbar sondern nur in der Einheit unterscheidbar.
    Und was noch weit wichtiger ist : Es ist für mich keine moralische Kategorie.
    Genausowenig wie eine Lungenentzündung oder eine Epilepsie. Hawking wirft bei mir einfach das Thema auf. Das ist Alles.

  35. #35 noch'n Flo
    8. Oktober 2010

    @ Guido:

    Klingt vielleicht ein wenig brutal, aber immer wenn ich Hawking sehe, fällt mir der römische Spruch ein : “mens sana in corpore sano”

    Warum wird das nur immer falsch zitiert (bzw. unvollständig)? Es heisst nämlich: “Orandum est, ut sit mens sana in corpore sano” Auf Deutsch: “Es wäre zu wünschen, dass in einem gesunden Körper auch ein gesunder Geist sei.” Was vor allem bedeuten soll (in die heutige Zeit übertragen), dass die Fitness-Studio-gestählten Jüngelchen gerne auch etwas mehr Hornkapazität haben dürften (mal salopp ausgedrückt).

    @ GH:

    Ich habe naemlich mal gehoert, dass jedes Bit per Internet verschickt einen Baum oder einen Frosch toetet.

    Nett. Schöner wäre es, wenn jeder unnütze und OT-Kommentar einen Troll töten würde, aber das wäre wohl zuviel verlangt.

    @ Bullet:
    Ich verstehe immer noch nicht ganz, was Du gegen FF hast. O.K., er reagiert manchmal etwas harsch und ungeduldig, aber hey – er ist halt Wissenschaftler. Und er gibt sich verdammt viel Mühe, dem Leser hier neue wissenschaftliche Erkenntnisse verständlich zu präsentieren (also im Grunde nichts anderes, als das was Hawking macht). Ich bin ihm jedenfalls dankbar, dass er sich so viel Zeit dafür nimmt.

  36. #36 noch'n Flo
    8. Oktober 2010

    Was vor allem bedeuten soll (in die heutige Zeit übertragen), dass die Fitness-Studio-gestählten Jüngelchen gerne auch etwas mehr Hornkapazität haben dürften (mal salopp ausgedrückt).

    Und schon ist mir auch ein Schreibfehler passiert – mea culpa! Ich meinte natürlich Hirnkapazität. Aber irgendwie eine hübsche Wortschöpfung.

  37. #37 Der Burn
    8. Oktober 2010

    Habe das Buch leider noch nicht gelesen, werde ich aber natürliich, genauso wie ich alle anderen wirklich guten populärwissenschaftlichen Beiträge zu diesem Themenbereich verschlungen habe. (Also “gut” im Sinne von: Der Autor hat nachweislich eine gewisse Qualität auf seinem Gebiet. Wie gesagt: Nicht gelesen => Ich kann nichts darüber sagen)

    Ich komme aus der Logik-Ecke, habe also in meinem Studium sozusagen über die Grenzbereiche zwischen Philosophie und Naturwissenschaft geforscht. In den in der Mehrzahl überraschend guten Kommentaren zu diesem Artikel (bin neu hier im Blog, die alberne Rechtschreibdebatte blende ich mal aus) wird meiner Meinung nach vereinzelt sowohl der Naturwissenschaft als auch der Philosophie unrecht getan.

    Man darf die Philosophie nicht mit der Esotherik verwechseln. Aus einer besonders erfolreichen Naturwissenschaft kann man natürlich nicht die Irrelevanz der Philosophie folgern. Es ist nicht so, dass ein Argument sich entweder für die Naturwissenschaft qualifizieren kann und im Falle des Misslingens noch für die Philosophie gut ist.

    Ebenso steht es mit der Beweisführung. Die Naturwissenschaft hat das Mittel des Beweises nicht für sich gepachtet, die Philosophie ist sehr wohl in der Lage einen Beweis zu führen. Überhaupt wird hier gelegentlich von Beweisen gesprochen, die nicht jeder akzeptieren muss. Solche Beweise sind nur schwer vorstellbar, denn sie würden bedeuten, dass “unterschiedliche logische Axiome” (ein äußerst merkwürdiger, aber gültiger Term) zugrunde gelegt werden können – eine Katastrophe sowohl für Naturwissenschaft als auch für die Philosophie.

