Vor ein paar Wochen haben Astronomen einen Himmelskörper entdeckt der wirklich einzigartig ist. Einen Asteroid der aus dem interstellaren Raum kommt. Diese Entdeckung hat weitreichende Konsequenzen. Asteroiden sind ja an sich schon extrem wichtige Objekte wenn es darum geht die Vergangenheit zu verstehen. Asteroiden sind die Vergangenheit; sie sind das was von all dem Material übrig geblieben ist aus dem die Planeten unseres Sonnensystems entstanden sind. Sie sind älter als alle anderen Himmelskörper. Sie sind die einzige konkrete Informationsquelle wenn wir die lange zurück liegende Zeit der Entstehung unseres Sonnensystems verstehen wollen. Deswegen werden sie von den Astronomen auch so intensiv untersucht. Mit dem neu entdeckten Himmelskörper haben wir nun aber auch das erste Mal ein Objekt das uns etwas über die Entstehung anderer Planetensysteme sagen kann.

Künstlerische Darstellung eines fernen Asteroids (NASA/JPL-Caltech)

Künstlerische Darstellung eines fernen Asteroids (NASA/JPL-Caltech)

In diesem Artikel habe ich alles zusammengefasst was man bis jetzt über dieses einzigartige Objekt weiß.

Wer hat es entdeckt?

Der Himmelskörper wurde am 19. Oktober 2017 von Robert Weryk von der Universität Hawaii mit dem Pan-STARRS Teleskop gefunden. Dieses Teleskop (Panoramic Survey Telescope And Rapid Response System) sucht seit 2010 nach Asteroiden, Kometen und veränderlichen Sternen am Himmel. Gemeinsam mit dem Catalina Sky Survey ist es das erfolgreichste Programm zur Entdeckung von Asteroiden und Kometen. In den letzten Jahren waren diese beiden Programme für den überwiegenden Teil der neu entdeckten Kleinkörper verantwortlich.

Anteil der einzelnen Beobachtungsprogramme an den erdnahen Asteroidenentdeckungen (Bild: Alan B. Chamberlin, NASA, Public Domain)

Anteil der einzelnen Beobachtungsprogramme an den erdnahen Asteroidenentdeckungen (Bild: Alan B. Chamberlin, NASA, Public Domain)

Wie heißt das Ding?

Als man den Himmelskörper entdeckt hat, dachte man es handelt sich um einen Kometen und gab ihm eine Bezeichnung die sich an der üblichen Benennung für Kometen orientiert: C/2017 U1 (PANSTARRS). “2017 U1” steht für den Zeitraum der Entdeckung, die zweite Oktoberhälfte 2017; “PANSTARRS” ist die “Person” bzw. in dem Fall das Programm mit dem er entdeckt wurde und “C” bezeichnet nicht-periodische Kometen mit einer Umlaufdauer von mehr als 200 Jahren. Dann aber stellte man fest dass dieses Objekt keine kometare Aktivität zeigt; also nicht von einer Staubwolke umgeben ist und auch keinen Kometenschweif ausbildet. Deswegen wurde es als Asteroid neu-klassifiziert und A/2017 U1 genannt wobei das “A” andeutet dass es zuvor fälschlicherweise als Komet klassifiziert wurde.

Mittlerweile hat der Himmelskörper auch einen echten Namen bekommen: ‘Oumuamua, ein aus dem hawaiianischen stammender Name und heißt frei übersetzt in etwa “Der erste der uns erreicht hat” bzw. “Der erste Botschafter”. Und weil es sich um ein wirklich einzigartiges Objekt handelt hat sich das für die Benennung von Himmelskörpern zuständige Minor Planet Center auch eine komplett neue Bezeichnung ausgedacht. Der komplette Name des Objekts lautet 1I/’Oumuamua wobei das “I” ab nun Himmelskörper bezeichnet die aus dem interstellaren Raum stammen und die “1” steht da weil es der erste ist den wir entdeckt haben.

Woher weiß man dass es aus dem interstellaren Raum kommt?

Nach seiner Entdeckung hat man festgestellt dass der Himmelskörper eine Exzentrizität von 1,2 hat. Mit der Exzentrizität beschreiben Astronomen wie stark die Umlaufbahn eines Himmelskörpers von der Kreisbahn abweicht. Würde sich ein Asteroid auf einer exakten Kreisbahn um die Sonne bewegen wäre die Exzentrizität gleich null. Die Erde hat zum Beispiel eine Exzentrizität von 0,017 – weicht also nur sehr wenig von einer Kreisbahn ab. Der Planet mit der stärksten Abweichung von der Kreisbahn ist Merkur mit einer Exzentrizität von 0,2. Je größer die Exzentrizität desto elliptischer und langgestreckter ist die Bahn. Sie muss aber immer kleiner als 1 sein wenn es sich um Himmelskörper handelt die gravitativ an die Sonne gebunden sind und sie umkreisen.

‘Oumuamua hat nun aber eine Exzentrizität von 1,2. Das bedeutet dass der Asteroid nicht in einer Umlaufbahn um die Sonne ist. Er folgt keiner Ellipse; seine Bahn ist eine Hyperbel. Er kommt von außerhalb des Sonnensystems auf die Sonne zu; fliegt einmal an ihr vorbei und verschwindet dann wieder zurück in den interstellaren Raum ohne jemals zurück zu kommen.

Wir haben auch zuvor schon andere Objekte mit einer Exzentrizität größer als 1 gefunden, zum Beispiel den Komet Bowell (C/1980 E1). Der kam aber auf einer elliptischen Bahn aus der Oortschen Wolke und wurde erst durch eine Begegnung mit Jupiter auf eine hyperbolische Fluchtbahn gebracht. ‘Oumuamua dagegen war nie an das Sonnensystem gebunden. Das wissen wir unter anderem auch weil er eine Flugbahn hat die fast senkrecht zur Ebene der Planeten des Sonnensystems steht. Da wo er her kommt sind keine großen Planeten die ihn durch gravitative Störungen auf eine hyperbolische Fluchtbahn abgelenkt haben könnten.

Wie groß ist ‘Oumuamua und wie bewegt er sich?

Mit den Daten die wir derzeit haben sieht es so aus als wäre der Asteroid ein Himmelskörper mit einem Durchmesser von etwa 160 Metern. Er ist allerdings nicht kreisrund sondern länglich und dabei etwa dreimal länger als breit. Das weiß man aus Messungen der Änderungen seiner Helligkeit. Je nachdem ob er gerade die lange oder die kurze Seite zur Erde richtet kommt mehr oder weniger reflektiertes Sonnenlicht bei uns an. Wir wissen auch dass er auf jeden Fall mehr als 5 Stunden für eine Drehung um seine Achse braucht. Sehr viel genauer lässt es sich aber derzeit nicht sagen. Als der Asteroid entdeckt wurde war er 30 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Da war er aber schon auf dem Rückweg in den interstellaren Raum. Seine größte Annäherung an die Sonne hatte er – unbemerkt von uns Astronomen – mit 37,6 Millionen Kilometern schon am 9. September 2017 erreicht; seine größte Annäherung an die Erde fand am 14. Oktober 2017 statt. Da betrug die Distanz 24 Millionen Kilometer (was dem 60fachen Abstand des Mondes von der Erde entspricht).

Vor 100 Jahren war der Asteroid noch 561 mal weiter von der Sonne entfernt als die Erde und 26 km/s schnell. Bei der Annäherung an die Sonne stieg seine Geschwindigkeit auf fast 88 km/s. Beim Verlassen des Sonnensystems wird er wieder langsamer um dann mit 26 km/s wieder in den interstellaren Raum zu verschwinden. Er steuert dabei einen Punkt an der in Richtung des Sternbild Pegasus liegt. Gekommen ist er aus Richtung des Sternbilds Leier (wo man auch den hellen, 25 Lichtjahre entfernten Stern Wega findet). Circa da ist auch der Sonnenapex, der Fluchtpunkt der Bewegung des Sonnensystems. Das ist auch die wahrscheinlichste Richtung aus der ein interstellares Objekt ins Sonnensystem kommt (so wie es am wahrscheinlichsten ist dass ein Insekt die Windschutzscheibe des Autos in Fahrtrichtung trifft und nicht z.B. das linke hintere Seitenfenster).

Wo kommt das Ding her?

Das ist wahrscheinlich die Frage die sich alle stellen. Aber: Wir wissen es nicht. Auf jeden Fall kommt er nicht aus dem Alpha-Centauri-System. Als sonnennächste Sterne wären Alpha und Proxima Centauri zwar gute Kandidaten für das Heimatsystem von ‘Oumuamua. Aber der Unterschied zwischen den Geschwindigkeiten des Asteroids und Alpha-Centauri beträgt 30 km/s. Das macht einen Ursprung dort unwahrscheinlich; außerdem war Alpha Centauri in der Vergangenheit auch weiter von der Sonne entfernt als heute. Ebenfalls nicht der Usprung kann Luhman 16 sein, ein System von zwei braunen Zwergen in 6,5 Lichtjahren Entfernung zum Sonnensystem.

Es ist auch schwer zu bestimmen aus welcher Richtung ‘Oumuamua gekommen ist, denn wir wissen ja nicht wie lange er schon im interstellaren Raum unterwegs war. Das Sonnensystem ist aber wahrscheinlich das erste System das der Asteroid auf seiner interstellaren Reise durchquert hat.

Wenn man wissen will wo das Ding her kommt müssen wir uns auch zuerst einmal überlegen wie es überhaupt entstanden ist. Mit Sicherheit erst Mal genau so wie auch die Asteroiden in unserem Sonnensystem: Aus einer Scheibe voll Gas und Staub die einen jungen Stern umgibt und in der sich Material zu immer größeren Objekten zusammenklumpt. Dieser damals noch normale Asteroid eines anderen Sterns muss dann einem größeren Himmelskörper, einem Planeten dieses Sterns sehr nahe gekommen sein wodurch er auf eine Fluchtbahn abgelenkt wurde. Seitdem bewegt er sich durch den interstellaren Raum und hat nun das Sonnensystem erreicht.

