Am 15. Februar 2013 ist etwas wirklich Außergewöhnliches passiert. Ein Asteroid stieß mit der Erde zusammen und explodierte über der russischen Provinz Tscheljabinsk als Meteor. Das Ereignis an sich ist nicht so selten und einmalig wie man denkt. Aber der spezielle Fall von Tscheljabinsk ist es! Zum ersten Mal seit wir vernünftige Aufzeichnungen haben ging ein Asteroid über besiedeltem Gebiet nieder UND verursachte dabei große Schäden und viele Verletzte. Zum ersten Mal wurde die Kollision der Erde mit einem vergleichsweise großen Himmelskörper so intensiv gefilmt, beobachtet, kommentiert und die Information per Internet in alle Länder getragen. Zum ersten Mal haben wir persönlich und direkt einen kleinen Eindruck davon bekommen, was so ein Asteroideneinschlag auf der Erde anrichten kann. Und wenn es auch über tausende Verletzte gab und ein viele Millionen Euro teure Schaden angerichtet wurde, ging die Sache noch relativ harmlos aus. Wäre der Asteroid ein klein wenig größer gewesen oder ein klein wenig tiefer in der Atmosphäre explodiert, dann wären nicht nur die Fensterscheiben zerbrochen, sondern die Häuser eingestürzt.

Der Meteor von Tscheljabinsk hat uns eindrucksvoll und dramatisch wie nie zuvor vor Augen geführt, dass wir nicht getrennt vom Rest des Universums existieren. Das, was da draußen passiert, betrifft auch uns. Asteroideneinschläge passieren nicht nur in Hollywoodfilmen, sondern auch im echten Leben. Es fallen tatsächlich große Felsbrocken aus dem All auf die Erde und es kommen dabei tatsächlich Menschen zu Schaden. Man sollte eigentlich meinen, dass sich die Medien für so ein Thema interessieren…

Sollte man meinen, ja. Und am Tag des Meteors selbst war das natürlich auch eine Nachricht, die in allen Nachrichtensendungen gebracht wurde. Aber schon am Tag danach waren andere Dinge wieder interessanter und in den letzten Tagen ist das Thema schon wieder fast komplett verschwunden. Ich habe mal nachgesehen, was die “großen” Talkshows im öffentlich-rechtlichen Fernsehen in dieser Woche so interessiert hat. Das waren die Themen/Gäste:

  • Günther Jauch: Verschleppt und misshandelt – wie gelingt ein Leben danach?
  • Hart aber Fair: Rind gekauft, Pferd gegessen – Was steckt noch in unserem Essen
  • Menschen bei Maischberger: Einbruchsparadies Deutschland
  • Maybrit Illner: Ausgepowert, ausgelagert, ausgebeutet? Macht Arbeit krank?
  • Anne Will: 80 Jahre nach Hitlers Machtergreifung – wie stabil ist unsere Demokratie heute?
  • Beckmann: Sind wir auf dem Weg in die Ego-Gesellschaft?
  • Markus Lanz Dienstag: Dr. Edmund Stoiber, Lizzy Aumeier, Christiane und Maresa Hörbiger, Lena Meyer-Landrut, Wigald Boning
  • Markus Lanz Mittwoch: Peter Neururer, Axel Kruse, Minh-Khai Phan-Thi, Klaus Baumgart, Werner Hansch
  • Markus Lanz Donnerstag: Dirk Niebel, Tony Marshall, Claudelle Deckert, Jan Böhmermann, Yared Dibaba

Das übliche Programm also und nirgendwo ein Wort über den Meteor oder gar ein Wissenschaftler (Rangar Yogeshwar ist Gast bei Maybrit Illner, was allerdings nur Zufall zu sein scheint). Jetzt könnte man natürlich auf die Idee kommen, ich hätte als Astronom einfach nur ein verzerrtes Bild der Welt und unrealistische Ansprüche. Wenn in Russland ein paar Fensterscheiben zerbrechen, warum soll man dann in Deutschland darüber diskutieren? Außerdem geht es in diesen Talkshows eben um Politik und wichtige gesellschaftliche Themen und nicht um Wissenschaft!

Und genau das ist das Problem. Wissenschaft IST ein wichtiges gesellschaftliches Thema und Wissenschaft IST ein politisches Thema. Wir konnten am Freitag in Russland eine Naturkatastrophe beobachten, die wir bis jetzt noch so gut wie nie beobachten konnten. Eine Naturkatastrophe, die zwar vergleichsweise selten auftritt, die aber im Gegensatz zu allen anderen Naturkatastrophen viel zerstörerischer sein kann. Keine andere Naturkatastrophe hat das Potential, alle Menschen auf der Erde zu töten, das kriegen nur Asteroiden hin. Und keine andere Naturkatastrophe kann prinzipiell vorhergesagt und vor allem verhindert werden. Allerdings nur dann, wenn die entsprechende Infrastruktur existiert und entsprechend investiert wird. Das wären durchaus Themen, die man diskutieren könnte. Man könnte über Forschungspolitik diskutieren und darüber, ob man Geld für die Überwachung des Himmels ausgeben sollte. Ob es nötig wäre, eine internationale Organisation zu schaffen, die sich darum kümmert. Ob der Katastrophenschutz entsprechende Notfallpläne vorliegen hat und, so wie bei Überschwemmungen oder Erdbeben, weiß, mit was man bei einem Asteroideneinschlag zu rechnen hat. Ob man mehr Geld in die Raumfahrt und die Erforschung der Asteroiden investieren soll. Ob man vielleicht sogar bemannte Missionen zu Asteroiden durchführen soll. Oder ob wir uns damit abfinden, die Asteroideneinschläge als selten auftretende Akte “höherer Gewalt” zu betrachten und nichts dagegen zu unternehmen, obwohl wir das könnten. Fragen gäbe es genug; gesellschaftliche Fragen und politische Fragen. Aber eben auch wissenschaftliche Fragen und damit anscheinend ungeeignet für Fernsehdiskussionen.

Ich hatte ja gehofft, dass sich wenigstens die einzige regelmäßige wissenschaftliche Diskussionsrunde im ÖR-Fernsehen mit dem Thema beschäftigt. Aber auch bei Scobel auf 3sat geht es wieder mal nur ums Essen. Das Thema lautet:

  • Essen – getäuscht und abgespeist? Was uns die Lebensmittelchemie alles vorgaukelt

(Anscheinend ist Pferdefleisch im Essen deutlich relevanter und wichtiger als ein Asteroideneinschlag… Zu dem Thema empfehle ich übrigens diese Kolumne, da ist eigentlich alles zum Fleischskandal gesagt.)

Wissenschaft darf im Fernsehen anscheinend nur in den eigens dafür vorgesehenen Wissenschaftssendungen passieren – die dann meistens auf irgendwelchen unattraktiven Sendern und Programmplätzen versteckt werden. Sicherheitshalber habe ich mir auch noch die Themen der verschiedenen ÖR-Wissenschaftssendungen der aktuellen Woche angesehen:

Wissen vor acht (ARD):

  • Gemeinsam übersetzen
  • Das Batteriespray
  • Wieso misslingt die Teezubereitung im Gebirge?
  • Seit wann kennen wir das Prinzip der Schraube?
  • Können Schatten schneller sein als das Licht?

Quarks & Co (WDR):

  • 8000 Jahre Alkohol – eine Kulturgeschichte

Abenteuer Forschung (ZDF):

  • Blackout – Geht uns das Licht aus? Wie begründet ist die Angst vor langen Stromausfällen?

Planet Wissen (BRAlpha):

  • Warme Wohnung ohne Mieterhöhung – so funktioniert Energiesparen
  • Exzentriker – Irgendwie anders sein
  • Zivilcourage
  • Ungewollt kinderlos – Diagnose unfruchtbar
  • Alkohol – Die Lust am Rausch

Lexi TV (MDR):

  • Brüssel
  • Das Politbüro
  • Barock
  • Transit durch den Osten
  • Eliteeinheiten

Faszination Wissen (BR):

  • Zerstörerische Stürme – Können wir uns schützen?

W wie Wissen (ARD):

  • Diebische Delfine
  • Kakerlaken, Geckos und Roboter
  • Das “größte” Raubtier der Welt: Die Argentinische Ameise
  • Wolf und Hund

X:enius (Arte):

  • Sind Impfungen heute wirklich noch notwendig
  • Empört eucht – mit Herz und Verstand zur ethischen Revolution
  • Mimik – Was verrät sie über uns?
  • Spurensuche – Was ist heute möglich?
  • Moral – Dürfen wir alles, was möglich ist?

Nano (3sat):

  • Wissen, woher das Fleisch kommt / Gülle-Flut / Herzchirurgen kritisieren die Mitra-Clips / DNA im Umbau / aha: Schimmel – Gefahr im Wohnraum / Mehr Raum für wilde Feldhamster
  • nano spezial: Öko – Bio – Besser?
  • Allensbach-Umfrage – Gerechtigkeit vermisst / Arme sterben früher / Die Luftwaschanlage / Umstrittene Eisenkur gegen den Klimawandel / Biber ziehen in die Stadt / Singvögel orientieren sich auch über Geruch
  • Impfstoffe ohne Eier herstellen
  • Rapssorte “Clearfield” – Ein unklares Feld / Spielen ist menschlich

Jede Menge mehr oder weniger interessante Themen. Aber nichts über den Meteor und nicht mal irgendwas über Astronomie (Am Freitag selbst hatte nano auf 3sat allerdings einen kurzen Beitrag über den Asteroid 2012DA14 und zeigte davor circa eine Minute lang einen Bericht über die Ereignisse in Russland).

Vielleicht habe ich ja wirklich unrealistische Vorstellungen. Vielleicht finde ich den Meteor von Russland nur deswegen so eindrucksvoll, weil ich Astronom bin. Vielleicht ist es tatsächlich völlig egal, was irgendwo im fernen Ural passiert.

Aber es sollte nicht egal sein! Wissenschaft IST wichtig. Und sollte daher auch im Fernsehen stattfinden, auf Programmplätzen, wo viele Menschen zusehen und nicht versteckt in den dritten Programmen und Spartensendern. Wissenschaft ist das, was unser Leben bestimmt (auch wenn das vielen nicht bewusst ist, eben weil man so selten etwas darüber erfährt) und wir sollten darüber informiert sein. Und informiert werden. Aber im Fernsehen scheint man Angst zu haben, über Wissenschaft zu sprechen. Man scheint immer noch zu glauben, man würde damit die Menschen verschrecken. Und könne nur dann eine vernünftige Talk-Show produzieren, wenn mindestens ein Casting-Show-”Promi” mit dabei ist. Oder einer der Handvoll Politiker, deren Gesichter man auch in allen anderen Talk-Shows gesehen hat (zur Typologie der immer gleichen Talks-Show-Gäste gibt es bei Zeit Online einen sehr schönen Artikel). Oder ein Koch (ernsthaft, das ZDF schafft es, mindestens zwei Kochsendungen täglich auszustrahlen, aber die einzige halbwegs brauchbare Wissenschaftssendung gibt es nur einmal pro Woche spät am Abend). Ich bin immer wieder fasziniert (und deprimiert), wenn ich mir Fernsehsendungen in Großbritannien ansehen. Da gibt es Astronomie im Fernsehen und Mathematik. Es gibt regelmäßige Diskussionsrunden über Wissenschaft zu vernünftigen Zeiten. Wissenschaft ist interessant und man kann damit tatsächlich auch ein Fernsehprogramm gestalten. Man muss sich nur mal trauen. Wenn man den Menschen allerdings immer einredet, in einer Talk-Show dürften nur Z-Promis und Politiker zu Wort kommen, aber keine Wissenschaftler, dann werden die Menschen das auch irgendwann glauben.

Der Meteor von Russland war ein außergewöhnliches und wichtiges Ereignis. Und in seiner Dramatik eigentlich ideal für eine mediale Verwertung geeignet. Dass die Medien dieses Thema so konsequent ignorieren zeigt deutlich, welchen Stellenwert die Wissenschaft bei ihnen einnimmt.

Kommentare

  1. #1 Manfred Hofemann
    Sibulan, Philippines
    21. Februar 2013

    Das ist nicht verwunderlich und zeigt wie wenig die Verantwortlich die Brisanz dieses Thema einschaetzen.
    Wenn man bedenkt wieviel Sendezeit dem Thema Weltunter
    gang gewidnet waren.
    Ein russischer Astronom sagt im rusischen TV wir kennen nur 10% der gefaehrlichen Asteroiden.Unser Nichtwissen uebetrifft unser Wissen bei weiten.

  2. #2 THeintz
    Jena
    21. Februar 2013

    Dem stimme ich uneingeschränkt zu; sowieso sollte es mehr Wissenschaft im Fernsehen geben (also nicht nur Mathe/Astro/Physik/Chemie (wobei dort natürlich die “knalligsten” Experimente zu sehen sind; siehe diese Sendung “Clever!” mit Wigald Boning), sondern auch Biologi/Biochemie/Geologie)!

    Interessant wäre natürlich, inwieweit der Meteor in anderen Ländern mit besseren/mehr Wissenschaftssendungen thematisiert worden ist (GB, USA, etc.).

    p.s. ist Tscheljabinsk jetzt eigentlich der statistisch sicherste Ort? ;)

  3. #3 NWO Magistrat
    21. Februar 2013

    Naja, mittlerweile bin ich vom Fernsehen nichts anders gewöhnt. Deshalb schalt ich den kaum mehr ein…

    Ich denke, es hat wohl auch damit zu tun, dass Wissen in einigen Kreisen eher als “uncool” gilt oder “nur für Freaks” sein soll. Zum Wissen gehört allerdings auch Neugierde und die wird ja recht gern als böse dargestellt… Gibt auch den Spruch im Volksmund: “Neugierige Leute sterben bald!”

    Traurig eigentlich…

  4. #4 Chris
    21. Februar 2013

    Schön ist es nicht, wundern tut es mich aber leider auch nicht. Wir leben in einer Zeit, in der es cool ist, von Naturwissenschaften keine Ahnung zu haben und in der man damit kokettieren kann, das man in Mathe ja schon immer schlech war.
    Im Fernsehen gehts um die Quote und nichts anderes. Schöne Gegenbeispiele gibts, wie so oft, bei der BBC.

  5. #5 Karsten
    Duisburg
    21. Februar 2013

    Wahre Worte.. ich konnte mich besser über Youtube und dein Blog informieren als über das Fernsehen. Wäre das nicht auch etwas, was wenigstens der Professor Lesch in seinen paar Sendeminuten aufgreifen könnte??

  6. #6 madM
    21. Februar 2013

    Leider wird Wissenschaft selten so verpackt, dass Otto-Normalverbraucher es auch verstehen kann. Und wir (Deutschland als Beispiel) sind halt auch in großen Teilen Bäcker, Hausmeister und Friseurinnen. Und das ist gut so.
    Ich mag deinen Blog insbesondere gerne weil er einfach verständlich geschrieben ist. Früher habe ich auch total gerne Harald Lesch gesehen, weil der auch Themen leicht verständlich aufgebaut hat. Ok, er hatte gerne mal eine etwas übertriebene Wortwahl, und ich kann nicht beurteilen ob das inhaltlich alles so richtig war und korrekt erklärt wurde, aber es hat mich dazu gebracht spät abends etwas über Planeten und Supernoven ( Plural korrekt?) anzusehen.

    Wie wäre es, wenn du mal durchstartest? Ich mag deinen Stil, der funktioniert auch auf der Mattscheibe, einfach aber korrekt. Mach du doch ne Sendung, oder versuche es wenigstens… Du kennst bestimmt ein paar interessante Menschen, die als Gastredner antreten könnten usw.

    Und wenn du jetzt denkst: die spinnt! Jaja, das haben schon so einige Menschen behauptet.

    LG die mad(<-)M

  7. #7 Oliver Debus
    HG
    21. Februar 2013

    Man sollte dieses Programm der ESA stärker unters Volk bringen.
    http://www.esa.int/Our_Activities/Operations/Space_Situational_Awareness2

  8. #8 MadManniMan
    21. Februar 2013

    Wenn ich mal die Themen der tatsächlich stattgefundenen Talkshows ansehe, so wurde in meinem Umfeld — wenn überhaupt — außer dem Meteor eigentlich nur die Pferdefleischgeschichte thematisiert. Und da eigentlich auch nur, weil mein bester Freund in einem Schlachthof arbeitet und wir blöde Witze gerissen haben.

    Tatsächlich aber gab es den ganzen Freitag und den halben Samstag hauptsächlich dieses Thema.

    Zumindest meine Mitmenschen interessieren sich sehr wohl für den Vorfall am Ural.

  9. #9 THeintz
    Jena
    21. Februar 2013

    @madM: Supernovae

    Florian macht es, meiner Meinung nach, wirklich sehr gut; hierzulande muss man sich aber wirklich selbst kümmern, (wissenschaftlich) gut informiert zu werden.

    @Florian: Wie wäre ein monatlicher Podcast; Tim Pritlove hat sicher noch Zeit :D

  10. #10 Bianca
    21. Februar 2013

    Leider ist es einfach so, dass sich sehr viele Leute für Naturwissenschaft nicht interessieren. Und diejenigen, die sich interessieren, werden auf den Sendern mit den Themen gequält, die auch schon in zahlreichen anderen Sendungen durchgekaut wurden. Es fehlt einfach mal so etwas wie Spektrum der Wissenschaft. Ein Rundumschlag zu verschiedenen Wissenschaftsgebieten und deren neueste Erkenntnisse, umgesetzt in einer Sendung. Das interessiert dann aber wirklich nur ein kleines Publikum. Und damit macht man nicht genug Profit, weil man nicht genug Werbung schalten kann. Deshalb werden gerade auf Sendern wie Pro7, RTL und Sat1 lieber um kurz nach acht Sendungen gezeigt, die entweder davon handeln, wie sich andere Personen im Fernsehen zur Schau stellen, demütigen lassen oder bei denen im Programmtitel irgendwas mit Sex vorkommt, dann hat man die Aufmerksamkeit der meisten Zuschauer. Wie bei der BILD. Die hat nicht umsonst die höchste Auflage in D. Traurig aber wahr.

  11. #11 Bullet
    21. Februar 2013

    @Florian: Ich persönlich glaube, daß hinter den Kulissen sehr wohl darüber nachgedacht wird, wie man Vorfälle dieser Art vorher und nachher behandeln soll.
    Sieh dir an, was nach dem verheerenden Tsunami 2004 alles geschah. Heute sind Berichte über Tsunamis auch nicht mehr in den Talkshows vertreten. Aber im südostasiatischen Raum wurde – so weit ich mich jetzt erinnere – durchaus ein Frühwarnsystem errichtet. Ich las vor ein paar Tagen auf irgendeiner Nachrichtenseite etwas von “Asteroiden stärker in Planungen miteinbeziehen” und dachte dabei gleich an dich. Dummerweise bin ich eine so faule Sau, daß ich nicht gleich den Link hier reinfeuerte … und jetzt ist mein altersschwaches Hirn nicht mehr in der Lage, herauszufinden, wo ich das aufgeschnappt hab.
    Na ja … beim nächsten Mal.

  12. #12 threepoints...
    21. Februar 2013

    Naja, es wird auch mehr oder weniger angemessen viel über Welthunger und Umweltverschnutzung diskutiert. Oder über den (deutchen) Wald.
    Mich wundert nur, dass Freistetter nun etwas unzufrieden mit der Berichterstattung (Medienecho) sei und tendenziel offenbar seine Felle wegschwimmen sieht. Früher gab er sich optimistisch, dass man Objekte vor Einschlägen auf die Erde abhalten kann. Derzeit sieht es aus, als ob er hier nicht genug Bemühungen darum erkennt.
    Das war in einem früheren Blogbeitrag von Freistetter auch meine Befürchtung (zumindest kam mir sein Optimismus darüber etwas überzogen vor). Nun also scheint sich meine tendenzielle Sichtweise darüber zu bestätigen.