    Damit wäre ich auch bei dem eigentlichen Thema meines Kommentars: Ein absoluter Beweis ist praktisch nicht denkbar, weil er immer von seinen Vorraussetzungen abhängig ist. Auch hier lastet das Problem des unbewegten Bewegers auf den Schultern der Denker. Denn um die Vorraussetzungen zu beweisen, braucht man erneut Vorraussetzungen die ihrerseits eines Beweises benötigen um ihre Gültigkeit zu bestätigen… Ihr seht, wohin das geht.

    Das Problem beim Ursprung des Universums ist also erstmal gar nicht das praktische Problem, dass irgendwann mal dieses ewige Prinzip der Kausalität aufgebrochen werden müsste um zu einer Antwort zu kommen, das Problem tritt schon viel früher in der theoretischen Vorbereitung auf. Unsere Beweismethodik reicht einfach nicht aus, weil wir irgendwann unbewiesene Vorraussetzungen zulassen müssen, sprich wir müssen über Axiome in nicht-artifiziellen Systemen spekulieren. Die können jederzeit angezweifelt werden.

    Was ich aber sehr wichtig finde: Die Naturwissenschaft muss immer wieder philosophisch argumentieren, das ist die Vorraussetzung für ihr Fortschreiten. ´

    Naja, waren nur ein paar spontane Gedanken zu der Diskussion hier. Ich bin gespannt auf das Buch und auf die Besprechung ebenfalls.

  38. #38 Eddy
    9. Oktober 2010

    Ist es jetzt Hawkins Buch oder Hawkings Buch? Ausserdem heisst er Sam Hawkins wenn ich mich nicht irre, hihihi 😉

    Es würde mich sehr interessieren was die Leute die Hawkings “Eine kurze Geschichte der Zeit” als Jugendliche lasen heute von dem Buch halten, nachdem sie das Ganze studiert haben?

  39. #39 Eddy
    9. Oktober 2010

    “Um zu beweisen dass Gott nicht notwendig ist (nécessaire) muss man zuerst genau erklären wer dieses Wesen ist vom dem man beweisen will dass es nicht nützlich ist (l’inutilité).”

    Notwendig? Nützlich? Gott? Ja was denn nun lieber Sam? Zuerst Winnetou und jetzt diese naive Philosophie von Gott …

    “Und Hawking sagt uns nicht von welchem Gott er spricht.”

    Pöhse pöhse dieser Hawkins! 😉

    “épistémologie”

    Wikipedia:

    “Die Vertreter der Épistémologie betonen den Unterschied zwischen Erkenntnistheorie und Épistémologie, weil die Probleme der Wissenschaften unter ausdrücklichem Ausschluss „traditioneller“ philosophisch-weltanschaulicher Grundannahmen untersucht werden sollen. Doch besteht selbst in Frankreich … die deutliche Tendenz, die französische Sonderbedeutung des Ausdrucks aufzugeben und den Ausdruck „Epistemologie“ im Sinn von „Erkenntnistheorie“ zu gebrauchen.”

    Von was spricht der freundliche Herr? Von Hawkings Naivität und seiner Nicht-definition von Gott! Sollte er doch bitte mal mit Daw-kings reden, ähh ich meinte natürlich Darkwing Duck …. Sam Dawkins? Jedenfall dieser Ketzer der ganz ohne E-pistologie jeden Bibelglauben regelrecht atomisiert, wenn ich mich nicht irre, Hihihi.

    Und wenn man nur die Gravitation braucht um Gott zu erklären, warum dann nicht die Gravitation Gott nennen? Jeder Sturz wäre dann eine transzendentale Erfahrung.

    Ha ha null problemo haaaa haaaa, selten so gelacht – TränenausdenAugenwisch – Das schätze ich so sehr an den Franzosen. Deshalb lieben (adorent) sie auch Leute wie Claude Allègre. 😉

  40. #40 Dyrnberg
    9. Oktober 2010

    @ Florian, um auf Deine Frage ganz oben an mich gerichtet kurz einzugehen.
    Ich schrieb, dass die Naturwissenschaften sich nur bedingt den „großen Fragen“ annehmen können.

