Sachen gibts, die gibts gar nicht. Ein süddeutscher Psychologe hat einen Weg gefunden, religiöses Gedankengut mit der Angst vor Elektrosmog zu vermengen. Sein Fazit: Mobilfunkmasten sorgen dafür, dass Gott uns nicht mehr erreichen kann.

Das muss man gesehen haben:

So wie ein Filmprojektor einen Film an die Wand projiziert, macht Gott das auch mit der Welt. Er macht dies mit bestimmten Wellen. Sie heißen Skalarwellen und bauen Leben und Materie auf. Der Mobilfunk ist eine Technologie, die sich in den Schöpfungsprozess einmischt. Es entstehen Wellen, die das, was Gott aufbaut, verändern und zerstören. Die ganze Menschheit, die ganze Schöpfung sind betroffen – und werden krankgemacht.

Das ist schon ziemlich starker Tobak. Da hätte ich gestern noch ohne jegliches Bedenken unterschrieben, dass Florians phänomenale LHC-Verschwörungstheorie vom Sternentor zur Hölle sich nicht mehr toppen lässt – und dann dies.

Wie fast immer in solchen Fällen, gibt es für die hahnebüchene Theorie natürlich weder irgendwelche Belege noch eine Begründung. Die zusammenhangslos eingeworfenen Namen Einsteins, Heisenbergs und Plancks dürfen selbstverständlich auch nicht fehlen, einzig das obligatorische Bild von Stephen Hawking wurde aus unerfindlichen Gründen vergessen. Immerhin ist das Problem mit den Mobilfunkmasten angeblich so kompliziert, dass es nur wenige Physiker auf dieser Welt gibt, die sich in Materie hineindenken können. Für alle anderen gibt es noch ein wenig Geschwurbel – und die meisten von uns würden es anders auch gar nicht verstehen, denn:

Die Realität ist einfach stärker als das Vorstellungsvermögen. Lehnen Sie diese Botschaft also nicht ab, weil Sie sie sich nicht vorstellen können.

Alles klar. Wer nach diesem Vortrag nun ein Antidot zum Thema “Elektrosmog” benötigt, dem sei der folgende Beitrag des Bildschirmarbeiters David Harnasch empfohlen:

Kommentare (45)

  1. #1 Marc Scheloske
    13. Februar 2009

    Ich habe ja den Verdacht, daß Ralf C. Maucher sich in kabarettistischer Weise betätigt. Der meint das nicht so. Niemals. Also entweder geht es ihm um Klamauk oder er ist Strohmann einer Studie, die abzuklären versucht, wieviel Risiko-Nonsens man auf welchen Kanälen an den Mann bringen kann. Bestimmt, das meint der nicht ernst. Schließlich ist er ja auch einer von uns. Blogger nämlich, hier.

  2. #2 Saidiph ex omnes
    13. Februar 2009

    ganz großes Kino!

  3. #3 buchstaeblich
    13. Februar 2009

    Wenn ich jetzt sage, dass der Herr mir verstrahlt vorkommt: Gebe ich ihm dann Recht?
    😉
    Danke für die Lustigkeit am Freitag nachmittag.

  4. #4 Chrischdl
    13. Februar 2009

    Sollte Gott existieren, werden ihm die Mobilfunkmasten irgendwelcher Erdbewohner vermutlich herzlich egal sein 😉 Wer (wie es Herr Maucher offensichtlich tut) einen Schöpfergott hinter den Dingen vermutet, sollte eigentlich etwas mehr Gottvertrauen haben – ein Gott, der sich von Handystrahlen vertreiben lässt, kommt mir nicht sehr göttlich vor 😉

    Grüße aus dem verschneiten Schwarzwald, Chrischdl

  5. #5 isnochys
    13. Februar 2009

    Wann hören slche Pseudowissenschaftler endlich auf, was von Skalarwellen zu faseln?

  6. #6 Soziobloge
    13. Februar 2009

    Wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein noch verrückterer her. 😉

    Früher wären solche Leute in der Klappse gelandet. Heute im Fernsehen und im Internet…

  7. #7 Florian
    13. Februar 2009

    Es gibt einfach keine Grenze nach oben, es lässt sich offenbar alles noch toppen. Ähnlich amüsant und gruselig zugleich ist dieser Text http://scienceblogs.com/pharyngula/2009/02/i_get_email_30.php – zwar anderes Thema, aber gleiche Grundlage.