    Wie auch immer: Deine (Freistetter) Sorge ist sicher darin begründet, weil du vom Fach bist und hier angesichts der allzu breiten Rezeption des Vorfalles in Russland (ja, Einschlag, aber auch oder mehr Dashcams und Verkehrsverhältnisse).

    Der normale Mensch in seinem Alltag hat erstmal keine besondere Sorge, außer sein eigenes Leben und spielt aufgrund seiner Überforderung einfach mal “russisch Roulett” bei dem Thema.
    Wir können es auch statistisch bewerten. Wie viele MEnschen sind seit Aufzeichnung dieser Ereignisse ums Leben gekommen – bei wieviel Einschlägen?
    Mir ist da auf Anhieb kein einziger bekannt, der direkt durch einen Einschlag sein Leben verlor.

    Wieviel Geld wäe es demnach wert, eine noch engere und sensiblere Suchstruktur aufzubauen und zu finanzieren?

    Ansonsten ist mir die Sache natürlich auch etwas unangenehm – 10 Meter Fels wurden nicht erkannt und flogen durch die Atmosphäre.
    Aber vielleicht wurde das eben nicht vorher bekannt, weil gerade diese Größe nicht ins Suchschema passt, weils keine Gefahr sei?

  13. #13 Kallewirsch
    21. Februar 2013

    Leider wird Wissenschaft selten so verpackt, dass Otto-Normalverbraucher es auch verstehen kann

    Sorry. Aber das ist eine billige Ausrede. Unzählige Sendungen in der Vergangenheit und auch heute noch (nur eben leider nicht in den ÖR von D und A) haben bewiesen und beweisen, dass es geht.
    Aber solange es cool ist, von Naturwissenschaften keine Ahnung zu haben, wird sich dieses Bild nicht ändern. Ich wünsche mir ja, dass endlich mal ein Moderator den Mumm hat, wenn wieder mal ein C-Promi den Spruch zum besten gibt, dass er in Mathe schon immer schlecht war und er deswegen nicht ausrechnen kann, wieviel 27% von 100 sind, dass er dann den Mumm hat ihm mal über den Mund zu fahren und ihn einen Vollkoffer nennt.

    Und solange es natürlich wichtiger ist, welcher Zickenkrieg beim nachmittäglichen Wettträllern auf Mauritius mit Bohlen-Beteiligung stattgefunden hat, solange dieses Format noch Kohle bringt, solange wird sich auch nichts daran ändern, dass das Fernsehen einen nicht unbeträchtlichen Teil seiner Sendezeit darauf verschwendet, irgendwelchen Nichtskönnern eine Plattform zu bieten, auf der sie sich selbst darstellen und den Voyeurismus des Publikums befriedigen können.

  14. #14 anmasijo
    21. Februar 2013

    Völlig richtig!
    Ich vermute allerdings, dass das Fernsehen (als Sammelbegriff) natürlich seine Programmplanungen nicht so “ohne weiteres” (soll heißen: ohne größere Katastrophen und Verluste an Menschen- und Tierleben) umschmeißt wegen eines solchen Naturereignisses – so spektakulär es auch war.

    Es wäre mir auch deutlich lieber, es gäbe in den nächsten Wochen eine gut vorbereitete, erklärte und mit belegten Fakten verifizierte Sendung über diese ganze Problematik der Himmelsmechanik und -beobachtung als dass ad hoc wieder irgendwelche “Experten” interviewt werden, die in den zur Verfügung stehenden zwei Sätzen nicht mal in der Lage wären, das Thema zu beschreiben, selbst wenn sie die Expertise dazu hätten.

    Mein ganz deutlicher Eindruck ist, dass wir als Menschen der modernen Zivilisation, in der es fast gar keine Nacht mehr gibt, die Beziehung zur Faszination des uns umgebenden Weltalls völlig verloren haben. Ich stelle immer wieder fest, dass erschreckend viele Leute überhaupt gar keine Ahnung haben von Sternen und Planeten und all den anderen tollen Dingen “da draußen”. Woher auch? Sie gucken vielleicht mal ab und zu an den abendlichen Himmel und erkennen mit ein bisschen Glück Orion und den großen Wagen, doch viel mehr sieht man in den Städten ja auch nicht. Es wird aber kaum ein paar Sekunden darüber nachgedacht, worum es sich bei diesen Leuchtpunkten handelt, in welcher Beziehung sie zueinander stehen oder eben nicht, mit welchen Dimensionen man es zu tun hat… usw.

    Interessant ist dann halt, dass in einem Fall wie dem Meteor über Russland sogleich gerufen wird, warum “die Wissenschaftler” diesen nicht haben vorhersehen können!… (Wie wenn man über die Einparkhilfe am Auto schimpfen würde, die einen nicht vor der herannahenden Hummel gewarnt hat, die dann mit einem lauten Knall auf der Windschutzscheibe zerplatzt und einen Schrecken einjagt)

    Fazit: es gibt in der breiten Schicht sogar unserer gebildeten Bevölkerung überhaupt keinen Bezug zum wissenschaftlichen Erkunden der uns umgebenden Welt. Dabei sind die Erkenntnisse gerade in den letzten Jahren und Jahrzehnten so tief gehend und faszinierend wie noch nie in der Geschichte der Menschheit.

    Änderung? Aufklärung im Stil der BBC scheint mir derzeit das probateste Mittel – und dafür würde ich meinen Rundfunk”beitrag” wirklich gerne zahlen!

  15. #15 John Steed
    21. Februar 2013

    @Oliver Debus:
    ESA-TV gibt´s schon. DrDish-TV, Chef Christian Maas, für mich immer noch eine offene Sendeplattform. Lässt sich durch gute Zuspielungen von artverwandten Themen noch erweitern, Christian hat garantiert nichts dagegen.

  16. #16 Kallewirsch
    21. Februar 2013

    Ansonsten ist mir die Sache natürlich auch etwas unangenehm – 10 Meter Fels wurden nicht erkannt und flogen durch die Atmosphäre.
    Aber vielleicht wurde das eben nicht vorher bekannt, weil gerade diese Größe nicht ins Suchschema passt, weils keine Gefahr sei?

    Quatsch.
    10 Meter wurden nicht erkannt, weil man sie technisch nicht aus 120 Millionen Kilometer erkennen kann sondern erst sehr sehr spät. Du kannst ja auch von Hamburg aus nicht einzelne Kieselsteine auf der Zugspitze erkennen. Und das nicht nur, weil noch keiner ein technisches Gerät dafür gebaut hätte, sondern weil es physikalisch/praktisch nicht machbar ist.

    Es gibt und es wird immer eine Untergrenze geben, unter der man Asteroiden prinzipiell zu spät sieht. Das heißt nicht, dass man nicht danach suchen soll, denn die meisten gehen an der Erde vorbei und wenn man seine Bahn erst mal aufgenommen hat, dann kann man gezielt zum ungefähren Zeitpunkt seiner nächsten Annäherung nach ihm suchen und seine Bahnparameter verbessern. Aber eine Grauzone der Unsicherheit, dass man einzelne zu kleine Asteroiden zu spät oder gar nicht bemerkt, die wird es immer geben.
    Das Sonnensystem ist nun mal verdammt groß und bietet reichlich Platz, damit sich da ein paar Zehn-tausend kleinere Felsen rumtreiben können, ohne dass sie je ein Mensch bemerkt oder gesehen hätte oder auch nur den Hauch einer Chance hat sie je zu sehen. Du kennst ja auch nicht alle Mücken in Europa. Und doch sind die vergleichsweise in Relation zu Asteroid/Sonnensystem noch riesig. Was du hier anprangerst ist, dass unser Suchschema nicht gut genug ist, um alle Parasiten dieser Mücken über Europa zu kennen.

  17. #17 Robert
    21. Februar 2013

    Der Grund warum ich schon gar kein Fernsehen mehr gucke. Wenn ich was über Wissenschaft, Forschung, etc. wissen möchte, dann schaue ich bei Youtube.
    Aber wie Florian schon sagte, sehr schade, dass es gerade bei so einem akutellen Thema nicht wenigstens mal eine einzige Talkshow dazu gab.

  18. #18 Alderamin
    21. Februar 2013

    In den Talkshows wird hautsächlich rumgeschwurbelt und Werbung für Filme und Bücher gemacht, und für einen wissenschaftlichen Bericht braucht es Recherche und kompetente Fachleute. Aus dem Stehgreif bekommen die Sender das nicht auf die Reihe.

    Ich nehme an, dass es durchaus mit zeitlicher Verzögerung noch ein “Abenteuer Wissen” oder “Quarks und Co.” zu dem Meteor geben wird, aber sicher keine Talkshow. Es gibt zu wenig Leute, die kompetent sind, da mitzureden. Und die Politik war sicherlich auch nicht auf so ein Ereignis vorbereitet. Was soll ein Politiker dazu sagen, wenn er überhaupt keine Ahnung hat, was für eine Art Bedrohung da überhaupt besteht und was man dagegen tun kann?

    Einen Brennpunkt und einen Kommentator vor Ort hätten sie im öffentlich-rechtlichen Fernsehen aber schon hinbekommen können.

  19. #19 robsn
    21. Februar 2013

    Bianca hat schon recht… Gott was sind wir, die sich als Laien trotzdem für Wissenschaft interessieren, doch elitär :P

    Ach ne, heute sagt man “nerdig”.

  20. #20 robsn
    21. Februar 2013

    Auf DLF gab es ein Interview mit Manfred Gaida (Astronom am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt).

    “Erst in den nächsten 100 bis 200 Jahren sei man vielleicht soweit, vor Einschlägen wie in Russland zu warnen.”

    Hier zum Nachhören oder -lesen: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/2013003/

  21. #21 anmasijo
    21. Februar 2013

    Ach ja, noch was: Danke für Deine Aufklärungsarbeit, die ja auch schon einen Schritt weiter hinaus geht aus der Welt der Blogs in die der Podcasts: tolle Sache!
    Habe ich auch meinem Sohn gleich auf sein iPod abonniert!
    Den oben genannten Vorschlag zur (Co-)Moderation im Fernsehen könntest Du vielleicht auch im Auge behalten?…

  22. #22 Mr M
    21. Februar 2013

    Ich fühlte mich bei deiner Beschreibung der Situation an diese Talkshow damals (ich glaube es ging über Engel, irgendsowas ganz merkwürdiges) erinnert wo der einzige vernünftige Diskussionsteilnehmer, (Joachim Bublath, den sie wohl gerne als “Quoteneierkopf” dabeigehabt hätten) das Feld geräumt hat. Eine rumnervende Nina Hagen macht scheinbar mehr Quote als ein Bublath :-(

  23. #23 Alderamin
    21. Februar 2013

    @threepoints

    Ansonsten ist mir die Sache natürlich auch etwas unangenehm – 10 Meter Fels wurden nicht erkannt und flogen durch die Atmosphäre.
    Aber vielleicht wurde das eben nicht vorher bekannt, weil gerade diese Größe nicht ins Suchschema passt, weils keine Gefahr sei?

    Der Asteroid hatte bis 2 Stunden vor dem Einschlag noch weniger als 24. Größe – das ist die Grenzgröße für die Suchprogramme. Er kam außerdem aus Richtung der Sonne und war damit ohnehin nicht zu sehen. Die schwache Helligkeit dürfte daher rühren, dass man auf seine unbeleuchtete Rückseite sah. Selbst den vergleichsweise gigantischen Mond sieht man bekanntlich bei Neumond nicht (wenn nicht gerade eine totale Sonnenfinsternis ist).

    Man hätte das Objekt vielleicht sehen können, als es einen größeren Winkelabstand von der Sonne hatte, aber da war es dutzende, wenn nicht hunderte Millionen km entfernt, und da geht so ein Winzling völlig unter.

    Das ist gerade das Problem warum die kleineren Asteroiden so schwer zu entdecken sind. Die großen sieht man von Weitem schon, die kleinen nur, wenn sie der Erde vorher mal nahe kommen. Man hätte das Objekt vermutlich entdeckt, wenn es uns verfehlt hätte und voll von der Sonne beschienen an der Erde vorbeigeflogen wäre. Es hat aber gleich getroffen.

  24. #24 Oliver Debus
    21. Februar 2013

    Mr M

    Das war bei der Maischberger und es ging um UFOs. Die Frau Hagen hat damals sehr schön gezeigt wie “nett” Esos und UFOS-Gläubige auf kritisch denkende Menschen reagieren. Ich als Ausserirdischer wollte mit ner Nina Hagen keinen Kontakt haben.

  25. #25 robsn
    21. Februar 2013

    Hier sind Infos zu dem was ich eigentlich suchte:

    In Wien gab es eine Konferenz über die mögliche Gründung eines internationalen Netzwerks zur Abwehr von und zur Warnung vor Asteroiden.

    Spiegel online hat berichtet: http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/gefaehrliche-objekte-uno-fordert-kosmische-gefahrenabwehr-a-884606.html

  26. #26 Sebastian
    21. Februar 2013

    Ich denke schon, dass ausreichend darüber berichtet wurde und auch die erste Doku über den Meteor wird sicher nicht lange auf sich warten lassen. Aber sonst hast du schon recht. Was tagsüber auf den privaten und mitlerweile auch über die ÖR ist schon erschreckend. Aber hier ist es wie sonst im Leben auch: Die Nachfrage bestimmt das Angebot. Und so kann man nur sagen: “Das Volk bekommt das Fernsehprogramm, dass es verdient.” Scheinbar gucken ja genug Menschen dieses Hartz-IV-Programm.

    @Anmasijo
    Dass die Sender ihr TV-Programm von jetzt auf gleich umschmeißen können hat man doch bei 9/11 gesehen. :)

  27. #27 Florian Freistetter
    21. Februar 2013

    @Karsten: ” Wäre das nicht auch etwas, was wenigstens der Professor Lesch in seinen paar Sendeminuten aufgreifen könnte??”

    Natürlich. Aber der redet in seiner Sendung über Stromausfälle. Ich hab auch k.a. inwiefern er bei der Gestaltung der Sendung mitreden kann oder ob er nur Moderator ist.

    @madM: “Wie wäre es, wenn du mal durchstartest? Ich mag deinen Stil, der funktioniert auch auf der Mattscheibe, einfach aber korrekt. Mach du doch ne Sendung, oder versuche es wenigstens…”

    Meinst du echt, man kann einfach so zum Fernsehen gehen und sagen: Hey, gebt mir ne Sendung! Ne, das funktioniert nicht. Es läuft ja jetzt schon kaum Wissenschaft im Fernsehen. Und mehr als einen Astronomen wird das TV in Deutschland sicher nicht brauchen. Ich hätte nichts dagegen eine Fernsehsendung zu machen. Aber das Fernsehen…

  28. #28 Florian Freistetter
    21. Februar 2013

    @THeintz: “@Florian: Wie wäre ein monatlicher Podcast”

    Was passt denn mit meinem wöchentlichen Podcast nicht? http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/sternengeschichten/
    Ok, ich bin nicht Tim Pritlove. Aber soooo schlecht ist meiner doch auch nicht…

  29. #29 Florian Freistetter
    21. Februar 2013

    @Bianca: “Das interessiert dann aber wirklich nur ein kleines Publikum. “

    Wie sollen denn die Leute interessiert sein, wenn sie gar nicht wissen, für was sie sich alles interessieren können? Wissenschaft interessiert sehr wohl viele Menschen – man muss ihnen nur die Möglichkeit geben, auch mal was über Wissenschaft zu erfahren. Aber das passiert ja nicht, so etwas zeigt man ja nicht… weil die Sender Angst haben, dass es niemanden interessiert. Und weil nix gezeigt wird, interessiert sich dann auch tatsächlich niemand – weil nichts da ist, was man interessant finden könnte. Ein Teufelskreis.

  30. #30 Anne
    Köln
    21. Februar 2013

    Ich finde das nicht besonders tragisch das im Fernsehen jetzt nicht über Meteore diskutiert wird. Die akute Gefahr scheint ja auch ziemlich gering zu sein. Natürlich hätte ein großer Brocken das Potential planetare Zerstörungen anzurichten aber soweit ich informiert bin besteht die nächsten 100 Jahre keine Gefahr. Und wenn man sich mal vergegenwärtigt wieviel Menschen durch Meteoriten ums Leben kommen im Vergleich zu beispielsweise Autounfällen ist es wohl auch nach zu vollziehen das die Meteoritenabwehr nicht gerade Priorität hat im Fernsehen.

  31. #31 Ludger
    21. Februar 2013

    Beim Thema “Wissenschaft im Fernsehen” drängen sich bei mir die Werbespots einer jüngst umbenannten* Versicherung in mein Bewusstsein. Bei denen werde Wissenschaftler als durchgeknallte Experimentatoren dargestellt, die regelmäßig von den Unwägbarkeiten ihrer Wissenschaft überrollt werden.
    wewewe.youtube.com/watch?v=0yTgeBGDB-E
    Für sowas gibts auch einen Medienpreis. wewewe.youtube.com/watch?v=0yTgeBGDB-E
    *Ach so: umbenannt wohl wegen der Sex-Party-Affäre damals noch unter dem Namen Hamburg-Mannheimer?
    Wenn so das Bild der Wissenschaft gepusht wird und das auch noch preiswürdig ist, was erwartet Ihr noch vom Fernsehen?

  32. #32 Florian Freistetter
    21. Februar 2013

    @threepoints: “. Früher gab er sich optimistisch, dass man Objekte vor Einschlägen auf die Erde abhalten kann. Derzeit sieht es aus, als ob er hier nicht genug Bemühungen darum erkennt.”

    Ich gebe mich heute nicht optimistischer oder pessimistischer als früher. Du darfst gerne meine alten und neuen Artikel zum Thema lesen und vergleichen.

    “Aber vielleicht wurde das eben nicht vorher bekannt, weil gerade diese Größe nicht ins Suchschema passt, weils keine Gefahr sei?”

    Der wurde deswegen nicht erkannt, weil zu wenig Geld in die Asteroidensuche investiert wird und die Überwachung lückenhaft ist. Siehe hier (da kannst du auch gleich nachlesen, was ich früher zu dem Thema gesagt habe): http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2013/02/17/der-meteor-uber-russland-eine-zusammenfassung/

  33. #33 Florian Freistetter
    21. Februar 2013

    @Alderamin: “Es gibt zu wenig Leute, die kompetent sind, da mitzureden.”

    Ach, da gibts genug. Aber halt nicht die gewohnten Talk-Show-Gesichter.

    “Was soll ein Politiker dazu sagen, wenn er überhaupt keine Ahnung hat, was für eine Art Bedrohung da überhaupt besteht und was man dagegen tun kann?”

    Tja, dann würde man wenigstens auch mal öffentlich sehen, wie sehr Wissenschaft der Politik am Allerwertesten vorbei geht.

  34. #34 Florian Freistetter
    21. Februar 2013

    @Alderamin: “Man hätte das Objekt vielleicht sehen können, als es einen größeren Winkelabstand von der Sonne hatte, aber da war es dutzende, wenn nicht hunderte Millionen km entfernt, und da geht so ein Winzling völlig unter.”