    Deine Antwort lautete: „Wenn es um objektive und allgemeingültige Antworten geht, dann gibt es keine Alternative zur Naturwissenschaft. Insofern ist sie auch die einzige Möglichkeit, vernünftige Antworten auf solche Fragen zu erhalten…“

    Ja und nein. Zuerst: Ich meinte es prinzipiell: die NW können uns nur bedingt die Auskunft über die „großen“ Fragen geben. Dies liegt nicht etwa daran, dass sie noch nicht genug wissen und erforscht haben, sondern dass uns naturwissenschaftliche Daten grundsätzlich nur bedingt Auskunft darüber geben können, warum den Weltenlauf seinen Anfang nahm oder – um eine zweite große Frage zu nennen – „was hier tun sollen“, die Frage der Ethik. Solche Fragen würde ich als „große“ Fragen bezeichnen. Wer hier antworten möchte, verlässt immer auch ein Stück weit die empirische Datenlage. Hier sind, so glaube ich, objektive und allgemeingültige Antworten niemals möglich.

    Und doch sehe ich Deinen Punkt vollkommen. Was die NW leisten, beispielsweise in der Frage, wie alles seinen Anfang nahm, ist phänomenal, und ich stehe staunend vor ihren Thesen und Theorien und kann nicht genug davon bekommen. Ich kann mir jedoch nur schwer vorstellen, dass der Fortschritt in der naturwissenschaftlichen Arbeit einst soweit gekommen sein wird, dass er beispielsweise eine glasklare Antwort auf die Frage „Warum sind wir hier?“ geben kann. Eine etwas kitschige Frage, zugegeben, aber eine, die viele Menschen umtreibt. Und Thesen des Urknalls (Thesen des Wie) geben diesen Menschen, die nach dem Warum fragen, keine Antwort. Ich glaube, auf solche Fragen sind keine objektiven, auf empirische Daten basierenden Antworten möglich. (Nun kann der Naturwissenschaftler sagen, dass die Frage dumm und sinnlos ist. Diese Meinung wäre zu respektieren. Dann müsste man hier den Diskurs abbrechen.)

    Mit dem allem möchte ich aber um Himmels willen nicht sagen, dass Religion uns Auskunft über diese „großen“ Fragen geben könnten. Sie versuchen es. Und dieser Versuch sei ihnen gegönnt. Und ich möchte noch weniger eine Wissenschaftsskepsis verbreiten, im Gegenteil, ich würde mehr weit mehr Forschungsförderung für diese Bereiche wünschen.

    (Man sieht, wie ich ringe: Sobald man nämlich darauf hinweist, dass NW an Grenzen stößt, steht zu befürchten, dass man für einen Esoterik-Freak gehalten wird, der an Lichtnahrung glaubt 😉 In diesem Kontext möchte ich kurz an die NW appellieren: Werft uns Geisteswissenschaftler nicht in einen Topf mit Esoterikern. 😉 Auch wenn unsere Wissenschaften weniger „hart“ sind… es sind Wissenschaften.)

  41. #41 Bullet
    9. Oktober 2010

    @noch’n Flo:

    @ Bullet:
    Ich verstehe immer noch nicht ganz, was Du gegen FF hast. O.K., er reagiert manchmal etwas harsch und ungeduldig, aber hey – er ist halt Wissenschaftler.

    Juhu, ich kann auch mal eine RICHTIGSTELLUNG anbringen.^^
    Flo: bitte lies mal, was da vorher geschrieben wurde. Gegen FF hab ich gar nix. Es ging mir um Hoffmanns Unfähigkeit, den Namen “Hawking” zu schreiben und um seine kindische Trotzreaktion, wenn man es ihm sagt.

  42. #42 Basilius
    9. Oktober 2010

    @noch’n Flo
    Abgesehen von dem, was Bullet schon so richtig angebracht hat, würde mich noch interessieren, wie Du auf die seltsame Ansicht kommst, daß der Florian manchmal “harsch” oder gar “ungeduldig” wäre. Das ist sicherlich auch eine Frage der persönlichen Empfindung, aber auch im Vergleich zum Rest der SB-Blogger bewundere ich den Florian am Meisten für seine geradzu beispielhafte Geduld so manchen schwierigen Kommentaren hier gegenüber. Gerade wenn man das mit der infantilen Reaktion von GH vergleicht (der mir jetzt wahrscheinlich gleich wieder die FF-FanClub gründung unterstellen wird :). Der Florian geht mit so einem kleinen Korrekturhinweis ganz locker und souverän um. Dann bleibt die Winzigkeit in ihrer Bedeutung auch so wie war: winzig.