Die ersten Vermutungen das es solche Objekte geben kann wurden schon 1976 geäußert; und es ist ja auch nur logisch. Alles was wir über die Entstehung von Planeten wissen sagt uns, dass bei diesem Prozess jede Menge Material aus der Gas- und Staubscheibe in den interstellaren Raum geschleudert wird. Modellrechnungen aus unserem Sonnensystem sagen uns dass bei seiner Entstehung ungefähr das 20-30fache der Erdmasse verloren ging (davon stammen bis zu 5 Erdmassen aus dem Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter und bis zu 30 Erdmassen aus dem Kuipergürtel hinter der Neptunbahn). Und was bei uns passiert kann anderswo natürlich auch passieren.

Der Carinanebel - kommt 'Oumuamua von dort? (Bild: NASA)

Der Carinanebel – kommt ‘Oumuamua von dort? (Bild: NASA)

Rechnet man das ganze auf die gesamte Milchstraße hoch, dann kommt man zu dem Schluss dass sich ungefähr 200 Quadrillionen (1026) von diesen Dingern zwischen den Sternen herum treiben. Sie werden vermutlich in einem großen Schwung während der Entstehungsphase eines Planetensystems “produziert”. Die der Sonne nächstgelegenen Regionen in denen Sterne entstehen sind ungefähr 300 Lichtjahre weit weg und 1 bis 10 Milliarden Jahre alt. Dort ist auch der wahrscheinlichste Ursprungsort von ‘Oumuamua. Momentan favorisieren manche Forscher den Carinanebel beziehungsweise die Columba-Assoziation. Das sind beides Sternentstehungsgebiete die zwischen 160 und 280 Lichtjahre weit weg sind und ungefähr 45 Millionen Jahre alt. Ein Asteroid der dort während der Planetenentstehung mit einer typischen Geschwindigkeit von 1-2 km/s rausgeschleudert worden ist hätte genau genug Zeit gehabt um bis heute das Sonnensystem zu erreichen.

Genau diese Überlegungen sind es auch die ‘Oumuamua so wertvoll machen. Ich habe vor einigen Tagen schon erklärt wie wertvoll Staub bei der Suche nach extrasolaren Planeten ist. Und auch interstellare Asteroiden können uns viel von dem erzählen was wir ansonsten schwer entdecken können. Denn es müssen ja irgendwelche Planeten da sein die die Asteroiden aus ihren Systemen schleudern. Die müssen die richtige Masse haben und am richtigen Ort sein. Die bisherigen extrasolaren Planeten die wir kennen sind dafür meist nicht geeignet. Wenn sie massereich genug sind, dann sind sie meist zu nah am Stern. Oder sie sind zu klein. Die interstellaren Asteroiden sagen uns dass es eine Population von Planeten geben muss; größer als die Erde und kleiner als Jupiter die sich auf weit von ihrem Stern entfernten Umlaufbahnen bewegen. So eine Art von Planet haben wir noch nicht entdeckt weil unsere Instrumente derzeit nicht dafür ausgelegt sind. Aber jetzt wissen wir wenigsten dass sie irgendwo da draußen sein müssen.

Wie schaut ‘Oumuamua aus?

Wissen wir nicht. Dafür ist es zu klein und zu weit entfernt. Wir haben keine Raumsonden in der Nähe und die Teleskope der Erde sehen nur einen Lichtpunkt. Wir wissen immerhin dass es ein wenig rötlich zu sein scheint; zumindest sagt uns das eine vorläufige Analyse des von ihm reflektierten Lichts. Das ist auch das was zu erwarten ist wenn ein Objekt für sehr lange Zeit der Erosion im All des interstellaren Raums ausgesetzt ist.

Die Tatsache das er keine “Koma” hat, also keine Hülle aus Gas und Staub wie ein Komet sagt uns auch, dass er wenig Eis und andere flüchtige Stoffe enthält. Und das wiederum sagt uns dass er in seinem System innerhalb Schneelinie entstanden sein muss; also innerhalb der Grenze hinter der es zu warm ist als dass Eis und flüchtige Stoffe in kondensierter Form vorliegen können. Oder aber ‘Oumuamua ist in seinem eigenen System lange genug als Komet um seinen Stern herum geflogen so dass das ganze flüchtige Material schon ausgegast ist. Das ist aber unwahrscheinlich; viel wahrscheinlicher ist es dass der Asteroid – wie oben beschrieben – schon während der Entstehungszeit des Planetensystems ins All geschleudert wurde und keine Zeit hatte, sein flüchtiges Material durch lange kometare Aktivität zu verlieren.

Kommen da noch mehr?

‘Oumuamua war der erste interstellare Asteroid den wir entdeckt haben. War das Zufall? Ein singuläres Ereignis? Nein, so wie es aussieht können wir damit rechnen in Zukunft mehr solcher Objekte zu entdecken. Schätzt man – wie oben beschrieben – ab wie viele solcher Objekte existieren müssen und gleicht das mit den Fähigkeiten unserer Teleskope ab, dann kommt man auf eine Zahl von 0,2 Asteroiden pro Jahr aus dem interstellaren Raum die der Sonne begegnen sollten und die wir beobachten können. Also ein Objekt alle 5 Jahre – und tatsächlich sind Pan-STARRS und das Catalina Sky Survey seit 5 Jahren gut genug um solche Objekte entdecken zu können. Wir liegen also gut im Schnitt – und mit besseren Teleskopen der nächsten Jahre, zum Beispiel dem Large Synoptic Survey Telescope, können wir die Detektionsrate auf einen Asteroid pro Jahr erhöhen.

(Übrigens: Wissenschaftler haben sich sogar schon überlegt ob ‘Oumuamua Sternschnuppen auf der Erde erzeugt haben könnte. Sollte er doch ein wenig kometare Aktivität aufweisen könnten Staubteilchen von ihm auf die Erde treffen und als Sternschnuppe verglühen. Aber im fraglichen Zeitraum wurde nichts beobachtet. Schade eigentlich.)

Können wir da hin?

Das ist die Frage die man sich vor allem in der Öffentlichkeit stellt: Wenn das Ding so wahnsinnig interessant und einzigartig ist – warum fliegen wir nicht mit einer Raumsonde hin und schauen uns das aus der Nähe an? Weil es nicht so einfach ist. Alles andere als einfach. Eigentlich derzeit unmöglich. Aber Wissenschaftler haben sich auch das überlegt und – meiner Meinung nach ein klein wenig übertrieben – schon ein eigenes Projekt mit Logo ins Leben gerufen.

Project Lyra macht Vorschläge wie ‘Oumuamua doch noch zu erreichen wäre. Das Problem an der Sache ist die Geschwindigkeit. In Bezug auf das Sonnensystem bewegt es sich mit 26,6 km/s. Die schnellste Raumsonden bis jetzt sind die Voyager-Sonden die 16,6 km/s erreicht haben. Diese Geschwindigkeit haben sie aber über Jahrzehnte hinweg aufgebaut. Wir müssten jetzt also schneller sein und diese Geschwindigkeit auch noch wesentlich schneller erreichen. Denn der Asteroid ist ja schon auf dem Rückweg und die Entfernung wächst. Wir müssen ihn einholen und das wird schwierig. Eine Möglichkeit wäre eine Swing-By-Mission bei der man sich bei Planeten Schwung holt. Je nach Missionsdauer zwischen 30 und 5 Jahren müssten wir aber zwischen 33 und 76 km/s schnell sein. Dafür reicht ein Vorbeiflug an einem Planeten nicht; wir müssten Schwung an der Sonne selbst holen. Und dazu bis auf 3 Sonnenradien Abstand an unseren Stern heran fliegen. So eine “Fry-by”-Mission ist technisch herausfordernd bzw. derzeit unmöglich – die Temperaturen in Sonnennähe sind zu hoch für das was wir momentan bauen. Wir könnten natürlich auch eine Mega-Rakete bauen die eine Raumsonde gleich von der Erde weg ausreichend stark beschleunigt. So etwas wie die Big Falcon Rocket von SpaceX vielleicht – aber die existiert auch nur auf dem Papier. Man könnte auch Sonnensegel einsetzen – aber das sind alles Techniken die zwar theoretisch existieren aber in der Form noch nie eingesetzt worden sind.

Vor allem müssten wir eben wirklich schnell etwas ins All schicken wenn wir noch eine Chance haben wollen ‘Oumuamua einzuholen. Und wenn wir das Ding eingeholt haben müssen wir abbremsen. Ansonsten sausen wir in einem Höllentempo dran vorbei und der ganze enorme Aufwand hätte uns nur wenig Informationen gebracht. Das abbremsen in eine Umlaufbahn um den Asteroiden kostet weiteren Treibstoff und macht die Mission noch einmal komplizierter. Ich persönlich denke dass es keine Raumsonde zu ‘Oumuamua geben wird. Die Kosten sind zu hoch als dass sich eine Raumfahrtorganisation tatsächlich entschließen wird so kurzfristig so viele Ressourcen dafür einzusetzen.

Die Zukunft

Aber: Wir wissen nun dass diese interstellaren Objekte nicht nur da draußen sind sondern auch im Sonnensystem vorbei kommen. Wir wissen dass wir in Zukunft mehr von ihnen finden werden. Und wir können uns entsprechend vorbereiten. Wir können unsere Suchprogramme modifizieren: Bis jetzt schauen wir vor allem in die Ebene des Sonnensystems; da wo die ganzen Planeten sind und auch der Großteil der Kleinkörper. Wenn wir auch der Region darüber und darunter mehr Aufmerksamkeit widmen können wir weitere interstellare Asteroiden vielleicht schon früher entdecken, wenn sie noch auf dem Anflug ins Sonnensystem sind. Und mit einer Mission warten bis sie in die Nähe der Erde kommen.