    Mit einem speziellen Infrarotteleskop im All müsste man eigentlich auch die kleinen Dinger halbwegs gut sehen. Vor allem, wenn das Teleskop schön groß ist. Ist halt alles nur ne Frage des Geldes…

  35. #35 Florian Freistetter
    21. Februar 2013

    @Sebastian: “Ich denke schon, dass ausreichend darüber berichtet wurde”

    Es ging mir ja nicht ums berichten. Das der Meteor in allen Nachrichtensendungen auftaucht, ist selbstverständlich. Aber es wäre schön gewesen, wenn man auch mal ein bisschen über das Thema geredet, diskutiert und informiert hätte – etwas, das über reine News-Meldungen hinaus geht.

  36. #36 Florian Freistetter
    21. Februar 2013

    @Anne: “aber soweit ich informiert bin besteht die nächsten 100 Jahre keine Gefahr. “

    Da hast du die Statistik falsch verstanden. Wenn irgendwo steht “Ein Asteroid wie in Russland schlägt einmal in 100 Jahren ein”, dann heisst das nicht, dass nach einem Einschlag 100 Jahre Ruhe ist. Sondern dass die Wahrscheinlichkeit einer Kollision in jedem Jahr 1 zu 100 beträgt. Der nächste Meteor kann morgen kommen – oder erst in 1000 Jahren. Genau weiß man es nur, wenn man die Bahnen der Asteroiden kennt. Und dazu braucht man entsprechende Geräte und Personal. Also Geld. Und das ist ein Thema der Wissenschaftspolitik, dass man durchaus mal diskutieren kann.

  37. #37 Anne
    21. Februar 2013

    Ähm Florian; Ich weiss was eine Statistik ist und wie das funktioniert. Du hast meine Aussage falsch verstanden. Ich meinte das nach dem was ich über die meteoritenüberwachung weiss, uns zur Zeit kein großer Brocken zu nahe kommt. Das mir statistisch gesehen auch in den nächsten 5 Minuten was auf den Kopf fallen könnte ist mir klar. Aber die dicken Brocken mit Kilometer Größe sind wohl nicht auf Bahnen welche mit der Erde kollidieren. Zumindest nicht in den nächsten 100 Jahren. So hatte ich das gemeint. Also die Erde ist nicht von akuter Vernichtung bedroht. Es ist wohl wahrscheinlicher das uns eher der Klimawandel umbringt bevor uns ein “Killermeteorit” trifft.

    P.S.: Du als aktiver Fernsehzuschauer hast sicher auch bemerkt wieviel Unsinn teilweise berichtet wird wenn es um wissenschaftliche Themen im TV geht. Ich sag nur “Eisenberge und Galileo”. So eine Sendung über Meteoriten braucht auch entsprechende Vorbereitung. Da finde ich es nicht verwunderlich das so kurz nach dem Ereignis im TV eher andere Themen abgehandelt werden.
    Mir ist lieber in einem halben Jahr eine gut recherchierte Sendung zu dem Thema zu sehen als jetzt einen medialen Schnellschuss ala Talk bei Plasberg bei dem ich nach 10 min frustriert umschalte weil irgendwelche C Promis dummes Zeug von sich geben.

  38. #38 Physiker
    21. Februar 2013

    Florian Freistetter hat völlig Recht – die Medien verkennen hier völlig wie aussergewöhnlich dieser Vorfall war – im Schnitt ist mit so einem spektakulären Ereignis über einer Stadt ja nur alle paar Jahrhunderte wenn nicht sogar Jahrtausende zu rechnen. Auf der anderen Seite vermisse ich auch eine quantitative Riskoeinschätzung der Gefahr von Asteroiden und einen konsequenten Vergleich mit anderen Naturgefahren wie Tsunamis, Erdbeben, Vulkanausbrüchen, etc. Schade, dass das im TV nicht diskutiert wird.

  39. #39 Alderamin
    21. Februar 2013

    @Florian

    Ach, da gibts genug. Aber halt nicht die gewohnten Talk-Show-Gesichter.

    Ich nehme an, die Sender haben nicht die nötigen Kontakte, sie müssten ja dann auf die Schnelle die richtigen Leute erreichen. Bei Dir hat ja ein Radiosender angerufen, wenn ich mich recht entsinne, aber anscheinend kein Fernsehsender?

    Thomas Grau war mal kurz im Zweiten zu sehen, der ist aber, so viel ich weiß, nur engagierter Amateur und Meteoritensammler. Als ich 2009 den Boliden gesehen hatte, hatte ich kurz mit ihm telefoniert.

    Zeigt ja irgendwie, dass die Sender nicht wissen, wen sie fragen sollen.

    Mit einem speziellen Infrarotteleskop im All müsste man eigentlich auch die kleinen Dinger halbwegs gut sehen. Vor allem, wenn das Teleskop schön groß ist. Ist halt alles nur ne Frage des Geldes…

    Bisher sucht man nur von der Erde aus. Ein Weltraumteleskop ginge allerdings gleich in die hunderten Millionen. Damit könnte man viele Suchprogramme von der Erde aus finanzieren.

    Das Problem bei einem Weltraumteleskop, insbesondere einem großen, ist, dass es eben nur eines wäre, das ein begrenztes Blickfeld hätte. Für das gleiche Geld könnte man eine Batterie kleinerer Teleskop auf der Erde aufstellen, die den gesamten Himmel im Blick haben.

    Man müsste auch ziemlich große Datenmengen eines dedizierten Weltraumteleskops auf die Erde bringen und dort analysieren (ob sich etwas bewegt hat), und das dauerhaft. Da könnte es Engpässe im Kommunikationsnetzwerk geben. Denkbar wäre vielleicht ein Weltraumteleskop auf der geostationären Bahn, das mit einer speziell für das Projekt aufgestellten Schüssel angefunkt würde, dann wären 100 Mbps rund um die Uhr kein Problem.

  40. #40 madM
    21. Februar 2013

    @ florian:
    Zitat: Meinst du echt, man kann einfach so zum Fernsehen gehen und sagen: Hey, gebt mir ne Sendung! Ne, das funktioniert nicht. Es läuft ja jetzt schon kaum Wissenschaft im Fernsehen. Und mehr als einen Astronomen wird das TV in Deutschland sicher nicht brauchen. Ich hätte nichts dagegen eine Fernsehsendung zu machen. Aber das Fernsehen

    schon probiert? Ich dachte in der Wissenschaft muß man Dinge nachweisen… und ein Podcast wäre schon mal ein Anfang.
    Ich fänds sau cool, und die Idee zu gut um es nicht zu versuchen.

  41. #41 tina
    21. Februar 2013

    Ich finde es auch schade, dass das Thema im Nachhinein so wenig Resonanz in den Medien findet. Es läuft eigentlich immer nach dem gleichen Schema: Am ersten Tag berichten alle Medien sehr aufgeregt darüber, am zweiten Tag lässt es schon deutlich nach und am dritten Tag ist das Thema schon wieder weitestgehend verschwunden. Die berühmte Sau halt, die durchs Dorf getrieben wird und dann schnell von einer neuen Sau abgelöst wird.
    Eine Talkshow mit Experten wäre wirklich mal interessant gewesen – aber man fürchtet wohl, dass das zu wenige Leute interessieren könnte. Wobei ich mich frage, ob das wirklich so wäre. Wenn man sich mal ansieht, wieviele Talkshows es pro Woche im Fernsehen gibt und wieviele Gäste dabei völlig belangloses Zeugs zu teilweise völlig belanglosen Themen reden, kann es doch eigentlich nur besser werden, wenn man da mal was anders macht.
    Nach meinen Erfahrungen ist die durchschnittliche Bildung (selbst bei ansonsten gut gebildeten Leuten) im Bereich Astronomie noch SEHR ausbaufähig.

  42. #42 Kallewirsch
    21. Februar 2013

    Zeigt ja irgendwie, dass die Sender nicht wissen, wen sie fragen sollen.

    Warts ab. In ein paar Jahren wird sich das vielleicht (hoffentlich) auch noch ändern. Ich finde es ja zumindest schon mal ein gutes Zeichen, dass Florian mittlerweile einen gewissen Bekanntheitsgrad hat, so dass ihn wenigstens Radiosender kurzfristig um eine Stellungnahme bitten. Das ist ja doch schon mal was. Aber zur Zeit dürfte es tatsächlich wirklich so sein, dass bei Fernsehsendern die Redakteure überfordert sind. Wenn es um ‘Weltraumthemen’ geht, dann denkt man an den Lesch oder an den Ulrich Walter. Wer anderer kommt praktisch nie vor (und vom Ulrich Walter bin ich ehrlich gesagt nicht so begeistert – der haut auch schon mal einen Sager raus der zwar nicht falsch ist aber in der Wortwahl sehr unüberlegt). Vor einigen Jahren war es Bublath der in einer Wissenschaftssendung nicht fehlen durfte – heute ist es der Lesch. Aber der kann eben auch nicht überall sein.
    Hoffen wir mal, dass Florian auch irgendwann mal so weit sein wird. Das er am Weg dorthin ist – das hätte ich jetzt schon gesehen (um es mit Gerda Rogers zu sagen).

  43. #43 JMz
    21. Februar 2013

    n-TV bring immer mal wieder was über Astronomie ;)
    und dies relativ häufig :)

  44. #44 Physiker
    21. Februar 2013

    @Anne:

    So eine Sendung über Meteoriten braucht auch entsprechende Vorbereitung. Da finde ich es nicht verwunderlich das so kurz nach dem Ereignis im TV eher andere Themen abgehandelt werden.

    Also interessante Talkshows mit Gästen wie Ulrich Walter, Harald Lesch, jemanden von der ESA und vielleicht jemanden von einem Unternehmen das kommerziell Rohstoffe auf Asteroiden fördern will, wären doch sicher sehenswert.
    Vermutlich befürchten die Verantwortlichen fürs Fernsehprogramm aber, dass in solchen Sendungen keine Kontroversen entstehen.
    Schlussendlich haben wir ja genau das TV-Programm, das wir verdienen. Wenn Wissenschaftssendungen wie nano, quarks und co, abenteuer forschung, etc. eine grössere Quote hätten, dann wären sie auch in den Öffentlich-Rechtlichen an prominenterer Stelle und zu begehrteren Sendezeiten zu sehen.

  45. #45 Kallewirsch
    21. Februar 2013

    Wenn Wissenschaftssendungen wie nano, quarks und co, abenteuer forschung, etc. eine grössere Quote hätten, dann wären sie auch in den Öffentlich-Rechtlichen an prominenterer Stelle und zu begehrteren Sendezeiten zu sehen.

    Darüber kann man diskutieren, was jetzt Ursache und was Wirkung ist.
    Terra-X, sonntags um 19:30 im ZDF schafft es ja auch sich zu halten.

  46. #46 K.S.
    (B)
    21. Februar 2013

    TV Sender leben von Werbeeinnahmen, Werbung ist teuer und so hat die Reklame Lobby enormen Einfluss auf Sendepläne der Sender. Man will die breite Masse erreichen, sieht zu, dass die Sender entsprechend billigen Schund zeigen, der die breite Masse längerfristig anspricht. Geld regiert halt doch die Welt und so muss der Zuschauer jeden Mist schlucken, den man ihm vorsetzt. Eine Sendung mit plattem, angeblich “entspannendem” (wohl eher verblödendem) Hintergrund zieht den Durchschnittsmenschen an und die Werbung funktioniert perfekt, da eben diese Gruppe gern auf Reklame anspringt und kopflos Produkte kauft. Gehobene Sendungen sprechen hingegen eine andere Klientel an, die der Werbung resistent entgegentritt. Also, weniger Umsatz, das will man natürlich nicht. Sex und Skandale regieren den Dummen.
    Ein Beispiel: Ich habe einige Jahre als Promoter bei einem Rock und Metal Label gearbeitet. Ziel: Vermarktung von härterer Musik in Radio und TV. Machbar? Ja, solange dein Produkt gesellschaftsfähig ist und eine breite Masse anspricht. Nightwish z. B. hören sogar Musiklehrer und Hausfrauen, also kann man das in einem Werbeblock unterbringen. Versucht man einen Werbeblock für Independ. Metal zu kaufen, der nur eine kleinere, sehr spezielle Fangemeinde anspricht, springen Konzerne wie diverse Waschmittelhersteller ab. Antwort vom Sender kann lauten: “Sorry, wenn wir euch den Block geben streicht uns Konzern XY eine Kooperation. Die aber sind wertvoller, da täglich permanent in den Werbeblöcken vertreten. Die bringen das Geld rein. Ihr nicht.” ACDC, Metallica – klar, das sind bekannte Bands, jeder hatte schon mehr oder weniger mit denen zu tun. Das ist Kult. Falls sich noch jemand an den Grand Prix erinnern sollte, wo die finnische Band Lordi gewonnen hat – Ihr habt keine Ahnung, wie aufwändig die Vorarbeit durch weltweite Fanclubs war, um ausreichend Menschen zu motivieren, nur einmal so eine Band in die Veranstaltung zu bekommen und letztendlich als Gewinner zu sehen. Hätte man diese Kanäle nicht gehabt, Finnland wäre verlacht worden.
    Zurück zum Thema, ich lebe in Belgien und an besagtem Freitag wurde in exakt einer Nachrichtensendung etwa zwei Minuten lang erwähnt, was in Russland passiert ist. Ansonsten ging es wie jeden Tag um den Kindergarten Brüssel. Hier gab es, um einen Einblick in eure Nachbarländer zu geben, vor einigen Jahren eine Show von einem Comedian, einem ehemaligen Punk, der hier durch sein schillerndes, exotisches Bild für Aufruhr sorgte, der das Weltall erklärt hat. Das ganze war sehr seriös und echt spannend – die Werbepartner jedoch fanden, dass die Klientel nicht ausreichend Produkte konsumierte und die Sendung wurde abgesetzt. Man sollte sich einmal über die Macht der Lobby bewusst werden und realisieren, dass es unter solchen Umständen niemals ein interessantes Fernsehen geben kann.

  47. #47 Kallewirsch
    21. Februar 2013

    Apropos Medienpräsenz

    Florian, kannst du einen Kontakt herstellen zu dem Künstler der dein Logo für die “Sternengeschichten” gemacht hat?

    Mir gefällt nämlich das Motiv so gut, dass ich mir daraus gerne ein T-Shirt machen möchte (natürlich mit Angabe der Web-Adresse). Dazu würde ich aber eine etwas größere Vorlage benötigen. Wenn der Künstler sein ok gibt, könnte man ja ein paar davon drucken lassen.

  48. #48 Jareth Tower
    21. Februar 2013

    Hallo Florian,
    also ich denke, dass deine Vorstellung nur im Bezug auf das Medium Fernsehn unrealistisch ist. Zeitungen und Radio haben den Vorfall doch kommentiert.
    Beispiel: http://www.wdr5.de/sendungen/leonardo/s/d/15.02.2013-16.05.html
    Vielleicht noch nicht in dem erforderlichen Umfang, aber wenn diese Berichte Zuspruch finden sollten, wird das Fernsehn schon nachziehen. “hoffentlich”
    Ansonsten vielleicht startet man mal ne “Facebookgruppe” oder nen Shitstorm an die ARD/ZDF sie sollen mehr Wissenschaft vermitteln ;)
    Gruß
    Jareth

  49. #49 Nyarlathotep
    21. Februar 2013

    dieses nichtstattfinden von diskussionen im TV zum thema asteroiden oder speziell den russland-meteor, kann ich unter zwei worten zusammenfassen: verantwortungslosigkeit und ignoranz! die menschen sind bar jeglicher verantwortung. auch wenn es vielleicht hart klingt, aber im grunde hätte ich mir gewünscht, dass der meteor nicht über tscheljabinsk, sondern über einer westlichen großstadt niedergegangen wäre und dass er nicht 15, sondern 50 meter groß gewesen wäre. auch wenn diese aussage oder diese einstellung fies und furchtbar klingt, weil ich damit ja im grunde vielen menschen den tod und große zerstörung herbei wünsche, so ist ein solches ereignis in meinen augen jedoch die einzige lösung, die menschen zur vernunft zu bringen und sie eine verantwortung für sich und andere entwickeln zu lassen. man sagt immer: harte/außergewöhnliche situationen, erfordern harte/außergewöhnliche maßnahmen. und genau das trifft im prinzip zu, wenn ich derartige “wünsche” äußere oder mit solchen und ähnlichen gedanken spiele.

    die tatsache, dass zudem die wissenschaft keinen wirklichen platz im deutschen TV hat, sehe ich sogar als noch viel folgenschwerer an, als du es vielleicht siehst oder du es hier geschildert hast. denn gerade dann, wenn wissenschaftliche themen im TV kein thema sind, sondern höchstens nur zu unmenschlichen uhrzeiten auf irgendwelchen spartensendern ihren platz finden, dann erreichen diese themen zu wissenschaftlichen erkenntnissen nur einen geringen anteil der bevölkerung, d.h. diese dinge dringen nicht an die ohren und augen der breiten masse, sondern nur an die ohren einer kleinen minderheit. auf lange sicht bedeutet das, dass der bildungsquotient in der bevölkerung aufgrund mangelnder wissenschaftlicher aufklärung sinkt, da die meisten menschen sich leider nicht aus eigeninitiative dafür interessieren. wenn der bildungsquotient und die aufklärung sinken, werden die menschen wieder offener und sensibler gegenüber religiösen und esoterischen spinnereien und anfälliger gegenüber scharlatanen, sekten und kirchen. wenn die aufgeklärten in einem land immer weniger werden, sterben sie irgendwann aus, da es auch immer weniger nachwuchswissenschaftler gibt, weil in der bevölkerung aberglaube und religiöser fanatismus wieder vorherrschen.

  50. #50 Florian Freistetter
    21. Februar 2013

    @Anne: “. Ich meinte das nach dem was ich über die meteoritenüberwachung weiss, uns zur Zeit kein großer Brocken zu nahe kommt.”

    Ok – sorry. Ich dachte du sprichts von den kleinen Objekten wie dem russischen Meteor. Um die großen Asteroiden gings ja nicht.

    “So eine Sendung über Meteoriten braucht auch entsprechende Vorbereitung. Da finde ich es nicht verwunderlich das so kurz nach dem Ereignis im TV eher andere Themen abgehandelt werden.”

    Naja – ansonsten hat das Fernsehen ja auch kein Problem damit, auf aktuelle Ereignisse zu reagieren. Wenn der Papst zurück tritt oder ein Politiker Unsinn macht, dann wird ja auch nicht erst wochenlang recherchiert, bevor man ne Sendung dazu macht.

    “als jetzt einen medialen Schnellschuss ala Talk bei Plasberg bei dem ich nach 10 min frustriert umschalte weil irgendwelche C Promis dummes Zeug von sich geben.”

    Das könnte man ändern, in dem man eben mal KEINE C-Promis einlädt, sondern Leute die Ahnung haben. Genau das war ja der Kern meiner Kritik: Man macht im Fernsehen nichts neues. Die immer gleichen Leute diskutieren über die immer gleichen Themen. Das man auch mal andere Leute einladen kann die über andere DInge sprechen, wird nicht berücksichtigt.

  51. #51 McPomm
    21. Februar 2013

    Ich finde es schon mal einen guten Anfang, dass die UN-Organisation für Weltraumangelegenheiten UNOOSA an die Nachrichtenagenturen eine Pressemitteilung darüber verteilt hat, dass der Russlandmeteorit zum Anlass genommen wird, eine genauere Meteoritenbeobachtung zu forcieren, die auch Objekte unter 1000m Größe erfasst.
    http://www.un.org/apps/news/story.asp?NewsID=44186

    Wie schon ein anderer hier geschrieben hat, ist die DPA-Meldung u.a. auch beim Spiegel veröffentlicht worden. Auch auf der einflussreichen “Nerd”seite http://heise.de/-1807052 .