  43. #43 Thomas J
    9. Oktober 2010

    @Basilius

    http://www.scienceblogs.de/primaklima/2010/10/schones-deutsch.php#comment149851

    GH Reaktion:

    @Webbaer
    Schönfeld/stein habe ich korrigiert. Danke.

    Bleibt mal aufm Teppich und kackt euch nicht gegenseitig vor die Füsse, von wegen infantil und so, manmanman!

  44. #44 Schlüter
    9. Oktober 2010

    Ich stimme Dyrnberg und Hoffmann voll zu.
    Die Frage nach dem Warum, Sinn des Lebens, der Moral, sind metaphysische Fragen und naturwissenschaftlich nicht zu beantworten. (Biologisch gesehen muss ich nur überleben und mich fortpflanzen).
    Dass Hawking Gott einstreut dient nur als Promotion für das Buch. Er tut so, als ob alle Probleme der Menscheit gelöst wären wenn man die Weltformel finden würde.

    Empfehlenswert dazu ist eine Sendung vom Astrophysiker und Naturphilosophen Harald Lesch: “Kann die Physik die Welt erklären?”

  45. #45 Florian Freistetter
    9. Oktober 2010

    @Schlüter: “Die Frage nach dem Warum, Sinn des Lebens, der Moral, sind metaphysische Fragen und naturwissenschaftlich nicht zu beantworten.”

    Um diese Fragen gehts ja aber auch nicht. Es geht um die Frage nach dem Ursprung des Universums. Das hat nix mit Moral oder Sinn zu tun sondern ist eine rein naturwissenschaftliche Fragestellung.

  46. #46 Dyrnberg
    9. Oktober 2010

    @ Florian: Also wenn es um diese Fragen nun doch nicht geht, reden hier aber gefühlte tausend Poster ziemlich aneinander und an Deinem Blogeintrag vorbei. Zweitens ist damit die Hawking These vom “Tod der Philosophie” ja vollkommen absurd – bzw. schlicht und ergreifend PR-Sprech, um sein Buch zu verkaufen.

  47. #47 Florian Freistetter
    9. Oktober 2010

    @Dyrnberg: “Also wenn es um diese Fragen nun doch nicht geht, reden hier aber gefühlte tausend Poster ziemlich aneinander und an Deinem Blogeintrag vorbei. Zweitens ist damit die Hawking These vom “Tod der Philosophie” ja vollkommen absurd – bzw. schlicht und ergreifend PR-Sprech, um sein Buch zu verkaufen. “

    Hawking spricht vom Ursprung des Universums. Schlüter hat vorhin von Moral, dem Sinn des Lebens u.ä. geredet. Was soll das miteinander zu tun haben? Wenn man nun weiß, warum und wie das Universum entstanden ist, dann leitet sich daraus doch keine Moral ab und schon gar kein Sinn des Lebens. Wer das machen möchte, der betreibt tatsächlich Philosophie bzw. Religion. Aber Hawkings Fragen drehen sich um die Entstehung des Universums.

  48. #48 Dyrnberg
    9. Oktober 2010

    Wir gehen völlig d’accord. Ich hatte dich zuerst so verstanden, als könne die NW nicht nur erklären, wie alles entstanden ist, sondern auch warum. (Natürlich nähert man sich mit dem “Wie” immer auch dem “Warum” an, aber man bekommt es nicht zu fassen.) Da wir aber in diesem Punkt dann ja eh überein stimmen, würd ich sagen, Hawking müsste, wenn er seriös bleiben würde, schreiben: Philosophie als Kosmogonie (!) ist tot. Und nicht die Philosophie (wie die Moral, die Erkenntnistheorie, etc) insgesamt.