  8. #8 Chrischdl
    13. Februar 2009

    @florian *schüttel* wo findest Du eigentlich dieses ganze gruslige Zeugs? Ich grusel mich lieber mit King, Poe, Blairwitch Project oder The Ring 😉

    @isnochys: Meine wissenschaftliche Ausbildung (Soziologie und Musikwissenschaft) hat das Thema Skalarwellen leider ausgespart, dennoch wage ich eine Vermutung, warum Quanten, Skalare und Co. so gerne als “Kronzeugen” der Pseudowissenschaftler herhalten müssen – die überwiegende Mehrheit kennt sich damit eben nicht wirklich aus, und leider ist von dieser Mehrheit wiederum der Großteil der Ansicht, dass, wer ein Wort richtig schreiben kann, automatisch auch über die Bedeutung dieses Wortes und seine richtige Verwendung im diskutierten Kontext informiert ist (vermutlich kann man aus diesem Grund auch in der Politik recht weit kommen, ohne wirklich Ahnung zu haben ;-).

    Dass dem mitnichten so ist, bleibt ob der verschwommen formulierten Spekulationen (Thesen mag man so was nicht nennen) für viele leider verborgen, es wird nicht weiter hinterfragt und im schlimmsten Fall als “Wahrheit” weitergegeben, weil – da war doch dieser Professor Dings, der hat doch das mit den Wellen und Teilchen, also, ich hab das ja nicht richtig verstanden, aber der konnte damit in die Zukunft schauen, doch, echt, kam sogar im Fernsehen.

    Und wenn sie nicht gestorben sind…..

  9. #9 rolak
    14. Februar 2009

    Na zumindest ist jetzt klar, warum ich nach über 30 Jahren Beschäftigung mit Computern (immer noch) Skeptiker bin :-) Ich kann auch in die Zukunft sehen – von mir aus auch with the ART of QT: das ändert sich nicht.
    Ist es nicht erstaunlich, daß wir Menschlein mit unserer Schmaltechnik die allmächtigen Skalarwellen blockieren können? Diese Erkenntnis war 777AngelinLove777 immerhin so wichtig, das Maucher-Video direkt zweimal bei tube einzustellen.

  10. #10 Cavon
    14. Februar 2009

    Was sage ich da immer…?

    ALUHÜTE! ALUHÜTE! Wir brauchen alle ALUHÜTE!

  11. #11 Schnablo
    14. Februar 2009

    Wenn die gesamte Schöpfung eine Projektion durch Skalarwellen sein soll, dann doch sicher auch die Handymasten. Und elektromag. Wellen doch bestimmt auch. Mithin stören also die projezierten Bilder selbst die Projektion. Interessantes Konzept!

  12. #12 Ralf Klamma
    15. Februar 2009

    Ich kann mich auch nicht entscheiden, ob das eine unheimlich gut gemachte Parodie ist oder einfach nur religöser Quark. Ich möchte an die Parodie glauben. Mist. Klappt nicht.

  13. #13 Nettester
    15. Februar 2009

    Finde ich lustig, er widerspricht sich schon selbst. Da Gott letztendlich alles erschafft, erschafft er auch Mobilfunkmasten.

    Das wäre dann so. Gott ist derjenige, der den Projektor betätigt und seine eigene Hand in die Projektion hällt.

    Schlussfolgerung, die religiösen mögen mir verzeihen, Gott macht krank. 😀 😛

    Aber nein, ich bin zu dumm a.) bin kein Physiker; b.) ich bin ein Kerl.

    Hmm, was mach ich jetzt? Ich befreie mich von meinen Mobilfunkempfängern, mist dadurch verschwinden aber nicht die Mobilfunkmästen. 😉 😛

    Was bleibt übrig wir sind alle dumm und werden kurz oder lang durch Mobilfunkmästen krank und sterben. 😀 😀 😀 😀 😀

  14. #14 walim
    15. Februar 2009

    Ist diese Theorie nicht ist in wesentlichen Bestandteilen ein Plagiat der wissenschaftlichen Erkenntnisse von Daniel Paul Schreber?

  15. #15 Florian W.
    15. Februar 2009

    Vorschlag für Teil-2: Wie uns die Wissenschaft für angeblichen Fortschrift an den Teufel verkauft hat; fatale Fehler um Galileo, warum man mit den Hexenverbrennungen nicht hätte aufhören dürfen.