    Aber es laufen ja bereits Projekte, die sich mit Erkennung und Abwehr gefährlicher Aster-/Meteoroiden befassen. Z.B.:
    USA/Hawaii: Pan-STARRS (http://pan-starrs.ifa.hawaii.edu/public/)
    EU/ESA: AIDA (http://www.esa.int/Our_Activities/Technology/NEO/Asteroid_Impact_Deflection_Assessment_AIDA_study)

    Zu wünschen wäre, dass diese Projekte durch das Russlandereignis mehr Geld bekommen.

  52. #52 Eisentor
    21. Februar 2013

    @Kallewirsch schau mal hier:
    http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2012/09/26/mein-comic-ich/
    “Kumi” treibt sich hier auch bei den Kommentatoren rum.

  53. #53 Florian Freistetter
    21. Februar 2013

    @Alderamin: “Ich nehme an, die Sender haben nicht die nötigen Kontakte, sie müssten ja dann auf die Schnelle die richtigen Leute erreichen. Bei Dir hat ja ein Radiosender angerufen, wenn ich mich recht entsinne, aber anscheinend kein Fernsehsender?”

    Ne – Fernsehen meldet sich sehr selten bei mir. Aber trotzdem: Die Leute beim Fernsehen sind ja keine sabbernden Idioten (meistens zumindest). Deren Job ist es ja gerade, passende Ansprechpartner zu finden. Schaffen sie ja sonst auch. Und sooo schwer kanns ja nicht sein, an ner Uni oder bei der ESA anzurufen und sich nen Gesprächspartner zu besorgen.

    “Das Problem bei einem Weltraumteleskop, insbesondere einem großen, ist, dass es eben nur eines wäre, das ein begrenztes Blickfeld hätte.”

    Ein Kollege hat mal ne Diplomarbeit zu dem Thema geschrieben. Mit 2 kleinen Teleskopen in den Lagrangepunkten der Erde könnte man schon ziemlich viel erreichen.

  54. #54 Florian Freistetter
    21. Februar 2013

    @madM: “und ein Podcast wäre schon mal ein Anfang.”

    Ich habe seit Dezember einen Podcast: http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/sternengeschichten/

  55. #55 Florian Freistetter
    21. Februar 2013

    @JMz: “n-TV bring immer mal wieder was über Astronomie ;) und dies relativ häufig “

    Und meistens qualitativ nicht sehr hochwertig…

  56. #56 Florian Freistetter
    21. Februar 2013

    @KS: “TV Sender leben von Werbeeinnahmen”

    Ich sprach in meinem Artikel ganz explizit von den öffentlich-rechtlichen Sendern. An das Privatfernsehen stelle ich keine Ansprüche. An das ÖR schon.

  57. #57 Florian Freistetter
    21. Februar 2013

    @Kallewirsch: “Wenn der Künstler sein ok gibt, könnte man ja ein paar davon drucken lassen.”

    Der Künstler heißt “Kumi” und kommentiert hier regelmäßig.

  58. #58 Florian Freistetter
    21. Februar 2013

    @Jareth Tower: “Ansonsten vielleicht startet man mal ne “Facebookgruppe” oder nen Shitstorm an die ARD/ZDF sie sollen mehr Wissenschaft vermitteln”

    ALso wenn ARD/ZDF irgendwas völlig egal ist, dann ist es wohl ne Facebookgruppe…
    Über das Fernsehprogramm regen sich schon so viele Mensch so lange auf – es ist unwahrscheinlich, dass da irgendwas passiert. In dem Fall muss man wohl auf Privatsender hoffen, die probieren, mit Qualität Programm zu machen. Sowas ist selten, gibts aber auch. Servus TV ist da ein gutes Beispiel; die haben auch regelmäßige Talkshows zu wissenschaftlichen Themen und ein gutes Wissenschaftsprogramm. (Blöd nur, dass ich den Sender nicht empfangen kann :( )

  59. #59 Alexander
    21. Februar 2013
  60. #60 Liebenswuerdiges Scheusal
    21. Februar 2013

    @FF
    Servus TV bietet, so glaube ich jedenfalls, einen Dauerlivestream.

  61. #61 tina
    21. Februar 2013

    Die Zeit hat heute einen Artikel zum Thema: Wer darf ins Fernsehen? Typologie der deutschen Talkshow

    http://www.zeit.de/2013/08/Fernsehen-Typologie-Talkshow-Gaeste

    Echte Experten, die über Asteroiden (oder überhaupt mal über Astronomie) diskutieren, könnten wirklich mal ein Highlight sein. Aber vermutlich warten wir da vergebens…

  62. #62 Florian Freistetter
    21. Februar 2013

    @Scheusal: “Servus TV bietet, so glaube ich jedenfalls, einen Dauerlivestream.”

    Ja, es gibt auch ne schöne Servus-TV App. Aber ich schau ungern Fernsehen auf Computer und Handy…

  63. #63 Herbert
    21. Februar 2013

    Puh – bin ich froh, dass wir keinen Fernseher haben. :)

  64. #64 karmel
    21. Februar 2013

    es ist zu beklagen, daß großteils idiotien – im rundfunk oder den medien allgemein – gezeigt werden.
    ein bisserl mehr wissenschaftliche beiträge, interessant und verständlich aufgearbeitet, würden sicherlich ein gesteigertes gesellschaftliches reflexionsvermögen bewirken.

    die panikmache und falschinformation nach dem meteoreintritt war ja zum in den boden versinken – etwa eine diskussion auf cnn wo die moderatorin tatsächlich den meteorologen fragte ob das etwas mit der erderwärmung zu tun haben könnte. ehrlich, wenn man bis zehn zählen kann, sollte man auch fähig sein solche sachen zu trennen.

    in österreich bzw deutschland sollte es ja soetwas wie einen öffentlich-rechtlichen bildungsauftrag geben. sollte…
    die realität ist fast ungebremster sensationsjournalismus, der mit realität oder grundlegender journalistischer arbeit wenig zu tun hat.

    zum glück gibt es noch blogs wie diesen hier, wo der interessierte leser sich ein unabhängigeres bild machen kann.
    den rezipientenradius zu vergrößern wäre eine erstrebenswertes ziel.

  65. #65 Naivi
    21. Februar 2013

    Ich schätze der Meteor hat einfach nicht genug Schaden angerichtet.

  66. #66 Faustus
    21. Februar 2013

    Also wer seriöse Wissenschaft im deutschen Fernsehen zur Hauptsendezeit sucht, ist echt selbst schuld. Persönlich sehe ich auch kaum fern.
    Vermutlich hat sich bei den deutschen Sendern iwann der Glaube durchgesetzt, dass wissenschaftliche Themen mit richtigen Wissenschaftlern zu den Hauptsendezeiten ein Quotenkiller sind und sie es deshalb einfach nicht mehr machen. Die Briten sind da wohl einfach aufgeklärter und evtl. auch Fortschrittsbejahender (d.h. die Formel Forschung = Forschritt ist einfach noch massenkompatibler).
    Gerade die oben genannten Sendungen auf den ÖR-senden kann man sich auch im Internet ansehen.

    Aber es stimmt: Ich hätte auch erwartet, dass sie den Meteoriteneinschlag mehr medial ausschlachten … dies hätte aber höchstwahrscheinlich wieder eine Art Hysterie verursacht von wegen Weltuntergang etc.

    Fertigfleischprodukte dagegen isst fast jeder und Pferde finden die meisten so süß dass sie alle auf einmal total schockiert sind, warum das Billigzeug dass sie in sich hineinstopfen nicht das ist was draufsteht.
    Na dann Mahlzeit!

  67. #67 Uli
    21. Februar 2013

    Jetzt weiß ich wieder warum ich lieber BBC sehe als die deutschen Verblödungssender.

    Habt ihr Satelliten-TV zuhause? Stellt doch mal eine Schüssel daneben und richtet die ein bißchen weiter nach links aus, bis wieder ein Signal kommt. Dann einen Sendersuchlauf starten und fertig.

    Bis Mitte Deutschlands reicht eine normale 60er Schüssel, je weiter nach Osten, um so größer muss sie allerdings sein.

  68. #68 Florian Freistetter
    21. Februar 2013

    @Uli: “Habt ihr Satelliten-TV zuhause?”

    Ne – leider nicht. BBC am Fernseher empfangen wäre wunderbar! Aber ich muss leider immer den Umweg über den Onlinevideorekorder gehen. Das ist ziemlich mühsam und man verpasst viel…

  69. #69 Wadislaf
    21. Februar 2013

    “Dass die Medien dieses Thema so konsequent ignorieren zeigt deutlich, welchen Stellenwert die Wissenschaft bei ihnen einnimmt.”

    Na aber Florian, das ist jetzt aber eine Verschwörungstheorie…und soweit will doch der Herr Wissenschaftler nicht sinken oder?

    Wenn Dir das alles nicht genehm ist, dann tue doch Deinen Ummut darüber hier kund:

    http://www.willheulen.de/

  70. #70 Florian Freistetter
    21. Februar 2013

    @Wadislaf: “Na aber Florian, das ist jetzt aber eine Verschwörungstheorie…und soweit will doch der Herr Wissenschaftler nicht sinken oder?”

    Das ist keine Verschwörunsgtheorie, sondern die Beobachtung der Medien und eine entsprechende Kritik. Wenn der Stellenwert der Wissenschaft höher wäre, würde man das auch im Programm der Fernsehsender merken.

    “Wenn Dir das alles nicht genehm ist, dann tue doch Deinen Ummut darüber hier kund: http://www.willheulen.de/

    Vielen Dank, aber ich hab schon ein Medium, bei dem ich kund tun kann, was mir gefällt und was nicht. Es heißt “Astrodicticum Simplex”. Und selbst wenn nicht, dann würde ich mir eine andere Seite suchen und keine wie die, die du mir empfohlen hast und wo irgendwelche Leute irgendwelchen Unsinn über Kinderpornografie schreiben…

  71. #71 Wolfgang S.
    21. Februar 2013

    Florian hat mal wieder alles Wesentliche gesagt. Ich weiß ja nicht, wie alt der durchnittliche Astrodicticum Simplex Leser ist? Aber für die Jüngeren hier: in meiner Jugend gab es ne Sendung die hieß ‘Querschnitte’. Moderator und Autor: Hoimar von Dithfurt (und Volker Arzt). DAS war noch richtiges Wissenschaftsfernsehen! Hat tatsächlich meine Entscheidung Physik zu studieren mit beeinflußt. Das hätte das seichte Gelabber von Prof. Lesch nicht geschafft. Nicht mißverstehen. Soll keine Kritik an Lesch sein. Wenn der könnte wie er wollte käme bestimmt auch was besseres da raus.
    Aber es fehlt einfach eine Sendung die auch mal in die Tiefe geht.
    Deshalb mein Apell falls hier jemand von ARD/ZDF mitliest: gebt Florian 60 min. im Monat. Mit den heutigen medialen Mitteln macht er Querschnitte 2.0
    (und den Bart wie Ditfurth hat er schon fast)

  72. #72 Anne
    Köln
    21. Februar 2013

    @Florian: “Naja – ansonsten hat das Fernsehen ja auch kein Problem damit, auf aktuelle Ereignisse zu reagieren.”

    Ja, und das merkt man diesen Sendungen dann auch an. Am schlimmsten sind da NTV und N24. Was da teilweise für kompletter Blödsinn über den Schirm flackert. Mir fällt nicht mehr ein zu welcher Katastrophe ich zuletzt durch die Sender gezappt habe aber ich weiss noch das es furchtbar war was da von vermeintlichen Experten für ein Quatsch rausgehauen wurde.

    “Das könnte man ändern, in dem man eben mal KEINE C-Promis einlädt, sondern Leute die Ahnung haben. Genau das war ja der Kern meiner Kritik: Man macht im Fernsehen nichts neues. Die immer gleichen Leute diskutieren über die immer gleichen Themen. ”

    Stimmt. Aber das wird sich wohl nicht so schnell ändern. Mir kommt es so vor wie als rotiere das Medium TV ständig nur um sich selbst. Aber wie hier schon jemand richtig geschrieben hat: Wir bekommen die Art Fernsehen die wir verdienen. Und das schein nunmal was Niveau und Professionalität angeht nur einen Weg zu kennen: nach unten.

  73. #73 Florian Freistetter
    21. Februar 2013

    @Anne: “Ja, und das merkt man diesen Sendungen dann auch an. Am schlimmsten sind da NTV und N24. “

    Ich habs vorhin schon erwähnt, sags aber gerne nochmal: Ich hab explizit vom ÖR-Fernsehen gesprochen. An die Privaten stelle ich keine Ansprüche. Aber ein öffentlich-rechtlicher Sender sollte genug qualifiziertes Personal haben, um adequat auf aktuelle Ereignisse reagieren zu können. Das ist ja immerhin der Job, für den sie unsere Gebühren kriegen! Bei anderen Themen klappt es ja auch.

  74. #74 Beobachter
    Wissen die Medien mehr?
    21. Februar 2013

    Vielleicht wollte man die Aufmerksamkeit nicht darauf lenken?

    (was vmtl. dann doch auf einen gezielten Abschuss von hinten hindeuten würde, daher sollten alle vorhandenen Videodaten in Zeitlupenmodus ausgewertet werden)

  75. #75 naturundwirtschaft
    21. Februar 2013

    Das geringe Interesse an der Wissenschaft im Fernsehen ist ganz einfach zu erklären. Die Menschen würden sich danach für dumm und unwissend halten. Und das wil keiner, also guckt es keiner. Es ist einfacher in seinem Gedankenkämmerchen zu sitzen und zu sagen: “Ich bin so toll und klug!”, als auch mal zu sagen: “Oh das wusste ich nicht.”
    Deswegen schauen sich die Leute so gerne Fußball an. Die Meisten hätten ja eine viel bessere Aufstellung gewählt oder hätten als Spieler das Ding schon reingemacht.

    Ähnliches gilt bei Talkshows. Ein Großteil der Deutschen hält sich doch selber für den besseren Politiker. Da kann man sich schön aufregen und seine eigene noch so falsche Meinung sagen.
    Bei Fakten und wissenschaftlichen Theorien ist das nicht mehr so einfach möglich. Da kann man nicht einfach sagen, dass die Welt eine Scheibe ist, obwohl dass seinem Weltbild entspricht.

  76. #76 Florian Freistetter
    21. Februar 2013

    @Beobachter: “was vmtl. dann doch auf einen gezielten Abschuss von hinten hindeuten würde”

    Sorry, aber das ist Unsinn. ABgesehen davon, dass das Video nichts zeit, was nach “Abschuss” aussieht ist so was auch schlicht unmöglich. Es sei denn natürlich, du glaubst an russische Superwaffen, die in der Lage sind, einen Asteroiden abzufangen, der sich mit 18 Kilometern pro Sekunde bewegt…

  77. #77 Ex-Esoteriker
    21. Februar 2013

    Hallo Florian,

    es gibt sehr wohl Themen über Astronomie allgemein, N24 und NTV, in meinen Augen sehr gut gemachte Dokus über´s Weltall bzw. Universum.

  78. #78 anna
    wohnzimmer .-)
    21. Februar 2013

    das volk bekommt brot und spiele.
    wie im alten rom :-)
    ich schau schon lange kein fernsehen mehr.
    wenn etwas über den asteroiden gekommen wäre (etwas fundiertes und kein weltuntergangsszenario) hätte ich es mir bestimmt nochmal überlegt….doch wieder nix.
    aber es gibt ja gute litertur :-)

  79. #79 Florian Freistetter
    21. Februar 2013

    @Ex-Esoteriker: “es gibt sehr wohl Themen über Astronomie allgemein, N24 und NTV, in meinen Augen sehr gut gemachte Dokus über´s Weltall bzw. Universum.”

    Naja, ich sprach nicht von Dokus – die kaufen die deutschen Sender ja auch nur irgendwo ein und gerade was N24 und NTV angeht sind die sehr oft nicht sehr hochwertig. Mir ging es um die selbstproduzierten Sendungen der öffentlich-rechtlichen Sender; die, für die wir Gebühren zahlen.

  80. #80 anna
    21. Februar 2013

    litertur mit a .-)
    also quasi literatur (jessas nee)

  81. #81 bikerdet
    21. Februar 2013

    Eigendlich hat sich seit dem ‘alten Rom’ nichts geändert : Brot und Spiele um das Volk ruhig zu halten .
    Bei uns eben der Fußball und ‘flüssiges Brot’ . Damit keiner nachdenkt, was ja schon immer eine gefährliche Tätigkeit war, wird der Zuschauer mit Sex und Peinlichkeiten an’s Fernsehn und Telefon gebannt. Nicht nur Quote bestimmt den Sendeplatz, das Zielpublikum muss auch ANRUFEN ! können. So genanntes ‘Mitmachfernsehen’ . Gucks Du hier :

    http://www.welt.de/print-welt/article289156/Das-Millionen-Geschaeft-mit-Telefon-Voting.html

    Da können wissenschaftliche Themen nicht mithalten. Für leider sehr viele Menschen ist der Rand des Wissens bereits mit der ‘Abseitsregel’ erreicht. FALLS noch etwas Platz übrig ist, wird er durch die Transfergerüchte belegt.

    Falls sich noch jemand an den Aufschrei in der Fangemeinde erinnert : ‘Alpha Centauri’, die kostengünstigste Sendung die je im TV gezeigt wurde und Sprungbrett für Prof. Lesch, wurde eingestellt da man das Geld für Fussballübertragungsrechte brauchte !

    Talkshows sehe ich mir sowieso nicht an, die Themen sind irgendwo zwischen Sensationsgier, Schmuddel-TV und niveaulosem Rumgelabere. Sobald Politiker dabei sind, geht es mehr um parteipolitisches Geplänkel als um Sachfragen. Kurz gesagt : Strom und Zeitverschwendung.

    Was die Menschen, zumindest kurzfristig, aus ihrem Desinteresse reißt sind Katastrophen. Dafür sind Asteroiden einfach zu selten und der Letzte einfach zu klein. Außerdem wird es genug Leute geben, die tatsächlich an eine ‘Weltraumkavalerie’ im Stile von Armageddon glauben. Das ein solches Ereignis wie das in Russland auch bei uns passieren kann (und sicher auch irgendwann wird) interessiert aber nicht wirklich. So wie die Klimaerwärmung, kommt halt frühestens in 50 – 100 Jahren. Somit für mich egal, aber am Samstag ist Sportschau. Oder irgendeine andere, eigendlich sinnfreie, Sendung bei der man anrufen kann/muss, denn sonst verdient der Sender nichts und setzt die Sendung ab…

  82. #82 alfred
    21. Februar 2013

    @Wolfgang S. (#71): Ich bin sogar so alt, dass ich noch Erstausstrahlungen der Sendungen erinnere, in denen Heinz Haber den Weltraum erklärte. Damals war ich noch in der Grundschule, die Sendungen werden, wie ich in der Wikipedia lese, immer noch wiederholt… Was Neues kommt da aber nicht wirklich nach, und Hoimar war der letzte Höhepunkt.

