Seit Tagen wird in der Blogosphäre ja bereits über Ausmaß und Folgen der Havarie im japanischen Kernkraftwerk Fukushima berichtet. Leider fehlt es vielen – auch mir – am fachlichen Hintergrund, um die teils widersprüchlichen Medienberichte richtig deuten zu können. Heute hat sich nun mit Prof. Dr. Wolfgang Sandner der Präsident der Deutschen Physikalischen Gesellschaft zur Lange in Fukushima geäußert.

Die sechseinhalb Minuten Zeit für einen Experten sollte man sich nehmen:

Sorgen bereiten Prof. Sandner offenbar primär der mit dem gestern ausgebrochenen – und mittlerweile wieder gelöschten – Feuer verbundene Ausfall der Kühlung in den Brennstoff-Lagerbecken sowie die Folgen des Brandes an sich, über den in den Medien bislang noch nicht so viel zu hören war. Sander geht auf der Basis der ihm vorliegenden Messewerte weiterhin davon aus, dass das Containment in Block II beschädigt wurde – und dass das “Trockenlegen” der Brennstäbe in Block II kein unkontrollierter Vorgang (wie ja von den Medien zum Teil berichtet), sondern ein Mittel zur gewollten Druckentlastung gewesen ist.

Interessant ist auch: Bei der DPG arbeiten bereits sieben Arbeitsgruppen allein daran, die Folgen der Fukushima-Havarie zu analysieren. Fünf weitere sollen noch hinzukommen.

Kommentare (73)

  1. #1 Heiner
    15. März 2011

    Kleine Zusammenfassung des Themas:

  2. #2 BreitSide
    15. März 2011

    Derselbe hatte doch gestern gesagt, das probate Mittel seien “feuchte Tücher”.

    Er verdient übrigens ein weiteres “n” in seinem Namen…:-)

  3. #3 BreitSide
    15. März 2011

    jetzt aber [/korinthenkack]

  4. #4 johannes
    15. März 2011

    @BreitSide: was hast du als selbsterklärter “experte” gegen die feuchten Tücher einzuwenden?

  5. #5 Physiker
    15. März 2011

    Schade, dass man in den Medien so gut wie nichts von Experten erfährt – stattdessen werden emeritierte Wissenschaftler ausgegraben, Greenpeace-“Experten” präsentiert, Hobby-Astronomen, Ärzte und Klimaforscher in Diskussionsrunden befragt – ja sogar private(!) Öko-Institute kommen zu Wort. Dabei stünde in Dresden die gesamte wissenschaftliche Elite Deutschlands Rede und Antwort.

  6. #6 johannes
    15. März 2011

    @Physiker: nur könnten die nicht die GERMAN ANGST bedienen….
    …das Verhalten der Medien in diesen Tagen sollte beim Presserat angezeigt werden…
    …die Schäbigkeit der Opposition in diesem Land kann jeder bei der nächsten Wahl selbst berücksichtigten…
    …und den Gutmenschen-Spendeneintreiber-Organisationen (BUND, Greenpeace) kann man duch nicht-spende oder austritt aus der evangelischen Kirche den geldhahn zudrehen….

  7. #7 BreitSide
    15. März 2011

    Ja, genau, wenn einer feuchte Tücher empfiehlt, ist das ganz toll.

    Es kamen jede Menge echte Experten zu Wort.

    Wer trotzig für Atomkraft argumentiert hat, waren im Wesentlichen
    – ein Wetterfrosch auf Phoenix,
    – Heiner Bremer.

    Auch der gute Prof Sandner hat – verklausuliert – erklärt, dass alle Sicherheitssysteme versagt haben. Es fiel im deutlich schwer, das zuzugeben.

  8. #8 johannes
    15. März 2011

    @BreitSide: und was hast du jetzt ganz genau gegen die feuchten tücher einzuwenden? sag es doch jetzt bitte mal 😉

  9. #9 BreitSide
    15. März 2011

    johannes·
    15.03.11 · 22:29 Uhr

    @BreitSide: was hast du als selbsterklärter “experte” gegen die feuchten Tücher einzuwenden?

    Großer Meister, sage er mir doch mal, wie hoch er das Rückhaltevermögen “feuchter Tücher” einschätzt.

    Eins kann ich Dir sagen: die so oft gesehenen OP-Masken filtern nicht einmal 50 % der eingeatmeten Luft. Die werden in Asien auch eher aus Höflichkeit getragen: Verschnupfte oder Vergrippte wollen so die Öffentlichkeit schützen.

    Fraglich auch, wie der gute Prof denn glaubt, dass die Leute 24 Stunden damit umgehen sollen?

    Jeder Feuerwehrmann muss regelmäßig eine Atemgeräteträgeruntersuchung über sich ergehen lassen. Auch Leute, die in Spritzräumen oder bei der Asbestsanierung arbeiten, müssen nach dem Arbeitsmedizinischen Vorsorge-Grundsatz G26 “Atemschutz” untersucht werden.

    Warum? Weil Atemschutz eine hohe Belastung für den Körper bedeutet.

    Und diese Leute tragen den Atemschutz nur ein paar Stunden am Tag und nicht 24 Stunden rund um die Uhr.

    Noch Fragen zum Atemschutz?

  10. #10 johannes
    15. März 2011

    @BreitSide: wie kommst du darauf, dass diese “OP-MAsken” nur 50% filtert? Wie kommst du darauf, dass man für eine “OP-MAske” eine g26 untersuchung braucht?

  11. #11 BreitSide
    15. März 2011

    @johannes: es geht auch kürzer:

    verbringe einfach mal 24 Stunden in einer Umgebung mit wahlweise
    – Asbest,
    – Hydrazin,
    – Blausäure
    oder Sonstigem, “geschützt” durch feuchte Tücher.

  12. #12 johannes
    15. März 2011

    @BreitSide: Asbest, hydrazin und blausäure sind aber keine PARTIKELGEBUNDENEN radioaktiven substanzen 😉 EXPERTE!

  13. #13 BreitSide
    15. März 2011

    johannes·
    15.03.11 · 23:13 Uhr

    @BreitSide: wie kommst du darauf, dass diese “OP-MAsken” nur 50% filtert? Wie kommst du darauf, dass man für eine “OP-MAske” eine g26 untersuchung braucht?

    Das sage ich Dir gerne:

    1) http://www.bgw-online.de/internet/generator/Inhalt/OnlineInhalt/Medientypen/bgw__vorschriften-regeln/BGR-TRBA250-Biologische-Arbeitsstoffe-im-Gesundheitswesen-und-in-der-Wohlfahrtspflege,property=pdfDownload.pdf
    2) Hab ich nicht behauptet. Nur, wenn es tatsächlich ffp2 oder ffp3 ist. Die im tv oft gezeigen Op-Masken schaffen noch nicht einmal ffp1

    Noch Fragen? Noch mehr Lust, Dich zu blamieren?

  14. #14 BreitSide
    15. März 2011

    EXPERTE johannes: Asbest ist nicht partikelgebunden?

    Blausäure und Hydrazin würden durch das feuchte Tuch ganz prima aufgefangen. Solange es feucht ist und nicht übersättigt.

    Noch mehr Lust, Dich zu blamieren?

  15. #15 BreitSide
    15. März 2011

    Korrketur für Korinthenkacker johannes: Asbest ist natürlich nicht partikelgebunden, Asbest

    sind

    Partikel.

    Ändert aber nix an Deiner Blamage.

  16. #16 BreitSide
    15. März 2011

    Noch eine Blamage: klar, johannes, Asbest, Hydrazin und Blausäure sind noch nicht einmal radioaktiv!