    Wie gesagt: ich glaub, wir sind d’accord. Damit möchte ich nicht weiter diesen Blogeintrag hier zuspammen. Bist auch eine arme S** wenn Du das hier alles lesen musst 😉

  49. #49 Florian Freistetter
    9. Oktober 2010

    @Dyrnberg: “Ich hatte dich zuerst so verstanden, als könne die NW nicht nur erklären, wie alles entstanden ist, sondern auch warum.”

    Naja – auch das “Warum” kann beantwortet werden. Aber ich denke verschiedene Leute haben verschiedene Auffassungen von dem was das “Warum” leisten könne. Wenn wir z.B. nach dem “Warum” der Entstehung der Erde fragen, dann kann man das gut beantworten. Aber einige Leute vermuten hier wohl nicht nur ein naturwissenschaftliches “Deshalb!” (das dann mit interstellaren Gaswolken, Gravitation und Supernovae zu tun hat) sondern auch noch irgendeine Art “mystische” Begründung der Existenz. Die liegt natürlich außerhalb der NaWi.

  50. #50 Der Burn
    9. Oktober 2010

    “Biologisch gesehen muss ich nur überleben und mich fortpflanzen”

    Die Aussage halte ich für unbelegt.

  51. #51 PeteH
    9. Oktober 2010

    @Georg Hoffmann

    … Eine Art philosophicus interuptus. …

    Da kann ich nur in Neust-Deutsch ausrufen: “Wie geil ist das denn!?” 😀

  52. #52 Basilius
    10. Oktober 2010

    @Thomas J.
    Auf dem Teppich bleiben wollte ich eigentlich von Anfang an. Ich dachte, ich hätte auch schon mehrmals dargestellt, daß die Sache an und für sich einen Kleinigkeit ist. Und sie wäre es sicherlich auch geblieben, wenn der GH auch hier so einfach und pragmatisch reagiert hätte, wie in diesem einen verlinkten Beispiel. Das ist aber bei GH halt nun mal nicht so ganz der Regelfall, wie z.B. beim FF. Letzterer kann auch schon mal ungehalten werden, aber das ist doch eher die große Ausnahme und erfordert schon einen langen Leidensweg. Und etwas sportlicheres Verhalten, gerade von einem SB-Autor, wäre schon wünschenswert. Das war alles, was ich sagen wollte.

  53. #53 Thomas J
    10. Oktober 2010

    @Basilius

    Na, wenn mir jemand wegen einem fehlenden s gleich mit Crankvorwürfen kommt, dann ist doch die bad vibrations Antwort doch eher als humorvoll zu betrachten.
    Wie man in den Wald…

  54. #54 noch'n Flo
    11. Oktober 2010

    @ Basilius:

    Abgesehen von dem, was Bullet schon so richtig angebracht hat, würde mich noch interessieren, wie Du auf die seltsame Ansicht kommst, daß der Florian manchmal “harsch” oder gar “ungeduldig” wäre.

    Dann hast Du ihn aber noch nicht nach 3 Wochen “Diskussion” mit Trollen erlebt. Nee, mal ernsthaft: ich habe schon genügend Situationen erlebt, wo FF ein wenig die Contenance verloren hat – wobei ich es aber eigentlich immer gut nachvollziehen konnte (ich selber wär noch weit weniger geduldig gewesen – aber ich gleite dann normalerweise recht schnell zum Sarkasmus ab).

    Übrigens ganz nett, wie Du Dich auf den vorstehenden Kommentar von Bullet beziehst, der ja aber auch von einer “kindischen Trotzreaktion” seitens FF sprach, dann aber fragst, wieso ich FF manchmal für harsch halte (was er im Rahmen der genannten Trotzreaktion durchaus war).

    Aber wir sollten mal zum Thema zurückkommen, und das ist (glaube ich) diesmal nicht der Blogautor…

  55. #55 Bullet
    11. Oktober 2010

    Floohooo:

    Übrigens ganz nett, wie Du Dich auf den vorstehenden Kommentar von Bullet beziehst, der ja aber auch von einer “kindischen Trotzreaktion” seitens FF sprach, dann aber fragst, wieso ich FF manchmal für harsch halte (was er im Rahmen der genannten Trotzreaktion durchaus war).