    @Florian: Ja, es wäre zu schön, wenn es so wäre wie im Film, wo die Leute ob der außerirdischen Bedrohung zusammenrücken und sagen: „Hey, lasst uns einhalten mit dem schändlich Treiben, statt dessen in Frieden zusammenleben und statt dessen das Geld für andere Dinge wie ein Frühwarnsystem ausgeben.“
    So ist es aber nun mal nicht. Und das liegt natürlich auch daran, dass die Leute vieles nicht wissen. Also mach, evtl. mit ein paar netten und kompetenten Leuten die du kennst, einfach ein Konzept ür eine gute Sendung und klappere die Sender ab. Nur der Versuch macht kluch…

  83. #83 Pete
    21. Februar 2013

    @Ex-Esoteriker,
    ja, das ist irgendwie schon erstaunlich, denn jahrelang waren sie auf das neueste Knall-Bumm-Spielzeug des (meist us-amerik.) Militaers fixiert.
    Jetzt zeigen sie sehr haeufig Dokus von Nat.Geo.-TV und der BBC. Ist zwar nicht das, was Wissenschaftler sehen wollen ;-), aber in diesen Dokus erzaehlen Wissenschaftler zu einem Thema ueber das, was sie so tun und herausgefunden haben. Und die Angelsachsen koennen das ziemlich gut fuer breite Zuschauerschichten aufbereiten. Es haelt Leute, die nicht vollkomen zur Couchpotato verkommen sind, davon ab, weiterzuzappen, weil es erstmal _interessant_ ist.
    Man muss sich bei sowas ja auch fragen, wie erreicht man ein “zaehlbares” Publikum und haelt es bei der Stange?

    Das, was sie da als “Wissen” verkaufen, geschenkt. Muss man nicht sehen. Die Berichterstattung letzten Freitag naja, nicht so der Knaller, der sich da in einer Endlosschleife gefangen hat. Peinlich finde ich da immer den “Sportler-Interview-Effekt”, man zerrt einen einigemassen bekannten Wissenschaftler (der auch nicht viel mehr als der Zuschauer vor der Glotze weiss, weil er sich zum aktuellen Thema nicht vorbereiten konnte), vor die Kamera mit der Forderung “Nun sag mal was!”. Ich finde sowas schrecklich.

    Pete

  84. #84 Florian Freistetter
    21. Februar 2013

    @alfred: “lso mach, evtl. mit ein paar netten und kompetenten Leuten die du kennst, einfach ein Konzept ür eine gute Sendung und klappere die Sender ab. Nur der Versuch macht kluch…”

    Das klingt alles immer so schön und einfach. Aber ich hab vom Fernsehen keine Ahnung und die kompetenten Fernsehproduzenten laufen auch nicht zu Dutzenden auf der Strasse rum. Und wenn, dann haben sie vermutlich auch keine Zeit, um auf gut Glück ein Sendungskonzept für einen Nischenblogger zu erstellen. Mal sehen – irgendwann habe ich vielleicht mal genug freie Zeit, um mir über sowas Gedanken zu machen.

  85. #85 Geo-Graphein
    21. Februar 2013

    Ich habe bei mehreren ÖR Sendern in Westdtl. gearbeitet und kann aus Erfahrung sagen, dass in diesen Redaktionen zu 99% einfach ehemalige/abgebrochene Germanistik- und Soziologie- oder eben Publizisitkstudenten sitzen, die – mit Verlaub – noch nicht mal einen Wasserkocher erklären können. Wenn dann doch mal ein interessanter Beitrag entsteht, heißt es, ” wir müssen auf unsere Zuschauer Rücksicht nehmen, die verstehen das nicht”. Mir selbst wurde immer wieder gesagt, ich solle meine Beiträge auf Bildzeitungsniveau herunterbrechen. Was dabei auch herunterbrach, war mein Enthusiasmus über die Medien möglichst viele Zuschauer mit naturwissenschaftlichen Themen erreichen zu können. Ich habe noch Hoffnung und werde jetzt Lehrer ;).
    Das Problem innerhalb der Medienstationen ist das ständige Schielen der Chefredakteure und Intendanten auf die Zuschauerzahlen – und das eben nicht nur bei den Privaten – im Gegenteil! Bei dem einen großen ÖR Sender wird darauf verwiesen, dass das Durchschnittsalter bei über 50 liegt, bei den kleinen Sendern heißt es, dass das wirkliche Zielpublikum ja eigentlich gar keinen Fernseher besitzt, sondern stattdessen in die Oper gehen würde. So kann natürlich nichts inhaltlich hochwertiges produziert werden.
    Deshalb: danke, danke für diesen Blog!

  86. #86 Florian Freistetter
    21. Februar 2013

    @Geo-Graphein: “Das Problem innerhalb der Medienstationen ist das ständige Schielen der Chefredakteure und Intendanten auf die Zuschauerzahlen “

    Und genau das sollten die ÖR eigentlich nicht tun. Die haben ja ihre Gebühren und können es sich leisten, auch mal zu experimentieren bzw. Programm zu machen, das nicht nur rein auf die Masse ausgerichtet ist. Aber immerhin ist es noch nicht so schlimm wie in Österreich, wo das ÖR Fernsehen mittlerweile vom Privatfernsehen nicht mehr zu unterscheiden ist (inkl. Werbung).

  87. #87 Geo-Graphein
    21. Februar 2013

    @Florian: Und genau das sollten die ÖR nicht tun. Die haben ja ihre Gebühren und können es sich leisten, auch mal zu experimentieren…

    Das ist natürlich der Grundgedanke, aber leider ist das nicht ganz so. Die Werbeeinnahmen, die da vorhanden sind, sind ziemlich erheblich und es wird vieles für die Zielgruppe der Werbeträger getan. Also das Publikum zu verjüngen ist gar nicht das Ziel. Dafür werden dann extra Sender gegründet. Man muss natürlich sehen dass die ÖR einen extrem aufgeblasene institutionellen Apparat haben, der sich allein aus Gebühren nicht mehr finanzieren könnte.

  88. #88 Florian Freistetter
    21. Februar 2013

    @Geo-Graphein: “Also das Publikum zu verjüngen ist gar nicht das Ziel”

    Eigentlich hat Wissenschaftsfernsehen ja auch nichts mit dem ALter zu tun. Das kann jungen Leuten genauso gefallen wie alten Menschen.

  89. #89 Pete
    21. Februar 2013

    @Geo-Graphein,
    Die OeR werden mit inzwischen fast 8×10^9€/a “druckbetankt” und koennen dafuer auch mal was leisten. Die Quote kann denen vollkommen egal sein, der OeR hat auch einen Bildungsauftrag. Der ist mit der “Sendung mit der Maus” (so gut sie auch ist) noch nicht erfuellt.
    Vor ungefaehr einem Jahr haben sie auf einem Spartenkanal uralte “Querschnitt” Sendungen gezeigt, z.T. noch in S/W produziert.
    Im Vergleich zu heutigen Sendungen dieser Art eine sehr hohe und hochwertige Informationsdichte, was da geboten wurde. Genau das ist es, was heute vermisst wird.

    Pete

  90. #90 walter
    21. Februar 2013

    naja, was wundert ihr euch? Zuerst muss der dumpfe Pöbel befriedigt werden. Und da ist Wissenschaft – richtige – völlig fehl am Platz. Max. ein paar Info zu irgendwas. Am besten noch mit jeder Menge Spielszenen, damit nur ja keine detailierte Info Platz hat. Schaut euch einfach das TV Programm jeden Tag an. Alles zusammen hat das max. den IQ einer aufgeweichten Semmel.

  91. #91 Liebenswuerdiges Scheusal
    21. Februar 2013

    @FF
    Nein, da lass ich dich jetzt nicht davon kommen.

    Du magst beim ORF (österreichischer öffentlich rechlicher Sender) mit ORF1 und grösstenteils ORF2 recht haben. Aber daneben gibts, ist zwar Radio aber trotzdem, OE1 (auch im Netz zu empfangen) und Österreich3, das sich langsam zum interessanten Kanal entwickelt.

    In anbetracht der kleinheit Österreichs kann der AT ÖR durchaus mit dem DE ÖR mithalten.

  92. #92 Liebenswuerdiges Scheusal
    21. Februar 2013

    Nicht Österreich3 (das wär Ö3 auch Radio und völlig unter jeder Kritik) sonder ORFIII.

  93. #93 Florian Freistetter
    21. Februar 2013

    @Scheusal: “In anbetracht der kleinheit Österreichs kann der AT ÖR durchaus mit dem DE ÖR mithalten.”

    Also ich hab 27 Jahre lang österreichisches Fernsehen gesehen und 8 Jahre lang das deutsche. Und “mithalten” ist da zu viel gesagt. Ok, Ö1 macht manchmal gutes Programm. Aber schau dir mal an, was du in Deutschland für deine Gebühren kriegst. ARD, ZDF, 3sat, Arte, haufenweise Regionalsender mit eigenem Programm und alles ohne Werbung (im Gegensatz zu Österreich, wo aufm ORF ständig Werbung läuft). Dazu noch einen brauchbaren Info und Nachrichtenkanal (Phönix) und einen qualitativ hochwertigen Kinderkanal (KiKa). Und dann noch jede Menge Radiosender, wirklich viele Radiosender, von denen viele locker mit Ö1 mithalten können. Ne, der ORF hat da doch einiges aufzuholen. Und Wissenschaft läuft dort auch nicht wirklich (vor einigen Jahren hat man ja die Wissenschaftsredaktion mit der Religionsredaktion zusammengelegt).

  94. #94 Steffmann
    21. Februar 2013

    @K.S.

    Man sollte sich einmal über die Macht der Lobby bewusst werden und realisieren, dass es unter solchen Umständen niemals ein interessantes Fernsehen geben kann.

    Für die Privaten mag das gelten, die ÖR haben aber einen Bildungsauftrag, den man als Bundesbürger auch einfordern kann.
    Beschwert Euch beim Rundfunkrat, der ist dafür zuständig, Ich persönlich habe das soeben getan und den link für diesen blog gleich mitgeschickt.

  95. #95 HermanToothrot
    21. Februar 2013

    Ja das TV-Programm ist ein generelles Problem. Ich persönlich habe schon seit ca. 5 Jahren keinen mehr und wenn ich etwas schaue, dann meist in den Mediatheken von Arte oder ARD/ZDF. Dort sind auch durchaus viele “Wissenssendungen”, allerdings eben kaum Wissenschaftssendungen zu finden. Die Veramerikanisierung der Dokumentationen ist auch ein Problem. Beispiel: “Geheimnisse des Universums” (okay, ist eine amerikanische Sendung…, Tera X etnwickelt sich aber auch stark in diese Richtung). Eigentlich ein sehr interessantes Thema, allerdings gehen mir die ständigen Explosionen so gehörig auf die Nerven, dass ich mir den Kram nicht antun kann. Es werden auch ständig immer die selben Phrasen sensationslustig wiederholt. Ein schönes Beispiel ist “Jagd auf Nemesis”. Einfach mal auf YouTube suchen. ;) Ständige Bildwechsel und ein böser Bruder der Sonne, der nichts anderes im Sinn hat uns Asteroiden entgegenzuschmettern um fürchterliche Katastrophen auszulösen und Tod und Verderben zu bringen. Das stammt tatsächlich aus der Doku und das geht die ganze Zeit so weiter.
    Die ganzen Medien haben sich in eine Richtung entwickelt, die ziemlich widerwärtig ist. Die Frage ist nur: wird der Markt erst durch die Sendungen geschaffen oder schafft der Markt die Sendungen? Wann hat denn die schleichende Sensationalisierung, Katastrophierung (!sic) und Verdummung begonnen?

    @ Florian:
    Du hast natürlich recht, dass das Fernsehen kein wirkliches Interesse an einer neuen Wissenssendung hat. Als Alternative gibt es jedoch noch YouTube. Dort sind gerade auch junge Leute erreichbar und vllt. mit Neugierde und Wissensdurst “infizierbar”. Ähnlich wie ein Podcast sind solche Sendungen allerdings natürlich sehr aufwendig.

    “Was passt denn mit meinem wöchentlichen Podcast nicht?”
    Ich kannte ihn bis eben noch nicht und habe jetzt reingehört. Ich werde die Folgen noch nachholen. Es gibt aber zwei Sachen, die noch nicht so gut sind: die Tonqualität und das sie so kurz sind. Die Tonqualität ist allerdings aushaltbar. Du hast übrigens eine sehr angenehme Stimme und Tonlage. Also von dieser Seite her ist alles super.

    Ich möchte mich an dieser Stelle auch noch einmal sehr bei dir bedanken, dass du dir immer soviel Mühe machst. Vielen Dank.

  96. #96 HermanToothrot
    21. Februar 2013

    @ Steffmann:
    Das die ÖR einen Bildungsauftrag haben, ist zwar so, wird aber nicht umgesetzt. Auch die ÖR setzen inzwischen sehr stark auf Quote, dabei sollte das eigtl. nebensächlich sein. Es gibt aber wohl noch einen großen Unterschied zwischen den Privaten und den ÖR beim Programm.

  97. #97 Steffmann
    21. Februar 2013

    @Geo-Graphein

    …. 99% einfach ehemalige/abgebrochene Germanistik- und Soziologie- oder eben Publizisitkstudenten sitzen, die – mit Verlaub – noch nicht mal einen Wasserkocher erklären können

    Also quasi ein äquivalenter Querschnitt zur Besetzung des Bundestages ? ;-)

  98. #98 Steffmann
    21. Februar 2013

    @Herman

    Aha. Danke für die Belehrung. Wo, mal abgesehen von der unterirdischen Qualität, die beide mittlerweile für Fernsehen halten, soll denn bitte der Unterschied liegen ?

  99. #99 HermanToothrot
    21. Februar 2013

    @Steffmann:
    Das sollte keine Belehrung sein. Falls du das so aufgefasst hast, tut mir das leid. Ich habe selbst ja keinen Fernseher mehr, aber schau dir die Auflistung von Florian an. Wo bitte schön ist bei den Wissensendungen ein privater Sender? Meine umfangreiche Recherche (hust) auf TV-Spielfilm ergab, dass z.B. im Vorabendprogramm fast stündlich eine Nachrichtensendung auf den ÖR (z.B. ARD/ZDF) läuft. Wo ist das bei den Privaten? Nicht vorhanden. Das ist dehnen ja auch nicht zur Last zu legen, denn diese müssen rein auf Quote ausgerichtet sein. Damit möchte ich auch nicht das Programm der ÖR in Schutz nehmen. Das ist in der Quantität auch nicht sonderlich qualitativ hochwertig, aber noch deutlich mehr auf Wissensvermittlung ausgerichtet, als bei den Privaten.

  100. #100 Florian Freistetter
    21. Februar 2013

    @Herman Toothrot: “. Es gibt aber zwei Sachen, die noch nicht so gut sind: die Tonqualität und das sie so kurz sind.”

    Naja, ich hab kein professionelles Tonstudio. Das Mikrofon das ich habe, war mit 180 Euro schon teuer genug – besser gehts im Moment leider nicht. Und was die Länge angeht – das ist momentan gerade so das, was ich zeitlich schaffe. Ich muss ja auch Geld verdienen und das tue ich mit meinen Artikel und Büchern; der Podcast wirft nichts ab und läuft nur so als Experiment nebenher. Aber das kann sich in Zukunft ändern, mal sehen.

    Was YouTube angeht. Ich habe auch hier schon mal experimentiert und ein paar Folgen eines Videoblogs probiert. Das war aber den Sehern nicht professionell genug, also habe ich das abgebrochen und verschoben, bis ich mehr gelernt habe und mir bessere Technik leisten kann. Ist vor allem ein Zeitproblem. Wenn ich zwei Blogartikel pro Tag schreibe, dazu Artikel für andere Blogs, für Zeitungen und auch noch meine Bücher, dann bleibt für andere Dinge wenig Zeit…

  101. #101 Florian Freistetter
    21. Februar 2013

    @Herman Toothrot: “aber schau dir die Auflistung von Florian an. Wo bitte schön ist bei den Wissensendungen ein privater Sender?”

    Dazu muss man sagen, dass ich mir absichtlich nur die ÖR-Programme angeschaut habe und bei den privaten gar nicht erst gesucht habe. Bei den privaten sieht es zwar schlechter aus, aber es gibt Ausnahmen – Servus TV zum Beispiel.

  102. #102 Karlius
    21. Februar 2013

    @Uli
    Wie schaust du denn BBC? Ich dachte, das geht aus dem Ausland gar nicht.

  103. #103 Steffmann
    21. Februar 2013

    @Herman
    Wir müssen uns auch nicht grossartig über so einen Mumpitz streiten.
    Unstrittig ist zumindest meiner Meinung nach, dass die ÖR trotz Zwangseintreibung bei den Nichtvermögenden, Bildungsfernsehen nach wie vor schlicht verweigern !

    Nein, statt dessen guckt man trotzdem auf die Quote und versucht sich dem mainstream anzupassen. Die meisten GEZ-Zahler ärgern sich über die trotzdem eingestreuten Werbefilmchen, weil sie wie Hohn wirken. Zum einen ist das Programmangebot unter aller Kanone. Das Filmangebot, abgesehen von den Montagsfilmen sowieso.

    Aber am schlimmsten sind die “Nachmittags-Angebote”. Ich bin noch mit 3 Programmen gross geworden. Wenn ich in meiner Kindheit mal Fernsehen schauen durfte, dann MUSSTE ich Bildungsfernsehen schauen. Nein, nicht weil meine Mama so ein Drachen war. Sondern weil die ÖR damals noch ihren Bildungsauftrag erfüllt hat.

  104. #104 Liebenswuerdiges Scheusal
    21. Februar 2013

    @FF
    3Sat ist ein gemeinschaftsprojekt der deutschen, schweizerischen und österreichischen ÖR Anstalten.

    Arte ist De und Fr.

    Aber Du hast recht ws die Verklüngelung von Wissenschaft mit Religion betrifft die im ORF Urstände feiert.

  105. #105 HermanToothrot
    21. Februar 2013

    @Herman:
    *denen nicht dehnen…

    @Florian:
    Da das Mikrofon recht teuer gewesen ist, könnte ich mir vorstellen, dass die Kompressionsrate zu hoch ist. 128 kbits/s sind vllt. ein bisschen zu wenig kbits/s. Aber ich möchte mich hier nicht beschweren. Ich kann mir den zeitlichen Aufwand dahinter vorstellen und bin froh, dass du es trotzdem machst.

    Ich habe eben auf YouTube geschaut. Ich weiß nicht, ob ich den richtigen Kanal gefunden habe, aber die Sachen finde ich nicht schlecht. Um das professioneller aufzuziehen, müsste natürlich noch einige Arbeit reingesteckt werden und das kostet natürlich Zeit. Das mit den Cornflakes z.B. fand ich sehr amüsant. Ich kann da noch den Kanal “Vsauce” empfehlen. Der zeigt sehr gut, dass mit Wissenschaft durchaus auch viele Leute erreicht werden können. Aber der Aufwand ist natürlich groß.

    Bei den TV-Kanälen kann ich ja kaum mitreden und habe auch gar keine Erfahrungen mehr. Den einzigen Kanal den ich regelmäßig z.B. für Nachrichten ansteuere, ist arte im Internet. Ich möchte mich da also nicht noch weiter aus dem Fenster lehnen.

  106. #106 HermanToothrot
    21. Februar 2013

    @Steffmann:
    Da bin ich absolut deiner Meinung. Das Programm hat sich sehr verschlechtert, auch bei den ÖR. Gerade wegen diesem ganzen Quotenblödsinn.

  107. #107 Florian Freistetter
    21. Februar 2013

    @Herman: “ch weiß nicht, ob ich den richtigen Kanal gefunden habe”

    Ne, bei YouTube hab ich nur diverse Videos, die ich so zwischendurch gemacht habe. Das Videblog hatte ich bei Vimeo, glaub ich.