    Du kannst ja ruhig das Experiment mit einer aktuellen japanischen Atmosfäre von 400 mSievert pro Stunde durchführen. So kaltschnäuzig wollte ich dann doch nicht sein.

  17. #17 BreitSide
    15. März 2011

    PS: johannes, bist Du Legastheniker?

  18. #18 johannes
    15. März 2011

    @breitside: zu 1.) wo steht das da, hab keine lust die ganze bgr zu lesen
    zu 2.) breitside schrieb “Eins kann ich Dir sagen: die so oft gesehenen OP-Masken filtern nicht einmal 50 % der eingeatmeten Luft.” eine op-Maske: Filterleistung >97 %
    ich muss mich nicht blamieren, aber jetzt schlafen, da ich eine arbeit habe….dein termin beim amt wird wohl erst um 9 Uhr sein, aber du kennst dich ja bei arbeitsmedizin aus, weshalb ich denke dass du eine job bekommen wirst! 😉

  19. #19 johannes
    15. März 2011

    @Breitside: Breitside schrieb “Atmosfäre”: Legastheniker? Ja, ja, wer im glashaus sitzt und keine argumente hat, arme wurst und gute nacht LOL!

  20. #20 BreitSide
    15. März 2011

    johannes·
    15.03.11 · 23:43 Uhr

    @Breitside: Breitside schrieb “Atmosfäre”: Legastheniker? Ja, ja, wer im glashaus sitzt und keine argumente hat, arme wurst und gute nacht LOL!

    Ich hab doch nur gefragt. Du scheinst Legasthenie als ein Schandmal oder was Ähnliches aufzufassen. Einer meiner besten Freunde ist Legastheniker und dabei ein super Ingenieur.

    Und – ohne dass ich meinen würde, sonst perfekt zu sein – ich nehme einfach die näxte Rechtsschreibreform vorweg. Oder schreibst Du noch “Bureau”?

  21. #21 BreitSide
    15. März 2011

    Oh Mann, noch eine Blamage von johannes:

    “Eins kann ich Dir sagen: die so oft gesehenen OP-Masken filtern nicht einmal 50 % der eingeatmeten Luft.” eine op-Maske: Filterleistung >97 %

    Merkst Du nicht, dass die zwei Sätze überhaupt nix miteinander zu tun haben? Mein Satz bedeutet eine Leckagerate von 50 %. Das hat mit der Filterleistung des eigentlichen Tuches überhaupt nix zu tun.

    Verstehst Du das oder willst Du Dich noch weiter blamieren?

  22. #22 BreitSide
    16. März 2011

    @johannes: Zu Deinem Unwillen, aus der BGR Informationen zu holen: die IT-Fuzzis haben da was ganz Tolles erfunden: die Suchfunktion. Soll ich Dir noch die Suchworte vorkauen? Fang mal mit “Maske” an.

    Zu Deiner wohl als Spitze beabsichtigten Bemerkung mit dem Arbeitsbeginn: bei der IT ist ein Arbeitsbeginn um neun oder zehn Uhr oder noch später durchaus üblich.

    Also danke, mein Job füllt mich durchaus aus (während der Arbeitszeit) und ernährt mich und meine Familie. Nett, dass Du daran denkst:-)

  23. #23 johannes
    16. März 2011

    @BreitSide: man merkt an deiner wütenden art und weise, wie du nicht nur hier formulierst, dass du deine unsicherheit verbergen möchtest: FAKT ist: du hast behauptet die op-masken würden noch nicht mal 50% filtern, das wurde widerlegt, du kennst den unterschied zwischen diversen toxischen stoffen nicht (siehe Asbest, Hydrazin, Blaussäure etc.) und Du kannst zwar bgr zitieren, aber du must sie auch genau lesen…… FAKT ist aber natürlich, dass eine Maske die Radioaktive Partikel zurückhalten soll FFP3-Filterklasse haben sollte……dass die op-Maske oder das feuchte tuch besser ist als nichts vor dem mund zu haben ist auch klar….. und dass eine tragezeitbegrenzung in diesem fall unnötigt ist, da es um das nackte leben geht (außerdem sollte man sich sowieso im inneren von gebäuden aufhalten), ist auch klar….

  24. #24 echt?
    16. März 2011

    Prinzipiell sollte man Technologien, die solche Schadensfolgen auslösen können nicht betreiben. Für Probleme braucht man übrigens keinen Tsunami und auch kein Erdbeben. Lest mal xxx://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Three_Mile_Island. Da reichte “normales” Unvermögen.

    Grüßt echt?

  25. #25 Andrea N.D.
    16. März 2011

    @breitside:
    “Auch der gute Prof Sandner hat – verklausuliert – erklärt, dass alle Sicherheitssysteme versagt haben. Es fiel im deutlich schwer, das zuzugeben.”

    Stimmt, das ist mir auch aufgefallen. Zwischenzeitlich dachte ich, er habe ein Problem mit der deutschen Sprache. Vor allem das ewige Besprechen der Situation in 4, wo doch der “kontrollierte” Austritt ein viel größeres Problem darstellte.

    @Christian:
    Gestern gab es auf den deutschen Radiosendern “Entwarnung” für Tokio, da ja die Strahlung niedriger war als die in einem CT. Große Erleichterung! Nur – wer liegt eigentlich 3 Tage in einem Computertomographen oder schläft neben einem aktiven Röntgengerät? Inwiefern sollte (wenigstens ein bisschen) die Dauer der Strahlenexposition berücksichtigt werden? Oder spielt das keine Rolle?

  26. #26 Christian Reinboth
    16. März 2011

    @BreitSide: Den Fehler im Namen habe ich korrigiert. Danke für den Hinweis.

    @Andrea: Richtig, die Dauer der Exposition ist natürlich ebenfalls ein wichtiger Faktor. Man müsste einen kompetenten Mediziner dazu befragen (liest einer mit?) aber ich gehe mal davon aus, dass eine Langzeit-Exposition auch bei weniger stark erhöhten Werten mittel- bis langfristig negative Folgen – wie etwa ein erhöhtes Krebsrisiko – haben kann. Die mit den Werten aus Tokio und anderen japanischen Orten verbundene gute Nachricht – daher vermutlich auch die Erleichterung – ist aber, dass Japan von den Werten, die nach der Tschernobyl-Havarie zu beobachten waren, derzeit noch weit entfernt ist – und es hoffentlich auch bleiben wird. Wobei mich die Nachricht, dass heute Nacht bis zu 1 Sievert am Tor des AKW gemessen wurden, leider auch in dieser Hinsicht zum Pessimisten macht…

  27. #27 Jochen
    16. März 2011

    Toll, einmal einen ausführlichen Einblick in diese Sache zu bekommen …

    Jochen

  28. #28 Olli F.
    16. März 2011

    Weiß jemand was mit den anderen Kraftwerken ist? Es hieß doch dass noch weitere Kraftwerke Probleme haben. Davon hört und liest man seitdem nichts mehr.

  29. #29 Christian Reinboth
    16. März 2011

    @Olli F.: Soweit ich es den Medienberichten entnehmen konnte, sind die beiden anderen Kraftwerke inzwischen glücklicherweise außer Gefahr.

  30. #30 Olli F.
    16. März 2011

    @Christian
    Puh, danke für die Info :-)!