  16. #16 Ralf C Maucher
    16. Februar 2009

    Ihr müßt halt ein wenig auf Euch aufpassen:
    Keiner von Euch kann fünfdimensional denken.
    Und vierdimensional auch kaum einer.

    Doch Eure Schlüsse und Behauptungen
    kommen wie ein Praecox nach dem anderen.
    Ihr wehrt ab, was man auch verstehen kann.

    Also laßt Euch Zeit, informiert Euch.

    Seht Euch die Physik wirklich an.
    Seht Euch alle vierdimensionalen Theorien an –
    und folgt dann beispielsweise den Überlegungen Bohms.

    Geht auch zu den Theologen,
    da gibt es eine Jahrtausende alte Diskussion
    über das Verhältnis von Schöpfer zu Widersacher.

    Wie kommt ihr denn darauf,
    daß “Gott alles gemacht” hat.
    Da steht sogar in der Bibel
    an mehreren Stellen das Gegenteil drin.

    Und nicht nur dort.

    Ihr seid stolz und ihr gefallt Euch im anonymen Besserwissen.
    Doch ihr wißt noch viel zu wenig.
    Eignet Euch den Grund an, auf dem man stehen kann.
    Was hier sichtbar wird, trägt nicht.

    Herzlich: Ralf Maucher

  17. #17 Tobias
    16. Februar 2009

    Ein wunderschönes, surreales Gedicht, Herr Maucher. Im Versmass an Haikus erinnernd, warnend, all umfassend, und vollkommmen sinnentleert.
    Wenn sie das jetzt noch vertonen kommen Sie ganz gross raus.

  18. #18 snarf snarf
    16. Februar 2009

    absolut geil! 😀
    lol, ist das geil :)
    immer wieder wenn ich denke das absolut dümmste erlebt zu haben, kommt sowas.
    ich wünschte wir könnten unsere autos mit dummheit antreiben, diese energiequelle würde niemals ausgehen.

  19. #19 snarf snarf
    16. Februar 2009

    was für ein idiot.

    ich wünschte wir könnten unsere autos mit dummheit antreiben, diese energiequelle würde niemals ausgehen.

  20. #20 Ronny
    17. Februar 2009

    Das ist aber schon eine Satire, oder ?
    Wie kann es sein, dass ein allmächtiges Wesen sich von Handystrahlung abschirmen lässt (die er wie schon oben erwähnt auch selbst geschaffen hat) ? Da müsste sogar eine religiöser Mensch den Kopf schütteln ob so einer Aussage.

  21. #21 Anhaltiner
    17. Februar 2009

    @Nettester : behalte lieber dein Handy – vielleicht ruft ja Gott mal an!
    (für interplanetare Gespräche 3 Nullen vorwählen, für interdimensionale 4! Nur wenn du mit dem Teufel reden willst brauchste nichts vorwählen – ist ein Ortsgespräch)

  22. #22 Dennis
    20. Februar 2009

    Schon irre, dass sich Gottes Projektion wohl von UMTS, GSM, Bluetooth und WLAN stören lassen soll, nicht aber von Radiowellen wie UKW, LW, MW, CB-Funk, etc… lach…

  23. #23 Toni
    20. Februar 2009

    Was für ein unfassbares Dokument himmelsschreienden Nullwissens. Es mit der Angabe eines akademischen Titels einzuleiten ist ja schon eine Beleidigung an sich. Da hat jemand seine „physikalische“ Bildung aus dem Kinderteil einer Esoterikzeitschrift.

  24. #24 JSchwehn
    20. Februar 2009

    Ich finde es einfach nur traurig. Der gute Herr Maucher ist selbst Wissenschaftler -das “Dipl. Psych.” lässt mich das stark vermuten.

    Er sollte sich doch zumindest mit den Grundlagen der Erkenntistheorie auskennen und auch schonmal was von Wissenschaftstheorie gehört haben.

    Da muss man sich ja fast schämen selbst so was studiert zu haben. Anscheinend schimmert der Dreck doch heller als Edelsteine….

  25. #25 Marc
    20. Februar 2009

    Bei dem Beitrag weiss ich nicht ob ich lachen oder weinen soll. Das ist alles so an den Haaren herbeigezogen, dass es nur Parodie sein kann.