  108. #108 Florian Freistetter
    21. Februar 2013

    @Scheusal: “3Sat ist ein gemeinschaftsprojekt der deutschen, schweizerischen und österreichischen ÖR Anstalten. Arte ist De und Fr.”

    Schon klar. Aber deswegen werden die Sender trotzdem (tw.) von den ÖR-Gebühren finanziert.

  109. #109 Steffmann
    21. Februar 2013

    @Florian:
    Ich sehe schon, dich müssen wir promoten :-)

    Irgendjemand hier, der davon ne Ahnung hat ?

  110. #110 HermanToothrot
    21. Februar 2013

    @ Florian:
    Hab jetzt gerade die zweite Folge gesehen. Also ich finde das schon sehr professeionell. Es hat zwar aufgrund des Hintergrunds einen trashigen Charakter, aber das muss nicht verkehrt sein, sofern der Rest auch ein wenig passt. Als du den Asteroiden mit dem Faden herunterfallen lassen hast, musste ich aufjedenfall herzhaft lachen. Also ich finde es so wie es ist, sehr gut. Die Tonqualität ist hier auch wieder nicht so gut, aber ausreichend. Mit einer Art “Greenscreen” im Hintergrund wäre hier durchaus noch etwas drin. So etwas kostet nicht viel, aber ich kann den Aufwand bei der Nachbearbeitung nicht abschätzen. So wie es gerade ist, verdienst du aber aufjedenfall 9/10 Sternen. Ich könnte mir vorstellen, dass das auf YouTube auch gut ankommen würde.

  111. #111 HermanToothrot
    21. Februar 2013

    @ Steffmann:
    Ich wünschte ich hätte Ahnung und Zeit. Ich stecke gerade mitten in der Promotion. Wenn sich ein Konglomerat aus Leuten finden würde, müsste doch der Zeitaufwand für jeden (außer Florian ;) ) zu managen sein oder?.

    @ Florian. Das Video ist echt der Knaller. :)
    Ich pack einfach mal den Link rein, falls dir das recht ist:
    http://vimeo.com/42197401

  112. #112 Hans
    21. Februar 2013

    K.S. #46

    Man sollte sich einmal über die Macht der Lobby bewusst werden und realisieren, dass es unter solchen Umständen niemals ein interessantes Fernsehen geben kann.

    Das ist allerdings ein wichtiger Punkt, der oft vergewssen wird. Und gerade im “Kindergarten Brüssel” treibt sich ja laut Lobbycontrol das meisste Lobbyistenvolk nach Washington D.C. herum.

    F.F. #53

    Ein Kollege hat mal ne Diplomarbeit zu dem Thema geschrieben. Mit 2 kleinen Teleskopen in den Lagrangepunkten der Erde könnte man schon ziemlich viel erreichen.

    Interessant. An welche hat er denn gedacht?
    Mir schwebt da so eine Idee vom L2 des Erde-Mond-Systems durch den Kopf. – Erde Sonne wäre wahrscheinlich zu weit weg, um die kleinen auch noch finden zu können, obwohl das im Infrarotbeich wohl nicht das Thema wäre, wie ich an anderer Stelle gelesen habe.
    Als ich die zwei Zeilen gelesen habe, kam mir jedoch die Idee von L4 und L5 in den Sinn, wobei dann sich dann aber auch wieder die Frage von Erde-Mond oder Erde-Sonne Lagrangepunkten stellt.

  113. #113 Voyager
    NRW
    22. Februar 2013

    Auf ZDF läuft doch die Sendung mit Harald Lesch, oder wurde die abgeschafft?

  114. #114 Silvia
    22. Februar 2013

    Mit dem Bildungsauftrag des ÖRF schaut es genauso traurig aus wie mit den Schulen. Die haben auch einen Bildungsauftrag. Und? Derzeit wird von Politikern ernsthaft diskutiert, daß “Sitzenbleiben” eine Diskriminierung des Kindes darstellt. Ja gehts noch? Wo ist deren Bezug zur Realität?

    Die Aufgabe einer Schule ist es, Wissen zu vermitteln, den Kindern beizubringen, wie man logisch denkt und wie man Situationen analysiert und dann Konsequenzen bedenkt.

    Unsere Gesetze garantieren den freien Zugang zu Bildung, aber nicht die Versetzung bei ungenügender Leistung. Wer das kleine Einmaleins nicht hinbekommt, wer trotz 10 Jahren Schule nicht in der Lage ist, einen Text in seiner Muttersprache flüssig zu lesen und zu verstehen, der hat dann eben keinen Bildungsabschluß. Alles andere ist sich selber in die Tasche lügen…

    Und das können die Verantwortlichen Damen und Herren Entscheidungsträger perfekt. Nur durch die Beherrschung dieser Technik haben sie ihre Ämter inne.

    Man kann doch nicht einfach die “Qualitätskontrolle” in der Schule ausschalten, weil es politisch auf einmal nicht mehr korrekt ist . :(

    Industrie und Handel, aber auch der gewerbliche Mittelstand hätte gerne viele intelligente, gut ausgebildete Fachkräfte. Daß man aber etwas dafür tun muß, kapiert man dort jedoch nicht. Da werden Ausbildungsstellen für Fachkräfte gestrichen und 5 Jahre später jammern die selben Typen, die die Ausbildungseinrichtungen geschlossen haben über Fachkräftemangel. :(

    Dann müssen Politiker hergehen und im Ausland die dortige Elite “abwerben”, weil wir im eigenen Land nur noch dumme, ungebildete Kinder/Jugendliche und Erwachsene haben.

    Mit den Fachkräften aus dem Ausland kommen dann auch deren Familien, Kinder, die kein Wort Deutsch können und so in unseren Schulen das Niveau noch weiter senken.

    Ich hab nix gegen ausländische Arbeitskräfte, aber wer fremdsprachige Menschen in unsere Republik holt, der sollte sich vorher Gedanken machen, wie man sie schnell und effizient eingliedert. Und nicht, wie man die schulischen Bewertungskriterien nach unten korrigiert.

    Unser Schulsystem systematisch über Jahrzehnte jeweils an den schwächsten Kindern auszurichten ist für eine moderne Gesellschaft kontraproduktiv.

    Aus “alle sollen die selbe Chance bekommen” wurde “alle sind gleich” (dumm). Das ist der Fehler im sozialen System.

    Großkonzerne leugnen ihre Verantwortung für die Belegschaft, Reichtum verpflichtet und ist kein Freifahrtschein für noch mehr Reichtum. Aber die Politik knickt regelmäßig ein vor Reichen. Die dürfen ihre Steuern ungestraft hinterziehen, während Menschen am Rande der Existenz durch noch mehr Abgaben und Steuern klein gehalten werden.

    Demokratie ist das schon lange nicht mehr. Und auch von der “sozialen Marktwirtschaft” ist nicht mehr viel übrig.

    Wir weden genauso untergehen wie das Römische Reich. Ignoranz, Dekadenz, Korruption, Verachtung von Bildung und zunehmende Kriminalität sind deutliche Symptome.

    Gebildete Menschen sind üblicherweise auch kritische Menschen. Und mit dieser kritischen Haltung eine “Gefahr” für die Mächtigen.

    Ich glaube nicht, daß diese Situation aktiv im Sinne einer “Verschwöhrung” von irgend jemand konkret geplant wurde. Es hat sich schlicht durch die egoistische Haltung der Verantwortlichen ergebn. Weil zu wenige ihnen auf die Finger geklopft haben…

  115. #115 Lessor
    22. Februar 2013

    @Florian

    Deine Betonung, dass Wissenschaft wichtig ist, enthält auch eine implizite Tendenz deinerseits. Denn:
    Wissenschaft ≠ Astronomie

    Aus der alleinigen Erkenntnis des Stellenwerts der Wissenschaft in der heutigen Welt lässt sich nicht herleiten, dass eine vermehrte Berichterstattung vor allem über astronomische Phänomene folgt. Es gibt unzählige andere Zweige, die allesamt für sich eine herausragende Bedeutung beanspruchen könnten.

    Jetzt aber zum eigentlichen von dir angesprochenen Problem – abgesehen von einmaligen Ereignissen wie dem von dir eingangs geschilderten Meteoriteneinschlag lässt sich eine Zunahme an regelmäßigen Sendungen zum Thema Astronomie für den durchschnittlichen Fernsehzuschauer kaum durchhalten. Einerseits muss das qualitative Niveau sehr seicht gestaltet sein, damit z.B. auch Nichtleser dieses Blogs der Sendung folgen können, andererseits müsste man zwingenderweise über aktuelle Themen berichten, um die Sendung halbwegs informativ und spannend zu gestalten. Dies sind jedoch sich widersprechende Anforderungen – um über aktuelle Entwicklungen in der Astronomie zu berichten, müsste man gewisse Grundkenntnisse und ein Mindestmaß an Interesse voraussetzen – beides Kriterien, die relativ zum Gesamtpublikum gesehen von nur einem sehr bescheidenen Teil erfüllt werden.

    Da hilft auch das Argument, dass so vielen Zuschauern die Kenntnisse überhaupt erst wegen mangelnder Berichterstattung fehlen, nicht weiter. Angesichts der gespürt unendlichen Anzahl “interessanter” Alternativen zum Zeitvertreib heutzutage und der ohnehin tendenziell sehr geringen Aufmerksamkeitsspanne bei heutigen Jugendlichen (wg. Smartphone-Allgegenwärtigkeit) kann man kaum die potentiellen Zuschauer zu “öden und unspektakulären”, und dazu noch insbesondere als uncool geltenden (da mit Wissen und Lernen verbunden – iiih!!) Wissenschaftssendungen locken. Heutzutage wird man schon des Öfteren schief angeschaut, alleine wenn man sagt, dass man sich in der Freizeit gerne mal Wissenschaftsdokus anschaut, auch im akademischen Umfeld!

    Insofern kann man zwar ausgiebig über das böse Fernsehen schimpfen, darin sehe ich allerdings nicht die Wurzel des Problems – es ist vielmehr das allgemeine Desinteresse an Tätigkeiten, die mit Hirnanstrengung verbunden sind, das den Trend verursacht. Leider fällt Wissenschaft per se darunter, und da ist der im Fernsehen ersichtliche Mangel an einschlägigen Sendungen vor allem ein Spiegel der Realität und nicht ein wesentlicher Treiber der Entwicklung, auch wenn es trendverstärkend wirken dürfte.

  116. #116 John Steed
    22. Februar 2013

    @Karlius:
    BBC gucken geht teilweise hier in D, aber mit hohen Aufwand, weil die BBC auf den UK-Spot-Beam liegt auf Astra 28,2°Ost, und dann noch im 11 GHz Bereich. Ich fahre hier an der Niedersächsischen-/NRW-Grenze eine 1,8m Vollschüssel in AZ/EL-Montierung(Beide Achsen Akuatorunterstützt-Eigenbau), C/KU-Band Empfang mit mechanischen Polarizer. Die Sender kommen hier ziemlich haarscharf an der C/N-Grenze des Satreceivers an, bei Regen und Schneefall ist es so gut wie vorbei. Östlich meiner Position kann man den Empfang vergessen. Richtung Holländische Grenze wird es rasant besser, 75-80 cm reichen da………..OK, alles ein bißchen Off-Topic, aber BBC wurde in diesen Blog des öfteren angesprochen, darum mal so die Empfangssituation.

  117. #117 Alderamin
    22. Februar 2013

    @Lessor

    Es gibt unzählige andere Zweige, die allesamt für sich eine herausragende Bedeutung beanspruchen könnten.

    Dabei sind Astronomie und Raumfahrt zwei der spannendsten wissenschaftlichen Themen. Superlative ohne Ende und wer will nicht wissen, wo wir herkommen? Festkörperphysik oder Teilchenphysik ist sicherlich schwerer zu vermitteln, obwohl sie für die Praxis relevanter sind.

    Angesichts der gespürt unendlichen Anzahl “interessanter” Alternativen zum Zeitvertreib heutzutage und der ohnehin tendenziell sehr geringen Aufmerksamkeitsspanne bei heutigen Jugendlichen (wg. Smartphone-Allgegenwärtigkeit) kann man kaum die potentiellen Zuschauer zu “öden und unspektakulären”, und dazu noch insbesondere als uncool geltenden (da mit Wissen und Lernen verbunden – iiih!!) Wissenschaftssendungen locken.

    Ja und nein. Wenn’s einmal verbockt ist, mag das stimmen, aber der Mensch kommt wissbegierig auf die Welt. Solange man Wissen nicht mit Formeln und trockenen Vorträgen zu vermitteln versucht, kann man es auch interessant rüberbringen. “Die Sendung mit der Maus” findet ja auch ihre Zuschauer, und im Prinzip müsste man das durchziehen für verschiedene Altersgruppen, und zwar zu Sendezeiten und auf Kanälen, wo man auch jemand erreicht.

    Auch wenn man damit nur einen kleinen Teil der (jungen) Bevölkerung erreicht, so sind doch gerade die wichtig, weil sie eine hohe Chance haben, später Wissenschaftler oder Techniker zu werden.

    Im übrigen kann und muss sich das öffentlich-rechtliche Fernsehen auch an Minderheiten orientieren. Stundenlange Politikdebatten werden ja auch auf Phoenix gesendet, wer schaut die wohl an? Dann könnte man auch ein paar hochkarätige Wissenschaftssendungen für Leute bringen, die sich auskennen, so wie früher “Bilder aus der Wissenschaft”.

    Na ja, wenigstens gibt es heute das Internet, aber man muss irgendwie den Brückenschlag schaffen zwischen der “Maus” und “Spektrum der Wissenschaft”. Das leistet das deutsche Fernsehen nicht. Aber Geld für die Champions League ist immer da. Gehört das zur Bildung?

  118. #118 THeintz
    Jena
    22. Februar 2013

    @Florian: “Was passt denn mit meinem wöchentlichen Podcast nicht? http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/sternengeschichten/
    Ok, ich bin nicht Tim Pritlove. Aber soooo schlecht ist meiner doch auch nicht…”

    Bitte verzeih – die sind mir tatsächlich (noch) unbekannt; werde ich mir aber die nächsten paar Tage mal anhören!
    (und natürlich hat auch Tim mal klein angefangen ;) )

  119. #119 Florian Freistetter
    22. Februar 2013

    @Hans: “Interessant. An welche hat er denn gedacht?”

    L4 und L5. Dann sieht man erstens alle Asteroiden, auch die aus Richtung Sonne und wenn beide Teleskope den Asteroid gleichzeitig beobachten kann man mit kreativer Mathematik direkt die Bahn berechnen und braucht nicht mehrere Beobachtungen abwarten. Würde sich als Frühwarnsystem also sehr gut eignen.

  120. #120 Florian Freistetter
    22. Februar 2013

    @Voyager: “Auf ZDF läuft doch die Sendung mit Harald Lesch, oder wurde die abgeschafft?”

    Ja, “Abenteuer Forschung”. Da gings diese Woche um Stromausfälle…

  121. #121 Florian Freistetter
    22. Februar 2013

    @Lessor: “Es gibt unzählige andere Zweige, die allesamt für sich eine herausragende Bedeutung beanspruchen könnten.”

    Schon richtig. Aber letzten Freitag ist eben ein astronomisches Ereignis geschehen, über das nicht berichtet wurde. Ich hab ja nicht gesagt, dass jetzt jeder Sender über Astronomie berichten muss. Sondern nur angemerkt, dass selbst dann, WENN über Wissenschaft berichtet wird, sehr selten Astronomie das Thema ist.

    “Dies sind jedoch sich widersprechende Anforderungen – um über aktuelle Entwicklungen in der Astronomie zu berichten, müsste man gewisse Grundkenntnisse und ein Mindestmaß an Interesse voraussetzen – beides Kriterien, die relativ zum Gesamtpublikum gesehen von nur einem sehr bescheidenen Teil erfüllt werden.”

    Dann sind die Deutschen wohl dümmer als der Rest der Welt, denn anderswo geht das problemlos und mit großem Erfolg. Siehe z.B. “Stargazing Live” bei der BBC.

    “Insofern kann man zwar ausgiebig über das böse Fernsehen schimpfen, darin sehe ich allerdings nicht die Wurzel des Problems – es ist vielmehr das allgemeine Desinteresse an Tätigkeiten, die mit Hirnanstrengung verbunden sind, das den Trend verursacht.”

    Hmm – ist halt die Frage, was die Wurzel wirklich ist. Wenn ein Thema in der öffentlichen Wahrnehmung nicht vorkommt, dann wird man es auch nicht interessant finden. Wieder ein Beispiel aus dem Ausland: In Österreich laufen die Sciencebusters mit großem Erfolg im Fernsehen und sind vor allem bei den Jugendlichen sehr beliebt; genau die, die angeblich nur vorm Smartphone hängen. Es kommt halt doch auch ein wenig aufs Angebot an, das da ist.

  122. #122 Alderamin
    22. Februar 2013

    @Hans

    Interessant. An welche hat er denn gedacht?
    Mir schwebt da so eine Idee vom L2 des Erde-Mond-Systems durch den Kopf. – Erde Sonne wäre wahrscheinlich zu weit weg, um die kleinen auch noch finden zu können,

    Man muss die Asteroiden auf große Entfernung finden, denn wenn man drauf wartet, dass sie der Erde sehr nahe kommen, dann ist man schon nahe am Einschlagsszenario. Deswegen sind die Lagrangepunkte der Erde nicht zu weit weg. Man schaut von dort in die Tiefe des Raums zwischen Venus und jenseits des Mars.

    Eigentlich macht nur ein Lagarange-Punkt Sinn: L2 der Erde in Bezug zur Sonne. Dort ist die Sonne permanent teilweise von der Erde verdeckt und ein Infrarotteleskop lässt sich leichter kühlen. Deswegen tummeln sich dort schon die Sonden Herrschel und Planck, von dort vermaß WMAP die kosmische Hintergrundstrahlung und das James-Webb-Teleskop soll ebenfalls dort positioniert werden.

    Lagrangepunkte des Mondes bringen nicht viel, weil sie um die Erde kreisen und meistens dem Sonnenlicht ausgesetzt sind. Die sind eher nützlich als Zwischenstation auf dem Weg zum Mond oder Mars, weil sich in L4 oder L5 z.B. eine Station ruhend positionieren lässt und man dort den größten Teil der Energie zum Verlassen der Erde schon aufgebracht hat.

  123. #123 Alderamin
    22. Februar 2013

    @Florian

    L4 und L5. Dann sieht man erstens alle Asteroiden, auch die aus Richtung Sonne und wenn beide Teleskope den Asteroid gleichzeitig beobachten kann man mit kreativer Mathematik direkt die Bahn berechnen

    Ach so, Stereoblick, ist natürlich auch eine Variante. Ich dachte bei Infrarotteleskopen eher an L2, wie oben erläutert. Hatte Deinen Post beim Senden noch nicht gelesen.