  31. #31 Dagmar Landsberger
    16. März 2011

    Dieser Bericht in der Financial-Times spricht dafür, daß es eventuell wohl doch eine Möglichkeit gegeben hätte sich besser auf Erdbeben vorzubereiten. Wenn man der Quelle glauben schenken darf. Die Aussagen des ehemaligen Mitarbeiters von Tepco sprächen dafür.

    http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/:agenda-japans-betruegerischer-energieriese/60025814.html

    Es scheint doch immer wieder dasselbe Muster zu sein: irgendwann behält Gier und Betrug die Oberhand, und dann wird es eben auch schief gehen.

    Diesen menschlichen Faktor findet man natürlich in keiner Risikoberechnung. Er ist nicht meßbar wie eine physikalische Größe.

    Wir stehen vor einem sehr komplexen Dilemma. Das Wichtigste an der momentanen Situation ist der Dialog zwischen Wissenschaftlern die aus den verschiedenen Lagern stammen. Sie sind als einzige wirklich in der Lage GEMEINSAM zu einer gültigen Einschätzung zu kommen.

    Es sind einfach neue Fakten auf dem Tisch, die nur dann sinnvoll verarbeitet werden können, wenn es zu einem offenen und rückhaltslosen Austausch kommt.

    Solche Aktionen wie der Blog von Jörg Rings sind entsetzlich kotraproduktiv.

    Nicht Atomkraftgegner oder Atomkraftbefürworter sind unsere Feinde, sonder unser Unvermögen ohne eine unsachliche Polarisierung über ein Thema miteinander zu arbeiten, daß überlebenswichtig für die Menschheit ist.

    Ist eigentlich außer mir schon einmal jemandem aufgefallen wie sehr das Thema der Keimschädigung durch ionisierende Strahlung vermieden wird?

    Diese Schädigungen sind bereits zu erwarten bei Werten, die einen gesunden Organismus sonst nicht schädigen.

    Und glaubt mir, das weiß in Japan jede schwangere Frau ohne daß man es ihr in den Medien sagt.

    Die Ängste, die im Moment von diesen Frauen und ihren Familien ausgestanden werden, kann glaube ich niemand ermessen.

    Und das kommt zu allem übrigen noch obendrauf.

    Das alleinige Zählen von Toten hat für mich etwas martialisches, ist mir extrem menschlich karg und macht mich ehrlich gesagt mißtrauisch, ob es da an Empfindungfähigkeit fehlt?

    Falls ich jemals ein Beispiel für eine völlig unangemessene und kontraproduktive Reaktion eines Wissenschaftlers in einer Krise ein Beispiel brauche, dann werde ich auf den Blog von Jörg Rings hinweisen. Da ist so ziemlich jeder Fehler, den man machen kann, um die Behandlung eines wichtigen Themas zu behindern gemacht worden.
    Hier der Link:
    # Quellen und seriöse Links zum Fukushima-Kraftwerk-StörfallDiax’s Rake· 12.03.2011

    @Jörg

    Aus der Zeit am Institut von Prof. Undeutsch weiß ich noch, wie schwer es ist, Menschen die mit einer gefährlichen Substanz oder Technik arbeiten daran zu hindern Betriebsblind zu werden und die Arbeitssicherheit zu wahren. Man nimmt die Gefahr einfach irgendwann nicht mehr ernst. Das ist menschlich, verständlich, spart seelische Kraft. Und ist gefährlich.

    Die Bereitschaft diesem Effekt immer wieder dadurch entgegenzutereten, daß man seine Einstellung immer wieder in Frage stellt, ist die Grundlage dafür, daß man nicht zum menschlichen Sicherheitsrisiko wird.

    Die Psychologie ist also wahrscheinlich nicht ganz so irrelevant wie Du zu denken scheinst, deshalb schreibe ich meine Gedanken NICHT auf einen Zettel und stecke sie mir an den Hut. Sondern hoffe, daß Du lernfähig bist, und Dich nützlich machst.

    Was Dir sicher möglich wäre, fallst Du den Anlauf schaffst um über Deinen gigantischen Schatten zu springen.

  32. #32 BreitSide
    16. März 2011

    @Christian Reinboth· 16.03.11 · 09:21 Uhr

    Im ARD(?) hieß es gestern so ähnlich, als würden 1.000 mSievert schon für eine “Strahlenkrankheit” ausreichen. Hab´s nicht mehr genau im Kopf.

  33. #33 Anton
    16. März 2011

    Was ist unter Strahlenkrankheit zu verstehen? Schon bei 50 bis 200 mSv kann es zu Erbgutschädigungen und möglicherweise Krebs kommen. Ab 200 mSv kann man eine Veränderung des Blutbilds feststellen. Ab 500 mSv tritt der sogenannte “Strahlenkater” auf, Übelkeit, Kopfweh, Erbrechen. An 1 Sv bis 2 Sv liegt die Sterberate bei 10% nach einem Monat.

    Laut Betreiberfirma stieg der maximale Wert auf 400 mSv an. Währenddessen ist der erlaubte Wert für die ArbeiterInnen im Fukushima-Atomkraftwerk auf 500 mSv erhöht worden. Scheinbar war das notwendig, um überhaupt noch ArbeiterInnen in Kraftwerk lassen zu können.

    Die gemessenen Werte in Tokio oder anderswo (nicht direkt im Gebiet um Fukushima) sind aber weit unter den Werten, wo es auch schon zu einer Erbschädigung kommen kann. Auf http://www.bousai.ne.jp/eng/ lassen sich die Werte verfolgen. Im Moment werden in Ibaraki (nördlich von Tokio) ca. 1000 nGy/h gemessen. Um das in Sievert umzurechnen muss der Wert mit einen bestimmten Faktor, der von der Art der Strahlung abhängig ist, multipliziert werden. Bei Alphastrahlung ist das der Wert 20, bei Protonenstrahlung 5, bei Gammastrahlung ist das der Wert 1 (in dem Fall ist also Gy = Sv).

    Wenn wir also von Alphastrahlung ausgehen, dann liegt der Sievert-Wert in Ibaraki bei 20*1000 nGy/h also 20000 nSv/hm was 20 µSv oder 0,02 mSv sind. Erbgutschädigungen können bei 50 mSv (0,05 Sv) auftreten, also bei einer 2500 fachen Strahlung von der Strahlung die gerade im Moment in Ibaraki gemessen wird.

    Der Jahresdurchschnitt liegt bei 2,4 mSv als (vereinfacht) umgerechnet (aber so machen es auch die Medien) bei 2,7 µSv pro Stunde. Wie gezeigt werden in Ibaraki gerade 20 µSv gemessen – das ist also ca. der 10-fache Wert der natürlichen Strahlung.
    Wenn also die Medien von einem 10-fachen Strahlenwert im Vergleich zur natürlichen Strahlung schreiben, dann haben sie zwar recht damit, bedeutet aber noch keine gesundheitliche Schädigung. Die Werte liegen, wie vorgerechnet weit unter dem Bereich einer gefährlichen Strahlung (dort wo Erbgut geschädigt werden kann).

    Der Maximalwert in Ibaraki lag übrigens vorgestern (nach der Explosion im Reaktor 2) und ungünstigen Windverhältnissen bei 20000 nGy/h. Wieder die gleiche Rechnung wie oben bedeutet das eine Strahlenbelastung (bei Alphastrahlung, also der höchstmögliche Faktor 20) von 400 µSv oder 0,4 mSv. Selbst dieser hohe Wert liegt noch immer um mehr als das 100-fache unter dem Wert, wo davon ausgegangen wird, dass es Spätfolgen gibt (Erbgutschädigungen oder Krebs). Und der Wert liegt um das 1000-fache unter den Wert wo die leichteste Form der Strahlenkrankheit (Kopfweh, etc) eintritt.