    Du hast immer noch nicht richtig gelesen:

    Gegen FF hab ich gar nix. Es ging mir um Hoffmanns Unfähigkeit, den Namen “Hawking” zu schreiben…

  56. #56 Basilius
    11. Oktober 2010

    @Thomas J.
    Also gut, wenn schon kleinkariert, dann richtig: Es ging im Übrigen nicht um ein fehlendes “s”, sonder es war eins zuviel. Des Weiteren hat eigentlich eher ein “g” gefehlt. Du scheinst es mit diesen Kleinigkeiten auch nicht so genau zu nehmen. Ist durchaus in Ordnung, muss man ja nicht, wenn man nicht mag. Ich habe aber den Eindruck, daß Du ganz einfach den GH verteidigen willst und gar nicht mal genau gelesen hast, was Bullet und ich zu bekritteln hatten. Aber Du kannst mich gerne korrigieren. Die “Crankvorwürfe” waren in meiner Lesart keine wirklichen solchen und sie kamen ursprünglich auch von Bullet un dnicht direkt von mir. Wenn Du Bullets ersten Kommentar liest, so kann man mit etwas Wohlwollen diesen durchaus ebenfalls als humorvoll betrachten.
    Bullet schrieb u.a.

    Vielleicht magst du diesen Eindruck ja vermeiden.

    Also definitv kein Crankvorwurf. Die vorsichtige Ausdrucksweise würde ich als Ironie auffassen.

    Und ich würd nicht so drauf rumreiten, wenn der Name nicht auf dem Bild des Buchcovers zu lesen wär, Florian ihn nicht in der Titelzeile erwähnt hätte und du nicht ein SB-Autor wärst. Aber cool wärs schon, mit gutem Beispiel voranzugehen.

    Er hat also selber schon geschrieben, daß man seinen (und auch meinen) Einwand als kleinkariert betrachten kann, wenn man will. Und eine Entschuldigung hat er am Anfang auch nicht verlangt. Aber wir beide haben durchaus begründet, warum wir hier trotzdem darauf hingewiesen haben. Ja, Du hast Recht: So wie man in den Wald… GHs Reaktion darauf fand ich ganz einfach überzogen. Warum, habe ich weiter oben schon erklärt. Ich bin ebenso wie Bullet der Ansicht, daß man von einem SB-Autor ein bisschen mehr an Sorgfalt und auch Contenance erwarten darf. Gut, wenn Herr GH so reagieren möchte, wie er will, dann soll er. Ich habe weiter oben auch schon geschrieben, daß ich die “Diskussion” zwischen uns ebenfalls für beendet betrachte. Jeder hat gesagt, was er zu sagen hatte und damit war’s das.

  57. #57 Basilius
    11. Oktober 2010

    Bullet war mal wieder schneller, aber da ich den Text schon fertig hatte, poste ich ihn trotzdem *ZungeRausStreck!*

    @noch’n Flo
    Jetzt verstehe ich immer weniger. Kann es sein, daß wir gnadenlos aneinander vorbeischreiben? Du schreibst:

    Übrigens ganz nett, wie Du Dich auf den vorstehenden Kommentar von Bullet beziehst, der ja aber auch von einer “kindischen Trotzreaktion” seitens FF sprach, dann aber fragst, wieso ich FF manchmal für harsch halte (was er im Rahmen der genannten Trotzreaktion durchaus war).

    Ich beziehe mich auf den vorstehenden Kommentar von Bullet. Richtig. Der spricht aber doch niemals nicht von einer “kindischen Trotzreaktion” seitens FF (=Florian Freistetter?)? Wo habe ich diese Reaktion von FF überlesen? Oder sollte das Ironie gewesen sein und ich habe es nicht gerafft? Bullet hat nach den Reaktionen von GH (=Georg Hoffmann?) recht harsch reagiert. Was ich aber verstehen kann. Warum haben wir beide weiter oben schon erklärt. Ja, Florian ist auch kein Heiliger (hat doch auch keiner behauptet?) und kann auch schon mal grantig werden. Aber wie Du ja selber auch schreibst, braucht es dazu schon eine ganze Menge an Vorgeschichte. Ich würde da schon deutlich früher die Geduld verlieren. Insofern sind wir beide anscheinend einer Meinung.