    Nach dem Anlesen des Blogs von Herrn Maucher (http://himmel777.de/) glaube ich das aber nicht mehr. Der meint das Ernst! Und scheint auch so ein EM-Geschädigter zu sein, was mich aber kaum verwundert:
    “Vor einigen Jahren lebte ich in München, als die Strahlungsbedingungen für mich dort noch erträglich waren. ” (Quelle: http://himmel777.de/archives/370)

    Wie heißt es doch so schön: You made my day!

  26. #26 juliaL49
    21. Februar 2009

    Anscheinend handelt es sich ja nicht um eine Parodie und da Herr Maucher so freundlich war, hier auch mitzudiskutieren habe ich eine Frage an ihn:

    Sie nennen eine(n) Prof Kunnen als Quelle dafür, dass die Natur (v.a. das Immunsystem) mit 1,812 GHz schwingt. Im Internet habe ich dazu außer gleichlautenden Zitaten keinerlei Informationen finden können. Wo genau hat Prof Kunnen diese Behauptung aufgestellt (und evtl. bewiesen)?

  27. #27 wolfgang
    23. Februar 2009

    Sie nennen eine(n) Prof Kunnen als Quelle dafür, dass die Natur (v.a. das Immunsystem) mit 1,812 GHz schwingt. Im Internet habe ich dazu außer gleichlautenden Zitaten keinerlei Informationen finden können. Wo genau hat Prof Kunnen diese Behauptung aufgestellt (und evtl. bewiesen)?

    würde das Immunsystem mit 1,8 GHz schwingen, wäre das aber recht fein. Dann könnte man Personen mit Immundefizienz leicht identifizieren, da Personen mit intaktem Immunsystem bei 1,8 GHz ordentlich brummen würden.

  28. #28 Berliner
    26. Februar 2009

    Kinder sollten nicht handytelefonieren, Jugendliche nur in Notfällen, so das Bundesum-weltministerium, der britische Gesundheitsminister, die Akademie für Kinderheilkunde, das Heidelberger Krebsforschungszentrum, das russische Strahlenschutz-Komitee, die Kompetenzinitiative, Mediziner und Neurologen. Kinderärzte warnen. Schulen und der Lehrer-Verband Bildung und Erziehung fordern das Handyverbot, die Wiener Ärztekam-mer auch. Prof. Sir William Stewart leitete eine internationale Wissenschaftlerkommissi-on und kam in der bislang weltgrößten Studie über Mobiltelefone zu dem Schluss: “Wer Sechszehnjährige zum Kauf von Handys ermuntert, handelt verantwortungslos.”

    ODER

    “Die Frequenz, mit der Zellen kommunizieren, liegt zwischen 10 und 1000 Hertz.”
    Mannheimer Elektrizitätswerk MVV in ‘Mensch und Elektrizität’ (1997)
    Die Pulsfrequenz eines Handys ist 217 Hz, einer Mobilfunk-Basisstation (D-/E-Netz) 217 bis 1733 Hz, die von DECT-Schnurlosen 100 Hz und die der WLAN-Technik 10 Hz, sie liegen damit alle in diesem biologisch relevanten Bereich der Zellkommunikation.

    ODER

    “Die Grenzwerte in Deutschland sind reichlich hoch. In Russland werden in der Medizin gepulste Mikrowellen zu Therapiezwecken eingesetzt, die nachweislich wirken; diese liegen beim 10.000stel der deutschen Grenzwerte.”
    Prof. Dr.Ing. Günter Käs, Bundeswehr-Universität Neubiberg (1997)

    ODER

    “Die Bundesärztekammer wünscht einen niedrigeren, präventiven Grenzwert.”
    Die erneute Forderung der Bundesärztekammer in den Medien, so Pressesprecher Hans-Jörg Freese unter anderem in der ‘Süddeutschen Zeitung’ (1. September 2003)

    ODER

    “Gibt es schon für Handys viel zu wenig Studien, für Sendemasten gibt es soviel wie gar keine. Für biologische Beeinträchtigungen spielt die Zeitdauer eine große Rolle, in der man den Mikrowellen ausgesetzt ist. Es ist noch völlig unbekannt, wie hoch der Schwellenwert ist, das heißt, ab welcher Strahlungsstärke es
    gefährlich wird. Fest steht, die Risiken werden unterschätzt. Es gibt etliche
    Studien, die im Hinblick auf ein Krebsrisiko sehr beunruhigend sind.”
    Prof. Dr. Wilhelm Mosgöller, Krebsforscher der Universität Wien (2000)