    Im Moment gibt es keine Gefahr für Ibaraki oder Tokio. Für die ArbeiterInnen allerdings bedeuten die bei dem Kraftwerk gemessenen Werte die potentielle Gefahr an Krebs zu erkranken oder Erbgutschädigungen davon zu tragen. Wie es im Moment aussieht könnten sie auch in Gefahr sein, einen “Strahlenkater” zu bekommen.
    Hoffen wir es, dass keine weitere und vor allem größere Mengen radioaktiven Materials austritt, aber so weit man das aus der Entfernung sagen kann, besteht im Moment keine Gefahr für die BewohnerInnen (und die für die Gefahr ebstand sind weitgehnst evakuiert worden).

  34. #34 Anton
    16. März 2011

    Sorry, für meine vielen Rechtschreibfehler, aber ich hab den Text ziemlich schnell runtergetippt, weil ich eigentlich arbeiten sollte… 😉

  35. #35 BreitSide
    16. März 2011

    @Dagmar: sehr kompetente unaufgeregte sachliche Zusammenfassung. Danke!

    @Christian Reinboth: Nachtrag: bei 400 mSievert/h reichen dann 2,5 Stunden Aufenthalt ohne Schutz – und 5 Stunden Aufenthalt mit OP-Maske.

    @johannes: aus Deiner hilflosen Laviererei erkenne ich, dass Du Fakten nicht zur Kanntnis nehmen willst.

    Fakt ist, dass die üblichen OP-Masken eine Leckage von (mindestens!) 50 % haben. Für Dich nochmal: die Hälfte der Atemluft wird überhaupt nicht gefiltert. Soweit verstanden?

    Fakt ist, dass eine FFP1-Maske für gelegentliche Bauarbeiten privat zu Hause ausreicht, aber noch nicht einmal für Arbeiten mit ungiftigem Staub.

    Fakt ist, dass schon eine FFP2-Maske einen so hohen Atemwiderstand hat, dass es absolut unzumutbar ist, diese 24 Stunden am Tag aufzubehalten.

    Fakt ist, dass dieser Atemwiderstand schon bei gesunden arbeitsfähigen Menschen eine eigene Vorsorgeuntersuchung erfordert.

    Fakt ist, dass es schon bei FFP2 Tragezeitbeschränkungen gibt. Auszug aus BGR 190 “Benutzung von Atemschutzgeräten”:

    5.1.4 Filtrierende Halbmaske mit Ausatemventil
    Tragedauer: < = 120 min Erholungsdauer: >=30 min
    Einsätze pro Arbeitsschicht: < =3 Arbeitsschichten pro Woche: <=5 Mit Ausatemventil, das sind schon die Komfortablen. Jetzt rechne bitte: 30 Stunden pro Woche mit Pausen sind erlaubt für einen gesunden Werktätigen, und Du willst 168 Stunden ohne Pause?

    Fakt ist, dass alle o.g. Werte nur für den Idealfall gelten, also eine frische Maske, die sachkundig aufgesetzt wird (geh mal in die Praxis, da wirst Du staunen, wie selten das der Fall ist).

    Fakt ist, dass es äußerst schwierig sein wird, diese Masken auch nachts im Schlaf korrekt zu benutzen.

    Fakt ist, dass so eine Maske mindestens alle 8 Stunden gewechselt werden muss, da sie die ganze Radioaktivität dann in ihrem Filtermaterial gesammelt hat. Rechne das mal durch bei 3,8 l/min, dem mittleren Atemvolumen.

    Und jetzt rechne mal aus, wieviel Masken für 35 Millionen Tokioter nur für eine Woche da sein müssten, wenn diese 3-mal am Tag gewechselt werden.

    “besser als gar nix” ist alles, aber mit den o.g. Maßnahmen kriegst Du maximal 10 % Minderung.

    Innerhalb der Gebäude bleiben? Ohne Lüftung? Rechne mal aus, wann der Pettenkofer-Wert erreicht ist. Und japanische Wohnungen sind viel kleiner als unsere, gerade in Tokio und Umland. Spätestens nach 2 Tagen hast Du dieselbe Konzentration wie draußen.

    Fakt ist, dass Du Dir die Fakten gar nicht angeschaut hast, weil das ja vielleicht Deine vorgefasste Meinung gefährden könnte.

    Fakt ist, dass Du aus Mangel an Argumenten mich jetzt persönlich bekritteln musst.

  36. #36 BreitSide
    16. März 2011

    Anton:

    Laut Betreiberfirma stieg der maximale Wert auf 400 mSv an.

    Müsste das nicht “mSv/h” heißen?

    Mit der Rechtsschreibung hast Du viel weniger Probleme als johannes. Der entschuldigt sich nicht, sondern wirft mir noch vor, ihn gefragt zu haben, ob er Legastheniker ist. Dann wäre ja alles klar.:-)

  37. #37 Thomas
    16. März 2011

    @BreitSide: Ich will mich hier nicht in Deine Filtermasken Diskussion mit reinhängen.

    Was mir allerdings sehr unangenehm auffällt ist, dass Du in vielen Kommentaren hier auf ScienceBlogs sehr schnell sehr persönlich angreifend wirst. Die verordnete “Sendepause” von Jörg sollte Dir da eigentlich ein Hinweis sein. Man kann ja gerne kontrovers diskutieren, aber man muss deswegen nicht persönlich werden.

  38. #38 Hel
    16. März 2011

    @Thomas

    *einmisch* Die Diskussion wurde irgendwann auf beiden Seiten sehr heftig UND persönlich geführt. Außerdem hatte Jörg mit seinem Eingangspost eine entsprechende Basis dafür geebnet, nicht wahr? Von daher glaube ich, dass er auch sich selbst eine Sendepause verordnet hat.

    Ich kann Breiti total verstehen. Auch mir platzte irgendwann gewaltig der Kragen nach all den Anwürfen und Unterstellungen. Wer austeilt, muss aber natürlich auch einstecken können. Das können Breiti und ich ebenfalls.

  39. #39 johannes
    16. März 2011

    @BreitSide:Wer den diskussionsverlauf liest, kann beurteilen, wer hier angefangen hat beleidigend zu werden, aber ich kann beleidigungen gerne einstecken, denn ich habe genug “Cojones”….
    …. ich wollte von dir zu beginn wissen, warum die möglichkeit von feuchten tüchern denn so abwegig ist…. ich meine, es ist zumindest besser als einen tiefen zug aussenluft einzuatmen….die probleme mit filterwirkung haben wir geklärt, was die tragezeit mit der g26 untersuchung zu tun hat, steht offen, ich möchte es aber garnicht mehr wissen 😉
    …aber es hat auch dazu geführt, dass du genug zeit im www mit nachgucken vergeudet hast und dich von anderen diskussionen ausklinken konntest um dort deine beleidigungen loszuwerden! :-)

    ach so: du solltest als genialer Orthographiespezialist deine posts vorher korrektur lesen LOL!

  40. #40 BreitSide
    16. März 2011

    @Hel: danke.

    @Thomas: der “Einstieg” von johannes war:@BreitSide: was hast du als selbsterklärter “experte” gegen die feuchten Tücher einzuwenden?Also gleich zwei Keulen auf einmal. Darob kann man ruhig bleiben, muss man aber nicht.

    Und ja, in einer weniger emotionalen Debatte (die wirklich emotionalen Güllewürfe hast Du ja wahrscheinlich gar nicht mitgekriegt) hätte ich natürlich die deutsche-Aische-an-der-sich-ein-Borstentier-schubbert-Haltung eingenommen.