So oder so: Die Entdeckung des ersten interstellaren Asteroids war ein Ereignis auf das wir in der Zukunft vermutlich noch oft und ausführlich zurück blicken werden. Es wird die Astronomie während der nächsten Jahre und Jahrzehnte beeinflussen. Wir werden mehr über die Entstehung anderer Planetensysteme lernen. Die nächsten Botschafter anderer Sterne werden wir hoffentlich genauer untersuchen können. Wir werden das Material untersuchen können aus dem sie bestehen und analysieren welche Unterschiede zum Material besteht aus dem sich unser eigenes Sonnensystem gebildet hat. Wir werden vielleicht sogar in der Lage sein die Panspermie-Hypothese konkreter zu untersuchen als bisher: Wenn wir nun wissen dass Asteroiden tatsächlich von einem Sternensystem zu einem anderen fliegen, dann ist es auch prinzipiell plausibel dass dabei die chemischen Bausteine transportiert werden die für die Entstehung von Leben notwendig sind. Vielleicht stellen wir irgendwann fest dass unser Ursprung weit draußen im All liegt…

Fachartikel

Die Informationen für diesen Text habe ich unter anderem aus diesen Fachartikeln entnommen:

Kommentare (71)

  1. #1 UMa
    14. November 2017

    Ja! Endlich der lang ersehnte ‘Oumuamua Artikel über das erste entdeckte interstellare Objekt, das das innere unseres Sonnensystems durchfliegt.
    Am überraschendsten fand ich, dass es keine Koma als Komet gebildet hat, sondern als Asteroid erscheint.
    Ob kleiner interstellare Asteroiden noch häufiger sind? Dann müsste man bald welche entdecken können, die an der Erde vorbeifliegen

  2. #2 Dampier
    14. November 2017

    Boah, schön langer Artikel :)) Muss ihn wohl später in Ruhe zuende lesen …

    Eine Frage habe ich aber schonmal: wie muss man sich eine Bahn mit einer Exzentrizität von genau 1 vorstellen? Bzw. wie sieht die letzte geschlossene Ellipse aus, bevor sie zu einer offenen Parabel wird?

  3. #3 Florian Freistetter
    14. November 2017

    @Dampier: Wiki hat ein schönes Bild: https://de.wikipedia.org/wiki/Keplerbahn

  4. #4 Aginor
    14. November 2017

    Sehr interessanter Artikel wieder, danke!

  5. #5 Umami
    14. November 2017

    Ich habe nochmal eine allgemeine Frage zu Asteroiden und Sternen:
    Wenn ich davon ausgehe, dass es kurz nach dem Urknall nur Wasserstoff gab, dann können andere Elemente nur durch Fusion entstehen, oder?
    Bei Sternen ist es i.d.R. Helium. Eine leise Erinnerung an den Physikunterricht sagt, dass Helium von allen Elementen das niedrigste Energieniveau hat, also um weiter zu fusionieren, braucht man Energie. (woher? Supernova? Fusion schwarzer Löcher?)
    Unsere Planeten sind also nicht das Produkt unserer Sonne (bzw haben nicht den gleichen Ursprung?) Wie kommen sie hierher? Hat unsere Sonne diesen Supernovamüll eingesammelt?

    Wurde das schon in einer anderen Sternengeschichte erklärt? Ich hoffe, das war jetzt kein Unsinn, was ich da geschrieben habe?

  6. #6 Peter L
    14. November 2017

    Denn der Asteroid ist ja schon auf dem Rückweg und nimmt Tempo auf.

    Versteh ich da was falsch? Ich dachte, dass bei den Bahnen die Geschwindigkeit am Sonnen-nächsten Punkt am höchsten ist, und mit der Entfernung abnimmt.

  7. #7 Alderamin
    14. November 2017

    @Florian

    Momentan favorisieren manchen Forscher den Carinanebel beziehungsweise die Columba-Assoziation. Das sind beides Sternentstehungsgebiete die zwischen 160 und 280 Lichtjahre weit weg sind und ungefähr 45 Millionen Jahre alt. Ein Asteroid der dort während der Planetenentstehung mit einer typischen Geschwindigkeit von 1-2 km/s rausgeschleudert worden ist hätte genau genug Zeit gehabt um bis heute das Sonnensystem zu erreichen.

    Spricht die Wahrscheinlichkeit nicht eher dafür, dass ‘Oumuamua schon seit Milliarden Jahren durch die Milchstraße driftet und im Prinzip von überall her kommen könnte? Es sind ja nun reichlich Sterne in der Milchstraße entstanden, die ebenso reichlich Asteroiden gebildet und mit Hilfe von Planeten in den interstellaren Raum katapultiert haben dürften. Carina und Columba liegen nahe des Himmels-Südpols außerdem ziemlich genau in Gegenrichtung der Leier, aus deren Richtung das Objekt sich uns näherte; warum ‘Oumuamua ausgerechnet von dort kommen soll, erschließt sich mir überhaupt nicht.

    So etwas wie die Big Falcon Rocket von SpaceX vielleicht – aber die existiert auch nur auf dem Papier.

    Die SLS wäre auch ein Kandidat, die wird zumindest gerade zusammengeschweißt und was mit ihr zukünftig gestartet werden soll, ist noch recht vage, nur braucht sie mindestens einen Start pro Jahr, um sich halbwegs zu rechnen. Bisher gibt’s neben den wenigen bemannten Flügen nur eine halbwegs abgesicherte Frachtmission, den Europa-Clipper. Da wäre also noch Luft.

    Man könnte auch Sonnensegel einsetzen – aber das sind alles Techniken die zwar theoretisch existieren aber in der Form noch nie eingesetzt worden sind.

    Die JAXA hat diese Technik bei einer Venusmission erprobt, und die Planetary Society experimentiert damit im Erdoribt herum (das zweite Solarsegel ist in Vorbereitung). Wenn aber Eile geboten ist, wird man wohl eher auf einen konventionellen Antrieb setzen. Siehe New Horizons.

    Aber vielleicht warten wir auch einfach auf den nächsten Kandidaten, 5 Jahre im Schnitt sind ja nicht so lange. Senden einen Einschlagskörper, sprengen Material heraus, fangen es mit Aerogel auf und bringen es zur Erde (was bei ‘Oumuamua ausgeschlossen ist, ein Rückflug einer solchen Sonde zur Erde geht auf keinen Fall). Wie großartig wäre es, Material aus einem anderen Sonnensystem auf die Erde zu holen und in einem Labor auf Isotopenzusammensetzung untersuchen zu können! Eine Altersbestimmung im Vorbeiflug stelle ich mir schwierig bis ausgeschlossen vor.

  8. #8 Alderamin
    14. November 2017

    @Florian

    Ach so, das wichtigste habe ich vergessen: großartiger Artikel, der kaum eine Frage offen lässt 😉

  9. #9 MartinB
    14. November 2017

    @Umami
    Beim Urknall entstanden Wasserstoff und Helium. Fusionsreaktionen können auch schwerere Elemente mit Energiegewinn erzeugen; Schluss ist da nicht bei He, sondern beim Eisen. Alles, was schwerer ist als Eisen, muss bei einer energieverbrauchenden Reaktion entstanden sein, also z.B. einer SUpernova.

    Und ja, unser Sonnensystem hat sich aus einer Wolke gebildet, die Reste einer früheren Sternenexplosion beinhaltet – wir sind alle aus Sternenstaub.

  10. #10 Braunschweiger
    14. November 2017

    Der Carina-Nebel ist zwar schön und plakativ, aber das Bahndiagramm ist dennoch informativer. Der Artikel war auch mit den wenigen Bildern aus dem Anfangszustand gut, so wie in der eMail-Mitteilung (allerdings war dort die Liste der Fachartikel abgeschnitten, was eher an der unterliegenden Software liegt).

    Was ich hier besonders gut finde, sind die zahlreichen Zwischenüberschriften und damit die stärkere Gliederung des Artikels in nicht zu umfangreiche Absätze. Es gibt dem Leser die Möglichkeit, zwischendrin einzusteigen und nur Teile zu lesen. Das mag mitunter aufwendiger und schwieriger sein, als geeignete Bilder zu finden oder den Artikel linear wegzuschreiben, aber fürs zeitartmutsgeplagte Lesevolk ist es ein schönes Entgegenkommen.

  11. #11 Alderamin
    14. November 2017

    @Umami

    Wenn ich davon ausgehe, dass es kurz nach dem Urknall nur Wasserstoff gab, dann können andere Elemente nur durch Fusion entstehen, oder?

    Richtig, aber auch Kohlenstoff, Sauerstoff und viele weitere Elemente werden im Inneren von (vor allem) massiven Sternen gebildet.

    Eine leise Erinnerung an den Physikunterricht sagt, dass Helium von allen Elementen das niedrigste Energieniveau hat, also um weiter zu fusionieren, braucht man Energie. (woher? Supernova? Fusion schwarzer Löcher?)

    Du irrst, es ist das Eisen, das den geringsten Energiegehalt im Kern hat. Um schwerere Elemente zu bilden, braucht es eine Supernova oder, wie wir letzten Monat lernten, eine Kollision von Neutronensternen. Bei dem dabei statt findenden r-Prozess unter Beteiligung zahlreicher Neutronen werden Elemente wie Silber und Gold, Thorium und Plutonium gebildet. Man nimmt heute an, dass diese hauptsächlich aus der Kollision von Neutronensternen stammen.

    Unsere Planeten sind also nicht das Produkt unserer Sonne (bzw haben nicht den gleichen Ursprung?) Wie kommen sie hierher? Hat unsere Sonne diesen Supernovamüll eingesammelt?

    Unsere Sonne und die Planeten sind aus der “Asche” früherer Sternengenerationen entstanden. Die Sonne enthält relativ viele schwere Elemente, die aber nicht aus ihrem Inneren stammen, weil sich dieses nicht über Konvektion mit der Oberfläche austauschen kann, es gibt eine Zone, wo Wärme nur durch Strahlung nach außen transportiert wird. Sondern besteht die Sonne aus dem gleichen Material, aus dem auch die Planeten im Sonnnsystem entstanden. Der solare Nebel war schon mit schweren Elementen angereichert.