    ODER

    “Während des ‘kalten Krieges’ in den 50er und 60er Jahren war die
    Mikrowellenbestrahlung westlicher Botschaften in Moskau, die durch die
    Sowjetunion mit der erklärten Absicht durchgeführt wurde, Gesundheitsschäden zu verursachen, sehr erfolgreich. Die hierfür eingesetzten Mikrowellenstärken
    lagen zwischen der eines Handys und einer Basisstation.”
    Prof. Dr. J.G. Hyland, Institut für Physik, University of Warwick (2001)

    ODER

    “In 20 Jahren sind wir ein Volk von Demenz-Kranken.”
    Dr. Brigitte Lange, Physikerin und Wissenschaftlerin in der Hirnwellenforschung, zum Thema Mobilfunkwellen und Öffnung der Blut-Hirn-Schranke (Januar 2001)

    ODER

    “Berichte über Beeinflussungen der Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke haben die Diskussion über nicht durch Erwärmung erklärbare Wirkungen verstärkt.”
    Prof. Dr. Dipl.Ing. Norbert Leitgeb von der Technischen Universität Graz in seinem Buch ‘Strahlen, Wellen, Felder’ (1. Auflage, September 1990)
    Anmerkung: Dabei ging es in wissenschaftlichen Versuchen vor 1990, also lange vor der Einführung der jetzigen Mobilfunktechnik, um gepulste Mikrowellen eines SAR-Wertes von 1,3 mW/kg, die die gesteigerte Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke für Eiweiße, Ionen, Substanzen oder Schadstoffe, die normalerweise nicht ins Gehirn
    gehören, nach sich zogen. Der Grenzwert ist 2000 mW/kg. Die Strahlungsstärke eines Handys am Kopf ist viel höher als jene, welche diesen Effekt bewirkten. In einigen Wohnungen in der Nähe von Basisstationen haben wir solche Intensitäten gemessen, liegen sie doch umgerechnet bei etwa 10.000 bis über 100.000 μW/m², also im Bereich oder über jener, die eine Öffnung dieser Hirnbarriere bewirken. Wenn sich die Blut-Hirn-Schranke im Einfluss gepulster Mikrowellen der Stärke von einigen 1000 μW/m² bereits öffnet, welche anderen biologischen Effekte passieren dann noch, wenn der Grenzwert bis zu 10.000.000 μW/m² zulässt? Warum wurde die Mobilfunktechnik 1992 gestartet, obwohl man lange davor genau wusste, dass sie solche und andere biologische Probleme nach sich ziehen kann?

    ODER

    “Bei unseren Forschungen haben wir menschliches Blut in Reagenzgläsern mit Mikrowellen bestrahlt, die ähnlich der Handystrahlung sind. Es zeigte sich, dass sich unter dem Feldeinfluss die Zellkerne spalten. Es gibt Beweise für Schäden durch Mobilfunk. Dabei geht es nicht nur um Hirntumore, Blutveränderungen und Krebs, sondern auch um genetische Störungen und andere Probleme. Wenn wir jetzt keine umfassenden Forschungen anstellen und die Augen verschließen, dann wird das nichts bringen. Dann erweckt man nur den Eindruck, dass man Tote
    zählen will, bevor man handelt. Mit den vielen Informationen, die wir zum
    jetzigen Zeitpunkt in der Hand haben, ist Entwarnung absolut unhaltbar.”
    Dr. George Carlo, Medizin-Physiker und Leiter einer im Auftrag der
    US-Mobilfunkindustrie durchgeführten 27-Millionen-Dollar-Studie (1999)

    ODER

    “Derzeit haben wir viele Millionen Versuchskaninchen in Deutschland. Die
    Quittung werden wir vielleicht erst in ein paar Jahren bekommen.” Die Politik
    handele mehr als verantwortungslos. “Die Gier bei den UMTS-Einnahmen war
    größer als die gesundheitliche Vorsicht.” Unsere Grenzwerte für Mobilfunksender
    hätten keine große Aussagekraft, sie seien lediglich von den älteren ungepulsten Funkanwendungen auf die neuen gepulsten Techniken übertragen worden. “Das ist so, als wenn man einen Ochsenkarren mit einem modernen Auto vergleicht.”
    Prof. Dr. Werner Mäntele, Biophysiker der Frankfurter Goethe-Universität und Leiter eines Forschungsprojektes der Europäischen Union zur Klärung medizinischer
    Wirkungen von Mobilfunkwellen (Frankfurter Rundschau, 20. Februar 2002)