    Dass Jörg seinen Fred gschlossen hat, lag (mE natürlich…) weniger an den Posts, die Du jetzt noch lesen kannst, sondern mehr an den schon gelöschten. Einen von mir (den mit der “Funkpause”) löschte er zB, weil ich mich beschwerte, als “Propaganda-Volltrottel” bezeichnet zu werden. Den Post, in dem der “Propaganda-Volltrottel” steht, hat er unberührt gelassen. Die Beschwerde eines Mitdiskutanten, der mich zieh, “Unsinn” zu schreiben, steht weiterhin da. Es gibt natürlich kein Recht auf gleichen Maßstab beim Löschen (beide Mitdiskutanten waren voll pro-AKW), aber das “Recht” zur Beschwerde nehme ich mir schon raus.

    Ist natürlich alles OT, aber wenn Du mich schon anschießt…:-)

  41. #41 johannes
    16. März 2011

    naja bei dem breitside braucht es denke ich keinen kommentar mehr….

  42. #42 BreitSide
    16. März 2011

    @Thomas: verstehst Du jetzt, was ich meine? Johannes´ und mein Post haben sich gekreuzt. Daher wusste ich nicht, was er jetzt ablassen wirst. Aber es war wieder typisch:
    – trotz Beleges, dass er gleich mit Beleidigungen eingestiegen ist (sogenannter “experte”), schwurbelt er ein “jeder kann sehen…”,
    – dass keine seiner Behauptungen der Wirklichkeit stand gehalten hat, überschwurbelt er auch elegant,
    – dass ich für ihn Fakten rausgeholt habe, dankt er mir natürlich nicht,
    – sondern beleidigt mich dafür.

    Hätte ich die Fakten nicht so gut untermauert, hätte er sicher rumgekräht, das das ja (kraft seiner Wassersuppe) ja alles gar nicht stimmen kann.

    Und schon wieder stellt er so eine Pseudofrage, die er aber angeblich nicht beantwortet haben möchte. Wohl wissend, dass er noch einmal auf die Nase fallen wird.

    Wie ich ihn beleidigt haben soll, bleibt weiterhin ein Rätsel. Höchstens, dass ich ihn auf seine fachlichen Blamagen hingewiesen habe. Ist das schon eine Beleidigung?

    BTW, wenn man weiß, was man sucht, geht das in Minutenschnelle.

    Zu den Fakten:
    – das mit der Leckagerate (es war kein Problem der Filterwirkung des Stoffs an sich) haben nicht “wir geklärt”, er hat offensichtlich jetzt die Fakten begriffen. Spricht immerhin für ihn.
    – dass ein feuchtes Tüchlein vor dem Mund besser ist als gar nix, hatte ich nie in Abrede gestellt. Aber ich hatte auch klargestellt, dass solch eine Maßnahme nur ein Tröpflein auf den heißen Stein sein kann. Nasse Tücher sind übrigens eine probate Foltermethode, da sie den Atemwiderstand dramatisch ansteigen lassen. Tun sie das nicht, filtern sie auch nicht.
    – Tragedauer und G 26 – Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung (AVU): sobald eine Tragezeitbegrenzung erforderlich ist, ist auch eine AVU erforderlich.

    Ich hoffe, dass Andere, die keine so vorgefasste Meinung haben wie johannes, die Fakten und Links produktiv einsetzen können.

  43. #43 Ellen (Mitleserin)
    16. März 2011

    Ellen (Mitleserin)

    Deine Selbstwahrnehmung scheint mir in Bezug auf deine `Postingleistung` recht verzerrt…
    Was du gestern da an Beleidigungen und persönlichen Angriffen in einer Tour vom Stapel gelassen hast, war unter aller Sau!

    Nun beklagst du dich gar noch, dass ein Kommentator dich da gestern zieh „Unsinn zu schreiben“ – und dieser Kommentar so stehen blieb …
    Obwohl du es doch warst, der den Kommentator Ronny (in Jörgs Blog) – 15.03.11 – 14:35 Uhr Unsinn zieh: „Ronny, Du redest Unsinn. Deine Zahlenspielchen sind absolut abwegig.“
    Ronny in seiner Erwiderung dich dann nur zitierte.

    Das war dabei wohlgemerkt einer deiner wenigen noch `verhältnismäßig höflichen` Kommentare in der gestrigen Diskussion.

    BriteSide, bist du jetzt schon wieder so in Rage, dass du deine eigenen Kommentare noch nicht einmal mehr wiedererkennst?

    Bitte – mach Pause!

  44. #44 BreitSide
    16. März 2011

    Liebe Ellen, würdest Du bitte “Butter bei die Fische” bringen anstatt – genau wie johannes – einfach Dinge zu behaupten?

    Ich hab niemanden einen “Propaganda-Volltrottel” geheißen und auch nicht “selbsternannten ´Experten´”.

    Und genau das mit dem “Unsinn” war es ja: natürlich “darf”, der dem ich Unsinn bescheinige, das anfechten. Wo ist das Problem? Es war Unsinn, wie ich gezeigt hatte.

    Wer aber als allererste Bemerkung – ohne vorher ein einziges Wort mit mir gewechselt zu haben – mich einen “selbsternannten ´Experten´” nennt, braucht sich nicht wundern, wenn ich ihn fachlich blamiere. Das und nichts Anderes habe ich mit johannes getan. Ist das Beleidigen?

    Ich mag es einfach nicht, wenn Leute ohne Ahnung Dinge behaupten, die der Wahrheit diametral entgegengesetzt stehen. Und dann gleich ausfällig werden.

    Ist dieser Post jetzt auch beleidigend?

  45. #45 Hel
    16. März 2011

    @Breiti

    Mich dünkt, dass hier gerade ein paar “Haut den BreitSide”-Trolle und -Sockenpuppen am Start sind… Lass dich von ihnen nicht über Gebühr vom Thema ablenken 😉

  46. #46 BreitSide
    16. März 2011

    @Hel: Es hilft immer, an die deutsche Aische zu denken…:-)

  47. #47 BreitSide
    16. März 2011

    Aus dem ARD-Ticker:

    16.03.2011 20:35 Uhr
    Tepco: Stromleitung nach Fukushima fast fertig

    Eine zur Abwendung eines Super-GAUs im japanischen Atomkraftwerk Fukushima 1 notwendige neue Stromleitung ist nach Angaben der Betreiberfirma fast fertig. Ein Tepco-Sprecher sagte, die Leitung solle so schnell wie möglich in Betrieb genommen werden. Die neue Leitung könnte das angeschlagene Kühlsystem in der Atomanlage wieder in Gang bringen und so eine drohende Kernschmelze verhindern.

    http://www.tagesschau.de/nachrichtenticker/

  48. #48 Merih Aker
    16. März 2011

    Wäre es eventuell möglich mit flüssigem Stickstoff zu kühlen und so die Kernschmelze zu verhindern?

  49. #49 Ulf
    16. März 2011

    Habe eine kleine Umfrage zum Thema Kernenergie gestartet und würde mich über rege Beteiligung freuen:
    Wie stehst Du angesichts der Ereignisse in Japan zur Nutzung der Kernenergie in Deinem Land? http://twtpoll.com/hpyxvo

  50. #50 Anton
    16. März 2011

    @BreitSide

    Laut Betreiberfirma stieg der maximale Wert auf 400 mSv an.

    Müsste das nicht “mSv/h” heißen?

    Korrekt. Sind 400 mSv/h. Danke für die Korrektur.