    Die erste Sternengeneration waren Riesensterne, die nur wenige Millionen Jahre lebten, aber zahlreiche Elemente erbrüteten und als Supernova ins All bliesen. Heutige Riesensterne sind seltener und werden nicht mehr ganz so groß, leben aber immer noch nur wenig mehr als ein paar zehn Millionen Jahre und produzieren weiter Staub. Wegen der kurzen Generationsfolge solcher Sterne wurde das interstellare Material rasch mit den Elementen angereichert, aus denen Planeten mit fester Oberfläche entstehen können. Als das Sonnensystem vor 4,5 Milliarden Jahren entstand, waren sie schon in großer Menge vorhanden.

  12. #12 Florian Freistetter
    14. November 2017

    @Peter L: Ja, sorry – “Die Entfernung wächst” sollte da stehen.

    @Alderamin: “Die JAXA hat diese Technik bei einer Venusmission erprobt, und die Planetary Society experimentiert damit im Erdoribt herum (das zweite Solarsegel ist in Vorbereitung).”

    Ja, da hab ich damals auch drüber geschrieben. Aber wenn du dieses Ding einholen willst brauchst du ein ganz anderes Segel als das was die hatten. Da musst du schon noch ordentlich Forschung und Entwicklung reinstecken; das in ein paar Jahren zu schaffen halte ich für illusorisch. So schön es wäre – eine Mission zu dem Asteroid werden wir nicht sehen.

  13. #13 Florian Freistetter
    14. November 2017

    @Braunschweiger: “Der Carina-Nebel ist zwar schön und plakativ, aber das Bahndiagramm ist dennoch informativer. Der Artikel war auch mit den wenigen Bildern aus dem Anfangszustand gut”

    Ich hab nur zwei Bilder hinzugefügt. Und nicht jedes Bild muss dringend Information tragen. Illustrationen sind wichtig – kein Mensch liest eine reine Textwüste. Auch wenn es nur “plakative” Bilder sind…

    “Was ich hier besonders gut finde, sind die zahlreichen Zwischenüberschriften”

    Es ist jetzt allerdings nicht das erste Mal, dass ich das mache. Meistens besteht nicht dringend ein Bedarf dafür; hier hat es sich angeboten weil man so die im Raum stehenden Fragen gliedern kann. Normalerweise beschreibe ich ja nicht ~10 Fachartikel auf einmal sondern nur einen.

  14. #14 tomtoo
    14. November 2017

    Wie lange müsste das Teil so ungefähr unterwegs gewesen sein ? Und könnte es dann nicht trotz der Kälte ausgasen ?

  15. #15 Adam
    Berlin
    14. November 2017

    So, jetzt muss mal der Phantast in mir zu Worte kommen, lieber Florian 😉

    Zitat:
    “Wie sieht er aus?: Wissen wir nicht. Dafür ist es zu klein und zu weit entfernt. Wir haben keine Raumsonden in der Nähe und die Teleskope der Erde sehen nur einen Lichtpunkt.”

    Woher wissen wir dann, ob er wirklich ein Asteroid ist?

    Nein, ich glaube selbst nicht wirklich an die These eines Schiffes, aber jetzt mal ernsthaft: Woher wollen wir wissen, was es ist? Annehmen – ja. Für wahrscheinlich halten: Ja. Uns nicht blamieren wollen mit Ufologie und lieber Ockhams Rasiermesser nutzen: Ja.

    Aber wissen?
    Nein.

    Nehmen wir mal an, solch ein Ereignis passiert noch einmal. Diesmal aber ändert das Objekt seinen Kurs. Oder schlimmer noch: Es bremst unvermittelt ab ohne erkennbare Gründe, die sich aus der Flugbahn herleiten lassen und ohne, dass es erkennbar mit einem anderen Objekt kollidiert wäre. Dann stünde die Welt doch Kopf!

    Wir wüssten dann zwar immer noch nicht, was es ist, aber die Wahrscheinlichkeit, dass es ein Stein- oder Eisbrocken wäre, sänke dann ins Bodenlose. Für mich ist das erstmal ganz neutral nur ein Objekt. Arthur C. Clarke beschrieb in “Rendezvous mit Rama” eine ganz ähnliche, wenn nicht gar dieselbe Situation. Ja, ich weiß, das ist “nur” Science Fiction. Waren künstliche Satelliten aber auch, die auch auf Clarke zurück gingen afaik.

    In diesem Zusammenhang (aber auch unabhängig davon):

    Wie konnte er (also der Asteroid ;-)) solche Geschwindigkeiten erreichen? Voyager hat doch Jahrzehnte lang beschleunigt. War er also von Anfang an mit dem Affenzahn unterwegs oder ist es denkbar, dass er im interstellaren Raum Fahrt aufnahm? Nur weswegen? Liegt es im Bereich des Möglichen durch ein FlyBy bei einem z.B. Gasriesen oder einem vagabundierenden Braunen Zwerg zwischen de Sternen solche Geschwindigkeiten zu erreichen? Oder ist es erklärbar durch den freien Fall auf die Sonne nach seinem Eintritt unserer Heliospähre? Aber dann gelte dies doch für transplutonische Objekte oder solche aus der Oortschen Wolke auch, also Kometen. Die sind aber längst nicht so schnell oder nicht? Das würde mich mal interessieren – unabhängig von LGMs, so toll ich das auch fände :)

  16. #16 Braunschweiger
    14. November 2017

    @Florian:
    Stimmt alles, und ja, es ist nicht das erste Mal mit den Zwischenüberschriften; das ist mir auch schon viel früher aufgefallen. Aber es ist auch keineswegs immer oder nur sehr häufig so. Mir ist es hier ins Auge gefallen, weil mir die eMail-Version ganz ohne Bilder angezeigt wurde (aufgrund meiner Einstellungen). Das unterstützt ja auch gerade das Argument mit der Textwüste.

    Und am Carina-Nebel ist bestimmt nichts schlechtes. Die Großversion des Bildes habe ich meiner Leerlauf-Diashow im Desktop zugefügt, wie auch früher andere aus dem Blog, etwa die “Säulen der Schöpfung” oder die Maghellanschen Nebel.

  17. #17 Florian Freistetter
    14. November 2017

    @Adam: “Woher wollen wir wissen, was es ist?”

    Ein “Schiff” aus Metall hätte ein ganz anderes Reflexionsspektrum.

    “Nehmen wir mal an, solch ein Ereignis passiert noch einmal. Diesmal aber ändert das Objekt seinen Kurs. Oder schlimmer noch: Es bremst unvermittelt ab ohne erkennbare Gründe, die sich aus der Flugbahn herleiten lassen und ohne, dass es erkennbar mit einem anderen Objekt kollidiert wäre. Dann stünde die Welt doch Kopf! “

    Ja. Weil dann offensichtlich etwas passiert was auf ein künstliches Objekt hinweist. Was aktuell aber ganz und gar nicht der Fall ist. Da verhält sich der Asteroid exakt so wie ein Asteroid…

    “Wie konnte er (also der Asteroid ;-)) solche Geschwindigkeiten erreichen?”

    Durch eine nahe Begegnung mit einem Planeten. Sowas passiert in der Entstehungszeit der Planeten – und heute immer noch ab und zu. Und nicht vergessen: Sterne haben unterschiedliche Geschwindigkeiten. Das Ding kriegt von seinem Sternensystem schon ordentlich Schwung mit. Was wir sehen ist die Geschwindigkeit in Bezug AUF UNS. Voyager mussten wir von 0 auf 16,6 km/s selbst beschleunigen. Der Asteroid kam schon mit 26 km/s an…

  18. #18 Adam
    Berlin
    14. November 2017

    Also, wenn ich der Konstrukteur wäre und die Wahl hätte zwischen 300 Meter Metall, was ich erst bauen darf und es am Ende ja doch nicht so funktioniert, wie ich mir das vorstellte – oder ich nehm einen schon “fertigen” Brocken, höhle den aus und nutze den dann – ich würde Letzteres bevorzugen. Und die Tatsache, dass er an uns vorbei geflogen ist, statt anzuhalten, ist für mich regelrecht ein BEWEIS ausserirdischer (also echter) Intelligenz. Würde ich auch tun, an uns VORBEI fliegen, wenn ich die TV-Sendungen der letzten Jahrzehnte empfangen hätte (“Guck mal, das ist die Erde mit ihren irrationalen Herrschern, mit ihrem Hobby permanenter Kriegsführung, Umweltverschmutzung und Atomwaffen und Dauerwerbesendungen mit Big Brother Verblödung und weiteren Hirnlosigkeiten. V.a. aber mit ihrem Fremdenhass, der sogar planetarische Einheimische involviert, wie werden die dann erst zu uns sein? Komm, schnell weg hier, die sind alle irre!”) 😛

    Btw:
    Beachtlich ist, dass man ihn erst entdeckte, als er an uns schon vorbei war, nicht wahr? Nicht, dass ich jemals an lückenlose Himmelsuntersuchung geglaubt hätte, aber dabei musste ich dann doch schlucken. Sein Einschlag bei uns bei seiner Größe, Mass und dem Speed wäre ein später – und zutiefst ironischer Weckruf gewesen: Der erste Besucher aus einer anderen Welt kommt vorbei und richtet verheerenden Schaden an – ganz ohne Laserkanonen und Dreibeiner-Mechs.

    Wie kam es überhaupt dazu, dass man ihn “posthum” entdeckte? Und wie extrapolierte man seine herkünftige Flugbahn?

  19. #19 Florian Freistetter
    14. November 2017

    @Dama: “Beachtlich ist, dass man ihn erst entdeckte, als er an uns schon vorbei war, nicht wahr? “

    Nein. Das passiert recht oft. Weil nicht jede Richtung am Himmel gleich gut zu beobachten ist. Zum Beispiel wenn das Ding genau aus Richtung der Sonne kommt. Und weil eben die Teleskope normalerweise nicht aus der Ebene des Sonnensystems hinaus schauen. Du kannst gerne dafür lobbyieren dass die Astronomen mehr Geld und Ausrüstung kriegen, dann schauen wir auch dahin. Aber mit begrenzten Ressourcen muss man eben dort nach Asteroiden suchen wo die meisten zu finden sind und das ist nicht dort wo ‘Oumuamua her gekommen ist.