    ODER

    “Ein Zehntausendstel der Grenzwerte reicht aus, um wissenschaftlich
    überprüfbare Wirkung zu hinterlassen.”
    Prof. Dr. Klaus Buchner, Atomphysiker und Elektrotechniker der Technischen
    Universität München, Vortrag vor dem ÖDP-Kreisverband in Coburg (Februar 2002)
    Das was man weiß sei längst genug, um zu belegen, dass Mobilfunkstrahlung ein
    Gefahrenpotenzial darstellt, so Buchner. Es ginge nach aktuellem Forschungsstand um Unfruchtbarkeit, Gedächtnisstörungen, erhöhte Krebsraten, Schäden am Erbgut und Störungen des Immunsystems. Die Gefahr sei, dass die Mobilfunkübertragung mit Frequenzen erfolgt, die biologisch aktiv sind, die jenen der Kommunikation von Nervenzellen ähnlich sind. Eine oft unterschätzte Strahlenquelle mit dem gleichen biologischen Effekt seien die ständig funkenden schnurlosen DECT-Telefone.

    UND WAS SAGT IHR JETZT

  29. #29 Marc
    26. Februar 2009

    Nachdem die ersten beiden Zitate schon Mängel aufwiesen (oder einfach nur Tatsachen durcheinander gebracht haben), habe ich mir den Rest erst garnicht mehr angesehen. Vieles was da steht ist in etwas so begründet wie die Meinung einer von der Leyen zum Theme Kinderpornographie.

  30. #30 Ludmila Carone
    26. Februar 2009

    “Die Frequenz, mit der Zellen kommunizieren, liegt zwischen 10 und 1000 Hertz.”

    Schwachsinn wird durch einen akademisch klingenden Titel auch nicht weniger schwachsinnig. Die Kommunikation der Zelle erfolgt elektrochemisch und nicht über Funkwellen. Leute, das ist doch Abiturwissen!

    Hmm, unbelegte Behauptungen, die teilweise ganz offensichtlich Humbug sind,
    irgendwelche Zitate (ohne nachprüfbare Quellenangabe z.B. über einen Link),
    sollen jetzt was belegen?
    Dass da viel Lärm um Nichts gemacht wird?
    Dass da jemand sehr autoritätsgläubig zu sein scheint?
    Dass da jemand den Blick in eine Biobuch scheut?

  31. #31 Anhaltiner
    26. Februar 2009

    @Berliner: “UND WAS SAGT IHR JETZT” – Gegenfrage: Was willst du uns damit sagen? Gott kommt in deiner Zitatsammlung nicht ein einziges mal vor. (OK für die Fleißarbeit bekommst du ein Bienchen – falls die nicht auf einer relevanten Frequenz summen)

  32. #32 Berliner
    26. Februar 2009

    “Rattenhirne sind nach Bestrahlung mit Mikrowellen, wie man sie vom Mobilfunk kennt, übersät mit dunklen Flecken und deutlich geschädigt. Es tritt Flüssigkeit aus den Blutgefäßen aus, verursacht durch die Felder. Proteine und Schadstoffe durchdringen die Blut-Hirn-Schranke, nachdem diese von der Strahlung geöffnet wurde. Proteine gehören ins Blut, niemals ins Gehirn.”

    Prof. Arne Brun, Dr. Bertil Perssion und Prof. Leif Salford, Universität Lund (2000)

  33. #34 Ludmila Carone
    26. Februar 2009

    @Berliner: Merken Sie eigentlich nicht, dass sich die Angaben der Mobilfunkwetterer sogar gegenseitig widersprechen? Mal soll der Organismus bei über 1 GHz schwingen mal zwischen 100 und 1000 MHz. Das schließt sich gegenseitig aus. Und Zellen funken nicht miteinander. Elektrochemische Signale sind nicht das gleiche wie Funkwellen. Das ist einfach Bockmist.

    Und wo sind jetzt die wissenschaftlichen Arbeiten? Alles was ich sehe ist Lobbyismus, der irgendwelchen angeblichen oder meinetwegen auch echten Akademikern nach dem Mund reden. Ohne Verweise auf wissenschaftliche Arbeiten als Basis. Nur, weil jemand ein Doktor oder Prof. Dr. ist, entbindet das den noch lange nicht seine Behauptungen auch wissenschaftlich einwandfrei zu belegen. Behaupten kann ich viel, wenn der Tag lang ist und das Internet ist geduldig.