    Zu bedenken ist, dass alle Angaben von einer Akutbestrahlung ausgehen. Also einer einmaligen Bestrahlung mit diesen Wert. Eine Akutbestrahlung von 400 mSv ist problematischer, als eine Bestrahlung von 0,1 mSv/s über eine Stunde lang. Sievert wird in Joule/kg gemessen, eine längere, dafür schwächere Wirkung ist damit unproblematischer. Der Einfachkeit und als zusätzlichen “Puffer” wird aber der Stundenwert wie eine Akutbestrahlung verwendet.

    @Rechtschreibung: Es ist halt unangenehm beim lesen, wenn andauernd Fehler sind. Ich würde das aber niemand vorwerfen (ausgenommen in Büchern, dafür gibts Personen die dafür bezahlt werden ;-))

    Zum Diskussionsstil kann ich auch nur sagen, dass ein ruhigeres, sachlicheres diskutieren nicht nur angenehmer wäre, sondern auch sinnvoller im Sinne von Erkenntnisfördernd. Wir sind nun mal unterschiedliche Menschen, mit unterschiedlichen Meinungen, das sollten wir auch respektieren (ich mach nur Ausnahmen im Sinne von Brecht: “Keine Toleranz mit der Intoleranz” ;-)). Es gibt Argumente für Atomkraftwerke und dagegen, ich halte persönlich die Argumente gegen Atomkraftwerke stichhaltiger, aber wir können das hier im Forum sowieso nicht entscheiden und somit kann das hier nur ein Meinungsaustausch sein und in dem Sinne dessen wäre ein offener Meinungsaustausch ohne Anfeindungen sinnvoller. Mich interessieren auch vielmehr die Gegenpositionen als meine eigenen, da ich meine Argumente (logischerweise ;-)) schon kenne und ich nur von den anderen lernen kann und nicht von mir. Somit ist mir auch lieber die Gegenposition bringt gute Argumente, als ich “gewinne” Diskussionen. Das eigene Diskussionsverhalten, sowie auch die eigene Meinung zu reflektieren und zu hinterfragen, muss meiner Meinung nach sowieso Standard bei Diskussionen sein – vor allem, aber nicht nur, in einem Wissenschaftsblog.

  51. #51 Anton
    16. März 2011

    @Merih Aker: “Wäre es eventuell möglich mit flüssigem Stickstoff zu kühlen und so die Kernschmelze zu verhindern?”

    Es würde auch Wasser reichen, dass viel unproblemtischer beschaffbar ist. Bei Stickstoff gibts auch das Problem: “Wie bekomm ich das dorthin wo es hin soll?” 😉

    Flüssigstickstoff ist ein schlechtes Kühlmittel, da er bei Kontakt “siedet” – bedeutet: Es legt sich eine gasförmige Stickstoffschicht um das Objekt und es geht der Kontakt mit dem Flüssigstickstoff verloren, wodurch der nicht mehr kühlt. Das zeigt sich auch daran, dass man sich flüssigen Stickstoff über die Hand schütten kann.

  52. #52 Merih Aker
    16. März 2011

    @Anton, danke für die Antwort. Ich dachte, man könnte größere Mengen des flüssigen Stickstoffs von oben ( z.b. Mit einem fern gesteuerten Hubschrauber oder dergleichen) einfüllen… Natürlich ist klar dass dieser schnell verdampft, aber vielleicht wäre der kurze Kontakt mit extrem kaltem Stickstoff ja erfolgreicher? Zudem hätte es noch den Nebeneffekt dass Sauerstoff verdrängt würde und eine Explosions- oder Brandgefahr vermindert wäre.

  53. #53 BreitSide
    16. März 2011

    @Anton:

    Eine Akutbestrahlung von 400 mSv ist problematischer, als eine Bestrahlung von 0,1 mSv/s über eine Stunde lang. Sievert wird in Joule/kg gemessen, eine längere, dafür schwächere Wirkung ist damit unproblematischer

    Das verstehe ich nicht. Sprichst Du von 400 mSv “auf einmal”, also innerhalb einer Sekunde? Wäre dann eine halbe Stunde mit 800 mSv/h weniger gefährlich als eine viertel Stunde mit 1.600 mSv/h?

    @Rechtschreibung: meine Frage an johannes war wirklich neutral gemeint. Ein Legastheniker kann nichts dafür und hat damit die Sympathien auf seiner Seite (außer die der Unnachgiebigen, die verlangen, er solle dann halt ein besseres Rechtschreib-Add-on benutzen). Und wenn er kein deutscher Staatsbürger ist, gilt Dasselbe. Ich stehe auch zu meinen Fehlern (bilde ich mir jedenfalls ein…:-).

    @Diskussionskultur: richtig. Ich werde weiterhin versuchen, mich zu beherrschen. Leidenschaft für die Wahrheit kann halt auch überschwappen…

    Somit ist mir auch lieber die Gegenposition bringt gute Argumente, als ich “gewinne” Diskussionen.

    Schöner Vorsatz, werde dran arbeiten:-)

  54. #54 Anton
    16. März 2011

    @Merih Aker: Wie geschrieben, das Problem ist, dass sich eine “Schutzschicht” von gasförmigen Stickstoff um einen Körper legt und der flüssige Stickstoff nicht mehr kühlen kann.

    Ich bin mir auch der chemischen Reaktionen nicht sicher, ein so ein guter Chemiker bin ich nicht (eigentlich bin ich gar keiner ;-)). Aber wenn der Stickstoff (N) mit Sauerstoff (O) und Wasserstoff (H) eine Verbindung eingeht (und O und H sind aufgrund anderer chemischen Reaktionen vorhanden), dann kann der Sauerstoff exothermisch reagieren, was zu einer Explosion führt – klassische Nitroverbindungen… wobei ich komme gerade drauf, dass dafür auch Kohlenstoff (C) notwendig ist. Aber für mich klingt die Kombination N-O-H recht instabil, vor allem wenn viel Energie dabei im Spiel ist, wie in einem heißen Reaktor (eben aufgrund der exothermen Reaktionsfreudigkeit von Sauerstoff).
    Keine Ahnung ob die Überlegung sinnvoll ist, das muss wer beantworten der/die mehr Ahnung von Chemie hat.

    Aber abseits von diesen Überlegungen, ist flüssiger Stickstoff kein gutes Kühlmittel.

    @BreitSide:

    Das verstehe ich nicht. Sprichst Du von 400 mSv “auf einmal”, also innerhalb einer Sekunde? Wäre dann eine halbe Stunde mit 800 mSv/h weniger gefährlich als eine viertel Stunde mit 1.600 mSv/h?

    Das ist kompliziert, vielleicht sollte ich erwähnen, dass die Angaben alle sehr abstrakter Natur sind. So wurden die Werte statistisch errechnete, aus dem Wissen von Atombombenabwürfen und anderen Vorfällen.
    Somit ist auch der Begriff Akutbestrahlung ein abstrakter Begriff und bezeichnet so etwas wie eine instante Einwirkung, also eine sofortige Einwirkung ohne einer zeitlichen Ausdehnung. Das ist natürlich unsinnig, aber wie geschrieben die Werte, die Bezeichnungen sind abstrakt und wurden statistisch ermittelt, weil es zum Glück nun mal keine Menschenversuche gibt.

    Aber ja eine Akutbestrahlung (oder eine Bestrahlung über einen kurzen Zeitraum) ist gefährlicher als eine Langzeitbestrahlung, auch wenn zum Schluss der selbe Wert dabei rauskommt.