    “Sein Einschlag bei uns bei seiner Größe, Mass und dem Speed wäre ein später – und zutiefst ironischer Weckruf gewesen”

    Das Ding war 60 MAL WEITER ENTFERNT ALS DER MOND! Noch ungefährlicher kann so ein Asteroid kaum sein. Da fliegen jede Woche Dinger wesentlich näher vorbei.

    “Und wie extrapolierte man seine herkünftige Flugbahn?”

    Mit ausreichend Beobachtungen kann man eine Bahn bestimmen. Vorwärts in der Zeit genau so wie rückwärts. Außerdem macht man sich in solchen Fällen auf die Suche nach “precoveries” also Aufnahmen auf denen der Asteroid zu sehen ist, aber nicht erkannt wurde. Und nein, auch das ist keine Nachlässigkeit o.ä. Wenn du ein Bild vom Himmel machst hast du da immer unzählige Lichtpunkte und wenn du nicht gerade auf der Suche nach Asteroiden bist, dann konzentrierst du dich halt auf deinen Stern, deine Galaxie oder was auch immer du grad erforschen willst. Nur wenn man weiß dass da zu dem Zeitpunkt irgendwann ungefähr ein Ding vorbeigeflogen ist kann man Archivdaten nehmen und gezielt suchen – und dann mit solchen Daten die Bahn viel genauer bestimmen als vorher.

  20. #20 Adam
    Berlin
    14. November 2017

    Ich weiß, du bist ein ernst zu nehmender Wissenschaftler und genervt von Sensation seeking Esoterikern und Journalisten, die einen Stern nicht von einem Planeten unterscheiden können, gerne aber mal auf Wissenschaftler mit dem DU WARST ES – Finger zeigen. Ich falle aber nicht in diese Rubriken und mache Wissenschaftlern keinen Vorwurf, nicht missverstehen :).

    Ich lobbyiere schon seit Jahren was das angeht, lange noch vor Publikumserfolgen wie “Deep Impact”. Im kleinen Kreis bei unwichtigen Leuten, aber immerhin. Fakt ist, wir haben nur diese eine blaue Murmel, keinen Plan B, keinen Himmelskörper, der auch nur entfernt in den Bereich von “könnte man dort leben, zur Not” fällt und spielen permanentes russisches Roulette, wie die Animationen zeigen. Für astronomische Verhältnisse sind das alles Streifschüsse – und ein einziger Treffer in der Größenordnung von Tunguska in einer Metropole, egal wie unwahrscheinlich solch ein Volltreffer in belebtes Gebiet wäre, reicht aus. Völlig egal, ob er vom Mars, der Oortschen Wolke oder einem anderen Stern kam. Wie es halt so ist mit dem Menschen: Lernfähig nur im NACHHINEIN. Wenn überhaupt…

  21. #21 Florian Freistetter
    14. November 2017

    @Adam ” Für astronomische Verhältnisse sind das alles Streifschüsse”

    Hört man oft. Bin ich aber trotzdem nicht so ganz einverstanden. Siehe hier: http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2017/10/09/der-asteroid-2012-tc4-ein-knapper-vorbeiflug-an-der-erde/

  22. #22 Adam
    Berlin
    14. November 2017

    Nein, ich meinte das generell, nicht in diesem Fall. 60 x Mond-Orbit ist ein Streifschuss nur für einen völlig blinden Schützen, schon klar.

    Dennoch: Bedenke, dass die meisten Leute, mit denen ich bisher über dieses Phänomen sprach, darunter immerhin auch ein Journalist mit einem wissenschaftlichen Background, das unausgesprochene Gefühl haben, dass alles, was jenseits der Erdkugel passiert irreal sei. Zahlen alleine sagen ihnen nichts, zumal die meisten Menschen ohnehin keine Vorstellung für Astronomisches haben, was wohl an der Struktur unseres Gehirns liegen mag, das vorrangig für hiesige Zustände des Unmittelbaren von Mutter Natur entworfen wurde. Wer kann sich schon die Strecke eines Lichtjahrs plastisch vorstellen? Hat man ein Gefühl dafür? Ich glaube nicht. Entsprechend verpuffen Zahlen und Fakten.

    Interessant in dem Zusammenhang ist aber auch noch Folgendes:

    Größere Brocken, also in Kilometer-Größe, sind bei uns praktisch nicht mehr zugegen, nicht wahr? Die Zeit des großen Bombardements ist lange vorbei und mWn ist das Meiste, was über 500 m hinaus geht der Wissenschaft soweit bekannt, hängt in den Asteroidengürteln oder weiter draußen ab, Vorwarnzeiten wären entsprechend lang.

    Aber dieser Fall ist in vielerlei Hinsicht ein Novum, wie du schon sagtest. Er zeigt nämlich auch, dass tatsächlich ein riesiger Brocken (160 Meter ist auch nicht gerade ein Kieselstein) vor unserer Haustüre stehen könnte, der niemals unter Beobachtung war und für den es keine Monate- oder gar jahrelange Vorwarnzeit gab. Auch gegen kilometergroße spricht nichts. Oder? Ja, es wäre sogar denkbar, dass der Chixculub-Meteor am Ende der Kreidezeit, also der Saurierkiller, ebenfalls ein Sternenreisender war. Denn das war vor 65 Mio. Jahren – aber die Zeit der Sternsystementstehung liegt ein Vielfaches davon in der Vergangenheit. Es könnte also wieder geschehen, obschon lokal Ruhe ist, im Großen und Ganzen.

    Wenn man sich dann noch unser Portfolio anschaut, was hätten wir da? Atomwaffen? Dürften ziemlich wirkungslos sein, wenn sie überhaupt ihr Ziel erreichten, was angesichts der Strecken und Geschwindigkeiten keinesfalls selbstverständlich ist. Verdampfung via Riesenspiegeln? Pure Fiktion, mWn ist nichts dergleichen existent und ich kann mir nicht vorstellen, dass man ein Mega-Projekt dieser Größenordnung kurzfristig geschehen könnte. Gravitative Ablenkung durch ein fliegendes Objekt? Gemessen daran, wie schwach Gravitation ist, müsste das mWn lange vorher statt finden, um auch nur eine geringfügige Bahnablenkung zu erzeugen. Impakt mit einer Sonde? Hatten wir ja vor einiger Zeit getestet. Aber wie war die Ablenkung? Signifikant messbar? Ich meine nicht. Mit anderen Worten: So richtig einen Plan hätten wir im Fall eines Falles nicht oder? Korrigier mich, wenn das falsch ist.

  23. #23 Frantischek
    14. November 2017

    Das Sonnensystem ist aber wahrscheinlich das erste System das der Asteroid auf seiner interstellaren Reise durchquert hat.

    Woraus wird das geschlossen?

    Und danke für den Artikel! Ist doch tatsächlich bis jetzt an mir vorbeigegangen weil ich so viel Arbeit hab.

  24. #24 Jürgen A.
    Berlin
    14. November 2017

    @ Adam

    Ich verstehen deine Gedanken. Es ist natürlich interessant in diese Richtung zu spekulieren. Aber ich möchte dich auf etwas hinweisen.

    1. Wie würde das interstellare Raumschiff aussehen, wenn du es bauen würdest ? Hätte es ein riesengroßes Radiotelekop auf der Frontseite ? Um nach Hause zu telefonieren und um die Objekte vor einem zu erforschen. Dann wäre es mehr ein Diskus als ein Zylinder.

    2. Ist zu erwarten, daß ein Objekt, welches Hunderttausende von Jahren durch den Raum treibt, noch aktiv ist und Leben enthält. Nein ! Natürlich könnte es ein Objekt wie Voyager sein. Ist aber sehr unwahrscheinlich.

    3. Wenn es eine einfache finanziell machbare Möglichkeit gäbe, kann ich mir vorstellen, daß es viele Wissenschaftler gäbe, die dieses Objekt gerne näher untersuchen wollten. Aber diese Möglichkeit gibt es leider nicht. Und wenn man eine große Menge Geldes (Milliarden Euro, Dollar…) für die Wissenschaft in die Hand nimmt, muß man sich sehr genau überlegen wofür dieses Geld benutzt werden soll.
    ISS, Spitzer, EELT, ITER, Cern, GW-Astronomie, ….. Da gibt es sehr viele Möglichkeiten.

  25. #25 Adam
    Berlin
    14. November 2017

    @ Jürgen:

    Das war ein Scherz :)

    Ich bin in letzter Zeit nicht mehr so gut als durchschnittlicher Ausserirdischer, war da schon mal besser, also kann ich das alles nicht sagen :)

    Die Wahrscheinlichkeit spricht eindeutig dagegen. Die “natürliche” Flugbahn, das “natürliche” Material, das “natürliche Verhalten”. Allesamt Dinge, die man von einem Stein, der auf die Sonne fällt, um sie herum fällt und weiter fliegt, erwarten würde.

    Was ich nur interessant fand, ist die Selbstverständlichkeit, mit der man (auch ich!) annimmt, es sei ein Stein oder Eisball. Und auch die Kernidee dahinter: Wenn es Aliens sind, müssen sie Warp haben, mindestens! Eher sogar noch Wurmloch-Generatoren, das würde man doch merken. Warum? Für mich ist alles, was Naturgesetze nicht verletzt, denkbar. Für mich ist auch ein Tiefkühlschläfer-Raumschiff denkbar, dass Ewigkeiten unterwegs ist. Denn auch bei knapp 27 km/s dauert es selbst von Proxima Centauri zu uns … keine Ahnung, fünfzig, sechzig Tausend Jahre? Ich glaube, wir gehen immer wieder von uns selbst aus, auch ich. Ich schrieb ja “Ich würde…”. Ja, ich. Vielleicht. Aber wir sprechen hier von einer Spezies, die zu uns möglicherweise genauso viele Analogien aufweist, wie eine Sonnenblume zu einer Schildkröte. Vielleicht noch weniger.