    Insbesondere und auch in einem Forum, wo lauter Ärzte, Physiker und Techniker rumschwirren. Wir lassen uns durch physikalisch angehauchte Buzzwords nicht verarschen.

  34. #35 Kai Möller
    26. Februar 2009

    @Berliner
    Mal ganz davon abgesehen, dass dein Beitrag hier nichts mit dem Artikel zu tun hat, ist noch kein einziger Nachweis einer gesundheitlichen Beeinträchtigung durch Mobilfunk gelungen (es sei denn, ich röste Rattenhirne mit entsprechenden Energiedosen). Ich finde die Diskussion zu diesem Thema irrational und reisserisch. Wer Kopfschmerzen und andere Beschwerden hat, soll nach den wirklichen Ursachen suchen und es nicht auf eine vermeindliche “Elektrosensilibität” schieben.
    Also nochmal:
    Es ist noch kein einziger Nachweis einer gesundheitlichen Beeinträchtigung durch Mobilfunk gelungen.

  35. #36 Christian Reinboth
    26. Februar 2009

    @Berliner: Viele der hier Lesenden und Schreibenden haben selbst einen akademischen Grad oder Titel und sind nun wirklich lebenserfahren genug um zu wissen, dass diese Tatsache allein keineswegs bedeutet, dass man mit allem Recht hat, was man so von sich gibt, insbesondere wenn man sich zu Themen außerhalb des eigenen Fachgebiets äußert. Die reine Nennung von Titeln ohne gleichzeitige Angabe von ensprechenden Studien oder Veröffentlichungen ist daher sinnlos. Auch Akademiker haben so etwas wie eine private Meinung, die sie natürlich auch äußern dürfen und sollen. Das als “Beweis” für irgend etwas anzubringen, reicht jedoch nicht aus.

    Die einzige verlinkte Quelle stammt von einem e.V., der wiederum selbst nicht auf Studien verweist. Wer mich kennt weiß, dass ich der exzessiven Nutzung von Handys gerade bei Kindern und Jugendlichen auch kritisch gegenüberstehe – hauptsächlich weil ich es für nervlich ungesund halte, wenn 12jährige stundenlang “SMSen” und telefonieren anstatt mal ein Buch aufzuschlagen. Mit Begriffen wie “Hirntumore” und “Krebsgefahr” sollte man jedoch ein wenig vorsichtig umgehen. Hier fehlen – bei aller Vorsicht – nun wirklich alle empirischen Beweise. Und solange da nichts vorliegt…

  36. #37 Berliner
    26. Februar 2009

    OK.

    Dann kann ich ja mein WLAN wieder benutzen…. :-)

  37. #38 Rincewind
    26. Februar 2009

    Eine Frage bedrängt mich. Wenn einerseits die Verbindung zu Gott abreißt, andererseits aber nachweislich durch Mobilfunk bereits 1000de Menschenleben gerettet wurden – was will uns das sagen?

  38. #39 klaus
    26. Februar 2009

    Nochmal wegen der vertrackten Handystrahlung:
    Ohne genaue Angaben zum Versuchsaufbau ist das alles nur Käse. Mein eigener Körper ist ein thermischer Strahler – er ist “warm”, hat sein Strahlungsmaximum also irgendwo im Infraroten. Das heißt dann aber auch, dass er kleinere Strahlungsflüsse in größeren Wellenlängen abgibt, also im Mikrowellen- und Radiowellenbereich, und damit genau im Bereich der “Handystrahlen”. Trotzdem käme wohl niemand auf die abgefahrene Idee zu behaupten, dass ich mit meinem eigenen Körper mein Gehirn grillte. Die von Dir, Berliner, zitierte Stelle bedeutet so gesehen nicht mehr als dass man in der Mikro daheim Hirn braten kann – ist also im Zusammenhang mit der Frage der Handystrahlen ziemlich hirnverbrannt.

  39. #40 Michelwald
    8. März 2009

    Mir macht das alles keine Angst, ich habe mein Handy in von einem Priester geweihte Alufolie gewickelt, jetzt ist alles gut. Ich bin gerne bereit, anderen von dieser Alufolie abzugeben, ich erwarte angemessen bezifferte Nachfragen …

    Nein im Ernst, was ein Geschwurbel. Was hat der Mann für ein Gottesbild? He Mauch, DEIN GOTT ist allwissend und allmächtig, da läßt sie sich doch nicht von einem WLan-Router behindern.