    Vielleicht lässt sich das am folgenden Beispiel zeigen (kommt mir selbst etwas komisch vor, aber um es vereinfacht zu zeigen vielleicht gar nicht soooo dumm, wie es klingt ;-)): Eine Schlageinwirkung die auf einen Körper mit 3600 Joule/kg (Sievert wird auch in Joule/kg angegeben) einwirkt ist problematischer, als jede Sekunde Schläge von 1 Joule/kg und das eine Stunde lang. Oder anders ausgedrückt ein Amboss der mir auf den Kopf fällt ist unangenehmer als viele leichte Schläge auf den Hinterkopf über eine lange Zeit. 😉

  55. #55 BreitSide
    17. März 2011

    Flüssiger Stickstoff entwickelt auch ein sehr großes Gasvolumen, was dann noch mehr Partikel mitreißen kann.

    Ich denke grade über “Trockeneis” nach, gefrorenes CO2. Aber auch da sind wohl dieselben Schwierigkeiten: geringe Wärmeaufnahme und die Bildung eines isolierenden Dampfpolsters.

    Auweh, jetzt ist Fukushima schon INES Stufe 6 (Tschernobyl war Stufe 7)

    Gerade sehe ich die Schutzanzüge der Arbeiter/Techniker. Völlig unzureichend. Haben die keine außenluftunabhängigen Isolieranzüge? Die müssten natürlich alle paar Stunden gewechselt oder dekontaminiert werden.

    Das ist wirklich der Mut der Verzweiflung, der diese Leute antreibt. Und die sind wohl nicht so ahnungslos wie die armen “Liquidatoren” in Tschernobyl.

  56. #56 BreitSide
    17. März 2011

    @Anton: das Beispiel mit den vielen kleinen Schlägen leuchtet sehr gut ein. Kennen wir das nicht alle aus unserer Jugend? Ich muss Dir halt glauben, dass das wirklich äquivalent ist…:-)

    So wirklich einsehenmir vorstellen kann ich es noch nicht. Aber wir haben auch Strahlenexperten im Geschäft. Die werd ich mal nerven.

  57. #57 Franzl Lang
    17. März 2011

    Ich habe eine Verständnisfrage zum Thema Halbwertszeit. Rein intuitiv frage ich mich, wieso z.B. Stoffe mit einer längeren Halbwertszeit als gefährlicher angesehen werden.

    Mein Gedankengang ist folgender….wenn wir dieselbe Teilchenzahl an Iod-131 und Plutonium-239 haben, würde ich Iod als gefährlicher einstufen, denn innerhalb von 8 Tagen ist dort die Hälfte zerfallen, während vom Plutonium (mit der Halbwertszeit von ca. 24000 Jahren) ja erst sehr wenig zerfallen sein sollte.

    D.h. innerhalb meiner Lebenszeit werde ich viel mehr Schäden durch Iod erfahren als ich es durch Plutonium je erhalten kann, da ich rein alterungstechnisch schon tot bin, bevor auch nur ein Bruchteil des Plutoniums zerfallen ist.

    Verstehe ich da etwas falsch?

  58. #58 Anton
    17. März 2011

    @Franzl Lang: Der Stoff verschwindet ja nicht, also wenn Plutonium zerfällt, dann wandelt es sich in ein anderes Nuklid um.

    Wenn also ein Kilogramm Plutonium (wie Pu-139) in der Halbwertszeit zerfallt, dann bleiben ein halbes Kilogramm Plutonium übrig und ein halbes Kilogramm anderer Nuklide (wie Pu-140, 141, 142, etc). Der Stoff der radioaktive Strahlung abgibt verschiwndet also nicht durch den Zerfallsprozess. Iod zerfällt schneller zu Endprodukten die nicht mehr Strahlung abgeben.

  59. #59 Günther Vennecke
    17. März 2011

    @Franzi Lang,

    Rein intuitiv frage ich mich, wieso z.B. Stoffe mit einer längeren Halbwertszeit als gefährlicher angesehen werden.

    Das Problem liegt in der unvorstellbar großen Anzahl von Atomen selbst in kleinsten Mengen eines Stoffes. In 1 Gramm Plutonium 239 sind rund 2,5 *10^21 Atome enthalten. Bei einer Halbwertszeit von 24.000 Jahren zerfallen damit durchschnittlich 1,7 Milliarden pro Sekunde!

    Wenn jemand also auch nur 1 millionstel Gramm Plutonium inkorporiert, ist er praktisch zum Tode verurteilt, denn bereits der Zerfall eines einzelnen kann schon Krebs auslösen, bei dieser Menge zerfallen aber für den Rest seines Lebens immer noch 1700 Atome in JEDER Sekunde.

    1 millionstel Gramm Jod strahlt mit ca. 3,3 * 10^9 Zerfällen pro Sekunde.

    Gefühlt haben Sie also Recht, aber beide Mengen wirken im Endeffekt tödlich, wobei man bei Jod allerdings die betroffene Person “heilen” kann, indem man die Schilddrüse, die vor allem durch radioaktives Jod verstrahlt wird, operativ entfernt, wie Prof. Grawe von der VDEW meint (ein Zyniker, wie man ihn sich schlimmer kaum vorstellen kann).

  60. #60 Anton
    17. März 2011

    wobei man bei Jod allerdings die betroffene Person “heilen” kann, indem man die Schilddrüse, die vor allem durch radioaktives Jod verstrahlt wird, operativ entfernt, wie Prof. Grawe von der VDEW meint (ein Zyniker, wie man ihn sich schlimmer kaum vorstellen kann).

    Was so auch nicht stimmt, von der Strahlung von Iod sind auch alle anderen Organe betroffen, wie bei der Strahlung von Plutonium. NUr das zusätzlich auch die Schilddrüse Iod einlagert, da es für deren Funktion wichtig ist. Aber neben mit einem Kilo radioaktiven Iod unterm Kopfpolster einschlafen, dagegen würden keine Iodtabletten helfen und auch keine anschliessende Operation. 😉

  61. #61 BreitSide
    17. März 2011

    Die anderen Organe sind von der Strahlung des Jods praktisch nicht betroffen. Die Schilddrüse fängt es mit einer geradezu fantastischen Effektivität raus.

    Genau so funktioniert übrigens eine Radiojodtherapie: Du schluckst eine bestimmte Menge radioaktives Jod. Das lagert sich dann “sofort” komplett in der Schilddrüse ein. Und da Jod offensichtlich ein reiner Alpha-Strahler ist, zerstört es ausschließlich die Schilddrüse und kein sonstiges Gewebe.

    Der Grawe hätte damit auch einfach Unsinn verzapft, denn die Zerstörung der Schilddrüse durch radioaktives Jod hat weniger Nebenwirkungen als jede andere Methode der Schilddrüsenentfernung.

    Der einzige Nachteil ist dann, dass die Leute Zeit ihres Lebens Thyroxin nehmen müssen, was aber offensichtlich extrem gut verträglich ist. Ich kenne da mehrere Fälle.

    Und warum dann der Bohai um Jod? Ich denke, wenn die Schilddrüse weniger radioaktives Jod bekommt als zur Zerstörung notwendig, entwickeln einige nicht abgestorbene, aber geschädigte Zellen im Endeffekt Krebs. Das ist aber nur eine Vermutung von mir.

    Außerdem könnte es möglich sein, dass für die Radiojodtherapie ein anderes Isotop verwendet wird als bei Kernschmelzen austritt.

  62. #62 BreitSide
    17. März 2011

    Upps, Panne: radioaktives Iod ist vor allem ein Beta-Strahler.

    Warum radioaktives Jod von einem Unfall – anders das medizinische – Schäden anrichten sollte außerhalb der Schilddrüse, leuchtet mir immer noch nicht ein.