  124. #124 Anwalts_Liebling
    22. Februar 2013

    ich fürchte, die Diskussion hier geht leider voll an der Realität vorbei! Das der wunsch nach mehr Wissenschaft (in welcher Form auch immer) berechtigt ist – keine Frage – und ich schaue z.B. auf ZDF-Info oder wie die sparte heisst, gerne die “alten” Terry-X oder Knopp-Filme an. ABER! Das will und mag nicht jeder… und wenn ich schaue, was die Quotenbringer sind: DSDS, Wetten-Dass, Let’s Dance, Boxen… dann kann ich nur sagen: Für Wissenschaft interessiert sich nur eine Minderheit (naja… marginal trifft es wohl realistischer). und dieses marginale Interesse wird in dem %-Anteil der Sendungen eben wiedergegeben (seid froh, dass Terra-X und Lesch usw. noch existieren). Und wenn die NRw-Gesundheits-Eso-Tante von den Grünen erstmal im WDR-Rundfunkrat sitzt… dann kann sich Rangar schon mal warm anziehen…
    Lange Rede kurzer Sinn – leider interessiert sich praktisch keine S* für Wissenschaft…

  125. #125 Florian Freistetter
    22. Februar 2013

    @Alderamin: Ich hab grad geschaut, ob die Arbeit irgendwo online ist; finde aber nichts auf die Schnelle. Nur diesen Artikel hier – der ist aber wohl nicht identisch mit Siggis Diplomarbeit und leider auch nicht frei zugänglich: http://adsabs.harvard.edu/abs/2011CeMDA.109..211E

  126. #126 Florian Freistetter
    22. Februar 2013

    @Anwalts_Liebling: “Für Wissenschaft interessiert sich nur eine Minderheit (naja… marginal trifft es wohl realistischer). und dieses marginale Interesse wird in dem %-Anteil der Sendungen eben wiedergegeben”

    Und genau das bezweifle ich eben. Ich bin der Meinung, dass sich Menschen durchaus auch für Wissenschaft interessieren, wenn man sie vernünftig präsentiert. Ich rede jetzt nicht von irgendwelchen klassischen Formaten, mit Moderation/Beitrag/Moderation/Beitrag/usw. Das interessiert tatsächlich nicht so viele. Aber Wissenschaft kann ja auch ganz anders sein. Ein Science Slam ist zum Beispiel ein ganz anderes Format. Und es gäbe noch viel mehr Möglichkeiten. ABer solange die Medien an das Vorurteil glauben, Wissenschaft wäre langweilig und würde niemanden interessieren, wird sich auch niemand die Mühe machen, sich etwas neues auszudenken.

  127. #127 Guido Beinlich
    22. Februar 2013

    Sehr schöner Bericht. Danke
    Wahrscheinlich reicht es ja, die Welt von wichtigen Dingen abzulenken. Z.B. mit den von dir genannten Themen. Hauptsache man muss nach der Arbeit Abends nicht mehr nachdenken.

  128. #128 Alderamin
    22. Februar 2013

    @Anwalts_Liebling

    Für Wissenschaft interessiert sich nur eine Minderheit

    Und genau deshalb ist es die verdammte Pflicht von öffentlich-rechtlichen Sendern, etwas über Wissenschaften zu bringen, denn die Versorgung von Minderheiten gehört zum Bildungsauftrag. Wie gesagt, stundenlange Liveschaltungen in Bundestagsdebatten schaut sich auch nur eine Minderheit an, und trotzdem bringt Phoenix diese. Wofür müssen wir diese GEZ Zwangsabgabe zahlen, für den Musikantenstadl und die Champions League?

    Wir haben wahrlich genug Mehrheitensender, da kann man die Öffentlich-Rechtlichen auch gleich privatisieren, wenn’s nur ums Geldverdienen geht. Sparte uns eine Menge Gebühren.

  129. #129 Michael
    22. Februar 2013

    Was soll man darüber auch diskutieren?

    Und darüber eine wissentschaftliche Sendung zu machen, dauert nun mal.

    Ich gehe schon davon aus, dass das mal in irgendeiner Sendung Thema sein wird.

  130. #130 Uli Blumenthal
    Köln, DLF, Forschung aktuell
    22. Februar 2013

    Hallo Florian Freistetter,
    schade, dass bei “Medien” auch bei ihrer/deiner Analyse der Hörfunk ausgeklammert wird (Kein Einzelfall, leider die Regel). Da läuft viel mehr als man denkt (man kann immer über Qualität & Quantität reden) und auch im Fall Meteorit/Rußland hier zeigt sich wieder, dass Fernsehen zu Unrecht als Synonym für Medien steht.
    Sag einer, der verantwortlich ist für eine tägliche Wissenschaftsendung im Hörfunk.

  131. #131 Realist
    22. Februar 2013

    “Günther Jauch: Verschleppt und misshandelt – wie gelingt ein Leben danach?
    Hart aber Fair: Rind gekauft, Pferd gegessen – Was steckt noch in unserem Essen
    Menschen bei Maischberger: Einbruchsparadies Deutschland
    Maybrit Illner: Ausgepowert, ausgelagert, ausgebeutet? Macht Arbeit krank?”

    Man müsste ihnen eigentlich wünschen, dass der nächste Asteroid mitten in den Studios einschlägt und der Dummschwätzerei endlich ein Ende setzt. Wahrscheinlich rotzt der Jauch selbst dann noch in die Kamera “derartige Entgleisungen werden in meinem Studio nicht geduldet. Zurück zum Thema.”

  132. #132 Stefan W.
    http://demystifikation.wordpress.com/2013/02/16/wir-waren-papst/
    22. Februar 2013

    Ich habe zum Asteroiden bzw. Meteor. Und zwar: Wieso explodieren die?

    Die bestehen ja nicht aus Schwarzpulver oder Dynamit. Und seit wenigen Jahren weiß ich auch von Staubexplosionen, etwa dass harmlos scheinendes Mehl, als Staub in der Luft verteilt, verpuffen kann.

    Ein Stein, der rasend schnell aus der Luftleere in die Atmosphäre tritt erfährt eine schlimmere Bremsung als ein Schwimmbadbesucher, der einen Bauchklatscher vom 10m-Brett macht? Die Wasseroberfläche hat ja immerhin eine Oberflächenspannung – die fängt definitiv irgendwo an, und dann ist da Wasser, und darüber nix.

    Stelle ich mir die Atmosphäre falsch vor, wenn ich vermute, dass die stufenlos dichter und dichter wird?

    Durch die Reibung wird der Brocken auch heiß – soweit dort Flüssigkeiten eingeschlossen sind verdampfen die vielleicht, und lassen den Fels auseinanderbrechen – allerdings ist Gestein ja nicht so temperaturleitend wie Metall – es müsste dann von außen schneller abbröckeln, als die Temperatur das innere erreicht.

    Dass das Material in alle Richtungen davonfliegt, und so eine Druckwelle erzeugt – gut, wenn ich so drüber nachdenke passiert bei einer Schwarzpulverexplosion ja nichts anderes: Material wird rasch von innen nach außen geschleudert. Es ist die Druckwelle, also Luft, die die meisten Fensterscheiben zerstört, nicht Meteorsplitter?

    Faszinierend!

    Für die Betroffenen natürlich weniger.

  133. #133 Florian Freistetter
    22. Februar 2013

    @Michael: “Was soll man darüber auch diskutieren?”

    Siehe meinen Artikel: “Das wären durchaus Themen, die man diskutieren könnte. Man könnte über Forschungspolitik diskutieren und darüber, ob man Geld für die Überwachung des Himmels ausgeben sollte. Ob es nötig wäre, eine internationale Organisation zu schaffen, die sich darum kümmert. Ob der Katastrophenschutz entsprechende Notfallpläne vorliegen hat und, so wie bei Überschwemmungen oder Erdbeben, weiß, mit was man bei einem Asteroideneinschlag zu rechnen hat. Ob man mehr Geld in die Raumfahrt und die Erforschung der Asteroiden investieren soll. Ob man vielleicht sogar bemannte Missionen zu Asteroiden durchführen soll. Oder ob wir uns damit abfinden, die Asteroideneinschläge als selten auftretende Akte “höherer Gewalt” zu betrachten und nichts dagegen zu unternehmen, obwohl wir das könnten.”

  134. #134 Florian Freistetter
    22. Februar 2013

    @Uli Blumenthal: “schade, dass bei “Medien” auch bei ihrer/deiner Analyse der Hörfunk ausgeklammert wird”

    Naja, hauptsächlich deswegen, weil es verdammt schwer ist, nachträglich herauszufinden, was wann und wo zu welchem Thema im Radio gesendet wurde und ich deshalb keine Daten für die Analyse hatte.

    Aber ich weiß, dass im ÖR-Hörfunk viel gutes gemacht wird. Ich werde ja auch oft fürs Radio interviewt. Mir gings eher darum, dass Wissenschaft halt nicht so sichtbar ist wie andere Themen. Kochsendungen, Pseudokultur oder der übliche Polittalk mit Wagenknecht, Kubicki und Geißler und den anderen Standardgesichtern läuft zur besten Sendezeit; die Wissenschaft wird irgendwo spät abends oder in den dritten Programmen vesteckt. Und so gut die Qualität vieler Radiosendungen auch sein mag, sind die Inhalte dort auch ein bisschen versteckter als bei ARD/ZDF…

  135. #135 Florian Freistetter
    22. Februar 2013
  136. #136 Yvonne
    22. Februar 2013

    Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass Fernsehsendungen im Stile von nano oder X:enius Wochen vorher geplant und umgesetzt werden. Die reagieren nicht tagesaktuell. Leider hast Du den Hörfunk z.b. nicht im Blick die haben tagesaktuelle Wissenschaftssendungen, die reagieren können. Faszination Wissen beim BR hat einen Vorlauf von etwa 4 Monaten. Aufwändige Moderationsaufzeichnung und Beitragsdreh können nicht in einer Woche gestemmt werden – sagen wir mal: können kaum gestemmt werden. Die sind nicht tagesaktuell, sondern hintergründig. Wahrscheinlich kommt das Thema auf solchen Sendeplätzen Ende des Jahres.

  137. #137 Florian Freistetter
    22. Februar 2013

    @Yvonne: “Aufwändige Moderationsaufzeichnung und Beitragsdreh können nicht in einer Woche gestemmt werden – sagen wir mal: können kaum gestemmt werden.”

    Ich hab mich ja auch eher beschwert, dass die Diskussionsrunden bei ARD/ZDF das Thema ignorieren. Bzw. Wissenschaft allgemein ignorieren und gar nicht auf die Idee kommen, man könne auch mal über Wissenschaft diskutieren. Die Wissenschaftssendungen habe ich nur als Zusatzinfo aufgelistet (obwohl es mit ein wenig gutem Willen nicht allzu schwer ist, ein paar Gespräche mit Experten auch kurzfristig durchzuführen…)

  138. #138 Florian Freistetter
    22. Februar 2013

    In Norwegen gibts eigene Diskussionsrunden über Kaminfeuer: http://www.orf.at/stories/2167709/2167711/
    Da wird Deutschland doch auch ne wissenschaftliche Diskussionsrunde auf die Reihe kriegen…

  139. #139 alfred
    22. Februar 2013

    @Florian
    „Aber ich hab vom Fernsehen keine Ahnung…“ Das glaube ich dir nicht, denn schließlich hast du „…27 Jahre lang österreichisches Fernsehen gesehen und 8 Jahre lang das deutsche…“ und ganz offenbar auch eine Vorstellung davon, wie man eine solche Sendung „vernünftig präsentiert“.
    Nun hast du – zwischen Duschvorhängen(?) sitzend – nicht die seriöse Ausstrahlung eines Heinz Haber und sprichst auch ein wenig schnell und es sind auch zu wenig Schnitte (nämlich gar keine) in deinem Versuch auf Vimeo, aber das ist ja auch ein anderes Format. Ich denke schon, dass du es hinbekommst, denn du kannst es Oma-tauglich erklären und bleibst dabei dennoch im Kontext (wenn ich an die unsäglichen Knoff-Hoff-Sendungen denke, wo nicht einmal annähernd erklärt wurde, wie es funktioniert, schüttelt es mich jetzt noch) .
    Und @ die ein oder anderen kommentierenden Mitleser hier, die die Aufnahmefähigkeit von Kindern und Jugendlichen anzweifeln: Kinder schauen gerne solche Sendungen, so etwa bis 14. Danach sind dann andere Dinge schicker, aber es wäre ein Grundstein gelegt und das ist für den Anfang schon einmal nicht schlecht. Als Vater von von drei Jungs (9, 14 und 19) finde ich es immer wieder bedauerlich, dass es so wenig “Wissen-TV” gibt, anschauen tun die Jungs sich das nämlich gerne. Und ins Planetarium zu gehen, dafür fehlt einfach die Zeit (und andere Fachgebiete haben nicht einmal so einen Service… Oder bietet zB DESY anschauliche Führungen etc?).

  140. #140 Florian Freistetter
    22. Februar 2013

    @alfred: “Nun hast du – zwischen Duschvorhängen(?) sitzend – nicht die seriöse Ausstrahlung eines Heinz Haber und sprichst auch ein wenig schnell und es sind auch zu wenig Schnitte (nämlich gar keine) in deinem Versuch auf Vimeo, aber das ist ja auch ein anderes Format.”

    Der Grund warum das Video so ist, wie es ist, wurde schon anderswo sehr, sehr lang und ausführlich diskutiert (hier: http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2012/04/30/astrodicticum-simplex-tv-folge-1-wie-bewegen-sich-die-planeten-und-warum-gibt-es-keinen-planet-x/). Ich hab nunmal nur ein kleines Zimmer und kein Fernsehstudio. Und nur eine kleine Kamera und keine Profi-Ausrüstung. Deswegen habe ich das Videoblog ja auch wieder eingestellt.

    “Ich denke schon, dass du es hinbekommst, denn du kannst es Oma-tauglich erklären und bleibst dabei dennoch im Kontext”

    Danke für das Lob. Denke ich auch. Aber das ändert leider trotzdem nichts am grundlegenden Problem des Fernsehens und der Wissenschaft…

  141. #141 alfred
    22. Februar 2013

    Hey, ich dachte, dass ich mein Verständnis für die Mängel des Videos asugedrückt und auch klar gemacht habe, dass ich nur die technische Seite meinte.
    Ich stimme dir im Grundsatz ja zu, bin aber auch der Überzeugung, dass die Sender zu wenig gedrängelt werden… v. Ditfurth ist auch nicht gleich auf offene Ohren gestoßen. Yes you can.

  142. #142 Florian Freistetter
    22. Februar 2013

    @alfred: “Yes you can.”

    Ja, ich könnte. Wenn ich zuerst ein (oder besser mehrere) Konzept ausarbeite, sehr detailliert, professionelle Probeaufnahmen und Filme mache und all die anderen Dinge, die man machen muss, um einen Fernsehsender zu überzeugen, eine ganz neue Sendung mit einem unbekannten Moderator ins Programm aufzunehmen. Dinge, von denen ich leider keine Ahnung habe und leider auch nicht genug Freizeit oder Geld, um sie mal eben zu lernen und zu machen. Ich hätte echt kein Problem damit, eine Fernsehsendung zu machen und ich freue mich, wenn Leute wie du mir das zutrauen. Aber ich bin halt kein Professor, wie Ditfurth oder Lesch sondern nur ein Blogger. Und es wird kaum was bringen, irgendwelchen Leuten beim Fernsehen Emails der Form “Hey, wollt ihr mir nicht ne Sendung geben?” zu schreiben. Das muss entsprechend professionell vorbereitet werden und dazu fehlt mir – wie schon gesagt – leider die Zeit und das Geld. Aber wer weiß, was in der Zukunft passiert. Mal schauen.

  143. #143 Florian Freistetter
    22. Februar 2013

    @alfred: Nur damit das nicht falsch rüberkommt: das ist nicht böse gemeint, ich freue mich wirklich und sehr über die vielen Leute, die mir zutrauen, eine gute Fernsehsendung machen zu können. Ich möchte halt nur etwaige zu überzogene Erwartungen etwas dämpfen – es ist nicht damit zu rechnen, dass ich nächsten Monat eine große Wissenschaftsshow am Samstagabend moderieren werde…

  144. #144 Pete
    22. Februar 2013

    @FF,
    vergleicht man die erste “Alpha Centauri” mit z.B. der 60., stellt man fest, auch ein Lesch musste lernen…..
    Mache Deine Oeffentlichkeitsarbeit so, wie Du es fuer richtig haelst (tust Du ohnehin) und damit ist schon eine Menge getan. Man hat nur 24h/d.

    Pete

  145. #145 alfred
    22. Februar 2013

    Damit rechne ich auch nicht. Aber in ein, zwei Jahren, jeden ersten Dienstag im Monat um 20:15 Uhr…
    Konzepte sollten allerdings nicht zu ausgefeilt sein, Probeaufnahmen auch gar nicht so professionell und detailliert. Die Idee muss stimmen,mehr nicht. Für die schnöde technische Umsetzung hat das TV eigene Kapazitäten, da solltest du ihnen schon Spielraum anbieten und nicht noch den Eindruck erwecken, als würdest ihnen da auch noch die Butter vom Brot nehmen wollen.
    Ich finde die ein oder andere Idee im “Warum-ist-die -Quali-so-wie-sie-ist-Beitrag” sehr gut. Du stellst zu hohe Ansprüche an dich selbst auf einem Gebiet, von dem du zugibst, keine Ahnung zu haben. Mach das, was du kannst: Erklären, und das auf eine Art, die Spaß macht. Dafür musst du nicht mal selbst ins Bild (immerhin hast du einen eigenen Asteroiden, wozu dann noch TV? :) , du könntest auch nur darauf achten, dass alles stimmt und kein Unsinn erzählt wird und vor allem: das Konzept bieten (Drehbuch schreiben etc… ).

  146. #146 Steffmann
    22. Februar 2013

    Für die Privaten mag das gelten, die ÖR haben aber einen Bildungsauftrag, den man als Bundesbürger auch einfordern kann.
    Beschwert Euch beim Rundfunkrat, der ist dafür zuständig, Ich persönlich habe das soeben getan und den link für diesen blog gleich mitgeschickt.

    kurzes update hierzu, der Vorsitzende des Rundfunkrates des NDR Hr. Grund hat mir soeben eine Stellungnahme geschickt. Ich habe die Veröffentlichung angefragt und werde die Stellungnahme dann hier posten.

  147. #147 anna
    22. Februar 2013

    haaaaaaaaalt :-)
    einspruch !
    bevor sich jetzt die idee mit der fernsehsendung irgendwo in florians hinterstübchen festsetzen sollte:

    dann bitte vorher noch ein buch schreiben,ok?
    weil deine anderen habe ich alle durch und warte gespannt auf das nächste :-)

  148. #148 Udo Stiehl
    Köln
    22. Februar 2013

    Sie haben möglicherweise übersehen, dass die nachrichtliche Berichterstattung zu diesem Thema sehr breit war. Es war nicht nur Aufmacher der tagesschau, sondern auch in vielen anderen Medien. Dass Talkshows nicht darauf eingestiegen sind, das sollte kaum verwundern. Worüber sollte denn kontrovers debattiert werden in diesem Zusammenhang? Das Format “Talkshow” ist nicht das Format der Wahl für solche Themen. Dafür eignen sich – wie auch geschehen – eher Wissenschaftssendungen für Hintergrundinformationen und Nachrichten für die aktuelle Entwicklung.

  149. #149 Florian Freistetter
    22. Februar 2013

    @Udo Stiehl: “Sie haben möglicherweise übersehen, dass die nachrichtliche Berichterstattung zu diesem Thema sehr breit war”

    Nicht wirklich. Im Text schreibe ich ja explizit: “Und am Tag des Meteors selbst war das natürlich auch eine Nachricht, die in allen Nachrichtensendungen gebracht wurde”

    “Dass Talkshows nicht darauf eingestiegen sind, das sollte kaum verwundern. Worüber sollte denn kontrovers debattiert werden in diesem Zusammenhang?”