    Ob das alles wahrscheinlich ist, ob das “lohnenswert” ist, sinnvoll – und wer das beurteilen könnte und worin die Intention bestand – das steht alles auf einem anderen Blatt Papier.

    Ja, es ist wohl ein Stein, der eine wirklich lange Reise hinter sich (und wohl noch vor) sich hat. Aber bei der kleinsten Irregularität (Bremse!) wäre es keiner mehr – sondern ein Phänomen, das die Welt für immer änderte.

  26. #26 schorsch
    14. November 2017

    Aus aktuellem Anlass: Heute abend ist über Südwestdeutschland offenbar ein größerer Meteroit hinweggegangen. U. a. berichten die Stuttgarter Nachrichten http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.himmel-ueber-stuttgart-und-region-das-netz-raetselt-ueber-ungewoehnlichen-himmelskoerper.ac258ad9-9c02-4a79-8a53-778516b7ddc3.html oder die Heilbronner Stimme http://www.stimme.de/heilbronn/nachrichten/region/Feuerball-ueber-der-Region-gesichtet;art140897,3940633 darüber.

    Ich habe den Meteoriten während eines Spaziergangs durch den Pfälzerwald beobachten können. Ein sehr, sehr beeindruckendes Bild! Er hatte nahezu die Hälfte eines Vollmonddurchmessers, war hell leuchtend grün, hatte eine dünne orangene Korona und einen kurzen orangenen Schweif. Die Leuchtkraft war so hoch, dass ich aufgrund der von ihm geworfenen Schatten auf ihn aufmerksam geworden bin und mich nach ihm umgedreht habe. Ich war in gleicher Richtung, von Ost nach West unterwegs – wenn auch mit anderem Ziel, jedenfalls habe ich ihn in Hochspeyer nicht wieder getroffen. Den für mich (durch Wald etwas eingeschränkten Horizont) hat er in vielleicht zwei Sekunden durchflogen, eine höchst vergängliche Erscheinung.

    Was ich in dem Zusammenhang gerne wüsste: Kann man aus der hellen grünen Leuchten dieses Himmelskörpers einen Rückschluss auf seinen Natur ziehen? Und kann der zufällige Beobachter aus einer solchen Erscheinung irgendwelche Rückschlüsse auf seine Größe und Entfernung ziehen?

  27. #27 tomtoo
    15. November 2017
  28. #28 Adam
    Berlin
    15. November 2017

    @ Florian

    Was ich dich schon immer mal fragen wollte, aber immer vergessen habe, diesmal auch wieder:

    Gibt es eine natürliche Möglichkeit, dass ein Asteroid relativistische Geschwindigkeiten (z.B. 10% Lichtgeschwindigkeit) erreicht?

    Also, angenommen da ist ein Planet, der sein Gestirn in der Entfernung von Merkur zur Sonne umkreist. Wenn dieses zur Supernova wird, müsste der Planet doch völlig zerstört und nicht nur oberflächlich verstrahlt werden, oder? Angenommen dort oder ein weiter außen gelegener Planetenrest wäre davon gekommen: Mit welcher Geschwindigkeit würde dieser rausgeschleudert werden? Oder gibt es dabei keine Chance auf das Überstehen von Partikeln, die größer als Moleküle wären?

  29. #29 Adam
    Berlin
    15. November 2017

    Oder ein anderer Fall:
    Ein Kieselstein übersteht die Scherkräfte eines nahen Vorbeiflugs an einem Neutronenstern oder Schwarzen Loch, fällt nicht hinein, fällt aussen rum und wird rausgeschleudert: Gibt es da eine Grenze bei der Geschwindigkeit / Beschleunigung, jenseits derer die Kohärenz fester Materie nicht stand halten kann? Oder sind extreme Geschwindigkeiten in diesen (oder von mir aus auch anderen) Fällen zumindest denkbar?

  30. #30 Florian Freistetter
    15. November 2017

    @schorsch: “Was ich in dem Zusammenhang gerne wüsste: Kann man aus der hellen grünen Leuchten dieses Himmelskörpers einen Rückschluss auf seinen Natur ziehen? “

    Hatte ich schon mal im Blog: http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2015/03/17/der-meteor-ueber-sueddeutschland-warum-hat-er-gruen-geleuchtet/

  31. #31 Alderamin
    15. November 2017

    @Schorsch

    Ich war in gleicher Richtung, von Ost nach West unterwegs – wenn auch mit anderem Ziel, jedenfalls habe ich ihn in Hochspeyer nicht wieder getroffen. Den für mich (durch Wald etwas eingeschränkten Horizont) hat er in vielleicht zwei Sekunden durchflogen, eine höchst vergängliche Erscheinung.

    Man verschätzt sich gewaltig bzgl. der Entfernung solcher Feuerkugeln, die leuchten in 60-40 km Höhe. Ich habe mal eine am hellen Tag gesehen, die schien hinter dem nächsten Ort, vielleicht 2 km entfernt, runtergekommen zu sein. Tatsächlich war sie 500 km entfernt in die Nordsee gefallen. Das konnte nachträglich aus verschiedenen Beobachtungen trianguliert werden.

  32. #32 Alderamin
    15. November 2017

    @Adam

    Gibt es eine natürliche Möglichkeit, dass ein Asteroid relativistische Geschwindigkeiten (z.B. 10% Lichtgeschwindigkeit) erreicht?

    Nein.

    Also, angenommen da ist ein Planet, der sein Gestirn in der Entfernung von Merkur zur Sonne umkreist. Wenn dieses zur Supernova wird, müsste der Planet doch völlig zerstört und nicht nur oberflächlich verstrahlt werden, oder? Angenommen dort oder ein weiter außen gelegener Planetenrest wäre davon gekommen: Mit welcher Geschwindigkeit würde dieser rausgeschleudert werden?

    Gar nicht, die Explosionswolke ist ein verhältnismäßig dünnes Gas, der Planet würde durch den Massenverlust seines Sterns nur etwas weiter nach außen rücken bzw. seine Umlaufbahn verlassen, ohne wesentlich schneller zu werden. Der Stern selbst (bzw. ein verbliebener Neutronenstern) kann bei einer asymmetrischen Explosion einen gewissen Kick bekommen, aber niemals annähernd solche Geschwindigkeiten.

    Ein Kieselstein übersteht die Scherkräfte eines nahen Vorbeiflugs an einem Neutronenstern oder Schwarzen Loch, fällt nicht hinein, fällt aussen rum und wird rausgeschleudert: Gibt es da eine Grenze bei der Geschwindigkeit / Beschleunigung, jenseits derer die Kohärenz fester Materie nicht stand halten kann? Oder sind extreme Geschwindigkeiten in diesen (oder von mir aus auch anderen) Fällen zumindest denkbar?

    Natürlich gibt es eine Grenze, bei der die Gezeitenkraft ein Objekt zerreisst. Nicht die Beschleunigung im freien Fall, dadurch ist das Objekt kräftefrei (die Schwerelosigkeit in der ISS ist ja auch nur freier Fall), sondern die Differenz der Schwerkraft am näheren und ferneren Ende des Objekts (die mit der erreichten Geschwindigkeit oder Beschleunigung nichts zu tun hat, sondern mit der Entfernung zur anziehenden Masse und ihrer Dichte), aber damit es einen Stein zerreisst, müsste der einem Neutronenstern schon sehr nahe kommen, schätze ich.

    Aber ein solcher Stein würde nicht viel Geschwindigkeit gewinnen können. Zwar wird er rasend schnell werden, wenn auf den Neutronenstern zu fällt und bei nahem Vorbeiflug auch einen signifikanten Anteil der Lichtgeschwindigkeit erreichen, jedoch diese Geschwindigkeit wieder verlieren, wenn er sich wieder entfernt, denn die gleiche Anziehungskraft, die ihn beschleunigte, wird ihn dann abbremsen. Aus der Sicht des Neutronensterns gewinnt der Stein gar nichts an Geschwindigkeit, er wird sich mit der gleichen Geschwindigkeit entfernen, mit der er sich vorher genähert hat. Aber aus der Sicht eines entfernten Beobachters kann er zulegen, jedoch nur in der Größenordnung, mit der sich der Neutronenstern relativ zur Umgebung bewegt. Florian hat über Swing-By-Manöver schon einmal etwas geschrieben.

    Ansonsten erreichen nur geladene Teilchen in Jets von Akkretionsscheiben relativistische Geschwindigkeiten, in denen sie von Magnetfeldern beschleunigt werden. Oder Teilchen, die von energiereichen Photonen angestoßen werden (Compton-Effekt).

  33. #33 Ingo
    15. November 2017

    > Das ist auch das was zu erwarten ist wenn ein
    > Objekt für sehr lange Zeit der Erosion im All des
    > interstellaren Raums ausgesetzt ist.

    Warum gibt es ueberhaupt im interstelaren Raum eine Erosion?
    Innerhalb eines Sonnensystems ist die Sache klar. Sonnenwind und geladene Teilchen veraendern die Oberflaechen von Koerpern.
    Im interstalaren Raum faellt der Sonnenwind als Ursache weg.
    Laesst die kurze Begegnung mit den unausprechbaren interstelaren Asteroid entsprechende Untersuchungen ueberhaupt zu, um unsere Vermutungen zu bestaetigen? Oder geht alles zu schnell?

  34. #34 Alderamin
    15. November 2017

    @Schorsch

    Hier ist die Flugbahn des Meteors abgebildet (und die gemeldeten Beobachtungen):

    http://fireballs.imo.net/members/imo_view/event/2017/4299

  35. #35 Alderamin
    15. November 2017

    @Ingo

    Warum gibt es ueberhaupt im interstelaren Raum eine Erosion?

    UV-Licht von jungen Sternen, denen der Asteroid nahe kam und kosmische Strahlung, die ihn überall trifft (geladene Teilchen mit hoher Geschwindigkeit, die vom Sonnenwind im Sonnenystem größtenteils zurück gehalten werden). Möglicherweise auch Staubwolken, die der Asteroid durchflogen hat.

    Laesst die kurze Begegnung mit den unausprechbaren interstelaren Asteroid entsprechende Untersuchungen ueberhaupt zu, um unsere Vermutungen zu bestaetigen?