    Hat eigentlich irgendwer irgendwo eine fachliche Stellungnahme zu den haarsträubend schlechten Schutzanzügen gelesen? Jede Asbestkolonne hat bessere. Dass der “Oberphysiker” Prof. Sandner von feuchten Tüchern sprach, kann ich immer noch nicht richtig verwinden.

  63. #63 Anton
    17. März 2011

    Strahlung von zerfallenden Iod macht keine Unterschiede. Der Unterschied ist, dass die Schilddrüse Iod aktiv aufnmmt, da diese das für die Hormonproduktion benötigt. Um die Schildrüse zu schützen muss man Iodtabletten schlucken.

    Trotzdem, wenn du Staub einatmest, der mit radioaktiven Iod angereichert ist und der damit in die Lunge kommt oder diesen schluckst und diesen damit in den Magen hast, sind sehrwohl andere Organe betroffen.

  64. #64 BreitSide
    18. März 2011

    @Anton, das war jetzt leider nicht sehr hilfreich.

    Die Schilddrüse wird durch radioaktives Jod (wenn das, wie Du sagst, keinerlei Unterschiede macht, welches Isotop Du erwischst) auf 2 mögliche Arten geschädigt:
    – Zerstörung (wie beabsichtigt bei der Radiojodtherapie)
    – Krebs.

    Bei der Radiojodtherapie entsteht definitiv kein Krebs. Das ist in Millionen von Anwendungen schon nachgewiesen.

    Und die Radiojodtherapie arbeitet mit ganz anderen Strahlendosen als hier in Fukushima oder Tschernobyl am Start waren. Immerhin wird ja durch sie das Zielorgan völlig zerstört.

    Die Aufnahme über die Nahrung ist dieselbe; Jod131 wird geschluckt. Inhaliert würde es noch viel schneller wirken (weiß jeder Raucher/Kiffer, der das mal oral probiert hat).

    Wenn also schon bei einer total zerstörenden Dosis Jod131 kein anderes Organ geschädigt wird, warum dann bei einer geringeren?

    Ich hoffe, dass mal ein Strahlenmediziner hier mitliest und meine Aussagen bewertet.

  65. #65 Anton
    19. März 2011

    @BreitSide: Hilft nix, wenn ich einen einen Betastrahler einamte und der gibt eben Betastrahlung in der Lunge ab, wird die Lunge geschädigt. Das wird dann auch nicht durch die Nieren ausgeschieden.

    UNd die Iodtherapie hat sehr wohl schädigende Auswirkung auf die Umgebung der Schilddrüse, da Iod nicht nur ein Betastrahler ist sondern auch ein Gammastrahler. Somit gibt es auch Studien der American Thyroid Association, die ein erhöhtes Risiko für Schilddrüsen-Karzinomen festgestellt hat. Das Risiko ist aber im Vergleich zum Erfolg hinnehmbar.

    Aber das geschieht aufgrund der oralen Einnahme von Iod. Das schädigt logischerweise nicht die Lunge. Geschieht die Einnahme aber über Partikeln, können andere Organe diese aufnehmen und damit auch das Iod. Das sollte nicht mit einer medizinischen Aufnahme verwechselt werden.

  66. #66 BreitSide
    19. März 2011

    @Anton: natürlich schädigt ein Beta-Strahler Alles, was sich ihm in den Weg stellt. Aber das ist eine rein hypothetische Betrachtung ohne Wert für die Wirklichkeit.

    Die Aufenthaltszeit in der Lunge ist dermaßen kurz (hast Du mein Beispiel mit dem Nikotin nicht verstanden?), dass da wirklich “nix” passiert. Oder hast Du irgendeine Quelle, die was von Lungenkrebs durch Jod131 berichtet?

    Übrigens scheinen Jodtabletten gegen AKW-Auswirkungen ausschließlich für Kinder, Jugendliche und Erwachsene bis mitte 40 zu helfen, und auch dann nur, wenn sie “passgenau” eingenommen werden. In allen anderen Szenarien überwiegen die Folgen einer Überjodierung bei weitem die Strahlenfolgen.

  67. #67 BreitSide
    19. März 2011

    Eine Stellungnahme der anderen Art, aber umso zutreffender: http://www.sueddeutsche.de/digital/atomlobby-satire-im-netz-diese-wolke-ist-doch-im-nu-vom-winde-verweht-1.1073363

    “Es gibt nichts Schlimmeres als Solarenergie. Die Strahlung ist überall!”

    Das arme Atomforum ist machtlos gegen die pöhsen Züniker, denn

    “Deren Anwälte haben doch gar keine Zeit gegen uns vorzugehen, die müssen gegen das Moratorium klagen.”

  68. #68 johannes
    20. März 2011

    warum sind die Stellungnahmen der “Satiriker” zutreffend? Das Land der Dichter und Denker, wäre nichts, wenn es nicht auch ein paar kluge Köpfe gegeben hätte, die dieses land mit Ingenieurswissenschaft voran gebracht hätte, vom Dichten und Denken, kann man sein Maul nicht stopfen….
    …nebenbei kann man noch nicht mal schmunzeln über diese angeblichen Satiriker 😉
    Was in Deutschland abgeht ist erbärmlich!

  69. #69 BreitSide
    20. März 2011

    Tja, johannes, Du gehörst wohl auch zu denen, die nicht etwa erschrocken sind ob der Atomunfälle, sondern erzürnt auf die Grünen, diese vaterlandslosen Gesellen, deren mantraähnliche Profezeiungen auch noch eingetreten sind. Auf den Scheiterhaufen mit diesen Schlimmen!

    Die Atomkraft hat ihr wahres Gesicht gezeigt, und das gefällt Vielen halt nicht.

    Rudimens hat einen schönen Artikel ausgegraben, den ich jetzt mal als eigenen Link präsentiere (nein, der wissenschaftliche Dienst des Bundestages hat mir dabei nicht geholfen): http://kulturblogs.de/welt/archives/113 Die Kerntechnik ist ein Kind des kalten Krieges.

  70. #70 johannes
    20. März 2011

    die kerntechnik ist doch kein kind des kalten krieges, lol, selbst wenn, wo ist das problem dabei, sie hat auch dir im winter den arsch gewärmt und unzählige produkte die du konsumierst enthalten atomstrom, selbst wenn du bei den pharisäern von lichtblick deinen strom daheim beziehst, beziehst du atomstrom…
    …es kennt noch niemand die genauen umstände, was in fukushima passiert ist, bzw. was nicht und weshalb nicht funktioniert hat und die deutschen wissen wieder ganz genau was sie tun müssen…. die deutsche halten gerade die der roten, grünen, und kommunisten ist eine erbärmliche haltung, sollen die deutschen sie doch wählen, am ende wird abgerechnet :-)

  71. #71 BreitSide
    20. März 2011

    Danke, johannes, für diesen aufschlussreichen Post. Die Seite reicht leider nicht, um auf alle Deine Defizite einzugehen.

  72. #72 johannes
    23. März 2011

    BreitSide, welche Defizite meinst Du denn genau? Dass in allen deinen Produkten daheim Atomstrom drin ist? Dass aus deiner Steckdose Atomstrom kommt, auch wenn Du einen Lichtblick-Lügenpack-Vertrag hast? Ja, bitte schreib mir meine Defizite….LOL

  73. #73 Monster Energy Hats
    28. März 2011

    die kerntechnik ist doch kein kind des kalten krieges, lol, selbst wenn, wo ist das problem dabei, sie hat auch dir im winter den arsch gewärmt und unzählige produkte die du konsumierst enthalten atomstrom, selbst wenn du bei den pharisäern von lichtblick deinen strom daheim beziehst, beziehst du atomstrom…