    Das war es jetzt aber wirklich von mir zu diesem Thema (jedenfalls, bis ich den nächsten finde, der wieder mal Hawkins schreibt…
    ^_^

  58. #59 Bullet
    11. Oktober 2010

    ach so, @Basilius:

    du scheinst momentan der einzige zu sein, der wirklich versteht, was ich eigentlich geschrieben hatte. *hi-five*

  59. #60 Basilius
    11. Oktober 2010

    @Bullet
    Jajajajaj. Den leidigen Hawkins von Rene hatte ich schon gesehen. Aber was soll ich da nochmals drauftreten, wenn Du schon darauf hingewiesen hast? Ein Post, so in der Art: “Ich hab’ den Fehler aber auch erkannt! Habt Ihr gehört? Ich habe auch RRECHTTHTHTH!2”
    Nee, das wäre ja jetzt wirklich zu kindisch. o_°
    Abgesehen davon verstehe ich nicht, was an Deinen Kommentaren so schwierig zu verstehen war. Aber natürlich kann man ja auch mal ein bissel flüchtig lesen. Ich habe mich auch schon nachträglich korrigieren müssen. Ist ja kein wirkliches Problem, wenn man ein Mißverständnis noch nachträglich klären kann. Vielleicht mag @noch’n Floh ja noch was zu meiner Erhellung beitragen. Ansonsten denke ich aber auch, daß es jetzt wieder mal eher um das eigentliche Thema gehen sollte. Aber da wird von mir nicht mehr viel kommen, weil ich derzeit erst noch mal mit Isaac Asimovs “Wenn die Wissenschaft irrt” beschäftigt sein werde…

  60. #61 Eddy
    11. Oktober 2010

    Ein Kommentar zum Buch:

    http://pielkeclimatesci.wordpress.com/2010/10/11/when-is-a-model-a-good-model/

    “I am reading the book The Grand Design by Stephen Hawking and Leonard Mlodinow. While the book involves a non-mathematical discussion of quantum physics and general relatively, among other topics, there is a concise summary on page 51 as to what is a “good model”.”

  61. #62 Idealist
    11. Oktober 2010

    @Der Burn
    Lol. Wieso habe ich beim Lesen Deines i.m.A. guten Kommentars geahnt, dass der in diesem Blog nicht wirklich erwidert wird, dass man dafür aber eine ausgewachsene Diskussion über die richtige Schreibweise eines Namens beobachten kann?

  62. #63 Der Burn
    11. Oktober 2010

    :) Wahrscheinlich ist den Leuten das Zeug aus meinem Kommentar eh schon völlig klar, so dass sie sich lieber mit den offenen Fragen beschäftigen.

  63. #64 Aragorn
    11. Oktober 2010

    Weil Eddys-Kommentar eine glatte Themaverfehlung ist.

  64. #65 Basilius
    12. Oktober 2010

    @Idealist
    Wer Erwiderungen möchte, der sei herzlich aufgerufen diese hier in diesem Blog zu bringen, auf daß wir alle was davon haben.

    Ich möchte zum Beispiel untertänigst erwidern, daß es hier, nach meinem eingeschränkten Dafürhalten, gar keinerlei Diskussion gab, in welcher es um die richtige Schreibweise eines Namens gegangen wäre. Eine sölchige habe ich hier tatsächlich nicht gelesen und auch gar nicht daran teilgenommen.

  65. #66 Der Burn
    12. Oktober 2010

    Also weitaus mehr als die Hälfte der Kommentare hier bestehen aus “Stimmt ja gar nicht!”-Bekundungen oder ähnlichen Rechthabereien.

    Dieser hier auch…

  66. #67 Bullet
    12. Oktober 2010

    Stimmt ja gar nicht!

  67. #68 Florian Freistetter
    12. Oktober 2010

    @Der Burn: Naja – in deinem Kommentar redest du dauernd von “Beweis” obowhl es sowas in der Naturwissenschaft nicht gibt. Abgesehen davon dass ich gerade Urlaub habe, habe ich da nicht wirklich gesehen, über das man diskutieren müsste…

  68. #69 Der Burn
    12. Oktober 2010

    @Florian Ja, ich habe darauf hingewiesen, dass es kein nicht-artifizielles System gibt, in dem ein Beweis möglich ist. Das ist für die Debatte die hier am Anfang noch geführt wurde doch schon relevant, oder?