    Wieso muss unbedingt immer “kontrovers” diskutiert werden? MUSS jede Talkshow zwangsläufig von Menschen besetzt sein, die sich streiten? Ich denken nicht (die ewige Kontroverse um der Kontroverse Willen geht mir sogar ziemlich auf die Nerven). Abgesehen davon gibt es genug Kontroverse Aspekte bei diesem Thema, die ich aber auch im Artikel angesprochen habe.

    “Das Format “Talkshow” ist nicht das Format der Wahl für solche Themen.”

    Wieder bin ich anderer Meinung. Es mag bei vielen Medien die Meinung vorherrschen, eine Diskussionsrunde über Wissenschaft im Fernsehen wäre zu “langweilig”. Das es das nicht sein muss, zeigen viele entsprechende Formate z.B. bei der BBC, aber auch bei 3sat (“Scobel”) oder Servus TV (“Talk im Hangar 7″).

    “Dafür eignen sich – wie auch geschehen – eher Wissenschaftssendungen für Hintergrundinformationen “

    Naja, “geschehen” ist das in diesem Fall nicht. Und leider versteckt das ÖR Fernsehen seine Wissenschaftssendungen ja auch spät in der Nacht oder auf den dritten Programmen. Zur besten Sendezeit bekommt man sie kaum zu Gesicht. Und ich sehe keinen Grund, warum das so sein sollte…

  150. #151 Hans
    22. Februar 2013

    @Hans: “Interessant. An welche hat er denn gedacht?”

    L4 und L5. Dann sieht man erstens alle Asteroiden, auch die aus Richtung Sonne und wenn beide Teleskope den Asteroid gleichzeitig beobachten kann man mit kreativer Mathematik direkt die Bahn berechnen und braucht nicht mehrere Beobachtungen abwarten. Würde sich als Frühwarnsystem also sehr gut eignen.

    Ah ja. Ich nehme an, die Mathematik ist so ähnlich wie dass, was man für die Positionsbestimmung aus GPS-Signalen braucht. Ansonsten hab ich mir das mal aufgezeichnet (Skizze): Bei einem Sichtfeld von 60° mit der Erde in der Mitte überblickt man sogar ein viel grösseren Bereich, als es vom L1 aus möglich wäre. Zeitweise (während der unteren Konjunktion) hat man dann sogar die Venus mit im Bild.
    Wäre dann blos noch die Frage, ob im IR Bereich im optischen oder in beiden beobachtet wird?

  151. #152 Steffmann
    22. Februar 2013

    @ Udo Stiehl:

    Das Format “Talkshow” ist nicht das Format der Wahl für solche Themen. Dafür eignen sich – wie auch geschehen – eher Wissenschaftssendungen für Hintergrundinformationen und Nachrichten für die aktuelle Entwicklung.

    Herr Stiehl, machen Sie sich bitte einmal die Mühe und sehen sie sich die Kommentare bzgl. dem bevorstehenden Weltuntergang 2012 , z.B. hier

    http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/11/11/dieter-broers-revolution-2012/#comment-185352

    oder hier:

    http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/10/13/2012-und-der-gefahrliche-sonnensturm/

    Das sind nur 2 Beispiele, aber wenn Sie dann immer noch der Meinung sind, dass solche Themen sich für eine kontroverse Diskussion nicht eignen, dann wäre es schön, wenn Sie sich nochmals melden. Nur so am Rande, mein persönlicher Eindruck ist, dass sie eine e-mail von Hr. Grund erhalten haben und jetzt einfach mal ein lustloses statement abgedrückt haben.

  152. #153 Florian Freistetter
    22. Februar 2013

    @steffmann: “und jetzt einfach mal ein lustloses statement abgedrückt haben.”

    Es wäre schön, wenn die Diskussion hier halbwegs höflich ablaufen könnte. Wir sind ja hier alles zivilisierte Menschen; das hier ist ja keine der üblichen Esoterik-Diskussionen…

  153. #154 emreee
    22. Februar 2013

    Wie Wärs mit so einer Facebook Like Seite ?
    Wenn genug Leute für “Wir wollen mehr Wissenschaft” Liken könnte man zumindest ein Echo erhoffen seitens der Medien .
    Letzens haben ich und 80 k andere so das Tschisi eis zurück gebracht , wir haben solange eskimo genervt bis sie nachgegeben haben :D Ok ich weiß , das kann man jetzt nicht vergleichen jedoch zeigt dies das es möglich sein kann.

  154. #155 Stefan W.
    http://demystifikation.wordpress.com
    23. Februar 2013

    @emree:

    Lt. McLuhan (The medium is the message) transportiert eine Facebookseite in erster Linie die Botschaft, dass man mehr Facebook will. :)

    Ich will das nicht, und könnte da nix liken.

  155. #156 Stefan W.
    http://demystifikation.wordpress.com
    23. Februar 2013

    @FF: Oh, ja, da steht es! Vielen Dank.

    So ist es plausibel, dass er in 2 oder mehr Schritten rasch weiterzerplatzt, und dadurch der Effekt so groß wird.

  156. #157 Steffmann
    23. Februar 2013

    @Florian:

    @steffmann: “und jetzt einfach mal ein lustloses statement abgedrückt haben.”

    Es wäre schön, wenn die Diskussion hier halbwegs höflich ablaufen könnte. Wir sind ja hier alles zivilisierte Menschen; das hier ist ja keine der üblichen Esoterik-Diskussionen…

    Das war unhöflich ? Also Florian, beim besten Willen, da kenne ich ganz andere Tonarten hier im blog. Aber wenn du meinst……

  157. #158 Florian Freistetter
    23. Februar 2013

    @Steffmann: “Also Florian, beim besten Willen, da kenne ich ganz andere Tonarten hier im blog.”

    Stimmt schon. Aber normalerweise sind das irgendwelche Eso-Freaks, bei denen dieser Tonfall auftaucht. Hier wars ein eigentlich ziemlich normaler Kommentar – und da sollte man entsprechend darauf reagieren.

  158. #159 Steffmann
    23. Februar 2013

    @Florian:

    Hier wars ein eigentlich ziemlich normaler Kommentar ….

    Nein, war es nicht. Das war genau die Art von Kommentar, die man z.B. von einem genervten Politiker erwarten würde. Alleine der Satz:

    Worüber sollte denn kontrovers debattiert werden in diesem Zusammenhang?

    sorgt bei mir schon für Wallungen.

    Meiner Ansicht nach ist das Arroganz oder auch Ignoranz (je nachdem) pur. Such es dir aus. Und genau aus diesem Grunde habe ich darauf hingewiesen, dass solche Themen eben durchaus kontrovers diskutiert werden können.

    Es steht Hr. Stiehl jederzeit frei, mir hier im Forum über den Mund zu fahren. Aber ich sehe nicht ein, wo ich die Grenzen der Höflichkeit überschritten haben soll.

  159. #160 Florian Freistetter
    23. Februar 2013

    @Steffmann: “Es steht Hr. Stiehl jederzeit frei, mir hier im Forum über den Mund zu fahren.”

    Ja, steht es ihm. Ich hätte mir halt nur gewünscht, man hätte hier eine Diskussion ohne Streit, Angriffe und “über den Mund fahren” führen können. Und nicht jeder wird Lust haben, sich in Blogs herumzustreiten (das macht viel weniger Menschen Spaß, als man glauben sollte).

  160. #161 blödmannsgehilfe
    kanaren
    24. Februar 2013

    “Geiz ist Gaul” – Christoph Süß von “Quer” (mein Lieblings-quer-Denker seit Bednarz) bringt das Ganze auf den Punkt: was geht mich ein Steinklumpen in Russland an, wenn mein Geldbeutel in Gefahr ist durch falsch ausgezeichnete Lebensmittel …
    Seit “Geiz ist Geil” – imho einer der fatalsten Werbeslogans und massgeblich für einen der schlimmsten Wandel in der Denkstruktur eines ganzen Volkes – ist klar: alles dreht sich bei uns um “Kohle” – und Medien sind (dadurch) gleichgeschaltet – da brauchts nicht mal Politik…
    Wir haben 20 Sender (o.ä.) – aber es fühlt sich an wie einer.
    Ich verbringe sehr viel Zeit vor der Kiste und bei mindestens 8 Sendern laufen die exakt gleichen Nachrichten…
    Wer also sollte sich trauen, unpopuläre Wissenschaft zu senden … ein Sender macht eine Mittags-Talkshow … alle machen eine Mittags-Talkshow … und ÖR machen eine Mittags-Talkshow. Eine Gerichtssendung funktioniert … alle machen eine Gerichtsshow… ÖR auch.
    Angebot und Nachfrage …offensichtlich wird Schei…. mehr nachgefragt als Wissenschaft… selbst “Berlin Tag und Nacht” wird schon geclont … als Programmdirektor würde ich die Macher an die Wand stellen .. aber scheint ja marktfähig, also werden wir in Zukunft mehr davon bekommen – wo sollen da noch Wissenschaftssendungen Platz haben?
    Der 10-15 Tonnen Klumpen (o.ä.) über RUSSLAND .. also bitte!
    Ist ja nix passiert… hätte es da 1000 -10,000 Opfer gegeben – hm, ja, vielleicht hätte es eine Reaktion gegeben.
    War halt Russland – son Pech.
    Wäre es eine vergleichbare Stadt in Amerika gewesen – die Reaktion wäre sicherlich anders ausgefallen: spätestens 2 Tage später hätte uns ein zerknirschter (wegen der Waffengewalt) Obama erklärt, es gäbe künftig ein “Near Earth Asteroids Surveying And Destroying Program” … da können wir uns sicher sein.
    War halt nur irgendeine unbedeutende Stadt im hintersten Eckchen der Erde… die haben ja nicht mal Öl oder Gold …. oder Schweine…
    Eine bedeutende Schweinezucht hätte die vielleicht nochmal ins Rampenlicht gebracht … aber ein paar tausend kaputte Fensterscheiben?? *me laughing*
    Soviel zum Thema.
    Hier noch meine weitere Güllle (um beim Thema zu bleiben…):
    Lesch ist für mich der schlimmsten Verräter! Ich habe alle 217 Folgen “Alpha Centauri” mindestens 10 Mal gesehen … und er gibt es auf für “Seinen Kosmos” … wenn ich jemanden Bullshit labern und Kaffee trinken sehen will, dann schaue ich lieber 10 MInuten in den Spiegel – und habe mehr davon:) (Der Typ im Spiegel ist echt sympatisch…)
    Also, Herr Freistätter … was ist denn mit dem BR und dem Konzept von “Alpha Centauri”? Das schien ja zu laufen, auch für den Sender … und wenn ich Herrn Lesch richtig verstanden habe, hat er für Alpha Centauri einfach keine Zeit … vielleicht sucht der BR ja doch einen kompetenten Nachfolger….
    Ach ja: Nano go home! Warum gabs vor 3 jahren noch interessanteThemen…. und jetzt nicht mehr….?
    Seit Absetzung von “Pysik-Zirkus” leben wir in schlimmen Zeiten… und sie werden immer schlimmer … (Knoff-Hoff … keine Ahnung wie der Mist heisst … selbst Abenteuer Forschung …. ) – Fernsehen – was soll das? Und n-TV und deine BBC-Beiträge …. würg! Und ZDF-Neo: schöne Beiträge: aber meist 5-10 Jahre zu spät…
    Isch habe fertig. Sorry!
    Wissenschaft für Unkundige – wo steckst du???
    Ich würde dich anschauen – auch im Fernsehen…

  161. #162 Stefan
    24. Februar 2013

    @Florian Freistetter: Riochtig. Der ÖR versteckt Programme oder verschiebt sie auf Sender, die außerhalb der Reichweite des “Normalbürgers” liegen.

    Ich denke, man diskutiert auch nicht in Talkshows der Hauptprogramme über die genannten Wissenschaftsthemen, weil sich Streit- oder “Empörungs”-themen wunderbar auf etliche Stunden des Tages ausdehnen lassen und somit “intelektuellen” Sendungen auf dem Hauptsendern kein Freiraum eingeräumt wird. Hat zur Folge, das man künstlich Sendeplatzbedarf und somit Sender/Geldbedarf generiert. Alleine das erste und zweite Programm zusammen mit 3sat könnten bei richtiger Anwendung und Ausnutzung ihrer Ressourcen alle Interessensbereiche vom kleinkind bis Opa abdecken. Stattdessen benötigt man immer mehr Geld, und man weiß gar nicht, wofür. Im Prinzip zahle ich mit meiner monatlichen Abgabe quasi eine Form vorgestreckten Arbeitslosenbeiträgen

  162. #163 Florian Freistetter
    24. Februar 2013
  163. #164 kotzbrocken
    24. Februar 2013

    Der Meteor, der über dem Ural explodierte, war vermutlich 17 Meter groß, 10.000 Tonnen schwer und hatte eine viel größere Sprengkraft als die Atombombe von Hiroshima. Soviel zu der Nadel im Heuhaufen. Und jetzt gebt mir doch mal BITTE eine Erklärung zu diesem Video

  164. #165 Florian Freistetter
    24. Februar 2013

    @kotzbrocken: “Und jetzt gebt mir doch mal BITTE eine Erklärung zu diesem Video”

    Da müsstest du zuerst mal klar stellen, WAS denn an diesem Video einer Erklärung Bedarf. Ich sehe hier nichts außergewöhnliches; der Meteor verhält sich so, wie ein Meteor das tut.

  165. #166 kotzbrocken
    24. Februar 2013

    Warum hat es den Anschein, dass er von einem Fragment überholt, bzw. zerstört wird. Btw, danke für deine Aufrichtigkeit mich überhaupt noch zu beachten.

  166. #167 kotzbrocken
    24. Februar 2013

  167. #168 Florian Freistetter
    24. Februar 2013

    @kotzbrocken: “arum hat es den Anschein, dass er von einem Fragment überholt, bzw. zerstört wird.”

    So sieht es eben aus, wenn ein Meteorit explodiert (http://www.scilogs.de/kosmo/blog/go-for-launch/allgemein/2013-02-21/warum_explodiert_asteroid_in_atmosphaere).

    “Btw, danke für deine Aufrichtigkeit mich überhaupt noch zu beachten.”

    ?? Das ist dein erster Kommentar hier bei diesem Artikel und ich habe dir sofort geantwortet. Wo ist das Problem?

  168. [...] Informationen über den Meteor, der kürzlich über Russland explodiert ist. Die Medien mögen das Thema vielleicht ignorieren, die Wissenschaftler aber forschen natürlich weiter. Man hat mittlerweile einige Bruchstücke des [...]

  169. #170 Florian Freistetter
    3. März 2013

    Die BBC sendet übrigens gerade ein einstündiges Special zum Meteor: http://www.bbc.co.uk/programmes/b01r6dys

  170. #171 Daniel Fischer
    Königswinter
    3. März 2013

    Heute Abend sind sogar zwei jeweils einstündige Sondersendungen zu Chelyabinsk im Speziellen und der NEA-Problematik insgesamt im britischen TV gelaufen, erst im kommerziellen TV (Channel 4), direkt im Anschluss dann o.g. Horizons-Special bei der BBC. Beide Programme waren exzellent (das private sogar besser, mit erheblich mehr Recherche vor Ort), umso erstaunlicher als das jeweils in großer Detailfülle und mit z.T. brandneuen Erkenntnissen diskutierte russische Ereignis erst gut zwei Wochen her war. Man konnte beide auch in Deutschland live per Webstream verfolgen – was sicher kein deutscher TV-Verantwortlicher, von denen keiner entfernt zu soetwas in der Lage gewesen wäre, getan hat, sonst säßen die jetzt in der Ecke und schämten sich … (Irgendwann viel später wird dann wohl die eine oder andere dieser Dokus auch im deutschen TV auftauchen, grottig synchronisiert und mit einem hinein geschnittenen deutschen ‘Experten’, um den Eindruck einer Eigenproduktion zu erwecken – oft genug erlebt.)

  171. #172 Dr. who
    22. Mai 2013

    ich erwähnte es ja schon in deinem bericht (blog)
    ,, Warum es Planet X nicht geben kann!,,
    sehr witzig, unser gutes TV *schenkelklopf*
    die ,,wahre,, wissenschaft wird nicht mehr gefördert.
    -wenn dann nur noch in der wirtschaft (eigene erstellte studien)
    oder
    -wissenschaftler sagen nur das was man hören will und sagen darf
    (weil sie sonst ihren Ruf auf´s spiel setzen)
    *wie gesagt nichts als reine meinungsmache*
    schade!!!
    fraglich bleibt nun auch, ob die zukünftigen Dr, Prof, usw Titel noch etwas von Wert sind.
    aber was will man erwarten? wenn man heidi klum oder steffan raab als Wissen´sgeber hat!? lol
    na dann gute nacht und lass mal richtig krachen Mr. Asteroid!!! evtl so ca: von 100 meter duchmesser mit hocher dichte.
    mal sehen ob sie sich dessen dann bewusst sind dass nicht nur gefahr von dem planeten ausgeht, sondern auch aus dem all.
    mfg Dr. who
    ps: misanthrop lässt grüssen, ist ne frage der daseinsberechtigung!!! ban all noob´s!!!

  172. #173 Dr. who
    22. Mai 2013

    @florian
    ,,Es ging mir ja nicht ums berichten. Das der Meteor in allen Nachrichtensendungen auftaucht, ist selbstverständlich. Aber es wäre schön gewesen, wenn man auch mal ein bisschen über das Thema geredet, diskutiert und informiert hätte – etwas, das über reine News-Meldungen hinaus geht,,
    —————————————————————————-
    damit hast du vollkommen recht!
    ich hätte mir auch mehr infos gewünscht, zb: wie gross, wie hoch die dichte, die geschwindigkeit ausserhalb der atmosphäre und dann innerhalb der atmosphäre, des meteors ist.
    aber nichts weiter als die bilder und den knall nach 2 min
    der normal ist nach so vielen kilometern in der atmosphäre.
    (Schallausbreitung nennt man das auch)
    *kopfschüttel, grauenhaft-denk*
    ich selbst fand es selbst sehr wichtig zuwissen was da los ist und musste erst reichlich auf diverse seiten recherchieren um an mein wissen zugelangen,.
    m´kay wenns so sein soll, dann ist das nunmal so!!!!!!!!!
    und sorry @florian
    (,,Keine andere Naturkatastrophe hat das Potential, alle Menschen auf der Erde zu töten, das kriegen nur Asteroiden hin. Und keine andere Naturkatastrophe kann prinzipiell vorhergesagt und vor allem verhindert werden.,,)
    -stimmt nur teilweise-nicht böse gemeint
    wenn man den yellow stone nimmt kann der auch alles leben auslöschen und wirklich ein vorraus sagen ist auch nicht möglich. denn, wenn wir wissen, wann er ausbricht ist es zu spät und erleben nicht die vorraussage.
    selbst dagegen, etwas machen können wir auch nicht wirklich.^^
    mfg Dr.who

  173. #174 bikerdet
    22. Mai 2013

    @ Dr.who :
    wenn man den yellow stone nimmt kann der auch alles leben auslöschen
    Nö, wenn man nur die letzten drei Ausbrüche ansieht, vor 2,1 , 1,4 und 0,64 Mio. Jahren hätte das Leben bereits 3x aussterben müssen. Tatsächlich hat das Leben auf der Erde mindestens 7 große Katastophen (mit jeweils min. 50% Artenverlust ) überstanden. Yellowstone mag groß sein, aber um das Leben auf der Erde auszulöschen fehlen im doch einige Größenordnungen.

  174. [...] sich noch jemand an den Meteor, der im Februar über Russland explodiert ist. Der war ja zumindest aus der Sicht der Medien schon am nächste Tag wieder vergessen. Dabei hat sich natürlich an den grundlegenden Fakten [...]