    Man hat die Farbe und das Spektrum gemessen, viel mehr geht nicht (aber das geht schnell). Verrät etwas über die Zusammensetzung der Stoffe auf der Oberfläche.

  36. #36 derquerdenker
    Wien
    15. November 2017

    So ein interstelarer Himmelskörper nimmt auch Raum in meinen Überlegungen zu alie
    ns ein:

    http://www.bestlinks.lima-city.de/WasDieZukunftBringt/aliens.htm

    derquerdenker

  37. #38 Adam
    Berlin
    15. November 2017

    @ Alderamin

    Hmm, wieso hat es dann Jahrelang geheissen, Neutronensterne können keine Planetensysteme haben, weil sie vorher ja eine Nova waren?

    Gut, dass sie im Anschluss Planeten von irgendwo her in den Bann zogen: Gebongt. Aber darum ging es ja nicht, sondern um die Aussage (von Physikern), dass die SN nichts übersteht. Zwischen “Nichts übersteht” und “relatives dünnes Gas, das seinen Planeten nur etwas nach Außen drückt” sehe ich eine Differenz :)

  38. #39 Captain E.
    16. November 2017

    @Umami:

    Ich habe nochmal eine allgemeine Frage zu Asteroiden und Sternen:
    Wenn ich davon ausgehe, dass es kurz nach dem Urknall nur Wasserstoff gab, dann können andere Elemente nur durch Fusion entstehen, oder?
    Bei Sternen ist es i.d.R. Helium. Eine leise Erinnerung an den Physikunterricht sagt, dass Helium von allen Elementen das niedrigste Energieniveau hat, also um weiter zu fusionieren, braucht man Energie. (woher? Supernova? Fusion schwarzer Löcher?)
    Unsere Planeten sind also nicht das Produkt unserer Sonne (bzw haben nicht den gleichen Ursprung?) Wie kommen sie hierher? Hat unsere Sonne diesen Supernovamüll eingesammelt?

    Wurde das schon in einer anderen Sternengeschichte erklärt? Ich hoffe, das war jetzt kein Unsinn, was ich da geschrieben habe?

    Deine erste Annahme war übrigens schon falsch. Im frühen Universum sind nicht nur Protonen und Elektronen entstanden, die sich dann zu Wasserstoffatomen zusammen finden konnten, sondern auch Neutronen. Außerdem gab es einen kurzen Augenblick, in dem diese Teilchen fusionieren konnten. Dabei entstand eine ganze Menge Helium und winzige Spuren von Lithium. Sterne entstanden erst lange danach und bestanden folglich aus ca. 70% Wasserstoff und ansonsten aus Helium. Heliumfusion bringt natürlich auch Energie, ist dann aber für einen eher kleinen Stern wie unsere Sonne bereits die letzte Fusionsstufe. Größere Sterne schaffen durch weitere Verdichtung mit höheren Temperaturen und höheren Drücken weitere dieser Fusionsstufen. Die allerletzte, bei der dann hauptsächlich Eisen entsteht, dauert womöglich nur noch ein paar Stunden. Die Fusion von Eisenkernen, falls sie überhaupt irgendwo und irgendwann stattfindet, zieht Energie ab und speichert sie in den entstehenden schweren Kernen.

    Die meisten schweren Elemente (im chemischen, nicht im astronomischen Sinne) entstehen aber vermutlich gar nicht durch Fusion im engeren Sinne, sondern durch “Aktivierung” mittels Neutronenbeschuss. Ähnliches geschieht übrigens auch im kleinen Maßstab in irdischen Kernreaktoren. Neutronen werden von Kernen eingefangen und diese bilden somit schwerere Isotope. Werden zu viele Neutronen (u.U. reicht schon ein einziges!) eingefangen, entstehen instabile Isotope, die mittels Betazerfall Neutronen in Protonen umwandeln und somit in Elemente mutieren, die im Periodensystem weiter rechts und weiter unten stehen, also eine höhere Ordnungszahl (= Anzahl der Protonen) besitzen.

    Beim oben bereits erwähnten Zusammenstoß von Neutronensternen dürfte es nach aktueller Erkenntnis wohl zu den heftigsten Neutronenflüssen kommen, die es im Universum so gibt. Und daher entstehen viele der eher selteneren schweren Elemente genau bei solchen Ereignissen.

  39. #40 Alderamin
    16. November 2017

    @Adam

    Hmm, wieso hat es dann Jahrelang geheissen, Neutronensterne können keine Planetensysteme haben, weil sie vorher ja eine Nova waren?

    Supernova (eine Nova ist ein weißer Zwerg in einem Doppelsternsystem mit einem Roten Riesen, der immer wieder Material vom Roten Riesen aufsammelt, bis es thermonuklear zündet; das wiederholt sich u.U. so lange, bis der weiße Zwerg an die Gewichtsgrenze zum Neutronenstern kommt, dann kollabiert er und explodiert als Supernova vom Typ Ia, die kaum Wasserstofflinien im Spektrum zeigt). Man nahm das deswegen an, weil nur sehr massive Sterne von 10 Sonnenmassen oder so zur Supernova/Neutronenstern werden, aber der Neutronenstern höchstens 3 Sonnenmassen haben darf, sonst wird er zum schwarzen Loch. Der Massenverlust reicht, dass die Bahngeschwindigkeit eines um den Vorläuferstern kreisenden Planeten die Fluchtgeschwindigkeit des Neutronensterns übertrifft; wenn da nicht noch ein Doppelsternpartner den Planeten hält, muss er also nach der Explosion davon fliegen. Man geht davon aus, dass die nachgewiesenen Planeten, die um Neutronensterne kreisen, nach der Explosion entstanden:

    There are three types of pulsar planets known so far. The PSR B1257+12 planets were formed out of the debris of a destroyed companion star that used to orbit the pulsar. In PSR J1719-1438, the planet most likely is the companion, or what’s left of it after being almost entirely blasted away by the extreme irradiation from the nearby pulsar. PSR B1620-26 b is most likely a captured planet.

    Gut, dass sie im Anschluss Planeten von irgendwo her in den Bann zogen: Gebongt. Aber darum ging es ja nicht, sondern um die Aussage (von Physikern), dass die SN nichts übersteht. Zwischen “Nichts übersteht” und “relatives dünnes Gas, das seinen Planeten nur etwas nach Außen drückt” sehe ich eine Differenz :)

    Gut, gegrillt und verdampft mögen sie werden (insbesondere Doppelsternpartner; Sterne bestehen ja selbst aus Gas, und ausgedehnte Riesensterne sind im Schnitt dünner als die Erdatmosphäre) aber dass eine Gaswolke einen massiven Planeten auf 30000 km/s (10% c) beschleunigt, ist dann doch auszuschließen. So eine Beschleunigung braucht ja auch ihre Zeit; wenn man mit Rennwagenbeschleunigung von 1 g beschleunigt würde (was eher nicht anzunehmen ist), dann dauerte es 35 Tage konstanter Beschleunigung, dieses Tempo zu erreichen. Die Explosion selbst ist aber nur kurz (was bei einer Supernova wochenlang leuchtet ist das radioaktive Gas, in dem Zerfälle statt finden). Ein Planet ist ein kleines Ziel, aber für seine Größe massiv, wenn da eine Explosionswolke drüber wegfegt, ist das eher wie das ruckartige Wegziehen einer Tischdecke unter dem Geschirr. Was anderes gilt für den Stern selbst, der bei asymmetrischer Explosion wie eine Rakete Gas in eine Vorzugsrichtung ausstößt, das kann ihn schon beschleunigen, aber eben auch nur auf höchstens rund 1000 km/s (immerhin).

  40. #41 Stefan Uttenthaler
    Wien
    16. November 2017

    Das ist echt “heißer Scheiß”! Höchst spannend, was da passiert. Ich bin schon gespannt darauf, wenn man mehrere solche interstellaren Asteroiden gefunden hat und man erstmals Statistik damit betreiben kann.

  41. #42 Norberta
    Staubkorn in diesem Universum
    17. November 2017

    Toller Artikel, der noch toller wäre, würde er mit lesefreundlicher Interpunktion nach aktuellen Rechtschreibungsregeln dahergekommen.

    Da hilft auch nicht die Spökenkikerie nach Herkunft, Sinn und Zukunft und dem “was wäre, wenn”.

    Sorry, wenn ich hier, speziell in den Kommentaren, lese, was in (widersprüchlichen) Theorie(n) angeblich seit Urknallszeiten passiert sein soll, als Praxisbehauptung ausgegeben & 3 x umgekrempelt wird, dann sind die Kommentatoren entweder extremst begabte Astrophysiker – oder waren damals schon dabei als Astronomen.

    Ich denke, die ach so hoch entwickelte “Menschheit”, hinkt in ihrer universellen Erkenntnis ihren Möglichkeiten so sehr hinterher, wie “Forscher” und “Wissenschaftler” ihren staatlich finanzierten Untersuchungen frönen; immer mehr Geld, Technik und Ressourcen fordern – ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, dass unser ureigenster Lebensraum weitgehend unerforscht ist, fortwährend geplündert wird und Millionen ihrer eigenen Spezies nicht mal genug zum Leben haben. (Ich hab‘ so ein Exemplar in Familien-Praxis.)