    Was bedeutet Urlaub? Diskutierst du im Urlaub nicht? Oder diskutierst du gerade im Urlaub?

  69. #70 Florian Freistetter
    12. Oktober 2010

    @Der Burn: “Was bedeutet Urlaub? Diskutierst du im Urlaub nicht? Oder diskutierst du gerade im Urlaub? “

    Urlaub heisst, dass ich so wenig Zeit wie möglich vorm Computer verbringe.

  70. #71 Der Burn
    12. Oktober 2010

    Nebenbei bemerkt benutzen wir die Naturwissenschaft als artifizielles System, einfach schon deswegen, weil wir sie mathematisch fassen. Deswegen gibt es auch Beweise. Die “Unbeweisbarkeit” bekommt die Naturwissenschaft eigentlich erst an dem Punkt, an dem es um die Interpretation der Ergebnisse geht. Das ist zwar kein absoluter Beweis, aber sicherlich eine der stärksten Beweisführungen die überhaupt denkbar ist.

  71. #72 norbert grundmann
    1. November 2010

    betrifft gottesbeweis:
    möchte mich in die diskussion mit einer kleinen anekdote aus meiner schulzeit einmischen um vielleicht mal auf den punkt zu kommen:
    es ging im religionsunterricht um die entstehung des universums und darum, daß alles einmal einen anfang gehabt haben müsse( h.v. dittfurth/am anfang war der wasserstoff). die religionslehrerin erklärte uns, daß ja zumindest das atom “erschaffen” wurde und dazu ja der gott nötig war. mein einwand, daß, wenn alles mal einen anfang gehabt haben müsse, also auch ein gott mal erschaffen worden sein muß.; wer hat diesen dann erschaffen und wer dessen erschaffer? usw…
    auf diese frage wurde ich wegen gotteslästerlicher äußerungen getadelt und vom rel´unterricht ausgeschlossen.
    juchee: eine stunde früher im schwimmbad!!!
    meine damalige überlegung war, daß ich mir eher vorstellen kann daß ein wasserstoffatom aus dem “nichts” entsteht als ein omnipotenter gott!

  72. #73 Michael Fischer
    3. Januar 2012

    Ich bin mit meinem Kommentar zwar über ein Jahr zu spät dran, da ich erst jetzt über diesen Blog stolperte. Ich bin aber schon erstaunt, zu was sich die Kommentare bzgl. der Buchbesprechung hier ausgewachsen haben. Junge, Junge, da geht es ja ordentlich zur Sache und oft auch ziemlich unter die Gürtellinie!

    Was den Hawking angeht, so muß ich leider “rod” voll und ganz zustimmen. Mir gefällt das Buch auch nicht. Oft nur verwirrend, wenn ich z.B. an die Erwähnung von Feynmans Pfadintegralen in Kap. 4 denke. Da wird der Laie überhaupt nicht schlau draus. Manchmal hat man den Eindruck, Hawking schreibt aufs geratewohl, was ihm durch den Kopf geht.

    Was ich aber klasse finde, ist die Art der Buchbesprechung durch Florian Freistetter. Und das auch noch kapitelweise.

  73. #74 Michael Fischer
    3. Januar 2012

    Ich bin mit meinem Kommentar zwar über ein Jahr zu spät dran, da ich erst jetzt über diesen Blog stolperte. Ich bin aber schon erstaunt, zu was sich die Kommentare bzgl. der Buchbesprechung hier ausgewachsen haben. Junge, Junge, da geht es ja ordentlich zur Sache und oft auch ziemlich unter die Gürtellinie!

    Was den Hawking angeht, so muß ich leider “rod” voll und ganz zustimmen. Mir gefällt das Buch auch nicht. Oft nur verwirrend, wenn ich z.B. an die Erwähnung von Feynmans Pfadintegralen in Kap. 4 denke. Da wird der Laie überhaupt nicht schlau draus. Manchmal hat man den Eindruck, Hawking schreibt aufs geratewohl, was ihm durch den Kopf geht.

    Was ich aber klasse finde, ist die Art der Buchbesprechung durch Florian Freistetter. Und das auch noch kapitelweise.