  40. #41 malaclypse
    26. Oktober 2009

    Skalarwellen: Ihre Richtungslosigkeit macht sie so gefährlich!

  41. #42 Berber
    3. Januar 2010

    Hallo, ich wünsche noch ein Gutes Neues Jahr.

    @klaus Infrarotstrahlung des Körpers ist natürlich ungefährlich und nicht vergleichbar.

    @ Ralf Maucher. Ich habe auch eine Theorie, daß die so genannten Torsionsfelder durch Elektrosmog die Skalarwellen umprogrammieren. Skalarwellen sind aufgrund Ihrer fraktalen Struktur ähnlich codiert wie DNS, sie unterscheiden sich nicht nur wie transversale Hertzsche Wellen in ihrer Frequenz und Amplitude, sondern auch darin. Man spricht daher vom epigenetischen Code. Durch die Torsionsfelder wird dieser Epi-Gencode verändert, Resonanz mit den entsprechenden Körperorganen findet nicht mehr statt und aus den kontrahierenden Wirbeln werden expandierende unter Freiwerden von materieschädigender Entropie.

  42. #43 Christian Berger
    7. Juni 2011

    In diesem bizarren Video verteidigt er sich.

  43. #44 Max
    Schwarzenberg
    10. November 2012

    Garnicht dumm, was er da sagt. Aber die Wahrheit liegt nicht in dem, was er sagt, sondern in dem, wem er das wie sagt:

    Wem sagt er denn: “und jetzt könnt ihr mich mal”? Wem gilt denn dieser Satz, in dem so viel nicht integrierte Wut liegt? Herr Maucher, man kann niemandem selbst die klügsten Gedanken einprügeln, wenn man noch jemanden hasst und diese Wut projiziert auf die dummen Schafem die es zu “bekehren” gilt. Projektion und doppelte Verschiebung: Wen möchten Sie bekehren? Und für wen tun Sie dies? Soviel von einem Kollegen. In diesen Fragen liegt die Lösung für IHR innerseelisches Problem. Denken Sie mal DARÜBER nach …

  44. #45 Später Erklärungsversuch
    Matrix 3
    9. Januar 2013

    Stellt euch mal bitte folgendes vor:
    Ein Streber einer Mittelschulklasse hält einen Vortrag über griechische Mythologie, die anderen Schüler finden so etwas befremdlich und mobben ihn gnadenlos.

    Wer hat Schuld an dieser Situation?
    Schuld haben ganz klar gesellschaftliche psychologische und vielleicht sogar genetische archetypische Verhaltensweisen. So wie ich das Verstehe benennt Herr Maucher diese Archetypen mit Begriffen wie Dämonen und demiurgische Einmischung in die Erblinie. Wie er das wahrnimmt entzieht sich mir leider, ich kann jedoch klare Parallelen zu den Aussagen vieler anderer erleuchteter oder teilerleuchteter oder wasauchimmer und von erfahrenen LSD-Trippies erkennen. Diese beschreiben meist ein sehr ähnliches Wirklichkeitsmodell. (hierzu gibt es sehr viel Information aller erdenklichen Qualitätsstufen).

    Nehmen wir mal an, die Handystrahlung stört gewisse Vorgänge im Gehirn und dadurch setzen sich primitivere Vorgänge durch (bspw. weniger entwickelte/ältere Teile des Gehirns (Stichwort Reptilienhirn). Herr Maucher kann dies nun auf irgend eine Art wahrnehmen und warnt daher vor Dämonen, die durch Schwächung der Menschen durch Handystrahlung an Macht gewinnen.

    Und schon haben wir eine (mögliche) einfache materiell-wissenschaftliche Erklärung für seine Beobachtungen, berücksichtigen wir dabei noch die Erkenntnisse der Quantenphysik ergibt sich ein relati schlüssiges Bild.

    Ich kann nicht sagen wie es wirklich ist, aber was mir offensichtlich erscheint ist, dass die griechische Mythologie sehr detailliert (tiefen-)psychologische Vorgänge zu beschreiben scheint.

    Ich persönlich würde außerdem wegen der bekannten Risiken jederzeit gerne auf HF-Technologie verzichten, auch ganz ohne Maucher-Blog.