    Glücklicherweise sind wir nicht mehr im Biblischen Aberglauben, die Erde sei vor 5.000 Jahren geschaffen worden, was ja auch dem Buch der Genesis widersprechen würde. Dennoch würde ein bisschen mehr Nabelschau und das Kümmern um soziale Intelligenz wie Praxis den Menschen nützen.
    Wären “Klimaschützer” (also die Staatlichen Delegationen, die sich dauernd irgendwo treffen, um die nächsten Klimaschutz-Verordnungen zu verabreden) nicht besser beraten, dies in Telekonferenzen zu auszuhandeln, um welche°C und 100 Milliarden gepokert wird, statt aus allen Ecken der Wellt alljährlich zu Zehntausenden an einem schönen Treffpunkt für 14 Tage einzufallen, um sich stets in der Halbzeit von Greenpeace ein Fest ausrichten zu lassen?
    Dürften Wissenschaftler endlich mal der Cheops-Pyramide die schon lange angedeuteten Geheimnisse entreißen, statt sich von Ägytischen Altertumsbehörde Jahrzehntelang ausbremsen zu lassen?
    Wäre die UN ein Tribunal für Frieden und Völkerverständigung, wie könnte sie dann wirtschaftliche Sanktionen und militärische Einsätze gegen Länder und Völker beschließen? Warum verböte sie nicht (mit entsprechenden Sanktionen) den Einsatz von Uran-Munition sowie Herstellung und Besitz von Atom-Waffen?
    Und, um auch auf die Elementarteilchen-Physik zu kommen: Warum investiert man so viel Geld und Energie in eine Maschine, die auch die Erde selbst atomisieren könnte (CERN)?

    Tja, wäre „1I/ʻOumuamua“ nur etwas von der Bahn abgewichen, gäbe es auf diese Fragen auf Erden vielleicht keine Antworten mehr.

  42. #43 PDP10
    18. November 2017

    @Norberta:

    Du hast die hungernden Kinder in Afrika vergessen.
    Und das wir nett zu Katzen und Hunden sein sollen.

    Das Geheime Dingsda in der Cheops Pyramide ist übrigens ein Stargate, wie wir aus dem Dokumentarfilm von Roland Emmerich wissen und nein, der LHC am CERN kann keine schwarzen Löcher machen.

  43. #44 rolak
    18. November 2017

    Du hast .. vergessen

    Und Du hast vergessen darauf hinzuweisen, daß es nicht etwa ‘Spökenkikerie’ heißt, sondern ‘Spökenkikeriki’, PDP10. Muß man machen!
    Und die unabdingbare Forderung: Leerzeichensetzung nach aktuellen Rechtschreibungsregeln.
    Ganz zu schweigen vom Mißverständnis mit der CernKraft…

  44. #45 RainerO
    18. November 2017

    @ rolak
    Aber das Allerschlimmste ist ja, dass PDP10 einen das/dass-Fehler gemacht hat. Was wiegt da noch die absolut berechtigte Forderung nach Katzen- und Hundeliebhaben.

  45. #46 Adam
    Berlin
    18. November 2017

    @ Aldemarin

    Danke, das war sehr informativ.

  46. #47 Karl-Heinz
    18. November 2017

    @Norberta

    Kommentatoren entweder extremst begabte Astrophysiker

    Wieso sollten Kommentatoren keine Meinung zur Astrophysik haben? Und ich dachte bisher immer, dass alle Frauen sich schon emanzipiert haben.

  47. #48 Norberta
    Staukorn in diesem Universum
    18. November 2017

    @PDP10:
    “Das Geheime Dingsda in der Cheops Pyramide ist übrigens ein Stargate, wie wir aus dem Dokumentarfilm von Roland Emmerich wissen und nein, der LHC am CERN kann keine schwarzen Löcher machen.”

    AHA, “Stargate”. Gut möglich – aber nicht bewiesen.
    Der besagte Film ist übrigens ein Spielfilm der Kategorie Sience Fiction und keine Dokumentation, wie Sie sicher wissen sollten. [https://de.wikipedia.org/wiki/Stargate_(Film)]

    LHC kann keine Schwarzen Löcher machen? Also, ich weiß das nicht, diverse kritische Forscher befürchten dies aber.

    Mitunter sollte man nicht nur eine Quelle lesen und die “Aussage”/Theorie als unumstößliche Wahrheit annehmen.

  48. #49 tomtoo
    18. November 2017

    @Norberta
    Wollen wir mal hoffen uns fällt kein schwarzes Loch auf den Kopf. Jeden Tag wird die Erde(Atmosphäre) von Partikeln getroffen , von deren Energie, jeder Cern Forscher feuchte Träume bekommt.

  49. #50 PDP10
    18. November 2017

    @Norberta:

    Der besagte Film ist übrigens ein Spielfilm der Kategorie Sience Fiction und keine Dokumentation, wie Sie sicher wissen sollten.

    Waaaas??? Das war keine Doku?!?

    LHC kann keine Schwarzen Löcher machen? Also, ich weiß das nicht, diverse kritische Forscher befürchten dies aber.

    Welche zB.? Quellen?

  50. #51 tomtoo
    18. November 2017
  51. #52 RainerO
    18. November 2017

    @ PDP10
    Ist es nicht frustrierend, wenn man jemanden veräppeln will und diejenige bekommt es nicht einmal mit?
    Und natürlich kann der LHC schwarze Löcher erzeugen. Ich habe dazu sogar hier auf ScienceBlogs einen Beweis dafür gefunden: Schwarzes Miniloch aus Higgs-Teilchen

  52. #53 Karl-Heinz
    18. November 2017

    @RainerO

    Die Norberta hat so wenig Wissen, dass sie nicht einmal merkt, wenn sie veräppelt wird.
    Ich denke, dass man deswegen nicht frustriert sein muss. Gott sei ihrer Seele gnädig.

  53. #54 tomtoo
    18. November 2017

    @RainerO
    Danke ! Der Artikel hatt mir gefallen. Speziell die präzise Vorhersage der Stringtheorie bzgl. der Lebensdauer des SL.

  54. #55 Karl-Heinz
    18. November 2017

    @tomtoo

    Oh mei Gott tomtoo du hast recht. Wir alle sind in Gefahr von diesem Krümelmonster verschluckt zu werden. Zu Hilfe!

  55. #56 PDP10
    18. November 2017

    @RainerO:

    @ PDP10
    Ist es nicht frustrierend, wenn man jemanden veräppeln will und diejenige bekommt es nicht einmal mit?

    Nö. Nicht wenn man genug Bier getrunken hat … ;-).

  56. #57 tomtoo
    18. November 2017

    @Karl-Heinz
    Bleib ruhig. Bei mir kannste günstig ne Versicherung erwerben. ; )

  57. #58 Norberta
    Staubkorn in diesem Universum
    18. November 2017

    @alle BlödmännerInnen & Basher!

    Allein mit Euren halbgaren “Kommentaren” nebst diversen @-Benachrichtigungen stehlt Ihr mir etwas von meinem dritten Leben. Zeit.
    Kümmert Euch um die Theorien, die Ihr als bewiesen anseht. Fliegt am besten diesem ominösen „1I/ʻOumuamua“ hinterher. = Tschüss!

    “Benachrichtige mit über nachfolgende Kommentare via Email nicht mehr.”

  58. #59 tomtoo
    18. November 2017

    ?

  59. #60 Karl-Heinz
    18. November 2017

    Upss jetzt ist Norberta beleidigt.

    Der Lebenslauf wird meist in drei Lebensabschnitte unterteilt: Bildungsphase, Erwerbstätigkeits- und Familienphase sowie Ruhestand (Alter (Psychologie des Alterns)).
    Ok Norberta. Du kannst ja schon einigermaßen mit dem Internet umgehen. Sportlich, sportlich …

  60. #61 RainerO
    18. November 2017

    Toller [Beitrag], der noch toller wäre, würde er mit lesefreundlicher Interpunktion nach aktuellen Rechtschreibungsregeln dahergekommen.

    Oder so…

  61. #62 PDP10
    18. November 2017

    @Norberta:

    Kümmert Euch um die Theorien, die Ihr als bewiesen anseht.

    Ja, tun wir.

    Kriege ich jetzt noch eine oder mehrere Quellen zu den “diversen kritischen Forschern, die das der … “?

    Oder nich?

  62. #63 Karl-Heinz
    18. November 2017

    Also ich finde den Ausdruck Rechtschreibregeln schöner als Rechtschreibungsregeln, der von Norberta verwendet wird. Gibt es das Wort Rechtschreibungsregeln überhaupt?

  63. #64 Karl-Heinz
    18. November 2017

    Upss …
    Das Wort Recht­schrei­bungs­re­gel gibt es doch.
    Nämlich die Rechtschreibung (1) betreffende Regel.

  64. #65 tomtoo
    18. November 2017

    @Karl-Heinz
    Das dahergekommen ist imo das Problem? Aber bin eh Lega. Ach übrigens verkaufe Aluhüte gegen auf den Kopf fallende SL’s ? Interesse ? ; )

  65. #66 PDP10
    18. November 2017

    Wäre er “dahergekommen” (damals), ist aber daherkommend – von den Regeln der Rechtschreibung zB.

    Partizip II (falsch) gegen Partizip I (richtig).

    (Hee! Ich weiß auch mal was mit Rechtschreibung! *freu*!)

  66. #67 Karl-Heinz
    19. November 2017

    @tomtoo

    Ach übrigens verkaufe Aluhüte gegen auf den Kopf fallende SL’s ? Interesse ? ; )

    Zuerst hatte ich Almhütte, dann Aluhütte und ganz zum Schluss Aluhüte gelesen. Dann musste ich das Wort Aluhüte in Alu und Hüte zerlegen. Nach einigem Grübeln wusste ich, es handelt sich um einen Hut, der aus Aluminium besteht, welches mich vor einem schwarzen Miniloch schützen soll. In weiterer Folge überlege ich noch, ob mein Kopf überhaupt schützenswert ist. 😉

  67. #68 PDP10
    19. November 2017

    Ich glaube wir schweifen ab.

    Bzw. sind vor einigen Posts abgeschwiffen? … abgeschwoft? Äh …

  68. #69 tomtoo
    19. November 2017

    @PDP 10
    Och, der Fred ging ja auch über Aliens usw.

  69. #70 Florian Freistetter
    19. November 2017

    Für Offtopic-Diskussionen und zum Leute beleidigen gibt es andere Ort. Für ersteres findet ihr hier im Blog passende Seiten; zweiteres will ich in meinem Blog sowieso nicht haben.

  70. […] Woche habe ich von der epochalen Entdeckung des ersten interstellaren Asteroids berichtet. Ein Objekt wie diesen Himmelskörper, der den schönen Namen ‘Oumuamua trägt, haben wir bis […]